Dienstag, 14. November 2017

Die Lügen der „Weißhelme“

Die sogenannten Weißhelme helfen nicht, sondern inszenieren und verbreiten Propaganda für den Krieg gegen Syrien.

Die meisten Fotos und Videos, die es in den letzten Jahren aus dem seit 2011 laufenden Syrienkrieg in die Nachrichtensendungen und Printmedien des Westens schafften, waren Bildmaterial der White Helmets. Bei diesen handelt es sich vorgeblich um eine 2013 in der Türkei von einem Briten gegründeten Rettungstruppe für Syrien, tatsächlich produzieren sie für die Medien vor allem Propagandamaterial und -geschichten gegen Syrien. Finanziert werden sie ganz offen durch die USA und EU-Staaten. Ihr Material ist voller Fehler und sie enttarnen sich immer wieder versehentlich durch ihre eigene Inkompetenz. Neutral (1) sind sie im Syrienkrieg (2) keineswegs. Und sie unterhalten engste Verbindungen zu den im Westen als „Rebellen“ bezeichneten Kämpfern um Al Qaida und Co.

Redaktionelle Vorbemerkung: Mit Artikeln wie diesem schreiben wir vom Rubikon gegen Lügen, Manipulation und Krieg. Bitte unterstützen Sie uns dabei: Weisen Sie Freunde und Kollegen auf diese Analyse und ihre Argumente hin, verbreiten Sie den Artikel über Ihnen zugängliche Verteiler oder veröffentlichen ihn unter Wahrung der am Textende genannten Lizenzbestimmungen auch in Ihrem Medium, auf Ihrem Blog.



Der offzielle Gründer

Quelle: Screenshot Twitter [übernommen aus dem Rubikon-Artikel]

Offizieller Gründer der Weißhelme ist der britische Militärdienstleister James Le Mesurier, der bei Twitter merkwürdigerweise unter @USARinwar zu finden ist. Le Mesurier war laut seinem Al-Jazeera-Interview vom August 2015 zufällig 2013 in der Syrien benachbarten Türkei und half angeblich spontan syrischen Freiwilligen, eine Rettungshelfertruppe aufzubauen: „They started as a completely ad hoc, voluntary organisation that the Turkish rescue trainers and I started training and supporting in the early part of 2013.“ Die genannten türkischen Trainer und Le Mesurier selbst sollen ursprünglich Rettungsspezialisten für Erdbebeneinsätze sein. Die von Le Mesurier gegründete und in den Niederlanden registrierte Organisation „Mayday Rescue“ nimmt für die Weißhelme Gelder der Unterstützerstaaten entgegen.



Erdbeben-Märchen

Quelle: Screenshot CNN [übernommen aus dem Rubikon-Artikel]

Das Erdbeben-Thema setzt Le Mesurier auch ein, um angebliche Verwüstungen durch Fassbomben für die Weltöffentlichkeit zu illustrieren. Dabei zeigt sich allerdings, dass er nicht nur überhaupt keine Ahnung von der Materie „Erdbeben“ hat, sondern hier auch glatt lügt. „The explosive-laden barrels are hurled out of helicopters. When one strikes, it can produce the seismological equivalent of a 7.6 magnitude earthquake, the White Helmets‘ James LeMesurier told CNN’s Chief Medical Correspondent Dr. Sanjay Gupta“,,heißt es beispielsweise in einem CNN-Artikel vom 6. Oktober 2016.

Le Mesurier behauptet also, eine Fassbombe würde ein Erdbeben der Stärke 7,6 auslösen können. Das ist aber nach den Gesetzen der Physik völlig unmöglich. Einen Beleg für den Einsatz von Fassbomben durch die syrische Regierung gibt es im Übrigen nicht. Falls sie tatsächlich eingesetzt würden, dann wäre das sogar ein kleineres Übel. Fassbomben sind improvisierte Sprengbomben. Große Metallbehälter, gefüllt mit Sprengstoff und Schrapnellen. Eine Fassbombe hat wesentlich weniger Sprengkraft als eine herkömmliche Fliegerbombe.

Selbst wenn man annimmt, dass Fassbomben in Syrien eingesetzt würden, hilft das der absurden Falschaussage Le Mesuriers nicht weiter. Unterirdische Atomtests erzeugen maximal Erdbeben einer Stärke von 4 bis 5. Bei einer entsprechenden überirdischen Explosion lägen die Werte noch sehr viel niedriger, da ein Großteil der Bombenenergie in die Schockwelle fließt und nicht im Untergrund wirksam wird. Dass es durch Fassbomben zu Erdbeben der Stärke 7,6 kommt, ist völlig unmöglich. Man beachte auch, dass die Momenten-Magnituden- beziehungsweise Richter-Skala nicht linear verläuft. Ein Erdbeben der Stärke 7 setzt eine seismische Energie äquivalent zu 38 Hiroshima-Atombomben frei. Ein Erdbeben der Stärke 8 setzt eine seismische Energie äquivalent zu 1200 Hiroshima-Atombomben frei.

Eine Einordnung des angeblichen Wertes von 7,6 hinsichtlich der Zerstörungskraft zeigt noch einmal, wie grotesk falsch die Weißhelm-Aussagen sind: Erdbeben zwischen 6 und 7 zerstören einen Umkreis bis zu 70 Kilometern und kommen weltweit etwa 120 Mal pro Jahr vor. Erbeben zwischen 7 und 8 zerstören einen Umkreis in dreistelliger Kilometerzahl und kommen auf der gesamten Erde etwa 18 Mal pro Jahr vor. Erdbeben zwischen 8 und 9 kommen im Schnitt einmal jährlich vor und richten Zerstörungen in einigen hundert Kilometern Umkreis an.

Ein weiterer Weißhelm-Chef – White-Helmet-Direktor Raed Saleh – sprach bei der Verleihung von „The Right Livelihood Award“ an die Weißhelme sogar von einer Erdbebenstärke von 8 auf der Richter-Skala durch Fassbomben bei täglich 50 abgeworfenen Fassbomben. Dazu bemerkte er noch, das fatale Erdbeben in Italien habe nur die Stärke 6,2 gehabt: „I find it difficult to convey to international audiences the scale of this terror: the localised effect of a barrel bomb is the same as an earthquake measuring 8 on the Richter scale. The horrific earthquake last month in Italy measured 6.2 on the Richter scale. So imagine that, 50 times a day.“

Von einer wahnwitzigen Fassbomben-Erdbebenserie im Nahen Osten, die Syrien und Teile der Nachbarländer verwüstet hätte, ist dem Rest der Menschheit allerdings nichts bekannt.

mehr:
- Die Lügen der „Weißhelme“ (Jens Bernert, Rubikon, 14.11.2017)

Journalistin zerlegt in den UN in 2 Minuten die Glaubwürdigkeit der Mainstream-Presse zu Syrien {3:21}

RT Deutsch
Am 12.12.2016 veröffentlicht 
Im Rahmen einer Pressekonferenz unter dem Motto "Gegen Propaganda und Regimechange in Syrien" in den Vereinten Nationen wurde Eva Bartlett, eine kanadische Journalistin, von einem norwegischen Kollegen gefragt, wie sie es wagen könnte, den Mainstream-Medien vorzuwerfen, über die reale Lage in Syrien zu lügen. Ihre Antwort zerlegt in zwei Minuten die Mythen der selbsternannten Qualitätspresse.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/
Die gesamte Pressekonferenz: https://www.youtube.com/watch?v=ebE3G...
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Virales Video im Faktencheck: Die Assad-Versteherin und ihre Wahrheit über Syrien {7:46}

spiegeltv
Am 19.12.2016 veröffentlicht 
Die kanadische Aktivistin Eva Bartlett hat im Rahmen einer Syrien-Pressekonferenz bei der Uno den Westen heftig kritisiert. Das Video verbreitet sich rasant im Netz. Fake News oder berechtigte Vorwürfe? SPIEGEL-ONLINE-Politikredakteur Christoph Sydow macht den Faktencheck.
mein Kommentar:
keiner! Wozu? Die machen einfach weiter – immer und immer wieder…


[…] die Psychologie [hat] eine Fülle von sehr viel subtileren und teilweise überraschenden Mechanismen unserer Entscheidungs- und Meinungsbildung identifiziert, die sich für eine sehr effektive Meinungssteuerung nutzen lassen. Dies gilt um so mehr, als zentrale Prozesse unserer Entscheidungs- und Meinungsbildung unbewusst ablaufen und keiner willentlichen Kontrolle zugänglich sind. Ich will hier nur zwei einfache Beispiele anführen:
   i) Eine Reihe experimenteller Studien zeigt, dass eine Aussage, die die Experimentatoren gemacht haben, im eingeschätzten Wahrheitsgehalt der Beobachter steigt, je häufiger sie präsentiert wird, und zwar auch dann, wenn sie zuvor vom Experimentator ausdrücklich als falsch deklariert wurde. Diese Prozesse laufen automatisch und unbewusst ab. Wir können uns also nicht dagegen wehren. Selbst wenn man die Versuchsperson zuvor über dieses Phänomen aufklärt, ändert dies nichts an dem Effekt: Je häufiger sie eine Meinung hört, um so stärker steigt der gefühlte Wahrheitsgehalt. Beispiele aus der Tagespresse gibt es auch hier in Hülle und Fülle, seien es ‚die reformunwilligen Griechen‘ oder, im Zusammenhang mit der Krim, die Bezeichnung ‚Annexion‘. Allein durch dauernde Wiederholung steigt tendenziell der gefühlte Wahrheitswert. (9)
   ii) Je weniger wir uns in einem Bereich auskennen, um so stärker neigen wir dazu, die Wahrheit gleichsam in der Mitte zu suchen. Wir neigen also dazu, alle Meinungen als gleichberechtigt anzusehen, und meiden die als ‚extrem‘ angesehenen Ränder des beobachteten Meinungsspektrums, selbst dann, wenn tatsächlich die ‚richtige‘ Auffassung dort verortet ist.
Die öffentliche Meinungsbildung lässt sich also sehr wirkungsvoll bereits dadurch steuern, dass man zunächst die ‚Ränder‘ dessen festlegt, was noch als ‚vernünftig‘ anzusehen ist. Wer also die Ränder des in der Öffentlichkeit sichtbaren Meinungsspektrum markieren kann und damit die Ränder des ‚vernünftigerweise Akzeptablen‘, der hat schon einen großen Teil des Meinungsmanagements erreicht. In einer neoliberalen, also ‚marktkonformen‘ Konzeption von ‚Demokratie‘ ist es naheliegenderweise besonders wichtig, den linken Rand des ‚Zulässigen‘ – also dessen, was man noch ‚verantwortlich‘ vertreten kann – zu markieren. Beispielsweise können die herrschenden Eliten die Auffassungen von Jürgen Habermas als das Äußerste deklarieren, was wir ‚in unserer liberalen Demokratie‘ vernünftigerweise zu akzeptieren bereit sind. Positionen, die radikaler sind und deutlicher auf das Zentrum der Macht zielen, werden dann bereits durch diese nahezu unsichtbare Markierung der Grenzen des ‚Akzeptablen‘ für die Öffentlichkeit als ‚Unverantwortlich‘ gekennzeichnet. Sie gehören damit nicht mehr zum Bereich dessen, was ‚sinnvoll‘ diskutiert werden kann.
[„Warum schweigen die Lämmer?“ – Demokratie, Psychologie und Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements, Transkript des Vortrags von Rainer Mausfeld an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel am 22. Juni 2015, in: free21, 04.08.2015, S. ]

siehe auch:
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2018)

Gefälschte Rettungsaktion – Video wirft zahlreiche Fragen nach Glaubwürdigkeit der Weißhelme auf {3:49}

RT Deutsch
Am 23.11.2016 veröffentlicht 
Die westfinanzierte Zivilschutz-Organisation „Weißhelme“ hat ein Video veröffentlicht, welches die bereits in Frage stehende Glaubwürdigkeit der Organisation weiter erschüttert. Gegenüber RT verweist die Wissenschaftlerin und Journalistin Vanessa Beeley, auf den „außergewöhnlichen Soundtrack“ und das Make-up“, welche genauso aussähen wie in den vermeintlich „echten Videos“ der Weißhelme.
Die Organisation, welche behauptet „nicht-staatlich“ und „neutral“ zu sein, gab gegenüber RT zu, dass ihre Geldmittel fast ausschließlich aus westlichen Staaten stammen, vor allem den USA, Großbritannien und Deutschland. Auch weitere Aspekte werfen ein dubioses Licht auf die Organisation, die für den Friedensnobelpreis 2016 vorgeschlagen war. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/
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Syrien: Making of - BEZAHLTE Fake Fotos - zur Manipulation der Medien & Öffentlichkeit {4:42}

klar sehen
Am 09.03.2018 veröffentlicht 

Weißhelme als Tarnkappe westlicher Geheimdienste {13:12}

FSchusterTV
Am 30.11.2016 veröffentlicht 
http://www.kla.tv/9136
http://www.klagemauer.tv/8134
http://www.kla.tv/?a=showklatventlarvt
US-Kriegsveteran spricht Klartext
http://youtu.be/FxCz4qkYf4Q
http://youtu.be/qeOJqLgw-dc
NA(H)TO(D)-Vasallen
http://youtu.be/onnwrZMdZOM
http://youtu.be/zdv-yhuIGPQ
Gute Bomben und gerechte Kriege
http://youtu.be/K2AAAHVxMHo
http://youtu.be/r_RajXaRpDQ
US-Kriegslügen
http://youtu.be/tWZasuJd6ug
http://youtu.be/diUi5bHL_bI
US-Kriegsverbrechen
http://youtu.be/x7zTC_Q77pg
http://youtu.be/1DN_OPxQc3g
Wer ist denn nun ein Terrorist?
http://youtu.be/cg_qn2TuPeU
http://youtu.be/ykmMvOVA74w
Friedensrat contra Lügenmedien
http://youtu.be/xEbLwTPO8OI
http://youtu.be/W2E5n5tZOp4
Illegale Kriege
http://youtu.be/J_gbkPxGNmc
http://youtu.be/AOkfI66x0lw
USA erklären das Universum zu ihrem Eigentum!
http://www.forschung-und-wissen.de/na...
http://youtu.be/BFSxsHo57no
http://youtu.be/1l3dOpoeF8g
GULAG-Staat USA
http://vimeo.com/191882797
http://www.dailymotion.com/video/x52atmz
Profite aus dem US-GULAG
http://youtu.be/8jpEEAa-mmI
http://youtu.be/xeyOnhIZiNo
Aussenpolitik der USA
http://youtu.be/kzoTbogShwo
http://youtu.be/4H3SqfHdC7o
Größenwahn ohne Grenzen
http://youtu.be/MI6u725H7rA
http://youtu.be/6GYcow_LUNs
Wir werden Rußland vernichten!
http://youtu.be/wCQwaGtsU4M
http://youtu.be/8uvxKi0r2Yk
Wie funktioniert Kriegspropaganda?
http://youtu.be/NxdzxGUDFd0
Der Kampf um die Köpfe
http://youtu.be/DiykOPOgA7c
http://sciencefiles.org/2016/01/13/ne...
http://propagandaschau.wordpress.com
Tatsachen spielen keine Rolle mehr:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=27891
http://youtu.be/OqBuwSFjn50
Zitat aus „Mein Kampf“
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2368
Korrumpierte Journaille
http://youtu.be/n_UscxC9Zn4
Die Medien der Hochfinanz
http://youtu.be/WRYGD9f-rvk
http://youtu.be/ywAxeJkYYL0
http://map.weisse-rose.net

Peter Denk - Der Informationskrieg: Lügenpresse vs. Fake-News (24.08.2017) {1:49:50} {20:41}

eingeSCHENKt.tv
Am 07.09.2017 veröffentlicht 
Der Vortrag von Peter Denk, gefilmt in Bautzen, geht der Frage nach, wie manipulierbar Menschen sind und warum die Medien ein wichtiges Werkzeug sind, um deren Meinung zu lenken und zu steuern.
Dabei wird aufgezeigt, dass Bilder und Wortschöpfungen in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen einen Wahrheitsgehalt in das komplette Gegenteil umkehren können, wenn es so gewünscht ist.
Ebenso effektiv für eine gewünschte Meinungsmache ist nicht das Fälschen und Verdrehen von Tatsachen, sondern ganz einfach deren Weglassen. Es entsteht eine Lücke in der Berichterstattung. Es wird nicht das vollständige Bild eines Ereignisses gezeigt. Wir haben es mittlerweile vielfach mit einer "Lückenpresse" zu tun.
Eine öffentlich-rechtliche Medienlandschaft, welche übrigens vom Steuerzahler zwangsfinanziert wird, sollte eigentlich die Funktion der "vierten Macht" übernehmen, indem sie durch neutralen und aufklärerischen Journalismus der Bevölkerung helfen soll, ihre Meinung selbst zu bilden.
Aber dieser Traum eines unabhängigen Journalismus' kann man, wie der Vortrag von Peter Denk zeigt, mittlerweile als obsolet betrachten. Längst haben Lobbyistengruppen und Parteien einen so hohen Einfluss auf Inhalt und Sendeformat von Rundfunk und Fernsehen, dass von unabhängigen Medien nicht mehr die Rede sein kann [1].
Alternative Medien werden teilweise diffamiert, weil sie versuchen, ein Gegenbild zu zeichnen. Oder sich einfach nur das Recht herausnehmen, den Artikel 5 des Grundgesetzes (Recht auf freie Meinungsäußerung) zu leben. Mit Begriffen wie "Fake-News" und "Hasskommentare" wird dann versucht, diese Medien in ein schlechtes Licht zu rücken.
Sollte all dies nicht helfen, muss ein "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" für Ruhe und Ordnung sorgen.
Peter Denk zeigt in seinem Vortrag die Macht der Manipulation, wie sie eingesetzt wird und warum die Meinung einer Bevölkerung "gebildet" werden muss.
Ob dies weiter gelingt, ist fraglich. Die Auflagezahlen des Springer-Verlages sinken und sinken [2].
Vielleicht ist die Manipulationsmöglichkeit der Menschen an eine gewisse Grenze gelangt. Oder wie einst Otto von Bismarck sagte: "Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben."
zum Podcast: https://hearthis.at/eingeschenkt.tv/p...
zum aktuellen Buch: http://amzn.to/2jsXLJ6
http://krisenrat.info/
[1] https://www.welt.de/politik/deutschla...
[2] http://www.horizont.net/medien/nachri...

Giftgas-Fake: Aufnahmen im Duma-Krankenhaus {3:40}

Sputnik Deutschland
Am 13.04.2018 veröffentlicht 
Das russische Verteidigungsministerium hat am Freitag mehrere Beweise dafür geliefert, dass der angebliche Chemiewaffen-Einsatz im syrischen Duma eine Inszenierung war. Bei diesem Video handelt es sich um Aufnahmen im Duma-Krankenhaus, die offenbar von der umstrittenen Organisation „Weißhelme“ stammen.
Lesen Sie dazu mehr bei Sputnik:
https://de.sputniknews.com/politik/20...
https://de.sputniknews.com/videos/201...

Upps: Weißhelme beim Propaganda-Filmen erwischt, Oskarverdächtig {1:09}

klar sehen
Am 12.04.2018 veröffentlicht 

Anti-Syrienpropaganda am Beispiel des Kindsmissbrauchs Omrans. {2:20}

Mad Madursklix
Am 08.06.2017 veröffentlicht 
Ende 2016 hatte CNN-Moderatorin Christiane Amanpour dem russischen Außenminister Sergej Lawrow ein Foto des kleinen syrischen Jungen Omran gezeigt, der, mit Blut und Staub bedeckt, regungslos in einem Rettungswagen sitzt und mit leblosem Blick ins Leere starrt. „Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, sagte die Journalistin damals.
Vor einigen Tagen hatte der Vater des Jungen, Muhammad Daqneesh, in einem RT-Interview jedoch mitgeteilt, dass das Leiden seines Sohnes, dessen Foto um die Welt ging, von den Weißhelmen nur für eigene Zwecke genutzt wurde. So sei sein Sohn entgegen den Berichten nur leicht verletzt gewesen, die Rebellen aber hätten maßlos übertrieben.
Daqneesh habe zudem stets die Regierung von Bashar Assad unterstützt, räumte er in einem Gespräch mit libanesischen und syrischen Journalisten ein. Sein Sohn sei jedoch gegen das syrische Regime instrumentalisiert worden.
„Das nächste Mal nehmen wir Christiane Amanpour und alle, die wollen, einfach mit. Aber nur in dem Fall, dass sie den Mut dazu haben, mit dem Jungen Omran und seiner Familie zu sprechen“, sagte dazu nun die Sputnik- und RT-Chefin Simonjan.
Den RT-Journalisten sei es gelungen, einen der „furchtbarsten Fakes“ über Syrien zu enttarnen, fügte sie hinzu. Die von der Organisation „Weißhelme“ gemachten Bilder des dreijährigen Omran waren zuvor um die Welt gegangen und von einigen westlichen Medien zum Symbol der „bösen“ Auswirkungen der russischen Militäroperation in Aleppo gemacht worden. Moskau und Damaskus wiesen diese Vorwürfe zurück.
Später erklärte der offizielle Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, dass die Eigenschaften der Zerstörungen an dem Gebäude, das von den westlichen TV-Sendern bei der Rettung des Jungen Omran gezeigt wurde, darauf hinwiesen, dass dort — angesichts der heilen Fenster im Haus gegenüber — nicht eine Fliegerbombe, sondern eine Mine oder Gasbombe eingesetzt worden war, wie sie von den Terroristen wiederholt verwendet wurden.
https://de.sputniknews.com/politik/20...

siehe auch:
- Der Kindermord-Skandal (Post, 16.09.2018)
- Debatte um mögliche Einbindung der Bundeswehr in Syrien-Angriffe (Post, 11.09.2018)
- Der Westen hat den Krieg in Syrien verloren. (Post, 27.08.2018)
- „Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich (Post, 02.08.2018)
- Propagandakrieg oder Massenhysterie? – Der Giftgasangriff in Chan Schaichun, April 2017 (Post, 13.05.2018)
- Der Giftgas-Anschlag in Ghuta (August 2013): West-Propaganda zu Syrien und eine vier Jahre alte Geschichte (08.05.2018)
- Sowas: Keine US-Dollars mehr für die Weißhelme (Post, 06.05.2018)
Die Inszenierungen der Weißhelme (Peter FreyPeds Ansichten, 25.11.2016)
Weißhelme „retten“ drei Mal das gleiche Mädchen (Blauer Bote, 07.11.2016)
Die obskuren White Helmets (Thomas Pany, Telepolis, 30.09.2016)
Wer sind die „White Helmets“? (voljan, syriensgeschichteundgegenwart.com, 25.09.2016)
das im Artikel von voljan verlinkte Video:
Syria White Helmets: Humanitarians or "Executioners"? {28:33}

UK Column
Am 20.05.2016 veröffentlicht 
In this UK Column News special, Mike Robinson speaks to Vanessa Beeley about Syria's "first responder" group, the White Helmets who are being pushed forward for nomination for a Nobel Peace Prize. Do they deserve it?
For more background on this, please see our previous interview from November last year:
http://youtu.be/mLa9ztvAGWw
Also see Vanessa's articles on 21st Century Wire:
http://21stcenturywire.com/2015/10/23...
http://21stcenturywire.com/2015/10/28...
http://21stcenturywire.com/2015/10/02...
For more from the UK Column: https://www.ukcolumn.org/

- Zum Entstehen eines Mainstream ein Zitat aus „Mein Kampf“ (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 29.05.2007)

speziell zu Le Mesurier:
James Le Mesurier, Weißhelme – Materialsammlung (Post, 25.07.2019)
Who is James Le Mesurier? (John Wight, off-Guardian, 17.04.2018)
James Le Mesurier: Der ehemalige britische Söldner, der die Weißen Helme gründete. (Linke Zeitung, 14.04.2018)
James Le Mesurier: The Former British Mercenary Who Founded The White Helmets (Whitney Webb, Defend Democracy Press, 31.07.2017)

mein Kommentar:
Es ist wie bei Jenga: Je mehr Holzstäbchen aus dem Turm rausgezogen werden, desto wackliger wird er. Das Regierungs-/Mainstream-Narrativ gleicht solch einem »Wackelturm«. Immer mehr Stäbchen werden durch alternative Medien und Internet-Sucher rausgezogen!
Das offizielle Narrativ gerät immer mehr ins Wackeln. Und ich bin gespannt, wieviele Spin-Doktoren Angie beschäfigt hat, die ihr Erklärungsszenarien basteln.
aktualisiert am 06.09.2019

Montag, 13. November 2017

Kevin Spacey: Ein Mann wird gelöscht, und wir sind die Guten

Weil der Schauspieler Kevin Spacey Jungs sexuell belästigt haben soll, wird er nun auch von der Leinwand verbannt. Ist das wirklich die angemessene Strafe? Oder nur Heuchelei?

Seit alle Welt (oder zumindest jener Teil von ihr, der Zeitungen liest, sich für Filme und Fernsehserien interessiert, die Diskussionen in den sozialen Medien zur Kenntnis nimmt und nicht lange zögert, wenn es darum geht, moralische Urteile zu fällen), seit alle Welt den Schauspieler Kevin Spacey für einen Bösewicht hält, darf dieser Schauspieler keine Bösewichte mehr spielen.

Kaum waren jene Vorwürfe öffentlich geworden, wonach Spacey einst, vor mehr als dreißig Jahren, einen 14-jährigen Jungen heftig bedrängt und bedroht habe, gaben die Produktionsfirma Media Rights Capital und der Streamingdienst Netflix bekannt, dass Spacey gefeuert sei; dass er also, falls „House of Cards“ überhaupt weitergehe, nicht mehr mitspielen werde in jener Serie, in der er, fünf Staffeln lang, den komplett amoralischen Politiker Frank Underwood spielte, einen Mann, der schon zum Beginn der zweiten Staffel zwei Morde auf dem sogenannten Gewissen hat.

Und vor ein paar Tagen haben der Regisseur Ridley Scott und das Sony-Filmstudio verkündet, dass Scotts „Alles Geld der Welt“, ein Film, der eigentlich fertig ist, noch einmal überarbeitet werden müsse. Alle Szenen mit Kevin Spacey werden herausgeschnitten, mit Christopher Plummer an Spaceys Stelle nachgedreht und neu hineinmontiert in den Film, der, damit er noch eine Oscar-Chance haben kann, Ende Dezember in die amerikanischen Kinos kommen muss. Es ist die Geschichte von J. Paul Getty III., der entführt wird und nur gegen ein hohes Lösegeld freikommen soll. Und es ist die Geschichte des Großvaters, J. Paul Getty, über den es im Trailer heißt, er sei nicht einfach der reichste Mann der Welt, er sei vielmehr der reichste Mann in der Geschichte der Welt. Und der sich doch weigert, auch nur einen Dollar zu bezahlen, weshalb seinem Enkel ein Ohr abgeschnitten wird. Es war die Rolle von Kevin Spacey, den man im Trailer noch sehen kann.

mehr:
- VORWÜRFE GEGEN KEVIN SPACEY: Ein Mann wird gelöscht (Claudius Seidl, FAZ, 12.11.2017)
siehe auch:
Die Schönheit des Abgrunds (Post, 04.06.2018)
- Von Miniröcken und Bodybuilding - alte Vorurteile, neu aufgewärmt (Alexander und Bettina Hammer, Telepolis, 12.11.2017)

Anne Will vom 12.11.2017 | Die Sexismus-Debatte - Ändert sich jetzt etwas? {57:37}

Veröffentlicht am 12.11.2017
Mediathek Politik
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►Backup Kanal abonnieren : http://www.youtube.com/channel/UClZwNvjQCXl4AYKyxdYgn6A?sub_confirmation=1
Ein Kommentor (Depp Jones) bedauerte, das Frau Storch nicht da war. Interessante Idee!

- #MeToo-Debatte bei Anne Will: "Jede Institution hat einen Weinstein" (Arno Frank, SPON, 13.11.2017; beachte auch die Kommentare)
- Sexuelle Belästigung: Auch Du, mein Sohn Dustin? – Geschichte(n), Interpretationen und Aufgeregtheiten (Post, 11.11.2017)
- Realität, Interpretationen und Koordinatensysteme (Post, 05.11.2017)
- Barenboim im Interview: "Wagner war antisemitisch, seine Musik nicht" (SPON, 15.07.2001)

Sonntag, 12. November 2017

Bob Lutz: Autonomes Fahren zerstört die Autobranche

Der meinungsstarke Automanager Bob Lutz, Ex-Spitzenfunktionär bei GM, BMW, Chrysler und Ford, äußert sich sehr pointiert zum Thema Autonomes Fahren. In einem Gastbeitrag mit dem Titel „Kiss the good times goodbye“ im US-amerikanischen Fachmagazin Automotive News (5. November 17) schildert der 85-Jährige Haudrauf seine Visionen für die Zukunft der Autobranche.

Für dieses Urgestein der Petrolheads ist es eine sehr steile These: Ausgerechnet Bob Lutz gibt Herstellern und Händlern auf Dauer keine Chance. Seiner Meinung nach wird Autofahren im herkömmlichen Sinn in spätestens 20 Jahren verboten. In seinen Augen passend zu seiner Lebenszeit: „Mein Timing ist wieder einmal perfekt.“ Hier seine Vorstellung der Entwicklung in den kommenden 20 Jahren:

mehr:
- Bob Lutz: Autonomes Fahren zerstört die Autobranche (Florian Pillau, heise Auto, 10.11.2017)

Steuervermeidung

Beim Freitag gibt’s gleich mehrere Artikel zu dem Thema:
- Antriebsfeder der globalen Ungleichheit (Gabriel Zucman)
- Das eigentlich Schlimme daran (Sebastian Puschner, der Freitag 45/2017)
- Oase der fehlenden Moral (Nick Hopkins)

Die schöne neue Welt der Wirtschaftsweisen: Morgens beim Frühstück die Mails lesen

Um in der digitalisierten Welt wettbewerbsfähig zu bleiben, wollen immer mehr Firmen weg vom klassischen Arbeitstag. Mitarbeiter sollen flexibel eingesetzt werden dürfen - wenn nötig auch nach Feierabend. Rückenwind kommt nun vom Rat der Wirtschaftsweisen.

Der Rat der Wirtschaftsweisen hat die Politik zu einer Lockerung des Arbeitszeitgesetzes aufgefordert. "Flexiblere Arbeitszeiten sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen", sagte der Vorsitzende des Beratergremiums der Bundesregierung, Christoph Schmidt, der "Welt am Sonntag". Firmen, die in der digitalisierten Welt bestehen wollten, müssten agil sein und schnell ihre Teams zusammenrufen können. "Die Vorstellung, dass man morgens im Büro den Arbeitstag beginnt und mit dem Verlassen der Firma beendet, ist veraltet", sagte Schmidt.

Der Arbeitnehmerschutz in Deutschland habe sich zwar bewährt, er sei aber in Teilen nicht mehr für die digitalisierte Welt geeignet. "So brauchen Unternehmen beispielsweise Sicherheit, dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest", erklärte der Experte. Dies würde nicht nur den Firmen helfen, sondern auch den Mitarbeitern, die mit der digitalen Technik flexibler arbeiten könnten.

Schmidt betonte, dass eine Flexibilisierung aber nicht eine heimliche Ausweitung der Arbeitszeiten bedeuten dürfe. Die Arbeitgeber haben wiederholt gefordert, die tägliche Arbeitszeit nicht länger auf acht Stunden zu begrenzen, sondern stattdessen nur noch die bestehende maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden gelten zu lassen. Auch die Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen solle von elf auf neun Stunden verkürzt werden.

mehr:
- Appell der Wirtschaftsweisen: Politik soll Acht-Stunden-Tag abschaffen (n-tv, 12.11.2017)

Wie geht starke Wirtschaft? - Prof. Dr. Christoph Schmidt erklärt {18:45}

Veröffentlicht am 21.03.2016
INSMBerlin
In 15 Minuten erklärt: Wie geht starke Wirtschaft? Was sind die Herausforderungen Deutschlands? Wie können wir unseren Wohlstand sichern und steigern, trotz oder durch Migration? Darauf antwortet Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Mehr erfahren: http://www.insm.de/insm/Presse/Presse...
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Samstag, 11. November 2017

Sexuelle Belästigung: Auch Du, mein Sohn Dustin? – Geschichte(n), Interpretationen und Aufgeregtheiten

Dustin Hoffman wird von einer Kollegin der sexuellen Belästigung bezichtigt. Regisseur am Set war damals Volker Schlöndorff. Er erinnert sich an die Situationen und sagt: „Ich stehe zu ihm.“ Und deutet die Szenen anders.

Es geht ein Ruck durch Hollywood. Gegen mehrere Schauspieler, Produzenten und Regisseure gibt es Vorwürfe der sexuellen Belästigung. Auch Dustin Hoffman ist unter den Beschuldigten: Eine Frau wirft ihm vor, sie 1985 als 17-Jährige am Set von Schlöndorffs Film „Tod eines Handlungsreisenden“ sexuell belästigt zu haben.


Nun hat sich der Regisseur und Oscar-Preisträger Schlöndorff zu Wort gemeldet. „Ich hoffe diese lächerliche Anklage nicht aufzuwerten, indem ich Dustin Hoffman zur Seite stehe“, so Schlöndorff gegenüber der ZEIT.


Am Set sei Hoffman der „Kantinenclown“ gewesen, habe mit allen herumgealbert: „Kein Scherz war ihm zu billig, um das Team zum Lachen zu bringen. Montag morgens war die Standardfrage: ‚Hattest du guten Sex am Wochenende?' Und zwar nicht nur an junge Praktikantinnen, sondern auch an mich und jeden im Studio. Alle lachten darüber, nicht über die Frage, aber ihre ständige Wiederholung.“

mehr:
- VORWÜRFE GEGEN DUSTIN HOFFMAN: Sexuell belästigt? „Sie hat sich auf das Spiel eingelassen“ (n24, 03.11.2017, Beachte auch die Kommentare)
siehe auch:
- Sexuelle Belästigung: Regisseur Schlöndorff spielt Vorwürfe gegen Dustin Hoffman runter (SPON, 03.11.2017)
- Welle an Vorwürfen wegen sexueller Belästigung – Im Milieu der Anzüglichkeiten (Thomas Klingenmaier, Stuttgarter Nachrichten, 03.11.2017)
- Eine zweite Frau beschuldigt Dustin Hoffman der sexuellen Belästigung (Frankziska Scheven, Neue Zürcher Zeitung, 03.11.2017)
- „Weichgekochte Klitoris” – Am Set: Dustin Hoffman hat 17-Jährige sexuell belästigt (Dierk Sindermann, Express.de, 02.11.2017)
- Vorfall im Jahr 1985 US-Autorin wirft Dustin Hoffman Belästigung vor (RP Online, 02.11.2017)
- Übergriffe in Hollywood – Dustin Hoffman soll 17-Jährige sexuell belästigt haben (Süddeutsche Zeitung, 01.11.2017)
- Vorwürfe gegen Oscar-Preisträger: Dustin Hoffman soll 17-Jährige sexuell belästigt haben (SPON, 01.11.2017)

Tod eines Handlungsreisenden (1985) Trailer {3:06} {3:06}

Veröffentlicht am 04.12.2013
alleskino
Den kompletten Film auf alleskino ansehen: https://www.alleskino.de/tod-eines-ha...
Dustin Hoffman und John Malkovich spielen in Tod eines Handlungsreisenden Vater und Sohn. Basierend auf der literarischen Vorlage von Arthur Miller inszeniert Schlöndorff das Drama um den Konflikt der beiden Männer.
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Tod eines Handlungsreisenden beschreibt den Konflikt zwischen dem 63 Jahre alten William „Willy“ Loman und dessen 34-jährigem Sohn Biff. Willy Loman ist ein innerlich zerrissener Mensch, dessen Leben in einer Welt stattfindet, in der sich für ihn Vergangenheit und Gegenwart vermischen (in mehreren Szenen spricht er mit Personen, die nur in seiner Vorstellung anwesend sind, oder es werden Rückblicke gezeigt, manchmal vermischt sich auch beides). Biff hat seinem Vater nie verziehen, dass er einst seine Mutter mit einer anderen Frau während einer Geschäftsreise betrogen hat, geht deswegen nicht zur Sommerschule, bekommt seinen Abschluss nicht, kann nicht studieren und schlägt sich mit vielen verschiedenen Jobs durchs Leben.
Gegen Ende des Dramas spitzt sich der Vater-Sohn-Konflikt zu, bis Biff seinem Vater zeigt, wie sehr er ihn liebt. Er bewegt ihn dazu, Wahrheit und Realität zu akzeptieren, und verabschiedet sich für voraussichtlich lange Zeit von ihm. Willy Loman ist zum Selbstmord entschlossen, damit seine verarmte Familie, vor allem Biff, aufgrund eines vorgetäuschten Autounfalls seine Lebensversicherung ausgezahlt bekommt. Sein toter Bruder Ben, den er wie einen Vater bewundert und kaum gekannt hat und mit dem er sich mehrfach „unterhält“, erinnert ihn an sein Vorhaben.
Das Drama endet mit der Totenmesse für Willy: nur wenige Trauernde – seine Familie und sein erfolgreicher alter Freund Charley – kommen zur Beerdigung. Als Abschluss steht ein letzter Monolog von Linda, Willys Witwe, in dem sie die Befreiung von weiteren Rechnungen beschreibt und sich wundert, warum Willy sich das Leben genommen hat. [Tod eines Handlungsreisenden, Handlung, Wikipedia, abgerufen am 11.11.2017]
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Kommentare:
- SEXISMUS-DEBATTE - Zwischen Porno und Prüderie (Alexander Grau, Cicero, 11.11.2017)
- FALL KEVIN SPACEY – Guter Künstler, böser Mensch? (Manuel Scheidegger, Cicero, 10.11.2017)
- #METOO – Nicht jeder Mann ist ein Problemfall (Bastian Brauns, Cicero, 10.11.2017)
- #METOO-DEBATTE – Nicht alle Männer sind Sexisten. Aber (Lena Guntenhöner, Cicero, 03.11.2017)
meine Anmerkung: Mein Psychotherapie-Ausbilder meinte immer: »Nach dem Aber kommt das Wichtige!«
- «Denken wir an Jörg Kachelmann» (Interview mit Arno Frank, Tagesanzeiger, 02.11.2017; Zitat:)
»Die eigentliche Debatte wird in den herkömmlichen Medien geführt. Dort wird das Verhältnis der Geschlechter überdacht, Hintergründe und Strukturen werden thematisiert. Auf Facebook und Twitter findet das nicht statt, wer sich dort nicht mitempört, wird sofort zum Reaktionär gestempelt. Es ist eine Verrohung und auch Banalisierung dessen, was man öffentlichen Diskurs nennt. […] Aber machen wir uns nichts vor: Facebook will nicht die Debatten fördern, Facebook will Geld verdienen. Es verdient an unserer Empörung derzeit sehr gut.«      
siehe auch:
Easy Riders, Raging Bulls: Wie die Sex & Drugs & Rock‘n‘Roll Generation Hollywood rettete (Amazon-Link – Peter Biskind 1998, deutsch: Heyne, 2004; beachte die Leser-Kommentare!)
- Zieh dein Shirt ruhig aus (Alexander und Bettina Hammer, Telepolis, 11.11.2017)
- Ein Mann im Bademantel, mit einer Créme in der Hand… (Post, 20.10.2017)

meine Anmerkungen:
1. Wäre es möglich, daß Hofmann, der die Hauptrolle in Tod eines Handlungsreisenden Mitte der 80er bestimmt schon einige hundert Male auf der Bühne gespielt hatte, sich mittels der oben von Schlöndorff geschilderten Albernheiten verzweifelt gegen die Depression seines Alter Ego zu wehren versuchte?
Daß Hoffman seine Rollen äußerst ernst (wenn nicht zu ernst) nahm, kann man folgender Geschichte entnehmen:
Es ist eine alte Geschichte im Theater wie Dustin Hoffman und Sir Lawrence Olivier sich für ihre Rollen im Film Marathon Man vorbereiteten. Sir Lawrence Olivier sollte einen Folterknecht spielen und Hoffman war sein Opfer. Hoffman versetzte sich wirklich in die Rolle, die er spielte: Er schlief nicht für drei Tage, er aß nichts den Tag vorher und wusch sich am Drehtag nicht. Sir Lawrence Olivier wartet auf ihn am Set und starrte ihn an: „Meine Güte, du siehst furchtbar aus. Was ist passiert?“ Er antwortete: „Ich hungere für meine Rolle.“ Sir Lawrence starrte ihn weiter an, und erwiderte: „Mein Lieber Junge. Das nächste Mal, versuche zu schauspielern. Es ist so viel einfacher.“ [gefunden in: Schauspielerei: Vampire Live - Spieltipps, Caninus, Neue Abenteuer, 25.01.2016]
Das Gesicht, welches Dustin Hoffman hinter Sir Laurence Olivier schneidet,
macht die Erzählung von Volker Schlöndorff glaubwürdig und nachvollziehbar.
Marathon Man (1976) Trailer {2:52}

Veröffentlicht am 05.08.2013
SKYTV
Dustin Hoffman, Laurence Olivier, Roy Scheider
Directed by John Schlesinger

2. Ich finde es interessant, die Sprache in den verlinkten Zeitungsartikeln miteinander zu vergleichen. Wie wird was in welche Worte gefasst, welchen Eindruck bekomme ich von dem Geschehen?
Wen SPON im Titel von Verharmlosung spricht
und N24 Schlöndorff im Titel zitiert: »„Sie hat sich auf das Spiel eingelassen“,
was löst das bei mir aus?
3.Genauso problematisch, wie es ist, heute Luther einen Antisemiten, Daniel Cohn-Bendet einen Pädophilen oder Putin homophob zu nennen, ist jegliches Urteil aus einer bestimmten Gesellschaft oder Zeit heraus über eine andere Gesellschaft oder über eine andere Zeit zumindest fragwürdig. 
siehe dazu:
- Die Gewinnung des Reinen Objekts (Post, 26.05.2015)
Man lese bei Wikipedia etwas über die Entwicklung nach, die sich in der deutschen Bevölkerung von Preußen (Mitte des 19. Jhdts) bis zum deutschen Wirtschaftswunder (Mitte des 20. Jhdts) vollzog:

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Am 1. Juli 1853 bestätigte das Preußische Obertribunal die bisherige Rechtsauffassung, dass „gegenseitige Onanie“ zwischen Mann und Mann straflos sei.[4] Schon 1865 reichte Karl Heinrich Ulrichs beim Deutschen Juristentag eine Petition zur Abschaffung der Strafbestimmungen ein, welche aber unterdrückt wurde. Beim Treffen des Juristentages am 29. August 1867 in München forderte Ulrichs vor 500 Zuhörern öffentlich die Abschaffung aller gegen „Urninge“ gerichteten Paragrafen, wurde jedoch durch den lauten Protest der Juristen daran gehindert, seine Rede zu beenden. Ab 1868 begannen die Beratungen zu einem Strafgesetz für den Norddeutschen Bund, und Ulrichs richtete ab Herbst 1868 zahlreiche Petitionen an die zuständigen Politiker, welche aber letztendlich unbeachtet blieben.
Angesichts der Entwicklungen in Frankreich, den besetzten Gebieten, Bayern und der Stimmen einzelner Mediziner und Juristen gab das preußische Justizministerium bei der Königlichen wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen ein Gutachten in Auftrag, der unter anderem die berühmten Ärzte Rudolf Virchow und Heinrich Adolf von Bardeleben angehörten. Am 24. März 1869 legten die Mitglieder der Deputation ihr Gutachten vor: Sie sahen es als Mediziner nicht in ihrer Kompetenz liegend, darüber zu urteilen, ob einzelne Unzuchtsakte eine besondere Unsittlichkeit oder Herabwürdigung des Menschen im Gegensatz zu anderen darstellen. Sie sahen sich außerstande, „irgend welche Gründe dafür beizubringen, dass, während andere Arten der Unzucht vom Strafgesetze unberücksichtigt gelassen werden, gerade die Unzucht mit Thieren oder zwischen Personen männlichen Geschlechts mit Strafe bedroht werden sollte“. Der § 143 des preußischen Strafgesetzbuches scheint im Entwurf des Strafgesetzbuches für den Norddeutschen Bund als § 152 auf. Neben Ulrichs wendet sich auch Karl Maria Kertbeny gegen die Strafbarkeit im Entwurf und prägt dabei die Bezeichnungen „homosexual“ und „heterosexual“. Bismarck legt 1870 dem Reichstag des Norddeutschen Bundes den vom Bundesrat beschlossenen Entwurf eines Strafgesetzbuches vor. Die Strafbarkeit gleichgeschlechtlicher Handlungen unter Männern wird mit der Rücksicht auf die öffentliche Meinung begründet:
„Denn selbst, wenn man den Wegfall dieser Strafbestimmungen vom Standpunkt der Medizin, wie durch manche der, gewissen Theorieen des Strafrechtes entnommenen Gründe rechtfertigen könnte; das Rechtsbewußtsein im Volke beurtheilt diese Handlungen nicht blos als Laster, sondern als Verbrechen, und der Gesetzgeber wird billig Bedenken tragen müssen, diesen Rechtsanschauungen entgegen Handlungen für straffrei zu erklären, die in der öffentlichen Meinung als strafwürdige gelten.“
Eine Straffreistellung würde also als gesetzlicher Missgriff getadelt werden. Die Formulierung von 1851 wird somit in das Strafgesetzbuch für den Norddeutschen Bund übernommen. [§ 175, Vorgeschichte, Wikipedia, abgerufen am 11.11.2017]
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Ein 1962 (damals regierte das Kabinett Adenauer IV unter Konrad Adenauer) vorgelegter Regierungsentwurf eines Strafgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland[21]rechtfertigte – entgegen dem Vorschlag der Großen Strafrechtskommission von 1959 (wo Vertreter von CDU/CSU selten anwesend waren)[22] – die Beibehaltung des § 175 wie folgt:
„Vor allem stände auch für die Homosexuellen nichts im Wege, ihre nähere Umgebung durch Zusammenleben in eheähnlichen Verhältnissen zu belästigen.[23] […] Ausgeprägter als in anderen Bereichen hat die Rechtsordnung gegenüber der männlichen Homosexualität die Aufgabe, durch die sittenbildende Kraft des Strafgesetzes einen Damm gegen die Ausbreitung eines lasterhaften Treibens zu errichten, das, wenn es um sich griffe, eine schwere Gefahr für eine gesunde und natürliche Lebensordnung im Volke bedeuten würde.“[24]
und meinte weiterhin:
„Die von interessierten Kreisen in den letzten Jahrzehnten wiederholt aufgestellte Behauptung, dass es sich bei dem gleichgeschlechtlichen Verkehr um einen natürlichen und deshalb nicht anstößigen Trieb handele, kann nur als Zweckbehauptung zurückgewiesen werden. […] Wo die gleichgeschlechtliche Unzucht um sich gegriffen und großen Umfang angenommen hat, war die Entartung des Volkes und der Verfall seiner sittlichen Kraft die Folge.“[25] [§ 175, Entwicklung in der alten Bundesrepublik, Wikipedia, abgerufen am 11.11.2017]
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Putin spricht deutsch und Klartext {1:34}

Veröffentlicht am 20.04.2014
BTBMdotEU
Die Propaganda wirkt:
2014 in Deutschland wird "Putinversteher" als Schimpfwort benutzt!

siehe auch:
Das Koordinatensystem in Bewegung: Wittgenstein, die Linken und Jan Fleischhauer, der aus Versehen konservativ wurde (Post, 02.11.2017)
- Deutschland hat Merkel verdient oder Wahlkampf im Pädophilie-Gulli (Post, 19.09.2013)
und auch:
- Frieden kriegen – Kino: Soldatinnen aus Afghanistan auf Erholung im Ferienhotel: „Die Welt sehen“ (Esther Buss, der Freitag 45/2017)

Heute vor 600 Jahren – 11. November 1417: Wahl von Papst Martin V. auf dem Konstanzer Konzil

Ende des Abendländischen Schismas 

Nach dem Exil der Päpste in Avignon (1305-77) erschütterte das Große Abendländische Schisma (1378-1417) die Christenheit, als die Mehrheit der französischen Kardinäle 1378 in Avignon blieb und einen eigenen Papst wählte. Es entstanden zwei »Papstlinien«, die Anhänger in Europa fanden. Das Konzil von Pisa (1409) komplizierte die Lage durch die Wahl eines weiteren Papstes zusätzlich. Der deutsche Kaiser Sigismund (reg. 1410-37) berief daher 1414-18 ein großes Reformkonzil nach Konstanz ein, das heute vor allem durch die Verbrennung des Reformators Jan Hus (1415) bekannt ist. 
Das Gemälde von 1417 zeigt König Ferdinand I. von Aragon,
seine Frau Eleonore Urraca, Kaiser Sigismund und Papst Martin V.
(v.l.) mit geistlichen Würdenträgern

Das Konzil lud alle drei Päpste vor, doch erschien nur der Pisaner Johannes XXIII. 1415 setzte es dann alle drei ab: Der Römer Gregor XII. resignierte, Johannes XXIII. floh, wurde aber aufgegriffen und eingekerkert. Der in Spanien residierende Avignoneser Benedikt XIII. erkannte das Konzil nicht an, blieb aber isoliert. Am 11. November 1417 wählten 23 Kardinäle und 30 Konzilsdelegierte den Kardinal Oddo di Colonna (1368-1431) zum alleinigen Papst Martin V. Kaum war Martin in Rom, bekämpfte er entgegen seinem Versprechen den Vorrang des Konzils und restaurierte den päpstlichen Primat. 

Was am 12. November noch geschah: 
1992: Prozessbeginn gegen Erich Honecker und fünf weitere ehemalige Mitglieder des SED-Politbüros wegen des Schießbefehls an der innerdeutschen Grenze
 Harenberg-Abenteuer Geschichte 2017

Kirchengeschichte: Das Abendländisches Schisma {13:02}

Veröffentlicht am 03.02.2014
KATH.NET - Katholische Internetzeitung
http://www.kathtube.com/player.php?id...

Konzilsgeschichte: Was war los beim Konstanzer Konzil? | Das Mittelalter im Südwesten {5:56}

Veröffentlicht am 23.04.2014
SWR
Von 1414-1418 fand in der freien Reichsstadt Konstanz die einzige Papstwahl nördlich der Alpen statt. Der Grund für das Mega-Ereignis: die christliche Welt war in Unordnung geraten.
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Konstanz - Stadt des Konzils | Das Mittelalter im Südwesten {43:23}

Veröffentlicht am 11.12.2015
SWR
Es war das "Mega-Event" des Mittelalters: Beim Konstanzer Konzil von 1414 bis 1418. prallten religiöse, politische und soziale Gegensätze aufeinander. Lena Ganschow nimmt Sie mit ins Konstanzer Stadtleben - zu einer Zeit, in der sich die mittelalterliche Weltordnung aufzulösen beginnt.
Mehr zur Geschichte im Südwesten:
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Im Empathy Game kannst Du erleben, wie sich Geschichte anfühlt. Triff Entscheidungen und entdecke, welche Folgen Dein Handeln hat. Eine spannende Zeitreise und ein intensives Spiel-Erlebnis.
Mehr Infos im Web:
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Krisengipfel anno 1414 - Konzil in Konstanz - Reform scheitert {9:51}

Veröffentlicht am 16.01.2012
Peter Milger
Johannes Hus verbrannt. Krisengipfel anno 1414: Das Abendland befand sich in einer Krise, drei Päpste bekämpften sich gegenseitig (Schisma). Fehden und Kriege und uralte feudale und kirchliche Privilegien hatten ganze Schichten ruiniert und lähmten das Wirtschaftsleben, der Unmut über das weltliche Gebaren der Kirche war nur Teil einer allgemeinen Unzufriedenheit. Es kam zu Aufständen, Bürger und Bauern rebellierten gegen ihre Obrigkeiten, die Wirtschaft stagnierte. 1414 sollte ein Konzil in Konstanz die Kirche ... "an Haupt und Gliedern reformieren". Klagen aus allen Ständen waren eingereicht worden, der bekannteste Kritiker der Weltlichkeit der Kirche, der böhmische Reformator Johannes Jus, war folgte einer Einladung, nachdem König Sigismund ihm freies Geleit zugesichert hatte. DAS KONZIL: Teilnehmer und Verlauf. Konstanz hatte damals 6000 Einwohner. Beim Konzil mussten sie manchmal ebenso viele Gäste versorgen. Eine Besucherliste: "Papst Johannes mit 27 Kardinälen und vier Patriarchen, 49 Erzbischöfen, 339 Bischöfen und 332 Äbten." Eine andere Chronik: "Ebenso waren Könige und weltliche Fürsten zugegen 28, ebenso Grafen 78." Dazu kamen rund 3.000 Beamte, Dienstmannen und Personal. Weiter: Ebenso Gaukler 516..." Dazu, um triebhafte Übergriffe auf ehrbare Bürgerfrauen zu verhindern: "718 Dirnen und öffentliche Mädchen." Der weltliche und der kirchliche Adel waren verwoben, niemand wollte tatsächlich auf der Einnahmeseite Konzessionen machen. Was die Kritiker für ein Hauptproblem hielten, den Ablasshandel, die ganze Kommerzialisierung des Heilswesens, und der riesige Besitz der Kirche an Land und Leuten und ihr Finanzwesen, wurde auch von den weltlichen Fürsten nicht in Frage gestellt. Die Kirche hatten einen Wall von Dekreten und Dogmen erreichtet. (EINE MAUER, so später Martin Luther.) Selbst die Reduzierung der Papststühle erwies sich als schwierig. Alle hingen unerbittlich an ihrem Ämtern, Pfründen, Privilegien. Wenn die kritisierten Missstände nicht abgeschafft werden können, ist es ratsam, sich den Kritikern zuzuwenden. Hus wird verhaftet. Böhmische Adlige legen beim König Protest ein - vergeblich. Der Pisaner Papst, Johannes XXIII., verhält sich im Fall Hus eher zögerlich. Drei Monate fordert die Mehrheit des Konzils den Rücktritt aller drei Päpste. Papst Johannes flieht, wird verhaftet und tritt unter Zwang zurück. Es wird eng für Hus. König Sigismund kündigt den Geleitbrief. Bei mehreren Verhören weigert sich Hus abzuschwören, ohne widerlegt worden zu sein. Am 6. Juli 1415 tritt das Konzil zu seiner 15. Sitzung zusammen und verurteilt 260 Artikel von Wiclif. Damit ist auch Hus zur Strecke gebracht, der als Wiclifist gilt. Noch am gleichen Tag wird der Verfemte vor die Tore der Stadt geführt. Ein Augenzeuge: "Da nahm ihn der Henker und band ihn an den Pfahl, legte Stroh und Holz um ihn, schüttete Pech dazu und zündete es an." Die Asche wurde im Rhein verstreut. In Prag und Böhmen herrscht die Ansicht vor, Hus sei zu unrecht verbrannt worden. Entsprechend groß ist die Verbitterung. Weniger Bemittelte nutzen die Stimmung und stürmen zwecks Bereicherung die Häuser der altgläubigen Kleriker, was deren Exodus zu Folge hat. Die meisten Kirchen werden von hussitischen Priestern übernommen. Das Reformkonzil endet ohne Reform aber mit einer Reduzierung der Oberhirten. Am 11. November 1417 verkündet ein Herold das Habemus Papam. Und in der Tradition kirchlicher Gewaltbereitschaft ruft der neue Papst, Martin V., kurz darauf zum Kreuzzug gegen die Böhmen auf. ( Chronist und Augenzeuge, Miniaturen: Ulrich von Richental). Peter Milger.
http://www.milger.de

30-jähriger Krieg - Reformation & Vorgeschichte - Langfassung {16:56}

Veröffentlicht am 10.02.2013
Peter Milger
Schon vor dem großen Krieg 1618-1648 ging es in einer Reihe von Kriegen ab 1415 um den Landbesitz, die Güter und das Geldaufkommen der Kirche. Siehe auch www.milger.de Die sogenannten geistlichen Herren, Äpte, Bischöfe, Domherren etc., besaßen einst ca. 1/3 der Territorien im Abendland. Ein erster Angriff auf die Kirchengüter erfolgte an der Universität von Oxford um 1380. Der Theologe John Wyclif (Wiclif) befand, sich auf die Bibel berufend: "Die Kirche hat kein Recht auf ihren Besitz, der halb England ausmacht." Wiclif wurde vom Duke of Lancaster beschützt, doch eine große Zahl seine Anhänger erlitt den Feuertod. Die Thesen des "Erfinders" der Reformation gelangen an die Universität von Prag, wo Johannes Hus sie verbreitete und reformatorische Glaubensätze daraus entwickelte. Hus wetterte gegen den Reichtum der Kirchenoberen, den Kirchenzehnten, den Ablass .... "Das Fegefeuer haben die Pfaffen erdacht". Da war populär, seine Anhängerschaft wuchs ständig. Auf dem Konzil in Konstanz 1415 blockierten Konservative eine Reformation der Kirche, dafür wurde Hus als Ketzer verurteilt und verbrannt. Prompt erhoben sich die Anhänger von Hus in Böhmen, wo ein großer Teil des Kirchenbesitzes enteignet wurde. Kaiserliche Aufgebote wurden regelmäßig von den hussitischen Milizen geschlagen. Der Krieg dauerte rund 20 Jahre und, verheerte ganze Landstriche auch im Reich. Die Hussiten verloren am Ende nur, weil sie sich gespalten hatten. Beim zweiten Anlauf operierten dann die deutsche Landesherren unter Anleitung von Dr. Martin Luther erfolgreicher. Um 1530 hatten sich protestantische Fürsten und Städte Kirchen, Klöster und im Norden ganze Bistümer angeeignet. Kaiser Karl V. drängte auf die Rückgabe, war aber in auswärtige Kriege verwickelt. Vorsichtshalber gründeten protestantische Fürsten und Städte 1531 den Schmalkaldischen Bund. Nach dem der Kaiser mit Frankreich einen Frieden geschlossen hatte, war es so weit. Der erste Teil des Schmalkaldischen Krieges (1545-1546 ) endete mit einer Schlappe für die Evangelischen in der Schlacht bei Mühlberg an der Elbe. Doch die Protestanten gaben nicht auf und obsiegten im zweiten Teil. Kaiser und Kirche musste auf dem nächsten Reichstag in Augsburg klein beigeben. Der Erlass des Religionsfriedens brachte die staatliche Anerkennung einer zweiten Konfession. Und vor allem: Die säkularisierten Kirchengüter dürfen vorläufig einbehalten werden. Der Kölner Krieg etwa entstand, weil der Bischof evangelisch wurde, aber das Bistum behalten wollte. Der langwierigste Krieg als Folge der Reformation entstand, als sich die Stände der protestantischen Nordprovinzen der Niederlande (Generalstaaten) von Spanien lösten. Söldnerheere im Dienste Spaniens versuchen immer wieder den "Aufstand" niederzuschlagen und metzeln dabei manchmal ganze Stadtbevölkerungen nieder. Aber die Niederländer halten stand. Um 1600 sind fast alle Länder, Regionen und Städte protestantisch, die es heute noch überwiegend sind. In Österreich und Böhmen begehren protestantische Stände gegen ihre katholischen Landesherren auf. Spanien und Österreich, im Haus Habsburg dynastisch verbunden und das Papsttum beschließen, das Ruder herumzureißen. Der politische Teil der Gegenreformation wird dem Orden der Gesellschaft Jesu übertragen. Der militärische begann 1606 in Schwäbischwerd. Der Vorwand: Das sogenannte "Kreuz- und Fahnengefecht" In der freien, protestantisch regierten Reichstadt hatte der Abt des Klosters plötzlich die katholischen Fahnen innerhalb der Stadt flattern lassen. Das war eine Provokation. Die Protestanten griffen ein, es kam zu Handgreiflichkeiten. Urteil des Kaisers Rudolf II. : Rebellion. Nun rückte Bayernherzog Maximilian mit 5/00 Mann und etlichen Jesuiten vor die Stadt. Die Protestanten mussten sich ergeben. Ihre Anführer wurden bestraft, ihr Vermögen wurde eingezogen. Schwäbischwerd erhielt eine Amtsverwaltung und hieß nun Donauwörth. Die Annexion der Stadt war aus protestantischer Sicht eine Kriegserklärung. Peter Milger.


ZDF History - Geheimakte Honecker DOKU HD {42:55}

Veröffentlicht am 15.11.2015
Wissenistmacht

Erich Honecker - ARD-Interview 1991 Moskau (43 Min.) {43:06}

Veröffentlicht am 07.06.2015
M.A. Custin
ARD-Journalisten interviewten Erich Honecker 1991 in Moskau vor seiner Auslieferung und seinem Prozess in Deutschland; 43-minütiger Zusammenschnitt eines siebenstündigen Gesprächs.
Nachrichten und Fernsehberichte zur Wiedervereinigung und zur Einheitsfeier: https://youtu.be/l5z-e-BlILs und https://youtu.be/J49uHVytRDg, DDR Volkskammerwahl 1990 und Wahlwerbespots im DFF: https://youtu.be/pcpwxhjJlKg und https://youtu.be/8z9jKyyokKE