Dienstag, 9. Juni 2020

Wissenschaftlicher Unsinn und Zensur – nicht nur in der Coronakrise


Prof. Dr. Sucharit Bhakdi spricht im Rubikon-Exklusivinterview über wissenschaftlichen Unsinn in der Coronakrise und den Versuch von Amazon, sein neues Buch zu boykottieren.
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Sucharit Bhakdi zählt zu den kritischen Stimmen in Deutschland, wenn es um den Umgang der Regierung mit der Coronakrise geht. Auf seinem Ende März entstandenen YouTube-Kanal erreichte er mit seiner unaufgeregt sachlichen Art bereits über 6 Millionen Zuschauer. Ein solches Publikum ist beachtlich für einen Mann, der — entgegen dem aktuellen Trend — viel Wert auf eine nüchterne, panikfreie Betrachtung der Geschehnisse legt. Über 2 Monate nach seinem viralen offenen Brief an Angela Merkel gibt er dem Rubikon das erste Interview. Hier spricht er über die Sinnlosigkeit, einen Corona-Impfstoff entwickeln zu wollen, und darüber, warum Amazon sein neues Buch „Corona: Fehlalarm?“ nicht als E-Book listen will. Und er berichtet von den ganz persönlichen Auswirkungen der Maskenpflicht auf seine Familie.
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Die Sache mit der Wissenschaft

Die Veränderungen, die wir in den letzten Monaten beobachten und erfahren mussten, sind so fundamental tiefgreifend und teilweise mehr als nur latent bedrohlich, dass das Ringen um Sachlichkeit allen Beteiligten schwerzufallen scheint. Angst ist dabei der größte Feind der sachlichen Auseinandersetzung. Umso gefährlicher ist es, wenn — wie jetzt — Angst zur Basis einer omnipräsenten Corona-Informationsflut und sogar zum Leitfaden moralisch richtigen Handelns erhoben wird. Selbst Wissenschaftler und Virologen, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu Wort kommen, verbreiten mit einer panikbelasteten Sprache oft nichts anderes als Angst. Dabei sollten gerade sie als Mediziner wissen, dass Angst und der daraus resultierende körperliche Stress nicht nur extrem schädlich für das Imunsystem sind, sondern auch die Fähigkeit einschränken, klar und rational zu denken.

Sucharit Bhakdi fiel seit seinem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit dadurch auf, dass er so gar keine Panik verbreitet. In seinem Ende März veröffentlichten offenen Brief an Angela Merkel wirkte er nicht nur emotionsbesfreit und tiefenentspannt, sondern regte auch mit seinen nüchtern wissenschaftlichen Fragen zu einem unaufgeregten Diskurs an, sodass eine Neubewertung der Lage möglich wird.

Denn ständige Neubewertungen sind die Grundlage jeglichen wissenschaftlichen Handelns.    
Eine Hypothese wie: „Das Virus ist eine Bedrohung nationaler Tragweite“ gilt nur so lange, bis sie durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt und somit falsifiziert wird. In der empirischen Wissenschaft ist es sogar so, dass die Falsifizierbarkeit, also die Möglichkeit, sie auch zu widerlegen, als ein grundlegendes Merkmal jeder guten Theorie gilt. Kritischen, die Hypothese überprüfenden Fragen wie denen von Sucharit Bhakdi Gehör zu schenken, ist also nichts Revolutionäres oder Ketzerisches, sondern Teil des ganz normalen wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses.

Zumal Bhakdi zu den anerkannten Koryphäen auf dem Gebiet der Mikrobiologie zählt. Er ist emeritierter Professor der Universität Mainz, wo er als Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie über 20 Jahre das Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene leitete. Neben seiner grundsätzlich neutralen fachlichen Herangehensweise betont er immer wieder seine Unabhängigkeit. Er vertrete weder seine noch die Interessen anderer.

mehr:
- Der Pandemie-Schwindel (Madita Hampe, Rubikon, 09.06.2020)

RUBIKON: Im Gespräch: „Der Pandemie-Schwindel“ (Sucharit Bhakdi und Jens Lehrich) {30:44}
Rubikon
Am 03.06.2020 veröffentlicht 
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siehe auch:
2020, 1. Halbjahr: Die gekonnt verborgene Untersterblichkeit (Post, 09.06.2020)
Von Vogel- über Schweinegrippe zu Corona: Ein Beispiel für erfolgreiche Kommunikationsanpassung (Post, 07.06.2020)
- Die FAZ als Blockwart: Der nicht abgedruckte Aufruf (Post, 07.06.2020)

Selbstzensur- Die Schere im Kopf {9:55}

A.W.
Am 06.06.2015 veröffentlicht 
siehe dazu auch:
- Schere im Kopf – Wie Überwachung Journalismus verändert (Deutscher Journalisten-Verband, 04.08.2016)
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Telematik-Shutdown: »Wir haben Medizin gelernt, nicht Informatik!«



Seit 27. Mai 2020 ist die "Datenautobahn" im Gesundheitswesen massiv gestört. Laut gematik liegt ein "Konfigurationsfehler in der zentralen Telematikinfrastruktur" vor, den die gematik offenbar nicht beheben kann. Stattdessen werden die Praxen aufgefordert, das selbst zu machen, gegebenenfalls mit Unterstützung von Dienstleistern vor Ort. "Das Ganze erinnert an einen kranken Schildbürgerstreich", sagte Dr. Silke Lüder, Vizevorsitzende der Freien Ärzteschaft (FÄ) am Dienstag in Hamburg. "Mitten in der Corona-Krise wird die Versorgungssicherheit der ambulanten Medizin in Deutschland aufs Spiel gesetzt."

Rund 80.000 Praxen von Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten können derzeit kein Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführen. Doch nicht nur das: Das Sicherheitsproblem kann auch das Einlesen der Versichertenkarten behindern und damit die Behandlung der Patienten sowie die Abrechnung. Lüder betont: "Außerdem sind die Ärzte nicht dafür verantwortlich oder zuständig, Störungen in der zentralen Telematikinfrastruktur (TI) zu beheben. Es ist gesetzlich fixiert (§ 291 SGBV), dass die inzwischen verstaatlichte gematik für die Schaffung 'einer interoperablen, kompatiblen und sicheren Telematikinfrastruktur' verantwortlich ist."

Diese existiere aber augenblicklich nicht. Nun würden Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten wegen der nichterfolgten Aktualisierung eines Sicherheitszertifikates tatsächlich aufgefordert, eine auf der gematik-Website offen verfügbare Liste aller vertrauenswürdigen Zertifikatsherausgeber (TSL) auf den Konnektor aufzuspielen. "Das grenzt an Nötigung", so die FÄ-Vize. "Wir haben Medizin gelernt, nicht Informatik. Und natürlich wird uns anschließend, falls bei diesem absurden Vorgang Fehler unterlaufen, die datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit wieder zugeschoben werden."

mehr:
siehe auch:
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Montag, 8. Juni 2020

Wer allein ist stirbt früher


Während der Corona-Zeit fielen Treffen mit Freunden und Familien aus. Fehlende soziale Beziehungen aber hängen mit einer erhöhten Sterblichkeit zusammen, zeigt nun eine neue Studie.
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Statt mit Freunden im Kino sassen wir während des schweizweiten Shutdowns oft allein vor dem Bildschirm. Hochzeiten fanden ohne Gäste statt. Der Jass-Abend fiel aus. Die fehlenden Sozialkontakte schlagen nicht nur aufs Gemüt, nein, sie können sogar ein handfestes Gesundheitsrisiko darstellen, besonders für ältere Menschen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie aus Deutschland, die den Gesundheitszustand von über 4 000 Teilnehmern, die im Schnitt 60 Jahre alt waren, über einen Zeitraum von 13 Jahren verfolgte. Konkret war die Sterblichkeit um 50 Prozent erhöht, wenn die Probanden schlecht sozial integriert waren.
mehr:
siehe auch:
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Psychiater Dr. Hans-Joachim Maaz: Längere Isolation hat hohes Risiko – Re Upload {11:53}

Gerd Miethe
Am 11.06.2020 veröffentlicht 
Erste Onlinestellung: 21.03.2020
Noch haben sich die Bundesregierung und die Länder nicht zu einer bundesweiten Ausgangssperre im Zuge der Verbreitung des Corona-Virus durchgerungen. Dennoch heißt es, soziale meiden und zuhause bleiben. Aber was macht die Isolation mit Menschen? Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz war 28 Jahre lang Chefarzt der Psychotherapeutischen und Psychosomatischen Klinik im Evangelischen Diakoniewerk Halle. Zudem ist er Autor mehrerer Bücher. Sein neuestes Buch "Das gespaltene Land" kam im März 2020 heraus. Gegenüber RT Deutsch ordnet er Risiken und Gefahren der Situation ein und gibt Hinweise, wie man seinen Alltag in häuslicher Isolation gestalten kann.

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mein Kommentar:
ReUpload? gelöscht?
Ts ts ts, dieser alte Psychoanalytiker auch…
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Sonntag, 7. Juni 2020

Von Vogel- über Schweinegrippe zu Corona: Ein Beispiel für erfolgreiche Kommunikationsanpassung


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Als Pandemie H1N1 2009/10 wurde das globale Auftreten von Influenza-Erkrankungen bezeichnet, die durch eine im Jahr 2009 entdeckte Influenzavirus-Variante des Subtyps A(H1N1) (A/California/7/2009 (H1N1)[3] und weiteren mit diesem genetisch eng verwandten Subvarianten[4]) hervorgerufen wurde. Die Erkrankung wurde umgangssprachlich häufig als Schweinegrippe, von offiziellen Stellen eher als Neue Grippe bezeichnet. Der Virus-Subtyp wurde erstmals Mitte April 2009 bei zwei Patienten gefunden, die Ende März unabhängig voneinander in den USA erkrankt waren.[5] Eine weitere Suche zeigte zunächst eine Häufung solcher Krankheitsfälle in Mexiko und Hinweise auf eine Verschleppung der Viren über die Landesgrenzen nach Norden.
Ende April 2009 warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor der Gefahr einer Pandemie. Anfang Juni 2009 wurden die wachsenden und anhaltenden Virus-Übertragungen von Mensch zu Mensch von der WHO als Pandemie eingestuft. Die WHO hatte jedoch bereits Mitte Mai bekannt gegeben, dass die Kriterien für die Ausrufung einer Pandemie angesichts der geringen Pathogenität dieses H1N1-Virus überarbeitet werden sollten. Die enorme Aufmerksamkeit und der Umfang der getroffenen Maßnahmen lag darin begründet, dass ein früherer H1N1-Subtyp die Influenza-Pandemie von 1918/19 (die Spanische Grippe) verursacht hatte, an deren Folgen 20 bis 50 Millionen Menschen verstarben.
Im August 2010 erklärte die WHO die Phase der Pandemie für die „Schweinegrippe“ für beendet.[6] Während der Pandemiephase waren in Labors von insgesamt 214 Staaten und Überseegebieten Fälle von Infektionen mit H1N1 bestätigt worden. Bei 18.449 Todesfällen wird von einem Zusammenhang mit laborbestätigten H1N1-Infektionen ausgegangen.[7]Eine Studie, die 2012 in The Lancet Infectious Diseases erschienen ist, schätzte die Todesfälle für das erste Jahr, als das Virus zirkulierte, auf 151.700 bis 575.400.[8][9]
[Pandemie H1N1 2009/10, Wikipedia, abgerufen am 07.06.2020]
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Schweinegrippe 2009 - 3Sat Dokumentation {5:36}
Be Be
Am 28.03.2020 veröffentlicht 
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Schweinegrippe 2009 - Wolfgang Wodarg und Christian Drosten - wer hatte Recht? {7:12}
Be Be
Am 28.03.2020 veröffentlicht 
...oder sagen beide vielleicht das Gleiche? Machen Sie sich selbst Ihre Gedanken zu der Schweinegrippe von 2009 und der jetzigen Corona Krise. Bitte kommentieren Sie besonnen und unter Berücksichtigung der Netiquette. Vielen Dank.
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siehe auch:
Die Finanzierung der WHO (Post, 31.03.2020)

Deutschland hat bislang sehr besonnen und moderat reagiert. Ich rate der Politik, nicht vorsorglich die Grenzen oder Schulen zu schließen oder ganze Ortschaften abzuriegeln, das schürt nur noch mehr Angst und der Erfolg ist ungewiss. Die Politik sollte stattdessen das Rückgrat haben, sich von einer verunsicherten Bevölkerung nicht zu voreiligen Handlungen treiben zu lassen.

So wie damals bei der Schweinegrippe: Viele europäische Regierungen gaben Hunderte von Millionen für das Medikament Tamiflu aus, obwohl nicht nachgewiesen war, dass es die Bürger überhaupt gegen die Folgen der Schweinegrippe schützt. Aber man hatte etwas getan. Da die Schweinegrippe doch nicht der große Killer war, wurde Tamiflu am Ende verbrannt – und damit auch unsere Steuergelder.

Hinterher ist man immer schlauer.
Das mag sein. Aber man kann aus der Vergangenheit lernen. Unsere Reaktionen auf Sars, Schweinegrippe, Rinderwahn, Vogelgrippe, Ebola, Finanzkrise oder die Anschläge vom 11. September sind verblüffend ähnlich, die Welt verfällt jedes Mal in große Verunsicherung. Das Muster der Märkte ist auch vergleichbar: Die Börsenkurse fallen rapide, die Wirtschaft und die Konsumenten neigen zu panischen Entscheidungen. […]
Sehen Sie in der Coronakrise auch irgendetwas Positives?
Ja, wir haben nun die Chance, mit Ungewissheit wieder vernünftiger umzugehen und damit leben zu lernen. Wir müssen vermeiden, nach der absoluten Sicherheit zu suchen. Diese kann es nicht geben. Und absolute Sicherheit wäre auch langweilig, nicht wahr? Wenn wir wüssten, wann wir sterben, ob unsere Ehe geschieden wird, dann bräuchten wir keine Emotionen mehr. Wir könnten uns an nichts mehr erfreuen, auf nichts hoffen und würden nie mehr überrascht. Und das wollen wir ja nun wirklich nicht.

[Michael Scheppe,
GERD GIGERENZER IM INTERVIEW – Risikoforscher erklärt: Das können wir gegen die Angst vor dem Coronavirus tun, Handelsblatt, 10.03.2020]

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Margaret Chan schloss ihr Medizinstudium an der kanadischen Universität von West-Ontario ab. Zurückgekehrt nach Hongkong, trat sie 1978 in die Gesundheitsbehörde der damaligen britischen Kronkolonie ein. Von 1994 bis 2003 war sie Gesundheitsdirektorin in der Regierung von Hongkong. In dieser Funktion war sie auch verantwortlich für die Bekämpfung der Vogelgrippe H5N1 (1997) und von SARS im Jahr 2003, dessen Ausbruch in Hongkong fast 300 Todesopfer forderte. Für ihre zögerliche Haltung bei der Bekämpfung von SARS wurde sie von der Öffentlichkeit und vom Parlament kritisiert.[2] Andererseits kam eine von der Regierung eingesetzte Expertenkommission zum Schluss, dass ihr das Missmanagement nicht zugerechnet werden konnte.[3]
Noch im selben Jahr verließ sie ihr Amt, um bei der WHO eine Stelle als Direktorin der Abteilung zum Schutz der menschlichen Umwelt anzunehmen. Im Jahr 2005 wurde sie Direktorin der WHO-Abteilung für die Überwachung und Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten sowie Stellvertreterin des Generaldirektors für den Bereich Grippe-Pandemie.
Sie wurde wegen ihrer Zustimmung zur Einstufung des H1N1-Virus als Pandemie stark kritisiert, da für dieses Virus die Kriterien für eine Pandemie heruntergesetzt wurden[4]. Mitglieder des Europarates kritisierten Chan ebenfalls, allen voran der deutsche Politiker Wolfgang Wodarg (SPD), Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.[5] Die Vorwürfe einer überhasteten Vorgehensweise wurden von der WHO zurückgewiesen.[6]
[
Margaret Chan, Biografie, Wikipedia, abgerufen am 07.06.2020]
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Scobel - H1N1 Lobbyismus und Panikmache bei der WHO zur Schweinegrippe {5:36}

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Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Als das Virus im April in den USA und Mexiko erstmals identifiziert worden war, waren die Bedenken sofort groß und schon im Juni setzte die WHO ihre Pandemie-Warnung auf die höchste Alarmstufe.
Bereits zu Beginn warnten Kritiker angesichts der meist relativ geringen Symptome des H1N1-Virus bei Gesunden vor Panikmache. Ihnen wurde entgegen gehalten, dass die „Spanische Grippe“ 1919/20 auch mit einer milden Phase begonnen hätte, dann aber 50 Millionen Todesopfer verursacht hat.
Um dem vorzubeugen, gab die deutsche Regierung mehrere hundert Millionen Euro für die Bestellung von Impfstoff (v.a. Pandemrix) zur Vorbeugung (Prophylaxe) und Virostatika (z.B. Tamiflu) zur Therapie der Schweinegrippe aus.
Bisher hat die Schweinegrippe im Vergleich zur saisonalen Grippe deutlich weniger Opfer gefordert: in Australien, wo sonst pro Winter 2000 bis 3000 Menschen an der saisonalen Grippe versterben, starben nachweislich nur etwa 190 Menschen an der saisonalen und 189 weitere an der #Schweinegrippe. #Grippe #Corona
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In dem Bericht heißt es, einige der Autoren, die an den Richtlinien der WHO zum Umgang mit Grippepandemien mitgewirkt haben, hätten zur gleichen Zeit Geld von den Pharmafirmen GlaxoSmithKline (GSK) und Roche erhalten. GSK ist Hersteller des Impfstoffs Pandemrix, der gegen die Schweinegrippe zum Einsatz kam. 2007 hatte sich Deutschland dem britischen Konzern gegenüber vertraglich verpflichtet, den GSK-Pandemie-Impfstoff zu kaufen, sobald Phase 6 ausgerufen wird. Roche vertreibt das Grippemedikament Tamiflu (Wirkstoff Oseltamivir). […] Auch der SPIEGEL berichtete im März diesen Jahres über mögliche Interessenskonflikte: So erhält Roy Anderson, einer der wichtigsten wissenschaftlichen Berater der britischen Regierung von GSK ein Jahresgehalt von mehr als 130.000 Euro – bereits am 1. Mai 2009 erklärte Großbritannien die Schweinegrippe zur Pandemie. Zufall?   
[Cinthia Briseño, 
Schweinegrippe-Pandemie: Wie die WHO das Vertrauen der Verbraucher verseucht, SPIEGEL Wissenschaft, 09.06.2010]

Man muss jedenfalls nicht eine von langer Hand geplante Desinformation vermuten, um die Kluft zwischen den anfänglichen Prognosen und dem tatsächlichen Verlauf der Schweinegrippe-Welle zu erklären. Es ist einfacher: Die Ausgangslage war von Nichtwissen geprägt. WHO-Direktorin Chan brachte es im Mai 2009 auf den Punkt: „Wir stehen alle unter dem Druck, in einer Atmosphäre beträchtlicher wissenschaftlicher Unsicherheit schnelle und weitreichende Entscheidungen treffen zu müssen.“ Ihre persönliche Geschichte macht das Dilemma deutlich: Sie war zuvor getadelt worden, weil sie das hochgefährliche SARS-Virus unterschätzt habe. Nun, bei der Schweinegrippe, muss sie sich gegen genau gegenteilige Vorwürfe verteidigen. Anfangs konnte wirklich niemand genau wissen, wie sich die Lage entwickeln würde. Wer heute Kritik übt, muss sich den Einwand gefallen lassen: „Hinterher ist man immer schlauer.“ Trotzdem ist eine rückblickende Analyse notwendig, um daraus für künftige Grippewellen zu lernen. „Die neue Krankheit hat zahlreiche Schwachstellen bei der Seuchenbekämpfung aufgezeigt“, sagt Alexander Kekulé, Leiter des Instituts für medizinische Mikrobiologie der Universität Halle-Wittenberg und Mitglied der Schutzkommission beim Bundesminister des Innern. Eine dieser Schwachstellen sieht er darin, dass die WHO und viele Staaten in ihrer Pandemie-Warnskala nicht berücksichtigen, wie aggressiv ein Virus ist. „Man hatte sich auf einen gefährlichen Tiger vorbereitet – doch aus dem Urwald kam nur ein Kätzchen“, sagt Kekulé.
[Frank Frick, LERNEN FÜR die nächste Seuche, wissenschaft.de, 18.05.2010]

Hinterher ist man immer schlauer. Vor einer Pandemie hatte die Weltgesundheitsorganisation gewarnt, die Schweinegrippe werde über die Welt kommen wie die Apokalyptischen Reiter. Es werde vermutlich Millionen von Toten geben. Wer sich nicht impfen lässt, hat keine Chance gegen den Erreger. […]
Und so wird der Erreger der Schweinegrippe als einer von vielen Auslösern der Influenza zwar weiterhin vorhanden sein, aber nicht mehr Aufmerksamkeit erhalten als all die anderen Viren.
[Egbert M. Reinhold, «Grippewelle« ist jetzt vorbei – Gesundheitsamt: Schweinegrippe ist keine Gefahr mehr, Erlanger Nachrichten, 04.03.2010]

"Es werden unglaubliche Mengen an Geld verschwendet in Pandemien, die eigentlich gar keine sind", lautet das nüchterne Urteil, das Keil bei der Anhörung des Europarates abgibt. Auf dem Prüfstand steht dort die WHO, die im vergangenen Jahr die höchste Pandemiestufe für die Schweinegrippe ausgerufen und damit eine weltweite Impfaktion ausgelöst hatte. Sie wurde für die Pharmaindustrie zum Milliardengeschäft.

Der Münsteraner Medizinprofessor Keil berät die WHO seit 1973 – was ihn am Dienstag aber nicht daran hindert, bei der Anhörung in Straßburg wenig schmeichelhaft über die Genfer UN-Organisation zu reden. Der Gesundheitsausschuss der parlamentarischen Versammlung des Europarates will wissen, ob die WHO beim Umgang mit dem H1N1-Virus, das für die Schweinegrippe verantwortlich ist, auch wirklich ausreichend Transparenz an den Tag gelegt hat. Besonders umstritten ist die Entscheidung der WHO-Generaldirektorin Margaret Chan, die Schweinegrippe im vergangenen Juni zur Pandemie zu erklären. Weltweit traten anschließend die nationalen Pandemiepläne in Kraft, in Deutschland wurden 50 Millionen Impfdosen bestellt. Keil sagt im Rückblick: "Interessanterweise gab es da schon verbindliche Verträge mit Glaxo Smith Kline", einem der Impfstoffhersteller. Bereits in den Jahren 2006 und 2007, sagt auch der Flensburger Arzt und Epidemiologe Wolfgang Wodarg, hätten die Staaten und die Pharmaindustrie vertragliche Festlegungen getroffen, "die Firmen warteten praktisch nur auf dieses Geschäft".
Inzwischen hat sich das H1N1-Virus als relativ harmlos erwiesen, zumindest im Vergleich zu den üblichen saisonalen Grippeerkrankungen. Dennoch verteidigt WHO-Vizegeneraldirektor Keiji Fukuda die Vorsichtsmaßnahmen: Das Virus, sagt der WHO-Grippeexperte, habe besonders bei jungen Menschen zu schweren Erkrankungen und Todesfällen geführt – ein Muster, das bei der üblichen saisonalen Grippe nicht auftrete. "Die Pandemie ist nicht vorbei", sagt Fukuda.
In den Augen von Wolfgang Wodarg, der bislang den Gesundheitsausschuss der Parlamentsversammlung des Europarates geleitet und der die Anhörung vor den Parlamentariern initiiert hat, stellen sich trotzdem schwerwiegende Fragen zum WHO-Pandemiealarm. Während eine Pandemie nach der ursprünglichen WHO-Definition durch überdurchschnittlich hohe Erkrankungs- und Sterberaten gekennzeichnet gewesen sei, habe die Weltgesundheitsorganisation die Kriterien im Mai vergangenen Jahres geändert, sagt er. Erst damit sei es möglich geworden, eine "stinknormale Grippe zu einer Pandemie hochzustilisieren". In der Folge seien "Millionen von Menschen unnötigerweise geimpft worden".
[Albrecht Meier, Anhörung : Europarat rügt Panikmache bei Schweinegrippe, zeit.de, 27.01.2010] 
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Im Jahr 2006 steigerte Roche die Verkäufe von Tamiflu (Handelsname) gegenüber dem Vorjahr um 68 % auf 2,6 Milliarden Schweizer Franken. Tamiflu war damit im Jahr 2006 auf dem vierten Platz der umsatzstärksten Medikamente von Roche (2005: Platz 6).[6] Im Jahr 2008 sank der Umsatz von Tamiflu auf 278 Millionen Franken pro Quartal[7] und im ersten Halbjahr 2011 wurden mit Tamiflu 262 Millionen Franken und im ersten Halbjahr 2018 wurden 320 Millionen Franken umgesetzt.[8][9]   
[
Oseltamivir, Geschichte, Wikipedia, letzter Absatz, abgerufen am 24.04.2020]
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Am 31. Dezember 2006 betrug der Marktwert der Beteiligung von Novartis an der Roche Holding AG USD 10,8 Milliarden.
[
Geschäftsbericht 2006, Novartis, 31.12.2006 – PDF, S. 95]

Vogelgrippe 2006 - Debatte über ein "Phantom" - Dr. Wolfgang Wodarg (Rede im Bundestag) {6:45}
Ritter der Meinungsfreiheit
Am 25.04.2020 veröffentlicht 
Auch hier lohnt wieder ein Blick zurück - Dr. Wolfgang Wodarg (damals noch SPD) mit erstaunlichen Einsichten über die Vogelgrippe - Parallelen zu Corona kann sich dann jeder selber ziehen. Aktuelle Stunde zum Thema Vogelgrippe am 18. Januar 2006 im Bundestag.
Schweden vs. Deutschland - Empfehlungen vs. Verbote: Das unterschiedliche Corona-Krisenmanagement https://www.youtube.com/watch?v=bxto8...
Lothar Wieler: "Wir melden alle Fälle, die Covid19-Positiv sind" als Corona-Tote -Bedenkliche Zahlen https://www.youtube.com/watch?v=rt6wa...
Massenhafte Corona-Tote in Italien? Nach Dr. Claus Köhnlein "ein Kunstfehler" - Mögliche Erklärung https://www.youtube.com/watch?v=ktfQw...
Dr. Stefan Hockertz: "Die meisten Menschen sterben MIT und nicht AN Corona"! https://www.youtube.com/watch?v=uI1xv...

Tamiflu, der Milliardenbetrug - Odysso 08.04.2012 {7:14}

parasitrix
Am 09.04.2012 veröffentlicht 
Hier wurde ein Betrug im weltweiten Maßstab durch die Pharmaindustrie begangen. Auch die WHO, Weltgesundheitsorganisation, hatte ihre Hände im Spiel. Ihre Experten für die weltweit erteilten Empfehlungen für Maßnahmen bei Pandemien werden dabei vom betreffenden Impfstoff-Hersteller bezahlt !
Bei der Vermarktung wird global mit unwahren Behauptungen gearbeitet, außer in solchen Ländern, in denen dies direkt unter Strafe steht.
Das ist der Grund, warum sich die Angaben über die Wirksamkeit in verschiedenen Ländern unterscheiden.
Man darf verwundert sein.

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Oseltamivir – als Tamiflu® von Hoffmann-La Roche vertrieben – hat den Vorteil, als Kapsel oder Suspension peroral eingenommen zu werden, was die Verteilung des Medikamentes über die Blutbahn erlaubt und bei entsprechender Einnahme ausreichende und konstante Mengen an allen Orten der Virusvermehrung ermöglicht. Zudem ist es für Kinder ab dem 1. Lebensjahr in der Therapie und ab 13. Lebensjahr in der Prophylaxe zugelassen.
 Wirksamkeit
Die Diagnose einer Influenza ist oft nur nach einer virologischen Diagnostik genau zu stellen, da sehr oft vergleichsweise banale Infektionen wie Erkältungen, auch als sogenannte „grippale Infekte“ bezeichnet, vor allem zu Beginn der Erkrankung grippeähnliche Symptome auftreten können. Derartige Infekte werden jedoch im Gegensatz zur Influenza, auch „echte Grippe “ genannt, durch völlig andere Viren verursacht und können deshalb mit Neuraminidase-Hemmern nicht erfolgreich behandelt werden, da bei diesen Viren keine Neuraminidase vorhanden ist. Deshalb ist es vor Einsatz eines Neuraminidase-Hemmers in Bezug auf eine mögliche Wirksamkeit sehr wichtig, zur präzisen Diagnose einer Influenza neben der exakten Symptomfeststellung gegebenenfalls einen Abstrich zur sicheren Bestimmung des verursachenden Virus vornehmen zu lassen, um per Differentialdiagnose von einem grippalen Infekt oder einem Pandemie-Virus sicher unterscheiden zu können.
2014 wurden nach Untersuchungen der Cochrane Collaboration jedoch Zweifel an der Wirksamkeit und Sicherheit der Neuraminidasehemmer Oseltamivir und Zanamivir laut.[1] Die Metaanalyse fand bei einer Behandlung mit Zanamivir bei Erwachsenen eine Verkürzung der Erkrankungsdauer von 6,6 auf 6 Tage.[1] Jedoch hatte Zanamivir keinen Einfluss auf die Häufigkeit schwerer Verlaufsformen wie Pneumonie oder Bronchitis.[1] Die gleiche Metaanalyse fand bei einer Behandlung mit Oseltamivir bei Erwachsenen eine Verkürzung der Erkrankungsdauer von 7 auf 6,3 Tage.[1] Jedoch hatte Oseltamivir keinen Einfluss auf die Häufigkeit schwerer Verlaufsformen wie Pneumonie oder Bronchitis und konnte nicht den Anteil der Patienten reduzieren, die stationär ins Krankenhaus aufgenommen werden mussten.[1] Weiterhin wies die Einnahme von Oseltamivir unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen sowie bei prophylaktischer Einnahme Kopfschmerzen, psychiatrische und nierenschädigende Effekte auf.[1]
[
Neuraminidase-Hemmer, Wikpedia, abgerufen am 07.06.2020]
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Pharmariese Roche verdiente dank Vogelgrippe und H1N1 Milliarden mit dem Influenza-Mittel. Zurückgehaltene Studien lassen an dessen Wirksamkeit zweifeln.
Mit nichts Geringerem als dem Versprechen, Grippeviren zähmen zu wollen, brachte der Pharmakonzern Roche zur Jahrtausendwende sein Medikament Tamiflu auf den Markt. Die Arznei mit dem verheißungsvollen Handelsnamen ("tame" bedeutet übersetzt "zähmen" und "flu" steht für "Grippe") wurde zum Blockbuster – zumindest als die Welt im vergangenen Jahrzehnt eine Pandemie fürchtete und eine andere erlebte. Die Angst vor der Vogelgrippe H5N1 im Jahr 2005 und die Kontinente überspannende Schweinegrippe 2009 bescherten Roche Milliardenumsätze . Hatte doch die Weltgesundheitsorganisation WHO den Staaten der Erde empfohlen, das Medikament für den Notfall einzulagern.

Regierungen vertrauten auf die Zusicherungen, dass Tamiflu die Ausbreitung von Grippeviren in infizierten Menschen hemmt. Dadurch würden die Symptome Erkrankter gelindert und schwere Verläufe – etwa mit Lungenentzündungen bis hin zum Tod – verringert. Die Erreger könnten so nur noch eingeschränkt auf weitere Menschen übertragen werden. Im Ausnahmezustand einer gefährlichen Influenza-Welle mit einem unbekannten Virus, gegen den es noch keinen Impfstoff gibt, wäre dies zunächst die einzige pharmakologische Waffe.

Doch mittlerweile ist nicht nur fraglich, ob der Wirkstoff Oseltamivir überhaupt Grippeerreger bändigen kann. Pharmawächter haben darüber hinaus erhebliche Zweifel an der Unbedenklichkeit der Influenza-Arznei. Sie rücken den Pharmakonzern Roche ins Zwielicht. Die Geschichte vom Erfolg Tamiflus gründet möglicherweise auf geschönten Ergebnissen, zurückgehaltenen Studien, von Roche abhängige Autoren und dem Versagen von Regulierungsbehörden.

Die ungeheuerlichen Vorwürfe sind nicht neu. Bereits 2009 hatte der Epidemiologe Tom Jefferson zusammen mit Forscherkollegen eine Analyse für die Cochrane Collaboration veröffentlicht. Hinter der Organisation steht ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, die systematisch Studien auf ihre Aussagekraft abklopfen und Übersichtsarbeiten erstellen, um Therapien unabhängig zu bewerten.

[Sven Stockrahm, Pharmaskandal: Das Tamiflu-Geheimnis, ZON, 25.01.2012]
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Auch zahlreiche Medienberichte haben wohl dazu beigetragen, dass das Interesse an Oseltamivir und Zanamivir erheblich gestiegen ist. So wurden im Spätsommer 2005 mehr als 130.000 Packungen dieser Arzneimittel verkauft. 2004 waren es im gleichen Zeitraum lediglich 30.000 Packungen. Dies hat, kombiniert mit dem Problem der zeitaufwändigen Wirkstoffherstellung, dazu geführt, dass die Firma Roche die Lieferungen nach Deutschland beschränkt hat.
Einige Medien berichteten, dass die Firma Roche diesen Umsatzzuwachs mehr oder weniger indirekt gefördert habe. So hieß es in einem Beitrag des ARD-Magazins Monitor vom 11. August 2005, Berichte über die Wirksamkeit des Medikaments seien von PR-Abteilungen gezielt an die Medien ausgegeben worden. Dies geschah allerdings nicht als offizielle Werbung, sondern unter dem Mantel eines seriösen journalistischen Beitrags, was viele Redaktionsmitarbeiter wohl nicht erkannt hatten. Aufgrund einiger Rechtsstreitigkeiten wurde der Bericht inzwischen vorsorglich von der Webseite des Magazins entfernt. Als Quelle für diese journalistischen Beiträge wurde meistens das Institut für Gesundheitsaufklärung (kurz: IFGA) genannt. Viele Redaktionen haben offensichtlich diese Angaben nicht weiter hinterfragt, obwohl eine derartige „Öffentlichkeitsarbeit“ von Pharmakonzernen hinlänglich bekannt ist.
Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete am 19. November 2005 indes von einer zunehmenden Besorgtheit des Konzerns um den eigenen Ruf. So habe anhaltende negative Berichterstattung das Image der Firma insbesondere in den USA beschädigt. Tatsächlich wurde in den Medien zuvor vielfach kritisiert, dass sich der Pharmakonzern trotz der sich anbahnenden Gefahr einer Influenza-Epidemie nicht oder nur halbherzig von den Exklusivrechten für das Medikament trenne. Zur Verbesserung des Ansehens plane Roche laut des vorliegenden Berichts, die Zusammenarbeit mit der PR-Firma Fleishman-Hillard zu vertiefen, um so „proaktiv“ Einfluss auf die Medien zu nehmen.
In jüngerer Zeit wird in den Medien auch vor der massenweisen Anwendung gewarnt, weil die damit verbundene Ausscheidung die Gewässersysteme derart belaste, dass möglicherweise mit einer erheblichen Umweltbelastung der natürlichen Mikroflora und erheblichen Resistenzbildungen bei den Virenstämmen zu rechnen ist.[47]
[
Oseltamivir, In den Medien, Wikipedia, abgerufen am 10.07.2020]
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zur Geheimiskrämerei bei Oseltamivir (Handelsname Tamiflu) 
siehe auch:
Kurz und bündig WHO – Oseltamivir (TAMIFLU) nicht mehr „unentbehrlich“ (arznei-telegramm, a-t 2017; 48: 70-1, 01.08.2017)
- Therapiekritik: ZWEIFEL AN DEN DATEN ZU OSELTAMIVIR (TAMIFLU) (arznei-telegramm, a-t 2010; 41: 4, 13-4, 15.01.2010)

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Der gegenwärtige Stand: Eine Antwort mit zwei Buchstaben

Prof, Knut Wittkowski | Testing Is Nether Necessary Nor Effective | Covid19 {1:24}

Know what’s what !!??
Am 24.05.2020 veröffentlicht 
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STREECKS-CORONA-STUDIE: Streeck wünscht sich "ein bisschen mehr Mut" {1:02}

WELT Nachrichtensender
Am 07.06.2020 veröffentlicht 
Virologe Hendrik Streeck wünscht sich bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie „ein bisschen mehr Mut“. Laut Streeck bestehe die Chance auf eine Erhöhung der Personen mit Teilimmunität in den Sommermonaten.
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Drosten und Wodarg Die ganze Wahrheit {1:35}

Bennos Project
Am 29.03.2020 veröffentlicht 
Anlässlich der Coronakrise: Videos mit dem Wort "Wahrheit" im Titel sind immer die Wahrheit!
Nicht systemrelevanter Synchronsprecher: Benno Lehmann
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Die FAZ als Blockwart: Der nicht abgedruckte Aufruf


Aufforderung an die Bundesregierung und alle Landesregierungen
[Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.]

Mediziner und Wissenschaftler appellieren an die Politik, den Irrsinn der sogenannten Corona-Maßnahmen sofort und vollständig abzubrechen.

Was der Mainstream für fünfstellige Beträge nicht als Anzeige zu schalten wagt, machen wir – oft auch als alternative Medien bezeichnet – dann eben umsonst:

Für einen fünstelligen Preis sollte dieser Aufruf (1,2) am 5. Juni 2020 ganzseitig bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Anzeige geschalten werden. In letzter Minute wurde dies vom Herausgeber der FAZ mit der folgenden Begründung abgelehnt:

„Wir behalten uns vor, Anzeigen, bei denen wir schwerwiegende Bedenken hinsichtlich der dargestellten Inhalte oder der getroffenen Aussagen haben nicht anzunehmen. Nach unserem Erkenntnisstand bestehen an den von Ihnen vertretenen wissenschaftlichen Positionen, auf die Sie sich in der Anzeige beziehen, schwerwiegende Zweifel. So haben wir uns nach eingehender Prüfung entschieden, von der Ihrerseits geplanten Veröffentlichung in der F.A.Z. Abstand zu nehmen“. (2)

mehr:
- Die Farce muss endlich enden! (Peter Frey, Peds Ansichten, 07.06.2020)
siehe auch:
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Update vom 09.06.2020:
Gesamtsterblichkeit in Deutschland (KW1 – KW19)
Ø2016-2019: 388.641
       2018:      401.424
       2020:      363.711
[eigene Auswertung, basierend auf der Sonderauswertung zu Sterbefallzahlen des Jahres 2020, Statistisches Bundesamt, abgerufen am 09.06.2020 – zum jetzigen Zeitpunkt liegen für 2020 noch keine aktuelleren Daten vor]
Interpretation:
Gegenüber den durchschnittlichen Sterbefallzahlen der Jahre 2016-2019 haben wir zum jetzigen Zeitpunkt (bis 19. KW) für das aktuelle Jahr eine Untersterblichkeit (24.930), die deutlich größer ist als die Übersterblichkeit des Jahres 2018 (12.783)

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Die parteiamtliche Benennung Blockleiter setzte sich jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durch, zumal vor 1933 im Organisationsschema der NSDAP für diese Funktionäre die Bezeichnung Blockwart gegolten hatte. Der Ausdruck Blockwart wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von der Bevölkerung auch als Sammelbegriff für rangniedrige Funktionäre der NSDAP wie ihrer Nebenorganisationen benutzt.
Nach einem Rundschreiben vom 31. Januar 1941 sollten die Blockleiter vermerken, „seit wann der Völkische Beobachter bezogen wird, ob die Familie bereits vor dem Flaggengesetz von 1935 eine Hakenkreuzfahne besaß und welcher Volksempfänger in dem Haushalt vorhanden ist. […] Die politische Beurteilung ist […] mit dem zuständigen Block- oder Zellenleiter vorzunehmen.“[1] Mitte 1941 erhielten die Blockleiter den Auftrag, alle Wohnungen aufzusuchen und an den Rundfunkgeräten oder an den Bedienungsknöpfen eine Karte anzubringen, die folgende Warnung enthielt: „Das Abhören ausländischer Sender ist ein Verbrechen gegen die nationale Sicherheit unseres Volkes. Es wird auf Befehl des Führers mit schweren Zuchthausstrafen geahndet. Denke daran!“[2]
Als rangniedrigster Parteifunktionär genoss der Blockleiter kein hohes Ansehen und wurde im Volksmund, besonders in den Städten, verächtlich als „Treppenterrier“ bezeichnet.[3] Er war mit seinen Funktionen ein allgegenwärtiges Instrument der Überwachung und Unterdrückung.
[
Blockleiter, Wikipedia, abgerufen am 09.06.2020]
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Prof, Knut Wittkowski | Testing Is Nether Necessary Nor Effective | Covid19 {1:24}
Know what’s what !!??
Am 24.05.2020 veröffentlicht 
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Samstag, 6. Juni 2020

Ärzte in der Hierarchie: Mundhalten vermeidet Nachteile



Interview mit der Ärztin und Prix-Courage-Trägerin Natalie Urwyler. Sie ortet in der Spitzenmedizin eine «Günstlingswirtschaft».

Gleich drei fehlbare Chefärzte am Zürcher Universitätsspital sorgen für Schlagzeilen: Der Direktor der Gynäkologie, Daniel Fink, liess sich für Operationen an Privatpatientinnen eintragen und bezahlen, obwohl er nicht vor Ort war. Der Chefarzt der Herzchirurgie, Francesco Maisano, weil er wissenschaftliche Publikationen geschönt, nicht zugelassene Implantate eingesetzt und erst noch im Solde von Firmen stand, die Implantate herstellen. Und der Direktor der Kieferchirurgie, Martin Rücker, weil er die Weiterbildung von Assistenzärzten fingiert und sich Patienten in die eigene Praxis überwiesen hat. Diese Vorfälle werfen ein schiefes Licht auf die Ärzteschaft. Natalie Urwyler, Anästhesistin und Leitende Ärztin am Spital Wallis CHVS und Trägerin des Prix Courage 2018 hat Erfahrung mit Machtstrukturen: Sie wurde als aufstrebende Ärztin und Forscherin vom Inselspital Bern entlassen. Ihre Klage auf Diskriminierung des Geschlechts wurde vom Gericht gutgeheissen und das Inselspital verurteilt.

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin, Natalie Rickli, ortet ein Problem mit der Kultur in verschiedenen Kliniken am Universitätsspital. Was ist das Problem an der «Kultur» in der Spitzenmedizin?

Natalie Urwyler: Die Strukturen in Spitälern verhindern eine effiziente und effektive Kontrolle. Das schafft Gelegenheiten – und die sind offenbar oft verführerisch. Auch herrscht oft eine sehr hierarchische Kultur: Was der Chef sagt, wird gemacht. Ich finde es gut, dass Regierungsrätin Rickli da nun durchgreifen will.

Ein Herzchirurg entwickelt Implantate, setzt sie selber ein, ist an den Firmen beteiligt und macht auch gleich noch die wissenschaftlichen Arbeiten dazu. Wie kann es sein, dass da niemand eingreift?

Urwyler: Das ist ein Systemproblem. Wie ich schmerzlich lernen musste, ist Wissenschaft nicht primär da, um «Wissen zu schaffen», sondern um mehr Macht und Geld zu erlangen. Das müssen wir in Zukunft besser organisieren. Die Problematik zeigt sich jetzt sehr deutlich in Bezug auf einen Impfstoff gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2.

mehr:
- «Wer schweigt, kriegt auch ein bisschen vom Kuchen» (Monique Ryser, Info-Sperber, 06.06.2020)
siehe auch:
Medizinerinnen und Mediziner weisen empirisch belegt eine höhere Suizidrate auf als die Allgemeinbevölkerung auf. Die Selbsttötungsraten sind nach den Ergebnissen von 14 internationalen Studien 1,3-3,4-fach höher, die für Medizinerinnen sogar 2,5-5,7-fach höher als bei vergleichbaren Nichtmedizinerinnen. Die Geschlechterverteilung bei den Ärztinnen und Ärzten ist interessanterweise "ausgewogen", während sich in der Allgemeinbevölkerung Männer 2,5 mal häufiger suizidieren als Frauen.

In einer norwegischen Studie gab ein Viertel der Medizinerinnen und Mediziner an, manchmal oder häufig das Gefühl zu haben, das Leben sei nicht mehr lebenswert. Jeder Zehnte der Befragten hatte sogar ernsthafte Suizidabsichten. Eine deutsche Studie erbrachte noch erschreckendere Ergebnisse: Die Hälfte der Medizinerinnen und Mediziner gab an, in ihrem Leben bereits Suizidabsichten gehabt zu haben, zwei Drittel halten es für möglich, dass sie sich in Zukunft suizidieren.

[Melanie Hüttemann, Suizidalität bei Medizinerinnen und Medizinern, Thieme, 08.06.2011]
- Kapitalismus, Soziale Marktwirtschaft und das Versorgungsstärkungsgesetz (Post, 07.02.2015)

mein Kommentar:
Der Prix Courage für Frau Urwyler hört sich gut an! Die andere Seite: Ich bin gespannt, welcher Klinikchef einer solchen Ärztin eine Stelle anbieten wird…
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