Freitag, 1. April 2016

Die Floskeln der Macht – Wie wir durch Sprache manipuliert werden

Wie wir durch Sprache manipuliert werden


Kommt Ihnen das bekannt vor? Deutschland braucht "Reformen", und für die europäischen Nachbarn gilt das erst recht, denn die haben ihre "Hausaufgaben" nicht gemacht. Dem "Steuerstaat" müssen wir endlich mit "Bürokratieabbau" zu Leibe rücken, um die "Eigeninitiative" zu stärken, was wiederum ganz sicher der "Wettbewerbsfähigkeit" dient – genauso wie die Senkung der "Lohnnebenkosten".

Und so weiter und so fort. So klingt es, wenn die regierenden Politiker, die Lobbyisten und manche Journalisten zu uns sprechen. Sie reden in einer Art Ikea-Sprache: jede Floskel ein vorgefertigter Bausatz. Sie gaukeln uns auf diese Art etwas vor: Wenn Politiker "Reformen" sagen, geht es meistens um Lohnverzicht und Rentenkürzung. Den "Steuerstaat" prangern sie an, wenn sie Spitzenverdiener und Vermögende vor einer angemessenen Beteiligung an der Finanzierung des Gemeinwohls schützen wollen.

"Bürokratieabbau" heißt übersetzt Abbau des Kündigungsschutzes oder Verzicht auf Kontrolle, zum Beispiel bei Arbeitszeiten und -bedingungen. Die "Eigeninitiative" kommt ins Spiel, wenn die Kosten der Daseinsvorsorge, etwa für Gesundheit und künftige Renten, immer stärker auf uns Bürgerinnen und Bürger abgewälzt werden sollen. "Wettbewerbsfähigkeit" bedeutet, in klares Deutsch übersetzt, einen internationalen Wettlauf um Kostensenkungen für Unternehmen – zum Beispiel bei den "Lohnnebenkosten", deren Senkung zwangsläufig mit dem Abbau sozialer Leistungen verbunden ist.

Sollten Sie den ganzen Politsprech nicht mehr hören wollen, dann ist das verständlich, aber nicht zu empfehlen. Denn hinter der Formelsprache der Regierenden verbergen sich, sorgfältig verklausuliert, sehr konkrete Inhalte, Ideologien und Ziele. Das gilt ganz besonders in den Bereichen Wirtschaft sowie Finanz- und Sozialpolitik – von Börse bis Rente, von Arbeit bis Zins.

Was meinen die Mächtigen, ohne es zu sagen, wenn sie uns ihre "Gute-Macht-Geschichten" erzählen? Wer die Codes der Macht nicht durchschaut, wird sich auch nicht wehren können, wenn es notwendig ist. Es ist nicht immer einfach, die wirkliche Bedeutung zu erkennen, die hinter dem Wörternebel von Politikern, Interessenvertretern und ihren Gefolgsleuten in der Wissenschaft zu verschwinden droht. Und deshalb schalten viele Menschen – verständlicherweise, wie gesagt – auf Durchzug. Sie halten sich an den Soziologen Niklas Luhmann, der für diese Sprache den Begriff "Lingua Blablativa" geprägt hat, und hören einfach nicht mehr zu.

So leicht sollten wir es der herrschenden Politik allerdings nicht machen. Denn was Politiker und ihre ideologischen Stichwortgeber wirklich meinen, das kann jeden und jede von uns direkt und im Zweifel existenziell betreffen. Das tut es zum Teil bereits – siehe nur den stetigen Abbau bei der gesetzlichen Rente, die ungerechte Verteilung des Reichtums oder die einseitige Sparpolitik des Staates. Wenn wir wissen wollen, was die herrschende Politik mit uns vorhat, werden wir nicht daran vorbeikommen, ihre Formeln zu entziffern.

mehr:
- Die Floskeln der Macht (Daniel Baumann, Stephan Hebel, Telepolis, 31.03.2016)

siehe auch:


Unsere Welt besteht aus Geschichten (Post, 17.12.2015)
Es geht nicht um Wahrheit, es geht nicht um Moral, es geht um Zeitvorsprung (27.12.2015)
Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (29.08.2013)
Wir geben ihnen Macht 1 (14.03.2013) 
Der Ukraine-Konflikt 2 – Über unterschiedliche Meßlatten und die Verwendung von Sprache am Beispiel der Homosexuellen-Gesetzgebung in Deutschland und des israelisch-palästinensischen Konflikts (21.03.14, zuletzt aktualisiert am 03.09.2014)
Der Ukraine-Konflikt 5 – Die Nagelprobe des Journalismus (Post, 21.04.2014, zuletzt aktualisiert am 29.10.2014)
Ukraine 9 – Wider die veröffentlichte Meinung (11.05.2014, zuletzt aktualisiert am 31.07.2014)

Ukraine 11 – Unsere Medien: Nicht-Berichten und Sprachverdrehung und der Krieg »Reich gegen Arm« (Post, 16.05.2014, zuletzt aktualisiert am 01.10.2014)
Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung (Post, 27.07.2014, zuletzt aktualisiert am 14.09.2014)
siehe hier das Interview mit Sabine Schiffer
- Tendenzöse Attributierung in deutschen Printmedien: Putin vs. Obama – eine linguistische Analyse (Mirjam Zwingli, Bachelor-Arbeit, Oktober 2012 – vor der Ukraine-Krise!!)
Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Post, 18.09.2014, zuletzt aktualisiert am 04.10.2014)


Permanente Stationierung von US-Truppen in Osteuropa

Aggression (lateinisch aggressiō vom Deponens aggredī heranschreiten; sich nähern; angreifen) ist ein in Tieren (einschließlich Menschen) verankertes, biologisch fundiertes Verhaltensmuster zur Verteidigung und Gewinnung von Ressourcen sowie zur Bewältigung potenziell gefährlicher Situationen. Diese ultimaten Ursachen werden beim Menschen durch proximate Ursachen in der Persönlichkeit oder der Umwelt ausgelöstaktiviert oder gehemmt und durch verschiedene Emotionenmotiviert.[1][2][3]
Der amerikanische Physiologe Walter Cannon prägte 1915 den Begriff Fight-or-flight; der Mediziner Hans Selye schuf 1936 als Modell der menschlichen Reaktion auf chronische Belastungen das „Allgemeine Anpassungssyndrom“ (Näheres siehe Stressreaktion).
Zur Auslösung der Aggression bedarf es spezifischer Situationen und Reize.[4]
Bei Menschen wird emotionale Aggression häufig durch negative Gefühle hervorgerufen, also als Reaktion zum Beispiel auf Frustration, Hitze, Kälte, Schmerz, Furcht[5] oder Hunger. Ob und wie Aggressionen im Verhalten zum Ausdruck gebracht werden, unterliegt in hohem Maße den jeweiligen sozialen Normen.[6]
Die negative Bewertung von Aggression, die (nur oder überwiegend) die destruktiven Seiten betont, wird nicht generell geteilt.[7] Innerhalb der Psychotherapie betrachtet die Gestalttherapie Aggression als eine Form der Erregung, die z. B. dazu dient, Hindernisse zu beseitigen, oder Neues aus der Umwelt für den Organismus assimilierbar zu machen. Destruktiv oder zu Gewalt wird die Aggression erst unter bestimmten äußeren oder inneren Bedingungen.[8]
Im Tierreich ist aggressives Verhalten weit verbreitet. Es wird von Verhaltensbiologen dahingehend interpretiert, dass es dem direkten Wettbewerb um Ressourcen oder um Nahrung dient (Interspezifische Konkurrenz und Intraspezifische Konkurrenz), der Revierverteidigung, der Herstellung oder Änderung einer Rangordnung oder auch der Konkurrenz um einen möglichen Sexualpartner [9]. Das Greifen eines Beutetiers, das der Ernährung dient, ist bei Tieren ebenfalls mit einer Form von Aggression verbunden, wohingegen beim Menschen schon früh Techniken zum Erlegen von Beute eingesetzt wurden (siehe Jäger und Sammler). Aggressives Verhalten im eigentlichen Sinne wird seitens der Ethologie häufig auch als agonistisches Verhalten oder als Angriffs- und Drohverhalten bezeichnet und mit spezifischen Auslösern („Schlüsselreizen“) in Verbindung gebracht. Zur Regulierung aggressiver Impulse gibt es bei Tieren und Menschen die instinktiv veranlagte Aggressionshemmung. [mehr: Aggression, Wikipedia]
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Die Ausgaben für die militärische Präsenz in Europa gegen die "russische Aggression" sollen um mehr als das Vierfache steigen
Das Pentagon will nicht sparen. Der Haushaltsentwurf für 2017 sieht mit Gesamtausgaben von 582,7 Milliarden US-Dollar 1,4 Milliarden mehr als 2016 vor. Unter Präsident Obama sind die Verteidigungsausgaben 2010 auf den Rekordstand von 691 Milliarden gestiegen. Bush fing mit 316 Milliarden an, dann wuchsen die Ausgaben aufgrund der Kriege bis 2008 auf 665 Milliarden an, davon 187 Milliarden für die Auslandseinsätze (Overseas Contingeny Operations - OCO). Noch freilich ist nichts im Kongress entschieden. Im Präsidentschaftswahlkampfjahr wird sich das noch hinziehen, wobei an Ausgaben für Sicherheit vermutlich nicht gespart werden dürfte.

Die Ausgaben für OCO liegen nun, fast unverändert zu 2016, bei 58,8 Milliarden. Damit werden nicht nur die Einsätze in Afghanistan (Operation Freedom's Sentinel) und im Irak und in Syrien (Operation Inherent Resolve) abgedeckt, sondern auch, wie es im Entwurf heißt, "die wachsenden Bemühungen, die europäischen Alliierten zu stärken und Aggression abzuwehren". Mit Aggression ist natürlich die viel von der US-Regierung und der Nato beschworene "russische Aggression" gemeint. Aber als militärischer Hauptgegner gilt neben Russland auch China, während für das Pentagon eine "mögliche regionale Aggression" von Iran und Nordkorea ausgeht.

Für Afghanistan ist mit 41,7 Milliarden US-Dollar der größte Posten und nur geringfügig weniger als 2016 vorgesehen. Für die Kriegsführung im Irak und in Syrien sind es 7,5 Milliarden, darunter 300 Millionen für Ausbildung und Ausrüstung syrischer Kämpfer (Syria Train and Equip Fund - STEF), 2,5 Milliarden mehr als 2016. Am stärksten sollen die Ausgaben für die so genannte European Reassurance Initiative (ERI) wachsen, mit der Russland eingedämmt werden soll - um "aggressive Akteure in der Region abzuschrecken" und die "militärische Präsenz in Osteuropa zu erweitern". 2017 sind mit 3,4 Milliarden US-Dollar mehr als die vierfachen Ausgaben wie 2016 vorgesehen. Damit soll neben der erhöhten Präsenz in Osteuropa die militärische Bereitschaft der Alliierten und Partner in der Region gestärkt und "Maßnahmen zum schnellen gemeinsamen Vorgehen gegen alle Bedrohungen durch aggressive Akteure in der Region" geschaffen werden.

Erstmals seit dem Kalten Krieg werden damit wieder Soldaten, Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge dauerhaft an der Ostgrenze der EU zur Abwehr der "russischen Aggression" stationiert. Von der anderen Seite wird das als Nato-Aggression gesehen. Die U.S. Army Europe wird ab Frühjahr 2017, wenn der Haushaltsplan in Kraft tritt, bis 2017 permanent drei Kampf-Brigaden mit moderner Ausrüstung in Europa stationieren. Jedes Jahr soll eine Brigade mit ihrer Ausrüstung ausgetauscht und in den Ländern Litauen, Estland, Lettland, Polen, Rumänien und Bulgarien verteilt werden, so dass dort an der russischen Grenze immer amerikanische Soldaten präsent sind. Zu einer Brigade gehören 4.413 Soldaten. Zudem wird Ausrüstung fest in Europa stationiert. Neu hinzukommen 250 Panzer, Bradley-Schützenpanzer und Palatin-Panzerhaubitzen sowie weitere 1700 Fahrzeuge und Lastwagen.

mehr:
- Pentagon will US-Truppen in Osteuropa permanent stationieren (Florian Rötzer, Telepolis, 01.04.2015)

Sind stationierte NATO-Truppen vor Russland überhaupt erlaubt? {3:57}

Tilo Jung
Am 15.06.2016 veröffentlicht 
Werde ein Naivling ► http://bit.ly/1A3Gt6E
Fanshop ► http://fanshop-jungundnaiv.de/
Deutsche Soldaten an der russischen Grenze: Die NATO hat gestern offiziell beschlossen, dass Kampftruppen in Polen sowie in Estland, Lettland und Litauen, also vor Russland, stationiert werden. Vier Einheiten, darunter deutsche Soldaten, sollen sich vor Ort ständig abwechseln bzw. "dauerhaft rotieren", damit man sagen kann: NATO-Truppen sind nicht durchgehend vor Ort. Nur wie passt das mit der "NATO/Russland-Grundakte" zusammen? Denn die verbietet eine "dauerhafte" Präsenz "substanzieller" militärischer NATO-Einheiten in Osteuropa. Die Bundesregierung versteht das Problem nicht...
Sharing is caring!
Mehr dazu: Pläne für Osteuropa verabschiedet - NATO schickt Tausende Soldaten http://bit.ly/1sGs6TE
Ausschnitt aus der BPK vom 15. Juni 2016 https://youtu.be/IglNcSkXy6s

Russland vs. NATO Droht ein neuer Kalter Krieg Monitor 21.08.14 [9:17]

Veröffentlicht am 22.08.2014
Seit der Annexion der Krim scheint im Ukraine-Konflikt klar, wer gut und wer böse ist. Aggressiver Putin, friedliebender Westen. Doch der jetzige Konflikt hat eine Vorgeschichte: Auch die NATO hat Russland immer wieder vor den Kopf gestoßen: Durch die Modernisierung des Waffenarsenals, durch die Aufnahme osteuropäischer Staaten und geringe Kooperation bei Rüstungsverhandlungen wurde die jetzige Eiszeit bereits vor Jahren eingeleitet. Und Hardliner fordern jetzt noch mehr: Stationierung von Kampftruppen, Aufrüstung und Erweiterung. Führende Sicherheitsberater warnen vor einer neuen Ost-West Konfrontation: Noch nie seit dem Ende des Kalten Krieges war die Situation so gefährlich wie jetzt.
Quelle : ARD

Militärausgaben 2013 laut SIPRI [siehe: SIPRI Yearbook 2013, deutsch, PDF]
Die Nato-Osterweiterung kritisierte Russlands Präsident massiv, weil deren militärische Infrastruktur "bis an unsere Grenzen" heranreiche. 
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer reagierte sichtlich verärgert: Was Putin gesagt habe passe nicht zur viel beschworenen "Partnerschaft zwischen Russland und der Nato". […] Wie könne man sich denn sorgen, "wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken", fragte er mit Blick auf Putins Äußerung gegen die Nato-Osterweiterung. [Sicherheitskonferenz in München: Putin schockt die EuropäerSebastian Fischer, SPON, 10.02.2007, Hervorhebung von mir]

Das ist es, was Don Juan zu sagen pflegte. Er fragte mich immer: ›Wie schmeckt dir die Karotte?‹ – ›Was meinst du?‹ – ›Die Karotte schoben sie dir in den Arsch.‹ Ich war schrecklich beleidigt; er konnte das tatsächlich mit mir machen! Das war’s. Er sagte: ›Sei dankbar, daß sie noch keinen Griff daran angebracht haben.‹« [Du lebst nur zweimal, Kapitel: Die Kritische Masse, Carlos Castaneda im Interview mit Bruce Wagner; englische Version: You only live twice, nagualism.com]

NATO immer aggressiver, die "Demokratie" jetzt 100 km vor Russland [10:50]

Veröffentlicht am 07.02.2016
Ich hab kein Problem mit DEM Russen!
DER Russe hat mich nie persönlich abgehört.
DER Russe versucht nicht mit geheim verhandelten! Freihandels Abkommen mir giftige GENmanipulierte Nahrung und andere faschistische Ideen gewaltsam aufzuzwingen.
DER Russe zwingt mich auch nicht zur Trinkwasservergiftung durch Fracking oder Massentierhaltung
DER Russe missbraucht das Wort Freiheit nicht!, in Verbindung mit einer finanzoligarischen Militärdiktatur von psychopathischen Superreichen.
Der Russe redet nicht von Freier Presse bei Kriegspropaganda
DER Russe attackiert mich und meine Mitmenschen in Nachbarländern nicht mit Drohnen, Wetterwaffen -HAARP, Chemtrails, u.a. und geheimen Söldnermilizen. Und das ständig.
DER Russe zwingt mich auch nicht ständig mit meinen erpressten Steuern am -Krieg gegen den Terror - als weltweiten Völkermord, und in Folge Flüchtlingsströme, teilnehmen zu müssen.
Der Russe zwingt mich nicht, in Folge… Flüchtlinge aufnehmen und versorgen zu müssen
DER Russe zwingt mich als Deutscher auch nicht, ständig und völkerrechtwidrig an über 30 Kriegsschauplätzen teilzunehmen, und das Auslandseinsatz, humanitäre Hilfe, Verteidigungsfall, Befreiung vom Diktator, Entwicklungshilfe oder Krieg gegen den Terror, zu nennen.
DER Russe droht nicht ständig anderen Ländern mit Militärschlägen?
DER Russe besetzt nicht ständig andere Länder völkerrechtswidrig, um angebliche Terroristen zu bekämpfen oder Massenvernichtungswaffen zu finden.
Ist Russland seit 9/11 in 2001 in über 14 Länder militärisch unter obigen Argumenten interveniert?
Kontaminiert Russland ständig andere Länder auf Jahre mit Uranmunition und Napalmbomben und lässt seine Pharmaindustrie hieran $$$ verdienen?
Hat Russland Atombomben gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt?
Hat Russland seit 1945 über 30 Länder überfallen? …und dort öffentlich gefoltert -im Namen der Freiheit-
Hat Russland 174 Länder mit Militärischen Stützpunkten besetzt?
Hat Russland weltweit über 1000 ! militärische Stützpunkte darauf aufgebaut?
Hat Russland all diese Länder über den IWF, die EZB, die BIZ mit Schulden beladen, die diese überfallenen Länder nie mehr zurückzahlen können …incl. Regimestürze im Hintergrund
Hat Russland 10 x so viele Militärausgaben, wie der Rest der Welt zusammen?
Macht Russland weltweite Wirtschaft-, Politik-, und Privatpersonelle Spionage von jedem Menschen, oder das angloamerikanische Establishment?
Ist Russland noch Besatzungsmacht von Deutschland oder Amerika? Ramstein u.a….
Warum verhindert die USA einen Friedenvertrag mit Deutschland? ...denn Russland war 3x für einen Friedensvertrag bereit?
Ist Russland unser Feind, oder einer unserer großen Handelspartner?

Falls DU auch mal grundlos mit NAZI, Verschwörer oder Rassist angesprochen werden möchtest, dann fragt doch mal die meinungsbildenden Medien warum Sie …zur Abwechslung…. nicht mal hierüber berichten, und warum man diese Dinge nur über´s Internet erfährt…

siehe auch:
- Feindbild Putin: Russland übt den Krieg drei Mal so oft wie die Nato (Post, 23.08.2017)
- Zittern vor Trump oder vor der Kurzsichtigkeit und Unberechenbarkeit der US-amerikanischen Politik? (Post, 21.08.2017)
- Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)
- Mathias Bröckers: »Die Deutungshoheit der großen Medien ist schwer angekratzt« (Post, 30.05.2015)
Die NATO-Bedrängnis-Inszenierung: der Automatismus von Beschuldigung und der Forderung nach höheren »Verteidigungs«-Ausgaben (Post, 15.11.2014)
Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (Post, 25.04.2014, mit den Reden Putins vor dem Deutschen Bundestag am 25.09.2001 und vor der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2007)
In drastischer Weise warnte er [Putin] massiv vor einer amerikanischen Weltherrschaft, bezeichnete die NATO-Osterweiterung als Provokation und drohte: Moskau verfüge über Waffen, die das geplante US-Raketenabwehrschild in Osteuropa wirkungslos machen würde. [Ein Hauch von Kaltem KriegArtikel auf der Internetpräsenz der Münchner Sicherheitskonferenz]
nachgetragene Bemerkung vom 14.09.2018:
Wenn ich einen Marktschreier engagiere, damit ich auf dem Marktplatz möglichst viele Äpfel verkaufe, bezahle ich den ja nicht dafür, daß er den Boden, auf dem meine Apfelbäume stehen, auf Giftstoffe untersucht, eine Strichliste darüber führt, wie oft ich meine Äpfel mit Pestiziden besprühe oder sie auf Radioaktivität testen läßt. Er soll einfach nur laut schreien, damit möglichst viele Leute kommen und kaufen! Punkt!
Mein Problem: Ich habe bisher geglaubt, Journalisten sollten nach so etwas wie der Wahrheit suchen oder so etwas tun wie wahrhaftig berichten oder sie sollten seriös sein.

Ein Beispiel aus der Geschichte:
Der Kölner Erzbischof und Reichserzkanzler Rainald von Dassel brachte am 23. Juli 1164[6] von Mailand Gebeine nach Köln, die spätestens seit ihrer Überführung nach Köln als Reliquien der Heiligen Drei Könige angesehen und verehrt wurden. Ob dies davor in Mailand schon der Fall war, ist in der Forschung aufgrund des Umstandes strittig, dass die Mailänder das Fehlen der Reliquien erst nach der Etablierung der Kölner Dreikönigswallfahrt nachweisbar beklagten. Die Reliquien hatte ihm der Kaiser Friedrich I. aus dessen Kriegsbeute geschenkt. Sie führten viele Pilger in den alten Dom, so dass er zu klein wurde. Daher wurde um 1225 geplant, einen neuen Dom zu bauen. 
[Erste Bauperiode des neuen Doms, Wikipedia, abgerufen am 14.09.2018]
Wer sollte ein Interesse daran haben, die Echtheit der Reliquien zu prüfen?
Richtig! Niemand! Allenfalls die Konkurrenz!

Heute vor 70 Jahren – 1. April 1946: Gründung der Organisation Gehlen

Dunkle Anfänge des BND 

Generalmajor Reinhard Gehlen (1902-1979) war im Zweiten Weltkrieg als Leiter der Abteilung »Fremde Heere Ost« Chef von Hitlers Ostspionage. Ab 1944 plante er – die Frontenbildung im Kalten Krieg vorausahnend – für die Zeit nach der deutschen Niederlage: Kurz vor Kriegsende vergruben getreue Mitarbeiter Gehlens sämtliche nachrichtendienstliche Materialien in den österreichischen Alpen. Im Mai 1945 stellte er sich den Amerikanern und bot ihnen Informationen über die Sowjetunion an. Heute vor 70 Jahren wurde daher die »Organisation Gehlen« gegründet, zunächst unter Kontrolle der CIA. Sitz war seit 1947 Pullach. 
BND-Chef Reinhard Gehlen in seinem Arbeitzimmer
Gehlen akquirierte als Mitarbeiter vor allem ehemalige Angehörige von Wehrmacht, SS und Reichssicherheitshauptamt. Nach Annäherung an die Bundesregierung wurde aus der Organisation Gehlen am 1. April 1956 der Bundesnachrichtendienst (BND), dem Gehlen unter dem Decknamen »Dr. Schneider« bis 1968 vorstand. Gehlen unterhielt enge Kontakte zu rechtsradikalen Gruppen und verhalf etwa Eichmanns Mitarbeiter Alois Brunner zur Flucht nach Syrien. Die »braunen Anfänge« des BND waren lange bekannt, wurden allerdings erst in den letzten Jahren wissenschaftlich aufgearbeitet. 

Was am 1. April noch geschah: 
1881: In Berlin wird Deutschlands erstes Telefonnetz mit 48 Teilnehmern in Betrieb genommen. 
 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2016

siehe auch:
Gehlen – Des Kanzlers lieber General (SPIEGEL 39/1954)
Die Geheimdienstlegende – Reinhard Gehlen und der BND (Munzinger, 3sat, 01.11.2012)
- Gehlen-Manuskript (CIA)

Gegen Freund und Feind - doku über BND und Reinhard Gehlen [46:49]

Hochgeladen am 01.04.2011

Dr. Bodo Hechelhammer: Die „Dossiers". Reinhard Gehlens geheime Sonderkartei [33:24]

Veröffentlicht am 17.02.2014
Kolloquium: Die Geschichte der Organisation Gehlen und des BND 1945-1968. Umrisse und Einblicke. Berlin, 2.12.2013

- Die Geschichte der Organisation Gehlen und des BND 1945–1968: Umrisse und Einblicke ( Dokumentation der Tagung am 2.Dezember 2013, Unabhängige Historiker-Kommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968)
- Alois Brunner (Christian Springer, Wo geht’s hier nach Arabien, Karl Blesing Verlag, 2011, eine Seite zurückscrollen)
- Von Israels Geheimdienst mit fünf Lügen 50 Jahre an der Nase herumgeführt – Die Mossad-Mär über Adolf Eichmann (Gaby Weber, Neue Rheinische Zeitung, 26.05.2010)

Octogon-Trust: Waffenhändler | Geheimdienst | Parteispenden | Adenauer | Gehlen - ARTE 2008 [1:11:04]

Veröffentlicht am 25.10.2014
HomosapienFloraFauna auf Google+: https://plus.google.com/u/0/112707181... Youtube: https://www.youtube.com/user/Homosapi... Quelle: Jean-Michel Meurice: Schwarze Kassen, Dokumentarfilm, ARTE France, Maha und Anthracite (2008; 70’), Jean-Michel Meurice, Frankreich 2008 https://www.youtube.com/watch?v=gXydN...

Prof. Dr. Rolf-Dieter Müller: Frühe Konflikte. Annäherungen an eine Biographie Reinhard Gehlens [24:57]

Veröffentlicht am 17.02.2014
Kolloquium: Die Geschichte der Organisation Gehlen und des BND 1945-1968. Umrisse und Einblicke. Berlin, 2.12.2013



Donnerstag, 31. März 2016

Viele Emojis benutzen wir völlig falsch

Diese Nachricht ist erschütternd: wir benutzen die Emojis falsch! Sie sollen die Kommunikation vereinfachen, doch ihre Symbolik ist offenbar komplexer, als gedacht. Das Unicode-Konsortium ist für ihre Standardisierung verantwortlich und entwickelt sie weiter - für eine digitale Welt ohne Missverständnisse. Das sind die Fallstricke:
mehr:
- Viele Emojis benutzen wir völlig falsch (KompaktWelt, Datum unbekannt)


Dienstag, 29. März 2016

Türkei bestellt deutschen Botschafter wegen Satire ein

Das vom NDR gespielte Lied „Erdowie, Erdowo, Erdowahn“ ging dem Staatschef offenbar zu weit. Einem Bericht zufolge wurde der deutsche Botschafter wegen der Satire ins türkische Außenministerium geladen. 

Der deutsche Botschafter in der Türkei ist nach einem Medienbericht wegen einer NDR-Fernsehsatire ins Außenministerium in Ankara einbestellt worden. Der Diplomat Martin Erdmann habe sich am vergangenen Dienstag für eine knapp zweiminütige Satire aus der Sendung „extra 3“ rechtfertigen müssen, schreibt „Spiegel Online“

„Erdowie, Erdowo, Erdogan“ 

Es habe sich um ein Lied mit dem Titel „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayip Erdogan gehandelt. Das Auswärtige Amt war am Montagabend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
mehr:
- Pressefreiheit Türkei bestellt deutschen Botschafter wegen Satire ein (FAZ, 29.03.2016)

Islamistischer Terror: Töten im Namen Gottes

Was sind die wahren Ursachen für den islamistischen Terror? Wirklich die Religion oder der Zorn von ökonomisch Marginalisierten? Sicher ist: Das Beschwören westlicher Werte fruchtet nicht. Ein Gastbeitrag.

Unter dem Eindruck der Pariser Terroranschläge vom 13. November vorigen Jahres wiederholte der einflussreiche französische Politikwissenschaftler Olivier Roy seine schon mehrfach formulierte These, dass der von radikalisierten Salafisten ausgehende Terror in Europas Städten nur sehr wenig mit Religion und Islam zu tun habe. Man müsse solche Attentate als eine neue Jugendrevolte gegen die herrschende Kultur deuten, als pathetisch inszenierten Bruch mit den Konventionen jener Welt, in der die jungen Täter aufgewachsen seien. Die in den Medien weitverbreitete Rede vom „politischen Islamismus“ sei irreführend. Man müsse stattdessen von „islamisierter Radikalität“ reden.

In Büchern wie „Der falsche Krieg. Islamisten, Terroristen und die Irrtümer des Westens“ (2008) oder „Heilige Einfalt. Über die politischen Gefahren entwurzelter Religionen“ (2010) entwirft Roy Psychogramme der Täter, die das herrschende Bild vom fanatischen Superfrommen, der aus primär religiösen Motiven gewalttätig wird, in Frage stellen. Die meisten Täter seien Angehörige der zweiten Generation von Einwanderern oder aber Konvertiten aus europäischen Familien der Mittel- oder Unterschichten. Oft hätten sie eine Karriere als Drogenhändler und Kleinkriminelle hinter sich. Weder seien sie in Kindheit und Jugend besonders fromm gewesen, noch hätten sie Kontakte zu irgendeiner Moschee gehabt

Islamforscher sieht Frustration als Antrieb des Terrors
Roy bestreitet nicht, dass für die Selbstdeutung der Täter die religiöse Symbolsprache eine wichtige Rolle spielt. Aber die religiöse Sprache diene diesen zumeist gescheiterten, aus der Bahn geworfenen, von Frustration über ihr Lebensunglück und Hass auf die Gesellschaft geprägten jungen Menschen nur dazu, endlich ihrem Leben einen Sinn geben zu können. mehr:
- Ursachen des Terrors – Töten im Namen Gottes (Friedrich Wilhelm Graf, FAZ, 29.03.2016)


siehe auch:


Politik und Religion. Zur Diagnose der Gegenwart | Friedrich Wilhelm Graf | SWR Tele-Akademie [44:32]

Veröffentlicht am 01.10.2014
http://www.tele-akademie.de - Der politisch-religiöse Radikalismus der Gegenwart verdeutlicht die Sprengkraft, die Religion in sich birgt und macht deutlich, dass die saubere Trennung von Politik und Religion eine Illusion ist.

Olivier Roy in der Kulturzeit [7:28]
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«En direct de Mediapart», le grand entretien: Olivier Roy sur l'islam et le djihadisme [50:04]

Veröffentlicht am 13.11.2014
Joseph Confavreux a reçu jeudi 6 novembre Olivier Roy, directeur de recherche au CNRS, professeur à l'Institut universitaire européen de Florence et spécialiste de l'Islam.

Ulrich Beck, Weltanziehungskraft

Bis zu seinem Tod hat der Münchner Soziologe Ulrich Beck an einem Buch gearbeitet, das nun auf Englisch erscheint. Es passt wie gerufen.
Am Neujahrstag schien die Sonne und brachte den Schnee in Münchens Englischem Garten zum Glitzern, es war ein strahlender Wintertag. Ein paar Wochen zuvor hatte der Soziologe Ulrich Beck eine erste vorläufige Fassung seines neuen Buchs Metamorphosis an den britischen Verlag Polity Press geschickt, er hatte es auf Englisch geschrieben. Die ersten Kommentare hatte er vom Lektorat schon erhalten. Und nun ging er zum Beginn des neuen Jahres 2015 also mit seiner Frau durch den Schnee, um mit ihr zu beraten, was sich an dem Buch noch ändern, verbessern ließe und was zu ergänzen wäre. Dann aber, gänzlich unerwartet, aus dem sogenannten heiteren Himmel, kam der Herzinfarkt. Der Spaziergang war zu Ende. Ulrich Beck starb.

So erzählt nun in ihrem Vorwort die Soziologin Elisabeth Beck-Gernsheim vom Tod ihres Mannes und von der bestürzenden Geschichte eines nicht beendeten Buchs. Es ist aber dank der Arbeit der hinterbliebenen Freunde und Kollegen, vor allem dank seiner Frau dennoch "fertig" geworden. Und es erscheint in diesen Tagen unter dem Titel The Metamorphosis of the World zunächst in der angelsächsischen Welt, in der das Denken des Münchner Professors so sehr beheimatet war wie an der deutschen Universität, die er in vieler Hinsicht durch seine Arbeit hinter sich ließ – es zog ihn hinein in einen intellektuellen Kosmos jenseits nationaler Grenzen. Ulrich Beck hatte als Professor auch an der London School of Economics gelehrt. Sein letztes wissenschaftliches Experiment war weltumfassend aufgespannt: "Methodischer Kosmopolitismus – im Labor des Klimawandels". Dieses Vorhaben, vom Europäischen Forschungsrat mit erheblichen Fördergeldern gewürdigt, sollte einen klimapolitischen Vergleich westlicher und asiatischer Metropolen umfassen und prägt nun das letzte Buch.

mehr:
- Klimawandel: Weltanziehungskraft (Elisabeth von Thadden, ZON, 28.03.2016)

Ulrich Beck - Im Dialog vom 17.02.2013 [33:51]

Veröffentlicht am 18.02.2013
IM DIALOG spricht Michael Krons mit dem Soziologen Prof. Ulrich Beck.


FBI knackt iPhone ohne Hilfe von Apple

Amerikanische Ermittler haben sich erfolgreich Zugang zum iPhone eines Attentäters verschafft. Apple kündigte an, die Sicherheit seiner Geräte zu erhöhen.

Die US-Behörden haben nach eigenen Angaben selbst das iPhone eines islamistischen Attentäters entschlüsselt und verzichten auf den Versuch, Apple zur Entsperrung zu zwingen. Die Hilfe des Technologiekonzerns werde "nicht länger benötigt", heißt es in einem Schreiben des Justizministeriums an das Gericht. Die zuständige Bundesstaatsanwältin Eileen Decker erklärte, der entsprechende Ermittlungsschritt sei abgeschlossen.

Die US-Behörden hatten bereits vergangene Woche mitgeteilt, dass ihnen eine Möglichkeit vorgeschlagen worden sei, um auf Daten auf dem Telefon zuzugreifen. Wer der Helfer ist und wie die Methode funktioniert, wurde bisher nicht bekannt. Das iPhone wurde von einem der Attentäter benutzt, die im Dezember bei einem Anschlag im kalifornischen San Bernardino 14 Menschen töteten. Das FBI untersucht, ob die Angreifer mit der Dschihadisten-Miliz "Islamischer Staat" (IS) in Kontakt standen.

mehr:
- FBI knackt iPhone ohne Hilfe von Apple (ZON, 29.03.2016)

Mein Kommentar:
Seltsam, daß sich alle Berichte nur darum drehen, ob die CIA das kann. Anscheinend braucht man sich keine Gedanken mehr drum machen, ob das rechtens ist. 
Brave New World!

Vom Werden und Vergehen des Neandertalers

Die Neandertaler gab es vor mehr als 400.000 Jahren, viel länger als bisher angenommen. Eine extrem erfolgreiche Menschenart, deren endgültiges Verschwinden den Experten bis heute Kopfzerbrechen bereitet
In Nordspanien liegt die Karstlandschaft Sierra de Atapuerca östlich der Stadt Burgos. Sie birgt zahlreiche Höhlen, in denen seit den 1970er Jahren des vorigen Jahrhunderts zahlreiche Fossilien menschlicher Vorfahren gefunden wurden. In der Höhle Cueva Mayor bahnten sich die Ausgräber mühsam kriechend ihren Weg zur sogenannten "Knochengrube" Sima de los Huesos, in der seit den 1990er Jahren mehr als 5.000 menschliche Fossilien von mindestens 28 Individuen gefunden wurden.

Den Merkmalen der Skelette nach wurden sie von den Entdeckern zunächst der Art Homo heidelbergensis zugeordnet, obwohl sie morphologisch durchaus an Neandertaler erinnern, vor allem die Schädel und Zähne.

Bei konstanten zehn Grad Celsius und gleichbleibender Feuchtigkeit in der Höhle wurden die in Tonerde eingebetteten, uralten Knochen wie in einem Kühlschrank konserviert und enthielten tatsächlich noch Spuren der DNS.

mehr:
- Vom Werden und Vergehen des Neandertalers (Andrea Naica-Loebell, Telepolis, 27.03.2016)

Die Apokalypse der Neandertaler || DOKU || HD [44:42]

Veröffentlicht am 26.01.2016

Sex in der Steinzeit [Doku Deutsch] [44:46]

Veröffentlicht am 27.11.2014
Forscher haben eine bislang unbekannte Unterart des frühen Homo sapiens entdeckt
Mindestens 60.000 Jahre lang koexistierten Neandertaler und moderne Menschen im Nahen Osten und später in Europa. Neueste DNA-Analysen deuten darauf hin, dass es dennoch nur selten zu einer Vermischung zwischen beiden Populationen kam: Nur etwa ein bis vier Prozent der Gene der heutigen Europäer lassen sich auf den Neandertaler zurückführen. Aber gab es vielleicht noch andere Arten, die zu den Vorfahren des modernen Menschen gezählt werden müssen? Bislang galt dieser Gedanke als abwegig – doch eine Entdeckung im sibirischen Altai-Gebirge könnte diese anerkannte Lehrmeinung ins Wanken bringen.


Der Rächer des Marginalisierten: Wer hat Angst vor Donald Trump?

Der Albtraumträger: Die Deutschen lieben ihre eigene Angst. Gerade fürchten sie Donald Trump. Dabei hätten sie dazu womöglich gar keinen Grund
Vor acht Jahren waren die Deutschen glücklich: Barak Obama hieß der neue Hoffnungsträger. Der erste schwarze Präsident der USA, das musste einfach ein Messias sein. Ein glänzender Redner, versprach er doch mit Silberzunge, dass alles anders werden würde: Guantanamo geschlossen, das Klima gewandelt, der Krieg beendet. Da war er: Der gute charismatische Führer, von dem die Deutschen seit jeher träumen, ein Friedrich Barbarossa mit dunkler Haut.

Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, ist aus den schönen Worten und Hoffnungen so gar nichts geworden: Außer der Gesundheitsreform und der Normalisierung der Beziehungen zu Kuba. Schluss, Aus! Dieser Präsident, der so hochgelobt und gefeiert worden ist, hat ansonsten nichts an realen Verbesserungen gebracht: ein Bluffer und leerer Schönredner.

Jetzt gibt es wieder einen Kandidaten, der alle Phantasien der Deutschen bündelt: Er hat die rosig-weiße Haut des White Trash Amerikas und heißt Donald Trump. Trump, der mit ziemlicher Sicherheit der Präsidentschaftskandidat der Republikaner werden wird, ist nicht weniger wie Obama zu einem politischen Körper geworden, bloß ist er aus europäischer Sicht der Anti-Hoffnungsträger, der Albtraumträger.

So wie alle bei Obama gewiss waren, dass er das Gute verkörpert, wissen nun alle: Dieser Mann wird, wenn schon nicht den nächsten Weltkrieg entfesseln, so doch uns alle ins Unglück stürzen. Aber diese Annahme ist so falsch, wie die vor acht Jahren. Die in Deutschland derzeit verbreitete reflexhafte Ablehnung Trumps ist verkehrt. Es gibt nämlich gar keinen Grund für die Deutschen, Donald Trump zu fürchten. Dies aus drei zentralen Gründen

mehr:
- Wer hat Angst vor Donald Trump? (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 27.03.2016)

Das Geheimnis des Bösen

Der italienische Philosoph Agamben diagnostiziert einen todbringenden Leerlauf der Kirche, aber seine Kritik reicht weiter
Wer sich von der heutigen Kirche einen Begriff machen will, muss erkennen, dass sie in allen Bereichen den entfesselten Tendenzen [der] profanen Welt folgt (…).Giorgio Agamben1

Giorgio Agamben, italienischer Philosoph (Jg. 1942) und kontrovers diskutierter intellektueller Provokateur, geht in einer aktuellen philosophisch-kritischen Bilanz auf das unterbrochene Pontifikat Benedikts im Jahre 2013 ein und stellt dessen Amtszeit in einen interessanten Bezug.

Dabei öffnet er zunächst unser Blickfeld: Unter die prägnanten Geschichtsmächte, die den Weg des Abendlandes gelenkt haben, so Agamben, sei neben der Politik, der Kunst und Philosophie auch die Religion zu rechnen. Alle diese Kräfte seien spätestens seit dem Ersten Weltkrieg nicht mehr imstande gewesen, die Völker Europas für bestimmte Ziele zu mobilisieren. Die kapitalistische Ideologie sieht Agamben im Todeskampf begriffen, die Kirche geistig erschöpft, den Westen insgesamt in einer "epochalen Situation".

Was nun die Rolle der Kirche angeht, so bilanziert Agamben eine interessante "Denkschule der Zweigeteiltheit", die er aus der Theologie herleitet. Agamben beruft sich dabei auf den Kirchenschriftsteller Tyconius, der in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts in Nordafrika lehrte. Tyconius unterscheide zwischen einer nichtswürdigen "schwarzen Kirche" und einer ehrbaren Kirche, deren beiden Leiber "unentwirrbar vermischt" seien (laut Agamben "das Paradox der Kirche"). Die beiden Kirchen-Leiber würden sich jedoch am Ende der Zeiten voneinander trennen.

Ratzinger alias Benedikt XVI. hatte sich als Theologe der frühen Jahre mit Tyconius’ Kirchenbegriff befasst, kannte dessen Kommentar zur Johannes-Offenbarung, worauf Agamben ausdrücklich hinweist.2

mehr:
- Das Geheimnis des Bösen (Arno Kleinebeckel, Telepolis, 28.03.2016)

siehe auch:
- Wollen wir einen kastrierten Papst? (Post, 20.09.2006)

Fidel Castro kritisiert Obamas Kuba-Visite

Bei seinem Besuch auf Kuba kündigte US-Präsident Obama ein neues Kapitel zwischen den beiden Staaten an. Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro will davon jedoch nichts wissen.
88 Jahre hat es gedauert, bis wieder ein US-Präsident kubanischen Boden betreten hat. Der historische Besuch von Barack Obama beim ehemaligen Erzfeind in Havanna löste bei vielen Kubanern Begeisterung aus. Nicht allerdings beim früheren Machthaber Fidel Castro. Der Revolutionsführer bleibt trotz der politischen Annäherung unversöhnlich gegenüber den USA.

"Wir haben es nicht nötig, dass das Imperium uns was schenkt", schrieb der 89-Jährige in einem Gastbeitrag für das Parteiblatt "Granma". Darin erinnerte Castro auch an alte Kämpfe zwischen den USA und dem sozialistischen Karibikstaat während ihrer über 50 Jahre andauernden Rivalität. Obamas versöhnliche Worte während seines Kuba-Besuchs wies Castro kühl zurück. Viele Kubaner hätten beim Hören von Obamas Rede in Havanna einen "Herzinfarkt" erleiden können, schrieb Castro. Der US-Präsident hatte die Kubaner dazu aufgerufen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues Kapitel der guten Nachbarschaft mit den USA zu eröffnen. 


Der US-Präsident sage dies "nach einer unbarmherzigen Blockade von fast 60 Jahren", kritisierte Castro in Bezug auf das immer noch bestehende US-Embargo gegen Kuba. Obamas Rede war im kubanischen Staatsfernsehen live übertragen worden.

mehr:
- Historischer Besuch: Fidel Castro kritisiert Obamas Kuba-Visite (asc/dpa/AP, SPON, 28.03.2016)

Siehe auch:
- Fidel Castro überlebte 638 Mordanschläge (Standard, 16.12.2011)
- Guinness-Buch: Fidel Castro überlebte die meisten Mordanschläge (Die Welt, 16.12.2011)

Montag, 28. März 2016

Verkehrte Welt: Im Axel-Springer-Verlag regt sich Widerstand gegen Aushöhlung des Datenschutzes

Nach den Brüsseler Terroranschlägen hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) eine neue Debatte über den Wert von Grundrechten entfacht. Widerspruch kommt von unerwarteter Seite.
"Datenschutz ist schön, aber in Krisenzeiten wie diesen hat Sicherheit Vorrang", konstatierte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Mittwochabend in den Tagesthemen der ARD. Gemeinsam mit anderen Innenpolitikern und Polizeigewerkschaftlern sprach er sich nach den Brüsseler Bombenexplosionen für einen besseren Austausch sicherheitsrelevanter Daten in Europa aus. "An den Außengrenzen des Schengenraums sind zu viele Lücken", meinte der Christdemokrat. "Wir brauchen ein Ein- und Ausreiseregister für den Schengenraum." Bislang getrennte "Datentöpfe" der verschiedenen Sicherheitsbehörden müssten in Europa verknüpft, also auch mehr Informationen zwischen Geheimdiensten und Polizeien transferiert werden.

"Supergrundrecht" Sicherheit
Wieso deswegen der Datenschutz prinzipiell zurückstehen müsste, erläuterte de Maizière nicht. Innenminister neigen aber oft dazu, mit der Brille der Sicherheitsbehörden auf die Welt zu blicken, obwohl eigentlich der Schutz des Grundgesetzes insgesamt in ihr Aufgabengebiet fällt. So erhob de Maizières Vorgänger Hans-Peter Friedrich 2013 bereits die Sicherheit zum "Supergrundrecht". Der CSU-Politiker berief sich dabei auf seinen Vorvorgänger Otto Schily (SPD), der zu seiner Amtszeit eine juristische Debatte von 1997 aufgegriffen hatte. 1983 hatte der konservative Rechtsexperte Josef Isensee dagegen zunächst einmal dafür plädiert, überhaupt ein "Grundrecht auf Sicherheit" zu formulieren.

mehr:
- Bundesinnenminister: Datenschutz ist "schön", Sicherheit ist besser (Stefan Krempl, heise Online, 24.03.2016)

mein Kommentar: 

Nie hat jemand nachgewiesen, daß die Ausspähung des Mail-Verkehrs Anschläge verhindern kann. Nie!
Ich würde mir wünschen, daß unsere Politiker und Behörden genauso eifrig, wie jetzt die Aushöhlung des Datenschutzes angezielt wird (und dies innerhalb weniger Stunden nach dem Brüsseler Anschlag!), gegen Institutionen und Personen vorgehen, die planmäßig Steuerhinterziehung betreiben.
siehe: 
Kapitalismus: Eine Firma mit null Angestellten vergibt Milliardenkredite (Post, 09.11.2014)
Maschmeyer: Schmarotzer mit Heiligenschein (Post, 04.03.2016)
siehe auch:
- Editorial: Das Supergrundrecht [Update] (Detlef Borchers, heise ix, Heft 8/13)
- NSA-Skandal und kein Ende: Was bisher geschah (Martin Holland, heise ct-Magazin, 24.07.2015)
- Bandbreite: Was ist los in diesem Land? (Neue Rheinische Zeitung, Online Flyer, 28.03.2016)
- Erstaunliches in Folge eines Beitrages von Evelyn Hecht-Galinski (Hans Springstein, Freitag-Community, 25.03.2012)
- Protest gegen Zensur der NRhZ (Die Trommlerin, 25.03.2012)
- Kommentar vom Hochblauen: Israel mordet mit großer Vorsicht und Präzision! (Evelyn Hecht-Galinski, Antifa-Kommittee, 25.03.2012)

ABC's Boston Legal [Speech on America by Alan Shore] [6:48]

Hochgeladen am 09.03.2011
Character Alan Shore, an Attorney, gives an interesting speech on the status quo of the American throng. It is a thought provoking video. The some clips are from the show, some are apparently from unidentified other youtube users, to whom some credit goes, but until I can dig up the names.....

- Warum Medien wichtig sind: Funktionen in der Demokratie (Udo Branahl, Patrick Donges, Bundeszentrale für politische Bildung, 08.06.2011)

Suffragette Official Trailer #1 (2015) - Carey Mulligan, Meryl Streep Drama HD [2:31]

Veröffentlicht am 03.06.2015
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Suffragette Official Trailer #1 (2015) - Carey Mulligan, Meryl Streep Drama HD

SUFFRAGETTE is the first ever feature film to tell the inspirational story of the foot soldiers of the early feminist movement who risked everything in the fight for equality.

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