Samstag, 25. April 2015

Erinnerung an den Russisch-Georgischen Krieg 2008

Am Beispiel des Russisch-Georgischen Krieges im Jahr 2008 lässt sich sehr gut abbilden, wie man aus der Geschichte lernt. Daher ein paar Worte zu einem lehrreichen Akt der Geschichte, den man zu schnell vergisst. Seit geraumer Zeit schwelte zwischen Russland und Georgien ein Konflikt um die georgische Provinz Südossetien, wo infolge des Friedensabkommens von 1992 auch russische Friedenstruppen stationiert sind. Am 7. August 2008 warf der georgische Präsidenten Micheil Saakaschwili Russland einen Raketenangriff auf Georgien vor und sprach von einem „Akt der Aggression“. (1) In der Folge kam es zu einem Krieg zwischen beiden Ländern.

Klare Haltung in Politik und Medien
Die Zeitung Welt rief umgehend zur Solidarität mit Georgien auf, denn „wenn Deutschland, die EU und die NATO jetzt nicht zu einer klaren Haltung finden, und zwar zur unzweideutigen Unterstützung Georgiens gegen die russische Aggression, wird es nicht bei diesem einen Krieg bleiben“. (2) Eine ähnlich deutliche Haltung bezog der Publizist William Kristol in der New York Times: „Wir sind es Georgien schuldig, sie bei der Verteidigung ihrer Souveränität zu unterstützen.“ (3)

US-Präsident George W. Bush fand klare Worte: „Russland hat einen souveränen Nachbarstaat angegriffen und bedroht eine demokratisch gewählte Regierung. Ein solches Verhalten ist unakzeptabel im 21. Jahrhundert.“ (4) Sein Vize-Präsident Dick Cheney erklärte, die russische Aktion dürfte nicht unbeantwortet bleiben. (5) Bundeskanzlerin Angela Merkel ergriff bei ihrem Besuch in der Hauptstadt Tiflis Partei für Georgien, als sie in der Rolle der Vermittlerin ins Kriegsgebiet reiste. (6)

Die US-Regierung zog vorübergehend ein militärisches Eingreifen in Erwägung, verzichtete aber darauf aus Sorge vor der Reaktion Moskaus. (7) Die USA halfen aber, georgische Soldaten aus dem Irak rasch in ihr Heimatland zu fliegen. (8) Die NATO verstärkte die militärische Präsenz im Schwarzen Meer, wobei US-Schiffe bereits am 13. August auch in georgischen Häfen vor Anker lagen. (9) Die Zusammenarbeit mit Russland in Form des NATO-Russland-Rates wurde auf Eis gelegt, wohingegen betont wurde, dass das Bündnis weiterhin eng mit Georgien zusammenarbeiten möchte. (10) Angela Merkel betonte: „Georgien wird, wenn es das will, Mitglied der NATO werden". (11) Die US-Regierung verhängte Sanktionen gegen Russland, die erst zwei Jahre später wieder aufgehoben wurden, weil Russland die Sanktionen gegen den Iran unterstützte. (12)

Der russische Präsident Vladimir Putin wurde aufgrund des Krieges mit Hitler verglichen (Ein Vergleich, den wenige Jahre später auch Hillary Clinton und Wolfgang Schäuble ziehen werden). Zbigniew Brzezinski, Globalstratege und Ex-Sicherheitsberater von Präsident Carter, zitierte zustimmend die Einschätzung des schwedischen Außenministers Carl Bildt, der das Verhalten des damaligen russischen Premierministers Putin mit Hitlers Taktik zur „Befreiung“ der Sudetendeutschen und mit Stalins Gewaltanwendung gegen Finnland verglich. (13)

Drei Tage nach Beginn des Krieges warnte Robert Kagan, einer der führenden neokonservativen Publizisten, eindringlich, dass die Details des Krieges genauso unwichtig seien wie die Details der Annexion des Sudentenlandes durch Hitler. Putin habe den Krieg eindeutig provoziert. Kagan prophezeite, dass Historiker den Russisch-Georgischen-Krieg als einen Wendepunkt der Geschichte betrachten würden, der ebenso bedeutungsvoll sei wie der Fall der Berliner Mauer. Der Krieg markiere die Rückkehr zu einer Politik des 19. Jahrhunderts, in der geopolitische Ziele durch Anwendung von militärischer Gewalt erzielt wurden. (14)

Es kann kaum überraschen, dass im Zuge des aktuellen Ukraine-Konflikts immer wieder an den Russisch-Georgischen-Krieg erinnert wird. Ganz aktuell erklärt der Economist im Rahmen seiner Analyse der wiederkehrenden Atomkriegsgefahr, dass Russland bereit sei, das Mittel der Eskalation gegen seine Nachbarn anzuwenden und dem Westen zu demonstrieren, dass eine Intervention sinnlos sei. Dies habe der Fall von Georgien bewiesen. (15) Die Bild-Zeitung verweist zustimmend auf diese Analyse. (16) Der Spiegel mahnt, dass Putin bereits in Georgien den heißen Krieg vorgeführt habe und ein Rückfall in die Logik des Kalten Kriegs drohe, „in dem nur eine einzige Macht in Europa, Russland, sich das ‚Ius ad bellum’ (das Recht auf Kriegsführung) herausnähme.“(17)

In einem Aufruf hundert deutschsprachiger Osteuropa-Experten, der die Überschrift „In der Ukraine-Krise ist eindeutig Putin der Aggressor“ trägt, verweisen die Autoren darauf, dass 2008 in Georgien aufgrund des russischen Verhaltens eine ähnlich „verfahrene Situation“ wie heute in der Ukraine entstanden sei.(18) Und die Zeit stimmt es nachdenklich, dass im Falle einer NATO-Mitgliedschaft russischer Nachbarn das Bündnis unter Umständen zum militärischen Beistand verpflichtet wäre, „sollte Putin eines dieser Länder in ähnlicher Weise wie die Ukraine oder vorher schon Georgien angreifen“. (19) Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete eine Resolution, die nachdrücklich die russische Aggression verdammt. Dabei führt sie als einen Beleg für den Vorwurf die russische Invasion in Georgien 2008 an. (20)

mehr:
- Die Halbwertzeit der Wahrheit – Erinnerung an den Russisch-Georgischen Krieg 2008 (Andreas von Westphalen, Hintergrund, 12.04.2015)

siehe auch:
- Untersuchungskommission: Georgien hat den Krieg begonnen (Reinhard Veser, FAZ, 30.09.2009)
Wer trägt die Schuld am Georgien-Krieg vom August 2008? Eine Kommission der EU kommt nach F.A.Z.-Informationen zu dem Ergebnis: Tiflis hat begonnen, Moskau hat provoziert. Saakaschwili hatte behauptet, seine Streitkräfte hätten auf eine russische Invasion reagiert.
- Georgien: „Morgen sind wir in Zchinwali“ (Michael Ludwig, FAZ, 06.08.2009)

GEORGIEN - Wer hat angefangen? [9:57]

Hochgeladen am 07.09.2008 

US Propagandapanne Mädchen sagt plötzlich die Wahrheit zum Georgien Krieg [3:47]

Veröffentlicht am 28.01.2014
Research: Jewish Ritual Murder, Jewish Ritual Murder Revisited, Jura Lina The Jewish Hand in Bolshevism, The Other Israel, The Jewish conspiracy, Understanding anti-semitism, The Khazarian Conspiracy, A Devil in disguise, Auschwitz the Missing Cyanide, Judea declares war on Germany, Dumb portrayal of evil Buchenwald, David Cole at Auschwitz, One third of the holocaust, Auschwitz why the gas-chambers are a myth, The last days of the big lie, The persecution of Revisionists, Benjamin Freedman's 1961 Speech at the Willard Hotel, The Money Masters, (Videos)
On Youtube or http://trutube.tv/

Hellstorm The death of Nazi germany by Thomas Goodrich
Germany Must Perish by Theodore Kaufmann
Other losses and Crimes and mercies by James Baque(Books)

Google "Jews and bolshevism"
Google "Eisenhowers deathcamps"
Google "The Morgenthau plan" "The Kaufmann plan" "The Hooton plan" (Still in effect ?)
David Irvings books and research on WW2
Dr. David Dukes research on jewish history and Zionism and his book "Jewish Supremacism"
Dr. William Luther Pierces inspiring videos and programs on Race preservation
https://archive.org/details/TheDr.Wil...
Research names : Ilya Ehrenburg, Lavrenty Beria, Theodore Herzl and the Talmud teachings.
Jewish Bolsheviks Lazar Kaganovitch, Stanislav Kosior, Pavel Postyshev (Ukrainian Genocide), Sverdlov (Tsar family butcher)
Hope you will find it interesting.

http://www.armahellas.com/?p=1937
http://www.zundelsite.org/
http://www.vho.org/
http://nazigassings.com/
http://codoh.com/
http://www.adelaideinstitute.org/
http://www.ihr.org/main/links.shtml
http://www.vho.org/GB/Books/trr/
http://www.fpp.co.uk/books/index.html
http://juergen-graf.vho.org/books/ind...
http://www.politicalforum.com/history...
http://www.whale.to/b/starvation_of_g...
http://gblt.webs.com/Real_Holocaust.htm
http://uncensoredhistory.blogspot.no/...
http://www.ipetitions.com/petition/ge...
http://zioncrimefactory.com/
http://holywar.org/
http://www.radioislam.org/
http://freddyweb4.wordpress.com/entla...
http://www.npd-goettingen.de/Deutschl...
http://www.politikforen.net/showthrea...
http://www.rheinwiesenlager.de/
http://www.deutscherosten.de/index.htm
http://nsl-archiv.net/Filme/Nach-1945/
http://nsl-lager.com/ht/

Google the Kaufmann, Morgenthau and Hooton plan.
Three detailed plans for the Extermination of the German people written by Jews.
Sterilization and Immigration are the methods described.
Food additives and vaccines almost without exception affect fertility and brainfunctions.
Sound weird ? Yes ,but why do muslims birthrate drop like a rock when they move to European countries ?
Additives by jewish controlled firms like Monsanto, and jewish Jonas Salk (polio) started the wave of vaccines. Most if not all vaccines turns out were issued after the deseases had declined on their own.
Jewish organisations like the ADL have been pushing immigration into white countries (but not into Israel)
Have the exterminationplans against the Germans been modified and now turned on the entire white (Christian) culture ?
Check out Dr. David Kelly and Joseph Moshe from the links further down.
I`m just asking.
Also google the Samson Option.

Gugel den Kaufmann, Morgenthau und Hooton plan.
Drei detaillierte pläne für die vernichtung des Deutschen volk von juden geschrieben.
Sterilisation und immigration waren die beschriebene methoden.
Zusatzstoffe im essen und impfungen haben beinahe ohne ausnahme einwirkung auf die fruchtbarkeit und hirnfunktionen.
Klingt komisch ? Ja, aber warum fallen die muslimiesche geburtsraten wie ein stein wenn sie nach Europäischen ländern einwandern ?
Zusatzstoffe von jüdisch kontrolierten firmen wie Monsanto und die impfungswelle die der jüdische Jonas Salk (polio) angefangen hat. Jetzt stellt sich auch noch fest das die meisten wenn nicht alle krankheiten schon von sich selber zurückgegangen sind bevor die impungungen introduziert wurden.
Jüdische organisationen wie die ADL haben sich für immigration in den weissen ländern eingesetzt (aber nicht in Israel)
Hat man die vernichtungspläne modifiziert und jetzt gegen die ganze weisse (christliche) kultur gewendet ?
Recherche Dr. David Kelly und Joseph Moshe von den webseiten untendran.
Ich frag ja nur.
Gugeln sie auch die Samson Option.

http://www.sott.net/article/212776-Et...
http://www.abovetopsecret.com/forum/t...
http://www.unfictional.com/joseph-mos...

Georgien nach dem Krieg - Mit offenen Karten [10:53]

Veröffentlicht am 24.04.2013
In dem zwischen Europa und Asien liegenden kleinen Staat Georgien leben zahlreiche Volksgruppen. Zwei Jahre nach dem Krieg gegen Russland zeichnet MIT OFFENEN KARTEN ein geopolitisches Porträt der Kaukasusrepublik, die auch zwanzig Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges nicht zur Ruhe kommt.

360° Geo Reportage - Georgien, die Wiege des Weins Doku (2009) [52:12]

Veröffentlicht am 28.09.2015
Wer sich in Georgien begrüßt, fragt nicht: „Wie geht es Dir?“, sondern „Wie geht es Deinem Weinstock?“ Wein ist hier heilig. Experten gehen sogar davon aus, dass Georgien eines der Ursprungsländer für den Weinanbau ist. Seit Jahrtausenden werden die Reben unter idealen klimatischen und geologischen Bedingungen gezüchtet. Zu Sowjetzeiten belieferte das Land die gesamte UdSSR mit dem traditionell süßen Wein. Etwa 85 Prozent der Produktion wurden exportiert. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems war Russland noch immer der größte Abnehmer. Als Moskau jedoch aufgrund der starken Konflikte zwischen beiden Ländern ein Embargo verhängt, leidet Georgien unter einem Absatzproblem. Denn der Wein wird weiter angebaut und gelesen.

Um auf dem Weltmarkt bestehen zu können und neue Kunden zu gewinnen, suchen die georgischen Winzer nach Strategien, um ihre Ware international zu vermarkten. Einer von ihnen ist Dato Maisuradse. Zusammen mit anderen Winzern versucht er, den georgischen Wein unter einer Qualitätsmarke zu etablieren. Kein leichtes Unterfangen, denn bisher unterlag die Produktion eher dem Prinzip Masse statt Klasse. Hinzu kommt, dass nach den Jahren der kommunistischen Planwirtschaft jeder Weinbauer allein auf seiner Parzelle wirtschaftete.

Kooperativen assoziieren diese Menschen immer noch mit gefürchteter Bevormundung und staatlicher Kontrolle. Dennoch will Dato Maisuradse die Bauern für sich gewinnen und ihre Kräfte gewinnbringend bündeln. Ihre Anstrengungen tragen nun erste Früchte: Wird die Zukunft des georgischen Weins etwa in China liegen?

ZDF: 2008 Russischer Angriff Auf Georgien [40:41]

Veröffentlicht am 08.08.2013

Der Georgien Krieg 2008 : Machtpoker im Kaukasus 1/4 [10:52]

Hochgeladen am 19.06.2010
Der Krieg um die abtrünnige Provinz Südossetien zwischen Georgien und Russland im August 2008 wurde von dem Georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili mit einem Angriff auf Zehinwali ausgelöst um eine Konfrontation mit Russland zu erreichen und dafür vom Westen unterstützt zu werden. Westliche Medien gaben damals Russland die Schuld an dem Krieg, mussten dies aber nach der Veröffentlichung eines EU-Untersuchungsberichtes ein Jahr nach dem Ende des Konfliktes zurücknehmen. Dennoch soll Georgien in die NATO aufgenommen werden.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion erklärte sich Südossetien 1990 für unabhängig. Völkerrechtlich wird das Gebiet allerdings nach wie vor als ein Teil Georgiens angesehen. Südossetien umfasste 1991 etwa 125 000 Einwohner, davon 66% Osseten und 29% Georgier. In einem Referendum über das Autonome Gebiet Südossetien sprachen sich 1992 über 90% der Wahlberechtigten für die Unabhängigkeit von Georgien und den Anschluss an das zu Russland gehörende Nordossetien aus. Nach dem Krieg im August 2008 erklärte sich Südossetien für unabhängig von Georgien, ebenso wie die zu Georgien gehörende Provinz Abchasien, die enbenfalls von Russland unterstützt wird. Bislang erkennen nur Russland und Nicaragua Südossetien ais souveränen Staat an.
Ein Interview mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin zum Thema findet sich bei http://www.youtube.com/watch?v=3Fb8Ma....

Mütterchen Russland.
Es war einmal ... ein Land das auf den Namen Georgien hörte. In diesem Land lebten Russen und Georgier friedlich miteinander. Eines Tages beschloss dieses Land Mitglied in einer Kommune namens "Die Vereinten Nationen" zu werden, was das Georgische Völkchen jedoch nicht wusste ist das hinter diesem friedlich und anmutigen Namen eine grausame und gierige Wirtschaftsorganisation steckte und sie mit ihrem Beitritt nicht nur ihr Blut sondern auch viel Öl vergießen müssten. Eines Tages besuchte der damalige König der Vereinten Nationen, nennen wir ihn "Georg W. Bush" das Land Georgien und er unterbreitete dem König von Georgien "Giorgi Margwelaschwiliein" ein besonderes Angebot. Er sagte: Wenn du einen Krieg mit unserem Feind "Russland" vom Zaun brichst, Georgien "unabhängig und größer" machst, was du ja schon immer wolltest, werden wir Dich Reich und dein Land zu unserem Unterta ... ähhhh zu einem blühenden Ort des Wohlstandes und der Glückseligkeit machen. Überlasse uns den Rest, unser Heer an Zauberern die tapfersten mit Namen FOX und N24 lassen es so aussehen als ob dich Russland zuerst angegriffen hat ! Du hast nichts zu befürchten ! Und um dieses wunderschöne Land und „seine Zukunft"zu schützen stellen wir dir unseren besten Golem zur Seite, sein Name lautet "Raketenschild" Der König ging auf das Angebot ein und fing einen Krieg an. Was der König von Georgien aber nicht wusste, weil er viel zu sehr damit beschäftigt war sich zu rasieren, ist das die Mehrheit seiner Bauern, Russland liebten, sie liebten Russland wie Ihre eigene Mutter. Tage vergingen, der Krieg zerriss das Land, alles geschah wie es König Georg vorher bestimmt hatte, seine Zauberer begannen die Welt zu blenden. Doch viele der Georgischen Bauern verstanden nicht warum die Zauberer der Welt nicht die Wahrheit erzählten, sie verstanden es aber sehr wohl ihre Mutter zu schützen, sie zu ehren und so fingen sie an sich gegen die fremden Zauberer zu stellen. Es war ein harter langer Kampf, so schlossen sich die schwachen Bauen mit einem mächtigen russischen Zauberer der auf den Namen „RT" hörte zusammen. Fünf ganze Tage vergingen, sie kämpften Tag und Nacht voller Liebe und Hingabe, Gier gegen Tugendhaftigkeit und gewannen diesen Krieg. König Georg, König der vereinten Nationen, war so wütend auf die Bauern Georgiens auch auf seine eigenen Zauberer das er vor lauter Zorn seinen Namen in Obama änderte, und„braun" anlief. Er war so voller Hass und Gier, das er noch Jahre später Diebe, Blender und Mörder im andere Königreiche schickte.
Und wenn er nicht gestorben ist dann versucht er noch heute, Könige zu stürzen, Kriege anzuzetteln, Bauern zu blenden ... und alles nur weil er es nicht besser weiß.

Und Moral von der Geschicht: "Nichts ist schlimmer als ein Wolf mit Schafsgesicht
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Wladimir Putin über den Georgienkrieg (UNZENSIERT!!!) (ARD) [Info 118] [29:11]

Veröffentlicht am 06.04.2014
Wladimir Putin im Interview zum Georgienkrieg. Dies ist die unzensierte Version!!!
Quelle: ARD | Quelldatum: 02.09.2008 (unzensierte VÖ) / 04.04.2008 (Aufnahme)


zuletzt aktualisiert am 22.07.2015


Ukarine: Terror gegen Andersdenkende

In der Ukraine werden oppositionelle Aktivisten und Journalisten ermordet. Die Spur führt zu faschistischen Milizen und ukrainischen Behörden

Innerhalb von fünf Tagen traf es vergangene Woche drei Personen des öffentlichen Lebens, die nicht mit der prowestlichen Regierung in Kiew einverstanden waren: Der bekannte Journalist Oles Busina wurde am Donnerstag vor seiner Wohnung in Kiew erschossen, davor waren bereits der Oppositionspolitiker Oleg Kalaschnikow und der Reporter Sergej Suchobok Ziele von tödlichen Anschlägen geworden. Die Bluttaten reihen sich ein in eine Serie von ungeklärten Todesfällen prorussischer Politiker und ehemaliger Funktionäre der „Partei der Regionen“ des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Bekannt hat sich mittlerweile eine Gruppe, die sich in Anlehnung an den ukrainischen Nationalismus während des Zweiten Weltkriegs „Ukrainische Aufständische Armee“ (UPA) nennt. Sie schickte ein Bekennerschreiben an den Kiewer Politologen Wladimir Fessenko. Dieses enthalte, so Fessenko, „vier Punkte: Zunächst bekennen sich die Absender zu den Morden am früheren Abgeordneten Kalaschnikow und dem Journalisten Busina. Sie übernehmen auch die Verantwortung für frühere Morde an den Politikern Tschetschetow, Pawlutschenko und Melnik.“


Schuld ist immer der Russe
Der offensichtliche Tathintergrund wird von prowestlichen Politikern und Teilen der Presse in der Ukraine in Zweifel gezogen. Entworfen wird eine Verschwörungstheorie auf Grundlage einer abstrusen Cui-Bono-Annahme. Ukrainische Medien präsentieren die These, Busina und Kalaschnikow seien von ehemaligen Verbündeten erschossen worden, um zu verhindern, dass sie ihr vermeintliches Wissen über irgendwelche nicht näher genannten Straftaten des vormaligen Regierungslagers preisgeben. Beweise gibt es dafür keine. Die zweite gängige Version, unter anderem aus dem ukrainischen Innenministerium, ist die, dass direkt „russische Spezialisten“ hinter den Angriffen steckten, um die „Ukraine zu destabilisieren“. Auch dafür gibt es keinerlei Anhaltspunkte. Wladimir Fessenko selbst kommentierte den Erhalt des Bekennerschreibens so: „Das bestätigt nur meinen Verdacht, dass russische Geheimdienste hinter diesen Leuten stehen, auch wenn die Mörder selbst das vielleicht gar nicht wissen.“ (2)

Schuld muss der Russe sein, selbst wenn alles dagegen spricht. Prorussische Aktivisten werden Mitten in Kiew erschossen, von Leuten, die seit langem ankündigen, genau das tun zu wollen und sich danach auch dazu bekennen. Aber in Wahrheit muss es natürlich Putin gewesen sein. Diese irre Verschwörungstheorie wird selbst von deutschen Medien als zulässige Hypothese betrachtet: „Für die These der russischen Drahtzieherschaft liegen genauso wenig Beweise auf dem Tisch wie für die einer ukrainisch-nationalistischen motivierten Tat“, meldet tagesschau.de in unglaublicher Verkennung der Indizien für eine Täterschaft ukrainischer Faschisten. (3)

mehr:
- Terror in der Ukraine: Wer steht hinter den Anschlägen? (Hans Berger, Hintergrund, 21.04.2015)

Auf Deutschland rollt eine Welle der Altersarmut zu

Als die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles (SPD), kurz vor der Verabschiedung des Rentenpakets der Bundesregierung im Mai 2014 im Bundestag eine Rede hielt, war sie voll des Eigenlobs. Die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren und die „Mütterrente“ in Höhe von 28,14 Euro im Westen und 25,74 Euro im Osten pro Kind und Monat sei ein Beleg dafür, „dass wir die Lebensleistung von Menschen in unserem Land anerkennen“, so Nahles.

Natürlich weiß die Ministerin, dass mit dieser „Rentenreform“ lediglich ein paar Wähler aus der Kernklientel der CDU/CSU und der SPD im Reißverschlussverfahren bedient wurden. Wobei die „Mütterrente“ vielen Frauen nichts oder kaum etwas bringt, da sie auf die Grundsicherung angerechnet wird. Und natürlich weiß Nahles auch, dass auf Deutschland ungebremst eine dramatische Welle der Altersarmut zurollt, denn die Zahlen liegen längst auf dem Tisch. Am Jahresende 2013 bezogen in Deutschland rund 499 000 Personen ab 65 Jahren Leistungen der Grundsicherung, weil ihre Rentenansprüche und ihr Vermögen nicht ausreichen, um das materielle Existenzminimum zu sichern. 2005 waren es 343 000 Menschen und alleine im Vergleich zu 2012 stieg die Anzahl der Grundsicherungsempfänger im Rentenalter um 7,4 Prozent. Bislang konzentriert sich die Altersarmut auf die Stadtstaaten. So beträgt der Anteil der Armutsrentner in der betreffenden Altersgruppe in Hamburg 6,8, in Bremen 5,9 und in Berlin 5,8 Prozent, während es im Bundesdurchschnitt „nur“ 2,1 Prozent sind. Allerdings liegen die realen Zahlen wohl noch wesentlich höher, da Sozialverbände unisono von einer hohen Dunkelziffer ausgehen. Zum einen nehmen viele Kleinstrentner ihre Ansprüche auf staatliche Grundsicherung nicht in Anspruch, sei es aus Unkenntnis oder aus Scham. Außerdem gehen mittlerweile über eine Million Senioren einer Erwerbstätigkeit nach, die meisten von ihnen aus nackter Not. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2001. Und Bezieher von Erwerbsminderungsrenten vor Erreichen des Rentenalters sind bei diesen Zahlen noch gar nicht berücksichtigt, in dieser Gruppe gibt es weitere 400 000 Grundsicherungsempfänger.

mehr:
- Prekär ins Rentenalter – Auf Deutschland rollt eine Welle der Altersarmut zu - (Rainer Balcerowiak, Hintergrund, 13.04.2015)

meine Frage: Neusprech oder apokalyptische »German Angst«?

Freitag, 24. April 2015

Heute vor 25 Jahren: Das Weltraumteleskop Hubble startet ins All

Am 24. April 1990 wurde das Weltraumteleskop Hubble ins All geschossen. Nach einem holprigen Start lieferte es Astronomen in nie gekannter Qualität Einblicke ins Universum. Der Öffentlichkeit gab es farbenfrohe Aufnahmen, die das Bild vom All prägen.

Vor genau 25 Jahren, am 24. April 1990, startete das Weltraumteleskop Hubble an Bord des Space-Shuttles Discovery ins All. Nach anfänglichen Problemen folgte eine der erfolgreichsten Missionen der Raumfahrtgeschichte, die vor allem das öffentliche Bild von unserem Universum entscheidend geprägt hat. Hubbles Bilder aus den Tiefen des Sonnensystems, der Milchstraße und darüber hinaus zeichnen ein vor allem äußerst farbenfrohes Bild unfassbar weit entfernter Himmelskörper. Gleichzeitig ist der wissenschaftliche Beitrag des Teleskops – das nicht vor der Erdatmosphäre behindert wird – schwer zu übertreiben.

Holpriger Beginn

Bereits 1923 hatte der Raketenpionier Hermann Oberth in seinem Buch "Die Rakete zu den Planetenräumen" ein Teleskop im All beschrieben, erinnert die ESA. Damit würden viele auf der Atmosphäre beruhenden Probleme umgangen, nicht nur die Wetterabhängigkeit, sondern auch die Absorption bestimmter Strahlungsanteile durch die Lufthülle. An Fahrt gewann die Idee aber erst in den 1970er-Jahren, als sich NASA und ESA für ein Projekt zusammentaten. Das geplante Weltraumteleskop sollte nach Edwin Hubble benannt werden, jenem Astronomen, der die Expansion des Universums erkannt und nachgewiesen hat.

Eigentlich sollte das Teleskop bereits 1986 starten, aber die Challenger-Katastrophe verhinderte das. Erst im Frühjahr 1990 war es dann soweit und einen Tag nach dem Start wurde Hubble im Orbit ausgesetzt.


mehr:
- 25 Jahre Weltraumteleskop Hubble: Ein Universum in bunt (heise News, 24.04.2015)


aus dem Carinanebel (Quelle: wall4all)

"Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden"

Das Leben der Flüchtlinge, die Zukunft Nordafrikas, die Sicherheit Europas

"Ihr sollt mich recht verstehen. Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet ihr Verwirrung stiften, Bin Laden in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen. Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten."


Diese Worte äußerte der libysche Diktator Muaamar al-Gaddafi, in einem Interview mit dem französischen Journal du Dimanche im Februar 2011. Als er diese Worte tätigte, konnte Gaddafi nicht ahnen, dass Osama bin Laden am 2. Mai 2011 von einer amerikanischen Sondereinheit auf pakistanischem Boden erschossen würde. Noch weniger war er sich wohl bewusst, dass er selbst im Oktober des gleichen Jahres als Flüchtling im eigenen Land ein grausames Ende finden würde.
mehr:
- "Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden" (Ramon Schack, Telepolis, 23.04.2015)
siehe auch:
- Mein Wermutstropfen in die Betroffenheitstränen (AlterMannBlog, 22.04.2015)
- Flüchtlinge sterben? Stärker abschotten! (Felix Werdermann, der Freitag, 23.04.2015)
Nach der Katastrophe im Mittelmeer hat die EU-Kommission einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Er wird die Probleme nicht lösen, vielleicht sogar verschärfen

Untersuchungsausschuss sperrt BND-Chef aus

Dem BND geht es dieser Tage "naß noi", wie man in Pullacher Gefilden zu sagen pflegt. Zunächst verklagte der auf seinen Ruf bedachte Betreiber des DE-CIX den Auslands(?)-Spionagedienst wegen Abgreifens inländischer Daten. Heute nun wurde bekannt, dass der BND auch Geheimnisse vor seiner Kanzlerin haben soll. Zur Strafe musste der BND-Präsident heute beim NSA-Untersuchungsausschuss vor die Tür.

So soll BND-Chef Gerhard Schindler bereits seit 2008 gewusst haben, dass die amerikanischen Partner, die vorgeblich Terroristen jagen, auch ein Auge auf die europäische Industrie geworfen hatten und sich hierzu der vom BND durchgeleiteten Informationen bedienten. Nach Angaben von ZEIT ONLINE hatte die NSA 800.000 sogenannte "Selektoren" wie IP-Adressen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern zum Bespitzeln genannt. SPIEGEL ONLINE zufolge sollen rund 40.000 davon problematisch sein, weil diese beim Ausspähen von inländischen oder westeuropäischen Ziele helfen, bei denen es offenbar nicht um Terrorbekämpfung geht.

Offiziell hat dies erst eine BND-Untersuchungsgruppe aufgrund eines Beweisantrags der Bundestagsfraktionen - und zwar aller - herausgefunden. Jedoch soll Schindler bereits 2013 infolge des NSA-Skandals eine eigene Liste in Auftrag gegeben, die es auf immerhin 2.000 brisante Selektoren schaffte. Nachdem Kanzleramtschef Pofalla im August 2013 den NSA-Skandal für beendet erklärte, ging dieser hinter den Kulissen offenbar erst richtig los. So wurde nicht etwa nur das Handy der Kanzlerin abgehört, wofür die Generalstaatsanwaltschaft angeblich keine belastbaren Anhaltspunkte hat, sondern auch andere Politiker, die bislang des Terrorismus unverdächtig waren.

mehr:
- Schindlers Geheimnis (Markus Kompa, Telepolis, 23.04.2015)

siehe auch:
Lieferservice für die NSA (Jana Frielinghaus, junge Welt, 25.04.2015)
„Der Bundesnachrichtendienst ist eine kriminelle Vereinigung“ (Hans Berger, Hintergrund, 24.04.2015)
- Der BND, ein gefährlicher Staat im Staat (Kai Biermann, ZEIT Online, 23.04.2015)
- BND half NSA beim Überwachen europäischer Politiker (Kai Biermann, Patrick Beuth, Tilman Steffen, ZEIT Online, 23.04.2015)
- Überwachung – Betreiber von Internetknoten will BND verklagen (ZEIT Online, 22.04.2015)
Metadaten-Überwachung – "Die BND-Überwachung verstößt gegen die Verfassung" (Kai Biermann, ZEIT Online, 08.02.2015)
- Massenüberwachung – BND speichert 220 Millionen Telefondaten – jeden Tag (ZEIT Online, 06.02.2015)
- Geheimdienst – Die Anarchos vom BND (Kai Biermann, ZEIT Online, 14.11.2014)
- BND-Überwachung – Warum schickt der BND der Bundeswehr abgehörte Daten? (Kai Biermann, ZEIT Online, 18.03.2014)

Ukraine: Umgang mit Andersdenkenden

Die Gnadenlosigkeit gegen politische Gegner war Merkmal des alten Regimes. Am Umgang mit Andersdenkenden entscheidet sich, was die Ukraine heute für ein Staat sein will.

Oles Buzina war Journalist, Boris Nemzow Politiker. Der eine lebte in Kiew, der andere in Moskau. Der eine schrieb gegen eine unabhängige Ukraine an, der andere engagierte sich von Russland aus für den Maidan. Beide wurden erschossen. Doch während auf Nemzows Tod weltweit Empörung und Trauer folgten, fiel die Anteilnahme für Buzina verhalten aus.

Sicher, Nemzow war früher stellvertretender Ministerpräsident und weitaus bekannter als Buzina. Aber es war ja nicht nur der Journalist, der starb: Auch der Politiker Oleh Kalaschnikow, einst Mitglied in Janukowitschs Partei der Regionen und der Journalist Sergej Suchobow wurden getötet. Hinzu kommt eine Reihe von Politikern, die allesamt in Viktor Janukowitschs Partei der Regionen aktiv war und angeblich Suizid verübt hat.

mehr:
- Wer sich nicht mit dem Maidan identifiziert, gilt als verdächtig (Alice Bota, ZEIT Online, 24.04.2015)

Ein Gerichtsverfahren nach 70 Jahren

Angeklagter im Lübecker Auschwitz-Prozess sieht sich nur als pflichtbewusstes "Rädchen im Getriebe" 

Oskar Gröning ist fast 94 Jahre alt. Beheimatet im beschaulichen niedersächsischen Nienburg/Weser lebte er ein ebenso beschauliches Leben als Personalchef einer Glasfabrik und ehrenamtlicher Richter am dortigen Amtsgericht. Aber es gab ein Leben vor diesem beschaulichen Leben, eines als Mitglied der NSDAP und der SS, eines als "Sonderbeauftragter" der SS im Konzentrationslager Auschwitz, wo er über das den inhaftierten und ermordeten KZ-Insassen aus aller Welt geraubte Hab und Gut penibel Buch führte, und es bisweilen in den Tresor des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes (WVHA) in Berlin schaffte. Für dieses Leben steht er nun in Lüneburg vor Gericht. Der Vorwurf: Beihilfe zu 300.000fachem Mord! Im Juli soll das Urteil verkündet werden.
mehr:
- "In einem Konzentrationslager ist das nun mal so" (Birgit Gärtner, Telepolis, 23.04.2015)

siehe auch:
Mord verjährt nicht (Heinrich Wefing, ZEIT Online, 22.04.2015)
- Gröning ging vom Tod der Juden in Auschwitz aus (ZEIT Online, 23.04.2015)
Joachim Gauck – Die Verbrechen beim Namen nennen (Michael Thumann, ZEIT Online, 24.04.2015)
- Spät. Zu spät? (The European, 25.04.2015)
Oskar Gröning – Ein Prozess, der Linderung verspricht (Sybille Klormann, ZEIT Online, 13.05.2015)

mein Kommentar:
Was soll ein solches Verfahren nach über 70 Jahren noch nützen, außer dem deutschen Staat, der aller Welt Rechtsstaatlichkeit demonstrieren zu müssen glaubt. Der Mann war damals 23 Jahre alt! Ähnlich wie bei der Hetze gegen Daniel Cohn-Bendit wegen Kindsmißbrauchs wagen sich jetzt Leute aus der Deckung, die damals noch nicht mal auf dem Reißbrett existierten und jene Welt nie kennengelernt haben.
Ich warte auf Gerichtsverfahren gegen George Dabbeljuh und den jüngsten US-amerikanischen Friedensnobelpreisträger!
Oh, was sind wir doch für Saubermänner!!

Der schreckliche Holocaust an Deutsche [35:37]

Veröffentlicht am 10.03.2014
Hinweis!!
Die Kommentarfunktion habe ich deaktiviert,
weil mir auf YouTube einige Male geschah,
daß Einträge die ich gepostet habe, nach
dem Ausloggen, nicht mehr zu finden sind.
Demnach kann hier ein unbekannter Dritter
im Verborgenen nach belieben schalten und
walten ...so, wie es ihm gerade paßt.

Bitte habt also Verständnis dafür, daß ich darauf verzichte,
diese extrem manipulierte Kommentarfunktion zu nutzen,
b.z.w. nutzen zu lassen, denn es macht gewiss keinen Sinn,
wenn gepostete Argumente, z.b. wenn man sich gegen die
Desinformation eines Troll's wehrt, überhaupt nicht online sind,
außer für Denjenigen (eingeloggt) der das selbst gepostet hat.


siehe auch:
- Das Internierungslager in Algenrodt (Post, 01.11.2014)
- Vergewaltigung durch alliierte Soldaten – "Viele Frauen schwiegen aus Scham oder Angst" (Post, 22.03.2015)
siehe auch:
- Was die Medien bewegt… (AlterMannBlog, 24.04.2015)
Philip Zimbardo: The psychology of evil (Post, 11.05.2015)

Donnerstag, 23. April 2015

Augen, die zu früh zu viel gesehen haben

Normalerweise lichtet er Models und Designerkleider für Hochglanzmagazine ab. Die größte Herausforderung aber fand der Fotograf Ruvan Wijesooriya in Afghanistan. Vor seiner Kamera: Schulkinder mit Traumata – und Träumen 

Mit festem Blick schaut Taiba in die Kamera. Nur schwach deutet das Mädchen ein Lächeln an. Ihre Hände stecken in den Taschen ihres dunklen Mantels, das weiße Kopftuch liegt lose auf ihrem Hinterkopf und fällt locker über die zierlichen Schultern der Fünftklässlerin. „Ich möchte Ärztin werden“, steht unter dem Foto. Auch Taibas Klassenkameradin Lyda blickt ernst. Ihr Berufswunsch: Polizistin. Soriya hingegen lächelt offen und neugierig unter ihrem akkurat sitzenden Kopftuch in die Kamera. Fast meint man, beim Betrachten ihres Porträts das Kichern der Zehnjährigen zu hören. Pilotin, das ist ihr Traumberuf.

Taiba, Lyda und Soriya leben im afghanischen Mir Bacha Kot, rund 25 Kilometer nördlich von Kabul. Hier standen die drei Mädchen vor der Kamera von Ruvan Wijesooriya. „Für die meisten von ihnen war es das erste Mal“, erinnert sich der 37-Jährige, der extra aus New York anreiste, um insgesamt 238 Schülerinnen und Schüler der „Roots of Peace“-Schule zu fotografieren und sie von ihren Träumen erzählen zu lassen. Für die überwiegend ernsten Gesichtsausdrücke hat Wijesooriya eine einfache Erklärung: „Diese Kinder kennen Porträtfotos fast nur von Generälen oder Märtyrern, also imitierten sie deren Ernsthaftigkeit“. Und so lächeln zwar einige von ihnen ausgelassen in die Kamera, viele blicken jedoch würdevoll, fast feierlich. Auch Taiba.

Dass sie zur Schule gehen kann, ist keine Selbstverständlichkeit in ihrer von Krieg und patriarchischen Strukturen gezeichneten Heimat. Noch vor rund zehn Jahren besuchten nur rund 900.000 Kinder und Jugendliche überhaupt die wenigen Schulen des Landes. Mädchen waren vom öffentlichen Bildungswesen nahezu ausgeschlossen. Heute machen sie fast 40 Prozent der mittlerweile über acht Millionen Schüler in Afghanistan aus – zumindest bis zu einem gewissen Alter: „Sobald sie in die Pubertät kommen, verschwinden sie meist aus den Schulen und leben sehr zurückgezogen“, erzählt Wijesooriya. Die Momente davor hat er in beeindruckenden Bildern festgehalten.


Von der High Society nach Afghanistan und zurück
Mit dieser Glitzerwelt könnte das Herzensprojekt des 37-Jährigen kaum weniger zu tun haben: Aus seiner ehrenamtlichen Arbeit mit den afghanischen Schulkindern aus dem kleinen Mir Bacha Kot entstand nun das „Yearbook Afghanistan“ – ein virtuelles Fotoalbum und zeitgeschichtliches Dokument, in dessen Fokus die Kinder eines Landes stehen, das sonst nur als Schauplatz von Krieg und Krisen gilt. Ein besonderes Erlebnis für den erfahrenen Fotografen und seine unerprobten Nachwuchs-Models: „Sie genossen die Erfahrung sichtlich. Diese Kinder haben fast nie Gelegenheit, sich zu entspannen, glücklich zu sein und im Mittelpunkt zu stehen. Genau das passiert aber, wenn man ein Porträt macht.“

Grund zu Entspannung und kindlicher Ausgelassenheit gibt es in Mir Bacha Kot selten. „Die Gegend war früher übersät mit Landminen“, erzählt Wijesooriya. Später fanden viele Kriegsflüchtlinge ihren Weg in die noch immer ärmliche Region, die heute multiethnisch geprägt ist. Viele Kinder wachsen ohne Eltern und in großer Armut auf. 2011 hörte der Fotograf zum ersten Mal von der Arbeit der NGO „Roots of Peace“, die sich nicht nur dem Kampf gegen Landminen verschrieben hat, sondern auch mehr Mädchen in Schulen bringen will. Spontan bot er der Organisation an, die „Roots of Peace“-Schule zu unterstützen. Mit einem Fotoprojekt natürlich.

mehr:
- Augen, die zu früh zu viel gesehen haben (Katharina Pfannkuch, Cicero, 23.04.2015)

Deutschland im "Akademisierungswahn"?

Immer weniger Lehrlinge, immer mehr Studenten – gerät das deutsche Bildungssystem in Schieflage? Die provokante These des Philosophen Julian Nida-Rümelin vom "Akademisierungswahn" hat viele Gegner.
Hunderttausende Schüler büffeln derzeit für ihr Abi. Viele von ihnen sitzen ab Herbst in Hörsälen deutscher Hochschulen. Weit weniger aber werden eine betriebliche Lehre beginnen – darauf lassen die Trends des Berufsbildungsberichts 2015 schließen. Er weist einen Minusrekord bei den Ausbildungsverträgen aus. Für den Fachkräftemarkt kein gutes Zeichen, warnt die Wirtschaft, die für ganz viele Lehrstellen gern Bewerber mit Abitur hätte.

mehr:
- Deutschland im "Akademisierungswahn"? (heise News, 22.04.2015)

mein Kommentar: Meine Eltern haben Sich schon in den 70ern darüber lustig gemacht, daß möglichst alles Schüler Abitur machen sollen: Einerseits würde das Abitur als solches entwertet, zum anderen gebe es eine Gaußsche Glockenkurve der Intelligenzverteilung in einer Gesellschaft, und die ließe sich durch politische Maßnahmen nicht verschieben. Was dann geschah, läßt sich mit der Gewässer-Begradigung in den 70ern vergleichen: Alle Bäche und Flüsse wurden ordentlich eingebettet… bis man dann in den 80ern/90er drauf kam, daß die Überflutungsflächen abhanden gekommen waren und man dann viel Geld in die Renaturierung steckte.
Meine Hoffnung ist, daß die Zeitspanne, innerhalb derer solche Unsinnigkeiten offenbar werden, sich allmählich verkürzen…

siehe auch:
- Bachelor-Abschluss: Die Unzufriedenheit der Unternehmen steigt (Thomas Pany, Telepolis, 23.04.2015)
- Bologna, Geschichte einer Enttäuschung (Lena Klimkeit, ZEIT Online, 23.04.2015)
- DIHK-Studie – Viele Unternehmen mit Bachelor-Absolventen unzufrieden (ZEIT Online, 23.04.2015)
- Droht der Untergang des Unilandes? Nein. (Anne-Kathrin Gerstlauer, ZEIT Online, 23.04.2015)

Ikeas Vision für die Küche der Zukunft – lebst Du schon oder wischst Du noch Staub?

Ikea ließ Studenten und Designer die Küche des Jahres 2025 erdenken. Heraus gekommen ist ein smarter Tisch, ein Kühlschrank ohne Schrank und ein umfangreiches Recyclingsystem. Sehen kann man die Designs bei einer Ausstellung in Mailand.
In der Concept Kitchen 2025 ließ Ikea Studenten der Universität Lund und der TU Eindhoven Visionen für die Küche der Zukunft entwickeln. Die Ideen wurden anschließend mit dem Londoner Design-Studio Ideo ausgearbeitet und sind jetzt in Mailand in einer Ausstellung zu sehen. Wer zur Expo nach Mailand fährt, kann einen Abstecher zu der futuristischen Küche machen.

Display-, Waage-, Kochfeld-Küchentisch
Herzstück der Küche soll ein smarter Küchentisch werden. Durch einen Projektor über der Tischfläche wird der Tisch zum Display, eine Kamera soll erkennen, was auf dem Tisch liegt.

Werden Lebensmittel auf den Tisch gelegt, schlägt der Tisch ein passendes Rezept vor. Beim Dosieren sollen integrierte Waagen helfen, über Induktion soll direkt auf der Tischfläche gekocht werden können. Der smarte Tisch liefert Informationen beim Kochen, ohne dem Menschen die eigentlichen Arbeitsschritte abzunehmen.

mehr:
- Ikeas Vision für die Küche der Zukunft (heise News, 22.04.2015)

mein Kommentar:
Der Sinn von Schränken ist, den Inhalt vor Staub zu schützen. Es ist leichter, einen Schrank von Staub zu befreien als ein komplettes Regal.
Irgendwie macht mir diese Nerd-Zukunftsvostellung Angst: Da gibt es hochintelligente Tischoberflächen, die erkennen, was ich vom Einkauf mitgebracht habe, aber daß die Regale zustauben, daran hat niemand gedacht. Daß ein Kühlschrank weniger Energie verbraucht als mehrere verschiedene Einzelboxen dürfte klar sein. Man kann sich schon mal überlegen, wieviele »Kriege gegen den Terror« oder gegen angeblich vorhandene Massenvernichtungswaffen wir – bzw. unser großer Bruder – noch führen müssen, um diesen überbordenden Energieverbrauch decken zu können.

Krypto-Experten gegen Schnüffelwut der NSA

Drei Wegbereiter von modernen Verschlüsselungs-Verfahren gehen auf die Barrikaden und wettern gegen die Daten-Hamsterei von NSA und Co. Dabei vergleichen sie das Verhalten der Behörde mit dem von Suchtkranken.
Die Verschlüsselungs-Spezialisten Ron Rivest, Adi Shamir und Whitfield Diffie sprechen sich deutlich gegen Vorgehen und Pläne von US-Regierungsorganisationen aus. Was diese drei Krypto-Koryphäen sagen hat Gewicht, denn sie haben einen wesentlichen Anteil der Grundlagen von heute eingesetzten Verschlüsselungs-Techniken erdacht.

Auf dem Cryptographer’s Panel, einer festen Einrichtung im Rahmen der RSA Conference, agrumentieren die Krypto-Experten vehement gegen die Forderung vom NSA-Chef Michael Rogers, dass Unternehmen der Behörde Schlüssel zum Dekodieren von verschlüsselten Daten zur Verfügung stellen sollen.

mehr:
- Krypto-Experten gegen Schnüffelwut der NSA (heise Security, 22.04.2015)

Girls' Day: Merkel will Mädchen für Technik begeistern

Die Bundeskanzlerin wirbt auf dem Girl's Day erneut für mehr Frauen in MINT-Berufen. In Fächern wie Mathematik, Informatik, den Naturwissenschaften sowie in Technikberufen sind Frauen weiter unterrepräsentiert.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Mädchen dazu aufgerufen, sich stärker auf ungewohnte Berufsfelder einzulassen. Es sei unglaublich spannend, wie sich Technologien entwickelten, sagte Merkel am Mittwoch zum Auftakt des "Girls' Day". Gerade in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) seien die Chancen groß. "Da sind riesige Möglichkeiten", sagte Merkel bei der Begrüßung einer Gruppe von Schülerinnen im Kanzleramt. Aber um diese Berufe machten Mädchen oft auch einen riesigen Bogen.

mehr:
- Girls' Day: Merkel will Mädchen für Technik begeistern (heise News, 22.04.2015)

Wir leben im finsteren Mittelalter der IT-Sicherheit

Bei der Eröffnungsrede zur diesjährigen RSA Conference zeichnete der Chef des Sicherheitsunternehmens ein dunkles Bild: Aktuelle Schutzmaßnahmen in Unternehmen sind hoffnungslos überfordert.
Amit Yoran, seit kurzem Chef des IT-Sicherheitsanbieters RSA, sagte während seiner Eröffnungsrede zur RSA Conference 2015, dass „wir im finsteren Mittelalter der IT-Sicherheit leben“. Er bezog sich damit auf die zahlreichen spektakulären Angriffe der letzten Jahre und die offensichtliche Unfähigkeit von Unternehmen, ihre Daten trotz teurer Sicherheitskomponenten zu schützen. Dies liege laut Yoran zum einen daran, dass die falschen Schutzmechanismen verwendet würden und zum anderen am fehlerhaften Verhalten von IT-Spezialisten in Unternehmen.

mehr:
- RSA-Konferenz: „Wir leben im finsteren Mittelalter der IT-Sicherheit“ (heise Security, 22.04.2015)

"Clinton Cash"

In den USA debattiert man über ein Buch, das problematische Verbindungen der Präsidentschaftsbewerberin und ihres Gatten zu Unternehmen und ausländische Regierungen enthüllen soll

Das Buch, über das Amerika derzeit am meisten spricht, erscheint erst am 5. Mai: Es ist vom Peter Schweizer, dem Autor von Throw Them All Out - How Politicians and Their Friends Get Rich Off Insider Stock Tips, Land Deals and Cronyism That Would Send the Rest of Us to Jail - und es trägt den Titel Clinton Cash - The Untold Story of How and Why Foreign Governments and Businesses Helped Make Bill and Hillary Rich. Einige Vorwürfe daraus sind bereits bekannt.
So soll die Clinton-Familienstiftung von Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten Summen zwischen einer und zehn Millionen Dollar erhalten haben. Die Saudis ließen ihr angeblich sogar 25 Millionen Dollar zukommen. Insgesamt verfügt die Stiftung über 226 Millionen Dollar.

Von Seiten der Stiftung hieß es auf die Vorwürfe bislang, dass dieses Geld nicht der Clinton-Familie, sondern dem Kampf gegen HIV und übergewichtige Kinder sowie der Katastrophen- und Entwicklungshilfe zugute komme. Kritiker zweifeln das nicht an, fragen sich aber, warum die Golfmonarchien den Umweg über die Stiftung gingen, wenn sie Geld für gute Werke übrig hatten.

Sie haben den Verdacht, dass es den Ölscheichs nicht in erster Linie um solche guten Werke ging, sondern um eine gute Beziehung zur Clinton-Familie. Und weil Vertreter ausländischer Interessen in den USA weder in die Wahlkampfkasse eines Kandidaten noch an PAC-Fassadenorganisationen spenden dürfen, geben sie zur Verbesserung der Beziehungen zu Politikern gerne an Stiftungen. Dem Politiologe Michael Johnston von der Colgate University entsteht dadurch ein Interessenskonflikt, auch wenn sich keine direkten Gegenleistungen nachweisen lassen.

mehr:
- "Clinton Cash" (Peter Mühlbauer, Telepolis, 22.04.2015)

Schluss mit der Betroffenheit!

Stilles Gedenken, eine Blume in den Wellen, Trauer-Smileys - die Tragödie im Mittelmeer hat uns aufgewühlt. Was für ein verlogenes Schauspiel.

Als im November 2014 die italienische Seenotrettungs-Operation "Mare Nostrum" durch das Programm "Triton" ersetzt wurde, gab es keinen Zweifel: Es würde Tote geben. Viele Tote.
Entsprechend kritisch fielen die Kommentare von Menschenrechtsorganisationen aus, Zeitungsartikel nahmen Stellung. Umsonst. "Mare Nostrum" wurde versenkt, praktischerweise in der Wintersaison, die von Natur aus ruhiger ist. Im Alltagslärm der üblichen Sensationen, Katastrophen und Katzenvideos geriet das Flüchtlingsdrama in den Hintergrund.

Und jetzt das: innerhalb einer Woche hunderte Tote.

Das Geschrei ist groß. Wie konnte das geschehen?

mehr:
- Schluss mit der Betroffenheit! (Sarah Mahlknecht, Telpolis, 22.04.2015)

Sinkendes Vertrauen in Demokratie unter jungen Arabern

Umfrage in zwölf Ländern zeigt die Desillusionierung der Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren

Deutlich desillusioniert von den Möglichkeiten der Demokratie und dem, was den Aufständen von 2011 folgte, zeigen sich arabische Jugendliche aus zwölf Ländern in einer großen jährlichen Umfrage. Ihren Regierungen bringen sie meist wenig Vertrauen entgegen. Die Überzeugung, dass die Regierungen mit der Bedrohung durch den IS zurecht kommen, ist in manchen Staaten gering. Sorgen bereitet die Arbeitslosigkeit. Dennoch gibt es Anzeichen für Optimismus.

Letzteres wird anhand von Adjektiven festgestellt, mit denen die Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 24 ihre Gefühle beschreiben, welche die Zukunft ihres Landes am besten beschreiben. 63 Prozent wählten positive Adjektive, die ihnen angeboten wurden ("optimistic", "excited", "hopeful") und nur 25 Prozent wählten aus den negativen Adjektiv-Angeboten ("concerned", "frustrated", "sad").

Diese etwas einfach-plakative Art der Kategorisierung ist nicht untypisch für die Befragung, die Anfang dieses Jahres durchgeführt wurde. Als verantwortlich für die Untersuchungen zeichnen sich zwei Profis im Politikmarketing. Die Face-to-Face-Interviews übernahm PBS (Penn Schoen Berland, die mit ihren Umfragetools im Wahlkampf von Bill Clinton erfolgreich waren und später auch andere prominente Politiker wie Tony Blair als Kunden gewannen. Der Chef des Studienträgers ASDA'A Burson-Marsteller hat ebenfalls einen großen Namen im Bereich Politik und Marketing.

Die verkaufstüchtige Handschrift ist der Studie, die sich als "größte ihrer Art im Nahen Osten" bezeichnet, von der erste Seiten an anzusehen, wo man ankündigt zu verraten, was "zweihundert Millionen arabische Jugendliche zu ihrer Zukunft zu sagen" haben.

mehr:
- Sinkendes Vertrauen in Demokratie unter jungen Arabern (Thomas Pany, Telepolis, 21.04.2015)

Mittwoch, 22. April 2015

De-Mail : Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit PGP gestartet

De-Mail-Kunden können nun ihre Nachrichten und Anhänge im Web-Frontend des Diensts lokal mit PGP verschlüsseln und danach versenden.
Die Anbieter von De-Mail haben heute die angekündigte Option für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit PGP freigeschaltet. Damit können nun De-Mail-Kunden der Deutschen Telekom, von United Internet (1&1, GMX und Web.de) sowie von Francotyp-Postalia untereinander PGP-gesicherte Mails austauschen, sofern sie im Frontend die Sicherheitsstufe "hoch" aktiviert haben.

mehr:
- De-Mail : Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit PGP gestartet (heise news, 22.04.2015)

Microsoft veröffentlicht über 20 Updates außer der Reihe

Die Begründung für die neuen Updates außer der Reihe lautet wie bei Microsoft üblich erst mal für alle Updates gleich: "Installieren Sie dieses Update, um Probleme in Windows zu beheben."

Normalerweise veröffentlicht Microsoft Updates für Windows stets am Patchday, damit Administratoren sich auf den Termin einstellen können. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Jetzt hat Microsoft über 20 optionale Updates außer der Reihe veröffentlicht. Nicht alle sind für alle Windows-Versionen gedacht. Wie viele optionale Updates Windows in der Systemsteuerung anbietet, hängt also von der Windows-Version ab.

Welche Probleme die Updates beheben, ist wie bei Microsoft üblich nicht auf den ersten Blick zu erkennen, denn die Beschreibung lautet stets nur "Installieren Sie des Update, um Probleme in Windows zu beheben." Auch die Übersichtsseite der Updates in der Knowledge-Base verrät nicht mehr.

mehr:
- Microsoft veröffentlicht über 20 Updates außer der Reihe (heise news, 22.04.2015)

siehe dazu auch:
- Neue Funktionen für den Datenschutz in Office 365 (heise news, 22.04.2015)

Griechen mißtrauen der Ukraine-Berichterstattung

76 Prozent der Griechen vertrauen Medien in Sachen Ukraine-Krise nicht

Berichten Medien unvoreingenommen? Zumindest in Sachen Berichterstattung zur Krise in der Ukraine scheint es erhebliches Misstrauen bei den Mediennutzern zu geben. Die russische Nachrichtenagentur Sputnik hat zusammen mit dem britischen Meinungsforschungsinstitut ICM Research untersucht, ob die Bevölkerungen in mehreren europäischen Ländern der Medienberichterstattung im Hinblick auf die Krise in der Ukraine vertrauen.

Das Ergebnis zeigt, dass das Missstrauen gegenüber den Medien groß ist. Bei der Untersuchung wurde folgende Frage gestellt: "Inwieweit vertrauen Sie den führenden Medien in Ihrem Land in Bezug auf eine unvoreingenommene und glaubwürdige Berichterstattung über die Ukraine-Krise?"

mehr:
- Sputnik-Umfrage: Misstrauen und Zweifel an Berichterstattung der Medien (Marcus Klöckner, Telepolis, 22.04.2015)

Auf dem Weg in den Überwachungsstaat

E ist nunmal so: Die Gesellschaft ist dermaßen komplex geworden, da ist eine Vorratsdatenspeicherung unvermeilich geworden. Inzwischen grummelt es diffus in der gesamten Bevölkerung, die latente Aggressivität steigt, da müssen Vorkehrungen getroffen werden. Vielleicht haben wir ja 1984 überbewerdet oder überinterpretiert. Vielleicht ist unser Unwohlsein unbegründet und wir sollten einfach nur mehr Vertrauen haben in Rettungsschirme, Drohnen und den NSA-Voyeurismus…
Hier drei heise-Meldungen, aus denen wir entnehmen können, was alles auf uns zukommt:

Vorratsdatenspeicherung, Einstieg ins umfassende Predictive Policing, ein Zentrallager für alle nicht als Flüchtlinge anerkannten Menschen: Forderungen auf dem Polizeikongress.

Auf dem vierjährlich stattfindenden Bundeskongress der Deutschen Polizeigewerkschaft, veranstaltet unter dem Motto "Sicherheit – Freiheit – Bürgerrechte – Ohne uns läuft nichts", wurde ihr Vorsitzender Rainer Wendt wiedergewählt. "Deutschlands schillerndster Arbeiterführer" nutzte den öffentlichen Teil des Kongresses, um für Projekte zu werben: neben der Vorratsdatenspeicherung und dem Einstieg ins umfassende Predictive Policing für ein Zentrallager aller Menschen, die nicht als Flüchtlinge anerkannt wurden und abgeschoben werden müssen.

mehr:
- Precrime auf dem Polizeikongress: Predictive Policing ausweiten (heise news, 21.04.2015)

- Drohne soll für belgische Polizei aufpassen (heise news, 21.04.2015)
Die Polizei in der belgischen Provinz Limburg hat offenbar erfolgreich getestet, wie sie einen unbemannten Minihelicopter für ihre Zwecke einsetzen kann.
Nach einer zweijährigen Testphase hat sich die Polizei in der belgischen Provinz Limburg entschieden, künftig eine Drohne regulär einzusetzen. Da der bisher eingesetzte unbemannte Kleinhelicopter Altura Zenith von Aerialtronics nicht mehr einsetzbar ist, schafft sich die Polizei für 7000 Euro einen neuen gleichen Typs an, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

In der Testphase wurde die Drohne rund 70 Mal eingesetzt, vor allem zur Verkehrsüberwachung oder bei Großveranstaltungen. Der Vorteil liege auch darin, dass sie viel schneller in den Einsatz geschickt werden kann als ein bemannter Helicopter, argumentiert die Polizei.

siehe dazu auch:
- Niedersachsens Polizei-Drohne hob voriges Jahr 18 Mal ab (heise news, 22.05.2014)

- Whistleblower und investigative Journalisten bald im Abseits? (Brigitte Zarzer, Telpolis, 21.04.2015)
Eine neue EU-Richtlinie will Geschäftsgeheimnisse besser schützen, könnte aber Aufdeckern von Missständen das Leben schwer machen

In Zeiten der Globalisierung und technischen Vernetzung wird der effiziente Schutz von Geschäftsgeheimnissen für Unternehmen immer wichtiger. Eine geplante EU-Regelung will hier der Wirtschaft helfen und unterschiedliche Länderregelungen harmonisieren. NGOs, Journalisten und Gewerkschaftsvertreter warnen allerdings: Aufgrund der Richtlinie könnten bedenkliche Praktiken von Unternehmen künftig unentdeckt bleiben, zumal bei Weitergabe und Veröffentlichung von Informationen mit kaum abschätzbaren rechtlichen Folgen zu rechnen wäre.
Es gebe einige "ernsthafte Bedrohungen für die Arbeit von Journalisten und Gewerkschaftsvertretern", kritisierte Mogens Blicher Bjerregard von der Europäischen Journalistenföderation (EFJ) die geplante EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen. Diese soll in den nächsten Monaten dem EU-Ministerrat nochmals vorgelegt und dann vom EU-Parlament beschlossen werden. Neben der EFJ haben auch zahlreiche andere Journalistenorganisationen, NGOs und Gewerkschaftsvertreter Protest eingelegt. Journalisten fürchten aufgrund verschiedener Passagen und Formulierungen, dass sie künftig jede Information vorab von Juristen prüfen lassen müssten, bevor sie überhaupt eine Enthüllungsgeschichte veröffentlichen könnten.


Geschwindigkeitsweltrekord für japanische Magnetschwebebahn

Japan ist bekannt für seine Schnellzüge. Nun hat erstmals ein Zug der Hightech-Nation die magische Marke von 600 Kilometern in der Stunde durchbrochen. Die Magnetschwebebahn läutet eines neues Zeitalter ein.
So schnell ist noch nie ein Zug gefahren: Mit sage und schreibe 603 Kilometern pro Stunde hat die japanische Magnetschwebebahn Maglev auf einer Teststrecke einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt, wie die Bahngesellschaft Central Japan Railway (JR Tokai) am Dienstag bekanntgab. Die Zugfahrt sei gerade beim superschnellen Tempo besonders "komfortabel" gewesen, sagte der Leiter des Testzentrums in der Provinz Yamanashi, Kazuyasu Endo, zu Reportern. Der Magnetzug brach damit seinen erst vergangene Woche aufgestellten Rekord von 590 Kilometern pro Stunde.

Die Magnetschwebebahn, die Konkurrenz zum deutschen Transrapid, soll 2027 Tokio mit der Industriestadt Nagoya verbinden. Es wird erwartet, dass der Zug im Normalbetrieb maximal Tempo 500 Stundenkilometer fahren wird. Mit den Weltrekordversuchen wollte JR Tokai wichtige Daten wie zum Beispiel zum Luftwiderstand und zu Vibrationen sammeln, um die Technik und das Design der Züge weiter zu verbessern. Mit der Magnetschwebebahn läutet die Hightech-Nation ein neues Zeitalter für Hochgeschwindigkeitszüge ein.

mehr:
- Japanischer Magnetzug rast mit Tempo 603 zum Weltrekord (heise news, 21.04.2015)

603 km/h: Japanische Magnetschwebebahn stellt neuen Weltrekord auf [0:50]

Veröffentlicht am 21.04.2015
Eine japanische Magnetschwebebahn hat den neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Züge aufgestellt. Der sogenannte Maglev-Zug der Central Japan Railway erreichte bei einer bemannten Fahrt auf einer Teststrecke in der Yamanashi-Präfektur 603 Stundenkilometer.
Damit überbot der Zugtyp seinen eigenen Weltrekord von 581 Stundenkilometern aus dem Jahr 2003.
"Dieser Zug ist genau so konfiguriert, wie er es auch für die kommerzielle Nutzung sein wird. Wir haben bestätigt, dass der Komfort für die Passag…
LESEN SIE MEHR: http://de.euronews.com/2015/04/21/603...

Montag, 20. April 2015

Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer verhindern

Letzte Nacht ereignete sich die vielleicht größte “Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: Möglicherweise mehr als 900 Tote, EU-Krisengipfel geplant”.

Erst Anfang der Woche waren “Vermutlich 400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken”. Gegen dieses Massensterben muss sofort etwas getan werden. Dabei ist es noch der leichteste und billigste Teil, die Rettungsmaßnahmen im Mittelmeer wieder zu verstärken. Gerade deshalb muss das sofort erfolgen. Schon schwieriger ist es, die Schleuserbanden wirksam zu bekämpfen und ihnen den Zugang zum Mittelmeer insbesondere in Libyen zu erschweren. Den größten politischen Streit gibt es jedoch um den Umgang mit geretteten und sonstigen Flüchtlingen.

In einer idealen Welt gäbe es gar keine Flüchtlinge und könnten alle Menschen überall auf der Welt in Frieden und Wohlstand leben. Die Realität sieht leider anders aus. Deutschland und Europa, aber auch die USA oder Kanada und Australien können nicht alle Menschen aufnehmen, die kommen wollen, insbesondere wenn es Sozialleistungen weit über den Einkommen für harte Arbeit in ihren Heimatländern gibt. Doch es leiden auch zu viele Menschen unter Bürgerkriegen oder staatlicher Unterdrückung. Folglich kann man nicht allen eine freie und ungefährliche Einreise legal zum Zwecke der Zuwanderung gewähren.

mehr:
- Alexander Dilger (junge Welt, 20.04.2015)
siehe auch:
- Parteitag – CSU sieht in Deutschland kein Einwanderungsland (ZEIT Online, 30.10.2010)
Migrationsrat hält Pegida für Spätfolge früherer CDU-Politik (ZEIT Online, 05.01.2015)

mein Kommentar:
ein moralischer Anspruch kann eine äußerst schwere Bürde sein…

Putin und das russische System

Die Gier der russischen Elite zerfrisst das ganze Land. Das ist kein Fehler des Systems, sondern das System selbst

Die Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen haben einen Tiefpunkt erreicht. Der niedrige Ölpreis und die Sanktionen, mit denen die USA und die EU auf die Krise in der Ukraine reagiert haben, verbreiten bereits düstere Stimmung in Russlands Wirtschaft. Seit Mitte 2014 ist der Wert des Rubels um gut ein Drittel gesunken. Und der Kreml hat mit seinen selbstzerstörerischen Entscheidungen alles noch schlimmer gemacht. Aber Wladimir Putin ist im Lande populärer denn je.

Eine erstaunliche Diskrepanz ist zwischen der inneren und der äußeren Reputation der russischen Regierung entstanden: zwischen der wachsenden neoimperialen Popularität zu Hause und dem Pariastatus auf internationaler Ebene. Während westliche Medien in die Rhetorik des Kalten Krieges zurückfallen, kommt eines der wenigen unabhängigen Meinungsforschungsinstitute in Russland zu dem Ergebnis, dass 85 Prozent der Bevölkerung die Annexion der Krim befürworten.(1)

Ob dieser Konsens stabil bleibt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen, wenn sich Rezession und Inflation fortsetzen und der Handlungsspielraum des Regimes angesichts der internationalen Isolation weiter schrumpfen sollte. Zwar endet die Amtszeit des Präsidenten erst 2018, aber Putins Machtposition scheint heute nicht mehr so unerschütterlich zu sein wie noch vor einem Jahr. Niemand weiß, ob das System Putin durch den Druck von außen zusammenbrechen oder von innen heraus erodieren wird - oder ob keines von beidem passiert. Die Prognosen über die Zukunft des Putinismus hängen davon ab, wie man das gegenwärtige Regime einschätzt.

Seit Putins Amtsantritt vor 15 Jahren hat das System, das sich unter seiner Ägide herausgebildet hat, unterschiedliche Etiketten verpasst bekommen. Die Kremlideologen sprachen von "souveräner" oder "gelenkter" Demokratie.(2) Wissenschaftler und Journalisten operierten mit Begriffen wie "wettbewerbsorientierter Autoritarismus", "virtuelle" oder "Scheindemokratie", "Militokratie" oder "Mafiastaat".

Die Präsidentschaft von Medwedjew (2008 bis 2012) brachte den Begriff "Tandemokratie" hervor. Dieses Zwischenspiel schien kurzzeitig die Chance einer Liberalisierung zu eröffnen, aber kaum hatte Putin das Präsidentenamt wieder übernommen, traten als Reaktion auf die Massenproteste im Winter 2011/2012 die autoritären Züge des Systems noch deutlicher hervor.

In all diesen Bezeichnungen kommen unterschiedliche Aspekte des Regimes zum Ausdruck: seine autoritären Tendenzen (Unterdrückung von Dissidenten, immer mehr Geheimdienstleute im Staatsapparat); die Aushöhlung demokratischer Rituale wie Wahlen; die straffe Kontrolle der Medien; die endemische Korruption und die engen Verflechtungen zwischen staatlicher Bürokratie und organisierter Kriminalität. All das ist in den Augen der meisten westlichen Beobachter neu. Der gängigen Darstellung zufolge wurde in der Jelzin-Ära (1991-1999) eine turbulente und keinesfalls vollkommene Demokratie etabliert, während unter Putin eine antidemokratische Wende eingesetzt habe, in der einige sogar eine Rückkehr zum Staatssozialismus erkennen wollen.

mehr:
- Was ist Putin? (Tony Wood, Le Monde diplomatique, 10.04.2015)
siehe dazu auch:
- Wrestling im Manchester-Kapitalismus: Putin vs. russische Oligarchen (Post, 02.03.2015)

Freiheit, Demokratie und Vorratsdatenspeicherung auf Neusprech

Neusprech macht intelligent. Und Daten sowieso. Oder so. Hal Faber möchte manches Mal verzweifeln, weil es doch so kommt, wie immer gewarnt wurde und niemand glauben wollte.

Wie immer möchte die Wochenschau von Hal Faber den Blick für die Details schärfen: Die sonntägliche Wochenschau ist Kommentar, Ausblick und Analyse. Sie ist Rück- wie Vorschau zugleich.

mehr:
- Was war. Was wird. Von Daten, Daten und nochmals Daten. (heise News, 19.04.2015)


Gerüchte über russische und chinesische Milliarden

Die griechische Regierung hofft angeblich auf Gastransit-Vorschüsse

Der Spiegel berichtet, ein "hochrangiges" Mitglied der SYRIZA-Partei habe einem seiner Mitarbeiter verraten, dass die griechischen Regierung am Dienstag ein Gastransitabkommen mit Russland unterzeichnet und danach kurzfristig drei bis fünf Milliarden Vorschuss auf Durchleitungsgebühren überwiesen bekommt.
Dazu gibt es bislang weder Bestätigungen noch Dementis. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow beteuerte am Samstag im Radiosender Business FM lediglich, es werde keine Hilfszahlungen an Griechenland geben - was Vorschüsse ja offiziell nicht sein müssen.

mehr:
- Gerüchte über russische und chinesische Milliarden (Peter Mühlbauer, Telepolis, 19.04.2015)

Schweiz: Private Sicherheitsdienste übernehmen Polizeiaufgaben

Juristen warnen vor einer Erosion des staatlichen Gewaltmonopols 

Ein Gesetz, das Anfang des Jahres in Kraft trat, finanzielle Nöte und ein Belastungs-und Anspruchsphänomen, das mit "24-Stunden-Gesellschaft" umschrieben wird, hat in der Schweiz dazu geführt, dass bestimmte polizeiliche Aufgaben ausgelagert werden. Private Sicherheitsfirmen übernehmen, zu einem weitaus günstigeren Preis. Aktuell haben sich nun mehrere Gemeinden im Umkreis von Basel dieser Auslagerung angeschlossen, was in Medien zu kritischer Aufmerksamkeit führt.

"Pikettdienst", Bereitschaft, ist das Stichwort für den wirtschaftlichen Faktor, die Kostenfrage. Seit Janaur 2015 legt das kantonale Polizeigesetz fest, dass die Gemeinden für Ruhe und Ordnung zuständig sind. Aus den neuen gesetzliche Aufteilung der Aufgaben zwischen Kantonen und Gemeinden folgte, dass die Kantonspolizei nur mehr für beschränkte Zeiten Bereitschaft hatte, dass sie, wie im Tagesanzeiger erklärt wird, "nicht wie bis anhin in den Nächten und an Wochenenden für alle Einsätze zuständig ist".


Mehr Bereitschaftstunden müssten von den Gemeinden bezahlt werden, und sie sind laut der Zeitung begrenzt: nur von Sonntag bis Mittwoch. "Die ereignisreichsten Nächte sind somit nicht abgedeckt. Extrem teuer ist der Dienst zwar nicht - 1.95 Franken pro Einwohner und Jahr - verschiedenen Gemeinden aber zu teuer". Weil private Anbieter die Kantonspolizei deutlich unterbieten können, laut Einzelfallbeispielen um bis zu 35 Prozent, sind sie immer öfter erste Adresse.


Die überforderte Polizei, deren Kosten allein schon durch den Ausbildungsaufwand höher liegen, sei auf dem Rückzug, die Sicherheitsbranche habe Konjunktur, kommentierte die NZZ heute alarmiert. Die Zahl der Angestellten in dieser Branche nehme jährlich um rund fünf Prozent zu.

mehr:
- Schweiz: Private Sicherheitsdienste übernehmen Polizeiaufgaben (Thomas Pany, Telepolis, 16.04.2015)

Die alte Garde rührt sich – Beschäftigungspaket für die FDP

Wolfgang Kubicki und Gerhart Baum wollen gegen das neue Vorratsdatenspeicherungsgesetz klagen

Am Mittwoch präsentierten Justizminister Heiko Maas (SPD) und Innenminister Thomas de Maizière (CDU) der Öffentlichkeit "Leitlinien" für ein neues Vorratsdatenspeicherungsgesetz. Das erste Vorratsdatenspeicherungsgesetz hatte das Bundesverfassungsgericht 2010 verworfen, weil es nicht mit dem Grundgesetz vereinbar war. Die EU-Richtlinie, aufgrund derer es erlassen wurde, erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) vier Jahre später für grundrechtswidrig und ungültig.


Politiker von SPD und Union hatten danach verlautbart, sie wollten nun abwarten, bis die EU-Kommission eine neue Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie auf die Beine stellt. Diese erklärte jedoch am 26. Januar, dass damit nicht zu rechnen sei. Den nun ohne EU-Richtlinie vorgestellten neuen Leitlinien nach sollen Internet- und Telefonverbindungsdaten in Deutschland künftig zehn Wochen lang gespeichert werden. Bei Mobilfunk-Standortdaten beträgt die Frist vier Wochen. Kommunikationsdaten besonders geschützter Berufsgruppen (wie zum Beispiel die von Ärzten und Abgeordneten) sollen aufgehoben, aber nicht abgerufen werden dürfen.


Damit hat auch die neue Vorratsdatenspeicherung das Grundproblem, dass nicht nur Daten von Verdächtigen und Gefährdern, sondern die aller Bürger gespeichert werden.

mehr:
- Beschäftigungspaket für die FDP (Peter Mühlbauer, Telepolis, 18.04.2015)

Freiheit, Demokratie und Polizei-Malware

Drei Whistleblower beschuldigen eine Polizei in Arkansas der Korruption und des Mobbings. Das Gericht ordnet die Freigabe von Dokumenten an. Die Polizei schickt eine Festplatte mit Passwortlogger, Backdoor und Command & Control Software.

Schwere Vorwürfe gegen die Polizei von Fort Smith im US-Bundesstaat Arkansas erheben der Anwalt Matthew D. Campbell und ein IT-Security-Experte. Demnach hat die Polizei dem Advokaten eine Festplatte übermittelt, auf der drei verschiedene Trojaner gespeichert waren. Der Datenträger sollte Dokumente enthalten, die die Polizei ursprünglich nicht hatte herausgeben wollen. Die Mandanten des Anwalt sind drei Polizisten, die intern Missstände gemeldet hatten. In der Folge sahen sie sich organisiertem Mobbing ausgesetzt: Sie wurden fast zwei Dutzend formellen Untersuchungsverfahren unterzogen.

Schließlich verklagten die drei Männer die Polizeibehörde. Für dieses Verfahren (Bales vs Fort Smith) beantragte Campbell die Freigabe von E-Mails und anderen Dokumenten nach dem Informationsfreiheitsgesetz von Arkansas. Die Polizei weigerte sich zunächst, wurde dann aber vom Gericht zur Preisgabe verpflichtet. Was anschließend passiert sein soll klingt wie das Drehbuch eines schlechten Hollywood-Films. Einer der Kläger wurde gefeuert, ein anderer wurde ohne Gehalt suspendiert.

mehr:
- US-Polizei schickt Malware an Whistleblower-Anwalt (heise Security, 17.04.2015)
siehe auch:
- Lawyer representing whistle blowers finds malware on drive supplied by cops (ars technica, 14.04.2015)

mein Kommentar:
man kann’s ja mal versuchen, und wenn’s nur der Abschreckung dient!

Freiheit, Demokratie und US-Drohnen

Weitere Dokumente, die der "Spiegel" zitiert, sollen belegen, dass der US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein eine zentrale Funktion im US-amerikanischen "Krieg den Terror" ausübt.
Ein zentraler Teil der US-amerikanischen Kriegsführung mit bewaffneten Drohnen läuft offenbar über Deutschland. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, ihm lägen geheime Dokumente vom Juli 2012 vor, in denen detailliert beschrieben werde, wie der "Krieg gegen den Terror" organisiert wird. Ein Schaubild zeige die Struktur der Drohneneinsätze. Andere Dokumente zeigten den Ablauf von Operationen in Somalia, Afghanistan, Pakistan oder im Jemen. Dabei werde deutlich, dass praktisch alle Drohnenangriffe der Air Force über Ramstein abgewickelt werden.

mehr:
- US-Drohnenkrieg wird angeblich über Ramstein gesteuert (heise Online, 17.04.2015)
siehe auch:
- Ex-US-Pilot: "Todesdrohnen sind die feigeste Art der Kriegsführung" (heise News, 18.04.2015)

Sonntag, 19. April 2015

Freiheit, Demokratie und Meinungsfreiheit

Fast hätte ich das Thema “Meinungsfreiheit 2015″ mit der unerfreulichen Arabeske über die Gartenlaubenidylle der Freitags-Community abgehakt, da lese ich bei psychosputnik diesen aufrüttelnden Artikel Meinungsfreiheit: Generation Angst über dasselbe Thema und ich stelle fest, dass darin Aspekte beschrieben werden, an die ich nicht gedacht habe
mehr:
- Meinungsfreiheit 2015 – eine nicht unerhebliche Ergänzung (AltermannBlog, 17.04.2015)

Gabriele Krone-Schmalz: Ich dachte, wir haben hier Meinungsfreiheit! [23:04] (Gabriele Krone-Schmalz) [26:26]

Veröffentlicht am 24.03.2015
Gebriele Krone-Schmalz stellt ihr neues Buch "Russland verstehen" vor.
https://www.facebook.com/RussischeWelt
Help us caption & translate this video!
http://amara.org/v/GVpE/
alter InfoText: Veröffentlicht am 31.03.2015 
März 2015. Leipziger Buchmesse 2015: Michael Sahr unterhält sich mit Gabriele Krone-Schmalz über ihr neues Buch Russland verstehen. Ausschnitte. Das Video in voller Länge bei ZDF: .
Gebriele Krone-Schmalz stellt ihr neues Buch Russland verstehen vor. Help us caption & translate this video! 
AntikriegTV 2 Antikrieg TV ANTIKRIEG.TV Deutschsprachige Medienbeiträge sowie ins Deutsche übersetzte, ausgewählte Beiträge.
alter InfoText:
Veröffentlicht am 20.03.2015
März 2015. Leipziger Buchmesse 2015: Michael Sahr unterhält sich mit Gabriele Krone-Schmalz über ihr neues Buch "Russland verstehen". Ausschnitte. Das Video in voller Länge bei ZDF:  

Aghet – Genozid – Hitler und Stalin lassen grüßen

Trotz genereller Einmütigkeit der internationalen Geschichtswissenschaft weigert sich die politische Führung der Türkei weiterhin konstant, den Massenmord an den Armeniern als Genozid anzuerkennen, fordert Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan immer noch Beweise – und die westliche Staatengemeinschaft hält sich zu diesem Thema bedeckt. Dabei wollen sich auch in der Türkei mehr und mehr Menschen ein eigenes Bild von der jüngeren Geschichte ihrer Nation machen. 200.000 Türken gingen nach der Ermordung von Hrant Dink in einer der größten Demonstrationen des Landes auf die Straße. In Solidarität mit Hrant Dink, den Armeniern und dem Verlangen nach Wahrheit…
„Aghet" geht der Frage nach, welche Motive hinter der Ablehnung vieler Regierungen stehen, sich klar und deutlich zum Genozid an den Armeniern zu äußern. Warum sie eine Regierung, die sich ganz offiziell der Leugnung eines schrecklichen Weltverbrechens schuldig gemacht hat, nicht energisch in ihre Schranken weisen.

mehr:
- Aghet – Ein Völkermord (Phoenix Mediathek)

Aghet Ein Völkermord {1:31:36}

Am 29.07.2016 veröffentlicht
SuperDonnerschlag  
Der Völkermord an den Armeniern

siehe auch:
Völkermord an den Armeniern (Wikipedia)
The Cut (Der Freitag, 19.04.2015)
- Völkermord an den Armeniern (Wikipedia)
- Völkermord-Gesetz: Erdoğan droht Frankreich mit Sanktionen (ZEIT, 22.12.2011)
Eingesandt: Die fröhlichen MassenmörderInnen von Auschwitz – Der Wahnsinn der Normalität (Syndikalismus, 28.12.2009)

außerdem:
100 Jahre Völkermord an den Armeniern (Vortragsankündigung der Kurdisch-Deutschen Freundesgesellschaft Weißenburg auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung für den 25.04.2015)
Unerträgliches Gerede (Michael Jäger, der Freitag, 24.04.2015)