London (dpo) - Genug ist genug! Angesichts der chaotischen Zustände in der britischen Politik im Vorfeld des Brexit hat Königin Elisabeth II. heute ein Machtwort gesprochen: Wie die 92-Jährige in einer TV-Ansprache bekanntgab, wird die parlamentarische Monarchie mit sofortiger Wirkung wieder in eine absolute Monarchie umgewandelt.
"Ich habe mir diesen lächerlichen Demokratiezirkus jetzt lange genug mitangesehen und ich bin not amused", so die sichtlich verärgerte Queen in ihrer Rede an ihre Untertanen. "Nutzlose Spontanwahlen, instabile Mehrheiten, Rumgeeiere beim Brexit-Kurs, gescheiterte Abstimmungen, Misstrauensanträge, Boris Johnson… Es reicht!"
Künftig werde daher wieder die sichere Hand der Königin über alle politischen Fragen bestimmen – das Parlament ist damit vollständig entmachtet. Die bisherige Premierministerin Theresa May sowie zahlreiche andere Politiker und Minister wurden von Mitgliedern der Queen's Guard in den Kerker geworfen.
mehr:
- "So, jetzt reicht's!": Queen führt wieder absolute Monarchie ein (Der Postillion, 16.01.2019)
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Mittwoch, 16. Januar 2019
Tödliche Strahlung
Seit Einführung des Mobilfunks in England hat sich die Zahl bösartiger Hirntumore verdoppelt.
Zwei britische Forschergruppen stellten bei der englischen Bevölkerung einen Anstieg tödlicher Gehirntumore fest. In Bezug auf die Ursachen sind sich die Experten uneinig, doch vieles spricht für die Mobiltelefonie. Die Medien schweigen oder verwirren die Bevölkerung mit Zweifeln an längst gesicherten Tatsachen. Wiederholt die Mobilfunk-Branche die Geschichte der Tabakindustrie?
Am 28. Oktober 2018 erschien in den Microwave News ein Bericht über die Ergebnisse zweier Forschergruppen, die in England von 1995 bis 2014 eine Zunahme von Glioblastomen festgestellt hatten. Bei diesen handelt es sich um die bösartigsten aller Hirntumoren, die in nahezu 100 Prozent der Fälle in relativ kurzer Zeit zum Tode führen (1). Bezüglich der Häufigkeit und der Lokalisation der Tumoren im Gehirn stimmen die Ergebnisse der beiden Forschergruppen überein, bezüglich der Ursache liegen ihre Vorstellungen jedoch weit auseinander.
Der Fall erinnert an die Auseinandersetzung zwischen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierenden Strahlen, ICNIRP, und dem National Toxicology Program, NTP, der USA. Das NTP hatte in seiner 30-Millionen-Dollar-Studie im Gehirn männlicher Ratten Glioblastome festgestellt, nachdem diese über zwei Jahre hinweg der Mobilfunkstrahlung ausgesetzt gewesen waren. Dieser Tatbestand wurde von der ICNIRP, einer Art PR-Organisation der Mobilfunkindustrie, mit Argumenten in Zweifel gezogen, die weniger mit Wissenschaft als mit Wunschdenken zu tun hatten (2).
Im vorliegenden Fall geht es ebenfalls um Glioblastome, diesmal allerdings beim Menschen. Während Alasdair Philips und Kollegen (3) die Mobiltelefonie für den Anstieg der Glioblastome verantwortlich machen, ist de Vocht (4) der Meinung, dass dies mit großer Wahrscheinlichkeit auszuschließen sei. Zu seiner Erkenntnis kam er auf Grundlage „synthetischer kontrafaktischer Gegebenheiten“, was sich — sei es zu Recht oder zu Unrecht — wie „alternative Fakten“ anhört.
mehr:
- Tödliche Strahlung (Franz Adlkofer, Rubikon, 16.01.2019)
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Zwei britische Forschergruppen stellten bei der englischen Bevölkerung einen Anstieg tödlicher Gehirntumore fest. In Bezug auf die Ursachen sind sich die Experten uneinig, doch vieles spricht für die Mobiltelefonie. Die Medien schweigen oder verwirren die Bevölkerung mit Zweifeln an längst gesicherten Tatsachen. Wiederholt die Mobilfunk-Branche die Geschichte der Tabakindustrie?
Am 28. Oktober 2018 erschien in den Microwave News ein Bericht über die Ergebnisse zweier Forschergruppen, die in England von 1995 bis 2014 eine Zunahme von Glioblastomen festgestellt hatten. Bei diesen handelt es sich um die bösartigsten aller Hirntumoren, die in nahezu 100 Prozent der Fälle in relativ kurzer Zeit zum Tode führen (1). Bezüglich der Häufigkeit und der Lokalisation der Tumoren im Gehirn stimmen die Ergebnisse der beiden Forschergruppen überein, bezüglich der Ursache liegen ihre Vorstellungen jedoch weit auseinander.
Der Fall erinnert an die Auseinandersetzung zwischen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierenden Strahlen, ICNIRP, und dem National Toxicology Program, NTP, der USA. Das NTP hatte in seiner 30-Millionen-Dollar-Studie im Gehirn männlicher Ratten Glioblastome festgestellt, nachdem diese über zwei Jahre hinweg der Mobilfunkstrahlung ausgesetzt gewesen waren. Dieser Tatbestand wurde von der ICNIRP, einer Art PR-Organisation der Mobilfunkindustrie, mit Argumenten in Zweifel gezogen, die weniger mit Wissenschaft als mit Wunschdenken zu tun hatten (2).
Im vorliegenden Fall geht es ebenfalls um Glioblastome, diesmal allerdings beim Menschen. Während Alasdair Philips und Kollegen (3) die Mobiltelefonie für den Anstieg der Glioblastome verantwortlich machen, ist de Vocht (4) der Meinung, dass dies mit großer Wahrscheinlichkeit auszuschließen sei. Zu seiner Erkenntnis kam er auf Grundlage „synthetischer kontrafaktischer Gegebenheiten“, was sich — sei es zu Recht oder zu Unrecht — wie „alternative Fakten“ anhört.
Der Anstieg der Glioblastom-Häufigkeit von 1995 bis 2015 in England weist als Ursache auf schädliche Umwelt- oder Lebensstilfaktoren hin.
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- Tödliche Strahlung (Franz Adlkofer, Rubikon, 16.01.2019)
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Heute vor 50 Jahren – 16. Januar 1969: Selbstverbrennung Jan Palachs in Prag
Märtyrer des Protests
Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings durch Truppen des Warschauer Paktes im August 1968 begann für die Tschechoslowakei eine »bleierne Zeit«: Die politischen Reformen wurden zurückgefahren, jeder öffentliche Protest verstummte. Dagegen wollte der Prager Student Jan Palach (*1948) ein Zeichen setzen. Am Nachmittag des 16. Januar 1969 schrieb er einen Protestbrief, übergoss sich mit Benzin, zündete sich an und rannte brennend auf den Wenzelsplatz, wo er zusammenbrach.
Palach erlitt schwerste Verbrennungen, blieb aber bei Bewusstsein und konnte im Krankenhaus den Ärzten und staatlichen Vernehmern klare Antworten geben. Sein Fanal als »Fackel Nr. 1 « bereute er nicht. Am 19. Januar erlag er seinen Verletzungen. Die Staatsmacht unterdrückte die Veröffentlichung seines Abschiedsbriefs, der trotzdem nachts an Häuserwände geklebt wurde, und stellte Palach als vom Ausland gesteuerten Verwirrten dar. Noch am Tag seiner Selbstverbrennung strömten 200 000 Menschen auf den Wenzelsplatz und legten Kränze nieder; an der Beerdigung nahmen mehr als 10 000 Menschen teil.
Palachs Tat initiierte weitere Protestaktionen und fand mehrere Nachahmer, so im Februar 1969, als sich der Student Jan Zajic (*1950) ebenfalls auf dem Wenzelsplatz als »Fackel Nr. 2« verbrannte.
Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings durch Truppen des Warschauer Paktes im August 1968 begann für die Tschechoslowakei eine »bleierne Zeit«: Die politischen Reformen wurden zurückgefahren, jeder öffentliche Protest verstummte. Dagegen wollte der Prager Student Jan Palach (*1948) ein Zeichen setzen. Am Nachmittag des 16. Januar 1969 schrieb er einen Protestbrief, übergoss sich mit Benzin, zündete sich an und rannte brennend auf den Wenzelsplatz, wo er zusammenbrach.
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| Auf dem Prager Wenzelsplatz legen Bürger am Denkmal für den hl. Wenzel, den Landespatron von Böhmen, Blumen und Kränze für Jan Palach nieder |
Palachs Tat initiierte weitere Protestaktionen und fand mehrere Nachahmer, so im Februar 1969, als sich der Student Jan Zajic (*1950) ebenfalls auf dem Wenzelsplatz als »Fackel Nr. 2« verbrannte.
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2019
1968 - Der Prager Frühling {8:03}
Nihilistible
Am 28.02.2015 veröffentlicht
Am 28.02.2015 veröffentlicht
Gegen-Sozialismus.jimdo.com
http://gegen-sozialismus.jimdo.com
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Tagesdosis 16.1.2019 – Die Freiheit der Andersdenkenden (Podcast)
Das Böse bekämpft man niemals, in dem man den Bösen bekämpft. Es gilt die Ursachen unmöglich werden zu lassen, die das Böse im Menschen entstehen lässt. Das Böse bekämpft man also nicht, in dem man einen Bösen bekämpft. Man bekämpft die Zustände, die in der Masse dafür stehen, dass sie einen Bösen gebiert.
Vor 100 Jahren wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg erschossen. Spätestens seitdem gilt die Meinungsfreiheit als oberstes Gut in Deutschland. Und durch Rosa Luxemburg wissen wir, dass die Freiheit immer die Freiheit des Andersdenkenden miteinschließt und immer beide Freiheiten gleich bedeutend und gleich viel Wert besitzen. Der Physiker Hans Peter Dürr hat es mal so ausgedrückt: Die Gegenkraft ist nicht der Feind der Kraft. Diese Einsicht ist schon lange in den Begriff der Demokratie eingeflossen. Viele Menschen haben ihr Leben lassen müssen, weil sie dieses Gut verteidigt haben. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden letztlich wegen ihrer Freiheitsliebe getötet. Sie riefen die Bürger dazu auf, sich selbst zu bewaffnen, und somit sollten diese die wichtigen Posten in Berlin besetzen, damit das damalige Proletariat seine eigene Regierung ausruft.
Was ist daraus heute geworden? Haben wir dazu gelernt? Sicher, es gab zwischen 1933 und 1945 eine Periode grausamster Gewalt und Unfreiheit der Andersdenkenden und Andersseienden. Aber, was ist eigentlich damit gemeint, wenn ich von Andersdenkenden höre oder den Begriff selbst verwende? Hier eine schlüssige Antwort zu bekommen, die dem gerecht wird, ist fast unmöglich, sobald man den Boden politisierter Frames betritt. Die allseits vorherrschende Meinung, zu dessen Politik man sich bekennt, muss eingehalten werden. Die Regel heißt: Verachte, wen wir alle verachten, übe an denen Gewalt aus, an denen sie gerechtfertigt ist, sei Dir gewiss, wenn du all unsere Vorsätze beachtest und danach sprichst, schreibst und dich dazu öffentlich bekennst, dann gehörst du fest zu uns. Wir sind die Guten und was wir tun, ist gut, richtig und gerecht. Unser Gutsein ist immer besser als das Gutsein aller anderen.
mehr:
- Tagesdosis 16.1.2019 – Die Freiheit der Andersdenkenden (Podcast) (Kommentar von Rüdiger Lenz, KenFM, 16.01.2019)
Vor 100 Jahren wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg erschossen. Spätestens seitdem gilt die Meinungsfreiheit als oberstes Gut in Deutschland. Und durch Rosa Luxemburg wissen wir, dass die Freiheit immer die Freiheit des Andersdenkenden miteinschließt und immer beide Freiheiten gleich bedeutend und gleich viel Wert besitzen. Der Physiker Hans Peter Dürr hat es mal so ausgedrückt: Die Gegenkraft ist nicht der Feind der Kraft. Diese Einsicht ist schon lange in den Begriff der Demokratie eingeflossen. Viele Menschen haben ihr Leben lassen müssen, weil sie dieses Gut verteidigt haben. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden letztlich wegen ihrer Freiheitsliebe getötet. Sie riefen die Bürger dazu auf, sich selbst zu bewaffnen, und somit sollten diese die wichtigen Posten in Berlin besetzen, damit das damalige Proletariat seine eigene Regierung ausruft.
Was ist daraus heute geworden? Haben wir dazu gelernt? Sicher, es gab zwischen 1933 und 1945 eine Periode grausamster Gewalt und Unfreiheit der Andersdenkenden und Andersseienden. Aber, was ist eigentlich damit gemeint, wenn ich von Andersdenkenden höre oder den Begriff selbst verwende? Hier eine schlüssige Antwort zu bekommen, die dem gerecht wird, ist fast unmöglich, sobald man den Boden politisierter Frames betritt. Die allseits vorherrschende Meinung, zu dessen Politik man sich bekennt, muss eingehalten werden. Die Regel heißt: Verachte, wen wir alle verachten, übe an denen Gewalt aus, an denen sie gerechtfertigt ist, sei Dir gewiss, wenn du all unsere Vorsätze beachtest und danach sprichst, schreibst und dich dazu öffentlich bekennst, dann gehörst du fest zu uns. Wir sind die Guten und was wir tun, ist gut, richtig und gerecht. Unser Gutsein ist immer besser als das Gutsein aller anderen.
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- Tagesdosis 16.1.2019 – Die Freiheit der Andersdenkenden (Podcast) (Kommentar von Rüdiger Lenz, KenFM, 16.01.2019)
Dienstag, 15. Januar 2019
Tagesdosis 15.1.2019 – Der Mord an Dag Hammarskjöld ist aufgeklärt: und warum sie nichts darüber erfahren
Unbeachtet von den Relotius-Medien in Deutschland hat sich eine seit 58 Jahren diskreditierte, angebliche Verschwörungstheorie bewahrheitet. Dag Hammarskjöld, der wohl beste und integerste Generalsekretär, den die Vereinten Nationen jemals hatten, kam 1961 im Kongo nicht bei einem Flugunfall ums Leben, verursacht durch einen Pilotenfehler, sondern bei einem Mordanschlag auf ihn. Und, so muss man hinzufügen, nachdem Hammarskjöld die Notlandung seiner in Brand geschossenen schwedischen DC-6 wie durch ein Wunder überlebt hatte, wurde er von einer bisher unbekannten Person an der Unfallstelle erschossen. Hammarskjöld sollte sterben und die Lüge über die Ursachen seines Todes sollte in alle Zukunft leben.
So wie es geplant war, so hat es funktioniert. Bis heute. Und es wird noch ein bisschen länger funktionieren, weil die mediale Wagenburg, die sich selbst als deutscher Qualitätsjournalismus bezeichnet, wieder einmal etwas länger braucht, um sich einer Realität zu stellen, die nicht so gut in den NATO-Kram passt, wie Pflege und Aufzucht des neuen Feindbildes Russland.
Sowohl die Tat als auch das Schweigen in den Medien über die jetzt erfolgte Aufklärung sind kein Unfall, sondern Ausdruck einer Unfähigkeit des Problemkomplexes „Freier Westen“, sich seiner verlogenen Geschichte zu stellen.
Nur ein Beispiel dafür, wie man in Sachen Hammarskjöld auf hohem Niveau an der Realität vorbeiberichten kann, ist der Artikel der FAZ anläßlich des Todes von Kofi Annan vom 1.8.2018 mit dem Titel „Ein Retter wie Dag Hammarskjöld wollte er werden“ der zutreffend beschreibt, dass Dag Hammarskjöld das große Vorbild Kofi Annans war. Hammarskjöld war und ist auch posthum die wohl wichtigste und einflussreichste Person der UN, gerade wegen seines schon immer dubiosen Todes. In dem FAZ Artikel ist kein Detail falsch, jede Meinungsäußerung vertretbar, sein fundamentaler Fehler ist, dass er angestrengt stets in die falsche Richtung schaut, dass er etwas ölig nach Komplimenten in den Think Tanks des Hegemons USA fischt, ohne jemals das große Ganze zu benennen, das diesen Fall umgibt. Und natürlich heißt es darin, Hammarskjöld „tragischer Tod“ sei „von Verschwörungstheorien umgeben“.
mehr:
- Tagesdosis 15.1.2019 – Der Mord an Dag Hammarskjöld ist aufgeklärt: und warum sie nichts darüber erfahren (Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 15.01.2019)
Mord im Kolonialstil Patrice Lumumba {43:14}
siehe auch:
- Heute vor 17 Jahren – 26. Januar 2001: Joseph Kabila wird Präsident der Demokratischen Republik Kongo (Post, 26.01.2018)
- UN-Bericht: Flugzeug von Dag Hammarskjöld wurde wohl abgeschossen (Post, 19.10.2017)
- Der Tod von Dag Hammarskjöld als Höhlengleichnis… (Post, 10.08.2016)
So wie es geplant war, so hat es funktioniert. Bis heute. Und es wird noch ein bisschen länger funktionieren, weil die mediale Wagenburg, die sich selbst als deutscher Qualitätsjournalismus bezeichnet, wieder einmal etwas länger braucht, um sich einer Realität zu stellen, die nicht so gut in den NATO-Kram passt, wie Pflege und Aufzucht des neuen Feindbildes Russland.
Sowohl die Tat als auch das Schweigen in den Medien über die jetzt erfolgte Aufklärung sind kein Unfall, sondern Ausdruck einer Unfähigkeit des Problemkomplexes „Freier Westen“, sich seiner verlogenen Geschichte zu stellen.
Nur ein Beispiel dafür, wie man in Sachen Hammarskjöld auf hohem Niveau an der Realität vorbeiberichten kann, ist der Artikel der FAZ anläßlich des Todes von Kofi Annan vom 1.8.2018 mit dem Titel „Ein Retter wie Dag Hammarskjöld wollte er werden“ der zutreffend beschreibt, dass Dag Hammarskjöld das große Vorbild Kofi Annans war. Hammarskjöld war und ist auch posthum die wohl wichtigste und einflussreichste Person der UN, gerade wegen seines schon immer dubiosen Todes. In dem FAZ Artikel ist kein Detail falsch, jede Meinungsäußerung vertretbar, sein fundamentaler Fehler ist, dass er angestrengt stets in die falsche Richtung schaut, dass er etwas ölig nach Komplimenten in den Think Tanks des Hegemons USA fischt, ohne jemals das große Ganze zu benennen, das diesen Fall umgibt. Und natürlich heißt es darin, Hammarskjöld „tragischer Tod“ sei „von Verschwörungstheorien umgeben“.
mehr:
- Tagesdosis 15.1.2019 – Der Mord an Dag Hammarskjöld ist aufgeklärt: und warum sie nichts darüber erfahren (Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 15.01.2019)
Mord im Kolonialstil Patrice Lumumba {43:14}
Hosteni100
Am 05.06.2012 veröffentlicht
siehe auch:
- Heute vor 17 Jahren – 26. Januar 2001: Joseph Kabila wird Präsident der Demokratischen Republik Kongo (Post, 26.01.2018)
- UN-Bericht: Flugzeug von Dag Hammarskjöld wurde wohl abgeschossen (Post, 19.10.2017)
- Der Tod von Dag Hammarskjöld als Höhlengleichnis… (Post, 10.08.2016)
Heute vor 100 Jahren – 15. Januar 1919: Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermordet
Politischer Doppelmord
Anfang Januar 1919 eskalierten die in der Folge der Novemberrevolution 1918 schwelenden Unruhen. Es kam zu Massenprotesten und bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen: In Berlin gingen am 5. Januar 200 000 Menschen auf die Straßen, sie besetzten Druckereien und Verlagsgebäude und riefen einen Generalstreik aus. Die Führer der kurz zuvor gegründeten KPD, Karl Liebknecht (*1871) und Rosa Luxemburg(*1871), schalteten sich in die Tumulte ein und unterstützten die Forderungen der Aufständischen. Der »Spartakusaufstand« forderte in den nächsten Tagen mehrere Hundert Tote. Nach dessen Niederschlagung am 12. Januar tauchten Liebknecht und Luxemburg in einer Wilmersdorfer Wohnung unter, wo sie am 15. Januar verhaftet und in das »Hotel Eden«, das Hauptquartier der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, eines Freikorps, gebracht wurden. Deren Führer, Hauptmann Waldemar Pabst (1881-1970), hatte vom Reichswehrminister, dem SPD-Politiker Gustav Noske, »freie Hand« erhalten. Liebknecht wurde in ein Auto geladen und im Tiergarten »auf der Flucht« erschossen.
Rosa Luxemburg, als sozialistische Frauenrechtlerin und Jüdin den Freikorpskämpfern besonders verhasst, wurde mit einem Gewehrkolben niedergeschlagen und dann erschossen. Ihre Leiche warfen die Täter in den Landwehrkanal, aus dem sie erst Ende Mai geborgen wurde. An der Beerdigung am 13. Juni nahmen Zehntausende teil; die revolutionäre Linke feierte ihre Märtyrer.
- Sie hatte Mut (Marlen Hobrack, der Freitag, 19.01.2019)
Revolution - Räte-Republik 1918/1919 in Deutschland {45:04}
Anfang Januar 1919 eskalierten die in der Folge der Novemberrevolution 1918 schwelenden Unruhen. Es kam zu Massenprotesten und bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen: In Berlin gingen am 5. Januar 200 000 Menschen auf die Straßen, sie besetzten Druckereien und Verlagsgebäude und riefen einen Generalstreik aus. Die Führer der kurz zuvor gegründeten KPD, Karl Liebknecht (*1871) und Rosa Luxemburg(*1871), schalteten sich in die Tumulte ein und unterstützten die Forderungen der Aufständischen. Der »Spartakusaufstand« forderte in den nächsten Tagen mehrere Hundert Tote. Nach dessen Niederschlagung am 12. Januar tauchten Liebknecht und Luxemburg in einer Wilmersdorfer Wohnung unter, wo sie am 15. Januar verhaftet und in das »Hotel Eden«, das Hauptquartier der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, eines Freikorps, gebracht wurden. Deren Führer, Hauptmann Waldemar Pabst (1881-1970), hatte vom Reichswehrminister, dem SPD-Politiker Gustav Noske, »freie Hand« erhalten. Liebknecht wurde in ein Auto geladen und im Tiergarten »auf der Flucht« erschossen.
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| Karl Liebknecht fordert auf einer Massenkundgebung im Berliner Tiergarten im Dezember 1918 die Errichtung einer Räterepublik |
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2019
siehe auch:- Sie hatte Mut (Marlen Hobrack, der Freitag, 19.01.2019)
Revolution - Räte-Republik 1918/1919 in Deutschland {45:04}
ThiefTimeless2
Am 08.05.2013 veröffentlicht
3sat, November 2008
Kulturzeit extra: Die Räterepublik 1918/1919
Film von Henning Burk
Der Streit im linken Parteienspektrum hat in Deutschland eine lange Tradition. Vor 90 Jahren, als der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann von einem Balkon des Reichstags und der Spartakist Karl Liebknecht zwei Kilometer östlich vom Berliner Schloss aus die deutsche Republik ausriefen, war die Linke tief zerstritten darüber, wie mit dem politischen Erbe des Kaiserreichs und den Herrschaftsverhältnissen in Deutschland umzugehen sei. Die einen blickten bewundernd auf die Vorgänge in Russland und sahen in der jungen Sowjetrepublik ein Vorbild. Die anderen distanzierten sich energisch davon. Und so führten Räterepublik und Revolution im Deutschland der Jahreswende 1918/1919 zu einer seltsamen Wahrnehmung, der auch Alfred Döblin noch 20 Jahre später in der Romantetralogie "November 1918" eine literarische Form gab.
Henning Burk zeichnet in "Kulturzeit extra: Die Räterepublik 1918/1919" die Vorgänge dieses revolutionären Winters nach.
3sat, November 2008
Kulturzeit extra: Die Räterepublik 1918/1919
Film von Henning Burk
Der Streit im linken Parteienspektrum hat in Deutschland eine lange Tradition. Vor 90 Jahren, als der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann von einem Balkon des Reichstags und der Spartakist Karl Liebknecht zwei Kilometer östlich vom Berliner Schloss aus die deutsche Republik ausriefen, war die Linke tief zerstritten darüber, wie mit dem politischen Erbe des Kaiserreichs und den Herrschaftsverhältnissen in Deutschland umzugehen sei. Die einen blickten bewundernd auf die Vorgänge in Russland und sahen in der jungen Sowjetrepublik ein Vorbild. Die anderen distanzierten sich energisch davon. Und so führten Räterepublik und Revolution im Deutschland der Jahreswende 1918/1919 zu einer seltsamen Wahrnehmung, der auch Alfred Döblin noch 20 Jahre später in der Romantetralogie "November 1918" eine literarische Form gab.
Henning Burk zeichnet in "Kulturzeit extra: Die Räterepublik 1918/1919" die Vorgänge dieses revolutionären Winters nach.
Über die Notwendigkeit des stetigen Rüttelns am Narrativ
Mein Schreiben an den Chefredakteur der ARD-Tagesschau, Kai Gniffke, ist bisher von diesem nicht beantwortet worden. Da ich auf eine ernsthafte Befassung mit dem von mir vorgebrachten Thema hoffe, halte ich das auch für in Ordnung. Zwischenzeitlich hat mich aber der Publikums-Service der ARD-Tagesschau kontaktiert – sehr gut!
Die meisten Leser werden gar nicht wissen, dass es überhaupt eine solche Abteilung bei den Tagesschau-Machern gibt. Auch mir war sie bisher unbekannt und die Kontaktadresse wurde mir durch Menschen vermittelt, die sich im dortigen Gefüge etwas besser auskennen. Ich nutzte die Adresse einzig, um sicherzustellen, das Kai Gniffke mein Schreiben auch wirklich erhält. Nun antwortete dieser Service selbst auf mein Anliegen – hoffentlich nicht in der Erwartung, dass die Sache damit erledigt ist.
Doch gibt diese Antwort auch erhellende Blicke in das Innere des dortigen Betriebes und die Befindlichkeiten der Mitarbeiter. Also habe ich den schmalen Türspalt in die dortige Welt noch ein wenig mehr geöffnet und befasste mich mit der mir zugegangenen Stellungnahme. Eine Stellungnahme ist es nämlich für mich. Das ist nachvollziehbar, war aber von mir nicht gewollt. Weiteres nun in meiner Antwort an diese Tagesschau-Abteilung. Den vollständigen Text des Publikums-Services an mich – einschließlich der Kontaktadresse – kann der Leser hier einsehen: 2019-01-11_ARD-Tagesschau_Publikums-Service
Zum
Offenen Brief an den Publikums-Service der ARD-Tagesschau (Peter Frey, Peds Ansichten, 15.01.2019)
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- Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
- Die vertraulichen Sprachregelungen der ARD (Paul Schreyer, Telepolis, 30.06.2017)
- „Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert“ (Post, 31.05.2017)
- Medien: intellektuelle Korruption in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)
- Beispiel Kosovo-Krieg: Anteil der Medien an der Vorbereitung, Begleitung und Auswertung der NATO-Angriffe (Post, 03.03.2015)
- Meldungen über angebliche Luftraumverletzungen – Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014)
- Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Post, 18.09.2014)
- "Stoppt Putin jetzt!"-Cover war nur halbschlimm (Post, 11.09.2014)
Die meisten Leser werden gar nicht wissen, dass es überhaupt eine solche Abteilung bei den Tagesschau-Machern gibt. Auch mir war sie bisher unbekannt und die Kontaktadresse wurde mir durch Menschen vermittelt, die sich im dortigen Gefüge etwas besser auskennen. Ich nutzte die Adresse einzig, um sicherzustellen, das Kai Gniffke mein Schreiben auch wirklich erhält. Nun antwortete dieser Service selbst auf mein Anliegen – hoffentlich nicht in der Erwartung, dass die Sache damit erledigt ist.
Doch gibt diese Antwort auch erhellende Blicke in das Innere des dortigen Betriebes und die Befindlichkeiten der Mitarbeiter. Also habe ich den schmalen Türspalt in die dortige Welt noch ein wenig mehr geöffnet und befasste mich mit der mir zugegangenen Stellungnahme. Eine Stellungnahme ist es nämlich für mich. Das ist nachvollziehbar, war aber von mir nicht gewollt. Weiteres nun in meiner Antwort an diese Tagesschau-Abteilung. Den vollständigen Text des Publikums-Services an mich – einschließlich der Kontaktadresse – kann der Leser hier einsehen: 2019-01-11_ARD-Tagesschau_Publikums-Service
Zum
Offenen Brief an den Publikums-Service der ARD-Tagesschau (Peter Frey, Peds Ansichten, 15.01.2019)
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Während sowohl Koran als auch Sunna sowie die Mehrheit der klassischen Gelehrten unter Dschihad primär bzw. ausschließlich eine militärische Betätigung verstanden, entstanden im Verlauf ihrer Entwicklung auch nichtmilitärische Auslegungen der Dschihadlehre. Dies geschah insbesondere im Zuge tiefgreifender politischer Veränderungen wie der Kolonialisierung großer Teile der islamischen Welt, der Aufhebung des Kalifats und der Entwicklungen der Moderne.
Einzelne schiitische Theologen der klassischen Zeit unterschieden zwischen dem sogenannten größeren Dschihad im Sinne eines spirituellen Kampfes gegen innere Gelüste und dem kleineren Dschihad im Sinne einer militärischen Konfrontation gegen einen äußeren Feind.[65] Dem entspricht die Betonung nichtmilitärischer Aspekte der Dschihadpflicht vieler gegenwärtiger muslimischer Autoren, als auch muslimischer Asketen und Mystiker.[96]
Postklassische Juristen haben den Begriff in vier Arten unterteilt:[97]
- Den Dschihad des Herzens (dschihad bi l-qalb) als innerer, spiritueller Kampf gegen Untugend, Verführung zu moralisch verwerflichen Taten und Ignoranz.
- Den verbalen Dschihad (dschihad bi l-lisan) durch das ständige Sprechen der Wahrheit und die Verbreitung des Islams auf friedlichem Wege. Hierzu gehört auch das öffentliche Sprechen der Wahrheit (haqq) unter einem ungerechten Herrscher.[98]
- Den Dschihad durch Taten, d. i. durch richtiges moralisches Verhalten (dschihad bi l-yad): Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten.
- Den Dschihad des Schwertes, als militärischer Kampf auf dem Wege Gottes.
Mit diesem Verständnis richtet sich der Dschihad gegen das eigene Ich, gegen die „Triebseele“ (an-nafs al-ammāra bi 'l-sūʾ). Die Durchsetzung der Anweisung, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten, geschieht „mit der Zunge, mit der Hand und mit dem Schwert, je nachdem, wozu man imstande ist“.[99] Die Asketen sehen im Kampf gegen sich selbst (mudschahadat an-nafs) das höchste Ideal.[100]
[Dschihad, Nichtmilitärische Auslegungen des Dschihadbegriffs, Wikipedia, abgerufen am 17.01.2019]==========
Das Wort Dschihad entspringt der Wortwurzel "dsch-h-d" und bedeutet grundsätzlich "sich auf Gottes Weg bemühen bzw anstrengen". Daraus ergibt sich der Einsatz der Gläubigen für Gottes Sache, unter anderem für den Kampf gegen die individuellen Schwächen und unmoralischen Verpflichtungen sowie für das Bemühen um das Wohl des Islams und seiner Gemeinde. Als Form der Anbetung Gottes versteht jede(r) einzelne MuslimIn dieses Bemühen, Gott zu gefallen, als eine religiöse Pflicht, zur der eine Vielzahl unterschiedlicher Handlungsweisen gehören. Dazu gehört insbesondere die Bändigung der fleischlichen Begierden, das Ringen mit dem inneren Bösen, das Führen eines tugendhaften Lebens, die Verrichtung guter Werke, die Bekanntmachung der Glaubensvorstellungen, die Anstrengung zum Schutz der Ehre und der Integrität des Islams oder die Abgabe vom eigenen Reichtum (arab. Infaq). Gerade letztere Bedeutung kommt dem ursprünglichen Konzept des Dschihad am Nächsten und findet sich sogar als eine der fünf Säulen im Islam, die die Läuterung der Gläubigen bedeutet: die verpflichtende Almosensteuer für Bedürftige (arab. Zakat).==========
[Der ursprüngliche Begriff des „religiösen Dschihad“, Institut für islamische Studien]
»Mentalisieren heißt, sich selbst von außen zu sehen und den anderen von innen.«
[Quelle: Mentalisierung.net, Startseite]siehe auch:
- Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
- Die vertraulichen Sprachregelungen der ARD (Paul Schreyer, Telepolis, 30.06.2017)
- „Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert“ (Post, 31.05.2017)
- Medien: intellektuelle Korruption in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 19.12.2014)
- Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2014) - Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Post, 18.09.2014)
- "Stoppt Putin jetzt!"-Cover war nur halbschlimm (Post, 11.09.2014)
- Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (Post, 15.08.2014)
- Ukraine – Krieg der Stellvertreter wird heisser (Le Monde diplomatique, 19.06.2014)
- Richter gegen Chefredakteur 5:0 (Post, 15.05.2014)
- Ukraine – Krieg der Stellvertreter wird heisser (Le Monde diplomatique, 19.06.2014)
- Richter gegen Chefredakteur 5:0 (Post, 15.05.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 5 – Die Nagelprobe des Journalismus (Post, 21.04.2014)
KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld ("Warum schweigen die Lämmer?") {1:38:19; Start bei 31:16}
Klartext vom Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz: "Medien verschweigen, ... {12:07, Start bei 2:57}
Gabriele Krone Schmalz über NATO in Zivil in der Ukraine, Russland und Medienpropaganda1 {13:24; Start bei 7:57}
KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld ("Warum schweigen die Lämmer?") {1:38:19; Start bei 31:16}
KenFM
Am 02.10.2018 veröffentlicht
Am 02.10.2018 veröffentlicht
Dass Professor Rainer Mausfeld es im Alter von 68 Jahren mit seinen Vorträgen noch zu einem Millionenpublikum bringen würde, hätte er selbst vermutlich als Letzter vermutet. Doch ganz offensichtlich trifft er mit seinen Inhalten, verbildlicht durch die inzwischen weitläufig bekannte politische Metapher der „schweigenden Lämmer“, den Nerv der Zeit. Es ist, als hätten wir jahrelang eine dunkle Vermutung gehegt und endlich spricht sie einmal jemand aus – Unsere Demokratie ist bei weitem nicht so demokratisch, wie sie uns verkauft wird.
Nun ist der Kaiser also nackt. Dennoch hält sich die gesellschaftliche Empörung in Grenzen. Wie lässt sich das erklären? Professor Mausfeld ist überzeugt: Es liegt an der Beschaffenheit des Kaisers, der nicht mehr in schicker, feudaler Tenue, sondern in Form unpersönlicher, intransparenter und abstrakter Machtstrukturen daherkommt. Genannte Strukturen, man kann sie auch als Elitenetzwerke bezeichnen, bedienen sich des Begriffes der Demokratie, weil er sich für sie als ideale Revolutionsprophylaxe in Zeiten zunehmend feudal anmutender sozialer Ungleichheit herausgestellt hat. Da diese Verschleierungstaktik, bei der ideologisch aufgeladene Begriffe inhaltlich in ihr Gegenteil verkehrt werden, sich zu Indoktrinationszwecken als besonders effektiv erwiesen hat, kommt sie auch in aller Regelmäßigkeit zur Anwendung. So z.B. bei Wörtern wie „Globalisierung“ oder „freie Märkte“, welche der desorientierten Bevölkerung als naturgegebene Phänomene verkauft werden, um über das in ihrer neoliberalen Interpretation verankerte Recht des Stärkeren hinwegzutäuschen.
Hieraus ergibt sich die Aufgabe, die Kluft zwischen dem vorgegaukeltem und dem eigentlichen Wortsinn, zwischen PR und Realität, zu überwinden, mit dem Ziel sich dabei Schritt für Schritt an das Ideal demokratischer Verhältnisse im Sinne der Aufklärung anzunähern. Dafür bedarf es nicht nur der intellektuellen Bewaffnung und Bewusstwerdung über die subtilen Techniken der Meinungskontrolle des Einzelnen, sondern vor allem auch des Eingeständnisses, dass man einem gigantischen Betrug aufgesessen ist.
Professor Mausfelds Buch „Warum schweigen die Lämmer?“, welches die Inhalte des beliebten gleichnamigen Vortrages weiter vertieft, kann diesen kollektiven Aufwachprozess mit anschieben. Ins Handeln kommen müssen wir dann aber schon selber.
Inhaltsübersicht:
0:04:56 Der Kaiser ist nackt – wir wissen es alle
0:13:15 Der „Feind“ ist abstrakt
0:21:50 Aber wir haben doch eine Demokratie…
0:31:16 Wie wichtig ist Repräsentation in einer Demokratie?
0:40:43 Meinungsmanagement
0:57:29 Definition von Links und Rechts: ein „Haufen Spaghetti“
1:03:02 Chemnitz aktuell – Ablenken von den wahren Problemen
1:13:25 Programme zur Angst-Induktion
1:20:37 Für das Warten auf bessere Zeiten ist keine Zeit
1:34:08 Feedback aus der Bevölkerung
+++
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Nun ist der Kaiser also nackt. Dennoch hält sich die gesellschaftliche Empörung in Grenzen. Wie lässt sich das erklären? Professor Mausfeld ist überzeugt: Es liegt an der Beschaffenheit des Kaisers, der nicht mehr in schicker, feudaler Tenue, sondern in Form unpersönlicher, intransparenter und abstrakter Machtstrukturen daherkommt. Genannte Strukturen, man kann sie auch als Elitenetzwerke bezeichnen, bedienen sich des Begriffes der Demokratie, weil er sich für sie als ideale Revolutionsprophylaxe in Zeiten zunehmend feudal anmutender sozialer Ungleichheit herausgestellt hat. Da diese Verschleierungstaktik, bei der ideologisch aufgeladene Begriffe inhaltlich in ihr Gegenteil verkehrt werden, sich zu Indoktrinationszwecken als besonders effektiv erwiesen hat, kommt sie auch in aller Regelmäßigkeit zur Anwendung. So z.B. bei Wörtern wie „Globalisierung“ oder „freie Märkte“, welche der desorientierten Bevölkerung als naturgegebene Phänomene verkauft werden, um über das in ihrer neoliberalen Interpretation verankerte Recht des Stärkeren hinwegzutäuschen.
Hieraus ergibt sich die Aufgabe, die Kluft zwischen dem vorgegaukeltem und dem eigentlichen Wortsinn, zwischen PR und Realität, zu überwinden, mit dem Ziel sich dabei Schritt für Schritt an das Ideal demokratischer Verhältnisse im Sinne der Aufklärung anzunähern. Dafür bedarf es nicht nur der intellektuellen Bewaffnung und Bewusstwerdung über die subtilen Techniken der Meinungskontrolle des Einzelnen, sondern vor allem auch des Eingeständnisses, dass man einem gigantischen Betrug aufgesessen ist.
Professor Mausfelds Buch „Warum schweigen die Lämmer?“, welches die Inhalte des beliebten gleichnamigen Vortrages weiter vertieft, kann diesen kollektiven Aufwachprozess mit anschieben. Ins Handeln kommen müssen wir dann aber schon selber.
Inhaltsübersicht:
0:04:56 Der Kaiser ist nackt – wir wissen es alle
0:13:15 Der „Feind“ ist abstrakt
0:21:50 Aber wir haben doch eine Demokratie…
0:31:16 Wie wichtig ist Repräsentation in einer Demokratie?
0:40:43 Meinungsmanagement
0:57:29 Definition von Links und Rechts: ein „Haufen Spaghetti“
1:03:02 Chemnitz aktuell – Ablenken von den wahren Problemen
1:13:25 Programme zur Angst-Induktion
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Klartext vom Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz: "Medien verschweigen, ... {12:07, Start bei 2:57}
klar sehen
Am 04.05.2017 veröffentlicht
Am 04.05.2017 veröffentlicht
Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz bei Peter Hahne im ZDF zum Thema: Medien zwischen Gefühl und Fakten
„Medien verschweigen, klären nicht über die Wirklichkeit auf, die Bürger werden für dumm verkauft bzw. gehalten, die Arroganz der Journalisten und Politiker!!
„Medien verschweigen, klären nicht über die Wirklichkeit auf, die Bürger werden für dumm verkauft bzw. gehalten, die Arroganz der Journalisten und Politiker!!
Gabriele Krone Schmalz über NATO in Zivil in der Ukraine, Russland und Medienpropaganda1 {13:24; Start bei 7:57}
Andreas Koepnick
Am 13.09.2014 veröffentlicht
xAm 13.09.2014 veröffentlicht
Eindringlich beschwört Freud den alten aufklärerischen Glauben an die Wissenschaft und damit an die Möglichkeit, durch sie etwas über die Realität der Welt zu erfahren, «wodurch wir unsere Macht steigern und wonach wir unser Leben einrichten können». Mochte er noch so oft betont haben, wie kraftlos der Intellekt im Vergleich zum Triebleben sei: «Aber es ist doch etwas Besonderes um diese Schwäche; die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat.» Am Ende, «nach unzählig oft wiederholten Abweisungen», würde man sie verstehen, das wollte er gern glauben. Vielleicht war auch die Wissenschaft eine Illusion, doch hatte sie nicht durch ihre großen und bedeutsamen Erfolge den Beweis erbracht, daß sie keine ist? Er war nicht blind gegen ihre Bedingungen und Bedingtheiten. Gerade die Subjektivität allen Denkens, die Beschränkung der Wissenschaft, die Endlichkeit ihrer Resultate gibt ihm Hoffnung auf ihre pragmatische Kraft, ihren Sieg über alle Ideologien: «Nein, unsere Wissenschaft ist keine Illusion. Eine Illusion aber wäre es zu glauben, daß wir anderswoher bekommen könnten, was sie uns nicht geben kann.»
[Quelle: Annette Meyhöfer, Eine Wissenschaft des Träumens, Albrecht Knaus Verlag, München 2006, S. 674f.]
Debatte um Meinungsfreiheit:
Stefan Kretzschmar hat absolut (Un-)Recht
Die deutsche Handball-Ikone spricht ein wahres Phänomen an: meinungslose Profisportler. Sagen sie ausnahmsweise doch etwas, was nicht zu 99,9 Prozent konsensfähig ist, kriegen sie verbal auf die Fresse. Trotzdem sind Kretzschmars Äußerungen zur Meinungsfreiheit Unsinn.
Man erlebt es immer wieder in der Bundesliga oder auf internationaler Ebene: Fußballspieler laufen mit Parolen auf wie "No to Racism" oder #EqualGame. Oder sie werben in Videos für ein respektvolles Miteinander aller Nationen und Rassen. Das ist richtig und wichtig. Doch machen wir uns nichts vor: Vielfach ist die Sprache auf den Rängen in den Stadien eine andere. Schwarze Spieler werden jedes Wochenende in übelster Weise beleidigt. Gibt es einen Aufschrei aus den Teams heraus? Wann hat zuletzt ein Spieler eine flammende Rede gegen Rassismus unter Zuschauern gehalten?
Hierzulande existiert kein einziger Spitzensportler mehr, der wie einst Handball-Ikone Stefan Kretzschmar oder Ewald Lienen, der "Linksaußen" der Bundesliga, politisch pointiert Farbe bekennt. Dafür sorgen schon die Vereine und ihre Bosse, die die Fans nur ja nicht verprellen wollen, damit die weiter und noch viel mehr Eintrittskarten und Shirts kaufen. Nur nicht anecken, lautet die Devise. Konformität ist angesagt, weshalb selbst gut gemeinte Aktionen wie "Nein zu Rassismus" wie ein hohles Pflichtprogramm wirken und deshalb ziemlich verpuffen.
Kretzschmar, einer, der sich einst als Linker bekannte, formuliert das Verhalten seiner Zunft so: "Alle gehen ihren gemütlichen Weg, keiner streckt den Kopf höher heraus als er muss." Da hat er recht. Stimmen wird wohl auch seine Feststellung: "Wir müssen immer mit Repressalien von unserem Arbeitgeber oder von Werbepartnern rechnen. Deswegen äußert sich heute keiner mehr kritisch."
mehr:
- Stefan Kretzschmar hat absolut (Un-)Recht (Kommentar von Thomas Schmoll, n-tv, 15.01.2019)
siehe auch:
- Stefan Kretzschmar und die Tyrannei der Mehrheit (Anabel Schunke, Achgut.ch, 14.01.2019)
- Stefan Kretzschmar: "Wir haben keine Meinungsfreiheit mehr" (Post, 14.01.2019)
- Rassismus-Kontroverse: Rihanna will nicht beim Superbowl singen (n-tv, 19.10.2018)
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Man erlebt es immer wieder in der Bundesliga oder auf internationaler Ebene: Fußballspieler laufen mit Parolen auf wie "No to Racism" oder #EqualGame. Oder sie werben in Videos für ein respektvolles Miteinander aller Nationen und Rassen. Das ist richtig und wichtig. Doch machen wir uns nichts vor: Vielfach ist die Sprache auf den Rängen in den Stadien eine andere. Schwarze Spieler werden jedes Wochenende in übelster Weise beleidigt. Gibt es einen Aufschrei aus den Teams heraus? Wann hat zuletzt ein Spieler eine flammende Rede gegen Rassismus unter Zuschauern gehalten?
Hierzulande existiert kein einziger Spitzensportler mehr, der wie einst Handball-Ikone Stefan Kretzschmar oder Ewald Lienen, der "Linksaußen" der Bundesliga, politisch pointiert Farbe bekennt. Dafür sorgen schon die Vereine und ihre Bosse, die die Fans nur ja nicht verprellen wollen, damit die weiter und noch viel mehr Eintrittskarten und Shirts kaufen. Nur nicht anecken, lautet die Devise. Konformität ist angesagt, weshalb selbst gut gemeinte Aktionen wie "Nein zu Rassismus" wie ein hohles Pflichtprogramm wirken und deshalb ziemlich verpuffen.
Kretzschmar, einer, der sich einst als Linker bekannte, formuliert das Verhalten seiner Zunft so: "Alle gehen ihren gemütlichen Weg, keiner streckt den Kopf höher heraus als er muss." Da hat er recht. Stimmen wird wohl auch seine Feststellung: "Wir müssen immer mit Repressalien von unserem Arbeitgeber oder von Werbepartnern rechnen. Deswegen äußert sich heute keiner mehr kritisch."
mehr:
- Stefan Kretzschmar hat absolut (Un-)Recht (Kommentar von Thomas Schmoll, n-tv, 15.01.2019)
siehe auch:
- Stefan Kretzschmar und die Tyrannei der Mehrheit (Anabel Schunke, Achgut.ch, 14.01.2019)
- Stefan Kretzschmar: "Wir haben keine Meinungsfreiheit mehr" (Post, 14.01.2019)
- Rassismus-Kontroverse: Rihanna will nicht beim Superbowl singen (n-tv, 19.10.2018)
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Frankreich, Paris und die Notwendigkeit der Bekämpfung von Aufständen
Ist Gewalt womöglich das einzige, was den peripheren Franzosen endlich Aufmerksamkeit verschafft? Archi W. Bechlenberg geht durch das vorweihnachtliche Paris – und erkennt seine Lieblingsstadt kaum wieder
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Da ist dieses Bild, eingefangen von einer Livekamera aus ein paar Metern Höhe. Man sieht die weihnachtlich-prachtvoll geschmückten Bäume der Champs-Elysées, ungezählte Lichter blinken in pink und weiß. Und unter den Bäumen bewegen sich Menschen, in gelben Westen, stehen in kleinen Gruppen zusammen oder zu zweit oder einzeln, drehen sich um sich selber, warten, erwarten. Nein, sie sind nicht zum Weihnachtsbummel unterwegs. Ihnen geht es ums Ganze.
Paris, das ist meine Stadt seit Jahrzehnten. In der Vorweihnachtszeit treibt es mich hinaus, zu den großen Kaufhäusern am Boulevard Haussmann zwischen der Chaussée d’Antin und der Place St. Augustin, wo man in den Schaufenstern von La Fayette und Le Printemps wunderbare, aufwändig gestaltete Tableaus bewundern kann, in denen sich alles bewegt. Die Kinder können gar nicht genug davon bekommen, den auf schöne, altmodische Weise mechanisch animierten Figuren dabei zuzusehen, wie sie in lebensgroßen Küchen, Dachböden oder Fantasielandschaften ihren Unfug treiben. Für die ganz Kleinen stehen direkt vor den Scheiben Podeste, auf die sie von ihren Eltern gestellt werden, was gar nicht so einfach ist, denn hinter den Podesten stehen in mehreren Reihen dicht gedrängt Erwachsene, die sich vermutlich aus ihrer Kindheit noch an diesen Brauch erinnern und sich das Spektakel ebenfalls nicht entgehen lassen wollen.
Doch in diesem Jahr gibt es keine Idylle. Als die Stadtverwaltung die Pläne für den diesjährigen Schmuck der Straßen und öffentlichen Gebäude aus den Schubladen zog und die Ateliers der Kaufhäuser an den lebenden Bildern arbeiteten, konnte niemand ahnen, mit welcher Wucht eine Wut Fahrt aufnehmen würde, die sich nun seit Wochen in Frankreich Luft macht, vor allem in Paris. „Seit Wochen“, das ist nicht ganz präzise, man muss sagen, seit nunmehr vier Wochenenden. Wäre diese Wut seit Wochen, also Tag für Tag, aktiv, wäre Paris, die „Stadt der Liebe“ und „der Lichter“ vermutlich schon ein einziges Trümmerfeld. Man stelle sich vor, seit Wochen wären pausenlos Polizeikräfte von nahezu 10.000 Beamten rund um die Uhr im Einsatz und müssten Straßenkämpfe ausfechten mit Gegnern, die sich nicht nur aus unzufriedenen Bürgern rekrutieren, sondern zu einem wachsenden Teil auch aus militanten Krawallmachern, die weder auf Leben noch Eigentum Anderer Rücksicht nehmen. Zum Glück, muss man sagen, ist ein großer Teil der ursprünglichen, bürgerlichen Gilets Jaunes die Woche über an ihren Job und ihr familiäres Leben gebunden. Also der Teil der französischen Mittelschicht, der dank der herrschenden Politik mit ihrem Einkommen nicht mehr auskommen.
mehr:
- Eine materialistische, flammende Bewegung (Archi W. Bechlenberg, Publico, 15.12.2018)
Die Art, wie in Frankreich mit Protesten umgegangen wird, hat ihre Vorgeschichte…
Mein Kommentar:
Kann mir jemand sagen, wieso ausgerechnet die beiden ältesten Demokratien (Frankreich und USA), die so stolz auf ihre Revolutionen sind, ihre Präsidenten wie Könige inszenieren?
Das Bild von Macron unterscheidet sich atmosphärisch in nichts von den Bildern, die wir von Putin im Kreml kennen…
siehe dazu:
- König von Versailles (Hansgeorg Hermann, junge Welt, 25.01.2019)
…und bevor sich jetzt jemand à la Putin-Bashing Gedanken über die soziopathologischen Strukturen von Macron Gedanken macht:
Es gibt einen Bedarf!
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Da ist dieses Bild, eingefangen von einer Livekamera aus ein paar Metern Höhe. Man sieht die weihnachtlich-prachtvoll geschmückten Bäume der Champs-Elysées, ungezählte Lichter blinken in pink und weiß. Und unter den Bäumen bewegen sich Menschen, in gelben Westen, stehen in kleinen Gruppen zusammen oder zu zweit oder einzeln, drehen sich um sich selber, warten, erwarten. Nein, sie sind nicht zum Weihnachtsbummel unterwegs. Ihnen geht es ums Ganze.
Paris, das ist meine Stadt seit Jahrzehnten. In der Vorweihnachtszeit treibt es mich hinaus, zu den großen Kaufhäusern am Boulevard Haussmann zwischen der Chaussée d’Antin und der Place St. Augustin, wo man in den Schaufenstern von La Fayette und Le Printemps wunderbare, aufwändig gestaltete Tableaus bewundern kann, in denen sich alles bewegt. Die Kinder können gar nicht genug davon bekommen, den auf schöne, altmodische Weise mechanisch animierten Figuren dabei zuzusehen, wie sie in lebensgroßen Küchen, Dachböden oder Fantasielandschaften ihren Unfug treiben. Für die ganz Kleinen stehen direkt vor den Scheiben Podeste, auf die sie von ihren Eltern gestellt werden, was gar nicht so einfach ist, denn hinter den Podesten stehen in mehreren Reihen dicht gedrängt Erwachsene, die sich vermutlich aus ihrer Kindheit noch an diesen Brauch erinnern und sich das Spektakel ebenfalls nicht entgehen lassen wollen.
Doch in diesem Jahr gibt es keine Idylle. Als die Stadtverwaltung die Pläne für den diesjährigen Schmuck der Straßen und öffentlichen Gebäude aus den Schubladen zog und die Ateliers der Kaufhäuser an den lebenden Bildern arbeiteten, konnte niemand ahnen, mit welcher Wucht eine Wut Fahrt aufnehmen würde, die sich nun seit Wochen in Frankreich Luft macht, vor allem in Paris. „Seit Wochen“, das ist nicht ganz präzise, man muss sagen, seit nunmehr vier Wochenenden. Wäre diese Wut seit Wochen, also Tag für Tag, aktiv, wäre Paris, die „Stadt der Liebe“ und „der Lichter“ vermutlich schon ein einziges Trümmerfeld. Man stelle sich vor, seit Wochen wären pausenlos Polizeikräfte von nahezu 10.000 Beamten rund um die Uhr im Einsatz und müssten Straßenkämpfe ausfechten mit Gegnern, die sich nicht nur aus unzufriedenen Bürgern rekrutieren, sondern zu einem wachsenden Teil auch aus militanten Krawallmachern, die weder auf Leben noch Eigentum Anderer Rücksicht nehmen. Zum Glück, muss man sagen, ist ein großer Teil der ursprünglichen, bürgerlichen Gilets Jaunes die Woche über an ihren Job und ihr familiäres Leben gebunden. Also der Teil der französischen Mittelschicht, der dank der herrschenden Politik mit ihrem Einkommen nicht mehr auskommen.
mehr:
- Eine materialistische, flammende Bewegung (Archi W. Bechlenberg, Publico, 15.12.2018)
Die Art, wie in Frankreich mit Protesten umgegangen wird, hat ihre Vorgeschichte…
Im Auftrag des Kaisers ließ [Baron Haussmann] ab 1853 den verwinkelten Kern der Stadt niederreißen und neue Viertel errichten, durchschnitten von Boulevards und großen Achsenstraßen. Weg mit den überbelegten uralten Behausungen voller Ratten und Feuchtigkeit, wo Unterernährung und Typhus die Kinder dahinrafften! Licht, Luft und Sonne für die Arbeiter von Paris, Arbeit für Tausende Landflüchtige beim Haus- und Straßenbau, Raum und Fluß dem wachsenden Verkehr – das war das Credo des Kaisers und seines Barons. Die Idee zu dieser sozialen Tat entstand im kaiserlichen Kabinett nach drei Aufständen der Pariser Arbeiter, zwei im Jahr 1848, einem 1851, als der Präsident der Republik, Louis Napoleon Bonaparte statt den nach der Verfassung notwendigen Rücktritt zu vollziehen, putschte und als Napoleon III. den Thron bestieg. Das Proletariat hatte was dagegen. Bei den Kämpfen erwiesen sich die Gassen und Winkel der Altstadt als hinderlich für die Truppen und günstig für den Barrikadenbau. Der Widerstand der Terroristen war nur mit hohem Blutzoll zu brechen, aber die Truppen siegten. Zwei Jahre später schleiften Hausmanns Arbeitskolonnen die Widerstandsnester. Boulevards und begradigte Straßen boten den Truppen gegen künftige Revolten genug Raum zum Aufmarsch und freies Schußfeld. Die kaiserliche Herrschaft schien gesichert. 1871, als die Pariser Kommune Napolen ins Exil trieb, zeigte sich der Fehler in der Rechnung. Was blieb, war das neue Stadtbild von Paris […]
[Robert Lynn, Die Meute im Nacken, hey! Thriller]
Eine Besonderheit war für die damalige Zeit die enorme Breite der Straßen von 20 m und mehr. Durch die breite sorgten die Straßen für genügend Licht und Luft in der Stadt. Die breiten Straßen wurden aber auch aufgrund von strategischen Aspekten angelegt: Da es in dieser Zeit vor allem im Osten der Stadt häufig zu Unruhen kam, konnten die Truppen des Kaisers das Volk wegen der breiten Straßen besser beobachten und bei Bedarf schneller eingreifen. Außerdem sollten die Viertel durch den Einschnitt, den die beiden Straßen bildeten, räumlich etwas voneinander getrennt werden, sodass die Gefahr von Aufständen und Unruhen reduziert werden sollte.
[Pariser Standorte: Struktur und Entwicklung der französischen Hauptstadt, Iris Gebauer, Ralf Binder, Geographie, Uni Stuttgart, 2005, PDF]
„Für den Zeitraum des Jahrhunderts ist die Liste der Demonstrationen, Unruhen, Handstreiche, Erhebungen und Aufstände, die in Paris stattgefunden haben, so lang, dass wohl keine andere Hauptstadt Vergleichbares aufzuweisen hat. Ihre Geografie, ihre Verteilung auf die verschiedenen Quartiers von Paris ist ein Spiegel der industriellen Revolution, des neuen Verhältnisses zwischen Arbeitgebern und Arbeitern, der zentrifugalen Migration der ‚arbeitenden und gefährlichen Klassen‘, der Entwicklung der großen städtebaulichen Veränderungen, der ‚strategischen Verschönerung‘ der Stadt. Es sind dieselben Straßen und dieselben Quartiers, deren Namen während des gesamten Jahrhunderts immer wieder genannt werden, aber man erkennt dennoch, wie sich das Gravitätszentrum des Roten Paris allmählich nach Norden und Osten verschob.“ (aus: Eric Hazan, Die Erfindung von Paris, Zürich 2006)
[Eine Lange Nacht über Le Grand Paris – Die neue Stadt die alte, Ruth Jung, Günter Lie, Deutschlandfunk, 08.08.2015, Manuskript-Auszug]
Kann mir jemand sagen, wieso ausgerechnet die beiden ältesten Demokratien (Frankreich und USA), die so stolz auf ihre Revolutionen sind, ihre Präsidenten wie Könige inszenieren?
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Der französische Präsident Emmanuel Macron. [Charles Platiau/ epa] Quelle: Dienstplicht à la Macron (Stephan Dehnert, euractiv.de, 13.08.2018) |
siehe dazu:
- König von Versailles (Hansgeorg Hermann, junge Welt, 25.01.2019)
…und bevor sich jetzt jemand à la Putin-Bashing Gedanken über die soziopathologischen Strukturen von Macron Gedanken macht:
Es gibt einen Bedarf!
"Jage keine Polizisten - sie sind da, um zu helfen"
Die Zeugenaussagen im El-Chapo-Prozess belegen unter anderem die Verbreitung von Korruption
Der Prozess gegen den 2017 an die USA ausgelieferten mexikanischen Drogenkartellchef Joaquín Guzmán alias "El Chapo", der im November begann, soll insgesamt vier Monate dauern. Inzwischen hat das Bundesgericht in Brooklyn, vor dem er geführt wird, neun der insgesamt 16 Belastungszeugen angehört. Durch ihre Aussagen wird auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt, wie El Chapos Sinaloa-Kartell funktionierte. Einiges davon konnte man sich denken, anderes kam unerwartet.
Eine Überraschung, die Guzmáns ehemaliger kolumbianischer IT-Consultant Christian Rodríguez offenbarte, war, dass El Chapo auf etwa 50 Mobiltelefonen von Mitarbeitern und Kontaktpersonen Spyware installieren ließ, um sie zu überwachen. Das hatte den Nebeneffekt, dass er damit massenhaft Beweisdaten produzierte, die nun gegen ihn verwendet werden (vgl. Prozess gegen El Chapo: Drogenboss setzte auf Spyware und half so den Ermittlern).
mehr:
- "Jage keine Polizisten - sie sind da, um zu helfen" (Peter Mühlbauer, Telepolis, 15.01.2019)
siehe auch:
- Der misstrauische Drogenboss (Post, 10.01.2019)
Der Prozess gegen den 2017 an die USA ausgelieferten mexikanischen Drogenkartellchef Joaquín Guzmán alias "El Chapo", der im November begann, soll insgesamt vier Monate dauern. Inzwischen hat das Bundesgericht in Brooklyn, vor dem er geführt wird, neun der insgesamt 16 Belastungszeugen angehört. Durch ihre Aussagen wird auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt, wie El Chapos Sinaloa-Kartell funktionierte. Einiges davon konnte man sich denken, anderes kam unerwartet.
Eine Überraschung, die Guzmáns ehemaliger kolumbianischer IT-Consultant Christian Rodríguez offenbarte, war, dass El Chapo auf etwa 50 Mobiltelefonen von Mitarbeitern und Kontaktpersonen Spyware installieren ließ, um sie zu überwachen. Das hatte den Nebeneffekt, dass er damit massenhaft Beweisdaten produzierte, die nun gegen ihn verwendet werden (vgl. Prozess gegen El Chapo: Drogenboss setzte auf Spyware und half so den Ermittlern).
mehr:
- "Jage keine Polizisten - sie sind da, um zu helfen" (Peter Mühlbauer, Telepolis, 15.01.2019)
siehe auch:
- Der misstrauische Drogenboss (Post, 10.01.2019)
Aufsteiger im Kriegstaumel
Viele Akteure der Grünen haben in stalinistischen oder maoistischen Kaderorganisationen ihre politische Prägung erhalten. Andere kamen aus einem sich radikal gebärdenden “Sponti”-Milieu. Einem prominenten Prototypen, dem ehemaligen Außenminister Joseph „Joschka“ Fischer, wurde kürzlich gleich zweimal ein Forum geboten – im „SZ-Magazin“ und, wirklich erschreckend, im „greenpeace-magazin“: Hier durfte Fischer sein Profil als Schoßhund von Mächtigen und Darsteller „moderner“ Politik weiter kultivieren.
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass ein Organ wie das SZ-Magazin ein langes Gespräch mit einem notorischen Cheerleader kriegerischer Veranstaltungen wie Joschka Fischer bringt (die Ziele unserer Großmedien sind wohlbekannt). Doch der Einfall, praktisch zeitgleich in ein Heft von greenpeace-magazin mit dem Schwerpunktthema „Frieden“ ein so wohlwollendes Interview mit einem Politiker und Geschäftsmann zu packen, der jahrzehntelang aktiv beteiligt war, Konfrontationen und Kriege möglich zu machen, überrascht und lässt tief blicken — bis in die trüben Rinnsale mit Wohlfühlästheten wie Grüne, Kipping-Riexinger-Flügel der Linken oder #unteilbar, die dank einer systematischen Abwehr tieferer Analysen jenen Zentren der Macht, die uns ruinieren, nicht einmal ansatzweise nahekommen.
Die Fragestellungen der beider Interviewer waren nicht einmal notdürftig verkleidete Stichworte für die übliche Litanei gemäß der orthodoxen Propagandamuster. Einer der Souffleure schreibt (kurz gegoogelt) für die Welt, Schwerpunktthema der anderen sind offenbar Bienen. In beiden Kreisen mag es ein gut gehütetes Geheimnis sein, wie akkurat bereits der Krieg gegen Jugoslawien vorbereitet war.
In den Medien las man nichts über den Einsatz von Al-Qaida- und sonstigen Terroristen, um Angst und Schrecken unter der muslimischen wie (insbesondere) nichtmuslimischen Bevölkerung zu verbreiten. Alle Kanäle waren prall gefüllt mit Gräueltaten der Serben wie die Errichtung eines KZs, dessen „Häftlinge“ sich außerhalb des Zauns befanden. Ein Schaudern durchlief die „westliche Wertegemeinschaft“. Fragen wurden nicht gestellt. Ungeprüft wurde insbesondere von Fischer, damals Außenminister, und, sehr verdienstvoll, auch der sich gerade bellizistisch mausernden taz das „Massaker von Racak“ vom 15. Januar 1999 in die Öffentlichkeit getragen.
mehr:
- Aufsteiger im Kriegstaumel (Michael Ewert, NachDenkSeiten, 15.01.2019)
siehe auch:
- Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)
Joschka und Herr Fischer - Eine Zeitreise durch 60 Jahre Deutschland - Dokumentation HD {1:58:35}
Niemand, der sich auch nur ein wenig mit Geschichte beschäftigt, wird überrascht sein, wenn die Leute, die am lautesten „Schlagt alles kaputt!“ schreien, später selbst an den Schalthebeln eines neuen Repressionsapparats sitzen.
– Noam Chomsky
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass ein Organ wie das SZ-Magazin ein langes Gespräch mit einem notorischen Cheerleader kriegerischer Veranstaltungen wie Joschka Fischer bringt (die Ziele unserer Großmedien sind wohlbekannt). Doch der Einfall, praktisch zeitgleich in ein Heft von greenpeace-magazin mit dem Schwerpunktthema „Frieden“ ein so wohlwollendes Interview mit einem Politiker und Geschäftsmann zu packen, der jahrzehntelang aktiv beteiligt war, Konfrontationen und Kriege möglich zu machen, überrascht und lässt tief blicken — bis in die trüben Rinnsale mit Wohlfühlästheten wie Grüne, Kipping-Riexinger-Flügel der Linken oder #unteilbar, die dank einer systematischen Abwehr tieferer Analysen jenen Zentren der Macht, die uns ruinieren, nicht einmal ansatzweise nahekommen.
Die Fragestellungen der beider Interviewer waren nicht einmal notdürftig verkleidete Stichworte für die übliche Litanei gemäß der orthodoxen Propagandamuster. Einer der Souffleure schreibt (kurz gegoogelt) für die Welt, Schwerpunktthema der anderen sind offenbar Bienen. In beiden Kreisen mag es ein gut gehütetes Geheimnis sein, wie akkurat bereits der Krieg gegen Jugoslawien vorbereitet war.
In den Medien las man nichts über den Einsatz von Al-Qaida- und sonstigen Terroristen, um Angst und Schrecken unter der muslimischen wie (insbesondere) nichtmuslimischen Bevölkerung zu verbreiten. Alle Kanäle waren prall gefüllt mit Gräueltaten der Serben wie die Errichtung eines KZs, dessen „Häftlinge“ sich außerhalb des Zauns befanden. Ein Schaudern durchlief die „westliche Wertegemeinschaft“. Fragen wurden nicht gestellt. Ungeprüft wurde insbesondere von Fischer, damals Außenminister, und, sehr verdienstvoll, auch der sich gerade bellizistisch mausernden taz das „Massaker von Racak“ vom 15. Januar 1999 in die Öffentlichkeit getragen.
mehr:
- Aufsteiger im Kriegstaumel (Michael Ewert, NachDenkSeiten, 15.01.2019)
siehe auch:
- Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)
Joschka und Herr Fischer - Eine Zeitreise durch 60 Jahre Deutschland - Dokumentation HD {1:58:35}
DocumentaryYT
Am 19.06.2017 veröffentlicht
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Am 19.06.2017 veröffentlicht
Die guten alten deutschen Werte, der Deutsche Journalistenverband und die Propaganda-Lizenz für RT Deutsch
Der Deutsche Journalistenverband macht gemeinsam mit großen Privatmedien Stimmung gegen eine Rundfunklizenz für den russischen Staatssender RT Deutsch.
Der russische Auslandssender RT Deutsch bemüht sich um eine Rundfunklizenz in Deutschland – und die großen deutschen Medien versuchen, eine Welle der Empörung dagegen zu entfachen. Noch infamer als das Verhalten der Privatmedien ist das antirussische Engagement des Deutschen Journalistenverbands (DJV), der die Landesmedienanstalten auffordert, „dem Kanal Russia Today für seine Webseite RT Deutsch keine Rundfunklizenz zu erteilen“:
Derzeit ist RT Deutsch bei der britischen Ofcom lizenziert, wie das Medienmagazin DWDL berichtet. Aufgrund dieser Lizenz dürfe RT auch im Rest von Europa senden. Käme der Brexit, wäre diese Lizenz möglicherweise ungültig – auch deshalb hätten schon einige andere Sender neue Lizenzen beantragt, unter anderem auch in Deutschland, so das Magazin, das fortfährt: „Bislang betreibt RT Deutsch hierzulande nur eine Webseite und einen Youtube-Kanal, doch offenbar will man auch einen TV-Sender starten. Der internationale Sender RT ist weltweit über Satellit zu empfangen.“
mehr:
- Die große Medien-Koalition gegen RT Deutsch (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 15.01.2019)
siehe auch:
- Frank Überall vom DJV sollte zurücktreten (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 16.01.2019)
- Propaganda in den Öffentlich-Rechtlichen: »Putins geheimes Netzwerk« (Post, 25.11.2016)
- Interview: Putin und der russische Standpunkt (Post, 19.11.2014)
ZAPP: Vertrauen in Medien ist gesunken {13:46}
Der russische Auslandssender RT Deutsch bemüht sich um eine Rundfunklizenz in Deutschland – und die großen deutschen Medien versuchen, eine Welle der Empörung dagegen zu entfachen. Noch infamer als das Verhalten der Privatmedien ist das antirussische Engagement des Deutschen Journalistenverbands (DJV), der die Landesmedienanstalten auffordert, „dem Kanal Russia Today für seine Webseite RT Deutsch keine Rundfunklizenz zu erteilen“:
„‚Russia Today ist für uns kein Informationsmedium, sondern ein Propagandainstrument des Kreml‘, urteilt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall, ‚das mit Desinformation Politik zu machen versucht.‘ Der DJV-Vorsitzende reagiert damit auf Berichte, nach denen der Medienberater und frühere MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich von RT damit beauftragt sein soll, die Erteilung einer Rundfunklizenz an RT Deutsch in die Wege zu leiten.“
Derzeit ist RT Deutsch bei der britischen Ofcom lizenziert, wie das Medienmagazin DWDL berichtet. Aufgrund dieser Lizenz dürfe RT auch im Rest von Europa senden. Käme der Brexit, wäre diese Lizenz möglicherweise ungültig – auch deshalb hätten schon einige andere Sender neue Lizenzen beantragt, unter anderem auch in Deutschland, so das Magazin, das fortfährt: „Bislang betreibt RT Deutsch hierzulande nur eine Webseite und einen Youtube-Kanal, doch offenbar will man auch einen TV-Sender starten. Der internationale Sender RT ist weltweit über Satellit zu empfangen.“
mehr:
- Die große Medien-Koalition gegen RT Deutsch (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 15.01.2019)
siehe auch:
- Frank Überall vom DJV sollte zurücktreten (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 16.01.2019)
- Propaganda in den Öffentlich-Rechtlichen: »Putins geheimes Netzwerk« (Post, 25.11.2016)
- Interview: Putin und der russische Standpunkt (Post, 19.11.2014)
Newskritik Archiv
Am 22.12.2014 veröffentlicht
Like http://www.facebook.com/newskritik - Das stärkt uns.
Kein Wunder sinkt das Vertrauen der Leute in die Medien. Es wird überall manipuliert, unkontrolliert abkopiert, Nachrichten von Agenturen abgekauft, usw.
Inzwischen weiss ein jeder, dass man den Massenmedien nicht bei Allem glauben sollte. Daran sind die Massenmedien vielfach selber Schuld.
Am 22.12.2014 veröffentlicht
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Kein Wunder sinkt das Vertrauen der Leute in die Medien. Es wird überall manipuliert, unkontrolliert abkopiert, Nachrichten von Agenturen abgekauft, usw.
Inzwischen weiss ein jeder, dass man den Massenmedien nicht bei Allem glauben sollte. Daran sind die Massenmedien vielfach selber Schuld.
Montag, 14. Januar 2019
Keine Diskriminierung psychisch kranker Menschen – 200.000 Mitzeichner fordern Änderung des TSVG
Berlin, 14. Januar 2019. In der heutigen öffentlichen Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zu den Folgen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) wurden die befürchteten Nachteile für betroffene Patienten nochmals dargelegt. In § 92, Abs. 6a Sozialgesetzbuch V (SGB V) [Entwurf] ist eine sog. gestufte und gesteuerte Versorgung für psychisch kranke Menschen vorgesehen. Das soll heißen, vor der eigentlichen Behandlung hat ein für die Behandlungssteuerung zuständiger Vertragsarzt oder psychologischer Psychotherapeut eine Begutachtung vorzunehmen. Damit würde erstmals der Direktzugang zum Behandler versperrt und eine zusätzliche Belastung für die betroffenen Menschen aufgebaut. Außerdem würden damit psychisch kranke Personen diskriminiert. In keinem anderen medizinischen Bereich gibt es eine derartige Vorabbeurteilung.
siehe:
- aktuell (Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten
- Keine Diskriminierung psychisch kranker Menschen - 200.000 Mitzeichner fordern Änderung des TSVG (Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung)
- Gemeinsame Pressemitteilung bvvp DPtV VAKJP: TSVG-Protest vor Petitionsausschuss (Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden)
siehe:
- aktuell (Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten
- Keine Diskriminierung psychisch kranker Menschen - 200.000 Mitzeichner fordern Änderung des TSVG (Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung)
- Gemeinsame Pressemitteilung bvvp DPtV VAKJP: TSVG-Protest vor Petitionsausschuss (Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden)
„Eine andere ökonomische Lehre ist möglich“
Interview Helge Peukert hat Wirtschafts-Lehrbücher analysiert. Und fast nur Marktkonformismus gefunden
Paul Samuelson hat eines der erfolgreichsten Lehrbücher der Wirtschaftswissenschaften verfasst – von ihm ist folgender Satz überliefert: „Solange ich volkswirtschaftliche Lehrbücher schreiben kann, kümmere ich mich nicht sehr darum, wer die Gesetze eines Landes schreibt oder die Staatsverträge ausarbeitet.“ Aber was steht eigentlich in diesen Lehrbüchern angehender Ökonomen und Ökonominnen? Hat die Krise vor zehn Jahren etwas an den Inhalten geändert? Systematisch untersucht hat das der Wirtschaftswissenschaftler Helge Peukert, ein Vorkämpfer für die „Pluralisierung“ seiner Disziplin.
der Freitag: Herr Peukert, Sie haben sich noch einmal durch etliche Lehrbücher der Wirtschaftswissenschaft gekämpft. Wie kam es dazu? Helge Peukert: Ich wollte, angestiftet auch durch einen Forschungsauftrag, mal schauen, ob sich die heutigen Lehrbücher im Vergleich mit meiner Studienzeit in den 1970er Jahren interessanter, weniger marktapologetisch und faktenbasierter ausnehmen.
Und, tun sie das?
Kaum. Vor allem die zwei bis drei in Deutschland dominierenden, US-amerikanischen Lehrbücher der für das Grundstudium zentralen Mikro- und Makroökonomie huldigen nach wie vor einseitig der „Konkurrenzwirtschaft“. Trotz einiger Veränderungen weisen sie innere Widersprüche auf und bieten selten statistische oder andere Belege für ihre Aussagen. Eine wirtschaftswissenschaftliche Theorie, bei der sich die einzelnen Teile auch logisch aufeinander beziehen, gibt es in den Lehrbüchern nicht. Sie enthalten ein Sammelsurium oft höchst zweifelhafter und auch empirisch kaum eindeutig nachgewiesener Bausteine, etwa zur „natürlichen“ Arbeitslosigkeit. Zudem werden normative Vorschriften als Sachaussagen ausgegeben, die – dem Mainstream entsprechend – einseitig marktaffin ausfallen.
mehr:
- „Eine andere ökonomische Lehre ist möglich“ (Guido Speckmann interwiewt Helge Peukert, der Freitag, 14.01.2019)
Paul Samuelson hat eines der erfolgreichsten Lehrbücher der Wirtschaftswissenschaften verfasst – von ihm ist folgender Satz überliefert: „Solange ich volkswirtschaftliche Lehrbücher schreiben kann, kümmere ich mich nicht sehr darum, wer die Gesetze eines Landes schreibt oder die Staatsverträge ausarbeitet.“ Aber was steht eigentlich in diesen Lehrbüchern angehender Ökonomen und Ökonominnen? Hat die Krise vor zehn Jahren etwas an den Inhalten geändert? Systematisch untersucht hat das der Wirtschaftswissenschaftler Helge Peukert, ein Vorkämpfer für die „Pluralisierung“ seiner Disziplin.
der Freitag: Herr Peukert, Sie haben sich noch einmal durch etliche Lehrbücher der Wirtschaftswissenschaft gekämpft. Wie kam es dazu? Helge Peukert: Ich wollte, angestiftet auch durch einen Forschungsauftrag, mal schauen, ob sich die heutigen Lehrbücher im Vergleich mit meiner Studienzeit in den 1970er Jahren interessanter, weniger marktapologetisch und faktenbasierter ausnehmen.
Und, tun sie das?
Kaum. Vor allem die zwei bis drei in Deutschland dominierenden, US-amerikanischen Lehrbücher der für das Grundstudium zentralen Mikro- und Makroökonomie huldigen nach wie vor einseitig der „Konkurrenzwirtschaft“. Trotz einiger Veränderungen weisen sie innere Widersprüche auf und bieten selten statistische oder andere Belege für ihre Aussagen. Eine wirtschaftswissenschaftliche Theorie, bei der sich die einzelnen Teile auch logisch aufeinander beziehen, gibt es in den Lehrbüchern nicht. Sie enthalten ein Sammelsurium oft höchst zweifelhafter und auch empirisch kaum eindeutig nachgewiesener Bausteine, etwa zur „natürlichen“ Arbeitslosigkeit. Zudem werden normative Vorschriften als Sachaussagen ausgegeben, die – dem Mainstream entsprechend – einseitig marktaffin ausfallen.
mehr:
- „Eine andere ökonomische Lehre ist möglich“ (Guido Speckmann interwiewt Helge Peukert, der Freitag, 14.01.2019)
Stefan Kretzschmar: "Wir haben keine Meinungsfreiheit mehr"
Stefan Kretzschmar kritisiert fehlende Meinungsfreiheit in Deutschland und löst damit eine heftige politische Debatte aus. Zustimmung bekommt der "Linke" ausgerechnet von der AfD. Kretzschmar fühlt sich dadurch bestätigt - aber auch falsch verstanden.
Der frühere Handball-Star Stefan Kretzschmar hat mit seinen Äußerungen über fehlende Meinungsfreiheit in Deutschland eine Debatte losgetreten - über den Sport hinaus. Der 45 Jahre alte Ex-Nationalspieler bekommt nun ausgerechnet aus jener politischen Ecke Zuspruch, die ihm als einstigen linken Szenegänger und zeitweiligen Hausbesetzer "nicht ferner liegen könnte", wie er selbst sagt. Allerdings rudert er nicht zurück, auch wenn er überrascht von dem sei, was aus seinen ursprünglichen Aussagen gemacht werde. "Ich weiß, dass ich mich für das, was ich gesagt habe, nicht rechtfertigen muss und auch nicht weiter rechtfertigen werde, weil es für mich völlig okay ist, so wie ich es gesagt habe", sagte er in Berlin.
Dürfen oder sollen Profisportler nichts mehr sagen? Michael Ilgner als Sporthilfe-Chef widerspricht: "Athleten haben den Kopf nicht nur zum Medaillen umhängen. Sie sollen auch nach dem Sport noch fähig sei, eine gute Rolle in der Gesellschaft zu spielen." Soziale Netzwerke wie Twitter hätten den Vor- und den Nachteil der Verkürzung und der Zuspitzung von Meinungen, erklärte Ilgner der Deutschen Presse-Agentur aber auch. "Deshalb muss man schon überlegen, welches Thema und welche Diskussion man in welchen Medien anschieben sollte." Er betonte jedoch auch, dass man den mündigen Athleten fördere.
Den Wirbel ausgelöst hatte Kretzschmar mit einem Interview bei t-online.de vergangene Woche. "Welcher Sportler äußert sich denn heute noch politisch? Es sei denn, es ist die politische Mainstream-Meinung, wo man gesagt hat: 'Wir sind bunt' und 'Refugees welcome'. Wo man gesellschaftlich eigentlich nichts falsch machen kann." Eine gesellschafts- oder regierungskritische Meinung dürfe man in diesem Land nicht mehr haben, so Kretzschmar: "Das wird dir sofort vorgeworfen."
mehr:
- Debatte um Meinungsfreiheit – Kretzschmar verteidigt Aussagen - auch gegen AfD (n-tv, 14.01.2019)
siehe auch:
- Nach umstrittenem Interview – Kretzschmar wehrt sich gegen Kritik (n-tv, 14.01.2019)
x "Wir haben keine Meinungsfreiheit mehr" - Stefan Kretzschmar {1:23}
Stefan Kretzschmar bei Markus Lanz 02.09.2014 ab Min 26:50 {1:13:09; Start bei 42:43}
zu Xavier Naidoo siehe:
- Medienhetze gegen Systemkritik (Post, 11.05.2017)
- Xavier Naidoo und der Euro Vision Song Contest – Nun kommt mal wieder runter, Leute (Post, 22.11.2015)
- Flüchtlinge und political correctness (Post, 21.06.2015)
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Der frühere Handball-Star Stefan Kretzschmar hat mit seinen Äußerungen über fehlende Meinungsfreiheit in Deutschland eine Debatte losgetreten - über den Sport hinaus. Der 45 Jahre alte Ex-Nationalspieler bekommt nun ausgerechnet aus jener politischen Ecke Zuspruch, die ihm als einstigen linken Szenegänger und zeitweiligen Hausbesetzer "nicht ferner liegen könnte", wie er selbst sagt. Allerdings rudert er nicht zurück, auch wenn er überrascht von dem sei, was aus seinen ursprünglichen Aussagen gemacht werde. "Ich weiß, dass ich mich für das, was ich gesagt habe, nicht rechtfertigen muss und auch nicht weiter rechtfertigen werde, weil es für mich völlig okay ist, so wie ich es gesagt habe", sagte er in Berlin.
Dürfen oder sollen Profisportler nichts mehr sagen? Michael Ilgner als Sporthilfe-Chef widerspricht: "Athleten haben den Kopf nicht nur zum Medaillen umhängen. Sie sollen auch nach dem Sport noch fähig sei, eine gute Rolle in der Gesellschaft zu spielen." Soziale Netzwerke wie Twitter hätten den Vor- und den Nachteil der Verkürzung und der Zuspitzung von Meinungen, erklärte Ilgner der Deutschen Presse-Agentur aber auch. "Deshalb muss man schon überlegen, welches Thema und welche Diskussion man in welchen Medien anschieben sollte." Er betonte jedoch auch, dass man den mündigen Athleten fördere.
Den Wirbel ausgelöst hatte Kretzschmar mit einem Interview bei t-online.de vergangene Woche. "Welcher Sportler äußert sich denn heute noch politisch? Es sei denn, es ist die politische Mainstream-Meinung, wo man gesagt hat: 'Wir sind bunt' und 'Refugees welcome'. Wo man gesellschaftlich eigentlich nichts falsch machen kann." Eine gesellschafts- oder regierungskritische Meinung dürfe man in diesem Land nicht mehr haben, so Kretzschmar: "Das wird dir sofort vorgeworfen."
mehr:
- Debatte um Meinungsfreiheit – Kretzschmar verteidigt Aussagen - auch gegen AfD (n-tv, 14.01.2019)
siehe auch:
- Nach umstrittenem Interview – Kretzschmar wehrt sich gegen Kritik (n-tv, 14.01.2019)
x "Wir haben keine Meinungsfreiheit mehr" - Stefan Kretzschmar {1:23}
DeutschlandBuschFunk
Am 09.01.2019 veröffentlicht
Am 09.01.2019 veröffentlicht
Im Journalismus werden gerne Begriffe wie "Klartext" oder "klare Kante" verwendet, wenn eine Person eine Meinung hat, die sich nicht in Floskeln verliert und Aufsehen erregt. Stefan Kretzschmar ist einer, der immer "Klartext" redet. Schon als Spieler war er alles andere als medienscheu und hielt seine Meinung nicht zurück.
Wer an ihn denkt, denkt automatisch an den Handball. Durch seine auffällige Art wurde er zum Gesicht des Sports, war für viele Fans eine Identifikationsfigur. Von "Kretzsches" Art gibt es nicht mehr viele im deutschen Sport. Der Fehler dafür liegt aber nicht bei den Sportlern, meint Kretzschmar im Interview und erklärt, warum es immer weniger Persönlichkeiten gibt und wie er den Handball noch attraktiver machen will.
Wer an ihn denkt, denkt automatisch an den Handball. Durch seine auffällige Art wurde er zum Gesicht des Sports, war für viele Fans eine Identifikationsfigur. Von "Kretzsches" Art gibt es nicht mehr viele im deutschen Sport. Der Fehler dafür liegt aber nicht bei den Sportlern, meint Kretzschmar im Interview und erklärt, warum es immer weniger Persönlichkeiten gibt und wie er den Handball noch attraktiver machen will.
Stefan Kretzschmar bei Markus Lanz 02.09.2014 ab Min 26:50 {1:13:09; Start bei 42:43}
Info Channel Deutschland
Am 06.09.2014 veröffentlicht
Am 06.09.2014 veröffentlicht
Stefan Kretzschmar äußert sich zur Meinungsmanipulation durch Mainstreammedien!
zu Xavier Naidoo siehe:
- Medienhetze gegen Systemkritik (Post, 11.05.2017)
- Xavier Naidoo und der Euro Vision Song Contest – Nun kommt mal wieder runter, Leute (Post, 22.11.2015)
- Flüchtlinge und political correctness (Post, 21.06.2015)
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Metamorphose
Wir greifen hier auf den Leitartikel von Al-Watan zurück, in dem Thierry Meyssan dem syrischen Leser den Abzug der US-Truppen von ihrem Land präsentiert. Dieser Artikel enthält mehrere Informationen, die von den westlichen Medien ignoriert wurden und die die Art und Weise klarer machen, wie die Entscheidung durch Präsident Trump getroffen wurde, zusammen mit seinen Verbündeten Saudi-Arabien und Katar und seinen russischen Partnern.
Syrien wurde in ein Schlachtfeld für die Nationen der ganzen Welt verwandelt. Die Vereinigten Staaten und Russland standen dort einander gegenüber. Am 20. Dezember 2018 beschloss Washington, sich ohne Gegenleistung zurückzuziehen.
Dieses Datum wird in der Geschichte der Welt als das wichtigste seit dem 26. Dezember 1991 (Auflösung der UdSSR) angesehen werden. Während 27 Jahren war die Welt unipolar. Die Vereinigten Staaten waren die führende wirtschaftliche und militärische Macht. Sie waren die Meister des Geschehens.
Vor drei Jahren haben sie ihren wirtschaftlichen Status verloren und wurden von China überholt. Dann haben sie ihren Vorrang als erste konventionelle militärische Macht gegenüber Russland verloren. Jetzt haben sie auch den ersten Platz als nukleare militärische Macht durch die russischen Überschall-Waffen verloren.
Präsident Trump und General Mattis haben ihre Versprechen gehalten, d.h. einerseits den Dschihadisten die Unterstützung ihres Landes zu entziehen, andererseits den Abzug ihrer Kampftruppen von Syrien sowie von Afghanistan. Aber für Mattis lässt das Ende der Anti-Daesch-Koalition, an der 73 Nationen um die Vereinigten Staaten teilnahmen, jedoch die Auflösung der NATO voraussehen. Als Soldat kann er das Risiko nicht eingehen, ohne Allianzen zu sein. Präsident Trump behauptet dagegen, dass der Absturz der Vereinigten Staaten nicht mehr gestattet, noch irgendwo einen Krieg zu führen. Ihm zufolge ist es unmöglich, die Alliierten weiter zu kommandieren und es ist dringend notwendig, die US-Wirtschaft wieder anzukurbeln.
mehr:
- Metamorphose (Thierry Meyssan, Voltaire.net, 09.01.2019)
mein Kommentar:
Vorsicht, Leute, wir haben es nicht mit Trump sondern dem Militärisch-industriellen Komplex zu tun! Der läßt sich nicht so schnell an die Kette legen!
Daß die Linken sich immer so schnell im Pathos verlieren…
Syrien wurde in ein Schlachtfeld für die Nationen der ganzen Welt verwandelt. Die Vereinigten Staaten und Russland standen dort einander gegenüber. Am 20. Dezember 2018 beschloss Washington, sich ohne Gegenleistung zurückzuziehen.
Dieses Datum wird in der Geschichte der Welt als das wichtigste seit dem 26. Dezember 1991 (Auflösung der UdSSR) angesehen werden. Während 27 Jahren war die Welt unipolar. Die Vereinigten Staaten waren die führende wirtschaftliche und militärische Macht. Sie waren die Meister des Geschehens.
Vor drei Jahren haben sie ihren wirtschaftlichen Status verloren und wurden von China überholt. Dann haben sie ihren Vorrang als erste konventionelle militärische Macht gegenüber Russland verloren. Jetzt haben sie auch den ersten Platz als nukleare militärische Macht durch die russischen Überschall-Waffen verloren.
Präsident Trump und General Mattis haben ihre Versprechen gehalten, d.h. einerseits den Dschihadisten die Unterstützung ihres Landes zu entziehen, andererseits den Abzug ihrer Kampftruppen von Syrien sowie von Afghanistan. Aber für Mattis lässt das Ende der Anti-Daesch-Koalition, an der 73 Nationen um die Vereinigten Staaten teilnahmen, jedoch die Auflösung der NATO voraussehen. Als Soldat kann er das Risiko nicht eingehen, ohne Allianzen zu sein. Präsident Trump behauptet dagegen, dass der Absturz der Vereinigten Staaten nicht mehr gestattet, noch irgendwo einen Krieg zu führen. Ihm zufolge ist es unmöglich, die Alliierten weiter zu kommandieren und es ist dringend notwendig, die US-Wirtschaft wieder anzukurbeln.
mehr:
- Metamorphose (Thierry Meyssan, Voltaire.net, 09.01.2019)
mein Kommentar:
Vorsicht, Leute, wir haben es nicht mit Trump sondern dem Militärisch-industriellen Komplex zu tun! Der läßt sich nicht so schnell an die Kette legen!
Daß die Linken sich immer so schnell im Pathos verlieren…
Russland sorgt vor
Blockadeprävention: Präsident Putin eröffnet im Gebiet Kaliningrad Flüssiggasterminal
Russland bereitet sich auf den Fall einer Rohstoffblockade der Exklave Kaliningrad vor. Am Dienstag wurde in der Ostsee vor der Küste des Gebiets ein Terminal für Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG) eröffnet. Präsident Wladimir Putin sagte Agenturberichten zufolge, durch die Inbetriebnahme werde die westlichste Region des Landes technisch vollständig vom Gastransit durch Belarus und Litauen unabhängig.
Bisher wird der Bedarf der Region über eine 1985 in Betrieb genommene Pipeline gedeckt, die über das Territorium des inzwischen zur NATO gehörenden Litauen verläuft. Putin räumte ein, dass der Transport von Flüssiggas teurer sei als der durch Rohrleitungen. Doch die Energiesicherheit der Region gehe vor. Die gesamten Investitionskosten wurden von Gasprom auf umgerechnet etwa 780 Millionen Euro beziffert. Als Jahreskapazität der Anlage wurden 2,8 Milliarden Kubikmeter genannt.
Der staatliche Gaskonzern hat in den vergangenen Jahren in der Exklave mehrere unterirdische Speicher angelegt. Sie haben eine Kapazität von 3,4 Milliarden Kubikmetern, das ist mehr als der anderthalbfache Jahresverbrauch des Gebietes. Von russischer Seite wird betont, dass es derzeit keine Pläne gebe, den Transit durch Litauen zu beenden – was angesichts der Kostenvorteile naheliegend ist. Der Bau ist daher als Vorsorge für den Fall einer eventuellen Blockade zu bewerten.
mehr:
- Russland sorgt vor (Reinhard Lauterbach, junge Welt, 10.01.2019)
Russland bereitet sich auf den Fall einer Rohstoffblockade der Exklave Kaliningrad vor. Am Dienstag wurde in der Ostsee vor der Küste des Gebiets ein Terminal für Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG) eröffnet. Präsident Wladimir Putin sagte Agenturberichten zufolge, durch die Inbetriebnahme werde die westlichste Region des Landes technisch vollständig vom Gastransit durch Belarus und Litauen unabhängig.
Bisher wird der Bedarf der Region über eine 1985 in Betrieb genommene Pipeline gedeckt, die über das Territorium des inzwischen zur NATO gehörenden Litauen verläuft. Putin räumte ein, dass der Transport von Flüssiggas teurer sei als der durch Rohrleitungen. Doch die Energiesicherheit der Region gehe vor. Die gesamten Investitionskosten wurden von Gasprom auf umgerechnet etwa 780 Millionen Euro beziffert. Als Jahreskapazität der Anlage wurden 2,8 Milliarden Kubikmeter genannt.
Der staatliche Gaskonzern hat in den vergangenen Jahren in der Exklave mehrere unterirdische Speicher angelegt. Sie haben eine Kapazität von 3,4 Milliarden Kubikmetern, das ist mehr als der anderthalbfache Jahresverbrauch des Gebietes. Von russischer Seite wird betont, dass es derzeit keine Pläne gebe, den Transit durch Litauen zu beenden – was angesichts der Kostenvorteile naheliegend ist. Der Bau ist daher als Vorsorge für den Fall einer eventuellen Blockade zu bewerten.
mehr:
- Russland sorgt vor (Reinhard Lauterbach, junge Welt, 10.01.2019)
Die Gelbwesten zeigen Ausdauer
Zum "Acte IX" kamen 84.000 in ganz Frankreich nach offiziellen Quellen, inoffizielle gehen von weit mehr aus. Die Protestbewegung zeigte sich in vielen Städten
Es kamen mehr als am letzten Samstag. Um 19 Uhr nannte das französische Innenministerium die Zahl von 84.000 Demonstranten in ganz Frankreich, die dem Aufruf zum "Acte IX" der Gilets Jaunes gefolgt waren. Am Samstag zuvor, dem achten seit Beginn der Proteste, hatte man als offizielle Teilnehmerzahl 50.000 angegeben.
Der Protest der Gelbwesten geht weiter, hieß es vor einer Woche nach den vorangegangenen Wochenenden in der Weihnachts- und Neujahrszeit mit deutlich weniger Teilnehmern als zuvor. Gestern kamen nach offiziellen Zahlen 34.000 mehr.
Wie das üblich ist, melden andere Quellen mehr Teilnehmer als das Ministerium unter Leitung von Christophe Castaner, der nicht daran interessiert ist, den Gelbwesten über solche Zahlen größeres Gewicht zuzuschreiben als nötig. Gar von 360.000 Teilnehmern liest man bei der Gewerkschaft Syndicat France Police-Policiers en Colère als Schätzung für 17 Uhr.
mehr:
- Gelbwesten: Insistierende Mobilisierung (Thomas Pany, Telepolis, 13.01.2019)
Es kamen mehr als am letzten Samstag. Um 19 Uhr nannte das französische Innenministerium die Zahl von 84.000 Demonstranten in ganz Frankreich, die dem Aufruf zum "Acte IX" der Gilets Jaunes gefolgt waren. Am Samstag zuvor, dem achten seit Beginn der Proteste, hatte man als offizielle Teilnehmerzahl 50.000 angegeben.
Der Protest der Gelbwesten geht weiter, hieß es vor einer Woche nach den vorangegangenen Wochenenden in der Weihnachts- und Neujahrszeit mit deutlich weniger Teilnehmern als zuvor. Gestern kamen nach offiziellen Zahlen 34.000 mehr.
Wie das üblich ist, melden andere Quellen mehr Teilnehmer als das Ministerium unter Leitung von Christophe Castaner, der nicht daran interessiert ist, den Gelbwesten über solche Zahlen größeres Gewicht zuzuschreiben als nötig. Gar von 360.000 Teilnehmern liest man bei der Gewerkschaft Syndicat France Police-Policiers en Colère als Schätzung für 17 Uhr.
mehr:
- Gelbwesten: Insistierende Mobilisierung (Thomas Pany, Telepolis, 13.01.2019)
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