Freitag, 24. Oktober 2014
Neil Youngs neues Album »Storytone«
"Wer steht auf und rettet die Welt?", fragt Rock-Altmeister Neil Young auf seinem neuen Doppelalbum. Der 68-Jährige gibt sich darauf als Hippie, mal solo und akustisch, mal mit Orchestersound. Hören Sie "Storytone" hier komplett vorab!
Würde man Neil Young nicht besser kennen, man könnte befürchten, "Storytone" wäre eine Art sentimentaler Abschiedsgruß des inzwischen 68 Jahre alten Sängers und Gitarristen. Youngs 39. Album seit 1969 erscheint überraschend nur wenige Monate nach seinem letzten, dem von Jack White in kratziger Low-Fidelity-Ästhetik produzierten "A Letter Home", einer Hommage an alte Americana-Songs, die ihm lieb und teuer sind. Zeitgleich erschien in den USA soeben das Buch "Special Deluxe: A Memoir of Life and Cars", in dem Autonarr Young autobiografische Anekdoten an seinen jeweiligen Vehikeln entlang erzählt.
mehr:
- Neues Album "Storytone": Hören Sie Neil Young hier vorab im Stream (SPIEGEL Online, 24.10.2014)
siehe auch:
- Ein anderes Amerika und Lieder mit fraglichem Inhalt (Post, 11.10.2009)
- Wer hätte das gedacht? (Post, 17.08.2012)
(es sind in beiden Posts die letzten Videos)
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Rosemarie Achenbach – Der Tod als Running Gag
Sie ist 90 Jahre alt und promoviert über den Tod. Liegt doch nahe, sagt Rosemarie Achenbach und lacht. Porträt einer sehr lebendigen Frau, die endlich ihr Studium beendet
Noch bevor die Entschuldigung für die Verspätung ausgesprochen ist, winkt Rosemarie Achenbach grinsend ab: "Passt schon, akademisches Viertel und so!" Die Schuhe auszuziehen verbietet sie ihrem Besucher fast, mit einem Lächeln und einem spöttischen: "Oder haben Sie etwa Pantoffeln dabei?" Mit Schuhen geht es also in die Bude, in der die Studentin lange Tage am Laptop und noch längere Nächte vor dem Fernseher verbringt. "Manchmal penne ich direkt auf dem Sofa", sagt sie, "und nehme mir die Freiheit, den Wecker am nächsten Morgen zu ignorieren."
Sie spricht und bewegt sich auf diese typisch jugendliche, aufreizend lässige Art, die ihre Kraft und Vitalität nur noch mehr betont. Nichts deutet darauf hin, dass Achenbach 90 Jahre alt ist, wäre da nicht dieses Wohnzimmerfenster, zwischen dessen geblümten Gardinen Mobilés an der Scheibe hängen – vintage, nicht retro. Und selbst das hat nichts zu bedeuten: "Das Gebammel hängt nur hier, damit die Vögel nicht mehr reihenweise gegen die Scheibe fliegen."
mehr:
mehr:
- Philosophiestudium – Der Tod ist ihr Running Gag (Tobias Jochheim, ZEIT, 22.10.2014)
Heute vor 43 Jahren – 23.10.1971: Daimler-Benz meldet Patent für Airbag an
Pralles Kissen als Lebensretter
Die Geschichte des Airbags hat ihren Ursprung in der Luftfahrtindustrie, wo in den frühen 1920er-Jahren erstmals mit pneumatischen Rückhaltesystemen experimentiert wurde. Von diesem ersten, permanent aufgeblasenen Luftkissen, das den Körper bei Kollisionen schützen sollte, bis zu den modernen Airbags, die sich im Ernstfall in Bruchteilen von Sekunden entfalten und füllen, verging noch ein halbes Jahrhundert technischer Entwicklung.
Für das Prinzip der Luftsäcke, die bei einem Unfall aufgeblasen werden, gab es schon in den 1950er-Jahren erste Patente. Die Umsetzung des Konzepts in serienreife Technik war jedoch schwierig. Einen Meilenstein der Airbagentwicklung stellte das Patent dar, das die damalige Daimler-Benz AG am 23. Oktober 1971 anmeldete: Sensoren registrieren besonders starke Verzögerungen, wie sie für Kollisionen typisch sind, und lösen den Mechanismus aus, der eine Treibladung zündet. Zehn Jahre später stellte der Autobauer den ersten voll funktionsfähigen Fahrerairbag in einem Serienfahrzeug vor, 1987 folgte der Beifahrerairbag.
Die Geschichte des Airbags hat ihren Ursprung in der Luftfahrtindustrie, wo in den frühen 1920er-Jahren erstmals mit pneumatischen Rückhaltesystemen experimentiert wurde. Von diesem ersten, permanent aufgeblasenen Luftkissen, das den Körper bei Kollisionen schützen sollte, bis zu den modernen Airbags, die sich im Ernstfall in Bruchteilen von Sekunden entfalten und füllen, verging noch ein halbes Jahrhundert technischer Entwicklung.
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| Fahrerairbag im Chrashtest (Foto, 2002) |
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Heute vor 31 Jahren – 22. Oktober 1983: Größte Demonstration in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte
BONN. Am 22. Oktober 1983 demonstrierten bundesweit rund 1,3 Million Menschen in Hamburg, West-Berlin, Bonn und Süddeutschland gegen die Stationierung neuer Atomraketen in Mitteleuropa. Zwischen Stuttgart und Neu-Ulm, wo die Raketen stationiert werden sollten, bilden Aktivisten eine 108 Kilometer lange Menschenkette. Allein in Bonn demonstrieren an diesem kalten Herbsttag rund eine halbe Million Menschen.
Willy Brandt stand als Redner nicht auf dem Programm. Heinrich Böll natürlich schon. Der Literaturnobelpreisträger hatte schon auf der Demo vor zwei Jahren gesprochen. Ilse Brusis, damals im Vorstand des Gewerkschaftsbundes, später im Kabinett von Johannes Rau, auch. Und Petra Kelly, Friedensaktivistin und Gründungsmitglied der Grünen, für die sie gerade in den Bundestag eingezogen war.
Auf der „Aktionskonferenz“ in einer Kölner Gesamtschule mit weit mehr als 1000 Teilnehmern war zuvor lange debattiert worden, wer überhaupt auf der Hauptbühne im Hofgarten reden durfte, erinnert sich Mani Stenner, damals Sprecher des Bonner Friedensplenums. Der 59-Jährige ist heute Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, der Nachfolgeorganisation des Koordinierungsausschusses der Friedensbewegung, der die „Volksversammlungen für den Frieden“ am 22. Oktober 1983 veranstaltet hatte.
mehr:
- Friedensdemo am 22. Oktober 1983 – Allein in Bonn protestierten 500.000 Menschen gegen Nato-Doppelbeschluss Friedensdemo am 22. Oktober 1983: Allein in Bonn protestierten 500.000 Menschen gegen Nato-Doppelbeschluss (General-Anzeiger, 21.10.2013)
- Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten: Gegen den Nato-Doppelbeschluss (WDR, 22.10.2013)
- Alarm im Hofgarten – Heute vor 30 Jahren protestierten 500000 Menschen in Bonn gegen die Stationierung von 572 atomaren Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik (AG Friedensforschung, 22.10.2013, aus junge Welt)
Ellen ten Damme - Plattgefickt [4:11]
Zu der Demo fällt mir ein Witz ein:
Willy Brandt stand als Redner nicht auf dem Programm. Heinrich Böll natürlich schon. Der Literaturnobelpreisträger hatte schon auf der Demo vor zwei Jahren gesprochen. Ilse Brusis, damals im Vorstand des Gewerkschaftsbundes, später im Kabinett von Johannes Rau, auch. Und Petra Kelly, Friedensaktivistin und Gründungsmitglied der Grünen, für die sie gerade in den Bundestag eingezogen war.
Auf der „Aktionskonferenz“ in einer Kölner Gesamtschule mit weit mehr als 1000 Teilnehmern war zuvor lange debattiert worden, wer überhaupt auf der Hauptbühne im Hofgarten reden durfte, erinnert sich Mani Stenner, damals Sprecher des Bonner Friedensplenums. Der 59-Jährige ist heute Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, der Nachfolgeorganisation des Koordinierungsausschusses der Friedensbewegung, der die „Volksversammlungen für den Frieden“ am 22. Oktober 1983 veranstaltet hatte.
mehr:
- Friedensdemo am 22. Oktober 1983 – Allein in Bonn protestierten 500.000 Menschen gegen Nato-Doppelbeschluss Friedensdemo am 22. Oktober 1983: Allein in Bonn protestierten 500.000 Menschen gegen Nato-Doppelbeschluss (General-Anzeiger, 21.10.2013)
- Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten: Gegen den Nato-Doppelbeschluss (WDR, 22.10.2013)
- Alarm im Hofgarten – Heute vor 30 Jahren protestierten 500000 Menschen in Bonn gegen die Stationierung von 572 atomaren Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik (AG Friedensforschung, 22.10.2013, aus junge Welt)
Ellen ten Damme - Plattgefickt [4:11]
Hochgeladen am 14.07.2007
Ellen ten Damme & The Konrad Koselleck Big Band, live at De Parade, Utrecht, The Netherlands, July 23, 2005.
Fremdsprachenkenntnisse
Am Marktplatz in Idar sitzen zwei Rentner auf der Bank. Ein Auto hält an, ein offenbar holländischer Tourist dreht die Scheibe herunter und fragt in sauberem Deutsch: "Entschuldigen Sie bitte, wie komme ich zum Steinkaulenberg?"
Keine Antwort. Er versucht's auf französisch. Wieder Stille. Auch auf Englisch bekommt er keine Erwiderung. In seiner Not versucht er die eigene Muttersprache. Doch die Herrschafaten rühren keine Miene. Entnervt fährt der Tourist weiter. Sagt der eine anerkennend: "Mein liewer Freend: Der konnt' drei Fremdsprooche!" – "Onn?! Watt hott's emm genotzt?"
aus dem Büchlein der Nahe-Zeitung „Reesche Leit onn areme Deiwel“
Heute vor 105 Jahren – 22. Oktober 1909: Erster Alleinflug einer Frau
Eine furchtlose Pionierin der Luftfahrt
Eigentlich wollte Raymonde de Laroche (1882-1919) Schauspielerin werden, doch auch für das Abenteuer der Luftfahrt entwickelte sie früh eine Passion. In Heißluftballons hatte sie bereits von der Erde abgehoben, als sie den Piloten und Flugzeugbauer Charles Voisin kennenlernte und ihn bat, ihr das Fliegen beizubringen.
Am 22. Oktober 1909, heute vor 105 Jahren, saß Raymonde de Laroche auf dem Flugfeld von Châlons erstmals in einem Flugzeug. Da es ein Einsitzer war, stand Voisin in der Nähe und gab Instruktionen. Die Pilotin sollte in dieser Flugstunde nur das Manövrieren am Boden üben, doch nachdem sie das in einer Runde gemeistert hatte, hob sie zur Verblüffung des Lehrers kurzerhand ab und absolvierte den ersten Alleinflug einer Frau. Sie flog nur etwa 300 m weit, in einer Höhe von maximal 5 m, doch bereits am Folgetag legte sie
6 km zurück. Als erste Frau erwarb Laroche 1910 eine Pilotenlizenz und nahm fortan an Flugschauen und Wettflügen teil. Ihre Passion wurde ihr schließlich zum Verhängnis: 1919 kam die Pionierin bei einem Absturz ums Leben.
Was am 22. Oktober noch geschah:
1797: André-Jacques Garnerin absolviert in Paris den ersten Fallschirmsprung aus einem Heißluftballon.
Raymonde de Laroche [0:10]
Veröffentlicht am 22.10.2013 Raymonde de Laroche (22 August 1882 -- 18 July 1919), born Elise Raymonde Deroche, was a French pilot and the first woman in the world to receive an aeroplane pilot's licence.
8. März 1910 Raymonde de Laroche besteht Pilotenprüfung [3:58]
Veröffentlicht am 10.03.2013 Die Baronin Raymonde de Laroche war zwar nicht adlig, aber unerschrocken. Am 8. März 1910 bestand sie in Frankreich als erste Frau der Welt eine Pilotenprüfung.
"Die erste fliegende Frau ist auf der Weltbühne erschienen", titelte eine Zeitung, als Baronin Raymonde de Laroche im Oktober 1909 ganze sechs Kilometer weit flog. Und am 8. März 1910 bescheinigte ihr der Aéro-Club de France, dass sie - als erste Frau der Welt - zur Flugzeugführerin ernannt worden sei. Da war sie ungefähr 25 Jahre alt - ihr Geburtsdatum ist nicht genau bekannt, und den klingenden Namen samt Adelstitel hatte sie sich selbst verliehen. In Wahrheit soll sie eine Klempnerstochter gewesen sein, und sie hatte sich als Schauspielerin und Autorennfahrerin versucht, bevor sie ihre Leidenschaft für die Aviatik entdeckte.
Sechs Jahre zuvor erst hatte die Geschichte der motorisierten Luftfahrt begonnen: Im Dezember 1903 waren den Brüdern Wright die ersten sekundenkurzen Flüge gelungen. Raymonde de Laroche blieb nicht lange die einzige "Vogelfrau": noch im gleichen Jahr bestanden vier andere in Frankreich die Flugprüfung. Die erste deutsche Motorfliegerin war Melli Beese aus Dresden. Drei Fluglehrer ließen sie abblitzen, und der vierte, der sie annahm, glaubte auch nicht, dass Frauen etwas Großes leisten würden. Aber immerhin sei "etwas Derartiges" unterhaltsam fürs Publikum.
Doch der Ehrgeiz der Frauen war groß und ihr Mut nicht minder. Fragile Apparate aus Holzlatten, Draht und Leinwand waren diese ersten Flugmaschinen, und mittendrin ein Freisitz für die tollkühne Pilotin. Raymonde de Laroche flog in knöchellangem Rock und dicker Strickmütze, Melli Beese forsch in Lederkombi und die Amerikanerin Harriet Quimby in einem Pluderhosenanzug aus pflaumenblauer Seide. 1912 überquerte sie als erste Frau den Ärmelkanal und bestand das gefährliche Abenteuer trotz dichten Nebels. Drei Monate später flog sie in Boston mit einem Gast an Bord. Entsetzt sahen die Zuschauer, wie er im Sinkflug in fünfhundert Metern Höhe einfach herausfiel, und im nächsten Moment stürzte auch Harriet Quimby kopfüber in die Tiefe. Sicherheitsgurte und Fallschirme gab es nicht. Die Ursache des Unglücks wurde nie geklärt.
Bis zum Ersten Weltkrieg erwarben einundvierzig Frauen einen Pilotenschein. Fast alle wollten sie die Fliegerei zum Beruf machen. Bessica Raiche zimmerte ihren ersten Flugapparat in ihrem New Yorker Wohnzimmer zusammen und gründete dann eine Flugzeugbaufirma. Katherine Stinson war Postfliegerin in Montana, ihre Schwester Marjorie bildete kanadische Militärpiloten aus, und auch Melli Beese betrieb eine eigene Flugschule. Die Heldinnen der Lüfte wurden umjubelt und geehrt: Frankreich nahm die Rekordfliegerin Helene Dutrieu in die Ehrenlegion auf, ihre amerikanische Kollegin Ruth Law dinierte mit dem Präsidenten.
Raymonde de Laroche gehörte zum Werksteam des Flugzeugbauers Charles Voisin, mit dem sie an Flugschauen und Wettbewerben teilnahm. 1910 trat sie in Ägypten, Sankt Petersburg, Budapest, Rouen und Reims an. Dort brachte ein anderer Flieger ihre Maschine zum Absturz, sie überlebte mit gebrochenen Knochen und inneren Verletzungen. Kaum genesen, nahm sie den Steuerknüppel wieder in die Hand. Im Ersten Weltkrieg bemühte sie sich vergeblich, in die französische Luftwaffe aufgenommen zu werden, aber 1919 konnte sie wieder fliegen. Im Juni gelang ihr ein Höhenrekord. Doch am 18. Juli stürzte sie in den Tod. Eine Statue auf dem Pariser Flughafen Le Bourget erinnert an die furchtlose Pionierin.
Eigentlich wollte Raymonde de Laroche (1882-1919) Schauspielerin werden, doch auch für das Abenteuer der Luftfahrt entwickelte sie früh eine Passion. In Heißluftballons hatte sie bereits von der Erde abgehoben, als sie den Piloten und Flugzeugbauer Charles Voisin kennenlernte und ihn bat, ihr das Fliegen beizubringen.
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| Raymonde de Laroche am Steuer eines Voisin-Flugzeugs, 1909 |
Was am 22. Oktober noch geschah:
1797: André-Jacques Garnerin absolviert in Paris den ersten Fallschirmsprung aus einem Heißluftballon.
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014
Raymonde de Laroche [0:10]
Veröffentlicht am 22.10.2013 Raymonde de Laroche (22 August 1882 -- 18 July 1919), born Elise Raymonde Deroche, was a French pilot and the first woman in the world to receive an aeroplane pilot's licence.
8. März 1910 Raymonde de Laroche besteht Pilotenprüfung [3:58]
Veröffentlicht am 10.03.2013 Die Baronin Raymonde de Laroche war zwar nicht adlig, aber unerschrocken. Am 8. März 1910 bestand sie in Frankreich als erste Frau der Welt eine Pilotenprüfung.
"Die erste fliegende Frau ist auf der Weltbühne erschienen", titelte eine Zeitung, als Baronin Raymonde de Laroche im Oktober 1909 ganze sechs Kilometer weit flog. Und am 8. März 1910 bescheinigte ihr der Aéro-Club de France, dass sie - als erste Frau der Welt - zur Flugzeugführerin ernannt worden sei. Da war sie ungefähr 25 Jahre alt - ihr Geburtsdatum ist nicht genau bekannt, und den klingenden Namen samt Adelstitel hatte sie sich selbst verliehen. In Wahrheit soll sie eine Klempnerstochter gewesen sein, und sie hatte sich als Schauspielerin und Autorennfahrerin versucht, bevor sie ihre Leidenschaft für die Aviatik entdeckte.
Sechs Jahre zuvor erst hatte die Geschichte der motorisierten Luftfahrt begonnen: Im Dezember 1903 waren den Brüdern Wright die ersten sekundenkurzen Flüge gelungen. Raymonde de Laroche blieb nicht lange die einzige "Vogelfrau": noch im gleichen Jahr bestanden vier andere in Frankreich die Flugprüfung. Die erste deutsche Motorfliegerin war Melli Beese aus Dresden. Drei Fluglehrer ließen sie abblitzen, und der vierte, der sie annahm, glaubte auch nicht, dass Frauen etwas Großes leisten würden. Aber immerhin sei "etwas Derartiges" unterhaltsam fürs Publikum.
Doch der Ehrgeiz der Frauen war groß und ihr Mut nicht minder. Fragile Apparate aus Holzlatten, Draht und Leinwand waren diese ersten Flugmaschinen, und mittendrin ein Freisitz für die tollkühne Pilotin. Raymonde de Laroche flog in knöchellangem Rock und dicker Strickmütze, Melli Beese forsch in Lederkombi und die Amerikanerin Harriet Quimby in einem Pluderhosenanzug aus pflaumenblauer Seide. 1912 überquerte sie als erste Frau den Ärmelkanal und bestand das gefährliche Abenteuer trotz dichten Nebels. Drei Monate später flog sie in Boston mit einem Gast an Bord. Entsetzt sahen die Zuschauer, wie er im Sinkflug in fünfhundert Metern Höhe einfach herausfiel, und im nächsten Moment stürzte auch Harriet Quimby kopfüber in die Tiefe. Sicherheitsgurte und Fallschirme gab es nicht. Die Ursache des Unglücks wurde nie geklärt.
Bis zum Ersten Weltkrieg erwarben einundvierzig Frauen einen Pilotenschein. Fast alle wollten sie die Fliegerei zum Beruf machen. Bessica Raiche zimmerte ihren ersten Flugapparat in ihrem New Yorker Wohnzimmer zusammen und gründete dann eine Flugzeugbaufirma. Katherine Stinson war Postfliegerin in Montana, ihre Schwester Marjorie bildete kanadische Militärpiloten aus, und auch Melli Beese betrieb eine eigene Flugschule. Die Heldinnen der Lüfte wurden umjubelt und geehrt: Frankreich nahm die Rekordfliegerin Helene Dutrieu in die Ehrenlegion auf, ihre amerikanische Kollegin Ruth Law dinierte mit dem Präsidenten.
Raymonde de Laroche gehörte zum Werksteam des Flugzeugbauers Charles Voisin, mit dem sie an Flugschauen und Wettbewerben teilnahm. 1910 trat sie in Ägypten, Sankt Petersburg, Budapest, Rouen und Reims an. Dort brachte ein anderer Flieger ihre Maschine zum Absturz, sie überlebte mit gebrochenen Knochen und inneren Verletzungen. Kaum genesen, nahm sie den Steuerknüppel wieder in die Hand. Im Ersten Weltkrieg bemühte sie sich vergeblich, in die französische Luftwaffe aufgenommen zu werden, aber 1919 konnte sie wieder fliegen. Im Juni gelang ihr ein Höhenrekord. Doch am 18. Juli stürzte sie in den Tod. Eine Statue auf dem Pariser Flughafen Le Bourget erinnert an die furchtlose Pionierin.
Dienstag, 21. Oktober 2014
Montag, 20. Oktober 2014
Bis vor 1100 Jahren – 618-907: Die Tang-Dynastie herrscht in China
Blütezeit im Reich der Mitte
Der glorreichen Epoche der Han-Dynastie, die im frühen 3. Jahrhundert endete, folgte in China 400 Jahre lang eine Zeit der Instabilität und der militärischen Auseinandersetzungen mit anstürmenden Steppenvölkern aus dem Norden. 615 brachen in vielen Regionen Aufstände aus, in denen sich das Volk gegen Ausplünderung und die zu erbringenden Frondienste erhob. Als der amtierende Kaiser 618 einer Verschwörung zum Opfer fiel, machte sich Li Yuan (566 bis 635) die verworrene Situation zunutze und bestieg unter dem Namen Tang Gaozu den Thron.
Es dauerte ein Jahrzehnt, bis die Ordnung im Reich wiederhergestellt war und sich die Tang-Dynastie etabliert hatte. China expandierte und erfuhr eine wirtschaftliche, militärische und kulturelle Blütezeit, die zu den Höhepunkten der chinesischen Geschichte zählt. Die Bauern erhielten Land zugeteilt, das geistige Leben in den Klöstern nahm einen gewaltigen Aufschwung, die Entwicklung von Handwerk und Bergbau wurde vorangetrieben, die Verwaltung reformiert. Im späten 9. Jahrhundert zerfiel die Dynastie, 907 musste der letzte Kaiser der Tang abdanken.
Was am 20. Oktober noch geschah:
1971: Dem sozialdemokratischen Bundeskanzler Willy Brandt wird der Friedensnobelpreis zuerkannt.
Mein Kommentar:
Vielleicht hält ja irgendwann der Begriff »Stabilität« in unser Freiheit-und-Demokratie-geschwängertes Denken Einzug…
Der glorreichen Epoche der Han-Dynastie, die im frühen 3. Jahrhundert endete, folgte in China 400 Jahre lang eine Zeit der Instabilität und der militärischen Auseinandersetzungen mit anstürmenden Steppenvölkern aus dem Norden. 615 brachen in vielen Regionen Aufstände aus, in denen sich das Volk gegen Ausplünderung und die zu erbringenden Frondienste erhob. Als der amtierende Kaiser 618 einer Verschwörung zum Opfer fiel, machte sich Li Yuan (566 bis 635) die verworrene Situation zunutze und bestieg unter dem Namen Tang Gaozu den Thron.
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| Chinesischer Adliger und Diener zu Pferde (Höhlenmalerei aus der Zeit der Tang-Dynastie) |
Was am 20. Oktober noch geschah:
1971: Dem sozialdemokratischen Bundeskanzler Willy Brandt wird der Friedensnobelpreis zuerkannt.
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014
Mein Kommentar:
Vielleicht hält ja irgendwann der Begriff »Stabilität« in unser Freiheit-und-Demokratie-geschwängertes Denken Einzug…
Sonntag, 19. Oktober 2014
Manhattan-Transfer-Gründer Tim Hauser gestorben
Tim Hauser, Gründer der Gesangsgruppe The Manhattan Transfer, ist tot. Er starb laut Facebookseite der Band am Donnerstag im Alter von 72 Jahren. "Tim war der Visionär hinter der Gruppe", hieß es.
mehr:
- Manhattan-Transfer-Gründer Tim Hauser gestorben (Stern, 19.10.2014)
Aufgefallen sind sie mir wegen des abgefahrenen Videos:
- Manhattan Transfer, Soul Food To Go (1987) (Post, 03.07.2011)
Die beiden Stücke aus dem Jahr 1987 hier in Live-Aufnahmen aus dem Jahr 2011:
Manhattan Transfer - Soul Food To Go (live, 2011) [4:54]
Veröffentlicht am 21.12.2012
Manhattan Transfer & New York Voices - Birdland (live, 2011) [7:22]
Hochgeladen am 24.10.2011
Der Titel des Songs ist eine Hommage an den New Yorker Jazz-Club Birdland in der 52. Straße in Manhattan und den Spitznamen des Jazz-Saxophonisten Charlie Parker („Bird“). Zawinul hatte den Club als junger Musiker häufig besucht und lernte hier seine spätere Frau kennen.
[Wikipedia]
mehr:
- Manhattan-Transfer-Gründer Tim Hauser gestorben (Stern, 19.10.2014)
Aufgefallen sind sie mir wegen des abgefahrenen Videos:
- Manhattan Transfer, Soul Food To Go (1987) (Post, 03.07.2011)
Die beiden Stücke aus dem Jahr 1987 hier in Live-Aufnahmen aus dem Jahr 2011:
Manhattan Transfer - Soul Food To Go (live, 2011) [4:54]
Veröffentlicht am 21.12.2012
Manhattan Transfer & New York Voices - Birdland (live, 2011) [7:22]
Hochgeladen am 24.10.2011
Der Titel des Songs ist eine Hommage an den New Yorker Jazz-Club Birdland in der 52. Straße in Manhattan und den Spitznamen des Jazz-Saxophonisten Charlie Parker („Bird“). Zawinul hatte den Club als junger Musiker häufig besucht und lernte hier seine spätere Frau kennen.
[Wikipedia]
Der umstrittenste Tannenbaum von Paris steht nicht mehr
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| Vandalen zerstören McCarthy’s "Tree" |
Dieses Kunstwerk regte viele Pariser auf: Ein riesiger Tannenbaum aus Plastik stand auf dem feinen Vendôme-Platz. Für viele Pariser sah das Objekt allerdings eher wie ein riesiges Sexspielzeug aus. In der Nacht zum Sonntag nahmen einige Bürger dieses Problem nun selbst in die Hand.
mehr:
- Der umstrittenste Tannenbaum von Paris steht nicht mehr (RP Online, 19.10.2014, mit Bilderstrecke)
mein Kommentar:
Alle Achtung, die Franzosen haben’s echt drauf, so rum und so rum…
US-Armee fährt Panzer an russischer Grenze auf
Wie man aus folgendem Bericht ersehen kann, hat die US-Armee in der Hafenstadt Ventspils in Lettland schwere Panzer vom Typ Abrams, Bradley Kampfpanzer, Stryker Radschützenpanzer und weiteres Militärgerät ausgeladen. Zu sehen sind wie 5 Abrams, 12 Bradley und zahlreiche Stryker aus einem Schiff entladen und mit Tiefladern abtransportiert werden.
mehr:
- US-Armee fährt Panzer an russischer Grenze auf (Alles Schall und Rauch, 14.10.2014)
dazu paßt:
- NATO kann Soldaten entsenden wohin es will (Alles Schall und Rauch, 06.10.2014)
Der seit 1. Oktober neue Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, sagte am Sonntag in Warschau, die westliche Kriegsallianz kann seine Streitkräfte einsetzen wo es will und fühle sich an keine Einschränkungen gebunden. Die sogenannten Truppen der "Speerspitze" können überall zum Einsatz kommen. Stoltenberg besuchte das NATO-Mitglied Polen um zu versichern, NATO wird das Land gegen Russland schützen. Damit wird eine Vereinbarung aus dem Jahre 1997 mit Moskau gebrochen, keine permanenten Kampftruppen in Osteuropa zu stationieren. Wer ist jetzt der wirkliche Provokateur und will unbedingt einen Konflikt?
mein Kommentar:
War für den Stoltenberg kein Platz mehr als Europa-Abgeordneter, hat man Rasmussen geklont? Der Stoltenberg scheint genauso bekloppt zu sein. (Vielleicht gehört das ja auch zur Arbeitsplatzbeschreibung…)
Hauptsache, wir sind die Guten, dann dürfen wir alles.
mehr:
- US-Armee fährt Panzer an russischer Grenze auf (Alles Schall und Rauch, 14.10.2014)
dazu paßt:
- NATO kann Soldaten entsenden wohin es will (Alles Schall und Rauch, 06.10.2014)
Der seit 1. Oktober neue Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, sagte am Sonntag in Warschau, die westliche Kriegsallianz kann seine Streitkräfte einsetzen wo es will und fühle sich an keine Einschränkungen gebunden. Die sogenannten Truppen der "Speerspitze" können überall zum Einsatz kommen. Stoltenberg besuchte das NATO-Mitglied Polen um zu versichern, NATO wird das Land gegen Russland schützen. Damit wird eine Vereinbarung aus dem Jahre 1997 mit Moskau gebrochen, keine permanenten Kampftruppen in Osteuropa zu stationieren. Wer ist jetzt der wirkliche Provokateur und will unbedingt einen Konflikt?
mein Kommentar:
War für den Stoltenberg kein Platz mehr als Europa-Abgeordneter, hat man Rasmussen geklont? Der Stoltenberg scheint genauso bekloppt zu sein. (Vielleicht gehört das ja auch zur Arbeitsplatzbeschreibung…)
Hauptsache, wir sind die Guten, dann dürfen wir alles.
Samstag, 18. Oktober 2014
Maut in Frankreich: Wut auf die Wegelagerer
Die Maut auf französischen Autobahnen ist in den vergangenen zehn Jahren um 20 Prozent gestiegen - und mit ihr der Frust der Autofahrer. Jetzt soll die Gier der privaten Betreiber gezügelt werden. Tatsächlich drohen weitere Erhöhungen.
Kaum ist die Autobahn Karlsruhe-Basel verlassen und der Rhein überquert, träumt man von Strand, Mittelmeer und Liberté, Freiheit - mit dem Auto in den Urlaub nach Frankreich zu fahren, fängt gut an. Nach gut 30 Kilometern ist es damit aber auch schon vorbei.
Bei Fontaine-Lavrière taucht nämlich die erste Mautstelle auf. Ausländer wie Einheimische werden hier zur Kasse gebeten. Und bis Lyon folgen, je nach Route, weitere Zahlstellen, wo zusätzliche Gebühren fällig werden. Insgesamt summiert sich die Péage bis nach Lyon für einen PKW auf rund 30 Euro. Ein satter Wegzoll für 380 Kilometer - mit ständig steigender Tendenz.
Denn die endgültige Privatisierung der Autobahnen, vor acht Jahren als Schritt zur Modernisierung gepriesen, nutzt vor allem den Betreibern: Firmen wie Vinci, Eiffage, oder Abertis, Branchenriesen der Infrastruktur oder des Baugewerbes. Deren Töchterunternehmen verwalten rund zwei Drittel von Frankreichs rund 9000 Kilometer langem Netz und zocken die Autofahrer kräftig ab. Der Staat schaut tatenlos dabei zu.
irgendwie erinnert mich das doch an was:
- Braunschweig: Stadt muß Verdopplung der Schulden durch Privatisierung einräumen (Piraten-Partei, 06.06.2013)
- Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (Post, 16.02.2013)
Kaum ist die Autobahn Karlsruhe-Basel verlassen und der Rhein überquert, träumt man von Strand, Mittelmeer und Liberté, Freiheit - mit dem Auto in den Urlaub nach Frankreich zu fahren, fängt gut an. Nach gut 30 Kilometern ist es damit aber auch schon vorbei.
Bei Fontaine-Lavrière taucht nämlich die erste Mautstelle auf. Ausländer wie Einheimische werden hier zur Kasse gebeten. Und bis Lyon folgen, je nach Route, weitere Zahlstellen, wo zusätzliche Gebühren fällig werden. Insgesamt summiert sich die Péage bis nach Lyon für einen PKW auf rund 30 Euro. Ein satter Wegzoll für 380 Kilometer - mit ständig steigender Tendenz.
Denn die endgültige Privatisierung der Autobahnen, vor acht Jahren als Schritt zur Modernisierung gepriesen, nutzt vor allem den Betreibern: Firmen wie Vinci, Eiffage, oder Abertis, Branchenriesen der Infrastruktur oder des Baugewerbes. Deren Töchterunternehmen verwalten rund zwei Drittel von Frankreichs rund 9000 Kilometer langem Netz und zocken die Autofahrer kräftig ab. Der Staat schaut tatenlos dabei zu.
mehr:
- Maut in Frankreich: Wut auf die Wegelagerer (SPIEGEL Online, 18.10.2014)
irgendwie erinnert mich das doch an was:
- Braunschweig: Stadt muß Verdopplung der Schulden durch Privatisierung einräumen (Piraten-Partei, 06.06.2013)
- Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (Post, 16.02.2013)
Der ewige Krieg – Obama bricht das Recht
Ausgerechnet US-Präsident Obama lässt sich seine Kriege nicht vom Kongress genehmigen. Als Legitimation der Luftangriffe auf die IS-Dschihadisten zieht er zwei Gesetze aus der Amtszeit seines Vorgängers Bush heran, die er längst hatte abschaffen wollen.
Im Mai 2013 machte Barack Obama eine bemerkenswerte Ankündigung. Er werde den Kongress bitten, die Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt gegen Terroristen zurückzuziehen.
Mit diesem Gesetz aus dem Jahr 2001 hatte sich der damalige US-Präsident George W. Bush den Krieg in Afghanistan absegnen lassen. Zwölf Jahre später argumentierte sein Nachfolger, diese Genehmigung drohe Amerika "in einem ewigen Kriegszustand" zu halten. Er werde kein Gesetz unterzeichnen, der dieses Mandat weiter verlängere.
mehr:
- Der ewige Krieg – Obama bricht das Recht (n-tv, 18.10.2014)
Dazu aus der Rede von Wladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 über eine monopolare Welt:
Es ist die Welt eines einzigen Hausherren, eines Souveräns. Und das ist am Ende nicht nur tödlich für alle, die sich innerhalb dieses Systems befinden, sondern auch für den Souverän selbst, weil es ihn von innen zerstört.
Das hat natürlich nichts mit Demokratie gemein. Weil Demokratie bekanntermaßen die Herrschaft der Mehrheit bedeutet, unter Berücksichtigung der Interessen und Meinungen der Minderheit.
Nebenbei gesagt, lehrt man uns - Russland – ständig Demokratie. Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen.
Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist. Nur nicht, weil für eine Einzel-Führerschaft in der heutigen, gerade in der heutigen, Welt weder die militärpolitischen, noch die ökonomischen Ressourcen ausreichen. Aber was noch wichtiger ist – das Modell selbst erweist sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis hat und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein kann.
[…]
Damit ist alles, was heute in der Welt geschieht - und wir fangen jetzt erst an, darüber zu diskutieren – eine Folge der Versuche, solch eine Konzeption der monopolaren Welt, in der Welt einzuführen.
(Heute vor 44 Jahren – 4. September 1970: Salvador Allende wird zum Präsidenten Chiles gewählt, Post, 04.09.2014)
Die empörten Reaktionen auf Putins Rede, die betreffenden Videos und weiterführende Links finden sich bei
- Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (25.03.2014)
Im Mai 2013 machte Barack Obama eine bemerkenswerte Ankündigung. Er werde den Kongress bitten, die Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt gegen Terroristen zurückzuziehen.
Mit diesem Gesetz aus dem Jahr 2001 hatte sich der damalige US-Präsident George W. Bush den Krieg in Afghanistan absegnen lassen. Zwölf Jahre später argumentierte sein Nachfolger, diese Genehmigung drohe Amerika "in einem ewigen Kriegszustand" zu halten. Er werde kein Gesetz unterzeichnen, der dieses Mandat weiter verlängere.
mehr:
- Der ewige Krieg – Obama bricht das Recht (n-tv, 18.10.2014)
Dazu aus der Rede von Wladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 über eine monopolare Welt:
Es ist die Welt eines einzigen Hausherren, eines Souveräns. Und das ist am Ende nicht nur tödlich für alle, die sich innerhalb dieses Systems befinden, sondern auch für den Souverän selbst, weil es ihn von innen zerstört.
Das hat natürlich nichts mit Demokratie gemein. Weil Demokratie bekanntermaßen die Herrschaft der Mehrheit bedeutet, unter Berücksichtigung der Interessen und Meinungen der Minderheit.
Nebenbei gesagt, lehrt man uns - Russland – ständig Demokratie. Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen.
Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist. Nur nicht, weil für eine Einzel-Führerschaft in der heutigen, gerade in der heutigen, Welt weder die militärpolitischen, noch die ökonomischen Ressourcen ausreichen. Aber was noch wichtiger ist – das Modell selbst erweist sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis hat und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein kann.
[…]
Damit ist alles, was heute in der Welt geschieht - und wir fangen jetzt erst an, darüber zu diskutieren – eine Folge der Versuche, solch eine Konzeption der monopolaren Welt, in der Welt einzuführen.
(Heute vor 44 Jahren – 4. September 1970: Salvador Allende wird zum Präsidenten Chiles gewählt, Post, 04.09.2014)
Die empörten Reaktionen auf Putins Rede, die betreffenden Videos und weiterführende Links finden sich bei
- Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (25.03.2014)
Wenn Sport zu Kunst wird
Eine Minute reicht dem Bulgaren Grigor Dimitrow, um aus einem gewöhnlichen Tennisspiel ein Happening zu machen. Im Viertelfinale von Stockholm zeigt er gleich zwei wahnwitzige Schläge hintereinander. Das Publikum tobt, selbst der Gegner applaudiert.
Dass der bulgarische Tennisprofi Grigor Dimitrow beim ATP-Turnier in Stockholm das Halbfinale erreicht hat, ist außerhalb von Fankreisen von eher mäßigem Interesse. Wie Dimitrow sein Viertelfinale gegen den Amerikaner Jack Sock gewonnen hat, dürfte indes auch Nicht-Tennisfans begeistern. Denn der Freund von Maria Scharapowa zeigte in seinem Duell mit Sock am Freitagabend gleich zwei Kunst-Schläge innerhalb einer Minute.
Grigor Dimitrov double hot shots at If Stockholm Open 2014 [1:16]
- Ästhetik des Fußballs – Zinedine Zidane (Post, 03.08.2012)
- Olympische Momente (Post, 01.08.2012)
Dass der bulgarische Tennisprofi Grigor Dimitrow beim ATP-Turnier in Stockholm das Halbfinale erreicht hat, ist außerhalb von Fankreisen von eher mäßigem Interesse. Wie Dimitrow sein Viertelfinale gegen den Amerikaner Jack Sock gewonnen hat, dürfte indes auch Nicht-Tennisfans begeistern. Denn der Freund von Maria Scharapowa zeigte in seinem Duell mit Sock am Freitagabend gleich zwei Kunst-Schläge innerhalb einer Minute.
Grigor Dimitrov double hot shots at If Stockholm Open 2014 [1:16]
Veröffentlicht am 17.10.2014
2 Trick Shots in a row from Grigor DIMITROV!
mehr:
- Dimitrow lässt Tennisfans ausflippen (n-tv, 18.10.2014)
dazu auch:- Ästhetik des Fußballs – Zinedine Zidane (Post, 03.08.2012)
- Olympische Momente (Post, 01.08.2012)
Land ohne Jobs: Viele Syrer kämpfen für den IS, um ihre Familien ernähren zu können
Die Nahost-Analystin Kristin Helberg erklärt, dass viele junge Syrer nicht aus religiöser Überzeugung für den Islamischen Staat kämpfen. Der Beruf des Söldners ist für sie der einzige Job, den sie in dem vom Bürgerkrieg zerstören Land bekommen können. Sie müssen ihre Familien ernähren und haben keine andere Wahl.
mehr:
- Land ohne Jobs: Viele Syrer kämpfen für den IS, um ihre Familien ernähren zu können (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 18.10.2014)
dazu auch:
- Raubkunst: IS verkauft Kunstschätze an Sammler im Westen (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 16.10.2014)
Der Islamische Staat plündert die Kulturgüter des Nahen Ostens und verkauft sie an Sammler aus dem Westen. Betroffen sind vor allem der Irak und Syrien. Die EU hat ein Handelsverbot für syrische Kunstschätze verhängt. Doch die Schweiz zieht noch nicht mit.
mehr:
- Land ohne Jobs: Viele Syrer kämpfen für den IS, um ihre Familien ernähren zu können (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 18.10.2014)
dazu auch:
- Raubkunst: IS verkauft Kunstschätze an Sammler im Westen (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 16.10.2014)
Der Islamische Staat plündert die Kulturgüter des Nahen Ostens und verkauft sie an Sammler aus dem Westen. Betroffen sind vor allem der Irak und Syrien. Die EU hat ein Handelsverbot für syrische Kunstschätze verhängt. Doch die Schweiz zieht noch nicht mit.
Überwachung – FBI fordert Hintertüren überall
Comeback der Cryptowars? Der FBI-Direktor will Netzfirmen verpflichten, Hintertüren in ihre Produkte einzubauen – weil Verschlüsselung ein Problem für die Polizei ist.
"Ich war nie ein Panikmacher. Aber ...", sagte FBI-Direktor James B. Comey am Donnerstag in einer Rede in Washington. Aber ein bisschen Panikmache musste dann doch sein. "Verschlüsselung droht, uns an einen sehr dunklen Ort zu führen", sagte er. Einen Ort voller Terroristen und Kinderschänder. Comey machte klar, was er von Verschlüsselung hält: nichts. Jedenfalls nicht, wenn andere sie benutzen. Er ist damit nicht allein.
dazu paßt:
- Warum die Privatsphäre wichtig ist (Alles Schall und Rauch, 12.10.2014)
Es ist interessant wie die meisten Opfer eines Einbruchs nicht den materiellen Schaden als schlimm empfinden, sondern die psychischen Probleme mit denen sie kämpfen, weil jemand Fremdes in ihre Privatsphäre eingedrungen ist. Es kommt erstmal zum Schockzustand, da durch das Durchwühlen des Privaten fühlen sich Menschen häufig verletzt, beschmutzt und empfinden Ekel. Dieses Eindringen wird oft als Vergewaltigung empfunden und genau wie Vergewaltigungsopfer werden sie anschliessend ängstlich, unsicher und schämen sich gleichzeitig auch für das, was da passiert ist. Sie denken, sie sind am Einbruch schuld und hätten ihn durch Massnahmen verhindern können. Offensichtlich ist der Schutz der Privatsphäre was das Heim betrifft für viele sehr wichtig und die Verletzung des selben etwas schlimmes.
"Ich war nie ein Panikmacher. Aber ...", sagte FBI-Direktor James B. Comey am Donnerstag in einer Rede in Washington. Aber ein bisschen Panikmache musste dann doch sein. "Verschlüsselung droht, uns an einen sehr dunklen Ort zu führen", sagte er. Einen Ort voller Terroristen und Kinderschänder. Comey machte klar, was er von Verschlüsselung hält: nichts. Jedenfalls nicht, wenn andere sie benutzen. Er ist damit nicht allein.
mehr:
- Überwachung – FBI fordert Hintertüren überall (ZEIT Online, 17.10.2014)
dazu paßt:
- Warum die Privatsphäre wichtig ist (Alles Schall und Rauch, 12.10.2014)
Es ist interessant wie die meisten Opfer eines Einbruchs nicht den materiellen Schaden als schlimm empfinden, sondern die psychischen Probleme mit denen sie kämpfen, weil jemand Fremdes in ihre Privatsphäre eingedrungen ist. Es kommt erstmal zum Schockzustand, da durch das Durchwühlen des Privaten fühlen sich Menschen häufig verletzt, beschmutzt und empfinden Ekel. Dieses Eindringen wird oft als Vergewaltigung empfunden und genau wie Vergewaltigungsopfer werden sie anschliessend ängstlich, unsicher und schämen sich gleichzeitig auch für das, was da passiert ist. Sie denken, sie sind am Einbruch schuld und hätten ihn durch Massnahmen verhindern können. Offensichtlich ist der Schutz der Privatsphäre was das Heim betrifft für viele sehr wichtig und die Verletzung des selben etwas schlimmes.
Attac – Gemeinnützigkeit weg: "Zu politisch"
Attac Das globalisierungskritische Netzwerk Attac feierte 2010 Zehnjähriges. Nun entzieht das zuständige Finanzamt Attac die Gemeinnützigkeit. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt
Vor wenigen Jahren noch schnappatmete ich heftig, wenn mich etwas im Fernsehen - einer Talkshow etwa – aufregte. Das tat meinem Bluthochdruck nicht gut. Zwar nehme ich seit Jahren eine blutdrucksenkende Pille ein. Aber man muss es ja nun nicht herausfordern, oder? Inzwischen treten einem ja beinahe täglich – manchmal gar stündlich – empörende Ereignisse und Politiker- oder Wirtschaftslobbyisten-Statements, die an Dümmlichkeit oder bodenloser Frechheit – oder beidem – nicht zu überbieten sind, entgegen, so dass man sich in einer Art Dauerempörungszustand befindet. Der großartige Stéphane Hessel, inzwischen leider verstorben, reichte uns ja vor Jahren nicht umsonst seine Manifest „Empört euch!“. Der Mann hatte längst bemerkt, was in unserer Zeit so alles schiefläuft.
- Attac verliert Gemeinnützigkeit (Die freie Welt, 17.10.2014)
Das Finanzamt hat Attac die Gemeinnützigkeit aberkannt. Dies ist ein herber Schlag für die Globalisierungskritiker. Die Spenden dürften einbrechen. Große Rücklagen hat der Verein nicht.
mein Kommentar: Kopfschüttel… Freiheit und Demokratie… Wir sind die Guten!
dazu paßt:
- Zur Kenntlichkeit entstellt (Felix Werdermann, der Freitag, 11.02.2014)
Das Chlorhühnchen fehlt, bemängelt der ältere Herr im weißen Mantel. „Der Bundesadler soll ja durch das Chlorhühnchen ersetzt werden.“ Das Chlorhühnchen ist zum Symbol geworden für den Protest gegen das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP und der ältere Herr Teil einer satirischen Pro-TTIP-Demo. Wird hierzulande bald alles zugelassen, was in den USA erlaubt ist, nur weil das sonst ein Handelshemmnis wäre? Bekommen wir Europäer bald Chlorhühnchen auf den Teller? Die Angst ist groß, am vergangenen Wochenende gingen Tausende gegen das Freihandelsabkommen auf die Straße.
Vor wenigen Jahren noch schnappatmete ich heftig, wenn mich etwas im Fernsehen - einer Talkshow etwa – aufregte. Das tat meinem Bluthochdruck nicht gut. Zwar nehme ich seit Jahren eine blutdrucksenkende Pille ein. Aber man muss es ja nun nicht herausfordern, oder? Inzwischen treten einem ja beinahe täglich – manchmal gar stündlich – empörende Ereignisse und Politiker- oder Wirtschaftslobbyisten-Statements, die an Dümmlichkeit oder bodenloser Frechheit – oder beidem – nicht zu überbieten sind, entgegen, so dass man sich in einer Art Dauerempörungszustand befindet. Der großartige Stéphane Hessel, inzwischen leider verstorben, reichte uns ja vor Jahren nicht umsonst seine Manifest „Empört euch!“. Der Mann hatte längst bemerkt, was in unserer Zeit so alles schiefläuft.
mehr:
- Gemeinnützigkeit weg: "Zu politisch" (der Freitag, Nutzerbeitrag, 17.10.2014)
- Attac verliert Gemeinnützigkeit (Die freie Welt, 17.10.2014)
Das Finanzamt hat Attac die Gemeinnützigkeit aberkannt. Dies ist ein herber Schlag für die Globalisierungskritiker. Die Spenden dürften einbrechen. Große Rücklagen hat der Verein nicht.
mein Kommentar: Kopfschüttel… Freiheit und Demokratie… Wir sind die Guten!
dazu paßt:
- Zur Kenntlichkeit entstellt (Felix Werdermann, der Freitag, 11.02.2014)
Das Chlorhühnchen fehlt, bemängelt der ältere Herr im weißen Mantel. „Der Bundesadler soll ja durch das Chlorhühnchen ersetzt werden.“ Das Chlorhühnchen ist zum Symbol geworden für den Protest gegen das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP und der ältere Herr Teil einer satirischen Pro-TTIP-Demo. Wird hierzulande bald alles zugelassen, was in den USA erlaubt ist, nur weil das sonst ein Handelshemmnis wäre? Bekommen wir Europäer bald Chlorhühnchen auf den Teller? Die Angst ist groß, am vergangenen Wochenende gingen Tausende gegen das Freihandelsabkommen auf die Straße.
Heute vor 25 Jahren – 18. Oktober 1989: Erich Honecker tritt zurück
»Erich, es geht nicht mehr«
Die 40-jährige Geschichte der DDR ist im Blick auf die Führung des Staates mit nur zwei Namen verbunden: Walter Ulbricht (1893-1973) und Erich Honecker (1912-1994). Mit Rückendeckung aus Moskau endete die Ära Ulbricht 1971 durch einen Putsch des Politbüros gegen den »Architekten der DDR«. Erich Honecker gehörte zu jenen, die Ulbricht entmachteten, und wurde sein Nachfolger als Partei- und Staatschef. 18 Jahre später endete die Ära Honecker auf gleiche Weise.
Am 17. Oktober 1989 versammelte sich das Politbüro zu seiner wöchentlichen Sitzung. Honecker traf mit Verspätung ein und ahnte nicht, dass seine Genossen entschieden hatten, ihn zum Rücktritt zu zwingen. Als Honecker fragte, ob es Vorschläge zur Tagesordnung gebe, meldete sich Ministerpräsident Willi Stoph zu Wort und stellte betont sachlich den Antrag, Honecker von seiner Funktion zu entbinden. Er schloss mit den Worten: »Erich, es geht nicht mehr. Du musst gehen.« Schon am folgenden Tag »bat« Erich Honecker das ZK der SED, ihn »aus gesundheitlichen Gründen« von allen Funktionen zu entbinden. Egon Krenz übernahm die Nachfolge.
Was am 18. Oktober noch geschah:
1817: Auf der Wartburg demonstrieren Studenten und Professoren für die Einheit und Freiheit Deutschlands.
FDJ song (East Germany) Du hast ja ein Ziel vor den Augen [2:02]
Erich Honecker - Rücktrittserklärung (18.10.89) [2:32]
Veröffentlicht am 12.02.2013
Erich Honecker (* 25. August 1912 in Neunkirchen; † 29. Mai 1994 in Santiago de Chile) war ein deutscher kommunistischer Politiker. Er war hauptamtlicher Funktionär der KPD und ist in der Zeit des Nationalsozialismus zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Honecker begründete die Jugendorganisation FDJ und war von 1946 bis 1955 ihr Vorsitzender. Er war als Sicherheitssekretär des ZK der SED maßgeblicher Organisator des Baus der Berliner Mauer und trug schon in dieser Funktion den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze mit. Als langjähriger Generalsekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED, Staatsratsvorsitzender der DDR sowie Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates führte und repräsentierte er die DDR in den 1970er und 1980er Jahren. Als einer seiner größten Erfolge gilt die Anerkennung der DDR als Vollmitglied der UNO 1973.
Ende der 1980er Jahre wurde die wirtschaftliche Lage wie die Beziehungen zur Führungsmacht Sowjetunion und die innenpolitische Lage der DDR zunehmend schwieriger. Im September 1987 wurde ihm durch den offiziellen Besuch der Bundesrepublik Deutschland und Empfang durch Bundeskanzler Helmut Kohl in Bonn eine bedeutende Anerkennung zuteil. Der bereits schwer erkrankte Honecker wurde auf Drängen des SED-Politbüros am 18. Oktober 1989 zum Rücktritt gezwungen. 1990 erhielt er mit seiner Frau einige Monate Kirchenasyl bei Pfarrer Uwe Holmer in den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal.
Nach seiner Flucht in die chilenische Botschaft in Moskau 1991 und seiner Auslieferung wurde Honecker 1992 in Berlin wegen seiner Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen des DDR-Regimes vor Gericht gestellt, das Verfahren aber aufgrund seiner Krankheit eingestellt und der in Untersuchungshaft befindliche Honecker freigelassen. Die Anklage war aufgrund seiner Rolle als Staatschef der untergegangenen DDR wie der damit zusammenhängenden schwierigen Rechtslage umstritten. Honecker reiste umgehend zu seiner Familie ins chilenische Exil, wo er im Mai 1994 starb.
Tagesschau vom 18.10.1989: Honecker tritt zurück [18:31]
Einbetten auf Anfrage deaktiviert (hier ansehen)
Erich Mielke- '...Ich liebe doch alle...' [1:25]
Hochgeladen am 07.08.2011
Am 13. November 1989 sprach Mielke zum ersten Mal überhaupt vor der DDR-Volkskammer mit den Worten:
Erich Honecker äußert sich zur möglichen Zukunft des Sozialismus (10.10.1991) [4:25]
Hochgeladen am 26.04.2011
Der Staatsratsvorsitzende der ein Jahr zuvor durch die Vereinigung untergegangenen DDR, Erich Honecker, äußerte sich in seinem zwischenzeitlichen Moskauer Exil einmal gegenüber den westdeutschen Medien. In diesem Filmausschnitt wird deutlich, dass der Sozialismus mit dem Zusammenbruch des Ostblocks keineswegs untergegangen ist, sondern sich neu als die bessere Gesellschaftsordnung etablieren wird. So lautet zumindest Erich Honeckers Botschaft.
- Wer ist hier der “Unrechtsstaat”? – Erich Honecker – Politische Erklärung vor der 27. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts am 3. Dezember 1992 (Miscellaneous - what I met in the web, 10.10.2014)
Witze aus der DDR 2012 [5:17]
Udo Lindenberg 1983 in Ostberlin - Egon Krenz ist genervt ! [3:05]
Hochgeladen am 16.06.2011 Am 25.10.1983 gastierte Udo Lindenberg das erste und einzige Mal in der DDR. Im Ost-Berliner "Palast der Republik" fand ein Friedenskonzert vor ausgewählten FDJ-lern statt, während die wahren Udo-Fans vor der Tür standen. Vielleicht saß damals auch unsere heutige Kanzlerin als Vorzeige-FDJlerin im Publikum?
Egon Krenz äußert sich in meinem Video auf Nachfragen recht genervt zu den Begleitumständen des Lindenberg-Auftritts.
Weitere Teile des Schnitzler-Gesprächs finden sich auf Youtube.
Mein Kommentar:
Nach 9 Jahren Merkelscher Alternativlosigkeit, Afghanistan-, Irak-, Iran-, Syrien- und jetzt ISIS-Krieg, Obama-Sinkflug, NSA-Affäre, Ukraine-Krise, Putin-Bashing, dem Versagen unserer Leitmedien und dem Offenbar-Werden des Embedded-Seins unserer Leitmedien-Journalisten in transatlantischen Think-Tanks können wir uns vielleicht etwas gelassener mit den Differenzen zwischen unserem eigenen und anderen Polit-Systemen auseinandersetzen.
Die Deutschen - Napoleon und die Deutschen 1804-1821 7/10 - subpart 5/5 [6:40]
Hochgeladen am 28.06.2009 Ausgerechnet ein fremder Kaiser ist es, der Deutschland in ein nationales Zeitalter katapultiert: Frankreichs Jahrhundertherrscher Napoleon. Durch seine Eroberungen und Reformen finden die Deutschen mehr denn je zueinander. Was ihm gelingt, hatte zuvor niemand erreicht: die politische Erweckung der "deutschen Nation".
Bücherverbrennungen 1817 und 1933 [1:32]
Veröffentlicht am 05.08.2012
Ausschnitt aus einer Dokumentation über „die erste Bücherverbrennung im Namen des deutschen Volkes" durch Mitglieder von Studentenverbindungen beim Wartburgfest 1817. Im Anschluss werden Originalaufnahmen von der öffentlichen Bücherverbrennung am 10.5.1933 in Berlin gezeigt, die von deutschen Studenten in Zusammenarbeit mit NS-Organisationen durchgeführt wurde. Dabei wurden u.a. Werke von Freud, Marx und Kästner mit den Worten verbrannt:
„Gegen Frechheit und Anmaßung! Für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist!"
Mehr Videos und Informationen unter:
http://paedagogikundns.wordpress.com
Mein Kommentar:
Also nationale Identität verbunden mit Antisemitismus. Da war doch was mit Stefan Bandera, ukrainischem Nationalgefühl und ukrainischen Nazis… (Geld und Faschismus in der Ukraine, Post, 18.05.2014) Und da war doch auch was mit der syrischen Opposition…
Kann man das nicht einfacher machen, damit ich nicht mehr drüber nachdenken muß?
Die 40-jährige Geschichte der DDR ist im Blick auf die Führung des Staates mit nur zwei Namen verbunden: Walter Ulbricht (1893-1973) und Erich Honecker (1912-1994). Mit Rückendeckung aus Moskau endete die Ära Ulbricht 1971 durch einen Putsch des Politbüros gegen den »Architekten der DDR«. Erich Honecker gehörte zu jenen, die Ulbricht entmachteten, und wurde sein Nachfolger als Partei- und Staatschef. 18 Jahre später endete die Ära Honecker auf gleiche Weise.
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| Staatsrats- und Parteivorsitzender Erich Honecker während einer Rede auf dem FDJ-Festival in Ostberlin, Pfingsten 1989 |
Am 17. Oktober 1989 versammelte sich das Politbüro zu seiner wöchentlichen Sitzung. Honecker traf mit Verspätung ein und ahnte nicht, dass seine Genossen entschieden hatten, ihn zum Rücktritt zu zwingen. Als Honecker fragte, ob es Vorschläge zur Tagesordnung gebe, meldete sich Ministerpräsident Willi Stoph zu Wort und stellte betont sachlich den Antrag, Honecker von seiner Funktion zu entbinden. Er schloss mit den Worten: »Erich, es geht nicht mehr. Du musst gehen.« Schon am folgenden Tag »bat« Erich Honecker das ZK der SED, ihn »aus gesundheitlichen Gründen« von allen Funktionen zu entbinden. Egon Krenz übernahm die Nachfolge.
Was am 18. Oktober noch geschah:
1817: Auf der Wartburg demonstrieren Studenten und Professoren für die Einheit und Freiheit Deutschlands.
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014
FDJ song (East Germany) Du hast ja ein Ziel vor den Augen [2:02]
Hochgeladen am 14.10.2007
An anthem of the Freie Deutsche Jugend (FDJ) Für ein neues, besseres Leben!
Du hast ja ein Ziel vor den Augen,
damit du in der Welt dich nicht irrst,
damit du weißt, was du machen sollst,
damit du einmal besser leben wirst.
Denn die Welt braucht dich, genau wie du sie,
die Welt mag ohne dich nicht sein.
Das Leben ist eine schöne Melodie,
Kamerad, Kamerad, stimm ein!
Allen die Welt und jedem die Sonne,
fröhliche Herzen, strahlender Blick.
Fassen die Hände Hammer und Spaten,
wir sind Soldaten, kämpfen für's Glück.
Und hast du dich einmal entschlossen,
dann darfst du nicht mehr rückwärts gehn,
dann mußt du deinen Genossen
als Fahne vor dem Herzen stehn.
Denn sie brauchen dich genau wie du sie,
du bist Quelle und sie schöpfen aus dir Kraft.
Darum geh voran und erquicke sie,
Kamerad, dann wird's geschafft.
Allen die Welt und jedem die Sonne,
fröhliche Herzen, strahlender Blick.
Fassen die Hände Hammer und Spaten,
wir sind Soldaten, kämpfen für's Glück.
Du hast ja ein Ziel vor den Augen,
damit du in der Welt dich nicht irrst,
damit du weißt, was du machen sollst,
damit du einmal besser leben wirst.
Denn die Welt braucht dich, genau wie du sie,
die Welt mag ohne dich nicht sein.
Das Leben ist eine schöne Melodie,
Kamerad, Kamerad, stimm ein!
Allen die Welt und jedem die Sonne,
fröhliche Herzen, strahlender Blick.
Fassen die Hände Hammer und Spaten,
wir sind Soldaten, kämpfen für's Glück.
Und hast du dich einmal entschlossen,
dann darfst du nicht mehr rückwärts gehn,
dann mußt du deinen Genossen
als Fahne vor dem Herzen stehn.
Denn sie brauchen dich genau wie du sie,
du bist Quelle und sie schöpfen aus dir Kraft.
Darum geh voran und erquicke sie,
Kamerad, dann wird's geschafft.
Allen die Welt und jedem die Sonne,
fröhliche Herzen, strahlender Blick.
Fassen die Hände Hammer und Spaten,
wir sind Soldaten, kämpfen für's Glück.
Erich Honecker - Rücktrittserklärung (18.10.89) [2:32]
Veröffentlicht am 12.02.2013
Erich Honecker (* 25. August 1912 in Neunkirchen; † 29. Mai 1994 in Santiago de Chile) war ein deutscher kommunistischer Politiker. Er war hauptamtlicher Funktionär der KPD und ist in der Zeit des Nationalsozialismus zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Honecker begründete die Jugendorganisation FDJ und war von 1946 bis 1955 ihr Vorsitzender. Er war als Sicherheitssekretär des ZK der SED maßgeblicher Organisator des Baus der Berliner Mauer und trug schon in dieser Funktion den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze mit. Als langjähriger Generalsekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED, Staatsratsvorsitzender der DDR sowie Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates führte und repräsentierte er die DDR in den 1970er und 1980er Jahren. Als einer seiner größten Erfolge gilt die Anerkennung der DDR als Vollmitglied der UNO 1973.
Ende der 1980er Jahre wurde die wirtschaftliche Lage wie die Beziehungen zur Führungsmacht Sowjetunion und die innenpolitische Lage der DDR zunehmend schwieriger. Im September 1987 wurde ihm durch den offiziellen Besuch der Bundesrepublik Deutschland und Empfang durch Bundeskanzler Helmut Kohl in Bonn eine bedeutende Anerkennung zuteil. Der bereits schwer erkrankte Honecker wurde auf Drängen des SED-Politbüros am 18. Oktober 1989 zum Rücktritt gezwungen. 1990 erhielt er mit seiner Frau einige Monate Kirchenasyl bei Pfarrer Uwe Holmer in den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal.
Nach seiner Flucht in die chilenische Botschaft in Moskau 1991 und seiner Auslieferung wurde Honecker 1992 in Berlin wegen seiner Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen des DDR-Regimes vor Gericht gestellt, das Verfahren aber aufgrund seiner Krankheit eingestellt und der in Untersuchungshaft befindliche Honecker freigelassen. Die Anklage war aufgrund seiner Rolle als Staatschef der untergegangenen DDR wie der damit zusammenhängenden schwierigen Rechtslage umstritten. Honecker reiste umgehend zu seiner Familie ins chilenische Exil, wo er im Mai 1994 starb.
Tagesschau vom 18.10.1989: Honecker tritt zurück [18:31]
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Hochgeladen am 02.12.2011
Komplette Tagesschau mit folgenden Themen (Auswahl):
- Rücktritt von Erich Honecker / Egon Krenz neuer Generalsekretär der SED
- Schweres Erdbeben in San Franzisko / Kalifornien
- Verfassungsänderung in Ungarn
- Rücktritt von Erich Honecker / Egon Krenz neuer Generalsekretär der SED
- Schweres Erdbeben in San Franzisko / Kalifornien
- Verfassungsänderung in Ungarn
Erich Mielke- '...Ich liebe doch alle...' [1:25]
Hochgeladen am 07.08.2011
Am 13. November 1989 sprach Mielke zum ersten Mal überhaupt vor der DDR-Volkskammer mit den Worten:
„Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen – Na ich liebe doch – Ich setze mich doch dafür ein.“
– Erich Mielke: BStU: Mielkes Auftritt vor der Volkskammer[16]
Mielkes Worte, die damals mit lautem Gelächter quittiert wurden, gehören zu den meistzitierten der Wendezeit, oft jedoch unpräzise bis falsch in der Form Ich liebe euch doch alle. [Erich Mielke, Zitate, Wikipedia]
Erich Honecker äußert sich zur möglichen Zukunft des Sozialismus (10.10.1991) [4:25]
Hochgeladen am 26.04.2011
Der Staatsratsvorsitzende der ein Jahr zuvor durch die Vereinigung untergegangenen DDR, Erich Honecker, äußerte sich in seinem zwischenzeitlichen Moskauer Exil einmal gegenüber den westdeutschen Medien. In diesem Filmausschnitt wird deutlich, dass der Sozialismus mit dem Zusammenbruch des Ostblocks keineswegs untergegangen ist, sondern sich neu als die bessere Gesellschaftsordnung etablieren wird. So lautet zumindest Erich Honeckers Botschaft.
- Wer ist hier der “Unrechtsstaat”? – Erich Honecker – Politische Erklärung vor der 27. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts am 3. Dezember 1992 (Miscellaneous - what I met in the web, 10.10.2014)
Witze aus der DDR 2012 [5:17]
Veröffentlicht am 06.10.2012
Witze aus der DDR 2012
1. Staatsbürgerkundeunterricht
2. Renovierung der Berliner Mauer
3. Bin IM Keller
4. Bockwurstpappen
5. Egon Krenz bei den Schweinen
6. Fehlerfreie Kinder
2. Renovierung der Berliner Mauer
3. Bin IM Keller
4. Bockwurstpappen
5. Egon Krenz bei den Schweinen
6. Fehlerfreie Kinder
Udo Lindenberg 1983 in Ostberlin - Egon Krenz ist genervt ! [3:05]
Hochgeladen am 16.06.2011 Am 25.10.1983 gastierte Udo Lindenberg das erste und einzige Mal in der DDR. Im Ost-Berliner "Palast der Republik" fand ein Friedenskonzert vor ausgewählten FDJ-lern statt, während die wahren Udo-Fans vor der Tür standen. Vielleicht saß damals auch unsere heutige Kanzlerin als Vorzeige-FDJlerin im Publikum?
Egon Krenz äußert sich in meinem Video auf Nachfragen recht genervt zu den Begleitumständen des Lindenberg-Auftritts.
Ingo Hoppe Streitgespräch mit Karl-Eduard von Schnitzler Tei
[14:39]
Hochgeladen am 03.12.2011 Karl-Eduard von Schnitzler, Chefideologe der DDR, stellt sich in einem Streitgespräch seinen Gegner, moderiert von Ingo Hoppe.
Created with MAGIX Video deluxe 17
Hochgeladen am 03.12.2011 Karl-Eduard von Schnitzler, Chefideologe der DDR, stellt sich in einem Streitgespräch seinen Gegner, moderiert von Ingo Hoppe.
Created with MAGIX Video deluxe 17
Weitere Teile des Schnitzler-Gesprächs finden sich auf Youtube.
Mein Kommentar:
Nach 9 Jahren Merkelscher Alternativlosigkeit, Afghanistan-, Irak-, Iran-, Syrien- und jetzt ISIS-Krieg, Obama-Sinkflug, NSA-Affäre, Ukraine-Krise, Putin-Bashing, dem Versagen unserer Leitmedien und dem Offenbar-Werden des Embedded-Seins unserer Leitmedien-Journalisten in transatlantischen Think-Tanks können wir uns vielleicht etwas gelassener mit den Differenzen zwischen unserem eigenen und anderen Polit-Systemen auseinandersetzen.
Die Deutschen - Napoleon und die Deutschen 1804-1821 7/10 - subpart 5/5 [6:40]
Hochgeladen am 28.06.2009 Ausgerechnet ein fremder Kaiser ist es, der Deutschland in ein nationales Zeitalter katapultiert: Frankreichs Jahrhundertherrscher Napoleon. Durch seine Eroberungen und Reformen finden die Deutschen mehr denn je zueinander. Was ihm gelingt, hatte zuvor niemand erreicht: die politische Erweckung der "deutschen Nation".
Bücherverbrennungen 1817 und 1933 [1:32]
Veröffentlicht am 05.08.2012
Ausschnitt aus einer Dokumentation über „die erste Bücherverbrennung im Namen des deutschen Volkes" durch Mitglieder von Studentenverbindungen beim Wartburgfest 1817. Im Anschluss werden Originalaufnahmen von der öffentlichen Bücherverbrennung am 10.5.1933 in Berlin gezeigt, die von deutschen Studenten in Zusammenarbeit mit NS-Organisationen durchgeführt wurde. Dabei wurden u.a. Werke von Freud, Marx und Kästner mit den Worten verbrannt:
„Gegen Frechheit und Anmaßung! Für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist!"
Mehr Videos und Informationen unter:
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Mein Kommentar:
Also nationale Identität verbunden mit Antisemitismus. Da war doch was mit Stefan Bandera, ukrainischem Nationalgefühl und ukrainischen Nazis… (Geld und Faschismus in der Ukraine, Post, 18.05.2014) Und da war doch auch was mit der syrischen Opposition…
Kann man das nicht einfacher machen, damit ich nicht mehr drüber nachdenken muß?
Freitag, 17. Oktober 2014
Die französische Legislative entdeckt die Obsoleszenz
Frankreich bestraft künftig die absichtliche Verringerung der Lebensdauer von Produkten
Künftig ist es in Frankreich möglich, Produkthersteller oder -importeure wegen "geplanter Obsoleszenz" vor Gericht zu bringen. Ein entsprechendes Gesetz, das zum Energiewende-Gesetzespaket gehört (vgl. auch Das langsame Ende der Plastiktüten), wurde am Dienstag in der Nationalversammlung verabschiedet. Es sieht vor, die "obsolescence programmée" als Betrugsdelikt zu behandeln und zu bestrafen - mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldbuße von bis zu 300.000 Euro.
An Beispielen fehlt es nicht, wie auf einem Webportal zu erfahren ist, dessen Betreiber seit langem gegen den Murks in Form "geplanter Obsoleszenz" vorgehen. Andere sprechen von "geplantem Verschleiss" ("Im Prinzip heben wir Löcher aus und schütten sie wieder zu"). Zugrunde liegt dem der Ärger über Produkte, besonders oft Elektrogeräte, die für gutes Geld gekauft, so billig gemacht sind, dass sie schneller kaputt gehen, als vom Käufer erwartet, auffallend oft kurz nach Ablauf der Garantiezeit.
Frage von mir:
ist eine kapitalistische Gesellschaft ohne geplante Obsoleszenz überlebensfähig?
Ein Leben in Lüge um eines ruhigen Lebens willen führen?
Vaclav Havel schreibt in seinem Essay „Versuch, in der Wahrheit zu leben“ (Rowohlt: Hamburg, 1989) über die Funktionsweise eines posttotalitären Systems. Mitten im sich damals abzeichnenden Umbruch in seinem Heimatland und seiner erneuten Haftstrafe schrieb er seine scharfsinnigen Beobachtungen auf.
Natürlich kann man nicht alles eins zu eins in eine andere Welt transferieren. Doch es gibt manche Parallele zur Funktionsweise von Systemen, seien das Familien, Unternehmen, Kirchgemeinden oder NPO. Wie viele Menschen führen ein Leben in Lüge um eines ruhigen Lebens willen!
siehe dazu auch:
- Sind Wissen, Denken, Interpretationen, Aufmerksamkeit und Bewußtheit einfach nur Fragen der inneren Ökonomie? (Post, 18.10.2014)
Natürlich kann man nicht alles eins zu eins in eine andere Welt transferieren. Doch es gibt manche Parallele zur Funktionsweise von Systemen, seien das Familien, Unternehmen, Kirchgemeinden oder NPO. Wie viele Menschen führen ein Leben in Lüge um eines ruhigen Lebens willen!
mehr:
- Ein Leben in Lüge um eines ruhigen Lebens willen führen? (Die freie Welt, 17.10.2014)
siehe dazu auch:
- Sind Wissen, Denken, Interpretationen, Aufmerksamkeit und Bewußtheit einfach nur Fragen der inneren Ökonomie? (Post, 18.10.2014)
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