Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Zwei enttarnte CIA-Maulwürfe innerhalb kurzer Zeit – eine amerikanische Geheimdienstoffensive? Nein, sagt Geheimdienstexperte Schmidt-Eenboom: Die CIA hatte immer Informanten in deutschen Stellen. Für Erich Schmidt-Eenboom, Buchautor ("Gegen Freund und Feind, die Geschichte des BND") und Geheimdienstexperte, stehen die jetzt bekannt gewordenen Spionageaktivitäten der USA in jahrzehntelanger Kontinuität. Neu ist für ihn nur die Sensibilität, mit der jetzt auf diese Aktivitäten hierzulande reagiert wird. Sollten die Ankündigungen deutscher Politiker – jetzt ebenfalls seitens der Bundesrepublik gegen Verbündete zu spionieren – umgesetzt werden, seien dafür erhebliche zusätzliche Mittel notwendig. mehr: - Geheimdienstexperte: "Agenten im befreundeten BND ist ein Sonderfall" (Ulrich Clauß, Die Welt, 09.07.2014) siehe auch: - Agententätigkeit für USA: BND-Spion wegen Landesverrats angeklagt (Fidelius Schmid, SPIEGEL Online, 20.08.2015) Mehr als 200 geheime Dokumente leitete der BND-Mitarbeiter Markus R. an den US-Geheimdienst CIA weiter. Jetzt bringt die Bundesanwaltschaft den Fall vor Gericht. Die Ermittler werfen R. nicht Spionage vor - sondern Landesverrat. - Ex-CIA-Chef… "Ich hätte ihn weggeschickt" (Jochen Bittner, ZEIT Online, 17.07.2014) - Deutsche Interna für die USA BKA-Chef war CIA-Agent (n-tv, 19.06.2011) - Wer kennt Paul Dickopf? (Post, 10.04.2011) - Die Geschichte der CIA (Post, 23.08.2015)
mein Kommentar: die englische Übersetzung von »sich wie ein Elefant im Pozellanladen bewegen« lautet »to behave like a bull in a china shop« (Leo) Ich dachte, es gäbe keine…
Im Bemühen um Rohstoffvorkommen hat Russland die Grenze seines Festlandsockels in Richtung Japan verschoben. Premier Medwedew reiste zudem auf die Kurilen - für die Regierung in Tokio ein Affront.
Trotz des Territorialstreits mit Japan um die Inselkette der Kurilen im Pazifik hat Russland seine Gebietsansprüche in dem Seegebiet ausgeweitet. Mit einer Verordnung erweiterte Regierungschef Dmitrij Medwedew die Grenze des russischen Festlandsockels im Ochotskischen Meer und vergrößerte damit die von Moskau beanspruchte Fläche um rund 50.000 Quadratkilometer.
"Das bedeutet, dass wir unseren Festlandsockel bewirtschaften können", sagte Medwedew bei einem Besuch auf der Kurilen-Insel Iturup. "Und dort sind große Rohstoffvorkommen und große Energiequellen." Wie aus der im Internet veröffentlichten Verordnung hervorgeht, beruft sich Russland bei der Grenzverschiebung auf das Uno-Seerechtsübereinkommen von 1982.
mehr: - Territorialstreit mit Japan: Russland weitet Ansprüche im Pazifik aus (22.08.2015) aus einem Kommentar: leider vergisst spon hier was zu erwähnen. die russen machen das jetzt nicht einfach mal so, sondern mit der uno abgestimmt. sie haben vor jahren schon einen antrag bei der uno gestellt, dass dieses gebiet wegen des festlandsockels zu ihnen fällt. vor kurzer zeit wurde dieser antrag von der UNO bestätigt. alles völkerrechtlich sbgestimmt, daher alle mal ausatmen.
Der (geografische) Nordpol und das ihn bis zu einer Entfernung von mindestens 300 km umgebende Gebiet sind aber so weit vom Festland entfernt, dass sie nach derzeitigem Recht nicht im Besitz eines Staates sind. Allerdings hat jeder Staat die Möglichkeit, innerhalb von zehn Jahren nach Ratifizierung des SRÜ unter bestimmten Bedingungen eine Ausweitung seiner Kontrolle auf den Kontinentalschelf und somit auf mehr als 200 sm Entfernung vom Festland zu beantragen.[2]
Aufgrund dieser Regelung beantragten bisher Norwegen (SRÜ ratifiziert 1996), Russland (1997), Kanada (2003) und Dänemark (2004)[3] eine solche Ausweitung ihres Gebietes. Darüber hinaus gibt es vor allem in der kanadischen und russischen Politik und Rechtswissenschaft Stimmen, die die SRÜ für nicht anwendbar auf die Arktis halten und stattdessen eine so genannte "Sektorenlösung" vorschlagen. […]
Am 20. Dezember 2001 beantragte Russland offiziell bei der UN-Kommission zur Begrenzung des Festlandsockels (CLCS) in Übereinstimmung mit dem Seerechtsübereinkommen (Art. 76 Satz 8)[2] die Festlegung neuer Außengrenzen für den russischen Kontinentalschelf jenseits der 200 Seemeilen weiten ausschließlichen Wirtschaftszone, allerdings innerhalb des russischen arktischen Sektors. Das hierdurch von Russland beanspruchte Gebiet mit einer Fläche von etwa 1,2 Millionen Quadratkilometern stellt einen großen Teil der Arktis inklusive des Nordpols dar.[8][9]
Der Antrag wurde unter anderem damit begründet, dass sowohl der Lomonossow- als auch der Mendelejew-Rücken unterseeische Fortsetzungen der eurasischen Landmasse seien. 2002 wurde der Antrag von den Vereinten Nationen weder angenommen noch zurückgewiesen; stattdessen wurde weitere Nachforschung empfohlen[8]. Diese Forschungen sollen in den Jahren 2007 und 2008 als Teil des russischen Beitrags zum 4. Internationalen Polaren Jahrdurchgeführt werden. Durch die Arktika 2007 genannte Expedition sollen Struktur und Entstehung der Erdkruste in der Arktis nahe Eurasien, unter anderem durch Forschung am Mendelejew-, am Lomonossow- und am Alpha-Rücken, geklärt und die vermutete Verbindung zum sibirischenSchelf bestätigt werden.[10][11] Eine Gruppe von 50 russischen Wissenschaftlern kam dabei auf dem Schiff Russia zu der Überzeugung, dass zumindest der Lomonossow-Rücken mit zur Russischen Föderation gehöriger Landmasse verbunden ist. Unter dem Meeresboden der fraglichen Gebiete könnten laut Auskunft der Wissenschaftler bis zu zehn Milliarden Tonnen Öl und Gas lagern. Der russische Präsident Wladimir Putin nutzte diese Meldung, um an den Antrag von 2001 zu erinnern.[12][13]
Anfang August 2007 tauchten zwei russische U-Boote vom Typ Mir in eine Tiefe von 4261 Metern unter dem Meeresspiegel und setzten am geografischen Nordpol eine russische Flagge in den Erdboden. Während die kanadische Regierung die russischen Handlungen scharf kritisierte, sieht die dänische Regierung dies nur als „bedeutungslosen Gag für die Medien“. Der Sprecher des dänischen Außenministeriums, Peter Taksøe-Jensen, sagte: „Das nehmen wir sehr gelassen und mit Humor. Für die juristische Durchsetzung völkerrechtlicher Ansprüche hat das nicht die geringste Bedeutung.“[7] Putin hielt eine Rede am 3. Mai 2007 auf dem nuklearen Eisbrecher 50 Let Pobedy[14], darin drängte er zu größeren Bestrebungen, um die „strategischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und Schutzinteressen“ Russlands im arktischen Raum zu schützen.[15]
Das Territorium des russischen Festlandsockels kann bis zum Nordpol ausgedehnt werden. Den russischen Wissenschaftlern ist es gelungen zu beweisen, dass der Mendeleew-Rücken im zentralen Teil des Nordpolarmeers eine Fortsetzung des eurasischen Kontinents [ist].
siehe auch:
- Arktis: Russland wird zum Buhmann gemacht (Wolfgang Pomrehn, Telepolis, 26.08.2015)
Vermeintliche russische Konkurrenz muss herhalten, um für Ölplattformen vor Alaskas unwirtlicher Nordküste zu werben
mein Kommentar: Der russische Antrag bei der UNO ist 14 Jahre alt. Tut mir leid, mein lieber SPIEGEL, war wohl nix mit dem gefährlichen expansionistischen Putin! - Kurilenkonflikt (Wikipedia)
2005 11 16 Mit Offenen Karten Die Kurilen [10:51]
Kolumne: Grauzone. Westliche Beobachter rufen den Islam gern zu einer Reformation auf. Damit soll sich die Religion von ihrem mittelalterlichen Weltbild entfernen und sich selbst einen Modernisierungsschub geben. Doch das kann gar nicht gelingen
Der Islam braucht eine Reformation. Da sind sich die meisten westlichen Beobachter einig – und ein paar säkulare mohammedanische dazu. Erstarrt in einem mittelalterlichen Weltbild, gefangen in einer archaischen Ethik und einzementiert in überkommenen sozialen Strukturen braucht der Islam – so die beliebte Diagnose und Empfehlung – dringend eine Art zweiten Luther, jemanden, der die mittelalterlichen Fesseln sprengt und den islamischen Gesellschaften intellektuell den Weg in die Moderne ebnet.
Schön gedacht und aus protestantischer Perspektive auch schmeichelhaft. Doch bedauerlicherweise beruht die Hoffnung auf eine islamische Reformation auf falschen Grundannahmen. Das fatale Ergebnis: Das Erstarken des islamischen Fundamentalismus und seine Erfolge in den letzten Jahrzehnten werden grundlegend missverstanden. Daran wiederum knüpfen sich falsche Hoffnung und naive Erwartungen.
Doch der Reihe nach: Für Apologeten einer islamischen Reformation, wie etwa der Politologin Ayaan Hirsi Ali, steht der Begriff „Reformation“ für einen Modernisierungsschub, für Individualismus, für Emanzipation von althergebrachten Strukturen, für Freiheit und Befreiung, für die Überwindung religiöser Dogmatik und Buchstabengläubigkeit. Die christliche Reformation des 16. Jahrhunderts, so die stillschweigende Grundannahme, habe die verhärtete und beengte Gedankenwelt des Mittelalters aufgebrochen und der Neuzeit, also Wissenschaft, Aufklärung und Vernunft den Weg bereitet. Und genau eine solche Reformation habe der Islam nötig.
mehr: - Religionen zivilisieren sich nicht von selbst (Alexander Grau, Cicero, 21.08.2015)
Die Reformation (1517-1524) [5:10]
Veröffentlicht am 24.07.2014
Die Reformation und das Wirken Martin Luthers hatten einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung Deutschlands und der Welt. In fünf Minuten wird die Frühphase der Reformation dargestellt und ihre Implikationen erklärt.
Im sächsischen Heidenau haben gestern Abend mehrere hundert Menschen gegen Flüchtlinge demonstriert. Das ist bei Twitter sehr schnell in den Trending Topics gelandet, #Heidenau war dort bis in die Nacht hinein der am meisten geschriebene Begriff. In den klassischen Nachrichten war Heidenau dagegen weniger präsent. Doch selbst wenn das professionell war, bekommen Medien zunehmend ein Problem.
„In Sachsen bedrängt der braune Mob Flüchtlinge und die Nachrichten ignorieren das einfach“. So oder so ähnlich müssen gestern und in der Nacht einige gedacht oder gefühlt haben, die die Lage in Heidenau bei Twitter mit den Spätnachrichten abgeglichen haben. Das Ergebnis waren kritische Nachfragen. mehr: - Was Medien aus #Heidenau lernen können (Rundfunkfritze, 22.08.2015)
Intransparenz Die EU-Kommission beschränkt den Zugang von Abgeordneten zu Dokumenten über die Freihandelsverhandlungen. Das wird Leaks nichts verhindern, beschädigt aber die Demokratie
Das Freihandelsabkommen TTIP hat keinen guten Ruf: Vertreter von EU und USA verhandeln hinter verschlossenen Türen, am Ende drohen vielleicht niedrigere Sozial- und Umweltstandards. Die EU-Kommission will daher das Image aufpolieren und hat eine große Transparenz-Offensive gestartet. In Wirklichkeit passiert gerade das Gegenteil: Der Zugang zu wichtigen Dokumenten über die bislang letzte Verhandlungsrunde wird eingeschränkt.
Die Papiere werden nicht mehr verschickt. Wenn sich Europaabgeordnete oder Minister der einzelnen Staaten informieren wollen, müssen sie nun nach Brüssel fahren, um dort zu bestimmten Uhrzeiten in einem sicheren Lesesaal Einblicke zu erhalten. Damit will die EU-Kommission verhindern, dass geheime Informationen an die Öffentlichkeit gelangen, wie es in der Vergangenheit schon öfter der Fall war. Die Maßnahme der Kommission verfehlt jedoch nicht nur ihr Ziel, sie beschädigt auch die europäische Demokratie. mehr: - Geheim, geheimer, TTIP (Felix Werdermann, der Freitag, 20.08.2015) siehe auch: - TTIP: Kommission versteht Aufregung um Geheimhaltung nicht (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 23.08.2015)
„In der aktuellen Debatte über die Transparenz der TTIP-Verhandlungen in einigen Mitgliedstaaten scheint es einige Konfusion zu geben: es gibt keine generellen neuen Restriktionen – lediglich ein Bericht wurde in einem Leseraum ausgelegt.“ Dabei habe es sich um eine temporäre Maßnahme gehandelt, um zu erwägen, wie ein Minimum an Vertraulichkeit gewahrt werden kann. „Die Entscheidung scheine unnötige Verwirrung gestiftet zu haben. Das bedaure ich“, so Malmström. „Um solche Missverständnisse künftig zu vermeiden – und als Teil unserer laufenden Bemühungen, für ein Höchstmaß an Transparenz bei den TTIP-Verhandlungen zu sorgen -, wird die Kommission von nun an detaillierte und umfassende Berichte über die Verhandlungen auf ihrer Website in allen EU-Amtssprachen veröffentlichen.“
Überraschend gab China Ende Juni seine ambitionierten Ziele für die Tagung bekannt: Demnach wird die heimische Industrie ihren CO2-Ausstoß bis 2030 um bis zu 65 Prozent senken; gleichzeitig plant Peking, in den kommenden Jahrzehnten massiv in alternative Energieformen zu investieren. Die westlichen Industriestaaten – allen voran die Bundesrepublik und die USA – begrüßten die Ankündigung.
mein Kommentar: Daß darüber überhaupt noch dikutiert wird… Das kann man in einem Land mit 10 mio qkm machen, aber nicht in einem Land mit nur 1/3 mio qkm…
Mit offenen Karten: China erstickt im Smog [12:15]
Veröffentlicht am 21.05.2015
Mit offenen Karten: Sendung über Luftverschmutzung in China. Behandelt werden die Entwicklung der Emissionen, der chinesische Energiemix, Kohlevorkommen und Industriestandorte, die Verbreitung von Smogs und Feinstaub, die Verbreitung von Automobilen, Sterblichkeitsraten aufgrund von Atemwegserkrankungen, saurer Regen und Bevölkerungsproteste. Erstausstrahlung: 09.05.2015.
Datenschutz Der Emailprovider Posteo veröffentlicht seinen aktuellen Transparenzbericht und macht damit rechtswidrige Zustände in Justiz und Polizeibehörden öffentlich
Es gibt sie, die Orte, an denen die Schatztruhen für die deutschen Ermittlungsbehörden lagern. Wenn Polizei oder Staatsanwaltschaft erfahren wollen, welche Person hinter einer Emailadresse steckt oder wer gerade mit einer speziellen IP-Adresse unterwegs war, fragen sie die Bewacher der Schatzkammern: Die Anbieter von Internetdiensten wie zum Beispiel die Telekom und Emailanbieter wie Web.de, GMX oder die kleine Berliner Firma Posteo.
Bei diesen und vielen anderen Unternehmen lagert all unsere Kommunikation, die wir über Email führen: intime Verabredungen, Geschäftsdokumente oder Passwörter für Accounts in anderen Internetportalen. Wenn wir diese Dienste nutzen wollen, müssen wir uns zwangsweise damit auseinandersetzen, dass sie auch Einblick in unsere Kommunikation nehmen und diese im Zweifelsfall weitergeben können. mehr: - Posteo: Transparenz klagt an (Jonaz Delgado, Freitag-Community, 21.08.2015)
PPP: Private Betreibergesellschaften verdienen ein Vermögen mit Flüchtlingsheimen. Die Geschäfte sind ebenso undurchsichtig wie korrupt.
Die Politik, staatliche Aufgaben durch kapitalistische Unternehmen erledigen zu lassen, wird vorzugsweise mit dem Argument der Effizienz begründet.
Werden Teile staatlicher Gewährleistungspflichten an Private delegiert, zeigen sich in der Regel nach einiger Zeit die Grenzen der unternehmerischen Leistungsfähigkeit.
Einerseits lässt die Qualität der Dienstleistung zu wünschen übrig, andererseits belasten zuvor nicht erwartete Kostenexplosionen die öffentlichen Haushalte. Ein Beispiel dafür, wie sich staatliche Privatisierungspolitik selbst ad absurdum führt und dennoch einem rationalen Kalkül folgt, bieten die zum Teil undurchsichtigen, weil korrupten Geschäfte bei der Unterbringung von Flüchtlingen in der Hauptstadt Berlin. mehr: - Berliner Flüchtlingsgeschäfte (Big Bussiness Crime, Feitag-Community, 21.08.2015)
Erinnerung Mit Egon Bahr verliert die SPD ihren profiliertesten und originellsten Sicherheitsexperten, der von kleinen Schritten mehr hielt als von großen Reden
Egon Bahr blieb sich bis zuletzt treu, weil er als Außen- und Sicherheitspolitiker stets auf Realpolitik bedacht war. Dies hatte zur Folge, dass er sich von seiner eigenen Partei mehr und mehr entfernen musste. Was ihm nicht leichtgefallen sein dürfte.
Die SPD-Spitze hörte nicht gern oder gar nicht auf ihn, wenn er – wie auch die Altkanzler Helmut Schmidt und Gerhard Schröder – davor warnte, man dürfte das Verhältnis zu Russland nicht über Gebühr belasten und den bilateralen Beziehungen möglicherweise irreversible Schäden zufügen. Sein Credo lautete, eine Verständigung und ein versöhnlicher Umgang mit Moskau sind notwendig, will Europa nicht erneut einem Zustand verfallen, der an die Zeit des Kalten Krieges und der Blockfronten erinnert. Insofern schien es ihm ratsam, die Annexion der Krim durch die Russische Föderation auf sich beruhen zu lassen. Man sollte sie nicht anerkennen, aber respektieren und als Tatsache hinnehmen, an der vorerst nicht zu rütteln sei. Es sei denn, man wolle sich auf einen Konflikt einlassen, bei dem alle Optionen in Betracht kämen.
Bahr hielt es für denkbar, mit Russland einen Modus Vivendi in der Ukraine-Politik zu finden, bei dem westlicher Maximalismus wenig helfen werde, der Wille zum Kompromiss hingegen viel. Man sollte Politik mit Augenmaß betreiben und die Macht der Interessen zur Kenntnis nehmen, anstatt sich auf Wunschträume zu verlassen. mehr: - Sich stets treu geblieben (Lutz Herden, der Freitag, 20.08.2015)
Der Geheimdiplomat Egon Bahr (WDR 2012) [43:50]
Veröffentlicht am 02.01.2015
Dokumentation mit Egon Bahr, Henry Kissinger, Fritz Pleitgen, Helmut Schmidt und Horst Teltschik.
Egon Bahr über die Machtverteilung in der NATO [4:28]
Veröffentlicht am 08.02.2015
Egon Bahr fasste es in einem Satz zusammen: "Die westliche Politik ist für Putin nicht hinnehmbar!" Auch mit 92 Jahren meldet sich SPD-Urgestein Egon Bahr immer wieder zu Wort. Zuletzt auf der COMPACT Friedenskonferenz im November 2014.
Egon Bahr Alle Kanzler mußten die geheimen Zusatzprotokolle der Alliierten unterschreiben [2:13]
Veröffentlicht am 28.06.2014
Egon Bahr über Geopolitik Russlands - 20.11.2014 [14:40]
Veröffentlicht am 30.11.2014
Egon Bahr plädiert für eine weniger aggressive Politik gegenüber Russland und versucht die geostrategischen Interessen der beteiligten Mächte näher zu beleuchten.
Die Konsumentin Ist das authentisch oder ein staubfangendes Wirklichkeitssurrogat? Zum Status des Souvenirs
In Schweden gibt es einen Schokoriegel namens Kex, die rote Unterzeile auf der gelben Folie lautet „Choklad“. Das wirkt niedlich und exotisch, aber nicht auf aufdringliche Art. Schon ein paar Mal habe ich die Kex-Verpackung jetzt an hiesigen Pinn- oder Magnetwänden gesehen, bei Freunden und Bekannten. Der Kex-Schriftzug dient ihnen als Souvenir, als preiswertes Erinnerungsstück an die jüngsten Ferien auf Saltkrokan.
Ebenfalls gelb ist die klassische Softpack-Umhüllung der Schweizer Zigarettenmarke Mary Long. Auch dort ist der Produktname auf einen roten Balken geschrieben, und darüber ist die Zeichnung eines Frauenkopfes zu sehen. Die Grafik ist 1952 entstanden, seither hat sich die Aufmachung kaum geändert. Immer wenn ich in der Schweiz bin, nehme ich zwei, drei Päckchen mit. Nicht weil die Zigaretten so gut schmecken – sie sind recht stark –, sondern als ein, nun ja, „authentisches“ Souvenir. (Weil das Wort authentisch fürchterlich missbraucht wird, von Karriere-Coaches, Konzernen und anderen, kann ich nicht anders, als es in Anführungszeichen zu setzen. Wenn Sie es bis zum Ende dieser Spalte schaffen, wird es Ihnen vielleicht ähnlich gehen.)
mhr:
Ukraine-Berichte. Das ZDF gibt zu, Pressematerial eines PR-Netzwerkes gegen "russische Propaganda" zu benutzen, das die Kiewer Regierung mittels einer Image-Kampagne unterstützen soll.
Das ZDF arbeitet in seiner Berichterstattung über die Ukraine-Krise eng mit dem Ukrainian Crisis Media Center (UCMC) zusammen: einem internationalen PR-Netzwerk gegen "russische Propaganda".
Finanziert wird die PR-Kampagne u.a. von George Soros, der ukrainischen Übergangsregierung und einer ukrainischen Tochtergesellschaft von Weber Shandwick, dem weltweit führenden PR-Unternehmen. Ziel des Ukrainian Crisis Media Center (UCMC):
Ziel des UCMC ist es, v.a. folgende Botschaften weltweit in der internationalen Presse zu verankern:
● Die Ukraine ist Opfer einer "russischen Aggression", ● die ukrainische Übergangsregierung ist legitim, ● die Behauptung einer rechtsradikalen Gefahr ist Teil der russischen Propaganda, ● der Verdacht, die Erschießungen von Polizisten und Demonstranten des Maidan seien im Auftrag der jetzigen Regierungskoalition geschehen, ist Teil der russischen Propaganda.
Das ZDF und das PR-Netzwerk des UCMC Allein bis Mitte März hatten sich bereits 9oo ausländische Journalisten im UCMC angemeldet. Darunter auch das ZDF. Das ZDF gibt in diesem Zusammenhang zu, dass sich die vielfältigen Angebote des UCMC für die Ukraine-Berichterstattung des ZDF "als sehr nützlich erwiesen haben". Dies bekennt Andreas Weise, Redaktionsmitglied des heute-journals, der für das heute-journal aus Kiew berichtet. Folgende Angebote stellt das PR-Netzwerk des UCMC der internationalen Presse zum Kampf gegen "russische Propaganda" zur Verfügung: ●tägliche Pressekonferenzen von Befürwortern der ukrainischen Übergangsregierung, ●ausgewählte Interviewpartner, Übersetzer, ausgewähltes Video-Material, Stellungnahmen von regierungsnahen Künstlern und Akademikern wie etwa Historikern und anderen "Ukraine-Experten". mehr: - ZDF-Skandal: Berichte im Auftrag Kiews? (L.Applebaum, Freitag-Community, 07.04.2014) siehe auch: - NATO eröffnet "Kommunikationszentrum" in Riga (Post, 22.08.2015) - PR and propaganda in Ukraine (Stuart Bruce, 23.05.2015) - Berichterstattung zur Ukraine – Auswärtiges/Kleine Anfrage (Der Bundestag, 12.05.2014)
Mein Kommentar: Der Applebaum-Artikel muß an den Artikel von Daniela Dahm erinnern! Zitat:
Die Buchautoren Mira Beham und Jörg Becker[10] haben 31 PR-Agenturen erfasst, die für alle nichtserbischen Kriegsparteien tätig waren. Allein Kroatien gab mehr als fünf Millionen US-Dollar an US-Agenturen, um die öffentliche Meinung in seinem Sinn zu beeinflussen. Propaganda-Ziele dieser Agenturen waren unter anderem: Darstellung der Serben als Unterdrücker und Aggressor, wobei sie mit den Nazis gleichzusetzen und entsprechend emotional geladene Begriffe zu etablieren sind; Darstellung der Kroaten und Bosnier als unschuldige Opfer, wobei die Eroberung der serbischen Krajina als legal hinzustellen ist; Völkermordanklage gegen Jugoslawien und Milošević in Den Haag; günstige Verhandlungsergebnisse für die albanische Seite in Rambouillet und Sezession Montenegros.
Ein nachdenklicher Zwischenruf eines ehemaligen Asylrichters Allmählich dämmert es auch den eifrigsten Verfechtern eines kurzen Prozesses mit "Asylbetrügern" und "Wirtschaftsflüchtlingen", dass es nicht damit getan ist, Ressentiments gegen Menschen in Not zu schüren. Denn was wir gerade beobachten können, ist nichts weniger als der Vorabend einer neuzeitlichen Völkerwanderung.
Die Hunderttausende, die in unsere Städte und Dörfer strömen, sind nur die Vorhut. Viele Millionen stehen bereit, ihnen nachzufolgen. Der deutsche Innenminister musste deshalb die Jahresprognose für die in Deutschland ankommenden Asylbewerber kurzerhand von 450.000 auf 800.000 nahezu verdoppeln. mehr: - Vorboten einer neuzeitlichen Völkerwanderung (Peter Vonnahme, 21.08.2015)
Konferenz des Militärbündnisses debattiert über Beeinflussung von Wahrnehmung x Des einen "Kommunikation" ist des anderen "Propaganda". Das jüngste Beispiel dafür ist die Einweihung einer NATO-Einrichtung in der lettischen Hauptstadt Riga, die das Militärbündnis selbst als "Strategic Communications Centre of Excellence" bezeichnet, während die russische Prawda ("Wahrheit") von einem "Propagandazentrum" spricht.
Das bereits seit längerer Zeit eingerichtete, aber erst letzte Woche offiziell eingeweihte Zentrum soll dem bei der Einweihung anwesenden US-Senator John McCain zufolge nicht nur NATO-Aktivitäten koordinieren, sondern unter anderem in Osteuropa und in der Ukraine dazu beitragen, "die Wahrheit zu verbreiten" (womit er nicht die russische Zeitung meinte). Der Zeremonie wohnte außerdem der lettischen Staatspräsident Raimonds Vējonis bei, der den lettischen Grünen angehört (vgl. Der erste grüne Staatspräsident der EU). Auch die ehemalige EU-Kommissarin und jetzige litauische Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė war angereist. Estland hatte dagegen nur seine Außenministerin Marina Kaljurand geschickt.
Am Donnerstag und Freitag fand in der Einrichtung eine Konferenz mit dem Titel "Perception Matters" ("Wahrnehmung ist wichtig") statt. Auf dieser Konferenz debattierte man unter anderem über Lektionen aus den ISAF-Operationen in Afghanistan, den Einsatz Sozialer Medien durch Dschihadisten, Möglichkeiten der Nutzung von Kommunikation zur Stärkung der Abwehrbereitschaft und den Einfluss von Massenmedien auf Gesellschaften während "kritischer Situationen". mehr: - NATO eröffnet "Kommunikationszentrum" in Riga (Peter Mühlbauer, Telepolis, 22.08.2015)
mein Kommentar: die USA und Soros haben es vorgemacht: Die die Journalisten im Vietnamkrieg zu kritisch berichteten, wurden sie im Irak-Krieg »embedded«. Da wir uns im Neuen Kalten Krieg befinden, wird unsere gesamte Journaille, wie das Soros mit seinem Ukraine Crisis Media Center ebenfalls effektiv vorgeführt hat, in Zukunft, alles, was mit der NATO zu tun hat, aus Riga geliefert bekommen.
(English) John McCain. Ukraine Crisis Media Center, 4th of September 2014 [17:21]
Veröffentlicht am 04.09.2014
John McCain, the U.S. Senator for Arizona, Republican party
Erst vor einer Woche hat die Nato Kritik an einer wachsenden Zahl von Manövern im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt zurückgewiesen. Nun das: Seit Samstag läuft eine vier Wochen dauernde Übung, die größte seit Ende des Kalten Krieges.
In Europa findet derzeit das größte Luftwaffenmanöver der USA und seiner Verbündeten seit Ende des Kalten Krieges statt. Die vierwöchige Übung habe bereits am Samstag begonnen, teilte das US-Kommando im bayerischen Grafenwöhr mit. Knapp 5000 Soldaten aus elf Nato-Ländern nähmen an dem Manöver teil, das noch bis zum 13. September in Deutschland, Bulgarien, Rumänien und Italien stattfinde.
Seit Ausbruch der Ukraine-Krise ist es nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" mehrfach zwischen Russland und dem Westen zu militärischen Zwischenfällen gekommen, die zu Toten oder gar einer militärischen Auseinandersetzung hätten führen können. Allein in den vergangenen acht Monaten habe es 40 brenzlige Situationen gegeben, berichtet das Magazin. Dazu gehöre ein Beinahezusammenstoß einer skandinavischen Passagiermaschine mit einem russischen Aufklärungsflugzeug, das seine Position nicht übermittelt habe. Dies gehe aus einer Studie des European Leadership Network in London (ELN) hervor, die am Montag veröffentlicht werden solle.
Medienberichterstattung: »brenzlige Zwischenfälle« (wie definiert man einen Zwischenfall?), »Russland provoziert« man sehe sich folgendes Video ab 3:10 an:
Wladimir Putin: Der Westen führt einen Vernichtungskrieg gegen Russland [15:51]
Veröffentlicht am 19.12.2014
Der Westen, angeführt von den USA, hat auf die Zerstörung Russlands abgezielt. Ausgewählte Ausschnitte aus der großen Pressekonferenz mit Russlands Staatspräsident Wladimir Putin am 18 Dezember 2014 in Moskau. Quelle RT: https://www.youtube.com/watch?v=IVFEi...
und ich frage mich, wo in unseren »freien« Medien wir solche Informationen finden. Wo kritisieren ZEIT oder SPIEGEL (die beiden Säulen unserer demokratischen Freiheit in meiner Jugend) das NATO-Manöver?
Und täglich grüßt das Murmeltier: Wieder einmal werden die Tests für
die elektronische Gesundheitskarte (eGK) verschoben. Hieß es einst, im
Oktober 2014 gehe es los, folgte alsbald der neue Starttermin April 2015,
dann November 2015 und nun 1. Quartal 2016. Es ist unverantwortlich und
nahezu lächerlich, dass Politik und Krankenkassen weiter einer Illusion
hinterherjagen und trotz aller Pannen, in den Sand gesetzter Millarden
und gegen jede Vernunft an diesem Projekt festhalten, sagte Dr. Silke
Lüder, Sprecherin der Aktion Stoppt die e-card, heute in Hamburg.
Wir fordern einen Stopp des Projekts. Dr. Manfred Lotze, Vertreter
der Organisation IPPNW (International Physicians for the Prevention of
Nuclear War) in dem Bündnis, betonte: Mit der eGK werden allein die
Interessen von Kassen, Gesundheitswirtschaft und IT-Industrie bedient.
Erneut würde viel Geld verschwendet und der Datenschutz stehe einmal
mehr in Frage, kritisierte Lüder. Denn offenbar beißt sich die Industrie
an den Sicherheitsanforderungen die Zähne aus und kann daher bislang die
sogenannten Konnektoren nicht liefern. Als eine Art Router sollen sie
die Arztpraxen mit der Datenautobahn der Gematik verbinden, der
Betreiberorganisation der eGK. Aufgebaut hat diese Datenautobahn die
Arvato AG, eine Tochter des Bertelsmannkonzerns. Und noch etwas könnte
zum Problem werden: Entgegen allen früheren Versprechen muss wohl ein
Großteil der heutigen Kartenlesegeräte in den Arztpraxen erneut für
mehrere 100 Millionen Euro ausgetauscht werden. Das Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik soll diese Kartenlesegeräte nur
bis Ende 2017 genehmigt haben. Auch die teuren elektronischen
Gesundheitskarten selbst müssen bis 2017 ausgetauscht werden.
Zentral gespeicherte Daten wie beim eGK-System sind nicht sicher und
werden es nie sein, sagte Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis
Vorratsdatenspeicherung. Das System der eGK, erläuterte der
Informatiker, birgt große Risiken für die Vertraulichkeit
persönlichster Informationen. Schon der Abgleich der sogenannten
Versichertenstammdaten würde eine enorme Datenmenge anhäufen. Daraus
ließen sich Aussagen über die Krankengeschichte von Patienten ableiten.
Denn beim Online-Prüfabgleich der Daten auf der Karte mit denen der
Krankenkasse fallen an den Verbindungs- und Sammelstellen Informationen
über Ort und Zeit der Arztbesuche an. Diese Stellen werden damit zu
einem lohnenden Ziel für Hacker.
mein Kommentar: Es gibt Entwicklungen, die lassen sich nicht stoppen, gleich, mit welchen Mängeln und Ungereimtheiten sie verbunden sind: Stuttgart 21, die Vorratsdatenspeicherung und die elektronische Gesundheitskarte… Warum? Weil wir der Zeit hinterherlaufen! - Öffentliche Anhörung in Sachsen: Debatte um elektronische Gesundheitskarte für Asylbewerber (Ine Dippmann, MDR Info, 18.05.2015)
Til Schweiger stand ich bisher eher indifferent gegenüber. Mir gefielen seine »Keinohrhasen« ganz gut…
Keinohrhasen Trailer deutsch / german [2:06]
Hochgeladen am 29.11.2011 Dafür machte er es sich sich in einer Lanz-Talkshow meiner Meinung nach zu einfach:
Til Schweiger- Wutausbruch bei Markus Lanz. [1:30]
Hochgeladen am 03.02.2011
Til Schweiger- Wutausbruch bei Markus Lanz
Ausgegrenzt: Sexualstraftäter gründen Dorf in Florida [2:06]
Veröffentlicht am 17.02.2014
Wer in den USA wegen einer Sexualstraftat verurteilt wird, findet sich an den Internet-Pranger gestellt: Name und Foto werden dort veröffentlicht. Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche sind eines der daraus folgenden Probleme. Auf eine christliche Initiative hin haben sich etwa 100 verurteilte Sexualstraftäter zusammengetan und restaurieren eine ehemalige Zuckerrohr-Plantage in Florida als Wohnstatt für sich - fernab anderer Siedlungen. - USA: Umgang mit Sexualstraftätern Verdammt in alle Ewigkeit (Jörg Häntzschel, Süddeutsche, 17.05.2010) und: Die Amis sind in Bezug auf Korrektheit – bzw. das, was sie dafür halten – ziemlich hysterisch: - Zur Brust genommen (Post, 16.09.2005) - Wäscheleinen-Aktivismus: Streit um luftgetrocknete Schlüpfer (Gabriele Chwallek, n-tv, 19.10.2007) - USA: Jetzt geht's den Nachbarn an die Wäsche (Nikolaus Piper, Süddeutsche, 19.05.2010)
So liegt im Parlament von New Hampshire ein Gesetzentwurf, nach dem es verboten werden soll, Wäscheleinen zu verbieten. […]
So grotesk der Streit um die Wäscheleinen erscheinen mag, er hat durchaus einen ernsten Kern, und der hängt mit dem amerikanischen Immobilienmarkt zusammen. Die Preise von Häusern und Grundstücken schwanken dort ungleich stärker als in Deutschland. Aufstieg und Niedergang von Stadtvierteln liegen oft dicht beieinander. Zeichen des Verfalls und der Armut schlagen direkt auf die Häuserpreise durch. Deshalb reagieren viele Amerikaner so allergisch auf alles, was sie für einen Ausfluss asozialen Verhaltens halten. Unkraut in Nachbars Garten etwa. Oder eben Wäscheleinen.
mein Kommentar: es lebe die freie Marktwirtschaft!
Kinderpornographie und –missbrauch werden in den USA strengstens verfolgt und geahndet. Schon möglicherweise geringe Verdachtsmomente werden von einer wachsamen Bevölkerung an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Insofern sollte das Fotografieren nicht vollständig bekleideter Kinder (auch der eigenen z.B. im Garten oder in der Badewanne) unterlassen werden!
Sexuelle Handlungen an Minderjährigen – auch in gegenseitigem Einvernehmen – werden in vielen Fällen mit langer Haft bestraft. Je nach Bundesstaat variiert die Altersgrenze, unterhalb derer keine wirksame Einwilligung in sexuelle Handlungen erklärt werden kann. Dies kann dazu führen, dass beispielsweise ein 18-Jähriger mit 17-jähriger Freundin oder ein 16-Jähriger mit 15-jähriger Freundin als Sexualstraftäter verurteilt wird.
Das Stillen von Babys in der Öffentlichkeit wird zwar mittlerweile in wohl allen Bundesstaaten von den "indecent exposure"-Strafvorschriften ausgenommen, sollte wie das Nacktbaden am besten jedoch zumindest in Restaurants und Bars bzw. in weniger "liberalen" Gegenden unterlassen werden. (USA / Vereinigte Staaten: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt)
dazu paßt die US-amerikanische sexuelle Belästigungs-Hysterie: - Vermischtes vom 12. August 2015 (Arne Hoffmann, Freie Welt, 13.08.2015)
Doch nun muß Til Schweiger wohl mehr Energie in die mediale Verarbeitung seiner Ankündigung, ein Ausländerheim bauen zu wollen, stecken, als in das Projekt selbst…
Til Schweiger: "Sie gehen mir auf den Sack!" | Menschen bei Maischberger | Das Erste [4:30]
Veröffentlicht am 19.08.2015
Im Talk mit Sandra Maischberger beschimpft der zugeschaltete Til Schweiger den CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer beim Thema Ausländerfeindlichkeit gegenüber Flüchtlingen.
Die meisten »belastbaren« Fakten habe ich im Harzkurier, dem von mir häufig gescholtenen SPIEGEL und beim NDR gefunden: - Kasernengebäude Osterode ist in neuer Hand (Michael Paetzold, Harzkurier, 20.11.2014)
Osterode. Princess of Finkenwerder will Liegenschaften der Rommelkaserne mit Leben füllen.
Die Gebäude der einstigen Rommel-Kaserne haben einen neuen Besitzer: Princess of Finkenwerder heißt das Unternehmen klangvoll. Kerngeschäft ist die Kasernenprojektierung, die Vorbereitung von Objekten für Akteneinlagerungen, Rechenzentren und Serverräume.
im Interview in der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe sagt Schweiger:
»Ich kenne Koch gar nicht, er ist ein Bekannter von Jan Karras, einem guten Freund von mir. Er ist bei der Produktion des Kino-Tatorts, den wir gerade drehen, für die Sicherheit zuständig. Er hat mich auf die Idee mit dem Flüchtlingsheim gebracht.«
Wenn jemand behauptet, dass er es besser kann, ist die erste Reaktion einer Verwaltung immer zunächst zurückhaltend. Schließlich leisten wir bereits viel und wissen, welche Tücken es gibt.
- Land hält an Flüchtlingsheim in Osterode fest (NDR, 21.08.2015) In Osterode am Harz soll eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge entstehen. Daran hat sich nichts geändert. Das Land Niedersachsen plant weiterhin, die Rommel-Kaserne zu mieten. "Die Verhandlungen über einen Mietvertrag gehen weiter", sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag. Das Land werde sich aber vertraglich absichern, damit die Gebäude nach den Vorstellungen des Ministeriums hergerichtet werden. Denn Recherchen von NDR Info hatten ergeben, dass die ehemalige Kaserne mit Giftstoffen belastet ist.
Kein Wunder, dass Experten die Kosten für eine Umwandlung der ehemaligen Kaserne auf eine bis zu zweistellige Millionensumme schätzen. Im sogenannten Businessplan der jetzt als Eigentümerin ins Grundbuch eingetragenen Firma Princess of Finkenwerder wurden lediglich 1,5 Millionen Euro als notwendige Summe genannt. Mit dem Papier, das NDR Info vorliegt, hatte sich Princess of Finkenwerder auf Investorensuche begeben. Es trägt den Titel "Rommel-Kaserne 2.0" und wird bezeichnet als "Investment-Memorandum Bergstraße 27". Es sollte offenbar hohe Gewinnerwartungen bei potenziellen Geldgebern wecken. Auf 14 Seiten wurde die Investitionslage über den grünen Klee gelobt - und nicht alles, was da zu lesen ist, spricht für eine präzise Realitätswahrnehmung: "Fundierte Gespräche und Verhandlungen mit den Verantwortlichen aus Innenministerium und Kreis stehen unmittelbar vor erfolgreicher Einigung" heißt es dort. Der Vermietungsbeginn ist in dem Papier für Juni 2015 avisiert. Bislang ist man von einer Einigung weit entfernt. […]
Geradezu märchenhaft sind die Gewinnerwartungen in dem genannten Papier: Die eingesetzten 1,5 Millionen Euro sollen innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt werden können. Das Papier geht davon aus, dass pro untergebrachtem Flüchtling 48 Euro pro Tag eingenommen werden - pro Jahr würden daraus 8,6 Millionen Euro. Eine Zahl, die erkennbar viel mit Fantasie zu hat - denn bis heute ist noch nicht einmal klar, auf welcher Berechnungsgrundlage das Land eventuelle Zahlungen leisten würde. Nicht erwähnt wird in dem Papier auch, dass das für insgesamt rund 160.000 Euro erworbene Areal hoch belastet ist: Im Grundbuch sind 19 Sicherungshypotheken verschiedener Gläubiger eingetragen - mit einem Gesamtwert von rund 380.000 Euro.
Nicht einmal der Ort des Geschehens wird im Businessplan korrekt benannt: Osterode wird dort "Osterrode" geschrieben. Als Ansprechpartner für das Investmentpapier wird Wolfgang Koch genannt, maßgebender Protagonist der Princess of Finkenwerder und Verhandlungspartner des niedersächsischen Innenministeriums, wenn es um die mögliche Erstaufnahmestelle in Osterode geht. Angegeben ist dort lediglich eine Mobilnummer. Koch war am Mittwochabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
- Flüchtlingsheim: Zweifel an Schweigers Partner (Stefan Schölermann, NDR Info, 17.08.2015)
Die Pläne waren hochfliegend: Man wolle etwas Positives schaffen, das die Stadt weiterbringt. Das sagte der Unternehmer Wolfgang Koch, kurz nachdem er das Areal auf dem Gelände der ehemaligen Rommel-Kaserne in Osterode in einer Zwangsversteigerung im November 2014 für rund 160.000 Euro erworben hatte. Seit auch noch der Schauspieler Til Schweiger als Mentor im Boot ist, wird das heruntergekommene Kasernengemäuer in den Medien als künftiges Vorzeigeflüchtlingsheim in Niedersachsen gepriesen. Das Modell: Koch und seine Firma Princess of Finkenwerder bringen die Kaserne wieder in Top-Zustand - das Land mietet dann das rund 80.000 Quadratmeter große Areal, um dort ein Flüchtlingsheim betreiben lassen zu können.
Ein Blick in die Bücher von Wirtschaftsauskunfteien lässt allerdings Zweifel aufkommen, ob aus diesen Plänen jemals Wirklichkeit wird - zumindest mit dem Stader Geschäftsmann Wolfgang Koch und seinem Firmengeflecht als Partner. Nach übereinstimmenden Rechercheergebnissen von NDR Info und der Zeitung "Die Welt" sind Zweifel an der Seriosität von Koch und seinen Firmen offenbar angebracht. Die angesehene Wirtschaftsauskunftei Creditreform bescheinigt Princess of Finkenwerder einen deutlichen Negativwert, wenn es um die Bonität geht. Creditreform beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass die Firma als möglicher Kreditnehmer innerhalb eines Jahres ausfällt, auf 96 Prozent.
Hubert Meyer, Geschäftsführer des niedersächsischen Landkreistages, bekräftigte am Freitag erneut seine Forderung nach 120 Millionen Euro Soforthilfe für die Kommunen zur Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen. Die jährliche Zahlung des Landes Niedersachsen an die Kommunen je Flüchtling müsse von 6.195 auf 10.000 Euro angehoben werden, so Meyer. Dass die Kommunen finanzielle Unterstützung brauchen, betonte die FDP-Landtagsabgeordnete Sylvia Bruns bereits vor der Konferenz. "Ich finde, wir sollten uns dringend um die Menschen kümmern, die hier Asyl suchen. Das hat aber Kosten zur Folge." Pistorius zeigte sich offen für eine Erhöhung der Pauschale. Er stellte aber auch klar, dass die Kommunen nicht alle Ausgaben für die Flüchtlinge ans Land weiterreichen könnten. Die Aufnahme der Hilfesuchenden sei eine nationale Aufgabe, zu der neben Bund und Land eben auch die Kommunen einen eigenen Beitrag leisten müssten.
- Privatbetreiber und Söldner für die Erstaufnahmeeinrichtung Osterode? (Flüchtlingsrat Niedersachsen, 31.03.2015) Im November 2014 waren sie noch ein Herz und eine Seele: Der Geschäftsführer des Stader Unternehmens „Princess of Finkenwerder“ und sein „Partner“ Jan Karras aus Hamburg stellten der Öffentlichkeit ihre Pläne ihre Pläne zum Umbau der brachliegenden Osteroder Kaserne vor (s. Harzkurier vom 21. November 2014, PDF). „Wir bauen die Gebäude entsprechend aus und vermitteln sie dann an unsere Kunden weiter“, erläuterte Koch die Geschäftsidee.
Schon damals vermuteten Anwohner_innen, die Kaserne solle in eine Flüchtlingseinrichtung umgewandelt werden. Sie sollten Recht behalten: Innenministerium und Stadt luden Ende Februar zu einer Informationsveranstaltung am 16. März ein und erläuterten ihre Pläne, in Osterode eine fünfte Aufnahmeeinrichtung zu schaffen.
Die Reaktionen der Bürgerinnen und Bürger sind bemerkenswert: Die Einrichtung selbst stößt auf weitestgehende Akzeptanz, viele Osteroder äußern – auch in Leserbriefen – ihre Hilfsbereitschaft. Auf erhebliche Vorbehalte stößt jedoch die Betreiberfirma (siehe Harzkurier 18. März: Bürger äußern sich skeptisch über Betreiber, PDF). Es erscheint in der Tat erklärungsbedürftig, warum die Landesregierung die staatliche Aufgabe, eine Erstaufnahme von Flüchtlingen und ihre Verteilung auf die Kommunen zu gewährleisten, einem Privatunternehmen übertragen will. Der dafür vorgesehene Generalunternehmer, die Hamburger Princess of Finkenwerder GmbH & Co KG, besitzt weder Erfahrungen noch Qualifikationen für die Übernahme einer solchen Aufgabe. Im Übrigen verlangt die Durchführung einer solchen Aufgabe eine strikte Orientierung am Gemeinwohl – das verträgt sich schlecht mit dem Ziel, über den Betrieb einer solchen Einrichtung private Gewinne zu erwirtschaften. - Dubiose Gemengelage (taz, 23.03.2015)
MIGRATION Ein Flüchtlingsheim in Osterode soll von einer privaten Firma geleitet werden. Deren Partner betreibt eine Söldner-Agentur
Der Geschäftspartner des künftigen Betreibers einer Flüchtlingsunterkunft in Osterode leitet eine Söldner- und Sicherheitsagentur. Für die Linke im Kreistag ist diese Gemengelage "unseriös und beinahe schon zynisch".
In der ehemaligen Osteroder Rommel-Kaserne soll die fünfte Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des Bundeslandes entstehen. Das Areal gehört der Firma "Princess of Finkenwerder" mit Sitz in Stade. Die Landesregierung hat bestätigt, dass das Unternehmen auch Betreiber des Heims werden soll.
Zunächst äußerten die Bürgerinitiative "Für Osterode" und der evangelische Kirche Bedenken, weil die Firma keine Erfahrung mit der Leitung von Flüchtlingsheimen habe. Der Kreistagsabgeordnete der Linken Frank Kosching verweist darauf, dass die anderen niedersächsischen Erstaufnahmelager vom Land selbst und von der Diakonie geleitet werden.
"Land und Diakonisches Werk haben Gemeinwohlaufgaben zu erfüllen, die Princess of Finkenwerder ist dagegen ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das davon lebt, Gewinne zu erwirtschaften", sagt Kosching. Daraus ergebe sich "notwendigerweise ein Interessenkonflikt beim Betrieb des Lagers."
- Heldenstatus in der Schwebe (Milena Hassenkamp, ZEIT Online, 12.08.2015) Til Schweiger könnte Deutschlands George Clooney werden. Aber so, wie die Debatte um sein Vorzeigeheim im Harz gerade läuft, hat er noch einen weiten Weg vor sich.
Ätschibätsch. Fast so klingt Til Schweigers jüngst verkündete Idee, ein "Vorzeige-Flüchtlingsheim" zu bauen, mit Freizeitangebot und Traumatherapie. Damit wollte er all jene Facebook-Kommentatoren ruhigstellen, die ihn "so richtig ankotzen". Nämlich all jene, die seinen Spendenaufruf für Flüchtlinge aus fremdenfeindlichen Gründen ablehnten oder ihn als Heuchelei bezeichneten. Der Schauspieler und Filmproduzent wollte mit seiner Aktion zeigen: Er redet nicht nur, sondern er tut auch etwas. Das ist die eine Sache.
Eine andere Sache sind die Umstände, unter denen das Projekt entstand. Bereits 2014 kaufte Schweigers Freund Wolfgang Koch, beziehungsweise dessen Firma Princess of Finkenwerder, die Rommel-Kaserne in Osterode. Ein gewisser Jan Karras sollte sich mit seiner Firma Greenzone Consulting um die Sicherheit kümmern. Zum einen ist Karras bereits für Schweigers persönliche Sicherheit verantwortlich, zum anderen für private Sicherheitseinsätze in Konfliktländern wie Afghanistan – Gebiete also, aus denen Flüchtlinge in das neue Vorzeigeheim einziehen könnten. Nach allerlei Kritik ist Jan Karras mittlerweile aus dem Projekt ausgeschieden. Vielleicht war er ein Sicherheitsrisiko für Schweigers saubere Idee.
Doch selbst Deutschlands Vorzeigefilmstar hat eigene Beziehungen zum ehemaligen Kriegsgebiet. 2012 flog er nach Afghanistan, um den deutschen Truppen seinen neuen Film Schutzengel über einen Afghanistan-Heimkehrer vorzuführen und um "seine Verbundenheit mit den in Afghanistan eingesetzten Soldatinnen und Soldaten" zu zeigen. Die Reaktionen der Soldaten auf den Film wurden später zu einem rührigen Trailer geschnitten, der den gescheiterten Bundeswehreinsatz in Afghanistan, der politisch höchst brisant war, in eine seichte Komödie verwandelte.
- LINKE im Kreistag Osterode gegen Zusammenarbeit mit Kaserneneigentümer „Princess of Finkenwerder“ (DIE LINKE, 18.03.2015)
DIE LINKE im Kreistag Osterode lehnt den Betrieb des geplanten Erstaufnahmelagers durch den Eigentümer der ehemaligen Rommelkaserne, die Princess of Finkenwerder GmbH, unter den gegebenen Umständen ab. Kreistagsabgeordneter Frank Kosching: „Die Rommelkaserne wäre ideal für die menschenwürdige Unterbringung von an Leib und Leben bedrohten asylsuchenden Menschen. Wir würden es sehr begrüßen, wenn eine entsprechende Nutzung möglich wäre. Aus unserer Sicht ist dies jedoch mit dem gegenwärtigen Eigentümer nicht seriös machbar. Das Land Niedersachsen arbeitet offenbar mit einer Firma zusammen, die aus unserer Sicht unqualifiziert und unseriös ist.“
- Warum Til Schweiger ein Flüchtlingsheim baut (L. S. Gabriel, Politically Incorrect, 03.08.2015) Til Schweiger, der Schauspieler, den keiner versteht, möchte zumindest von allen geliebt werden. Da er neuerdings aber sein Publikum beschimpft und nun auch noch ruchbar wurde, in welch skrupelloser Art und Weise sich dieser selbstverliebte Bessermensch offenbar an anderen bereichert und das auch noch als gute Tat verkaufen will, wird es wohl immer schwerer werden Applaus zu bekommen. Er will ein „Vorzeige-Flüchtlingsheim“ bauen, tönt der Mime, der erst vor kurzem völlig ausrastete, weil viele Kommentatoren auf seiner Facebookseite nicht vor Ehrfurcht zerflossen, als er einen Spendenaufruf für Illegale unterstützte. Im Gegenteil, die Menschen diskutierten über das sattsam als undankbar bekannte Verhalten der Asylforderer und zweifelten an Schweigers Realitätssinn.
aus einem Thread in politikforen.net: Herr Schwaiger hat die Kaserne Anfang 2014 recht preiswert zusammen mit Freunden vom Bund erworben. Er versucht schon seit längerem die Kaserne als Flüchtlingsheim nutzen zu dürfen. Die Verhandlungen mit den Behörden stocken aber wohl seit einiger Zeit. Das Land Niedersachsen zahlt mittlerweile 8.200 Euro Miete pro Flüchtling pro Jahr. Das sind bei einer Aufnahmekapazität von 600 Flüchtlingen rund 4.900.000 € Einnahmen pro Jahr für Herrn Schwaiger und Freunde. Nach Abzug der Kosten wird ein sehr ordentlicher Gewinn übrigbleiben. Es ist eine Geldanlage mit hoher Rendite. Was ich nicht verstehe ist, dass von verschiedenen Seiten der Eindruck erweckt wird, dass es sich um eine spontane Entscheidung von Herrn Schwaiger handelt. Was ich ebenfalls nicht verstehe, in der Presse werden die von mir oben aufgeschriebenen Informationen nur vereinzelt gebracht. Dabei sind diese nachprüfbaren Fakten aus meiner Sicht zum Verständnis der Geschichte elementar. mein Kommentar: darüber, daß Til Schweiger die Kaserne gekauft hat, habe ich nirgendwo im Netz was gefunden. Jetzt muß er sich auch gegen Falschmeldungen verteidigen! - zum Schluß noch drei Posts von Schweigers Facebook-Seite: »Hat dieser Til Schweiger überhaupt eine Genehmigung sich für Flüchtlinge einzusetzen? Ist das überhaupt schon gesetzlich geregelt, wer das darf und wer nicht? Da MUSS es doch einen juristischen Rahmen geben! Ein Amt! Eine Behörde, die das reglementiert! Wo kommen wir denn hier hin, wenn sich jeder einfach so für Flüchtlinge einsetzen kann? Freunde, das hier ist immer noch Deutschland! Da kann doch nicht einfach jeder Gutes tun wie er lustig ist.« (Ingmar Stadelmann) »Es git sicherlich irgendwo einen 53-doppelseitigen Antrag inlusive 4-seitigem Kleingedruckten in dem man Herkunft, Religion, Schuhgröße und Stuhlgang angeben muss, damit man sich sozial engagieren darf.« (Nadine Grohe)
»Ein Blick in die Kommentarspalten, und Du weißt, weshalb es Schuhe mit Klettverschluß auch für Erwachsene gibt.« (Til Schweiger) Cheech & Chong - Lost Due to Incompetence (Theme For A Big Green Van) [2:48]
Veröffentlicht am 15.03.2014
More cool music from 'Up in Smoke'. (deutscher Titel: Viel Rauch um nichts) Written by Danny Kortchmar.
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
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