Sonntag, 28. Juli 2019

Ein Frugalist spart sich reich

Die Menschen jagen dem Geld hinterher, um zu leben, mitzuhalten, sich selbst zu verwirklichen. Oliver Noelting hat das Hamsterrad verlassen. Der 30-jährige Software-Entwickler lebt als "Frugalist". Das kommt vom englischen "frugal" und bedeutet so viel wie genügsam, sparsam oder schlicht. Das Ziel dabei: Sich reich sparen, um mit 40 in Rente zu gehen. Doch eigentlich geht es um etwas ganz anderes, wie Noelting im Interview erzählt.
n-tv.de: Sie sparen 60 bis 70 Prozent Ihres Einkommens. Ist das nicht nur Verzicht, Verzicht, Verzicht?
Oliver Noelting: Ich habe null das Gefühl, auf irgendetwas zu verzichten. Im Gegenteil, meine Idee ist, etwas aus meinem Leben zu machen, ein möglichst erfülltes Leben zu leben und nicht ständig das Gefühl zu haben, sich etwas zu verkneifen.
Wie kriegen Sie das hin?
Der Blogger "Finanzwesir" hat einmal geschrieben, es sei einfacher, 50 Prozent zu sparen als 10 Prozent. Wenn man 10 Prozent spart, nimmt man eher den Gebraucht- als den Neuwagen, man geht nur einmal statt zweimal die Woche ins Restaurant. Man schränkt sich eben etwas ein. Wer aber 50 Prozent spart, der hat eine Lebensstilentscheidung getroffen. Der sagt: "Ich mache mein Lebensglück nicht davon abhängig, wie viel Geld ich ausgebe." Ich gebe dadurch automatisch weniger aus, ohne dass ich das Gefühl habe, mir irgendetwas verkneifen zu müssen. Bei mir ist das auch so.
Aber gerade wenn man wenig Geld hat, kann man sich vieles eben nicht leisten. Wie kann weniger Geld die Lösung des Problems sein?
Ich würde nicht sagen, dass es mit wenig Geld besser ist als mit viel Geld. Aber man kann mit wenig Geld ein glückliches oder ein unglückliches Leben führen und man kann auch mit viel Geld ein glückliches oder ein unglückliches Leben führen. Das Lebensglück hängt gar nicht so sehr von den Ausgaben ab. Und wenn ich die Wahl habe, gebe ich doch lieber weniger Geld aus. Dann muss ich auch weniger für Geld arbeiten gehen und kann mehr für meine Freizeit einsetzen. Es geht darum, zu identifizieren, was die Sachen sind, die mich glücklich machen, die ich mehr machen möchte und was Dinge sind, die man mit wenig Geld herstellen kann, die ich nicht kaufen muss.
mehr:
- Frugalist spart sich reich: "Die Rente mit 40 ist nur ein Nebeneffekt" (n-tv, 28.07.2019)


KenFM im Gespräch mit: Robert Fitzthum (“China verstehen: Vom Aufstieg zur Wirtschaftsmacht und ...)

KenFM im Gespräch mit: Robert Fitzthum (“China verstehen: Vom Aufstieg zur Wirtschaftsmacht und ...) {1:51:10}

KenFM
Am 28.07.2019 veröffentlicht 
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China, 22.117 km Außengrenze, Atommacht und ein Staat mit ungefähr 1,4 Milliarden Menschen. Ein Land, so groß, vielseitig, progressiv und gegensätzlich, dass man es unmöglich in einem Menschenleben erfassen kann – geschweige denn in einem einzigen Interview. Versuchen kann man es trotzdem. Vor allem, wenn man einen Gesprächspartner vor sich hat, der seit Jahren in China lebt und Vollkontakt zur Bevölkerung hat.
Robert Fitzthum studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien und ist Beobachter der innen- und außenpolitischen Entwicklungen Chinas.
Im Gespräch mit KenFM beschreibt er nicht nur Chinas Status als Weltmacht, sondern auch seine wirtschaftlichen Interessen in anderen Ländern. Ein Kernthema hierbei ist die neue Seidenstraße, die von westlichen Industrien und Politikern weitestgehend ignoriert wird. Diese riesige, wirtschaftliche Verbindung birgt ein enormes Potenzial, um die Weltwirtschaft grundlegend zu verändern. „Made in China“ ist nicht mehr nur ein Symbol für billig gemachtes Handwerk – längst hat der technologische Fortschritt viele westliche Länder um Längen überholt.
Schon allein die nackten Zahlen beeindrucken: Wenn auf dem europäischen Markt mit „peanuts“ gehandelt werden würde, müsste man die Güter, die über die neue Seidenstraße kommen werden, wohl allein aufgrund der Menge als riesige Erdnussplantagen bezeichnen.
Die EU jedoch beteiligt sich an diesem Großprojekt nicht und möchte das sogar anderen Nicht-EU-Mitgliedern untersagen. Das ist Kapitalismus „at its best“: Denn gut ist nach EU-Denke nur, wenn sich der eigene Säckel füllt und niemals der der anderen. Dass diese Rechnung in einer globalisierten, multipolaren Welt nicht aufgeht und sogar der eigenen Bevölkerung schadet, sollte eigentlich jedem klar sein. Dennoch wird weiter am Prinzip der Konkurrenz festgehalten, statt sich zu vernetzen und zu organisieren.
Was hätten wir wohl für eine Welt, in der alle Länder zusammenarbeiten würden, jedes sein eigenes Potenzial zu 100 % ausschöpfen und technologischer Fortschritt mittels Teamwork und Austausch befruchtend wirken würde? Vielleicht eine Welt ohne Mangel, Hunger und Gewalt? Träumen wir uns 111 Minuten ins Reich der Mitte und versuchen wir auch China zu verstehen.
Inhaltsübersicht:
0:04:06 Ein Buch über China
0:12:45 Soziale, wirtschaftliche und innenpolitische Stimmung in China
0:21:31 Alltagssituationen
0:29:32 Die neue und die alte Seidenstraße
0:38:40 Glück, Konfuzius und Alibaba
0:53:37 Geschäfte auf dem afrikanischen Kontinent
1:04:39 Inselstreit und Seerecht
1:14:07 China in seiner Entwicklung stören
1:39:00 China verstehen, Zusammenarbeit stärken
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Samstag, 27. Juli 2019

Die letzte Schlacht

Die umkämpfte syrische Provinz Idlib wäre längst befriedet, würden die Dschihadisten nicht von westlichen Mächten unterstützt.

Aus Idlib wird nach wie vor von schweren Kämpfen und Menschenrechtsverletzungen berichtet. Die Lesart in westlichen Medien ist meist, dass Zivilisten und gutwillige „Rebellen“ von Truppen des Assad-Regimes drangsaliert werden. Doch wie so oft stellt dies eine grobe Verzerrung der Realität dar. In Idlib halten sich noch immer Tausende von islamischen Extremisten auf, die eine Khalifat zu errichten versuchen. Syrische und unterstützende russische Truppen versuchen die Zone zu befreien und so ein Ende der Kampfhandlungen herbeizuführen. Doch westliche Mächte halten ihre schützende Hand über die Dschihaddisten. Sie wollen verhindern, dass die Kämpfer „in alle Richtungen zerstreut“ und so zu einer Gefahr auch für Europa werden.

Kaum ein Tag vergeht, an dem in hiesigen Medien nicht etwas über neue Katastrophen in der nordwestsyrischen Provinz Idlib steht. Zuletzt titelte die Deutsche Presseagentur (dpa): „UN: Regierungsoffensive in Syrien vertreibt mehr als 400.000 Menschen.“ Die Botschaft ist klar: Zivilbevölkerung und „Rebellen“ werden von der syrischen Armee niedergemacht.

Die Agentur beruft sich auf den UN-Vertreter in Damaskus, der zum monatlichen Bericht des UN-Büros für Nothilfe (OCHA) Stellung bezog. Zitiert wird auch die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, die am Freitag der syrischen Regierung und ihren Verbündeten (Russland, Iran, kl) vorwarf, Kliniken, Schulen und andere zivile Infrastruktur anzugreifen. Weil das so häufig geschehe, seien die Angriffe kein Zufall und damit Kriegsverbrechen, so Bachelet. Auf die wiederholten Reaktionen Russlands zu den Vorwürfen, ging sie nicht ein (1, 2).

Dem Bericht wurde eine Liste von Angriffen zwischen dem 16. und 25. Juli beigefügt, die ausschließlich das Gebiet der Al-Qaida-nahen Organisation Hayat Tahrir al Sham (HTS) und mit dieser verbündeten Kampfverbänden trafen. Diese Gruppe, die von der UNO als Terrororganisation gelistet ist, wird von der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte nicht erwähnt. Immerhin hatte schon der frühere US-Beauftragte für den Anti-IS-Kampf Brett McGurk 2017 darauf hingewiesen, dass vor den Toren der Türkei in Idlib ein „Sicherer Hafen für Al Qaida“ entstanden sei, siehe auch weiter unten.

Auf die Opfer jenseits der HTS-Gebiete geht Bachelet in einem Nebensatz ein. Ihr lägen Informationen von drei Angriffen vor, bei denen 11 Zivilisten getötet wurden, die zwischen dem 21. und 23. Juli von „nicht-staatlichen bewaffneten Gruppen in dem von der Regierung kontrollierten Gebiet“ verübt worden seien. Trotz einer Deeskalationsvereinbarung 2017 und einer vereinbarten entmilitarisierten Zone 2018 seien Idlib und die umliegenden Gebiete einer „schweren militärischen Eskalation“ ausgesetzt.

Das ist richtig, doch jeder Journalist und jede Journalistin müssen sich angesichts einer solchen Erklärung fragen, was ist da los? Warum funktioniert die Deeskalation nicht, warum wird in der entmilitarisierten Pufferzone um Idlib herum so schwer gekämpft? Worum geht es, wurde etwas getan, um die Zivilbevölkerung zu schützen? Was sagt die syrische Armee, was ihre Verbündeten zu den Vorwürfen?

Der folgende Text geht auf die Hintergründe, Entwicklungen und Stellungnahmen ein.

mehr:
- Die letzte Schlacht (Karin Leukefeld, Rubikon, 27.07.2019)
siehe auch:
- Die US-imperiale Strategie, der »Zwang« Kriege führen zu müssen und die Manipulation der öffentlichen Meinung (Post, 16.12.2018)

Die Verantwortungslüge

Der Neoliberalismus missbraucht unser Verantwortungsgefühl, um uns die Schuld für sein Versagen aufzuhalsen.

„Es liegt an dir“, hören wir landauf, landab. Oder: „Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.“ Das klingt so gut und ist so gut gemeint, dass sich sehr viele den Schuh anziehen und sich mit Schuldgefühlen plagen. Unser Verantwortungsbereich scheint immer mehr zu wachsen, während durch die autoritäre Politik der Mächtigen unser tatsächlicher Einfluss nach und nach schrumpft. Der Einzelne wird dazu angehalten, durch ethische Konsumentscheidungen auf eigene Kosten die Fehler von Politik und Wirtschaft zu korrigieren. Von „Eigenverantwortung“ wird immer dann gesprochen, wenn sich die Institutionen aus der Verantwortung zurückziehen. Und wenn sie uns eine Verschlimmerung unserer Situation aufzwingen wollen. Somit ist Eigenverantwortung heutzutage vor allem das Lieblingswort der Verantwortungslosen.

„Ein bisschen Eigenverantwortung finde ich schon richtig“, sagte mein Zahnarzt, als er mir die hohe Rechnung präsentierte. Meine Krankenkasse würde davon keinen Cent übernehmen. Auch der ehemalige FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle forderte mehr Eigenverantwortung. Für die Pflegeversicherung solle — wie schon bei der Rente — jeder selbst vorsorgen. Auf dem Arbeitsmarkt gilt schon längst: „Fördern und Fordern“. Der geringe Hartz IV-Satz soll „die Eigenverantwortung des Leistungsempfängers stärken“.

Das hört sich gut an. Scheinbar steht dahinter das Ideal einer autonomen Persönlichkeit. Man befreit sich aus Abhängigkeiten und trifft für sein Leben Entscheidungen. Geht es schief, trägt man dafür die Verantwortung. Ich bin gerührt, dass sich Menschen wie Brüderle und mein Zahnarzt so für meine Entwicklung zu einer reifen Persönlichkeit engagieren.

Haben wir es uns bisher etwa zu leicht gemacht? Angela Merkel jedenfalls wirft uns vor: „Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt.“ Prinz Charles setzt eins drauf: „Wir zerstören die Klimaanlage unseres Planeten.“ Dirk Fleck, Autor eines Ökothrillers, nennt uns pauschal die „Tätergeneration“. Wir zerstören mit unserer Art zu leben und zu wirtschaften die Lebensgrundlagen unserer Nachkommen. Das bedrückt mich umso mehr, als ich ja schon von Geburt an dem Tätervolk (Deutschland) und dem Tätergeschlecht (Männer) angehöre. Erdrückend viel Schuld für einen eigentlich ziemlich harmlos wirkenden Typen. Ich schlafe in letzter Zeit schlecht.

mehr:
- Die Verantwortungslüge (Roland Rottenfußer, Rubikon, 27.07.2019)
siehe auch:
»Ich sehe Mistgabeln« – Menschen ohne Ansprechpartner (Post, 23.01.2019)
- Die Neoliberalisierung der Universität (Post, 24.08.2016)

Naher Osten: Jetzt machen diese Russen auch noch einen konstruktiven Vorschlag…

Russlands Vorschlag für die Sicherheit in der Golfregion läuft gegen die Herrschaftsinteressen der USA und ihrer Partner
Bislang haben sich Russland und China zu den Tanker-Zwischenfällen im persischen Golf mit Einlassungen zurückgehalten. Einzig bei der Festsetzung des britischen Tankers Stena Imperio durch iranische Revolutionswächter ließ die Aussage des stellvertretenden russischen Außenministers Sergei Rjabkow aufhorchen, weil sie eindeutig Position bezog und eine Formulierung benutzte, mit der Irans Führung die Festsetzung des iranischen Tankers Grace 1 vor Gibraltar bezeichnet: "Piraterie".
Rjabkow machte in seinem Statement deutlich, dass man im russischen Außenministerium die Argumente der iranischen Seite im Konflikt über die beiden Tanker überzeugender finde als "London und Gibraltar". Immerhin: Die USA wurden mit keinem Wort erwähnt und es war auch nicht der Chef des Außenministeriums, Lawrow, der die Situation kommentierte. Eine deutliche Botschaft war es trotzdem.
mehr:
- Keine "Arab Nato", sondern eine Nahost-OECD (Thomas Pany, Telepolis, 27.07.2019)

Russland, Iran, Türkei: Neue Machtverhältnisse im Nahen Osten? {2:41}

euronews (deutsch)
Am 17.08.2016 veröffentlicht 
Russische Flugzeuge im Kampfeinsatz über Syrien - gestartet sind sie von iranischem Boden aus. Diese Nachricht machte Diplomaten allerorten hellhörig. "Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge nahmen die russische Maschinen Ziele der Miliz Islamischer Staat und der al-Nusra-Front in Syrien ins Visier.":http://eng.mil.ru/en/news_page/countr...

Hip-Hop lässt Käse fruchtiger schmecken

"Handkäs mit Musik" kennt man aus Hessen, aber Hip-Hop-Käse? Klingt abwegig - aber Schweizer haben tatsächlich Käselaibe beschallt, mit Musik von Mozart, Led Zeppelin und Eminem, monatelang. Mit erstaunlichen Ergebnissen.
Käse und Musik, da denkt so mancher wohl an den "Handkäs" aus Hessen, der wegen der Geräusche beim Verdauungsprozess den Zusatz "mit Musik" trägt. Aber die Schweizer sind jetzt einem ganz anderen Phänomen auf der Spur. Sie testen, ob die Beschallung von Käselaiben im Reifungsprozess den Geschmack beeinflusst.
Angefangen hat alles als Kunstprojekt an der Hochschule der Künste in Bern. "Wir wollten die Studierenden in die Welt hinausschicken, damit sie Projekte außerhalb der Hochschule realisieren. Sie sollten sich mit praktischen Problemen befassen", sagt Christian Pauli, Kommunikationsleiter und Projektverantwortlicher der Hochschule. Bei der Suche nach solchen Projekten kam Beat Wampfler ins Spiel, Tierarzt aus Burgdorf im Emmental und Hobby-Käsehändler.
"Menschen und Tiere reagieren auf äußere Einflüsse wie Musik - warum sollen Schallwellen nicht auch die Mikroorganismen im Käse beeinflussen - das habe ich mich schon länger gefragt", erzählt Wampfler in seinem unterirdischen Käselager in Burgdorf, untermalt von Klängen von Eminem und einer Volksmusikband. Die feuchte Luft riecht erdig, perfekte Bedingungen für das monatelange Reifen der riesigen Käselaibe. Die Hochschule und der Hobbykäser fanden zusammen und so stürzten Studierende sich mit Michael Hardenberg, Dozent für Musikalische Gestaltung und Medientheorie, in das Projekt.
mehr:
- Blödsinn oder Wissenschaft? Hip-Hop lässt Käse fruchtiger schmecken (n-tv, 27.07.2019)

Von Mozart bis Techno: Lässt Musik Schweizer Käse besser reifen? {1:33}

faz
Am 15.12.2018 veröffentlicht 
Wird Emmentaler Käse schmackhafter, wenn er bei der Reifung mit Musik beschallt wird? Dieser ungewöhnlichen Frage gehen in der Schweiz Forscher der Hochschule der Künste Bern mit einem Käsemacher nach. © AFP, DPA

Waren Nazis am Reichstagsbrand beteiligt?

Als 1933 der Reichstag brannte, verurteilten die Nazis einen Holländer zu Tode – und nutzten die Gelegenheit, um die Grundrechte außer Kraft zu setzen. Neu aufgetauchte Dokumente legen indes eine Mittäterschaft der Nazis nahe. Nicht weniger brisant: Warum dies so lange unentdeckt blieb.
Historiker streiten seit Langem darüber, wer tatsächlich den Reichstagsbrand von 1933 legte. Unbestritten ist hingegen seine Bedeutung: Die Nazis nahmen den Brand zum Anlass für den Griff nach der absoluten Macht. Eine neu aufgetauchte eidesstattliche Versicherung eines damaligen Mitglieds der Sturmabteilung (SA) der NSDAP deutet nun auf eine Beteiligung der Nationalsozialisten hin - und entlastet den für den Brand zum Tode verurteilten niederländischen Kommunisten Marinus van der Lubbe.


Das Dokument, aus dem das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" zitiert, stammt aus den Archiven des Amtsgerichts Hannover. Ihm zufolge sagte der ehemalige SA-Mann, er habe van der Lubbe, der einen benommenen Eindruck machte, mit einem Auto von einem SA-Lazarett zum Reichstag gefahren. Bei der Ankunft dort sei ihm und seinen Kollegen aufgefallen, "dass ein eigenartiger Brandgeruch herrschte und dass auch schwache Rauchschwaden durch die Zimmer hindurchzogen". 
Später, so erklärt der SA-Mann in seiner Versicherung, hätten er und seine Kameraden gegen die Verhaftung van der Lubbes protestiert. "Weil nach unserer Überzeugung van der Lubbe unmöglich der Brandstifter gewesen sein konnte, da ja nach unseren Feststellungen der Reichstag schon in Brand gesetzt sein musste, als wir van der Lubbe dort ablieferten." 
mehr:
- Erklärung von SA-Mann entdeckt: Waren Nazis am Reichstagsbrand beteiligt? (n-tv, 27.07.2019) 
siehe auch:
- Der Faschismus-Coup (Hermann Ploppa, Rubikon, 03.08.2019)

Die Machtergreifung (2): Der Brand - History (ZDF) (1/3) (01.02.2013) {1:04:16}

Armando Langham
Am 31.10.2017 veröffentlicht 
Der Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933 kam Hitler und den Nazis gerade recht. ZDF-History über die Auflösung der Weimarer Republik.

Gemeinsam gegen Russland – vor über 150 Jahren … (Krim Teil II)

Sewastopol, von den Russen gegründet, von den Russen verwaltet, von den Russen verteidigt. Ein persönlicher Augenschein vor Ort.
Sewastopol, die Stadt des Widerstands bis zum bitteren Ende! Mit heute 400'000 Einwohnern die grösste Stadt auf der Halbinsel Krim, Sewastopol stand immer wieder im Zentrum der europäischen Geschichte und ist nicht zuletzt deshalb eine echte Sehenswürdigkeit – heute mehr denn je.
Sewastopol war das Zentrum des Krimkrieges, der, erstmals in der Weltgeschichte, ein richtiger Weltkrieg war, kein Krieg zwischen zwei Mächten, sondern ein Krieg mit etlichen Alliierten: das Osmanische Reich zusammen mit den Briten, den Franzosen und den Piemontesen als Alliierte gegen das Russische Kaiserreich. Und es gab auch eine Kriegsfront gegen Russland in Europas Norden, wenn auch militärisch weniger von Bedeutung. 
Die Meeresbuchten von Sewastopol im Südwesten der Krim wurden schon im 7. Jahrhundert vor Christus von den Griechen besiedelt. Später übernahmen die Römer die Herrschaft und dann die Byzantiner. Nach der totalen Zerstörung der Stadt im 14. Jahrhundert und nach der Eroberung der Krim durch die Russen unter der Zarin Katharina die Grosse wurde die Hafenstadt im Jahr 1783 neu gegründet.
Eine russische – und eine heilige Stadt
«In gewissem Sinne wird Sewastopol immer zu Russland gehören. Das liegt nicht bloss daran, dass Russland es erbaut hat – eine majestätische steinerne Stadt voller südlicher Weiträumigkeit, in dessen blauen Buchten sich die Kriegsschiffe drängen. Sewastopol hat für zwei Dinge gesorgt, die Russland im Innersten heilig sind. Es ist eine zweifache Heldenstadt: einmal aufgrund der zehnmonatigen Blockade, als es den Nazis standhielt, und zum zweiten aufgrund seines zweijährigen Verteidigungskampfes gegen Grossbritannien, Frankreich und das Osmanische Reich im Krimkrieg. Und dazu hat Sewastopol noch etwas im tiefsten Sinne Heiliges in sich: Es war das Tor, durch das der Legende nach und vielleicht sogar in Wirklichkeit das Christentum in Russland eintrat.» So steht es in dem höchst informativen Buch «Black Sea» des britischen Historikers Neal Ascherson aus dem Jahr 1995 (dessen deutsche Übersetzung «Schwarzes Meer» leider nur noch antiquarisch erhältlich ist). 1995 – damals gehörte Sewastopol zwar nicht zur «Autonomen Republik Krim», sondern hatte einen Sonderstatus, aber seit Chruschtschows Geschenk im Jahre 1954 gehörte die Stadt ebenfalls zur Ukraine. Im Jahr 1997 dann wurde das «Problem» durch einen formellen Vertrag zwischen der Ukraine und Russland gelöst, wonach die Stadt und das Territorium Sewastopol mit seinem Kriegshafen wieder unter russische Kontrolle kam.
mehr:
- Gemeinsam gegen Russland – vor über 150 Jahren … (Krim Teil II) (Christian Müller, Info-Sperber, 27.07.2019) 
siehe auch:
Gleiwitz 2.0 – transatlantischer Kleber übt schon mal öffentlich für den Ernstfall (Post, 07.04.2019)
So schreiben die USA mit Sprache Geschichte: Die Krim wurde annektiert, die Golan-Höhen souverän kontrolliert (Post, 22.03.2019)
- Die Krimkrise und der Wortbruch des Westens (Post, 12.12.2014)
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Freitag, 26. Juli 2019

Rainer Mausfeld: Angst und Macht in kapitalistischen Demokratien

Rezension Der Neoliberalismus zerstört unsere Gesellschaften und die Demokratie. Rainer Mausfeld über Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien

Der Neoliberalismus ist m.E. die Krankheit unserer Zeit. Fast alle Bereiche unserer Gesellschaft – und es werden ständig neue davon erfasst – sind von dessen Geist, besser: Un-Geist, befallen. Das Perfide daran: Die mit dem Neoliberalismus in Verbindung stehenden Mechanismen, präziser: dessen Ideologie, wird den Menschen geradezu als Medizin verkauft, gepredigt, die uns vorgeblich voranbringt. Paradox: Eine Krankheit wird uns als Allheilmittel verordnet. Die zu Apologeten dieses „Allheilmittels“ gemachten oder gar – entsprechenden, wie auch immer gearteten Einflüssen erlegen – aus eigenem Antrieb dazu gekommenen Politiker sowie die ihnen kritiklos, liebedienernd zur Seite stehenden, ihnen nachplappernden, Papageienjournalisten – statt als Vierte Macht in der Demokratie zu handeln! – in unseren Mainstream- und „Leit“-Medien verkaufen diesen Neoliberalismus.

Wer es nicht schafft, ist selber schuld

Sie lassen die schon immer falsche „Volksweisheit“ aufscheinen: Jeder sei seines eigenen Glückes Schmied. Und wer’s halt nicht schafft? Der ist nicht nur raus, hat Pech gehabt, sondern – stärker als nie zuvor wird ihm heute vermittelt: Du bist selber schuld. Hast dich eben nicht genug angestrengt. So jemand begehrt in den seltensten Fällen auf. Er ist förmlich erschlagen von den Verhältnissen. Wem sollte er die Schuld für sein Versagen geben? Er sieht ja keine.

Die Mächtigen – ich meine hier nicht die uns regierenden, sondern die wahrhaft Mächtigen, welche ja die Ideologie des Neoliberalismus immer weiter vorantreiben, sind ja weitgehend unsichtbar. Sie haben keine Adresse. In früheren Zeiten hatten etwa die Ausgebeuteten, wenn der Guts- oder Fabrikherr den Bogen in Sachen Ausbeutung überspannt hatte diese Adresse. Und dann zogen sie schon mal mit Mistforken vor die Villa des Ausbeuters.

Manchmal entschlüpft den anscheinend Mächtigen auch einmal die Wahrheit

Und unter den anscheinend Mächtigen gibt es sogar manchmal welche, denen auch mal die Wahrheit entschlüpft. Einer von ihnen sagte das dann sogar offen in der ARD-Satiresendung „Pelzig“ am 21. Mai 2010 in der ARD. Der damalige bayerische CSU-Ministerpräsidenten Horst Seehofer sagte frank und frei von der Leber weg:

„Diejenigen die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden … und diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt.“

Oder der nun bald scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

mehr:
- ANGST und MACHT (Rezension de Buches von Rainer Mausfeld, Claus Stille, Freitag-Community, 26.07.2019)
siehe auch:
STANDPUNKTE • Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung (Rainer Mausfeld, Auszug aus dem Buch, 01.07.2019)
Rainer Mausfeld: Fortschreitende Ökonomisierung steigert Ängste in der Gesellschaft (Kathrin Hondl im Gespräch mit Rainer Mausfeld, SWR2, mp3, downloadbar, 27.06.2019)
"Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung" (Post, 02.10.2018)
Die Neoliberalisierung der Universität (Post, 24.08.2016)
- Heiner Flassbeck: Kapitalismus am Ende? Konsequenzen der neoliberalen Weltordnung (Post, 15.12.2015)

Rainer Mausfeld: Angst und Macht in kapitalistischen Demokratien {1:18:40}

weltnetzTV
Am 09.07.2019 veröffentlicht 
weltnetz.tv im Gespräch mit Rainer Mausfeld über sein neues Buch „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“
„Macht hat für den, der sie hat, viele Vorteile und für diejenigen, die ihr unterworfen sind, viele Nachteile, denn Macht erzeugt bei den ihr Unterworfenen Angst. Angsterzeugung wiederum ist ein Herrschaftsinstrument, und Techniken zum Erzeugen von gesellschaftlicher Angst gehören zum Handwerkzeug der Macht.“*v Pascal Luig sprach für weltnetz.tv mit Rainer Mausfeld über sein neues Buch „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“. Unter anderem wurden folgende Fragen diskutiert: Wie wird Angst in kapitalistischen Demokratien erzeugt? Wie werden wir dadurch manipuliert? Wie können wir uns davon befreien und welche Alternativen gibt es?
* Aus dem Klappentext des Buches: Rainer Mausfeld, Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien, Westend Verlag.
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KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld ("Warum schweigen die Lämmer?") {1:38:19 – Start bei 1:13:54 – Mausfeld: »All diese Programme […] sind dadurch erfolgreich, daß sie NICHT erfolgreich sind.«}

KenFM
Am 09.07.2019 veröffentlicht 
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Relativitätstheorie erneut bestätigt

Mit immer ausgefuchsteren Methoden prüfen Forscher Einsteins Relativitätstheorie: Und sie kommen zum gleichen Ergebnis.

Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie hat den nach Forscherangaben bislang umfassendsten Härtetest bestanden: Selbst unter den extremen Bedingungen im Umfeld eines supermassereichen Schwarzen Lochs behält die Theorie ihre volle Gültigkeit, wie ein US-Team im Fachblatt Science berichtet. Die Wissenschaftler um Andrea Ghez von der Universität von Kalifornien in Los Angeles beobachten seit 24 Jahren einen Stern, der eng um das gigantische Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße kreist. Dabei konnten sie jetzt die Gravitationsrotverschiebung nachweisen: Das Schwarze Loch macht durch seine extreme Schwerkraft das Sternenlicht rötlicher.
mehr:
- Rasender Stern am Schwarzen Loch: Einstein besteht weiteren Test (dpa, heise online, 26.07.019)

Astronomen bestätigen Einsteins Relativitätstheorie {2:19}

faz
Am 27.07.2018 veröffentlicht 
Ein Forschungsteam der Europäischen Südsternwarte in Garching hat erstmals feststellen können, dass sich ein Schwarzes Loch im Zentrum unserer Milchstraße genauso verhält, wie Albert Einstein es vor rund 100 Jahren vorhergesagt hat.
© REUTERS, FRED STEIN ARCHIVE
Link zum Video: https://www.faz.net/-gwz-9cr9k
Link zur Homepage: https://www.faz.net

WELT-THEMA: So erklärt Prof. Ulrich Walter das Phänomen der Schwarzen Löcher {12:28}

WELT Nachrichtensender
Am 10.04.2019 veröffentlicht 
Bislang gab es von Schwarzen Löchern nur Illustrationen. Jetzt haben Astronomen das erste Bild gemacht. Dafür waren gleich acht Observatorien notwendig. Im WELT-Studio ordnet der Astronaut und Wissenschaftler Prof. Ulrich Walter den Meilenstein der Weltraumforschung und Physik ein.
In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen.
Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team
Die WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg

Mein Kommentar:
Ich hab’s zwar nicht kapiert, aber es hört sich verdammt gut an! 😂

Weltraumschrott und Mount-Everest-Müll – Homo sapiens: erst müllen, dann denken…

Schon jetzt kreisen 5000 Satelliten um die Erde. Bald wird es noch enger im Weltraum. Denn längst nutzen Konzerne die Flugkörper für ihre Geschäfte. Dadurch wird es künftig auch mehr Weltraumschrott geben. Dieser kann fatale Folgen haben, mahnt die Esa.
Vom wenigen Zentimeter großen Würfel-Satelliten einer Universität bis zum US-Abhörmonster "NROL-32", dessen Antenne einen Durchmesser von 100 Metern haben soll: Etwa 5000 funktionsfähige und ausgediente Satelliten fliegen derzeit auf verschiedenen Umlaufbahnen über der Erde. Bald könnten es mehr werden - sehr viel mehr. Das wurde spätestens Ende Mai klar, als Elon Musks Raketenfirma SpaceX für ihr geplantes weltumspannendes Internet-Netz 60 Satelliten in den Orbit schoss.
Die Satelliten gehören zum Projekt Starlink, das in den kommenden Jahren aus bis zu 12.000 Satelliten bestehen könnte. Das erdumspannende Netz soll künftig auch entlegene Erdregionen mit schnellem Internet versorgen. Neben SpaceX plant auch das Kommunikationsunternehmen Oneweb zusammen mit Airbus Satellitenkonstellationen. Im Februar hatte eine Sojus-Rakete die ersten 6 von mehr als 600 Oneweb-Satelliten ins All befördert. Auch Amazon tüftelt an einem eigenen Projekt.
Mehr Satelliten bedeutet auch mehr Weltraumschrott. Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) geht schon jetzt von 934.000 Fremdkörpern aus, die um die Erde schwirren und größer als ein Zentimeter sind. Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen fliegen teils mit 28.000 Kilometern pro Stunde. "Bei diesen Geschwindigkeiten kann der Einschlag eines - selbst kleinen - Partikels auf den Satelliten eine unglaubliche Zerstörungswucht entfalten", sagt der Leiter des Esa-Büros für Raumfahrtrückstände, Holger Krag.
Klein heißt hier tatsächlich winzig: Bereits staubkorngroße Objekte können auf der Außenhülle eines Satelliten sichtbare Krater schlagen. Schon ab einem Millimeter Größe wird es gefährlich. "Besonders empfindliche Teile könnten dabei bereits kaputtgehen", sagt Krag. Ab einer Größe von einem Zentimeter kann man davon ausgehen, dass der Satellit nach dem Zusammenstoß nicht mehr funktioniert. "Die Energie, die dabei freigesetzt wird, entspricht ungefähr der Wirkung einer explodierenden Handgranate." Ist das Schrottteil mehr als zehn Zentimeter groß, wird der getroffene Satellit zertrümmert - und verschmutzt den Orbit mit weiteren Teilen.
mehr:
- Kollisionsgefahr im Weltraum – Im Orbit droht eine Satelliten-Schwemme (n-tv, 26.07.2019)
siehe auch:
"Statistisch gesehen": Gefährlicher Weltraumschrott (Mathias Brandt, heise News, 26.04.2017)
Statistik der Woche: Weltraumschrott im Orbit (Jennifer Lepies, heise Technology Review, 02.03.2017)

Weltraumschrott - Gefahr im Orbit - Doku Deutsch 2018 HD {50:49}

Dokumentation Deutsch
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
In der Umlaufbahn der Erde schweben Tausende von Objekten, die keine Funktion mehr erfüllen - sogenannter Weltraummüll. Die fortdauernde Anhäufung freigesetzter Raketenoberstufen, Sprengbolzen oder Abdeckungen stellt eine Gefahr für unsere orbitale Satelliteninfrastruktur dar. Zudem ist Weltraumschrott lebensbedrohlich für die Astronauten auf der ISS. Die Dokumentation erklärt, wie Weltraummüll entsteht, was ihn so gefährlich macht und was gegen die Bedrohung im All unternommen werden kann.

Mein Kommentar:
Intelligenz ist nicht gleich Intelligenz…

Mount Everest: Tonnenweise Müll aus vergangenen Zeiten {1:27}

faz
Am 06.06.2019 veröffentlicht 
In einer Aufräumaktion haben Mitarbeiter der „Mount Everest Cleanup Campaign" elf Tonnen Müll zu Tal gebracht. Außerdem bargen sie vier tote Bergsteiger. © REUTERS, AFP


Die Körpersprache kann nicht lügen …

Bilder sagen mehr als tausend Worte? Gilt im Zeitalter von Photoshop nur noch bedingt – Ausnahme: Körpersprache.
Dass der Chefredaktor der Zeitungen der CH Media Gruppe (Aargauer Zeitung, Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt, u.a.), Patrik Müller, gerne Interviews mit Prominenten macht, weiss man. Nun hat er es auch gewagt, mit dem Chefredaktor der NZZ, Eric Gujer, ein Interview zu machen (18.7.2019).
Die gute Nachricht voraus: Am Ende des Interviews steht, dass die beiden Zeitungen finanziell miteinander verhängt sind: CH Media gehört zur Hälfte der NZZ Gruppe. Der Transparenz ist also Genüge getan.
mehr:
- Die Körpersprache kann nicht lügen … (Christian Müller, Info-Sperber, 26.07.2019)

Samy Molcho - Der Körper spricht immer {54:49}

infamousdavidave
Am 24.03.2017 veröffentlicht 
Prof. Samy Molcho ist "die" Koryphäe der Körpersprache. Er gilt weltweit als einer der anerkanntesten Experten, was die Körpersprache betrifft. Dieses Video wurde im Auftrag von Jürgen Höller - einem der bekanntesten Motivationstrainer Europas - produziert und zeigt Samy Molcho bei der Arbeit. Anhand von praktischen Beispielen sieht man, was die Körpersprache des Einzelnen über ihn aussagt!

Kunst der Körpersprache // Stefan Verra {21:35}

GEDANKENtanken
Am 24.03.2017 veröffentlicht 
Wer auch mal bei unseren Events & Rednernächten dabei sein will, wir touren deutschlandweit! Alle Termine, Infos & Tickets hier: http://www.gedankentanken.com/events
Vielen ist Körpersprache ein Rätsel -- und somit vernachlässigen wir einen unserer wichtigsten Kommunikationsbereiche. Schade! Denn: Körpersprache entscheidet Karrieren, verbindet Frauen und Männer, ist ein exzellenter Verkäufer, stärkt Eltern und Kinder und begeistert sogar großes Publikum -- wenn Stefan Verra die Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation lüftet.
Live-Mitschnitt von der 1. Ulmer Rednernacht: Körpersprachenexperte Stefan Verra gibt kompakte Tipps zu Mimik, Gestik und Körperhaltung. Wissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt er leicht verständlich. Blitzschnell wechselt er die Perspektive und geht schlagfertig auf jede Situation ein. Dabei entlarvt er weitverbreitetesHalbwissen und baut konkrete Tipps für den Berufs- und Lebensalltag mit ein.
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Donnerstag, 25. Juli 2019

James Le Mesurier, Weißhelme – Materialsammlung

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Die Grundzüge der Organisation bildeten sich Anfang 2013 zunächst als spontane Freiwilligengruppen im vom Bombenkrieg betroffenen städtischen Wohnvierteln des Landes, bevor Fachleute des türkischen AKUT Such- und Rettungsvereins im März 2013 in der Türkei unter britischer Vermittlung mit der Qualifizierung von zunächst 20 Helfern im Spezialgebiet „Urban Search and Rescue“ anfingen. Das damit gestartete Unterstützungsprogramm unter der Leitung des Briten James Le Mesurier[1] bildete bis 2015 nach eigener Aussage rund 1200 Weißhelme aus.[2] Die mit internationalen Spenden von der in den Niederlanden registrierten Stiftung „Mayday Rescue“ koordinierte Förderung der Weißhelme (Projekt „Batal“) umfasste neben Ausbildung und Ausrüstung auch Hilfe in den Bereichen Organisationsentwicklung, Einbindung der lokalen Gemeinden, sowie Lobbyarbeit.[3][Syrischer Zivilschutz (Weißhelme), Geschichte, Wikipedia, abgerufen am 25.07.2019 – Hervorhebung von mir]
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The Mayday Rescue Foundation is a not-for-profit foundation registered in the Netherlands specialised in training, equipping, and assisting volunteer emergency first responders in areas of conflict, instability, and natural disaster. Its mission is "saving lives, strengthening communities." It was established by James Le Mesurier, a former British Army officer and United Nations staff member, in 2014, and currently operates primarily in the Middle East through offices in Turkey and Jordan.[1][2][Mayday Rescue Foundation, engl. Wikipedia, abgerufen am 25.07.2019]
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In den Recherchen zu den Weißhelmen haben sich vor allem zwei Journalisten hervorgetan: Vanessa Beeley und Ben Swann: 

Reality Check: Who's Funding the White Helmets? {6:12}

Ben Swann
Am 03.05.2018 veröffentlicht 
Reality Check with Ben Swann: http://truthinmedia.com/reality-check... You've no doubt heard of the White Helmets, aka the Syria Civil Defense. They claim to be a neutral entity in Syria. They say they are just helping people caught in the middle of a civil war. But are they?
Follow the money and you will find numerous ties to government funding from not only the U.S., but the U.K., Netherlands, Denmark and Germany.
We untangle these ties to the White Helmets in a Reality Check you won't get anywhere else.
Did you remember to subscribe to my YouTube channel? Also follow me here:
Facebook - https://www.facebook.com/BenSwannReal...
 

Laut Ben Swann erhielt Chemonics im Januar 2013 von USAID einen 128,5-Milionen-Dollar-Vertrag, um für einen »friedlichen Übergang zu einem demokratischen und stabilen Syrien« zu sorgen.

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Die United States Agency for International Development (USAID, zu deutsch ‚Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung‘) ist eine Behörde der Vereinigten Staaten für Entwicklungszusammenarbeit. Die unabhängige Behörde mit Sitz in Washington, D.C. (Ronald Reagan Building) koordiniert die gesamten Aktivitäten der Außenpolitik der Vereinigten Staaten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Das Akronym der Behörde, das zum Beispiel auch auf ihren Flugzeugen zu sehen ist, setzt sich zusammen aus US für United States und englisch AID‚Hilfe‘.
USAID stützt die Außenpolitik der Vereinigten Staaten in den Bereichen:
  • und – vor allem in Lateinamerika – durch die Verbrechens- und Drogenbekämpfung (“combatting the drug trade”) und Schaffung „sicherer Zonen“.[6][7]

USAID arbeitet in vier Regionen der Welt:
  • Transformationsländer Europas und Eurasiens (vor allem in der Ukraine, in Moldawien[3], Bulgarien, Rumänien, Makedonien, Albanien, Litauen, Georgien, Armenien, Kirgisistan und den anderen Staaten des Silk Road Corridor)[9].

[United States Agency for International Development, Wikipedia, abgerufen am 25.07.2019]
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Mein Kommentar zum Wikipedia-Artikel:
Wer sich mal was über die Stiftung National Endowment for Democracy durchgelesen hat, weiß, was von obiger Attribuierung (»unabhängige Behörde«)  im USAID-Artikel von Wikipedia zu halten ist: 
- Eine CIA-NGO im Great Game: Das National Endowment for Democracy (Post, 19.02.2016)
Egal, ob es NED, USAID oder Chemonics heißt, es IST die US-amerikanische Regierung.


Quelle: threadreaderapp.com
Quelle: What Trump’s foreign aid cuts would mean for global democracy
(Sarah Bush, The Conversation, 10.04.2017)
… und da ich schon mal debei bin, Folgendes als Bonus:
Quelle: NED: NATIONAL ENDOWMENT FOR DEMOCRACY –
The networks of "democratic" interference

(Thierry Meyssan, Voltaire.net, 22.01.2004)


zur Beziehung der Weißhelme zur Al-Nusra Front siehe das Youtube-Video mit Carla Ortiz:
- Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
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Jungfrau spricht mit ihrer Vulva

Ein schmaler, unscheinbarer Streifen aus Pergament erregt in der Stiftsbibliothek Melk die Aufmerksamkeit von Mittelalter-Spezialisten. Der Inhalt des Zufallsfundes entpuppt sich schließlich als Zwiegespräch der besonderen Art.
Mittelalter-Forscher aus Deutschland und Österreich sind in der Stiftsbibliothek Melk auf einen schmalen Streifen Pergament gestoßen, der auf den offenen Umgang mit der eigenen Sexualität um das Jahr 1300 hinweist. Der auf den ersten Blick unscheinbare Fund wurde von Christine Glaßner von der Österreichischen Akademie der Wissenschaft Wien in Melk entdeckt. Auf dem Streifen sind lediglich wenige Buchstaben auf mehreren Schriftzeilen zu sehen. Die Buchstaben auf dem als Falzstreifen verwendeten Fragment wurde schließlich von Dr. Nathanael Busch von der Universität Siegen identifiziert, mit viel Geduld konnte daraus ein Text entschlüsselt werden.
In dem als Rosendorn bezeichneten Text wird davon berichtet, wie sich eine Jungfrau mit ihrer sprechenden Vulva darüber entzweit, wer von beiden bei den Männern den Vorzug genieße, schreiben die Forscher in ihrer Erklärung. Das Pergament und sein Inhalt, das um 1300 datiert wird, stellen die Theorien zum Beginn solcher Texte infrage. Bisher war man nämlich davon ausgegangen, dass ein solch freier Umgang mit der eigenen Sexualität im deutschsprachigen Raum erst in der städtischen Kultur des 15. Jahrhunderts, also zum Ende des Mittelalters aufgekommen ist.
mehr:
- Jungfrau spricht mit ihrer Vulva – Textstreifen aus Kloster verblüfft Forscher (n-tv, 25.07.2019)
siehe auch:
Die Vagina-Monologe begannen im Mittelalter (Marcus Woeller, WELT, 25.07.2019)
Sprechendes Geschlechtsteil in der Klosterbibliothek (katholisch.de, 24.07.2019)
Sprechende Geschlechtsteile in der Klosterbibliothek (Uni Siegen, expressi.de, 24.07.2019)
Sex-Gedicht in Melk gefunden: Sprechende Vagina – So versaut war das Mittelalter (theworldnews.net, 24.07.2019)
Sprechende Geschlechtsteile in der Klosterbibliothek (Philipps Universität Marburg, 24.07.2019)
Mittelalterlicher Text: "Sprechende Vulva" in der Klosterbibliothek Melk entdeckt (Standard, 24.07.2019)
Wenn Frauen mit ihren Vaginen reden: Mittelalterliches Sexgedicht entdeckt (Standard, 24.07.2019)
- Zers und fud als literarische Helden – Zum ‹Eigenleben› von Geschlechtsteilen in mittelalterlicher Literatur (Edith Wenzel, wahrscheinlich in: Claudia Benthien, Christoph Wulf (Hg.), Körperteile: eine kulturelle Anatomie, Rowohlt TB-Verlag , 2001 – PDF-Download)

Stift Melk {18:57}

Manfred Voigt
Am 07.04.2018 veröffentlicht 
Die Stadt Melk am westlichen Wachau Eingang wird vom barocken Stift überragt. Wunderschön in der Durchfahrtshalle sind die Fresken. Herausragend ist auch Deckenmalerei in der Bibliothek. Wer zum ersten mal die Klosteranlage besucht ist sprachlos über so viel Schönheit. Das gesamte Areal ist ein Juwel barocker Baukunst. Auch die Stiftskirche ist von einer erlesenen Schönheit.

Mein Kommentar:
Das hätte sich der gute Herr Voigt, als er das Video bei YouTube eingestellt hat, wohl nicht träumen lassen, was für Schweinkram in der Stiftsbibliothek zu finden ist…
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