Samstag, 2. März 2019

Maidanschüsse: Beschäftige dich damit, analysiere es, es ist uns egal,
wir haben schon die nächste Realität erschaffen.

Fünf Jahre nach den Maidanschüssen ist klar: Der Putschversuch wurde vom Westen inszeniert. Exklusivabdruck aus „Schattenkriege des Imperiums“.

Am 20. Januar erscheint ein neues Buch von Jochen Mitschka über die Geschichte der Ukraine-Krise (1). Darin liest man Sätze wie: „Ein Planungstreffen, das die finale Phase des Umsturzes einleiten sollte, fand in der deutschen Botschaft in Kiew statt, und zwar am 20. Februar. Das war noch vor den Verhandlungen von Ex-Außenminister Steinmeier mit Janukowytsch.“ Das Buch präsentiert aber noch viele andere, für die meisten Deutschen unbekannte Fakten. Fünf Jahre lang recherchierte der Autor in wissenschaftlichen Berichten, veröffentlichten und geleakten Dokumenten, diskutierte mit internationalen Fachleuten, und verglich zum 5. Jahrestag der Schüsse auf dem Maidan seine Reaktionen aus dem Jahr 2015 mit den danach offenkundig gewordenen Fakten. In dem das Buch begleitenden Blog finden sich umfangreiche Links zu den Quellen (2).

Die Erschießung der „himmlischen Hundertschaft“ (Heavenly Hundred) am 20. Februar 2014 leitete den Putsch ein, der schließlich zum Bürgerkrieg führen sollte. Eine Allianz von ukrainischen Oligarchen und ultrarechten Parteien, unterstützt durch westliche Regierungen, stürzte einen gewählten Präsidenten, der zu konkurrierenden Fraktionen der ukrainischen Oligarchen gehörte.

Das Massaker vom Maidan führte dazu, dass Präsident Viktor Janukowytsch nicht erst durch eine sehr wahrscheinliche Wahlniederlage in einer zeitlich absehbaren Wahl von der Macht getrennt wurde, sondern durch einen gewalttätigen Mob, unter Missachtung von Gesetz, Ordnung und Verfassung des Landes. Im Westen genannt „Revolution“.

Die Erklärung der Schüsse auf dem Maidan durch die Putschregierung und die ukrainischen Medien, dass die Schüsse durch Scharfschützen der Regierung auf Befehl von Janukowytsch verursacht worden seien, wurden in den westlichen Medien und von den westlichen Regierungen übernommen, ohne ernsthaftes Hinterfragen oder der Forderung einer unabhängigen internationalen Untersuchung des Massakers.

Der ukrainische Nach-Maidan-Präsident Petro Poroschenko verbreitete das Narrativ zum Beispiel in seiner Rede vor dem US Kongress am 18. September 2014, wobei er interessanterweise darauf hinwies, dass der Sturz der Regierung maßgeblich durch die Ermordung der Demonstranten ausgelöst worden wäre (3). Was im Prinzip das Eingeständnis eines gewalttätigen Putsches ist, wenn man die Fakten in diesem Buch zugrunde legt.

Ein Beispiel für die propagandistische Nutzung der Schüsse für westliche Interessen war eine Rede von Obama über die NATO und die baltischen Staaten vor dem Council on Foreign Relation am 3. September 2014, indem er das Narrativ der neuen Machthaber in Kiew kritiklos übernahm (4). Ebenso wie seine Vorgänger die falschen Behauptungen zu irakischen Soldaten die, angeblich, Säuglinge in Kuwait ermordet hatten, oder das Märchen von irakischen Massenvernichtungswaffen.

mehr:
- Das Ukraine-Narrativ (Exklusivabdruck aus „Schattenkriege des Imperiums“ von Jochen Mitschka, Rubikon, 02.03.2019)
siehe auch:
- Der Maidan-Fake (Post, 24.11.2018)
- Fünf Jahre Maidan – Fünf Jahre Medienkritik (Post, 24.11.2018)
- Empfehlung: Kiew brennt – Eskalation auf dem Maidan (Post, 27.02.2018)
- Maidanmorde: Drei Beteiligte gestehen (Post, 27.02.2018)
- Wie es zum Bürgerkrieg in der Ukraine kam (Post, 10.06.2016)
- George Soros, seine Ukraine-Investitionen und der Maidan (Post, 08.04.2016)
- Lügenpresse Teil 2 – Wie es dazu kam, dass es plötzlich nur noch ein einziges Märchen gab (Post, 16.02.2016)

- Es geht nicht um Wahrheit, es geht nicht um Moral, es geht um Zeitvorsprung (Post, 27.12.2015)
- Der Rechte Sektor fordert heraus (Florian Rötzer, Telepolis, 20.07.2015)

Desinformation: Das Spiel der Geheimdienste mit der Wahrheit (1) - Dirk Pohlmann | ExoMagazin {10:19 – Die ersten fünf Sätze…}

ExoMagazinTV
Am 28.10.2017 veröffentlicht 
Der langjährige TV-Journalist Dirk Pohlmann ist Autor zahlreicher investigativer Dokumentationen für arte. Dazu gehören unter anderem "Täuschung - Die Methode Reagan", "Dienstbereit - Nazis & Faschisten im Auftrag der CIA" sowie "UFOs, Lügen und der Kalte Krieg". Durch Interviews mit hochrangigen Geheimdienstmitarbeitern, Militärs und aufwändige Recherchen in Staatsarchiven hat er über einen umfassenden Überblick über Aktivitäten von CIA, BND und Co in der Geschichte. Pohlmann zeigt in seinem Vortrag, wie Geheimdienste immer wieder die öffentliche Meinung manipulierten, um Ziele zu erreichen. "Im Endeffekt ist die gesamte Berichterstattung, ohne dass jemand böswillig agiert, Desinformation", sagt Pohlmann. Dass viele Journalisten nicht bereit sind, sich kritisch mit ihrer eigenen Rolle im Spiel der Geheimdienste auseinanderzusetzen, bezeichnet er als systemisches Versagen der Medien. Es wird Zeit, die wichtigen Fragen zu stellen und eine öffentliche Debatte darüber anzustoßen. Dieser Vortrag könnte der Auslöser sein.
►►Den gesamten Vortrag hier anschauen: http://bit.ly/2xuYueZ
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Rohrabacher drängt US-Botschafterin wegen Ukraine-Konflikt in die Ecke {3:30}

RT Deutsch
Am 09.07.2015 veröffentlicht
Mehr auf unserer Webseite: http://rtdeutsch.com
Der Republikaner Dana Tyron Rohrabacher, Vorsitzender des Unterausschusses für auswärtige Angelegenheiten mit Schwerpunkt Europa, Eurasien und neue Bedrohungen, nahm US-Botschafterin Samantha Power argumentatorisch den Wind aus den Segeln, als diese auf die Frage, welche Konfliktpartei für die Gewalt in der Ukraine verantwortlich sei, erklärte, dass eine ihr bekannte Familie von „russischen Alliierten“ in der Ukraine bombardiert wurde.
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RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.


Putin auf Deutsch zum Ukrainekonflikt {3:47}

russland.RU
Am 22.06.2015 veröffentlicht
Viel in der Presse erwähnt, selten zitiert und nie gezeigt wurde Putins Statement vom letzten Wochenende in Sankt Petersburg zum Ukrainekonflikt, dessen Entstehung und mögliche Lösung nach seiner Meinung.
Da ist es wohl an der Zeit für die unverhüllte Wahrheit bei russland.TV in deutscher Übersetzung. Hier die originalen Ausführungen Putins zur am Rande des Wirtschaftsforums im Rahmen einer Podiumsdiskussion. Wie immer unkommentiert zur eigenen Meinungsbildung nach dem Skript auf der Kreml-Homepage.
Mehr Videos und aktuelle News online unter http://www.russland.ru


Ukraine. Poroschenko: So werden wir diesen Krieg gewinnen! {0:24}

val sol
Am 15.11.2014 veröffentlicht
Deutsche Untertitel.
Merkels Liebling - ukrainischer Präsident Poroschenkowill eigenes Volk in Donezk durch Hunger besiegen. Poroschenko redet ganz offen von Genozid und faschistischen Methoden, durch die er das Volk im Osten der Ukraine bezwingen will - Hunger, Kälte und Not.
Quelle: http://youtu.be/mph7dpA_Ys8

Medien Krieg Propaganda Feindbilder - Die Putinversteher-- Die Anstalt {5:34}

under dok
Am 05.05.2014 veröffentlicht
Obwohl die Zusammenhänge längst rekonstruierbar sind, bedienten sich die Abendnachrichten der "Tagesschau" noch 24 Stunden nach dem Verbrechen einer absichtsvoll unbestimmten Sprachversion. Wie es am 3. Mai um 20.15 Uhr im ersten deutschen TV-Programm über die Ereignisse in Odessa hieß, "geriet ein Gebäude der Gewerkschaft in Brand". Diese Formulierung ließ auch an einen technischen Defekt denken und vermied die Verknüpfung des Ereignisses mit dem ausreichend vorliegenden Nachrichtenmaterial internationaler Agenturen. Eingeräumt wurde lediglich, dass eventuell "Unbekannte" ein Feuer gelegt hätten; über die näheren Umstände wisse man nichts.
Die staatsnahe TV-Anstalt zog sich nach 48 Stunden auf die Sprachregelung zurück, "beide Konfliktparteien" beschuldigten sich nun gegenseitig, so dass die Informationslage unklar bliebe. Zu einer eigenen Recherche schien der ARD-Sender außerstande zu sein, nachdem er die russophoben Gewalttaten auf dem Kiewer Maidan im Februar mit aufwendigen Live-Schaltungen seiner Korrespondenten und in teils schrillen Tönen hatte begleiten lassen.
mehr unter
http://www.german-foreign-policy.com/

You See Me: Atlas's Interrogation {1:14 – Start bei 0:26}

thebestmoviequotes
Am 01.09.2013 veröffentlicht 
Atlas: "First rule of magic: Always be the smartest guy in the room." I do not own this video.
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Just For Laugh- Top 10 funny pranks.3gp {14:59}

pascual go
Am 06.04.2012 veröffentlicht 
just for laugh
siehe auch:
- Maidanschüsse: Beschäftige dich damit, analysiere es, es ist uns egal, wir haben schon die nächste Realität erschaffen. (Post, 02.03.2019)
- Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
- Wie gehen wir mit gemachter Realität um? (Post, 15.06.2014)
- 27.000 PR-Berater polieren das Image der USA (Post, 12.02.2009)
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Freitag, 1. März 2019

Thomas Röper: Über Putin ist fast alles erlogen

(Echter) Russland-Experte: Über Putin fast alles erlogen - Thomas Röper im Gespräch {56:36}

Hagen Grell
Am 01.03.2019 veröffentlicht 
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▷ Ukraine E-Book : https://kutt.it/JFpZoh
Thomas Röper im Gespräch, Autor von "Vladimir Putin: Seht Ihr, was Ihr angerichtet habt?"
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zum Putin-Interview von Thomas Roth am 29.08.2008 siehe:
- KenFM im Gespräch mit: Wolfgang Bittner (Die Eroberung Europas durch die USA) (Post, 21.05.2016)
- ARD-Gniffke stellt sich – Und stellt doch nur dem Staatsvertrag ein Bein (DL-Redaktion, Demokratisch – Links, 12.03.2016)
- Kanzleramt will Aufklärung über mögliche russische Medienkampagne (Post, 20.02.2016)
- Kommentar #22 zu: Ulrich Greiner: Das Leben und die Dinge (Gregor Keuschnig, 23.11.2015 um 10:31)
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 4 – Um was geht es eigentlich? (Post, 28.03.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (Post, 25.03.2014)
- Das Putin-Interview in der ARD – Kommentare zu Thomas Roths geschnittenem Interview vom 29.8.2008 – Seite 6 der Kommentare auf blog.tagesschau.de (#501 bis #600) (tagesshowblogspiegel, 06.09.2008)
- Langfassung des Interviews mit Wladimir Putin "Natürlich haben wir im Rahmen des Völkerrechts gehandelt" (Tagesschau, 02.09.2008)
- Die Behandlung des Putin-Interviews in der ARD – Platz 1 der „Manipulation des Monats“ (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 01.09.2008)

Moralisches Framing: Wollen wir überhaupt neutral sein?

"Wollen wir überhaupt neutral sein?" – Benedikt Held über moralisches Framing [DFP 21] {28:56}

Der Fehlende Part
Am 01.03.2019 veröffentlicht
"Kontrollierte Demokratie statt jeder wie er will." Worte wie diese sind eines von vielen Beispielen im ARD-gesponserten Framing-Manual, in dem ein sogenanntes "moralisches Framing" vorgeschlagen wird. Linguistisch professionell umgesetzt, soll es den gesellschaftlichen Wert des Öffentlich-Rechtlichen wieder aufrappeln. Des Weiteren soll der Text befähigen, mit einer Reihe an Vorschlägen, ARD und Konsorten sowie den damit verbundenen "Beitragsservice" vor Kritikern zu verteidigen. Was genau in diesem Dokument steht, und wer dafür verantwortlich ist, erfahrt ihr in einem Beitrag von Nina Sang.
Zu Gast diese Woche beim Fehlenden Part ist Benedikt Held. Der Kommunkationstrainer studiert nebenbei Psychologie an der Universität Mannheim und betreibt seinen eigenen YouTube-Kanal namens "Redefabrik". Die wichtigste Frage, der Jasmin Kosubek und Herr Held im Gespräch auf den Grund gegangen sind, ist, wie "moralisches Framing" im Informationszeitalter einzuordnen ist. "Framing" ist also die Art eines Autors, ein Stück Information zu definieren, zu bauen und dann zu kommunizieren. Und zwar so, dass der faktische Sachverhalt direkt mit gewünschter Deutung und Sichtweise mitgegeben wird. Strenggenommen ist "Framing” ein unabdingbares Element menschlicher Verständigung an sich. Historische Beispiele aber, die großen Einfluss auf die öffentliche Meinung hatten, gibt es zuhauf. In unserem Beitrag zum Thema gibt es eine kleine Kostprobe.
Wie in letzter Zeit "Framing" bei einer kontroversen Löschung der Facebook-Seite von "In The Now" angewandt wurde, seht ihr diese Woche bei "Was läuft?" mit Margarita Bityutski. LINKs: Framing-Manual - Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD: https://cdn.netzpolitik.org/wp-upload...
Der „Beitrag“ für den Öffentlich-Rechtlichen wird selbst in einem 2014er Gutachten vom Bundesfinanzministerium ganze 7 mal explizit als „Zwangsabgabe“ bezeichnet: http://www.bundesfinanzministerium.de...
Die Broschüre zur 2018 groß angelegten „Public-Value-Kampagne“ der ARD: https://www1.ard.de/intern/wir-sind-d...
Bildnachweise:
Beitrag zum „FRAMING“
Quelle 1: YouTube // TVhistorieCZ
Quelle 2: Reuters
Quelle 3: YouTube // Bota Sot
Quelle 5: YouTube // PHubb
Quelle 6: Buena Vista Pictures Distribution
Quelle 7: YouTube // iDivine Vfx
Quelle 8: YouTube // Honcho Media
Beitrag zum „FRAMING-MANUAL“
Quelle 1: Youtube // ARD
Quelle 2: Volksbetrugpunktnet
Quelle 3: Youtube // RTL

Donnerstag, 28. Februar 2019

Meine wichtigsten Wikipedia-Artikel

Da es mir inzwischen ein zu großer Arbeitsaufwand ist, immer wieder auf die Unzuverlässigkeit der deutschen Wikipedia hinzuweisen, hier eine Auflistung meiner wichtigsten Artikel über die deutsche Wikipedia (inklusive Posts, in welchen die deutsche Wikipedia betreffende Videos vorkommen):


Der Niedergang der Wikipedia {34:00}
Unzicker's Real Physics 
Am 24.04.2019 veröffentlicht 
Vortrag von Dr. Alexander Unzicker auf dem Elevate Festival Graz, aufgezeichnet im März 2019. Mit freundlicher Genehmigung der Veranstalter.
Mehr zum Thema u.a. in dem Buch "Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur",
www.westendverlag.de/buch/wenn-man-weiss-wo-der-verstand-ist-hat-der-tag-struktur/
Korrektur: Craig Murray war Botschafter in Usbekistan, nicht Afghanistan


- Das neueste aus Wikihausen: Bei den Wikipedianern gibt es noch eigene Meinungen (Post, 01.02.2019)
- Danke Wikipedia! Der Erkenntnisgewinn kennt keine Grenzen (Post, 04.09.2018)
- Neues aus Wikihausen, Folge 10: Felix wird enttarnt (Post, 04.09.2018)
- Tagesdosis 19.6.2018 – Die Schauprozesse der Wikipedia Junta (Kommentar Dirk Pohlmann, KenFM, 19.06.2018)
- Dirk Pohlmann vs. Wikipedia (Post, 19.06.2018)
- Die Affäre Phillipp Cross (Post, 05.06.2018)
- Wikipedia, der manipulierte Brockhaus der Schwarmintelligenz (Post, 29.05.2018)
- Wikipedia auf dem Weg zum Orwellschen Wahrheitsministerium (Post, 27.05.2018)
- Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)
- Verschwörung, Verschwörung! Warum Wikipedia mich überhaupt nicht leiden kann (Post, 07.11.2016)
- KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?) (17.06.2016)
- Linkliste (Neue Rheinische Zeitung, bis 2015, undatiert)

zuletzt aktualisiert am 29.10.2020
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Fukushima hat Entsorgungsprobleme

Abgesehen von den Reaktoren mit Kernschmelze müssen eine Million Tonnen kontaminiertes Wasser, Hunderte von Kanistern mit Filterrückständen und Berge von belasteter Erde entsorgt werden

Bei der Bewältigung des Unfalls im AKW Fukushima wurde erst kürzlich erstmals mit einem Roboter das Innere eines der drei Reaktoren, in denen sich eine Kernschmelze ereignet hat, erkundet, um mit dessen Greifarmen das geschmolzene Material zu prüfen. Demnächst will man versuchen, mit dem Roboter eine Probe herauszuholen (Roboter berührt erstmals geschmolzenes Material in Reaktor 2). Geplant ist, 2021 mit der Entsorgung der Reaktoren zu beginnen. Doch noch gibt es keinen Plan, wo das hoch radioaktiv kontaminierte Material gelagert werden soll, von einem Endlager ganz zu schweigen.

Dazu kommen weitere Entsorgungspläne. So ist noch immer nicht entschieden, was mit den über eine Million Tonnen Wasser geschehen soll, das in mehreren hundert Tanks auf dem Gelände gesammelt wurde. Das kontaminierte Kühl- und Grundwasser wurde zwar mit dem Advanced Liquid Processing System (ALPS) gefiltert, um die Cäsium- oder Strontium-Belastung unter die Grenzwerte zu bringen, enthält aber weiterhin Tritium und Jod 129, aber auch Strontium-90.

mehr:
- Fukushima: Überall Entsorgungsprobleme (Florian Rötzer, Telepolis, 28.02.2019)

dazu paßt folgende Meldung aus der Offenen Psychiatrie Brüssel ganz ausgezeichnet:
- Passive Elektrogeräte müssen bei der stiftung ear registriert werden (Christoph Jehle, Telepolis, 01.03.2019)

Propaganda, Medien und die Kriege der Guten

Die Zerstörung Libyens

(29) EuroNews berichtet am 20. März 2011: „Die Luftstreitkräfte der Alliierten haben die Offensive von Gaddafis Truppen gegen die Rebellen in Bengasi erfolgreich gestoppt. Seit Beginn der Operation am Samstag habe es keine Angriffe auf die Stadt gegeben, das berichten Augenzeugen“.

Natürlich war Gaddafi ein Diktator, denn die Menschen hatten nicht den Luxus der Wahl wie in einer „repräsentativen Demokratie“ im Westen. Aber das Land bot den Menschen einen der höchsten Lebensstandards in Afrika, leistete umfangreiche Hilfe für viele ärmere Länder, bot Arbeitsplätze für Migranten, und stellte sicher, dass die Menschenrechte auf Unterkunft, Krankenversorgung, Nahrung und Sicherheit gewährleistet waren.

Unter Gaddafi war auch Bildung kostenlos. Und er realisierte das größte Wasserkontrollprojekt in der Geschichte der Menschheit, um sauberes Trinkwasser für das ganze Land zur Verfügung zu stellen. Libyen hatte keine Auslandsschulden und 150 Milliarden Vermögen im Ausland, das dann von seinen Feinden eingefroren worden war.

Die Gleichheit der Geschlechter war gesetzlich festgelegt und niemand musste hungern. Die Verstaatlichung der Ölindustrie kam allen Menschen Libyens zugute. Und mit riesigen Goldvorräten plante Gaddafi, Afrika mit einer goldgedeckten Währung zu einigen, und damit die Reste kolonialer Herrschaft abzuschütteln.

Wie im Fall vom Irakkrieg, nahm Deutschland nicht offiziell am Krieg gegen Libyen teil. Cicero beschrieb die offiziell verkündete deutsche Haltung:

„Eine Entscheidung im UN-Sicherheitsrat stand an, dem Deutschland zu jener Zeit turnusmäßig angehörte. Und der deutsche Außenminister wies den deutschen Botschafter in einer spektakulären Aktion zu einer Enthaltung an.

Was war die Empörung groß! Joschka Fischer, ewiger Antipode Westerwelles, dessen Vorgänger als Außenminister und selbsternannter Weltgeist, erkannte in der Aktion „das vielleicht größte Debakel seit Gründung der Bundesrepublik“. Das gesamte außenpolitische Kommentariat Deutschlands und der Welt fiel über den damaligen FDP-Chef her. Die Causa war der letzte Tropfen, den es noch brauchte, um ihn jenen Parteivorsitz zu kosten.“ (23)

An vorderster Front für die Unterstützung des Krieges gegen Libyen war die einstige Anti-Kriegs-Partei „Bündnis90/Die Grünen“. Uwe Ness beschreibt deren Verhalten in seinem Blog:

„Daniel Cohn-Bendit hingegen, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Europäischen Parlament, sprach sich drei Tage später vehement für eine sog. Flugverbotszone über Libyen aus, leugnete im ZDF-Interview, dass dies Krieg bedeute und nahm gleichzeitig eine Zustimmung der GRÜNEN zum NATO-Krieg gegen Libyen vorweg. Die Beweise hingegen für die angebliche ‚systematische Bombardierung von Zivilisten‘ in Tripolis, so wie Cohn-Bendit und andere sie unterstellten und welche die Rechtfertigung für die am 18. März gefasste UNO-Resolution 1973 darstellte, wurden nie vorgelegt. Dies gestand selbst die Bundesregierung in der Parlamentarischen Anfrage 17/5666 der Abgeordneten Sevim Dagdelen (DIE LINKE) ein, ebenso wie eine britische Delegation aus Menschenrechtsaktivisten diese angeblichen Bombardierungen in Tripolis nach einer Libyen-Reise bestritt. (…)

Doch solche Fragen stellten DIE GRÜNEN erst gar nicht. Nicht nur, dass sich gegen Cohn-Bendits offenkundige Kriegstreiberei keinerlei Widerstand regte, nein, das „beschlusshöchste“ Gremium zwischen den Parteitagen, der Länderrat, hieß die UNO-Resolution 1973 am 19. März auf seiner Tagung in Mainz gut. In der Folgezeit wurde unter dem Deckmantel einer „Schutzverantwortung für die Bevölkerung“ massiv zugunsten der Rebellen eingegriffen, um einen völkerrechtswidrigen Regierungswechsel zu bewerkstelligen.“

mehr:
- STANDPUNKTE • Von Jugoslawien bis Venezuela (Teil 2) (Jochen Mitschka, KenFM, 28.02.2019)
siehe auch:
- Frankreichs Rolle im Krieg um Libyen (Post, 31.05.2017)
- Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016)





Zwei Zitate zur Meinungsmache im Kosovo-Krieg



Zitat 1:
Der Gründungsvater der Friedensforschung, der Norweger Johan Galtung, nannte als wirklichen Kriegsgrund die Disziplinierung des „Fremdkörpers“ Serbien als letztes mit Russland und China verbundenem Land in Europa, das sich der neoliberalen Globalisierung widersetzt. Solche Erklärungen hatten keine Chance, gehört zu werden, für eine weitgehende Gleichschaltung der öffentlichen Meinung war gesorgt. Die Buchautoren Mira Beham und Jörg Becker [#10. Jörg Becker und Mira Beham: Operation Balkan: Werbung für Krieg und Tod, Baden-Baden 2006.#] haben 31 PR-Agenturen erfasst, die für alle nichtserbischen Kriegsparteien tätig waren. Allein Kroatien gab mehr als fünf Millionen US-Dollar an US-Agenturen, um die öffentliche Meinung in seinem Sinn zu beeinflussen. Propaganda-Ziele dieser Agenturen waren unter anderem: Darstellung der Serben als Unterdrücker und Aggressor, wobei sie mit den Nazis gleichzusetzen und entsprechend emotional geladene Begriffe zu etablieren sind; Darstellung der Kroaten und Bosnier als unschuldige Opfer, wobei die Eroberung der serbischen Krajina als legal hinzustellen ist; Völkermordanklage gegen Jugoslawien und Milošević in Den Haag; günstige Verhandlungsergebnisse für die albanische Seite in Rambouillet und Sezession Montenegros.
Besonders hervorgetan hat sich die PR-Agentur Ruder Finn aus Washington, D.C. Ihr Direktor James Harff prahlte im französischen Fernsehen, wie professionell sie einen Artikel aus dem New York Newsday über serbische Lager aufgegriffen hätten: „Es gehört nicht zu unserer Arbeit, den Wahrheitsgehalt von Informationen zu prüfen. Unsere Aufgabe ist es, uns dienliche Informationen schneller zu verbreiten. Wir überlisteten drei große jüdische Organisationen und schlugen vor, dass diese eine Annonce in der New York Times veröffentlichen und eine Demonstration vor der UNO organisieren. Das war ein großartiger Coup. Als die jüdischen Organisationen in das Spiel auf Seiten der muslimischen Bosnier eingriffen, konnten wir sofort in der öffentlichen Meinung die Serben mit den Nazis gleichsetzen. Niemand verstand, was in Jugoslawien los war. Mit einem einzigen Schlag konnten wir die einfache Story von den guten und den bösen Jungs präsentieren, die sich ganz von allein weiterspielte. Niemand konnte sich mehr dagegen wenden, ohne des Revisionismus angeklagt zu werden. Wir hatten hundert Prozent Erfolg.“ [#11. James Harff, interviewt von Jacques Merlino, stellvertretender Direktor des 2. französischen Fernsehens, im April 1993.#]
Ob Verteidigungsminister Scharping das Blaue vom Bombenhimmel log oder sich in seiner Einfalt belügen ließ, werden wir nicht mehr erfahren. Untermalt von gefälschten Fotos des Fußballstadions in Priština, die die Agentur Ruder Finn verbreitete, brachte er die Mär von Konzentrationslagern auf. Er behauptete, von den Serben „werden Selektionen vorgenommen, und ich sage bewusst Selektionen“, und er schreckte nicht davor zurück, die „Ermordung der geistigen Elite“ zu beklagen. Die als ermordet gemeldeten Albaner tauchten jedoch später wieder auf.
[Quelle: Daniela Dahn, Frieden muss gestiftet werden. Exempel Kosovokrieg oder: das Völkerrecht als Gegner, auf ihrer Internetseite, Eröffnungsvortrag der 5. Hubertusburger Friedensgespräche, gehalten am 9. September 2014 auf Schloss Hubertusburg in Sachsen. Der Beitrag erschien erstmalig in der November-Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik. – siehe Abschnitt »Fremdkörper Serbien und die Gleichschaltung der Medien«]
zur Verdeutlichung noch einmal ein Ausschnitt aus obigem Text, anders gelayoutet:

Propaganda-Ziele dieser Agenturen waren unter anderem:
  1. Darstellung der Serben als Unterdrücker und Aggressor, wobei sie mit den Nazis gleichzusetzen und entsprechend emotional geladene Begriffe zu etablieren sind; 
  2. Darstellung der Kroaten und Bosnier als unschuldige Opfer, wobei die Eroberung der serbischen Krajina als legal hinzustellen ist; 
  3. Völkermordanklage gegen Jugoslawien und Milošević in Den Haag; 
  4. günstige Verhandlungsergebnisse für die albanische Seite in Rambouillet und Sezession Montenegros


Zitat 2:
Nichts ist, wie es scheint! So prägnant lässt sich das Ergebnis dieser hochwichtigen Forschungsarbeit des Autorenduos Jörg Becker und Mira Beham beschreiben. In konzisen 87 Seiten mit Anhang wird aufgezeigt, wie der Krieg auf dem Balkan durch die Arbeit von PR-Agenturen wesentlich beeinflusst – ja mit initiiert – wurde, wie klare Feindbilder geschaffen, widersprechende Fakten unterschlagen und per begrifflicher Zuordnung von Recht und Unrecht eingeordnet wurden. Die Untersuchung ist ein Lehrstück für das Medienmanagement allgemein und zeigt eine wichtige Aufgabe der Zukunft auf, nämlich dass Medienmacher selbstkritischer die Herkunftsquellen von „Informationen“ hinterfragen und den immer massiver werdenden Instrumentalisierungen mehr kritische Aufmerksamkeit zollen müssen. Die Folgen der bereits eingesetzten Entwicklung hin zu mehr PR-Stellen und weg von gesicherten Arbeitsverhältnissen im Journalismus können für eine Demokratie, die auf öffentliche Meinungsbildungsprozesse angewiesen ist, gar nicht wichtig genug eingeschätzt werden. Eindrücklich war in diesem Zusammenhang die Korrelationsmessung in der französischen Tageszeitung Le Monde mit den subtilen Vorgaben für die Begriffsverwendung bestimmter Agenturen. Natürlich ist es entscheidend, ob etwas als „Massaker“ oder „Verteidigungskampf“ bezeichnet wird, um ein Empfinden von Legitimität oder Illegitimität zu erzeugen. Besonders der NAZI-Vergleich in Bezug auf „die Serben“ ist kein Zufallsprodukt der jahrelangen Propaganda. Durch die geschickte Platzierung von emotional belasteten Bergriffen wie „KZ“, „Völkermord“ und „Auschwitz“ wurden auch Pazifisten in die Pflicht für den Krieg genommen.
[Quelle: Sabine Schiffer, Rezension von: Becker, Jörg & Beham, Mira (2006): Operation Balkan: Werbung für Krieg und Tod. Baden-Baden: Nomos. 130 Seiten, ISBN 3-8329-1900-7. Institut für Medienverantwortung, 22.01.2007 – PDF]
siehe dazu auch:
- Operation Balkan: Werbung für Krieg und Tod (Jörg Becker, Mira Beham, Wissenschaft und Frieden 2007-3) 
- Die gekaufte Propaganda (Andreas Platthaus, FAZ, 05.03.2007)





Die US-Militärs zu Beginn des Kalten Krieges

In den USA selbst führte der Kalte Krieg zu einer hysterischen und beispiellosen Hetze gegen Kommunisten, die ihren Höhepunkt in der McCarthy-Ära Anfang der 1950er Jahre fand. Künstler und Intellektuelle wurden reihenweise vor den von Senator Joseph McCarthy geleiteten Untersuchungsausschuss zitiert und wegen angeblich kommunistischer Umtriebe verurteilt.
[Die Welt nach 1945 – Politik im Zeichen des Ost-West-Konflikts, Wissen.de]
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Am 12. März 1947 gab der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman vor dem US-Kongress eine Erklärung ab, die als sogenannte Truman-Doktrin in die Geschichte einging. Nach dieser Doktrin sollte es zum außenpolitischen Grundsatz der Vereinigten Staaten von Amerika werden, „freien Völkern beizustehen, die sich der angestrebten Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder durch äußeren Druck widersetzen“. Truman erklärte, dass die USA bereit seien, dem dringenden Appell der griechischen Regierung um wirtschaftliche und militärische Unterstützung im Griechischen Bürgerkrieg nachzukommen. Auch die Türkei, die sich in einer ähnlichen Situation wie Griechenland befand, solle amerikanische Hilfe erhalten.
Die Truman-Doktrin bedeutete das Ende der amerikanischen Kriegskoalition mit der Sowjetunion und markiert den Beginn des Kalten Krieges. Mit ihr beginnt das finanzielle Engagement der USA in der Containment-Politik.
[Truman-Doktrin, Wikipedia, abgerufen am 05.03.2019] 
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Thomas S. Power, 1957-1964 Commander-in-chief of the Strategic Air Command 
[Bildquelle: azquotes.com] 
This was the sort of waiting that most people experienced during the crisis, but it wasn’t the only kind. In his 1995 article “The General and World War III,” Richard Rhodes wrote about the Air Force General Curtis LeMay, a man who, like many others in the American military, spent the crisis waiting, eagerly, for nuclear war to start. In 1954, a decade before the crisis, LeMay had been hoping that war would break out: “Maybe,” he told a reconnaissance pilot, “if we do this overflight right, we can get World War III started.” After he retired, in 1965, he maintained that “we’d have been a hell of a lot better off if we’d got World War III started in those days.” During the crisis itself, LeMay’s advice to Kennedy was unequivocal. “The Russian bear has always been eager to stick his paw in Latin American waters,” he said. “Now we’ve got him in a trap, let’s take his leg off right up to his testicles. On second thought, let’s take off his testicles, too.”
LeMay wasn’t a Strangelovian maniac; he was an Air Force superstar, an organizationally gifted overachiever. During the Second World War, he oversaw the logistically complex bombing campaign against Japan, including the firebombing of Tokyo. When he received his fourth star, in 1951, at the age of forty-four, he became the youngest four-star general since Ulysses S. Grant (who had had the rank created expressly for him by Congress after the Civil War). In 1948, LeMay took over Strategic Air Command, or sac, which was in charge of long-range bombing. When he arrived, it was a low-key operation, listless and disorganized. LeMay built it up into an agile, globe-spanning behemoth, capable of unleashing nuclear fury anywhere within hours. He wasn’t exactly a warm man. During the bombing campaign against Japan, the New Yorker reporter St. Clair McKelway was stationed on Guam as a public-relations officer. Rhodes quotes McKelay’s reporting for the magazine:
[LeMay] spoke, McKelway wrote, “through teeth that had obviously been pried open only with effort, an effort with which the speaker had no real sympathy….” “I’ll tell you what war is about,” [LeMay] once said with characteristic bluntness. “You’ve got to kill people, and when you’ve killed enough, they stop fighting.”

Das war die Sorte des Wartens, das die meisten Menschen während der Krise erfahren haben, aber es war nicht die einzige Art. In seinem Artikel „The General and World War III“ von 1995 hat Richard Rhodes über den Luftwaffengeneral Curtis LeMay, einen Mann geschrieben, der, wie viele andere im amerikanischen Militär, das Krisenwarten eifrig für den Atomkrieg ausgegeben hat, um anzufangen. 1954, ein Jahrzehnt vor der Krise, hatte LeMay gehofft, dass Krieg ausbrechen würde: „Vielleicht“ hat er einem Aufklärungspiloten erzählt, “wenn wir dieses Überflugrecht tun, können wir Dritten Weltkrieg anfangen lassen.” Nachdem er sich 1965 zurückgezogen hat, hat er behauptet, dass “wir eine Hölle viel besser davon gewesen wären, wenn wir Dritten Weltkrieg damals anfangen lassen haben.” Während der Krise selbst war LeMays Rat Kennedy unzweideutig. “Der russische Bär ist immer eifrig gewesen, seine Tatze in lateinamerikanischem Wasser zu durchstechen”, hat er gesagt. “Jetzt haben wir ihn in einer Falle, wollen wir sein Bein von direkt bis zu seinen Hoden nehmen. Wollen nach reiflicher Überlegung wir seine Hoden auch wegnehmen.”

LeMay war nicht ein Wahnsinniger von Strangelovian; er war ein Luftwaffensuperstar, ein organisatorisch begabter Übererfolgstyp. Während des Zweiten Weltkrieges hat er die logistisch komplizierte Bombardierungskampagne gegen Japan einschließlich des firebombing Tokios beaufsichtigt. Als er seinen vierten Stern 1951 im Alter von vierundvierzig Jahren erhalten hat, ist er der jüngste Vier-Sterne-General seit Ulysses S. Grant geworden (wer die Reihe ausdrücklich für ihn durch den Kongress nach dem Bürgerkrieg schaffen lassen hatte). 1948 hat LeMay Strategischen Luftbefehl oder Sack übernommen, der für Langstreckenbombardierung die Verantwortung getragen hat. Als er angekommen ist, war es eine gedämpfte Operation, lustlos und desorganisiert. LeMay hat es in einen flinken, erdballabmessenden Behemoth aufgebaut, der dazu fähig ist, Kernwut überall innerhalb von Stunden loszulassen. Er war nicht genau ein warmer Mann. Während der Bombardierungskampagne gegen Japan wurde der New-Yorkerreporter St. Clair McKelway auf Guam als ein PR-Offizier aufgestellt. Rhodes zitiert McKelays Bericht für die Zeitschrift:

[LeMay] hat gesprochen, McKelway hat geschrieben, “durch Zähne, die offensichtlich nur mit der Anstrengung, einer Anstrengung aufgebrochen worden waren, mit der der Sprecher keine echte Zuneigung … hatte.” “Ich werde Ihnen erzählen, worüber Krieg ist”, hat [LeMay] einmal mit der charakteristischen Stumpfheit gesagt. “Sie müssen Menschen töten, und als Sie genug getötet haben, hören sie auf zu kämpfen.”
[Waiting for World War III, Joshua Rothman, The New Yorker, 16.10.2012 – korrigierte Prompt-Übersetzung]
siehe auch:
- Stranger than Strangelove: how the US planned for nuclear war in the 1950s (Paul Lashmar, TheConversation, 28.12.2015) 

"Power of Decision" (USAF, 1958) - Preview from National Security Archive {4:06}

nsarchive
Am 18.02.2011 veröffentlicht 
This item was obtained and uploaded by the National Security Archive - http://www.nsarchive.org - an independent non-governmental research institute and library located at The George Washington University. Use is authorized in accordance with Creative Commons license and with credit to the National Security Archive.
For more information see the complete posting at the National Security Archive's Nuclear Vault -
http://www.nsarchive.org/nukevault/eb...
The following description of the film is from the U.S. Air Force Motion Picture Film Depository index card:
6 Reels, 35mm, color, sound, edited, 5600 feet, quality: Good (Basic: Orig color)
Coverage of simulated war plan action, in the event of an attack, which was executed at the Operation Control Roomm, Offutt AFB, Nebraska, and at the underground control room (location SECRET), by Strategic Air Command. Footage includes pilots and ground crewmen scrambling; pilots boarding aircraft; B-47's, B-52's, and B-58's taxiing, taking off, maneuvering, and landing; and a KC-135 refueling a B-52. Also included are scenes of the launching of the Bull Goose, Rascal, Snark, and Thor missiles. 
 
siehe auch:
- "Nobody Wins a Nuclear War" But "Success" is Possible – Mixed Message of 1950s Air Force Film on a U.S.-Soviet Conflict – National Security Archive Electronic Briefing Book No. 336 (William Burr, nsarchive2.gwu.edu, 19.02.2011)



Die Haltung der USA in den 60er Jahren


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Von 1959 an stationierten die USA in Italien eine Staffel mit 25 und in der Türkei zwei Staffeln mit je 25 nuklear bestückten Mittelstreckenraketen vom Typ Jupiter, die auf die UdSSR gerichtet waren.
Am 26. und 27. Oktober 1960 starteten die USA von der Laughlin Air Force Base in Texas erstmals auch U-2-Aufklärungsflüge über Kuba. Am 5. September 1961 wurden erstmals Aufnahmen von Flugabwehrraketen vom Typ S-75 und von Kampfflugzeugen vom Typ MiG-21 Fishbed gemacht.
Im April 1962 wurden die amerikanischen Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei einsatzbereit gemacht. Weil sie wegen ihrer ungeschützten Aufstellung leicht angreifbar waren, konnten sie nur zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden.
Zudem fuhren auf den Meeren US-U-Boote mit Polaris-Atomraketen. Diese Submarine Launched Ballistic Missiles konnten auch unter Wasser abgefeuert werden und waren entsprechend schwer zu treffen. Die Sowjetunion hatte zu dem Zeitpunkt nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen.
[Kubakrise, Unmittelbare Vorgeschichte, Wikipedia, abgerufen am 14.12.2014 – Ich zitiere absichtlich eine alte Version, die war noch nicht transatlantisch aufpoliert – das mit dem atomaren Erstschlag ist irgendwann nach dem 14.12.2014 seltsamerweise verlorengegangen – Hervorhebung von mir]
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Die Invasion in der Schweinebucht war ein von den Vereinigten Staaten organisierter militärischer Angriff kubanischer Exilanten auf Kuba. Sie wurde am 17. April 1961 mit verdeckter Unterstützung der CIA von rund 1300 seit 1959 aus Kuba geflohenen Freiwilligen von Guatemala aus durchgeführt und hatte den Sturz der Revolutionsregierung unter Fidel Castrozum Ziel. Die Invasion markierte einen ersten Höhepunkt der gegen die Castro-Regierung gerichteten Aktionen der USA. Nachdem die US-Regierung vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen zunächst jede Beteiligung an der Invasion abgestritten hatte, übernahm Präsident John F. Kennedy vier Tage später die volle Verantwortung.Die gescheiterte Invasion war nicht nur ein militärisches, sondern vor allem ein politisches Debakel für die Vereinigten Staaten. Neben scharfer Kritik im In- und Ausland und verlorenem Vertrauen in die nur 90 Tage alte Regierung unter Kennedy stärkte sie Castro, der die bereits 1959 eingeleitete kommunistische Ausrichtung der kubanischen Revolution nun offen vertrat. Befürchtungen eines zweiten Invasionsversuchs beschleunigten die weitere Annäherung Kubas an die Sowjetunion bis zur Eskalation in der Kubakrise 1962.[1]
[Invasion in der Schweinebucht, Wikipedia, abgerufen am 03.03.2019] 
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1963 – John F. Kennedy erfährt im Nationalen Sicherheitsrat die zu erwartenden Opferzahlen bei einem nuklearen Schlagabtausch mit der Sowjetunion:
In Osteuropa – außerhalb der Sowjetunion - wurden insgesamt etwa 100 Millionen Tote erwartet. Es könnte weitere 100 Millionen Tote aufgrund des Fallout in Westeuropa geben, je nach dem, wie der Wind weht (vor allem eine Frage der Jahreszeit). Unabhängig von der Jahreszeit wurden mindestens weitere 100 Millionen Tote vom Fallout in den meist neutralen Ländern um den Sowjetischen Block und China angenommen: Finnland, Österreich, Afghanistan, Indien, Japan und anderswo. Finnland zum Beispiel würde vom Fallout der Bodenexplosionen in den sowjetischen U- Boot-Bunkern in Leningrad ausradiert. (Die Gesamtzahl der Opfer – verwundeten und getöteten – war nicht erfragt worden und wurde nicht angegeben, ebenso wenig die Zahl der Opfer eines sowjetischen Gegenschlages.)2
Die Zahl der Opfer eines US-Erstschlags vor allem auf die Sowjetunion und China wäre, nach der Berechnung der Vereinigten Stabschefs, etwa 600 Millionen Tote. Einhundert Holocausts.
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Ich erinnere mich, was ich dachte, als ich dieses Blatt Papier mit dem Diagramm in der Hand hielt. Ich dachte, dieses Papier dürfte nicht existieren. Nicht in Amerika, nicht anderswo, niemals. Es zeigte ein Übel, das über alle bisher existierenden menschlichen Vorhaben hinausging. Es sollte nichts auf der Erde geben, nichts reales, was damit in Verbindung stand. 
[100 Holocausts: Ein Insiderbericht über die US-Atomwaffenpolitik,  Daniel Ellsberg, Online 10. September 2009, gefunden auf planwirtschaft.wordpress.com]
siehe dazu auch:
- 141. Summary Record of the 517th Meeting of the National Security Council (Washington, 12.09.1963, Office of the Historian)





Regime-Change in Syrien 

Bereits im Januar berichtete der SPIEGEL, dass eines der drei Flottendienstboote der Deutschen Marine, die "Alster", von Syriens Marine bedroht wurde, als sie nahe der syrischen Küste aufkreuzte. Schon damals empörten sich Teile der Opposition, dass ihnen der Einsatz angeblich verheimlicht wurde. Über unbewaffnete Missionen muss die Bundesregierung das Parlament nicht informieren.
Nun jedoch provoziert der BND erneut die Opposition. In einem Pressebericht brüstet sich der Auslandsgeheimdienst mit seiner angeblichen Bedeutung im syrischen Bürgerkrieg. Demnach behalten die Deutschen ihre Erkenntnisse nicht für sich, sondern leiten sie an britische und amerikanische Geheimdienste weiter - und diese an Syriens Rebellen. Er sei "stolz über den wichtigen Beitrag des BND zum Sturz des Assad-Regimes", lobt sich ein BND-Mitglied in dem Bericht selbst.
[Bürgerkrieg in Syrien – Das Rätsel des deutschen Spionage-Schiffs, Christoph Reuter und Raniah Salloum, SPON, 20.08.2012]

Laut Recherchen des investigativen US-Journalisten und Pulitzer-Preisträgers Seymour Hersh ist die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton verantwortlich für eine Geheimoperation im Jahr 2012/ 2013, in welcher Sarin aus libyschen Giftgas-Beständen mit Hilfe der CIA nach Syrien geschmuggelt und dort von islamistischen Rebellen eingesetzt wurde. Der Giftgasanschlag wurde später der al Assad-Regierung in die Schuhe geschoben und sollte als Vorwand für eine Militär-Intervention der USA dienen. […]
Im Rahmen dieser Operation brachten in 2012 islamistische Rebellen das tödliche Giftgas Sarin aus den Beständen der geschlagenen libyschen Armee mit aktiver Hilfe der CIA nach Syrien. Dort haben dann syrische Halsabschneider der von Saudi Arabien und der Türkei unterstützten Al-Kaida Nachfolgeorganisation Al-Nousra im Verein mit den von Washington offiziell geförderten, sogenannten „gemäßigten Terroristen“ am 21. August 2013 das Sarin in der syrischen Stadt Ghuta eingesetzt.
Bei dem Sarin-Einsatz starben geschätzte 1.200 Menschen, unbeteiligte Männer, Frauen und viele Kinder, einen qualvollen Tod. Damals wurde der grausige Anschlag von westlichen Regierungen und Medien einstimmig und sofort und ohne weitere Prüfung der rechtmäßigen syrischen Regierung in Damaskus in die Schuhe geschoben. Die neokonservativen Kriegstreiber in den USA und Europa ereiferten sich, der syrische Präsident Assad habe damit die von Präsident Obama gezogene, so genannte „Rote Linie“ überschritten. […]
Hersh ist auch nicht der einzige investigative Reporter, der die False Flag des Sarinanschlags in Syrien aufgedeckt hat. Christoph Lehmann veröffentlichte z.B. am 7. Oktober 2013 seine Rechercheergebnisse unter dem Titel: “Top Regierungsbeamte der US und Saudi-Arabiens sind für den Chemiewaffeneinsatz in Syrien verantwortlich”. Auf der Grundlage von signifikant unterschiedlichen Quellen als die von Hersh verwendeten, kam auch Chris Lehmann zum selben Schluss:
“Die Spur der Beweise führt direkt zum Weißen Haus, zum Vorsitzenden der Joint Chiefs of Staff Martin Dempsey, zu CIA-Direktor John Brennan, zum saudischen Geheimdienstchef Prinz Bandar und zum Innenministerium Saudi-Arabiens.”
Und als ob das nicht genug wäre, auch die endgültige Analyse der von der US-Regierung nach dem Anschlag gesammelten Beweismittel durch zwei führende US-Analysten, die im Lloyd-Post Bericht des weltberühmten MIT-Instituts in Boston veröffentlicht wurde, ergab, dass „die Interpretation der forensischen Beweismittel, die die US-Regierung vor und nach dem Angriff vom 21. August gesammelt hat, können unter gar keinen Umständen korrekt sein.” […]

“Der Botschafter, der getötet wurde, war als Mann bekannt, der sich nicht in irgendeiner Weise der CIA in den Weg gestellt hätte. Wie ich bereits geschrieben habe, hat er sich am Tag der Verladung [der Waffen] mit dem lokalen CIA-Chef und Vertretern der Rederei getroffen. Er war sicherlich bewusst daran beteiligt und war sich auch vollkommen im Klaren, worum es ging. Und da gibt es einfach keine Möglichkeit, dass jemand, der in einer solch sensiblen Position war wie er, nicht zuvor mit dem Chef gesprochen hat, egal über welchen Kanal.” 
 
   
[Hillary Clinton für Giftgaseinsatz in Syrien verantwortlich – nicht Assad, Hartmut Barth-Engelbart auf seiner Seite, 04.05.2018]

siehe dazu auch:
- Recherche: Hillary Clinton verantwortlich für Saringas-Geheimoperation und Tod Tausender Syrer (Rainer Rupp, keinBlattvormMund, 04.05.2016)

„Europa muss sich von der Pseudo-Zivilisation USA emanzipieren“ {30:53}

RT Deutsch
Am 22.07.2015 veröffentlicht 
Dr. Wolfgang Bittner, Publizist, promovierter Jurist und Autor des Buches „Die Eroberung Europas durch die USA“ spricht im Interview mit dem russischen Fernsehsender Rossija 1 über seine Einschätzung der Ukraine-Krise, der völkerrechtlichen Einordnung der Krim-Frage, die entsprechende Berichterstattung in den deutschen „Leitmedien“ sowie über den nötigen Mentalitätswechsel in Europa, um sich von der „US-amerikanischen Pseudo-Zivilisation“ und dem Kulturimperialismus Hollywoods zu emanzipieren.
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