Freitag, 19. Dezember 2014

Idiotentest für Journalisten fordert die ersten Opfer

In der aktuellen Ausgabe des British Medical Journals findet sich ein Beitrag, der mit der Überschrift “The Darwin Awards: sex differences in idiotic behaviour” überschrieben ist. Es sind Titel wie dieser, die bereits eine bestimmte Art von Konsumenten anziehen.
BMJBen Alexander Daniel Lendrem, Dennis William Lendrem, Andy Gray und John Dudley Issacs vom Institute of Cellular Medicine der Newcastle University haben den Beitrag, der nur zwei Seiten umfasst, geschrieben. Sie haben ihn geschrieben, um die “Male Idiot Theory” (MIT) zu testen, die sie John McPherson zuschreiben. Um die Thoerie, die besagt, dass “men are idiots and idiots do stupid things” zu prüfen, bedienen sich die Autoren der Daten des Darwin Awards.

mehr:
- Idiotentest für Journalisten fordert die ersten Opfer (Kritische Wissenschaft, 12.12.2014)
Zitat:
Das ist der Idiotentest, denn die Studie von Lendrem, Lendrem, Gray und Issac ist natürlich nicht ernst gemeint, sie ist ein Witz von Wissenschaftlern, denen die idiotische Angewohnheit, alles und jeden Blödsinn auf Geschlechtsunterschiede hin zu untersuchen, auf die Nerven geht. Sie ist eine offensichtliche Parodie auf einen wissenschaftlichen Beitrag, der mit prätentiös theoretischem Brimborium beginnt, um dann mit einer unglaublich schlichten und noch dazu ungeeigneten statistischen Prüfung fortgeführt zu werden und in monströsen Schlussfolgerungen zu enden.
Auch wer nicht in wissenschaftlichem Jargon zu Hause ist, dem sollten ganze Kronleuchter aufgehen, angesichts einer Theorie, die behauptet, dass Männer Idioten sind und Idioten idiotische Dinge tun. Die Ableitung der Theorie ist eine Tautologie und die Theorie selbst eine Übergeneralisierung, die eigentlich jeden mit normalem Menschenverstand Begabten hellhörig machen muss, schon weil die angebliche Theorie keinerlei Differenzierung zwischen Männern macht und sie gernerell zu Idioten erklärt – alle, ohne Ausnahme. Und wenn man dann noch weiß, dass der Autor der vermeintlichen “Male Idiot Theory” ein Kartoonist ist und die Theorie in seinem entsprechenden Buch mit dem Titel “Women are from Venus and Men are Idiots” veröffentlicht wurde, dann muss man eigentlich gar nicht mehr auf der Seite des Darwin Awards nachlesen, um was für eine Art von Seite es sich hier handelt.
Aber offensichtlich ist keine Meldung aus der Wissenschaft idiotisch genug, als dass es nicht Journalisten gäbe, die sie für bare Münze nehmen, die – mit anderen Worten – sich durch eine bemerkenswerte Fehlanwendung von gesundem Menschenverstand auszeichnen, und sie durch den Idiotentest, den Lemdrem, Lendrem, Gray und Isaacs konzipiert haben, fallen lässt, was sie qualifiziert, in den engeren Kreis der Anwärter auf den Darwin Award aufgenommen zu werden.


- Haben Journalisten kein Urteilsvermögen? Idiotentest Teil II (Kritische Wissenschaft, 18.12.2014)siehe auch:
- Studie zum Darwin Award – Männer sind Idioten - warum auch immer (n24, 12.12.2014)
- Studie zum Darwin Award – Männer sind Idioten - warum auch immer (Post, 14.12.2014)
- Idiotentest für Journalisten... (Mejko, Nutzerbeitrag, der Freitag, 14.12.2014)

eine Serie von Beiträgen zu dem Thema findet sich bei Psychosputnik


also nochmal:
Ich fordere die Frauen-Quote!

und da wir schon beim vorweihnachtlichen Grinsen sind:
- Suizid à la Carte (Post, 14.09.2005)

Adventsrätsel, das Neunzehnte von vierundzwanzig


Mit S kommt’s immer ungeseh’n,
doch ohne S sieht man
es schon von ferne,
und muß das eine immer steh’n,
legt sich das and’re gerne.



Donnerstag, 18. Dezember 2014

Zum 25. Todestag von Samuel Beckett

Zum 25. Todestag Vor 25 Jahren, am 22.12.1989, ist Samuel Beckett in Paris gestorben. Eine biografische Erinnerung
Als er zwanzig Jahre zuvor, 1969, den Literaturnobelpreis erhielt, war das für ihn eine Katastrophe, die er kommen sah. Er floh mit seiner Frau Suzanne nach Tunesien. Er akzeptiert zwar die Ehre, zur Verleihung aber kam er nicht.

„Erfolg oder Misserfolg in der Öffentlichkeit haben mir nie viel bedeutet; tatsächlich fühle ich mich im letzteren weit eher zu Hause – ich habe seinen belebenden Hauch mein ganzes Schriftstellerleben lang geatmet, bis auf die letzten paar Jahre. Glücklich sind jene Autoren, von denen man nicht einmal weiß, ob sie wirklich gelebt haben.“
Samuel Barclay Beckett wird am 13. April 1906, einem Karfreitag, in Foxrock bei Dublin geboren. Vielleicht, sicher ist das nicht. Auf der Geburtsurkunde steht 13. Mai. Vermutlich hat sein Vater William versehentlich das falsche Datum eintragen lassen. Die Mutter Mary jedenfalls feiert ihren Sam immer am 13. April.

„Man kann wohl sagen, dass ich eine glückliche Kindheit verlebt habe, obwohl ich zum Glücklichsein nicht sehr begabt war. Meine Eltern haben all das getan, wodurch man eine Kindheit glücklich machen kann. Aber ich habe mich oft recht allein gefühlt.“

mehr:
- Lippen Schweigen (Goggo Gensch, Nutzerbeitrag, der Freitag, 17.12.2014)
Zitat:
Samuel Beckett spürt, dass er mit seinen Romanen an einem Endpunkt angelangt ist. Noch radikaler, noch reduzierter zu schreiben ist ihm kaum möglich. 1948 verfasst er in nur vier Monaten ein Theaterstück das völlig neue Perspektiven öffnen wird: „Warten auf Godot“. Es wird eines der wesentlichsten Stücke des zwanzigsten Jahrhunderts, eine Komödie genauso wie eine Tragödie. Kaum Bühne, kaum Handlung, karge Sprache. Was Samuel Beckett Anfang der fünfziger Jahre auf die Bühne bringt, ist Theater gegen alle Regeln. Man wartet. Auf Godot. Zwei Akte lang. Doch Godot kommt nicht. Man wartet. Das Warten wird zum Selbstzweck, zum Lebensinhalt. Warten wir nicht alle – immer und immer wieder ? Roger Blin bringt das Stück am 5. Januar 1953 zur Uraufführung. Das Wort Godot ging in die Umgangssprache ein. Von jedem den man nichts tuend herumstehen sah, sagten die Leute, ah er wartet auf Godot. In wenigen Jahren wird das Stück zu einem Welterfolg. Es gibt unzählige Deutungsversuche. Eine Warnung vor der Atombombe. Zwei Fellachen, die auf die Bodenreform warten. Die Frage nach Gott. Die Antwort des Autors ist karg wie sein Stück:

„Wenn ich es wüsste, würde ich es sagen.“


Über Samuel Becketts "Warten auf Godot" [7:54]

Veröffentlicht am 28.06.2013
Mit Horst Bollmann, Roger Blin, Walter Boehlich, Alec Reid, Werner Spies und Peter Hall. Ausschnitte aus dem zweiteiligen Portrait über Samuel Beckett "Samuel Beckett - Ein Portrait". Hier in voller Länge: https://www.youtube.com/watch?v=ubCVw...

[…] „Nein, ich bedauere nichts, ich bedauere nur, geboren zu sein. Sterben ist eine so lange, mühselige Sache.“

Erfolgreiche Cyber-Attacke auf deutsches Stahlwerk

Bei einem bislang unbekannten Angriff beschädigten die Angreifer einen Hochofen schwer. Doch neben den gezielten Angriffen auf Industrieanlagen bilanziert das BSI auch eine steigende Gefahr für Endanwender.

Mindestens eine Millionen Infektionen durch Schadprogramme im Monat bilanziert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem Zusammenfassung der IT-Sicherheitslage in Deutschland. Doch die eigentliche Überraschung ist eine recht konkrete Beschreibung eines bislang unbekannten Angriffs auf ein deutsches Stahlwerk.

In der kurzen Beschreibung macht das BSI keine genaueren Aussagen über die Art des Stahlwerks oder um welche Anlage es sich genau handelt. Die Angreifer sollen über Spear-Phishing gezielt das Büronetz des Werks infiltriert und sich von da aus zu den Steueranlagen vorgehangelt haben. Als sie Zugriff zum Produktionsnetz hatten, haben sie die Steuerkomponenten des Werks manipuliert. Laut BSI scheint der Angriff erfolgreich gewesen zu sein: "Die Ausfälle führten dazu, dass ein Hochofen nicht geregelt heruntergefahren werden konnte und sich in einem undefinierten Zustand befand. Die Folge waren massive Beschädigungen der Anlage."

mehr:
- BSI-Sicherheitsbericht: Erfolgreiche Cyber-Attacke auf deutsches Stahlwerk (Heise Security, 17.12.2014)

Drewermann: "Wer für den Frieden ist, ist gegen Gewalt"

Eugen Drewermann über die Ukraine-Krise, Pazifismus und die Diskussion um den "Friedenswinter"
Soll man hingehen oder nicht? Der Aufruf zu den bundesweiten "Friedenswinter"-Demos, ein Zusammenschluss der klassischen linken Friedensbewegung und der Montagsmahnwachen, hatte viele ratlos gemacht.

Die einen warnten vor einer rechten Unterwanderung einer linken Bewegung. Sie vermissten eine wirkliche Abgrenzung nach rechts und sahen sich im Anschluss auch bestätigt. Die anderen sagten: Wir alle wollen Frieden und fanden den auch auf der Demo bestätigt. Auch Telepolis-Autoren kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen (Pro: "Grüß Gott, Herr Gauck" und contra: Friedenscocktail aus Berlin)

Der katholische Kirchenrebell und Pazifist Eugen Drewermann hatte sich von den Diskussionen im Vorfeld nicht beirren lassen. Er war einer der Hauptredner auf der Berliner Ausgabe der Friedenswinter-Demo am Wochenende. Wortgewaltig hat er eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise angemahnt, die Nato als Kriegsarmee kritisiert und vor der Kulisse des Bundespräsidialamts den Theologen Gauck als Kriegstreiber gegeißelt.

mehr:
- "Wer für den Frieden ist, ist gegen Gewalt" (Stefan Mey, Telepolis, 18.12.2014)

Endlich: Polen fällt um und will Waffen liefern

Komorowski will Ukraine Waffen liefern
Der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko verkündete gestern bei seinem Staatsbesuch in Polen, er habe sich "entschieden, sein Land auf den Pfad der Integration in das euro-atlantische Sicherheitsbündnis zurückzuführen". Deshalb wolle er gleich nach seiner Heimreise dafür sorgen, dass das ukrainische Parlament beschließt, nicht länger eine Teilnahme an der Organisation der blockfreien Staaten anzustreben, wo die Ukraine derzeit Beobachterstatus genießt.

Petroschenkos polnischer Amtskollege Bronisław Komorowski erklärte sich anlässlich des Staatsbesuchs trotz des Krieges in Donezk und Lugansk grundsätzlich zu Waffenlieferungen an das östliche Nachbarland bereit. Er, so Komorowski in diesem Zusammenhang wörtlich, "habe noch nicht gehört, dass es ein Waffenembargo gegen die Ukraine gebe".
Vorher hatte der ukrainische Verteidigungsratssekretär Alexander Turtschinow angekündigt, er wolle "eine der schlagkräftigsten Armeen Europas aufstellen", mit der die Halbinsel Krim "befreit" werden soll, deren Einwohner sich in einer Volksabstimmung im Frühjahr für eine Trennung von der Ukraine und einen Beitritt zur Russischen Föderation entschieden. Russland erwägt aktuell, Atomraketen auf dieser Halbinsel zu stationieren.

mehr:
- Poroschenko in Polen (Peter Mühlbauer, 18.12.2014)
Zitat:
In seiner Rede vor den polnischen Parlamentsabgeordneten betonte Poroschenko außerdem seinen festen Entschluss, bis spätestens 2020 einen Antrag auf Aufnahme der Ukraine in die EU zu stellen. Deren Kommisssionschef Jean-Claude Junker fordert von den Finanzministern der 28 Mitgliedsstaaten bereits jetzt weitere zwei Milliarden Euro Steuergeld, die nötig seien, um einen Zusammenbruch des Landes mit weitgehend konkurrenzunfähiger Wirtschaft abzuwenden.
Die zwei Milliarden Euro kommen zu den 1,6 dazu, die die EU unlängst nach Kiew überwies – und zu den 13,6 Milliarden Euro, die der Weltwährungsfonds IWF bereitstellen will. Nach dessen Berechnungen fehlen der ukrainischen Regierung aber auch nach Zahlung dieser Summe weitere 15 Milliarden Euro, bei denen offen ist, wo sie herkommen sollen.


Nochmal:
13,6 Milliarden Euro, die der IWF bereitstellen will,
15 Milliarden Euro fehlen nach IWF-Berechnungen der Ukraine außderdem,
1,6 Milliarden Euro hat die EU unlängst nach Kiew überwiesen,
2,0 Milliarden Euro fordert Junker von seinen EU-Kollegen für die Ukraine
dazu passen:
- Massive Aufrüstung – Ukraine verdoppelt Militärausgaben (N24, 12.12.2014)
- Ukraine – Kiew verdoppelt Militärausgaben (Frankfurter Rundschau, 12.12.2014)
- Kiew will mächtigste Armee Europas (FAZ, 17.12.2014)
- Ukraine will "mächtigste Armee Europas" gründen – und benötigt 15 Milliarden Dollar in der Krise (Wirtschaftsblatt.at, 17.12.2014)
- Besuch in Polen: Poroschenko will Ukraine nach Westen führen (SPIEGEL, 17.12.2014)
- Wo Petro Poroschenko herkommt (der Freitag, 23.07.2014)

mein Kommentar:
Lieber Petro, schön, daß Du die Ukraine nach Westen führen willst. Aber Leute wie Dich will ich hier nicht haben.

Russischer Bauer gibt Marschbefehl


Vogel: bei Fuß!


17-Jähriger macht 72 Millionen Dollar an der Börse

Wenn eine mediale Wirklichkeitskonstruktion zerbricht
Bilden Medien die Wirklichkeit ab oder erzeugen sie Wirklichkeit? Die Frage ist alt und viel diskutiert, doch immer wieder, wenn bekannt wird, dass eine Nachricht sich als falsch herausstellt, wird klar, welche Bedeutung der Frage zukommt.

Am Montag ging eine Meldung um den Globus. Ein 17-jähriger New Yorker Schüler soll 72 Millionen US-Dollar an der Börse verdient haben. Nachdem ein US-amerikanisches Medium die Geschichte brachte, gab es in der Medienwelt kein Halten mehr: Mohammed Islam ist ein "US-Teenager und Börsenmillionär", ein "Finanz-Wunderkind", ein "Handelsexperte", ein "junger Mulitmillionär" oder ein "junger Wolf of Wall Street."

Das sind einige der Bezeichnungen, die Medien dem Schüler zuschrieben – was verständlich ist, so denn die Geschichte stimmen würde. Doch die Geschichte stimmt nicht. Gestern stellte sich heraus, dem 17-Jährigen ist eine Reporterin des New York Magazines auf den Leim gegangen. Das Geld, das er angeblich verdient haben wollte, war nur das Ergebnis einer Börsensimulation, also ein fiktiver Gewinn.

mehr:
- 17-Jähriger macht 72 Millionen Dollar an der Börse (Telepolis, 17.12.2014)

Adventsrätsel, das Achzehnte von vierundzwanzig


Das Erste wird mit Feingefühl geschlagen,
der rechte Zeitpunkt ist genau gewußt.

Das Zweite streichet man in Kindertagen,
lebendig oder tot mit gleicher Lust.

Das Ganze, doppelt durch die Welt getragen,
verstärkt dir, was du hören darfst und mußt.



Mittwoch, 17. Dezember 2014

Was steckt dahinter: die Strategie

Die Seidenstraßen-Strategie Russlands und Chinas:
   - Pepe Escobar at his best – Seidenstraßenkarawane ohne lahme Ente (Post, 08.12.2014) 

Russland und China versuchen
  • sich vom Dollar als Leitwährung frei zu machen und
  • entlang der Seidenstraße einen neuen Wirtschaftsraum zu eröffnen.
Angesichts ihrer prekären finanziellen und wankenden geopolitischen Situation
versuchen die USA, TTIP zu installieren und
  • über die Ausdehnung von NATO und EU Russland militärstrategisch zu bedrängen,
  • über einen milliardenschwer finanzierten Regime-Change in der Ukraine den zwischen Volk und Oligarchen schwelenden Konflikt zu schüren. 
  • Über den durch 2 und 3 entstandenen Ukraine-Konflikt, der Russland militärstrategisch zur Annexion der Krim zwingt, entsteht unter der Flagge von »Demokratie und Freiheit« für den Westen das Recht, Sanktionen zu verhängen.
  • Der Ukraine-Konflikt lenkt von TTIP ab.
  • Das billige Öl – durch die Dumping-Verkäufe des IS (worüber hier im Westen niemand spricht) – bringt den Rubel ins Wanken und Russland in Bedrängnis.
Das Ganze ist wie ein Schachspiel – oder wie ein WM-Fußballspiel.
Um Moment sieht es so aus, daß Russland wankt.
Aber:
  • während Russlands Rubel in die Knie geht,
  • ist die Ukraine schon pleite, 
  • die finanziellen Reserven der EU sind deutlich begrenzt (wir leben seit Jahren auf Pump),
  • und in den USA sieht es noch zwei Nummern schlimmer aus.
Unsere Leitmedien spielen in diesem Spiel brav mit:
  • Die Ausdehnung von EU und NATO werden als Sieg von Freiheit und Demokratie verkauft
  • Alle zwei oder drei Tag wird irgendein Vorfall oder eine Beschuldigung gegen Russland in den Medien hochgepuscht
  • Putin wird als kleiner, psychisch gestörter, unzuverlässiger, rücksichtsloser, das völkerrecht mißachtender, gefährlicher expansionistischer Hitler dargestellt und
  • TTIP wird durch das mediale Ukraine-Feuer in den Hintergrund gedrängt
Frohe Weihnachten!
Wenn das Fernsehprogramm langweilig ist: Hier boxt grad der Papst!

Stehend bankrott

Kiew Ein ursprünglich veröffentlichter Bericht zur makroökonomischen Lage der Ukraine im November wurde depubliziert. Das Land steht vor einem finanziellen Kollaps.

Am 9. Dezember hatte die die Kyiv Post den Monatsbericht der Firma SigmaBleyzer über die makroökonomische Situation der Ukraine im November 2014 veröffentlicht. Wie üblich hatte ich nur den Link abgespeichert, dort finden sich aber nur noch die Kommentare. Auch das U.S.-Ukraine Business Council hat es vorgezogen, diesen Bericht auf seiner Homepage nicht zu veröffentlichen, derjenige von Oktober ist noch zugänglich. SigmaBleyzer selbst allerdings hat den Bericht nicht zurückgezogen. Für das gesamte Jahr 2014 werden eine Kontraktion der Wirtschaft um 7% und ein Rückgang des Konsums in gleichem Ausmaß, ein Fall der Währung um 47% gegen den US$, ein Budget-Defizit des Staates von 12% und ein Rückgang der Devisenreserven von 20.4 auf 8 Milliarden US$ vorhergesagt. Für die Währungsreserven am Ende des Jahres hatte noch der September-Bericht das Doppelte, also 16 Mrd. US$ angenommen. Die Wirtschaft habe sich auf dem niedrigen Niveau des Oktobers stabilisiert. Zusammengebrochen war sie im Juni bis August, und ich möchte anmerken, dass dieser Zusammenbruch nicht zufällig mit der Offensive der Kiewer Regierung im Donbass zusammenfällt.

mehr:
- Stehend bankrott (Gunnar Jeschke, Nutzerbeitrag, der Freitag, 14.12.2014)

Ukrainische Mathematik

Ukraine-Konflikt Appell und Gegenappell zur Lösung des Ukraine-Ḱonflikts machen die Runde. Doch statt über die Lösung zu debattiert sollte man sich erst einmal Mathematik üben.

Null Einigkeit besteht darüber, wie der Ukraine-Konflikt und die sicherheitspolitische Krise zu lösen sind, in die wir innerhalb des letzten Jahres geraten sind. Einig sind sie sich hingegen darüber, dass Putin das Problem ist. Während die einen allerdings um Verständnis für die russische Sicht werben, fordern die anderen Härte gegenüber Moskau und mehr Unterstützung für die Regierung in Kiew. Mit der Realität haben diese Einschätzungen wenig gemein.

Simple Mathematik hilft dabei festzustellen, dass es nicht nur einen Feind und einen Freund gibt. Somit gibt es auch nicht nur ein Problem das es zu lösen gilt. Eine Formel zur Lösung des Konflikts muss multifaktoriell sein. Um solch eine Formel zu erarbeiten muss man außerdem nicht entscheiden wer gut und wer böse ist. Für die Mathematik ist es Routine mal die eine Seite der Gleichung und mal die andere Seite der Gleichung negativ bzw. positiv zu setzten.

mehr:
- Ukrainische Mathematik (Nutzerbeitrag, der Freitag, 12.12.2014)

einige kommentierte Zitate aus dem Artikel:
»Null Einigkeit besteht darüber, wie der Ukraine-Konflikt und die sicherheitspolitische Krise zu lösen sind, in die wir innerhalb des letzten Jahres geraten sind.«
In diese Krise sind wir nicht »geraten«, diese Krise wurde gemacht.

[Die Volksrepublik-Bewegungen in Donetsk und in Lugansk] übernahmen anschließend die Macht in ihrer Region und starteten einen Bewaffneten Kampf gegen die Zentralregierung in Kiew.
Das ist Auslegungssache. In der Ostukraine wurden Verwaltungsgebäude besetzt. Ob das jetzt der Beginn des bewaffneten Kampfes ist oder ob die Entsendung von Truppen in die Ost-Ukraine zur Entsetzung der Verwaltungsgebäude als dessen Beginn angesehen werden kann, darüber kann man sich streiten. in Ukraine 8 – Mariopol und die Berichterstattung  (Post, 10.05.2014, zuletzt aktualisiert am 26.07.2014) kann man eindeutig sehen, daß die Bevölkerung die Ankunft von Panzern in ihrer Stadt mißbilligte. Nicht vergessen: im März war in Kiew der Chef eines ukrainischen Fernsehesenders mit Schlägen zum Rücktritt gezwungen worden, weil der Sender die Rede Putins nach der Krim-Annexion gezeigt hatte. (Ukraine – Fernsehchef mit Schlägen zu Rücktritt gezwungen, ZEIT, 19.03.2014)

Pressefreiheit in der Ukraine: Swoboda-Abgeordnete verprügeln den Chef eines Fernsehsenders ab 4:35 [5:51]

Veröffentlicht am 18.03.2014
Rada-Abgeordnete der Swoboda-Partei (lupenreine Demokraten) verprügelten am 18.03.2014 vor laufender Kamera den Chef (Alexander Pantelejmonow / Александр Пантелеймонов) eines ukrainischen Fernsehsenders und zwangen ihn eine Kündigung zu unterschreiben, weil sein Sender Putins Rede in voller Länge ausgestrahlt hat (ab 4:35).
Bemerkenswert dabei ist, dass die Deutsche Welle auf Russisch darüber bereits berichtet hat, auf Deutsch findet man auf der Seite jedoch nur Putin-Shitstorm wenn man Stichwort "Ukraine" eingibt und Nachrichten der letzten 24 Stunden anzeigen lässt:
http://www.dw.de/в-киеве-осудили-действия-депутатов-свобо­ды-в-отношении-журналиста/a-17506088?mac­a=rus-yandex_new_politics_mm-9641-xml
Der selbsternannte Ministerpräsident der Ukraine, Jazenjuk (Timoschenko-Partei "Batjkowchina"), hat das Vorgehen der Nazis zwar verurteilt, dabei blieb es jedoch auch.
Swoboda-Chef Oleg Tjagnibok
Nicht nur die Nationalgarde, sondern auch paramilitärische Gruppen mussten ihr zur Hilfe eilen. Zwar hat man einige von ihnen, wie das Bataillon Asow (Driving Ukrainians Into Putin’s Arms, Post, 14.12.2014, Link von mir hinzugefügt) und Donbass, zwischenzeitlich in die staatlichen Strukturen der Nationalgarde integriert. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht weiterhin als eigenständige Akteure agieren. Andere Kampfverbände haben nicht einmal die formelle Integration gesucht und operieren gänzlich auf eigene Faust.

Korrekterweise lässt sich feststellen, dass bei der Wahl die pro europäischen Parteien gewonnen haben, nicht zuletzt da außer den Kommunisten keine Partei gegen die Annäherung an die EU war.
Wen wundert’s, daß die Parlamentsfraktion der Kommunistischen Partei in der Ukraine aufgelöst wurde und gegen die Kommunistische Partei ein Verbotsverfahren läuft? 

UN warnt vor Elend in Ostukraine

Gewalt und der Zusammenbruch staatlicher Strukturen bedrohen Millionen von Menschen im Osten der Ukraine. Die UN erheben Vorwürfe gegen prorussische Rebellen, aber auch gegen die Regierung in Kiew.
Mit dem Einbruch des Winters wächst im Osten der Ukraine das Elend der Bevölkerung. Vor allem für Kinder und ältere Menschen habe sich die Lage erheblich verschlimmert, warnte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Prinz Said Raad al-Hussein, am Montag in Genf. In den von Rebellen kontrollierten Gebieten herrschten «lebensgefährliche Umstände».
Die mehr als fünf Millionen Bewohner der Region leiden nach einem am selben Tag veröffentlichten UN-Bericht unter dem Zusammenbruch des Rechtsstaats und Gewalt. Die Infrastruktur sei weitgehend zerstört. Die Wirtschaft liege am Boden, die meisten Schulen, Krankenhäuser und sozialen Einrichtungen seien geschlossen.

mehr:
- UN warnt vor Elend in Ostukraine (Frankfurter Rundschau, 15.12.2014)

siehe auch:
- Ukraine: eine humanitäre Katastrophe (Teil 1) (Politik im Spiegel, 16.12.2014)
„Wenn ich 40 Jahre alt wäre, würde ich das Maschinengewehr nehmen und auf die Faschisten schießen gehen. Sie sind gekommen und haben meine Stadt zerstört, die ich liebe.“ Das sagt eine ältere Dame, die über die Zerstörung ihrer geliebten Stadt im Donbass und über die Ermordung junger Menschen verzweifelt, gequält, fassungslos und in Tränen aufgelöst ist. Sie kann sich kaum mehr beruhigen.
„Die Gräber dieser Jungs, sie sind gestorben bei der Verteidigung von Saur Mogila. Ich bin in Tränen ausgebrochen und habe gesagt, man darf es nicht verzeihen. Das sind Faschisten, das sind Unmenschen. Nicht einmal die Deutschen im Krieg haben so etwas getan, was diese Faschisten, ukrainische Faschisten gemacht haben. Ich will, dass die einfachen Deutschen wissen, es gibt Unmenschen, die noch schlimmer sind als die Unmenschen von 1941.“
Saur Mogila ist eine Anhöhe von strategischer Bedeutung, auf der sich ein Denkmal für die gefallenen russischen Soldaten befand, die vor 70 Jahren während heftiger Gefechte mit der Wehrmacht fielen. Jetzt steht es nicht mehr, die Bomben der ukrainischen Armee haben es zertrümmert.
Diese einfache Frau, sie begreift, dass sie von ihrer eigenen Regierung angegriffen wird, sie versteht, dass es sich um Faschisten handelt, sie erlebt, dass die ukrainische Armee Vernichtung und Zerstörung bringt. Mit „Jungs“ meint sie die Volksarmee, die Land und Leute vor weiterem Beschuss und der Verwüstung ihrer Städte und Dörfer zu bewahren sucht. Diese „Jungs“ verteidigen sich lediglich, wollen Schlimmeres von den Bewohnern im Donbass abwenden.
Alles begann mit friedlichen Bürgerprotesten, mit Kundgebungen und mit Märschen, weiß Pawel Gubarews, ein Parlamentarier der DNR, zu berichten. Die Bewohner der Ostukraine, sie wollten gehört werden, sie wollten einen ruhigen zivilisierten Dialog, sie wollten einen Kompromiss finden und ein Blutvergießen vermeiden.


Ukraine. Poroschenko: So werden wir diesen Krieg gewinnen! [0:24]

Veröffentlicht am 15.11.2014
Deutsche Untertitel.
Merkels Liebling - ukrainischer Präsident Poroschenkowill eigenes Volk in Donezk durch Hunger besiegen. Poroschenko redet ganz offen von Genozid und faschistischen Methoden, durch die er das Volk im Osten der Ukraine bezwingen will - Hunger, Kälte und Not.
Quelle: http://youtu.be/mph7dpA_Ys8
- Ukraine: eine humanitäre Katastrophe (Teil 2) (Politik im Spiegel, 16.12.2014)
Pawel Gubarew, Parlamentarier der DNR, bittet Wladimir Putin um Hilfe, er soll die Menschen im Donbass vor der Vernichtung durch die ukrainische Armee bewahren. Er ersucht ihn, russische Friedenstruppen in das Hoheitsgebiet der Volksrepublik von Donezk zu entsenden, um den systematischen und forcierten Völkermord an den russischstämmigen Menschen, die hier leben, zu beenden.
Die lokale Zivilbevölkerung wird täglich bedroht, alle sind betroffen, ältere Menschen, Kinder, Frauen und all die Zivilpersonen, die Milizen, die Freiwilligen, die Journalisten und die Ärzte. Die ukrainische Armee kennt keine Gnade, sie tötet Kinder, selbst Krankenhäuser und Schulen bleiben nicht verschont, ebenso kennt sie kein Erbarmen mit den alten Veteranen.
Gubarew führt weiter aus, dass die Volksmilizen der Volksrepublik Donezk nicht mehr in der Lage sind, ausreichend Widerstand gegen den Aggressor zu bieten. Die Volksmiliz kämpft gegen die gut ausgerüstete, reguläre ukrainische Armee, gegen die sie keine Chance hat.
Sein Appell stammt vom Juni 2014, und inzwischen kämpft die Volksmiliz nicht nur gegen die reguläre Armee, sondern auch gegen die Nationalgarde und die “Freiwilligenbataillone”. Die irregulären paramilitärischen Einheiten werden von Oligarchen finanziert und stehen ausschließlich unter ihrer Kontrolle. Insbesondere die “Freiwilligenbataillone” verüben unvorstellbare Gräueltaten. Schon im Juni konnte sich die Volksmiliz kaum noch halten, jetzt sind die Attacken, vor allem auf die zivile Bevölkerung, noch vernichtender und noch brutaler geworden.


ZDF Claus Kleber:"Es gibt gar keine Faschisten in der Ukraine!" - faustdicke Lüge ins Gesicht [1:00]

Veröffentlicht am 22.11.2014
Syrien, Irak, Palästina, Ukraine und besoooonders Ukraine. Wem soll man da trauen? - Echauffiert sich Kleber im ZDF. In Klebers illustre Aufzählung gehört zweifelsohne auch Deutschland. Denn hierzulande hat es der Zuschauer besonders schwer "Wahrheit von Propaganda zu trennen". Kleber ist das beste Beispiel für kontinuierliche Propaganda im deutschen Fernsehen. Kein Witz: Im Heute-Journal am 21.07.2014 behauptete Claus Kleber tatsächlich, dass es in der Ukraine keine Faschisten gäbe. Es gibt diese Faschisten nicht. Besagte Faschisten sind eine Erfindung von Putins Kreml-Proaganda - so Kleber. Damit uns Claus Kleber täglich neue Lügen auftischen kann, zahlt ihm das ZDF von unseren GEZ-Gebühren roundabout 600.000 Euro Gehalt pro Jahr. Keine Faschisten in Kiew? Was ist mit Swoboda Parteichef Oleg Tiagnibok der gegen eine "russisch-jüdische Mafia" hetzt? Was ist mit Tiagniboks Stellvertreter Ihor Miroshnychenko, der die Schauspielerin Mila Kunis als "dreckige Jüdin" beschimpfte? Was ist mit dem Sprecher der Swoboda, der sich Im Februar 2012 darüber empörte, dass die Sängerin Gaitana für den Eurovision Song Contest nominiert wurde. Schließlich sei sie Zitat: "keine organische Repräsentantin der ukrainischen Kultur". Gaitanas Vater ist Kongolese.
Propaganda auf russischen Kanälen ??? Nur die russischen Kanäle zeigen die Wahrheit ! Es gibt diese Faschisten nicht ????

Das erklärt vieles. Zitat Wikipedia: "Der Moderator und Leiter der ZDF-Nachrichtenredaktion ist Kuratoriumsmitglied einer Stiftung des deutsch-amerikanischen Elitenetzwerks Atlantik-Brücke sowie der US-amerikanischen Denkfabrik Aspen-Institut." Noch Fragen?

http://www.neopresse.com/politik/clau...

http://de.wikipedia.org/wiki/Allukrai...

Transskription von Claus Klebers Kommentar wohl eher nicht Bericht:
Claus Kleber:
“Propaganda auf allen wichtigen russischsprachigen Kanälen lässt immerhin Millionen Menschen glauben in Kiew herrschten […] Faschisten die einen Genozid an russisch-stämmigen in der Ostukraine planen. Wir […] sind diesen Hinweisen nachgegangen und haben festgestellt es gibt diese Faschisten nicht, jedenfalls nicht an verantwortlicher Stelle in Kiew.”
 

63 Prozent haben kein Vertrauen in Ukraine-Berichterstattung

Marketing Spätesten mit der Ukraine-Krise brach auch ein Konflikt offen zu Tage, der schon länger zu schwelen schien. Immer mehr Menschen misstrauen der Berichterstattung vieler deutscher Medien. Immer häufiger ist von "Systempresse" und "gelenkten Staatsmedien" etc. die Rede. Infratest Dimap nahm sich nun diesem Phänomen an und förderte erschreckende Zahlen zu Tage.

Im Auftrag des NDR-Medienmagazins Zapp befragten die Meinungsforscher über 1000 Personen zu ihren Vertrauen in die Ukraine-Berichterstattung. Das Ergebnis ist ein deutlicher Warnhinweis an die Arbeit vieler Redaktionen. Denn laut der Umfrage haben 63 Prozent wenig oder gar kein Vertrauen in die Ukraine-Berichterstattung deutscher Medien. Fast jeder Dritte empfindet die Berichterstattung als einseitig und 18 Prozent gehen gar von einer bewussten Fehlinformation durch die Medien aus.

mehr:
- Desastöres Zeugnis: 63 Prozent haben kein Vertrauen in Ukraine-Berichterstattung der deutschen Medien (Meedia, 16.12.2017)

- ZAPP Studie: Vertrauen in Medien ist gesunken (Annette Leiterer, NDR, 16.12.2014)

- "Die Rollen sind ganz klar verteilt" (NDR, heute, 17.12.2014, 23:30)
ZAPP Studie: Vertrauen in Medien ist gesunken | ZAPP | NDR [13:46]

Veröffentlicht am 18.12.2014
Ein Großteil der deutschen Mediennutzer vertraut der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt wenig bis gar nicht: Eine repräsentative Umfrage ergibt alarmierende Zahlen.
- Ukraine und Pegida: Vertrauen in Journalisten sinkt (Tichys Einblick, 16.12.2014)
Ukraine-Krise und Pegida-Demonstrationen stellen die Arbeit von Journalisten in Frage. Nun beschäftigt sich auch das Medienmagazin ZAPP vom NDR mit der Frage, warum Journalisten so viel Vertrauen verloren haben.
Laut der Umfrage haben 63 Prozent der Deutschen wenig oder gar kein Vertrauen in die Ukraine-Berichterstattung deutscher Medien.


Adventsrätsel, das Siebzehnte von vierundzwanzig


Mitten in das Meer hinein,
wirf den Leib der Esse,
gleich wird eine Klinge draus,
schneidet Kraut und Kresse.



Dienstag, 16. Dezember 2014

Adventsrätsel, das Sechzehnte von vierundzwanzig


Mit P bestimmt’s den Wert der Ware,
mit G zählt’s immer viele Jahre,
mit K hat’s niemals spitze Ecken –
nun such’ die Lösung zu entdecken.



Montag, 15. Dezember 2014

Merkel und Hollande drängen Poroschenko zu Reformen – ein Kommentar

Deutschland und Frankreich haben die ukrainische Regierung aufgefordert, die Wirtschaftspolitik zu reformieren. Sonst könne es keine Finanzhilfen geben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande haben den ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko in einem Telefonat dazu gedrängt, seine Wirtschaftspolitik zu reformieren. Der Reformprozess sei notwendig, damit sich die Wirtschaft erholen und notwendige internationale Finanzhilfen erbracht werden können, zitierte Regierungssprecher Steffen Seibert Merkel und Hollande.

mehr:
- Ukraine – Merkel und Hollande drängen Poroschenko zu Reformen (ZEIT, 14.12.2014)

mein Kommentar:
Es könnte für Poroschenko eng werden. Geld für das militärische Vorgehen gegen die Ost-Ukraine auszugeben und zur gleichen Zeit eine Konferenz von Geberländern zu fordern, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie.
Da sich die EU aber schon dermaßen weit aus dem Fenster gehängt hat, kann sie das von der Ukraine geforderte Geld nicht verweigern, ohne einen gewaltigen Gesichtsverlust zu riskieren.
Es dürfte also in der nächsten Zeit von großem Interesse der Regierung sein, den medialen Druck auf Putin aufrecht zu erhalten, um von der ethnischen Säuberung in der Ost-Ukraine abzulenken und somit weiterhin die Berechtigung zu haben, den »Stabilisierungsprozeß« in der Ukraine zu unterstützen. Den wahren Schuldigen haben wir ja schon: Putin.
Poroschenko muß sich also nur so vorsichtig verhalten, daß die Stimmung in der EU nicht umkippt. Auf keinen Fall sollte es deshalb in das Bewußtsein der Bevölkerung dringen, daß wir sowohl die Heizkosten dieses Winters wie auch die Waffen bezahlen, mit der Poroschenko seine Bevölkerung im Osten des Landes zusammenbombt.

Fazit: alle spielen auf Zeit.

Frage: Wessen Kartenhaus wird als erstes zusammenbrechen?

dazu passen:
- UN warnen vor Elend in Ostukraine (ZEIT, 15.12.2014)
- Driving Ukrainians Into Putin’s Arms (Lev Golinkin, New York Times, 08.12.2014)
- Ukraine-Konflikt – George Soros fordert 20 Milliarden für die Ukraine (Cicero, 24.11.2014)


Militarisierung durch Think Tanks

Professor Bauer, in Ihrer jüngsten Publikation "Wir sind wieder mitten im Krieg: Militarisierung im Digitalen Zeitalter" befassen Sie sich schwerpunktmäßig mit dem Zusammenhang von Militarisierung und der Rolle von Think Tanks. Warum?
Rudolph Bauer: Weil dieser Zusammenhang in der Debatte bislang kaum wahrgenommen wird. Die Think Tanks haben in der Regel die Rechtsform der Stiftung. Beispiele: Bertelsmann-Stiftung, Stiftung Wissenschaft und Politik, German Marshall Fund of the United States. Mit dem Etikett "Stiftung" verbindet man gemeinhin etwas Gutes, etwas Philanthropisches, Gemeinnütziges. Darüber hinaus werden Stiftungen, die als Think Tanks agieren, auch von den Finanzbehörden als steuerrechtlich gemeinnützig eingestuft. Das heißt, sie sind von staatlicher Seite als wohltätige, dem Gemeinwohl dienende Institutionen anerkannt und genießen deshalb Steuerprivilegien.
Als Think Tanks erwecken solche Stiftungen darüber hinaus nach Außen den Anschein expertenhafter Kompetenz und wissenschaftlicher Objektivität. Aber hinter der gutbürgerlichen Fassade von Gemeinnutz, Seriosität und Wissenschaftlichkeit verbergen sich in vielen Fällen ideologische Propagandamaschinen, die auf verschiedenen Ebenen ihr schmutziges Handwerk ausüben: in der Politik, in den Medien, in der Kultur, im Bildungswesen, in der Forschung - alles in der verdeckten Absicht, die Militarisierung der Gesellschaft voranzutreiben. Und dafür stehen immense Finanzmittel zur Verfügung, die dem Staatshaushalt vorenthalten werden und keiner parlamentarischen Kontrolle unterliegen.

mehr:
- Militarisierung durch Think Tanks (Telepolis, 13.12.2014)

Der Islam als Problem – und Probleme müssen gelöst werden!

Ohne den Islam würdet ihr noch in Höhlen leben und euch in Felle kleiden
Der Islam scheint wieder ein Problem zu sein. Vielleicht noch größer als im Jahr 2001. Damals demonstrierte zumindest niemand gegen eine angebliche Islamisierung. Aktuell ereignete sich kein gigantischer Terroranschlag. Nur ein paar Jungs mit Fusselbärten provozieren ihre Nachbarn. Deshalb soll das Abendland untergehen? Die "christlich-jüdische Kultur" in Gefahr sein? Das Problem mit den Salafi-Terroristen haben Menschen in den muslimischen Gesellschaften – im Irak, in Syrien und Libyen. Weshalb heißt es: "Keine Glaubenskriege auf deutschem Boden"?

Das Wort "Abendland" taucht auf Deutsch erst um das Jahr 1530 auf. Die Römer benutzten "sol occidens", also Abendsonne, für eine Himmelsrichtung. Von ihnen aus gesehen wohnten dort die Barbaren. Aber das wusste damals kein Mensch im Gebiet des heutigen Europa. Ab 300 unserer Zeitrechnung zerfiel das Römische Reich. Die römisch-katholische Kirche übernahm die Macht. Es begannen 1000 Jahre Mittelalter, das Reich der Finsternis. Sämtliches Wissen aus dem alten Griechenland und dem Römischen Reich wurde vernichtet. Jeder, der einen IQ über 65 hatte, wurde ausgestoßen, totgeschlagen und verbrannt.

mehr:
- Hallo, Islamhasser! (Malte Daniljuk, Telepolis, 15.12.2014)

mein Kommentar:
Oh, die Ersten fangen an, über den Islam nachzudenken!
Vielleicht sind die gar nicht so blöde!
In iranischer Exilant sagte mir vor kurzem: »Den Islam gibt es nicht.«
So wenig wie »das Christentum«?
Ist für das Handeln von Tebartz van Elst das Christentum verantwortlich?
Ist für das Verbrennen von Giordano Bruno das Christentum verantwortlich?
Ist für den Umgang mit den Aboriginees in Australien das Christentum verantwortlich?
Ist für den Umgang mit Homosexuellen der Papst, Putin oder (bei uns in den 60er Jahren) die CDU verantwortlich?

Vielleicht fängt irgend ein »IS-Versteher« irgendwann mal an, darüber nachzudenken, was die wollen und inwiefern das aus deren Sicht vernünftig sein könnte…
Könnte es sein, daß die einfach nur in Ruhe gelassen werden wollen?
Könnte es sein, daß – ähnlich wie der Kalte Krieg – die Kanonenbootpolitik-Ideologie heute noch existiert, sie nur intelligenter umgesetzt wird?

Adventsrätsel, das Fünfzehnte von vierundzwanzig


Mit a springt’s lustig herunter,
jedoch im Echo ruft’s als Klage.
Mit u hat man’s, hinein zu schau’n,
im Echo will’s uns fürchten machen.
Mit au, wer möcht’ es nicht entbehren!
Das Echo ruft, daß man es so
wie mancher and’re hat.



Sonntag, 14. Dezember 2014

Was bekommt er?


Heartwarming Thai Commercial Thai Good Stories By Linaloved [3:05]

Veröffentlicht am 17.11.2014
출처 : Thai Good Stories By Linaloved


Die USA haben die meisten Frauen im Gefängnis

Ja das "Land der Freiheit" sollte eher Land der Unfreiheit heissen. Ich habe bereits berichtet, die Vereinigten Satane von Amerika haben mehr Gefangene als die UDSSR unter Stalin jemals hatte. Insgesamt standen 2012 über 7,4 Millionen Menschen unter Justizaufsicht. Pro 100'000 Einwohner gibt es 760 Gefangene in den USA. Das ist 4 bis 10 Mal mehr als in den anderen westlichen Industrienationen. Japan hat 63 pro 100'000, Deutschland 90, Frankreich 96 und Grossbritannien - einer der meisten - 153! Aber die USA sind auch Rekordhalter in der Zahl an weiblichen Gefangenen, nämlich 201'200 sind eingesperrt!!!

Laut dem "International Centre for Prison Studies" sassen im Jahre 2013 ein Drittel aller weiblichen Gefangenen der Welt in amerikanischen Gefängnissen. 8,8 Prozent der gesamten US-Gefängnispopulation sind Frauen. Auf allen fünf Kontinenten gab es 625'000 Frauen (und Kinder) die eine Gefängnisstrafe absitzen. Das böse China kommt weit abgeschlagen auf den zweiten Platz mit 84'600 weiblichen Gefangenen, obwohl die Bevölkerung mit 1,2 Milliarden viermal mehr Einwohner als die USA hat. Russland steht an dritter Stelle mit 59'000 Frauen im Gefängnis oder 7,8 Prozent aller Insassen.

mehr:
- Die USA haben die meisten Frauen im Gefängnis Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Die USA haben die meisten Frauen im Gefängnis (Alles Schall und Rauch, 11.12.2014)
siehe auch:
- USA hält mehr Frauen im Gefängnis als China, Indien, Russland und Brasilien zusammen (QPress, 12.11.2014)


Studie zum Darwin Award – Männer sind Idioten - warum auch immer

Ein Terrorist schickt eine Briefbombe mit zuwenig Porto. Sie kommt zurück, er stirbt. Solche Todesumstände sind reif für den "Darwin Award". Es gibt noch andere Fälle - zum Leid der Männerwelt.

Männer sind Idioten und machen idiotische Sachen. Wer das bisher nur im Stillen gedacht hat, darf sich jetzt wissenschaftlicher Unterstützung erfreuen. Britische Wissenschaftler haben errechnet, dass der überwiegende Teil der Darwin-Award-Träger männlich ist. Dieser Preis wird – meist posthum – an Menschen vergeben, die sich auf besonders dumme Weise versehentlich selbst eliminiert haben. Ihre Studie stütze die "Theorie von den männlichen Idioten", schreiben die Forscher um John Dudley Isaacs, Direktor des Institute of Cellular Medicine in Newcastle (Großbritannien) im angesehenen "British Medical Journal".

mehr:
- Studie zum Darwin Award – Männer sind Idioten - warum auch immer (N24, 12.12.2014)
fast wortgleich:
- Idioten-Theorie: Irren ist männlich (SPIEGEL, 12.12.2014)

mein Kommentar:
Ich fordere die Frauen-Quote!

Geschenke verpacken

Gift Wrapping Hack [0:28]

Veröffentlicht am 09.12.2014
Cool gift wrapping hack from Takashimaya Department Store in Japan.


Die jetzt noch Mut haben, können bei youtube nach dem Titel dieses Videos suchen.
Da gibt’s: noch viel mehr…


Driving Ukrainians Into Putin’s Arms

A RECENT United Nations report says that nearly half a million Ukrainians have fled the country since April. The fact that families run from a war zone is heartbreaking but hardly unexpected. The disturbing part lies in the details — of the roughly 454,000 people who had fled Ukraine by the end of October, more than 387,000 went to Russia. Most of those who fled were Russian speakers from the east, but this still raises a sobering question: If this is a conflict between Ukraine and Russia, why did so many Ukrainians choose to cast their lot with the enemy?

Moscow’s denials of involvement in eastern Ukraine are, of course, absurd: It is clear that the separatists in Donetsk and Luhansk are equipped, reinforced and trained by Russians. That said, if Vladimir V. Putin had tried sending unmarked commandos to set up sham republics in western Ukraine, where anti-Russian sentiment runs high, his men would have been returned to the Kremlin in body bags. Yes, Mr. Putin is brewing unrest in the east, but he is brewing with local ingredients. He is connecting with the population using a language they speak and a symbolism they understand.

mehr:
- Driving Ukrainians Into Putin’s Arms (Lev Golinkin, New York Times, 08.12.2014)
Zitat:
Last month the Ukrainian president, Petro O. Poroshenko, decided to freeze government pensions and cut off funding for schools and hospitals in the eastern provinces of Donetsk and Luhansk. Unfortunately, the separatist thugs fighting there don’t rely on food stamps to buy weapons — they get them from Russia. All that Mr. Poroshenko accomplished was giving Mr. Putin the “proof” to tell the starving pensioners of the region: “See — the West doesn’t care if you die.” This is a sentiment that is growing stronger and stronger, according to reports coming out of the region.

Equally awful is Kiev’s decision to maintain a relationship with the Azov battalion, an ultranationalist paramilitary group of around 400 men that uses Nazi salutes and insignia. To anyone familiar with eastern Ukraine’s bloody history during World War II, allowing the Azov battalion to fight in the region is a bit like sponsoring a Timothy McVeigh Appreciation Night in Oklahoma City. It does nothing but infuriate the local population and provide Mr. Putin with yet another opportunity to shed the mantle of invader and position himself as a protector.


mein Kommentar:

Erstens frage ich mich, welches unserer Leitmedien den Beschluß Poroschenkos, die Gehälter und Pensionen der Menschen in der Ost-Ukraine einzufrieren, hinterfragt. Welches unserer Leitmedien stellt die Frage: Warum tut er das?

Ukraine. Poroschenko: So werden wir diesen Krieg gewinnen! [0:24]

Veröffentlicht am 15.11.2014
Deutsche Untertitel.
Merkels Liebling - ukrainischer Präsident Poroschenkowill eigenes Volk in Donezk durch Hunger besiegen. Poroschenko redet ganz offen von Genozid und faschistischen Methoden, durch die er das Volk im Osten der Ukraine bezwingen will - Hunger, Kälte und Not.
Quelle: http://youtu.be/mph7dpA_Ys8

Zweitens frage ich mich, was man von einem Präsidenten eines Landes denken soll, der Leute wie die vom Bataillon Asow (den Wikipedia-Artikel führe man sich zu Gemüte) in die Ost-Ukraine sendet.
Wie andere paramilitärische ukrainische Verbände untersteht das Bataillon formell dem Innenministerium der Ukraine bzw. der Nationalgarde. Es ist nicht in die ukrainische Armee eingegliedert. Die Angehörigen des Bataillons erhalten einen Sold von etwa 150 US-Dollar im Monat.[6]
[…]
Der Anführer der Einheit Andrij Bilezkyj erklärte unter anderem: „Die historische Mission unserer Nation in diesem kritischen Moment ist, die weißen Rassen der Welt in einen finalen Kreuzzug für ihr Überleben zu führen.“[1]
[…]
Das Vorgehen verschiedener paramilitärischer ukrainischer Milizen, unter anderem des Bataillons Asow, wird als „chaotisch, gewalttätig und hemmungslos“ beschrieben.[24]

Rechte säubern im Namen Poroschenkos den Osten! Ukraine [1:20]

Veröffentlicht am 22.08.2014
Öffentlich rechtliche Sender bestätigen, dass der Sturz Janukowitch bereits von Poroschenko und den Rechten eingefädelt wurde. Nun unterstützen Ultra- Rechte die ukrainische Armee und säubern(!) den Osten. Swoboda, Batallion Azov, rechter Sektor etc. Merkel lobte heute die Ukraine wegen ihrer Besonnenheit. Bald kämpft die Nato mit den rechten Gruppen. Hier läuft was mächtig schief! Quelle: ARD Tagesthemen


- Russische Reporter in der Ukraine: "Das ist mein Krieg" (Benjamin Bidder, Moritz Gathmann, SPIEGEL, 19.06.2014); siehe auch die Kommentarseite 12/24
Viele russische Reporter in der Ostukraine schlagen sich eindeutig auf die Seite der Separatisten. Deshalb werden sie von ukrainischen Sicherheitskräften wie feindliche Kämpfer behandelt - einige sind bereits gefallen.

Der Kommissarbefehl – offiziell Richtlinien für die Behandlung politischer Kommissare – vom 6. Juni 1941 zählt zu den Völkerrechtsverletzungen der deutschen Wehrmacht im Krieg gegen die Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges. Er enthielt die Anweisung, Politkommissare der Roten Armee nicht als Kriegsgefangene zu behandeln, sondern sie ohne Verhandlung zu erschießen. (Kommissarbefehl, Wikipedia)

Und drittens frage ich mich, wo in unseren Leitmedien die Beteiligung des Bataillons Asow an den Kämpfen in der Ost-Ukraine kritisiert wird. Und wo sich irgend jemand in unseren Leitmedien die Frage stellt, warum Poroschenko so handelt.

Die einzige Erklärung, die ich bisher finden konnte war der des Versuchs einer ethnischen Säuberung. Die Regierung in Kiew ist so vernagelt, so voller Haß und steht wohl auch dermaßen mit dem Rücken zur Wand, daß ihr nichts anderes übrig bleibt.

siehe auch:
- Kiew verdoppelt Militärausgaben - Poroschenko: Erste echte Waffenruhe (ZEIT, 12.12.2014)

Seien wir uns im Klaren darüber, daß wir sowohl die Heizrechnungen der Ukraine wie auch deren Militärausgaben finanzieren!

Adventsrätsel, das Vierzehnte von vierundzwanzig


Mit »a« ist es ein Glied von dir,
mit »u« ein treues Tier.



Samstag, 13. Dezember 2014

Appell an Putin: "Bitte ziehen Sie Ihre Truppen ab. Dann ist Frieden"

In dem Australier Tony Abbott hat der ukrainische Präsident Poroschenko einen Verbündeten gefunden. Beide haben eine Rechnung mit Putin offen – und nutzen ihr Treffen für einen Friedensappell.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland auf einer Reise nach Australien erneut aufgefordert, sich aus dem Osten seines Landes zurückzuziehen. "Bitte stoppen Sie das Feuer. Bitte lassen Sie die Geiseln frei. Bitte ziehen Sie Ihre Truppen aus meinem Gebiet ab. Bitte schließen Sie die Grenze", sagte Poroschenko bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Melbourne. "Und ich verspreche Ihnen, wenn Sie die Grenze schließen, haben wir innerhalb von ein, zwei, drei Wochen Frieden und Stabilität in der Ukraine. Ganz einfach."

Russland müsse sich an den Anfang September im weißrussischen Minsk vereinbarten Friedensplan halten. Der ukrainische Staatschef versicherte, sein Land stehe ebenfalls für "Freiheit, Demokratie und Frieden".

mehr:
- Appell an Putin: "Bitte ziehen Sie Ihre Truppen ab. Dann ist Frieden" (Die Welt, 11.12.2014)

mein Kommentar:

Welch ein Frieden ist gemeint?

Noch was für die Propaganda-Suppe: Ein Beihnahe-Zusammenstoß über der Ostsee

Über der Ostsee konnte in letzter Minute ein verheerendes Luftfahrtunglück abgewendet werden: Ein Militärflugzeug stieß beinahe mit einer Passagiermaschine zusammen. Die Identität ist geheim.
Schweden hat eine Beinahekollision zwischen einem Passagierflugzeug und einer ausländischen Militärmaschine im Ostseeraum gemeldet.

Der schwedische Luftwaffenchef, Generalmajor Michael Byden, sagte am Samstag, die Transponder der Militärmaschine – die sie auf dem zivilen Radar sichtbar machen – seien ausgeschaltet gewesen. Schwedische Abfangjäger seien aufgestiegen, um die Militärmaschine zu identifizieren. Byden lehnte es ab, die Nationalität zu nennen.

Das Passagierflugzeug sei in Kopenhagen Richtung Süden gestartet und bei Entdeckung der Militärmaschine sofort aufgefordert worden, den Kurs zu ändern, sagte der Luftwaffenchef.

mehr:
- Schweden – Militärjet stößt fast mit Passagierflieger zusammen (Die Welt, 13.12.2014)

"Der Gemütszustand der Russen ist katastrophal"

Russland ist für viele Reisende ein weißer Fleck auf der Landkarte mit rätselhaften Bewohnern. Wonach streben Russen, woran glauben sie, was bewegt sie? Der Autor Jens Mühling suchte darauf Antworten.

"Nichts Neues kann ich Euch berichten, als dass das Land zu kalt und seine Menschen biestig sind" – was George Turberville vor 500 Jahren Queen Elizabeth I. von seiner Russlandreise berichtete, gilt immer noch. Nur mit dem Unterschied, dass sich heutzutage nicht Briten, sondern Deutsche über Russen beklagen. Ihnen sei das Buch "Mein russisches Abenteuer" von Jens Mühling ans Herz gelegt, der mehrfach durch Russland reiste, immer auf der Suche "nach der wahren russischen Seele", wie es im Untertitel seines jüngst neu aufgelegten Buches heißt.

So traf Mühling Kommunisten, Nationalisten, Atheisten, Gläubige, Verschwörungstheoretiker, Adlige, Bauern, Propheten und Einsiedler, kurz überwiegend wunderliche Menschen, die trotz oder gerade wegen ihrer Ticks "grundsymphatische Menschen" seien, wie der Berliner Journalist Mühling schreibt. Nur einen Typ Russen fand er nicht – den lauten, polternden, rücksichtslosen Macho, über den sich Deutsche im Urlaub so oft beklagen. Wir sprachen mit Jens Mühling über Seelenverwandschaften zwischen Deutschen und Russen.

mehr:
- Reise – Weltanschauung - "Der Gemütszustand der Russen ist katastrophal" (Bettina Seipp, Interview mit Jens Mühling, Die Welt, 11.12.2014)

People are Awesome


PEOPLE ARE AWESOME 2014 [NEW] [3:42]

Veröffentlicht am 28.11.2013

Bernhard Clasen, der etwas andere Berichterstatter

Seit 1989 reise ich jedes Jahr mehrmals nach Russland, Belarus, die Ukraine, Armenien, Aserbaidschan und Georgien. Im Kontakt mit Journalisten, Umwelt - und Menschenrechtsbewegung und interessanten Persönlichkeiten vor Ort erfahre ich aus erster Hand, wie die Stimmung ist, welche Probleme die Menschen bewegen, welche Auswege aus Konflikten gesucht werden. Neben meiner Tätigkeit als freier Journalist arbeite ich auch als Übersetzer und Dolmetscher für Russisch, bin im Vorstand des Mönchengladbacher Flüchtlingsrates und der Russland-Arbeitsgruppe von Amnesty International.