Freitag, 8. März 2019

The Wolff of Wall Street: Der Petrodollar (Podcast)

Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld? 

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag um 12:00 Uhr Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Der Petrodollar“. 

Die Zeit ist reif für ein demokratisches Geldsystem!
mehr:
- The Wolff of Wall Street: Der Petrodollar (Ernst Wolff, KenFM, 08.03.2019)
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NATO-Sprech-Verweigerer Wehrschütz darf nicht in die Ukraine einreisen

ORF-Korrespondent: "Wenn Darstellung von Korruption Propaganda ist, nähern wir uns einer Ideologie der Volksfeinde" 
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Wien – Für das Weltjournal schneidet Christian Wehrschütz gerade eine Doku über die Ukraine fünf Jahre nach dem Aufstand auf dem Kiewer Maidan und der russischen Annexion der Halbinsel Krim. Ins Land kann der ORF-Korrespondent vorerst nicht: Donnerstag erfuhr er, dass ihm der Geheimdienst der Ukraine die Einreise vorerst verweigert. 

Wehrschütz will dagegen mit rechtlichen Mitteln vorgehen, sagt er am Freitag dem STANDARD. Sobald er das Verbot schriftlich hat – und Erklärungen dafür. Bisher warfen ihm ukrainische Behörden – und ukrainische Onlineportale – Propaganda gegen die Ukraine, illegale Grenzübertritte zwischen Krim und Ukraine sowie in die ostukrainischen Rebellengebiete von Donezk und Luhansk vor. 

"Ideologie der Volksfeinde" 

"Ich habe Grenzen immer nur rechtmäßig überquert", sagt Wehrschütz. Der Propagandavorwurf sei lächerlich: "Wenn man sehen will, mit welchen Problemen und Herausforderungen die Ukraine konfrontiert ist, braucht man nur jede Woche die 'Kiew Post' lesen", verweist der ORF-Korrespondent auf die englischsprachige "Global Voice" der Ukraine. Aber, so Wehrschütz: "Wenn die Darstellung von Korruption und sich verschlechternder Medienfreiheit, wie sie Amnesty und Freedom House feststellen, anti-ukrainische Propaganda sind, dann nähern wir uns einer Ideologie der Volksfeinde."
mehr:
- Wehrschütz will rechtlich gegen Einreiseverbot der Ukraine vorgehen (der Standard, 08.03.2019)

Mein Kommentar:
kann ich gar nicht verstehen…
😂
3 Fragen an ORF-Journalist Christian Wehrschütz {3:11}

wochenblick.at
Am 09.02.2017 veröffentlicht 
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Christian Wehrschütz an der MH17-Unglücksstelle | 8 {3:32}

UndSieBewegt
Am 20.07.2015 veröffentlicht 
Diesen Freitag vor einem Jahr hat der Krieg in der Ostukraine einen traurigen Höhepunkt erreicht. Damals ist eine malaysische Passagiermaschine abgeschossen worden - und alle 298 Insassen sind dabei ums Leben gekommen.
Quelle
ORF 2 «ZiB 2» vom Freitag den 17. Juli 2015 um 22꞉10 Uhr
Die Sendung hatte laut Mediaresearch 470.000 Zuseher

Christian Wehrschütz: Flughafen von Donezk vorher und heute. Das Symbol der Krise! {2:06}

uncutnews.ch
Am 16.02.2015 veröffentlicht 
16.02.2015: Der Flughafen von Donezk als Symbol der Krise
Neben dem Flughafen in Kiew war der Flughafen von Donezk zweifellos der modernste in der Ukraine. Er symbolisierte auch die große Bedeutung des Donezbeckens für die Wirtschaft des Landes. Viel zu wenig beachtet wurde, dass die übrige Infrastruktur, vor allem die Straßen, in extrem schlechten Zustand waren und sind. In noch schlechterem Zustand ist nun der Flughafen, der nach monatelangen Kämpfen wohl gerade noch den Wert des verbliebenen Altmetalls hat. Davon konnte sich heute unser Ukraine-Korrespondent Christian Wehrschütz überzeugen, der den Flughafen gemeinsam mit einer Gruppe von Journalisten besuchen konnte.
Berichtsinsert: Christian Wehrschütz aus Donezk
Quelle: http://x2t.com/348554

Christian Wehrschütz in Donezk: Propagandakrieg geht munter weiter {1:11}

uncutnews.ch
Am 04.11.2014 veröffentlicht 
4. November 2014:Schärfere Tone zwischen Kiew und Donezk und neuer Beschuss.
Nach den Wahlen in den Rebellengebieten am Sonntag wurden deren Führer heute in Donezk und Lugansk zu den Präsidenten ihrer sogenannten Volksrepubliken angelobt. An der Zeremonie nahmen auch Abgeordnete aus Russland teil. Die Ukraine regaierte mit scharefn Worten auf Wahl und Angelobung. Außerdem sollen zusätzliche Soldaten in die Ostukraine verlegt werden, um mögliche Angriffe auf die Hafenstadt Mariupol und andere Städte abwehren zu können. In Mariupol und Donezk war auch heute wieder Geschützlärm zu hören, von einer Feuerpause kann kaum mehr die Rede sein:
Christian Wehrschütz Facebook:http://x2t.com/330602

Christian Wehrschütz in Donezk: Flughafen in trümmern, Kämpfe dauern an, OSZE-Beobachter vor Ort! {3:00}

uncutnews.ch
Am 15.10.2014 veröffentlicht 
15.Oktober 2104: Christian Ferdinand Wehrschütz aus der Ukraine!!!
Quelle: http://x2t.com/327861

Mainstream und Geopolitik: „Einem moralischen Diskurs wird alles Weitere untergeordnet“

Wir haben es mit einer Feindbildbetrachtung zu tun, die „politisch verstärkt“ wird. Das sagt der Nahost-Experte Michael Lüders im NachDenkSeiten-Interview zum Krieg in Syrien. Menschen tendierten generell dazu, die Welt in “Gut” und “Böse” zu unterteilen, aber sowohl Politik als auch Medien reduzierten den Konflikt ebenfalls auf ein einfaches Feindbildschema. Eigene machtpolitische Interessen, die auch in der westlichen Politik zu finden seien, würden einer moralischen Erzählung untergeordnet, nach der alles, was der Westen tue, sich lediglich an hohen moralischen Maßstäben orientiere. Der Bestseller-Autor verweist auf einen Vorfall, der im Januar bekannt wurde, wonach der Nationale Sicherheitsberater der USA einen Angriff unter falscher Flagge auf die US-Botschaft in Bagdad vorschlug, um so einen Vorwand für einen Krieg gegen den Iran zu schaffen – ein Vorschlag, dem die Militärs aber nicht folgten. Ein Interview von Marcus Klöckner.
mehr:
- Michael Lüders zur Geostrategie: „Einem moralischen Diskurs wird alles Weitere untergeordnet“ (Marcus Klöckner interviewt Michael Lüders, NachDenkSeiten, 08.03.2019)
von Michael Lüders siehe auch:
- Die Beziehung zum Großen Bruder: Immer nur Buckeln? (Post, 25.02.2019)
- Wie die Massenmedien Meinung lenken (Post, 25.02.2019)
- Moral als Speerspitze des Imperialismus oder Was nicht ins Narrativ paßt, wird durch Etikettierung »weggemacht« (Post, 26.04.2017)
- Moral als Speerspitze des Imperialismus oder Was nicht ins Narrativ paßt, wird durch Etikettierung »weggemacht« (Post, 26.04.2017)
- Giftgasangriff in Chan Schaichun (Syrien): Täter sind noch unbekannt (Post, 08.04.2017)

Grautöne Ep.#20 - Michael Lüders - Syrien: Krieg der Werte {1:06:50}

Grautöne
Am 26.09.2018 veröffentlicht 
▼Thema
Wir haben den Islam- und Politikwissenschaftler Michael Lüders getroffen, um mit ihm über sein neues Buch "Armageddon im Orient" zu sprechen: was hat das jahrzehntelange Engagement des Westens und insbesondere der USA für die Region gebracht? Wie ehrlich ist der öffentlich mediale Diskurs über den Krieg in Syrien und inwiefern spielen moralische Maßstäbe eine Rolle bei geopolitischen Entscheidungen?
▼Gast
Dr. Michael Lüders ist Islamwissenschaftler, Politologe und Publizist. Er gilt als Experte zu dem Themenkomplex Naher und Mittlerer Osten. Als Sachbuchautor hat er zahlreiche Bücher zu den Kriegen in Syrien, Irak und Afghanistan mit großem Publikumserfolg veröffentlicht. Sein neuestes Buch "Armageddon im Orient" ist kürzlich im C.H. Beck Verlag erschienen.
▼Mehr von Michael Lüders
Homepage: http://michael-lueders.de/
„Armageddon im Orient“ C.H. Beck Verlag: https://www.chbeck.de/lueders-armaged...
Michael Lüders über die Iran-Politik der USA: https://www.deutschlandfunk.de/trump-...
Foto Copyright © Christoph Mukherjee
http://www.grautoene.net
Chapters:
00:00:00
00:01:10 Sind Sie ein Zyniker, Herr Lüders?
00:06:30 Was bleibt nach Ihrer Analyse außer Resignation?
00:11:25 Welche legitimen geopolitischen Handlungsoptionen hat der Westen in Syrien?
00:22:50 Wie konnte sich Assad an der Macht halten?
00:38:00 Warum ist die arabische Welt in politischer Stagnation gefangen?
00:45:45 Wie soll der Westen auf Giftgasangriffe auf Zivilbevölkerung reagieren?
00:56:00 Warum gibt es einen Backlash in der deutschen Debatte über Islam, Flüchtlinge und Migration?
zum Giftgasangriff in Chan Schaichun siehe:
- Giftgasangriff in Chan Schaichun (Syrien): Täter sind noch unbekannt (08.04.2017)
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Daniele Ganser: Illegale Kriege in den Medien

Dr. Daniele Ganser: Mediennavigator (Erfurt 20.8.2018) {2:11:50}

Daniele Ganser
Am 25.02.2019 veröffentlicht 
Der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser sprach am 20. August 2018 in Erfurt über illegale Kriege, und wie diese in den Medien dargestellt werden.
Dabei stützt sich Ganser auf das UNO-Gewaltverbot, das klar und deutlich Kriege seit 1945 verbietet und sagt: Alle UNO-Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede Androhung oder Anwendung von Gewalt.
Trotzdem werden in den Medien immer wieder Texte und Bilder publiziert, die Angriffskriege unterstützen. Ganser zeigt konkrete Beispiele, darunter der Angriff auf Irak durch US-Präsident George Bush 2003 und die Bombardierung von Syrien durch US-Präsident Donald Trump 2017. Beide Angriffe wurden durch Medien wie Bild unterstützt, obschon sie illegal waren.
Ganser erklärt, dass es rund 80 bekannte Medienmarken gibt im deutschsprachigen Raum, darunter ARD, ZDF, NZZ, Bild, KenFM, Rubikon und RT. Auf dem Medien-Navigator kann die geopolitische Ausrichtung dieser Medien eingesehen werden. ARD, Spiegel und Bild sind NATO-konform, sie berichten über Kriege von NATO-Mitgliedstaaten oft unkritisch oder sogar unterstützend. KenFM, Rubikon und RT sind hingegen NATO-kritisch.
Ganser zeigt, dass gerade auch zum sensiblen Thema Terroranschläge vom 11. September 2001 die NATO-konformen Medien das Narrativ von US-Präsident George Bush blind übernommen haben, während NATO-kritische Medien wie Rubikon diese Erzählung als «Fake» betiteln.
Daniele Ganser ruft in seinem Schlusswort dazu auf, die Achtsamkeit zu stärken und das UNO-Gewaltverbot zu achten.
Daniele Ganser:
https://www.danieleganser.ch
https://twitter.com/danieleganser
https://www.facebook.com/DanieleGanser
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Ein selten gewordener Genuß: Georg Schramm

Georg Schramm: "Ist die Zeit der Hofnarren vorbei?" L. Dombrowski kondoliert M. Sonneborn {51:49}

Martin Sonneborn
Am 06.03.2019 veröffentlicht 
Am 18. Februar war Georg Schramm auf Einladung des fraktionslosen Abgeordneten Martin Sonneborn (Die PARTEI) zu Gast im EU-Parlament.
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Männer sollten aufhören, über Frauen zu reden!

Frauentag Wie gut uns diese Geschichten tun: Wenn Männer endlich anfangen, über sich zu sprechen, wackelt das Patriarchat

Ich streike. Am 8. März ist Frauenstreik, und ich mache mit. Ich mag nicht mehr über unbezahlte Sorgearbeit schreiben, die Frauen verrichten – Kindererziehung, Putzen, Kochen, Beziehungsarbeit, wie satt habe ich alleine diese Aufzählung! Über die 21 Prozent, die Frauen weniger verdienen, über die rund 150 Frauenmorde pro Jahr. Ich will nicht mehr. Über das Geschlechterverhältnis schreiben.

Weil das alles doch bekannt ist. Es ist längst bekannt, weil Frauen schon genug Arbeit geleistet haben: Emanzipationsarbeit. Mir scheint, dass ein Punkt erreicht ist, an dem das Patriarchat wackelt. Ein Punkt, an dem die Frage aufkommt, wie sich die Männer nun verhalten. Nicht jene, die am Patriarchat festhalten, die laut zur Verteidigung wehrhafter Männlichkeit aufrufen wie Donald Trump oder Björn Höcke. Sondern jene, die deren Männlichkeit als giftig empfinden. Wie Jack Urwin.

Denn der Begriff „toxische Männlichkeit“ stammt ja nicht von Feministinnen. Es war der britische Autor Urwin, der 2017 über seinen Vater schrieb: einen Mann, der am Herzinfarkt starb, weil er sich nicht um die Herzschmerzen gekümmert, nicht darüber gesprochen hatte. Weil es ja „unmännlich“ gewesen wäre, darüber zu sprechen.

Männlich hingegen scheint es, über Frauen zu sprechen, denn das tun Männer viel. Sie sprechen darüber, ob eine Frau sich in Burka kleiden oder abtreiben darf und wie sie sich gegen Übergriffe wehren sollte. „Männern würde es guttun, zu kapieren, worin die männliche Rede schon ewig lange bestanden hat: im Verfassen von Gesetzen und Regeln insbesondere für Frauen“, sagte der Kulturwissenschaftler Klaus Theweleit, als Mladen Gladić und ich ihn fragten, was Männer für die Emanzipation tun können. „Das Erste, was passieren muss, damit sich etwas ändert, ist: Männer sollten aufhören, über Frauen zu reden! Ganz egal, in welcher Weise. Auch nicht lobpreisend. Sie sollen die Klappe halten!“ 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung von Theweleits Männerphantasien sind seine Analysen nötiger denn je: weil Männer eine Orientierung gebrauchen können, wie Männlichkeit denn bitte aussehen soll, wenn nicht toxisch. Dafür müssen sie reden lernen, sagt Theweleit: über sich.

mehr:
- Ein Kerl wie ein Pfirsich (Els Koester, der Freitag, 08.03.2019)


[Bildquelle: Die Deutschen leben immer länger, Demografie Portal] 

mein Kommentar:
Männer sind soundso, Männer sind soundso, Männer tun dies, Männer tun das, Männer sollten dies, Männer sollten jenes…
Ich kann’s nicht mehr hören.

siehe auch:
- Sei dein Mann (Leander F. Bandura, der Freitag, 08.03.2019)
- Kate Manne im Interview "Sexismus ist die Theorie, Misogynie die Praxis" (Meredith Haaf interviewt Kate Manne, Süddeutsche, 07.03.2019)
- Das Zeitalter des Patriarchats (Charlotte Higgins, der Freitag, 24.12.2018)
- “Down girl” – die Logik der Misogynie (Charlotte Higgins, der Freitag, 14.08.2018)
- Sexismus: "Frauenfeindlichkeit hat eine soziale Funktion" (Claudia Steinberg, ZON, 24.11.2017)

Ein Schmankerl zum Frauentag: Knapp daneben ist auch vorbei!

Solche Absurditäten passieren auch, wenn man zementierte Geschlechterrollen vorlebt und gedankenlos an die nächste Generation weitergibt.
[Internationaler Frauentag. Ein Zwischenruf von der einzigen Frau im NachDenkSeiten-Team 😊, Anette Sorg, NachDenkSeiten, 08.03.2019]

Anette Sorg: Fünf Tatsachen stören mich gewaltig am Internationalen Frauentag.
1. Dass die Blumenhändler erst kürzlich entdeckt haben, dass man Frauen am 8.März mehr als eine Rose auf dem Marktplatz schenken kann, dass auch richtige Blumensträuße an diesem Tag auf neue Besitzerinnen warten. So viele Jahre musste ich also zwischen Valentinstag und Muttertag ohne Blumensträuße durchs Leben wandeln. Mit viel zu großer Verspätung wird mir jetzt erst die Zeit zwischen diesen beiden Hoch-Tagen des Blumenhandels versüßt. So viele trostlose, blumenlose Frühlinge liegen wegen solch verschlafener Händler hinter mir. Unentschuldbar!
Jürgen von der Lippe - Kommunikation zwischen Mann und Frau {11:48}

Jürgen von der Lippe
Am 03.09.2018 veröffentlicht 
Jürgen von der Lippe - Kommunikation zwischen Mann und Frau - aus dem Bühnenprogramm "Alles was ich liebe".

Der Bachelor und seine Objekte
So lange Frauen sich nicht entblöden, an primitiven Kuppelshows à la „Der Bachelor“ teilzunehmen und sich dort zur vom Manne auserwählten Ware degradieren zu lassen, ist ein Tag, an welchem auf erkämpfte – keinesfalls geschenkte – Rechte von Frauen aufmerksam gemacht wird, offensichtlich dringend notwendig. Wer sich als Objekt zur Verfügung stellt, muss sich nicht wundern, wenn sie als Objekt behandelt wird. Vermutlich drehen sich die vier Mütter des Grundgesetzes angesichts solcher Rückschritte im Grabe rum.
Mein Kommentar:
Wieso fokussiert die einzige Frau im NachDenkSeiten-Team nur auf die Frauen, die sich in solchen Shows zur Ware degradieren lassen?

Jürgen von der Lippe - Evolutionsbiologie {7:53}

Jürgen von der Lippe
Am 05.12.2016 veröffentlicht 
Aus der DVD - Das Beste aus 30 Jahren! http://amzn.to/2gEhyiH


Heute vor 109 Jahren – 8. März 1910: Die erste Pilotenprüfung einer Frau

Furchtlose Flugpionierin

In der Erinnerung an die frühen Flugpioniere darf auch eine Frau nicht fehlen: Elise Deroche (1886-1919), die sich als Schauspielerin Baronin Raymonde de Laroche (oder La Rache) nannte, suchte ab 1908 die Nähe zu den »Männern in fliegenden Kisten«. Der Konstrukteur Charles Voisin gab ihr ab 1909 Unterricht in seinem Einsitzer-Flugzeug. Am 22. Oktober des Jahres sollte Laroche nur das Rollfeld entlangfahren. Doch plötzlich hob sie – als erste Pilotin im Alleinflug – mit ihrem Fluggerät 270 m vom Boden ab. Nach weiteren Flugstunden absolvierte sie am 8. März 1910 als erste Frau der Welt die Pilotenprüfung. 
Pionierin der Luftfahrt: Raymonde de La Roche mit ihrem Doppeldecker
Ab 1910 nahm Laroche erfolgreich an mehreren Flugwettbewerben teil, doch im Juli 1910 verunglückte sie bei einer Flugschau in Reims schwer. Bei einem Autounfall im September 1912, bei dem Charles Voisin starb, erlitt sie erneut schwerste Verletzungen. Sie erholte sich wieder und gewann 1913 den Frauenpokal des Aero-Club de France für vier Stunden Nonstop-Flug. 1918 verbesserte Laroche den Frauenweltrekord im Dauerflug (423 km) und 1919 den Frauenweltrekord im Höhenflug (4800 m). Bei dem Versuch, als erste Frau eine Profikarriere als Testpilotin zu starten, starb sie am 18. Juli 1919 in Le Crotoy (Picardie) bei einem Absturz.

Harenberg – Abenteuer Geschichte 2019

Donnerstag, 7. März 2019

Die heimlichen Herrscher

Die Eliten provozieren Krisen und Kriege, denn sie profitieren davon. Exklusivabdruck aus „Der Tiefe Staat schlägt zu“.

Viele Menschen geben sich nicht mehr damit zufrieden, wie grotesk oder sogar perfide Regierungen und Bewusstseinsindustrie die Wirklichkeit interpretieren. Sie merken, dass sie nach Strich und Faden belogen und betrogen werden. Sie suchen nach Erklärungen dafür, warum es immer mehr Menschen in den Gesellschaften der „westlichen Werteordnung“ immer schlechter geht. Die Autoren des im August 2017 erschienenen Buches „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ (1) analysierten, dass die westlichen Kapital-Demokratien im Zeitalter des finanzmarktgetriebenen Turbokapitalismus nichts anderes sind als Oligarchenveranstaltungen, die von Herrschaftscliquen nach 1990 zu Fassadendemokratien heruntergewirtschaftet wurden. Die wesentlichen Entscheidungen — so die Autoren — gehen vom sogenannten Tiefen Staat aus, also von unsichtbaren, nicht gewählten Macht-„Eliten“. Im neuen Buch „Der Tiefe Staat schlägt zu“ (2) setzen 16 Autoren diese Analysen mit Blickrichtung auf die internationale Politik fort. Es wird dargelegt, wie die herrschenden westlichen „Eliten“ in einem etwa 25 Jahre andauernden Prozess die internationale Ordnung planvoll erodierten und auf neue Kriege vorbereiteten.


Von 1990 bis heute hat sich das transatlantisch-neokonservative Establishment aufgrund seiner imperialistischen NATO- und EU-Expansionsbestrebungen als Hauptkrisen- und Kriegstreiber erwiesen. Wie es der Tiefe Staat — der Dunkelraum der Herrschenden — vollbrachte, die Friedensdividende des Jahres 1990 schleichend zu zerstören und schließlich konsequent vor die Wand zu fahren, ist Gegenstand dieses Buches.

Blicken wir kurz auf den Beginn der 1990er-Jahre zurück. Nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989, dem Zerfallsprozess der UdSSR um 1990/1991 und der Auflösung der Warschauer Vertragsorganisation 1991 glaubten viele Menschen an die Einlösung einer Friedensdividende. Armut, Konflikte und Kriege sollten der Vergangenheit angehören; eine globalisierte, freie Marktwirtschaft versprach Wohlstand für alle. Der Westen bejubelte das „Ende der Geschichte“ (3), weil die liberalen Demokratien unter Führung der USA als Sieger aus dem Systemkampf gegen die Staaten des „Kasernenkommunismus“ (4) hervorgegangen waren.

Nach fast 30 Jahren stellt sich die Frage: Was haben die politischen Führungen der westlichen Demokratien aus dieser Friedensdividende des Jahres 1990 gemacht? Um zu verstehen, wie die Zeit nach 1990 ablief, wollen wir uns in aller Kürze den Macht- und Herrschaftszentren zuwenden, so wie Bernd Hamm sie in dem Vorgängerbuch „Fassadendemokratie und Tiefer Staat. Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter“ beschrieb, das ihm gewidmet war.

mehr:
- Die heimlichen Herrscher (Ulrich Mies, Rubikon, 07.03.2019)

Gelbwesten-Aufstand in Frankreich: Macron und die „Speck-Klasse“

Diese Frage stellt Willy Wimmer in einem Text, den er so überschrieben hat: „Macron oder de Gaulle: das ist die ungelöste europäische Frage.“ Wir publizieren diesen Text gerne. Einzige Anmerkung: Trump sehen wir kritischer, als Willy Wimmer dies tut. Auch die Erfahrungen mit dem Umgang der USA mit Venezuela sprechen für äußerste Skepsis. Aber das ist nicht das Thema dieses berechtigten Zwischenrufs von Willy Wimmer. Albrecht Müller.

Irgendwie kann man es verstehen, dass der französische Staatspräsident, Herr Macron, der Verfolgung durch die „Gelbwesten“ entkommen will. Die staunende Nachbarschaft verfolgt seit Monaten, wie hochgradig entzündlich die Stimmung bei unseren Nachbarn tatsächlich ist. Den Nenner für diesen Unmut muss man nicht lange suchen. Durch die Globalisierung ist nach internationalen Statistiken Frankreich zu 65 % de-industrialisiert worden. Und dann gehen die europäischen Verantwortlichen auch noch hin und sabotieren eine industrielle Hochzeit zwischen zwei bedeutenden europäischen Eisenbahn-Unternehmen, um der chinesischen Konkurrenz eines Staatsunternehmens die französischen und deutschen Arbeitsplätze vor die Füße zu knallen. Da wird eine „schöne, neue Welt“ für die Globalisierungsgewinner und die entsprechenden Strippenzieher gezimmert und in „la douce France“ kann man sich noch nicht mal mehr den Sprit erlauben, um zu einer mies bezahlten Arbeitsstelle zu kommen. Wird seitens Herrn Macron dagegengesteuert? Wie sollte er? Es waren doch gerade die Kreise, die auf den neuen Götzen der Globalisierung gesetzt haben, die ihn auf den Schild zum Präsidenten gehoben haben. Alles macht er, um wenigstens in dem Dauerpalaver mit Bürgermeistern und anderen die Fassade zu wahren. Aber an die „Reichensteuer“ wagt er sich nicht heran. Sollen seine Französinnen und Franzosen doch, wie Marie Antoinette es einmal so treffend formulierte, doch „Kuchen essen, wenn sie schon kein Brot mehr haben“.

mehr:
- Warum sollen die Wählerinnen und Wähler so blöd sein, wie die „Speck-Klasse“ annimmt? (Willy Wimmer, NachDenkSeiten, 06.03.2019 – Zitat:)
Er [Macron] kommt nicht auf die Idee, sich und alle anderen Staats- und Regierungschefs zu fragen, wer für die von ihm festgestellte Wut verantwortlich ist.
Mein Kommentar:
Ich bin ziemlich sicher, daß Macron sehr wohl auf die Idee kommt…

siehe auch:
- Das Vermögen der Reichsten wächst am schnellsten (Post, 07.03.2019)

»Wenn Briten zu Erkenntnissen kommen, ist Vorsicht geboten«

Eine Studie von britischen Psychologen versucht nachzuweisen, dass Anhänger von Verschwörungstheorien zu "antisozialem" und "kriminellem" Verhalten neigen.

Die Studie mit dem Titel "Glaube an Verschwörungstheorien und Bereitschaft zur Alltagskriminalität" erschien im Januar 2019 im renommierten "British Journal of Social Psychology". Eine der Autorinnen, Karen Douglas, Psychologieprofessorin an der University of Kent, fasst die Ergebnisse so zusammen:

Unsere Forschung hat zum ersten Mal gezeigt, welchen Einfluss Verschwörungstheorien auf die persönliche Haltung zur Alltagskriminalität haben können. Menschen, die der Auffassung sind, dass andere sich verschworen haben, könnten unethischen Handlungen gegenüber aufgeschlossener sein.
Karen Douglas

Was dabei mit Alltagskriminalität gemeint ist, beschreibt die Studie so:

Zur Alltagskriminalität zählen allgemein übliche Delikte, die von den meisten Menschen irgendwann in ihrem Leben einmal begangen werden, wie etwa das Überfahren einer roten Ampel, eine Barzahlung mit dem Ziel, Steuern zu hinterziehen, oder das Verschweigen von Mängeln beim Verkauf von Waren.
Aus der Studie

Von den Autoren werden solche Verhaltensweisen als "antisozial" und "low level crime" eingestuft. Als "Glaube an Verschwörungen" gilt dabei bereits die Annahme, dass "Regierungen Informationen vor der Öffentlichkeit geheim halten" - eine Mutmaßung, die wohl eher dem gesunden Menschenverstand entsprechen dürfte.

Grundlage der Studie ist eine Onlinebefragung von 250 Briten. Diesen wurden unter anderem 7 Verschwörungstheorien vorgelegt, von denen allerdings nur eine in der Untersuchung auch genannt wird ("Es gab eine offizielle Operation des britischen Geheimdienstes MI6, Prinzessin Diana zu ermorden, die von Teilen des Establishments gebilligt wurde"). Dass die Anhänger solcher Sichtweisen selbst zu kriminellem Verhalten neigten, wird von den Autoren so erklärt:

"Verschwörungstheorien könnten Menschen zu unethischem Verhalten ermuntern, als Möglichkeit, mit einer Welt zurechtzukommen, in der sich Verschwörungen ereignen."

Mit anderen Worten: Wenn im Großen betrogen wird, muss man sich im Kleinen auch nicht an die Regeln halten – eine Sichtweise, die sicherlich weit verbreitet ist. Die Autoren schreiben von einem "Gefühl des Mangels an sozialem Zusammenhalt und gemeinsamen Werten". Die tieferliegende Frage, welche der ganz großen Betrügereien ("Verschwörungstheorien") womöglich real und welche nur Fantasie sind, blendet die Studie aus. Nahegelegt wird, dass Verschwörungstheorien generell falsch und "schädlich" seien.

mehr:
- Verschwörungstheoretiker fahren bei Rot über die Ampel (Paul Schreyer, Telepolis, 05.03.2019)

mein Kommentar:
» Grundlage der Studie ist eine Onlinebefragung von 250 Briten. «
?????
siehe dazu auch:
- Repräsentativität, Zufallsstichprobe vs. „repräsentative“ Stichprobe und das Problem der Repräsentativität (Wikpedia)
aus den Leserkommentaren:
»Wenn Britten zu Erkenntnissen kommen, ist erfahrungsgemäß Vorsicht geboten!« (Rechtschreibfehler im Original)

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Falsche Vorstellungen kursierten über Jahrhunderte, dass „Selbstbefleckung“[31] die gesunde geschlechtliche Entwicklung eines Knaben behindere und zur Gehirnerweichung und zum Rückenmarksschwund führe. Auch Krebs, Lepra und Wahnsinn sowie weitere psychiatrische Krankheitsbilder[32] sollten angeblich die Folge der Masturbation sein.
[Masturbation, Medizingeschichtlich, Wikipedia, abgerufen am 07.03.2019]
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[Bildquelle: Watson.ch]
Warum schweigen die Lämmer? Rainer Mausfeld im Gespräch mit Westend {17:21}

Westend Verlag
Am 06.03.2019 veröffentlicht 
Der Psychologe und Kognitionswissenschaftler Rainer Mausfeld spricht über die Denkfehler der modernen Psychologie, Fehlentwicklung unserer demokratischen Institutionen und die Rolle der Medien.
Weitere Infos zu seinem Buch und Leseprobe finden Sie hier:
https://www.westendverlag.de/buch/war...

US-Handelsdefizit auf Rekordhöhe: 891 mrd $

Ausgerechnet mit China stieg das Handelsdefizit 2018 auf einen Höchststand. gewachsen ist es auch gegenüber Mexiko und der EU

Nur mit Handelsschranken und Aufkündigung von Freihandelsverträgen wird Amerikas Wirtschaft nicht wieder groß. Groß geworden ist ausgerechnet das Handelsdefizit der USA. Trump konnte also just eines seiner wichtigsten Ziele nicht erreichen. Während über die Grenze eine Rekordzuwanderung von illegalen Einwanderern in die USA gelangt, vermutlich weil Trump weiter das ebenfalls noch unerfüllte Wahlversprechen einer durchgehenden Mauer an der Grenze zu Mexiko umsetzen will, erreichte auch das Handelsdefizit 2018 eine Rekordhöhe.

Die Importe stiegen weiter an, weil die US-Wirtschaft wuchs und die Arbeitslosigkeit abnahm, aber manche Exportprodukte brachen wegen der Gegenmaßnahmen zu den von Trump verhängten Zöllen ein. Um staatliche 10 Prozent kletterte nach Daten des Wirtschaftsministeriums das Handelsdefizit für Waren 2018 auf 891 Milliarden US-Dollar an - und ausgerechnet gegen über China und Mexiko, mit dem Trump ein neues Handelsabkommen nach der Aufkündigung von Nafta abschloss und verkündete, dass dieses Milliarden an Mehreinnahmen für die USA mit sich brächte, weswegen indirekt Mexiko doch für die Mauer zahlen würde.

mehr:
- US-Handelsdefizit auf Rekordhöhe (Florian Rötzer, Telepolis, 07.03.2019)

Deutscher Botschafter muss Venezuela verlassen

Diplomat Kriener muss das Land binnen 48 Stunden verlassen. Bei der Rückkehr des "Interimspräsidenten" Guaidó forderte er "freie Wahlen"

Die Regierung von Venezuela hat am Dienstag den deutschen Botschafter in Caracas wegen seiner offenen Unterstützung der Opposition um "Gegenpräsident" Juan Guaidó ausgewiesen. Der deutsche Diplomat Daniel Kriener sei wegen der Einmischung in Venezuelas interne Angelegenheiten zur Persona non grata erklärt worden, hieß es in einem Kommuniqué des Außenministeriums. Kriener müsse das Land binnen 48 Stunden verlassen. Das Auswärtige Amt in Berlin ließ zunächst über eine Sprecherin erklärten, man werde das weitere Vorgehen "mit unseren Partnern" erörtern. Wenig später bestätigte Außenminister Heiko Maas (SPD) Krieners fristgerechte Ausreise und Rückkehr nach Deutschland.

Kriener hatte den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó bei dessen Wiedereinreise nach Venezuela am Montag zusammen mit anderen europäischen Diplomaten und Unterstützern am internationalen Flughafen von Caracas begrüßt. Die Bundesregierung erkennt den oppositionellen Parlamentspräsidenten Guaidó als Übergangspräsidenten an, ebenso wie inzwischen mehr als 50 Länder. Die Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten unterstützt jedoch Präsident Nicolás Maduro oder äußert sich nicht zu dem Machtkampf in Venezuela.

mehr:
- Deutscher Botschafter muss Venezuela verlassen (Harald Neuber, Telepolis, 06.03.2019)

Norwegen, Russland und ein Spion, der sich erwischen ließ

Der Vorfall eröffnet den Blick auf die schwierige Situation des Nato-Landes an der russischen Grenze

Demnächst beginnt in Moskau der Prozess gegen den 63-jährigen Norweger Frode Berg. Der Vorwurf: Spionage. Der Anwalt hofft auf eine politische Lösung, doch das wird nicht einfach: Das Verhältnis der beiden Staaten, die eine knapp 200 Kilometer lange Land- und eine sehr viel längere Seegrenze teilen, ist nicht das beste. Allerdings wird Ministerpräsidentin Erna Solberg persönlich Anfang April zum Arktischen Forum nach St. Petersburg reisen.

Als Frode Berg am 5. Dezember 2017 in Moskau vom FSB verhaftet wurde, dachten die meisten an ein Missverständnis, das sich bald aufklären werde. Frode Berg kommt aus Kirkenes an der norwegisch-russischen Grenze. Bis zu seiner Pensionierung 2014 arbeitete er dort als Grenzinspektor. Nach den Medienberichten war er vor Ort bekannt und beliebt, er war engagiert im Kulturbereich und in der Kirche. Er hatte Bekannte in Russland und setzte sich für ein gutes Verhältnis zu Russland ein.

Ein solcher Mann ein Spion? Niemals! In Kirkenes gab es sogar einen Solidaritätsumzug für ihn. Merkwürdigkeiten wie die 3000 Euro, die Berg in Moskau dabei hatte, im Auftrag eines "Bekannten", würden sich aufklären. Von offizieller Seite in Norwegen hörte man nichts - außer, dass ihm konsularischer Beistand gewährt werde.

Die Bombe schlug dann im April 2018 ein: Über seine Anwälte, den Russen Ilja Nowikow und den Norweger Brynjulf Risnes, ging Berg mit einer Art Geständnis an die Öffentlichkeit. Er gab zu, mehrfach für den norwegischen Nachrichtendienst Aufträge als Kurier ausgeführt zu haben. Allerdings sei ihm die Tragweite dieser Aktionen nicht bewusst gewesen.

Die Geschichte wurde gestützt von der norwegischen Journalistin Trine Hamran, die das bei gemeinsamen Reisen im Rahmen von Projekten bemerkt hatte und der er sich anvertraut hatte. Sie berichtete auch, dass Berg eigentlich aussteigen wollte, doch man habe ihn unter Druck gesetzt, noch einmal nach Moskau zu reisen. Norwegische Medien gruben in der Geschichte, trieben sogar den Kontaktmann auf, dessen Name allerdings nicht veröffentlicht wurde.

mehr:
- Norwegen, Russland und ein Spion, der sich erwischen ließ (Andrea Seliger, Telepolis, 06.03.2019)

Das Vermögen der Reichsten wächst am schnellsten

Der Ökonom Gabriel Zucman vermutet, dass die Superreichen ihren Einfluss auf die Politik vergrößert haben und eine Umverteilungspolitik noch besser verhindern können

Wir wissen, Piketty hat es bestätigt, dass die Reichen immer reicher werden, weswegen die Kluft zwischen den Wohlhabenden und dem Rest der Weltbevölkerung größer wird und die Mittelschicht schrumpft. Die Welt polarisiert sich und wird ungleicher. Ein Problem ist, dass die Superreichen ihren Reichtum mehr oder weniger gezielt einsetzen, um diesen zu erhalten und Politik zu beeinflussen, während die Mittelschicht bestenfalls vorsorgen kann, um mögliche Katastrophen abzudämpfen und Sicherheit zu garantieren, während die Ärmeren dem Schicksal unmittelbar und finanziell ungeschützt ausgesetzt sind.

Dem kommt entgegen, dass viele Politiker, vor allem diejenigen, die an der Regierung beteiligt oder für den Wahlkampf auf Spenden aus sind, aber auch diejenigen, die ihre politische Karriere für spätere, hochbezahlte Jobs ausnutzen wollen oder versuchen, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu sichern, indem sie die Reichen im Land halten wollen, sich an den einflussreichen, reichen Menschen orientieren. Menschen aus den unteren Einkommensschichten können hingegen ihre Interessen weniger gut durchsetzen, was auch daran liegt, dass ein größerer Anteil zum Lager der Nichtwähler gehört. Dahinter steckt die gar nicht so abwegige, gleichwohl fatale Überzeugung, dass die eigenen Interessen, unabhängig davon, welche Regierung gewählt wird, nicht durchgesetzt werden können.

Ein Problem ist auch, dass über das Vermögen der Reichen und Superreichen keine wirklich belastbaren Daten vorliegen, da in den meisten Staaten keine Vermögenssteuer (mehr) erhoben wird. Zudem werden Vermögen gerne ins Ausland gebracht und dort in Steueroasen versteckt. Die wirkliche Ungleichheit innerhalb der Gesellschaften bleibt verborgen und muss abgeschätzt werden. Der Ökonom Gabriel Zucman von der University of California at Berkeley hat nun ein neues Paper vorgelegt, in dem er die Entwicklung auf der Grundlage der vorhandenen Methodologien und dem aktuellen Kenntnisstand vorstellt. Mehr oder weniger finden sich die Ergebnisse auch im World Inequality Report 2018, den Zucman zusammen mit Facundo Alvaredo, Conicet Lucas Chancel, Thomas Piketty und Emmanuel Saez verfasst hat.

mehr:
- Das Vermögen der Reichsten wächst am schnellsten (Florian Rötzer, Telepolis, 06.03.2019)
siehe auch:
- Prof. Michael Hartmann: Die wirkliche Lage der Vermögensverteilung (27. Pleisweiler Gespräch) (Post, 15.08.2017)
- "Der Status quo ist der ideale Zustand für die 0,1 Prozent der Eliten" (Post, 28.05.2017)
- »Ungerechte Einkommensverteilung gefährdet die Demokratie« (18.11.2015)
- Das reichste Prozent in Deutschland besitzt ein Drittel des Gesamtvermögens (04.09.2015)
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Floh de Cologne - Wir brauchen keine Millionäre {7:39}

the303fx
Am 21.10.2009 veröffentlicht 
Band: Floh de Cologne
Album: Profitgeier
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Kleines video update!
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Ein paar neue bilder wurden hinzugefügt.
Wie ich auch schon bei meinem letzten video erwähnt habe, bin ich noch ein absoluter anfänger, was solche foto slide - shows betrifft.
Leider wurde das video nicht 100% korrekt hochgeladen, was zu einem, leicht versetzten bild ablauf führt.
Falls ich wieder mal ein lied hochladen sollte, dann evtl. nur noch das cover der jeweiligen band (war echt stressig).
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Mittwoch, 6. März 2019

Rainer Mausfeld: Denkfehler der modernen Psychologie, Fehlentwicklungen unserer demokratischen Institutionen und die Rolle der Medien

Warum schweigen die Lämmer? Rainer Mausfeld im Gespräch mit Westend {17:21}

Westend Verlag
Am 06.03.2019 veröffentlicht 
Der Psychologe und Kognitionswissenschaftler Rainer Mausfeld spricht über die Denkfehler der modernen Psychologie, Fehlentwicklung unserer demokratischen Institutionen und die Rolle der Medien.
Weitere Infos zu seinem Buch und Leseprobe finden Sie hier:
https://www.westendverlag.de/buch/war...

Dienstag, 5. März 2019

Amerikas ungeschriebene Geschichte & die Atomwaffen

In diesem exklusiven Interview mit dem Autor, Professor für Geschichte und Leiter des Nuclear Studies Institute der American University, Peter Kuznick, stellen wir das Buch “The Untold History of the United States” vor (auf Deutsch erschienen unter dem Titel “Amerikas ungeschriebene Geschichte”) und besprechen Fakten, die im Mainstream-Diskurs selten zur Sprache kommen. Kuznick schrieb das Buch gemeinsam mit dem Filmregisseur und Produzenten Oliver Stone. Darüber hinaus sprechen wir über die Geschichte der Atomwaffen und die Verträge, die unterzeichnet wurden, um die gegenseitige Zerstörung zu verhindern, den heutigen Stand dieser Verträge und wie nah wir der nuklearen Vernichtung sind, sowie darüber, was der Einzelne tun kann, um mehr Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.
Quelle:
- Amerikas ungeschriebene Geschichte & die Atomwaffen (Zain Raza, actvism.org, 05.03.2019)

Amerikas ungeschriebene Geschichte und die Atomwaffen | Mit Peter Kuznick {40:01}

acTVism Munich
Am 05.03.2019 veröffentlicht 
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In diesem exklusiven Interview mit dem Autor, Professor für Geschichte und Leiter des Nuclear Studies Institute der American University, Peter Kuznick, stellen wir das Buch “The Untold History of the United States” vor (auf Deutsch erschienen unter dem Titel “Amerikas ungeschriebene Geschichte”) und besprechen Fakten, die im Mainstream-Diskurs selten zur Sprache kommen. Kuznick schrieb das Buch gemeinsam mit dem Filmregisseur und Produzenten Oliver Stone. Darüber hinaus sprechen wir über die Geschichte der Atomwaffen und die Verträge, die unterzeichnet wurden, um die gegenseitige Zerstörung zu verhindern, den heutigen Stand dieser Verträge und wie nah wir der nuklearen Vernichtung sind, sowie darüber, was der Einzelne tun kann, um mehr Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.
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Geheimakte Atombombe Lügen und Verrat {48:52}

Puresglück
Am 05.03.2019 veröffentlicht 
Bei der Spaltung von Uran-Atomen wird unglaublich viel Energie freigesetzt. Dieses Wissen sollte in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Verkehr, Stromerzeugung und Medizin revolutionieren - doch ebenso die Kriegsführung. Im Juni 1942 gab der US-amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt das Sofortprogramm zum Bau einer Atombombe frei, das später als Manhattan-Projekt in die Geschichtsbücher einging. Nach zwei Jahren Entwicklung war die erste Kernwaffe der Welt zum Abschuss bereit.
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Sonntag, 3. März 2019

Heute vor 95 Jahren – 3. März 1924: Türkei schafft Kalifat ab

Nach der Niederlage des Osmanischen Reichs im Ersten Weltkrieg bildete General Mustafa Kemal Pascha (1881-1938) 1920 eine revolutionäre Gegenregierung. 1923 wurde er erster Präsident der Türkischen Republik (»Atatürk«). Er brach mit den alten Herrschaftsstrukturen und führte Reformen durch, die alle Lebensbereiche erfassten. Der letzte osmanische Sultan (und Kalif) Mehmed VI. (1861-1926) war am 1. November 1922 abgesetzt worden, er ging ins Exil. Das Kafifat wurde aber zunächst beibehalten. 
Eine Regierungsdelegation verkündet die Absetzung von
Kalif 
Abdülmecid II. (stehend vor seinem Thron), Lithografie
des »Le Petit Journal«, März 1924
Der Kalif (arab.: Stellvertreter Gottes bzw. seines Propheten Mohammed) war der nominelle Führer aller Muslime. Als Letzter hatte Mehmeds Vetter Abdülmecid II. (1868-1944) dieses religiöse Amt inne. Als nun 1923 die Türkische Republik an die Stelle des Osmanischen Reichs trat, wurde auch diese Institution abgeschafft. Abdülmecid ging nach Paris ins Exil.

 Kalifen 
  • 632-661 Vier gewählte (»rechtgeleitete«) Kalifen
  • 661-750 Kalifen der Omaijaden-Dynastie (Damaskus)
  • 750-1258 Kalifen der Abbasiden-Dynastie (Bagdad)
  • 1258-1517 »Schattenkalifen« in Ägypten (Kairo)
  • 1517-1924 Kalifat der osmanischen Sultane (Konstantinopel/Istanbul)
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2019

Samstag, 2. März 2019

NachDenkSeiten-Leserbriefe zum INF, zur historischen Tagesschau und zum aktuellen Film über Dick Cheney

Zu diesen Themen, die die NachDenkSeiten in der letzten Woche beschrieben haben, “Früher war nicht alles besser … die Tagesschau aber schon” und “Dick Cheney: Revolutionär für die Superreichen” gab es zahlreiche Zuschriften die wir hier zum großen Teil wiedergeben. In vielen der Beiträge geht es um Internationale Beziehungen und wie manche Länder Druck auf andere ausüben, mit mehr oder weniger legitimen Methoden. Vielen Dank an die Leser und Schreiber! Zusammengestellt von Moritz Müller.
mehr:
- Leserbriefe zum INF, zur historischen Tagesschau und zum aktuellen Film über Dick Cheney (NachDenkSeiten, 02.03.2019)
siehe auch:
zu Dick Cheney:
- USA: Die verrückten Neocons (Post, 02.03.2019)
- Vertuschung von CIA-Staatsmorden (Post, 01.03.2016)
zur Tagesschau:
- KenFM im Gespräch mit: Michael Meyen ("Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand") (Post, 18.06.2018 – Video ab 20:00)
zum INF-Vertrag:
- USA: New Nukes, for no Good Reason (Post, 25.01.2019)

USA: Die verrückten Neocons und ihr Putsch

Von Cheney zu Trump: Adam McKays "Vice" zeigt, dass die USA in ihrer Mehrheit ein Land von moralisch korrupten selbstgerechten Vollidioten sind
Revulsion and admiration lie as close together as the red and white stripes on the American flag, and if this is in some respects a real-life monster movie, it’s one that takes a lively and at times surprisingly sympathetic interest in its chosen demon.
A.O.Scott, New York Times, in der Rezension von "Vice"
Die Filme die einmal über Donald Trump gedreht werden, können von einem berühmten Satz des NS-Propagandaministers ausgehen: "Meine Herren, in hundert Jahren wird man einen schönen Farbfilm über die schrecklichen Tage zeigen, die wir durchleben. Möchten Sie nicht in diesem Film eine Rolle spielen? Halten sie jetzt durch, damit die Zuschauer in hundert Jahren nicht johlen und pfeifen, wenn Sie auf der Leinwand erscheinen", so Dr. Joseph Goebbels am 17. April 1945.

Das Interessante an diesem Satz ist, dass hier einer weiß, was kommen wird, so wie er weiß, was ist. Er richtet sein ganzes Handeln nur nach dem Effekt aus, nach dem Schein und der Tauglichkeit für die ästhetische Wirkung. Und tatsächlich: Ästhetisch haben die Nazis den Zweiten Weltkrieg auf ganzer Linie gewonnen. Bis heute bestimmen sie die Ikonographie des Bösen auf der Leinwand.

Wird das den Mächtigen Amerikas ähnlich gehen? Man kann im schlechten Abschneiden von "Vice" bei der diesjährigen Oscarverleihung ein Indiz für die Tugenden und Nachteile dieses Films sehen: "Vice" taugt nicht zur wohltemperierten politisch-korrekten Symbolhandlung wie etwa "Green Book". Adam McKays Spielfilm über den republikanischen "Dark Knight" Richard Cheney war der Film der diesjährigen Oscarverleihung, der am schärfsten auf die Unmoral und die Abgründe der US-amerikanischen Politik zielte.

Er zeigt nicht harmonisches Zusammenleben und Rassenversöhnung. Er zeigt ein Portrait des weißen politischen Amerika. Eines Amerika, das korrupt ist, kontrolliert von den großen Konzernen, vor allem von Waffen- und Energiekonzernen, die die Politiker wie Marionetten beherrschen

mehr:
- Die Dummheit der Amerikaner (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 02.03.2019)
- Kommentare
siehe auch:
- 1975: Vertuschung von CIA-Staatsmorden (01.03.2016)

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Die meisten der Ideen und Mitglieder des PNAC standen mit der politischen Schule des Neokonservativismus in Verbindung. Einer der wichtigsten Protagonisten der Denkfabrik war lange Zeit sein Mitbegründer Richard Perle. Der öffentlichkeitswirksamste Wortführer war daneben der zeitweise in Brüssel lebende Journalist Robert Kagan, der nunmehr auch dem Vorstand der Foreign Policy Initiative angehört.
[…]
Das PNAC vertrat unter anderem folgende Thesen:
  • US-amerikanische Führerschaft ist sowohl gut für die Vereinigten Staaten von Amerika als auch für die ganze Welt.
  • Eine solche Führerschaft erfordert militärische Stärke, diplomatische Energie und Hingabe an moralische Prinzipien.
  • Eine multipolare Welt hat den Frieden nicht gesichert, sondern stets zu Kriegen geführt.
  • Die Regierung der Vereinigten Staaten soll Kapital schlagen aus ihrer technologischen und wirtschaftlichen Überlegenheit, um durch Einsatz aller Mittel – einschließlich militärischer – unangefochtene Überlegenheit zu erreichen.
Wenn Diplomatie gescheitert sei, seien Militäraktionen ein akzeptables und nötiges Mittel. Das PNAC befürwortet die weltweite Errichtung dauerhafter eigener Militärstützpunkte, um die USA weitestgehend unangreifbar zu machen. Als „Weltpolizist“ (bzw. „Welt-Ordnungs-Hüter“) hätten die Vereinigten Staaten die Macht, in einer chaotischen „hobbesianischen“ Welt für die Einhaltung von Recht und Gesetz gemäß den von den USA gesetzten Maßstäben zu sorgen – wenn es sein muss, auch ohne Absprache mit oder Rücksichtnahme auf Verbündete und andere supranationale Organisationen, Verträge und sonstige Rechtsverbindlichkeiten (Unilateralismus). Darin sehen alle Kritiker einen klaren geschichtlichen Rückfall hinter die mühselig errungenen Fortschritte im Völkerrecht seit dem Westfälischen Frieden.
Das PNAC und seine Mitglieder haben schon frühzeitig unter anderem die Kündigung des mit der Sowjetunion geschlossenen ABM-Vertrages gefordert. Das PNAC schlug außerdem vor, „die neuen internationalen Gemeinschaftssphären, Weltraum und virtuelle Welt, zu kontrollieren und den Weg für eine neue Militärgattung – die U.S. Space Forces – mit dem Auftrag, den Weltraum zu kontrollieren, freizumachen“.
Im September 2000 publizierte das PNAC einen 80-seitigen Bericht mit dem Titel „Rebuilding America's Defenses: Strategies, Forces, And Resources For a New Century“. Diese Forderung zur Fortsetzung des unter Ronald Reagan begonnenen „Star Wars“-Projekts SDI war Gegenstand zahlreicher Analysen und zog viel Kritik auf sich.
[Project for the New American Century, Allgemeines, Wikipedia, abgerufen am 02.03.2019]
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zum Neocon-»Umsturz« siehe auch (beachte die zeitliche Reihenfolge):

VICE Clips & Trailer German Deutsch (2019) {7:54}

KinoCheck
Am 15.02.2019 veröffentlicht 
Offizieller "Vice: Der Zweite Mann" Trailer & Clips Deutsch German 2019 | Abonnieren ➤ http://abo.yt/kc | (OT: Vice) Movie Trailer | Kinostart: 21 Feb 2019 | Filminfos https://KinoCheck.de/film/1vy/vice-2019
Er gilt als einer der mächtigsten US-Vizepräsidenten aller Zeiten: Dick Cheney. "Vice: Der Zweite Mann" beleuchtet die sagenhafte Karriere des Bürokraten und Washington-Insiders, der an der Seite von George W. Bush zum einflussreichsten Politiker der Welt wurde und seine Macht zu nutzten wusste: Cheneys Entscheidungen prägen das Land noch immer, sein außenpolitisches Wirken ist bis heute spürbar.
Vice leihen/kaufen ➤ http://amzo.in/s/Vice

- Vice: Dick Cheney is a man so devious he can’t be captured in a Hollywood biopic (Scott Lucas, The Conversation, 13.02.2019)
- 9/11: Es stinkt gewaltig! (Post, 28.11.2018)

Debunking A Century of War Lies {24:08}

corbettreport
Am 06.08.2018 veröffentlicht 
TRANSCRIPT AND MP3: https://www.corbettreport.com/warlies/ In the modern age of democracy and volunteer armies, a pretense for war is required to rally the nation around the flag and motivate the public to fight. That is why every major conflict is now accompanied by its own particular bodyguard of lies. From false flag attacks to dehumanization of the "enemy," here are all the examples you'll need to help debunk a century of war lies.

- Dirk Pohlmann zu den Hintergründen und Folgen von 9/11 (Post, 29.06.2018)

Geheime Befugnisse: Ausnahmezustand 9/11 - Dirk Pohlmann (Teil 2) | ExoMagazin {13:42 – Start bei 3:18}

ExoMagazinTV
Am 03.08.2018 veröffentlicht 
Seit dem 11. September 2001 operiert die US-Regierung im "Continuity of Government"-Modus - ein Ende des Ausnahmezustands ist nicht in Sicht.
Der investigative Journalist und Filmemacher Dirk Pohlmann deckt im zweiten Teil seines Vortrags auf, wie und von welchen Akteuren der in den USA ausgerufene Ausnahmezustand unter großer Geheimhaltung vorbereitet wurde. Patriot Act, Total Information Awareness, extralegale Hinrichtungen, Geheimgefängnisse der CIA – sie dienen nicht nur der zeitweiligen Verfolgung von Terrorverdächtigen, sondern wurden für einen langen Zeitraum eingerichtet, dessen Ende nicht abzusehen ist.
►►Den gesamten Beitrag hier anschauen: http://bit.ly/2AzYdNH
►►Abonniere ExoMagazin hier! http://bit.ly/Abonniere-Exopolitik

9/11 - Regime Change (Nation Building) with the Project for the New American Century (PNAC)? {17:11}

NRUN65
Am 23.08.2017 veröffentlicht 
9/11 revisited - Could this neocon agenda be the cause behind the refugee surge affecting Europe? Nation Building through regime change has been the goal of the controversial group The Project for the New American Century. In reference to attaining that goal they wrote, 12-months before 9/11, "...the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor.” The very suspicious events of 9/11 provided the "New" Pearl Harbor that allowed for the invasions of Afghanistan and Iraq.
It was absolutely imperative for George W. Bush to be the next president of the United States by way of the 2000 election if the Project for the New American Century's plans were to get off the ground. The bizarre circumstances of the 2000 election - [ https://www.youtube.com/watch?v=ji_k0... ] [ https://www.youtube.com/watch?v=ky-YX... ]
The “Project for the New American Century” (PNAC) was established in 1997 and used as its core the ideas expressed in the version of the report by Paul Wolfowitz (then the Under Secretary of Defense for Policy) entitled the “Defense Planning Guidance” dated Feb. 1992, which became known unofficially as the Wolfowitz Doctrine.
The Wolfowitz Doctrine was criticized as being imperialistic because it was a radical plan for American military world domination which emphasized America's use of unilateralism and “pre-emptive wars” on potential threats to America's world dominance and its plan to make America a global “constabulary," unburdened by NATO or World opinion, and drastically increased military spending. It was so controversial when leaked to the press, that Cheney rewrote it, leaving the parts about pre-emptive wars and America acting alone against threats out of the official report officially released in April, 1992.
In September 2000, PNAC published a 90-page report entitled “Rebuilding America's Defenses: Strategies, Forces, and Resources For a New Century” which used the Wolfowitz Doctrine with its controversial elements as its core. Section V of this report under the heading “Creating Tomorrows Dominant Force” states “Further, the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor.”
Twelve months after the release of the report in September of 2000, the extremely suspicious attacks of 9/11 occurred which were immediately called America's “second” Pearl Harbor by Bush and many Government Officials – that "event" provided the G.W. Bush Administration with the public support needed for invading Iraq. In the years which have followed, America has employed many, if not most, or all, of PNAC's ideas.
Excellent professional 9/11 investigative film (5-hour total) by Massimo Mazzucco examining all aspects of the attacks: September 11 - The New Pearl Harbor (Full version) - Part 1 of 3 https://www.youtube.com/watch?v=I5ppQ...
September 11 - The New Pearl Harbor (Full version) - Part 2 of 3 https://www.youtube.com/watch?v=ahPo6...
September 11 - The New Pearl Harbor (Full version) - Part 3 of 3 https://www.youtube.com/watch?v=haVF4...

- Das große Geld hinter dem Krieg: der militärisch-industrielle Komplex (Jonathan Turley, Kritisches Netzwerk, 11.01.2014)
- Wendepunkt 9/11 – Verfall und Untergang des Imperium Americanum (Mike Davis, Le Monde diplomatique, 14.10.2011)

Die neokonservative Vision der amerikanischen Außenpolitik lieferte den theoretischen und politischen Inhalt der Bush-Doktrin, was wiederum die Entscheidung untermauerte, 2003 in den Irak einzudringen und die Führung von Saddam Hussein abzusetzen. Auch wenn Charles Krauthammer selbst kaum ein neutraler Beobachter ist, ist seine Erklärung, dass die Bush-Doktrin im Wesentlichen ein Synonym für neokonservative Außenpolitik ist, im politischen Spektrum weit verbreitet. 8 anzeigen Die Bush-Doktrin wurde zwar ausführlich analysiert, insbesondere in Bezug auf die Frage, ob sie ein abruptes und unstetiges Phänomen darstellt Es ist eine beispiellose Veränderung der amerikanischen Außenpolitik, deren wesentliche Elemente herausgearbeitet werden müssen. 9 Dies ist eine besonders nützliche Übung, um zu zeigen, wie die Kernelemente der neokonservativen Bush-Doktrin im direkten Gegensatz zu vielen der grundlegenden Grundsätze des Realismus stehen.

Die Bush-Doktrin beginnt mit der Annahme, dass die Vereinigten Staaten jetzt die einzige Supermacht der Welt sind, und versucht, ihre hegemoniale Position für die unbestimmte Zukunft aufrechtzuerhalten. In der Abschlussrede von Präsident Bush in West Point im Juni 2002 erklärte er: „Amerika hat und beabsichtigt, seine militärischen Stärken unbestreitbar zu erhalten, wodurch die destabilisierenden Wettrüsten anderer Epochen gegenstandslos werden und Rivalitäten auf den Handel und andere Friedensbemühungen beschränkt werden . ” 10 In seinem Bericht vom 17. September 2002 über die "Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten von Amerika" erklärte Bush, dass "wir [die Vereinigten Staaten] unsere Verteidigung uneingeschränkt aufbauen und aufrechterhalten müssen" stark genug, um potenzielle Gegner von einem militärischen Aufschwung abzuhalten, in der Hoffnung, die Macht der Vereinigten Staaten zu übertreffen oder zu erreichen. “ 11 anzeigen Neokonservative betrachten die amerikanische Allmacht und Führung als Voraussetzung für eine geordnete und friedliche Welt. William Kristol und Robert Kagan erklären, dass "die amerikanische Hegemonie die einzige verlässliche Verteidigung gegen einen Zusammenbruch des Friedens und der internationalen Ordnung ist" Ein Übergewicht der amerikanischen Macht wird sowohl für die Vereinigten Staaten als auch für die übrigen als vorteilhaft angesehen der Welt und, wie Robert Jervis argumentiert, die Verpflichtung der Vereinigten Staaten, die amerikanische Hegemonie, den Primat oder das amerikanische Imperium zu etablieren, ist das Element der Bush-Doktrin, das alle anderen miteinander verbindet. 13 Es ist erwähnenswert dass das Festhalten der Neokonservativen an einer großen Strategie des Primats vor Präsident Bushs Nationaler Sicherheitsstrategie von 2002 und seiner Rede in West Point liegt. 14 Im März 1992 wurde in einem geheimen Fünfjahres-Leitfaden zur Verteidigungsplanung, der der Presse zugespielt wurde, eine US-amerikanische Strategie des Vorrangs vorgestellt, die darauf abzielte, „die Entstehung eines neuen Rivalen zu verhindern“. Der Hauptautor des Papiers war Unterstaatssekretär Paul Wolfowitz, der während der George HW Bush-Administration unter Verteidigungsminister Richard Cheney diente. 15

In ihrem Eintreten für die amerikanische Hegemonie drücken Neokonservative ihre theoretische Abneigung gegen die traditionelle Politik des Machtgleichgewichts aus. Eine von den USA geführte Hegemonialordnung gilt als einer Machtgleichgewichtsordnung klar überlegen. 16 anzeigen Anstatt, wie die meisten Realisten behaupten, ein Rezept für Frieden zu sein, betrachten Neokonservative die Politik des Kräfteverhältnisses als unnötig und als Hindernis für die Erreichung der nationalen Interessen der USA, während die herausragende Stellung der USA in der Welt die Notwendigkeit eines traditionellen Gleichgewichtes zwischen Machtdiplomatie. Sie sehen die amerikanische Macht im Wesentlichen als harmlos an und argumentieren, dass es für andere Länder unnötig ist, sich Sorgen über das globale Machtgefälle zu machen, und schließen daraus, dass die Rückkehr zu einem multipolaren Machtgleichgewicht eine direkte Bedrohung sowohl für die amerikanischen als auch für die internationalen Sicherheitsinteressen darstellt bestellen. John Mearsheimer lehnt Machtgleichgewichtspolitik ab und argumentiert, dass Neokonservative stattdessen "glauben, dass die internationale Politik nach der" Bandwagoning "-Logik arbeitet." 17 Nach dieser Logik wird nicht versucht, die Macht von zu überprüfen Ein mächtigerer Staat, schwächere Staaten schließen sich dem an. Wie Mearsheimer erklärt, lautet die Grundannahme von Bandwagoning: „Wenn ein Staat von einem Rivalen schlecht überholt wird, macht es keinen Sinn, sich seinen Forderungen zu widersetzen, weil der Gegner ohnehin mit Gewalt nimmt, was er will, und dabei erhebliche Strafen verhängt. 18 anzeigen Anstatt die Vereinigten Staaten herauszufordern, glauben die Neokonservativen, dass bedrohte Staaten und kleinere Mächte sich zusammenschließen und springen werden auf, der amerikanische Zug. So vertraten Robert Kagan und William Kristol den Krieg, und sie kamen zu dem Schluss, dass „wenn der Irak und die Türkei - zwei der drei wichtigsten Mächte des Nahen Ostens - beide im pro-westlichen Lager sind, eine vernünftige Chance besteht, dass kleinere Mächte entscheiden auf den Zug springen. “ 19 anzeigen Wie wir sehen werden, wird diese Ansicht durch eine spezifische Vision des Wesens der amerikanischen Macht als eine Kraft der Demokratisierung ergänzt, die alle vertreten Menschen wünschen und werden sie unterstützen, wenn ihnen nur die Möglichkeit dazu gegeben wird (zum Beispiel durch die Beseitigung unterdrückender politischer Regime). In diesem Sinne wird Bandwagoning sowohl als moralisch-politischer Prozess als auch als militärisch-strategische Berechnung angesehen, und dieser Ausblick lieferte den Neokonservativen eine weitere Begründung für den Einmarsch in den Irak.

Das zweite Element der Bush-Doktrin ist die Verpflichtung zur vorbeugenden Anwendung militärischer Gewalt, sofern die Umstände dies rechtfertigen. 20 Die Politik der Vorrangstellung ist möglicherweise das umstrittenste Element der Bush-Doktrin und hat aufgrund der tiefgreifenden Auswirkungen der Politik den Löwenanteil der Aufmerksamkeit erhalten. 21 anzeigen Angesichts der Terroranschläge vom 11. September auf das World Trade Center und das Pentagon stellte die Bush-Regierung ein Bedrohungsumfeld dar, das sich grundlegend von dem während des Kalten Krieges unterschied. Die besorgniserregendsten Bedrohungen galten Schurkenstaaten und Terroristen mit Massenvernichtungswaffen. Der 11. September hatte auf dramatische Weise die Bereitschaft der Terroristen gezeigt, auf amerikanischem Boden Zerstörung und Tod in großem Maßstab zu verursachen. In dem Klima der Angst, das nach dem 11. September herrschte und absichtlich von neokonservativen Experten in MSNBC und Fox News entfacht wurde, wurden Szenarien von Schurkenstaaten oder Terroristen, die mit Massenvernichtungswaffen bewaffnet waren, von Beamten der Bush-Administration als inakzeptabel eingestuft. 22 anzeigen Bush hielt es für erforderlich, solche Bedrohungen zu beseitigen, bevor sie sich in Form einer Pilzwolke über Los Angeles oder Manhattan vollständig manifestierten. In der Nationalen Sicherheitsstrategie von 2002 heißt es: „Wir müssen bereit sein, Schurkenstaaten und ihre terroristischen Klienten zu stoppen, bevor sie in der Lage sind, Massenvernichtungswaffen gegen die Vereinigten Staaten und unsere Verbündeten und Freunde zu drohen oder einzusetzen. … Wir müssen die Bedrohung abschrecken und abwehren, bevor sie entfesselt wird. “ 23

Neben der Rechtfertigung der Prävention, um zu verhindern, dass das Alptraumszenario der Massenvernichtungswaffen auf amerikanischem Boden zur Realität wird, wurde argumentiert, dass die traditionellen Methoden der Abschreckung und Eindämmung gegenüber Schurkenstaaten und Terroristen nicht mehr glaubwürdig seien. John Ikenberry erklärt, dass die Neokonservativen argumentierten, dass Terroristen und die Regime, die sie unterstützen, "nicht abgeschreckt werden können, weil sie entweder bereit sind, für ihre Sache zu sterben oder sich der Vergeltung zu entziehen." Laut der Nationalen Sicherheitsstrategie von 2002 funktionieren "traditionelle Konzepte der Abschreckung nicht gegen einen terroristischen Feind, dessen bekannte Taktik mutwillige Zerstörung und das Zielen von Unschuldigen sind. deren sogenannte Soldaten im Tod das Martyrium suchen und deren stärkster Schutz die Staatenlosigkeit ist. “ 25 Während die Politik der Prävention in der Tat radikale Auswirkungen auf die geltenden Regeln und Normen in Bezug auf die Anwendung von Gewalt hat, insbesondere auf die in der Charta der Vereinten Nationen enthaltenen, ist es wichtig, daran zu erinnern, dass während des Kalten Krieges viele Neokonservative die Regeln und Normen nie voll und ganz unterstützt haben Abschreckungspolitik. Einige der Neokonservativen in der Bush-Regierung, die sich für Prävention und Präventivkrieg einsetzen, wurden von Albert Wohlstetters Kritik an der Politik der nuklearen Abschreckung und der gegenseitig zugesicherten Zerstörung (MAD) und seinem Eintreten für eine viel entschiedenere Politik gegenüber der Sowjetunion, einschließlich der Pläne zum Kampf, beeinflusst und einen Atomkrieg gewinnen. 26 Die Nationale Sicherheitsstrategie behauptet, die Doktrin des Präventivkrieges sei nicht beispiellos, und die Vereinigten Staaten haben immer die Möglichkeit beibehalten, Gewalt anzuwenden, um Bedrohungen ihrer nationalen Sicherheit zu verhindern. Um neuen und aufkommenden Bedrohungen zuvorzukommen, kündigte Bush an, die Vereinigten Staaten würden nicht untätig bleiben, sondern "erforderlichenfalls präventiv handeln". Das dritte Element der Bush-Doktrin ist ein Unilateralismus, der sich logischerweise aus den beiden vorhergehenden Elementen ergibt. Das Bekenntnis zur Aufrechterhaltung eines unipolaren internationalen Systems und zur Doktrin der Vorherrschaft ist im Kern unilateralistisch. Wie aus der Unfähigkeit der Vereinigten Staaten hervorgeht, eine Resolution des Sicherheitsrates zur Genehmigung der Anwendung von Gewalt gegen den Irak zu erreichen, ist es äußerst schwierig, einen Konsens über die präventive Anwendung von Gewalt zu erzielen. Das Verhalten der Bush-Regierung zeigt jedoch, dass sie dies nicht als ein wesentliches Hindernis oder Problem ansah. Neben der Kritik der Neokonservativen an Präsident Clintons Versäumnis, Saddam Hussein von der Macht zu entbinden, standen sie auch seinem multilateralen außenpolitischen Ansatz äußerst kritisch gegenüber. 27 anzeigen Unipolare Mächte, argumentieren Neokonservative, müssen nicht multilateral handeln. Sie haben die Möglichkeit, einseitig zu handeln. Bushs Präferenz, einseitig zu handeln, war vor dem 11. September offensichtlich. Innerhalb kurzer Zeit lehnte die Bush-Regierung eine Reihe internationaler Abkommen ab, darunter den Internationalen Strafgerichtshof, das Kyoto-Protokoll und das Protokoll zur Umsetzung des Verbots von biologischen Waffen, und zog sich aus dem Vertrag mit Russland über die Bekämpfung ballistischer Flugkörper von 1972 zurück.

Das auffälligste Beispiel für die Bereitschaft der Regierung, einseitig vorzugehen, war natürlich ihre Entscheidung, sich dem Willen eines Großteils der internationalen Gemeinschaft, einschließlich des UN-Sicherheitsrats, zu widersetzen und in den Irak einzudringen. 28 anzeigen Trotz aller zusätzlichen Belastungen, die die Vereinigten Staaten erdulden mussten, weil sie ihre Verbündeten nicht davon überzeugen konnten, Saddam Husseins Regime gestürzt zu haben, weist Robert Jervis darauf hin, dass es ironischerweise einige Vorteile für die breite Öffentlichkeit gab Opposition gegen seinen Plan, da "es den Vereinigten Staaten die Gelegenheit gab, zu demonstrieren, dass es strenge Einwände von Verbündeten außer Kraft setzen würde, wenn dies zur Erreichung seiner Ziele notwendig wäre." anzeigen Anscheinend war sogar Saddam Hussein von der Bereitschaft der Vereinigten Staaten überrascht, einseitig zu handeln und die UN zu umgehen. 30 Ein wesentlicher Grund für das Vertrauen der Neokonservativen in eine eigenständige Strategie im Irak war ihr unerschütterliches Vertrauen in die Macht des amerikanischen Militärs. Sie waren wie viele andere von der massiven militärischen Stärke der Vereinigten Staaten im Golfkrieg von 1991 fasziniert. Als Bush das Oval Office betrat, besaßen die Vereinigten Staaten zweifellos das mächtigste Militär der Welt. 31 anzeigen Neoconservatives argumentierten, dass die Vereinigten Staaten ihre militärische Macht einsetzen sollten, um das internationale System neu zu ordnen, um den nationalen Interessen Amerikas zu entsprechen, und wie Halper und Clarke argumentierten: „Von Anfang an war eine Abneigung gegen Gewaltanwendung ein Problem Erkennungszeichen der neokonservativen Ideologie. “ 32

Zusätzlich zu ihrem Glauben an die Nützlichkeit militärischer Gewalt waren die Neokonservativen, die Bush umzingelten, starke Befürworter der sogenannten Revolution in militärischen Angelegenheiten (RMA). Wie Mearsheimer betonte, "glaubten die Neokonservativen, dass die Vereinigten Staaten auf Stealth-Technologie, präzisionsgelenkte Luftwaffen und kleine, aber hoch mobile Bodentruppen vertrauen könnten, um schnelle und entscheidende Siege zu erringen." Angesichts ihrer Vorliebe für einseitiges Handeln, ihrer Faszination für militärische Macht und ihres Vertrauens in die RMA zur Erreichung politischer Ziele ist es nicht verwunderlich, dass die Neokonservativen zuversichtlich waren, dass die Vereinigten Staaten Staaten könnten schnell, effizient und kostengünstig einen Regimewechsel im Irak erreichen - eine Behauptung, die im Hinblick auf konventionelle Force-on-Force-Operationen weitgehend bestätigt zu sein scheint, auch wenn ihre Grenzen in Bezug auf Wiederaufbau, Besetzung oder asymmetrische Kontexte grausam aufgedeckt wurden .

Das letzte Element der Bush-Doktrin, das tief in der Geschichte der amerikanischen Außenpolitik verankert ist, ist die Förderung der Demokratie. Mearsheimer charakterisiert die neokonservative Bush-Doktrin als "Wilsonianismus mit Zähnen". Er erklärt, dass "die Theorie einen Idealismus und einen Machtstrang hat: Wilsonianismus liefert den Idealismus, ein Schwerpunkt auf militärischer Macht liefert die Zähne." Wie viele Beobachter der amerikanischen Außenpolitik festgestellt haben, herrscht unter den politischen Entscheidungsträgern die weit verbreitete Überzeugung, dass die Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten durch die Ausbreitung der Liberalen vorangebracht werden Werte und demokratische Institutionen im Ausland. 35 anzeigen Neokonservative verkörpern diesen Glauben voll und ganz und unterstützen nachdrücklich die Auffassung, dass die amerikanische Außenpolitik aktiv und manchmal mit Nachdruck auf die Verbreitung der Demokratie hinarbeiten sollte. Charles Krauthammer zum Beispiel sagte: "Mit dem Niedergang des Kommunismus sollte der Fortschritt der Demokratie zum Prüfstein einer neuen ideologischen amerikanischen Außenpolitik werden." anzeigen Indem er die Demokratie als die allgemein beste Regierungsform anerkennt und sich dazu verpflichtet, die Demokratie auf der ganzen Welt zu verbreiten, Neokonservative sind in wichtiger Hinsicht die Erben des wilsonianischen Liberalismus. Während einige, wie Francis Fukuyama, einen stetigen und irreversiblen Marsch in Richtung Demokratie antreten, befürworten andere Neokonservative ein weitaus proaktiveres Programm.

In der Tat sollte der Irak nur der erste Schritt in Richtung einer eventuellen regionalen Demokratisierung des gesamten Nahen Ostens sein. Nach Jahren der Unterstützung autoritärer, monarchischer Regierungen entschied die Bush-Regierung abrupt, dass Demokratie das Mittel gegen alle Übel ist, insbesondere gegen den aufkommenden Terrorismus, der den Nahen Osten plagt. Eine der Rechtfertigungen für den Einmarsch im Irak beruhte auf der Behauptung, dass durch die Entfernung des Diktators Saddam Hussein die Demokratie im Irak blühen würde. Im Falle des Irak wurde die Aufgabe nicht als zu schwierig eingestuft. So wie in Osteuropa die Demokratie florierte, nachdem ein Diktator nach dem anderen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Macht verloren hatte, wurde das gleiche Ergebnis für den Irak prognostiziert. Die Förderung der Demokratie im Irak wurde von einer liberalen Sichtweise der internationalen Beziehungen als ein gültiges Ziel der amerikanischen Außenpolitik angesehen. Ein demokratischer Irak, so wurde argumentiert, würde zu einer dramatischen Änderung seiner Außenpolitik führen und die terroristische Bedrohung beseitigen, die (fälschlicherweise) von Bagdad ausgehen sollte. Darüber hinaus hätte die Demokratie im Irak nach Ansicht der Neokonservativen eine transformative Wirkung auf den gesamten Nahen Osten. In der Rede von Präsident Bush vor dem National Endowment for Democracy von 2003 erklärte er: "Die irakische Demokratie wird erfolgreich sein - und dieser Erfolg wird die Nachricht von Damaskus bis Teheran verbreiten -, dass Freiheit die Zukunft jeder Nation sein kann." anzeigen Die Förderung von Demokratie und Freiheit in der islamischen Welt, erforderlichenfalls mit Gewalt, wurde als wesentliches Element der Gesamtstrategie zur Bekämpfung von radikalem Extremismus und Terrorismus angesehen. Eine Kampagne für Demokratie würde nicht nur dazu beitragen, die terroristische Bedrohung der Vereinigten Staaten zu beseitigen, sondern auch dazu, den Nahen Osten in eine demokratische Friedenszone zu verwandeln, die der Region im Allgemeinen und dem strategischen Verbündeten der USA, Israel, zugute kommen würde. bestimmtes.

Zusammengenommen lieferten diese vier Elemente der Bush-Doktrin ein schlagkräftiges Argument für den Einmarsch im Irak. In Verbindung mit der Bush-Doktrin wurde das Argument der Regierung, die Invasion des Irak sei ein Schlüsselelement ihres globalen Krieges gegen den Terrorismus, von einem großen Teil der amerikanischen Öffentlichkeit, einschließlich des Kongresses der Vereinigten Staaten, akzeptiert. Zusammen mit den spezifischen Argumenten der wichtigsten Neokonservativen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Bush-Regierung über den mutmaßlichen Besitz von Massenvernichtungswaffen durch den Irak, die Missachtung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, das frühere rücksichtslose Verhalten und die unmittelbare Bedrohung der Vereinigten Staaten Die Dynamik des Krieges war so gut wie nicht aufzuhalten. Wann immer sich die Gelegenheit ergab, wurden Neokonservative, insbesondere Dick Cheney, nicht müde, die Verbindung zwischen dem Terroranschlag vom 11. September und dem Irak herzustellen. 38 Sie porträtierten der amerikanischen Öffentlichkeit ein Bild von Saddam Hussein als Serienangreifer, dem nicht erlaubt werden durfte, Massenvernichtungswaffen zu besitzen. Sie propagierten eine Interpretation des früheren Verhaltens des Irak unter Saddam Hussein als von Natur aus aggressiv und expansionistisch. Die Neokonservativen stützten sich häufig auf die Analogie zu Hitler und führten das Argument an, dass Husseins Irak weder eingedämmt noch davon abgehalten werden könne, seine angebliche Massenvernichtungswaffe einzusetzen. In dem allgemeinen Klima der Angst, das nach dem 11. September herrschte und mit einem halbherzigen strategischen Plan ausgestattet war, führten die Neokonservativen die USA in den Krieg gegen den Irak. 39

[Brian C. Schmidt und Michael C. Williams, 
Neokonservatismus, Realismus und die ideologischen Ursprünge des Irak-Krieges – Die Bush-Doktrin und der Irak-Krieg: Neokonservative versus Realisten, Security Studies Bd. 17, 2008, 14.06.2008 – Google-Übersetzer]
- Neocon Imperialism, 9/11, and the Attacks on Afghanistan and Iraq (David Ray Griffin, globalresearch.ca, 27.02.2007)

PNAC and the NEOCONs: wanted a new Pearl Harbor {3:31}

freetruth101
Am 24.02.2006 veröffentlicht 
Documents the rise to power of the Neoconservative National Movement (NEOCONs) and their Project for an American Century (PNAC). Their plans for global domination and the required increase in military spending would require, in their own words, a catalyzing event along the lines of a new Pearl Harbor. The events of 9/11 were, to the NEOCONs, a dream come true.

- The Total Failure of the Kean Commission (Bette Stockbauer, antiwar.com, 27.03.2004)
- Die Machtergreifung der Neocons in Washington (Herbert Hasenbein, Telepolis, 13.08.2003)
- Die US-Regierung und das Power Game (Herbert Hasenbein, Telepolis, 10.08.2003)
- Neocon Coup at the Department d'État (Maureen Dowd, Now York Times, 06.08.2003)
- 'Rebuilding America's Defenses' and the Project for the New American Century (Bette Stockbauer, antiwar.com, 18.06.2003)
- REBUILDING AMERICA’S DEFENSES Strategy, Forces and Resources For a New Century (Donald Kagan, Gary Schmitt, Thomas Donelly, Project for the New American Century, September 2000, gefunden bei informationclearinghouse.info – PDF; Anmerkung vom 15.12.2019: noch zu finden bei archive.org)
zuletzt aktualisiert am 24.05.2019