Donnerstag, 18. Juni 2020

Die Epidemie ist für die Wissenschaftler vorbei: Der Trick der FDP


Selbst der Regierung scheint inzwischen klargeworden zu sein, dass die epidemische Lage nationaler Tragweite nicht mehr besteht. Mit der Feststellung des Nichtmehrbestehens der epidemischen Lage würden allerdings Freiheitseinschränkungen sofort außer Kraft treten.

Den Ausnahmezustand möchten einige aber offenbar gerne bis zur nächsten Grippesaison verlängern.

Die von der FDP eingebrachte Lösung: Der Halbsatz, der die automatische Außerkrafttretung der Anordnungen festgeschrieben hat, wird nun selbst – befristet bis zum 30.09.2020 – aufgehoben!

Im Bundestag ist man sich anscheinend einig, das teure Geschäft mit der Angst noch ein wenig zu verlängern. Also weiter mit Vermarktungshilfen für fragwürdige Produkte wie Tests, Masken, Desinfektionmittel, "Impfstoff", Corona-Apps, u.v.a.m. Ob die Gerichte das auch mitmachen?
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siehe auch:
- xxx (Post, )
mein Kommentar:
Eigentlich wollte ich zu dem Verlängerungs-Thema das video von Lehrer MaPhy einbetten, das ist aber inzwischen – natürlich? – gelöscht. Honi soit qui mal y pense!
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Corona: Geordneter Rückzug – Meldepflicht bei Haustieren



  • Um der Forschung zu helfen, werden positive Corona-Tests bei Haustieren meldepflichtig.
  • Muss ich mein Haustier nun auf Corona testen lassen? Können Haustiere überhaupt infiziert werden?
  • Halter haben viele Fragen – wir liefern die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Corona bei Haustieren.
Um der Forschung zu helfen, sollen bald positive Corona-Tests bei Haustieren bei den Behörden meldepflichtig werden. Für die rund 31 Millionen Haustierbesitzer in Deutschland eröffnen sich nun Fragen wie: Muss ich mein Haustier jetzt auf Corona testen lassen? Können Haustiere überhaupt infiziert werden? Und: Wie gefährlich wäre das?
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siehe auch:
- Corona: Panik verkauft sich gut! (Post, 12.06.2020)
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Corona-Windschatten: US-Syrien-Sanktionen setzen auf weitere Verarmung der Bevölkerung

Außenminister Pompeo feiert den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Sanktionen in den kommenden Wochen und Monaten, "mit denen wir nicht aufhören, bis Assad und sein Regime ihren unnötigen, brutalen Krieg gegen die syrische Bevölkerung aufhören"

Jetzt wird etwas unternommen, verkündete Morgan Ortagus, Sprecherin der US-Außenministeriums, gestern auf Twitter: "Jetzt beginnt eine fortgesetzte Kampagne von Sanktionen gegen das brutale Assad-Regime und seine Helfer."
Laut der Pressemitteilung von US-Außenminister Pompeo sind die ersten, gestern in Kraft getretenen Sanktionen infolge des Caesar Acts der Auftakt zu einer ganzen Reihe von empfindlichen wirtschaftlichen Strafmaßnahmen in den kommenden Wochen und Monaten, "mit denen wir nicht aufhören, bis Assad und sein Regime ihren unnötigen, brutalen Krieg gegen die syrische Bevölkerung aufhören und die syrische Regierung einer politischen Lösung des Konflikts einwilligt, wie es die Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrates verlangt".

mehr:
siehe auch:

Damaskus: Was halten "unterdrückte Syrer" von US-Sanktionen zu "ihrem Schutz"? {3:45}

RT Deutsch
Am 18.06.2020 veröffentlicht 
Seit Mittwoch greift der sogenannte "Caesar Syria Civilian Protection Act", ein Sanktionspaket, das die USA, wie der Titel verrät, zum vermeintlichen "Schutz der Zivilbevölkerung" in Syrien auf den Weg gebracht haben. Mit Sanktionen, die verschiedenste Branchen treffen, soll der syrische Präsident getroffen werden. Doch was denken eigentlich syrische Bürger über diese "US-Hilfe"? In Damaskus zeigten sie sich zumindest alles andere als begeistert.
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Die Unmenschlichkeit des Westens in Corona-Zeiten (Post, 24.03.2020)
- Reichstags-9/11: Vom Neocon-Putsch zur weltweiten Überwachung (Post, 10.08.2019)


»Der Westen eroberte die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen oder Werte oder seiner Religion (zu der sich nur wenige Angehörige anderer Kulturen bekehrten), sondern vielmehr durch seine Überlegenheit bei der Anwendung von organisierter Gewalt. Oftmals vergessen Westler diese Tatsache; Nichtwestler vergessen sie niemals.«
[Samuel Phillips Huntington: Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. 5. Auflage, Siedler bei Goldmann, München 1998, S. 68., zit in Wikipedia]

und auch in Corona-Zeiten nicht vergessen:

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…die USA sind seit dem Zweiten Weltkrieg
durch Angriffe auf andere Länder 
für den Tod von 20-30 Millionen Menschen verantwortlich
.

[
Mausfeld-Vortrag »Warum schweigen die Lämmer?« bei 39:00]

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siehe dazu:
IPPNW: Body Count (Post, 26.07.2016)

Die FDP im Verlängerungs-Modus: Die Maßnahmen werden von Covid-19 befreit!



Selbst der Regierung scheint inzwischen klargeworden zu sein, dass die epidemische Lage nationaler Tragweite nicht mehr besteht. Mit der Feststellung des Nichtmehrbestehens der epidemischen Lage würden allerdings Freiheitseinschränkungen sofort außer Kraft treten.

Den Ausnahmezustand möchten einige aber offenbar gerne bis zur nächsten Grippesaison verlängern.

Die von der FDP eingebrachte Lösung: Der Halbsatz, der die automatische Außerkrafttretung der Anordnungen festgeschrieben hat, wird nun selbst – befristet bis zum 30.09.2020 – aufgehoben!

Im Bundestag ist man sich anscheinend einig, das teure Geschäft mit der Angst noch ein wenig zu verlängern. Also weiter mit Vermarktungshilfen für fragwürdige Produkte wie Tests, Masken, Desinfektionmittel, "Impfstoff", Corona-Apps, u.v.a.m. Ob die Gerichte das auch mitmachen?

mehr:
siehe auch:
Nach § 5 Absatz 1 Satz 2 IfSG hebt der Bundestag die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite wieder auf, wenn die Voraussetzungen für ihre Feststellung nicht mehr vorliegen. Dies ist inzwischen der Fall. Dem Deutschen Bundestag liegt ein entsprechender Antrag vor (BT-Drs. 19/20046). Die Bundesregierung hat die ihr in § 5 Absatz 2 IfSG eingeräumten Anordnungs- und Verordnungsermächtigungen seit der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite jedoch umfangreich genutzt.

Fast alle erlassenen Rechtsverordnungen treten mit Aufhebung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite nach § 5 Absatz 4 Satz 1 IfSG außer Kraft. Getroffene Anordnungen gelten nach § 5 Absatz 4 Satz 4 als aufgehoben. Hierzu zählen auch weiter erforderliche Regelungen, etwa zur Unterstützung von medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen. Die entsprechenden Regelungen sind außerhalb einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom parlamentarischen Gesetzgeber zu treffen. Um ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren durchzuführen, muss eine Übergangsregelung geschaffen werden, mit der die aufgrund der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite erlassenen Rechtsverordnungen und Anordnungen bis zum 30. September 2020 in Kraft bleiben.

Gesetzentwurf, Drucksache 19/20042, Deutscher Bundestag, 16.06.2020



Der Bundestag wolle beschließen:
Die Voraussetzungen für die Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite im Sinne des § 5 Abs. 1 IfSG liegen nicht mehr vor. Die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 25.03.2020 wird aufgehoben  
Gesetzentwurf, Drucksache 19/20046, Deutscher Bundestag, 16.06.2020
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Mittwoch, 17. Juni 2020

Viel Arbeit für den Datenschutzbeauftragten beim Gesundheitswesen



In seinem jüngsten Tätigkeitsbericht beschäftigt sich der Bundesdatenschutzbeauftragte unter anderem mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen und warnt vor unverschlüsseltem Mailversand sensibler Daten.

Berlin. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber (SPD) hat davor gewarnt, den Gesundheitsschutz gegen einen vernünftigen Datenschutz ins Feld zu führen. „Keine geeignete und erforderliche Maßnahme zur Pandemiebekämpfung wurde aufgrund datenschutzrechtlicher Vorgaben blockiert“, sagte Ulrich Kelber am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des aktuellen Tätigkeitsberichtes seiner Behörde. Der Datenschutz trage dazu bei, dass die Akzeptanz gegenüber Maßnahmen zum Gesundheitsschutz steige, so Kelber. Die Vorstellung der Corona-Warn-App am Dienstag sei dafür der beste Beweis. Kelber bekräftigte seine Kritik an dem Verfahren, wie ein Infektionsstatus in der App offiziell bestätigt werde. Zum Start der App würden offenbar nur zehn Prozent der Testergebnisse datenschutzfreundlich digital übertragen. Der große Rest müsse über eine Telefon-Hotline gehen.


Ein Baustein: Verantwortung der TI

In dem aktuellen Tätigkeitsbericht befasst sich die Behörde schwerpunktmäßig unter anderem mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Sie könne „nur mit einem hohen Datenschutz- und Datensicherheitsniveau gelingen, denn sie ist auf die Verarbeitung zahlreicher sensibler Gesundheitsdaten ausgerichtet. Hier müssen Gesetze sicherstellen, dass digitalisierte Gesundheitsdaten nicht durch private oder staatliche Stellen missbraucht werden und auch nicht zu Stigmatisierung oder Gesundheitsprofilbildung führen“, so Kelber.

Wichtig für den Berichtzeitraum 2019 war in diesem Zusammenhang zu klären, dass die gematik eine datenschutzrechtliche Mitverantwortung für die Telematikinfrastruktur (TI) trage, „weil sie mit ihren Vorgaben und Festlegungen Mittel und Zweck für die Datenverarbeitung in der TI bestimmt“.

Gesetze müssen sicherstellen, dass digitalisierte
Gesundheitsdaten nicht zu Stigmatisierung oder
Gesundheitsprofilbildung führen
.

Ulrich Kelber
, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

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siehe auch:
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Dienstag, 16. Juni 2020

Die nächste Sau, die durchs Dorf gejagt wird…



Eine ARD-Dokumentation wurde kurz vor Ausstrahlung zurückgezogen, weil sie zu chinafreundlich war

Wenn es um Zensur geht, steht für die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland China natürlich weit vorn. Doch wie soll man es bezeichnen, wenn die ARD die für Montagabend terminierte Ausstrahlung der Dokumentation "Wuhan - Chronik eines Ausbruchs" wenige Stunden vor dem Sendetermin zurückzieht und sie auch noch aus der Mediathek entfernt, in der sie schon zu finden gewesen ist?

Irreführende Erklärung zur Absetzung der Dokumentation

► Bei der intensiven redaktionellen und rechtlichen Prüfung war es dem SWR wichtig, dass der Film allen journalistischen und juristischen Ansprüchen genügt. Wie der SWR erst am gestrigen Sonntag erfahren hat, kann die beauftragte Produktionsfirma dem SWR nicht die erforderlichen Rechte am verwendeten Filmmaterial des China Intercontinental Communication Center einräumen. Damit fehlt eine Grundvoraussetzung für die beim SWR gültigen journalistischen Standards für das Verwenden von fremdem Rohmaterial. Da eine einvernehmliche und für den SWR akzeptable Rechteklärung zwischen dem Produzenten und CICC leider nicht erreichbar erscheint, plant der SWR derzeit keine Ausstrahlung. Der SWR bedauert diese kurzfristige Absage und bittet dafür um Verständnis.
Aus der Erklärung der SWR
Doch diese Erklärung verschleiert mehr, als sie erklärt. Schließlich gab es in den letzten Tagen in verschiedenen Medien in Deutschland eine massive Kampagne gegen die Ausstrahlung des Films mit der Begründung, hier werde Material einer chinesischen Staatsfirma verwendet. Unter der Überschrift "Chinesische Propaganda im SWR" hatte die FAZ die Kampagne befeuert und auch klar ausgedrückt, um was es hier geht.
► Peking will, dass sein Kampf gegen Corona auch im Ausland als Erfolgsgeschichte gesehen wird. Ein Film für die ARD strickt mit chinesischem Material an dieser Legende mit… Mit diesem Ziel hat die staatliche Produktionsfirma CICC der Gebrüder Beetz Filmproduktion einen Propagandafilm über den Ausbruch des Virus in Wuhan angeboten.
Friedericke Böge, FAZ
Damit wird noch mal klar, wie irreführend die SWR-Erklärung ist, wenn der Eindruck erweckt wird, es ginge um Rechte des CICC, obwohl die Firma der Produktionsfirma den Film angeboten hat.

Tatsächlich geht es darum, dass sich im Kampf der kapitalistischen Blöcke EU, China und USA die Fronten verhärten. In Zukunft soll die offizielle chinesische Seite in öffentlich-rechtlichen Medien möglichst nicht mehr dargestellt werden.

Zensur als Kampf gegen "Fakenews"

Das ist längst kein Problem mehr, dass nur Deutschland betrifft. Eine Task Force gegen "Fakenews" hat alle die Kräfte im Visier, die nach Ansicht der EU-Apparate Konkurrenten sind. Dazu gehört neben Trump in den USA auch Russland und China.

So wurden von der Vizechefin der EU-Kommission, Věra Jourová, China und Russland beschuldigt, mit Fakenews in der Corona-Krise sogar die Gesundheit der EU-Bürger gefährdet zu haben.

Da fragt auch die gewiss nicht chinafreundliche Taz kritisch nach:

► Beweise blieb die Tschechin allerdings schuldig. Auf Nachfrage der taz, welchen Schaden Falschinformationen zu Corona angerichtet haben, erklärte sie, man habe noch keine Folgenabschätzung gemacht und könne daher auch keine Zahlen liefern. Allerdings mache man sich auch um Deutschland Sorgen.
Taz
Dabei zeigt die Taz auch, warum in der letzten Zeit verstärkt auch China ins Visier einer EU-Expertengruppe geraten ist, die sich gegen angebliche Desinformation wendet.
► Aufgeschreckt von Berichten über chinesische Coronahilfen in Italien oder Serbien, begann Brüssel, seine Experten auch auf Peking anzusetzen.
Taz
Also geht es nicht darum, dass China die Gesundheit von EU-Bürgern bedroht. Vielmehr hat das Land in einer Zeit, als nach Beginn der Corona-Krise alle EU-Staaten, Deutschland an vorderster Front, ihre Grenzen dicht machten, Medikamente und Atemschutzgeräte geliefert. Dafür haben sich die Politiker aus Italien und verschiedener Balkanstaaten bedankt.

Für den EU-Apparat war das nicht etwa ein Grund, über ein transnationales Gesundheitssystem nachzudenken, das überall in der Welt Menschen eine medizinische Unterstützung auf der Höhe des aktuellen Forschungsstands ermöglicht. Der erste Schritt wäre ja, dass Gesundheit zu einer weltweiten Aufgabe erklärt wird, bei der Ländergrenzen und Wirtschaftsblöcke keine Rolle spielen.

Nur ist ein solches Vorgehen in einer kapitalistisch verfassten Welt nicht möglich und die EU zeigt das mit ihrer Reaktion besonders deutlich. Medizinische Hilfe "vom Feind" wird zum Anlass genommen, China nun besonders zu bestrafen. Da hören sich die Vokabeln schon fast so an, als bliebe es nicht bei einem kalten Krieg.

► Desinformation wird sogar als Bedrohung der inneren und äußeren Sicherheit wahrgenommen, wie die aktive Beteiligung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell zeigt. Europa müsse Propaganda aus Russland oder China abwehren und seine Werte verteidigen, sagte Borrell. Dabei müsse man auch mit der Nato und der G7 zusammenarbeiten.
Tazmehr:
- Droht nach der Corona-Panik die Fake-News-Paranoia? (Peter Nowak, Telepolis, 16.06.2020)
siehe auch:
- xxx (Post, )
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Panikmacher: Prof. Lauterbach, die wissenschaftliche Instanz


Wenn es darum geht, öffentlich die Regierungspolitik der anhaltenden Corona-Schutzmaßnahmen zu rechtfertigen gilt Prof. Dr. Karl Lauterbach für viele Medien aktuell als die wissenschaftliche Instanz. In regelmäßigen Twitternachrichten und Talkshowbeiträgen zieht er alle Register, um die Bevölkerung weiter in Angststarre zu halten. Da erhebt sich selbstverständlich die Frage: Auf welchen Leistungen begründet sich eigentlich die wissenschaftliche Autorität Lauterbachs? 

Karl Lauterbach betont gerne seine besondere wissenschaftliche Qualifikation anhand seines Zusatzstudiums an der Harvard School of Public Health, welches er 1995 mit einer zweiten, neben seiner ersten deutschen, Doktorarbeit und dem Titel „Doctor of Science“ abgeschlossen hat. Dort fungiert er seit 2008 auch als
Adjunct Professor. Zunächst fällt auf, dass seine Harvard-Arbeit jahrelang unter Verschluss war. Eine seltsame Praxis in der Wissenschaftswelt, die ja nur durch Transparenz und eine offene Diskussion funktionieren kann.

Die einzigen, die auf deutschem Boden diese Arbeit einsehen konnten, waren die Mitglieder der Berufungskommission der Universität Köln. Sie beriefen Lauterbach 1998, ohne dass er dazu die üblichen Qualifikationen besaß, wie etwa eine Habilitation (die auf einer bestimmten Anzahl eigener wissenschaftlicher Publikationen fußt), zum Professor und übertrugen ihm die Leitung des neugegründeten
Instituts für Gesundheitsökonomie. Begründet wurde diese ungewöhnliche Berufung, vorbei an besser Qualifizierten, mit der angeblich herausragenden wissenschaftlichen Qualität dieser Harvard-Arbeit, die einer Habilitationsschrift gleichkäme. Sehr eigenartig, denn damals, vier Jahre vor dem neuen Hochschulrahmengesetz von 2002, war die Habilitation die essenzielle Voraussetzung für die Vergabe eines Professorentitels an einer deutschen Universität.

mehr:
- Bericht zur Coronalage 16.6.2020: Der seltsame Professor (Gunter Frank, AchGut, 16.06.2020)

Nun mag Harvard sich mit so einer Abschlussarbeit zufriedengeben. Ob diese Arbeit eine herausragende wissenschaftliche Leistung darstellt, mit der eine regelkonforme Habilitationsschrift ersetzt werden kann, hat man seitens Havard – siehe oben – en passant ebenfalls gegeben. Die Antwort lautet: nein. Die Verantwortlichen an der Universität in Köln sahen dies jedoch anders. Warum? Liegt es an der Fliege von Karl Lauterbach, am Kölner Karneval oder an wirtschaftlichen Verflechtungen der ein oder anderen Art?

Aus den Protokollen des Berufungsverfahrens der Universität Köln könnte man sicherlich Genaueres darüber erfahren, warum man einen normativen Essay als Grundlage für eine solch ungewöhnliche Berufung zum Professor akzeptierte. Sehr interessant zu lesen wären beispielsweise die Stellungnahmen der externen Gutachter, von denen es in einem solchen Verfahren mindestens zwei geben sollte. Doch das ist nicht möglich. Die Berufungsunterlagen sind unter Verschluss.

[aus obigem Artikel]

siehe auch:


[…] Wenn in diesen Tagen über Corona diskutiert wird, ist Karl Lauterbach nicht weit. Dabei sah es vor nicht allzu langer Zeit nicht gut für ihn aus. Nach der Pleite bei der Bewerbung um den SPD-Vorsitz im vergangenen Jahr hatte seine politische Karriere einen Knick erlitten, sein Amt als Fraktionsvize ist er ebenfalls los. Doch in der Coronakrise ist der SPD-Politiker, Mediziner und Gesundheitsökonom wieder gefragt. Er ist so etwas wie der Chef-Kritiker zu kühner Lockerungen geworden.

Mit seinen Einschätzungen und Mahnungen steht er im Rampenlicht, wohl auch dank seiner zwei Doktortitel, seiner Professur für Epidemiologie in Köln, die derzeit ruht, und seiner Gastprofessur in Harvard. […]

Mittlerweile ist Lauterbach einer der vehementesten Verteidiger strikter Maßnahmen, wünscht sich, dass Deutschland das Virus in Schach hält, das Südkorea Europas wird. Immer wieder und überall – in Zeitungen, Talkshows, auf Twitter und Youtube – erklärt der Epidemiologe, was passiert und was seiner Ansicht nach politisch zu tun sei. Mit runder Brille, Anzug und der ausladenden Gestik haben seine Auftritte immer etwas von einem Vortrag an einer Hörsaal-Tafel. […]

Als Peer Steinbrück 2013 Bundeskanzler werden wollte, war Lauterbach Teil seines Schattenkabinetts. Gesundheitsminister sollte er werden. Jetzt, in der Coronakrise, wirkt es fast, als sei er eine Art Schatten-Pandemieminister.

Er merke, dass das, was er jetzt sage, sehr genau verfolgt werde, erzählt Lauterbach am Telefon. Seine Äußerungen hätten manchmal Einfluss auf den Lauf der Politik. „Das haben mir zumindest Kollegen aus der Regierung versichert“, sagt er. Aussagen wie diese lassen erahnen, wie genau er seine Wirkung und die seiner Worte kalkuliert.
[Nina Breher, Der Schatten-Pandemieminister: Warum Karl Lauterbach in der Corona-Krise so gefragt ist, Tagesspiegel, 12.05.2020]

Offener Brief an Lauterbach „In keinem Fall sind Sie als Politiker qualifiziert“ (Berufsverband der Deutschen Dermatologen, 11.01.2019)
- TALKSHOW IM ZDF – Lauterbach hofft auf Gesundheitsminister-Posten (Deutsche Apotheker-Zeitung, 28.08.2015)



"Ich halte das Umgehen mit dem Problem für unseriös, also wenn ich ganz salopp sprechen darf, glaube ich, dass Herr von Guttenberg hier glaubt, die Bevölkerung verarschen zu können. (...) Hier wird die Bevölkerung in einer für mich noch niemals gesehenen Art und Weise zum Narren gehalten und das ist für einen Minister nicht tragbar. Er sollte aus meiner Sicht zurücktreten. Also aus meiner Sicht ist ein Minister nicht im Amt zu halten, der hier systematisch die Bevölkerung über die Art und Weise, wie die Doktorarbeit zustande gekommen ist, belügt. Ich halte es, nach wie vor, für sehr wahrscheinlich, dass er die Arbeit gar nicht selbst geschrieben hat. (...) Hier geht es darum: Wie steht der Minister zur Wahrheit. Und wenn der Minister ein, ich sag mal, notorischer Schwindler ist und selbst Hochstapelei nicht ausgeschlossen ist, dann ist das kein Minister für uns." 
[
PROF. DR. DR. KARL LAUTERBACH (SPD): Guttenberg vera... die Bevölkerung Hochstapelei nicht ausgeschlossen "notorischer Schwindler", "Witzfigur" – SPD-Gesundheitsexperte geht auf zu Guttenberg los, N24, Presseportal, 22.02.2011]

»Da haben sich Ärztegruppen, die Transparenz im Gesundheitswesen verhindern und ihr Einkommen sichern wollen, geschickt mit idealistischen Datenschützern verbündet.«
[Interview Datenschutz: "Die Ärzte fürchten Transparenz" – Die Sorge um den Datenschutz ist vorgeschoben, sagt SPD-Experte Karl Lauterbach., taz, 21.01.2008]
mein Kommentar:
Na, wenn das keine Verschwörungstheorie ist!!
Vor Jahren – da war Lauterbach noch »der führende Gesundheitsberater« der SPD – habe ich ihn auf einer Podiumsdiskussion sagen hören, Ärzte bekämen für Privatpatienten das 2,3fache von dem, was sie für einen Kassenpatienten bekommen. 
Dabei bezieht sich in Wirklichkeit dieser »2,3fache Satz« auf einen Katalogwert: nämlich die »Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)«. Die aktuelle (am 1. Januar 1996 in Kraft getretene) Verordnung listet sämtliche ärztlich abrechenbaren Leistungen (mit Nummern von 1 [Beratung – auch mittels Fernsprecher] bis 6018 [Mikroskopische Untersuchung von Nerven oder Rückenmark oder Gehirn nach innerer Leichenschau – einschließlich des Befundes –]) auf, verteilt an jede Leistung eine Punktzahl und legt die sogenannte 1fache Gebühr (1996 noch in DM) dafür fest.
z.B.: 1     Beratung – auch mittels Fernsprecher –  80Pkt   ≈   1fach: 9,12 DM
Der abrechnende Arzt darf dann für diese Leistung einen »Faktor« wählen, mit dem er diese Gebühr dann multipliziert. – 
Eingebürgert hat sich inzwischen eine Multiplikation mit dem Faktor 2,3.
Man kann sich meine Begeisterung vorstellen, als ich den Herrn Professor bei der besagten Podiumsdiskussion diese Aussage treffen hörte. Der wollte tatsächlich mal Gesundheitsminister werden…
Aber inzwischen geben wir uns ja schon mit einem Bankkaufmann zufrieden…
Jedenfalls ist Lauterbach seit dieser Pdoiumsdiskussion bei mir unten durch!

Karl Lauterbach, 47, SPD-Gesundheitsexperte, ist seit vergangener Woche endlich Arzt. Der Politiker hat rund 20 Jahre nach Abschluss seines Medizinstudiums seine Approbation beantragt und kann sich nun die Urkunde in sein Büro im Berliner Jakob-Kaiser-Haus hängen. Eine solche Approbation ist die Voraussetzung dafür, uneingeschränkt als Arzt im Krankenhaus arbeiten zu dürfen oder eine eigene Praxis aufmachen zu können. Das allerdings hat Lauterbach nicht vor. Der Sozialdemokrat war lediglich den Spott politischer Gegner leid, die ihm in Talkshows zum Thema Medizin des Öfteren vorhielten, er selbst sei ja gar kein richtiger Arzt und könne deshalb nicht mitreden. "Außerdem werde ich hin und wieder um medizinische Hilfe gebeten", sagt Lauterbach. "Da ist es besser, auch tatsächlich eine Approbation zu besitzen." Lauterbach hat Medizin in Aachen, Düsseldorf und in San Antonio (Texas) studiert und ist Spezialist für Epidemiologie.
[Personalien – Karl Lauterbach, spiegel.de, 30.08.2010]
Nach der Lektüre des AchGut-Artikels wundert mich nix mehr… 

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Nach dem Abitur am Gymnasium am Wirteltor 1982 studierte er Humanmedizin an der RWTH Aachen und an der University of Texas at San Antonio(USA). 1991 wurde er im Rahmen von Studien an der Kernforschungsanlage Jülich und an der University of Arizona in Tucson von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit der Dissertation Weiterentwicklung des Parametric Gammascopes auf der Grundlage von experimentellen und klinischen Studien zum Dr. med. promoviert. Von 1989 bis 1992 folgte ein Studium der Gesundheitsökonomie (Health Policy and Management) und Epidemiologie an der Harvard School of Public Health der Harvard University mit Abschluss als Scientiæ Magister (SM). Von 1992 bis 1993 hatte er ein Fellowship der Harvard Medical School inne.[2] Gefördert von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, erlangte er dort 1993 den Abschluss Scientiæ Doctor (Sc.D.). 2010 erhielt Lauterbach die Approbation als Arzt; diese hatte er nach dem Abschluss seines Medizinstudiums zunächst nicht beantragt.[3]
1998 wurde Lauterbach Direktor des neu gegründeten Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) an der Universität zu Köln; damit war auch seine Berufung als Professor verbunden. Dort ist er aufgrund seines Bundestagsmandats beurlaubt. Von 1999 bis zur Wahl in den Bundestag im September 2005 war Lauterbach Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. 2003 war er Mitglied in der Kommission zur Untersuchung der Nachhaltigkeit in der Finanzierung der Sozialen Sicherungssysteme („Rürup-Kommission“). Seit 2008 ist er Adjunct Professor für Gesundheitspolitik und -management an der Harvard School of Public Health, wo er auch noch regelmäßig unterrichtet.[4]
[Karl Lauterbach (Politiker, 1963), Leben, Wikipedia, abgerufen am 16.06.2020]
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In Deutschland ist zur Erlangung des Grades eines Dr. med. (lat. doctor medicinae/Doktor der Medizin) eine Promotion notwendig. Das Promotionsverfahren kann zwar bereits vor Abschluss des Studiums begonnen, aber nicht beendet werden. Der Doktorgrad darf erst mit Vergabe der Promotionsurkunde getragen werden, nachdem das Promotionsverfahren nach Abschluss des Studiums beendet wurde. Dies geschieht in den meisten Fällen, wie bei anderen Promotionen auch, nach einer Verteidigung und der Publikation der Promotion.[Doktor der Medizin, Deutschland, Wikipedia, abgerufen am 16.06.2020] 
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Karl Lauterbach: Wolfgang Wodarg erzählt "blanken Unsinn" zu Corona – das sind Fake News! {3:56 – Start bei 1:26 
– Lauterbach: »Das ist eine abwegige, völlig falsche Sicht der Dinge […] blanker Unsinn.[…]  […] Das Corona-Virus, das wir jetzt haben, hat mit den Corona-Viren, die wir kennen, nix zu tun, es funktioniert ganz anders, ist ganz anders aufgebaut. Es kombiniert eine sehr hohe Übertragbarkeit mit einer hohen Sterberate. Jeder, der da ernsthaft unterwegs ist, sagt: ›Sowas haben wir noch nie gehabt.‹ […] 8 Millionen Infizierte, Zehntausende, die sterben werden…«}
SPD-Fraktion im Bundestag
Am 18.03.2020 veröffentlicht 
Aktuell macht ein Video mit Wolfgang Wodarg die Runde, das das Coronavirus verharmlost. "Blanker Unsinn", sagt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach: "Das ist eine abwegige, vollkommen falsche Sicht der Dinge."
Im Video erklärt Lauterbach, warum #COVID19 sehr wohl sehr gefährlich ist.

Corona: Debatte und Zensur


Der freie Meinungsaustausch wird beim Thema Corona stark behindert, das belegen zahlreiche aktuelle Beispiele. Dadurch wird eine wichtige Debatte abgewürgt – gleichzeitig werden weiterhin die Phrasen von der „westlichen“ Freiheit des Wortes als Abgrenzung zu „Autokratien“ genutzt. Von Tobias Riegel.

Die Freiheit des Wortes wird hierzulande sehr hochgehalten: Zumindest in der Theorie wird diese Freiheit des offenen Meinungsaustauschs als wichtiges Abgrenzungsmerkmal „des Westens“ gegenüber „den Autokratien“ dieser Welt genutzt. Die Corona-Episode ist ein harter Praxistest für diese permanent beschworene Philosophie. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Noch immer verbunden mit den Phrasen von der hierzulande praktizierten Meinungsfreiheit erhielten in den vergangenen Wochen zahlreiche unbequeme Stimmen entweder keinen angemessenen Raum oder sie wurden im Nachhinein verunglimpft.

Die NachDenkSeiten haben in zahlreichen Artikeln auf diese Praktiken hingewiesen: So wird in diesem Artikel und in diesem Artikel die aktuelle Nutzung des Kampfbegriffs „Verschwörungstheoretiker“ gegen kritische Personen beschrieben. In diesem Artikel und in diesem Artikel werden die Diffamierungen der Lockdown-Kritiker durch Medien und Politik erklärt. Und in diesem Artikel wird der unterschiedliche Umgang von Medien und Politik mit den Demos für Grundrechte einerseits und den Demos gegen Rassismus andererseits infrage gestellt.

mehr:
- Zensur in der Corona-Debatte (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 16.06.2020)
siehe auch:
- xxx (Post, )
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Montag, 15. Juni 2020

Nicht Fake News, sondern verwirrende Äußerungen der Regierung sind das größere Problem


Nach einer Studie von britischen Wissenschaftlern erkennen die Menschen Fake News über Covid-19 schnell, aber verweisen auf Desinformation seitens der Politik und der Medien
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Wenn es irgendwo zu politischen Konflikten kommt, wird mittlerweile gerne auf Verbreiter von Fake News oder Desinformation, inklusive ausländische Medien und Geheimdienste (im Westen erst einmal russische, mittlerweile auch chinesische), gezeigt. Implizit wird suggeriert, die Menschen seien zu dumm oder zu ungeschützt, um Desinformation nicht anheimzufallen, die aber so gefährlich sei, dass wahlweise das politische System, eine Wahl oder die ganze Gesellschaft instabil werden könne. Deswegen wird behauptet, man müsse Fake News oder Desinformation, die von falscher Seite kommt, auch staatlicherseits bekämpfen und die Menschen vor gefährlichen Memen immunisieren.

Ähnlich wird gerade wieder von den deutschen Innenministern argumentiert, die fürchten, dass mit der Kritik an den Lockdown-Beschlüssen und manchen wilden Theorien über eine angebliche Inszenierung der Corona-Krise "Ängste und Unruhe in der Bevölkerung" geschürt würden (Soziale Unruhen oder Massenmigration nach der Covid-19-Pandemie?).

Unterstellt wird dabei, dass Fake News, Verschwörungstheorien und Falschdarstellungen nur auf der Seite des wilden Internets oder ausländischer Medien von politisch verdächtigen Akteuren zu finden seien, was schon selbst ziemlich gut einer Verschwörungstheorie gleicht (Wer die Bekämpfung von "Fake-News" finanziert). Dass Politiker, politische Parteien, auch Regierungsvertreter sowie alle Mainstreammedien nicht nur die reine Wahrheit verbreiten, sondern auch mitunter interessengeleitet einseitig oder selektiv argumentieren, wird in dem sich ausbreitenden Schwarz-Weiß-Denken denn auch gerne außer Acht gelassen.

mehr:
siehe auch:
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Sonntag, 14. Juni 2020

Der Verfassungsschutz als moderne Inquisition

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Als Inquisition (lateinisch inquisitio ‚Untersuchung‘) werden ein juristisches Prozessverfahren (Inquisitionsverfahren) sowie damit arbeitende Institutionen bezeichnet, die im Spätmittelalter und der Frühneuzeit zur Bekämpfung von Häresie dienten.[1] Der Vorsitzende eines Inquisitionsgerichts heißt Inquisitor.Die Inquisition wirkte von ihrem Entstehen Anfang des 13. Jahrhunderts bis zu ihrem weitgehenden Verschwinden Ende des 18. Jahrhunderts hauptsächlich als Instrument der römisch-katholischen Kirche zur erleichterten Aufspürung, Bekehrung oder Verurteilung von Häretikern (siehe auch: Ketzer), wofür im Spätmittelalter eine neue Form von Gerichtsverfahren, das Inquisitionsverfahren, entwickelt wurde. Die Hauptphase des Entstehens der Inquisition fällt in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Neben dem damaligen Verbrechen der Häresie konnten durch die Inquisition auch andere Straftatbestände verfolgt werden, vor allem wenn sie Fragen des Glaubens berührten wie etwa Blasphemie oder Magie. Bei der vor allem von weltlichen Herrschern mitgetragenen Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit spielte die Inquisition eine untergeordnete Rolle. Die Kirche sah die Anwendung der Inquisition gegen Häretiker mit Verweis auf Bibeltexte oder Texte kirchlicher Autoritäten legitimiert.
[Inquisition, Wikipedia, abgerufen am 16.06.2020]
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Das Amt für Verfassungs-Schutz sollte dem Namen nach die Verfassung schützen. Als die West-Alliierten den Inlandsgeheimdienst der Bundesrepublik vor 70 Jahren gründeten, war er nichts anderes als ein Instrument im Kalten Krieg zwischen Ost und West: Er sollte die Kommunisten in der alten Bundesrepublik kontrollieren und klein halten. Sie galten nach der westlichen Doktrin als fünfte Kolonne des Hauptfeindes, der DDR und der Sowjetunion. Zugleich wurde das Amt zur neuen Heimat der alten Nazis: Lange nach dem Krieg – noch 1963 – wurden 16 Mitarbeiter als ehemalige Mitglieder von Gestapo, SS oder SD offiziell festgestellt. Die Dunkelziffer lag weitaus höher. Der Feind stand links und Nazis waren willkommen.

Bewährte alte Feindbilder recycelt

In dieser Tradition steht derselbe Schutz, der in Corona-Zeiten „Falschmeldungen und Verschwörungstheoretiker“ observieren soll. Das jedenfalls steht auf der Tagesordnung der Innenminister der Länder und des Bundes, wenn sie sich vom 17.06.2020 bis 19.06.2020 in Erfurt zu ihrer 212. Sitzung treffen. Bewährte alte Feindbilder werden wieder recycelt: „Auch russische Staatsmedien versuchten, einen Keil in unsere Gesellschaft zu treiben“, schreibt Georg Mascolo in der Süddeutschen und wird seinem Ruf als Meister der unbestätigten, düsteren Vermutung gerecht.

Doppelverdiener Georg Mascolo

Gezielt wollen die angeblichen Schützer der Verfassung ausgerechnet die Aktionen zur Verteidigung der Grundrechte ins Auge fassen. Da legt dann die Tagesschau mit dem Doppelverdiener Mascolo nach: Notwendig sei eine "gemeinsame Strategie und Vorgehensweise von Bund und Ländern gegenüber gezielten Falschmeldungen, Verschwörungstheorien und Desinformationskampagnen“. Näher betrachtet ist der Mascola-Text nicht nur sein Geld für die Manipulations-Instrumente Tagesschau und Süddeutsche wert; ein vitales Interesse an dieser Form der Propaganda muss auch der Verfassungsschutz selbst haben. Ist die Truppe doch mit ihren Schredder-Orgien und ihrer Unterstützung der NSU-Mörderbande durch Geld und Spitzel zu Recht ins Zwielicht geraten. Wer als Verschwörungs-Agent der deutschen Rechten bekannt geworden ist, muss dringend anderen das Schmutz-Etikett „Verschwörungs-Theoretiker“ ankleben. Eine Brandmarke, die alles beweist und nichts. Nichts, weil keiner der Etikettierer den Begriff mit Beweisen unterfüttert und alles, weil die Einheits-Medien längst einen Diffamierungs-Sockel mit dem Begriff bei den Medienkonsumenten angelegt haben. Leser und Zuschauer glauben zu wissen, was ein Verschwörungs-Theoretiker ist: Böse, düster, ein Feind, wessen auch immer.

Wie krank ist das denn?

Auch die Tagesschau mag nicht auf die Behauptung einer Bedrohung durch „fremde Dienste“ verzichten. Dienste aus dem feindlichen Ausland, die Aktionen für das Grundgesetz ausnutzen um dann, ja was denn dann? Um zum Sturz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung aufzurufen? Langsam, zum Mitdenken: Die Regierung beschädigt gerade unter dem Vorwand einer diffusen Krankheit die Grundrechte, und wer sie daran hindern will, der ist 1. ein Agent des Auslands und 2. macht er die freiheitlich-demokratische Grundordnung kaputt? Wie krank ist das denn?

mehr:
- VERFASSUNGS-SCHUTZ: Auf der Jagd nach Verschwörungstheoretikern (Uli Gellermann, Rationalgalerie, 14.06.2020)

Samstag, 13. Juni 2020

Im Windschatten von Corona und Rassenunruhen: NATO sucht engere Partnerschaft mit Ukraine



Die NATO geht eine noch engere Partnerschaft mit der Ukraine ein, meldet faz.net. Wie das Bündnis gestern mitgeteilt habe, werde das im Konflikt mit Russland stehende Land in das sogenannte „Enhanced Opportunities Program“ (EOP) aufgenommen. Damit bekomme die Ukraine nicht nur erweiterte Beteiligungsmöglichkeiten an NATO-Manövern und Kooperationsprojekten, sondern auch Zugriff auf ausgewählte geheime Bündnisinformationen. Bislang seien Australien, Finnland, Georgien, Jordanien und Schweden Teilnehmer des Programms.

Diplomaten hätten betont, dass der neue Status keinen weiteren Schritt in Richtung einer NATO-Mitgliedschaft darstelle. Die Ukraine sei seit Jahren ein Partner der NATO und stelle Truppen für die Bündniseinsätze in Afghanistan und im Kosovo. Auch eine Beteiligung an ausgewählten Manövern gebe es seit längerem. In Russland dürfte die NATO-Entscheidung dennoch auf Ablehnung stoßen.

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Deutschland zwischen Erregung & Erschöpfung – Machtdemonstrationen im Rückzugsgefecht

Deutschland zwischen Erregung & Erschöpfung {6:28}

Langemann Medien
Am 12.06.2020 veröffentlicht

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Infektionszahlen in Pakistan und Indien steigen rasant {4:54}

tagesschau
Am 12.06.2020 veröffentlicht 
Pakistan hat mit 6397 neuen Fällen von Covid-19 so viele Coronavirus-Infektionen pro Tag registriert wie nie zuvor. 107 weitere Menschen seien nach einer Infektion gestorben, teilte die Regierung am Freitag mit. Die Zahl der Toten liegt damit bei nun über 2400, es gibt fast 126 000 bestätigte Fälle. Mehr als 40 000 Patienten sind laut Regierung wieder genesen. Pakistan dürfte nach Experteneinschätzung einen weiteren Anstieg von Fällen verzeichnen. Seit Premierminister Imran Khan die Corona-Beschränkungen im Mai lockerte, habe sich das Virus im Land ausgebreitet. Mit der Lockerung wolle er der Wirtschaft unter die Arme greifen und Bürgerinnen und Bürger vor Hunger und Armut schützen, sagte Khan.
Pakistans Krankenhäuser sind Wochen nach Lockerung der Corona-Beschränkungen zunehmend überfüllt. "Kliniken haben begonnen, Corona-Patienten abzuweisen, weil ihnen die Betten fehlen", sagte der Generalsekretär der pakistanischen Ärztevereinigung, Sajjd Qasier, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Sowohl staatliche als auch private Krankenhäuser litten unter Unterversorgung, zudem mangele es an gut ausgebildetem Personal.



Der Angstporno geht weiter
Doch das Spiel mit verbalbestätigten Toten und Infizierten geht immer noch munter weiter. Was man gerne unter den Tisch kehrt ist die Tatsache, dass man von Beginn an alle Infizierten hinzu addierte. Aber in Ermangelung richtig erschreckender Zahlen die Gesunden nicht abzog. Das führte zu dem gewünschten Effekt, dass die Bevölkerung zunächst einmal in Angst und Schrecken versetzt wurde. Jeder dachte, dass er bald dem Virus anheim fallen würde.

Eilig wurden Behelfszelte in den Städten aufgestellt. Was wiederum Millionen Investitionen einbrachte. Krankenhäuser bekamen 500 Euro, wenn sie ein spezielles Corona-Bett bereithielten (was dann leer blieb). Ein äußerst lukratives Geschäft.

Man war gerüstet für die vielen Infizierten die da kommen werden. Wenn mal kurzfristig Infizierten-Ebbe war, dann orakelte man die tödlich Infizierten aus Italien herbei. Diese würden dann über die Grenze kommen und die deutsche Medizinkunst genießen können. Auch diese Medizin-Zombies blieben aus.

Verschobene Operationen – Unabsehbare Folgen
Für die heimische Bevölkerung die mit so trivialen Dingen wie anstehende Operationen zu kämpfen hatte, wurde kein Bett bereitgestellt. Vielmehr wurden teils wichtige Operationen einfach mal so verschoben. Hier sind die Folgen noch nicht absehbar.

Das Bundesinnenministerium schreibt zu COVID-19 im internen Papier KM 4 – 51000/29#2, Stand: 7. Mai 2020; Zitat:

„Im März und April wurden 90% aller notwendiger OPs verschoben bzw. nicht durchgeführt. Das heißt 2,5 Mio Menschen wurden in Folge der Regierungsmaßnahmen nicht versorgt. Also 2,5 Mio Patienten wurden in März und April 2020 nicht operiert, obwohl dies nötig gewesen wäre.“

Die voraussichtliche Sterberate lässt sich nicht seriös einschätzen; Vermutungen von Experten gehen von Zahlen zwischen unter 5.000 und bis zu 125.000 Patienten aus, die aufgrund der verschobenen OPs versterben werden/schon verstarben.“

Deutlicher geht es nicht mehr. […]
Zahlen rauf – Zahlen runter – Masken ja – Masken nein

So ging nun, während die Reproduktionszahl sich konsequent weigerte nach oben zu gehen, das unsägliche Auf und Ab in Deutschland richtig los. Mal verrechnete sich Impfbefürworter, Pharmalobbyist und Bundesgesundheitsminister Spahn um lockere 38%. Das andere Mal drohte er mit einer Zwangsimpfung. Unterstützt von Tierarzt Wieler dem Chefangestellten des RKI hauten die Beiden nun auf die Menschen ein und sorgten für Endzeitstimmung. Auch die Länderchefs wollten nicht hinten an stehen. Bayerns Landesherr Söder erklärte, dass er sich eine Impfpflicht, bzw. eine Zwangsimpfung vorstellen könne. Gerne zeigte er sich mit einer Gesichtsmaske vor der Kamera. Ob dieser mit den bayerischen Landesfarben gekennzeichnete Gesichtslappen, auch aus der Maskenproduktion seiner Ehefrau stammt, ist nicht bekannt. So wurden von fast allen Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen zumeist vor der Pressekamera das angeblich lebensrettende Utensil vorgezeigt um die Bevölkerung in der entsprechenden Stimmung zu halten. Konsequent getragen hat es wohl keiner.

Diese Endzeitstimmung ist nach wie vor sehr wichtig, da sich rund um die gesundheitsgefährdende Maske (Man atmet sein eigenes Kohlendioxied wieder ein) eine Industrie aufgebaut hat, weswegen Niemand an ein schnelles Ende des Lockdowns glaubt.

[
Lockdown zerstört das Land – Politik kann nicht mehr zurück – Corona lange vorbei, MetropolNews, 08.06.2020]

CORONAVIRUS-FORSCHUNG: Bahnbrechende Covid-19-Forschungsergebnisse an Kieler Uni {2:12}

WELT Nachrichtensender
Am 13.06.2020 veröffentlicht 
Durch eine aufwändige DNA-Analyse von rund 2000 Covid-19-Intensivpatienten aus Norditalien und Spanien ist es Forschern der Christian-Albrecht Universität zu Kiel gelungen wichtige Informationen über das Coronavirus zu erlangen. Es konnte die Vermutung chinesischer Forscher bestätigt werden, dass Menschen mit der Blutgruppe A anfälliger auf das Coronavirus reagieren als andere. Zudem konnte festgestellt werden, dass Patienten mit einer bestimmten Genvariante auf dem Chromosom 3 ebenfalls besonders gefährdet ist.



»normale« Medien-Katastrophisierung… 😳😩
Quelle: „Manchmal fühle ich mich wie ein Sandsack“ Anders Tegnell – was treibt den Chefepidemiologen in Schweden an? (Sven Lemkemeier, Tagesspiegel, 06.06.2020)


- Hypnosetag 106: RKI-Daten unter der Lupe – Das Aufräumen beginnt! (Post, 15.05.2020)


Zu Beginn des Zweiten punischen Krieges führte der katalanische Heerführer Hannibal seine Truppen samt Kriegselefanten über die Alpen nach Oberitalien. In der Schlacht an der Trivia und der Schlacht am Trasimenischen See fügte er den Römern schmerzhafte Niederlagen zu. Zu deren Kommandant wurde daraufhin Fabius maximus ernannt, der jedoch jede weitere offene Feldschlacht mit dem kathartischen Heer vermied und Hannibal durch Mittelitalien ziehen ließ, ohne ihn zu stellen. Fabius maximus zielte mit dieser Strategie darauf, sich das karthagische Heer aufgrund von Nachschubproblemen erschöpfen zu lassen.
[Manfred Jerabek, Führung im Gefecht: Kriegserfahrungen eines jungen deutschen Offiziers im ersten Weltkrieg, epubli-Verlag Berlin 2012 – GoogleBooks, Fußnote 2. Schlacht von Cannae, Vorgeschichte, S. 106
 – Hervorhebung von mir]

Prinzipiell kann man sich verschiedenste Möglichkeiten vorstellen, mit denen verbindliche Entscheidungen in Organisationen kollektiv hergestellt werden. Man diskutiert so lange, bis sich alle einig sind, sei es, weil man sich im „herrschaftsfreien Diskurs“ gegenseitig überzeugt hat, sei es, weil man vor lauter Erschöpfung nicht mehr die Kraft hat, auf seiner ursprünglichen Position zu beharren (vgl. Habermas 1981, der eher an die erste Variante denkt).
[Stefan Kühl, Hierarchien – Die „heilige Ordnung“ der Organisation – Zum Zusammenspiel von „Überwachung von Mitarbeitern“ und „Unterwachung von Vorgesetzten“, Working Paper 8/2010, Universität Bielefeld – PDF S. 12, Funktionen der Überwachung von Untergebenen – Hervorhebung von mir]
 

Das Trommelfeuer war eine Reaktion auf die Taktik der Infanterie, sich in Schützengräben zu verschanzen. Durch den massiven Beschuss sollten die gegnerischen Drahtverhaue, Laufgräben, Unterstände und Geschützstellungen sowie die Nachschubwege zerstört und die Soldaten demoralisiert werden. […] Das Trommelfeuer konnte mehrere Tage dauern. In Verdun etwa ließ die deutsche Artillerie im Frühjahr 1916 fast 100 Stunden lang ein Dauerfeuer über den gegnerischen Stellungen niedergehen. An der Somme verschossen die Briten nur einige Wochen später sieben Tage lang insgesamt 1,5 Mio. Granaten auf die deutschen Stellungen, allein am 30. Juni waren es 375.000. […]

Mit dem Trommelfeuer steigerte sich der Alarm zum akustischen Ausnahmezustand. Das tagelange Feuer strapazierte die Ohren. Es zermürbte, es betäubte, es versetzte in eine Art hypnotischen Zustand. […] Der Lärm hatte konkrete organische und psychosomatische Auswirkungen. Zahlreich sind die Berichte über geplatzte bzw. perforierte Trommelfelle, über Gehörhyperästhesie, Mittelohrinfektionen und Labyrinthläsionen, über allgemeine Störungen des Hörvermögens, aber auch über Reaktionen wie Sinnesüberempfindlichkeit und erhöhte Schreckhaftigkeit und ebenso über Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen.

[G
erhard Paul, Trommelfeuer aufs Trommelfell – Der Erste Weltkrieg als akustischer Ausnahmezustand, bpb, 05.07.2016 – Hervorhebungen von mir]
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