Samstag, 4. August 2018

Idlib: China unterstützt Baschar al-Assad

Verbindlich Konkretes zu einer militärischen Kooperation will man aber nicht verkünden. In Idlib sind Uiguren eng mit al-Qaida und einem dschihadistischen Netzwerk verquickt
Wann die syrisch-arabische Armee (SAA) damit beginnen wird, Idlib zurückzuerobern, steht noch nicht fest. Eindeutige offizielle Aussagen dazu gibt es vonseiten der syrischen Regierung nicht. In Idlib sind mehrere Interessen zu berücksichtigen.

Ohne Abstimmungen mit anderen, vor allem mit der Türkei, die Kontakte zu wichtigen Milizen in Idlib hat und das Gouvernement mit Beobachtungsposten umstellt hat, es damit absichert und im Astana-Prozesse als Garantiemacht der Opposition fungiert, dürfte die Offensive wahrscheinlich nicht von statten gehen.

In dieser Situation des Wartens melden sich nun der chinesische Botschafter in Damaskus, Qi Qianjin, und der der Militärattaché des Landes in Syrien, Wong Roy Chang, in der regierungsnahen syrischen Tageszeitung Al-Watan zu Wort. Nach der Übersetzung und Zusammenfassung von Memri achten beide Vertreter Chinas darauf, dass sie in ihrer Botschaft den syrischen Präsidenten in seinem Vorgehen gegen "Terroristen" Unterstützung anbieten, dass diese aber auch nicht zu verbindlich ausfällt.

mehr:
- Idlib: China unterstützt Baschar al-Assad (Thomas Pany, Telepolis, 04.08.2018)

siehe auch:
- Die CIA bei den Uiguren (Post, 07.12.2014)

Donnerstag, 2. August 2018

„Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich

Über Ursprung und Wirkung der „Weißhelme“ und ähnlich durchschaubarer Konstrukte der Medien-Kampagnen gegen den syrischen Staat kann es kaum noch Zweifel geben. Und so verhält es sich mit der medialen Verklärung des westlich initiierten Angriffskriegs gegen Syriens Regierung mutmaßlich so wie mit dem Feindbildaufbau gegen Russland: Auf weite Teile der Bevölkerung wirkt die auf Gefühlen beruhende Propaganda nicht mehr. Das Eingeständnis, Teil eines sich gerade auflösenden Propaganda-Coups gewesen zu sein, ist von den großen westlichen Medien dennoch nicht zu erwarten.
mehr:
- „Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 01.08.2018)
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Gebt dem Markt, was er braucht

Norwegen Unter der Rechtsregierung hat der Wohlfahrtsstaat seine beste Zeit schon lange hinter sich

Eine Frau wird von zwei Mitarbeiterinnen nach draußen begleitet. Sie geht gebeugt, wankt betrunken hin und her. Ihre Haare sind an den Seiten abrasiert. Sie wirkt orientierungslos, während ihre Begleiterinnen versuchen, ihr etwas zu erklären. Einmal schreit sie vor Wut auf, um sich kurz darauf wieder zu beruhigen. Ihr gefällt augenscheinlich nicht, was gerade passiert. Als sich der Streit im Innenhof einer Niederlassung des norwegischen Arbeits- und Sozialamts dem Ende nähert, öffnet sie eine Dose Bier und macht sich auf den Weg. „Skål“ ruft sie den anderen beiden noch zu.

Es sind Menschen wie diese Frau, denen der seit fünf Jahren von rechts regierte norwegische Staat das Leben schwerer macht – während sich die Reichen über Steuerersparnisse freuen dürfen. „Das politische System, das Gesetze und Verordnungen festlegt, verlangt von uns, dass wir Arbeitssuchende gründlich beobachten“, sagt Yngvar Åsholt aus der zuständigen Behörde, dem Nye Arbeids- og Velferdsetaten (NAV). Für deren Budget steht ein Drittel des norwegischen Staatshaushalts zur Verfügung. Im Vorjahr waren das immerhin 480 Milliarden norwegische Kronen (50,2 Milliarden Euro).

mehr:
- Gebt dem Markt, was er braucht (Dorian Baganz, der Freitag 30/2018)
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"Blogger sind die unterschätzten Journalisten"

Olaf Hoffjann zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Bloggern und Journalisten
Sind Deutschlands Blogger unterschätzte Journalisten? Danach sieht es aus, wenn man eine Studie der Otto Brenner Stiftung betrachtet. Die beiden Kommunikationswissenschaftler Olaf Hoffjann und Oliver Haidukiewicz haben sich des Themas angenommen und Erstaunliches herausgefunden.

Zwar gibt es durchaus Unterschiede zwischen Bloggern und Journalisten, aber gerade wenn es um die Einhaltung zentraler journalistischer Standards geht, stehen Blogger Journalisten in nichts nach. Das scheint auch das Publikum zu merken: Zumindest bei manchen Themen betrachten Teile des Publikums Blogger als die "besseren" Journalisten. 

mehr:
- "Blogger sind die unterschätzten Journalisten" (Marcus Klöckner, Telepolis, 02.08.2018)
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siehe auch:
- USA: Zeitungssterben und schrumpfende Zahl an Journalisten (Florian Rötzer Telepolis, 02.08.2018)

Dienstag, 24. Juli 2018

Demokratie, Toleranz und Sündenböcke – "Wer demokratische Normen verletzt, darf nicht belohnt werden"

INTERVIEW | Beitrag vom 20.07.2018 
Harvard-Politikwissenschaftler Daniel Ziblatt 
"Wer demokratische Normen verletzt, darf nicht belohnt werden" 
Daniel Ziblatt im Gespräch mit Dieter Kassel 

Demokratien sterben heute leise. Nicht der Putsch bringt sie an die Macht, sondern die Wähler selbst heben die Autokraten ins Amt. Harvard-Professor Daniel Ziblatt macht deutlich, wie man die Gegner der Demokratie erkennt – und bekämpft.
mehr:
- Harvard-Politikwissenschaftler Daniel Ziblatt "Wer demokratische Normen verletzt, darf nicht belohnt werden" (Deutschlandfunk Kultur, 20.07.2018)

siehe auch:
- INTERNATIONALE PRESSE ÜBER ÖZIL: „Özil wird nicht der Letzte sein, der am Anspruch Deutschlands scheitert“ (Welt, 24.07.2018)
- Özil-Rücktritt: Die Last auf den Schultern (Peter Ahrens, SPON, 24.07.2018)
- Internationale Pressestimmen zum Özil-Rücktritt "Zerkratzter Mythos einer vielfältigen und bunten Nationalmannschaft" (SPON, 24.07.2018)
- NACH ERDOGAN-AFFÄRE: Mesut Özil tritt aus Nationalmannschaft zurück (Welt, 23.07.2018)
- Mesut Özil: Ein Rücktritt mit Millionen Verlierern (Martin Schneider, Süddeutsche, 23.07.2018)
- Im «Tagesgespräch»: Peter Sloterdijk und die Demokratie (April 2018) (Peter Sloterdijk im «Tagesgespräch» bei Ivana Pribakovic , Soundcloud, 19.04.2018)
- xxx (05.03.2018)
- Demokratie in der Krise: Es braucht eine Revolution der Humanisten (Georg Diez, SPON, 15.10.2017)
- Führt mehr Demokratie zu weniger Demokratie? (GARY S. SCHAAL UND FLORIAN GROTZ, Berliner Republik 5/2017)
- Oligarchie ist machbar, Herr Nachbar (Simon Strauss, FAZ Feuilleton, 26.06.2017)
- Zum 70. Geburtstag des Philosophen Peter Sloterdijk gab es im „New Yorker“ einen langen Artikel (Ingo Hagel, Umkreis-Institut, 2017) 
„Pessimismus ist keine Option“ (Gespräch mit dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar, Zeitzeichen)

Samstag, 21. Juli 2018

Donald Trump und der „Tiefe Staat“

Donald Trump ist Präsident der USA und Oberbefehlshaber des schlagkräftigsten Militärs, das die Welt je gesehen hat. Viele Menschen halten ihn deshalb für einen Mann, dessen Macht keine Grenzen kennt.

Sie irren. Auch wenn Donald Trump an der Spitze einer Supermacht und ihres Militärs steht, ist er nichts anderes als die Galionsfigur eines Schiffes, dessen Kurs er nicht selbst bestimmt.

mehr:
- Tagesdosis 21.7.2018 – Donald Trump und der Tiefe Staat (Podcast) (Kommentar von Ernst Wolff, KenFM, 21.07.2018)

Donald Trump und der „Tiefe Staat“ (Kommentar von Ernst Wolff) | 27.07.2018 | www.kla.tv {5:57}

klagemauerTV
Am 27.07.2018 veröffentlicht 
► Donald Trump ist Präsident der USA und Oberbefehlshaber des schlagkräftigsten Militärs, das die Welt je gesehen hat. ✓ http://www.kla.tv/12779 Viele Menschen halten ihn deshalb für einen Mann, dessen Macht keine Grenzen kennt. Doch ist dem wirklich so? Erfahren Sie, wen der Finanzexperte und Bestseller-Autor Ernst Wolff als die tatsächlichen Machthaber benennt und wessen Interessen Donald Trump seiner Meinung nach wirklich vertritt.
WICHTIGER HINWEIS: Solange wir nicht gemäss der Interessen und Ideologien des Westens berichten, müssen wir jederzeit damit rechnen, dass YouTube weitere Vorwände sucht um uns zu sperren. Vernetzen Sie sich darum heute noch internetunabhängig! http://www.kla.tv/vernetzung
Sie wollen informiert bleiben, auch wenn der YouTube-Kanal von klagemauer.tv aufgrund weiterer Sperrmassnahmen nicht mehr existiert? Dann verpassen Sie keine Neuigkeiten: http://www.kla.tv/news
von Ernst Wolff
Quellen/Links:
- https://kenfm.de/tagesdosis-21-7-2018...

siehe auch:
Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit? (Post, 25.08.2018)
Dirk Pohlmann: "Der duale Staat – Recht, Macht und Ausnahmezustand" (Post, 16.05.2018)


Sonntag, 15. Juli 2018

Pablo Neruda – Sonett XVII – Post Malone - Feeling Whitney – Lil Peep - The Brightside

Ich liebe dich nicht, wie ich eine Rose aus Salz lieben würde,
einen Topas, einen Nelkenstengel, der das Feuer entfacht:
ich liebe dich, wie man die dunklen Dinge liebt,
heimlich, zwischen Seele und Schatten.
Ich liebe dich wie die Pflanze die nicht blüht und die
in ihrem Innern andrer Blumen Licht versteckt, und dank deiner Liebe lebt in meinem Leibe dunkel
das dichte Arom, das aufstieg aus der Erde.
Ich liebe dich und weiß nicht wie noch wann noch wo,
ich liebe dich geradezu ohne Fragen noch Übermut, so lieb ich dich, weil anders ich nicht lieben kann,
vielmehr auf diese Weise, in der ich und du nicht sind, so nah, dass deine Hand auf meiner Brust ganz mir gehört, so nah, dass ich in meinem Schlaf deine Augen schließe.
[Pablo Neruda, Sonett XVII - Liebessonette 
(leicht andere Übersetzung bei: Josef Maria Meyer – Dichtungen)]
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Post Malone - Feeling Whitney (Lyrics) {4:17}   Text (songtexte.com)   Übersetzung (songtexte.com)   Album Review (Hiphop-n-more.com)

Cloudy
Am 15.10.2017 veröffentlicht 
Post Malone - Feeling Whitney (Lyrics)
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Lil Peep - 'The Brightside' (Live in Atlanta @ The Loft 11/07/17) w/ lyrics {4:00}      Text   Übersetzung

corysteeleformayor
Am 08.11.2017 veröffentlicht 
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Smokeasac Memorial to Lil Peep (Smokeasac auf seiner Seite, 2017)

Freitag, 13. Juli 2018

Großbritannien: Zweiter Nowitschok-Fall wirft weitere Fragen auf

Am Abend des 10. Juli ließ das Krankenhaus von Salisbury die britische Öffentlichkeit wissen, dass sich „im Befinden von Charley Rowley eine geringe aber wichtige Besserung“ zeige. „Er ist stabil und bei Bewusstsein.“
Rowley ist das zweite Opfer einer angeblichen Vergiftung mit dem Nervengift „Nowitschok“. Seine Partnerin Dawn Sturgess war am Sonntag gestorben.
Seit der Vergiftung der beiden mit einem Nervengift am 29. Juni wirft der Fall immer neue Fragen auf.
Der Polizei-Vizepräsident im Landkreis Wiltshire, Neil Basu, behauptete am Montag, dass Sturgess und Rowley eine hohe Dosis Nowitschok abbekommen hätten. Sie seien in Kontakt mit einem Behälter geraten, der das Nervengas enthalten habe. „Die Wirkung auf das Paar war so stark, dass sie zu Dawns Tod und zu schweren Symptomen bei Charlie geführt hat. Das bedeutet, dass sie wohl eine hohe Dosis abbekommen haben.“
Rowleys Haus in Amesbury und Sturgess’ Obdachlosenunterkunft in Salisbury, sowie der nahegelegenen Park Queen Elizabeth Gardens und andere Örtlichkeiten wurden abgesperrt. Etwa 100 Polizisten suchen dort nach dem Behälter, den man auch nach zwölf Tagen noch nicht gefunden hat.
21 Personen, darunter Polizisten, Krankenhauspersonal und einfache Bürger, sind auf Kontakt mit Nervengas untersucht worden. Aber alle wurden wieder entlassen.
Jede neue Entwicklung verstärkt nur den zweifelhaften und in sich widersprüchlichen Eindruck, den die Erklärungen hinterlassen, die von Anfang an über die Skripal-Affäre in Umlauf gebracht wurden. So sagte Dr. Mirzayanow, der nach eigener Angabe an der Herstellung von Nowitschok beteiligt gewesen ist, dass sich das Nervengift in den vier Monaten seit den Ereignissen von Salisbury längst zersetzt haben müsste. Das nährt Zweifel, ob Sturgess‘ Tod tatsächlich etwas mit dem Stoff zu tun hat. Leonid Rink, ein weiterer Beteiligter an der Herstellung, bestätigte, dass der Stoff sich zersetzt haben müsste.
Ein anderer Wissenschaftler, der ebenfalls behauptet, früher mit dem Stoff gearbeitet zu haben, Wladimir Uglew, beschreibt dagegen die Substanz als „sehr stabil“. Er sagte: „Sie hätte sich wohl nicht zersetzt.“ Uglew fuhr fort: „Alle möglichen weichen Oberflächen könnten den Stoff absorbiert haben, Bäume, Leder oder auch eine Parkbank. Von dort aus könnte menschliche Haut ihn aufgenommen haben, mit allen bekannten Folgen.“ Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) hat einen Bericht über den Fall Skripal veröffentlicht, der schwerwiegende Fragen aufwirft, ob eine solche chemische Waffe überhaupt existiere.

mehr:
- Großbritannien: Zweiter Nowitschok-Fall wirft weitere Fragen auf (Thomas Scripps, World Socialist Website, 13.07.2018)
siehe auch:
Amesbury: Ein neuer Zwischenfall ähnelt der Skripal-Vergiftung (Post, 04.07.2018)
- SKRIPAL IN PORTON DOWN: MENSCHENVERSUCHE MIT CHEMIEWAFFEN – NOVICHOK? (Manfred Gleuber, Jasminrevolution, 24.03.2018)
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Montag, 9. Juli 2018

Ein Kleinod deutscher Fernsehkultur: Doktor Murkes gesammeltes Schweigen

Doktor Murkes gesammeltes Schweigen {10:17}

Bela van Mechelen
Am 17.09.2018 veröffentlicht 
Doktor Murkes gesammeltes Schweigen
Satire nach Heinrich Böll
von und mit Dieter Hildebrandt


Quelle: Kabarettist Dieter Hildebrandt: Er stotterte, haspelte - und war bissig, stern.de, gefunden über web.archive.org
siehe auch:
Doktor Murkes gesammeltes Schweigen (krimiserien.heimat.eu, undatiert)
Doktor Murkes gesammeltes Schweigen / Dr. Murkes gesammelte Nachrufe – Kritik (dvd-sucht.de, undatiert)
BÖLL-FERNSEHSPIEL Fall X, I (SPIEGEL, 29.09.1965)



Gründlich missverstanden und verharmlost

„Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ gehört seit 1956, seit BBC London (!) im Mai jenes Jahres die erste Lesung der Satire ausgestrahlt hat (in englischer Sprache), zu den populären Radiostücken. Gelesen unter anderem von Joseph Offenbach, Gert Westphal, Dieter Hildebrandt oder Heinrich Böll selbst. Fürs HR-Fernsehen inszeniert von Rolf Hädrich (vgl. FK-Kritik) und fürs ZDF von Per Berglund (ZDF). Als Hörspiel in Szene gesetzt von Hermann Naber (vgl. FK-Kritik). Seit Jahrzehnten ins öffentlich-rechtliche Programm gehievt, gründlich missverstanden und verharmlost als humoristisch-feuilletonistische Kritik an den Zuständen des Rundfunks der 1950er Jahre.

Aus der Zeit heraus verstanden, in der die Erzählung geschrieben wurde, und auf die Verhältnisse heute übertragen, ist „Doktor Murke“ immer noch ein Paradigma dafür, was in den Köpfen derer steckt, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Programmverantwortung tragen. Wenn Heinrich Böll Schwendling sagen lässt: „Muckwitz verfeaturt die Taiga“, Murke diesen Faden aufnimmt: „Was macht Fenn?“, die Antwort lautet: „Der verfeaturt die Tundra“, die Frage folgt: „Und Weggucht?“, woraufhin Schwendling antwortet: „Weggucht macht ein Feature über mich, und später mache ich eins über ihn nach dem Wahlspruch: Verfeature du mich; dann verfeature ich dich“, dann ist das mehr als der seit Jahrzehnten zitierte Kalauer. Der Dialog wirft die Frage nach Distanz und Nähe auf. Wer protegiert wen und weshalb?

[Herbert Hoven, Böll – was bleibt? – Ein Rückblick auf Sendungen zum 100. Geburtstag: Heinrich Böll und die Medien, medienkorrespondenz.de, 23.03.2018]

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Mittwoch, 4. Juli 2018

Terror von 9/11: Die USA schützen die Hintermänner (Teil 1)

Zeugenaussagen und neue Informationen weisen auf ein saudiarabisches Komplott hin. Doch die US-Geheimdienste halten den Deckel zu.
Trümmer des eingestürzten World Trade Centers (© NOAA/Wikimedia Commons/cc)
Der Terroranschlag vom 11. September 2001 in New York kostete fast 3000 Menschen das Leben, eröffnete den «Krieg gegen den Terror» mit bis heute gültigen Ausnahmegesetzen. 9/11 war Anlass oder Vorwand für den Krieg gegen Afghanistan mit bis heute mehr als einer halben Million Todesopfern, den Krieg gegen den Irak mit über einer Million Todesopfern sowie für den Boykott und den Informationskrieg gegen den Iran.
mehr:
- Terror von 9/11: Die USA schützen die Hintermänner (Teil 1) (Urs P. Gasche, InfoSperber.ch, 04.07.2018)
siehe auch:
9/11: «Komplott von CIA und Saudis verhindert eine Aufklärung» (Urs P. Gasche, InfoSperber.ch, 17.10.2018)
9/11: Zeugenaussagen und neue Informationen weisen auf ein saudiarabisches Komplott hin. Doch die US-Geheimdienste halten den Deckel zu. Und bei uns Schweigen im Walde. (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 28.07.2018)
- Das saudische Komplott hinter dem Anschlag von 9/11 (Teil 3) (Urs P. Gasche, InfoSperber.ch, 10.07.2018)
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Amesbury: Ein neuer Zwischenfall ähnelt der Skripal-Vergiftung

Die englische Fußballmannschaft erreicht bei der WM in Russland das Viertelfinale und zeitgleich melden Nachrichtenagenturen einen „Zwischenfall“ in der Gegend von Salisbury, der starke Parallelen zum Fall Skripal aufweist, der die Beziehungen der EU zu Russland vor ein paar Wochen zerrüttet hat. Während Polizei und Medien erst einmal versuchen, die Sache herunterzuspielen, zeigt ein Blick auf die Berichterstattung der Lokalzeitungen vom Wochenende, dass hier womöglich doch größerer Klärungsbedarf besteht, als man denken mag. Auch wenn man momentan nur spekulieren kann – die ersten Reaktionen der britischen Behörden zeigten, dass die Öffentlichkeit offensichtlich viele Aspekte des Falles Skripal noch gar nicht kennt. Die Zahl der offenen Fragen wächst.

Die aktuellen Agenturmeldungen über einen “ernsten Zwischenfall” in der englischen Kleinstadt Amesbury wirken wie ein Déjà-vu. Zwei oder drei Menschen wurden mit unklaren, aber offenbar sehr schweren Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Polizei und diverse Dienste sperren derweil zahlreiche Örtlichkeiten ab, rufen zur Gelassenheit auf und untersuchen dabei die abgesperrten Areale mit Chemieschutzanzügen. Amesbury liegt – das macht die Sache so interessant – nur wenige Kilometer nördlich von Salisbury, der Kleinstadt also, in der vor vier Monaten angeblich der russische Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter Julia mit einem Nervengift der Nowitschok-Klasse vergiftet wurden. Ebenso interessant ist, dass der Fundort der beiden Opfer nur wenige hundert Meter vom britischen Chemiewaffenzentrum „Porton Down“ entfernt ist und gleichzeitig fast direkt vor dem Grenzzaun des Militärstützpunktes „MoD Boscombe Down“, der mittlerweile vom privaten Rüstungsforschungsunternehmen QinetiQ betrieben wird, das auch auf dem Gebiet der Spionage tätig ist. Auf all diese Punkte gehen die Agenturmeldungen übrigens nicht ein.

Die offizielle Story und die Story hinter der Story

Den Behörden zufolge hat man am Samstagabend zwei bewusstlose Menschen Mitte 40 in einem Haus im Neubauviertel „Kings Gate“ nahe der englischen Kleinstadt Amesbury aufgefunden. Zuerst ging man angeblich von einem „Drogen-Zusammenhang“ aus. Die Rede war von verunreinigtem Crack, Heroin oder Kokain. Weitere Tests hätten jedoch diese Thesen widerlegt und nun prüfe man laut Behörden einen Zusammenhang zu „unbekannten Substanzen“. Gleichzeitig werden zur Zeit in Amesbury und in Salisbury zahlreiche Gebäude und Gelände weiträumig abgesperrt – darunter die Queen Elizabeth Gardens in Salisbury. Die Agenturen melden, dass es sich um einen Einsatz handele, an dem mehrere nicht namentlich genannte Behörden beteiligt seien, dass es zu einer erhöhten Polizeipräsenz kommen könne und dass die Bevölkerung sich ansonsten keine Sorgen machen müsse. Ein klassischer Fall von Überreaktion? Das mag sein. Interessant sind in diesem Zusammenhang jedoch einige Meldungen lokaler Medien vom Wochenende – also zu einem Zeitpunkt, an dem noch keiner an eine Parallele zum Fall Skripal denken konnte.

So meldete das „Salisbury Journal“ noch am Samstagabend, drei Personen seien nach einem „Zwischenfall“ in Amesbury ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dieser „Zwischenfall“ stehe in einem Zusammenhang mit Drogen; es scheine so, als hätten drei Personen, die Drogen konsumiert hätten, gesundheitliche Probleme bekommen und seien daraufhin ins Krankenhaus gebracht worden. So weit, so gewöhnlich. Was jedoch bereits hier aufmerken lassen muss, ist, dass die Zeitung Zeugenaussagen wiedergibt, nach denen zahlreiche Anwohner aus der Nachbarschaft von Feuerwehrmännern evakuiert wurden und mehr als acht Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Ambulanz vor Ort waren. Ferner berichteten die Augenzeugen von Personen in Chemieschutzanzügen am Tatort. Wohlgemerkt – diese Aussagen stammen vom Samstagabend und es ging zu diesem Zeitpunkt nur um einen „Drogenfall“. Ist es in England normal, dass bei einem Fall von kranken Drogensüchtigen die ganze Nachbarschaft evakuiert wird und Männer in Schutzanzügen vor Ort Messungen vornehmen?

Einen verstörenden Einblick liefert auch der lokale Radiosender Spire FM. Der meldete am Samstagabend, dass mehr als zehn Einsatzfahrzeuge vor Ort seien und zahlreiche Straßen abgesperrt wurden. Fotos zeigen auch einen mobilen Unterstützungs-LKW (Operational Support) der Feuerwehr, der laut Spire FM aus der mehr als 60 Kilometer entfernten Stadt Swindon angefordert wurde. Ein überregionaler Großeinsatz für zwei oder drei Junkies, die schlechten Stoff gespritzt haben? Das klingt doch ziemlich absurd.

mehr:
- Ein neuer “Zwischenfall” könnte ein wenig Licht in die mysteriöse Affäre rund um den vergifteten Agenten Skripal bringen (Jens Berger, NachDenkSeiten, 04.07.2018)

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Qinetiq (/kɪˈnɛtɪk/ as in kinetic; styled as QinetiQ) is a British multinational defence technology company headquartered in Farnborough, Hampshire. It is the world's 52nd-largest defence contractor measured by 2011 defence revenues, and the sixth-largest based in the UK.[2]
It is the part of the former UK government agency, Defence Evaluation and Research Agency (DERA), which was privatised in June 2001. The remainder of DERA was renamed Dstl. It has major sites at Farnborough, Hampshire, MoD Boscombe Down, Wiltshire, and Malvern, Worcestershire, former DERA sites. It has made numerous acquisitions, primarily of United States-based companies.It is listed on the London Stock Exchange and is a constituent of the FTSE 250 Index.

Qinetiq ist ein britisches multinationales Verteidigungsunternehmen mit Hauptsitz in Farnborough , Hampshire. Es ist das 52. größte Verteidigungsunternehmen der Welt, gemessen an den Verteidigungserlösen von 2011, und das sechstgrößte in Großbritannien. [2]
Es ist ein Teil der ehemaligen britischen Regierungsbehörde, der Agentur für Verteidigungsbewertung und -forschung (DERA), die im Juni 2001 privatisiert wurde. Der Rest der DERA wurde in Dstl umbenannt. Das Unternehmen verfügt über Hauptstandorte in Farnborough, Hampshire, MoD Boscombe Down , Wiltshire und Malvern, Worcestershire , ehemalige DERA-Standorte. Es wurden zahlreiche Akquisitionen getätigt, vor allem von in den USA ansässigen Unternehmen.Es ist an der Londoner Börse notiert und Bestandteil des FTSE 250 Index .
[Qinetiq, engl. Wikipedia, abgerufen am 16.09.2019]
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The Defence Evaluation and Research Agency (DERA) was a part of the UK Ministry of Defence (MoD) until 2 July 2001. At the time it was the United Kingdom's largest science and technology organisation. DERA was split into two organisations: short-lived transition bodies known as PDERA ("privatised" DERA) which became a commercial firm, QinetiQ, and "RDERA" (meaning "retained" in Government DERA) which became the Defence Science and Technology Laboratory (Dstl). […]
DERA was formed in April 1995 as an amalgamation of the following organisations: 
  • Defence Test and Evaluation Organisation (DTEO)
  • Chemical and Biological Defence Establishment (CBDE at Porton Down), which became part of the Protection and Life Sciences Division (PLSD)
  • Centre for Defence Analysis (CDA).
The chief executive throughout DERA's existence was John Chisholm. DERA's staffing level was around 9000 scientists, technologists and support staff.
Die Verteidigungsbewertungs- und Forschungsagentur ( DERA ) war bis zum 2. Juli 2001 Teil des britischen Verteidigungsministeriums . Damals war sie die größte britische Organisation für Wissenschaft und Technologie. DERA wurde in zwei Organisationen aufgeteilt: kurzlebige Übergangskörperschaften, bekannt als PDERA ("privatisierte" DERA), die zu einer Handelsfirma, QinetiQ , wurde, und "RDERA" (was "beibehalten" in der Regierungs-DERA bedeutet), die zum Labor für Verteidigungswissenschaft und -technologie wurde ( Dstl ). 
DERA wurde im April 1995 als Zusammenschluss der folgenden Organisationen gegründet:
  • Organisation für Verteidigungstests und Evaluierung (DTEO)
  • Einrichtung für chemische und biologische Verteidigung (CBDE in Porton Down ), die Teil der Abteilung für Schutz und Biowissenschaften (PLSD) wurde
  • Zentrum für Verteidigungsanalyse (CDA).
Der Hauptgeschäftsführer während der gesamten Existenz der DERA war John Chisholm. Der Personalbestand der DERA belief sich auf rund 9000 Wissenschaftler, Technologen und Support-Mitarbeiter.
[Defence Evaluation and Research Agency, Origins, Wikispooks, abgerufen am 15.09.2019 – Google-Übersetzer]
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siehe auch:
Der Fall Skripal im Propagandakrieg (Post, 30.03.2018)
- Tagesdosis 13.3.2018 – Giftgasmorde und Neuer Kalter Krieg (Podcast) (Post, 13.03.2018)
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Freitag, 29. Juni 2018

Dirk Pohlmann zu den Hintergründen und Folgen von 9/11

Die Welt im Ausnahmezustand - Hintergründe zum 11. September von Dirk Pohlmann (Teil1) | ExoMagazin {10:28}

ExoMagazinTV
Am 29.06.2018 veröffentlicht 
Seit den Anschlägen des 11. September 2001 leben wir permanent im Ausnahmezustand und ein Ende ist weder absehbar noch geplant, erklärt Dirk Pohlmann
Bis heute ist den meisten Menschen der Anschlag auf das World Trade Center in New York vom 11. September 2001 lediglich als ein Anschlag islamistischer Terroristen in Erinnerung, der als Auslöser des "Kriegs gegen den Terror" gilt. Doch hinter den Kulissen diente dieses Ereignis als Anlass, um unverzüglich tausend Seiten Gesetzestexte in Kraft zu setzen, die bereits fertig in der Schublade lagen. Diese Gesetze schränken die Bürgerrechte enorm ein und geben den Behörden Befugnisse, die unter normalen Umständen niemals durch den US-Kongress gekommen wären.
Der investigative Journalist und Filmemacher Dirk Pohlmann deckt in diesem Vortrag auf, wie weit das Netz der totalen Überwachung und Kontrolle durch diese Ausnahmegesetzgebung gediehen ist. Patriot Act, Total Information Awareness, extralegale Hinrichtungen, Geheimgefängnisse der CIA - sie dienen nicht nur der zeitweiligen Verfolgung von Terrorverdächtigen, sondern wurden für einen langen Zeitraum eingerichtet, dessen Ende nicht abzusehen ist.
►►Den gesamten Beitrag hier anschauen: http://bit.ly/2KwbGtA
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Geheime Befugnisse: Ausnahmezustand 9/11 - Dirk Pohlmann (Teil 2) | ExoMagazin {13:42}

ExoMagazinTV
Am 29.06.2018 veröffentlicht 
Seit dem 11. September 2001 operiert die US-Regierung im "Continuity of Government"-Modus - ein Ende des Ausnahmezustands ist nicht in Sicht.
Der investigative Journalist und Filmemacher Dirk Pohlmann deckt im zweiten Teil seines Vortrags auf, wie und von welchen Akteuren der in den USA ausgerufene Ausnahmezustand unter großer Geheimhaltung vorbereitet wurde. Patriot Act, Total Information Awareness, extralegale Hinrichtungen, Geheimgefängnisse der CIA – sie dienen nicht nur der zeitweiligen Verfolgung von Terrorverdächtigen, sondern wurden für einen langen Zeitraum eingerichtet, dessen Ende nicht abzusehen ist.

zu Libyen:
Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016)
mehr zu Oliver North:
Iran-Contra Affair (Roland Matthews and others, Encyclopedia Britannica, 07.02.2019)
How to Kill a Presidential Scandal (Zach Dorfman, Foreign Policy, 10.08.2018)
You can’t keep a good culture warrior down: The return of Oliver North (Dan Zak, Washington Post, 09.05.2018)
- ‘Olliemania’: The stage-worthy scandal that starred Oliver North as a congressional witne (Eli Rosenberg, Washington Post, 08.05.2018)
zur Verwendung des Kommunikationsnetzwerks National Communications System (NCS):
On the institutional level, it is striking that in every structural deep event since the JFK assassination we find some role played by the National Communications System (NCS), the shadow network created to ensure continuity of government (COG) in the event of an atomic attack. The NCS was formally established by a JFK Presidential Memorandum on August 21, 1963. By 1969 at least $175 million had been spent “to increase the survivability of national communications resources” in a nuclear attack.[9] In June 1979 the system was tested under Carter, in the first known instance of the COG exercise GLOBAL SHIELD. By the Reagan era the NCS had mushroomed into an $8 billion communications and logistics program for an alternative emergency communications network.[10]
This alternative network played a central role in Iran-Contra, when Oliver North, arranging for the arms shipments to Iran that eventually cost him his job, used the nation’s top secret COG communications network. North’s network, known as Flashboard, “excluded other bureaucrats with opposing viewpoints…[and] had its own special worldwide antiterrorist computer network, … by which members could communicate exclusively with each other and their collaborators abroad.”[11] North was also actively developing plans, which originated with Hoover, for emergency detentions on a large scale.[12]  So, before him, was James McCord, famous for having participated in the burglary that precipitated the 1972 Watergate crisis.
McCord was a member of a small Air Force Reserve unit in Washington attached to the Office of Emergency Preparedness (OEP); assigned “to draw up lists of radicals and to develop contingency plans for censorship of the news media and U.S. mail in time of war.”His unit was part of the Wartime Information Security Program (WISP), which had responsibility for activating “contingency plans for imposing censorship on the press, the mails and all telecommunications (including government communications) [and] preventive detention of civilian ‘security risks,’ who would be placed in military ‘camps.’”[13]
 (Since I first advanced the hypothesis that the COG communications network was involved in all our structural deep events, I have found further corroborations for it. For example, John Dean, perhaps the central Watergate figure, had participated in COG activities when serving as the associate deputy attorney general.[14] And an army reserve officer, Norman Katz, revealed in October 2013 that, because of his work in COG communications, he was summoned to Washington in November 1963, in connection with President Kennedy’s trip to Dallas.[15])
[The American Deep State, Deep Events, and Off-the-Books Financing, Peter Dale Scott, Asia-Pacific Journal, 06.04.2014]
mehr zu Peter DeFazios Frage zum Ausnahmezustand:
- White House again denies DeFazio's information request (Jeff Kosseff, OregonLive, 02.08.2007)

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Die Unterzeichnung dieser Richtlinie wurde im Allgemeinen nicht von den US-amerikanischen Mainstream-Medien abgedeckt oder vom US-Kongress diskutiert. Während ähnliche Exekutiv-Sicherheitsrichtlinien von früheren Präsidenten mit geheim gehaltenen Texten erlassen wurden, ist dies die erste, die zum Teil öffentlich gemacht wurde. Es ist unklar, wie sich die Richtlinie des Präsidenten für nationale Sicherheit und Heimatschutz mit dem Nationalen Notstandsgesetz (National Emergency Act) , einem 1976 verabschiedeten US-Bundesgesetz, vereinbaren wird, das dem Kongreß die Dringlichkeitskräfte des Präsidenten in solchen Notfällen überwacht. Das National Emergency Act (Nationales Notfallsgesetz) wird im Text der Präsidentenrichtlinie für nationale Sicherheit und Heimatschutz nicht erwähnt. (automatisierte Übersetzung)
Nach dem Empfang besorgter Mitteilungen von Wählern im Juli 2007 beantragte der US-Abgeordnete und Mitglied des Homeland Security Kommittees Peter DeFazio in einer offizielle Anfrage eine Untersuchung der geheimen Anhänge der Notstandsgesetze [Continuity], die oben in einem sicheren „bubbleroom“ im USA-Kapitol beschrieben sind, aber seine Bitte wurde vom Weißen Haus unter Hinweis auf die „nationale Sicherheit“ abgelehnt. Das war das erste Mal, daß DeFazio der Zugang zu Dokumenten verwehrt wurde. Er wurde zitiert, „Wir sprechen über die Kontinuität [Notstandsgesetzgebung] der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika... Ich würde denken, dass dies für jedes Mitglied des Kongresses, ganz zu schweigen von einem Mitglied des Homeland Security Kommittees wichtig sein würde.“ Nach dieser Ablehnung hat sich DeFazio zwei Kollegen angeschlossen (Bennie Thompson, Vorsitzender des Ausschusses; und Chris Carney, Vorsitzender des Heimatschutzversehenunterausschusses) um in einer erneuten Anstrengung Zugang zu den Dokumenten zu gewinnen. [benötigt Aktualisierung] (Übersetzung durch mich)
Original:
The signing of this Directive was generally not covered by the mainstream U.S. media or discussed by the U.S. Congress. While similar executive security directives have been issued by previous presidents, with their texts kept secret, this is the first to be made public in part. It is unclear how the National Security and Homeland Security Presidential Directive will reconcile with the National Emergencies Act, a U.S. federal law passed in 1976, which gives Congress oversight over presidential emergency powers during such emergencies. The National Emergencies Act is not mentioned in the text of the National Security and Homeland Security Presidential Directive.
After receiving concerned communications from constituents, in July 2007 U.S. Representative and Homeland Security Committee member Peter DeFazio made an official request to examine the classified Continuity Annexes described above in a secure "bubbleroom" in the United States Capitol, but his request was denied by the White House, which cited "national security concerns." This was the first time DeFazio had been denied access to documents. He was quoted as saying, "We're talking about the continuity of the government of the United States of America ... I would think that would be relevant to any member of Congress, let alone a member of the Homeland Security Committee." After this denial, DeFazio joined with two colleagues (Bennie Thompson, chairman of the committee; and Chris Carney, chairman of the Homeland Security oversight subcommittee) in a renewed effort to gain access to the documents.[needs update]
(National Security and Homeland Security Presidential Directive, Reception, engl. Wikipedia, abgerufen am 24.02.2019)
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siehe auch:
9/11: Es stinkt gewaltig! (Post, 28.11.2018)
9/11: Hochrangige Offiziere, Reuters und ein Dialysepatient (Post, 11.09.2018)
10 unwiderlegbare, verstörende Tatsachen zu den 9/11-Anschlägen (Post, 10.09.2018)
Der 9/11-Fake (Jens Bernert, Rubikon, 16.01.2018)
Wendepunkt 9/11 – Verfall und Untergang des Imperium Americanum (Mike Davis, Le Monde diplomatique, 14.10.2011)


Freitag, 22. Juni 2018

Bis keiner mehr weiß, was los ist: Der Griechenland-Nebel

Der IWF macht mit beim dritten Hilfspaket für Athen - nur mit diesem Versprechen hat Wolfgang Schäuble die Griechenland-Hilfen durch den Bundestag gebracht. Nun laufen sie aus. Und es wird klar: Der Ex-Finanzminister hat die Öffentlichkeit getäuscht.

Drei Jahre lang verfolgt Wolfgang Schäuble diese Sache nun schon. Seit Griechenland im August 2015 zum dritten Mal bei den anderen Euro-Ländern Kredite in Milliardenhöhe tankte, um die Pleite abzuwenden, hat der einstige Finanzminister den Kritikern der Rettungsaktion gebetsmühlenartig versprochen: Auch der Internationale Währungsfonds (IWF), der Hilfspakete nur unter strengen Auflagen vergeben darf, wird sich beteiligen und somit garantieren, dass das Geld eines Tages auch aus Athen zurückkommt.

"Ohne IWF wäre es kein vernünftiges Ergebnis", versprach Schäuble im Mai 2016. "Ich erwarte, dass der IWF an Bord bleibt. Es ist dabei nicht so relevant, mit welcher Summe er sich beteiligt; entscheidend ist, dass er es tut", beteuerte Schäuble im April 2017 erneut. Im wenigen Wochen läuft das dritte Hilfspaket nun aus. Und eine der größten politischen Lebenslügen des einstigen Finanzministers, der sich inzwischen auf seinen Ruheposten als Bundestagspräsident zurückgezogen hat, fliegt auf.

Die Geschäftsgrundlage für die Griechenland-Rettung, die Schäuble den Abgeordneten vor drei Jahren versprochen hatte, hat sich nie materialisiert. Der Bundestag hat dem dritten Hilfspaket nur in der Erwartung zugestimmt, dass sich der IWF beteiligt. Doch dass das bis zum 20. August noch passiert, wenn es ausläuft, glaubt selbst EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici nicht mehr. Allein schon aus zeitlichen Gründen sei das "sehr unwahrscheinlich".

Zum letzten Mal treffen sich heute die Euro-Finanzminister, um die Weichen für Athens planmäßigen Ausstieg aus den Finanzhilfen zu stellen. Es wird immer offensichtlicher, dass Schäuble die Volksvertreter bei der Griechenland-Rettung hinter die Fichte geführt hat.

mehr:
- IWF gibt Athen kein Geld Schäubles Griechenland-Lüge fliegt auf (Hannves Vogel, n-tv, 21.06.2018)
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siehe auch:
- Na sowas: Deutschland verdient an Griechenland-Krediten?! (Post, 21.06.2018)
- Rüsten die Griechen für die Allianz? (Wassilis Aswestopoulos, Telepolis, 17.05.2018)
- 90% der griechischen Kredite gingen an Banken (Freeman, AllesSchallundRauch, 03.07.2015)

Infografik: Die Griechenland-Krise {3:43}

Tom Hillenbrand
Am 02.07.2010 veröffentlicht 
Wie geriet die griechische Volkswirtschaft an den Rande des Abgrunds? Dieses SPIEGEL-ONLINE-Video erklärt es anschaulich.
Zuerst erschienen auf der iPad-Version des SPIEGEL vom 14.06.2010.
Von Roman Höfner (Motion-Design), Jens Radü (Sprecher) und Thomas Hillenbrand (Skript).

Griechenland und die Schuldenkrise | Made in Germany {4:25}

DW Deutsch
Am 17.02.2010 veröffentlicht 
Die griechische Schuldenkrise beschäftigt ganz Europa, vor allem die Euro-Länder. Durch die hohe Staatsverschuldung Griechenlands ist der Euro unter Druck. Im Dezember galt die Gemeinschaftswährung als Garant in der Wirtschaftskrise. Dann fiel der Euro auf rund 1.37 Dollar. Mittlerweile haben die EU-Länder grundsätzlich Hilfe angeboten, um die finanzielle Stabilität der Eurozone zu sichern. Und die griechische Regierung sie will einen rigiden Sparkurs fahren. Spüren die Bürger überhaupt etwas von der Staatsverschuldung ihres Landes? Jahrelang haben die Griechen ihren Staatshaushalt nicht im Griff gehabt. Die Menschen haben sich an diese griechische Tragödie gewöhnt, man wurschtelt sich so durch. Wie kommt nun der drohende Bankrott bei den Griechen selbst an? Spüren die in ihrem Alltag die Überschuldung?
Unser Reporter Miltiades Arsenopoulos ist in Athen und fängt die Stimmung vor Ort ein.  

Dirk Müller Hintergründe der Griechenlandkrise! {10:24}

Daniel Lugo
Am 17.02.2010 veröffentlicht 
Klare Worte zur Euro-Krise: Die „Griechen sollen sich selbst helfen und Steuern zahlen“, erklärt die Chefin des IWF radikal – kurz vor neuen Wahlen dort.
Nun ist der griechische Staat tatsächlich korrupt. Wer ist dafür verantwortlich? Sie ahnen es schon! Nicht der kleine Bürger auf der Strasse,
sondern die Kumpel von Frau Lagarde aus der griechischen Schmarotzerschicht, die - wie Spiros Latsis - ihre Milliarden schon lange in Sicherheit gebracht haben, denn sie wussten ja vorher, was passiert.
Alles abgemacht. Man kennt sich.
Was auch in Sicherheit gebracht wurde sind die griechischen Öl- und Gasvorkommen. Während rund um Griechenland im östlichen Mittelmeer ein Bonanza ausgebrochen ist,
weil dort riesige Öl- und Gaslager gefunden wurden, hört man von Griechenland nichts, obwohl es mitten in der Blase hockt. Nur ab und zu dringt etwas an die Öffentlichkeit, das wird aber schnell weggewischt.
Ein Bekanntwerden des Skandals würde die Geschäfte der Oligarchen stören, die gerade dabei sind, die Nordstaaten des europäischen Sauhaufens auszusaugen. Umso mehr engagiert sich – Sie ahnen es wahrscheinlich schon wieder –
Israel an der Sicherstellung möglichst vieler Reserven. Deswegen muss auch der Libanon von der Landkarte verschwinden und Syrien stört gewaltig bei den neuen Gasgeschäften. Vom Ghetto in Gaza ganz zu schweigen,
denn direkt vor Gaza liegen große Erdgasvorkommen. Merken Sie was?
Wenn die Bevölkerung der Deutschlands, Österreichs, der Niederlande und Finnlands wüßte, dass die Griechen ihre Schulden leicht bezahlen könnten, dann wäre der Teufel los.
Man kann getrost davon ausgehen, das in der Berliner Marionettenregierung der griechische Reichtum genau bekannt ist. Die sind ja mit von der Partie.
Zurück zu Erzheuchlerin Lagarde:
Lagarde äußerte trotz der tiefen Einschnitte bei Löhnen und Sozialleistungen und der hohen Arbeitslosigkeit wenig Bedauern über die Lage des westeuropäischen Staates:
„Ich denke mehr an die Kinder, die in einem kleinen Dorf im Niger in die Schule gehen und zwei Stunden Unterricht am Tag erhalten,
sich zu dritt einen Stuhl teilen und sehr froh sind, eine Ausbildung zu bekommen“, sagte sie dem britischen „Guardian“. „Ich habe sie immer im Auge, weil ich glaube, dass sie sogar mehr Hilfe brauchen als die Menschen in Athen.“
Mir wird schon wieder schlecht…

Doku: US-Geostrategie in Griechenland. {14:39}

newscan
Am 21.07.2015 veröffentlicht 
Bis Kopernikus und Galileo behaupteten die Mächtigen, die Erde sei das Zentrum des Weltalls. Gegenteilige Beobachtungen liessen sie von der Inquisition, den Bütteln ihrer Macht verfolgen.
Die damalige Geopolitik wurde allein von der katholischen Kirche betrieben. Die Hintergründe dieser Politik blieben den Menschen verborgen.
Die heutige Geopolitik und Geostrategie wird in den USA entworfen und geplant. Gehilfen zur Erklärung und Durchsetzung dieser Politik sind die "Spin Doktoren", Think Tanks, die von den USA finanzierten diversen Transatlantischen Gesellschaften und NGOs, willfährige und abhängige Politiker und der Mainstream in Europa und nicht zuzletzt Psychologen. Sie erklären nicht, sondern ihre Aufgabe ist es, das Volk über die wahren Hintergründe von permanenten Kriegen und Finanzkrisen wie jetzt in Griechenland, zu täuschen, so sie diese Hintergründe selbst überhaupt verstehen.
Es war das englische Revolverblatt SUN, welches eine Hetzjagd auf Oskar Lafontaine eröffnete, indem es ihn zum "Gefährlichsten Mann Europas" erklärte.
Ziel der USA ist es, mit allen Mitteln den Petrodollar, den sie alleine und in beliebiger Menge drucken können, als Weltwährung zu verteidigen. Niemals darf der Euro so stark werden, dass er den Dollar ablösen könnte.
Alle Theorien, die Konflikte und Krisen anders zu erklären versuchen, sind Fragmentierungsversuche, bewust oder unbewusst zu kurz und stehen auf dem Kopf.
Von Paul Craig Roberts ist folgendes Zitat überliefert:
"So haben wir gelernt, dass Journalisten zugunsten der Regierung Lügen und Propaganda verbreiten, weil sie sich für Patrioten halten. Zugleich glauben die Leser und Hörer dieser Journalisten diese Lügen, weil auch diese sich für Patrioten halten."