Montag, 22. Juni 2020

Ein Wort zur Impfeffektivität – Update



Impf-Effektivität der Grippe-Impfung Deutschland (CIDM, 04.06.2020)

Nachdem mir die CIDM heute (22.06.2020) auf meine Nachfrage geantwortet hat, kann ich die Angaben zur Effektivität der Influenza-Impfung in der obigen Darstellung bestätigen:

zur Effektivität der Influenza-Impfung in der Saison 2013/14:
Für die einzelnen (Sub-)Typen lag die für Altersgruppe und Erkrankungswoche adjustierte Impfeffektivität gegen eine laborbestätigte Influenza A(H1N1)pdm09-Erkrankung bei 55 % (95 %-KI: –97 bis 90 %), gegen eine laborbestätigte Influenza A(H3N2)-Erkrankung bei –66 % (95 %-KI: –187 bis 17 %) und gegen eine laborbestätigte Influenza B-Erkrankung bei 52 % (95 %-KI: –287 bis 94 %). Unterschiede in der Impfeffektivität gegen eine laborbestätigte Influenza A(H3N2)-Erkrankung zwischen verschiedenen Altersgruppen deuteten sich an, waren aber statistisch nicht signifikant: –111 % (95 %-KI: –334 bis 1 %) in der Altersgruppe unter 15 Jahre, 18 % (95 %-KI: –275 bis 82 %) in der Altersgruppe von 15 bis 59 Jahren und 24 % (95 %-KI: –354 bis 87 %) in der Altersgruppe über 60 Jahren.

zur Effektivität der Influenza-Impfung in der Saison 2014/15:
Unterschiede in der Impfeffektivität gegen eine laborbestätigte Influenza-Erkrankung (unabhängig vom (Sub-)Typ) zwischen verschiedenen Altersgruppen deuteten sich an, waren aber statistisch nicht signifikant: 23 % (95 %-KI: -31 bis 54 %) in der Altersgruppe unter 15 Jahre, 17 % (95 %-KI: -39 bis 51 %) in der Altersgruppe von 15 bis 59 Jahren und 44 % (95 %-KI: -8 bis 71 %) in der Altersgruppe über 60 Jahren.

zur Effektivität der Influenza-Impfung in der Saison 2015/16:
Die für Geschlecht, Altersgruppe, Grunderkran- kung und Erkrankungswoche adjustierte Impfef- fektivität gegen eine laborbestätigte Influenza (alle Typen bzw. Subtypen) in der Saison 2015/16 betrug 15 % (95 %-KI: -19 bis 40 %). Unterschiede in der Impfeffektivität gegen eine laborbestätigte Influenza-Erkrankung zwischen verschiedenen Altersgruppen deuteten sich an, waren aber statistisch nicht signifikant: -36 % (95 %-KI: -149 bis 26 %) in der Altersgruppe unter 15 Jahren, 37 % (95 %-KI: -9 bis 63 %) in der Altersgruppe von 15 bis 59 Jahren und 25 % (95 %-KI: -45 bis 61 %) in der Altersgruppe über 60 Jahren. 

zur Effektivität der Influenza-Impfung in der Saison 2016/17:
Die für Geschlecht, Altersgruppe, Vorliegen einer Grunderkrankung und Erkrankungswoche adjustierte Impfeffektivität gegen eine laborbestätigte Influenza A(H3N2) in der Saison 2016/17 betrug 21 % (95 %-KI: -12 bis 44 %). Unterschiede in der Impfeffektivität zwischen verschiedenen Altersgruppen deuteten sich an, waren aber statistisch nicht signifikant: 40 % (95 %-KI: -35 bis 73 %) in der Altersgruppe unter 15 Jahren, 33 % (95 %-KI: -15 bis 61 %) in der Altersgruppe von 15 bis 59 Jahren und -8 % (95 %-KI: -91 bis 39 %) in der Altersgruppe ab 60 Jahren.

zur Effektivität der Influenza-Impfung in der Saison 2017/18:
Die für Geschlecht, Altersgruppe, Vorliegen einer Grunderkrankung und Erkrankungswoche adjustierte Impfeffektivität gegen eine laborbestätigte Influenza in der Saison 2017/18 betrug 15 % (95 %-KI -15 bis 37 %). Unterschiede in der Impfeffektivität in verschiedenen Altersgruppen deuteten sich an, waren aber statistisch nicht signifikant: 44 % (95 %-KI -4 bis 70 %) in der Altersgruppe unter 15 Jahren, 26 % (95 %-KI -19 bis 55 %) in der Altersgruppe von 15 bis 59 Jahren und -28 % (95 %-KI -108 bis 22 %) in der Altersgruppe ab 60 Jahren.
[Quelle: Bericht zur Epidemiologie der Influenza in Deutschland Saison 2017/18,  RKI, S. 104f., – hervorgehobene Zahlenangabe: S. 105 rechts oben]

zur Effektivität der Influenza-Impfung in der Saison 2018/19:
Die für Geschlecht, Altersgruppe, Vorliegen einer Grunderkrankung und Erkrankungswoche adjustierte Impfeffektivität gegen eine laborbestätigte Influenza in der Saison 2018/19 betrug 21 % (95 %-KI: -13 bis 45 %). Unterschiede in der Impfeffektivität in verschiedenen Altersgruppen deuteten sich an, waren aber statistisch nicht signifikant: 71 % (95 %-KI: 20 bis 89 %) in der Altersgruppe unter 15 Jahren, 5 % (95 %-KI: -60 bis 44 %) in der Altersgruppe von 15 bis 59 Jahren und 4 % (95 %-KI: -78 bis 48 %) in der Altersgruppe ab 60 Jahren.
[Quelle: Bericht zur Epidemiologie der Influenza in Deutschland Saison 2018/19, RKI, S. 104, rechte Spalte, Mitte]

mein Kommentar:
Die in den RKI-Berichten zur Epidemiologie der Influenza angegebenen 95%-Konfidenz-Intervalle sind ziemlich groß! Trotzdem meine ich, daß es erlaubt ist, aus den Prozentzahlen einen Mittelwert zu bilden (ohne in einem weiteren Schritt die Prozentzahlen mit der Anzahl der Geimpften zu gewichten), zumindest als Anhaltspunkt.
Der Durchschnitt der angegebenen Effektivitätswerte liegt dabei ungefähr bei 9%.
Interessant wäre es nun (hier ebenfalls die Frage, ob das statistisch erlaubt ist),
zu errechnen, wie groß die Zahl der durch die Impfung Geretteten im Vergleich zur Zahl der durch die Impfung Gestorbenen ist…
Eine grobe Abschätzung ist möglich, wenn man die Fläche unter der 10%-Linie mit der Fläche zwischen der 0%-Linie und dem negativen Teil der Kurve vergleicht… 
Vielleicht stellt ja noch jemand Überlegungen zu den Kosten an…



Ich kann die Aussage des CIDM, die durchschnittliche Impf-Effektivität für die Risikogruppe >60J. habe in den Jahren 2013-2019 nur bei 10% gelegen, nun aufgrund der mir vorliegenden Daten bestätigen.
zum ursprünglichen Post:



Weder SRF, ARD noch ZDF informierten über neue Zeugenaussagen im Gerichtsverfahren in Spanien. Arte sendete eine grosse Reportage.

Die US-Administration liess bislang keine Gelegenheit ungenutzt, das Leben des WikiLeaks-Gründers zur Hölle zu machen. Seit Jahren führt sie einen schonungslosen Kampf gegen Julian Assange. Selbst in der ecuadorianischen Botschaft in London spähten die US-Geheimdienste Assange aus. Infosperber hatte in drei Teilen darüber berichtet. In die Botschaft war Assange 2010 geflüchtet, um einer Auslieferung an die USA zu entgehen.

Ende Juni informierte der deutsch-französische Kultursender Arte in der Reportage «Grossbritannien: Global Assange» ausführlich über die Bespitzelung Assanges. Die beiden Arte-Journalisten und Filmemacher Étienne Huver und Marina Ladous recherchierten seit diesem März zur Affäre. Sie sprachen mit mehreren involvierten Personen. Darunter mit Rafael Correa, dem Ex-Präsidenten von Ecuador, Aitor Martinez, dem spanischen Anwalt Assanges, Fidel Narváez, dem ehemaligen ecuadorianischen Konsul in London sowie auch mit John Shipton, dem Vater von Assange.

Zur Erinnerung: Vergangenen Sommer reichte Julian Assange in Madrid gegen David Morales, den CEO der spanischen Sicherheitsfirma UC Global, Strafanzeige ein. Morales hatte im Auftrag der US-Geheimdienste den WikiLeaks-Gründer in der ecuadorianischen Botschaft in London ausgespäht. Mittlerweile führt die spanische Justiz ein Untersuchungsverfahren. Ebenso wie Infosperber haben sich auch die Arte-Journalisten die spanischen Gerichtsdokumente beschafft.

mehr:
- Arte greift CIA-Bespitzelungen von Julian Assange auf (Rafael Lutz, Info-Sperber, 24.07.2020)
siehe auch:
- Großbritannien: Global Assange (Arte, vom 22.06.2020 bis 24.06.2023 in der Arte-Mediathek)
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Ausschreitungen und Plünderungen in Stuttgart


In Stuttgart kommt es zu Ausschreitungen und Plünderungen - warum?

In der Stuttgarter Innenstadt kam es in der Nacht auf Sonntag "zu erheblichen Angriffen auf Polizeibeamte, Streifenwagen und Ladengeschäfte in der Innenstadt. Mehr als ein Dutzend Polizeibeamte erlitten Verletzungen", wie es das Polizeipräsidium Stuttgart heute Morgen in einer längeren Meldung berichtete.

400 bis 500 Personen sollen beteiligt gewesen sein, 200 Polizeibeamte waren im Einsatz, 19 Polizeibeamte wurden verletzt und 24 Personen vorläufig festgenommen worden, etwa 40 Geschäfte wurden "offenbar wahllos beschädigt", es kam zu Plünderungen, die Situation wurde erst nach Stunden ruhiger, so das Polizeipräsidium.

Jetzt wird die Situation diskutiert und bis sich diese Erregung beruhigt, wird es noch etwas dauern. Das Geschehen, "diese Art von städtischer Gewalt", ist für deutsche Verhältnisse sehr selten, schreibt die französische Le Monde, um so größer sei der Schock für die politisch Verantwortlichen.

"Solche Szenen hat es in Stuttgart noch nie gegeben", so der Polizeipräsident der Stadt, Franz Lutz. Er habe so etwas noch nie erlebt, sagte er. Er sprach in einer Pressekonferenz von einer "nie dagewesenen Dimension der Gewalt". Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn sprach von einem Schock. Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), sagte, dass uns die Bilder aus der Stuttgarter Innenstadt "nicht kalt lassen können". Innenminister Strobl (CDU) kündigte die volle Härte des Rechtstaats an, um gegen die Randalierer vorzugehen. Er sprach von einer beispiellosen "Qualität der Ausschreitungen".

Diese seien nicht politisch motiviert, so Polizeipräsident Franz Lutz: "Wir können aus der momentanen Sicht der Dinge eine linkspolitische oder überhaupt eine politische Motivation für diese Gewalttaten ausschließen". Er spricht von einer Party- und Eventszene, die sich in den vergangenen Wochen schon in den sozialen Medien mit ihrem Handeln inszeniere. "Dazu gehört seit neuestem auch ein aggressives Tun gegen Polizeibeamte." (SWR)

Die Polizei habe einen 17-Jährigen wegen eines mutmaßlichen Rauschgiftdelikts kontrollieren wollen, wird als Anstoß zur Eskalation angegeben, daraufhin hätten sich Feiernde "solidarisiert" (Polizeibericht), seien Richtung Schlossplatz gezogen und hätten sich offenbar auch in Gruppen in der Innenstadt verteilt.

mehr:
- "Nie dagewesene Dimension der Gewalt" (Thomas Pany, Telepolis, 21.06.2020)
siehe auch:
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Am 23.02.2018 veröffentlicht 
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Amerikas Schande



Menschenrechte Obama gewährt den CIA Folterknechten Straffreiheit. Das US-System hat versagt, wenn es nur vom Willen des Präsidenten abhängt, ob die USA ein zivilisiertes Land sind

Es gibt einen Film, der lange nicht mehr im deutschen Fernsehen gelaufen ist. Ausnahmezustand. Er handelt vom Kampf zwischen einem FBI-Agenten und einem Obersten der Armee, Denzel Washington und Bruce Willis spielen die Rollen. Ein islamistischer Anschlag hat New York in Schrecken versetzt. Das Militär übernimt die Kontrolle. Lager werden eingerichtet. Es wird gefoltert. Aber das FBI schützt das Recht und Denzel Washington verhaftet am Ende den Oberst mit vorgehaltener Waffe. Der Film wurde 1998 gedreht, im Amerika Bill Clintons.

Nach allem, was man von ihm weiß, hätte Clinton nicht gefoltert. Und nach allem was man von ihm weiß, hätte George Bush weitergefoltert, wenn er an der Macht hätte bleiben dürfen. Und weil das echte Leben kein Film ist, hängt der Grad der amerikanischen Zivilisierung offenbar nur ab von der Zivilisierung seines Präsidenten. Es gibt keine Kontrolle außerhalb des Präsidenten. Ein Mann entscheidet. Alle folgen. Das politische System, die Medien, die Gerichte - sie spielen alle keine Rolle. Ein Mann entscheidet, wann das Foltern anfängt und wann es aufhört. Und das ganze Land gehorcht, die Geheimdienste, die Armee, die Polizei. Bis zur Folter.

Wir wissen das eigentlich. Aus der deutschen Geschichte und aus der Geschichte der anderen ebenso. Der Gehorsam ist der Feind der Zivilität. Es ist nur erschreckend, daran erinnert zu werden.

Obama hätte die Folterknechte bestrafen müssen. Er hätte ihnen bedeuten müssen, dass es Befehle gibt, denen man nicht folgen darf. Dass es eine Pflicht zur Befehlsverweigerung gibt. Dass die Moral die Grenze setzt. Straffreiheit für Folterknechte verletzt und schwächt die Moral. Die Grenzen verwischen. Und es wird ein nächstes Mal geben.

mehr:
- Amerikas Schande (Jakob Augstein, der Freitag, 18.04.2009)
siehe auch:
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In New York werden durch arabischstämmige Selbstmordattentäter bei einer Serie von Anschlägen zahlreiche Menschen getötet. Wegen der zunehmend eskalierenden Situation wird der Ausnahmezustand über die Stadt verhängt; das Militär verhaftet sämtliche arabisch aussehenden Menschen und interniert diese in einem Sportstadion unter unmenschlichen Bedingungen. Der befehlshabende General Devereaux beginnt damit, Verdächtige systematisch zu foltern. Im Verlauf des Films stellt sich nach und nach heraus, dass die Attentäter ehemalige von der CIA geförderte und ausgebildete Widerstandskämpfer gegen Saddam Hussein sind, die dann von den USA aus politischen Gründen fallengelassen wurden; aus Verbitterung darüber sind sie zu Terroristen geworden (siehe dazu Blowback). Ein FBI-Agent verhaftet am Schluss des Films den General wegen des Verstoßes gegen zahlreiche Gesetze sowie Folter und Mord an einem der Verdächtigen; der Ausnahmezustand wird aufgehoben.[Ausnahmezustand (Film), Kurzzusammenfassung, Wikipedia, abgerufen am 22.06.2020]
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Ausnahmezustand - Trailer HD deutsch {1:55}
Thomas Roth
Am 09.11.2013 veröffentlicht 

Szene aus Ausnahmezustand(1998)… {3:48}
koo4truth
Am 14.02.2011 veröffentlicht 
Terror in New York …
Islamistische Terroristen verüben Anschläge in New York. Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude. Selbstmordanschlag im Linienbus.
Im Ausnahmezustand sperrt das Militär Menschenmassen in ein Stadion und macht selbst vor Folter kein halt.
Anscheinend wurden hier die Menschen audf kommende Ereignisse vorbereitet.

The Siege – The General's Speech Announcing Martial Law {2:22}
godzillarama
Am 26.03.2013 veröffentlicht 
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The Siege (3/3) Movie CLIP - Arresting the General (1998) HD {2:31}

Movieclips
Am 09.09.2015 veröffentlicht 
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Sonntag, 21. Juni 2020

Vault 7:
Was macht die CIA in Frankfurt? – Dummheiten!


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Vault 7 ist eine Reihe von Dokumenten, die WikiLeaks am 7. März 2017 zu veröffentlichen begann. Sie beschreibt die Aktivitäten und Fähigkeiten der Central Intelligence Agency der Vereinigten Staaten zur Durchführung von elektronischer Überwachung und Cyber-Kriegsführung detailliert. Die Dateien, die von 2013 bis 2016 datiert sind, enthalten Details zu den Softwarefunktionen der CIA, wie z. B. die Möglichkeit, Autos, Smart TVs, Webbrowser (einschließlich Google ChromeMicrosoft EdgeMozilla Firefoxund Opera Software ASA), und die Betriebssysteme der meisten Smartphones (einschließlich Apple iOS und Google Android) sowie andere Betriebssysteme wie Microsoft WindowsmacOS und Linux zu kompromittieren.[1] Die CIA zeigte sich besorgt über die Veröffentlichungen,[2] ging aber von der Echtheit der veröffentlichten Dokumente aus.Im Juni 2018 wurde Joshua Adam Schulte angeklagt, die geheimen Dokumente an Wikileaks weitergeleitet zu haben.[3]
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Vault 7, Wikipedia, abgerufen am 21.06.2020]
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Vor drei Jahren machte Wikileaks jede Menge brisanter Dokumente und Hacking-Werkzeuge der CIA öffentlich. Die hatte sie nur unzureichend gesichert.

Die Hacker hinter dem Diebstahl von "Vault 7" konnten die Hackingwerkzeuge der CIA nur erbeuten, weil die US-Agenten es für wichtiger erachteten, Cyberwaffen zu bauen, als ihre eigenen Systeme abzusichern. Das ist das Ergebnis einer internen Untersuchung der Vorgänge, die letztlich zur Veröffentlichung des CIA-Arsenals auf Wikileaks führten, berichtet die Washington Post. Der Report wurde demnach im Oktober 2017 für den damaligen CIA-Chef Mike Pompeo erstellt. Eine zensierte Fassung konnte die US-Zeitung nun einsehen. Darin komme teilweise deutliche Kritik zum Ausdruck.

Verlust wäre übersehen worden

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte im Frühjahr 2017 begonnen, unter dem Codenamen Vault 7, interne CIA-Dokumente zu veröffentlichen. Darin ging es um Tipps, um jede Menge IT-Geräte zu kompromittieren, also beispielsweise heimlich die Kameras in smarten Fernsehgeräten zu aktiveren. Öffentlich wurden auf diesem auch Werkzeuge des US-Geheimdiensts, um Schadecode-Programme einsatzbereit zu machen, dessen Herkunft zu verschleiern und falsche Fährten zu mutmaßlichen Hackern zu legen. Das war zwar nicht so brisant wie die Snowden-Enthüllungen, trotzdem handelt es sich um eines der wichtigsten Leaks der vergangenen Jahre.

Wie die Washington Post nun unter Berufung auf den Untersuchungsbericht schreibt, hätte die CIA ohne die Wikileaks-Veröffentlichung möglicherweise nicht einmal etwas von dem Diebstahl mitbekommen: "Wären die Daten zugunsten eines anderen Staates entwendet oder nie veröffentlicht worden, wüssten wir eventuell immer nichts von dem Verlust", zitiert die Zeitung den Bericht. Außerdem werde darin kritisiert, dass der Geheimdienst zu langsam auf andere Leaks reagiert habe – offenbar eine Anspielung auf die NSA-Dokumente, die Edward Snowden öffentlich machen konnte. Bei der CIA sei beispielsweise die Nutzung von USB-Sticks nicht effektiv kontrolliert worden und historische Daten seien unbefristet zugänglich gewesen.[…]

mehr:
Also jene Methoden, um Russen die Schuld zuzuschieben […]
[Kommentar von Michael aus LU, 16.06.2020 17:25]


siehe auch:
DIE ANDEREN DINGE, DIE DIE PRESSE VERPASST HAT, INDEM SIE DIE IN DER STAATSANWALTSCHAFT VON JOSHUA SCHULTE OFFENBARTEN DETAILS IGNORIERT HABEN

Die WaPo erhielt eine Kopie des Berichts der WikiLeaks Task Force, der als Beweis in der Joshua Schulte von Ron Wydens Büro eingeführt wurde, und erklärt den vernichtenden Bericht vier Monate nach seiner Veröffentlichung als „neu“. (Hinweis: WaPo gibt nicht bekannt, dass InnerCity Press diesen Bericht vor Monaten veröffentlicht hat, nachdem er für seine Veröffentlichung gekämpft hat.)
 
Wenn es sich bei dem Bericht um Nachrichten handelt, ist dies ein Beweis für alle Nachrichten aus dem Prozess, die nicht gemeldet wurden
Der Bericht ist vernichtend. Aber es beschreibt, was jede Nachrichtenagentur, die den Prozess genau behandelte, in Echtzeit berichtet hätte (sowie die Beweise, dass eine nach der anderen Schulte-Ablehnung durch Beweise widerlegt wurde, die bei der Verhandlung eingereicht wurden), und als solche ist dies ein Geständnis, das neben einigen vorübergehenden Berichterstattung, nur wenige nationale Sicherheitsjournalisten berichteten über diesen Prozess und all seine alarmierenden Enthüllungen. 
Die Studie hat gezeigt, dass Schulte Anfang Mai 2017 versucht hat, sicherzustellen, dass 1 TB Daten ordnungsgemäß übertragen wurden, und dann zwei TB-Laufwerke gelöscht hat. In diesem Bericht zu Beginn der Untersuchung wird bewertet, dass Schulte „mindestens 180 Gigabyte bis zu 34 Terabyte an Informationen“ gestohlen hat, worüber die CIA später mehr Sicherheit erhielt. Die Regierung legte Beweise dafür vor, dass Schulte externe CDs und USB-Sticks in seine CIA-Workstation eingelegt, eine Kopie einer monatelangen Sicherungsdatei erstellt und ein Administratorkennwort für die Dateien festgelegt hat, die ihm vorgeworfen werden, gestohlen zu haben, weshalb sich der Bericht so genau konzentriert Zu den Ergebnissen, dass "Benutzer Kennwörter auf Systemadministratorebene gemeinsam genutzt haben, es keine wirksamen Steuerelemente für Wechselmedien gab und den Benutzern auf unbestimmte Zeit historische Daten zur Verfügung standen".
[DIE ANDEREN DINGE, DIE DIE PRESSE VERPASST HAT, INDEM SIE DIE IN DER STAATSANWALTSCHAFT VON JOSHUA SCHULTE OFFENBARTEN DETAILS IGNORIERT HABEN, emptywheel.net, 21.06.2020 – Google-Übersetzer]
Der größte Datenverlust in der CIA-Geschichte (nournews.ir, 21.06.20 – Google-Übersetzer)
Die CIA entwickelte Hacking-Tools - vernachlässigte jedoch die Sicherheit (securityuser.com, 21.06.20 – Google-Übersetzer)
Datendiebstahl bei US-Geheimdienst CIA-System offenbar besorgniserregend schlecht geschützt (Markus Böhm, SPON, 17.06.20)
Heute im ZDF: Operation Rubikon (Post, 18.03.2020)
Das ohrenbetäubende Schweigen der MSM: Da muß was passiert sein! (Post, 13.03.2020)
Der Fall Julian Assange – eine Linksammmlung (Post, 03.03.2020)
USA skrupellos auf dem Weg zur Pax americana (Post, 17.01.2020)

- Reichstags-9/11: Vom Neocon-Putsch zur weltweiten Überwachung (Post, 10.08.2019)

mein Kommentar:
Die USA brauchen keinen Donald Trump, um zu beweisen, daß sie nicht nur von begrenzter Intelligenz sondern auch aggressiv – und damit außerordentlich gefährlich sind.
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Vault7: Was macht die CIA in Frankfurt? {8:50}

Simplicissimus
Am 06.05.2020 veröffentlicht 
An der Gießener Straße in Frankfurt liegt ein US-amerikanisches Generalkonsulat. Was geschieht dort? Und was ist Vault7? Weitere Links: YouTube
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Ein Jumbo-Pilot zu 9/11: »Das kann so nicht passiert sein

Jumbo-Pilot Stiefenhöfer über 9/11: "Das kann so nicht passiert sein" {31:02}

Hallo Meinung
Am 21.06.2020 veröffentlicht 
Der erfahrene Pilot (20.000 Flugstunden) Renato Stiefenhofer, spricht mit HALLO MEINUNG über die politische Lage in Deutschland und der Schweiz. Zum größten Terroranschlag in der Geschichte der Menschheit sagt der Schweizer: "9/11 kann nicht so passiert sein, wie es uns offiziell erzählt wird..."
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siehe auch:
- Die 9/11-Verschwörung – Materialsammlung, September 2019 (Post, 09.09.2019)

Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Corona und Meinungsfreiheit

Sachverständiger im Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, 17.06.2020 {16:57}

Steinhoefel
Am 21.06.2020 veröffentlicht 
Steinhöfel wies auf die große Bedeutung der Meinungsfreiheit "als die freiheitliche Grundordnung konstituierendes" Grundrecht hin und kritisierte jede Einschränkung wie etwa durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz als verfassungswidrigen Eingriff.
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Ende 2006 wurde die Vielzahl von Abmahnungen kritisiert, mit denen Märkte der Media-Saturn-Holding deutschlandweit mit „Raffinesse“ gegen konkurrierende Onlinehändler vorgingen. In diesem Zusammenhang wurde auch Steinhöfels „Jagd auf Mittelständler“ in den 1990er Jahren kritisiert. Dabei waren konkurrierende Unternehmen wegen rechtswidrig großer Rabatte mithilfe von Steinhöfel juristisch verfolgt worden.[11] Als neuer Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding setzte Roland Weise ab 2007 auf eine andere, weniger aggressive Strategie gegenüber der Konkurrenz, weshalb Steinhöfel und die Media-Saturn-Holding ihre Zusammenarbeit einvernehmlich beendeten.[37]
Steinhöfels Äußerungen zur Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 wurden kritisch aufgegriffen. So nahmen Redakteure des Westfalen-Blatts Steinhöfels Vorwürfe der Vertuschung einer angeblichen Vergewaltigung (mit abschließend unklarer Sachlage[38]) im Oktober 2015 zum Anlass, einen regelmäßigen „Gerüchte-Check“ zu dem Thema durchzuführen.[39] Das Bildblog griff im Juli 2016 einen Text Steinhöfels zur Flüchtlingskrise auf, den es als beispielhaft für „unsaubere Berichterstattung über Geflüchtete“ betrachtete, mit denen Leute wie Steinhöfel „populistische Thesen in die Welt jagen wollen und die sich nicht sonderlich dafür interessieren, ob eine Meldung stimmt oder nicht, solange sie eine Quelle haben, die zur eigenen Position passt.“ Als Nachtrag wurde eine Stellungnahme Steinhöfels veröffentlicht.[40] Im Spiegel wurde Steinhöfel im Jahr 2017 als „einer der wortgewaltigsten Kritiker von Merkels Flüchtlingspolitik in den sozialen Netzwerken“ bezeichnet.[41]
Jost Müller-Neuhof schrieb im Mai 2017 im Tagesspiegel, Steinhöfel nehme „bereitwillig“ die „Rolle des rechten Paria im linken Mainstream“ ein.[42] Im September 2017 führte Steinhöfel ein kurzes Videointerview mit Christian Lindner (FDP), das sich in erster Linie mit dem weiteren Vorgehen gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz befasste.[43][44] Lindner geriet dadurch in die Kritik.[41][45] Auf Spiegel Online schrieb Annett Meiritz im September 2017, Steinhöfel bewege sich – unter anderem mit einer Festrede für die Junge Freiheit – „im Dunstkreis“ des rechten Spektrums.[46] Laut Huffington Post vom September 2017 pflegt Steinhöfel „Beziehungen zur neurechten Szene in Deutschland“.[47]
[
Joachim Steinhöfel, Wikipedia, abgerufen am 29.06.2020]
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siehe auch:
Das Netzwerk-Durchsetzungsgesetz: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen! (Post, 06.05.2020)
Gottfried Helnwein über Political Correctness: »Sie ist das Ende der freien Rede« (Post, 12.10.2018)
Seit Jahresanfang in Kraft: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz – Knieschuß mit Ansage oder Die Diktatur der Humanität (Post, 28.01.2018)
- Die Schönheit des Abgrunds (Post, 04.06.2018)
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Samstag, 20. Juni 2020

Corona und die Selbstbeweihräucherung der Mainstream-Medien



Beim Deutschen Fernsehpreis wurden unter anderem ARD, ZDF und RTL für ihre Corona-Berichterstattung ausgezeichnet. Die Sender hätten diese Aufgabe – keine Satire! – „mit Bravour“ gemeistert. Dieser Aussage muss entgegengetreten werden. Von Tobias Riegel.

Es gibt Meldungen, die möchte man zunächst als Satire abtun: Mehrere deutsche Fernsehsender erhalten in diesem Jahr laut Medienberichten eine Sonderehrung des Deutschen Fernsehpreises für ihre Berichterstattung über die Corona-Episode. Die Jury zeichnete laut den Berichten die ARD, das ZDF, RTL, ProSieben, Sat.1 und n-tv mitsamt den verantwortlichen Journalisten für ihre Nachrichten- und Sondersendungen über das Virus aus. Der Jury-Vorsitzende Wolf Bauer erklärte, die Jury verstehe diesen Sonderpreis als Verpflichtung zu Qualitätsjournalismus im digitalen Medienzeitalter und als Ermutigung für verantwortungsbewusste Journalisten. Die Corona-Pandemie sei gerade im Bereich Information zur Bewährungsprobe geworden – die habe man „mit Bravour gemeistert“.

Zeichnen sich die großen TV-Sender – indirekt – selber aus?

Die Kritik an dem absurden Vorgang beginnt bereits bei den Formalien: Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von den großen TV-Anbietern ARD, ZDF, RTL und Sat.1 vergeben. Das sind unter anderem genau die Sender, die nun ausgezeichnet werden. Das Prinzip der Propaganda durch Preisverleihungen haben die NachDenkSeiten bereits in diesem Artikel beschrieben. Bereiten sich beim Deutschen Fernsehpreis also die großen deutschen TV-Sender indirekt selber eine große Bühne? Zeichnen sich die Journalisten auf dieser Bühne – über den Umweg einer „unabhängigen Jury“ – indirekt selber aus? Die Organisatoren stellen sich folgendermaßen vor:

Seit 1999 wird der Deutsche Fernsehpreis von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen vergeben. (…) Das Stiftergremium setzt sich bis heute zusammen aus den Geschäftsführern und Intendanten der beteiligten Sender zusammen. Den Vorsitz übernimmt turnusgemäß der Geschäftsführer bzw. Intendant des federführenden Senders, in diesem Jahr RTL. Seit 2020 ist die Deutsche Telekom als Kooperationspartner an Bord.“
mehr:
- Corona: Die bizarre Selbstsicht der Medien (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 19.06.2020)

mein Kommentar:
Da kann man mal sehen, was im Mainstream so alles
als »unabhängig« betrachtet wird…

😂

siehe auch:
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Ein Wort zur Effektivität der Influenza-Impfung…


Die Corona-Initiative des Deutschen Mittelstands (CIDM) veröffentlichte am 04.06.2020 eine Korrektur der Effektivität der Influenza-Impfung für 2017/2018:
Impf-Effektivität der Grippe-Impfung Deutschland (CIDM, 04.06.2020)
Zur Berechnung der Impfeffektivität:
Die Effektivität der Impfung muss für jede Grippesaison neu bestimmt werden. Eine erste, vorläufige Schätzung wird von der Arbeitsgemeinschaft Influenza bereits während der laufenden Grippesaison mit einer "Test-negativen Fall-Kontroll-Studie" durchgeführt: Dabei werden Daten von Patientinnen und Patienten ausgewertet, die in einem bestimmten Zeitraum eine Sentinelpraxis der AGI mit Grippesymptomen aufgesucht haben. Abstriche der Patientinnen und Patienten werden im Nationalen Referenzzentrum für Influenzaviren im RKI untersucht: Bei einigen werden Influenzaviren nachgewiesen (Fälle), bei anderen nicht (Kontrollen). Anschließend prüfen die Wissenschaftler, wie viele der echten Influenza-Fälle geimpft waren – und wie viele der Kontrollen geimpft waren, die nicht an Influenza erkrankt sind. Aus diesen Zahlen lässt sich grob ableiten, wie wirksam die Impfung ist. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine vorläufige Schätzung, die mit hohen Unsicherheiten einhergeht. Eine endgültige Aussage über die Impfeffektivität kann erst nach der Influenzasaison auf der Basis weiterer Daten getroffen werden.
[Wie wird die Wirksamkeit der Influenzaimpfung gemessen?, Robert-Koch-Institut, Stand: 03.09.2019 – Hervorhebung von mir]
Anmerkung:
Nach Angabe des CIDM beziehen sich die in der Grafik dargestellten Prozentzahlen zur Impfeffektivität der Influenza-Impfung auf den »Bericht zur Epidemiologie der Influenza in Deutschland Saison 2017/18« des RKI (PDF-Datei). 
Quellen: s.u.
Auf Seite 104 dieses Berichts beginnt das Kapitel »8.3  Wirksamkeit der Impfung gegen saisonale Influenza (Impfeffektivität)« (Verfasser: Silke Buda, Ute Preuß, Marianne Wedde und Ralf Dürrwald) 
Unten auf Seite 105 findet sich die Tabelle 18 (Screenshot):
Schätzung der Wirksamkeit der saisonalen Influenzaimpfung gegen eine
laborbestätigte Influenzaerkrankung, Saison 2012/13 bis 2017/18 [2]
Die RKI-Daten beziehen sich auf einzelne Influenza-Stämme (A[H1N1], A[H3N2], B) ich finde in dem Kapitel 8.3 aber keine Effektivitäts-Angaben zu der jährlichen Impfung insgesamt. Auf eine entsprechende Nachfrage beim CIDM habe ich bisher (Stand: 20.06.2020) noch keine Antwort erhalten. 

Update vom 22.06.2020 (der Übersichtlichkeit halber in einem gesonderten Post):


Desweiteren:
Bei meiner Internet-Recherche (v.a. in Fachzeitschriften) ist mir aufgefallen, daß sämtliche gefundenen Daten zur Effektivität der Grippe-Impfung nur auf Schätzungen beruhen. Das muß erstaunen!

Die einzige Institution, von der ich mir unabhängige Daten zu erwarten können glaube, ist die Cochrane Foundation. Von dieser stammt das folgende Zitat:

Drei Cochrane Reviews, die sich auf die Prävention von Influenza bei gesunden Erwachsenen, gesunden Kindern und älteren Menschen konzentrieren, sind langjährige Reviews unter demselben Senior-Autorenteam. Das Protokoll für die älteste Überprüfung wurde erstmals vor 20 Jahren veröffentlicht.

Im Laufe der Jahre haben die Überprüfungen zunehmend Beweise gesammelt, die zu einer immer größeren Stabilität ihrer Schlussfolgerungen geführt haben. "Stabil" ist ein Veröffentlichungskennzeichen, das normalerweise anzeigt, dass sich die Ergebnisse mit der Aufnahme neuer Studien wahrscheinlich nicht ändern werden. Dies ist die Gewissheit der Ergebnisse. Die Influenza-Impfstoff-Bewertungen zeigen uns eine teilweise andere Situation. Die Leser werden wichtige Ergebnisse bemerken, wenn wir nur wenige oder keine Daten haben. Sie können auch feststellen, dass für einige Maßnahmen der Influenza und der „Influenza-ähnlichen Krankheit“ (ILI) Beweise mit geringer Sicherheit vorliegen. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem die Beweise nichts anderes zeigen als das, was sie seit einigen Jahren getan haben. Wir wissen mit unterschiedlicher Sicherheit über die Auswirkungen von Impfungen auf Influenza und ILI Bescheid, aber die Lücke in unserem Verständnis darüber, wie Impfstoffe die Folgen von Influenza beeinflussen, bleibt bestehen. Für jede Überprüfung werden die Auswirkungen einzelner Studien in der Übersichtstabelle 1 "Studien, die in den verschiedenen Versionen dieser Überprüfung enthalten sind, und ihre Auswirkungen auf unsere Schlussfolgerungen" dokumentiert. Diesen Monat erscheinen die drei Bewertungen in ihrem neuesten aktualisierten und stabilisierten Format. 1,2,3 Obwohl wir nicht glauben, dass eine regelmäßige Aktualisierung das Bild vervollständigen wird, ist unsere Entscheidung zur Stabilisierung an Bedingungen geknüpft. Die drei Bewertungen werden erst wieder aktualisiert, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. […]

Während der Stabilisierung haben wir die randomisierten Evidenz aktualisiert, aber zum ersten Mal entschieden, die große Evidenzbasis für Beobachtungen nicht zu aktualisieren. Der Beobachtungsdatensatz erscheint weiterhin in den Überprüfungen, jedoch nur als historische Aufzeichnung früherer Versionen. Beobachtungsstudien wurden vor über einem Jahrzehnt in die Überprüfungen aufgenommen, in der Hoffnung, dass sie langfristige und seltene Schadensdaten liefern und die externe Validität der Studienbeweise verbessern könnten. Sie erwiesen sich als von so geringer Qualität, dass ihre Schlussfolgerungen nicht schlüssig oder unzuverlässig waren. Das wichtigste Beispiel ist die fallnegative Studie zur Bewertung der Wirksamkeit von Influenza-Impfstoffen post hoc (dh nach einer Influenza-Saison) durch Ernte von Daten aus einem Überwachungsprogramm. Dieses Studiendesign, das einer Fall-Kontroll-Studie ähnelt, wählt Influenza-Fälle (Fälle von ILI, die positiv auf Influenza getestet wurden) und Kontrollen (Fälle von ILI, die negativ getestet wurden) aus und berechnet das relevante Odds Ratio (OR) der Exposition zum Impfstoff dieser Saison. Eine Schätzung der Impfstoffwirksamkeit wird aus diesem OP unter Verwendung einer Standardformel abgeleitet (Impfstoffwirksamkeit = 1 - OR%). Trotz ihrer institutionellen Beliebtheit haben 6,7 fallnegative Designs eine begrenzte Bedeutung für die öffentliche Gesundheit, da das Design nicht die Wirksamkeit vor Ort testet, sondern die Wirksamkeit des Impfstoffs im Labor (die Fähigkeit des Impfstoffs, eine negative Polymerasekettenreaktion zu erzeugen (PCR) Ergebnis). Sowohl Fälle als auch Kontrollen sind symptomatisch, daher konzentriert sich jede Prävention ausschließlich auf die PCR-Negativität. Darüber hinaus können keine nützlichen absoluten Wirkungsmaße für die öffentliche Gesundheit abgeleitet werden (z. B. die absolute Risikominderung (ARR) und die für die Impfung zur Verhinderung eines Falles (NNV) erforderliche Gegenzahl), da die Hintergrundraten der Infektion und der Viruszirkulation nicht Teil sind der Berechnung der Wirkungsschätzungen. Es gibt auch Probleme mit den mathematischen Annahmen, die in diesem Entwurf getroffen werden (Einzelheiten siehe die Übersichten). Fallnegative Studien veranschaulichen den engen und retrospektiven Fokus auf Influenzaviren auf Kosten des gesamten ILI - des Krankheitsclusters, das für Patienten und ihre Ärzte von Interesse ist. Die retrospektive Berechnung relativer Schätzungen der Laborwirksamkeit kann für zukünftige Entscheidungen über die Zusammensetzung von Impfstoffen von Interesse sein, ihre Relevanz für alltägliche Entscheidungen erscheint jedoch fraglich.

Die zugrunde liegende Annahme, dass die Influenza-Impfung das Risiko einer Nicht-Influenza nicht beeinflusst, wird durch einen kürzlich veröffentlichten Bericht aus dem Follow-up einer Studie von 
Cowling et al.8 Bei 115 Teilnehmern hatten diejenigen, die dreiwertige Influenza-Impfstoffe erhielten, im Vergleich zu Placebo-Empfängern ein höheres Risiko für eine akute Atemwegsinfektion im Zusammenhang mit einer bestätigten Nicht-Influenza-Atemwegsvirus-Infektion (RR, 4,40; 95% CI, 1,31–14,8). Die Mittel waren hauptsächlich Rhinoviren und Coxsackie / Echoviren; ILI-Episoden traten kurz nach einem Höhepunkt der Influenza-Aktivität auf.

Die derzeitige jährliche Registrierung von Influenza-Impfstoffkandidaten basiert auf ihrer Fähigkeit, eine gute Antikörperantwort auszulösen. Antikörperantworten sind jedoch schlechte Prädiktoren für den Feldschutz. Dies ist ein weiteres Beispiel für die Verwendung von Ersatzergebnissen in der Biomedizin, bei denen die Auswirkungen auf klinisch wichtige Ergebnisse in randomisierten Studien nicht gemessen oder nicht nachgewiesen wurden: Komplikationen und Tod durch Influenza.

Die einfache Antwort ist, dass wir nicht verstehen, was das Ziel ist. Was ist die Gefahr einer Influenza und was können wir jemals von den Impfstoffen erwarten? […]
Wir warten ab, ob jemand das Interesse oder den Mut hat, wirksame Methoden zur Bekämpfung von Virussyndromen der oberen Atemwege zu entwickeln. In der Zwischenzeit bleiben unsere Überprüfungen ein Zeugnis für das wissenschaftliche Versagen der Industrie und der Regierungen, die wichtigsten klinischen Ergebnisse für Patienten zu ermitteln.
[Tom Jefferson, Alessandro Rivetti, Vittorio Demicheli, Warum wurden drei langjährige Cochrane Reviews zu Influenza-Impfstoffen stabilisiert?, Chochrane Community, 29.01.2018 – Google-Übersetzer – Hervorhebungen von mir]



GRIPPEIMPFUNG: ERFOLGSRATEN GEBASTELT NACH RKI-METHODE
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts hat die Grippeimpfung in den Grippesaisons 2001/02 bis 2006/07 5.300 grippebedingte Todesfälle verhindert. Weitere 2.800 Grippe-Tote hätten verhindert werden können, wenn das WHO-Ziel, eine 75%ige Impfrate bei Älteren, erreicht worden wäre.[1] Die Berechnung beruht auf der Annahme, dass der "Impfstoff zu 30% wirksam in der Verhinderung einer tödlichen Grippeinfektion bei über 60-Jährigen" ist.[1] Grundlage dieser Annahme sind wiederum zwei Observationsstudien aus den Jahren 20042 und 20073. Liest man in diesen Arbeiten nach, ist man verwundert, da in beiden die Zahl der tödlichen Grippeinfektionen gar nicht geprüft wird. Es werden zwar Sterberaten ermittelt. In der ersten[2] Arbeit wird jedoch die Todesrate an allen respiratorischen Erkrankungen gemessen (12%ige Reduktion), in der zweiten[3] die Gesamtmortalität, mit völlig unrealistischem Ergebnis (48%ige Reduktion). Das RKI scheut sich nicht, den Mittelwert aus Äpfeln und Birnen zu bilden und diesen als Rhabarber zu verkaufen: (12% + 48%) : 2 = 30%ige Reduktion tödlicher Grippeinfektionen. Diese in absurder Weise hergeleiteten und daher vermutlich falschen Zahlen werden öffentlich kommuniziert und dienen offenbar als Entscheidungsbegründung für Impfempfehlungen.
1. BUCHHOLZ, U.: Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft Influenza 2008; 
http://www.rki.de/cln_100/nn_200120/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/PK__AGI__2008__Buchholz__ Vortrag,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/PK_AGI_2008_Buchholz_Vortrag.pdf
2. MANGTANI, P. et al.: JID 2004; 190: 1-10
3. NICHOL, K.L. et al.: N. Engl. J. Med. 2007; 357: 1373-81

Die Unsicherheiten der Datenlage zur Grippeimpfung können nur mit großen randomisierten Studien ausgeräumt werden. Angesichts der weltweit einhelligen Empfehlungen erscheint es jedoch zweifelhaft, dass solche Studien auf den Weg gebracht werden. Impfkommissionen sind gefordert, die Basis ihrer Empfehlungen neu zu überprüfen und transparent zu machen. Hemdsärmelige Berechnungen (siehe Kasten) sind nicht länger akzeptabel.
◼︎Die häufig geäußerte Annahme, dass die Influenzaimpfung die Gesamtmortalität während einer Virusgrippesaison um bis zu 50% senkt, ist unrealistisch: Mehrere Kohorten- und Fallkontrollstudien weisen auf einen scheinbaren Nutzen der Influenzaimpfung auch außerhalb der Grippesaison hin. Dies ist ein klarer Hinweis dafür, dass die angeblichen Effekte der Grippeimpfung durch Verzerrungen (healthy user effect) zumindest teilweise vorgetäuscht sind. 
◼︎Die Arbeiten belegen nicht die Unwirksamkeit der Influenzaimpfung, verdeutlichen aber das Fehlen valider Wirksamkeitsdaten. Die Wissenslücke kann nur geschlossen werden, indem große randomisierte plazebokontrollierte Studien durchgeführt werden.
[Im Blickpunkt – WIRD DIE WIRKSAMKEIT DER INFLUENZAIMPFUNG ÜBERSCHÄTZT?, © 2008 arznei-telegramm, publiziert am 2. Oktober 2008 – Hervorhebungen im Original]
Anmerkung:
Der obige Link in der 1. Fußnote (Buchholz: Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft Influenza 2008) funktioniert nicht mehr. Siehe deshalb ersatzweise hier:
- Influenza / Grippe: Grippeimpfung hat vielen Senioren das Leben gerettet (aerztezeitung.de, 16.09.2008)
siehe auch:
Mit der Autorität eines Lehrstuhls samt Professorentitel nutzte Lauterbach das Institut anschließend vor allem, um klinische Studien im Auftrag der Pharmaindustrie durchzuführen. Schnell war er involviert in die Skandale um den Cholesterinsenker „Lipobay“ und den Appetitzügler „Reductil“ (Inhaltstoff Sibutramin). Beides Medikamente mit schwerwiegenden und tödlichen Nebenwirkungen. Die Gefahren wurden lange von der Pharmaindustrie heruntergespielt.

Im Falle des Sibutramin missbrauchte Lauterbach 1998 sogar seinen Vorsitz im Rahmen einer Behandlungsleitlinie, um dieses Medikament mit Bestnoten zu versehen und damit maßgeblich zu dessen Zulassung beizutragen. Finanziert und personell unterstützt wurden diese Leitlinien vom damaligen Hersteller Knoll AG. Doch schon zu dieser Zeit waren Studien bekannt, die dieses Medikament als herzschädigend einstuften. Als Leitlinienautor muss man sich explizit um die gesamte bekannte Literatur kümmern, was Lauterbach entweder nicht tat oder diese Gefahren bewusst ignorierte. Als nach der Zulassung schließlich Todesfälle bekannt wurden, wurde das Medikament dann international verboten und nach 12 Jahren endlich vom deutschen Markt genommen. Ich sprach Lauterbach persönlich auf dieses Fehlverhalten in einer Maischberger Sendung an, er druckste sich um eine Antwort herum und redete sich mit Erinnerungslücken heraus. Keiner der Zeitungskommentatoren der nächsten Tage ging auf diesen handfesten Skandal des inzwischen zum „SPD-Gesundheitsexperten“ und Ministerkandidaten aufgestiegenen Karl Lauterbach ein.

2003 lobte Lauterbach (mittels einer haltlose Modellrechnung seines Kölner Instituts) überschwänglich eine neue cholesterinsenkende Margarine, angereichert mit Phytosterinen, alles finanziert vom Hersteller Unilever Bestfoods GmbH. 117.000 Fälle der koronaren Herzerkrankung könnten dadurch vermieden werden mit einer Einsparung für das Gesundheitssystem von 1,3 Milliarden Euro. Nicht nur im Deutschen Ärzteblatt (Heft 37, 2003) hinterließ dies einen „ranzigen Nachgeschmack“. Fast schon selbstredend zeigte sich, dass Phytosterine überhaupt nicht vor Herzinfarkt oder Schlaganfall schützen, dafür aber in einem erheblichen Maß Herz und Gefäße schädigen können. Dieses Muster findet sich in Karl Lauterbachs wissenschaftlicher Arbeit immer wieder: Minderwertige Studien werden dazu benutzt, um maximal positive Aussagen zu neuen medizinischen Produkten großer Konzerne in die Öffentlichkeit zu befördern. Die möglichen Gefahren für die Patienten werden indes ausgeblendet.

[Gunter Frank, Bericht zur Coronalage 16.6.2020: Der seltsame Professor, AchGut, 16.06.2020]
Was ist glaubwürdiger: Trump oder eine gefakte Studie? – »Wenn der Staat keine eigenen Instumente hat…« (Post, 12.06.2020)

Corona-Maßnahmen: Weiter Lockdown oder reicht mehr Hygiene? | illner {46:51 – Start bei 22:20 – Mai Thi: »Eines hat sich ja nicht geändert: Das Virus hat immer noch ein exponentielles Wachstum!« – Hervorhebung von mir
 

ZDFheute Nachrichten 
Am 24.04.2020 veröffentlicht 
Kaum sind die ersten Lockerungen beschlossen, warnt die Kanzlerin vor Öffnungsorgien. Vorsicht ist geboten! Na klar! Könnte Deutschland dennoch mehr wagen? Darüber wurde bei maybrit illner diskutiert.
Die Wissenschaftsjournalistin und Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim mahnt, dass eine "Normalität" neue Ausbrüche zur Folge hätte und fügte hinzu, dass der aktuelle Lockdown die Menschen bereits an die Grenzen bringe, aber "wenn es noch mal passiert, wird es sehr viel schlimmer werden".
Nguyen-Kim erklärte, dass man sich von leeren Intensivbetten nicht täuschen lassen dürfe. Darüber hinaus betonte die Wissenschaftlerin, dass "wir nur mit dem Virus leben müssen, wenn wir es nicht schaffen, die Infektionszahlen herunter zu fahren".
Mehrfach verwies die Chemikerin auf das exponentielle Wachstum des Virus und erklärte, dass "wir wirklich sehr vorsichtig sein müssen", denn "letztendlich sind es Experimente, die wir jetzt machen und wir dürfen dabei kein Menschenleben riskieren".
Hier kommt ihr zur ganzen Sendung maybrit illner von gestern mit dem Thema "Deutschland macht auf – mutig oder riskant?" vom 23. April 2020: https://kurz.zdf.de/pzSh/ Die Gäste: • Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz (zugeschaltet) • Cem Özdemir (B´90/Grüne), Bundestagsabgeordneter, war an Covid19 erkrankt • Herbert Diess, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG • Hendrik Streeck, Professor für Virologie und Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn • Mai Thi Nguyen-Kim, u. a. Chemikerin, Wissenschaftsjournalistin, Autorin und Youtuberin "maiLab“, Moderatorin (zugeschaltet)
nonverbale Kommunikation:
Man beachte, wie sich Herbert Diess und Hendrick Streeck bei der Glaubensbotschaft von Mai Thi (»Wir müssen das Virus loswerden, sonst haben wir immer wieder Ausbrüche und strenge Maßnahmen«) ansehen (ab 23:15)


- Tödlicher Ernst – Die Pharmaindustrie ist eines der gefährlichsten Kartelle der Welt. (Post, 23.08.2018)
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