Ende der Woche werden Bundestag und Bundesrat den Gesetzentwurf zum Fracking diskutieren. Die Kontroverse verläuft weniger zwischen Parteien als viel mehr zwischen Bürgern und Politik
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fand klare Worte: "Fracking zu wirtschaftlichen Zwecken wird es in absehbarer Zeit in Deutschland nicht geben!" Als die SPD-Ministerin im vergangenen Sommer einen Gesetzentwurf über die unkonventionelle Methode zur Förderung von Öl und Erdgas vorlegte, erweckte sie öffentlich den Eindruck, dass es sich dabei um einen reinen Verbotskatalog handelt. "Erlaubt sind nur Probebohrungen für die Forschung, und auch das nur ohne den Einsatz von wassergefährdende Frackflüssigkeiten."
In der breiten Öffentlichkeit kam diese Argumentation gut an. Das Aufbrechen von tiefen Gesteinsschichten hat in der Bevölkerung einen schlechten Ruf. Besonders der Umstand, dass dabei Millionen Tonnen von Wasser mit Chemikalien versetzt in den Boden gepresst werden, bereitet vielen Menschen ein ungutes Gefühl. Warum einen Rohstoff aus öffentlichem Eigentum verbrauchen, um einen anderen Rohstoff für private Energieunternehmen zu fördern?
Dass sich dafür Argumente finden lassen, zeigt ein anderer SPD-Politiker. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies verweist auf 20.000 Arbeitsplätze, die in seinem Bundesland an der Erdgas- und Ölförderung hängen. Bisher sind vor allem die beiden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vom Fracking betroffen. Hier holen die Firmen ExxonMobil, Wintershall und RWE Dea das Erdgas aus einer Tiefe von rund vier Kilometern.
mehr:
- Tarnkappenbombe: Debatte zum Gesetz über Fracking (Malte Daniljuk, Telepolis, 06.05.2015)
siehe auch:
- Genmais? – Nein, nein, nein, ja! Fuck the Bürger! (Post, 20.04.2014)
- TTIP – Verhandlungen hinter verschlossenen Türen (Post, 23.04.2014)
mein Kommentar:
Fracking wird genauso kommen wie Stuttgart 21, der Euro, der EU-Beitritt der Griechen, die Rettungsschirme, die Atommüll-Endlagerung in der Asse, TTIP und der Ukraine-Konflikt. Die Strippenzieher bleiben im Hintergrund, jeder war dagegen, und keiner hat es kommen sehen.
Freitag, 8. Mai 2015
Freiheit, wehrhafte Demokratie und Geheimdienste
G36-Lobby wollte Geheimdienst auf Journalisten hetzen
Nach einem Bericht des Spiegel soll ein Ministerialrat aus dem Bundesverteidigungsministerium versucht haben, den Militärgeheimdienst für eine Operation gegen kritische Journalisten zu gewinnen. Der Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (AIN) und dem Rüstungsproduzenten Heckler & Koch missfielen kritische Berichterstattung über das umstrittene Bundeswehrgewehr G36. So wollte man die Journalisten offenbar überwachen und mit Geheimdienst-Methoden mundtot machen. Der Süddeutschen zufolge sollte auch gegen einen G36-kritischen Mitarbeiter der Wehrtechnischen Dienststelle 91 vorgegangen werden. Der bislang vertuschte Skandal fällt nun der Verteidigungsministerin vor die Füße, die gerade die G36-Flinte ins Korn geworfen hatte.
Das Amt für Militärische Abschirmdienst (MAD) ist erfahren im Beschädigen seiner Verteidigungsminister. So musste 1978 Verteidigungsminister Georg Leber zurücktreten, als der MAD dabei erwischt wurde, Lebers Sekretärin abzuhören. Der MAD hatte es nicht für nötig befunden, den Verteidigungsminister über einen Spionageverdacht einzuweihen, was diesen die Autorität kostete. Helmut Schmidt gewann während seiner Zeit als Verteidigungsminister und damit Dienstherr des MAD einen so schlechten Eindruck von den Geheimdiensten, dass er als späterer Bundeskanzler aus Prinzip keinen BND-Vertreter empfing oder Geheimdienstberichte las.
In den 1980er Jahren brachte der MAD den US-kritischen General Günter Kießling in Misskredit. Wie in einer schlechten Agentenkommödie will der MAD einer Verwechslung mit einem dem General ähnlich sehenden schwulen Bundeswehrangehörigen aufgesessen sein, was einen General nach damaligen Wertvorstellungen der NATO erpressbar gemacht hätte. Der Skandal beschädigte schlussendlich den strammen Transatlantiker Manfred Wörner, der Kießling rehabilitieren und dann mit einem eisigen Zapfenstreich in den Ruhestand verabschieden musste.
Für den Hauptgegner im Osten war der angeblich so geheime MAD ein offenes Buch. Nach Ende des Kalten Kriegs mussten die uniformierten Schlappbarette zähneknirschend zur Kenntnis nehmen, dass der inzwischen verstorbene stellvertretende MAD-Kommandeur Joachim Krase selbst ein Doppelagent des Ministeriums für Staatssicherheit gewesen war.
mehr:
- Gewehrhersteller und Gewährsmänner (Karkus Kompa, Telepolis, 06.05.2015)
siehe auch:
- Kießling-Affäre (Wikipedia)
Nach einem Bericht des Spiegel soll ein Ministerialrat aus dem Bundesverteidigungsministerium versucht haben, den Militärgeheimdienst für eine Operation gegen kritische Journalisten zu gewinnen. Der Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (AIN) und dem Rüstungsproduzenten Heckler & Koch missfielen kritische Berichterstattung über das umstrittene Bundeswehrgewehr G36. So wollte man die Journalisten offenbar überwachen und mit Geheimdienst-Methoden mundtot machen. Der Süddeutschen zufolge sollte auch gegen einen G36-kritischen Mitarbeiter der Wehrtechnischen Dienststelle 91 vorgegangen werden. Der bislang vertuschte Skandal fällt nun der Verteidigungsministerin vor die Füße, die gerade die G36-Flinte ins Korn geworfen hatte.
Das Amt für Militärische Abschirmdienst (MAD) ist erfahren im Beschädigen seiner Verteidigungsminister. So musste 1978 Verteidigungsminister Georg Leber zurücktreten, als der MAD dabei erwischt wurde, Lebers Sekretärin abzuhören. Der MAD hatte es nicht für nötig befunden, den Verteidigungsminister über einen Spionageverdacht einzuweihen, was diesen die Autorität kostete. Helmut Schmidt gewann während seiner Zeit als Verteidigungsminister und damit Dienstherr des MAD einen so schlechten Eindruck von den Geheimdiensten, dass er als späterer Bundeskanzler aus Prinzip keinen BND-Vertreter empfing oder Geheimdienstberichte las.
In den 1980er Jahren brachte der MAD den US-kritischen General Günter Kießling in Misskredit. Wie in einer schlechten Agentenkommödie will der MAD einer Verwechslung mit einem dem General ähnlich sehenden schwulen Bundeswehrangehörigen aufgesessen sein, was einen General nach damaligen Wertvorstellungen der NATO erpressbar gemacht hätte. Der Skandal beschädigte schlussendlich den strammen Transatlantiker Manfred Wörner, der Kießling rehabilitieren und dann mit einem eisigen Zapfenstreich in den Ruhestand verabschieden musste.
Für den Hauptgegner im Osten war der angeblich so geheime MAD ein offenes Buch. Nach Ende des Kalten Kriegs mussten die uniformierten Schlappbarette zähneknirschend zur Kenntnis nehmen, dass der inzwischen verstorbene stellvertretende MAD-Kommandeur Joachim Krase selbst ein Doppelagent des Ministeriums für Staatssicherheit gewesen war.
mehr:
- Gewehrhersteller und Gewährsmänner (Karkus Kompa, Telepolis, 06.05.2015)
siehe auch:
- Kießling-Affäre (Wikipedia)
Will weder Kiew noch Moskau den Donbass?
Für Kiew herrsche derzeit die "beste aller möglicher Welten", so die These des Politologen Alexander Motyl
In den "Volksrepubliken" der Ukraine herrschen schlimme Zustände. Gerade beschweren sie sich über die von Kiew verhängte Wirtschaftsblockade: "Für die Durchfahrt eines Lastwagens mit Fleisch durch einen Kontrollposten kassiert die Nationalgarde 150.000 Griwna (rund 6.500 Euro). Die Nationalgarde 'erwirtschaftet' täglich dutzende Millionen. Das hat zur Folge, dass (nach Donbass) durchgelassene Lebensmittel im Vergleich zur Ukraine das Doppelte kosten", so Andrej Purgin von der Volksrepublik Donezk.
Während die Separatisten vermehrt zündeln und den Waffenstillstand durchbrechen, schleppt Kiew die Umsetzung des Minsker Abkommens hinaus, was den Autonomiestatus der "Volksrepubliken" oder die Verhandlungen mit deren Vertretern betrifft. Zwar stellt sich Kiew als Außenposten für die Rettung des Westens vor der russischen Aggression dar, aber in Wirklichkeit könnte sich Moskau in der Defensive befinden. Zwar wurde schnell die Krim annektiert, aber es war schnell klar, dass Moskau dasselbe nicht mit der Ostukraine vorhat.
Das dürfte auch nichts damit zu tun haben, dass die Annektierung der Krim für Russland zunächst teuer wird. Die Eingemeindung der Krim garantiert der russischen Marine den Zugang zum Schwarzen Meer und damit zum Mittelmeer, zudem gibt es reichlich Öl- und Gasressourcen und der russische Bevölkerungsanteil ist hoch. Die Ostukraine hingegen ist ein Gebiet, das zwar wirtschaftlich eng an Russland gebunden war, aber sich schon vor dem Konflikt im Niedergang befand. Durch den Krieg ist zudem ein großer Teil der Infrastruktur und damit der Wirtschaftskraft zerstört worden.
mehr:
- Will weder Kiew noch Moskau den Donbass? (Florian Rötzer, Telepolis, 07.05.2015)
Mein Kommentar:
Das wird noch schön werden. In ein paar Jahren werden wir das gleiche Rumgezerre haben wie jetzt mit Griechenland. Und jeder Politiker wird beteuern, man habe sich das nicht vorstellen können. Und die ukrainischen Oligarchen haben ihr Vermögen in Sicherheit gebracht und reiben sich die Hände.
Und die Journalisten haben immer was zu schreiben…
In den "Volksrepubliken" der Ukraine herrschen schlimme Zustände. Gerade beschweren sie sich über die von Kiew verhängte Wirtschaftsblockade: "Für die Durchfahrt eines Lastwagens mit Fleisch durch einen Kontrollposten kassiert die Nationalgarde 150.000 Griwna (rund 6.500 Euro). Die Nationalgarde 'erwirtschaftet' täglich dutzende Millionen. Das hat zur Folge, dass (nach Donbass) durchgelassene Lebensmittel im Vergleich zur Ukraine das Doppelte kosten", so Andrej Purgin von der Volksrepublik Donezk.
Während die Separatisten vermehrt zündeln und den Waffenstillstand durchbrechen, schleppt Kiew die Umsetzung des Minsker Abkommens hinaus, was den Autonomiestatus der "Volksrepubliken" oder die Verhandlungen mit deren Vertretern betrifft. Zwar stellt sich Kiew als Außenposten für die Rettung des Westens vor der russischen Aggression dar, aber in Wirklichkeit könnte sich Moskau in der Defensive befinden. Zwar wurde schnell die Krim annektiert, aber es war schnell klar, dass Moskau dasselbe nicht mit der Ostukraine vorhat.
Das dürfte auch nichts damit zu tun haben, dass die Annektierung der Krim für Russland zunächst teuer wird. Die Eingemeindung der Krim garantiert der russischen Marine den Zugang zum Schwarzen Meer und damit zum Mittelmeer, zudem gibt es reichlich Öl- und Gasressourcen und der russische Bevölkerungsanteil ist hoch. Die Ostukraine hingegen ist ein Gebiet, das zwar wirtschaftlich eng an Russland gebunden war, aber sich schon vor dem Konflikt im Niedergang befand. Durch den Krieg ist zudem ein großer Teil der Infrastruktur und damit der Wirtschaftskraft zerstört worden.
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- Will weder Kiew noch Moskau den Donbass? (Florian Rötzer, Telepolis, 07.05.2015)
Mein Kommentar:
Das wird noch schön werden. In ein paar Jahren werden wir das gleiche Rumgezerre haben wie jetzt mit Griechenland. Und jeder Politiker wird beteuern, man habe sich das nicht vorstellen können. Und die ukrainischen Oligarchen haben ihr Vermögen in Sicherheit gebracht und reiben sich die Hände.
Und die Journalisten haben immer was zu schreiben…
Ausländische Banden und deutsche Einzeltäter
Wie die Medien über Kriminalität berichten
Kürzlich schrieb "Spiegel online" über ein Gerichtsverfahren: "Die aktuell angeklagte Betrügerbande gehört nach Erkenntnissen der Ermittler zur berüchtigten Leverkusener Großfamilie Goman – ein Verbund von Roma-Clans…" Der Leverkusener "Express" bezeichnete die fünf Verurteilten lediglich als "Mitglieder eines Leverkusener Familien-Clans" und der Kölner "Express" berichtete ebenso politisch korrekt und strikt neutral über "fünf Mitglieder einer Leverkusener Großfamilie". Die Täter sollen Dutzende Rentnerinnen abgezockt haben.
Hat "Spiegel online" damit zum Rassen-, Ausländer- und Minderheitenhass aufgestachelt und der grassierenden Fremdenfeindlichkeit Vorschub geleistet? Oder hat er schlicht seiner Chronistenpflicht Genüge getan? Wer hat sich korrekt verhalten? "Spiegel online" oder der Kölner "Express"?
Immer wieder stehen Journalisten vor derselben Frage, wenn sie über einen aktuellen Kriminalfall berichten: Da hat einer auf besonders bestialische Weise seine Schwiegermutter dahingemeuchelt. Muss man nun berichten, dass er Ausländer ist? Oder sollte man das als Nebensächlichkeit weglassen, um nicht zu dumpfem Ausländerhass aufzustacheln? Schließlich hat der Mord an der Schwiegermutter nichts mit ausländischer Folklore zu tun. Er kommt auch bei Inländern schon mal vor.
mehr:
- Ausländische Banden und deutsche Einzeltäter (Wolfgan J. KoschnickTelepolis, 07.05.2015)
Kürzlich schrieb "Spiegel online" über ein Gerichtsverfahren: "Die aktuell angeklagte Betrügerbande gehört nach Erkenntnissen der Ermittler zur berüchtigten Leverkusener Großfamilie Goman – ein Verbund von Roma-Clans…" Der Leverkusener "Express" bezeichnete die fünf Verurteilten lediglich als "Mitglieder eines Leverkusener Familien-Clans" und der Kölner "Express" berichtete ebenso politisch korrekt und strikt neutral über "fünf Mitglieder einer Leverkusener Großfamilie". Die Täter sollen Dutzende Rentnerinnen abgezockt haben.
Hat "Spiegel online" damit zum Rassen-, Ausländer- und Minderheitenhass aufgestachelt und der grassierenden Fremdenfeindlichkeit Vorschub geleistet? Oder hat er schlicht seiner Chronistenpflicht Genüge getan? Wer hat sich korrekt verhalten? "Spiegel online" oder der Kölner "Express"?
Immer wieder stehen Journalisten vor derselben Frage, wenn sie über einen aktuellen Kriminalfall berichten: Da hat einer auf besonders bestialische Weise seine Schwiegermutter dahingemeuchelt. Muss man nun berichten, dass er Ausländer ist? Oder sollte man das als Nebensächlichkeit weglassen, um nicht zu dumpfem Ausländerhass aufzustacheln? Schließlich hat der Mord an der Schwiegermutter nichts mit ausländischer Folklore zu tun. Er kommt auch bei Inländern schon mal vor.
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- Ausländische Banden und deutsche Einzeltäter (Wolfgan J. KoschnickTelepolis, 07.05.2015)
Mittwoch, 6. Mai 2015
Wettlauf um den Quantencomputer
Konzerne wie Google und Microsoft schalten im Wettlauf um den Quantencomputer einige Gänge höher. Ein Verschlüsselungs-Knacker mit bislang ungesehener Effizienz in Privathand: Wäre das ein Problem für Sicherheit und Privatsphäre im Internet?
Die Liste seiner Entwickler zeigt, welch enorme Erwartungen, wenn nicht gar Machtphantasien, der Quantencomputer weckt: Google, Microsoft, IBM und der US-Geheimdienst NSA gehören zu den prominentesten Vertretern. Es gibt auch kaum eine Universität oder Forschungsorganisation, die nicht als erste den Durchbruch zu dieser neuen Art von Rechner ausrufen möchte.
Ein Quantencomputer soll die bizarren Gesetze der Quantenphysik gezielt nutzen, um für Forschung, Industrie und Geheimdienste nutzbringende Aufgaben, an denen sich herkömmliche Rechner vergeblich abarbeiten, im Handumdrehen zu lösen. Fast im Wochentakt melden Forscher einen neuen "wichtigen Schritt zum Quantencomputer". Mit einem Quantencomputer, der sogar einen Supercomputer ausstechen kann, rechnet der Innsbrucker Physiker Rainer Blatt, ein erfahrenes Schwergewicht auf dem Gebiet, schon in fünf Jahren.
Doch ob der Triumph einem staatlich geförderten Institut wie dem von Blatt gehören wird, ist ungewiss. Denn Google & Co. fahren schwere finanzielle Geschütze auf, um als erste einen Quantencomputer zu bauen. "Die US-Firmen investieren zehnmal mehr Geld in die Entwicklung des Quantencomputers als die EU", sagt der Quantenphysiker Tommaso Calarco von der Universität Ulm. Der quirlige Italiener wirbt bei EU-Politikern um Forschungsgelder für sein Forschungsgebiet. Calarco, zurzeit auf einem Forschungssemester an der University of California in Berkeley, ist in der Quantencomputer-Szene bestens vernetzt und hat Kontakt zu einflussreichen Entscheidern in Brüssel.
mehr:
- Das ungleiche Rennen um den Quantencomputer (Christian J. Meier, Telepolis, 04.05.2015)
Die Liste seiner Entwickler zeigt, welch enorme Erwartungen, wenn nicht gar Machtphantasien, der Quantencomputer weckt: Google, Microsoft, IBM und der US-Geheimdienst NSA gehören zu den prominentesten Vertretern. Es gibt auch kaum eine Universität oder Forschungsorganisation, die nicht als erste den Durchbruch zu dieser neuen Art von Rechner ausrufen möchte.
Ein Quantencomputer soll die bizarren Gesetze der Quantenphysik gezielt nutzen, um für Forschung, Industrie und Geheimdienste nutzbringende Aufgaben, an denen sich herkömmliche Rechner vergeblich abarbeiten, im Handumdrehen zu lösen. Fast im Wochentakt melden Forscher einen neuen "wichtigen Schritt zum Quantencomputer". Mit einem Quantencomputer, der sogar einen Supercomputer ausstechen kann, rechnet der Innsbrucker Physiker Rainer Blatt, ein erfahrenes Schwergewicht auf dem Gebiet, schon in fünf Jahren.
Doch ob der Triumph einem staatlich geförderten Institut wie dem von Blatt gehören wird, ist ungewiss. Denn Google & Co. fahren schwere finanzielle Geschütze auf, um als erste einen Quantencomputer zu bauen. "Die US-Firmen investieren zehnmal mehr Geld in die Entwicklung des Quantencomputers als die EU", sagt der Quantenphysiker Tommaso Calarco von der Universität Ulm. Der quirlige Italiener wirbt bei EU-Politikern um Forschungsgelder für sein Forschungsgebiet. Calarco, zurzeit auf einem Forschungssemester an der University of California in Berkeley, ist in der Quantencomputer-Szene bestens vernetzt und hat Kontakt zu einflussreichen Entscheidern in Brüssel.
mehr:
- Das ungleiche Rennen um den Quantencomputer (Christian J. Meier, Telepolis, 04.05.2015)
Können Delfine auch mit Menschen kommunizieren?
Delfine sind intelligente Tiere. Die Meeresbewohner kommunizieren auf eindrucksvolle Weise miteinander. Doch können sie auch mit Menschen "sprechen"? Die Antwort könnte in bestimmten Tönen liegen.
Hector und Han sind Profis. Immer wieder strecken sie ihre spitzen Schnauzen aus dem Wasser. Sie warten auf Kommandos. Sie können sich auf Befehl mit Drehungen in die Luft schrauben. Sie können mit den Brustflossen den Touristen zuwinken, die mehrmals in der Woche hier am Roatán Institute for Marine Sciences (RIMS) vorbeikommen. Aber die Wissenschaftler des RIMS interessieren sich weniger für das, was diese beiden Delfinmännchen können. Sie interessierten sich dafür, wie sie denken.
mehr:
- Können Delfine auch mit Menschen kommunizieren? (Joshua Foer, n24, 05.05.2015)
Hector und Han sind Profis. Immer wieder strecken sie ihre spitzen Schnauzen aus dem Wasser. Sie warten auf Kommandos. Sie können sich auf Befehl mit Drehungen in die Luft schrauben. Sie können mit den Brustflossen den Touristen zuwinken, die mehrmals in der Woche hier am Roatán Institute for Marine Sciences (RIMS) vorbeikommen. Aber die Wissenschaftler des RIMS interessieren sich weniger für das, was diese beiden Delfinmännchen können. Sie interessierten sich dafür, wie sie denken.
mehr:
- Können Delfine auch mit Menschen kommunizieren? (Joshua Foer, n24, 05.05.2015)
Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vermittelte Feindbilder
Mit seinem Machtantritt im Jahre 1981 bestimmt Ronald Reagan die Strategie der USA im Kalten Krieg neu: Angriff statt Verteidigung. Sein „Komitee für Täuschungsoperationen“ ist neben der Aufrüstung eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen die Sowjetunion. Gasleitungen werden mit eingeschleusten Computerchips und Trojanern sabotiert, Flug- und Seemanöver vor dem wichtigsten Stützpunkt der Sowjets in Murmansk durchgeführt.
Das Ziel: Verunsicherung und Demütigung bei gleichzeitiger Demonstration von Stärke und technischer Überlegenheit. Diese Aktionen bringen die Welt an den Rand des Atomkrieges.
mehr:
- Täuschung – Die Methode Reagan (arte.tv – nicht mehr erreichbar, da aus der Mediathek entfernt…)
siehe dazu auch:
- Dirk Pohlmann: "Der duale Staat – Recht, Macht und Ausnahmezustand" (Post, 16.05.2018)
- Der Abschuß von KAL 007: Das westliche Narrativ in der Schlacht um die Deutungshoheit (Post, 30.12.2015)
Das Ziel: Verunsicherung und Demütigung bei gleichzeitiger Demonstration von Stärke und technischer Überlegenheit. Diese Aktionen bringen die Welt an den Rand des Atomkrieges.
mehr:
- Täuschung – Die Methode Reagan (arte.tv – nicht mehr erreichbar, da aus der Mediathek entfernt…)
siehe dazu auch:
- Dirk Pohlmann: "Der duale Staat – Recht, Macht und Ausnahmezustand" (Post, 16.05.2018)
- Der Abschuß von KAL 007: Das westliche Narrativ in der Schlacht um die Deutungshoheit (Post, 30.12.2015)
- Zbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht (Post, 28.11.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 6 – Wer stoppt die USA? (25.04.2014, zuletzt aktualisiert am 28.10.2014)
zu ominösen U-Booten in schwedischen Hoheitsgewässern:
- Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)
Operation Täuschung -Die Methode Reagan- Doku von Dirk Pohlmann {52:13}
Stratfor - George Friedmanns Rede auf deutsch und Putins Gegendarstellung | komplett vertont [32:00]
Holger Strohm
Veröffentlicht am 03.04.2015
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Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001 - Vortrag von Daniele Ganser {1:31:30}
KenFM
Veröffentlicht am 15.03.2014
zu ominösen U-Booten in schwedischen Hoheitsgewässern:
- Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)
- Keine Propaganda: Noch ein U-Boot! Oh Gott! (Post, 11.12.2014)
und die beiden folgenden Videos:Operation Täuschung -Die Methode Reagan- Doku von Dirk Pohlmann {52:13}
KocksRhythmus
Veröffentlicht am 06.05.2015
Veröffentlicht am 06.05.2015
Mit Reagans Machtantritt ändert sich die Strategie der USA im Kalten Krieg grundlegend: Angriff statt Verteidigung. Sein geheimes "Komitee für Täuschungsoperationen", dessen Existenz in dieser Dokumentation zum ersten Mal von Zeitzeugen bestätigt wird, plante brillante und perfide Geheimdienst-Operationen - gegen die Sowjets, aber auch gegen die Entspannungspolitik des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme.
Mit seinem Machtantritt im Jahre 1981 bestimmt Ronald Reagan die Strategie der USA im Kalten Krieg neu: Angriff statt Verteidigung. Sein "Komitee für Täuschungsoperationen" ist neben der Aufrüstung eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen die Sowjetunion. Gasleitungen werden mit eingeschleusten Computerchips und Trojanern sabotiert, Flug- und Seemanöver vor dem wichtigsten Stützpunkt der Sowjets in Murmansk durchgeführt. Das Ziel: Verunsicherung und Demütigung bei gleichzeitiger Demonstration von Stärke und technischer Überlegenheit.
Diese Aktionen bringen die Welt an den Rand des Atomkrieges. Als in den 80er Jahren der schwedische sozialdemokratische Ministerpräsident Olof Palme mit Willy Brandt und Egon Bahr seine Strategie der gemeinsamen Sicherheit vorschlägt und Schweden nicht mehr als "unsinkbaren Flugzeugträger" der Nato zur Verfügung stellen will, macht er sich nicht nur die konservativen Machteliten im eigenen Land zum Feind. Sein Ansatz ist auch Reagan schon früh ein Dorn im Auge, denn ein Einlenken der Sowjetunion im Wettrüsten des Kalten Krieges wäre für seine Strategie kontraproduktiv. So werden die Annäherungsgespräche sabotiert und die Person Palme diskreditiert. Im Februar 1986 wird Palme von einem unbekannten Täter ermordet.
Der Film zeigt die Bedeutung der geheimen Kriegsführung der USA im Kalten Krieg unter Bezugnahme auf hochkarätige Zeitzeugen und exklusives Filmmaterial. Einmal mehr wird deutlich, dass die USA zur Durchsetzung eigener Interessen auch vor der Souveränität demokratischer Staaten nicht Halt machte. Eine Thematik, die gerade in Anbetracht der aktuellen politischen Lage und der jüngsten Geheimdienstskandale von beachtenswerter Aktualität ist.
Mit seinem Machtantritt im Jahre 1981 bestimmt Ronald Reagan die Strategie der USA im Kalten Krieg neu: Angriff statt Verteidigung. Sein "Komitee für Täuschungsoperationen" ist neben der Aufrüstung eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen die Sowjetunion. Gasleitungen werden mit eingeschleusten Computerchips und Trojanern sabotiert, Flug- und Seemanöver vor dem wichtigsten Stützpunkt der Sowjets in Murmansk durchgeführt. Das Ziel: Verunsicherung und Demütigung bei gleichzeitiger Demonstration von Stärke und technischer Überlegenheit.
Diese Aktionen bringen die Welt an den Rand des Atomkrieges. Als in den 80er Jahren der schwedische sozialdemokratische Ministerpräsident Olof Palme mit Willy Brandt und Egon Bahr seine Strategie der gemeinsamen Sicherheit vorschlägt und Schweden nicht mehr als "unsinkbaren Flugzeugträger" der Nato zur Verfügung stellen will, macht er sich nicht nur die konservativen Machteliten im eigenen Land zum Feind. Sein Ansatz ist auch Reagan schon früh ein Dorn im Auge, denn ein Einlenken der Sowjetunion im Wettrüsten des Kalten Krieges wäre für seine Strategie kontraproduktiv. So werden die Annäherungsgespräche sabotiert und die Person Palme diskreditiert. Im Februar 1986 wird Palme von einem unbekannten Täter ermordet.
Der Film zeigt die Bedeutung der geheimen Kriegsführung der USA im Kalten Krieg unter Bezugnahme auf hochkarätige Zeitzeugen und exklusives Filmmaterial. Einmal mehr wird deutlich, dass die USA zur Durchsetzung eigener Interessen auch vor der Souveränität demokratischer Staaten nicht Halt machte. Eine Thematik, die gerade in Anbetracht der aktuellen politischen Lage und der jüngsten Geheimdienstskandale von beachtenswerter Aktualität ist.
… beim Filmfestival Das Meer ruft! in St. Petersburg ausgezeichnet als „Bester ausländischer Film“)[13]KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Täuschung - Die Methode Reagan) {1:43:54}
[Dirk Pohlmann, Filmografie, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 22.05.2020]
KenFM
Veröffentlicht am 05.05.2015
Veröffentlicht am 05.05.2015
Wer Gegenwartsgeschichte verstehen will, muss eigentlich nur ins Archiv gehen. Geschichte wiederholt sich. Muster und Methoden, die sich bewährt haben, werden von den Machthabern schlichtweg wiederholt. So ist auch Krieg als Mittel der Politik bis heute ein Werkzeug, das von den Eliten angewandt wird, um den eigenen Vorteil auszubauen oder aber die Gegenseite endlich auf Normgröße zurückzustutzen.
Dieses Spiel der Macht wird von denen gespielt, die die Demokratie nur für einen vorübergehenden Irrtum der Geschichte halten. Finanzoligarchen, die sich im Westen auch gern als Philanthropen verkleiden.
Viel ist von dieser Demokratie nicht mehr übrig, denn dazu müssten die wesentlichen Tools tatsächlich in den Händen der Völker liegen. Das ist nicht der Fall.
Mega-Banken, Globalplayer-Konzerne und die großen Massenmedien gehören letztenendes Privatpersonen und werden von diesen wie Waffen eingesetzt. Natürlich geht es in diesem System nicht ohne Feindbild.
Der Feind der Eliten ist die Wahrheit. Nur durch permanente Manipulation der Massen ist ihr System überhaupt stabil. In einem dichten Netzwerk, bestehend aus Runden-Tischen, Stiftungen, Think-Tanks oder „Bildungseinrichtungen“, bilden sie immerzu die nächste Generation gehirngewaschener Überzeugungstäter heran.
Am Ende des Tages wird dann aber Krieg geführt, und kommt auch dieses Land, Deutschland, als Außenposten der USA nicht ohne Mord und Totschlag im Auftrag der Freiheit aus.
Aktuell wurde Russland wieder zum „Reich des Bösen“ erklärt. Dieser Begriff stammt vom ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und damit aus den 1980ern. Reagen war ein Kalter Krieger wie aus dem Lehrbuch und hatte sich mit jeder Faser seines politischen Handelns der Täuschung verschrieben. Reagan hasste die UdSSR. Er wollte sie um jeden Preis zerstören.
Dieses Ziel gelang ihm und seinen Beratern. Teilweise. Russland unter Putin ist wieder da. Ist die Ukraine-Krise Zufall? Oder soll unter Obama nur zu Ende gebracht werden, was Reagan nicht mehr gelang?
Die aktuelle Reportage „Täuschung - die Methode Reagan“ des Filmemachers Dirk Pohlmann wurde am 5. Mai auf Arte gezeigt. Dirk Pohlmann ist es in seiner Reportage erstmals gelungen, die US-Machtstrategen von damals vor die Kamera zu bekommen. Er hat es darüber hinaus auch geschafft, mit den Opfern des Imperialismus zu sprechen. Da wären z.B. die Schweden.
Schweden, als damals neutraler Staat, wurde unter Reagan Teil des Schlachtfeldes. Reagan war der schwedische Ministerpräsident Olof Palme ein Dorn im Auge. Olof Palme war wie Willy Brandt oder Egon Bahr ein Mann, der einen dritten Weg gehen wollte. Kooperation statt Konfrontation. Palme wurde später ermordet.
KenFM sprach mit Dirk Pohlmann rund 120 Minuten über das Résumé der Geschichte von damals, und wie wir die Erkenntnisse heute einzuordnen haben, wenn wir erkennen müssen, dass die Eliten auch 2015 nichts aus einem Fast-Atomkrieg gelernt haben. Wir haben unter Ronald Reagan nicht überlebt, da er und seine Berater in den Machtzentren erkannt hatten, dass die Mechanik der Provokation sich bereits verselbständigt hatte, sondern weil wir schlichtweg Glück gehabt hatten.
Der Film „Täuschung - die Methode Reagan“ erhielt am 27.4. auf dem russischen Filmfestival bereits den Preis „Bester ausländischer Film“ und ist in den kommenden Tagen online bei Arte weiterhin anzusehen.
http://www.kenfm.de
http://www.facebook.com/KenFM.de
http://www.twitter.com/TeamKenFM
http://kenfm.de/unterstutze-kenfm
Dieses Spiel der Macht wird von denen gespielt, die die Demokratie nur für einen vorübergehenden Irrtum der Geschichte halten. Finanzoligarchen, die sich im Westen auch gern als Philanthropen verkleiden.
Viel ist von dieser Demokratie nicht mehr übrig, denn dazu müssten die wesentlichen Tools tatsächlich in den Händen der Völker liegen. Das ist nicht der Fall.
Mega-Banken, Globalplayer-Konzerne und die großen Massenmedien gehören letztenendes Privatpersonen und werden von diesen wie Waffen eingesetzt. Natürlich geht es in diesem System nicht ohne Feindbild.
Der Feind der Eliten ist die Wahrheit. Nur durch permanente Manipulation der Massen ist ihr System überhaupt stabil. In einem dichten Netzwerk, bestehend aus Runden-Tischen, Stiftungen, Think-Tanks oder „Bildungseinrichtungen“, bilden sie immerzu die nächste Generation gehirngewaschener Überzeugungstäter heran.
Am Ende des Tages wird dann aber Krieg geführt, und kommt auch dieses Land, Deutschland, als Außenposten der USA nicht ohne Mord und Totschlag im Auftrag der Freiheit aus.
Aktuell wurde Russland wieder zum „Reich des Bösen“ erklärt. Dieser Begriff stammt vom ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und damit aus den 1980ern. Reagen war ein Kalter Krieger wie aus dem Lehrbuch und hatte sich mit jeder Faser seines politischen Handelns der Täuschung verschrieben. Reagan hasste die UdSSR. Er wollte sie um jeden Preis zerstören.
Dieses Ziel gelang ihm und seinen Beratern. Teilweise. Russland unter Putin ist wieder da. Ist die Ukraine-Krise Zufall? Oder soll unter Obama nur zu Ende gebracht werden, was Reagan nicht mehr gelang?
Die aktuelle Reportage „Täuschung - die Methode Reagan“ des Filmemachers Dirk Pohlmann wurde am 5. Mai auf Arte gezeigt. Dirk Pohlmann ist es in seiner Reportage erstmals gelungen, die US-Machtstrategen von damals vor die Kamera zu bekommen. Er hat es darüber hinaus auch geschafft, mit den Opfern des Imperialismus zu sprechen. Da wären z.B. die Schweden.
Schweden, als damals neutraler Staat, wurde unter Reagan Teil des Schlachtfeldes. Reagan war der schwedische Ministerpräsident Olof Palme ein Dorn im Auge. Olof Palme war wie Willy Brandt oder Egon Bahr ein Mann, der einen dritten Weg gehen wollte. Kooperation statt Konfrontation. Palme wurde später ermordet.
KenFM sprach mit Dirk Pohlmann rund 120 Minuten über das Résumé der Geschichte von damals, und wie wir die Erkenntnisse heute einzuordnen haben, wenn wir erkennen müssen, dass die Eliten auch 2015 nichts aus einem Fast-Atomkrieg gelernt haben. Wir haben unter Ronald Reagan nicht überlebt, da er und seine Berater in den Machtzentren erkannt hatten, dass die Mechanik der Provokation sich bereits verselbständigt hatte, sondern weil wir schlichtweg Glück gehabt hatten.
Der Film „Täuschung - die Methode Reagan“ erhielt am 27.4. auf dem russischen Filmfestival bereits den Preis „Bester ausländischer Film“ und ist in den kommenden Tagen online bei Arte weiterhin anzusehen.
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Stratfor - George Friedmanns Rede auf deutsch und Putins Gegendarstellung | komplett vertont [32:00]
Holger Strohm
Veröffentlicht am 03.04.2015
Eine Übersicht der jüngsten Äußerungen George Friedmanns, Direktor des transatlantischen STRATFOR, in der Öffentlichkeit. Die Vormachtstellung der USA hänge vor allem davon ab, dass Deutschland und Russland niemals enge Verbündete werden dürften.
Kommentare von Klagemauer-TV geben weiteren Aufschluss über die Hintergründe, ebenso wie die Darstellung der russischen Perspektive durch Vladimir Putin.
Ein Zusammenschnitt des Holger Strohm Medienteams zwecks optimaler Verbreitung im deutschen Sprachraum und zur Förderung kritischen Denkens eines jeden. Wir danken allen Beteiligten, vor allem für die wichtige Vertonungsarbeit.
Friedmans Äußerungen finden sich ab 3:30
Putins Darstellung der geopolitischen Lage ab 16:40
http://www.klagemauer.tv
http://www.holgerstrohm.com
Ein Zusammenschnitt des Holger Strohm Medienteams zwecks optimaler Verbreitung im deutschen Sprachraum und zur Förderung kritischen Denkens eines jeden. Wir danken allen Beteiligten, vor allem für die wichtige Vertonungsarbeit.
Friedmans Äußerungen finden sich ab 3:30
Putins Darstellung der geopolitischen Lage ab 16:40
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Wes Clark - America's Foreign Policy "Coup" {8:14}
FORA.tv
Am 05.11.2007 veröffentlicht
Am 05.11.2007 veröffentlicht
Retired four-star general and former Democratic Presidential candidate Wesley Clark criticizes the course of U.S. foreign policy in the wake of September 11, 2001. ----- Wesley Clark discusses "A Time to Lead."
Wesley Clark sought the presidency during the 2004 elections, seeking to bring a less hawkish perspective to the White House. After the campaign, Clark did not end his crusade for what he sees as a better America, one that supports his vision of a responsible foreign policy. He believes that hard work, leadership and determination will ultimately turn the country around. - The Commonwealth Club
Wesley Clark is a retired four-star general of the United States Army. Clark was valedictorian of his class at West Point, was awarded a Rhodes Scholarship to the University of Oxford where he earned a master's degree in economics, and later graduated from the Command and General Staff College with a master's degree in military science. He spent 34 years in the Army and the Department of Defense, receiving many military decorations, several honorary knighthoods, and a Presidential Medal of Freedom.
Wesley Clark sought the presidency during the 2004 elections, seeking to bring a less hawkish perspective to the White House. After the campaign, Clark did not end his crusade for what he sees as a better America, one that supports his vision of a responsible foreign policy. He believes that hard work, leadership and determination will ultimately turn the country around. - The Commonwealth Club
Wesley Clark is a retired four-star general of the United States Army. Clark was valedictorian of his class at West Point, was awarded a Rhodes Scholarship to the University of Oxford where he earned a master's degree in economics, and later graduated from the Command and General Staff College with a master's degree in military science. He spent 34 years in the Army and the Department of Defense, receiving many military decorations, several honorary knighthoods, and a Presidential Medal of Freedom.
eine Anmerkung:
über die Rede von Wesley Clark beim »Commonwealth Club of California« habe ich nirgendwo in der Mainstream-Medien irgend etwas gefunden…
Medial vermittelte Feindbilder und die Anschläge vom 11. September 2001 - Vortrag von Daniele Ganser {1:31:30}
KenFM
Veröffentlicht am 03.02.2015
++ English Subtitles available! ++
Als am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in den Nord- und den Südturm des World Trade Centers rasten, und beide Türme nach kurzer Zeit einstürzten, war die gesamte Welt geschockt. Die mediale Aufmerksamkeit war zunächst bei den eingestürzten Zwillingstürmen, nicht jedoch bei dem ebenfalls eingestürzten WTC-Gebäude 7, das weder von einem Flugzeug getroffen wurde, noch mit einer einzigen Silbe im offiziellen Untersuchungsbericht zu den Anschlägen erwähnt wurde. Die Aufmerksamkeit lag dann sehr schnell bei der Frage, wer für diese Attacke verantwortlich sei, und die Antwort wurde überraschend schnell präsentiert - Osama bin Laden und sein Terrornetzwerk Al-Kaida. Seither steht jeder Moslem unter Generalverdacht, und wer das Wort Terrorist hört, denkt in aller Regel an einen bärtigen Turban-Träger, und nicht an einen RAF- oder ETA-Terroristen.
Warum ist das so? Wer lanciert diese Feindbilder und profitiert davon? Welcher Zusammenhang besteht zu den aktuellen Kriegen des 21. Jahrhunderts? Sind diese Einsätze wirklich "Demokratie-Exporte"? Und kann man die Vereinigten Staaten von Amerika als Imperium bezeichnen? All das sind Fragen, auf die der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser in seinem Vortrag "Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der 'Clash of Civilizations' - Warum die Friedensforschung medial vermittelte Feindbilder hinterfragen muss" am 15. Dezember 2014 im voll besuchten Hörsaal der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen einging. Neben über 500 interessierten Zuhörern aller Altersklassen wurde der Vortrag auch von KenFM-Kameras verfolgt und aufgezeichnet, und nun hier, wie bereits im letzt Interview angekündigt, veröffentlicht. In Kürze wird zudem ein Interview mit Prof. Dr. Rainer Rothfuß veröffentlicht, der Ganser nach Tübingen eingeladen hatte und den Vortrag trotz massivem Gegenwind stattfinden ließ.
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Als am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in den Nord- und den Südturm des World Trade Centers rasten, und beide Türme nach kurzer Zeit einstürzten, war die gesamte Welt geschockt. Die mediale Aufmerksamkeit war zunächst bei den eingestürzten Zwillingstürmen, nicht jedoch bei dem ebenfalls eingestürzten WTC-Gebäude 7, das weder von einem Flugzeug getroffen wurde, noch mit einer einzigen Silbe im offiziellen Untersuchungsbericht zu den Anschlägen erwähnt wurde. Die Aufmerksamkeit lag dann sehr schnell bei der Frage, wer für diese Attacke verantwortlich sei, und die Antwort wurde überraschend schnell präsentiert - Osama bin Laden und sein Terrornetzwerk Al-Kaida. Seither steht jeder Moslem unter Generalverdacht, und wer das Wort Terrorist hört, denkt in aller Regel an einen bärtigen Turban-Träger, und nicht an einen RAF- oder ETA-Terroristen.
Warum ist das so? Wer lanciert diese Feindbilder und profitiert davon? Welcher Zusammenhang besteht zu den aktuellen Kriegen des 21. Jahrhunderts? Sind diese Einsätze wirklich "Demokratie-Exporte"? Und kann man die Vereinigten Staaten von Amerika als Imperium bezeichnen? All das sind Fragen, auf die der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser in seinem Vortrag "Die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der 'Clash of Civilizations' - Warum die Friedensforschung medial vermittelte Feindbilder hinterfragen muss" am 15. Dezember 2014 im voll besuchten Hörsaal der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen einging. Neben über 500 interessierten Zuhörern aller Altersklassen wurde der Vortrag auch von KenFM-Kameras verfolgt und aufgezeichnet, und nun hier, wie bereits im letzt Interview angekündigt, veröffentlicht. In Kürze wird zudem ein Interview mit Prof. Dr. Rainer Rothfuß veröffentlicht, der Ganser nach Tübingen eingeladen hatte und den Vortrag trotz massivem Gegenwind stattfinden ließ.
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KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser (Teil 1: Ressourcenkriege, Peak-Oil, Imperium USA) [49:18]
Veröffentlicht am 15.03.2014
(gleicher Info-Text wie folgendes Video)
KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser (Teil 2: NATO-Terror, 9/11, Ausblick und Lösungsansätze) [1:03:57]
KenFM
Veröffentlicht am 15.03.2014
Dr. Daniele Ganser gehört zu den namhaftesten Historikern im deutschsprachigen Raum. Sein Buch „NATO-Geheimarmeen in Europa - Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung" wurde 2005 veröffentlicht und in zehn Sprachen übersetzt. Es gilt als das Standardwerk zum Thema staatlich organisierter Terror. Diese Publikation machte ihn international bekannt.
Veröffentlicht am 15.03.2014
Dr. Daniele Ganser gehört zu den namhaftesten Historikern im deutschsprachigen Raum. Sein Buch „NATO-Geheimarmeen in Europa - Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung" wurde 2005 veröffentlicht und in zehn Sprachen übersetzt. Es gilt als das Standardwerk zum Thema staatlich organisierter Terror. Diese Publikation machte ihn international bekannt.
Ganser leitet außerdem das Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER - http://www.siper.ch), das auf dem Gebiet der Friedens- und Energieforschung tätig ist. Darüber hinaus lehrt der Schweizer Historiker Forschungen zum Fall 9/11. Allein die Existenz dieses Forschungsfeldes sorgte nicht nur in der Schweiz immer wieder für heiße Diskussionen. Auch Anrufe aus Washington blieben nicht aus.
KenFM traf Dr. Daniele Ganser in Basel und sprach mit ihm über NATO-Politik, Ressourcen- und Wirtschaftskriege, die Causa 9/11 und die globalen Vorgehensweisen des amerikanischen Imperiums.
Die zentrale Erkenntnis des Gesprächs: Wir befinden uns in einem Informationskrieg, und jeder, der über Zugang zum Netz verfügt, befindet sich an der Front.
Eine Begegnung in zwei Teilen. Die Fortsetzung zu den Themen NATO-Geheimarmeen, 9/11 und einem Ausblick für die kommenden Jahrzehnte folgt am 19. März.
http://www.siper.ch
http://www.danieleganser.ch
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KenFM traf Dr. Daniele Ganser in Basel und sprach mit ihm über NATO-Politik, Ressourcen- und Wirtschaftskriege, die Causa 9/11 und die globalen Vorgehensweisen des amerikanischen Imperiums.
Die zentrale Erkenntnis des Gesprächs: Wir befinden uns in einem Informationskrieg, und jeder, der über Zugang zum Netz verfügt, befindet sich an der Front.
Eine Begegnung in zwei Teilen. Die Fortsetzung zu den Themen NATO-Geheimarmeen, 9/11 und einem Ausblick für die kommenden Jahrzehnte folgt am 19. März.
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siehe auch:
wegen Layout-Problemen neu angelegt am 26.09.2017
zuletzt aktualisiert am 06.01.2019
zuletzt aktualisiert am 06.01.2019
Sonntag, 3. Mai 2015
Nachschulung für New Yorks Polizisten
Michael Brown in Ferguson, ein 12-jähriger Junge in Cleveland, Eric Garner in New York: In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Fälle von Polizeigewalt. In New York sollen nun 22.000 Streifenpolizisten nachgeschult werden, um weitere Übergriffe zu verhindern.
mehr:
- Polizisten in New York | Bildquelle: AFP Polizeigewalt in den USA – Nachschulung für New Yorks Polizisten (Kai Clement, Tagesschau, 05.12.2014) Man beachte auch die Kommentare!
siehe auch:
- Heute vor 23 Jahren – 29. April 1992: Schwere Rassenunruhen in Los Angeles nach Freispruch von Polizisten (Post, 29.04.2015)
- Das Allmachts-Problem vieler US-Cops (Ansgar Graw, Die Welt, 08.12.2014)
- Der Tag, an dem die US-Polizei mein Feind wurde (Ansgar Graw, Die Welt, 19.08.2014)
mehr:
- Polizisten in New York | Bildquelle: AFP Polizeigewalt in den USA – Nachschulung für New Yorks Polizisten (Kai Clement, Tagesschau, 05.12.2014) Man beachte auch die Kommentare!
siehe auch:
- Heute vor 23 Jahren – 29. April 1992: Schwere Rassenunruhen in Los Angeles nach Freispruch von Polizisten (Post, 29.04.2015)
- Das Allmachts-Problem vieler US-Cops (Ansgar Graw, Die Welt, 08.12.2014)
- Der Tag, an dem die US-Polizei mein Feind wurde (Ansgar Graw, Die Welt, 19.08.2014)
Der "wohl im letzten Moment vereitelten Terroranschlag in Hessen"
Die kritische Distanz im Journalismus schwindet, die FAZ hat erneut dafür ein peinliches Exempel statuiert
Mitunter könnte einen der Verdacht beschleichen, dass angesichts der Nöte der Bundesregierung bis hinauf zur Kanzlerin durch immer neue Enthüllungen über die Arbeit des BND und seines Kuschelns mit der NSA, ein Fall höchster terroristischer Bedrohung gerade recht käme. Die Festnahme des türkischstämmigen Paars in Oberursel war Donnerstagnacht vor dem Internationalen Radrennen "Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn" erfolgt, weil die Polizei vermutete, dass womöglich ein Anschlag wie in Boston auf die Marathonläufer geplant gewesen sein könnte.
Das Radrennen wurde trotz der Festnahme abgesagt, einige hundert Radfahrer ließen es sich trotzdem nicht nehmen, am 1. Mai demonstrativ die Räder zu besteigen. Die Geste richtete sich gegen mögliche Islamisten, dass man sich nicht vor Angst zurückzieht, aber auch gegen die Behörden, die möglicherweise mit dem Verbot - nicht mit der Festnahme - überreagiert haben.
Mehr:
- Der "wohl im letzten Moment vereitelten Terroranschlag in Hessen" (Florian Rötzer, Telepolis, 03.05.2015)
mein Kommentar: klassische Win-Win-Situation: keiner macht was falsch, alle sind schön vorsichtig, die Bevölkerung ist wieder in Maßen aufgeregt…
Und wehe, wehe, wehe, was wäre gewesen, wenn’s Rennen nicht abgesagt worden und was passiert wäre, dann wären aber Köpfe gerollt.
Mitunter könnte einen der Verdacht beschleichen, dass angesichts der Nöte der Bundesregierung bis hinauf zur Kanzlerin durch immer neue Enthüllungen über die Arbeit des BND und seines Kuschelns mit der NSA, ein Fall höchster terroristischer Bedrohung gerade recht käme. Die Festnahme des türkischstämmigen Paars in Oberursel war Donnerstagnacht vor dem Internationalen Radrennen "Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn" erfolgt, weil die Polizei vermutete, dass womöglich ein Anschlag wie in Boston auf die Marathonläufer geplant gewesen sein könnte.
Das Radrennen wurde trotz der Festnahme abgesagt, einige hundert Radfahrer ließen es sich trotzdem nicht nehmen, am 1. Mai demonstrativ die Räder zu besteigen. Die Geste richtete sich gegen mögliche Islamisten, dass man sich nicht vor Angst zurückzieht, aber auch gegen die Behörden, die möglicherweise mit dem Verbot - nicht mit der Festnahme - überreagiert haben.
Mehr:
- Der "wohl im letzten Moment vereitelten Terroranschlag in Hessen" (Florian Rötzer, Telepolis, 03.05.2015)
mein Kommentar: klassische Win-Win-Situation: keiner macht was falsch, alle sind schön vorsichtig, die Bevölkerung ist wieder in Maßen aufgeregt…
Und wehe, wehe, wehe, was wäre gewesen, wenn’s Rennen nicht abgesagt worden und was passiert wäre, dann wären aber Köpfe gerollt.
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AIIB: eine fortschrittliche Alternative zum IWF?
Die Gründung der Asiatischen Investitions- und Infrastrukturbank (AIIB) wird von vielen Beobachtern als ein für die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft positives Ereignis gesehen
In den Augen der Befürworter wird die AIIB ein Gegengewicht zum US-dominierten IWF bilden, auf diese Weise die globale Macht des US-Dollars begrenzen und so ihren Teil zu einer gerechteren Weltwirtschaftsordnung beitragen. Um diese Sichtweise auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen, hier erst einmal ein kurzer Blick auf die Vor- und Entstehungsgeschichte der AIIB.
Die chinesische Regierung hat in den vergangenen Jahren mehrfach auf eine Erhöhung ihres Stimmrechts innerhalb des Internationalen Währungsfonds (IWF) gedrängt. Diese wurde ihr nicht gewährt. Daraufhin hat die Führung in Beijing im Juli 2014 zusammen mit den übrigen BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und Südafrika) die Gründung der "Neuen Entwicklungsbank" (NEB) und im Oktober 2014 die Gründung der AIIB angekündigt.
mehr:
- Ist die AIIB eine fortschrittliche Alternative zum IWF? (Ernst Wolff, 02.05.2015)
In den Augen der Befürworter wird die AIIB ein Gegengewicht zum US-dominierten IWF bilden, auf diese Weise die globale Macht des US-Dollars begrenzen und so ihren Teil zu einer gerechteren Weltwirtschaftsordnung beitragen. Um diese Sichtweise auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen, hier erst einmal ein kurzer Blick auf die Vor- und Entstehungsgeschichte der AIIB.
Die chinesische Regierung hat in den vergangenen Jahren mehrfach auf eine Erhöhung ihres Stimmrechts innerhalb des Internationalen Währungsfonds (IWF) gedrängt. Diese wurde ihr nicht gewährt. Daraufhin hat die Führung in Beijing im Juli 2014 zusammen mit den übrigen BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und Südafrika) die Gründung der "Neuen Entwicklungsbank" (NEB) und im Oktober 2014 die Gründung der AIIB angekündigt.
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- Ist die AIIB eine fortschrittliche Alternative zum IWF? (Ernst Wolff, 02.05.2015)
Gabriel: TTIP-Gerichtshof statt Schiedsstellen
Im Streit um TTIP hat Wirtschaftsminister Gabriel eine Alternative zu den umstrittenen Schiedsstellen erarbeiten lassen. Eigens für TTIP soll ein Gerichtshof gegründet werden, heißt es in einem Konzept Gabriels. EU und USA sollen dafür unabhängige Richter ernennen.
mehr:
- Wirtschaftsminister Gabriel legt Konzept vor – TTIP-Gerichtshof statt Schiedsstellen (Tagesschau, 02.05.2015, man beachte auch die Kkommentare!)
mehr:
- Wirtschaftsminister Gabriel legt Konzept vor – TTIP-Gerichtshof statt Schiedsstellen (Tagesschau, 02.05.2015, man beachte auch die Kkommentare!)
Ausspähen unter Freunden geht doch!
Codename SUSLAG - BND nutzte NSA-Material zur Ausspähung von Freunden und Verbündeten
Das Schweigen des BND, die Umgehung der G10-Kommission und die Desinformation im parlamentarischen NSA-Untersuchungsausschuss scheint solider motiviert zu sein, als bislang bekannt war. So hat der BND nicht etwa nur das Ausspionieren europäischer Partner geduldet und unterstützt - sondern offenbar auch selbst hiervon profitiert.
So berichtet die Bildzeitung von aufgefangener Kommunikation in Krisengebieten wie Telefonaten zwischen Afghanistan und Pakistan. Betroffen sei aber auch Kommunikation europäischer Unternehmen, Ministerien und Behörden, die in Nahost tätig seien. Mitgeschnitten worden seien nicht etwa nur Meta-Daten, sondern vollständige Aufzeichnungen von Telefonaten und E-Mails, Ton- und Textdateien. Im wohl besonders betroffenen Frankreich hält man sich bislang mit Kommentaren zurück - wo man mit Wirtschaftsspionage auch nicht schüchtern ist.
mehr:
- Ausspähen unter Freunden geht doch! (Markus Kompa, Telepolis, 02.05.2015)
siehe auch:
- „Der Bundesnachrichtendienst ist eine kriminelle Vereinigung“ – und Deutschland ist nicht souverän (Post, 27.04.2015)
Das Schweigen des BND, die Umgehung der G10-Kommission und die Desinformation im parlamentarischen NSA-Untersuchungsausschuss scheint solider motiviert zu sein, als bislang bekannt war. So hat der BND nicht etwa nur das Ausspionieren europäischer Partner geduldet und unterstützt - sondern offenbar auch selbst hiervon profitiert.
So berichtet die Bildzeitung von aufgefangener Kommunikation in Krisengebieten wie Telefonaten zwischen Afghanistan und Pakistan. Betroffen sei aber auch Kommunikation europäischer Unternehmen, Ministerien und Behörden, die in Nahost tätig seien. Mitgeschnitten worden seien nicht etwa nur Meta-Daten, sondern vollständige Aufzeichnungen von Telefonaten und E-Mails, Ton- und Textdateien. Im wohl besonders betroffenen Frankreich hält man sich bislang mit Kommentaren zurück - wo man mit Wirtschaftsspionage auch nicht schüchtern ist.
mehr:
- Ausspähen unter Freunden geht doch! (Markus Kompa, Telepolis, 02.05.2015)
siehe auch:
- „Der Bundesnachrichtendienst ist eine kriminelle Vereinigung“ – und Deutschland ist nicht souverän (Post, 27.04.2015)
Pressefreiheit in Saudi-Arabien: Blogger Badawi
In wenigen Ländern ist es schlechter um die Pressefreiheit bestellt als in Saudi-Arabien. Zum Symbol dafür wurde der Blogger Badawi, der zu 1000 Stockschlägen und langer Haft verurteilt wurde. Seine einzige Hoffnung ist der weltweite Zuspruch.
mehr:
- Internationaler Tag der Pressefreiheit – Wenn auf Worte Schläge folgen (Sabine Rossi, Tagesschau, 03.05.2015)
siehe dazu:
- Urteil in Saudi-Arabien: Zehn Jahre Haft und 1000 Peitschenhiebe für Blogger (SPIEGEL, 08.05.2014) Zitat:
mehr:
- Internationaler Tag der Pressefreiheit – Wenn auf Worte Schläge folgen (Sabine Rossi, Tagesschau, 03.05.2015)
siehe dazu:
- Urteil in Saudi-Arabien: Zehn Jahre Haft und 1000 Peitschenhiebe für Blogger (SPIEGEL, 08.05.2014) Zitat:
Badawis Vergehen: Er hatte im Internet eine Debatte über das Verhältnis von Politik und Religion in Saudi-Arabien angestoßen. 2008 hatte er im Netz das Forum "Freie Saudische Liberale" gegründet, das fortan ins Visier der Behörden in dem konservativen Königreich geriet.
Nato reaktiviert das Rote Telefon für Ernstfall
Es ist ein Symbol des Kalten Krieges: Das Rote Telefon. Der Kommunikationskanal zwischen dem Westen und der Sowjetunion sollte den Dritten Weltkrieg verhindern. Auf deutsche Initiative reaktiviert die Nato nun die Direktverbindung zum russischen Militär.
mehr:
- Direkter Draht nach Moskau – Nato reaktiviert das Rote Telefon für Ernstfall (03.05.2015)
mehr:
- Direkter Draht nach Moskau – Nato reaktiviert das Rote Telefon für Ernstfall (03.05.2015)
Vollzeitgehalt für 6 Stunden Arbeit
Nur noch sechs Stunden arbeiten pro Tag, und trotzdem das gleiche Gehalt einstreichen - für viele Arbeitnehmer ist dies ein Wunschtraum. In Schweden wird dieser in einigen Betrieben Realität. Sie haben diese verkürzte Arbeitszeit eingeführt. Ist das ein Schritt in die Zukunft? Zumindest ist es der Versuch einer Antwort auf die steigende Arbeitsbelastung und die steigenden Krankenstände.
mehr:
- Vollzeitgehalt für 6 Stunden Arbeit – Neues Arbeitsmodell könnte Schule machen (n-tv-Mediathek, Video)
mehr:
- Vollzeitgehalt für 6 Stunden Arbeit – Neues Arbeitsmodell könnte Schule machen (n-tv-Mediathek, Video)
Protokollwünsche, re-traumatisierende Irritationen und die Suche nach den überforderten Schuldigen
Feine Gedecke für prominente Gäste, Holztische für die Überlebenden – nach der Gedenkfeier im KZ Ravensbrück wird Kritik an den Veranstaltern laut. Ein Helfer sagt: "Es war einfach beschämend."
mehr:
- Irritierende Zwei-Klassen-Gesellschaft in Ravensbrück (Die Welt, 26.04.2015)
Ich habe mal eine Zeitlang bei der Friedensuniversität Berlin mitgemacht. Ich weiß, was für eine Veranstaltungsqualität dabei herauskpommt, wenn die Personaldecke sehr dünn ist. Wehe, man stolpert dabei über die Lichtschranken von Politik, Medien oder sonstigen Gutmenschen! Während einer Veranstaltung Im Agathenhof in Kärnten (damals ein Esoterik-Wellness-Hotel, heute ein »Gesundheitsresort«) Anfang der 90er kam ein Student aus Wien zu Besuch zu seiner Großmutter, die dort als ehemalige Angestellte kostenlos wohnen durfte. Dieser junge Mann gehörte in Wien zur rechtsradiklen Szene. Da war was los in den Medien hinterher!
mehr:
- Irritierende Zwei-Klassen-Gesellschaft in Ravensbrück (Die Welt, 26.04.2015)
»Meinungen sind wie Arschlöcher: Jeder hat eins.« (Clint Eastwood)
Ich habe mal eine Zeitlang bei der Friedensuniversität Berlin mitgemacht. Ich weiß, was für eine Veranstaltungsqualität dabei herauskpommt, wenn die Personaldecke sehr dünn ist. Wehe, man stolpert dabei über die Lichtschranken von Politik, Medien oder sonstigen Gutmenschen! Während einer Veranstaltung Im Agathenhof in Kärnten (damals ein Esoterik-Wellness-Hotel, heute ein »Gesundheitsresort«) Anfang der 90er kam ein Student aus Wien zu Besuch zu seiner Großmutter, die dort als ehemalige Angestellte kostenlos wohnen durfte. Dieser junge Mann gehörte in Wien zur rechtsradiklen Szene. Da war was los in den Medien hinterher!
Ein italienisches Fußball-Märchen
Ein Spieler-Etat von 3 Millionen Euro und ein Stadion, in das keine 4200 Zuschauer passen. In Carpi wird erfolgreich mit kleiner Kelle angerührt. Schon bald sollen hier Juve, Inter und Lazio spielen.
Blitze und Donnergrollen leiten die Nachspielzeit des Fussballspiels zwischen Carpi und Bari ein. Der Himmel über dem Stadion Sandro Cabassi verfärbt sich in der Nacht auf Mittwoch in den unterschiedlichsten Violetttönen. Spannung liegt aber nicht nur in der Luft. «Nur noch 240 Sekunden trennen Carpi vom historischen Aufstieg in die Serie A», brüllt der Reporter des Lokalsenders Radio Bruno ins Mikrofon. Die knapp 4200 Zuschauer im randvollen Stadion sind elektrisiert. Auch sie wissen, dass das 0:0 genügen würde, um zu erreichen, was bis vor ein paar Monaten undenkbar war. Der Trainer Fabrizio Castori tigert im strömenden Regen vor der Bank auf und ab. Ein letztes Aufbäumen der Mannschaft aus Apulien könnte das Fussballfest noch ruinieren. Wie sich das anfühlt, wissen die Spieler. Ein paar Tage zuvor sind sie nach sieben Siegen in Serie in Frosinone gestrauchelt und haben die erste Gelegenheit zum vorzeitigen Aufstieg verpasst.
Ein Barkeeper als Türöffner
Nochmals werde sich die Mannschaft aber nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, zeigt sich Castori am Vortag des Spiels überzeugt. «Wir sind bereit für den letzten Schritt», sagt der 60-Jährige nach dem montäglichen Training in den heruntergekommenen Katakomben des Stadions. Die Mannschaft habe die Meisterschaft dominiert und sich den Aufstieg verdient.
Tatsächlich hat Carpi eine traumhafte Saison gespielt. Nach einem Start mit dem Ligaerhalt als Ziel zeigte sich rasch, dass es mit der Taktik des zu Saisonbeginn engagierten Trainers, die auf ein intensives, schnelles Spiel mit weiten Pässen in die Spitze fusst, möglich ist, auch Gegner zu schlagen, die auf dem Papier übermächtig erscheinen. Schritt um Schritt kletterte Carpi die Tabelle der Serie B hoch. Und wenn während der Vorrunde das Augenmerk des Vereins noch auf dem Punkte-Unterschied zu den Abstiegsplätzen lag, begann man Mitte Herbst mehr und mehr an das Unmögliche zu glauben. Nach den Weihnachtsferien grüsste die Mannschaft von der Tabellenspitze, hatte jedoch Mühe, ins neue Jahr zu starten. Mehrere Verletzungen unter anderem des nigerianischen Torjägers Jerry Mbakogu führten zu vier torlosen Remis in Folge.
Die Verfolger konnten daraus jedoch keinen Profit schlagen. Und so setzte Carpi zu einem Höhenflug an, bei dem der Mannschaft alles zu gelingen schien, ganz zum Ärger Claudio Lotitos. Der wiederholt in juristische Querelen verwickelte Präsident der SS Lazio Rom und Besitzer der US Salernitana sagte in einem mitgeschnittenen und Mitte Februar von den Medien publizierten Telefongespräch , dass der Aufstieg von Mannschaften wie Carpi der Serie A schade, weil sich die TV-Rechte nicht verkaufen liessen. Seither ist Lotito nicht nur in Carpi regelmässig Zielscheibe von Spruchbändern und Fan-Chören. Die Mannschaft dürfte derweil von solcher Polemik zusätzlich angespornt worden sein.
Spätestens seit dem 3:0-Sieg im Spitzenspiel gegen das einst so grosse Bologna Anfang April sei allen klar gewesen, dass diese Mannschaft heuer nicht mehr zu stoppen sei, erzählt Romeo Girelli. Der Besitzer des Caffè Madera und langjährige Carpi-Fan ist zum Mannschaftstraining gekommen, in der Hoffnung, ein Ticket für das seit Tagen ausverkaufte Dienstags-Spiel zu ergattern. Als er erfährt, dass sich eine Schweizer Zeitung für «seinen» Klub interessiert, lässt er alles stehen und liegen, um uns zum Klubhaus auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions zu begleiten. Ohne uns ausweisen zu müssen oder kontrolliert zu werden, werden wir vom Barkeeper ins Herz der Klub-Verwaltung eingeschleust.
Im Innern des Gebäudes an der Via Carlo Marx geht es zu wie in einem Bienenhaus. Dauernd klingelt irgendwo ein Telefon. «Pronto!», widerhallt es von den nackten Wänden, die sich einzig durch die vielen Mannschafts-Fotos von einem Hinterstübchen eines in die Jahre gekommenen Tabacchinos unterscheiden. Die Gesichter, die von den vergilbten Postern lachen, freuen sich über gewonnene Meisterschaften der Serie D oder Aufstiege in die Serie C1. Vom «grande calcio» wurde in «Cäärp», wie die Stadt im lokalen Dialekt heisst, immer nur geträumt. Über weite Strecken seiner 106-jährigen Geschichte pendelte Carpi zwischen den Serien C, D – und noch tieferen Ligen. Im Jahr 2000 ging der Klub in Konkurs. In der Folge spielte die Mannschaft bis 2010 in Amateurligen, auf Plätzen, auf denen kaum ein Grashalm wuchs. Der erstmalige Aufstieg in die Serie B vor zwei Jahren wurde von den Fans bereits als «Ankunft im Paradies» bezeichnet – ohne die geringste Hoffnung auf mehr.
mehr:
- Italienisches Fussballmärchen – Carpi diem (Ronny Nicolussi, NZZ, 02.05.2015)
Blitze und Donnergrollen leiten die Nachspielzeit des Fussballspiels zwischen Carpi und Bari ein. Der Himmel über dem Stadion Sandro Cabassi verfärbt sich in der Nacht auf Mittwoch in den unterschiedlichsten Violetttönen. Spannung liegt aber nicht nur in der Luft. «Nur noch 240 Sekunden trennen Carpi vom historischen Aufstieg in die Serie A», brüllt der Reporter des Lokalsenders Radio Bruno ins Mikrofon. Die knapp 4200 Zuschauer im randvollen Stadion sind elektrisiert. Auch sie wissen, dass das 0:0 genügen würde, um zu erreichen, was bis vor ein paar Monaten undenkbar war. Der Trainer Fabrizio Castori tigert im strömenden Regen vor der Bank auf und ab. Ein letztes Aufbäumen der Mannschaft aus Apulien könnte das Fussballfest noch ruinieren. Wie sich das anfühlt, wissen die Spieler. Ein paar Tage zuvor sind sie nach sieben Siegen in Serie in Frosinone gestrauchelt und haben die erste Gelegenheit zum vorzeitigen Aufstieg verpasst.
Ein Barkeeper als Türöffner
Nochmals werde sich die Mannschaft aber nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, zeigt sich Castori am Vortag des Spiels überzeugt. «Wir sind bereit für den letzten Schritt», sagt der 60-Jährige nach dem montäglichen Training in den heruntergekommenen Katakomben des Stadions. Die Mannschaft habe die Meisterschaft dominiert und sich den Aufstieg verdient.
Tatsächlich hat Carpi eine traumhafte Saison gespielt. Nach einem Start mit dem Ligaerhalt als Ziel zeigte sich rasch, dass es mit der Taktik des zu Saisonbeginn engagierten Trainers, die auf ein intensives, schnelles Spiel mit weiten Pässen in die Spitze fusst, möglich ist, auch Gegner zu schlagen, die auf dem Papier übermächtig erscheinen. Schritt um Schritt kletterte Carpi die Tabelle der Serie B hoch. Und wenn während der Vorrunde das Augenmerk des Vereins noch auf dem Punkte-Unterschied zu den Abstiegsplätzen lag, begann man Mitte Herbst mehr und mehr an das Unmögliche zu glauben. Nach den Weihnachtsferien grüsste die Mannschaft von der Tabellenspitze, hatte jedoch Mühe, ins neue Jahr zu starten. Mehrere Verletzungen unter anderem des nigerianischen Torjägers Jerry Mbakogu führten zu vier torlosen Remis in Folge.
Die Verfolger konnten daraus jedoch keinen Profit schlagen. Und so setzte Carpi zu einem Höhenflug an, bei dem der Mannschaft alles zu gelingen schien, ganz zum Ärger Claudio Lotitos. Der wiederholt in juristische Querelen verwickelte Präsident der SS Lazio Rom und Besitzer der US Salernitana sagte in einem mitgeschnittenen und Mitte Februar von den Medien publizierten Telefongespräch , dass der Aufstieg von Mannschaften wie Carpi der Serie A schade, weil sich die TV-Rechte nicht verkaufen liessen. Seither ist Lotito nicht nur in Carpi regelmässig Zielscheibe von Spruchbändern und Fan-Chören. Die Mannschaft dürfte derweil von solcher Polemik zusätzlich angespornt worden sein.
Spätestens seit dem 3:0-Sieg im Spitzenspiel gegen das einst so grosse Bologna Anfang April sei allen klar gewesen, dass diese Mannschaft heuer nicht mehr zu stoppen sei, erzählt Romeo Girelli. Der Besitzer des Caffè Madera und langjährige Carpi-Fan ist zum Mannschaftstraining gekommen, in der Hoffnung, ein Ticket für das seit Tagen ausverkaufte Dienstags-Spiel zu ergattern. Als er erfährt, dass sich eine Schweizer Zeitung für «seinen» Klub interessiert, lässt er alles stehen und liegen, um uns zum Klubhaus auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions zu begleiten. Ohne uns ausweisen zu müssen oder kontrolliert zu werden, werden wir vom Barkeeper ins Herz der Klub-Verwaltung eingeschleust.
Im Innern des Gebäudes an der Via Carlo Marx geht es zu wie in einem Bienenhaus. Dauernd klingelt irgendwo ein Telefon. «Pronto!», widerhallt es von den nackten Wänden, die sich einzig durch die vielen Mannschafts-Fotos von einem Hinterstübchen eines in die Jahre gekommenen Tabacchinos unterscheiden. Die Gesichter, die von den vergilbten Postern lachen, freuen sich über gewonnene Meisterschaften der Serie D oder Aufstiege in die Serie C1. Vom «grande calcio» wurde in «Cäärp», wie die Stadt im lokalen Dialekt heisst, immer nur geträumt. Über weite Strecken seiner 106-jährigen Geschichte pendelte Carpi zwischen den Serien C, D – und noch tieferen Ligen. Im Jahr 2000 ging der Klub in Konkurs. In der Folge spielte die Mannschaft bis 2010 in Amateurligen, auf Plätzen, auf denen kaum ein Grashalm wuchs. Der erstmalige Aufstieg in die Serie B vor zwei Jahren wurde von den Fans bereits als «Ankunft im Paradies» bezeichnet – ohne die geringste Hoffnung auf mehr.
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Nepal – Griechenland im Himalaya
Für Nepals Machtelite ist der Staat ein Mittel zur Selbstbereicherung. Auch deshalb ist das Land nach dem Beben so stark auf internationale Hilfe angewiesen. Die Geber laufen Gefahr, diese Missstände zu verfestigen.
Einer der meistgehörten Sätze dieser Tage in Kathmandu ist ein Misstrauensvotum. «Vom Staat erwarten wir nichts.» Die Menschen unter den Zeltplanen, die aus Furcht vor Nachbeben nicht in ihre Häuser zurückkehren wollen, die Freiwilligen, die in den Trümmerhaufen nach Überlebenden suchen, die Verschonten, die den weniger Glücklichen mit Nahrungsmitteln helfen – von der Regierung erwarten sie nichts. Und dies zu Recht, denn mit Ausnahme der Armee glänzen die staatlichen Institutionen nach der schwersten Naturkatastrophe der letzten acht Jahrzehnte in jeglicher Hinsicht mit Abwesenheit. Die Auftritte von Premierminister Koirala an Unglücksorten lassen sich an einer Hand abzählen.
Günstlingswirtschaft
«Nepals Eliten haben den Staat nie als Leistungserbringer für das Volk, sondern immer als Bereicherungsmöglichkeit verstanden», erklärt Thomas Bell. Der Brite lebt seit über einem Jahrzehnt in Nepal und hat mit dem Buch «Kathmandu» eine vielbeachtete Beschreibung seiner Wahlheimat vorgelegt. «Auch vor dem Beben funktionierten Wasser- und Stromversorgung dort am besten, wo Günstlinge der Regierung lebten. Das Einzige, was die Regierung effizient betreibt, ist die Bewirtschaftung ihres Patronagesystems.» Auch nach dem Hochwasser im Sommer 2014 habe die Regierung nicht viel mehr getan, als internationale Hilfe zu fordern.
Natürlich ist Nepal nicht das einzige arme Land mit Eliten, die sich nicht um das Wohl der Bevölkerung kümmern. Die Stabilität der Machtverhältnisse ist aber aussergewöhnlich. Der Himalajastaat war nie eine westliche Kolonie, seit dem 18. Jahrhundert herrscht eine relativ homogene städtische Oberschicht aus Angehörigen der höchsten Kasten über nahezu alle Aspekte des Lebens. Dies hat sich auch nicht geändert, als nach dem Ende des Bürgerkrieges die Monarchie abgeschafft wurde. Das Land führt zwar demokratische Wahlen durch, ist aber weiterhin von feudalen Machtstrukturen geprägt. Wie stark diese auf enge Kreise in Kathmandu beschränkt sind, zeigt sich auch daran, dass ältere Generationen von «Nepal» sprechen, wenn sie die Hauptstadt meinen. Das Machtzentrum steht fürs ganze Land. Wer nicht dazugehört, sieht nur im Ausland Perspektiven. Kaum ein Land der Erde ist so stark auf Überweisungen von Gastarbeitern im Ausland angewiesen wie Nepal.
mehr:
- Nepals korrupte Eliten – «Vom Staat erwarten wir nichts» (Volker Pabst, NZZ, 03.05.2015)
Einer der meistgehörten Sätze dieser Tage in Kathmandu ist ein Misstrauensvotum. «Vom Staat erwarten wir nichts.» Die Menschen unter den Zeltplanen, die aus Furcht vor Nachbeben nicht in ihre Häuser zurückkehren wollen, die Freiwilligen, die in den Trümmerhaufen nach Überlebenden suchen, die Verschonten, die den weniger Glücklichen mit Nahrungsmitteln helfen – von der Regierung erwarten sie nichts. Und dies zu Recht, denn mit Ausnahme der Armee glänzen die staatlichen Institutionen nach der schwersten Naturkatastrophe der letzten acht Jahrzehnte in jeglicher Hinsicht mit Abwesenheit. Die Auftritte von Premierminister Koirala an Unglücksorten lassen sich an einer Hand abzählen.
Günstlingswirtschaft
«Nepals Eliten haben den Staat nie als Leistungserbringer für das Volk, sondern immer als Bereicherungsmöglichkeit verstanden», erklärt Thomas Bell. Der Brite lebt seit über einem Jahrzehnt in Nepal und hat mit dem Buch «Kathmandu» eine vielbeachtete Beschreibung seiner Wahlheimat vorgelegt. «Auch vor dem Beben funktionierten Wasser- und Stromversorgung dort am besten, wo Günstlinge der Regierung lebten. Das Einzige, was die Regierung effizient betreibt, ist die Bewirtschaftung ihres Patronagesystems.» Auch nach dem Hochwasser im Sommer 2014 habe die Regierung nicht viel mehr getan, als internationale Hilfe zu fordern.
Natürlich ist Nepal nicht das einzige arme Land mit Eliten, die sich nicht um das Wohl der Bevölkerung kümmern. Die Stabilität der Machtverhältnisse ist aber aussergewöhnlich. Der Himalajastaat war nie eine westliche Kolonie, seit dem 18. Jahrhundert herrscht eine relativ homogene städtische Oberschicht aus Angehörigen der höchsten Kasten über nahezu alle Aspekte des Lebens. Dies hat sich auch nicht geändert, als nach dem Ende des Bürgerkrieges die Monarchie abgeschafft wurde. Das Land führt zwar demokratische Wahlen durch, ist aber weiterhin von feudalen Machtstrukturen geprägt. Wie stark diese auf enge Kreise in Kathmandu beschränkt sind, zeigt sich auch daran, dass ältere Generationen von «Nepal» sprechen, wenn sie die Hauptstadt meinen. Das Machtzentrum steht fürs ganze Land. Wer nicht dazugehört, sieht nur im Ausland Perspektiven. Kaum ein Land der Erde ist so stark auf Überweisungen von Gastarbeitern im Ausland angewiesen wie Nepal.
mehr:
- Nepals korrupte Eliten – «Vom Staat erwarten wir nichts» (Volker Pabst, NZZ, 03.05.2015)
»Die in Teilen Griechenlands über 400 Jahre währende osmanische Herrschaft führte dazu, daß die Griechen den Staat im wesentlichen als Ausbeuter erlebten. Während in Westeuropa ein selbstbewußtes Bürgertum entstand, welches den Staat als das eigene Staatswesen, als die eigene bürgerliche Republik empfand, war der Staat für die Griechen gleichbedeutend mit Fremdherrschaft, gegen die es sich zu wehren galt und die man haßte. Steuervermeidung und Diebstahl von staatlichem Eigentum waren typische Abwehrreaktionen. Diese Einstellung zum Staat wurde zu einer Tradition, die bis heute fortwirkt.« (Heinz A. Richter, Athener Klientelismus, in: Lettre international 96, Frühjahr 2012)
Im Irak im Schützengraben
Es gibt Soldaten, die Strichlisten über die getöteten Feinde führen. Einer hat eben seinen 182. Strich gemacht. Mit den kurdischen Peschmerga, an der Front im Nordirak, im Kampf gegen den «Islamischen Staat».
Dohuk, Nordirak, 40 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Morgens um sieben. Es ist sonnig, aber kalt. Allan, Cameran und ich stehen auf der Strasse herum und warten. Das Lokal, das gross mit «Caffee» angeschrieben ist, serviert keinen Kaffee. Der Mann, der schon an einem Kebab herumsäbelt, weiss gar nicht, wovon wir reden. Also trinken wir Tee, der wie immer viel zu süss ist.
Wir sind um fünf Uhr in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, aufgebrochen. Ausserhalb der Stadt assen wir unter Lastwagenfahrern im Neonlicht frischen Joghurt und warmes Brot. Jetzt warten wir auf unseren Fixer. Fixer werden in Ländern wie dem Irak jene Leute genannt, die für Journalisten übersetzen und organisieren, deren Hauptaufgabe aber darin besteht, dafür zu sorgen, dass der Journalist überlebt.
Unser Fixer soll uns heute an die Front bringen. Wir wollen sehen, wo die kurdischen Streitkräfte, die Peschmerga, gegen die Truppen des «Islamischen Staates» (IS) kämpfen. Doch als ich ihn vor einer Viertelstunde anrief, weckte ich ihn offensichtlich. Er versprach, gleich zu kommen. Bis er da ist, bleibt genug Zeit für die erste Auseinandersetzung des Tages.
Allan und Cameran kennen sich vom Studium, beide studierten internationale Beziehungen in Genf. Allan ist Schweizer, er hat über Kurdistan lizenziert, Cameran ist ein in der Schweiz aufgewachsener Kurde und feuriger Nationalist. Wie viele seiner Landsleute sieht er im momentanen Kriegs-Chaos im Mittleren Osten die Stunde für einen Kurdenstaat gekommen.
Letztes Jahr wollte er sich den Peschmerga anschliessen, er stellte sich vor, seine Ausbildung an der Panzerfaust im Schweizer Militär könnte nützlich sein. Doch seine Eltern protestierten. Neben dem IS gilt Camerans Feindschaft den Arabern im Allgemeinen und den Irakern im Speziellen. Dafür lässt er nichts auf Israel kommen; diese Sympathie ist in Kurdistan weit verbreitet. Umzingelt von Todfeinden, damit können sich die Kurden identifizieren.
mehr:
- Reportage: Im Irak im Schützengraben (Christoph Zürcher, NZZ, 03.05.2015)
Dohuk, Nordirak, 40 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Morgens um sieben. Es ist sonnig, aber kalt. Allan, Cameran und ich stehen auf der Strasse herum und warten. Das Lokal, das gross mit «Caffee» angeschrieben ist, serviert keinen Kaffee. Der Mann, der schon an einem Kebab herumsäbelt, weiss gar nicht, wovon wir reden. Also trinken wir Tee, der wie immer viel zu süss ist.
Wir sind um fünf Uhr in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, aufgebrochen. Ausserhalb der Stadt assen wir unter Lastwagenfahrern im Neonlicht frischen Joghurt und warmes Brot. Jetzt warten wir auf unseren Fixer. Fixer werden in Ländern wie dem Irak jene Leute genannt, die für Journalisten übersetzen und organisieren, deren Hauptaufgabe aber darin besteht, dafür zu sorgen, dass der Journalist überlebt.
Unser Fixer soll uns heute an die Front bringen. Wir wollen sehen, wo die kurdischen Streitkräfte, die Peschmerga, gegen die Truppen des «Islamischen Staates» (IS) kämpfen. Doch als ich ihn vor einer Viertelstunde anrief, weckte ich ihn offensichtlich. Er versprach, gleich zu kommen. Bis er da ist, bleibt genug Zeit für die erste Auseinandersetzung des Tages.
Allan und Cameran kennen sich vom Studium, beide studierten internationale Beziehungen in Genf. Allan ist Schweizer, er hat über Kurdistan lizenziert, Cameran ist ein in der Schweiz aufgewachsener Kurde und feuriger Nationalist. Wie viele seiner Landsleute sieht er im momentanen Kriegs-Chaos im Mittleren Osten die Stunde für einen Kurdenstaat gekommen.
Letztes Jahr wollte er sich den Peschmerga anschliessen, er stellte sich vor, seine Ausbildung an der Panzerfaust im Schweizer Militär könnte nützlich sein. Doch seine Eltern protestierten. Neben dem IS gilt Camerans Feindschaft den Arabern im Allgemeinen und den Irakern im Speziellen. Dafür lässt er nichts auf Israel kommen; diese Sympathie ist in Kurdistan weit verbreitet. Umzingelt von Todfeinden, damit können sich die Kurden identifizieren.
mehr:
- Reportage: Im Irak im Schützengraben (Christoph Zürcher, NZZ, 03.05.2015)
Samstag, 2. Mai 2015
Fernsehtip: Vertrauter Feind - Nazis im Dienst der CIA
Sie waren Verbrecher, Folterer und Massenmörder: 1945 fliehen Dutzende hochrangige Nationalsozialisten vor der Justiz der Alliierten ins sichere Exil. Dort weiß man ihre Erfahrung durchaus zu nutzen. Rekrutiert von der CIA, werden die alten Feinde zu Verbündeten im Kalten Krieg
mehr:
- ZDF-History: Vertrauter Feind – Nazis im Dienst der CIA (Phoenix, heute abend, 02.05.2015, 21:45h, Wiederholung: Mittwoch, 06.05.2015, 03:45 h)
ZDF History - Vertrauter Feind - Nazis im Dienst der CIA [41:51]
9,000 Nazis Conduct MKULTRA [4:30]
siehe auch – Donald Ewen Cameron [Wikipedia]:
Mitte der 1950er wurde Cameron Professor für Psychiatrie der McGill University, leitender Psychiater des Royal Victoria Hospitals und Direktor des Alan Memorial Institutes. 1952/53 war er Präsident der American Psychiatric Association. Ferner wurde er zum Präsident des Psychiatrieverbandes von Quebec und Kanada, der World Psychiatric Association (Weltverband der Psychiatrie), der Gesellschaft für Biologische Psychiatrie und des Amerikanischen Psychopathologischen Verbandes gewählt.
[…]
1956/57 begab sich Val Orlikow, die Frau des kanadischen Parlamentsmitglieds David Orlikow, wegen Depressionen zu ihm in Behandlung. An ihr, wie auch an hunderten weiteren Patienten mit geringfügigen Problemen, machte er seine Driving-Experimente mit LSD und Elektroschocks. Als Val Orlikow das Allan Memorial wieder verließ, hatte sie den Verstand eines Kleinkinds und keine Erinnerung mehr an ihren Ehemann und ihre Kinder. Erst zehn Jahre nach Camerons Tod, nachdem die Orlikows von einer Kongressanhörung zu den CIA-Gehirnwäsche-Experimenten lasen, gelang es ihnen, diese „Behandlungen“ aufzudecken. Eine weitere Patientin war Linda McDonald. Im Jahre 1962, nach der fünften Schwangerschaft, bekam sie postnatale Depressionen. Innerhalb von drei Wochen in seiner Klinik diagnostizierte Cameron, dass sie unter akuter Schizophrenie litt. Er behandelte sie innerhalb von vier Monaten mit 102 Elektroschocks, 6 Joule Elektrizität pro Behandlung, und setzte sie für 86 Tage in ein künstliches Koma. Dies löschte ihr Gedächtnis auf Kleinkindniveau, sie musste wieder lernen auf die Toilette zu gehen. Sie hatte keine Erinnerungen mehr über ihr früheres Leben, bei der Rückkehr erkannte sie ihre eigene Familie nicht mehr.
mehr:
- ZDF-History: Vertrauter Feind – Nazis im Dienst der CIA (Phoenix, heute abend, 02.05.2015, 21:45h, Wiederholung: Mittwoch, 06.05.2015, 03:45 h)
ZDF History - Vertrauter Feind - Nazis im Dienst der CIA [41:51]
Veröffentlicht am 31.01.2015
Ausgestrahlt: 23.11.2014 | 45:00 Min.| Quelle: ZDF
Sie waren Verbrecher, Folterer und Massenmörder: 1945 fliehen Dutzende hochrangige Nationalsozialisten vor der Justiz der Alliierten ins sichere Exil. Dort weiß man ihre Erfahrung durchaus zu nutzen. Rekrutiert von der CIA, werden die alten Feinde zu Verbündeten im Kalten Krieg. Zahlreiche ehemalige Nazigrößen und italienische Faschisten heuern als Agenten für weltweite Operationen gegen den Kommunismus an: Sie organisieren Folter und Todesschwadronen in den pro-amerikanischen Militärdiktaturen Südamerikas und sind beteiligt an Putschversuchen in Italien.
"ZDF-History" rekonstruiert die Pfade eines weltumspannenden Netzwerks, dessen geheime Macht auch in Regierungskreise der Bundesrepublik reichte.
Sie waren Verbrecher, Folterer und Massenmörder: 1945 fliehen Dutzende hochrangige Nationalsozialisten vor der Justiz der Alliierten ins sichere Exil. Dort weiß man ihre Erfahrung durchaus zu nutzen. Rekrutiert von der CIA, werden die alten Feinde zu Verbündeten im Kalten Krieg. Zahlreiche ehemalige Nazigrößen und italienische Faschisten heuern als Agenten für weltweite Operationen gegen den Kommunismus an: Sie organisieren Folter und Todesschwadronen in den pro-amerikanischen Militärdiktaturen Südamerikas und sind beteiligt an Putschversuchen in Italien.
"ZDF-History" rekonstruiert die Pfade eines weltumspannenden Netzwerks, dessen geheime Macht auch in Regierungskreise der Bundesrepublik reichte.
9,000 Nazis Conduct MKULTRA [4:30]
Hochgeladen am 12.09.2010
Another introduction to MKULTRA, how 34 Nazi scientists secretly brought here after WWII turned into 9,000 Nazis conducting MKULTRA on unknowing citizens. Discusses key players in the start up. Some very nasty characters were brought here and unleashed on We The People secretly.
Emphasizing that 9,000 Nazi scientists started this monstrous mind control operation that has spanned about 6 decades.
Emphasizing that 9,000 Nazi scientists started this monstrous mind control operation that has spanned about 6 decades.
siehe auch:
- Klarstellung: Lou Reed sollte einst nicht mit Elektroschocks von seinen homosexuellen Neigungen "geheilt" werden (Rolling Stone, 16.04.2015)
Merrill Reed Weiner, die jüngere Schwester von Lou Reed, hat einen Essay über ihren 2013 verstorbenen Bruder geschrieben, in dem sie sich mit Gerüchten über Reeds Kindheit und die angeblich homophoben Neigungen ihrer Eltern auseinandergesetzt hat.
John Cale and Lou Reed on Sunday Night (1989) [9:00]
John Cale and Lou Reed on Sunday Night (1989) [9:00]
Veröffentlicht am 21.01.2013
John Cale and Lou Reed perform two songs on Sunday Night (later called "Night Music") show #120 in 1989.
siehe auch – Donald Ewen Cameron [Wikipedia]:
Mitte der 1950er wurde Cameron Professor für Psychiatrie der McGill University, leitender Psychiater des Royal Victoria Hospitals und Direktor des Alan Memorial Institutes. 1952/53 war er Präsident der American Psychiatric Association. Ferner wurde er zum Präsident des Psychiatrieverbandes von Quebec und Kanada, der World Psychiatric Association (Weltverband der Psychiatrie), der Gesellschaft für Biologische Psychiatrie und des Amerikanischen Psychopathologischen Verbandes gewählt.
[…]
1956/57 begab sich Val Orlikow, die Frau des kanadischen Parlamentsmitglieds David Orlikow, wegen Depressionen zu ihm in Behandlung. An ihr, wie auch an hunderten weiteren Patienten mit geringfügigen Problemen, machte er seine Driving-Experimente mit LSD und Elektroschocks. Als Val Orlikow das Allan Memorial wieder verließ, hatte sie den Verstand eines Kleinkinds und keine Erinnerung mehr an ihren Ehemann und ihre Kinder. Erst zehn Jahre nach Camerons Tod, nachdem die Orlikows von einer Kongressanhörung zu den CIA-Gehirnwäsche-Experimenten lasen, gelang es ihnen, diese „Behandlungen“ aufzudecken. Eine weitere Patientin war Linda McDonald. Im Jahre 1962, nach der fünften Schwangerschaft, bekam sie postnatale Depressionen. Innerhalb von drei Wochen in seiner Klinik diagnostizierte Cameron, dass sie unter akuter Schizophrenie litt. Er behandelte sie innerhalb von vier Monaten mit 102 Elektroschocks, 6 Joule Elektrizität pro Behandlung, und setzte sie für 86 Tage in ein künstliches Koma. Dies löschte ihr Gedächtnis auf Kleinkindniveau, sie musste wieder lernen auf die Toilette zu gehen. Sie hatte keine Erinnerungen mehr über ihr früheres Leben, bei der Rückkehr erkannte sie ihre eigene Familie nicht mehr.
[Donald Ewen Cameron, Wikipedia]
- A Family in Peril: Lou Reed’s Sister Sets the Record Straight About His Childhood (Merrill Reed Weiner, Medium)
zu MKULTRA siehe auch:
- Hoaxilla #134 – ‘MKULTRA’ (Hoaxilla, 15.09.2013)
- Von Wilhelm Reich zu MKULTRA (Thomas Barth, Inversepanopticon, 15.02.2014)
- Die Tötungsmaschine (Cubafreundschaft, 30.06.2007, PDF)
- Kurt Blome (InfoRapid Wissensportal)
- Gegenkultur der 1960er Jahre (Deutsch-Linien, siehe Kapitel »3.2.1 Ken Kesey und die Merry Pranksters«)
- 13. April 1953 (Zeitzeugenbörse Paderborn)
- xxx (Handara Lee, bigredonline, Hausarbeit im Kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität Berlin, Word-Dokument)
- US-Historiker: CIA testet immer noch Drogen an Menschen (aus Russia today, Interview mit Hank Albarelli, Propagandafront)
- Ergot Poisoning at Pont St. Esprit (Dr. Gabbai, British Medical Journal, 15.09.1951, PDF)
- 1951 : trip sous acide à Pont-Saint-Esprit (Le Point 09.07.2012)
The CIA’s Secret Experiments (Medical Documentary) - Real Stories {55:51}
x
- En 1951, un village français a-t-il été arrosé de LSD par la CIA ? (Loïc Chauvin, L’ObsRue89, 08.03.2010)
L'affaire de Pont-Saint-Esprit , du pain empoisonné par la CIA ? [2:18]
Kate Bush - Cloudbusting - Official Music Video [6:56]
- A Family in Peril: Lou Reed’s Sister Sets the Record Straight About His Childhood (Merrill Reed Weiner, Medium)
zu MKULTRA siehe auch:
- Hoaxilla #134 – ‘MKULTRA’ (Hoaxilla, 15.09.2013)
- Von Wilhelm Reich zu MKULTRA (Thomas Barth, Inversepanopticon, 15.02.2014)
- Die Tötungsmaschine (Cubafreundschaft, 30.06.2007, PDF)
- Kurt Blome (InfoRapid Wissensportal)
- Gegenkultur der 1960er Jahre (Deutsch-Linien, siehe Kapitel »3.2.1 Ken Kesey und die Merry Pranksters«)
- 13. April 1953 (Zeitzeugenbörse Paderborn)
- xxx (Handara Lee, bigredonline, Hausarbeit im Kulturwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität Berlin, Word-Dokument)
- US-Historiker: CIA testet immer noch Drogen an Menschen (aus Russia today, Interview mit Hank Albarelli, Propagandafront)
- Ergot Poisoning at Pont St. Esprit (Dr. Gabbai, British Medical Journal, 15.09.1951, PDF)
- 1951 : trip sous acide à Pont-Saint-Esprit (Le Point 09.07.2012)
The CIA’s Secret Experiments (Medical Documentary) - Real Stories {55:51}
Veröffentlicht am 10.02.2017
In August 1951, inhabitants of the picturesque French village of Pont-Saint-Esprit were suddenly tormented by terrifying hallucinations. People imagined lions and tigers were coming to eat them. A man jumped out of a window thinking he was a dragonfly. At least seven people died, dozens were taken to the local asylum in strait jackets and hundreds were affected.
Almost immediately, wild theories started circulating to explain the this mysterious case of mass insanity. There were claims of poisoned flour, contaminated water and even witchcraft. But the truth was stranger than many of the theories: the CIA had spiked the local food with LSD as part of a mind control experiment at the height of the Cold War.
In this documentary, we reveal how for decades, the CIA has been using unconsenting people as guinea pigs in thousands of different experiments.
Want to watch more full-length Documentaries?
Click here: http://bit.ly/1GOzpIu
Follow us on Twitter for more - https://twitter.com/realstoriesdocs
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Instagram - @realstoriesdocs
Content licensed from Java Films. Any queries, please contact us at: realstories@littledotstudios.com
Produced by Piments Pourpres
Almost immediately, wild theories started circulating to explain the this mysterious case of mass insanity. There were claims of poisoned flour, contaminated water and even witchcraft. But the truth was stranger than many of the theories: the CIA had spiked the local food with LSD as part of a mind control experiment at the height of the Cold War.
In this documentary, we reveal how for decades, the CIA has been using unconsenting people as guinea pigs in thousands of different experiments.
Want to watch more full-length Documentaries?
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Produced by Piments Pourpres
- En 1951, un village français a-t-il été arrosé de LSD par la CIA ? (Loïc Chauvin, L’ObsRue89, 08.03.2010)
L'affaire de Pont-Saint-Esprit , du pain empoisonné par la CIA ? [2:18]
Hochgeladen am 16.09.2010
En 1951, les habitants du village de Pont-Saint-Esprit (Gard) avaient été pris de démence après avoir mangé du pain. D'après les Inrocks , la crise de folie viendrait d'une expérience secrète sur le LSD menée par la CIA.
Pain maudit ou empoisonné? En Août 1951, le bourg de Pont-Saint-Esprit (Rhône) avait été atteint d'une espèce de folie collective et hallucinatoire. Bilan: Au moins cinq morts, plus de trente personnes hospitalisées et près de 300 malades. Nausées, brûlures d'estomac, vomissements, suicides. Des études menées par les scientifiques montrent que le seigle du pain aurait été contaminé.
Un champignon parasite des graminées, l'ergot de seigle serait la cause de ce délire collectif. Mais cette maladie a disparu en France depuis le XVIIIe siècle. D'autres scientifiques ont cherché de nouvelles pistes. Deux scientifiques ont découvert par hasard du LSD, synthétisé à partir d'ergot.
Une opération de la CIA?
59 ans après les faits, les chercheurs n'apportent pas d'explications définitives puisque aucune des pistes suivies ( fongicides, eaux, toxines...) ne tient la route.
Pourtant, fin 2009, un journaliste, Hank Albarelli affirme que la crise de démence des habitants du Pont-Saint-Esprit viendrait d'une expérience secrète menée par la CIA et l'armée américaine.
En pleine guerre froide, la CIA a mené beaucoup d'opérations secrètes. Hank Albarelli dit avoir appris que la DGSE aurait demandé des informations sur l'affaire au Département d'Etat américain, ce que les services français démentent.
L'affaire du Pont-Saint-Esprit est-il le fruit d'une de ces expériences confidentielles? La thèse du journaliste américain entretient le suspense.
Pain maudit ou empoisonné? En Août 1951, le bourg de Pont-Saint-Esprit (Rhône) avait été atteint d'une espèce de folie collective et hallucinatoire. Bilan: Au moins cinq morts, plus de trente personnes hospitalisées et près de 300 malades. Nausées, brûlures d'estomac, vomissements, suicides. Des études menées par les scientifiques montrent que le seigle du pain aurait été contaminé.
Un champignon parasite des graminées, l'ergot de seigle serait la cause de ce délire collectif. Mais cette maladie a disparu en France depuis le XVIIIe siècle. D'autres scientifiques ont cherché de nouvelles pistes. Deux scientifiques ont découvert par hasard du LSD, synthétisé à partir d'ergot.
Une opération de la CIA?
59 ans après les faits, les chercheurs n'apportent pas d'explications définitives puisque aucune des pistes suivies ( fongicides, eaux, toxines...) ne tient la route.
Pourtant, fin 2009, un journaliste, Hank Albarelli affirme que la crise de démence des habitants du Pont-Saint-Esprit viendrait d'une expérience secrète menée par la CIA et l'armée américaine.
En pleine guerre froide, la CIA a mené beaucoup d'opérations secrètes. Hank Albarelli dit avoir appris que la DGSE aurait demandé des informations sur l'affaire au Département d'Etat américain, ce que les services français démentent.
L'affaire du Pont-Saint-Esprit est-il le fruit d'une de ces expériences confidentielles? La thèse du journaliste américain entretient le suspense.
Kate Bush - Cloudbusting - Official Music Video [6:56]
Hochgeladen am 17.12.2010
Official music video for the single "Cloudbusting" written, produced and performed by the British singer Kate Bush. It was the second single released from her no.1 1985 album Hounds of Love. "Cloudbusting" peaked at no.20 in the UK Singles Chart.
The music video, directed by Julian Doyle, was conceived by Terry Gilliam and Kate Bush. The video features Canadian actor Donald Sutherland playing the role of Wilhelm Reich, and Bush playing the part of his young son, Peter.
The music video, directed by Julian Doyle, was conceived by Terry Gilliam and Kate Bush. The video features Canadian actor Donald Sutherland playing the role of Wilhelm Reich, and Bush playing the part of his young son, Peter.
aktualisiert am 04.08.2017
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Geheimdienste,
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