Donnerstag, 3. März 2016

Cum-cum/Cum-ex: Steuerbetrug unter den Augen des Staates

CUM EX / DIVIDENDENSTRIPPING einfach erklärt {5:00}

Veröffentlicht am 17.09.2016
In diesem Video werden Cum-Ex Transaktionen/Steuerkarrusselle einfach erklärt.
Ob Cum-Ex Transaktionen nun legal oder illegal sind, entscheiden die Gerichte, hier könnt Ihr erfahren, worum es sich in dem ganzen Streit dreht.

Nach dem Dividendenstichtag fällt der Aktienkurs normalerweise um die Bruttodividende. Deswegen fällt der Aktienkurs nach der Dividendenzahlung von 10€ auf 9,5€, da die Bruttodividende 0,5€ beträgt.
Außerdem können sich Fonds die Steuern erstatten lassen, da Fonds die Erträge selbst ausschütten. Diese Ausschüttungen werden auch besteuert, um diese Doppelbesteuerung zu vermeiden, können sich Fonds die Steuern erstatten lassen.

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Unter Dividendenstripping wird börsentechnisch die Kombination aus dem Verkauf einer Aktie kurz vor dem Dividendentermin und Rückkauf derselben Aktie kurz nach dem Dividendentermin verstanden. Ist der Verkäufer bei einem Verkauf kurz vor dem Dividendenstichtag (noch) nicht Eigentümer der Aktie (Leerverkäufer) und wird die Aktie kurz nach dem Dividendenstichtag geliefert, spricht man auch von Cum/Ex-Geschäften oder Cum-ex-Trade. Bei Cum/Ex-Geschäften kam es in der Vergangenheit in großem Umfang zu bewusst herbeigeführter mehrfacher Erstattung von nur ein Mal abgeführter Kapitalertragssteuer. Ob hierbei der Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt wurde oder eine legale Steuergestaltung genutzt wurde, ist umstritten. 
Seit 1992 wissen Behörden, dass Banken und Investoren mit den umstrittenen Cum-Ex-Aktiengeschäften den Fiskus schröpfen.[1]  [Dividentenstripping, Wikipedia, abgerufen am 09.06.2017]
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Untersuchungsausschusse Cum-Ex [9:43]

Veröffentlicht am 10.12.2015

Bankenbetrug: Cum-ex-Deals in zweistelliger Miliardenhöhe - 14.12.2015 [2:10]

Veröffentlicht am 01.01.2016

Milliardendeals mit Cum-Ex-Geschäften [2:44]

Veröffentlicht am 04.12.2015
Es war ein Milliardengeschäft: Jahrelang haben sich offenbar Banken und Kapitalanlagefonds unrechtmäßig bereichert – auf Kosten des Fiskus und des ehrlichen Steuerzahlers. Die Rede ist von sogenannten Cum-Ex-Geschäften.
Die Aktiendeals mit traumhaften Renditen beruhten allein darauf, dass sich die Akteure eine einmal entrichtete Kapitalertragssteuer mehrfach erstatten ließen. Nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung hat die Hypo-Vereinsbank nun als erste deutsche Bank einen Bußgeldbescheid akzeptiert und damit ihre Verwicklung in die dubiosen Aktiengeschäften zugegeben.
Jahrelang ließ die Politik Banken und Fonds gewähren. Wie das geschehen konnte, soll bald ein Untersuchungsausschuss klären.

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Aktiendeals auf Steuerzahlerkosten | Monitor | Das Erste | WDR {8:44}

Veröffentlicht am 26.02.2016
Alter Info-Text: Veröffentlicht am 25.02.2016
Es sind Milliardengeschäfte auf Kosten der Steuerzahler: Jahrelang haben Banken und Millionäre mit so genannten Cum-Ex-Geschäften fürstlich verdient – unter den Augen der Bundesregierung. Jetzt soll ein Untersuchungsausschuss die dubiosen Geschäfte unter die Lupe nehmen und klären, warum gleich mehrere Finanzminister dies nicht verhindert haben. Aber die Finanzbranche hat längst vorgesorgt: Mit immer neuen Konstruktionen soll der Fiskus auch weiterhin geschröpft werden.

ARD: Die Story im Ersten - Milliarden für Millionäre 15.02.2016 {44:28}

Veröffentlicht am 15.02.2016
Hat der Staat jahrelang unser Steuergeld an Reiche verschenkt? Bei bestimmten Aktiendeals konnten sich Anleger Ertragssteuern erstatten lassen, ohne sie vorher gezahlt zu haben. Nun ermitteln die Staatsanwaltschaften.

Die Cum-Ex-Geschäfte hier nochmals in der Bildergalerie:
https://www.tagesschau.de/multimedia/...

Milliarden für Millionäre vom Finanzamt {44:28}

Veröffentlicht am 16.02.2016
"MILLIARDEN FÜR MILLIONÄRE" WEGEN GESETZESLÜCKE
WIE DER STAAT UNSER GELD AN REICHE VERSCHENKT !!!!
ARD – Story 15.01.16 zeigt, warum der Staat Steuergelder an Millionäre auszahlte!

Was haben Finanzinvestor Carsten Maschmeyer, Schauspielerin Veronica Ferres, Fußballtrainer Mirko Slomka und der Schweizer Banker Eric Sarasin gemeinsam? Sie sind Protagonisten in einem deutschen Wirtschaftskrimi.
Der Fall ist schon älter, aber noch immer ein Aufreger. Und so erzählt das Erste in der Reportage "Milliarden für Millionäre - Wie der Staat unser Geld an Reiche verschenkt" noch einmal von fragwürdigen Geschäfte um dubiose Aktiendeals. Diese führten dazu, dass der Staat viele Jahre lang Steuergelder an Millionäre auszahlte. Warum? Wegen einer Gesetzeslücke.

Clevere Geschäftemacher und träge Politiker
Auch wenn die nachgestellten Szenen und die Krimi-Musik bei dieser "Story im Ersten" recht albern wirken. Die Zusammenschau von gleichsam skrupelloser wie cleverer Geschäftemacherei mit der Trägheit des politischen Apparats lassen den Zuschauer staunend zurück.
Cum und Ex, das klingt erst mal nach einem Trinkspiel unter Kneipenkumpels. Berauscht haben sich schließlich allerdings nur diejenigen, die offenbar den Hals nicht voll kriegen.

Wundersame Vermehrung
Der Deal mit (cum) und ohne (ex) Dividenden lief folgendermaßen ab: Investoren und Banken machten es sich zunutze, dass die ausschüttende Aktiengesellschaft die auf Dividenden fällige Steuer direkt an das Finanzamt überwies. Der Aktionär bekam von seiner Bank eine Bescheinigung über die erstattete Kapitalsteuer, mit der er sich Geld vom Finanzamt zurückholen kann. Soweit die Regelung.
Der Trick funktionierte so, dass rund um den Ausschüttungstermin die Aktie mehrfach den Besitzer wechselte. Dadurch war nicht mehr klar, auf wessen Kosten das Finanzamt eigentlich die Kapitalertragssteuer erhalten hatte. Am Ende erhielten zwei Beteiligte je eine Bescheinigung über gezahlte Kapitalertragssteuern und somit den Anspruch auf eine Steuergutschrift. Die Steuer aber war nur einmal gezahlt worden.

10 Milliarden Euro teueres Steuergeschenk für die Superreichen
Ein gutes Geschäft für Banken und Superreiche, die hohe Summen investieren konnten. Ein schlechtes für die Finanzämter, die mehr Steuern erstatteten als sie eingenommen hatten. Geschätzter Schaden für den deutschen Fiskus: 10 Milliarden Euro.
Bereits 2002 wies der Bundesverband Deutscher Banken das Finanzministerium auf die Gesetzeslücke hin. Zuständiger Minister war damals Hans Eichel. Es geschah - nichts. Und die Cum-Ex-Deals liefen munter weiter.

Die Mühlen des Politikbetriebs
Vier Jahre und einen Finanzminister später untersagte Peer Steinbrück den inländischen Banken diese Deals. Nun wickelten ausländische Institute die Geldvermehrung von doppelter Erstattung einmal gezahlter Steuern ab. Und das Geschäft ging nun richtig los.
Erst 2012 verfügt schließlich Wolfgang Schäuble einfach und effektiv, dass Banken garantieren müssen, dass die Steuern tatsächlich gezahlt wurden.

Legal, illegal? Man weiß es nicht.
Maschmeyer, Müller und Co. geben vor nicht gewusst zu haben, dass Steuergelder ihre Traumrenditen finanzierten. Rechtswissenschaftler vertreten die Ansicht, die Geschäfte seien legal gewesen, immerhin habe selbst das Bundesfinanzministerium während der mühsamen Gesetzesänderungen von "geltendem Recht" gesprochen. Der Staat allerdings setzte seine Ermittler in Gang gegen, hat mehr als 100 Banken und Fonds im Visier.

Netter Appell
Von der juristischen Einschätzung hängt ab, ob die Milliarden Steuergelder für immer verloren sind. Da mutet die Überlegung von Staatssekretär Michael Meister (CDU) geradezu niedlich an. Er meint, es müsse doch selbst einem kleinen Kind klar sein, dass man nicht mehrfach Rückzahlungen für einmal Gezahltes fordern könne. Wohl wahr. Aber die großen Investoren haben es ja nicht gewusst.

Textquelle: Focus Online

siehe auch:
- Rudolf Schmenger im Interview (Post, 01.09.2015)

Das Geschäft mit den Staatsschulden

Woher nehmen die Banken eigentlich das Geld, das sie dem Staat leihen? Und bei wem landen am Ende die Zinsen? Eine Recherche 

Wenn etwas auf der Welt stabil wächst, dann sind es die Staatsschulden. Eine beliebte Erklärung dafür lautet, dass Regierungen einfach grundsätzlich schlecht haushalten und zu viele "Wohltaten" unter ihren Bürgern verteilen, um von diesen wiedergewählt zu werden. Im Großen und Ganzen, so heißt es, lebten die Staaten über ihre Verhältnisse. Daher müsse dringend gespart werden. Man könne sich vieles einfach nicht mehr länger leisten, man lebe auf Kosten der eigenen Kinder. Wie sollten die bloß die ganzen Schulden jemals zurückzahlen? 

Was an dieser Argumentation stimmt: Wachsende Schulden sind auf Dauer nicht tragbar. Sie führen zu immer höheren Zinsausgaben, die ja aus den Steuereinnahmen des Staates bezahlt werden müssen, also von dem, was alle Bürger gemeinsam erwirtschaften. Je mehr von den Steuern für Zinszahlungen verloren geht, desto weniger bleibt für den Rest. Dieser "Rest", also die Ausgaben für Bildung, Infrastruktur, Gesundheitswesen etc., schrumpft dann immer weiter. Steigende Zinszahlungen machen die Geldverleiher reich und das Land für alle Übrigen weniger lebenswert.
mehr:
- Das Geschäft mit den Staatsschulden (Paul Schreyer, Telepolis, 29.02.2016)

Journalistenethos in Zeiten der "Lügenpresse"

Der Oscar für den besten Film für "Spotlight" wirft ein Schlaglicht auf einen vergangenen Journalismus
Dieser Film ist kein "Missbrauchsdrama" wie in Agenturmeldungen jetzt immer zu lesen ist, sondern ein Hohelied auf den investigativen Journalismus. "Die Unbestechlichen" kennen alle. Nie wieder waren Journalisten so heldenhaft, wie in Alan J. Pakulas an der Aufdeckung des Watergate-Skandals orientiertem Spielfilm mit Dustin Hofman und Robert Redford. Jetzt bekommt das Heldenepos der Seventies Konkurrenz.

Denn auch "Spotlight", das Debüt von Thomas Mc Carthy, ist an tatsächlichen Vorgängen orientiert: Diesmal ist der Sündenpfuhl nicht das "Weiße Haus", sondern die katholische Erzdiözese Boston. Dort deckte ein Reporter-Team der US-amerikanischen Tageszeitung "The Boston Globe" in den späten 1990er Jahren Hunderte von Missbrauchsfälle durch katholische Priester und deren jahrzehntelange Vertuschung durch die Institutionen und den direkt verantwortlichen Kardinal auf.

Jetzt gewann Thomas Mc Carthys Film sehr überraschend den "Oscar" für den "Besten Film". Die Auszeichnung gilt auch einem leidenschaftlichen Plädoyer für den investigativen Journalismus - und ist ein notwendiges Gegengewicht: In Zeiten der Vorwürfe und Polemik gegen die "Lügenpresse" zeigt uns der Film, was Journalismus kann, warum guter Journalismus notwendig ist, und warum man nicht allein auf das Geld und angebliche Leserwünsche schauen darf.

mehr:
- Journalistenepos in Zeiten der "Lügenpresse" (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 02.03.2016)
siehe auch:
- Eine Hommage an guten Journalismus (Christian Füller, der Freitag, 01.03.2016)
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SPOTLIGHT Trailer German Deutsch (2016) [2:33]

Veröffentlicht am 23.12.2015
Offizieller "Spotlight" Trailer Deutsch German 2016 | Abonnieren ➤ http://abo.yt/kc | (OT: Spotlight) Movie Trailer | Kinostart: 25 Feb 2016 | Mehr http://KinoCheck.de/film/spotlight-2016
Im Jahr 2001 erhält Walter „Robby“ Robinson (Michael Keaton), der Leiter des Investigativ-Teams des Boston Globe, einen besonderen Auftrag. Der neue Chefredakteur Marty Baron (Liev Schreiber) setzt ihn auf die Fälle von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche an, von denen schon lange hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Doch als Robby und seine Kollegen Michael Rezendes (Mark Ruffalo), Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams), Matt Carroll (Brian d’Arcy James) und Ben Bradlee jr. (John Slattery) die ersten Opfer interviewen, decken sie Schicht um Schicht einen viel größeren Skandal auf: Seit Jahrzehnten wurden in der Erzdiözese Boston immer wieder Kinder von Priestern missbraucht – und die Taten von höchsten Würdenträgern gedeckt und vertuscht. Die Spuren führen direkt zum Kardinal, doch die Reporter stoßen an eine Mauer des Schweigens. Die Opfer schweigen aus Angst, hochbezahlte Anwälte spielen auf Zeit. Die kostspielige Recherche der Zeitung droht zu scheitern.

Endcard Links | http://youtu.be/YK12gOGIs7c Mitte http://youtu.be/M509yrfbd_0 Rechts http://youtu.be/Ym-jdbqttnc

Diesen Film leihen/kaufen ➤ http://amzo.in/s/Spotlight
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Note | Spotlight german trailer courtesy of Paramount Pictures Germany GmbH. | All Rights Reserved. | http://amzo.in sind Affiliate Links. Bei einem Kauf ändert sich für euch nichts, aber ihr unterstützt dadurch unsere Arbeit. | KinoCheck®

Die Unbestechlichen (HQ-Trailer-1976) [2:48]

Hochgeladen am 26.08.2010
Der Einbruch in das Hauptquartier der demokratischen Partei 1972 scheint nur ein kleiner Einbruch zu sein, doch dann entdeckt der Reporter Bob Woodward (Robert Redford) von der Washington Post erste Ungereimtheiten, denn die Angeklagten haben ungewöhnlich hochgestellte Anwälte. Außerdem entdeckt er in den Unterlagen der Täter ein halb kodiertes Filofax, in dem er einen Namen findet, dem er nachgeht. Ohne es zu ahnen, lösen er und sein Kollege Bernstein (Dustin Hoffman) mit ihrer Nachhakerei den größten Politskandal der USA auf, denn die Spur von "Watergate" führt ganz bis hinauf zum Weißen Haus...

Akte Richard Nixon - Die Watergate-Affäre [Doku] [44:13]

Veröffentlicht am 21.08.2014
1972 brachen fünf Einbrecher in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im "Watergate"-Hotel in Washington DC ein und brachten Abhörgeräte an. Dies war der Beginn eines politischen Skandals.

RSA Conference: Krypto-Hintertüren »atemberaubend töricht«

Seltene Einigkeit: Krypto-Fachleute stellen sich gemeinsam mit Unternehmen wie Microsoft und RSA gegen Hintertüren. Microsoft-Präsident Smith sprach vom "Pfad zur Hölle", RSA-Chef Yoran von "atemberaubend törichten" Ideen.
Am Eröffnungstag der RSA Conference 2016 zog sich ein Thema wie ein roter Faden durch die Keynotes: das Bestreben der US-Regierung, IT-Unternehmen zu Handlangern bei der Strafverfolgung zu machen. Sowohl Gastgeber Amit Yoran, Präsident von RSA, als auch Brad Smith von Microsoft sowie Krypto-Fachleute wie Ronald Rivest und Moxie Marlinspike kamen auf den Fall "Apple vs. FBI" und die zuvor geforderten Hintertüren zu sprechen. Einzig der Direktor der NSA, Admiral Michael Rogers, würdigte das heikle Thema in seiner Ansprache mit keinem Wort.

Geschwächte Verschlüsselung "töricht"
Yoran sagte, dass einige Vorschläge aus der Politik, wie beispielsweise das absichtliche Schwächen von Verschlüsselung, "atemberaubend töricht" seien. Angesichts der Aussage, dass von Cyber-Angriffen größere Gefahr ausgehe als vom Terrorismus, sei es laut Yoran unmöglich zu rechtfertigen, dass Infrastrukturen geschwächt würden.

Dies diene einzig der Bequemlichkeit der Strafverfolger – die damit aber nur Gelegenheitsgauner dingfest machten. Denn ernsthafte Terroristen oder Nachrichtendienste verwendeten niemals Techniken, die bekanntermaßen geschwächt wurden. Gleichzeitig sei dies aber eine Einladung an Kriminelle, diese Schwächen auszunutzen.

mehr:
- RSA Conference: IT-Welt vereint gegen Krypto-Hintertüren (Uli Ries, heise Security, 02.03.2016)

Male Politicians Warn Exposed Boobs May Cause Society To Collapse

- Male Politicians Warn Exposed Boobs May Cause Society To Collapse (29.02.2016)

Heute vor 94 Jahren – 3. März 1922: Fiume wird dem faschistischen Italien angegliedert

Bühnenprobe für den Faschismus 

Italiens gefeierter Schriftsteller Gabriele d'Annunzio (1863-1938), stets ein Meister der Selbstinszenierung, hatte im Ersten Weltkrieg seine Begeisterung für den Kampf und die Nation entdeckt. Bei Kriegsende machte er sich zum Wortführer der Enttäuschten, die Italien um die Früchte des Sieges betrogen sahen. Entschlossen, einen »verstümmelten Sieq« (»vittoria rnutilata«) nicht hinzunehmen, besetzte er im September 1919 mit einem Haufen verwegener Frontkämpfer (»Arditi«) das früher zur Donaumonarchie gehörende Fiume. Mit bombastischen und futuristischen Proklamationen, aggressiven Aufmärschen im Schwarzhemd und einer übersteigerten Führerideologie um seine Person inszenierte d'Annunzio in Fiume eine protofaschistische »Künstlerrepublik«, in der sich bereits vieles vom späteren Regierungsstil Mussolinis fand.
Gabriele d’Annunzio spricht zu Soldaten in Fiume, August 1920
Ende 1920 zwang die italienische Armee d'Annunzio zum Verlassen Fiumes, das zu einem von Italienern und Kroaten gemeinsam verwalteten Freistaat wurde. Am 3. März 1922 verjagten italienische Faschisten die dortige Regierung und bereiteten den Anschluss Fiumes an Italien vor, der im März 1924 erfolgte. 

Was am 3. März noch geschah: 

1861: Der »Zar-Befreier« Alexander II. hebt die Leibeigenschaft im russischen Zarenreich auf. 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016

The Mysterious Sex Appeal Of Gabriele D'Annunzio - Rogues Gallery Online [6:47]
Veröffentlicht am 25.03.2014
From the pages of http://www.roguesgalleryonline.com/ Multi talented , charismatic and a bit of a Fascist, Gabriele D'Annunzio bedded over 1000 women. His sensual secrets will amaze you.
Find more rogues here http://www.roguesgalleryonline.com/th...
For a more rounded view of this fascinating man visit http://www.openlettersmonthly.com/may...

L'impresa di Fiume [7:56]

Veröffentlicht am 11.09.2012
: „Talijanski političari veoma su nalik scenskoj izvedbi: producenti i režiseri skriveni su od očiju javnosti, dok glumci oživljavaju želje i maštu publike." Na taj je način Rijeka, da se izrazimo upravo na D'Annunzijev način, kao cittá olocausta (mučenički grad) postala prva žrtva političke manipulacije masa i nacionalističkih ekstrema. (TM)

Dana 12. rujna 1919. Gabrielle D'Annunzio (1863.-1938.) dovezao se u Rijeku u Fiatu 501 crvene boje, na čelu auto kolone od 278 dragovoljaca, ardita i futurista ukrcanih na četrdesetak kamiona.

D'Annunzio je u svojoj riječkoj pustolovini pokazao svijetu nov način političkog izražavanja i akcije. Starorimski pozdravi, pjesme, parole, jezik, odore, parade, legionari, izravna obraćanja masi, govori, futurističke aklamacije i, konačno, uporaba automobila i motornih vozila za kaznene ekspedicije borbenih grupa ardita. Mussolini je samo iskoristio sve ono što je u Rijeci već bilo razrađeno." (SD)

Tsar Alexander II part 1 [9:59]

Veröffentlicht am 06.09.2012

Opposition to Alexander II 1855-1881 [14:38]

Veröffentlicht am 09.04.2013
Revision podcast on opposition to Alexander II in Russia 1855-1881


Mittwoch, 2. März 2016

Vor 300 Jahren – 18. Jh.: Des Soldatenkönigs »Lustige Räte«

Des Königs grobe Scherze mit dem »Lustigen Rat« 

Der 1713 in Preußen an die Macht gekommene »Soldatenkönig« Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) liebte es einfach, sparsam und gerade heraus. Daher versammelte er in seiner Lieblingsresidenz Wusterhausen bei Berlin seine Generäle und Minister zu einer rauen Männerrunde. Im »Tabakskollegium« wurde Pfeife geraucht, reichlich Bier getrunken und »frei Schnauze« über das Tagesgeschehen schwadroniert. 

Das Tabakskollegium zu Königs Wusterhausen: Gundling wird von einem Bären attackiert. 
Holzstich nach Zeichnung von Adolph Menzel, 1740
Des Königs Neigung zu derbem bis menschenverachtendem Spott bekam vor allem der »Lustige Rat« Jacob Paul von Gundling (1673 bis 1731) zu spüren, Professor für Geschichte und Recht, den seine Eitelkeit und Trunksucht als Spottobjekt geradezu prädestinierten. Die lustigen Zecher spielten Gundling übelst mit: Er wurde als Affe verkleidet, mit Bären im Zimmer eingeschlossen, die ihn böse zurichteten, seine Perücke wurde in Brand gesteckt und vieles mehr. Zweimal floh der charakterschwache Trinker vom Hofe – und wurde wieder zurückgebracht und zum Präsidenten der Preußischen Akademie der Wissenschaften gemacht. Besonders zu leiden hatte Gundling unter den bösen Attacken seines Neiders und Konkurrenten als »Spaßmacher«, dem »Neuigkeitserzähler« David Faßmann (1685-1744). Als Gundling starb, ließ der König ihn in einem Weinfass ausstellen und beisetzen. 
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016 

Friedrich Wilhelm I der Soldatenkönig [19:28]

Veröffentlicht am 06.05.2013

Friedrich II von Preussen: Psychogramm eines Koenigs Doku (2011) [1:11:05]

Veröffentlicht am 14.03.2015
Er ist eine der populaersten, aber auch umstrittensten Herrscherfiguren der deutschen Geschichte. Vor dreihunter Jahren kam er auf die Welt, schon zu Lebzeiten wurde er zum Mythos. Seine Untertanen nannten ihn Der Grosse oder der alte Fritz. Friedrich II.hat Preussen gepraegt. Als er 1786 starb, hinterliess er eine von Kriegen geschwaechte Grossmacht. Doch nicht allein als Feldherr hat sich Friedrich bleibenden Ruhm erworben. Als Schoengeist und Philosoph brachte er die Aufklaerung in sein einst so rueckstaendigen Land. Er warb fuer Toleranz, liberales Denkenaber war ihm fremd. Den Rahmen des absolutistischen Systems, in dem er herrschte, konnte und wollte Friedrich nicht verlassen. Der Fuerst, sagte der Koenig, muesse fuer die ganze Gemeinschaft sehen, denken und handeln...
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Dienstag, 1. März 2016

Für frustrierte Sucher…

Meinen Quentin-Tarantino-Post habe ich in meinen Psychoblog verschoben.

Vertuschung von CIA-Staatsmorden

Rockefeller-Kommission unterschlug 86 brisante Seiten

Die vom US-Vize-Präsident geleitete "unabhängige" Kommission zur Aufklärung von CIA-Verbrechen wirkte bei der Vertuschung von Staatsmorden mit. Nun sind sind brisante Akten aufgetaucht, die einst von Dick Cheney persönlich frisiert wurden.

Ein Jahrzehnt nach dem Mord an Präsident John F. Kennedy gerieten die US-Geheimdienste ins Zwielicht. Durch einen Einbruch der selbst ernannten Citizens Commission to Investigate the FBI in ein Büro der Bundespolizei FBI waren die Geheimdienst-Praktiken bekannt geworden, mit denen man die Bürgerrechtsgruppen, die Schwarzen-Bewegung und Vietnamkriegsgegner mit Geheimdienstmethoden überwachte und zersetzte.

Die geleakten Pentagon Papers, die Aufschluss zu den Planungen des Vietnamkriegs gaben und die Watergate-Affäre erschütterten Washington wie nie zuvor. Zudem hatte Enthüllungsjournalist Seymour Hersh über ein für den Präsidenten bestimmtes Dokument "Familienjuwelen der CIA" berichtet, das den jeweiligen Amtsinhaber über dunkle Geheimnisse der CIA aufklären sollte.

Insbesondere die Zweifel am Bericht der Warren-Kommission wollten nicht verstummen, die 1964 von Präsident Johnson eingesetzt worden war, um das Attentat auf John F. Kennedy aufzuklären. Die Untersuchung war faktisch von Ex-CIA-Chef Allen Dulles geleitet worden, den manche als das Mastermind hinter dem Kennedy-Mord sehen. Der aktuelle Präsident Gerald Ford, einst selbst Mitglied der umstrittenen Warren-Kommission, hoffte, dass man erneut mit einer vom Präsidenten eingesetzten politischen statt einer juristischen Aufarbeitung durchkäme. Unter Vorsitz von Vizepräsident Nelson Rockefeller bildete er ein angeblich "unabhängiges" Komitee, dem man zwar kaum Kompetenz absprechen konnte, sehr wohl aber Neutralität.

mehr:
- Zensierter Bericht über CIA-Morde von 1975 (Markus Kompa, Telepolis, 01.03.2016)

siehe auch:
Rockefeller-Kommission (Wikipedia) 
mein Kommentar:
»Erstaunlicherweise« kommt der Name »Cheney« in dem verlinkten Wikipedia-Artikel (abgerufen am 22.03.2019) nicht vor… Tststs! 
😜
- Der Ukraine-Konflikt 6 – Wer stoppt die USA? (Post, 25.04.2014) 
- Noch ein wenig USA und Kriegsstimmung in Europa (Post, 28.10.2014)
- Gegen den Krieg – Können wir sachlich bleiben? (Post, 12.12.2014)

Die drei Tage des Condor - Trailer


Veröffentlicht am 06.01.2013
Der Trailer zu dem Thriller Dei 3 Tage des Condors. Die Review zu dem Film findet ihr hier: http://www.anspruchsvolle-filme.de/di...

(Three Days Of The Condor) It's all about OIL.mkv [2:18]

Hochgeladen am 17.02.2012
Excerpt from the movie: Three Days of the Condor

Three Days of the Condor - "It would happen this way..." [0:38]

Veröffentlicht am 18.01.2014
Quote from the end of Three Days of the Condor with Max Von Sydow (Joubert) and Robert Redford (Turner), as parodied in Seinfeld's "The Junk Mail".

Three Days of the Condor - Final Scene1 - YouTube.mov [1:37]

Veröffentlicht am 04.03.2012

aktualisiert am 22.03.2019
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Montag, 29. Februar 2016

„Warum nicht das Beste tun, was wir können?“

Interview Andreas Meißner arbeitet mit minderjährigen Flüchtlingen und mahnt: Integration braucht Zeit und Geld

der Freitag: Herr Meißner, seit den Übergriffen in Köln tost eine Rassismus- und Sexismusdebatte über das Land.
Andreas Meißner:
Ja, das Problem ist nur, dass sowohl die Debatte als auch die Maßnahmen, die nun ergriffen werden, die Chancen zur Integration nicht etwa verbessern, sondern verschlechtern.

Was meinen Sie damit? Ausländerrechtliche Restriktionen wie Residenzpflicht und andere Einschränkungen für Zuwanderer verschärfen deren Aussichtslosigkeit oft noch. Das bedeutet, dass insbesondere junge Menschen mit unsicherem Aufenthalt unter großem Druck leiden. Sie bräuchten eigentlich mehr Betreuung und Aufmerksamkeit, um ihre Integration zu verbessern, nicht mehr Abschreckung. Ein junger Mann zum Beispiel, der in seiner Heimat als Straßenjunge aufgewachsen ist, lässt sich oft nur schwer in hiesige Angebote einbinden. Das erfordert Zeit und Konzepte in der sozialen Arbeit. Das bedeutet aber nicht, dass die Justiz Straftäter – egal wo sie herkommen – nicht auch als solche behandeln muss. Residenzpflicht und Arbeitsverbot sind allerdings ganz sicher das Letzte, was dem hilft. Ich habe solche Fälle auch in unserer Einrichtung erlebt.

mehr:
- „Warum nicht das Beste tun, was wir können?“ (Christian Füller, der Freitag, 24.02.2016)

mein Kommentar:
Gute Frage: Warum nicht das Beste tun?
Chapeau!

Zivilcourage: Die Nuklearwaffen-Nervensäge

Porträt Hermann Theisen ist radikaler Gegner von Atomwaffen – und wandert dafür immer wieder ins Gefängnis
Wie oft Hermann Theisen schon vor Gericht stand, weiß er selbst gar nicht so genau. „Angeklagt war ich vielleicht 15- bis 20-mal“, schätzt der 52-Jährige. Durchgekommen seien aber „nur vier oder fünf“ der Klagen. Dreimal saß er die Strafe im Gefängnis ab. Hermann Theisen ist allerdings nicht etwa Kleinkrimineller oder etwa notorischer Schwarzfahrer. Der Heidelberger ist Aktivist und kämpft seit mehr als 30 Jahren gegen die Atomwaffen auf deutschem Grund.

„Ich wurde in den 1980er Jahren politisiert, als überall in Deutschland Atomwaffen stationiert waren“, sagt der Waffengegner. „Das Lebensgefühl meiner Generation war von der atomaren Bedrohung geprägt.“ Er fing an mit Sitzblockaden vor Atomwaffenlagern, mit dem Stürmen von Militärgeländen. Wenn Theisen darüber spricht, klingt es wie das Normalste der Welt. Andere erzählen im gleichen Tonfall, dass sie gern lesen, ins Kino gehen oder Minigolf spielen.

Theisen wurde 1964 geboren. Er studierte soziale Arbeit. Die ist sein zweites Steckenpferd. Heute arbeitet er im Sozialdienst eines Krankenhauses. Von einem ruhigen Leben hält er nicht viel. Theisen will sich weiterbilden, wo es geht. Er ging noch einmal an die Hochschule, um seinen Diplomabschluss noch mit einem Master zu ergänzen. Derzeit steckt er in einer berufsbegleitenden Fortbildung zur gewaltfreien Konfliktbewältigung.

Ganz normales Familienleben
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat er sich das aufgebaut, was viele als „ganz normal“ bezeichnen würden. Er hat geheiratet, Kinder bekommen. Ein Zwillingspaar, das mittlerweile 20 Jahre alt ist. „Ich habe ein ganz normales Familienleben – nur den Aktivismus mache ich eben auch“, erzählt Theisen.

„Ich bin immer an den Atomwaffen drangeblieben, ich bin ein sehr beharrlicher Mensch“, meint Theisen. Die meisten Bürger wüssten überhaupt nicht, dass es in Deutschland immer noch Atomwaffen gebe. Natürlich sehe er auch andere gesellschaftliche Probleme, bei denen die Zivilgesellschaft gefragt sei – „Umwelt, Globalisierung, Flüchtlingshilfe“.

„Jetzt sollen die verbliebenen Atomwaffen in Deutschland nicht nur nicht abgeschafft, sondern auch noch modernisiert werden“, sagt Theisen. In Rage redet er sich nicht, sein Tonfall bleibt sachlich und ruhig. „Für mich und viele andere ist klar: Das Vorhaben ist völkerrechtswidrig.“ Deutschland darf nämlich keine eigenen Atomwaffen haben – im rheinland-pfälzischen Fliegerhorst Büchel lagern dennoch 20 Bomben des Typs B61. Offiziell handelt es sich dabei gar nicht um deutsche Waffen. Es sind US-Bomben, die sich durch die NATO-Atomwaffenpolitik in der Bundesrepublik befinden – und im Zweifelsfall von deutschen Soldaten bedient werden sollen. Die USA wollen ihre Atombomben modernisieren, damit sie bis 2050 einsatzbereit bleiben.

mehr:

Die Nuklearwaffen-Nervensäge (Susanne Schwarz, ZEIT Online, 29.02.2016)

Westlich von Spießern, Besitzstandswahrern und besorgten Bürgern

Ende 1949 drehte John Ford einen "kleinen" (also billigen) und unprätentiösen Western ohne große Stars und ohne spektakuläre Schießereien. Erzählt wird die Geschichte eines Mormonentrecks, der sich durch Wüsten und Indianergebiet ins Gelobte Land durchschlägt. Im Vergleich zu Fords Kavallerie-Trilogie mit John Wayne blieben die Einspielergebnisse sehr bescheiden. In den Augen der Kritiker hatte der mit mehreren Oscars ausgezeichnete Regisseur einen jener intellektuell anspruchslosen und auch sonst nicht weiter erwähnenswerten Cowboyfilme inszeniert, wie sie Hollywood jedes Jahr zu Dutzenden hervorbrachte. Mittlerweile beginnt sich die Einsicht durchzusetzen, dass Wagon Master eines von Fords Meisterwerken ist. Und weil große Kunstwerke nicht nur wichtige Zeitzeugen, sondern auf eine stets neue Weise aktuell sind, wirkt der Film heute wie sein Kommentar zur Flüchtlingskrise.
mehr:
- Westlich von Spießern, Besitzstandswahrern und besorgten Bürgern (Hans Schmid, Telepolis, 28.02.2016)

Ward Bond in John Ford's "Wagon Master" [2:28]

Veröffentlicht am 04.04.2014
Elder Wiggs goes west, Ben Johnson, Joanne Dru and others too
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Ken FM: Braucht der Mensch ein Feindbild?

KenFM-Positionen 4: Kooperation oder Konkurrenz - Braucht der Mensch ein Feindbild? [2:47:58]

Veröffentlicht am 21.02.2016
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„Konkurrenz belebt das Geschäft!“

Mag sein, nur ist das Leben an sich etwas völlig anderes als ein klassisches Geschäft. Wer das „Business-Model der Natur“ auf „survival of the fittest“ eindampft, liegt grundfalsch. Die Idee der Kooperation muss als wesentlicher Teil der DNA dieses Planeten erkannt und benannt werden.

Der Mensch im 21. Jahrhundert muss sich endlich von der Idee verabschieden, dass der Krieg der Vater aller Dinge sei. Diese Sichtweise kommt nicht ohne Feindbild aus und war nur deshalb über Tausende von Jahren erfolgreich, da über den größten Teil dieses Zeitraums deutlich weniger Menschen lebten. Die Bevölkerungsexplosion hat alles verändert. Zudem haben von Menschen geschaffene Maschinen die Macht des einzelnen Individuums ins Unvorstellbare gesteigert.

Auch die Atombombe ist am Ende des Tages nur eine Maschine, die, zur Anwendung gebracht, das Töten von Massen durch eine Einzelperson in der Effizienz erhöht. Die Rechnung geht aber nicht auf, wenn mehrere Seiten über Nuklearwaffen verfügen und diese ebenfalls zur Anwendung bringen.

Die Einteilung der Welt in gut und böse, Freund und Feind ist überholt, seit es taktische Waffen gibt. Wenn der Mensch nicht lernt, zu kooperieren, wird er als Spezies verschwinden. Unsere Art muss lernen, im Gegenüber wieder mehr zu sehen als einen Konkurrenten oder Mitbewerber. Er muss im anderen Menschen vor allem einen Menschen sehen. Der Andere ist nicht automatisch ein Feind. Nur, kommt die Menschheit überhaupt ohne Feindbild aus?

Diese Frage diskutieren wir in der vierten Ausgabe von Positionen - Politik verstehen. Erstaunlich ist, dass sich die Gäste dieser Sendung, Evelyn Hecht-Galinski, Rüdiger Lenz, Dr. Rainer Rothfuß und Gerhard Wisnewski über weite Teile derart echauffieren, dass sie wie Gegner wirken.

Vor uns allen liegt also noch ein weiter Weg.

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"Russland wollte die ukrainische Elite kaufen"

An einem "Runden Tisch" in Moskau diskutierten Oppositionelle aus der Ukraine über einen Weg aus der Krise in ihrer Heimat 

Nikolai Asarow gehört seit zwanzig Jahren zur politischen Elite der Ukraine. Bis zum 28. Januar 2014 war er Ministerpräsident der Ukraine. Am Donnerstag stellte er an einem "Runden Tisch" (Video der Veranstaltung) im Verlagshaus der "Komsomolskaja Prawda" in Moskau seine Pläne für eine Rückkehr in die Ukraine vor.

Im August letzten Jahres hatte Asarow das "Komitee zur Rettung der Ukraine" gegründet. Mitgründer waren die ehemaligen Abgeordneten der Werchowna Rada, Wladimir Olejnik und Igor Markow, sowie der Journalist Juri Kot.

"Manche meinen ja, die Ukraine sei in einem normalen Zustand", so der Ex-Premier am Donnerstag. Aber bei Renten von 40 Euro im Monat und einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 150 Euro könne von "normal" keine Rede sein. In der Ukraine herrschten Zustände "schlimmer als in Somalia".

mehr:
- "Russland wollte die ukrainische Elite kaufen" (Ulrich Heyden, Telepolis, 28.02.2016)

EX-CIA-Chef gruselt sich vor Trump

General Michael Hayden befürwortet Befehlsverweigerung
Der vormalige Direktor der US-Geheimdienste NSA und CIA General Michael Hayden sorgte in einer Talkshow mit für seine Position ungewöhnlichen Worten für Überraschung. So hatte Talkmaster Bill Maher vermutet, im Fall eines Terroranschlags vor den US-Wahlen werde Donald Trump neuer Präsident. Hayden stimmte zu und verwies auf den Anschlag vor sieben Jahren in Spanien, der drei Tage vor der Wahl dort alles auf den Kopf gestellt habe. Dann wurde Hayden, den man bislang zu den Hardlinern zählte, allerdings erstaunlich deutlich, was er vom Gebaren des aussichtsreichen Populisten Trump hielt:

So sei Hayden "unglaublich besorgt", wenn ein Präsident Trump in einer Weise regiere, die der Sprache des Kandidaten Trump während des Wahlkampfs entspreche. Trumps Forderung nach dem Einsatz von sinnlosem Waterboarding von Verdächtigen, „weil sie es verdienten“, entsetzte den Ex-Spionagechef ebenso wie Trumps archaischer Vorschlag, die Familien von Terroristen zu töten. Hayden mutmaßte zudem, dass die Streitkäfte entsprechende Befehle verweigern würden. Das Befolgen ungesetzlicher Befehle sei eine Verletzung internationaler Gesetze.

Öffentliche Zivilcourage wie das indirekte Auffordern zur Befehlsverweigerung sind bei einem hohen Ex-US-Militär und Geheimdienstler ungewohnte Worte. Hayden war bislang vor allem als erbitterter Gegenspieler von NSA-Whistleblower Edward Snowden bekannt, der ebenfalls einem moralischen Konflikt unterlag und sich gegen seine Vorgesetzten entschied.

mehr:
- EX-CIA-Chef gruselt sich vor Trump (Markus Kompa, Telepolis, 29.02.2016)

Real Time with Bill Maher: General Michael Hayden on National Security and the Election (HBO) [2:39]

Veröffentlicht am 26.02.2016
Subscribe to the Real Time YouTube: http://itsh.bo/10r5A1B
Former NSA and CIA Director Michael Hayden joins Bill Maher to discuss a hypothetical Trump presidency in this clip from February 26, 2016.

Michael Hayden on Apple's fight with FBI, 2016 campaigns [8:41]

Veröffentlicht am 22.02.2016
A powerful intelligence insider is weighing in on Apple’s standoff with the FBI over unlocking the San Bernardino terrorist’s iPhone. Retired Gen. Michael Hayden says Apple is right in principle, but the government has a point. The former director of the National Security Agency and the CIA created and oversaw controversial programs designed to keep Americans safe. Hayden joins “CBS This Morning” to discuss his new book, "Playing to the Edge: American Intelligence in the Age of Terror."

Inside the NSA: An Evening with General Michael Hayden [1:13:36]

Veröffentlicht am 28.10.2014
After the attacks, at the request of the White House, Hayden intensified and expanded NSA wiretapping operations of various communications between Americans and terrorist suspects abroad in hopes of detecting and preventing another terrorist attack. These initial efforts were executed without a court order and after being revealed by The New York Times, were subsequently placed under judicial review. Over time, the NSA’s efforts grew into the multidimensional programs exposed by Edward Snowden, including the collection and storage of phone and email metadata covering billions of calls and messages between American citizens. 

In conversation with Amy Zegart, General Hayden provides an insider’s account about the origins and development of the NSA programs. He discusses the directives and mechanisms to control them, and the disagreements within the Bush administration about the extent of the wiretapping. He offers his views on the justification, legal status, scale, and effectiveness of the NSA monitoring.

General Michael Hayden | Beyond Snowden: An NSA Reality Check | Oxford Union [0:43]

Veröffentlicht am 18.02.2014
General Hayden gives his talk titled "Beyond Snowden: an NSA reality check"

ABOUT GENERAL HAYDEN: Michael Vincent Hayden is a retired United States Air Force four-star general and former Director of the National Security Agency and Director of the Central Intelligence Agency. From April 21, 2005 to May 26, 2006 he was the Principal Deputy Director of National Intelligence, a position which once made him "the highest-ranking military intelligence officer in the armed forces".

He was Director of the National Security Agency (NSA) from 1999 to 2005. During his tenure as director, he oversaw the controversial NSA surveillance of technological communications between persons in the United States and alleged foreign terrorist groups, which resulted in the NSA warrantless surveillance controversy.

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ABOUT THE OXFORD UNION SOCIETY: The Union is the world's most prestigious debating society, with an unparalleled reputation for bringing international guests and speakers to Oxford. It has been established for 189 years, aiming to promote debate and discussion not just in Oxford University, but across the globe.

America is Morally Bankrupt | Ed Schultz | Oxford Union [22:33]

Veröffentlicht am 22.11.2013
Ed Schultz talks about the state of America and the moral fabric of society becoming bankrupt.
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Ed Schultz touches on healthcare, public education and the political climate of the country.

Filmed on Friday 1st November 2013

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ABOUT ED SCHULTZ:
Mr Schultz is a prominent liberal American radio host and broadcaster, most famous for his TV and radio talk shows, The Ed Show and The Ed Schultz Show. He underwent a turn in his political views from conservative to liberal due to his frustration at the limited medical services available for his mother's battle with Alzheimer's, and an encounter with a nurse who ran a homeless shelter.

ABOUT THE OXFORD UNION SOCIETY:
The Union is the world's most prestigious debating society, with an unparalleled reputation for bringing international guests and speakers to Oxford. It has been established for 190 years, aiming to promote debate and discussion not just in Oxford University, but across the globe.

Heute vor 136 Jahren – 29. Februar 1880: Durchstich des St.-Gotthard-Tunnels

Mit der Eisenbahn durch den Gotthard 

Nachdem am Vortag der von Süden kommende Bohrer den ersten Durchbruch geschafft hatte, erfolgte am Vormittag des 29. Februar 1880 der Durchstich des heutigen, 19 km langen St.-Gotthard-Eisenbahntunnels durch das gleichnamige Bergmassiv zwischen Göschenen im Kanton Uri und Airolo im Kanton Tessin. Der 1882 fertiggestellte Tunnel entlastete die alte Passtraße, die seit dem Mittelalter – zunächst als Saumstraße und ab 1830 als Fahrstraße u. a. für den Postkutschenverkehr – die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Alpen war. 
Zeichnungen vom Bau des Einsenbahntunnels am Sankt Gotthard: oben der Bauplatz Ariolo, unten die Arbeiten mit der Bohrmaschine, 1875

Es hatte zwei Jahrzehnte der Planung gebraucht, bis im September 1872 die Bauarbeiten durch eine Genfer Firma beginnen konnten. Die durch Sprengungen, Steinschlag und Belüftungsprobleme äußerst gefährlichen Arbeiten verzögerten sich immer wieder durch Streiks und Unfälle – 199 der insgesamt rd. 3000 Arbeiter starben. Nach einer großen Einweihungsfeier konnte der Bahnbetrieb am 1. Juni 1882 aufgenommen werden. 

Inzwischen ist der neue Gotthard-Basistunnel im Bau, der mit 57 km der längste Eisenbahntunnel der Welt werden soll. Seine Eröffnung ist frühestens für Ende 2016 vorgesehen. 

Die längsten Eisenbahntunnel 
▪︎ Seikan-Tunnel (Japan; 1988): 53,85 km 
▪︎ Eurotunnel (Großbritannien, Frankreich; 1994): 50,45 km 
▪︎ Lötschberg-Basistunnel (Schweiz; 2007): 34,576 km 

Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016
[Doku] Die Eroberung der Alpen - Der Durchbruch [HD] [43:11]

Veröffentlicht am 17.01.2015
Der Film schildert das packende Drama rund um den Bau des alten Gotthardtunnels, in den der Ingenieur Louis Favre sein ganzes Wissen und Vermögen investierte und in dem er, nur wenige Wochen, bevor die Welt den Durchstich feiern konnte, sein Leben ließ.
Im 19. Jahrhundert erobert die Eisenbahn Europa. Doch die Alpen bleiben ein unüberwindbares Hindernis. Keine Lokomotive schaffte es, die steilen Höhen zu überwinden oder in den winterlichen Bedingungen des Hochgebirges zu bestehen. Da entsteht der gewagte Plan, einen Tunnel durch die Berge zu treiben. Der Mont Cenis-Tunnel soll eine zwölf Kilometer lange, direkte Verbindung zwischen Frankreich und Italien schaffen. Von zwei Seiten wird das Projekt in Angriff genommen, immer mit der Furcht, sich nach jahrelanger Schwerstarbeit im Inneren des Berges zu verfehlen. Ganz Europa blickt gebannt auf die Fortschritte der Tunnelbauer.
Auf der Hightech-Baustelle im neuen Gotthard-Basistunnel: 57 Kilometer führt der längste Eisenbahntunnel der Welt durch die Berge. Knapp einen Kilometer tief geht es hinab in eine unbekannte Welt. Gigantische Tunnelbohrmaschinen ermöglichen heute Bauten dieser Dimensionen. Doch die Leistung der Tunnelpioniere des 19. Jahrhunderts steht dem in nichts nach.

Baustelle der Superlative- der Gotthard-Basis-Tunnel [11:58]

Hochgeladen am 15.10.2010
37 km- der längste Tunnel der Welt- entsteht zur Zeit.
Die BWK-Bezirksgruppe Darmstadt besuchte die Baustelle im Rahmen der Jahresexkursion 2002.
Eingerahmt von TV-Dokus.

Überwachung: Verschwommen ist das neue Nein

Während Apple zum FBI nein sagt, sagt Google zu einem neuen Feature ja
Und plötzlich steht eine Elektronikfirma für Mut. So sehr, dass sogar der Mann mit der schlecht sitzenden Frisur auf dem merkwürdigen Hirn zum Boykott der Firma aufruft. Vielleicht auch etwas unglückselig. Aber Apple rückt die Daten dem FBI nicht heraus und wird nun nach anfänglichem Zögern von Seiten Microsofts zumindest offiziell von Google und Microsoft dabei unterstützt. Viel Spaß vor Gericht. Wir bleiben dran. Dabei ist nicht einmal klar, was sich Ominöses von den Attentätern in San Bernadino finden lassen würde, wenn Apple gegen das FBI den Kürzeren zöge.

mehr:
- Verschwommen ist das neue Nein (Harald Taglinger, Telepolis, 29.02.2016)

siehe auch:
- Apple vs. FBI: Software als "freie Rede" (Angela Meyer, heise News, 27.02.2016)
- FBI gegen Apple: Vorstoß ins Ich (Mathias Müller von Blumencron, FAZ, 26.02.2016)
- Apple vs FBI: Apples Weigerung wird erstmals gerichtsnotorisch (Daniel AJ Sokolov, heise News, 26.02.2016)
- Apple vs. FBI: Die Crypto Wars 3.0 erreichen die USA (Martin Holland, heise News, 25.02.2016)
- Streit mit Apple über Hintertüren: Ex-NSA-Chef stellt sich gegen das FBI (SPON, 22.02.2016)
- Apple: Zu gut, um legal zu sein (Patrick Beuth, ZEIT Online, 18.02.2016)

Apple vs the FBI - Who Wins?

Veröffentlicht am 19.02.2016
Jenna McLaughlin, The Intercept & Elizabeth Goitein, The Brennan Center for Justice joins Thom. Apple CEO Tim Cook has announced that this company will fight a government order to unlock the iPhone of one of the San Bernardino shooters. What impact will this decision have on the broader debate around encryption and terrorism? 

For more information on the stories we've covered visit our websites at thomhartmann.com - freespeech.org - and RT.com. You can also watch tonight's show on Hulu - at Hulu.com/THE BIG PICTURE and over at The Big Picture YouTube page. And - be sure to check us out on Facebook and Twitter!

FBI vs. Apple: Is Liberty At Stake? [16:42]

Live übertragen am 18.02.2016
The FBI is demanding that Apple create a means to bypass its iPhone encryption. Apple has refused, explaining the dangerous precedent such a move would set. In this standoff, it is our Constitutional liberties that are at stake. Will the Fourth Amendment be finally and fully decapitated?

Be sure to visit http://www.ronpaullibertyreport.com for more libertarian commentary.



»In den Medien muss sich 'fast alles' ändern.«

Mit diesen Worten brachte der Soziologe Hauke Brunkhorst vor einem Jahr im Telepolis-Interview auf den Punkt, was kritische Mediennutzer seit geraumer Zeit ansprechen: Die Verwerfungen in den Medien sind gewaltig. Und so verwundert es nicht, dass eine Medienkritik entstanden ist, die grundsätzlicher Natur ist: Sie akzeptiert das Selbstbild, das die "großen Medien" von sich nach außen kommunizieren, nicht mehr.

Die Rolle der Medien als "Hauptwirklichkeitsdeuter" der Gesellschaft ist zerbrochen, ihr Welterklärungsmonopol ist in weiten Teilen aufgebrochen. Mediennutzer setzen sich mit der Berichterstattung teilweise im Detail auseinander, markieren die Schwachstellen und scheuen sich nicht, auf die blinden Flecke bei der Nachrichtenproduktion hinzuweisen.

Im neuen Telepolis-eBook kommen sowohl Journalisten als auch Wissenschaftler zu Wort, die mit ihren Erkenntnissen einer versachlichten und zugleich pointierten Medienkritik den nötigen Halt bieten.

mehr:
- Medienkritik (Marcus Klöckner, Telepolis, Februar 2016)