Donnerstag, 25. Juli 2019

Die Tagesschau in transatlantischer Solidarität: Hexenjagd auf Julian Assange

Der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, schrieb vor wenigen Wochen in einem Artikel, den die NachDenkSeiten für ihre Leser übersetzt haben, von der Hexenjagd, der Julian Assange zur Zeit ausgesetzt ist. Daran beteiligt sind nicht nur die Geheimdienste der USA, sondern auch die Medien. In Deutschland ist es ausgerechnet die ehemals als Flaggschiff des Qualitätsjournalismus geltende Tagesschau, die sich mit einem als Investigativbericht maskierten Meinungsartikel als oberster Hexenjäger präsentiert. Was Autorin Silvia Stöber dem gebührenzahlenden Leser da als “neutrale Recherche” verkauft, ist vielmehr ein Nachplappern von Spekulationen der US-Dienste und eines einschlägigen CNN-Berichtes. Bei Stöber werden aus Spekulationen Fakten und aus Vermutungen Beweise. Gewürzt mit jeder Menge Zynismus und einer strammen antirussischen Linie kommt dabei ein Stück Kampagnenjournalismus heraus, das fortschreitenden Qualitätsverlust der Tagesschau vortrefflich belegt. 
mehr:
- Auch die Tagesschau beteiligt sich an der Hexenjagd auf Julian Assange und seine Unterstützer (Jens Berger, Moritz Müller, NachDenkSeiten, 25.07.2019)

da wir gerade bei der Tagesschau sind:
Heute wieder mal in der Tagesschau eine glatte Lüge:

"Die Stockholmer Staatsanwaltschaft legte die Ermittlungen 2017 zu den Akten, weil der damals in London im Botschaftsexil lebende Assange für sie nicht erreichbar war."

https://www.tagesschau.de/ausland/assange-auslieferung-101.html

Hallo? Assange war nicht nur jahrelang erreichbar, sondern er wurde sogar von der schwedischen Staatsanwaltschaft in der Botschaft besucht und befragt (nachdem sie ihn jahrelang hingehalten hatten). Erst DANACH wurde das Ermittlungsverfahren ohne Anklageerhebung eingestellt.

Wenn man ein Ermittlungsverfahren nach Aufnahme aller Beweise und Befragung aller Beteiligten einstellt, dann war da nix.

Aber hauptsache ÖR-News für's Dummvieh. Wer das nicht schon wußte, wird es von der Tagesschau jedenfalls nie erfahren.
[User sou, in seinem Kommentar zum heise-online-Artikel, 13.04.2019 19:08]
zur Befragung von Julien Assange in der ecuadorianischen Botschaft:
WikiLeaks-Gründer – Schwedische Staatsanwaltschaft befragt Julian Assange (SPON, 14.11.2016)

siehe auch:
Der Folterung von Julian Assange die Maske herunterreißen (Nils Melzer, NachDenkSeiten, 08.07.2019)
UN-Ermittler kritisiert Umgang mit Assange (Post, 31.05.2019)
Assange: Fakten – Interessen – Sprache – Medien (Post, 27.05.2019)
Pamela Anderson: Blondine mit Köpfchen und Engagement… (Post, 22.05.2019)
Whistleblower: Wenn’s ans Eingemachte geht, gibt es keine »westlichen Werte« mehr (Post, 25.04.2019)
- Julian Assange wird vergessen gemacht Tagesschau lässt skandalösen Bruch intern. Rechts aus der Froschperspektive betrachten (Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam, Kritisches Netzwerk, 24.04.2019)


Sie denken vielleicht, dass ich mich getäuscht habe. Wie könnte das Leben in einer Botschaft mit einer Katze und einem Skateboard jemals einer Folter gleichkommen? Das ist genau das, was ich auch dachte, als Assange zum ersten Mal um Schutz an unser Büro appellierte. Wie die meisten Bürger war ich unbewusst durch die unerbittliche Hetze vergiftet, die im Laufe der Jahre verbreitet worden ist. Also brauchte es ein zweites Klopfen an die Tür, um meine widerwillige Aufmerksamkeit zu erregen. Aber als ich mir die Fakten dieses Falles angesehen hatte, erfüllte mich das, was ich fand, mit Ablehnung und Unglauben.

Selbstverständlich dachte ich, dass Assange ein Vergewaltiger sein muss! Aber ich fand heraus, dass er nie wegen einer Sexualstraftat angeklagt wurde. Zwar machten zwei Frauen in Schweden Schlagzeilen, kurz nachdem die USA die Verbündeten ermutigt hatten, Gründe für die Verfolgung von Assange zu finden. Eine von ihnen behauptete, er habe ein Kondom zerrissen, die andere, dass er es nicht getragen habe, in beiden Fällen beim einvernehmlichen Geschlechtsverkehr - nicht gerade Szenarien, die den Ruf der "Vergewaltigung" in einer anderen Sprache als Schwedisch haben.

Allerdings hat jede Frau sogar ein Kondom als Beweis vorgelegt. Das erste, angeblich von Assange getragen und zerrissen, enthüllte keinerlei DNA - weder seine, noch ihre oder die von jemand anderem. Stell dir das vor. Das zweite, gebrauchte, aber intakte, sollte "ungeschützten" Geschlechtsverkehr beweisen. Stell dir das noch mal vor. Die Frauen schrieben sogar, dass sie nie beabsichtigten, ein Verbrechen zu melden, sondern von der eifrigen schwedischen Polizei dazu gezwungen wurden. Stell dir das noch einmal vor. Seitdem haben sowohl Schweden als auch Großbritannien alles getan, um Assange daran zu hindern, sich diesen Anschuldigungen zu stellen, ohne sich gleichzeitig dem Risiko einer Auslieferung an die USA und damit einem Schauprozess mit anschließendem Leben im Gefängnis auszusetzen. Seine letzte Zuflucht war die ecuadorianische Botschaft.

In Ordnung, dachte ich, aber Assange muss doch ein Hacker sein! Aber was ich herausfand, war, dass alle seine Enthüllungen frei an ihn durchgesickert waren und dass niemand ihm vorwirft, einen einzelnen Computer gehackt zu haben. Tatsächlich bezieht sich die einzige strittige Hacking-Anklage gegen ihn auf seinen angeblichen erfolglosen Versuch, ein Passwort zu knacken, das, wenn es erfolgreich gewesen wäre, seiner Quelle hätte helfen können, ihre Spuren zu verwischen. Kurz gesagt: eine eher isolierte, spekulative und unbedeutende Kette von Ereignissen; ein bisschen wie der Versuch, einen Fahrer zu verfolgen, der erfolglos versucht hat, die Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten, aber scheiterte, weil sein Auto zu schwach war.

Nun denn, ich dachte, zumindest wissen wir sicher, dass Assange ein russischer Spion ist, sich in die US-Wahlen eingemischt hat und fahrlässig den Tod von Menschen verursacht hat! Aber alles, was ich herausgefunden habe, ist, dass er konsequent wahre Informationen von inhärent öffentlichem Interesse veröffentlicht hat, ohne irgendeinen Vertrauens-, Pflicht- oder Treuebruch. Ja, er hat Kriegsverbrechen, Korruption und Missbrauch aufgedeckt, aber wir sollten die nationale Sicherheit nicht mit staatlicher Straflosigkeit verwechseln. Ja, die von ihm offenbarten Fakten befähigten die US-Wähler, fundiertere Entscheidungen zu treffen, aber ist das nicht einfach Demokratie? Ja, es gibt ethische Diskussionen über die Legitimität von unredigierten Offenlegungen. Aber wenn ein tatsächlicher Schaden wirklich verursacht worden wäre, warum sahen sich weder Assange noch Wikileaks jemals mit entsprechenden Strafanzeigen oder Zivilklagen auf gerechte Entschädigung konfrontiert? (...)

Am Ende dämmerte es mir schließlich, dass ich durch Propaganda geblendet und dass Assange systematisch verleumdet worden war, um die Aufmerksamkeit von den Verbrechen abzulenken, die er aufgedeckt hatte. Nachdem er durch Isolation, Spott und Scham entmenschlicht worden war, wie die Hexen, die wir auf dem Scheiterhaufen verbrannt hatten, war es leicht, ihm seine grundlegendsten Rechte zu entziehen, ohne die Öffentlichkeit weltweit zu empören. Und so wird ein rechtlicher Präzedenzfall geschaffen, durch die Hintertür unserer eigenen Selbstgefälligkeit, die in Zukunft ebenso gut auf Offenbarungen von The Guardian, der New York Times und ABC News angewendet werden kann und wird.
[Nils Melzer, zit. in Mathias Bröckers, Präzedenzfall WikiLeaks, Telepolis, 01.07.2019]

Wikileaks: Rachefeldzug der US-Regierung? | Panorama | NDR {9:05 – Start bei 2:42}

ARD
Am 14.06.2019 veröffentlicht 
Die USA treiben die Auslieferung von Julian Assange voran. Doch nicht nur ihn haben die US-Ermittler im Visier: Weltweit geraten Wikileaks-Unterstützer in Bedrängnis.
https://www.daserste.de

RT Exklusiv: Assange über die geheime Welt der US-Regierung {24:49}

RT Deutsch
Am 04.11.2016 veröffentlicht 
Im exklusiven Interview mit Star-Journalist John Pilger spricht Julian Assange über die Finanzierung des IS durch Saudi-Arabien und Katar. Aber das große Geld beherrscht auch die Regierung Obama. Besonders die Clinton-Stiftung sei ein Hort systematischer Korruption.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/
zu den Clinton-Mails, den IS betreffend, siehe auch:
- We finally know what Hillary Clinton knew all along – US allies Saudi Arabia and Qatar are funding Isis (Patrick Cockburn, Independant, 14.10.2016 – Google-Übersetzer
- HILLARY CLINTON: GELEAKTE MAIL ZEIGT, DASS DIE USA VON DER DAESH-UNTERSTÜTZUNG DURCH KATAR UND SAUDI-ARABIEN WUSSTEN (konjunktion.info, 12.10.2014)
- The Podesta Emails (Wikileaks – Google-Übersetzer)

Die Macht um Acht (24) {17:27 – Start bei 12:09}

KenFM
Am 17.04.2019 veröffentlicht 
(!) User-Info: Bitte aktiviert nach abgeschlossenem Abonnement unseres YouTube Channels das Glockensymbol rechts neben dem Abokästchen! Damit erhält jeder Abonnent automatisch eine Info nach Veröffentlichung eines Beitrags auf unserem Channel. Danke. Eure KenFM-Crew. (!)
Schmutz-Zulage für Tagesschau!
Hunderttausende Euros für Intendanten
Süßer die Kassen nie klingeln: Der Tom Buhrow, Intendant des WDR, eine der ARD-Anstalten und Lieferant für die Tagesschau, steckt 33.333 Euro monatlich ein. Lutz Marmor, Intendant des NDR, der Heimat-Anstalt der Tagesschau, schleppt 348.000 Euro Jahresgehalt nach Hause. Claus Kleber zockt für die Moderation des ZDF heute-journals, auch ein öffentlich-rechtlicher Sender, 600.000 Euro im Jahr ab. Alles Gebühren-Gelder. Wenn die Damen und Herren dafür wenigstens sauber arbeiten würden. Nein. Sie verbreiten nicht selten Dreck. Dafür bekommen sie Schmutz-Zulage.v Beispiel 1: Die Tagesschau feiert den 70. Geburtstag der NATO mit der Überschrift "70 Jahre NATO - Die NATO ist unentbehrlich". Wird die ARD für Nato-Reklame bezahlt? Ist die NATO Teil des Grundgesetzes oder der Staatsverträge der öffentlich-rechtlichen Anstalten? Um die NATO untertänigst zu feiern, behauptet die Tagesschau ein "aggressives Auftreten Russlands". Beweise? Null. Kriegspropaganda 100 Prozent.
Beispiel 2: Im Gefolge eines NATO-Überfalls auf Libyen vor bald acht Jahren tobt dort ein blutiger Krieg. Über den Verursacher? Kein Wort in der Tagesschau. Stattdessen wird über die Rolle des Warlords General Chalifa Haftar spekuliert. Dass der Mann zur Zeit des Sturz von Muammar al-Gaddafi, Premierminister von Libyen, schon CIA-Agent war und es wahrscheinlich immer noch ist: Kein Wort. Damals, als das relativ friedliche und ziemlich wohlhabende Libyen von NATO-Truppen unter Führung der USA in den Krieg gebombt worden war, hatte die Tagesschau auch eine bemerkenswerte Schlagzeile: "Libyen an historischem Wendepunkt - Gaddafi ist tot, Libyen feiert die Freiheit". Man klatschte dem Mord an Gaddafi Beifall. Davon kein Ton, keine Erinnerung an die üble Rolle der deutschen Medien, was aus der libyschen "Freiheit" geworden ist? Kein Denken an Reue, Richtigstellung oder Bedauern. Stattdessen: Dreck im Gewand von Nachrichten.v Der nächste Dreck wird auf Julian Assange, den Gründer von WikiLeaks, geworfen: "Nach Festnahme in London - Was die USA an Assange interessiert". Statt Solidarität der Journalisten der Tagesschau mit dem Enthüllungs-Journalisten Assange der Versuch, ihn als russischen Agenten zu diffamieren. Mit einem Rückgriff auf eine Meldung vom 22.08.2018: "Dealte Assange mit russischen Agenten?". Hier ist das Fragezeichen nur ein Absicherung, ein Feigenblatt. Die zu gut bezahlten Redakteure der Tagesschau werfen mit Verdächtigungen auf einen ehrlichen, mutigen Berufskollegen. Eklig. Niedrig. Hinterhältig. Wie in der Reihe der anderen Meldungen: Propaganda zur Vermittlung eines Feindbildes. Wer Feindbilder sendet, will Krieg vorbereiten. Genau dafür gibt es die üppige Schmutz-Zulage.
Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.
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»Wir stehen nicht auf der falschen Seite.
Wir sind die falsche Seite.« 

(Daniel Ellsberg)

zu Daniel Ellsberg siehe:

Demokratie 3.0 – Die Rechtsstaats-Fassade

Kriegseinsätze und Eingriffe in die Meinungsfreiheit höhlen das deutsche Grundgesetz immer weiter aus.

Am 1. August begeht die Schweiz ihren Nationalfeiertag. Sie gedenkt damit des im August 1291 abgeschlossenen Bundesbriefes. Im übertragenen Sinne könnte der 1. August ein Gedenktag für alle Staaten und Völker sein; denn er war ein Signal der Forderung nach Recht statt Macht, gegen Willkür und Entrechtung. Seit einigen Jahren beobachten wir in vielen Staaten eine Abkehr von diesem grundlegenden zivilisatorischen Fortschritt — auch in einem Staat wie Deutschland, der von seiner Verfassung her ein Rechtsstaat ist. Die dadurch entstandenen Schäden sind schon jetzt erheblich — nicht zuletzt im Gemüt der Menschen.

Artikel 20, Absatz 3 des Grundgesetzes hat folgenden Wortlaut:

„Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.“
Das ist das in der deutschen Verfassung festgeschriebene und nach Artikel 79, Absatz 3 nicht verhandelbare Rechtsstaatsprinzip.

Die deutsche Verfassungswirklichkeit hat sich davon jedoch in den vergangenen Jahren in zentralen Politikbereichen deutlich entfernt. Viele Stimmen haben immer wieder darauf aufmerksam gemacht, insbesondere mit Blick auf die Kriegseinsätze der deutschen Bundeswehr im Ausland und derzeit auch zunehmend mit Blick auf die Grundsätze der Meinungsäußerungs- und Informationsfreiheit nach Artikel 5 des Grundgesetzes.

Keine „Verschwörungstheorien“
Dass es sich hierbei nicht um „Verschwörungstheorien“ und „Verschwörungstheoretiker“ handelt, zeigt ein Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 22. November 2018, auf den der Verfasser dieser Zeilen vor ein paar Tagen aufmerksam gemacht wurde. Autor des Artikels war Dr. Dieter Weingärtner, von 2002 bis Ende September 2018 Leiter der Rechtsabteilung im deutschen Bundesministerium der Verteidigung. Der Artikel hat den Titel „Zur Verteidigung?“, und schon im Vorspann heißt es: „Wie sich die Bundesregierung bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr das Grundgesetz zurechtbiegt.“

„Die deutsche Sicherheitspolitik tendiert (…) dazu, die Verfassungslage zu ignorieren“.

Auch wenn der Autor selbst mit einer gewagten Gedankenakrobatik — und vielleicht seinen Dienstherren verpflichtet — am Ende seines Textes für „eine Neuinterpretation der Verfassung“ plädierte und Auslandseinsätzen der Bundeswehr politisch positiv gegenüberstand, war seine juristische Bestandsaufnahme doch recht eindeutig: „Die deutsche Sicherheitspolitik tendiert (…) dazu, die Verfassungslage zu ignorieren.“ „Dass das Grundgesetz nach seinem Wortlaut und nach seiner Auslegung durch Bundesregierung und Bundestag keine Basis für bilaterale bewaffnete Einsätze der Bundewehr oder für eine Beteiligung an einer ‘Koalition der Willigen‘ bietet, wird (…) ausgeblendet.“ „Notfalls biegt die Bundesregierung die verfassungsrechtlichen Grundlagen eines Einsatzes zurecht — und erhält auch noch die Zustimmung des Bundestages.“

Dass diese Verfassungsbrüche keine rechtlichen und politischen Kleinigkeiten sind, wird ebenfalls herausgestellt:

„Die Verfassung ist die rechtliche Grundordnung eines Gemeinwesens. Sie trifft die grundlegenden Entscheidungen der Staatsordnung. Dazu gehört die Ausübung staatlicher Hoheit, insbesondere in ihrer stärksten Form, der militärischen Gewalt.“

mehr:
- Die Rechtsstaats-Fassade (Karl-Jürgen Müller, Rubikon, 25.07.2019)

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Der Parlamentsvorbehalt bedingt, dass alle Entscheidungen, die von substanziellem Gewicht für das Gemeinwesen sind, eine direkte parlamentarische Zustimmung brauchen und nicht der Entscheidungsmacht anderer Organe der Staatsgewalt anvertraut werden dürfen. Beispiele für den Parlamentsvorbehalt sind etwa:
  • Personalentscheidungen: die zentralen Organe der Staatsgewalt (Bundeskanzler, -präsident, -richter) sind durch das Parlament (bzw. erweitert als Bundesversammlung) selbst zu wählen; andere Personalentscheidungen bedürfen einer lückenlosen demokratischen Legitimierungskette, die beim Parlament endet.
[Parlamentsvorbehalt, Wikipedia, abgerufen am 26.07.2019]
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siehe auch:
Abgeordnete lesen TTIP-Verträge – unter Aufsicht (Christian Kerl, Braunschweiger Zeitung, 28.01.2016)
TTIP-Leseraum: Bitte sagen Sie jetzt nichts! (Kommentar, Petra Pinzler, ZON, 28.01.2016)
- Streit über Freihandelsabkommen – USA verweigern deutschen Abgeordneten Zugang zu TTIP-Dokumenten (Gerhard Trauvetter, SPON, 11.09.2015)
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Die Falschmünzer

Nicht nur bei der Berichterstattung zum Syrienkrieg pfeift die ARD auf das Völkerrecht und ihre Pflicht zur Objektivität.

Systematischer Tendenzjournalismus, Nachrichtenunterschlagung und bellizistische Propaganda: Die Informationen der Tagesschau über das Massenmorden in Syrien sind beispiellos einäugig. Das ist ganz im Sinne der Bundesregierung. Deren Völkerrechtsbruch, grundgesetzwidrige Politik und strafrechtlich relevanter Friedensverrat sind dem Durchschnittszuschauer nicht bewusst. Seine verzerrte Sicht auf die Kriege des US-Imperiums gegen den Rest der Welt erlaubt es den politisch Verantwortlichen in Berlin, sich fortgesetzt als friedliebende Demokraten und Verteidiger der Menschenrechte aufzuspielen.

Tatsächlich sind unsere politischen Repräsentanten jedoch nichts Besseres als Heloten: Kriegstreiber, Kriegsknechte. Qualitätsjournalisten bilden den Tross. Preisfrage: Wann haben Sie, lieber Leser, den letzten gut recherchierten und vollständigen Syrien-Bericht in der Tagesschau gesehen?

Die per Internet hergestellte Gegenöffentlichkeit ist leider noch meilenweit von nachhaltigem Einfluss auf den gesellschaftlichen Meinungsprozess entfernt, darüber sollte sich niemand täuschen. Auf die Frage an den Durchschnittswähler: „Worum geht es im Krieg gegen Syrien?“ lautet dessen Antwort noch immer: „Assad muss weg.“ Auf Nachfrage, warum: „Weil er sein eigenes Volk mit Fassbomben und Giftgas terrorisiert — und überhaupt wegen der Terroristen.“

Die ebenso irregeleitete wie diffuse Volksmeinung ist das Ergebnis transatlantischer Kriegspropaganda, auf Mode-Deutsch: des „Narrativs“ des NATO-Westens. Dass der Luftkrieg der USA und ihrer Verbündeten in Syrien, dass das Besatzungsregime der USA über die Ölquellen im syrischen Norden sowie die grausame westliche Embargo- und Sanktionspolitik gegen Damaskus pure Verbrechen sind, gehört ganz und gar nicht zum Standardwissen.

Ein gravierendes Defizit, denn sowohl die militärische Intervention als auch die Sanktionspolitik verletzen Grundnormen der UN-Charta (1). Die deutsche Komplizenschaft dabei ist schon deshalb, aber auch nach ureigenem deutschen Recht ein Verfassungsbruch (2) und erfüllt zugleich einen Straftatbestand (3, 4). Warum ist uns das nicht gegenwärtig?

mehr:
- Die Falschmünzer (Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer, Rubikon, 25.07.2019)

Die Macht um Acht (27) {16:07}

KenFM
Am 29.05.2019 veröffentlicht 
Der Lachsack: Neu bei der Macht-Um-Acht!
Tagesschau ist nicht zum Lachen, Gellermann setzt Sack ein.
In ihrem regelmäßigen Rückblick schaut die „Tagesschau“ diesmal auf den Bomben-Angriff der NATO gegen die Republik Jugoslawien und das Völkerrecht zurück. Tatsächlich wagt sie sogar, sich selbst mit einer fatalen Äußerung des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder zu zitieren: Die Doppelstrategie von Bomben und Verhandeln zeige in Belgrad Wirkung. Kein Wort davon, dass der öffentlich-rechtliche Sender damals alle Lügen der Bundesregierung als Wahrheit verkauft hat. Vom erfundenen „Hufeisenplan“ des Verteidigungsministers Rudolf Scharping zur Vertreibung der Kosovo-Albaner bis zum widerlichen, verlogenen Vergleich des Außenministers Fischer der jugoslawischen Konflikte mit dem Massenmord in Auschwitz, um den Angriff der NATO zu legitimieren. Von der „Tagesschau“ kein Wort der nachträglichen Entschuldigung, keine späte Korrektur. Die Redaktion gibt alles einfach noch mal wieder: eins-zu-eins. Sie setzt ihre Kriegspropaganda eisern fort.
Auch am Vorabend eines möglichen Krieges mit dem Iran, der Erweiterung der völkerrechtswidrigen USA-Sanktionen durch einen Flugzeugträger und Bomberstaffeln, liefert die Hamburger Redaktion erneut Propaganda statt Information: Der Iran sei ein Unruhestifter, der Iran wolle seinen Einflussbereich ausdehnen, darf Volker Schwenck vom ARD-Hauptstadtstudio ohne jeden Beweis behaupten. Wie damals in Vorbereitung des Jugoslawienkrieges werden mal eben Verdächtigungen gestreut. Irgendwas wird schon hängen bleiben. Und wenn es dann zum Krieg kommen sollte: Die Redaktion der ARD wird ihre schmutzigen Nachrichtenhände in Unschuld waschen. Denn die Redakteure ziehen ja nicht selbst in den Krieg.
Irgendwas wird schon hängen bleiben: "Erneut Giftgas-Angriff in Syrien?", trompetet die Tagesschau-Redaktion. Das Fragezeichen dient nur der Absicherung, denn natürlich gibt es keinen Beleg für die Verdächtigung. Selbst die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" – sonst immer gern Kronzeuge der ARD – hat nach eigenen Angaben keinerlei Hinweise auf einen neuen Chemiewaffen-Angriff der Regierungstruppen. Und trotzdem wird die Fake-Nachricht weiter verdichtet: "US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten Assad in der Vergangenheit bereits mehrfach für den Fall eines Einsatzes von Chemiewaffen mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht". Na, dann wird wohl etwas dran sein, wenn der wichtige Mann droht und auch von Chemiewaffen redet. So macht man zwar keine echten Nachrichten, aber immer und immer wieder gern Propaganda.
Propaganda statt journalistischer Sachinformation auch zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes. Ein sogenannter Faktenfinder erklärt, wie es zum Grundgesetz kam: "Mai 1945: Nach dem Zweiten Weltkrieg liegt Deutschland in Schutt und Asche." Dass Schutt und Asche nicht plötzlich vom Himmel gefallen sind, dass es vorher eine faschistische Diktatur gab, dass die Mütter und Väter des Grundgesetzes das GG als Alternative zum Nazi-Regime entwarfen, davon kein Wort. So drückt man sich bequem um Inhalte herum und kann dann schnell zum Bundespräsidenten huschen, der auch keine Inhalte verbreitet, sondern lieber irgendwie gute Laune verströmt.
Schon häufig haben sich die Zuschauer der MACHT-UM-ACHT-Redaktion eine komplette Alternative zur Tagesschau gewünscht. Zum Thema Grundgesetz liefert die MACHT-UM-ACHT diesmal eine eigene, hausgemachte Sendung. Gellermann, der Moderator der alternativen Nachrichtenproduktion, setzt als neuen Mitarbeiter der Redaktion einen Lachsack ein. Aber sehen Sie selbst.
Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.
Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.
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siehe auch:
- USA prüfen Hinweise: Erneut Giftgas-Angriff in Syrien? (Tagesschau, 22.05.2019)
Was steht nun in dem Tagsschau-Artikel drin?
1. Das US-Außenministerium sagt, es prüfe Hinweise auf den Einsatz von Chemie-Waffen durch die syrische Armee einige Tage zuvor
2. Das russische Militär beschuldigt Milizen, für einen Angriff auf die syrische Regierung in Nordwestsyrien verantwortlich zu sein
3. Sowohl die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte wie auch die Weißhelme sagen, sie wüßten von nichts.
Was passiert mit dem Otto-Normal-Konsumenten der Tagesschau?
Er hört zum 150sten Mal was von Giftgas, das der böse Asad anscheinend verwendet hat.
Sowas wirkt!
Wer etwas genauer hinsieht, merkt, daß sich die beiden, angeblich renommierten, Nachrichten-Lieferanten des transatlantischen Mainstreams (Beobachtungsstelle und Weißhelme) auffallend zurückhalten.

"Die USA brechen das Völkerrecht!" - Iran-Experte Prof. Mohssen Massarrat [DFP 40] {28:42}

Der Fehlende Part
Am 12.07.2019 veröffentlicht 
Im Iran läuft der Countdown bis zum großen Knall: INF-Vertragsbrüche, übermäßige Urananreicherung und zuletzt sogar eine prekäre Tanker-Kaperung seitens der Briten. Die Europäische Union wiederum schaut zu. Lässt sich ein Krieg überhaupt noch vermeiden? Und was wären die Folgen für Deutschland?
Bevor man sich der Gegenwart widmet, ist oft erst einmal ein Blick zurück auf die Geschichte sinnvoll, um die komplizierten geopolitischen Beziehungen in dieser explosiven Region des Mittleren Ostens zu verstehen. Am Beispiel der Entwicklung des Iran und dem späteren Konflikt mit Israel zeigen wir in unserem zeithistorischen Beitrag, weshalb Teheran so interessant und wichtig ist für die Vereinigten Staaten.
Am Anfang des Jahres überraschte die EU mit der Gründung einer sogenannten Zweckgesellschaft zum Tauschhandel mit dem Iran: INSTEX, Instrument in Support of Trade Exchanges. Die USA und Israel halten herzlich wenig von dieser Initiative und verlangen im Gegenteil mehr Sanktionen und eine stärkere Isolierung des Iran.
In einem Studio-Interview besprach unsere Moderatorin Margarita Bityutski mit dem Iran-Experten Prof. Dr. Mohssen Massarrat, ob die USA im Mittleren Osten überhaupt eine völkerrechtskonforme Politik verfolgen und was ein Krieg gegen den Iran für Deutschland bedeuten würde.
Am anderen Ende der Welt bangte ein chinesischer Stadtstaat um seine Autonomie: Hongkong. Ein kontroverses Auslieferungsgesetz sollte verhindern, dass Kriminelle vom Festland nach Hongkong flüchten und dort untertauchen. Doch Millionen Hongkonger sahen das Gesetz als Trojanisches Pferd Pekings, das ihre Autonomie bedroht. Millionen gingen auf die Straße. Was verbirgt sich wirklich hinter den Protesten? Wir sprachen mit der China-Expertin Dr. Renate Dillmann über die enormen Proteste.
Bildnachweise
Beitrag zur Geschichte des Irans und Israels:
Quelle 1: Microsoft Cooperation
Quelle 2: Reuters
Quelle 3: Wikimedia Commons // Nevit Dilmen
Quelle 4: YouTube // CriticalPast
Quelle 5: YouTube // RivaProductions
Quelle 6: YouTube // British Pathé
Quelle 7: YouTube // II PARSA II
Quelle 8: YouTube // OtherWorldWorks
Quelle 9: YouTube // Neturei Karta
Quelle 10: YouTube // reekelme17
Quelle 11: Wikimedia Commons // Clandestine Immigration and Navy Museum, Haifa
Beitrag über die Proteste in Hongkong:
Quelle 1: YouTube // walawala888
Quelle 2: YouTube // UK Parliament
Quelle 3: HKSAR Government
Folge "Der Fehlende Part" auf Facebook: https://www.facebook.com/derfehlendep...

Zum Hintergrund:
2007 hielt Wesley Clark eine Rede auf einer Veranstaltung des US-amerikanischen Think-Tanks Commonwealth Club of California.
Als Supreme Allied Commander Europe (SACEUR) war Wesley Clark 1999 Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte im Kosovokrieg. Im Jahre 2004 bemühte er sich Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei zu werden.

Wenige Wochen nach den Anschlägen vom 11. September berichtete ihm, so Clark, ein hochrangiger Offizier des »Vereinigten Generalstabs«, dass die US-Administration beabsichtige, innerhalb von 5 Jahren 7 Länder anzugreifen: »Wir werden mit dem Irak beginnen, und dann nehmen wir uns Syrien, Libanon, den Sudan, Libyen, Somalia und den Iran.« 
[Quelle: Ex-NATO-Chef prophezeite 2007 kommende US-Kriege: „Wir werden 7 Regierungen stürzen“ (Wilhelm von Pax, Neopresse, 07.04.2015)]

Wenn man sowas weiß, dann erscheint der Arabische Frühling in einem ganz anderen Licht…
siehe dazu:
Eine CIA-NGO im Great Game: Das National Endowment for Democracy (19.02.2016)

Und noch was:
Regierungen und Opposition in diesen Ländern stammen aus dem gleichen Kulturkreis. Diese Menschen haben in etwa die gleiche Erziehung und Sozialisation genossen.
Da gibt es keine »gemäßigte Opposition« und keinen starken Mittelstand in der Bevölkerung, der solidarisch eine bestimmte politische Richtung solidarisch trägt. Das ist eine Erfindung der Regierungen und der Medien. Die libysche sogenannte gemäßigte Opposition hat Gaddafi gepfählt. »Gemäßigt« werden die Oppositionsgruppen genannt, weil der gute Westen Waffen »natürlich« nur an nicht grausame Oppositionsgruppen liefert – damit der Fernsehzuschauer/Nachrichtenkonsument sich nicht aufregt und ruhig bleibt. Wir sind ja die Guten, wir machen uns die Hände nicht schmutzig!

Wir halten als Fernsehzuschauer in unserem »Freien Westen« Gräuelbilder schlecht aus. Und unsere Medien tun alles, um ihre Berichte emotional berührend zu gestalten. Am liebsten wäre uns, wenn ein Seemann auf einem japanischen Walfänger noch vorher eine Datenschutz-Erklärung unterschreibt, bevor er mit seiner Harpune auf einen Wal zielt.

Gruppierungen wie die »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte« (der Name klingt doch ganz toll) oder die »Weißhelme« sind, da bin ich nach monatelangen Recherchen davon überzeugt, Partei: unter dem Deckmantel von Menschenrechten versuchen sie, im »Freien Westen« Unterstützer zu bekommen – und werden von Regierungen und Gruppierungen unterstützt, die an einem »Regime Change« Interesse haben.

Die »Weißhelme«, Gewinner des Alternativen Nobelpreises 2016, wurden von Anfang an von der britischen Regierung finanziell unterstützt.
[Quelle: Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)]
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Die Bildung wurde von dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy Anfang Februar 2012 initiiert.[1][Freunde Syriens, Aktivitäten, Wikipedia, abgerufen am 25.07.2019]
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siehe dazu:
- France, partners planning Syria crisis group: Sarkozy (John Irish, Reuters, 04.02.2012)


[Quelle: Secret £1bn UK War Chest Used to Fund the White Helmets and Other ‘Initiatives’, 21stcenturywire.com, 13.03.2017]


Wenn man sich die Liste der »Freunde Syriens« (siehe obiges Wikipedia-Ziat) ansieht, wundert man sich über die Geldgeber nicht mehr: Innerhalb von drei Jahren erhielten die Weißhelme über 125 Millionen US-Dollar!!
Mein Kommentar:
Na, wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!

Übrigens:
Auf YouTube habe ich ein Video gefunden, auf dem die gleiche Szene mehrmals gedreht wurde. In den unterschiedlichen Versionen erhielten die Darsteller unterschiedliche Rollen: 
In einer Version lehnte nach einem Gasangriff ein etwa 20jähriger Mann erschöpft an einer Beton-Säule, und ein korpulenter Mittvierziger lag ohnmächtig auf dem Bauch. 
In einer anderen Version lehnte der korpulente Mitvierziger erschöpft an einer Beton-Säule, und der 20jährige lag ohnmächtig auf dem Bauch. Das Video wurde inzwischen vom Netz genommen.
siehe dazu:
- Konflikt über behaupteten Giftgasanschlag in Aleppo weitet sich aus (Post, 09.12.2018)
Hier einige Bilder aus sozialen Netzwerken, die die Verbindungen zwischen den White Helmets und ihren Al-Qaida- und IS-Kollegen zeigen. Sprich: Es handelt es um die selben Personen bei diesen unterschiedlichen „Organisationen“. Wohlgemerkt: Die Weißhelme-Mitarbeiter haben diese Bilder, welche sie als radikale Kämpfer/Terroristen zeigen, ursprünglich selbst ins Internet gestellt (Facebook, Twitter), um damit zu prahlen.
[Weißhelm-Terroristen – eine Fotostrecke, Ulrich Gellermann, Blauer Bote Magazin, 23.07.2018]
Waren Giftgas-Aufnahmen aus Duma inszeniert? {2:58}

RT Deutsch
Am 14.02.2019 veröffentlicht 
Am 4.4.2018 hat laut Angaben der sogenannten Weißhelme in der syrischen Stadt Duma ein Giftgasangriff der syrischen Regierung stattgefunden. Als Reaktion auf diesen angeblichen Angriff griffen die USA, Frankreich und Großbritannien verschiedene Ziele in Syrien an.
Der BBC-Produzent für Syrien, Riam Dalati, gibt nun an, bei den Aufnahmen aus einem Krankenhaus in Duma handle es sich um gestellte Bilder. Zwar habe es tatsächlich einen Angriff gegeben, die Aufnahmen seien jedoch gestellt worden, um gewisse politische Ziele zu erreichen.
Von russischer Seite aus wurde bereits vor dem vermeintlichen Angriff vor einer Inszenierung gewarnt.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

siehe auch: 
Fake News: Es gab keinen Giftgasanschlag in Syrien (Jürgen Meyer, internetz-zeitung.eu, 27.04.2019)
- Die Tagesschau hat immer recht (Maren Müller, Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V., 24.02.2019)
- BBC: CHEMIEANGRIFF VON DUMA WAR INSZENIERUNG DER „WEISSHELME“ (bayernistfrei.com, 14.02.2019)

Vanadium: Schlagzeilen zwischen Fliegenpilz-Akku und drohendem Rohstoffengpass

Redox-Flow-Batterien auf Vanadiumbasis gelten nach wie vor als zukunftsträchtige Energiespeichertechnologie
Sonne, Wind und andere erneuerbare Energiequellen liefern nur zeitweise Strom, daher ist eine adäquate Speicherung der Schlüssel ihrer praktischen Nutzbarmachung. Einen gangbaren Weg dahin könnten Redox-Flow-Batterien bzw. Redox-Flussbatterien (RFBs) weisen. Sie speichern elektrische Energie durch Redoxreaktionen gelöster Redoxpaare an Elektroden. 
Das Prinzip dieser Akkumulatoren war schon 1949 beschrieben und patentiert worden. Der Erfinder hatte bereits damals eine Anwendung als Puffer für Energieerzeuger mit unregelmäßig schwankender Leistungsabgabe im Blick, etwa Windräder und Gezeitenkraftwerke. Doch erst mit der ersten Ölkrise in den 1970er Jahren begann die NASA mit der Entwicklung von kostengünstigen elektrochemischen Energiespeichern. Im Rahmen der Forschung wurden preiswerte Metalle anhand ihrer Redoxeigenschaften auf ihre Eignung als Energiespeicher für erneuerbare Energien untersucht.
RFBs speichern Energie in großen Chemikalienbehältern; die Reaktionspartner sind dabei in einem Lösungsmittel gelöst. Bis heute wurde eine ganze Reihe von chemischen Varianten auf ihre Eignung zum Einsatz in RFBs getestet. In den 1980er Jahren begann die Entwicklung von RFBs auf Vanadium-Basis, die heute als die am besten erforschte Spielart dieser Energiespeicher gilt: Sie könnten sich möglicherweise als Alternative zu Lithiumbatterien und Pumpspeichern mausern. Von keinem anderen Typ wurde eine solche Vielfalt an Elektroden, Elektrolytformulierungen und Membranen untersucht. Damit diese Technologie jedoch mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien konkurrieren kann, muss die Speicherkapazität von Durchflussbatterien erhöht und ihre Langzeitstabilität verbessert werden.
mehr:
- Vanadium: Schlagzeilen zwischen Fliegenpilz-Akku und drohendem Rohstoffengpass (Bernd Schröder, Telepolis, 25.07.2019)

Redox Flow Batterien {9:21}

Ingo Stadler
Am 14.06.2016 veröffentlicht 
Die Lehreinheit zu Akkumulatoren, hier die Redox-Flow-Batterien, wurde gemeinsam mit meinen Studierenden Jannic Oschwald und Alexander Schmäling erstellt.

Mittwoch, 24. Juli 2019

Die Macht um Acht (31)

Die Macht um Acht (31) {16:51}

KenFM
Am 24.07.2019 veröffentlicht 
So geht Manipulations-Macht!
Die Tagesschau - ganz vorne im Medien-Ranking
Jede Menge Zuschauer der MACHT-UM-ACHT, der alternativen, kritischen Sendung zur Tagesschau, fragen: Warum treibt Ihr diesen Aufwand? Ich sehe ohnehin keine Tagesschau. Ich habe mein TV-Gerät schon lange abgeschafft. Und vor der Glotze hängen doch nur Rentner rum. Die MACHT-UM-ACHT antwortet:
Bei den Einschaltquoten von Nachrichtensendungen liegt die „Tagesschau“ immer noch deutlich an der Spitze. Im Schnitt schalten 9,6 Millionen Zuschauer die 20-Uhr-Nachrichten der ARD ein. Erst auf Platz zwei des Nachrichten-Rankings liegt „Heute“ vom ZDF mit 4,1 Millionen Zuschauern. Mit „RTL Aktuell“ erreicht die erste Nachrichtensendung eines Privatsenders den dritten Platz. Die Nachrichten um 18.45 Uhr wurden im Durchschnitt von drei Millionen Menschen gesehen. Und unter den 14- bis 29-Jährigen liegt die „Tagesschau“ auch auf Platz eins: 270.000 junge Zuschauer. Von wegen nur Rentner. Unter den Print-Medien, die ja auch Nachrichten verbreiten, verkauft die sattsam bekannte BILD-Zeitung zwar mehr als 1,49 Millionen Exemplare, befindet sich aber immer noch weit hinter der Tagesschau.
Hinzu kommt: Die Tagesschau ist ein Leitmedium für fast alle anderen in Deutschland. Ob der Redakteur bei "Die Glocke", Gütersloh, oder "Die Harke" Nienburg, oder der "Märkische Oderzeitung" in Frankfurt/Oder arbeitet: Für alle ist die "Tagesschau" die Richtschnur des Schreibens. Keiner kann "gegen" die "Tagesschau schreiben. Wer die wesentlichen Schlagzeilen der ARD-Nachrichten-Schau mit denen des jeweiligen Tages in seinem Heimatblatt vergleicht, wird feststellen, dass die Ähnlichkeit verblüffend ist. Diese Ähnlichkeit geht bis zur "Apotheken-Umschau" mit einer verbreiteten Auflage von 9.168.618 Exemplaren. Besonders dann, wenn die Tagesschau mit dieser Überschrift hantiert: "Rabattverbot für Online-Handel - Spahn will Apotheken vor Ort stärken". Da freut sich doch die Apothekerin, soll sie doch die lästige Rabattierung der Konkurrenz loswerden. Zahlen die Apotheken das Gehalt der Tagesschau-Redakteure? Bekommen sie ihr Gehalt vom Gesundheitsminister? Fragen, über Fragen.
Immerhin stellt die "Tagesschau" auch diese Frage: "Russland - Was bringen die Sanktionen?". Scheint sinnvoll gefragt zu sein. Doch schon mit der nächsten Überlegung der Redaktion "Wie sinnvoll sind die Strafmaßnahmen?" wird der Sinn dünner. Als ob die Russen Kleinkinder wären, denen man mit Strafen kommen muss, damit sie schön artig sind. Dieses arrogant-dümmliche Wording setzt sich fort, wenn die Tagesschau von einem "aggressiven Verhalten Russlands" textet und die angeblichen Experten Janis Kluge und Sabine Fischer von der Stiftung für Wissenschaft und Politik zu Wort kommen lässt. Natürlich belegt die Tagesschau das angeblich "aggressive Verhalten Russlands" mit nichts, und sie mag uns auch nicht darüber informieren, dass die Experten auf der Lohnliste des Außenministers stehen. Der Zuschauer könnte ja die Meldung als schiere Propaganda begreifen, wenn er das wüsste.
Doch es geht noch dümmer: "Verteidigungshaushalt - Kramp-Karrenbauer für mehr Rüstungsausgaben" lässt die Tagesschau ihre Zuschauer wissen, als ob die im Dienst der Regierung und der CDU stünde. Das widerspricht zwar fundamental den Staatsverträgen der ARD-Sender, aber es nützt doch der braven Frau Kramp-Karrenbauer, denn die will Kanzler werden. Und das geht in der Bundesrepublik vorläufig nur, wenn man der Rüstungsindustrie, der NATO und den USA das erzählt, was die hören wollen. Das fällt den angeblichen Journalisten der "Tagesschau" nicht auf. Deshalb zitieren sie zwar die Dame korrekt mit diesem Satz "Die Nato ist und bleibt der Eckstein unserer Sicherheitsarchitektur", fragen aber nicht warum sie so ein toller Eckpfeiler ist.
So muss Uli Gellermann, der Moderator der MACHT-UM-ACHT mal wieder ein Warndreieck hochhalten, und damit diese und andere Meldungen markieren. Denn "Nachrichtenlöcher führen zu Löchern im Kopf". Unter der folgenden Mailadresse DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE können die Zuschauer weitere Vorschläge für Warndreiecke einsenden. Die Mannschaft der MACHT-UM-ACHT bedankt sich herzlich bei den vielen Zuschauern, die mit ihrer kritischen Beobachtung der "Tagesschau" an der Alternative zu den ARD-Nachrichten mitarbeiten.
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Rutger Hauer ist tot

In Dutzenden Filmen und Serien spielt der große blonde Niederländer mit: Eine Rolle macht Rutger Hauer für Fans fast unsterblich - der Replikant in "Blade Runner". Nun ist er im Alter von 75 Jahren gestorben.
Stahlblaue Augen, scharf geschnittene Gesichtszüge, kantiges Kinn, blondes Haar - so sehen gemeine Bösewichter aus oder edle Helden. Der niederländische Filmstar Rutger Hauer konnte beide auf der Leinwand verkörpern und das mehr als 50 Jahre lang. Wie nun bekannt wurde, starb Hauer nach kurzer Krankheit am vergangen Freitag in seinem Wohnort im Norden der Niederlande, im friesischen Dorf Beetsterzwaag. Er wurde 75 Jahre alt.








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Ein menschlicher Roboter: Hauer in "Blade Runner".
(Foto: imago/Cinema Publishers Collection)
Hauer wird vor allem mit einem legendären Film verbunden: "Blade Runner" von 1982. 
In dem apokalyptischen Science-Fiction-Thriller, der im Jahr 2019 spielt, war Hauer der "Replikant" Roy Batty, eine roboterähnliche Mordmaschine mit zutiefst menschlichen Zügen - also Held und Bösewicht in einem. "Blade Runner" wurde ein Kultfilm und sollte den Durchbruch für Hauer in Hollywood bedeuten. Im Gegensatz zu seinem damaligen Gegenspieler Harrison Ford wollte Hauer übrigens nicht beim Folgefilm "Blade Runner - 2049" mitspielen. Der Film sei "überflüssig", sagte der Schauspieler 2018 am Rande der Berlinale in einem Interview.
mehr:
- Der Star von "Blade Runner" Rutger Hauer ist tot (n-tv, 24.07.2019)
siehe auch:
Der Mann, der den Blade Runner besiegte – und starb (Holger Kreitling, WELT, 25.07.2019)
Zum Tod von Rutger Hauer – Mehr als Tränen im Regen (David Kleingers, SPON, 25.07.2019)
Rutger Hauer ist tot: Wie Tränen im Regen (Tobias Kniebe, SZ, 24.07.2019)
Fernsehempfehlung: »Blade Runner« auf arte (Post, 05.10.2017)

Rutger Hauer Short Filmography {39:13}

Dutch Docu Channel
Am 15.07.2013 veröffentlicht 
Rutger Hauer Short Filmography
Floris 0:10
Turkish delight 1:02
Soldier of Orange 4:20
Nighthawks 6:41
Blade Runner 8:39
Ladyhawk 13:00
Flesh & Blood 17:10
The Hitcher 20:09
Escape from Sobibor 22:06
Blind fury 23:25
Wedlock 26:45
Confessions of a dangerous mind 30:31
Sin city 33:00
Batman begins 36:30
The rite 37:34
Rutger Oelsen Hauer (23 January 1944) is a Dutch actor, writer, and environmentalist. His career began in 1969 with the title role in the popular Dutch television series Floris. His film credits include Flesh+Blood, Blind Fury, Blade Runner, The Hitcher, Escape from Sobibor (for which he won a Golden Globe Award for Best Supporting Actor), Nighthawks, Wedlock, Sin City, Confessions of a Dangerous Mind, Ladyhawke, Buffy the Vampire Slayer, The Osterman Weekend, The Blood of Heroes, Batman Begins, Hobo with a Shotgun, and The Rite. Hauer also founded an AIDS awareness organization, the Rutger Hauer Starfish Association.

Blond Blue Eyes {1:00:35}
IveSeenFilms
Am 01.05.2017 veröffentlicht 
This is the internet premiere of the documentary by filmmaker Simone de Vries, who followed Rutger Hauer around the world over a period of several years in Hollywood and Friesland, and on different movie sets.
It is a close up on Rutger's life and career and the man himself.
Amongst the touching moments, are the meetings with Rutger and Erik Hazelhoff Roelfzema (the real ‘Soldier of Orange’), whom he considers a second father, friend and mentor.
'Blond, Blue Eyes' premiered in Utrecht during the Netherlands Film Festival, in October 2006.
Produced by Lagestee Film BV, Nederlandse Programma Stichting (NPS), Nederlands Fonds voor de Film.

Vaterland -- 1994 Deutsch {1:46:04}
Thanner Schimanski
Am 23.04.2013 veröffentlicht 
Es ist 1964, was wäre wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte?
Sci-Fi - Politthriller mit Rudger Hauer, FSK16,[OT. Fhaterland]
Berlin 1964:
Nazi-Deutschland hat den Krieg gewonnen und beherrscht ganz Euopa.
Hitler erwartet den ersten Besuch des US-Präsidenten Kennedy.
Die Beendung des kalten Krieges mit den USA ist das Ziel der neuen Außenpolitik.
Vor diesem Horrorszenario wird Kommissar März (Rutger Hauer) mit einem brisanten Mordfall betraut.
Bei seinen Recherchen merkt er bald, daß er einem schrecklichen Geheimnis auf der Spur ist...
Ein futurischer Thriller nach dem Roman von Robert Harris.

Blind Fury {2:19}

iwapa
Am 23.04.2013 veröffentlicht
洋風座頭市 

Die totalitären Giganten

Amazon und andere könnten eine totalitäre Weltwährung installieren, verbunden mit einem ausgefeilten System der Verhaltenskontrolle. Exklusivabdruck aus „Schönes neues Geld“.

Wer kennt Sie am besten? Ihre Frau/Ihr Mann ist es jedenfalls nicht. Große IT-Unternehmen wie Amazon oder Google haben so große Datenmengen über Sie gespeichert, dass sie damit nicht nur zu Verhaltenskontrolle, sondern auch zu Verhaltenssteuerung in großem Umfang fähig sind. Dieses Wissen über die Kunden ist auch der große Startvorteil der Internet-Riesen gegenüber herkömmlichen Banken. Noch halten die Nationalstaaten die Währungshoheit in der Regel in ihren Händen. Doch welche Regierung wird sich auf Dauer den global agierenden Giganten entgegenstellen können? Von diesem beängstigenden Zukunftsszenario berichtet Norbert Häring in seinem Buch „Schönes neues Geld: PayPal, WeChat, Amazon Go — Uns droht eine totalitäre Weltwährung“.

Die großen IT-Unternehmen haben größtes Interesse daran, das Zahlungsverkehrsgeschäft zu übernehmen. Und langfristig haben vor allem die großen Plattformbetreiber die besten Voraussetzungen, das zu schaffen. Denn für das Bankgeschäft braucht es nicht viel mehr als Datenanalyse, Vertrauen und Kundenzugang.

In Sachen Vertrauen ist ein sehr wichtiger Aspekt die Kapitalstärke. Da brauchen sich die Tech-Giganten nun wirklich nicht zu verstecken. Gegen sie sind selbst die großen Banken kleine, wacklige Gebilde. Auch an Kundenzahl sind sie jedem anderen Unternehmen um Meilen voraus. Was schließlich die Daten und ihre Verarbeitung angeht, haben die Banken gegenüber den IT-Unternehmen ganz schlechte Karten. Denn auf dem Gebiet sind diese zu Hause.

Eine Studie eines deutsch-amerikanischen Ökonomenquartetts ergab, dass schon ein paar Daten, die jeder Webseitenbetreiber ganz standardmäßig von jedem Besucher abgreifen kann, ähnlich viel Informationen über dessen Kreditwürdigkeit liefern, wie das Rating einer traditionellen Kreditauskunftei. Solche Daten sind die Art des genutzten Geräts und dessen Betriebssystem, ob man direkt oder über eine Suchmaschine oder ein Preisvergleichsportal kommt, der E-Mail-Provider, ob man Groß- und Kleinschreibung beachtet, ob man sich vertippt und ob die E-Mail-Adresse Vornamen oder Nachnamen enthält. „Mit ihrem überlegenen Zugang zu digitalen Fußabdrücken und ihrer überragenden Fähigkeit, diese zu verarbeiten, können die FinTechs das Geschäftsmodell der Banken gefährden“, schließen die Autoren.

mehr:
- Die totalitären Giganten (Norbert Häring, Rubikon, 24.07.2019)
siehe auch:
Frankreich drohen US-Strafzölle wegen Steuer für Google und Apple (Der Standard, 11.07.2019)
Trotz drohender US-Strafzölle Frankreichs Parlament besiegelt Digitalsteuer (SPON, 11.07.2019)
- Schutz für Online-Riesen: US-Regierung droht Frankreich wegen Digitalsteuer (dpa, t-online, 11.07.2019)

Den Kapitalismus als solchen zu verdammen, birgt Tücken

Mit einer pauschalen Kritik spielt man denen in die Hände, die den neoliberalen Kapitalismus als alternativlos ansehen.
Red. Heiner Flassbeck war deutscher Staatssekretär und von 2003-2012 Direktor bei der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung Unctad in Genf. Er veröffentlicht Wirtschaftsanalysen auf der Plattform Makroskop.
Slavoj Žižek, der bekannte slowenische Philosoph, beschreibt in einem Stück über Griechenland plastisch, wie paradox es ist, dass dort nun die Nea Demokratia wieder an der Macht ist, die dem Land die ganze Misere eingebrockt hat. Syriza mit Alexis Tsipras an der Spitze ist vor zwei Wochen von den Wählern gnadenlos zur Verantwortung gezogen worden für den Niedergang des Landes und die Verarmung grosser Teile der Bevölkerung.
Das, könnte man sagen, ist Demokratie. Aber es ist eine seltsame Demokratie, in der eine Partei für Politik abgestraft wird, die sie gar nicht wollte und die sie selbst sowie die grosse Mehrheit der Bevölkerung in einem Referendum (dem berühmten vom 5. Juli 2015) strikt abgelehnt hat. Kein Zweifel, Tsipras und seine Partei haben schliesslich die allseits verhasste und gescheiterte Politik unter dem Druck der Gläubiger in die Tat umgesetzt. Aber kann das ein Grund sein, diejenigen zu wählen, die diese Politik richtig finden und schon immer richtig fanden?
Žižek versucht, aus dem absurden griechischen Theater Lehren für die europäische Linke zu ziehen – und liegt grundlegend daneben. Für ihn hat sich Tsipras gegen seine eigenen Überzeugungen schlicht dem Kapitalismus unterworfen. Hat genau in dem Moment, wo das Volk seinen Widerstand erklärte, ein Bekenntnis der Ohnmacht gegenüber der kapitalistischen Ordnung abgegeben und das sei nicht einfach Verrat, sondern Ausdruck einer «tiefen Notwendigkeit».
Die Linke, meint er, müsse einen Ausweg aus der Sackgasse finden, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie gezwungen sei, Austerität durchzusetzen, obwohl sie das explizit nicht wolle. Zwischen den Zeilen schwingt die Aufforderung an die Linke mit, den Kapitalismus fundamentaler in Frage zu stellen als sie das bisher tut. Ähnlich auch Jean Ziegler. In seinem neuen Buch («Was ist so schlimm am Kapitalismus?») fordert der Soziologe die Linke explizit auf, zur Suche nach Alternativen zum Kapitalismus und das, obwohl er dem Kapitalismus zugesteht, innovationsfreudig und wohlstandsfördernd (für einige) zu sein.
mehr:
- Den Kapitalismus als solchen zu verdammen, birgt Tücken (Heiner Flassbeck, Info-Sperber, 24.07.2019)

Affair Bommeleeër: Justiz sieht Polizeiführung hinter der Anschlagsserie der 80er Jahre

Prozess um Bombenleger-Affäre in Luxemburg wird mit neun weiteren Angeklagten fortgesetzt
Zwischen 1984 und 1986 hielten erstaunlich professionelle Terroristen das Großherzogtum Luxemburg in Atem. Nachdem die finanziellen Mittel für Polizei- und Antiterroreinheit dramatisch aufgestockt wurden, endete die mysteriöse Anschlagsserie so plötzlich, wie sie begonnen hatte. Selbst die CIA rätselte, wer ein Interesse an jenem Terror ohne politisches Motiv haben konnte (Affair Bommeleeër: CIA tappte 1986 im Dunkeln).
2013 klagte die Staatsanwaltschaft trotz Einschüchterungsversuchen die beiden vormaligen Elite-Polizisten Marc Scheer und Jos Wilmes unter dem Vorwurf an, die Attentate inszeniert zu haben. Im darauffolgenden Prozess wurden zahlreiche Polizisten, Geheimdienstler und Spitzenpolitiker in den Zeugenstand gebeten, die sie sich bisweilen in Widersprüche verstrickten oder die Aussage mannhaft verweigerten (In Luxemburg kocht Stay Behind hoch). Bereits im Verlauf der Ermittlungen verschwanden 88 von 125 Beweisstücken. Geheimdienstliche Vertuschungsaktionen und Abhöraffären diesbezüglich produzierten einen gediegenen Geheimdienst-Skandal (Watergate in Luxemburg). Der "Jahrhundert-Prozess" brachte nicht nur das Prinzenhaus in Misskredit, sondern führte 2013 sogar zur Staatskrise (Juncker nimmt den Schlapphut).
mehr:
- Affair Bommeleeër: Justiz sieht Polizeiführung hinter der Anschlagsserie der 80er Jahre (Markus Kompa, Telepolis, 24.07.2019)
siehe auch:
- Bommeleeër: Die Chronologie der Anschläge (Steve Remesch, wort.lu, 24.07.2019)
Drei Bommeleeër-Ermittler im Zwielicht (Steve Remesch, wort.lu, 02.07.2019)
Affair Bommeleeër: CIA tappte 1986 im Dunkeln (Markus Kompa, Telepolis, 26.01.2017)

NATO-Geheimarmee & Anschlagsserie - Luxemburger "Jahrhundertprozeß" Teil1 {12:30}

antikriegTV
Am 21.07.2013 veröffentlicht 
AutorInnen Heike Demmel, Radio Z Nürnberg, die meike
Radio Radio Dreyeckland, Freiburg 102,3 MHz
Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.
"Kaum ein Kriminalfall hat Luxemburg derart in Atem gehalten wie die Anschlagsserie, die das Großherzogtum von 1984 bis 1986 erschütterte", untertitelt das Luxemburger Wort sein eigens für die Affär Bommeleeër eingerichtetes Dossier... Auch andere internationale Medien widmen sich der Affaire teilweise seit fünf Jahren intensiv.
Jetzt wackelt sogar der Stuhl des Premiers Jean-Claude Juncker - dieser hat zum Oktober vorgezogene Neuwahlen angesetzt.
Ein gebauter Beitrag zu dem "Jahrhundertprozeß", bei dem sich unter anderem auch der Großherzog vor Gericht verantworten muß, mit O-Tönen von Jerry Weyer, Gründer der Luxemburger Piratenpartei.

Der Schattenmann -- Wer hat die Bommeleeër-Anschläge verübt? Geheimarmeen in Europa {7:39}

KarlHeinzRanseierJr
Am 08.05.2013 veröffentlicht 
Der Schattenmann
Wer hat die Bommeleeër-Anschläge verübt?
Weitgehend unbeachtet findet seit Februar 2013 in Luxemburg ein Jahrhundertprozess statt. Es geht um die "Bommeleeër-Anschläge", bei denen in den 1980er Jahren Strommasten, Schwimmbäder und Gasstationen gesprengt wurden. Dann hörten die Attentate schlagartig wieder auf. Stecken geheime Strukturen dahinter?
Luxemburger Journalisten und der Anwalt der zwei angeklagten Polizisten, Gaston Vogel, - der Vorwurf gegen die beiden lautet auf Erpressung des staatlichen Stromkonzerns - listen immer mehr Indizien dafür auf, dass die Täter nicht einfache Kriminelle waren, sondern nur eine militärische Organisation dahinter stecken kann. Es ist nur sehr wenig darüber bekannt, dass die Nato im Kalten Krieg in Europa Geheimarmeen unterhielt - in Italien als Gladio, in Deutschland als Stay-behind-Organisation bezeichnet. Könnten sie für die Luxemburger Attentate verantwortlich sein? Ein deutscher Zeuge, der jüngst vor dem Luxemburger Gericht aussagte, sagt genau das. Der Anwalt der Angeklagten hält ihn für glaubwürdig, der renommierte Gladio-Experte Daniele Ganser fordert eine genaue Untersuchung der Aussagen, die auch das Münchner Oktoberfest-Attentat betreffen.

NATO-Geheimarmee - Luxemburgs Premier vor Geheimdienstausschuß {3:55}

antikriegTV
Am 21.07.2013 veröffentlicht 
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
http://facebook.com/antikriegtv
https://rebelmouse.com/antikriegtv
http://youtube.com/antikriegtv
http://youtube.com/antikriegtv2
Juncker und der Terror
Luxemburgs Premier mußte dem Geheimdienstausschuß seines Parlaments Rede und Antwort stehen
http://www.jungewelt.de/2013/05-08/04...
Die Luxemburger „Affaire Bommeleeër" bringt Ermittlungsbehörden in
Verlegenheit.
aktualisiert am 21.08.2019