Dienstag, 2. April 2019

COG – Continuity of Government – Die Ära Reagan (1981-1989) – Oliver North

Was dieser Post soll?
Es geht um die Beteiligung von Oliver North sowohl an der Iran-Contra-Affäre (die hinlänglich bekannt und belegt ist, s.u.) wie auch um seine Mitarbeit an der Planung von staatlichen Maßnahmen in Ausnahmezuständen.
Im Raum steht die Aussage von Peter Dale Scott, im Rahmen der COG-Planungen sei ein streng geheimes Telefonnetzwerk (damals »Flashboard« genannt) aufgebaut worden, welches North für die Organisation des CIA-Drogenhandels verwendet habe. Wenn diese Aussage zutrifft, würde dies bedeuten, daß der CIA-Drogenhandel aus dem Weißen Haus gesteuert wurde. 
Zur Einordnung dieses Posts siehe:
- COG – Continuity of Government – Materialsammlung (Post, 02.04.2019)
es fehlt noch:
- James McCord (einer der Watergate-Einbrecher)


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Oliver Laurence North (* 7. Oktober 1943 in San Antonio, Texas) ist ein ehemaliger Offizier des Marine Corps der Vereinigten Staaten, zuletzt im Rang eines Lieutenant Colonel. Der Veteran des Vietnamkrieges arbeitete als Agent der CIA und war als militärischer Berater des Nationalen Sicherheitsrates die Schlüsselfigur der Iran-Contra-Affäre während der Präsidentschaft Ronald Reagans. North trat 1994 als Republikaner für den Senat der Vereinigten Staaten an und arbeitete anschließend publizistisch und als Kommentator für Fox News. Seit 2018 ist er Präsident der Waffen-Interessengruppe National Rifle Association (NRA).
[Oliver North, Wikipedia, abgerufen am 02.04.2019]
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Waffengeschäfte

Von der Reagan-Regierung wurden Einnahmen aus geheimen Waffenverkäufen an den Iran an die rechtsgerichtete Guerilla-Bewegung der Contras in Nicaragua weitergeleitet, um sie im Contra-Krieg gegen die sandinistische Regierung zu unterstützen. Zum einen war die Unterstützung der Contras ein klarer Verstoß gegen einen entsprechenden US-Kongressbeschluss (Boland-Amendment), zum anderen war das Geld ursprünglich zum Freikauf US-amerikanischer Geiseln im Libanon vorgesehen. Im Zeitraum vom 20. August 1985 bis zum 28. Oktober 1986 wurden insgesamt 2.515 TOW-Systeme sowie 258 HAWK-Systeme bzw. deren Teile, auch via Israel, an den Iran geliefert.[1] Die Transporte wurden überwiegend von zivilen Fluggesellschaften, wie beispielsweise Southern Air Transport oder St. Lucia Airways, ausgeführt.[2]
Dies war auch deshalb in mehrerer Hinsicht innen- und geopolitisch problematisch, weil der Iran seit der mehr als einjährigen Geiselnahme von 52 amerikanischen Bürgern während der Revolution 1979 als mit den USA verfeindeter Staat galt. Gleichzeitig führte er Krieg gegen den Irak, bei dem die USA tendenziell, wenn auch nicht offiziell, eher den Irak unter Saddam Hussein unterstützten.

Drogenschmuggel

In den Anhörungen zu der Affäre im US-Kongress kam auch ans Licht, dass die Contras über Jahre mehrere Tonnen Kokain in die USA geschmuggelt hatten und die CIA diese Aktivitäten kannte und duldete. Aus den Erlösen des Drogenverkaufs finanzierten die paramilitärischen Contra-Verbände ihren Kampf gegen die linksgerichtete Regierung der Sandinisten. Bei der Aufdeckung tat sich besonders US-Senator John Kerry hervor, der auch eine eigene Untersuchungskommission zu den Drogenhandelsverbindungen von US-Behörden leitete.
Obwohl diese illegalen Aktivitäten ebenso gravierend waren wie die Waffengeschäfte mit dem verfeindeten Iran, spielen sie bis heute in der öffentlichen Wahrnehmung der Affäre kaum eine Rolle. 1996 beschrieb der Enthüllungsjournalist Gary Webb in der Artikelserie Dark Alliance detailliert, wie die großen Mengen an Kokain vor allem in den Ghettos von Los Angeles auf den Markt gebracht worden waren.

Nachwirkungen

Die USA wurden vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen militärischer und paramilitärischer Aktivitäten in und gegen Nicaragua schuldig gesprochen. In einer Resolution forderte die UN-Generalversammlung die USA auf, das Gerichtsurteil anzuerkennen. Nur die USA, Israel und El Salvador stimmten gegen die Resolution. Nachdem die Regierung Nicaraguas 1990 abgewählt worden war und die USA drohten, Hilfszahlungen an das Land einzustellen, gab die Nachfolgeregierung alle Ansprüche aus dem Urteil auf.


Lieutenant Colonel Oliver North, US Marine Corps

Resultate der Untersuchung

Inwieweit Präsident Reagan und Vizepräsident George Bush in die Iran-Contra-Affäre verwickelt waren, konnte durch die beauftragte Untersuchungskommission nie ganz geklärt werden. Reagan selbst machte keine Aussagen dazu und erklärte immer, er könne sich an nichts erinnern.[3] Donald Rumsfeld war zu Zeiten der Affäre spezieller Beauftragter für den Nahen Osten. Eine Schlüsselrolle spielte der damalige CIA-Direktor William Joseph Casey. Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands kam es nie zu einer Verurteilung Caseys. Casey starb am 6. Mai 1987 in New York.
Die offizielle Verantwortung für die illegalen Aktivitäten in der Affäre wurde dem bis dahin eher unbedeutenden Lieutenant Colonel Oliver North zugeschrieben, der im Weißen Haus als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats für die Koordination verdeckter Operationen zuständig war. Trotz offensichtlicher Lügen vor dem Untersuchungsausschuss und nachgewiesener schwerer Vergehen – u. a. hatte er versucht, sämtliche belastenden E-Mails der Reagan-Regierung zu löschen[4] – gelang es North, die Affäre trotz gerichtlicher Verurteilung wegen eines juristischen Verfahrensfehlers als freier Mann zu überstehen. Er gewann in der Folge eine Art Kult-Status bei den amerikanischen Konservativen und ist heute Präsident der National Rifle Association, Vortragsredner und Autor zahlreicher Bücher. Sechs der höchstrangigen Beteiligten, darunter der ehemalige Verteidigungsminister Caspar Weinberger und der ehemalige Sicherheitsberater Robert McFarlane, wurden von Präsident George H. W. Bush begnadigt. Kritische Stimmen in der US-Öffentlichkeit vermuteten, dass damit weitere Untersuchungen, auch über Bushs eigene Rolle als Vizepräsident der Regierung Reagan, verhindert werden sollten.
[Iran-Contra-Affäre, Wikipedia, abgerufen am 02.04.2019 – Hervorhebung von mir]

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Mein Kommentar:
»Ein juristischer Verfahrensfehler«…
Na sowas, so ein Pech aber auch…


In einer Geheimaktion hatte North, damals Mitglied von Reagans Sicherheitsrat, den Verkauf von Waffen an das Mullah-Regime im Iran organisiert, um mit den Erlösen den Kampf der Contras gegen Ortegas Sandinistenregierung zu finanzieren. Der Kongress hatte diese Unterstützung im sogenannten „Boland Amendment“ verboten. Die Waffenverkäufe an Iran, für Amerikaner ein Erzfeind seit der Besetzung der US-Botschaft in Teheran mit mehrmonatiger Geiselnahme während der islamischen Revolution 1979, kamen im November 1986 ans Licht, im Zusammenhang mit dem Freikauf von Hisbollah-Geiseln im Libanon. Reagan behauptete, er habe von den Vorgängen nichts gewusst, und warf North aus dem Sicherheitsrat. Bei Befragungen belog North die Untersuchungskommission zunächst, wie er später in einer weiteren Sitzung vor laufenden Kameras zugab. Er nannte es „eine gute Sache, den Freiheitskämpfern zu helfen“. 1988 verurteilte ihn ein Gericht zu drei Jahren Gefängnis auf Bewährung und einer Geldstrafe von 150000 Dollar. Die Berufungsinstanz kassierte das Urteil 1990 – mit der Begründung, North habe während seiner offenen Aussagen im Untersuchungsausschuss eine begrenzte Immunität genossen. Seine Aussagen hätten nicht zu seinem Nachteil verwendet werden dürfen, denn sie hätten womöglich zu seiner Vorverurteilung geführt und ein faires Strafverfahren verhindert.
[Lord of War, Cicero, undatiert]

During the Cold War, the government secretly invested billions of dollars in a complicated set of plans that would determine what activities and processes would be needed following a nuclear attack — and even what totems of American culture should be saved. […]
Much of the administration's planning fell to a Marine officer on the National Security Council named Oliver North. Early in his White House tenure, in 1982, North helped draft Reagan's National Security Decision Directive 55, titled "Enduring National Leadership," and coordinated with FEMA's National Preparedness Directorate and two new agencies focused on COG planning, known by their innocuous cover names: the National Program Office and the Defense Mobilization Systems Planning Activity. Together, they represented a vast bureaucracy hidden in plain sight: For every dollar that FEMA spent preparing for natural disasters, the agency's public purpose, it spent $12 preparing for nuclear war and running continuity-of-government programs. Nearly a third of FEMA's entire workforce existed in the secret black budget, known to only 20 members of Congress.
The National Program Office, run by Vice President George H.W. Bush, gobbled up billions of dollars in classified funds planning for Doomsday. Building off an Eisenhower-era plan to appoint private-sector czars to oversee post-disaster response, the National Program Office established a top-secret list of former public officials who would be called upon in the event key office-holders were killed. Known as TREETOP, the plan outlined the military aides, war plans, and procedures that would make up the "Presidential Successor Support System," or PS3 for short.
automatisierte Google-Übersetzung:
Während des Kalten Krieges investierte die Regierung insgeheim Milliarden von Dollar in komplizierte Pläne, mit denen bestimmt werden sollte, welche Aktivitäten und Prozesse nach einem Atomangriff erforderlich sind - und sogar, welche Totems der amerikanischen Kultur gerettet werden sollten. […]
Ein Großteil der Planungen der Verwaltung fiel auf einen Marine-Offizier im Nationalen Sicherheitsrat namens Oliver North. Zu Beginn seiner Amtszeit im Weißen Haus im Jahr 1982 half North bei der Ausarbeitung der Richtlinie 55 über die nationale Sicherheitsentscheidung von Reagan mit dem Titel "Enduring National Leadership", die mit der Nationalen Bereitschaftsdirektion der FEMA und zwei neuen Agenturen koordiniert wurde, deren Schwerpunkt auf der COG-Planung lag, das Nationale Programmbüro und die Planungstätigkeit für Verteidigungsmobilisierungssysteme. Zusammen stellten sie eine riesige Bürokratie dar, die vor den Augen der Öffentlichkeit versteckt war: Für jeden Dollar, den die FEMA für die Vorbereitung auf Naturkatastrophen, den öffentlichen Zweck der Agentur, ausgegeben hatte, gab sie 12 Dollar für die Vorbereitung auf einen Atomkrieg und die Durchführung von Regierungskontrollprogrammen aus. Fast ein Drittel der gesamten Belegschaft der FEMA befand sich im geheimen schwarzen Budget, das nur 20 Kongressmitgliedern bekannt waren.
Das von Vizepräsident George HW Bush geleitete Nationale Programmbüro verschlang Milliarden von Dollars bei der Planung der Fonds für Doomsday. Ausgehend von einem Plan der Eisenhower-Ära zur Ernennung von Zaren aus dem Privatsektor, die die Reaktion nach Katastrophen beaufsichtigen sollen, erstellte das Nationale Programmbüro eine streng geheime Liste ehemaliger öffentlicher Amtsträger, die bei der Ermordung wichtiger Amtsträger in Anspruch genommen würden. Der unter dem Namen TREETOP bekannte Plan umriss die Militärhelfer, Kriegspläne und Verfahren, aus denen das "Presidential Support Support System" (kurz PS3) bestehen sollte.
[Washington's secret Doomsday plans, Garrett Graff, The Week, 30.07.2017] – Google-Übersetzung – Hervorhebung von mir

Geheime Befugnisse: Ausnahmezustand 9/11 - Dirk Pohlmann (Teil 2) | ExoMagazin {13:42 – Start bei 0:57}

ExoMagazinTV
Am 03.08.2018 veröffentlicht
Seit dem 11. September 2001 operiert die US-Regierung im "Continuity of Government"-Modus - ein Ende des Ausnahmezustands ist nicht in Sicht.
Der investigative Journalist und Filmemacher Dirk Pohlmann deckt im zweiten Teil seines Vortrags auf, wie und von welchen Akteuren der in den USA ausgerufene Ausnahmezustand unter großer Geheimhaltung vorbereitet wurde. Patriot Act, Total Information Awareness, extralegale Hinrichtungen, Geheimgefängnisse der CIA – sie dienen nicht nur der zeitweiligen Verfolgung von Terrorverdächtigen, sondern wurden für einen langen Zeitraum eingerichtet, dessen Ende nicht abzusehen ist.
►►Den gesamten Beitrag hier anschauen: http://bit.ly/2AzYdNH
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Oliver North Questioned - Rex 84 Exposed - Jack Brooks {2:02}

mister holmz
Am 07.12.2011 veröffentlicht
Fema Camps exposed

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Rex 84, short for Readiness Exercise 1984, was a classified scenario and drill developed by the United States federal government to detain large numbers of United States citizens deemed to be "national security threats", in the event that the President declared a "State of National Emergency". The plan was first revealed in detail in a major daily newspaper by reporter Alfonso Chardy in the July 5, 1987 edition of the Miami Herald. Possible reasons for such a roundup were reported to be widespread opposition to a U.S. military invasion abroad, such as if the United States were to directly invade Central America.[1][2][3] To combat what the government perceived as "subversive activities", the plan also authorized the military to direct ordered movements of civilian populations at state and regional levels, according to Professor Diana Reynolds.[4]
Existence of a master military contingency plans (of which REX-84 was a part), "Garden Plot" and a similar earlier exercise, "Lantern Spike", were originally revealed by journalist Ron Ridenhour, who summarized his findings in an article in CounterSpy.[5]
Transcripts from the Iran-Contra Hearings in 1987 record the following dialogue between Congressman Jack Brooks, Oliver North's attorney Brendan Sullivan and Senator Daniel Inouye, the Democratic Chair of the joint Senate–House Committee:[6]
Contingency plans by the US Government for rounding up people perceived by the government to be subversive or a threat to civil order have existed for many decades.[7] For example, from 1967 to 1971, the FBI kept a list of over 100,000 people to be rounded up as subversive, dubbed the "ADEX" list.[8]
See Also
 automatisierte Google-Übersetzung:
Rex 84 , kurz für Readiness Exercise 1984 , war ein klassifiziertes Szenario und ein von der US- Bundesregierung entwickeltes Drill, um eine große Anzahl von US-amerikanischen Staatsbürgern, die als " nationale Sicherheitsbedrohung " betrachtet werden, festzuhalten, falls der Präsident einen " Staat der USA " erklärte Nationaler Notfall ". Der Plan wurde erstmals in einer großen Tageszeitung von Reporter Alfonso Chardy in der Ausgabe des Miami Herald vom 5. Juli 1987 veröffentlicht. Als mögliche Gründe für eine solche Razzia wurde berichtet, dass sie gegen eine US-amerikanische Militärinvasion im Ausland weit verbreitet sind, etwa wenn die USA direkt in Zentralamerika einmarschieren würden. [1] [2] [3] Um zu bekämpfen, was die Regierung als "subversive Aktivitäten" wahrnimmt, ermächtigte der Plan das Militär auch, geordnete Bewegungen der Zivilbevölkerung auf staatlicher und regionaler Ebene zu leiten, so Professor Diana Reynolds. [4]
Das Vorhandensein eines Master-Notfallplans für den Notfall (zu dem REX-84 gehörte), " Garden Plot " und eine ähnliche frühere Übung "Lantern Spike" wurden ursprünglich vom Journalisten Ron Ridenhour enthüllt, der seine Ergebnisse in einem Artikel in CounterSpy zusammenfasste . [5]
Transkripte aus den Iran-Contra- Anhörungen aus dem Jahr 1987 zeichnen den folgenden Dialog zwischen dem Abgeordneten Jack Brooks , dem Anwalt von Oliver North , Brendan Sullivan, und dem Senator Daniel Inouye , dem Vorsitzenden der Demokratischen Partei des Senats und des Senats, auf: [6]
Kontingenzpläne der US-Regierung, die Menschen zusammenfassen, die als subversiv oder als Bedrohung der bürgerlichen Ordnung wahrgenommen werden, existieren seit vielen Jahrzehnten. [7] Zum Beispiel behielt das FBI von 1967 bis 1971 eine Liste von über 100.000 Personen bei, die als subversiv aufgerollt werden sollten und als " ADEX " -Liste bezeichnet wurden. [8]
Siehe auch 
[Rex 84, engl. Wikipedia, abgerufen am 02.04.2019] – Google-Übersetzung
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Zum Artikel von Peter Dale Scott:
Er schreibt, Oliver North gehörte zum Office of Emergency Preparedness (OEP).
An dieser Stelle können einen die Amis wirklich kirre machen:
Die engl. Wikipedia schreibt:
Wenn man auf den Link klickt, gelangt man zum 
Office of Civil and Defense Mobilization
erster Satz:
Not to be confused with the Office for Emergency Management. 
[Hervorhebungen von mir]
Mein Kommentar:
Da denke ich mir doch meinen Teil!
Erinnert sich noch jemand an »Blackwater«? 
Wurde 2007 in Blackwater worldwide, 2009 in Xe Services LLC und 2011 in Academi umbenannt…
Im Jahr 2014 wurde Academi mit Triple Canopy und sechs weiteren Militärdienstleistern aufgekauft und unter Constellis Holdings, Inc. zusammengefasst.[2]
[Academi, Wikipedia, abgerufen am 24.07.2019]
- Academi, Irak-Lizenz und Ermittlungen gegen Blackwater (Wikipedia)
Das sind vielleicht Schweine, aber dumm sind sie nicht!
- Söldner in den USA – Wie die Privatisierung des Krieges voranschreitet (Nana Brink, Deutschlandfunk, 22.11.2018)
- SÖLDNERFIRMA BLACKWATER: Eine Ansammlung zweifelhafter Charaktere (Lorenz Hemicker, FAZ, 23.10.2014)
- IRAK-KRIEG: Blackwater-Söldner töteten im Auftrag der CIA (D.C. Schmidt, F. Flade, WELT, 11.12.2009)

mehr zur Arbeit von Oliver North an offiziellen Notfallplänen:
- "21 million Negroes", FEMA, and martial law (Alfonso Chardy, Miami Herald, 21.08.2005)
- Foundations are in place for Martial Law in the USA (Ritt Goldstein, abovetopsecret.com, 27.07.2002)
- Reagan Aides and the Secret Government – NATIONAL CRISIS PLAN (Alfonso Chardy, Miami Herald, 05.07.1987)
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COG – Continuity of Government – Die Ära Eisenhower (1953-1961)

siehe erst:
- COG – Continuity of Government – Materialsammlung (Post, 02.04.2019)

WASHINGTON – CBS President Frank Stanton (search) was one of six private citizens secretly recruited and granted authority by President Eisenhower (search) to run major components of the government if a Soviet attack wiped out many American leaders.
No public announcement of the appointments was made. Their existence was confirmed by recently publicized Eisenhower administration letters.
A few weeks after the Soviets launched the first manmade satellite in 1957, shattering America's sense of security, Stanton was summoned to the White House to see Eisenhower.
Stanton knew his friend was agonizing over how to respond to Sputnik (search) and the terrorizing thought that permeated America: Had the Soviets gained a huge first-strike advantage in the nuclear arms race?
But Stanton learned Eisenhower also was wrestling with how best to ensure the U.S. government could function in an emergency.
Stanton, who had no experience or ambitions in government, was taken aback when the president asked if he would be willing to oversee a federal communications agency after such an attack.
"I was surprised and startled by the breadth of the assignment," said the 96-year-old Stanton, who lives in Boston.
Nervous about the awesome task of keeping the nation's telephone, radio and television systems operating after an attack, Stanton said he nevertheless "agreed to do my chore."
"The president was planning for the unthinkable," said retired Army Gen. Andrew J. Goodpaster, Eisenhower's staff secretary. "He wanted to bring in the wisdom and competence to reinforce whatever elements of the government survived and provide some assurance that our government could not be decapitated."
Presidents are granted vast powers under the Constitution to lead the nation in times of war or enemy attack.
Shortly after the 2001 terrorist attacks, President Bush created a shadow government of 75 to 150 officials who worked in mountainside bunkers outside Washington to ensure the government would function if the capital came under attack.
All those officials already were in government when they were given the assignment. Eisenhower is believed to be the first president to go outside government to look for leaders in a crisis.
"Eisenhower went beyond the normal lines of succession, which I think was a reflection of the widespread paralyzing fear that swept the country in the 1950s," said Peter Kuznick, a history professor and director of the Nuclear Studies Institute (search) at American University.
automatisierte Google-Übersetzung:
WASHINGTON - CBS-Präsident Frank Stanton ( Suche ) war einer von sechs Privatpersonen, die von Präsident Eisenhower ( Suche ) insgeheim angeworben und autorisiert wurden, wichtige Teile der Regierung zu führen, falls ein sowjetischer Angriff viele amerikanische Führer auslöste.
Es wurde keine öffentliche Bekanntgabe der Termine gemacht. Ihre Existenz wurde durch kürzlich veröffentlichte Schreiben der Eisenhower-Administration bestätigt.
Ein paar Wochen nachdem die Sowjets 1957 den ersten von Menschenhand geschaffenen Satelliten gestartet hatten, der das Sicherheitsgefühl der USA erschütterte, wurde Stanton ins Weiße Haus gerufen, um Eisenhower zu sehen.
Stanton wusste, dass sein Freund quälte, wie er auf Sputnik ( Suche ) und den terroristischen Gedanken reagieren sollte, der Amerika durchdrang: Hatten die Sowjets im Nuklearwaffenrennen einen großen Erstschlag erlangt?
Stanton erfuhr jedoch, dass Eisenhower auch damit zu kämpfen hatte, wie die US-Regierung im Notfall am besten funktionieren könnte.
Stanton, der keine Erfahrung oder Ambitionen in der Regierung hatte, war verblüfft, als der Präsident fragte, ob er nach einem solchen Angriff bereit wäre, eine bundesstaatliche Kommunikationsagentur zu beaufsichtigen.
"Ich war überrascht und verblüfft über die Breite des Auftrags", sagte der 96-jährige Stanton, der in Boston lebt.
Stanton sagte, er sei nervös wegen der unglaublichen Aufgabe, die Telefon-, Radio- und Fernsehsysteme der Nation nach einem Angriff weiterhin in Betrieb zu halten.
"Der Präsident plante für das Undenkbare", sagte der pensionierte Armeegeneral Andrew J. Goodpaster, Eisenhowers Stabsekretär. "Er wollte die Weisheit und die Kompetenz einbringen, um zu stärken, welche Elemente der Regierung überlebt haben, und die Gewissheit zu geben, dass unsere Regierung nicht enthauptet werden kann."
Präsidenten werden im Rahmen der Verfassung weitreichende Befugnisse eingeräumt, um die Nation in Kriegszeiten oder feindlichen Angriffen zu führen.
Kurz nach den Terroranschlägen von 2001 schuf Präsident Bush eine Schattenregierung von 75 bis 150 Beamten, die in Bunkern in den Bergen außerhalb von Washington arbeiteten, um sicherzustellen, dass die Regierung funktionieren würde, falls die Hauptstadt angegriffen würde.
Alle diese Beamten waren bereits in der Regierung, als sie den Auftrag erhielten. Es wird angenommen, dass Eisenhower der erste Präsident ist, der sich außerhalb der Regierung befindet, um in einer Krise nach Anführern zu suchen.
"Eisenhower ging über die üblichen Nachfolgelinien hinaus, was meiner Meinung nach ein Ausdruck der weit verbreiteten lähmenden Angst war, die das Land in den fünfziger Jahren erfasst hatte", sagte Peter Kuznick, Professor für Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute ( Suche ) der American University .
[Eisenhower Had Plan for Continuity of Government, Associated Press, Fox News, 14.01.2015] – Google-Übersetzung

Since the outset of the cold war, the US government has spent hundreds of billions of dollars on infrastructure and processes designed to ensure that the sitting president and other political and military leaders would survive a nuclear war, and be able to govern in its aftermath. As Garrett M. Graff documents in his new book, Raven Rock: The Story of the U.S. Government’s Secret Plan to Save Itself--While the Rest of Us Die, these plans have largely been kept a secret.
As Graff argues, the secrecy of such policies for “continuity of government” has obscured questions not only about their effectiveness, but also about their legal, constitutional, and moral legitimacy. Raven Rock, the first comprehensive history of these mysterious plans, is both a lively story with vivid details of secret bunkers, and a thoughtful analysis of how bureaucratic plans for the apocalypse illuminate the relationship between government, industry, and the American public.
automatisierte Google-Übersetzung: 
Seit Beginn des Kalten Krieges hat die US-Regierung Hunderte Milliarden Dollar für Infrastruktur und Prozesse ausgegeben, die sicherstellen sollen, dass der amtierende Präsident und andere politische und militärische Führer einen Atomkrieg überleben und danach regieren können. Wie Garrett M. Graff in seinem neuen Buch Raven Rock dokumentiert : Die Geschichte des geheimen Plans der US-Regierung, sich selbst zu retten – Während der Rest von uns stirbt, wurden diese Pläne weitgehend geheim gehalten.
Wie Graff argumentiert, hat die Geheimhaltung solcher Richtlinien für „Kontinuität der Regierung“ nicht nur die Frage nach ihrer Wirksamkeit, sondern auch nach ihrer rechtlichen, verfassungsrechtlichen und moralischen Legitimität verdeckt. Raven Rock, die erste umfassende Geschichte dieser geheimnisvollen Pläne, ist sowohl eine lebhafte Geschichte mit lebhaften Details der geheimen Bunker als auch eine nachdenkliche Analyse, wie bürokratische Pläne für die Apokalypse die Beziehung zwischen Regierung, Industrie und der amerikanischen Öffentlichkeit beleuchten.
[The U.S. Government’s Secret Plan to Save Itself, While the Rest of Us Die (Vortragsankündigung, newamerica.org, 24.05.2017) – Google-Übersetzung


But if there is anything that “Raven Rock” proves with grim certitude, it is that we have little idea how events would have unfolded in a superpower nuclear conflict, and that technological limits, human emotion and enemy tactics can render the most painstaking and complex arrangements irrelevant, obsolete or simply obscene.
These contradictions are evident with each commander in chief Graff considers. During an apparent attack that proved to be a false alarm, Harry Truman refused to follow protocol and instead remained working in the Oval Office. Same with Jimmy Carter, who after a 1977 drill wrote in his diary that “my intention is to stay here at the White House as long as I live to administer the affairs of government, and to get Fritz Mondale into a safe place” to ensure the survival of the presidency. And after Richard Nixon’s first briefing on the use of nuclear weapons — there were only five possible retaliatory or first-strike plans, and none involved launching fewer than 1,000 warheads — national security adviser Henry Kissinger was blunt about the president’s dismay with his alternatives: “If that’s all there is, he won’t do it.”
 automatisierte Prompt-Übersetzung: 
Aber wenn es irgendetwas gibt, was “Rabenfelsen” mit der grimmigen Gewissheit beweist, ist es, dass wir wenig Idee haben, wie Ereignisse in einer Supermacht Kernkonflikt entfaltet hätten, und dass technologische Grenzen, menschliches Gefühl und feindliche Taktik die meisten sorgfältigen und komplizierten Vereinbarungen irrelevant, veraltet oder einfach obszön machen können.
Diese Widersprüche sind mit jedem Oberbefehlshaber Graff offensichtlich zieht in Betracht. Während eines offenbaren Angriffs, der sich erwiesen hat, ein Fehlalarm zu sein, hat sich Harry Truman geweigert, Protokoll zu folgen, und hat stattdessen im Oval Office arbeiten müssen. Dasselbe mit Jimmy Carter, der nachdem eine Bohrmaschine[drill = Übung] von 1977 in seinem Tagebuch geschrieben hat, dass “meine Absicht ist, hier am Weißen Haus zu bleiben, so lange lebe ich, um die Angelegenheiten der Regierung zu verwalten und zu veranlassen, dass Fritz Mondale in einen sicheren Platz” das Überleben der Präsidentschaft sichert. Und nach Richard Nixons erster Anweisung auf dem Gebrauch von Kernwaffen — gab es nur fünf möglich Vergeltungs- oder Erststreikpläne, und niemand hat Stapellauf von weniger als 1.000 Sprengköpfen eingeschlossen — nationaler Sicherheitsberater Henry Kissinger war über die Betroffenheit des Präsidenten mit seinen Alternativen stumpf: “Wenn es alles ist, was es gibt, wird er es nicht tun.”
[Book Party Review: How U.S. presidents prepare for the end of the world, Carlos Lozada, Washington Post, 27.04.2017] – keine Google-Übersetzung möglich

Der «Continuity of Operations Plan» wurde vom Weissen Haus nach den Anschlägen vom 11. September ausgearbeitet. Pläne für eine Evakuierung der Regierung hatte es schon vorher gegeben; sie gehen auf die Administration von Dwight D. Eisenhower zurück. Während der ganzen Zeit des Kalten Kriegs waren sie jedoch nie aktiviert worden. Anfang der siebziger Jahre hatte die amerikanische Öffentlichkeit nach einem Flugzeugabsturz in den Appalachen erstmals von der Existenz eines zivilen Regierungsbunkers erfahren. Die militärische Kommandostruktur verfügte schon lange über atomsichere Unterstände in Nebraska und in Colorado. Wenig bekannt waren die seit Beginn des Atomzeitalters gemachten Überlegungen für die Aufrechterhaltung einer zivilen Verwaltung im Katastrophenfall. Sie blieben weitgehend auf dem Papier. Zur eigentlichen Erprobung des Ernstfalls kam es nach der Darstellung der «Washington Post» nie. Immerhin hatte Präsident Reagan von jedem Ministerium einen detaillierten Plan über die Verteidigung und die für das Überleben notwendigen Bedürfnisse im Fall eines atomaren Angriffs auf die Hauptstadt Washington verlangt. Zu jener Zeit war auch die Nachfolge in den Ämtern und die Übertragung von Kompetenzen im Notstand geregelt worden.
[Schattenadministration der USA im Bunker, Neue Zürcher Zeitung, 02.03.2002]
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COG – Continuity of Government – Materialsammlung

Vorbemerkung:
1. In politischen Kreisen in den USA wird davon geredet, 9/11 sei nicht nur eine Katastrophe gewesen, sondern habe den Neokonservativen (Neocons – siehe PNAC) die Möglichkeit gegeben, die Macht an sich zu reißen – vielerorts wird von einem Putsch geredet.
[USA: Die verrückten Neocons und ihr Putsch, Post, 02.03.2019]
2. Peter Dale Scott versucht eine Beziehung herzustellen zwischen den Notfallplänen der US-Regierung nach dem Zweiten Weltkrieg (Insider-Bezeichnung »Doomsday-Project«) und dem »Putsch« der Neokonservativen an 9/11.
Der von Scott verwendete Begriff »Doomsday-Project« mag nach einer Verschwörungs-Theorie klingen, jedoch findet sich bei YouTube ein halbes Dutzend Videos, bei der das Präsidenten-Notfall-Flugzeug »Doomsday-Plane« genannt wird.
3. Da Scott der einzige ist, von dem ich eine solche Theorie gefunden habe (die sich mir als völlig schlüssig darstellt und von der ich glaube, daß sich Dirk Pohlmann in seinen 9/11-Vorträgen auf diese bezieht), 
[Dirk Pohlmann zu den Hintergründen und Folgen von 9/11, Post, 29.06.2018]
will ich herausfinden, wie belastbar Scotts Theorie ist.
4. Meine Recherchen haben mich zu dem Schluß geführt, daß 9/11 eine Art »Inside-Job« gewesen sein muß – 
[9/11: Es stinkt gewaltig!, Post, 28.11.2018]
ich glaube inzwischen tatsächlich, daß es sich hier um eine Verschwörung handelte.
5. Scott geht einen Schritt weiter: Er legt in seinem Essay dar, 
daß 9/11 ein vorläufiger Höhepunkt einer seit den 50er/60er Jahren existierenden politischen Philosophie und neokonservativen Bewegung ist.
[Peter Dale Scott, Das Doomsday-Projekt und Tiefenereignisse: JFK, Watergate, Iran-Contra und 9/11 – Ein Essay, Post, 01.04.2019 – sinniges Datum!👻😂]
Fast alle COG-Posts beziehen sich auf Scotts Artikel.

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Ein Continuity-of-Operations-Plan (oder Continuity-of-Government- Plan) ist Teil der US-amerikanischen Regierungsoperationen, seit Präsident Dwight D. Eisenhower (auf Anordnung der Exekutive) verschiedene Maßnahmen vorgesehen hat, die sicherstellen sollen, dass die Regierung der Vereinigten Staaten weiterhin operieren kann nach einem Atomkrieg [3]
Diese Maßnahmen umfassten den Bau unterirdischer Anlagen wie " Mount Weather ", einen mutmaßlich kernwaffenfesten Berg im Nordosten von Virginia ; und Raven Rock Mountain Complex in der Nähe von Camp David in Maryland. Die Öffentlichkeit kann jetzt eine solche Anlage besichtigen, die den gesamten Kongress der Vereinigten Staaten auf dem Gelände des Greenbrier Resorts in White Sulphur Springs, West Virginia , beherbergen soll. (Siehe auch Projekt Greek Island .) Zu den weiteren Bestimmungen der Pläne gehörten Ausführungsbefehle, mit denen bestimmte Regierungsbeamte beauftragt wurden, Kabinetts- und andere Exekutivstellenpositionen zu übernehmen, und die Verantwortlichkeiten der Position wahrnehmen, wenn die primären Amtsträger getötet werden. [3]
Seit 1792 gibt es eine formelle Nachfolge an die Präsidentschaft (derzeit im Presidential Succession Act von 1947, 3 USC, § 19 ). Dies geht vom Vizepräsidenten bis zum Präsidenten des Repräsentantenhauses , dem Präsidenten des Senats und dann durch die Kabinettssekretäre in einer vom Kongress festgelegten Reihenfolge.
Die Kontinuität der Regierungspläne ist nicht auf die Bundesregierung beschränkt. Die Mehrheit der Staaten hat verfassungsrechtliche Bestimmungen, die im Falle eines "feindlichen Angriffs" die Regierungsnachfolge vorsehen. [4]
[Quelle: United States federal government continuity of operations, History, engl. Wikipedia, abgerufen am 02.04.2019] – Google-Übersetzung
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Peter Dale Scott & David Talbot in conversation {1:32:54}

Ken Jenkins
Am 18.05.2015 veröffentlicht 
Author David Talbot interviews author Peter Dale Scott upon the publication of Scott's book "The American Deep State". February, 2015

COG-Posts:
- Peter Dale Scott, Das Doomsday-Projekt und Tiefenereignisse: JFK, Watergate, Iran-Contra und 9/11 – Ein Essay (05.04.2019)
- COG – Continuity of Government – Die Ära Eisenhower (1953-1961) (05.04.2019)
- COG – Continuity of Government – Die Ära Reagan (1981-1989) – Oliver North (05.04.2019)
- COG nach 9/11 – Der Ausnahmezustand – und seine Vorbereitung – laden zum Mißbrauch ein (05.04.2019)
- Der Boden für 9/11: »Continuity of Government« (COG) (Post, 28.01.2013)

siehe auch:
Peter Dale Scott, 9/11 Terror Trading bei Lars Schall
- Beware of a Limited Hangout, Teil 1 (23.03.2017)
- Beware of a Limited Hangout, Teil 2 (24.03.2017)
- Beware of a Limited Hangout, Teil 3 (25.03.2017)

zur Saudi-Connection:
- Terror von 9/11: Die USA schützen die Hintermänner (Teil 1) (Post, 04.07.2018)

Meinungsmanipulation:
- Das Blumenkind und der Präsident (Markus Kompa, Telepolis, 19.08.2013)
- Das Geheimnis erzeugt Wirklichkeit als Fiktion (Mathias Bröckers, Telepolis, 12.12.2007)

Privatisierung der amerikanischen Kriege

Der "Permanent War Complex" - Teil 1

Als US-Präsident George W. Bush am 1. Mai 2003 Vollzug meldete und nach nur sechswöchigem Kampf den Sieg der von ihm geschmiedeten "Koalition der Willigen" im Irak verkündete, hat er wohl nicht geahnt, dass ihm der eigentliche Krieg erst noch bevorstehen würde.

Fünf Jahre später präsentierten die Ökonomen Joseph Stiglitz und Linda Bilmes eine vorläufige Bilanz des Konflikts, die für die Regierung Bush kaum verheerender hätte ausfallen können.1 Dies umso mehr, als sich die Autoren vielen zentralen Fragen des Kriegs nur am Rande widmen: so dem horrenden Blutzoll der irakischen Zivilbevölkerung, den Millionen Flüchtlingen innerhalb und außerhalb des Landes, der infrastrukturellen, ökonomischen und sozialen Misere, der alltäglichen Gewalt oder den politischen Verwerfungen im Nahen und Mittleren Osten.

Das Hauptanliegen ihrer Analyse sind vielmehr die oft vernachlässigten ökonomischen Folgen des Kriegs - ausgedrückt in US-Dollars. Auch in diesem Punkt hatten Bush und seine Gefolgsleute das, was auf die Amerikaner zukommen könnte, in unverantwortlicher Weise bagatellisiert. Kurz vor dem Krieg vermutete der damalige Wirtschaftsberater des Präsidenten, Larry Lindsey, dass die Gesamtkosten sich auf etwa 200 Milliarden Dollar belaufen könnten. Verteidigungsminister Rumsfeld tat diese Prognose als "Quatsch" ab; allenfalls 50 bis 60 Milliarden würden anfallen.

In ihrer Gegenrechnung müssen Stiglitz und Bilmes zwar mit etlichen Unbekannten klarkommen. Dennoch gelingt ihnen eine jederzeit schlüssige, nachvollziehbare Kalkulation. Am Ende, so lautet ihr Ergebnis, dürften sich die Gesamtkosten auf drei Billionen Dollar allein für die USA summieren; die Kosten der anderen Kriegsteilnehmer sowie des Irak sind da noch nicht mitgerechnet. Eine kaum glaubliche Summe. Doch das ist längst nicht alles. Das Watson Institute for International and Public Affairs an der Brown University in Providence, Rhode Island, zeigt in seinem Projekt Costs of War, dass seit 9/11 die Ausgaben für den Krieg gegen den Terror sich auf eine noch weit höhere Summe belaufen: fast sechs Billionen US-Dollar.

mehr:
- Privatisierung der amerikanischen Kriege (Ulrich Teusch, Telepolis, 02.04.2019)
Mein Kommentar:
Erinnert sich noch jemand an »Blackwater«? 
Wurde 2009 in Xe Services LLC und 2011 in Academi umbenannt… (für mehr siehe Academi [Wikipedia])
- Academi, Irak-Lizenz und Ermittlungen gegen Blackwater (Wikipedia)
Das sind vielleicht Schweine, aber dumm sind sie nicht!
- Söldner in den USA – Wie die Privatisierung des Krieges voranschreitet (Nana Brink, Deutschlandfunk, 22.11.2018)
- SÖLDNERFIRMA BLACKWATER: Eine Ansammlung zweifelhafter Charaktere (Lorenz Hemicker, FAZ, 23.10.2014)
- Falsche Freunde (Paul Schreyer, Telepolis, 19.05.2014 – lesenswert!)
- Geheimdienstbericht: Hunderte US-Söldner sollen für Kiew im Einsatz sein (Alex Lantier, World Socialist Website, 14.05.2014)
- Geheimdienstbericht: Hunderte US-Söldner sollen für Kiew im Einsatz sein (WELT, 11.05.2014)
- Nun doch: US-Söldner in der Ostukraine (Hans Springstein, Freitag-Community, 11.05.2014)
- IRAK-KRIEG: Blackwater-Söldner töteten im Auftrag der CIA (D.C. Schmidt, F. Flade, WELT, 11.12.2009)

Montag, 1. April 2019

Peter Dale Scott, Das Doomsday-Projekt und Tiefenereignisse: JFK, Watergate, Iran-Contra und 9/11 – Ein Essay

siehe erst:
- COG – Continuity of Government – Materialsammlung (Post, 02.04.2019)

es fehlen 
Nicht-Scott-Quellen bezügl. Beziehung Oliver North – Flashboard
vielleicht:
Lost Lilith (Thread auf Wallsteet Online), Thema: Iran-Contra-Affäre- Regierung Bush über ein Buch von Webster G. Tarpley & Anton Chaitkin: George Bush: The Unauthorized Biography (suche nach flashboard)


Das Doomsday-Projekt und Tiefenereignisse: JFK, Watergate, Iran-Contra und 9/11 von Peter Dale Scott
„Ich weiß, dass die Fähigkeit, um die Tyrannei in Amerika komplett zu machen, da ist, und wir müssen dafür sorgen, dass diese Behörde [die National Security Agency] und alle Behörden, die diese Technologie besitzen, im Rahmen des Gesetzes und unter Aufsicht operieren, so dass wir nie über diesen Abgrund hinaus gehen. Das ist der Abgrund, von dem aus es keine Rückkehr gibt.“ – Senator Frank Church (1975)
Ich möchte vier große und schlecht verstandene Ereignisse besprechen – das John-F.- Kennedy-Attentat, Watergate, Iran-Contra und 9/11. Ich werde diese Tiefenereignisse als Teil eines tieferen politischen Prozesses analysieren, der sie verbindet; ein Prozess, der dazu beigetragen hat, repressive Macht in Amerika auf Kosten der Demokratie aufzubauen.

In den letzten Jahren habe ich über eine dunkle Kraft hinter diesen Ereignissen gesprochen – eine Kraft, die ich in Ermangelung eines besseren Begriffs unbeholfen als „tiefen Staat“ bezeichnete –, welche sowohl innerhalb, als auch außerhalb des öffentlichen Staates operiert. Heute möchte ich erstmals einen Teil dieser dunklen Kraft identifizieren, ein Teil, der für fünf Jahrzehnte oder mehr am Rande des öffentlichen Staates operierte. Dieser Teil der dunklen Kraft hat einen Namen, der nicht von mir erfunden wurde: das Doomsday-Projekt*, der Name des Pentagons für die Notfallplanung, „um das Weiße Haus und das Pentagon während und nach einem Atomkrieg oder einer anderen großen Krise in Gang zu halten.“ (1)

Mein Standpunkt ist ein einfacher und wichtiger: zu zeigen, dass das Doomsday-Projekt der 1980er Jahre und die frühere Notfallplanung, die sich in sie entwickelte, eine Rolle im Hintergrund aller Tiefenereignisse spielte, die ich diskutieren werde.

Noch bedeutsamer ist, dass es ein Faktor hinter allen drei störenden Ereignissen ist, die jetzt die amerikanische Demokratie bedrohen. Der erste dieser drei ist das, was man die Umstellung unserer Wirtschaft in eine Plutonomie genannt hat – mit der zunehmenden Trennung Amerikas in zwei Klassen, in die Besitzenden und die Besitzlosen, der eine Prozent und die 99 Prozent. Der zweite ist Amerikas zunehmende Militarisierung und vor allem die Neigung, die mehr und mehr zur Routine wird und vorhersehbar ist, in entlegenen Regionen der Welt Kriege zu führen oder sie zu provozieren. Es ist klar, dass die Operationen der amerikanischen Kriegsmaschinerie dem einen Prozent gedient haben. (2)

mehr:
- Das Doomsday-Projekt und Tiefenereignisse: JFK, Watergate, Iran-Contra und 9/11 (Peter Dale Scott, larsschall.com, 08.01.2014)
von Peter Dale Scott siehe auch:
- Der US-amerikanische Tiefe Staat (Voltaire.net, 15.05.2015)
- Das Doomsday-Projekt und Tiefenereignisse: JFK, Watergate, Iran-Contra Und 9/11 (Radio Utopie, 09.01.2014)
- North, Iran-Contra, and the Doomsday Project: The Original Congressional Cover Up of Continuity-of-Government (Asia-Pacific Journal, 21.02.2011 – Google-Übersetzer)

Mitte der 70er Jahre schon untersuchte das Church-Kommittee (s.u.) zahlreiche illegale staatliche (besonders geheimdienstliche) Maßnahmen:

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Die Entwicklung  
Vor dem Hintergrund des zunehmend unpopulärer werdenden Vietnamkrieges erregten mehrere einzelne Veröffentlichungen über geheime Aktivitäten der US-Regierung ab Anfang der 1970er Jahre ein wachsendes Interesse von Öffentlichkeit und US-Kongress.
  • Januar 1970: Der Ex-Soldat Christopher Pyle enthüllt, dass die US-Army im eigenen Land Anti-Kriegsproteste und -aktivisten überwacht. Mitte des Jahres beginnt der Senat mit ersten Ermittlungen unter Sam Ervin.
  • Juni 1971: Die New York Times veröffentlicht trotz massiven Drucks der Regierung die sogenannten „Pentagon Papers“ über das langjährige und geheime politische und militärische Engagement der USA in Vietnam schon vor und während des Beginns des Vietnamkriegs.
  • 1972: Eine Serie zunächst kleiner Artikel der Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein in der Washington Post enthüllt die Hintergründe eines Einbruchs in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im „Watergate-Hotel“. Erst der Prozess gegen die Einbrecher im Januar 1973 legt die Hintergründe der Watergate-Affäre offen und löst massive Senatsermittlungen aus, geleitet wieder von Sam Ervin. Im August 1974 tritt US-Präsident Richard Nixon unter der Last der Vorwürfe zurück, nachdem ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet wurde.
  • Dezember 1974: Der Journalist Seymour Hersh enthüllt in einer Serie der NYT die „Familienjuwelen“ der CIA, geheime Operationen zur Ermordung ausländischer Staatschefs und Putsche. Er erwähnt zudem massive Überwachungsoperationen der CIA gegen politische Gegner des Vietnamkrieges in den USA unter dem Codenamen Operation CHAOS.
Die Nachrichtendienste  
Die USA hatten zu dieser Zeit keine ausreichende Erfahrung mit der Kontrolle ihrer erst im Zweiten Weltkrieg aufgebauten und seitdem nur ad hoc strukturierten Nachrichtendienste. Der militärische Nachrichtendienst Defense Intelligence Agency war erst in den 1960er Jahren aus den Diensten der Teilstreitkräfte entwickelt worden, die Zuständigkeiten des FBI als Inlandsgeheimdienst waren kaum definiert und die Central Intelligence Agency war zwischen ihrer Doppelfunktion als Auslandsnachrichtendienst und Koordination aller Dienste der USA zerrissen.
Der Ausschuss  
In den Jahren 1975 und 1976 veröffentlichte das Komitee insgesamt 14 Bände mit Ermittlungsergebnissen. Besondere Aufmerksamkeit erregten die Enthüllungen über erfolgreiche oder versuchte Mordanschläge im Auftrag der USA auf Fidel Castro, Kuba; Patrice Lumumba, Zaire; Rafael Trujillo, Dominikanische Republik; General René Schneider, Chile und Ngô Đình Diệm aus Südvietnam. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss auch mit der Untersuchung von Menschenversuchen mit Drogen und Folter[2] im Rahmen des Projekts MKULTRA. Thema war auch das illegale Programm COINTELPRO (COunter INTELligence PROgram), bei dem, beginnend in der McCarthy-Ära, das FBI zwischen 1956 und 1971 politisch linksgerichtete Organisationen innerhalb der USA diskreditiert, manipuliert und überwacht hatte.
Die Ermittlungen ergaben auch, dass verschiedene Abgeordnete der beiden Kammern über einzelne Operationen informiert worden waren. Es fehlte aber an einer Koordination und klaren Verantwortlichkeiten, so dass die einzelnen Abgeordneten es vorzogen, in eine andere Richtung zu schauen.
Unter dem Druck der Veröffentlichungen erließ Präsident Gerald Ford die Executive Order 11905, ein verbindliches Verbot an alle US-Regierungsstellen und deren ausführenden Organe, ausländische Staatschefs gezielt zu töten oder derartige Operationen zu planen.
Weitere Folgen
Aus dem Church Committee gingen die ständigen Ausschüsse zur Kontrolle der Nachrichtendienste im US-Senat (Select Committee on Intelligence) und im Repräsentantenhaus (United States House Permanent Select Committee on Intelligence) hervor. Außerdem legte der Foreign Intelligence Surveillance Act von 1978 fest, nach welchen Regeln die CIA im Ausland operieren darf und dass die Dienste für die Überwachung von amerikanischen Staatsbürgern die Genehmigung des neu eingerichteten FISC-Gerichtes bedürfen.
Die Regeln wurden in den 1980er Jahren unter dem Eindruck der Iran-Contra-Affäre verschärft. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 und Enthüllungen über Operationen von US-Nachrichtendiensten im „Krieg gegen den Terror“ entwickelt sich ab 2005 eine umfangreiche Diskussionen über die Rechte des US-Präsidenten, nachrichtendienstliche Aktivitäten außerhalb der gesetzlichen Beschränkungen zu erlauben.
[Church Committee, Wikipedia, abgerufen am 01.04.2019]
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