Rassismus und laxe Waffengesetze? In South Carolina hat ein unbekannter Weißer auf Besucher eines Abendgebetes in der Emanuel African Methodist Episcopal-Kirche geschossen
Über ein konkretes Motiv für die Schießerei wollte die Polizei in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina noch keine Angaben machen. Ihr Chef Greg Mullen geht von einem "Verbrechen aus Hass" aus.
Bekannt ist bisher, dass der Schütze, ein junger Weißer, gestern beim Abendgebet in der Emanuel African Methodist Episcopal-Kirche in Süd-Charleston, acht Schwarze erschossen hat, zwei wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wo einer verstarb.
Der Schütze ist noch auf der Flucht.
Mit Angaben über die Opfer und die Überlebenden hält sich die Polizei zurück. Diverse Meldungen bestätigen, dass der Prediger der Kirche, Clementa Pinckney, ebenfalls unter den Opfern ist. Pickney war Politiker, Mitglied des Senats in South Carolina für die Demokraten, der sich für die Schwarzen engagierte.
Er sprach sich etwa im Fall Walter Scott, der im April dieses Jahres von einem weißen Polizisten wegen eines Verkehrsdelikts verfolgt und mit Schüssen in den Rücken getötet wurde, dafür aus, dass Polizisten Kameras tragen sollten.
"Downtown Charleston", wo sich die Kirche befindet, gilt als wohlhabende Gegend, die von vielen Touristen besucht wird. In der benachbarten Stadt North Charleston, etwa 100.000 Einwohner, haben sich die Spannungen seit dem tödlichen Schuss, den der weiße Polizist auf den flüchtenden Schwarzen Walter Scott abgab, aufgeheizt.
Der mörderische Tat wird in den USA die Diskussionen über die laxen Waffengesetze erneut anstoßen (seit neuestem darf man in Texas auch auf dem Universitätscampus verdeckt Waffen mitführen - laut Fürsprechern dieses gefährlichen Gesetzes zur "besseren Verteidigung gegen Amokläufer").
mehr:
- "Verbrechen aus Hass": neun Tote in einer Südstaaten-Kirche (Thomas Pany, Telepolis, 18.06.2015)
Freitag, 19. Juni 2015
Können wir uns Demokratie noch leisten?
"Es ist die Tragik jeder Demokratie, dass bei uns jeder seine Meinung öffentlich vertreten darf und dass man politisch Verantwortliche in einer Demokratie schützen muss. In Diktaturen würde so etwas nicht passieren." (Horst Teltschik)- Linkliste (Attac)
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.” (Jean Claude Juncker, zitiert nach Dirk Koch, Die Brüsseler Republik, SPIEGEL Online, 27.12.1999)
Jean-Claude Juncker drunk and bitch slaps leaders [1:15]
Veröffentlicht am 28.05.2015
The President of the European Commission, Jean-Claude Juncker, was bitch slapping EU leaders, calling Hungarian PM 'dictator' in front of the press at the EU-Eastern Partnership summit in Latvia.
»Es ist nicht das Seltene, daß einer verzweifelt ist
nein, das ist das Seltene, das sehr Seltene, daß einer in Wahrheit es nicht ist. […]
Die gewöhnliche Betrachtung versteht sich sehr schlecht auf Verzweiflung. Sie übersieht ganz, daß es gerade eine Form der Verzweiflung ist, es nicht zu sein, sich nicht bewußt zu sein, daß man es ist.« (Søren Kierkegaard)
siehe auch:
- Auf den Gipfeln der Verzweiflung (Ludger Luetkehaus, ZEIT Online, 21.11.2002)
- Entweder die EU oder Demokratie, beides geht nicht (AllesSchallundRauch, 18.11.2011)
- Auf den Gipfeln der Verzweiflung (Ludger Luetkehaus, ZEIT Online, 21.11.2002)
- Entweder die EU oder Demokratie, beides geht nicht (AllesSchallundRauch, 18.11.2011)
When Yeltsin's drunk [0:47]
Hochgeladen am 12.04.2009
Boris Yeltsin used to drink a lot.
Könnte es sein, daß der eine genauso verzweifelt ist wie der andere?
Demokratieabbau: Vorratsdatenspeicherung – das wird natürlich nichtöffentlich behandelt
Die EU-Kommission will sich erst einmal nicht mit der Vorratsdatenspeicherung befassen, hieß es. Die Antwort auf eine Anfrage lässt jedoch auf etwas anderes schließen.
Als der EU-Kommissar Oettinger mit der Ansage vorpreschte, die (mittlerweile auch gerne als Mindest- oder Höchstspeicherfrist bezeichnete) Vorratsdatenspeicherung würde derzeit natürlich auch auf EU-Ebene behandelt, da wurde dies von der EU-Kommission schnell dementiert.
Dort hieß es dazu wörtlich: "Die EU-Kommission plant keine neue EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung"
Dazu wurde jedoch noch angemerkt, dass eine Konsultation geplant sei, bei der die Meinungen der "Stakeholders" eingesammelt werden. Dabei sind die Meinungen der "Stakeholder" schon seit Jahren bekannt – auf der einen Seite die Strafverfolgungsbehörden, auf der anderen die Telekommunikationsunternehmen und auf einer dritten die Bürgerrechtler, Journalisten, Seelsorger, Ärzte usw. Eine erneute Konsultation dürfte da kaum Neuigkeiten mit sich bringen.
Michael Ebeling, seit Jahren aktiver Datenschützer und Bürgerrechtler, hat nun auf seiner Seite freiheitsfoo.de den Schriftwechsel zur aktuellen Situation online gestellt. Dort wird nicht mehr von einer Konsultation gesprochen, sondern davon, dass die nationalen Entwicklungen beobachtet werden würden. Die Wirksamkeit der VDS bei der Verbrechensbekämpfung und der Aufdeckung von Straftaten wird dabei nicht mehr in Frage gestellt.
Und noch etwas ist bemerkenswert. Während es anfangs hieß, die Kommission werde "diesen Abwägungsprozess in einem offenen Dialog mit dem Europäischen Parlament, mit den Mitgliedstaaten, den Bürgern, den Datenschutzbehörden und mit der Industrie durchzuführen", telt man nun mit, dass es keine öffentliche Konsultation geben werde.
mehr:
- Vorratsdatenspeicherung – das wird natürlich nichtöffentlich behandelt (Bettina Hammer, Telepolis, 18.06.2015)
siehe auch:
- Amerika, die kaputte Demokratie (Post, 23.06.2015)
- "In den USA regiert nicht die Mehrheit!" (Post, 23.06.2015)
- Vorratsdatenspeicherung 2.0: Grundrechtsverletzung mit Zuckerguss (Post, 14.06.2015)
- Bundeswehr-Einsätze: Parlamentsvorbehalt soll abgeschwächt werden (Post, 18.06.2015)
Als der EU-Kommissar Oettinger mit der Ansage vorpreschte, die (mittlerweile auch gerne als Mindest- oder Höchstspeicherfrist bezeichnete) Vorratsdatenspeicherung würde derzeit natürlich auch auf EU-Ebene behandelt, da wurde dies von der EU-Kommission schnell dementiert.
Dort hieß es dazu wörtlich: "Die EU-Kommission plant keine neue EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung"
Dazu wurde jedoch noch angemerkt, dass eine Konsultation geplant sei, bei der die Meinungen der "Stakeholders" eingesammelt werden. Dabei sind die Meinungen der "Stakeholder" schon seit Jahren bekannt – auf der einen Seite die Strafverfolgungsbehörden, auf der anderen die Telekommunikationsunternehmen und auf einer dritten die Bürgerrechtler, Journalisten, Seelsorger, Ärzte usw. Eine erneute Konsultation dürfte da kaum Neuigkeiten mit sich bringen.
Michael Ebeling, seit Jahren aktiver Datenschützer und Bürgerrechtler, hat nun auf seiner Seite freiheitsfoo.de den Schriftwechsel zur aktuellen Situation online gestellt. Dort wird nicht mehr von einer Konsultation gesprochen, sondern davon, dass die nationalen Entwicklungen beobachtet werden würden. Die Wirksamkeit der VDS bei der Verbrechensbekämpfung und der Aufdeckung von Straftaten wird dabei nicht mehr in Frage gestellt.
Und noch etwas ist bemerkenswert. Während es anfangs hieß, die Kommission werde "diesen Abwägungsprozess in einem offenen Dialog mit dem Europäischen Parlament, mit den Mitgliedstaaten, den Bürgern, den Datenschutzbehörden und mit der Industrie durchzuführen", telt man nun mit, dass es keine öffentliche Konsultation geben werde.
mehr:
- Vorratsdatenspeicherung – das wird natürlich nichtöffentlich behandelt (Bettina Hammer, Telepolis, 18.06.2015)
siehe auch:
- Amerika, die kaputte Demokratie (Post, 23.06.2015)
- "In den USA regiert nicht die Mehrheit!" (Post, 23.06.2015)
- Vorratsdatenspeicherung 2.0: Grundrechtsverletzung mit Zuckerguss (Post, 14.06.2015)
- Bundeswehr-Einsätze: Parlamentsvorbehalt soll abgeschwächt werden (Post, 18.06.2015)
Rückschlag für die informationelle Selbstbestimmung
Ein vom Verfassungsschutz Bespitzelter bekommt auch nach 10 Jahren keine Auskunft über die Daten
Der Berliner Verfassungsschutz kann Auskünfte an Bespitzelte auch nach 10 Jahren mit der Begründung verweigern, dass damit Quellen offengelegt werden können. Das entschied heute das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Geklagt hatte Wolfgang F. Er war Mitglied der Initiative für ein Sozialforum, das seit seiner Gründung im Jahr 2003 bis zum Sommer 2006 von mindestens fünf V-Leuten des Bundes- und des Landesamtes für Verfassungsschutz ausgeforscht wurde.
Der Kläger und andere im Sozialforum Aktive verlangten nach Bekanntwerden der Überwachung vom Berliner Verfassungsschutz Auskunft über die über ihn gesammelten Daten. Doch die meisten bekamen nur wenige, geschwärzte Auskünfte.
Seit 2008 versucht der Kläger auf juristischem Wege an die Daten zu kommen und beruft sich das Auskunftsrecht nach dem Berliner Verfassungsschutzgesetz. Der Rechtsanwalt Sönke Hilbrans, der die Klage eingereicht hat, spricht von einem Rückschlag für die informationelle Selbstbestimmung.
"Die Entscheidung der OVG konterkariert den Willen des Gesetzgebers und gibt sich im Ergebnis mit einigen Sprechblasen des Berliner Verfassungsschutzes zufrieden", erklärt Hilbrans gegenüber Telepolis. Das OVG hat keine Revision zugelassen. Ob der Kläger dagegen Beschwerde einlegt, wird er erst entscheiden, wenn er die Urteilsbegründung kennt, die lag am Abend noch nicht vor.
mehr:
- Rückschlag für die informationelle Selbstbestimmung (Peter Nowack, Telepolis, 18.06.2015)
Der Berliner Verfassungsschutz kann Auskünfte an Bespitzelte auch nach 10 Jahren mit der Begründung verweigern, dass damit Quellen offengelegt werden können. Das entschied heute das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Geklagt hatte Wolfgang F. Er war Mitglied der Initiative für ein Sozialforum, das seit seiner Gründung im Jahr 2003 bis zum Sommer 2006 von mindestens fünf V-Leuten des Bundes- und des Landesamtes für Verfassungsschutz ausgeforscht wurde.
Der Kläger und andere im Sozialforum Aktive verlangten nach Bekanntwerden der Überwachung vom Berliner Verfassungsschutz Auskunft über die über ihn gesammelten Daten. Doch die meisten bekamen nur wenige, geschwärzte Auskünfte.
Seit 2008 versucht der Kläger auf juristischem Wege an die Daten zu kommen und beruft sich das Auskunftsrecht nach dem Berliner Verfassungsschutzgesetz. Der Rechtsanwalt Sönke Hilbrans, der die Klage eingereicht hat, spricht von einem Rückschlag für die informationelle Selbstbestimmung.
"Die Entscheidung der OVG konterkariert den Willen des Gesetzgebers und gibt sich im Ergebnis mit einigen Sprechblasen des Berliner Verfassungsschutzes zufrieden", erklärt Hilbrans gegenüber Telepolis. Das OVG hat keine Revision zugelassen. Ob der Kläger dagegen Beschwerde einlegt, wird er erst entscheiden, wenn er die Urteilsbegründung kennt, die lag am Abend noch nicht vor.
mehr:
- Rückschlag für die informationelle Selbstbestimmung (Peter Nowack, Telepolis, 18.06.2015)
Die Gegenwart des sogenannten "Qualitätsjournalismus"
Dominik Grafs Film "Was heißt hier Ende?" über Michael Althen ist eine Verlustanzeige. Es geht um die moralisch-ökonomische Verfassung unserer Medien
Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, in seinem Nachruf auf Bernd Eichinger in der FAS am 30. Januar 2011.
Ein Zufall gewiss, aber auch eine Koinzidenz, die in ihrem Zusammentreffen etwas Notwendiges hat: Soeben meldete der "Spiegel", man werde zum nächsten Jahr 15 Millionen Euro im Etat einsparen.
Die Sparmaßnahmen würden durch Stellenkürzungen und durch Kostensenkungen in der Dokumentation verwirklicht. Seit 2007 sei der Gewinn um etwa die Hälfte zurückgegangen. Immerhin macht der "Spiegel" noch Gewinn. Die FAZ macht bereits seit Jahren Verluste.
Dieser Tage jährt sich auch der Tod von Frank Schirrmacher. Sein überraschender Herz-Tod war ein böser Streich des Schicksals; er kam zu einem Zeitpunkt, an dem das "Modell Schirrmacher" ausgereizt schien. Zumindest auf Zeitungsebene. Er markierte einen Einschnitt und möglicherweise Endpunkt.
Schließlich kommt jetzt nun ein Dokumentarfilm ins deutsche Kino, der auf eine idealisierende, utopische Weise noch einmal Journalismus "at its best" feiert, und all das ins Gedächtnis ruft, was Zeitungsjournalismus sein kann und sein muss, will er Sinn machen. Heute mehr denn je.
mehr:
- Die Gegenwart des sogenannten "Qualitätsjournalismus" (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 18.06.2015)
Was heißt hier Ende? - Offizieller Trailer [4K] [UHD] (Deutsch/German) [2:18]
►Man müsste, wenn jemand stirbt, eigentlich keinen Nachruf auf den Toten schreiben, sondern einen auf die Gesellschaft, die ihn überlebt. Wie sie sich die Dinge zurechtlegt, um selbst gut dazustehen. Wie sie, noch angesichts des Todes, so tut, als würde sie in ihrem abschließenden Urteil letztlich doch noch immer Gnade vor Gerechtigkeit ergehen lassen. Nichts Schlechtes über die Toten heißt in Wahrheit: nichts Schlechtes über die Überlebenden.
Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, in seinem Nachruf auf Bernd Eichinger in der FAS am 30. Januar 2011.
Ein Zufall gewiss, aber auch eine Koinzidenz, die in ihrem Zusammentreffen etwas Notwendiges hat: Soeben meldete der "Spiegel", man werde zum nächsten Jahr 15 Millionen Euro im Etat einsparen.
Die Sparmaßnahmen würden durch Stellenkürzungen und durch Kostensenkungen in der Dokumentation verwirklicht. Seit 2007 sei der Gewinn um etwa die Hälfte zurückgegangen. Immerhin macht der "Spiegel" noch Gewinn. Die FAZ macht bereits seit Jahren Verluste.
Dieser Tage jährt sich auch der Tod von Frank Schirrmacher. Sein überraschender Herz-Tod war ein böser Streich des Schicksals; er kam zu einem Zeitpunkt, an dem das "Modell Schirrmacher" ausgereizt schien. Zumindest auf Zeitungsebene. Er markierte einen Einschnitt und möglicherweise Endpunkt.
Schließlich kommt jetzt nun ein Dokumentarfilm ins deutsche Kino, der auf eine idealisierende, utopische Weise noch einmal Journalismus "at its best" feiert, und all das ins Gedächtnis ruft, was Zeitungsjournalismus sein kann und sein muss, will er Sinn machen. Heute mehr denn je.
mehr:
- Die Gegenwart des sogenannten "Qualitätsjournalismus" (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 18.06.2015)
Was heißt hier Ende? - Offizieller Trailer [4K] [UHD] (Deutsch/German) [2:18]
Veröffentlicht am 27.05.2015
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Die neusten Blurays: ► http://amazn.li/Bluray ★
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Was heißt hier Ende? :
Dominik Grafs Essayfilm WAS HEISST HIER ENDE? beschreibt die Suche nach Spuren, Splittern und Spiegelungen des Schaffens von Michael Althen, der im Jahre 2011 viel zu früh verstarb. Der Filmkritiker Althen hat mit offenen Sinnen Filme gesehen und sich liebend gerne von ihnen verführen lassen. Umgekehrt wiederum hatten seine Texte, seine Wahrnehmungen, all die Begegnungen mit ihm, großen Einfluss auf andere – auf Kritiker, Filmemacher und Kinogänger gleichermaßen, darunter sicherlich Tom Tykwer, Christian Petzold, Doris Kuhn, Claudius Seidl oder Wim Wenders. Gleichzeitig ist dieser Film auch eine einzigartige Liebeserklärung ans Kino. Denn so gekonnt wie Althen hat es kaum jemand sonst verstanden, die Magie des Films ins Leben zu übertragen.
Regie: Dominik Graf
Cast: Michael Althen, Adolf Althen, Christian Petzold
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Was heißt hier Ende? :
Dominik Grafs Essayfilm WAS HEISST HIER ENDE? beschreibt die Suche nach Spuren, Splittern und Spiegelungen des Schaffens von Michael Althen, der im Jahre 2011 viel zu früh verstarb. Der Filmkritiker Althen hat mit offenen Sinnen Filme gesehen und sich liebend gerne von ihnen verführen lassen. Umgekehrt wiederum hatten seine Texte, seine Wahrnehmungen, all die Begegnungen mit ihm, großen Einfluss auf andere – auf Kritiker, Filmemacher und Kinogänger gleichermaßen, darunter sicherlich Tom Tykwer, Christian Petzold, Doris Kuhn, Claudius Seidl oder Wim Wenders. Gleichzeitig ist dieser Film auch eine einzigartige Liebeserklärung ans Kino. Denn so gekonnt wie Althen hat es kaum jemand sonst verstanden, die Magie des Films ins Leben zu übertragen.
Regie: Dominik Graf
Cast: Michael Althen, Adolf Althen, Christian Petzold
Sicherheit von Smartphones
- Hacker werfen FBI Massenüberwachung von Smartphones vor (n24, 04.09.2012)
Das Hacker-Kollektiv Antisec wirft der amerikanischen Ermittlungsbehörde FBI vor, im großen Maßstab Daten von Mobilfunknutzern gesammelt zu haben. Um den Vorwurf zu beweisen, veröffentlichte die Gruppe im Internet eine Datei.
Sie enthält angeblich die Seriennummern von einer Million Geräte mit dem Apple-Betriebssystem iOS sowie einige persönliche Angaben zu ihren Besitzern. Das FBI wollte auf dpa-Anfrage zu dem Vorfall keine Stellung nehmen.
Die Liste sei ein Auszug einen viel größeren Datenbestandes mit zwölf Millionen Einträgen, erklärten die Hacker. Die Datei mit dem Namen "NCFTA_iOS_devices_intel.csv" habe man vom Laptop eines FBI-Mitarbeiters erbeutet, der im Regional Cyber Action Team in New York arbeite. NCFTA ist die Abkürzung für die US-amerikanische Non-Profit-Organisation National Cyber-Forensics & Training Alliance, hinter der unter anderem das FBI, einige universitäre Computersicherheits-Organisationen (CERT) sowie Partner aus der Industrie stehen. Die Echtheit der Daten konnte von neutraler Seite nicht bestätigt werden.
- Hacker-Angriffe werden 2015 massiv zunehmen (n24, 10.12.2014)
Einem neuen Report zufolge werden sich Hacker-Angriffe im kommenden Jahr häufen. Dabei sollen die Attacken immer komplexer werden. Das sind 2015 die größten Cyber-Gefahren.
Das Internet wird im neuen Jahr kaum sicherer sein, ganz im Gegenteil: Die Cyberkriminalität ist auch 2015 weiter auf dem Vormarsch, so eine neue Studie. Im kommenden Jahr werden sich die Angriffe aus dem Internet häufen. Ungeschützte Computer bleiben dabei weiterhin beliebte Ziele von Cyberkriminellen – hinzu kommt die steigende Anzahl der Bedrohungen auf mobilen Geräten. Die Attacken werden dabei immer komplexer. Das zumindest prognostiziert der Hersteller von Antivirus- und Computersicherheitssoftware McAfee in seinem aktuellen "November 2014 Threats Report".
- Angst vor Hackern – Deutsche lehnen mobiles Bezahlen weiter ab (n24, 14.06.2015)
Es kann so einfach sein: Statt Geldbörse zückt der Kunde sein Smartphone und bezahlt bargeldlos. Doch viele Deutsche sind zurückhaltend und vertrauen nicht auf die Sicherheit ihrer Daten.
Die Angst vor dem Klau sensibler Bankdaten hält viele Deutsche einer Umfrage zufolge von Geldgeschäften per Smartphone ab. Generell sehen neun von zehn Deutschen (88 Prozent) die Gefahr, dass bei mobilen Bezahlverfahren Daten gehackt und missbraucht werden. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1020 Erwachsenen im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.
Fast genauso viele (85 Prozent) meinen, es gebe ein wachsendes Risiko, dass ihr Handy gestohlen wird und dann mit Bezahldaten kriminelle Geschäfte gemacht werden. Immerhin fast drei Viertel (72) der Befragten sind der Ansicht, sogenannte Mobile-Payment-Angebote verleiteten schneller zum Einkaufen.
- XARA-Angriff: Kennwort-Manager 1Password bestätigt Schwachstelle (heise News, 18.06.2015)
Sicherheitsforscher haben gezeigt, wie Schadprogramme anderen Mac-Apps Daten entlocken können – auch die populäre Passwort-Verwaltung ist anfällig. Es gibt derzeit keine Lösung, erklären die Entwickler, man könne sich aber wappnen.
Schad-Software ist "unter bestimmten Umständen" in der Lage, Informationen auszulesen, die die Browser-Erweiterung der Kennwort-Verwaltung 1Password an die zugehörige Helfer-App auf dem Mac übermittelt. Dies hat das Entwickler-Team AgileBits bekanntgegeben und damit die Studienergebnisse von sechs Sicherheitsforschern bestätigt, die Details zu diesem Angriffsszenario veröffentlicht hatten.
Die Gefahr ist, dass sich eine bösartige App als der Helfer "1Password mini" ausgeben kann und dadurch in der Lage ist, die von der Browser-Erweiterung übermittelten Login-Daten auszulesen – "wenn das Timing stimmt". AgileBits betont, dadurch sei aber kein vollständiger Zugriff auf alle in der Passwort-Verwaltung hinterlegten Daten möglich. Den Forschern war nach eigener Angabe möglich, eine manipulierte App von Apples Prüfprozess unbemerkt im Mac App Store zu veröffentlichen.
Das Problem beruht darauf, dass eine "vollständige Authentifizierung" der Kommunikation zwischen der Browser-Extension von 1Password und der Helfer-App 1Password mini derzeit nicht möglich sei – dies betreffe auch andere Software und sei eine systemweite Schwachstelle von Mac OS X, schreibt AgileBits. Man habe zusammen mit den Sicherheitsforschern versucht, dieses Problem für 1Password zu lösen, habe aber noch keinen "komplett zuverlässigen Weg" gefunden.
Das Hacker-Kollektiv Antisec wirft der amerikanischen Ermittlungsbehörde FBI vor, im großen Maßstab Daten von Mobilfunknutzern gesammelt zu haben. Um den Vorwurf zu beweisen, veröffentlichte die Gruppe im Internet eine Datei.
Sie enthält angeblich die Seriennummern von einer Million Geräte mit dem Apple-Betriebssystem iOS sowie einige persönliche Angaben zu ihren Besitzern. Das FBI wollte auf dpa-Anfrage zu dem Vorfall keine Stellung nehmen.
Die Liste sei ein Auszug einen viel größeren Datenbestandes mit zwölf Millionen Einträgen, erklärten die Hacker. Die Datei mit dem Namen "NCFTA_iOS_devices_intel.csv" habe man vom Laptop eines FBI-Mitarbeiters erbeutet, der im Regional Cyber Action Team in New York arbeite. NCFTA ist die Abkürzung für die US-amerikanische Non-Profit-Organisation National Cyber-Forensics & Training Alliance, hinter der unter anderem das FBI, einige universitäre Computersicherheits-Organisationen (CERT) sowie Partner aus der Industrie stehen. Die Echtheit der Daten konnte von neutraler Seite nicht bestätigt werden.
- Hacker-Angriffe werden 2015 massiv zunehmen (n24, 10.12.2014)
Einem neuen Report zufolge werden sich Hacker-Angriffe im kommenden Jahr häufen. Dabei sollen die Attacken immer komplexer werden. Das sind 2015 die größten Cyber-Gefahren.
Das Internet wird im neuen Jahr kaum sicherer sein, ganz im Gegenteil: Die Cyberkriminalität ist auch 2015 weiter auf dem Vormarsch, so eine neue Studie. Im kommenden Jahr werden sich die Angriffe aus dem Internet häufen. Ungeschützte Computer bleiben dabei weiterhin beliebte Ziele von Cyberkriminellen – hinzu kommt die steigende Anzahl der Bedrohungen auf mobilen Geräten. Die Attacken werden dabei immer komplexer. Das zumindest prognostiziert der Hersteller von Antivirus- und Computersicherheitssoftware McAfee in seinem aktuellen "November 2014 Threats Report".
- Angst vor Hackern – Deutsche lehnen mobiles Bezahlen weiter ab (n24, 14.06.2015)
Es kann so einfach sein: Statt Geldbörse zückt der Kunde sein Smartphone und bezahlt bargeldlos. Doch viele Deutsche sind zurückhaltend und vertrauen nicht auf die Sicherheit ihrer Daten.
Die Angst vor dem Klau sensibler Bankdaten hält viele Deutsche einer Umfrage zufolge von Geldgeschäften per Smartphone ab. Generell sehen neun von zehn Deutschen (88 Prozent) die Gefahr, dass bei mobilen Bezahlverfahren Daten gehackt und missbraucht werden. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1020 Erwachsenen im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.
Fast genauso viele (85 Prozent) meinen, es gebe ein wachsendes Risiko, dass ihr Handy gestohlen wird und dann mit Bezahldaten kriminelle Geschäfte gemacht werden. Immerhin fast drei Viertel (72) der Befragten sind der Ansicht, sogenannte Mobile-Payment-Angebote verleiteten schneller zum Einkaufen.
- XARA-Angriff: Kennwort-Manager 1Password bestätigt Schwachstelle (heise News, 18.06.2015)
Sicherheitsforscher haben gezeigt, wie Schadprogramme anderen Mac-Apps Daten entlocken können – auch die populäre Passwort-Verwaltung ist anfällig. Es gibt derzeit keine Lösung, erklären die Entwickler, man könne sich aber wappnen.
Schad-Software ist "unter bestimmten Umständen" in der Lage, Informationen auszulesen, die die Browser-Erweiterung der Kennwort-Verwaltung 1Password an die zugehörige Helfer-App auf dem Mac übermittelt. Dies hat das Entwickler-Team AgileBits bekanntgegeben und damit die Studienergebnisse von sechs Sicherheitsforschern bestätigt, die Details zu diesem Angriffsszenario veröffentlicht hatten.
Die Gefahr ist, dass sich eine bösartige App als der Helfer "1Password mini" ausgeben kann und dadurch in der Lage ist, die von der Browser-Erweiterung übermittelten Login-Daten auszulesen – "wenn das Timing stimmt". AgileBits betont, dadurch sei aber kein vollständiger Zugriff auf alle in der Passwort-Verwaltung hinterlegten Daten möglich. Den Forschern war nach eigener Angabe möglich, eine manipulierte App von Apples Prüfprozess unbemerkt im Mac App Store zu veröffentlichen.
Das Problem beruht darauf, dass eine "vollständige Authentifizierung" der Kommunikation zwischen der Browser-Extension von 1Password und der Helfer-App 1Password mini derzeit nicht möglich sei – dies betreffe auch andere Software und sei eine systemweite Schwachstelle von Mac OS X, schreibt AgileBits. Man habe zusammen mit den Sicherheitsforschern versucht, dieses Problem für 1Password zu lösen, habe aber noch keinen "komplett zuverlässigen Weg" gefunden.
Donnerstag, 18. Juni 2015
Der Tod Osama Bin Ladens – Lügen Logik, Tatsachen – eine kritische Rekonstruktion der Ereignisse
Vier Jahre ist es jetzt her, daß ein Kommando amerikanischer Navy Seals bei einem nächtlichen Anschlag auf ein befestigtes Anwesen im pakistanischen Abbottabad Osama bin Laden erschoß. Der Mord war der Höhepunkt von Barack Obamas erster Amtszeit und trug in erheblichem Maße zu seiner Wiederwahl bei. Das Weiße Haus behauptet nach wie vor, es habe sich bei der Mission um eine rein amerikanische Aktion gehandelt; weder Pakistans höchste Militärs noch der Nachrichtendienst – die Inter-Services Intelligence Agency (ISI) – des Landes hätten von dem bevorstehenden Handstreich gewußt. Es ist dies nicht das einzige, was an der von der Regierung Obama herausgegebenen Darstellung nicht stimmt. Die Geschichte des Weißen Hauses wäre eher eines Lewis Carroll würdig: Hätte bin Laden, Objekt einer weltweiten Menschenjagd, tatsächlich zu dem Schluß kommen können, ein Urlaubsziel fünfzig Kilometer von Islamabad sei der sicherste Platz für einen Unterschlupf, von dem aus sich al-Qaida leiten ließ? Er habe sich unter aller Augen versteckt. Behaupten die USA.
Die eklatanteste Lüge war die, man habe weder den Stabschef des Heeres General Ashfaq Parvez Kayani noch den Direktor der ISI General Ahmed Shuja Pasha, Pakistans mächtigste Militärs mit anderen Worten, über die amerikanische Mission informiert. An diesem Standpunkt hält das Weiße Haus fest, und das einer Reihe von Berichten zum Trotz, die Fragen aufgeworfen haben wie etwa der von Carlotta Gall im New York Times Magazine vom 19. März 2014. Gall, die zwölf Jahre als Korrespondentin der Times in Afghanistan war, will von einem „pakistanischen Amtsträger“ erfahren haben, Pasha habe bereits vor dem Handstreich von bin Ladens Anwesenheit in Abbottabad gewußt.
Sowohl amerikanische als auch pakistanische Offizielle dementierten dies; näher darauf einlassen wollte man sich freilich nicht. In seinem Buch Pakistan: Before and after Osama (2012) behauptet Imtiaz Gul, Exekutivdirektor des Thinktanks Centre for Research and Security Studies in Islamabad, vier Geheimdienstler im verdeckten Einsatz hätten ihm gegenüber – durchaus im Einklang mit vor Ort herrschenden Ansichten – darauf bestanden, das pakistanische Militär habe definitiv von der Mission gewußt. Erneut aufgeworfen wurde das Problem im Februar, als Asad Durrani, General im Ruhestand und Anfang der 1990er Jahre Chef der ISI, al-Dschasira gegenüber sagte, es sei „durchaus möglich“, daß die Führungsriege der ISI nichts über den Verbleib bin Ladens gewußt habe, „wahrscheinlicher jedoch ist, man wußte Bescheid. Und daß man darauf spekulierte, seinen Aufenthaltsort zum gegebenen Zeitpunkt zu enthüllen. Anders gesagt, wenn sich die nötige Gegenleistung für diese Information fand – wenn man jemanden wie Osama bin Laden hat, dann verschenkt man den nicht so einfach an die USA.“
mehr:
- Der Tod Osama Bin Ladens – Lügen Logik, Tatsachen – eine kritische Rekonstruktion der Ereignisse (Seymour Hersh, Lettre International 109, Sommer 2015)
siehe auch:
- The Detail in Seymour Hersh’s Bin Laden Story That Rings True (Carlotta Gall, New York Times Magazine, 12.05.2015)
- The New York Times Would Like You to Know It Totally Kinda Thought the Same Thing as Hersh (Elliot Hannon, New York Times Magazine, 12.05.2015)
- Seymour Hersh – Allein gegen Obama (ZEIT Online, 21.05.2015)
- Osama Bin Laden – US-Journalist Hersh bezichtigt Obama der Lüge (ZEIT Online, 11.05.2015)
- Tötung Bin Ladens: Weißes Haus dementiert Hersh-Bericht (SPIEGEL Online, 11.05.2015)
60 Minutes Presents: Killing bin Laden [43:45]
Die eklatanteste Lüge war die, man habe weder den Stabschef des Heeres General Ashfaq Parvez Kayani noch den Direktor der ISI General Ahmed Shuja Pasha, Pakistans mächtigste Militärs mit anderen Worten, über die amerikanische Mission informiert. An diesem Standpunkt hält das Weiße Haus fest, und das einer Reihe von Berichten zum Trotz, die Fragen aufgeworfen haben wie etwa der von Carlotta Gall im New York Times Magazine vom 19. März 2014. Gall, die zwölf Jahre als Korrespondentin der Times in Afghanistan war, will von einem „pakistanischen Amtsträger“ erfahren haben, Pasha habe bereits vor dem Handstreich von bin Ladens Anwesenheit in Abbottabad gewußt.
Sowohl amerikanische als auch pakistanische Offizielle dementierten dies; näher darauf einlassen wollte man sich freilich nicht. In seinem Buch Pakistan: Before and after Osama (2012) behauptet Imtiaz Gul, Exekutivdirektor des Thinktanks Centre for Research and Security Studies in Islamabad, vier Geheimdienstler im verdeckten Einsatz hätten ihm gegenüber – durchaus im Einklang mit vor Ort herrschenden Ansichten – darauf bestanden, das pakistanische Militär habe definitiv von der Mission gewußt. Erneut aufgeworfen wurde das Problem im Februar, als Asad Durrani, General im Ruhestand und Anfang der 1990er Jahre Chef der ISI, al-Dschasira gegenüber sagte, es sei „durchaus möglich“, daß die Führungsriege der ISI nichts über den Verbleib bin Ladens gewußt habe, „wahrscheinlicher jedoch ist, man wußte Bescheid. Und daß man darauf spekulierte, seinen Aufenthaltsort zum gegebenen Zeitpunkt zu enthüllen. Anders gesagt, wenn sich die nötige Gegenleistung für diese Information fand – wenn man jemanden wie Osama bin Laden hat, dann verschenkt man den nicht so einfach an die USA.“
mehr:
- Der Tod Osama Bin Ladens – Lügen Logik, Tatsachen – eine kritische Rekonstruktion der Ereignisse (Seymour Hersh, Lettre International 109, Sommer 2015)
siehe auch:
- The Detail in Seymour Hersh’s Bin Laden Story That Rings True (Carlotta Gall, New York Times Magazine, 12.05.2015)
- The New York Times Would Like You to Know It Totally Kinda Thought the Same Thing as Hersh (Elliot Hannon, New York Times Magazine, 12.05.2015)
- What Pakistan Knew About Bin Laden (Carlotta Gall, New York Times Magazine, 19.03.2015)
- Wie starb Bin Laden wirklich? Hersh: Obama hat die Welt belogen (n-tv, 11.05.2015)- Seymour Hersh – Allein gegen Obama (ZEIT Online, 21.05.2015)
- Osama Bin Laden – US-Journalist Hersh bezichtigt Obama der Lüge (ZEIT Online, 11.05.2015)
- Tötung Bin Ladens: Weißes Haus dementiert Hersh-Bericht (SPIEGEL Online, 11.05.2015)
60 Minutes Presents: Killing bin Laden [43:45]
Veröffentlicht am 24.02.2013
A former member of SEAL Team 6, known by the pseudonym Mark Owen, recounts the raid that killed the world's most wanted man: Osama bin Laden. Scott Pelley reports.Bundeswehr-Einsätze: Parlamentsvorbehalt soll abgeschwächt werden
Am heutigen Dienstag legte die „Kommission zur Überprüfung und Sicherung der Parlamentsrechte bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr“ ihren Bericht vor. Demnach behalte der Bundestag bei bewaffneten Auslandseinsätzen der Bundeswehr das letzte Wort, wesentliche Einschränkungen der bisherigen Mitspracherechte des Parlaments seien nicht vorgesehen. Die Reformvorschläge würden den Bundestag sogar stärken und gleichzeitig die Bündnisfähigkeit Deutschlands verbessern, sagte der frühere Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU), der die Kommission leitete.
Kritiker hatten eine Einschränkung des Parlamentsvorbehalts befürchtet, der vorsieht, dass der Bundestag bewaffneten Auslandseinsätzen der Bundeswehr zustimmen muss. Unter Verweis auf die Bündnisfähigkeit Deutschlands hatten sich Vertreter der Regierungskoalition für eine Abschwächung des Parlamentsvorbehalts ausgesprochen, da dieser NATO- oder EU-Einsätze in unverhältnismäßiger Weise blockieren oder verzögern könne. Entsprechend sollte die Kommission nach Vorstellungen der Koalitionsfraktionen unter anderem die bestehenden und künftig zu erwartenden Formen militärischer Integration im Rahmen von NATO und EU ermitteln und mögliche „Spannungsverhältnisse“ zur bestehenden deutschen Parlamentsbeteiligung identifizieren.
An der im März 2014 gebildeten Kommission hatten sich nur die Parteien der Großen Koalition beteiligt. Die Grünen lehnten eine Teilnahme mit dem Argument ab, nicht als „Feigenblatt“ in einem Gremium dienen zu wollen, das am Ende Abstriche beim Parlamentsvorbehalt empfehlen könnte. (1) Für Verdruss innerhalb der Opposition sorgte damals die Weigerung der Regierungskoalition, die Formulierung nicht nur einer „Sicherung“, sondern einer „Stärkung“ der Parlamentsrechte in den Einsetzungsbeschluss aufzunehmen. Die Linke warf der Bundesregierung zudem vor, sie plane künftig hinsichtlich der Frage von integrierten Stäben bei NATO und EU einen „Mitmachautomatismus“ einzurichten. (2)
Tatsächlich laufen die Empfehlungen der Kommission – wenn auch in abgeschwächter Form – auf die Verwirklichung eines solchen Automatismus hinaus. Zwar soll der Parlamentsvorbehalt für eine direkte Beteiligung der Bundeswehr an Kampfeinsätzen weiterhin gelten, doch durch eine Neudefinition des Begriffs der bewaffneten Einsätze soll das Parlament künftig bei wichtigen Entscheidungen umgangen werden. Bislang muss der Bundestag auch über die Entsendung von Militärberatern- und Ausbildern in Krisengebiete abstimmen. Das soll sich nun ändern. „Um mehr Rechtssicherheit zu erzielen“, soll künftig das Mitwirken von Bundeswehrsoldaten „in Stäben und Hauptquartieren der NATO, der EU oder einer anderen Organisation gegenseitiger kollektiver Sicherheit“, nicht mehr der Zustimmung des Parlaments bedürfen.
mehr:
- Bundeswehr-Einsätze: Parlamentsvorbehalt soll abgeschwächt werden (Hintergrund, 16.06.2015)
Kritiker hatten eine Einschränkung des Parlamentsvorbehalts befürchtet, der vorsieht, dass der Bundestag bewaffneten Auslandseinsätzen der Bundeswehr zustimmen muss. Unter Verweis auf die Bündnisfähigkeit Deutschlands hatten sich Vertreter der Regierungskoalition für eine Abschwächung des Parlamentsvorbehalts ausgesprochen, da dieser NATO- oder EU-Einsätze in unverhältnismäßiger Weise blockieren oder verzögern könne. Entsprechend sollte die Kommission nach Vorstellungen der Koalitionsfraktionen unter anderem die bestehenden und künftig zu erwartenden Formen militärischer Integration im Rahmen von NATO und EU ermitteln und mögliche „Spannungsverhältnisse“ zur bestehenden deutschen Parlamentsbeteiligung identifizieren.
An der im März 2014 gebildeten Kommission hatten sich nur die Parteien der Großen Koalition beteiligt. Die Grünen lehnten eine Teilnahme mit dem Argument ab, nicht als „Feigenblatt“ in einem Gremium dienen zu wollen, das am Ende Abstriche beim Parlamentsvorbehalt empfehlen könnte. (1) Für Verdruss innerhalb der Opposition sorgte damals die Weigerung der Regierungskoalition, die Formulierung nicht nur einer „Sicherung“, sondern einer „Stärkung“ der Parlamentsrechte in den Einsetzungsbeschluss aufzunehmen. Die Linke warf der Bundesregierung zudem vor, sie plane künftig hinsichtlich der Frage von integrierten Stäben bei NATO und EU einen „Mitmachautomatismus“ einzurichten. (2)
Tatsächlich laufen die Empfehlungen der Kommission – wenn auch in abgeschwächter Form – auf die Verwirklichung eines solchen Automatismus hinaus. Zwar soll der Parlamentsvorbehalt für eine direkte Beteiligung der Bundeswehr an Kampfeinsätzen weiterhin gelten, doch durch eine Neudefinition des Begriffs der bewaffneten Einsätze soll das Parlament künftig bei wichtigen Entscheidungen umgangen werden. Bislang muss der Bundestag auch über die Entsendung von Militärberatern- und Ausbildern in Krisengebiete abstimmen. Das soll sich nun ändern. „Um mehr Rechtssicherheit zu erzielen“, soll künftig das Mitwirken von Bundeswehrsoldaten „in Stäben und Hauptquartieren der NATO, der EU oder einer anderen Organisation gegenseitiger kollektiver Sicherheit“, nicht mehr der Zustimmung des Parlaments bedürfen.
mehr:
- Bundeswehr-Einsätze: Parlamentsvorbehalt soll abgeschwächt werden (Hintergrund, 16.06.2015)
Mittwoch, 17. Juni 2015
Öffentlich-rechtlicher Qualitätsjournalismus, Böse Börsianer und das Erdöl vor Griechenland
Unsere Politiker machen sich ernsthaft Sorgen um die Wahlmüdigkeit (siehe mein letzter Beitrag). Ich behaupte, sie machen sich eher Sorgen um die Wahlkampfkostenerstattung, (wie auch Michael Klein von den ScienceFiles meint). Es wird bestimmt nicht mehr lange dauern, dann wird diese so angehoben, dass – im theoretischen Fall – falls keiner mehr wählen geht, trotzdem alle Qualitätsparteien ein vorzügliches Auskommen haben. Vielleicht können sich manche noch an die Volkskammerwahlen erinnern? Man nannte das „Zettel falten“. Das Wahlergebnis stand ja schon vor der Wahl fest.
Über diese „Wahlen“ machte man sich in glorreicher Zeit, als Vati am Samstag noch seiner Familie gehörte, lustig. Stellt Euch mal vor, dieses Plakat würde heute irgendwo hängen! Sagt mir bitte, was seit 25 Jahren besser geworden ist. Das Hauptthema TTIP wird so verhandelt, dass die Parlamentarier nicht darüber informiert werden! Das muss man sich mal vorstellen! Weshalb braucht man denn diese Bettnässer noch, wenn die sich alles gefallen lassen und weshalb soll ich deren (überbezahltes) Dasein auch noch finanzieren? Es gibt keine Alternativen. Mutti hat recht: alles ist alternativlos geworden. Die CDU ist heute dort, wo die SPD unter Schröder war. Die SPD vertritt keine Arbeitnehmerinteressen mehr, sondern nur noch Quoten. Das Streikrecht wird eingeschränkt – durch SPDler. Eine Maut wird eingeführt, nur weil es die Schluchtenkacker so wollen und die haben eine Koalitionsvertrag unterschrieben. Eine Partei, die ich nicht mal nicht wählen kann! Wer glaubt denn ernsthaft, dass sich bei der nächsten Bundestagswahl irgendetwas ändert? Mein Tipp: Wenn es rechnerisch reicht, gibt es eine schwarz-grüne Qualition. Vielleicht kommt dann die SPD wieder zu Verstand?
mehr:
- BRD = DDR – Mauer (AlterMannBlog, 15.06.2015)
Wenn sich der Alte Mann in Rage schreibt, muß man die Ohren anlegen! hier kriegt Claus Kleber mal wieder – und wahrhaft nicht unverdient – sein Fett weg:
Claus Kleber - Eine harte Wahrheit [0:54]
Veröffentlicht am 26.01.2015
- siehe auch:
- YouTube-Hit: Wie ein Freizeit-Börsianer die BBC narrte (Carsten Volkery, SPIEGEL Online, 28.09.2011)
Ein BBC-Interview machte Alessio Rastani weltbekannt: Der Hobby-Aktienhändler gab sich als Profi aus und erklärte, dass er für eine Rezession bete und die Investmentbank Goldman Sachs die Welt regiere. Tatsächlich ist der Mann wohl nur ein Selbstvermarkter auf der Suche nach ewigem Internetruhm.
Zitat AlterMann:
Und ich freue mich so sehr, daß wir solch mutige und kompetente Nachrichtensprecher haben, die das Volk endlich aufklären!Valerie Haller klärt uns in einer längeren Video-Fassung darüber auf, daß die Börsenhändler sehr wohl verantwortungsvoll und kritisch miteinander diskutieren.
Ich wage mich jetzt mal aufs Eis:
Griechenland ist nicht mehr zu retten. Egal, was jetzt kommt, es hat alles Katastrophencharakter. Der letzte Rettungsanker könnte sein, wenn Griechenland seine Ölbohrrechte an europäische Firmen abtritt. Das wäre der Hit!
siehe dazu:
- Neue Einnahmenquelle: Athen will Öl- und Gasvorkommen erschließen (dpa in Handelsblatt, 28.08.2014)
- Erdöl und Erdgas in der Nordägäis (Wikipedia)
- Nuland reist nach Griechenland – Verbindung zu den griechischen Öl-Schätzen (NEOPresse, 19.03.2015)
- Verträge unterzeichnet: Griechenland hofft auf Ölvorkommen (FAZ, 14.05.2014)
Seinen Haushalt hofft Griechenland auf längere Sicht auch mit Hilfe von Öl und Gas zu sanieren. Im Westen des Landes werden Vorkommen vermutet. Jetzt werden Probe-Bohrungen durchgeführt.
- Erdgas und Rohstoffe: Sitzen die Griechen auf immensen Reichtümern? (Peter Bloed, Focus, 17.11.2012)
- Euro-Krise: Ölmilliarden sollen Griechenland retten (Gerd Höhler, ZEIT Online, 16.10.2012)
Das Euro-Krisenland sitzt auf milliardenschweren Öl- und Gasvorkommen. Nun will Athen sie erschließen, um Staatsschulden zu tilgen. Doch mit der Türkei droht Streit.
Riesige Gasvorkommen in Griechenland? - Gezielte Destabilisierung - Dirk Müller [6:08]
(Einbetten deaktiviert)
- Euro-Krise: Griechenland und verbotene Wahrheiten (SEbastian Range, Hintergrund, 18.07.2013)
Countdown für Athen - Wer pokert höher? - phoenix Runde vom 16.06.2015 [45:05]
Über diese „Wahlen“ machte man sich in glorreicher Zeit, als Vati am Samstag noch seiner Familie gehörte, lustig. Stellt Euch mal vor, dieses Plakat würde heute irgendwo hängen! Sagt mir bitte, was seit 25 Jahren besser geworden ist. Das Hauptthema TTIP wird so verhandelt, dass die Parlamentarier nicht darüber informiert werden! Das muss man sich mal vorstellen! Weshalb braucht man denn diese Bettnässer noch, wenn die sich alles gefallen lassen und weshalb soll ich deren (überbezahltes) Dasein auch noch finanzieren? Es gibt keine Alternativen. Mutti hat recht: alles ist alternativlos geworden. Die CDU ist heute dort, wo die SPD unter Schröder war. Die SPD vertritt keine Arbeitnehmerinteressen mehr, sondern nur noch Quoten. Das Streikrecht wird eingeschränkt – durch SPDler. Eine Maut wird eingeführt, nur weil es die Schluchtenkacker so wollen und die haben eine Koalitionsvertrag unterschrieben. Eine Partei, die ich nicht mal nicht wählen kann! Wer glaubt denn ernsthaft, dass sich bei der nächsten Bundestagswahl irgendetwas ändert? Mein Tipp: Wenn es rechnerisch reicht, gibt es eine schwarz-grüne Qualition. Vielleicht kommt dann die SPD wieder zu Verstand?
mehr:
- BRD = DDR – Mauer (AlterMannBlog, 15.06.2015)
Wenn sich der Alte Mann in Rage schreibt, muß man die Ohren anlegen! hier kriegt Claus Kleber mal wieder – und wahrhaft nicht unverdient – sein Fett weg:
Claus Kleber - Eine harte Wahrheit [0:54]
Veröffentlicht am 26.01.2015
- siehe auch:
- YouTube-Hit: Wie ein Freizeit-Börsianer die BBC narrte (Carsten Volkery, SPIEGEL Online, 28.09.2011)
Ein BBC-Interview machte Alessio Rastani weltbekannt: Der Hobby-Aktienhändler gab sich als Profi aus und erklärte, dass er für eine Rezession bete und die Investmentbank Goldman Sachs die Welt regiere. Tatsächlich ist der Mann wohl nur ein Selbstvermarkter auf der Suche nach ewigem Internetruhm.
Zitat AlterMann:
Lieber Herr Kleber, falls man die Frankfurter oder New Yorker Börse einen Workshop zum Thema „Wie können wir Börsenhändler Griechenland retten“ ober „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb“ veranstaltet, sage ich Ihnen Bescheid. Dieser Clip ist so peinlich! Zeigt er doch, mit welcher Naivität unsere Nachrichtenvorleser gesegnet sind. Herr Kleber, mir wäre dieser Kommentar mehr als peinlich. Haben Sie wirklich das Wort „Schurken“ verwendet?Das nennt man dann wohl Verschwörungstheorie für Dummies…
Und ich freue mich so sehr, daß wir solch mutige und kompetente Nachrichtensprecher haben, die das Volk endlich aufklären!Valerie Haller klärt uns in einer längeren Video-Fassung darüber auf, daß die Börsenhändler sehr wohl verantwortungsvoll und kritisch miteinander diskutieren.
Ich wage mich jetzt mal aufs Eis:
Griechenland ist nicht mehr zu retten. Egal, was jetzt kommt, es hat alles Katastrophencharakter. Der letzte Rettungsanker könnte sein, wenn Griechenland seine Ölbohrrechte an europäische Firmen abtritt. Das wäre der Hit!
siehe dazu:
- Neue Einnahmenquelle: Athen will Öl- und Gasvorkommen erschließen (dpa in Handelsblatt, 28.08.2014)
- Erdöl und Erdgas in der Nordägäis (Wikipedia)
- Nuland reist nach Griechenland – Verbindung zu den griechischen Öl-Schätzen (NEOPresse, 19.03.2015)
- Verträge unterzeichnet: Griechenland hofft auf Ölvorkommen (FAZ, 14.05.2014)
Seinen Haushalt hofft Griechenland auf längere Sicht auch mit Hilfe von Öl und Gas zu sanieren. Im Westen des Landes werden Vorkommen vermutet. Jetzt werden Probe-Bohrungen durchgeführt.
- Erdgas und Rohstoffe: Sitzen die Griechen auf immensen Reichtümern? (Peter Bloed, Focus, 17.11.2012)
- Euro-Krise: Ölmilliarden sollen Griechenland retten (Gerd Höhler, ZEIT Online, 16.10.2012)
Das Euro-Krisenland sitzt auf milliardenschweren Öl- und Gasvorkommen. Nun will Athen sie erschließen, um Staatsschulden zu tilgen. Doch mit der Türkei droht Streit.
Riesige Gasvorkommen in Griechenland? - Gezielte Destabilisierung - Dirk Müller [6:08]
(Einbetten deaktiviert)
Veröffentlicht am 12.05.2013
siehe dazu:- Euro-Krise: Griechenland und verbotene Wahrheiten (SEbastian Range, Hintergrund, 18.07.2013)
Countdown für Athen - Wer pokert höher? - phoenix Runde vom 16.06.2015 [45:05]
Veröffentlicht am 17.06.2015
Countdown für Athen – Wer pokert höher?
Die Verhandlungen nehmen kein Ende. Zwischen Griechenland und seinen Gläubigern scheint sich nichts zu bewegen. Aber endlos weitergehen kann das Gezerre um Reformen auch nicht. Die griechische Staatspleite ist nicht vom Tisch. Doch selbst das bringt Tsipras und seine Regierung nicht dazu einzulenken.
Alexander Kähler diskutiert in der phoenix Runde mit:
- Prof. Tanja Börzel (Politologin, Otto-Suhr-Institut, FU Berlin)
- Thomas Eigenthaler (Deutsche Steuergewerkschaft)
- Georgios Pappas (griechischer Journalist)
- Ulrike Guérot (Direktorin The European Democracy Lab)
Die Verhandlungen nehmen kein Ende. Zwischen Griechenland und seinen Gläubigern scheint sich nichts zu bewegen. Aber endlos weitergehen kann das Gezerre um Reformen auch nicht. Die griechische Staatspleite ist nicht vom Tisch. Doch selbst das bringt Tsipras und seine Regierung nicht dazu einzulenken.
Alexander Kähler diskutiert in der phoenix Runde mit:
- Prof. Tanja Börzel (Politologin, Otto-Suhr-Institut, FU Berlin)
- Thomas Eigenthaler (Deutsche Steuergewerkschaft)
- Georgios Pappas (griechischer Journalist)
- Ulrike Guérot (Direktorin The European Democracy Lab)
Der »Freie Westen« dreht nochmal ein bißchen an der Schraube
In den baltischen Staaten, in Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn sollen amerikanische Panzer und anderes schweres Kriegsgerät für 4.000 bis 5.000 Soldaten stationiert werden
Im amerikanischen Verteidigungsministerium gibt es weit gediehene Pläne, schweres Kriegsgerät, Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, in osteuropäischen Ländern zu stationieren. Vertreter der polnischen und der litauischen Regierung haben Vorbereitungen dazu bestätigt wie auch ihr Einverständnis.
Von einer Quelle aus dem US-Verteidigungsministerium hat die New York Times erfahren, dass in den drei baltischen Staaten jeweils Gerät für eine Kompanie, nach amerikanischen Maßgaben etwa 150 Soldaten, stationiert werden soll. In Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn habe man vor, Gerät für jeweils ein Bataillon (entspricht in etwa 750 Soldaten) zu lagern.
Insgesamt würde damit Waffenlogistik für bis zu 5.000 US-Soldaten bereitgestellt. Die Pläne sind inoffiziell. Weder das Weiße Haus noch Verteidigungsminister Ashton B. Carter hätten dafür eine Einwilligung gegeben. Ein Pentagon-Sprecher dementierte nur halb: Man schaue sich weiterhin nach guten Plätzen um, in Absprache mit den Verbündeten. Eine Entscheidung, ob und wann das Gerät transportiert werde, sei noch nicht getroffen worden.
Die Entscheidung soll angeblich aber bald getroffen werden: am 24. und 25. Juni ist ein Treffen der Nato-Verteidigungsminister anberaumt. Es gehe um ein Signal an Putin und Russland, die Verbündeten Litauen, Lettland, Estland, Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn seien seit der Übernahme der Krim nervös , man wolle ihren Sicherheitsinteressen damit entgegenkommen, heißt in der üblichen Begleitrhetorik.
mehr:
- USA planen Waffenlager in Osteuropa (Thomas Pany, Telepolis, 15.06.2015)
- Spengler: USA spielen Monopoly, Russland spielt Schach (David P. Goldman, Lars Schall, 16.09.2013)
Zitat:
Sowas wir in unseren Qualitätsmedien natürlich nicht gezeigt!
Im amerikanischen Verteidigungsministerium gibt es weit gediehene Pläne, schweres Kriegsgerät, Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, in osteuropäischen Ländern zu stationieren. Vertreter der polnischen und der litauischen Regierung haben Vorbereitungen dazu bestätigt wie auch ihr Einverständnis.
Von einer Quelle aus dem US-Verteidigungsministerium hat die New York Times erfahren, dass in den drei baltischen Staaten jeweils Gerät für eine Kompanie, nach amerikanischen Maßgaben etwa 150 Soldaten, stationiert werden soll. In Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn habe man vor, Gerät für jeweils ein Bataillon (entspricht in etwa 750 Soldaten) zu lagern.
Insgesamt würde damit Waffenlogistik für bis zu 5.000 US-Soldaten bereitgestellt. Die Pläne sind inoffiziell. Weder das Weiße Haus noch Verteidigungsminister Ashton B. Carter hätten dafür eine Einwilligung gegeben. Ein Pentagon-Sprecher dementierte nur halb: Man schaue sich weiterhin nach guten Plätzen um, in Absprache mit den Verbündeten. Eine Entscheidung, ob und wann das Gerät transportiert werde, sei noch nicht getroffen worden.
Die Entscheidung soll angeblich aber bald getroffen werden: am 24. und 25. Juni ist ein Treffen der Nato-Verteidigungsminister anberaumt. Es gehe um ein Signal an Putin und Russland, die Verbündeten Litauen, Lettland, Estland, Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn seien seit der Übernahme der Krim nervös , man wolle ihren Sicherheitsinteressen damit entgegenkommen, heißt in der üblichen Begleitrhetorik.
mehr:
- USA planen Waffenlager in Osteuropa (Thomas Pany, Telepolis, 15.06.2015)
Der Westen gewann die Weltherrschaftsiehe auch:
nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen
oder Werte oder Religion,
sondern vielmehr durch seine Überlegenheit
bei der Anwendung organisierter Gewalt.(Samuel Phillips Huntington, 1927-2008, US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Autor)
- Spengler: USA spielen Monopoly, Russland spielt Schach (David P. Goldman, Lars Schall, 16.09.2013)
Zitat:
Russlands Beharrungskraft bei der syrischen Frage ist das Produkt dieser Wahrnehmung. Die Frage ist weder eine der Sympathie für Syriens Diktator, noch kommerzielle Interessen, noch Stützpunkte in Tartus. Moskau ist sich sicher, wenn die Zerkleinerung säkularer autoritärer Regime weiterhin erlaubt ist, weil Amerika und der Westen die „Demokratie“ unterstützen, dass dies zu einer Destabilisierung führen wird, die alle, einschließlich Russland, überwältigen wird. Es ist daher für Russland notwendig, Widerstand zu leisten, zumal der Westen und die Vereinigten Staaten selbst zunehmend Zweifel erleben.(What Russia Learned From the Iraq War, Fyodor Lukyanov, Al Monitor, 18.03.2013)US Außenministerium in Erklärungsnot! [4:03]
Veröffentlicht am 15.05.2015
War and Peace,Euro Union vs Russia,Please subscribe to the channel.
Sowas wir in unseren Qualitätsmedien natürlich nicht gezeigt!
Dienstag, 16. Juni 2015
Immer wieder diese bescheuerten Streiks
Was mich stört, ist, wenn was nicht so funktioniert, wie ich‘s haben will. Das Streikrecht gibt Anderen das Recht, mich zu stören, um auf Dritte Druck auszuüben. Das nehmen sich zur Zeit die Gewerkschaft der Lokführer und die Erzieher und jetzt auch noch Angestellte der Post heraus. Zwei Tage Sympathie mag ja noch angehen, aber spätestens nach 48 Stunden gehen mir diese Störenfriede auf den Senkel. Die wollen mehr Geld? Ich auch! ich sitze hier, mache brav meinen Job und habe den Anspruch, daß andere das auch so halten. Punkt!
Wozu sollte ich mich drum kümmern, weshalb Obdachlosse auf die Staße gehen?
Dei sollen gefälligst zusehen, daß sie in die Puschen kommen!
Wozu gehen Schüler auf die Straße?
Was wollen die demonstrieren, die sollen sich hinsetzen und lernen!
Und die blöden Lehrer: wegen dem bißchen Geld wollen die Kerls keine Klassenfahrten mehr unternehmen! Nichtstuer, Klugschwätzer, Abkassierer, Beamtenärsche! Malocht gefälligst!
Und dann diese Erzieher…
Mit den Kindern im Sandkasten spielen, irgendwelches Gekritzel und Gekrakel beaufsichtigen! Kinderkram!
Und jetzt kommen noch nicht mal mehr die Briefe pünktlich! Was wollen die Leute denn noch?
Sachliches:
- Gelbe Post: Demo in Hannover (NWZ Online, 16.06.2015)
- »Wer hat uns verraten?« (Hans-Gerd Öfinger, Neues Deutschland, 16.06.2015)
Noch immer streiken Mitarbeiter der Post für Arbeitszeitverkürzung sowie gegen Tarifflucht und Lohndumping. Bislang gibt es aber keine Bewegung in dem Konflikt zwischen ver.di und Konzernführung.
- Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat (nicht wundern!)
Zitat:
Die Vorstandsmitglieder erhalten eine höhere, das heißt (siehe obiges Zitat aus dem Geschäftsbericht 2011) »leistungsabhängige Vergütung« dafür, daß die 6.000 Leute in den 49 regionalen Gesellschaften im Paketgeschäft nicht nach dem Haustarifvertrag sondern »nach den schlechteren Bedingungungen des Speditions- und Logistikgewerbesq bezahlt werden. Das Geld, was die DHL dort spart, steht dann für die Bezahlung der Vostandsriege zur Verfügung.
Die Paketsklaven-Die Abzocke bei DHL Reportage Teil 1 [44:00]
Da soll sich mal Putin ein Beispiel dran nehmen!
Nur unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ist dazu in der Lage, die kapitalistische Marktwirtschaft sozial abzufedern!
- Viel Arbeit für wenig(er) Geld (Gehaltsreporter)
siehe auch: Übersicht: Ämterkumulation und Gehaltsbezüge aus AR-Tätigkeit in 2007
- Höhe der Vergütung der aktiven Mitglieder des Konzernvorstands im Geschäftsjahr 2011 (Deutsche Post DHL, Geschäftsbericht 2011)
Wozu sollte ich mich drum kümmern, weshalb Obdachlosse auf die Staße gehen?
Dei sollen gefälligst zusehen, daß sie in die Puschen kommen!
Wozu gehen Schüler auf die Straße?
Was wollen die demonstrieren, die sollen sich hinsetzen und lernen!
Und die blöden Lehrer: wegen dem bißchen Geld wollen die Kerls keine Klassenfahrten mehr unternehmen! Nichtstuer, Klugschwätzer, Abkassierer, Beamtenärsche! Malocht gefälligst!
Und dann diese Erzieher…
Mit den Kindern im Sandkasten spielen, irgendwelches Gekritzel und Gekrakel beaufsichtigen! Kinderkram!
Und jetzt kommen noch nicht mal mehr die Briefe pünktlich! Was wollen die Leute denn noch?
Sachliches:
Knackpunkt des Konflikts ist die Gründung von 49 regionalen Gesellschaften im Paketgeschäft. Dort sind inzwischen etwa 6000 Menschen beschäftigt, die nicht nach dem Haustarifvertrag bezahlt werden, sondern nach den schlechteren Bedingungen des Speditions- und Logistikgewerbes.mehr:
- Gelbe Post: Demo in Hannover (NWZ Online, 16.06.2015)
- »Wer hat uns verraten?« (Hans-Gerd Öfinger, Neues Deutschland, 16.06.2015)
Noch immer streiken Mitarbeiter der Post für Arbeitszeitverkürzung sowie gegen Tarifflucht und Lohndumping. Bislang gibt es aber keine Bewegung in dem Konflikt zwischen ver.di und Konzernführung.
- Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat (nicht wundern!)
Zitat:
Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und der globalen Ausrichtung des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Die Vergütung des Vorstands im Jahr 2011 ist marktüblich, angemessen und leistungsorientiert; sie setzt sich zusammen aus erfolgsunabhängigen und variablen, das heißt erfolgsbezogenen Komponenten mit kurz-, mittel- und langfristiger Wirkung. (wie gesagt: nicht wundern!)auf Deutsch:
Die Vorstandsmitglieder erhalten eine höhere, das heißt (siehe obiges Zitat aus dem Geschäftsbericht 2011) »leistungsabhängige Vergütung« dafür, daß die 6.000 Leute in den 49 regionalen Gesellschaften im Paketgeschäft nicht nach dem Haustarifvertrag sondern »nach den schlechteren Bedingungungen des Speditions- und Logistikgewerbesq bezahlt werden. Das Geld, was die DHL dort spart, steht dann für die Bezahlung der Vostandsriege zur Verfügung.
Rechenbeispiel: 6000 Leute mal 200 EUR monatlich weniger macht eine Ersparnis von ca. 1,5 Millionen EUR pro Jahr (Wenn man die Sozialbezüge mit einbezieht, vielleicht 2,5 MIllionen EUR pro Jahr.)Verkürzt ausgedrückt: 6000 unterbezahlte DHL-Mitarbeiter finanzieren drei bis vier hart arbeitende Aufsichtsräte.DHL IST SCHNELLER - Trojanisches Mailing (German) [1:17]
Veröffentlicht am 21.02.2014
DHL ist schneller. Guerilla Marketing. Hinterhältig, Unfreiwillig und Effektiv. Trojanisches Mailing.Die Paketsklaven-Die Abzocke bei DHL Reportage Teil 1 [44:00]
Hochgeladen am 06.12.2011
Teil1 Beim Shoppen im virtuellen Geschäft müssen die Kunden weder Schlangestehen noch mit Parkplatznot kämpfen. Das Paket mit der bestellten Ware kommt zu Hause an und geht bei Nichtgefallen oft kostenlos wieder zurück. Die Paketzustellung ist eine Branche mit Wachstumspotenzial. Aber wie sind die Arbeitsbedingungen derer, die die Pakete nach der Bestellung per Mausklick ausliefern? 45 Min mit einem Insiderbericht aus einer Welt, die die meisten von uns nicht kennen.Da soll sich mal Putin ein Beispiel dran nehmen!
Nur unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ist dazu in der Lage, die kapitalistische Marktwirtschaft sozial abzufedern!
- Viel Arbeit für wenig(er) Geld (Gehaltsreporter)
siehe auch: Übersicht: Ämterkumulation und Gehaltsbezüge aus AR-Tätigkeit in 2007
- Höhe der Vergütung der aktiven Mitglieder des Konzernvorstands im Geschäftsjahr 2011 (Deutsche Post DHL, Geschäftsbericht 2011)
Meinungsfreiheit versus Institutionsschutz
Im Streit um die Streichung von Klassenfahrten und die Mehrarbeit von Gymnasiallehrern in Niedersachsen ist es zu einem Konflikt zwischen einer Schule in Brake und der Landesschulbehörde gekommen. Angefangen hatte alles mit einem Schülerprotest: Während Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) am Mittwoch eine Gesamtschule in Brake (Landkreis Wesermarsch) besuchte, waren Schüler eines benachbarten Gymnasiums gegen die Ministerin auf die Straße gegangen. Rund 1.000 Schüler demonstrierten für den Erhalt von Klassenfahrten - unter anderem mit Plakaten, auf denen Sprüche zu lesen waren wie "Wir wollen Lehrer ohne Burn out" oder "Wir wollen Klassenfahrten". Außerdem hat es nach Medienberichten Sprechchöre wie "Heiligenstadt, wir haben es satt" gegeben.
Schule löscht Zeitungsartikel auf Anweisung
Die Schüleraktion gegen die Ministerin hat nun ein Nachspiel: Die Landesschulbehörde hat den Direktor des Braker Gymnasiums zu einem Disziplinargespräch einbestellt. Die Behörde wies die Schule außerdem an, einen Zeitungsartikel über die Protestaktion von der Schul-Webseite zu löschen. Auf der Internetseite des Gymnasiums ist an dieser Stelle nun ein schwarzes Feld zu sehen, darunter der Kommentar "Auf Anordnung des Leiters der Niedersächsischen Landesschulbehörde (Regionalabteilung Osnabrück) wurde der Artikel 'Protest wegen Klassenfahrten - Buhrufe in Brake für Kultusministerin' am 08. Mai um 12.27 Uhr entfernt." Ein Schülersprecher reagierte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ, Wochenendausgabe) gegenüber entsetzt. Er fühle sich an einen totalitären Staat erinnert.
"Meinungsfreiheit wurde nicht beschränkt"
Eine Sprecherin der Behörde sagte, der Artikel habe entfernt werden müssen, um weiteren Schaden von der Institution Schule abzuwenden: Die Bereitstellung des Artikels auf der Homepage der Schule sei mit der Funktion der Homepage einer staatlichen Schule nicht vereinbar gewesen. "Vielmehr wurde dem Betrachter der Homepage fälschlicherweise vermittelt, dass es sich bei dem abgebildeten Geschehen um eine offizielle Veranstaltung im Rahmen der Gesamtverantwortung der Schule handeln würde", so die Sprecherin. Ebenso sei die Meinungsfreiheit der Schüler des Gymnasiums nicht durch die Anordnung beschränkt worden.
"Kultusministerium hat keinen Einfluss genommen"
Susanne Schrammar, Sprecherin des Kultusministeriums, erklärte unterdessen, dass Frauke Heiligenstadt die Entfernung des Artikels weder veranlasst noch darauf Einfluss genommen habe. Sie habe davon im Vorfeld auch keine Kenntnis gehabt. Die Ministerin werde den Sachverhalt in der kommenden Woche mit der Landesschulbehörde in Ruhe erörtern.
mehr:
- Brake: Demo für Klassenfahrten hat Nachspiel (NDR, 09.05.2015)
siehe auch:
- Streit um Klassenfahrten Schulbehörde zensiert Webseite von Gymnasium (HAZ, 08.05.2015)
- Behörde zensiert Schul-Webseite – „Schlechtes Vorbild für Niedersachsens Schüler“ (HAZ, 11.05.2015)
- Artikelserie zum Protest wegen Klassenfahrten – Buh-Rufe in Brake für Kultusministerin (Gymnasium Brake, 13.05.2015)
- Maulkorb-Posse in Niedersachsen: Behörde zensiert Schul-Homepage (Bernd Kramer, SPIEGEL Online, 11.05.2015)
- Philologenverband: Schulgesetz ist Absage an Schulfrieden (Philologenverband, 03.06.2015)
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Schule löscht Zeitungsartikel auf Anweisung
Die Schüleraktion gegen die Ministerin hat nun ein Nachspiel: Die Landesschulbehörde hat den Direktor des Braker Gymnasiums zu einem Disziplinargespräch einbestellt. Die Behörde wies die Schule außerdem an, einen Zeitungsartikel über die Protestaktion von der Schul-Webseite zu löschen. Auf der Internetseite des Gymnasiums ist an dieser Stelle nun ein schwarzes Feld zu sehen, darunter der Kommentar "Auf Anordnung des Leiters der Niedersächsischen Landesschulbehörde (Regionalabteilung Osnabrück) wurde der Artikel 'Protest wegen Klassenfahrten - Buhrufe in Brake für Kultusministerin' am 08. Mai um 12.27 Uhr entfernt." Ein Schülersprecher reagierte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ, Wochenendausgabe) gegenüber entsetzt. Er fühle sich an einen totalitären Staat erinnert.
"Meinungsfreiheit wurde nicht beschränkt"
Eine Sprecherin der Behörde sagte, der Artikel habe entfernt werden müssen, um weiteren Schaden von der Institution Schule abzuwenden: Die Bereitstellung des Artikels auf der Homepage der Schule sei mit der Funktion der Homepage einer staatlichen Schule nicht vereinbar gewesen. "Vielmehr wurde dem Betrachter der Homepage fälschlicherweise vermittelt, dass es sich bei dem abgebildeten Geschehen um eine offizielle Veranstaltung im Rahmen der Gesamtverantwortung der Schule handeln würde", so die Sprecherin. Ebenso sei die Meinungsfreiheit der Schüler des Gymnasiums nicht durch die Anordnung beschränkt worden.
"Kultusministerium hat keinen Einfluss genommen"
Susanne Schrammar, Sprecherin des Kultusministeriums, erklärte unterdessen, dass Frauke Heiligenstadt die Entfernung des Artikels weder veranlasst noch darauf Einfluss genommen habe. Sie habe davon im Vorfeld auch keine Kenntnis gehabt. Die Ministerin werde den Sachverhalt in der kommenden Woche mit der Landesschulbehörde in Ruhe erörtern.
mehr:
- Brake: Demo für Klassenfahrten hat Nachspiel (NDR, 09.05.2015)
siehe auch:
- Streit um Klassenfahrten Schulbehörde zensiert Webseite von Gymnasium (HAZ, 08.05.2015)
- Behörde zensiert Schul-Webseite – „Schlechtes Vorbild für Niedersachsens Schüler“ (HAZ, 11.05.2015)
- Artikelserie zum Protest wegen Klassenfahrten – Buh-Rufe in Brake für Kultusministerin (Gymnasium Brake, 13.05.2015)
- Maulkorb-Posse in Niedersachsen: Behörde zensiert Schul-Homepage (Bernd Kramer, SPIEGEL Online, 11.05.2015)
- Philologenverband: Schulgesetz ist Absage an Schulfrieden (Philologenverband, 03.06.2015)
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Landeshauptstadt Hannover: Unterbringung von Obdachlosen, Aussiedlern und ausländischen Flüchtlingen
Das Sachgebiet Unterbringung ist in der Landeshauptstadt Hannover zuständig für die Unterbringung von obdachlosen Personen, Aussiedlern und ausländischen Flüchtlingen. Außerdem obliegt dem Sachgebiet die bauliche Unterhaltung der Unterkünfte, in denen die zuvor genannten Personengruppen untergebracht werden.
Es handelt sich bei der Unterbringung nicht um eine aufsuchende Hilfe. Das bedeutet, wer in der Landeshauptstadt Hannover keine Unterkunft zur Verfügung hat, muss in der Sallstraße 16 vorsprechen und wird dann untergebracht.
Für die Unterbringung von obdachlosen Personen stehen derzeit rund 450 Plätze in Wohnheimen und 166 Wohnungen zur Verfügung. Die untergebrachten Menschen haben für die Unterkünfte eine Gebühr zu entrichten. Bei den Wohnungen ist die Höhe der Gebühr abhängig von der Ausstattung und der Größe der Unterkunft. Bei den Wohnheimen wird zwischen festen Häusern und Fertighäusern unterschieden. Die Gebühr wird tageweise berechnet
mehr:
- Landeshauptstadt Hannover: Unterbringung von Obdachlosen, Aussiedlern und ausländischen Flüchtlingen (Leben in der Region Hannover, Stand: April 2014)
- Arge für Obdachlose (Arge für Obdachlose)
- Kürzung des ALG II wegen "Pflichtverletzung" – die Rechtswidrigkeit des § 31 SGB II (gegen Hartz)
- Hilfe für Obdachlose – Allgemeine Infos zur Obdachlosigkeit (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte)
siehe auch:
- Aus dem Haus geworfen: Oldenburger lebt im Auto (SAT.1 regional, 15.06.2015)
- Vorstoß der City-Händler Mit Bänken gegen Obdachlose und Bettler? (HAZ, 03.03.2015)
- Sammeln für Flüchtlinge und Obdachlose in Hannover (Daves Son, Dave erzählt Dir was!, 17.12.2014)
- Abschiebung ohne Grundlage – Erst Luxusknast, dann obdachlos (taz, 22.07.2014)
- Säufer, Schlägereien, Lärm, Polzei-Einsätze – Anwohner-Aufstand gegen Protest-Camp (HAZ, 13.06.2014)
- Hamburger demonstrieren gegen Obdachlosigkeit (SAT1.regional, 01.11.2013)
- Max Bryan zurück an den Landungsbrücken - Warum er wieder obdachlos ist (myHeimat, 15.06.2013)
- Tragische Wende: Max Bryan ist wieder obdachlos (myHeimat, 07.06.2013)
- Max Bryan zurück an den Landungsbrücken - Warum er wieder obdachlos ist (myHeimat, 04.06.2013)
- Max Bryan: Tagebuch eines Obdachlosen - Protokoll einer Reise (myHeimat, 26.04.2012)
- Ein durch das Jobcenter gebrochener Betroffener erzählt! (Altona bloggt, 17.03.2013)
Ende November 2008 kamen meine Frau und ich beide mit guter Qualifikation aus dem Ausland nach Deutschland, Hamburg zurück.
Es handelt sich bei der Unterbringung nicht um eine aufsuchende Hilfe. Das bedeutet, wer in der Landeshauptstadt Hannover keine Unterkunft zur Verfügung hat, muss in der Sallstraße 16 vorsprechen und wird dann untergebracht.
Für die Unterbringung von obdachlosen Personen stehen derzeit rund 450 Plätze in Wohnheimen und 166 Wohnungen zur Verfügung. Die untergebrachten Menschen haben für die Unterkünfte eine Gebühr zu entrichten. Bei den Wohnungen ist die Höhe der Gebühr abhängig von der Ausstattung und der Größe der Unterkunft. Bei den Wohnheimen wird zwischen festen Häusern und Fertighäusern unterschieden. Die Gebühr wird tageweise berechnet
mehr:
- Landeshauptstadt Hannover: Unterbringung von Obdachlosen, Aussiedlern und ausländischen Flüchtlingen (Leben in der Region Hannover, Stand: April 2014)
- Arge für Obdachlose (Arge für Obdachlose)
- Kürzung des ALG II wegen "Pflichtverletzung" – die Rechtswidrigkeit des § 31 SGB II (gegen Hartz)
- Hilfe für Obdachlose – Allgemeine Infos zur Obdachlosigkeit (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte)
siehe auch:
- Aus dem Haus geworfen: Oldenburger lebt im Auto (SAT.1 regional, 15.06.2015)
- Vorstoß der City-Händler Mit Bänken gegen Obdachlose und Bettler? (HAZ, 03.03.2015)
- Sammeln für Flüchtlinge und Obdachlose in Hannover (Daves Son, Dave erzählt Dir was!, 17.12.2014)
- Abschiebung ohne Grundlage – Erst Luxusknast, dann obdachlos (taz, 22.07.2014)
- Säufer, Schlägereien, Lärm, Polzei-Einsätze – Anwohner-Aufstand gegen Protest-Camp (HAZ, 13.06.2014)
- Hamburger demonstrieren gegen Obdachlosigkeit (SAT1.regional, 01.11.2013)
- Max Bryan zurück an den Landungsbrücken - Warum er wieder obdachlos ist (myHeimat, 15.06.2013)
- Tragische Wende: Max Bryan ist wieder obdachlos (myHeimat, 07.06.2013)
- Max Bryan zurück an den Landungsbrücken - Warum er wieder obdachlos ist (myHeimat, 04.06.2013)
- Max Bryan: Tagebuch eines Obdachlosen - Protokoll einer Reise (myHeimat, 26.04.2012)
- Ein durch das Jobcenter gebrochener Betroffener erzählt! (Altona bloggt, 17.03.2013)
Ende November 2008 kamen meine Frau und ich beide mit guter Qualifikation aus dem Ausland nach Deutschland, Hamburg zurück.
Vom Ausland aus suchten wir also eine Zweizimmerwohnung für 490 Euro Kaltmiete.
Wer in Hamburg in den vergangenen Jahren auf Wohnungssuche war, wird nachvollziehen können, dass es sehr schwer, sogar fast unmöglich ist, eine einigermaßen bewohn- und bezahlbare Wohnung zu finden. Sofort meldeten wir uns beim zuständigen Arbeitsamt in Hamburg arbeitssuchend.
Rund acht Tage später erhielten wir dann zum ersten Mal Post vom Jobcenter Hamburg-W. Man teilte uns mit, dass wir uns fünf Tage später bei einem Berufsförderungswerk in Hamburg zu einem Informationstag einzufinden hätten. Bei dieser Veranstaltung wiederum teilte man uns mit, dass wir dieses 14-tägige Training „freiwillig“ mitmachen müssen. Weiter teilte man uns mit, sollten wir dieses „freiwillige“ Training nicht mitmachen und den Vertrag nicht unterschreiben, müssten wir mit Sanktionen rechnen, bis hin zur vollständigen Versagung der Leistung.
Zwei Wochen später bekamen wir erneut Post vom Jobcenter Hamburg-W. Diesmal teilte man uns mit, dass uns die Kosten für Unterkunft und Verpflegung in voller Höhe bewilligt wurden abzüglich der 40 Euro für den Abstellplatz in der Tiefgarage. Was verständlich ist und womit wir leben können.
Zwischenzeitlich bekamen wir eine neue Leistungssachbearbeiterin. Im Oktober 2010 wurde unsere Miete um 20 Euro erhöht. Dies teilten wir der Leistungssachbearbeitung mit – und der Ärger begann.
Frage von fredstar7 vom 28.03.2010: Warum suchen sich Obdachlose einfach kein Job?
– Geht das den überhaupt???
Antwort:
– Geht das den überhaupt???
Antwort:
Also, ich werde jetzt am 24.04.10 Obdachlos, die Arge Sieht sich nicht dafür zuständig mir eine Whg. zu besorgen.Warum auch. Markler geht nicht"Gebüren zu teuer" Auf dem offenen Wohnungsmarkt gibt es nichts. Die Arge möchte das ich trotz verlust weiterhin meinem 1€ Job weiter nachkomme!! Ergo: mein Hab und Gut wandert in die Mülldeponie und ich schlafe ab jetzt unter der Brücke, weigere ich mich weiter zu arbeiten, wird meine restliche Arge (hartz4) gesperrt!!!
So, bitte um weitere Weißheiten ;D
Was nun ? Danke für Inovative Ideen - DANKÖÖ
Antwort
von Urigaza, 28.03.2010:
- Wie leben Obdachlose in Deutschland? (Günther Wallraff, ZEIT Online, 02.07.2009)
- Hartz IV gnadenlos Wie eine ARGE einen Analphabeten in die Obdachlosigkeit treibt (Report Mainz, 19.01.2009)
- Urteil: Obdachlosen misshandelt und dabei gefilmt (Tagesspiegel, 01.10.2007)
- Arbeitsmarktprogramm 2007 des JobCenters Tempelhof – Schöneberg (Berlin.de, 20.02.2007, PDF)
- SPIEGEL-Report über sozial benachteiligte Gruppen in der Bundesrepublik (I): Obdachlose (SPIEGEL Archiv, 28.09.1970)
:D Würdest du als Chef einen Obdachlosen einstellen ?- Üstra öffnet U-Bahnhof für Obdachlose (Neue Presse, 06.01.2010)
Die sind nicht Vermittelbar würde die Arbeitsagentur sagen :)
- Wie leben Obdachlose in Deutschland? (Günther Wallraff, ZEIT Online, 02.07.2009)
- Hartz IV gnadenlos Wie eine ARGE einen Analphabeten in die Obdachlosigkeit treibt (Report Mainz, 19.01.2009)
- Urteil: Obdachlosen misshandelt und dabei gefilmt (Tagesspiegel, 01.10.2007)
- Arbeitsmarktprogramm 2007 des JobCenters Tempelhof – Schöneberg (Berlin.de, 20.02.2007, PDF)
- SPIEGEL-Report über sozial benachteiligte Gruppen in der Bundesrepublik (I): Obdachlose (SPIEGEL Archiv, 28.09.1970)
Der Spiegel und der Couchforensiker: Elliot Higgins und Bellingcat, bezahlt und instrumentalisiert von US-amerikanischen Neocons
Der Spiegel sah sich zu einer kleinlauten Entschuldigung bei seinen Lesern gezwungen:
- Couchforensiker Elliot Higgins und Bellingcat, bezahlt und instrumentalisiert von US-amerikanischen Neocons (Spiegelkabinett, 16.06.2015)
siehe auch:
- 👻 Der Geheimdienst informiert? 😜 (Post, 16.05.2019)
- Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 15.03.2019)
- Faktenfreie Qualitäts-Hetze im ARD-Faktenfinder (Post, 06.02.2019)
- Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
- Falsche Wolken über der Ukraine? Die Photoshop-Arbeiten des Kreml und die Fehler der Bellingcat-Analyse (Spiegelkabinett, 03.06.2015)
"Was wir aus der Berichterstattung über den Bellingcat-Report lernen",posteten die Unfehlbaren aus Hamburg, vor der breiten Leserschaft versteckt, auf Spiegelblog am 4. Juni. Drei Tage zuvor noch hatten sie auf Spiegel-online behauptet zu wissen,
"Wie Russland die MH17-Beweise manipulierte"Inzwischen war diese Überschrift geändert worden. Etwas vorsichtiger behaupteten die Spiegelleute nun:
"Wie Russland die MH17-Beweise manipuliert haben soll"Während Spiegel-online-Chefredakteur Florian Harms sich auf Spiegelblog unter weitgehendem Ausschuss der Öffentlichkeit wand:
"Auch hier hätten wir von Beginn an vorsichtiger formulieren und klarmachen müssen, dass es zwar den Vorwurf der Fälschung gibt, dieser aber nicht zweifelsfrei bewiesen ist",beliessen die Redakteure den Text des Artikels frecherweise in seiner alten Form, mit all den unhaltbaren Behauptungen. Der Artikel befasste sich mit einer angeblich forensischen Untersuchung der Internetplattform "Bellingcat". Darin behauptete der Autor, Russland habe Bilder gefälscht, die nachweisen sollten, dass die Malysische Boeing MH17 am 17. Juli 2014 über der Ostukraine von ukrainischen Luftabwehrkräften abgeschossen worden seien. In dem Spiegel-online Beitrag heisst es bis heute:
"Das Team der unabhängigen Investigativplattform Bellingcat hat zwei dieser Satellitenbilder des russischen Verteidigungsministeriums forensisch analysiert. Das Ergebnis ist eindeutig: "Die forensische Analyse des Bellingcat-Untersuchungsteams hat eindeutig und unzweifelhaft nachgewiesen, dass diese Satellitenfotos falsch datiert und durch die Software Adobe Photoshop CS5 digital verändert wurden".Erst ganz zum Abschluss unter dem Artikel ist ein sogenanntes Update eingefügt, in dem darauf hingewiesen wird, dass die "forensische Analyse" von Bellingcat nichts weiter als Kaffeesatzleserei ist:
"Professionelle Bild-Forensiker kritisieren die Bellingcat-Analyse als unwissenschaftlich. Sie erlaube keine zuverlässigen Rückschlüsse, ob die Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums tatsächlich manipuliert wurden. "Das ist eine Fehlinterpretation", sagt der Hamburger Bild-Forensiker Jens Kriese. Bellingcat betreibe "Kaffeesatzleserei“.Auch der Betreiber der Plattform FotoForensic.com, auf die sich die Bellingcat-Untersuchung beruft, kritisiert das Verfahren scharf. Auf Twitter schrieb Neal Krawetz, der Fall zeige "wie man eine Analyse nicht machen sollte".Aber nicht nur der Spiegel ergötzte sich am 1. Juni an der angeblichen Entlarvung russischer Fälschungen zum Abschuss der MH17 Maschine. Natürlich waren auch die Öffentlich-Rechtlichen sofort zur Stelle. ZDF-heute und der WDR in seiner Sendung "Aktuelle Stunde" präsentierten sogar den Autor der "forensischen" Studie.
"Hinter dem als »investigativer Journalist« (WDR) bzw. »Internetaktivist« (ZDF) Eingeführten verbirgt sich Olaf Neitsch – ein Mann mit vielfachen Begabungen und einer bewegten Vergangenheit, wie jW-Recherchen ergaben. Bis 1989 war er nach Auskunft ehemaliger Kollegen bei der Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) Berlin-Treptow beschäftigt. Neitsch selbst bestritt das auf jW-Nachfrage jedoch. Nach dem Anschluss der DDR versuchte er sein Glück zeitweise als Kneipier in Bernau und wechselte später in die Versicherungsbranche. Bei der Deutschen Krankenversicherung (DKV) taucht er online als Mitarbeiter auf (olaf-neitsch.dkv.com), auskunftsfreudiger ist sein Werbeauftritt für die Ergo-Versicherung, wo er nach dem Motto »Versichern heißt verstehen!« als »Organisationsleiter (Werbekolonnen)« in Ahrensfelde bei Berlin den Verkauf von Policen koordiniert. Aber auch sonst ist Neitsch in den Sphären des World Wide Web kein unbeschriebenes Blatt, im Gegenteil: In Sachen Internet scheint er über eine besondere Expertise zu verfügen, die ihn bei »Bellingcat« empfohlen haben mag: Für das Onlinespiel »Second Life« (deutsch: zweites Leben) bietet er über seine Firma »Virtual Services« Tier- und Landschaftsbilder zum Verkauf an. Die Mitarbeit bei »Bellingcat« betreibt Neitsch nach eigener Auskunft als Hobby."mehr:
- Couchforensiker Elliot Higgins und Bellingcat, bezahlt und instrumentalisiert von US-amerikanischen Neocons (Spiegelkabinett, 16.06.2015)
siehe auch:
- 👻 Der Geheimdienst informiert? 😜 (Post, 16.05.2019)
- Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 15.03.2019)
- Faktenfreie Qualitäts-Hetze im ARD-Faktenfinder (Post, 06.02.2019)
- Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
Welche Agenda das Atlantic Council verfolgt, lässt dessen Mitglieder-Liste erahnen: Im Verwaltungsrat sitzen vier ehemalige CIA Direktoren, ehemals hochrangige Militärs der US-Armee und der NATO. Unter den Honorary Directors befinden sich zahlreiche US-Außenminister, wie Madeleine Albright, Colin Powell, und Condoleezza Rice, sowie die Ex-US-Verteidigungsminister Robert Gates und Leon Panetta. Abgerundet wird die illustre Riege durch ein Advisory Board mit Vertretern der Militär- und Ölindustrie.
Im Jahr 2011 wurde ein Bericht von Eliot Higgins in den Medien als Beweis promotet, dass der syrische Staatschef Assad Sarin-Gas gegen seine eigene Bevölkerung eingesetzt habe und damit die die lang behauptete These der US-Politik untermauert. Leider konnten die USA ihre eigenen Beweismaterialien für Assads Giftgas-Angriff nicht veröffentlichen, da diese geheim waren …
Passend zu Elliots Ukraine-Behauptungen wurde von großen Medien wieder das Image des einsamen Internethelden promotet, der als Einzelkämpfer die Wahrheit aufdeckt. Derartige Berichte tragen zu Elliots Glaubwürdigkeit bei. So erwähnte auch die Süddeutsche Zeitung in ihrem Bericht vom 2. Juni wie Higgins „vom "World of Warcraft"-Zocker zum journalistischen Hoffnungsträger“ avancierte. „Aus frei zugänglichem Material destilliert Higgins Informationen, die viele Geheimdienste der Welt aufhorchen lassen“, heißt es darin. Ein Einzelkämpfer auf der Couch soll klüger sein, als die konzernartig-riesigen Geheimdienste?
Einige Journalisten erklären sich das so: Sie sagen, Higgins muss Waffen verkauft haben, weil er so viel über das Thema weiß.
Auch werden ihm Verbindungen zur CIA, MI5, MI6, Mossad, mit der Bilderberg-Gruppe und George Soros nachgesagt. Der Niederländer Joost Niemöller schrieb dazu auf seinem Blog „Der neue Realist“:
„Higgins ist ein Teil des Mediennetzwerks The London Projekt Investigation, einem Zusammenschluss von allen Arten von Hackern und Journalisten der Financial Times. Diese Gruppe arbeitet, wie sie von sich selbst sagt, auch mit der viel größeren OCCRP zusammen, dem Organized Crime and Corruption Reporting Project. Ein Blick auf die Website des OCCRP macht deutlich, dass dies nicht nur ein Forschungsprojekt zum Thema organisierte Kriminalität ist, wie der Name sagt. Es ist eigentlich eine antirussische Informationsdatenbank.
Die OCCRP berichtete beispielsweise ausführlich über Korruption in der russischen Finanzwelt.
Aber noch wichtiger: Die OCCRP wird, wie sie selbst erklärt, durch Organisationen wie Open Society des Spekulanten George Soros finanziert.“
Ein weiterer Sponsor des OCCRP ist USAID, die internationale Hilfsorganisation der US-Regierung und der Demokratiefonds der Vereinten Nationen (UNDEF).
[MH17 Abschuss: Wer sind eigentlich Bellingcat und Elliot Higgins?, Epoch Times, 03.06.2015]
- Falsche Wolken über der Ukraine? Die Photoshop-Arbeiten des Kreml und die Fehler der Bellingcat-Analyse (Spiegelkabinett, 03.06.2015)
- Ukraine-Intermezzo: wie Bellingcat arbeitet (Gabriele Wolff, 28.01.2015)
- Rocket Man (Patrick Radden Keefe The New Yorker, 17.11.2013 – Google-Übersetzer)
- 27 000 PR-Berater polieren das Image der USA (Post, 12.02.2009)
mehr zu transatlantischen Beeinflussungs-Gesellschaften:
- 27 000 PR-Berater polieren das Image der USA (Post, 12.02.2009)
mehr zu transatlantischen Beeinflussungs-Gesellschaften:
- Die Briten völlig von der Rolle: »Integrity Initiative« taucht ab (24.01.2019)
- Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
- Putin und die USA: unpassende »Umtriebe«, FARA und die NGOs (17.08.2015)
- Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
- Putin und die USA: unpassende »Umtriebe«, FARA und die NGOs (17.08.2015)
aktualisiert am 06.09.2019
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