Samstag, 15. November 2014

Die NATO-Bedrängnis-Inszenierung: der Automatismus von Beschuldigung und der Forderung nach höheren »Verteidigungs«-Ausgaben

- Nato-Generalsekretär kritisiert Putin in Ukraine-Krise scharf (Reuters Deutschland, 14.11.2044)
Berlin (Reuters) - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat das Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Ukraine-Krise scharf kritisiert.
Putin habe das Aufflammen des Konflikts "auf jeden Fall befördert" und "klar die Vereinbarungen zur Waffenruhe gebrochen" sowie "erneut die Integrität der Ukraine verletzt", sagte der Norweger in einem "Bild"-Interview (Freitagausgabe). Die Nato habe in den vergangenen Tagen beobachtet, dass Russland erneut Waffen, Ausrüstung, Artillerie, Panzer und Raketen über die Grenze in die Ukraine gebracht habe. Putin gefährde zudem den zivilen Luftverkehr, denn seine Kampfjets flögen ohne Transpondercodes und kommunizierten nicht mit der Flugsicherung. "Nato-Flugzeuge haben in diesem Jahr schon mehr als 100 Mal russische Flieger abgefangen – mehr als drei Mal so viel wie 2013."


Loriot-Aktenzeichen XY ungelöst [3:56]

Hochgeladen am 19.11.2008
Loriot-Aktenzeichen XY ungelöst

Genauso, wie in diesem Zusammenhang der Begriff »Verteidigung« zu hinterfragen ist, sollte auch über den Begriff des NATO-Generalsekretärs nachgedacht werden: 
Wie wär’s zum Beispiel mit Intendant für Bedrohungsszenarien?

- Nato-Generalsekretär: Höhere Verteidigungsausgaben nötig (ad-hocnews, 14.11.2014)
Der "Bild"-Zeitung (Freitag) sagte Stoltenberg, die Sicherheitslage habe sich durch die Intervention Russlands in der Ukraine "grundlegend geändert". Deshalb seien höheren Verteidigungsausgaben nötig. "Überall in Europa sehen die Menschen, dass sich die Sicherheitslage grundlegend geändert hat", so Stoltenberg. "Deshalb müssen wir in Zukunft mehr für die Verteidigung ausgeben." Dass sei nicht leicht, "weil es so viele andere Prioritäten gibt". Aber die Nato-Länder hätten ihre Verteidigungsausgaben in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 20 Prozent verringert, während Russland sie um mehr als 50 Prozent erhöht habe. "Unsere Sicherheit ist die Voraussetzung für unsere offenen freiheitlichen Gesellschaften und unseren Wohlstand", sagte Stoltenberg. "Und das ist leider nicht zum Nulltarif zu haben."

Wo nimmt Stoltenberg angesichts von TTIP und CETA das Recht her, unsere westliche Gesellschaft als »offen« und »frei« zu bezeichnen? Antwort: Er braucht kein Recht, diese Attribute gehören zu unserem gesellschaftlichen Narrativ!
[…] sollte die Handelsfreiheit am Kongo und am Niger regeln. […] Ihr Schlussdokument, die Kongoakte, bildete die Grundlage für die Aufteilung Afrikas in Kolonien. [Kongokonferenz, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 04.02.2018]
Und über die Kollateralschäden unseres westlichen Wohlstands kann uns Jean Ziegler zwanglos Auskunft geben: Jean Ziegler – ein wahrhaftiger Mensch (Post, 10.09.2013)

Zitate aus dem MONITOR-Bericht:

(siehe: Zbigniew Brzezinski: Die graue Eminenz der US-Politik - Monitor 21.08.2014, in:
Ukraine 18 – Putin als Projektionsfläche für die deutsche Sehnsucht nach dem »Starken Mann«?, Post, 23.08.2014) 
NATO-Generalsekretär Rasmussen (02.07.2014):
»In den letzten fünf Jahren hat Russland seine Verteidigungsausgaben um 50 Prozent erhöht, während die NATO-Staaten im selben Zeitraum ihre Verteidigungsausgaben um durchschnittlich 20 Prozent gekürzt haben.«
Militärausgaben laut SIPRI
(Bildschirmphoto)

Sprecher Monitor: 
»Allein diese vier NATO-Länder [Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA] hatten im letzten Jahr das Neunfache [896 mio US $] an Militärausgaben im Vergleich zu Russland.«
„Die Antwort läßt sich, damals wie heute, mit einem Blick auf die Weltkarte leicht geben: „– ein Blick auf die Weltkarte genügt: Denn da sucht man vergebens die bedrohlichen sowjetischen Stützpunkte auf den Bermudas, auf Kuba, in Mexiko Alaska Kanada Grönland – wohl aber findet man amerikanische, von Norwegen, über die Bundesrepublik, Griechenland Türkei und Pakistan bis hin zu den Kurilen! (Aber die ‚absolute Mehrheit‘ des westdeutschen Volkes wollte diese Orientierung nach dem Wilden Westen: so sei es denn: aber klage Keiner dann, später, wenn es wieder ‚passiert‘ ist!).“  [Arno Schmidt zur Frage »Wer hat wen eingekreist?« in: Deutsches Elend. 13 Erklärungen zur Lage der Nation. Zürich: Haffmans. Zit. in: Rainer Mausfeld, Die Angst der Machteliten vor dem Volk – Demokratie-Management durch Soft Power-Techniken, Christians-Albrecht-Universität zu Kiel, auf Mausfelds Homepage bei der Kieler Universität, PDF]

Um es anhand des Bildschirmphotos der SIPRI-Grafik noch deutlicher zu formulieren:
mit 168 Millionen Dollar gaben 2013 die drei westeuropäischen Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien fast das Doppelte für das Militär aus wie Rußland (88 Millionen Dollar).

Es ist, wenn man ihn einmal verstanden hat, ein sehr einfacher Mechanismus: Zuerst geschieht etwas, das mich in Gefahr bringt (d.h. es muß mich noch nicht einmal in Gefahr bringen – z. B. die »Krim-Annexion«, ich muß vor der Öffentlichkeit nur glaubhaft versichern können, daß ich mich in Gefahr wähne), und dann muß ich mich verteidigen. Dieser Zwang verschafft mir die Berechtigung, auch Dinge zu tun, die moralisch fragwürdig sind, da ich ja Angst habe und mich in einer Zwangslage befinde, in der ich zu einer Reaktion gezwungen bin. Die Verantwortung trägt immer der andere, der mir Angst macht.

(Mein Ausbilder sagte über eine bestimmte Sorte von Frauen: »Hilflos-Sein kann sie gut!«)


(gefunden in: Gunther Hellmann, Die Deutschen und die Russen – Über Neigungen und machtpolitische SozialisierungenGoethe-Universität Frankfurt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, wahrscheinlich Anfang 2014 PDF)

Eine kurze Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika [3:12]

Hochgeladen am 08.04.2009
Micheal Moore's Film "Bowling for Columbine" enthält die zusammenfassung der kleinen Geschichte von Amerika. Diese Animierte Version erzählt in kurzer Zeit alles was man wissen muss. Warum die Amerikaner alle Waffen tragen, warum sie immer Angst haben und warum es den Ku-Klux-Klan gibt. Eine sehr schöne, lustige Geschichte....

- Höhere Verteidigungsausgaben – Berlin stellt sich gegen Nato-Begehrlichkeiten (Handelsblatt, 04.09.2014)
Berlin. Die Chefhaushälter der schwarz-roten Regierungsfraktionen, Norbert Barthle (CDU), und Johannes Kahrs (SPD), lehnen höhere Militärausgaben als Reaktion auf die weltweiten Krisen ab. Die Bundeswehrsoldaten bräuchten zwar für ihre eigene Sicherheit die bestmögliche Ausstattung. „Ich bin skeptisch, ob dazu die Verteidigungsausgaben pauschal erhöht werden müssen, da derzeit die im Verteidigungsetat zur Verfügung stehenden Mittel nicht vollständig abfließen“, sagte Barthle Handelsblatt Online. „Es wäre schon viel gewonnen, wenn die Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr wie geplant laufen und die Industrie die bestellte Ausrüstung pünktlich und in guter Qualität liefert.“
Auch Kahrs sieht keine Veranlassung, über mehr Geld für den Verteidigungshaushalt zu sprechen. „Das Verteidigungsministerium hat 2013 deutlich mehr als eine Milliarde Euro nicht ausgegeben und an das Finanzministerium zurückgegeben“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Handelsblatt Online. In diesem und im kommenden Jahr werde das wohl nicht anders sein. „Ob es damit zu tun hat, dass das Ministerium keinen Bedarf oder die eigenen Abläufe nicht im Griff hat, möchte ich nicht kommentieren“, fügte Kahrs hinzu.


Quelle: heise

- EU-Parlament macht Weg für Assoziierung der Republik Moldau frei (EurActiv, 14.11.2014)
Die EU-Abgeordneten haben ein Abkommen über die Assoziierung der EU mit der Republik Moldau angenommen. Es ist der erste wirtschaftliche und politische Pakt dieser Art zwischen der Europäischen Union und einem ehemaligen Sowjet-Staat. Die Republik Moldau ist der erste Staat aus dem ehemaligen Ostblock, der eine Vereinbarung über Visa-Liberalisierung mit der EU geschlossen hat. Dafür für stimmte die überwiegende Mehrheit: 529 EU-Abgeordnete.
Gegen die Ratifizierung sprachen sich Vertreter der Opposition aus. Die Fraktion der Kommunistischen Partei (34 Mandate) und der Partei Wiedergeburt (drei Mandate) verließen aus Protest die Parlamentssitzung. Die Sozialisten (drei Mandate) nahmen an der Abstimmung teil und stimmten dagegen.


TTIP gefährdet Hunderttausende Jobs

US-Studie warnt vor Folgen von Freihandelsabkommen. Auch Löhne würden sinken
Arbeitsplatzverlust dank Freihandelsabkommen? Eine aktuelle Studie der US-amerikanischen Tufts University in Massachusetts warnt vor den Folgen von TTIP. Gemäß der Untersuchung würde das transatlantische Vertragswerk zum Abbau Hunderttausender Arbeitsplätze in Europa führen.

Über 580.000 europäische Arbeitsplätze, so die Untersuchung der US-Wissenschaftler, könnten den langfristigen Auswirkungen von TTIP zum Opfer fallen. 134.000 Stellen fielen demnach allein in Deutschland fort, auch Frankreich wäre mit etwa 130.000 verlorenen Arbeitsplätzen stark durch TTIP getroffen.

Die Lohnentwicklung dürfte durch das Freihandelsabkommen ebenfalls negativ beeinflusst werden. In Nordeuropa drohen Einkommensverluste von fast 5.000 Euro pro Arbeitendem und Jahr. Mit gut 3.400 Euro weniger müssten die Beschäftigten in Deutschland rechnen. In der Folge wären auch die Steuereinnahmen der Bundesrepublik betroffen.

Ohne Nutznießer bleibt das Abkommen dennoch nicht. Für die USA prognostiziert die Tufts University einen Zuwachs von 780.000 Stellen, zudem würden die Einkommen von US-amerikanischen Beschäftigten bescheiden um 700 Euro im Jahr steigen. Hoffnungen auf mehr darf sich auch das europäische Kapital machen: Es würde einen größeren Teil des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes ausmachen, ein »Transfer von der Arbeit hin zum Kapital« würde stattfinden. Für Deutschland läge der bei etwa vier Prozent.

mehr:
- TTIP gefährdet Hunderttausende Jobs (junge Welt, 14.11.2014)

siehe auch:
- TTIP und Lohn-Dumping: USA wollen Deutschland Märkte in Europa abjagen (Interview mit Jeronim Capaldo, DeutscheWirtschaftsNachrichten, 14.11.2014)




Die dabei ausgehandelten Vertragsbedingungen sind geheim, auch die nationalen Parlamente der zukünftigen Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament erhalten keine detaillierten Informationen. Mittlerweile wurden unautorisiert mehrere interne Positionspapiere der EU und der deutschen Verhandlungsführer aufgrund von Informationsleaks im Internet veröffentlicht.[4] Das geplante Abkommen hat erhebliche Kritik aus verschiedensten politischen Richtungen auf sich gezogen. So haben mehrere Aktionsbündnisse zusammen über eine Million Unterschriften gegen TTIP gesammelt und an zuständige Politiker übergeben. Ein Antrag auf Registrierung einer Europäischen Bürgerinitiative eines EU-weiten Bündnisses gegen TTIP wurde von der Europäischen Kommission im September 2014 als „unzulässig“ abgelehnt. Neben einer Vielzahl von Bedenken in Hinblick auf eine befürchtete Senkung von gesetzlichen Gesundheits-, Umwelt-, und Sozialstandards wird weithin vor allem die Einführung so genannter Schiedsgerichte kritisiert. Diese sollen im Rahmen der Vertragsbestimmungen zum Investitionsschutz ohne die Möglichkeit einer unabhängigen gerichtlichen Überprüfung über Schadensersatzansprüche von Unternehmen gegen die zukünftigen Mitgliedsstaaten entscheiden können. Kritiker führen Beispielfälle aus ähnlichen Abkommen wie NAFTA an, bei denen es pro Fall um Summen im Bereich von hunderten Millionen bis einige Milliarden US-Dollar zu Lasten der Steuerzahler geht.


Als Testfall gilt das Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA), das schon 2013 beschlossene kanadisch-europäische Abkommen, das im Herbst 2014 ratifiziert werden soll, aber – in Europa in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet – ebenso umstritten ist wie TTIP/TAFTA. Beide Abkommen stehen auch in engem Zusammenhang mit der Diskussion um das internationale Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA), das 2012 an Bürgerprotesten aus EU-Ländern und den USA gescheitert war.

 (Transatlantisches Freihandelsabkommen, Wikipedia) 

siehe auch:



Freitag, 14. November 2014

Genuß und Gendersprech

GRAMMATIK  Die wissenschaftliche Erforschung des deutschen und indogermanischen Genussystems im Gegensatz zum ideologischen Gendersprech. 


Bürger und Bürgerinnen
Unser Blick in die Vergangenheit der deutschen Sprache reicht anderthalb Jahrtausende weit bis zu Fibeln und Gürtelschnallen, auf denen unsere Vorfahren einander in Runen ihre Zuneigung bekundeten.
In all dieser Zeit findet sich kein Moment, in dem die Anwesenheit einer Frau nicht der Erwähnung wert gewesen wäre.
Die von unseren Politikern so verehrten (Bürger und) Bürgerinnen sind als Begriff wie die Fülle der deutschen Städte über achthundert Jahre alt. Im Mittelalter wimmelt es von “beckerinnen, weberinnen, wirtinnen, zoube­rinnen, arzatinnen, meisterinnen, friuntinnen” und sogar einer “marnerin”, einer Seefahrerin.
Unter uns Germanen begannen zuerst die Goten im vierten Jahrhundert nach Christus mit dem Schreiben. Auch sie ließen Frauen nie unerwähnt: “frijond·s” (Freund) und “frijond·i” (Freund·in).
Unser Blick reicht weit über das Germanische hinaus. Die frühesten Schriftbelege der indo­germani­schen Sprach­familie, von der das Ger­mani­sche nur einer von dreizehn Zweigen ist, stammen von den Hethitern und sind drei­einhalb Jahr­tausende alt. Frauen­bezeich­nun­gen schöpften sie wie wir mit einem Suffix: “hassus” (König) und daraus “hassus·saras” (König·in).
Die Motion, wie man solche Frauenableitungen fachlich nennt, ist in der indo­germani­schen Kultur überall Brauch und verdrießt uns erst, seit sie keine tatsächliche Frau aus Fleisch und Blut mehr voraus­setzt, sondern Programm ist.
Unser Programm lautet: Geschlecht, Hautfarbe, sexuelle Orientierung und andere angeborene Eigen­arten sollen niemand davon abhalten, das aus seinem Leben zu machen, was er möchte.
Gesucht wird schnellstmöglich Bundesliga­fußball­trainer/Bundes­liga­fußball­trainerin. Bewerbun­gen bitte bis Samstag 15 Uhr 29 an den Hamburger Sport-Verein e.V., Syl­vesterallee 7, 22525 Hamburg!
Mit Sicherheit keine Stellenanzeige, die Frauen anlockt. Dennoch zwingt die Sitte den Inserenten, Frauen ausdrücklich zu einer Bewerbung einzuladen.
Die Sitte, nicht das Gesetz. Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) beschäftigt sich zwar mit Stellenausschreibungen, erschöpft sich dabei aber in dem Gebot, dass nichtqualifizierende Eigenschaften bei der Auswahl aus den Bewerbern keine Rolle spielen dürfen. Formulierungsvorgaben oder die Sprache selbst kommen darin nicht vor.
Das schafft juristischen Kommentaren und Gerichten die Gelegenheit, sich an der Sprache abzuarbeiten.
mehr:
- Der Führerin entgegen (Belles Lettres)

Loriot - Nudel [3:07]

Veröffentlicht am 26.05.2014
Hochgeladen mit Free Video Converter von Freemake http://www.freemake.com/de/free_video...
 

Geplanter Verschleiß – Der Kapitalismus zerstört sich selbst

Warum gibt es eingebaute Schwachstellen in neuen Produkten, sogenannten “geplanten Verschleiß”? Es gibt drei Gründe, die aufbauend auf dem Buch von Professor Dr. Christian Kreiß “Geplanter Verschleiss – Wie die Industrie uns zu immer mehr und immer schnellerem Konsum antreibt (…)” dargelegt werden. Die Hintergründe führen direkt zum Selbstzerstörungsmechanismus hin, der im Kapitalismus inhärent ist.
mehr:
- Geplanter Verschleiß – Der Kapitalismus zerstört sich selbst (Friedensblick, 12.11.2014)

siehe auch:
- Die französische Legislative entdeckt die Obsoleszenz (Post, 17.10.2014)

Loriot - Das Bild hängt schief [3:14]

Veröffentlicht am 10.04.2012

Die Ampel auf dem Acker

Realer Irrsinn: Ampel auf Acker | extra 3 | NDR [2:39]

Veröffentlicht am 08.05.2014
In Isernhagen bei Hannover gibt es einen Acker, der sich wohl zu den Luxus Äckern der Republik zählen darf. Denn: Er hat seine ganz eigene Ampel-Anlage. Martina Hauschild sieht für uns rot.
http://www.ndr.de

Donnerstag, 13. November 2014

Realsatire: Gysi von Irren bis aufs Klo verfolgt

Vor einigen Tagen habe ich was über kritische israelische Journalisten geschrieben, die, weil einige linke Politiker Druck gemacht hatten, ihre Veranstaltung in andere Räumlichkeiten verlegen mußten:
- Freiheit und Demokratie! – Nur für die, die richtig denken? (Post, 09.11.2014)


Wie ich auf dem Blog vom Alten Mann erfahren, hatte das Ganze noch ein Nachspiel:
- Irre Jagd auf Gysi – von Irren? (altermannblog, 13.11.2014)
Zitat:

Wer eine schnelle Meinung (bitte nicht mit “Information” verwechseln!) braucht, der liest das Zentralorgan der Erwachsenenbildung Deutschlands. Da steht: Irre Israel-Hasser verfolgen Gysi bis aufs Klo. Als erstes denkt man da an militante Palästinenser, die mit Arafat-Tuch und Kalaschnikow den Sympathieträger der Linken bis aufs Klo jagen, oder Glatzköpfe, die mit ihren Springerstiefeln womöglich noch die Klotür eintreten. Jetzt haben wir unser Toilettengate, wie das Neue Deutschland geistreich titelt. Wenigstens erfährt man von diesem Blatt etwas über den Hintergrund dieser Aktion. Für den BILD-”Leser” genügt, wenn der weiß, dass es Irre waren. Warum das Irre sind, erfährt man nicht. Für den Springerkonzern ist alles irr, was nicht speichelleckend vor Israel zu Kreuze kriecht. Das weiß auch Cheftaktiker Gysi und in Sachen Israelpolitik vertritt er Mainstream und das genau war der Grund der Aktion der beiden jüdischen, israelkritischen Journalisten, von ihm das Warum zu erfragen.

Gregor Gysi smears @maxblumenthal & @davidsheen then locks himself in Bundestag toilet {10:34}

Marty LeBoeuf
Am 11.11.2014 veröffentlicht 
Max Blumenthal, an US-American writer of Jewish origin, and the son of Sidney Blumenthal, the former advisor of President Bill Clinton and now a close adviser to potential Democratic presidential candidate Hillary Clinton, says in this video that he wants to sit down with German parliament member Gregor Gysi (The Left) in order to see if Gysi can explain the allegations against Blumenthal and if Gysi can explain why Blumenthal and Sheen should be silenced. Gysi did not present alternative views and arguments, according to Blumenthal. Blumenthal says about the methods of Gysi: “This is Stasiism. The Spirit of Stasi is still alive in Berlin right now under the name and in the office of Gregor Gysi who is acting behind the scenes to background deals in an undemocratic fashion and claiming the mentor of a democrat and a leftist in order crash Palestinian rights”, says Blumenthal about Gysi.
The shorter video made by David Sheen:
https://www.youtube.com/watch?v=soUS3...
The lies of Benjamin Weinthal and Greogr Gysi:
http://www.morgenpost.de/berlin/artic...
Canadian reporter David Sheen and US-American journalist Max Blumenthal were not allowed to speak at the Volksbühne in Berlin on November the 9th, 2014. Instead they had to move to the tiny basement at Coop Anti-Kriegs Cafe Berlin just a few streets away from the Rosa Luxemburg Square where the Volksbuehne is located.
The Protest Video - Never again to anyone today, tomorrow and until Palestine is free:
http://www.bdsberlin.org/never-again-...
The Letter of Petra Pau and Volker Beck:
https://www.radio-utopie.de/wp-conten...
No unilateral recognition of Palestinian state, says top German politician
By BENJAMIN WEINTHAL,MAYA SHWAYDER
http://www.jpost.com/landedpages/prin...
Kristallnacht 2014 in Berlin
By Petra Marquardt-Bigman
http://www.jpost.com/landedpages/prin...
Berlin theater cancels anti-Israel event
By BENJAMIN WEINTHAL
http://www.jpost.com/landedpages/prin...
German Left-Wing Parliamentarians Lead Renewed Charge Against Anti-Semitic Son of Clinton Adviser
Jewish & Israel News Algemeiner
http://www.algemeiner.com/2014/11/07/...
Talks of Sheen and Blumenthal in Berlin:
http://www.publicsolidarity.de/2014/1...
Coverage of the Talks of Sheen and Blumenthal in Berlin:
https://www.radio-utopie.de/2014/11/0...

siehe auch:
- Berlin: 10.11.2014 Fachgespräch mit Max Blumenthal und David Sheen (Palästina-Solidarität, 22.10.2014)
Russell-Tribunal, Geberkonferenz und staatliche Anerkennung: Gaza und die Internationale Politik
Zeit: 10. November 2014 11:00 – 13:00 Uhr
Ort: Saal des LINKE-Fraktionsvorstandes, Reichstagsgebäude (Fraktionsebene)
Veranstalter: Inge Höger
Nachdem sich das britische Parlament für die staatliche Anerkennung Palästinas ausgesprochen hat, ist es nun an der Zeit, dass auch in Deutschland die Debatte diesbezüglich Fahrt aufnimmt.


- Video: Partei-Linken-Führer Gysi im Bundestag auf der Flucht vor jüdischen Intellektuellen David Sheen und Max Blumenthal (Daniel Neun, Radio Utopie, 11.11.2014)
- Das rote (Wurm)Loch (Daniel Neun, Radio Utopie, 12.11.2014)
- Linker Eklat im Bundestag (Schwäbische, 13.11.2014)

Christoph Plate hat die Friedrichshafener Linken-Abgeordnete Annette Groth zu dem Vorfall befragt.

Mousetrap Fission [2:27]

Hochgeladen am 08.06.2010
An array of 138 mousetraps are set off in a chain reaction. Ping-pong balls help visualize both neutrons and the release of energy. Shot in 600 fps and 1000 fps.
Thanks to Rob for letting us use the camera.
For more details on our setup see http://sciencedemonstrations.fas.harv...
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„Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“
– Hanns Joachim Friedrichs: Interview mit dem Spiegel[2] (Leben, Hans Joachim Friedrichs, Wikipedia)

George Harrison - Isn't It A Pity (Unreleased) [4:57]  Text

Veröffentlicht am 25.02.2013
An unreleased version of Isn't It A Pity for George's 70th Birthday.


beware of darkness concert for george (eric clapton) [3:50]  Text

Hochgeladen am 09.09.2009
NO COPYRIGHT INFRINGEMENT INTENDED! Just giving people a chance to enjoy some great music. This was taken from ''THE CONCERT FOR GEORGE HARRISON''





Korruption bei WM-Vergabe?

Zürich. Der vom Weltverband beauftragte Sonderermittler Michael Garcia will gegen den Abschlussbericht der Fifa-Ethikhüter zur Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 vorgehen.
In einem Statement am Donnerstag bemängelte der frühere FBI-Direktor mehreren Medien zufolge "zahlreiche unvollständige und fehlerhafte Darstellungen der Tatsachen und Schlussfolgerungen" und kündigte eine Berufung an.

mehr:
- Fifa-Ermittler Garcia will gegen Bericht der Ethikhüter vorgehen (RP-Online, 13.11.2014)

siehe auch:
- Bericht zur WM-Vergabe – Moralischer Persilschein für die Fifa (Marie Kamprath, Cicero, 14.11.2014)
- FIFA stürzt immer weiter ins Chaos (Deutsche Welle, 15.11.2014)

Allan Meltzer – Top-Ökonom empfiehlt Auf­spaltung des Euro

Das Problem der Staatsverschuldung lässt sich mit Geldpolitik nicht lösen, meint Alan Meltzer. Er empfiehlt den Europäern die Aufspaltung des Euro. Das würde hilfreichen Druck zur Sanierung auslösen.

Ein Doyen der Geldpolitik, der US-Ökonom Allan Meltzer, hat bei einem Deutschlandbesuch Vorschläge zur Lösung der Eurokrise gemacht, die, würde man ihnen folgen, auf die Aufspaltung der Einheitswährung hinauslaufen würden. »Es muss einen schwachen und einen starken Euro geben, damit Länder wie Italien, Frankreich, Portugal oder Spanien ihre Währung abwerten können«, sagte er.

Über die Probleme, die sein Vorschlag mit sich bringen würde, ist sich der 86-Jährige durchaus im Klaren. Kapital würde abfließen, aber dadurch würde sich der heilsame Druck verstärken, die betroffenen Volkswirtschaften zu sanieren. Und welche Alternativen gäbe es denn, fragt Meltzer. »Inflation ist mit den Deutschen nicht zu machen, Deflation ist äußerst schwer zu realisieren.«

mehr:
- Allan Meltzer – Top-Ökonom empfiehlt Auf­spaltung des Euro (Die Freie Welt, 3.11.2014)

Geile Männer und ein Update

Drunk Girl In Public (Social Experiment) [4:06]

Veröffentlicht am 13.11.2014
guys, how would you react if a super drunk young woman came up to you like this?


Veröffentlicht am 08.11.2014
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mehr:
- Filmteam wirbt Männer für ein harmloses Video an - und stellt sie hinterher als Lüstlinge dar (Huffington Post, 13.11.2014) Zitat:
Update: Das Video hat sich als Fälschung herausgestellt. Inzwischen haben sich die Männer gemeldet, die darin zu sehen sind. Sie seien von dem Filmteam für ein Comedy-Video angeworben worden. Ihre Reaktionen seien vorgegeben gewesen.

Warum uns der Nahe Osten egal sein sollte

Die Eliten der westlichen Außenpolitik sind völlig auf die Nahostregion fixiert. Dabei ist die Region aus Sicht des US-Politologen Justin Logan irrelevant. Er fordert, den Blick auf Wichtigeres zu richten


Die Eliten der westlichen Außenpolitik sind völlig auf den Nahen und Mittleren Osten fixiert. Präsident Obama mag noch so viel vom „Schwenk nach Asien“, vom russischen Revanchismus in Europa und von chinesischen Provokationen in Asien reden ‒ das Hauptaugenmerk des Westens liegt weiter auf der Nahostregion, in der sich zum Krieg im Irak nun der in Syrien gesellt hat. Merkwürdig ist das alles vor allem deshalb, weil der Westen in der Region so gut wie keine eigenen Interessen hat. Ginge es nach der Vernunft, müsste er sich dort heraushalten.
Otto von Bismarck, Nicholas Spykman und viele andere große Strategen der letzten Jahrhunderte würden sich die Augen reiben angesichts des überwältigenden Interesses westlicher Eliten an der Nahostregion. Wirtschaftlich ist der Nahe Osten ein Zwerg. Das Bruttoinlandsprodukt beläuft sich einschließlich des Erdöls auf etwa 6 Prozent des Welt-BIP. Der Anteil an der Weltbevölkerung liegt bei 5 Prozent, und auch die militärische Stärke ist eher bescheiden.
mehr:
- Warum uns der Nahe Osten egal sein sollte (Cicero, 13.11.2014)

Loriot - der kaputte Fernseher [2:39]

Hochgeladen am 29.11.2009
Hier einer der Loriot Sketche


Wann bekommt Ihr endlich Angst vor Putin? – Russland marschiert in die Ost-Ukraine ein

Nach Angaben der Nato sind russische Truppen in die Ostukraine einmarschiert. Russland riskiere damit einen offenen Krieg, so das Militärbündnis. Das russische Verteidigungsministerium weist den Vorwurf zurück. Der ukrainische Verteidigungsminister bereitet seine Truppen auf Kampfhandlungen vor.
mehr:
- Nato meldet: Russland marschiert in die Ost-Ukraine ein (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 12.11.2014)
siehe dazu auch:
Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (Post, 15.08.2014)

KEITH EMERSON BAND "Karn Evil 9 (1st Impression, Part 2)" (official video live) [5:22]   Text

Hochgeladen am 06.09.2011
A classic by ELP by Keith Emerson Band featuring Marc Bonilla.
The self-titled studio album and the live album "Moscow" by the Keith Emerson Band are available on earMUSIC CD and DVD.
This live video can be found on the limited edition´s bonus DVD of the studio album.

Richard David Precht: Rasmussen die Knalltüte. {1:39}

Veröffentlicht am 05.09.2014
Der Philosoph fordert Gespräche mit Russland über die russichen Ziele und Befindlichkeiten, statt Barandstiftung und Kriegsrhetorik durch Leute wie die "Knalltüte Rasmussen".

mein Kommentar: 
Hauptsache, die Leute werden in Atem ge- und ihre Angst wird aufrechterhalten…

dann kann man auch sowas machen:
Banken-Union: Die Bundesbank ist überflüssig geworden (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 13.11.2014)

Die Bundesbank ist überflüssig geworden

Der Deutsche Bundestag hat, unbemerkt von der Öffentlichkeit, im Schatten der Einheitsfeiern, den Vollzug einer „Banken-Union“ für Deutschland beschlossen. Die deutschen Abgeordneten haben ein weiteres Stück deutscher Souveränität der Bankenaufsicht der EZB übertragen. Die Bundesbank ist damit in weiten Teilen überflüssig geworden. Es würde reichen, Jens Weidmann mit einem Laptop und Handy auszustatten. 
mehr:
- Banken-Union: Die Bundesbank ist überflüssig geworden (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 13.11.2014)
- Experte: Banken­union hat Bundes­bank überflüssig gemacht (Die Freie Welt, 13.11.2014)

Establishment Blues by Sixto Rodriguez [2:09] Text

Veröffentlicht am 12.10.2013
This song is also excerpted from :
http://www.youtube.com/watch?v=AQGqm2...

Londoner Think Tank warnt vor Eskalation zwischen Nato und Russland

Die Londoner Denkfabrik European Leadership Network hat 40 Vorfälle der vergangenen acht Monate dokumentiert, die sich zwischen der Nato und Russland abgespielt haben. Das Eskalations-Potential dieser Vorfälle sei groß gewesen. Deshalb fordert die Denkfabrik die Errichtung diplomatischer und militärischer Kanäle zwischen Russland und der Nato.

In der vergangenen Zeit fanden Dutzende militärische Vorfälle zwischen Russland und den Nato-Staaten statt.

Die in London ansässige Denkfabrik European Leadership Network (ELN) hat über 40 dieser Vorfälle, die in den vergangenen acht Monaten stattgefunden haben, in einem Bericht zusammengefasst. Dabei geht es um Ereignisse in den Lufträumen Osteuropas. Nach Angaben des ELN sollen drei dieser Vorfälle beinahe zu einer tatsächlichen Eskalation zwischen dem Westen und Russland geführt haben.

mehr:
- Londoner Think Tank warnt vor Eskalation zwischen Nato und Russland (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 13.11.2014)

mein Kommentar:

Errichtung von Kanälen? Dummes Zeug! 
Die bestehenden müssen nur genutzt werden.

Loriot - Badewanne [5:38]

Hochgeladen am 29.11.2009
Hier einer der Loriot Sketche


Wilhelm Busch, Du mußt werden, wie Du bist


Also spricht der Fatalist:
Du mußt werden, wie du bist.
Widerstreben ist vergebens.
Der Gebieter allen Lebens
Gab dir schon von Anbeginn
Deinen Wunsch und Eigensinn,
Bald mit Ja und bald mit Nein
Grade so und so zu sein.

"Busch ist einer der größten Meister stilistischer Treffsicherheit" (Albert Einstein). Seine Gedichte und die Eröffnungspoeme seiner großen Bildergeschichten in einem hübschen Leinenband. 464 Seiten. Haffmans Verlag. Nur bei Zweitausendeins.
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Durch ihre gezielte und außergewöhnliche Programmauswahl und den unkonventionellen Stil der Kundenansprache wurde die Firma zu einem bedeutenden Verlag der 68er-Generation. Das vom „Guestwriter“ Bertel Schmitt jahrzehntelang anonym im Namen des Firmengründers Reinecke bzw. Kroth verfasste Hausorgan „Merkheft“ wurde Kultobjekt und Vorbild für viele Nachahmer.[3] Markenzeichen war das Editorial, das immer mit „Guten Tag“ begann, sowie die extrem kurze Schlusskolumne der Mitarbeiterin Annemarie Susemihl (†1997), die später auch als Sprecherin an einer Peter und der Wolf-CD mitwirkte. Das „Merkheft“ war lange Zeit auf unüblich dünnem Papier gedruckt, schwarzweiß und in den konservativen Schriftarten Times New Roman und Univers 67 gehalten. Zum wirtschaftlichen Erfolg trug auch die aggressive Preispolitik mit oft außerordentlich stark verbilligten Sonderangeboten bei. (Werbung, Geschichte des Unternehmens, Zweitausendeins, Wikipedia)

Milliardenstrafe für Großbanken wegen Manipulationen am Devisenmarkt

Manipulationen am Devisenmarkt haben die Finanzaufsichtsbehörden in Großbritannien, den USA und der Schweiz ein Bußgeld in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro gegen fünf bereits einschlägig auffällige Bankkonzerne verhängt. Hierunter fallen die britischen Finanzinstitute HSBC (Hongkong & Shanghai Banking Corporation) und Royal Bank of Scotland (RBS), die US-Banken Citibank und JPMorgan Chase sowie das Schweizer Geldhaus UBS.
Die nationalen Aufseher sehen es als erwiesen an, dass diese Global Players Referenzkurse manipuliert haben. Dies sind festgelegte Wechselkurse, zu denen Währungen getauscht werden. Die britische Finanzaufsicht FCA belegte die fünf Unternehmen mit einem Strafgeld von insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro, die US-Aufsicht CFTC verlangte von den Instituten rund 1,1 Milliarden Euro, und die Schweizer FINMA fordert von der eidgenössischen UBS rund 110 Millionen Euro.
mehr:
- Illegales Kartell des Finanzkapitals (junge Welt, 13.11.2014)

„Wirtschaftswissenschaft“ als Arbeitgeberpropaganda

“Es ist nicht ganz trivial zu verstehen, wie ein Beschluss, der noch nicht in Kraft ist, jetzt schon die konjunkturelle Dämpfung hervorrufen kann” sagte gestern Angela Merkel. Selbst die Kanzlerin kann auf das Jahresgutachten 2014/14 des Sachverständigenrats nur noch mit Spott reagieren. Da werden über 400 Seiten vollgeschrieben und am Ende kommen die „Wirtschaftsweisen“ zu dem Ergebnis, dass die von der deutschen Politik zu verantwortenden Hauptursachen für die „wirtschaftliche Eintrübung“ die abschlagfreie Rente ab 63, die Ausweitung der Mütterrente und der noch gar nicht eingeführte Mindestlohn seien. Um zu diesem Befund zu kommen, hätte es auch gereicht die Pressestellen der Arbeitgeberverbände, Herrn Henkel von der AfD oder die professoralen Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) anzurufen.
Da ist die Wirtschaft durch den Glauben an die „Märkte“ weltweit an die Wand gefahren, das hindert den „Sachverständigenrat“ nicht, als Titel für sein Jahresgutachten „Mehr Vertrauen in Marktprozesse“ zu wählen. Das Credo der Mehrheit dieser „Ökonomen“ scheint zu sein: „Umso schlimmer für die Wirklichkeit, wenn sie unserer Ideologie“ nicht folgt.
mehr:
- Jahresgutachten des „Sachverständigenrats“: „Wirtschaftswissenschaft“ als Arbeitgeberpropaganda (Wolfgang Lieb, NachDenkSeiten, 13.11.2014)
Zitat:
Da haben wir mit jedem fünften Arbeitnehmer den „einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut“ (Gerhard Schröder [PDF - 23,1 KB]), da arbeiten inzwischen fast ein Viertel (24 %) aller Erwerbstätigen in sog. atypischen Beschäftigungsverhältnissen – also in Teilzeit, befristet, als Leiharbeiter oder in einem Mini-Job –, da gibt es 1,3 Millionen erwerbstätige Menschen, die neben ihrem Lohn Hartz IV beziehen müssen, um zu überleben, das alles ist für die „Sachverständigen“ immer noch kein ausreichendes Maß an „Flexibilität“ auf dem Arbeitsmarkt!

siehe dazu auch:
- Billige Hartz-IV-Arbeitskräfte – Sind zwei Euro Stundenlohn sittenwidrig? (n-tv, 13.11.2014)
Viele Hartz-IV-Empfänger werden zu Unrecht als Drückeberger stigmatisiert. Tatsächlich bemüht sich die große Mehrheit sehr wohl um ein berufliches Vorankommen. Doch einige Arbeitgeber beuten dieses Engagement gnadenlos aus.
Die Vereinbarung eines Stundenlohnes von regelmäßig weniger als zwei Euro ist sittenwidrig und damit rechtsunwirksam. Das hat das Landesarbeitsgericht (LArbG) Berlin-Brandenburg entschieden (Az.: Sa 1148/14, 6 Sa 1149/14).


Monthy Python - Deutschland gegen Griechenland - deutsche Version [4:21]

Veröffentlicht am 20.06.2012
Pythonia at its best - passend zum Viertelfinale!


Was Klöster und ThinkTanks gemeinsam haben

In der süditalienischen Stadt Matera wollen Aktivisten, Künstler und Programmierer den Geist der Klöster wiederbeleben. Und ihn in ihrem Sinne umformen.

Tagsüber ist die Höhlenstadt von Matera fast noch gespenstischer als in der Nacht. Es ist zehn Uhr morgens, die Straßen sind, abgesehen von ein paar Touristen, völlig leer. Doch in einer ehemalige Klosterschule am unteren Ende des Abhangs, auf dem die Höhlen vor Tausenden von Jahren gebaut wurden, tut sich etwas. An diesem uralten Ort im Süden Italiens wird gerade über die Zukunft nachgedacht.
Künstler, Politiker, Hacker und Unternehmer sind hierher gereist, zur Konferenz „LOTE #4 – Living on the Edge“, die an diesem fahlen Oktobermorgen ihren Anfang nimmt. „Stewardship“, im weitesten Sinne mit Verantwortung übersetzbar, ist das Schlagwort des Treffens. Schnell wird deutlich, dass der Begriff großen Interpretationsspielraum hat. Erklärungsversuche der Konferenzteilnehmer reichen von „Die gemeinsame Verwaltung von Ressourcen – für einen gemeinschaftlichen Zweck“ bis hin zu: „Die Aktivierung eines Peer-to-Peer-Netzwerks, das eine Gemeinschaft ermöglicht, die sich um sich selbst kümmern kann.“
mehr:
- Wenn Hacktivisten wie Mönche leben (Theresa Enzensberger, Krautreporter, 12.11.2014)

Vor 190 Jahren – Ab 1817: Begradigung des Oberrheins

Die »Bändigung« des wilden Rheins 

Seit Jahrhunderten hatten die Menschen am Oberrhein versucht, sich und ihr Eigentum vor den Hochwassern des Rheins mittels Deichen und Gräben zu schützen. Mit wenig Erfolg. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führten klimatische Veränderungen regelmäßig zu Überschwemmungen. So begann 1817 unter Federführung des badischen Ingenieurs Johann Gottfried Tulla (1770-1828) das größte Bauvorhaben, das jemals in Deutschland in Angriff genommen wurde: Die Begradigung des Rheins zwischen Basel und Worms sowie die daraus resultierende Verkürzung seines Laufs um 72 km. 
Der Rheinlauf von Knielingen bis Linkenheim nach der Begradigung
(Hydrografische Karte, 1834)
Die »Rectification« gab dem Oberrhein ein völlig neues Gesicht: Über 2000 Inseln wurden beseitigt, Hunderte Kilometer Deiche errichtet. Es arbeiteten stets mehr als 3000 Arbeiter an den unterschiedlichen Abschnitten, häufig unterstützt von Soldaten. Nach 59 Jahren Bauzeit war die Begradigung im Jahr 1876 abgeschlossen. Das erklärte Ziel, Land und Eigentum am Oberrhein vor den Hochwasserfluten zu schützen, wurde erreicht. Welche ökologischen Folgen allerdings die fundamentalen Eingriffe in die Landschaft nach sich zogen, hatte Tulla schwerlich voraussehen können. 

Johann Gottfried Tulla 
In der Regel sollten in kultivierten Ländern die Bäche, Flüsse und Ströme – Kanäle seyn, und die Leitung der Gewässer in der Gewalt der Bewohner stehen. 
 Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014

Mittwoch, 12. November 2014

Forscher zweifeln an Standsicherheit von Philae

Das Labor Philae, das den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko erkunden soll, hat sein Ziel erreicht. Allerdings ist nicht alles gelaufen wie geplant.

Das Landemodul Philae der Kometenmission Rosetta hat sein Ziel erreicht. Damit ist erstmals eine Landung auf einem Kometen geglückt. An Bord von Philae befinden sich Messinstrumente und Kameras, die den Kometen erkunden sollen.

Allerdings zweifeln die Forscher der Europäischen Weltraumorganisation Esa an der Standfestigkeit des Minilabors. Die werde derzeit überprüft, sagte der technische Projektleiter des Landerteams, Koen Geurts. Es könne sein, dass der Roboter "in weichem Material steckt", sagte Lande-Manager Stephan Ulamec. Ob Philae tatsächlich wie geplant aufrecht auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko steht und verankert ist, sei unklar.
mehr:
- Forscher zweifeln an Standsicherheit von Philae (ZEIT; 12.11.2014)
- Kometen-Landung: Esa meldet Fehlfunktion bei "Philae"-Harpunen (SPIEGEL, 12.11.2014)
Zitat:
Doch dann kam Unsicherheit über den Zustand der Sonde auf. Unmittelbar nach Empfang der ersten Funksignale hatte Stephan Ulamec, Projektleiter des Landers "Philae", noch erklärt, sowohl die Harpunen als auch die drei Schrauben an den Beinen des Apparats hätten wie geplant funktioniert. Eine Stunde später aber erklärte der technische Leiter des "Philae"-Landeteams, Koen Geurts, die beiden Harpunen seien wegen eines technischen Problems nicht abgefeuert worden.

Derzeit könne man nicht sagen, ob "Philae" sicher auf dem Boden stehe. Die bestehende Funkverbindung spreche dafür. Möglich sei jedoch auch, dass der Lander vom Boden abgeprallt sei. Gewissheit habe man erst nach Auswertung der einlaufenden Daten. Nach Angaben von Geurts schwankt die Funkverbindung allerdings. Dies könne daran liegen, dass der Lander auf schrägem Untergrund stehe, sagte der Experte vom DLR-Team.


Absturz einer US-Drohne in der Oberpfalz sorgt für Fragen

In Bayern trainiert die US-Armee für ihre Einsätze von Drohnen in Afrika und Asien. Allerdings gibt es für Flüge außerhalb der Basen gar keine Genehmigung 

Nach Medienberichten ist eine Drohne des US-Militärs in der Nähe des Truppenübungsplatz Hohenfels in der Oberpfalz abgestürzt. Der Crash habe sich über unbewohntem Gebiet ereignet, die Drohne galt drei Tage lang als vermisst. Die US-Armee hält sich mit Informationen zurück. So ist unklar, um welchen Typ es sich überhaupt gehandelt hat. Es wird auch nicht berichtet, ob deutsche Behörden bei der Suche halfen und wer das unbemannte Luftfahrzeug schließlich geborgen hat.
mehr:
- Absturz einer US-Drohne in der Oberpfalz sorgt für Fragen (Matthias Monroy, Telepolis, 12.11.2014)

siehe auch:
- US-Basis Hohenfels – Unmut über Infor­mationspolitik nach Drohnenabsturz (Die Freie Welt, 13.11.2014)
Europa muß Machtpolitik lernen (ZEIT, 04.03.2014)
In Europa bilden wir uns ein, die Welt funktioniere auf der Basis von Vernunft, Rücksicht und Kompromissen. Der russische Präsident Putin zeigt uns, dass es nicht so ist. 

mein Kommentar: 
Freiheit und Demokratie! Freiheit und Demokratie! Freiheit und Demokratie!Ich bin ja so froh, daß uns die US-Amerikaner beschützen! Putin zeigt uns, daß es nicht so ist.

Edward Snowden: Ein Interview mit ‘The Nation’

In einem beinahe vierstündigen Interview hat Edward Snowden Anfang Oktober mit Vertretern der amerikanischen Wochenzeitung ‘The Nation’ gesprochen.
Er stellt dabei die Tragweite der Enthüllungen und ihrer Implikationen deutlich klarer heraus, als er sie im Gespräch mit ‘The Guardian’ im Sommer geäußert hatte, und besticht darüber hinaus durch sein klares Verständnis grundlegender politischer Konzepte und treffende Analysen und Bewertungen der besorgniserregenden politischen Realitäten. Auch hinsichtlich seiner Vorstellungen notwendiger Maßnahmen zur Verbesserung der Lage nimmt er kein Blatt vor den Mund.
mehr:
- Edward Snowden: Ein Interview mit ‘The Nation’ – hier ins Deutsche übersetzt! (NachDenkSeiten, 12.11.2014)

TTT-Titel Thesen Temperamente: Snowden - ein Held [6:42]

Veröffentlicht am 19.08.2013
TTT-Titel Thesen Temperamente vom Sonntag, den 18.08.2013
"Alles, was wir im Netz tun, wird beobachtet und ausgewertet. Informationsökonomie zur Profitmaximierung - verwertet zur Kontrolle durch die Geheimdienste. Dank Edward Snowden wissen wir das. Sollten wir ihn als Helden der Demokratie feiern?"



siehe auch:
- Snowden hat sein Leben riskiert (Post, 28.10.2014)

Mexiko, ein Land der Schande

Die Morde von Iguala „Ya me cansé!" - „Ich bin es leid“, so der mexikanische Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam auf einer Pressekonferenz

„Ya me cansé!" - „Ich bin es leid“, mit diesen Worten beendete der mexikanische Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam letzten Freitag eine Pressekonferenz auf der er die Geständnisse von drei Mitgliedern der „Guerreros Unidos“ präsentierte. In mehreren Videos berichteten die mutmaßlichen Mörder wie sie am 26. September 2014 43 Studenten auf einer Müllkippe töteten, verbrannten und die Reste anschließend in einem Fluss entsorgten. Zuvor waren die Studenten eines Lehrerseminars aus Ayotzinapa nach einer Spendenaktion von der Polizei auf Befehl des Bürgermeisters von Iguala, José Luis Abarca, festgenommen und an die Mitglieder der Drogenmafia übergeben worden. Die Studenten waren auf dem Weg nach Iguala wo sie an einer Demonstration gegen die Frau des Bürgermeisters teilnehmen wollten. María de los Ángeles Pineda Villa wollte ihre Kandidatur für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr bekannt geben. Das Ehepaar war eng mit dem im Bundesstaat Guerrero herrschenden Drogenkartell verbandelt. Beide wurden letzte Woche auf ihrer Flucht in Mexiko Stadt verhaftet.

Wer die Pressekonferenz verfolgte, dem stockte der Atem. Karam berichtete entsetzliche Details der Morde. Schon während des Transports sind mindestens 15 Studenten gestorben. Sie seien „erstickt“ berichtete einer der Verhafteten. Mit erhobenen Händen mussten die Lebenden an einer Müllkippe aussteigen. Dort wurden sie getötet. Die Leichen wurden dann unter alten Autoreifen und Holz gestapelt, mit Benzin übergossen und verbrannt. Am nächsten Tag verpackten die Schergen die sterblichen Überreste in schwarze Beutel und warfen sie in den Fluss San Juan. Zwei dieser Beutel wurden gefunden. Auf der Müllkippe fanden Gerichtsmediziner Asche, Zähne und Patronenhülsen. Diese Überreste sollen jetzt unter anderem an der Universität in Innsbruck untersucht werden.

mehr:
- Mexiko, ein Land der Schande (Goggo Gensch, Nutzerbeitrag, der Freitag, 11.11.2014)

siehe auch
- Krieg ohne Kriegserklärung in Mexiko (Ralf Streck, Telepolis, 12.11.2014)
Die Entführung und vermutliche bestialische Ermordung von 43 Studenten wirft ein Schlaglicht auf einen Krieg in einem Land, das sich immer stärker zum "failed state" entwickelt 
Mit der vierstündigen Blockade des Flughafens der Touristenstadt Acapulco wurde am Montag erneut der geballte Unmut über das Verschwinden von 43 Studenten deutlich. Gestern wurde der Sitz der Partido Revolucionario Institucional (PRI) in Chilpancingo, der Hauptstadt von Guerrero, angegriffen und in Brand gesetzt. Es kam zu Straßenschlachten mit der Polizei. Die PRI ist die Partei des Präsidenten Enrique Peña Nieto. Die Studenten waren am 26. September entführt worden und alles deutet darauf hin, dass sie bestialisch ermordet wurden. Hinter dem Vorgang steht ein Geflecht aus korrupten Politikern und Drogenkartellen. Der Vorgang zeigt, dass die Drogenmafia immer tiefer in zivile Bereiche vordringt und nun auch linke Aktivisten hinrichtet, die für soziale Verbesserungen eintreten. Immer klarer wird, dass der 2006 ausgerufene "Krieg gegen die Drogen" gescheitert ist, der schon mehr als 100.000 Tote gefordert hat.

Rosetta: Kometenlander Philae vor seinem großen Flug

Am heutigen Mittwoch soll zum ersten Mal überhaupt eine Raumsonde auf einem Kometen landen. Philae ist kurz davor, die Sonde Rosetta hinter sich zu lassen und 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Die letzte Missionsbestätigung steht noch aus.

Der Kometenlander Philae hat in der Nacht zum Mittwoch einen letzten Check aller Systeme überstanden und ist nun bereit für seinen großen Flug hinüber zu dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Um 3:35 Uhr Mitteleuropäischer Zeit bekam der Lander demnach seine Flugbestätigung. Das war die dritte von insgesamt vier derartigen Entscheidungen. Nach einem kleinen Manöver am frühen Morgen soll dann die letzte und endgültige Flugbestätigung folgen. Um 10:00 Uhr deutscher Zeit soll sich Philae dann von Rosetta trennen und seinen Flug zum Kometen beginnen.

mehr:
- Rosetta: Kometenlander Philae vor seinem großen Flug (heise News, 12.11.2014)

siehe auch:
- ESA-Raumsonde Rosetta: Europa will auf einem Kometen landen (heise News, 10.11.2014)
Seit zehn Jahren ist Rosetta unterwegs und nun steht der Höhepunkt der Mission bevor. Das Mini-Labor Philae soll auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko landen. So etwas wurde noch nie zuvor versucht.
Am Mittwoch steht sie an, die wohl bislang gewagteste Mission der Europäischen Weltraumagentur ESA. Die Raumsonde Rosetta soll den Lander Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko absetzen. So etwas hat es noch nicht gegeben und das Manöver wird deswegen teilweise sogar mit der Mondlandung 1969 verglichen. "Das ist das erste Mal, dass so etwas unternommen wird, ein Meilenstein", sagte etwa Paolo Ferri, Chef des ESA-Flugbetriebs im Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt in einem Interview mit dpa.

- Wie man einen Kometen harpuniert (Jens Lubbadeh, heise Technology Review, 05.11.2014)
Die Raumsonde Rosetta hat ihr Ziel, den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, erreicht. Nun steht der letzte Akt der Mission bevor: den Lander Philae auf dem Kometen abzuwerfen.

Heute vor 70 Jahren – 12. November 1944: Der Untergang der »Tirpitz«

Ein Koloss aus Krupp'schem Panzerstahl 

Fünf Jahre lang bauten Ingenieure und Arbeiter der Kriegsmarinewerft in Wilhelmshaven an dem größten jemals gebauten deutschen Schlachtschiff. Im Februar 1941 konnte es in Dienst gestellt werden, im folgenden Sommer war es schließlich kriegstauglich. Die 250 m lange »Tirpitz« war mit enormer Feuerkraft ausgestattet und dafür vorgesehen, die Geleitzüge der Alliierten im Atlantik zu attackieren. Hitler aber war besorgt, das Schlachtschiff könne der britischen Flotte zum Opfer fallen und beorderte es im Januar 1942 nach Norwegen, wo es als schwimmende Artillerie gegen Invasionsversuche vorgehen sollte. 
Das deutsche Schlachtschiff »Tirpitz« versteckt
in einem norwegischen Fjord bei Tromsö, 1943
So lag die »Tirpitz« die meiste Zeit verborgen in verschiedenen Fjorden. Churchill maß der Jagd auf das stählerne »Biest« besondere Bedeutung zu und erklärte die Versenkung des Riesen zu einer vor dringlichen Aufgabe der Royal Navy. Zwei britische Mini-U-Boote hatten dem Schiff 1943 Schäden zugefügt, die aber repariert werden konnten. Der entscheidende Schlag erfolgte heute vor 70 Jahren aus der Luft: 21 Lancaster-Bomber griffen das in einem Fjord bei Tromsö liegende Schiff mit 5 t schweren Bomben an. Die »Tirpitz« sank, 902 Soldaten starben. 

Kommentar der Marine-Leitung 
Der gegnerische Aufwand, der zur Beobachtung und Bekämpfung des Schiffes verbraucht wurde, ist hoch zu bewerten. 
 Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014

Die Tirpitz - Hitlers letztes Schlachtschiff [57:55]

Veröffentlicht am 10.01.2013