Sonntag, 3. Mai 2020

„Sie werden uns ihre Freiheit zu Füßen legen“


In Dostojewskijs letztem Roman Die Brüder Karamasow von 1880 gibt es eine seltsame Textpassage, scheinbar ohne Zusammenhang zur eigentlichen Handlung, eingeschaltet als mündliche Erzählung eines der Protagonisten. Im spanischen Sevilla des 16. Jahrhunderts erscheint ein Mann, der bei seinen öffentlichen Reden großen Zulauf hat und den viele für Jesus halten. Er wird beobachtet, denunziert und von der Inquisition verhaftet, der Großinquisitor selbst verhört ihn des Nachts in seiner Zelle. Das Gespräch kreist um Jesu berühmten Wüstenaufenthalt und die Versuchung durch den Satan, die Jesus von sich wies, ferner um die Konzepte „Sicherheit“ und „Freiheit“, wobei „Sicherheit“ hier durch die Brote symbolisiert wird, die Jesus aus Steinen hervorzaubern sollte.

Der Großinquisitor erklärt, Jesus hätte die Menschen überfordert, indem er ihnen die Freiheit zutraute. Doch die Freiheit könnten sie nicht lange ertragen, sie sei für die meisten von ihnen eine viel zu schwere Last. In Notzeiten vor die Entscheidung gestellt, ob sie lieber in Sicherheit oder in Freiheit leben wollten, würden sie sich für die Sicherheit entscheiden, für das Brot. „So wird es denn damit enden“, sagt der Großinquisitor, „dass sie uns ihre Freiheit zu Füßen legen und sagen: ‚Knechtet uns, aber macht uns satt‘.“ Beziehungsweise – Sättigung als Metapher für Sicherheit gesetzt – „gebt uns Sicherheit“.


Dostojewskijs Skepsis gegenüber der Haltbarkeit eines auf persönlicher Freiheit basierenden, demokratischen Systems gründete sich nicht nur auf die in den Evangelien überlieferte deprimierende Menschenkenntnis des Satan, sondern auch auf die schon früher, im biblischen Buch Samuel, beschriebene Transformation der proto-demokratischen Regierungsform der Israeliten in eine autoritäre Alleinherrschaft. Die Israeliten wurden in den ersten Jahrhunderten nach Eintritt ins „Gelobte Land“ von Juristen („Richtern“) regiert, die ihrerseits von einem Parlament („Ältestenrat“) gewählt waren, neben der judikativen und legislativen Gewalt gab es als dritte Säule die Priesterschaft, die allerdings ohne weltliche Macht blieb, da ihr nach dem Mosaischen Gesetz der Landbesitz versagt war.

mehr:
- „Sie werden uns ihre Freiheit zu Füßen legen“ (Chaim Noll, AchGut, 02.04.2020)
siehe auch:

Samstag, 2. Mai 2020

Hypnosetag 93: Coach Cecil entdeckt Verstrickungen

20 AUFGEFLOGEN ! Die WAHREN Mächte Volksverrat schnell gucken {23:31}

Schwindelambulanz Sinsheim / Dr. Bodo Schiffmann
Am 02.05.2020 veröffentlicht 

17 - Corona - Abschaffung der Demokratie {14:06}

Coach Cecil
Am 24.04.2020 veröffentlicht 
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mein Kommentar zu den Videos:
Wie schon einmal gesagt: Die Wortwahl von Coach Cecil ist bestimmt nicht mein Geschmack, und wenn Bodo Schiffman in die Politik geht, und solche Leute spielen in seiner Mannschaft eine maßgebliche Rolle, wird er Probleme kriegen.

Aber wenn der Pussy-grabbende US-Präsident öffentlich über das Infundieren von Desinfektionsmitteln nachdenkt, überleben die USA das ja auch.


Und wenn publik wird, daß Hillary Clinton über das Drohnen von Julian Assange nachdachte, scheint das keine allzu großen Spuren zu hinterlassen.

[Der Lynchmord an einem charismatischen Sonderling, Post, 11.11.2019]

Möglicherweise gehört das zu unseren derzeitigen Problemen, daß Menschen aufgrund ihrer Sprachwahl oder ihrer Überzeugung medial an den Pranger gestellt werden. 
Der derzeitige Umgang mit Boris Palmer 
[Coronahypnosetag 90: Auf der Suche nach dem Problem, Post, 29.04.2020 – zweites Video]
ist ein Beispiel dafür, wie es heutzutage in unserem öffentlichen Diskurs zugeht.

Prof. Norbert Bolz brachte den Sachverhalt in einer Gesprächsrunde mit Peter Hahne bei Phoenix auf den Punkt:

Klartext vom Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz: "Medien verschweigen, {12:07 – Start bei 3:01 
– Peter Hahne: »Was kann man dem Volk zumuten?«}

klar sehen
Am 04.05.2017 veröffentlicht 
Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz bei Peter Hahne im ZDF zum Thema: Medien zwischen Gefühl und Fakten
„Medien verschweigen, klären nicht über die Wirklichkeit auf, die Bürger werden für dumm verkauft bzw. gehalten, die Arroganz der Journalisten und Politiker!!  

mehr dazu:
- Es wird nicht besser, wenn wir rechtes Denken wie die Pest behandeln (Post, 10.10.2017)

Übrigens berichtet in dem ersten Video meines Posts (vom 29.04.2020) der sichtlich angekratzte Prof. Knut Wittkowski über Anwürfe, er sei von Trump gekauft oder ein Trump-Fan…

Währenddessen gibt es KEINE öffentliche Diskussion über die staatliche Triage in Frankreich, von der Bodo Schiffman in seinem Video »Corona 11« (wie so viele regierungskritische Youtube-Videos gelöscht) unter Berufung auf den Brief des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin vom 24. März an das Innen- und das Sozialministeriums von Baden-Württemberg über aktuell laufende Massnahmen in Frankreich:

- Corona: staatliche sanktionierte Euthanasie in Frankreich (zeitpunkt.ch, 31.03.2020)
Ich denke, eine solche Diskussion wäre sehr viel ergiebiger!
Und vielleicht erlebe ich irgendwann eine Diskussion darüber, weshalb über das eine berichtet und das andere nicht berichtet wird…
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Freitag, 1. Mai 2020

Hypnosetag 92: Angst und Geld – Philanthropen und Absahner


Die u.a. von Bill Gates, Microsoft, Accenture und der Rockefeller Foundation finanzierte "Digital Identity Alliance" will digitale Impfnachweise mit einer globalen biometrischen digitalen Identität verbinden, die auf Lebenszeit besteht

In einem früheren Artikel Der Impfaktivismus der Gates-Stiftung beschäftigte ich mich mit dem Impfaktivismus der Gates-Stiftung und ihres Aushängeschilds Bill Gates als Verfechter eines Corona-Impfstoffs. An dessen Entwicklung und potentiell globaler Verabreichung ist er federführend beteiligt, ohne einen solchen könne die Welt seiner Ansicht nach nicht zur Normalität zurückkehren.

Es ergab und ergibt sich nach wie vor die Frage, wozu diese einseitige Fokussierung dient und weshalb sie auch von der Politik, den sie beratenden Wissenschaftlern sowie den etablierten Medien geradezu mantraartig wiederholt wird. Die Einführung digitaler Identitäten könnte ein wichtiger Baustein sein, die Gates über das Projekt ID2020 zu etablieren versucht. Worum geht es dabei?


Finanzielle Verbindungen Nachdem sich in den letzten Tagen und Wochen die Augen auf Bill Gates und seinen Impfaktivismus richteten, gerieten daraufhin auch die von ihm finanzierten Institutionen verstärkt in den Blick. So stellten sich Fragen nach der Unabhängigkeit der durch Gates über die BMGF und die Impfallianz GAVI als Hauptspender finanzierten WHO sowie zu einem potentiellen Interessenkonflikt beim Robert Koch Institut und der Charité als Arbeitgeber von Christian Drosten, die beide mit Spenden von mehreren hunderttausend US-Dollar durch die BMGF finanziert wurden.

Auch die mediale Begleitung durch etablierte Gazetten erfährt wohlwollende Unterstützung durch die Stiftung. So erhielt die Wochenzeitung "Die Zeit" ebenfalls knapp 300.000 US-Dollar, während "Der Spiegel" sogar mit 2,5 Millionen US-Dollar bedacht wurde. Nach Bekanntwerden dieser Finanzströme sah man sich beim Spiegel sogar dazu genötigt, die Verbindungen nachträglich offenzulegen. Natürlich nicht ohne Gates im gleichen Atemzug gegen die Hetze von Verschwörungstheoretikern zu verteidigen.

Auf der Suche nach Gates' Beweggründen für eine solch umfangreiche Unterstützung der in die Coronakrise eingebundenen Institutionen und Medien sowie sein Aktivismus für einen letztlich obligatorisch zu verabreichenden (und von ihm mitfinanzierten) Impfstoff lohnt sich ein Blick auf andere durch ihn und seine Firmen vorangetriebene Projekte wie ID2020.

mehr:
- Über Impfstoffe zur digitalen Identität? (Eric Wagner, Telepolis, 01.05.2020)
siehe auch:
Coronahypnosetag 85: Weltretter Bill Gates und eine halbe Million gelähmte indische Kinder (Post, 24.04.2020)


Dr. Spitzbart erlebte damals die Schweinegrippen-Hysterie (wie Dr. Wolfgang Wodarg) ebenfalls mit:
Corona - Die häufigsten Fragen {27:22 – Start bei 4:43 
– Spitzbart: »Es wurde nur einer gehört«}
Dr. med. Michael Spitzbart
Am 13.04.2020 veröffentlicht 
Corona Immunsystem

Propaganda: Wie wir gelenkt werden (Post, 12.04.2020)
- Corona-News am 65. Tag der weltweiten Massenhypnose: Statisktik, Angst und Pharmaindustrie (Post, 04.04.2020)
Tagesdosis 28.3.2020 – Coronakrise: ein asymmetrischer Krieg der Superreichen gegen die restlichen 99 Prozent? (Hermann Ploppa, KenFM, 28.03.2020)
Ist die Psychopharmakologie verrückt geworden? – Kapitalismus-infizierte Wissenschaft (Post, 31.01.2016)
Was ist schlecht daran, wenn Bill Gates Gutes tut? (Kai Michel, Telepolis, 05.09.2001)

CORONA-PANDEMIE: BUNDESDATENSCHUTZBEAUFTRAGTER KRITISIERT GESETZENTWURF DER BUNDESREGIERUNG


Am 20.04.2020 legte das Bundesministerium für Gesundheit einen Entwurf für das Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vor, am 25.04.2020 wurde dieser nach Abstimmung mit den anderen Ministerien durch eine geänderte Fassung ersetzt.

Mit Stellungnahme vom 30.04.2020 übt der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, daran heftige Kritik.

Unter „1. Allgemeines“ erklärt er: „Grundsätzlich ist festzustellen, dass bezüglich der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie fehlende belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse zu Infektionsweg und –gefahr, Erkrankungswahrscheinlichkeit und Wiederansteckungsgefahr, zielführender medikamentöser Behandlung sowie (möglicherweise unter Umständen) mangelnde Behandlungskapazitäten nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in der Regierung große Unsicherheit auslösen. Dieser Unsicherheit soll nun offenbar mit umfassender Erhebung personenbezogener Gesundheitsdaten begegnet werden. Das hierbei nötige Augenmaß lässt der Gesetzentwurf leider vermissen.“ (Stellungnahme S. 1)

Konkretisiert wir dies mit der Feststellung: „Im Gesetzentwurf werden die Meldepflichten im Infektionsschutzgesetz erheblich ausgeweitet. Abgesehen von der (berechtigten) Aufnahme von der COVID-19-Erkrankung bzw. des SARS-CoV-2-Virus in die Listen der meldepflichtigen Erkrankungen bzw. Krankheitserreger, wird nun für neue bedrohliche Krankheiten die Meldepflicht bereits auf den Verdacht ausgeweitet. Unter welchen Voraussetzungen ein solcher Verdacht gegeben ist, wird jedoch nicht festgelegt. Diese Unklarheit ist problematisch, da dieser Verdacht bereits eine namentliche Meldepflicht auslöst und Grundlage für behördliche Maßnahmen sein kann. Ferner wird hinsichtlich SARS-CoV-2 (und SARS-CoV) eine Meldepflicht auch bei negativer Testung eingeführt. Konkrete Ausführungen dazu, welche Vorteile sich hieraus gegenüber einer rein statistischen Erfassung ergeben, fehlen. Die verfassungsrechtlich erforderliche Abwägung mit dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung bleibt die Gesetzesbegründung ebenfalls schuldig. Die Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit dieser Regelung bezweifle ich, zumal von den nicht-infizierten Betroffenen keinerlei Gefahr ausgehen dürfte.“ (Stellungnahme S. 2)

mehr:
siehe auch:
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Donnerstag, 30. April 2020

Corona-Hysterie: Eine Standford-Studie und eine Nachricht vom Grippe-Web


Die Stanford-Gruppe hat gerade eine Anfang April 2020 durchgeführte Seroprävalenzstudie veröffentlicht. Sie berichten:

"Diese Prävalenzschätzungen repräsentieren eine Spanne zwischen 48.000 und 81.000 Menschen, die bis Anfang April in Santa Clara County infiziert waren, 50-85-mal mehr als die Zahl der bestätigten Fälle". Das bedeutet, dass die Sterblichkeitsrate bei Infektionen 50-85 Mal niedriger ist als die veröffentlichten Zahlen.

Hier
finden Sie die Studie.

Ergebnisse
Die Rohprävalenz von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 in unserer Probe betrug 1,5% (genaues Binomial 95CI 1,1-2,0%). Die Testleistungsspezifität in unseren Daten betrug 99,5% (95CI 99,2-99,7%) und die Sensitivität 82,8% (95CI 76,0-88,4%). Die um die Testleistungsmerkmale bereinigte ungewichtete Prävalenz betrug 1,2% (95CI 0,7-1,8%). Nach Gewichtung der Bevölkerungsdemographie von Santa Clara County betrug die Prävalenz 2,8% (95CI 1,3-4,7%), wobei Bootstrap zur Schätzung der Vertrauensgrenzen verwendet wurde. Diese Schätzungen der Prävalenzpunkte implizieren, dass bis Anfang April 54.000 Menschen (95CI 25.000 bis 91.000 mit gewichteter Prävalenz; 23.000 mit 95CI 14.000-35.000 mit ungewichteter Prävalenz) in Santa Clara County infiziert waren, viel mehr als die ungefähr 1.000 bestätigten Fälle zum Zeitpunkt der Umfrage.
Schlussfolgerungen
Die geschätzte Bevölkerungsprävalenz von SARS-CoV-2-Antikörpern in Santa Clara County impliziert, dass die Infektion möglicherweise weitaus weiter verbreitet ist als durch die Anzahl der bestätigten Fälle angegeben. Weitere Studien sind erforderlich, um die Genauigkeit der Prävalenzschätzungen zu verbessern. Lokal abgeleitete Schätzungen der Bevölkerungsprävalenz sollten verwendet werden, um Epidemie- und Mortalitätsprojektionen zu kalibrieren.

[Eran Bendavid, Bianca Mulaney, Neeraj Sood, Soleil Shah, Emilia Ling, Rebecca Bromley-Dulfano, Cara Lai, Zoe Weissberg, Rodrigo Saavedra-Walker, James Tedrow, Dona Tversky, Andrew Bogan, Thomas Kupiec, Daniel Eichner, Ribhav Gupta, John Ioannidis, Jay Bhattacharya], COVID-19-Antikörperseroprävalenz in Santa Clara County, Kalifornien, medRχiv, 30.04.2020 – Google-Überetzer, Hervorhebungen von mir]
siehe auch:
aktualisiert am 07.06.2020
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Coronahypnosetag 91: Die Tagesschau steigt in die Orgie ein!

Corona: Test-Kapazitäten werden nicht ausgeschöpft {10:33 Start bei 2:40 – Kekulé: »Wir müßten die Testkapazitäten noch weiter ausbauen, weil wir jetzt in eine Phase kommen, in der mehr Tests auch mehr Freiheit bedeuten.«}

tagesschau
Am 30.04.2020 veröffentlicht 
Jüngste Angaben des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass die Zahl der Testungen in Deutschland in der vergangenen Woche deutlich zugenommen hat. Demnach wurden vom 20. bis 27. April 467.137 Tests durchgeführt, in der Woche vom 13. bis 19. April waren es 323.449 - und zwei Wochen zuvor 408.173.
Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der Test-Kapazitäten - auf jetzt mehr als 860.000 pro Woche. Das heißt, es könnten fast doppelt so viele Menschen in Deutschland getestet werden.

siehe auch:

Kanzlerin Merkel nach den Bund-Länder-Beratungen {9:30}

Bundesregierung
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Kanzlerin Merkel zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie: Wir haben die große Verantwortung, alles zu tun, damit es keinen Rückfall gibt. Deshalb müssen wir bei den Öffnungsschritten vorsichtig vorgehen. Es beeindruckt mich sehr, wie für alle Lebensbereiche Schutzkonzepte erarbeitet werden.

mein Kommentar zur Merkel-Rede:
1. gewaltige Herausforderungen?
Wenn es denn eine gewaltige Herausforderung gab:
Warum waren wir nicht gerüstet? (z.B. Desinfektionsmittel, Schutzkleidung)
Warum gab es keinen Mechanismus erst einmal zu klären, ob das Virus besonders gefährlich ist?
Warum wurden nicht gleich von Anfang an Vergleichsgruppen geplant, um zu ermitteln, wie hoch die Dunkelziffer möglicherweise ist?
Warum empfahl das Robert-Koch-Institut (Chef Wiehler hat übrigens drei Jahre in der Pathologie gearbeitet!) noch am 24.03.2020, von Obduktionen abzusehen?
Warum wurden die Erkenntnisse von Prof. Püschel
Jeder der bislang 133 offiziell an Corona Verstorbenen in Hamburg habe unter einer Vorerkrankung gelitten, sagte Püschel dem "Hamburger Abendblatt" (Montag) [Montag bedeutet: 20.04.2020]
[epd, Rechtsmediziner: Alle Corona-Toten hatten Vorerkrankungen, sonntag-sachsen.de, 27.04.2020]
zu keiner Zeit vom RKI erwähnt, geschweige denn diskutiert?

Zu den Sterberaten gibt es drei Aussagen:
1. Bodo Schiffmann, Schwindelambulanz Sinsheim:


Angaben nach Schiffmann, Corona 37 (26.04.2020)
Schiffmanns Aussage: 
Schweden ohne Lockdown steht besser da als die meisten übrigen Länder dieser Liste
Wäre es also auch in Deutschland möglich gewesen, die Pandemie-Abwehr und den Bevölkerungsschutz nach dem schwedischen Modell zu organisieren, also ohne massive Einschränkungen in der Wirtschaft und im öffentlichen Leben samt allen gravierenden Nebenwirkungen? Für solche weitreichenden Erwägungen reicht die Inzidenz-Auswertung alleine sicher nicht aus. Unklar ist unter anderem auch noch, wie sich das Infektionsgeschehen weiter entwickelt – und ob die schwedische Regierung nicht doch noch härtere Maßnahmen ergreifen muss.

Abgesehen davon zeigt die Anzahl der entdeckten Ansteckungen nur die eine Seite. Ein ganz anderes Bild ergibt sich bei näherer Betrachtung der Coronavirus-Toten. Hier bewegt sich Schweden mit einer Todesfall-Inzidenz von aktuell 22,3 in der Gruppe der am schwersten von der Pandemie betroffenen Staaten Europas. Zum Vergleich: Deutschland zählt hier - mutmaßlich dank der massiven Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz - bezogen auf 100.000 Einwohner lediglich 7,2 Verstorbene.

[Martin Morcinek und Christoph Wolf, Virus-Daten im Europa-Vergleich: Wie schwer es Schweden wirklich trifft, n-tv, 27.04.2020]
Mein Kommentar zum n-tv-Artikel:
Einfach lächerlich, Schweden nur mit Deutschland zu vergleichen! Peinlich durchsichtig!



2. Prof. Stephan Homburg:


Vergleich Corona-Sterbefälle vs. normale Sterberate
[Screenshot aus dem Interview bei Preradovic
»War der Lockdown unwirksam«?, 20.04.2020]
Aussage Homburg: Die Corona-Toten machen noch nicht 20% der durchschnittlichen Sterberate in Deutschland aus


3. Prof. Sucharit Bhakdi präsentiert die Stanford-Studie von Prof. Ioannidis:

aus dem Interview von Preradovic mit prof. Bhakdi (25.04.2020,
Datenstand der Studie lt. Prof. Bhakdi: 04.04.2020)











Aussage Ioannidis: 
Von 10.000 Deutschen 80plus sterben 2 Corona-assoziiert. (Keine Differenzierung ob »mit« oder »an«!)
Um die Ioannidis-Zahl auf die gleiche Größenordnung zu bringen wie die Schiffmann-Berechnung (pro 100.000):
Von 100.000 Deutschen 80plus sterben 20 Corona-assoziiert.
Durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland: 81 Jahre

Warum werden die Aussagen von Schiffmann, Homburg und Ioannidis weder vom RKI noch von den Mainstream-Medien diskutiert?


Coronakrise: fünf Tage Lockerungen – und alle schlagen über die Stränge | heute-show vom 24.04.2020 {9:13}

ZDF heute-show
Am 24.04.2020 veröffentlicht 
Seit fünf Tagen ist der Lockdown ein wenig gelockert – und prompt waren die Parks und Fußgängerzonen wieder voll. Sind die Deutschen zu sorglos?
Zur ganzen heute-show in der Mediathek: https://ly.zdf.de/hs2011yt/

Coronahypnosetag 90: Auf der Suche nach dem Problem (Post, 29.04.2020)
Coronahypnosetag 89: Die Tests werden heruntergefahren?? (Post, 28.04.2020)
Merkel erntet für „Orgien“-Satz vernichtende Kritik: ARD-Mann: „Eine Unverschämtheit“ (Naima Wolfsperger, Merkur, 22.04.2020)


Harry S. Truman zugeschrieben… [blechschilder-welt.de]


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Coronahypnosetag 91: Dr. Ioannidis stellt die Ergebnisse seiner Corona-Studie vor

Dr. Ioannidis on Results of Coronacirus Studies {7:38}

Journeyman Pictures
Am 30.04.2020 veröffentlicht

siehe auch:
- Coronahypnose und Medien – Systemmedien – Mediensystem (Post, 18.04.2020)
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SARS-CoV-2-Tests: Antikörper, Antigene, PCR


Welche Tests gibt es, um das neue Coronavirus nachzuweisen? Wie verlässlich ist ihr Ergebnis? Ein Überblick.
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Bislang wird die sogenannte Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zum Nachweis einer Coronavirus-Infektion verwendet. Das Verfahren liefert zuverlässige Testergebnisse innerhalb von bis zu fünf Stunden, beim Versand der Proben an Fachlabore verstreicht aber oft viel wertvolle Zeit. Zeit, in der Infizierte ohne Diagnose weitere Menschen anstecken können. Forscher, Labore und verschiedene Hersteller arbeiten an neuen Methoden, unter anderem Schnelltests, um mehr Patienten schneller auf das neue Coronavirus testen zu können. Hier ein Überblick.
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Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.
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Coronavirus-Test-Verfahren:

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Antikörper-Tests

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Antikörper-Tests spüren virusspezifische Antikörper auf und weisen nach, dass jemand Kontakt mit einem Virus hatte. Das Problem: Antikörper-Test weisen nur eine Reaktion des Immunsystems auf das Virus nach, nicht das Virus selbst. Sie zeigen keine akuten Infektionen an, sondern nur bereits durchstandene - aber erst etwa zwei bis drei Wochen nach einer Infektion. Fast alle Antikörpertests reagieren falsch positiv, wenn man an den normalen Coronaviren, das sind vier Typen von klassischen Erkältungsviren, erkrankt ist. So haben auch die Antikörpertests, die bereits in Fachlaboren genutzt werden, eine Fehlerquote von ungefähr zwei bis drei Prozent, das heißt je 100 Tests gibt es mindestens zwei falsch-positive Ergebnisse. Testergebnisse von Antikörper-Schnelltests sollte mit sogenannten Neutralisationstests überprüft werden. Diese sind jedoch so aufwendig, dass sie nicht für die Gesamtbevölkerung durchgeführt werden können. Bislang können Antikörper-Tests den verlässlichen PCR-Test nicht ersetzen.

mehr:
- SARS-CoV-2-Tests: Antikörper, Antigene, PCR (Tanja Fieber, BR24, 30.04.2020)
siehe auch:
- Corona-Tests übersehen zu viele Infizierte (Monique Ryser, NachDenkSeiten, 08.05.2020)
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Hypnosetag 91: Profiteure der Pandemie

Profiteure der Pandemie - Punkt.PRERADOVIC Podcast mit Florian Homm {48:50}

Punkt.PRERADOVIC
Am 30.04.2020 veröffentlicht 
Florian Homm – beinhart hinter den Kulissen der Großfinanz. Hier spricht einer mal richtig Klartext im ersten Punkt.PRERADOVIC Podcast. Einer, der weiß, wie die Superreichen ticken, wie sie denken und wie sie vor allem eins wollen: Steuern sparen und Geld verdienen. Verluste? Nee, die zahlen die anderen. Die Milliardäre treffen sich durchaus mal heimlich auf dem Schloss für noch heimlichere Deals. Florian Homm hat mitgespielt im großen Spiel ums große Geld. Mit seinem Hedgefond wurde er Milliardär, Lebemann, Mäzen und Retter von Borussia Dortmund. Dann kam der große Absturz, Flucht, Haftbefehle, Gefängnis. Inzwischen ist Homm wieder auf dem Boden angekommen und gar nicht mal unglücklich darüber. Und er packt höchst amüsant aus über das Leben der sogenannten Eliten.
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Florian Wilhelm Jürgen Homm (* 7. Oktober 1959 in Oberursel) ist ein deutscher Börsenspekulant und HedgefondsmanagerDer von Homm verwaltete Hedgefonds Absolute Capital Management (ACM) kam zeitweise auf ein Volumen von bis zu drei Milliarden US-Dollar, brach aber 2007 zusammen. Investoren sollen 200 Millionen US-Dollar verloren haben. Homm tauchte unter. FBISEC und DEA schrieben ihn zur Fahndung aus. 2013 wurde Homm von der Polizei nach Hinweisen von Zielfahndern des FBI in Florenz verhaftet. Nachdem die Höchstdauer der Untersuchungshaft abgelaufen war, wurde er 2014 freigelassen. Heute lebt Homm in Deutschland, von wo er, trotz Haftbefehl des FBI und der Schweiz, nicht ausgeliefert wird. Ungeklärt bleiben Geld- und Gold-Transaktionen in Millionenhöhe mit der Schweizer Bank Reichmuth und der UBS, die Homm unter dem Pseudonym Colin Trainor mit gefälschtem Pass durchgeführt haben soll.[1]
[Florian Homm, Wikipedia, abgerufen am 30.04.2020]
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siehe auch:

Wie Hedgefonds in der Corona-Krise Milliarden machen – Monitor {27.04.2020}

Monitor
Am 27.04.2020 veröffentlicht
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Mittwoch, 29. April 2020

Entwarnung im Bethel – Fehler des Labors

Bei einer Wiederholung der Tests hat sich gezeigt: Im Seniorenzentrum gibt es keine 56 Coronaerkrankten, sondern nur zwei. Das Labor habe technische Fehler eingeräumt. Die Nachricht war in Trossingen mit großem Entsetzen registriert worden: 56 Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenzentrums Bethel Trossingen, so teilte das Trossinger Seniorenzentrum am Montag mit, haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Doch am gestrigen Abend nun das Dementi: Die Positivbefunde seien zum großen Teil falsch gewesen, heißt es in er Presseerklärung des Bethel. Nur zwei Bewohner hätten sich mit dem Virus angesteckt. Auch die für heute angekündigten weiteren 43 Testergebnisse seien allesamt negativ ausgefallen.
mehr:
- Fehler des Labors: Entwarnung im Bethel (nq-online.de, 29.04.2020)
siehe auch:

Coronahypnosetag 90: Auf der Suche nach dem Problem

Ein flächendeckendes Testsystem ist essenziell, um das Coronavirus auch ohne Impfstoff eindämmen und Kontaktbeschränkungen wieder lockern zu können. Schön zu hören also, dass deutsche Labore so viel testen wie nie. Erstaunlich ist, dass sie eigentlich doppelt so große Kapazitäten hätten.

In Deutschland sind vergangene Woche 467.137 Tests auf das Coronavirus durchgeführt worden und damit so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Epidemie hierzulande Ende Januar. Das geht aus dem aktuellen Datenblatt zur Corona-Krise des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Von diesen Tests sind demnach 25.222 oder 5,4 Prozent positiv ausgefallen.

Der Rekord ist dennoch enttäuschend: Nach RKI-Angaben hätten alle Universitätskliniken, Forschungseinrichtungen und Labore in Deutschland vom 20. bis zum 26. April Kapazitäten für 890.000 Tests gehabt.

Immerhin scheint sich ein besorgniserregender Trend nicht zu bestätigen: In den Wochen vor dem Testrekord waren die Testzahlen sogar rückläufig. So wurden in der ersten April-Woche bereits 408.000 Coronavirus-Tests durchgeführt. Zwei Wochen später waren es nur noch 330.000.
mehr:
siehe auch:

Perspectives on the Pandemic | Professor Knut Wittkowski Update Interview | Episode 5 {1:04:25}
Journeyman Pictures
Am 29.04.2020 veröffentlicht
Perspectives on the Pandemic Episode 5: In this highly-charged follow-up interview, Knut Wittkowski says his initial claim has been vindicated: The lockdowns - always a dubious proposition for a respiratory virus - came too late in the U.S. and elsewhere, and were therefore even worse than useless. By turns emotional and darkly comic, Wittkowski ranges across all the essential topics of the crisis, and gives answers you are unlikely to see in the major media. Not to be missed.
Watch previous episodes of Perspectives on the Pandemic here:
Episode 1: https://youtu.be/d6MZy-2fcBw
Episode 2: https://youtu.be/lGC5sGdz4kg
Episode 3: https://youtu.be/VK0Wtjh3HVA
Episode 4: https://youtu.be/cwPqmLoZA4s

Corona-Aussagen von Boris Palmer: Intensive Diskussion bei Markus Lanz {23:57}

ZDFheute Nachrichten
Am 30.04.2020 veröffentlicht
Grünen-Politiker und Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hatte kürzlich mit provokanten Aussagen über die Corona-Krise und die Situation der Risikogruppen für Aufsehen gesorgt.
Aussagen wie "Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären - aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen" und lösten auch bei den Gästen von Markus Lanz (am 29. April 2020) Empörung aus.
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- Die Unmenschlichkeit des Westens in Corona-Zeiten (Post, 24.03.2020)
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nicht vergessen:
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…die USA sind seit dem Zweiten Weltkrieg durch Angriffe auf andere Länder für den Tod von 20-30 Millionen Menschen verantwortlich.
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Das bedeutet (derzeit – Stand: Wikipedia, 05.06.2020 – 383.000 Corona-Tote weltweit), daß das Corona-Virus seit dem Zweiten Weltkrieg etwas mehr als 62mal seinen furchtbaren Todeszug um die Welt hätte nehmen müssen, um an die »Leistung« der einzigen Supermacht heranzureichen!! (Dabei nicht mitgerechnet die durch den Lockdown entstehenden Kollateralschäden…)

siehe dazu:
IPPNW: Body Count (Post, 26.07.2016)
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Im Windschatten der Coronakrise: Die Hedgefonds 2 – Zocken mit Leerverkäufen

Wie Hedgefonds in der Corona-Krise Milliarden machen – Monitor {27.04.2020}

Monitor
Am 27.04.2020 veröffentlicht
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Coronahypnosetag 90: Chaos!

Seit vielen Wochen begleitet mich nun dieses Virus in meinem Job, in meinem Alltag, in meiner Freizeit – und in meinen Gedanken. Wahrscheinlich geht es vielen Leserinnen und Lesern der NachDenkSeiten ähnlich. Deshalb finden Sie hier ein paar zentrale, persönliche Beobachtungen – aufgelistet ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Ausgewogenheit. Möglich, dass Sie sich in der einen oder anderen wiederfinden.
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Experten
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Bisher war es meistens so, dass ich nach einer gewissen Zeit zu einem Thema eine Meinung hatte. Sie war nicht unumstößlich, sie war diskutierbar, aber ich hatte eine Position, eine Haltung.
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Bei Corona änderte sich diese anfangs fast stündlich. Das hat mich, die ich versuche, mich umfassend zu informieren, total verunsichert, mich ohnmächtig fühlen lassen. Nahezu täglich bekam ich widersprüchliche Informationen, auch von Menschen, die sich allesamt „Experten“ nennen und nennen dürfen. Ich selbst bin weder Virologin noch Medizinerin und auch keine sonstige Naturwissenschaftlerin. Was mich in gewisser Weise abhängig macht von den Experten. Leider haben auch die Experten nahezu täglich ihre Einschätzungen verändert (hier und hier).
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Lange Zeit lag der Schwerpunkt in der Berichterstattung ausschließlich auf Naturwissenschaften, weder Sozial- noch Geisteswissenschaftler hat man gehört. Erst spät(er) meldeten sich vereinzelt Verfassungsrechtler, Ökonomen, Soziologen und Psychologen zu Wort.
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Wer als Experte gehört wird oder werden darf, entscheidet wohl der Herr Spahn oder die Kanzlerin. Jedenfalls habe ich abweichende Stellungnahmen anfangs nur in alternativen Medien wahrgenommen sowie in Kulturformaten (Aspekte, TTT) und erstaunlicherweise bei Markus Lanz. Nicht jedoch im Heute Journal oder der Tagesschau. Im Moment sehe ich in Letzteren ein wenig Bewegung. Nach sieben Wochen „Brav-sein“!
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Auch Gesundheitsminister Spahn scheint nicht alles, was „seine“ Experten ihm nahelegen, für bare Münze zu halten: Kürzlich wurde er dichtgedrängt im Klinik-Fahrstuhl gesichtet, zwar mit Mundschutz ausgestattet, der wiederum soll aber nicht vor Ansteckung schützen. Weiß er also mehr als wir? Seine kryptische Aussage kürzlich im Bundestag: „wir werden einander viel verzeihen müssen“ lässt jedenfalls einigen Raum für Spekulationen. Auch Frau Kramp-Karrenbauer scheint keine furchtsame Person zu sein. Jedenfalls nicht, wenn sie mediale Aufmerksamkeit beim persönlichen Empfang von Masken am Flughafen benötigt.

mehr:
siehe auch:
- xxx (Post, )
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Dienstag, 28. April 2020

Coronahypnose Tag 89: »Eine politische Monokultur«



Er steht ein für mehr Realismus im Denken. Und er beobachtet gerade: Mit dem realen Coronavirus wird die Politik erst richtig fiktiv. Ein gutgelaunter Markus Gabriel kritisiert den Mainstream westlicher Regierungen – und sagt, warum er die Quarantäne schätzt.

Herr Gabriel, perfekt, es klappt also. Ich sehe ein Bücherregal im Hintergrund, das neue Statussymbol im Skype-Quarantäne-Zeitalter. Sie sehen allerdings gar nicht lektürebleich, sondern kerngesund aus. Haben Sie Ihr Unwohlsein überwunden?
Ich hatte tatsächlich sechs Tage lang leichtes Fieber um die 38 Grad, ohne weitere Symptome. Dies geschah nach zwei Wochen selbstgewählter Isolation, weil ich ja sehr gut von zu Hause arbeiten kann. Wie es sich für einen anständigen Bürger gehört, habe ich mich sogleich auf Sars-CoV-2 testen lassen. Ich habe mir also einen Stab tief in den Rachen geschoben, was ziemlich unangenehm war, aber natürlich viel weniger schlimm als das, was Donald Trump noch vor einigen Wochen über sich ergehen lassen musste. Denn die ersten Tests gingen noch richtig die Nase hoch. Doch schau her, mein Test fiel negativ aus, ich bin putzmunter.
mehr:
siehe auch:

Coronahypnosetag 89: Die Tests werden heruntergefahren??

Präzisere Daten zum Corona-Infektionsverlauf in Deutschland {8:14}

tagesschau
Am 28.04.2020 veröffentlicht
Deutschland kommt verhältnismäßig gut durch die Corona-Pandemie. RKI-Chef Wieler mahnt dennoch, sich weiter an Regeln zu halten. Es sei "keine leichte Zeit", sagte er bei seinem Presse-Briefing. Dennoch gelte es nun, den bisherigen "Erfolg zu verteidigen". Dafür sei es nötig, weiter zuhause zu bleiben, Abstand zu halten und die Maskenpflicht zu befolgen.
Weitere Informationen: https://www.tagesschau.de/inland/rki-...
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zu den Testkapazitäten siehe auch:
Die Testkapazitäten in deutschen Laboren wurden zuletzt kontinuierlich erhöht. Aktuelle Zahlen zeigen, wo Deutschland im internationalen Vergleich steht. Täglich infizieren sich in Deutschland Menschen mit dem Coronavirus. Die Zahlen steigen allerdings nicht mehr so stark an, wie noch zu Beginn der Pandemie. Trotzdem bleibt es wichtig, möglichst viele Menschen zu testen.
[Philip Friedrichs, Sandra Sperling, Adrian Röger, Arno Wölk, Neue Daten in der Animation – So viele Corona-Tests macht Deutschland im weltweiten Vergleich, t-online, 19.04.2020 – Hervorhebung von mir]

mein Kommentar zum Video:
1. Der Off-Sprecher sagt: 
»Auf den ersten Blick scheinen die verordneten Maßnahmen keinen unmittelbaren Einfluß auf die Neuinfektionen zu haben.« 
Wieler zeigt eine sogenannte »bereinigte Kurve«, bei der »verzerrende Effekte herausgerechnet« worden seien.
Unter Hinweis auf die »bereinigte Kurve« sagt der Off-Sprecher dann: 
»Nach den Schulschließungen gehen die Zahlen deutlich nach unten.«

An dieser Stelle sind jetzt Statistiker gefragt, die sich genau darum kümmern sollten, wie diese »Kurvenbereinigung« zustandegekommen ist.
Ich habe lange genug in der MH Hannover gearbeitet, um Gespräche von Doktoranden und anderen mit Forschung Beschäftigten mitbekommen zu haben. Ein beliebtes Vorgehen war, wenn die Ergebnisse von Patientenuntersuchungen nicht den Erwartungen entsprachen, Patienten mit »unangenehmen« oder »unpassenden Werten« unter Zuhilfenahme bestimmter Argumente (Durchfall, Harnwegsentzündung, schlechte Nierenwerte, Erkältung usw.) aus der Studie herauszunehmen. (z.B. wenn Menschen auf ein Medikament nicht so ansprachen, wie man das gerne gehabt hätte).
Die erste Frage lautet also:
Nach exakt welchen Kriterien ist die alte Kurve »bereinigt« worden?!
Die zweite Frage lautet:
Cui bono?

2. Das ist das, was uns von Regierung und RKI in den letzten mindestens anderthalb Monaten ständig vorgebetet wurde: Möglichst viel testen!

Der SWR meldete am 04.04.2020: »UM DAS 14FACHE GESTEIGERT –  Coronavirus: Test-Kapazitäten in Deutschland stark gesteigert«
'Schon am 18.03.2020 schrieb die TAZ: »Ausbreitung des Corona-Virus – Testen, was das Zeug hält«
Markus Grill (Gesundheitsexperte im Rechercheverbund) sagt:
»In der vorletzten Woche (die Woche, von der die neuesten Zahlen vorliegen) wurden 320.000 Tests durchgeführt, in der davorliegenden Woche aber noch 400.000 Tests« (beachte: bei einer Gesamttestkapazität in Deutschland von 800.000 pro Woche)
Das verstehe wer will, ich nicht!
Glauben die Verantwortlichen ihren zuvor verkündeten Absichten nicht mehr?
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Coronahypnosetag 89: Unmenschlichkeit im Ausnahmezustand

Ihr Sohn starb alleine im Krankenhaus {1:22}

BILD
Am 28.04.2020 veröffentlicht 
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