Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Realer Irrsinn: Wurstverbot in Kassel | extra 3 | NDR {2:32}
extra 3
Am 23.03.2017 veröffentlicht
In Kassel geht es um die Wurst, denn beim "Tag der Erde" soll kein Fleisch verkauft werden. Für zwei CDU-Politiker fast schon der Untergang des Abendlandes.
Autor: Linda Luft
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Kreuzfahrtschiffe sind besonders dreckige Verkehrsmittel - allein die "Harmony of the Seas" stößt so viel Feinstaub aus wie 21,45 Millionen Passat - täglich. In ganz Deutschland fahren "nur" 45,8 Millionen Autos.
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mein Kommentar: Schönen Gruß an Rezo! Ich warte auf sein nächstes Video!
Anhand der Arbeitsweise westlicher Medien in Syrien lässt sich gut erfassen, wie sie ihre Rolle als Propagandakompanien im Sinne von Machtinteressen ausfüllen. So wie die Ausrüstung und Bewaffnung islamistischer Milizen in Idlib durch westliche Staaten und ihre arabischen Proxies dem Völkerrecht widerspricht und somit illegal ist, gilt das auch für die Frontberichterstattung diverser Medien auf Seiten der terroristischen Milizen.
Das Selbstverständnis der Medien des sich so sehenden Wertewestens ist von Arroganz und Parteinahme geprägt. Entsprechend ignorant gehen sie auch mit rechtsstaatlichen Prinzipien um. Dass die ARD nicht einsam ist, wenn sie ohne Erlaubnis Syriens in von Islamisten kontrollierten Gebieten Syriens herum streift, ist sicher keine Offenbarung.
CBS – zwischenzeitlich auch unter dem Namen Viacom bekannt – ist einer der größten Medienkonzerne der Welt. 2017 setzte das Unternehmen mit weltweit 12.700 Mitarbeitern über 13,6 Milliarden US-Dollar um (1). Ein Team von CBS ließ sich nun in Idlib blicken, um von dort zu berichten. Wo und wie sich die Medienkrieger ihre Informationen besorgen, überrascht aufmerksame Beobachter des Geschehens in den vergangenen acht Jahren nimmermehr.
Die russische Botschaft in Syrien hat nun CBS News mit einem Bild derer Entsendung ihrer Reporter in die Provinz Idlib konfrontiert (2,3). Idlib wird vom al-Qaida-Ableger Hayat Tahrir al-Sham (HTS) kontrolliert. Mit welcher Agenda CBS beauftragt wurde, von dort zu berichten, ist schon deshalb kein Rätsel, weil sonst ihre Arbeit lebensgefährlich wäre. Unabhängig zu arbeiten, hieße auch, über Korruption, Repression, Gewalttaten, Scharia und den Krieg von HTS, Turkestan Party, Nationaler Befreiungsfront (NLF) und wie sie alle noch so heißen, zu berichten. Das aber wurde vom CBS-Team tunlichst vermieden.
ADHS kann auch ohne schädliche Medikamente geheilt werden, wenn man sich die Mühe macht, die wahren Ursachen zu suchen.
Eltern von Grundschulkindern kommen heute kaum an der Beschäftigung mit ADHS vorbei. Entweder ist der eigene Sprössling betroffen oder Mitschüler und Bekannte. Medikamente haben sich zur Ruhigstellung verhaltensauffälliger Kinder „bewährt“ — allerdings mehren sich Stimmen, die vor irreparablen Schäden in den Gehirnen von Kindern warnen. Man sollte sorgfältig nach Alternativen forschen und erwägen, ob die vermeintliche „Krankheit“ nicht eine gesunde Reaktion auf schwierige Lebensumstände ist. Unruhe ist oft das Symptom eines seelischen Ungleichgewichts und kann durch gezielte Veränderungen auf der Verhaltensebene therapiert werden.
Ein Vater berichtet: Die Lehrerin seines ältesten Sohnes im dritten Grundschuljahr habe um einen Besuch der Eltern in der Schule gebeten. Bei dem Jungen sei — wie übrigens bei der Mehrzahl der Kinder in dieser Klasse — nach einer Expertenuntersuchung ADHS festgestellt worden. Die Eltern seien deswegen ersucht worden, jeweils für ihre Kinder fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Seitdem würden die meisten Eltern ihren Kindern unter kinderärztlicher Observanz eine Substanz mit Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Methylphenidat in täglicher Einnahme verabreichen. Bei diesem Medikament handelt es sich allerdings — wie jeder Mensch durch googeln herausfinden kann — um eine Aufputschdroge, die zunächst vor allem bei Arbeitsstress von Studenten in den USA Erfolge gezeitigt hatte. Unverzüglich werden deswegen Substanzen dieser Art tonnenweise in Deutschland für Schulkinder zur Verfügung gestellt — wie man meint — mit einigem Erfolg.
Im Allgemeinen meint man, es handle sich bei ADHS um eine neue seelische Erkrankung — besitzt dieses Verhalten doch immerhin einen erklärenden Namen: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom.
Was also ist das? Ein Fall auf jüngstem Forschungsstand mag der Information dienlich sein.
Allerdings ist damit natürlich für viele Verantwortungsträger das Problem nicht vom Tisch. Ist eine solche Gabe über längere Zeit in Kinderhirne hineingegeben überhaupt vertretbar? Ist sie der unausgereiften Hirnentwicklung der Kinder wirklich dienlich und nicht vielleicht sogar mit noch nicht erkennbaren Nachwirkungen sogar schädlich? Vorab: Professor Manfred Spitzer, Ulm, belegt das zum Beispiel wissenschaftlich in aller Öffentlichkeit seit vielen Jahren (1). International branden darüber die unterschiedlichen Vorstellungen unter den Forschern immer noch in einer verwirrenden Fülle hoch, ohne für die praktische Lösung des Problems befriedigend und hilfreich zu sein.
Der Vater meines Beispiels ließ sich jedenfalls in einer verantwortungsbewussten sachlichen Weise beunruhigen und übergab das Problem in die Hände einer bewährten Kinderpsychotherapeutin. Diese schlug den Eltern im Verbund mit dem Kind lediglich eine Veränderung in dessen Alltags-Dominanzen vor. Sportgeräte wurden angeschafft und der Vater selbst begab sich nach Feierabend mit seinem Sohn zusammen unter die Fußballspieler. mehr: - Chemische Kinder-Zähmung (Christa Meves, Rubikon, 21.06.2019) siehe auch: - ADHS: Werbung, Interpretation und Geld (Post, 28.03.2018) - Das passende Leben (Post, 02.06.2017) - Ist die Psychopharmakologie verrückt geworden? – Kapitalismus-infizierte Wissenschaft (Post, 31.01.2016) - Medizin und Geld (Post, 21.07.2014) - ADHS – Psychodynamik (Post, 05.02.2008)
Mein Kommentar: Wenn man weiß, bei wem der Fehler liegt, hat der Tag Struktur! 😂 x
M-PATHIE – Zu Gast heute: Dr. Alexander Unzicker – Physik-Querdenker {1:01:00}
KenFM Am 21.06.2019 veröffentlicht
„Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur.“
Alexander Unzicker, Kognitionsforscher und Physiker, gilt als Deutschlands Physik-Querdenker Nr. 1. Er sieht die fundamentalen Fragen in der Physik auf einem Nebengleis abgestellt und möchte eben diese wieder in den Mittelpunkt physikalischen Forschens stellen. Er hat einige Bücher zu dem Themenbereich geschrieben und kürzlich ist auch sein erstes gesellschaftliches Buch erschienen, in dem er eine Gefahr für den gesunden Menschenverstand postuliert.
„Ich setze mich mit grundlegenden Dingen auseinander, in der fundamentalen Physik und das ist ja etwas, was heutzutage gar nicht mehr gemacht wird oder in einer ganz anderen Weise“, sagt Alexander Unzicker. Die Physik hat sich sehr verändert. Es kam die Politik hinzu, die Kernspaltung, die Atombombe und die Teilchenbeschleuniger. Unter Hitler wurde das wissenschaftliche Leben einfach kaputtgemacht. Es wurde die naturphilosophische Tradition zerstört.
Macht und Geld haben die Zielsetzung der Naturwissenschaften völlig verändert. Heute werden in der Gesellschaft Banalitäten zum Hauptobjekt des Verstandes erklärt. Die absurden Dinge haben den Alltag der Menschen derart im Griff, dass man am Verstand zweifeln könnte. Benutzen wir den Verstand für die wichtigen großen Dinge, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch bei gesellschaftlichen und politischen Themen?
Die allgemeine politische Diskussion und die Themen, die in den Nachrichten diskutiert werden, scheinen immer absurder zu werden. Kriegstreiberei und Kriegsvorbereitungen in Mitteleuropa werden heute als völlig normale Nachrichten gesendet und in Talkshows verarbeitet. Man realisiert überhaupt nicht mehr, wie vollkommen absurd und auch tragisch solche politischen Realitäten nach dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges sind.
Ja, sind wir den verrückt geworden, uns nach den zwei Weltkriegen wieder auf Krieg einzulassen und seine Möglichkeiten zu diskutieren, als hätte es die beiden Weltenbrände gar nicht gegeben? Diesem irrationalen Gebrauch unseres Verstandes auf den Grund zu gehen, hat Alexander Unzicker dazu bewogen, sein neues Buch: „Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur. Anleitung zum Selberdenken in verrückten Zeiten", zu schreiben.
Läuft in diesen Zeiten der Verstand außer Kontrolle? „Die Irrationalität, die hier gerade abläuft, die gefährdet unsere Demokratie“, sagt Alexander Unzicker.
Mehr über Alexander Unzicker, hier: http://alexander-unzicker.de
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Die Naturphilosophie versucht, die Natur in ihrer Gesamtheit aufzufassen und in ihren allgemeinen wie partikulären Strukturen zu beschreiben, theoretisch zu erklären und zu deuten. Naturphilosophie thematisiert die Charakteristika und Bedingungen der Möglichkeit der heutigen wissenschaftlichen und lebensweltlichen Naturauffassungen und geht deren gegenseitigen Abhängigkeiten (Interdependenzen) nach. Ihr Aufgabenfeld lässt sich, entsprechend der traditionellen Gliederung der Philosophie, dreiteilen in die Analyse von Natur als Inhalt bzw. Gegenstand theoretischer, praktischer und ästhetischer Urteile.[1] Sie widmet sich seit der Moderne verstärkt dem Verhältnis zwischen verschiedenen Naturbegriffen.[2]
Im europäischen Kulturkreis ist die ionische Naturphilosophie ein Ausgangspunkt der antiken Philosophie überhaupt. Die moderne systematische Naturphilosophie ist ein Teilgebiet der Ontologie und überschneidet sich mit der Philosophie der Physik, der Philosophie der Biologie und Philosophien anderer Naturwissenschaften bzw. umfasst diese als Teildisziplinen. Darüber hinaus umfasst Naturphilosophie – wenn man sie nicht im engen, 'analytischen' Sinne als Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften begreift – auch die Reflexion auf nicht-wissenschaftliche Naturauffassungen, in denen Natur kein kausales Wirkungsgefüge ist, sondern ein ästhetischer, symbolischer, ethisch-moralischer usw. Gegenstand.[Naturphilosophie, Wikipedia, abgerufen am 25.06.2019]
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Was läuft falsch in der gegenwärtigen Physik? {57:52}
Universität Stuttgart
Am 14.05.2019 veröffentlicht
Vortrag an der Universität Stuttgart von Sabine Hossenfelder
Frankfurt Institute for Advanced Studies.
Inhalt:
Physiker glauben häufig, dass die besten Theorien schön, natürlich und elegant sind. Was schön ist, muss wahr sein.
Dr Sabine Hossenfelder zeigt jedoch, dass die Physik sich damit verrannt hat. Der Glaube an Schönheit ist so dogmatisch geworden, dass er nun in Konflikt mit wissenschaftlicher Objektivität gerät. Beobachtungen können nicht mehr länger die kühnsten Theorien wie z.B. Supersymmetrie bestätigen.
Öffentliche Vortragsreihe im Sommer 2019: "Physik die Wissenschaft". Es werden physikalische Phänomene und Anwendungen von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorgetragen und mit Experimenten und Bildern veranschaulicht.
Es ist ein Mechanismus, nach dem man mittlerweile die Uhr stellen kann: Sobald im politischen Betrieb des Westens etwas tatsächlich oder nach dem Ermessen wichtiger Interessengruppen schiefläuft, dauert es nur Stunden, bis der erste Verdacht gegen Russland oder China geäußert wird. Ob in den USA der aus Sicht von Teilen des Establishments Falsche Präsident wird oder in Berlin irgendwelche Privatdaten von Politikern geleakt werden, stereotyp heißt die Devise: Cherchez le Russe. Und auch wenn – im letzteren Fall – ein zwanzigjähriger Nerd aus Mittelhessen als Urheber ermittelt wird, ist es wie in Lessings Nathan: Wenn man ihnen dieses Mal nichts hat nachweisen können, dann eben beim nächsten Mal. Natürlich ist es unmittelbar nicht falsch zu sagen, so gehe eben Feindbildpflege, und natürlich kann man die Infamien und Lächerlichkeiten, zu denen sich diese Feindbildpflege versteigt, im laufenden Betrieb kritisieren oder dem Spott preisgeben. Nur erklärt das nicht, warum es genau dieses Feindbild ist und kein anderes. Hierzu nachstehend ein paar Überlegungen.
Der Westen sollte mit Russland Klartext reden.
Wenn Partnerschaft Gefolgschaft heißen soll, müssen wir leider Gegner sein.
Seit dem Ausbruch des Ukraine-Russland-Konflikts haben Erklärungsmuster im Stil der „neorealistischen“ Schule der Außenpolitik wieder Hochkonjunktur. […]
Gemeinsam ist den neorealistischen Deutungen, dass sie die innenpolitischen Bedingungen und Vorgeschichten internationaler Konflikte meist ausblenden. Aus einem internen ukrainischen Konflikt zwischen alten postsowjetisch geprägten Eliten und neuen, westorientierten Mittelschichten, hinter denen unterschiedliche Wirtschaftsinteressen standen, wurde so ein Interventionsgeschehen – und ein geopolitischer Konflikt zwischen „westlichen“ und „russischen“ Interessen „um“ und „über“ ein ansonsten interessen-, geschichts- und willenloses Stück Territorium, die „gespaltene Ukraine“. Im Falle Russlands trug die neorealistische Deutung dazu bei, dass die innerrussischen Faktoren, welche Präsident Wladimir Putin veranlassten, in der Ukraine militärisch einzugreifen, bis heute systematisch unterschätzt werden.
Unter der Überschrift „Löschen mit Benzin“ machte sich der ranghohe russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow im April an eine neorealistische Interpretation des darniederliegenden westlich-russischen Verhältnisses. Ihm zufolge ist die „Ukraine-Krise“ direkte Folge eines Ausgreifens von EU-Interessen ins östliche Europa, wo sie eigentlich nichts zu suchen hätten. Dort seien sie, logischerweise, auf russische Interessen gestoßen, die dort etwas zu suchen hätten und dem Vormarsch eine „Grenze“ aufgezeigt hätten. Diese Grenze, das macht Kossatschow im Kontext deutlich, verläuft für Russland auf dem Territorium der Ukraine.
Kossatschow beklagt, dass EU und NATO alle Verständigungspolitik ihren eigenen Expansionsinteressen unterordneten. Dabei vergisst er, dass Russland im Kontext des Minsk-II-Prozesses die bis an die Schmerzgrenze gehende Kompromissbereitschaft seiner Verhandlungspartner ignoriert hat. […]
Denn zum Selbstverständnis Russlands des Jahres 2016 gehört, leider, das russisch-nationale Selbstverständnis von vor 1917, in das die Ukrainer als „Kleinrussen“ eingemeindet waren. Eine souveräne Ukraine mit eigenständiger Außenpolitik und selbstausgesuchten Wirtschaftspartnern passt nicht in dieses Schema. Denn Freiheit der Entscheidung oder gleichberechtigte Partnerschaft mit Russland ist für das „Brudervolk“ aus russischer Perspektive nicht vorgesehen. Das ukrainisch-russische Verhältnis ist aus russischer Sicht nur in einem Unterordnungs-, nicht einem Gleichordnungsverhältnis denkbar – und ein solcher Zustand wird auch für im genuinen Interesse der Ukrainer stehend gehalten. Das Integrationsangebot in der Eurasischen Zollunion, das die Ukraine mit Blick auf das EU-Assoziierungsabkommen ablehnte, hatte einen solchen Aspekt des Unterordnens.
Daher müssen wir in dieser Frage den Dissens feststellen und uns wieder trauen zu sagen: Hier sind wir Gegner. Wir sind nicht Partner, die gemeinsam ihre Interessen über die Köpfe der Kleinen hinweg regeln, sondern Gegner. Dem entspricht paradoxerweise sowohl die russische Wahrnehmung als auch die Motivlage der Balten, Polen und Ukrainer. Die russischen Eliten und ein großer Teil der russischen Bevölkerung sind überzeugt, in der Ukraine habe der Westen den Regimewechsel herbeigeputscht – und im Falle Russland plane er ähnliches. Nichts anderes behauptet auch Kossatschow in seinem Beitrag. Die westlichen Nachbarn Russlands wiederum trieb jene Angst vor Moskau in die NATO, die sich im Fall der Ukraine, die vor 2014 nie in die NATO wollte, als begründet herausstellte: dass nämlich Russland aus einer selbstzugeschriebenen Schutzmachtrolle für bedrohte russische Minderheiten ein Interventionsrecht in Nachbarstaaten ableitet.
Vielmehr sollte man nun feststellen: Die NATO war gegen die Sowjetunion gerichtet, sie wurde von Russland nie anders wahrgenommen, auch nicht in der Zeit des erfolglosen Ausprobierens von vertrauensbildenden Alternativen. Und sie ist jetzt wieder gegen Russland gerichtet, muss es heute zwangsläufig sein. Denn es gibt derzeit in Osteuropa keine gemeinsamen Interessen zwischen dem westlichen Bündnis und Russland, und das Scheitern des Minsk-Prozesses ist der Beleg.
Daher sollte man mit Moskau „Russisch sprechen“, das heißt die gleiche klare, harte Sprache sprechen, welche die Russen uns gegenüber benutzen. Da die Vorleistungen für die Aufhebung der Sanktionen nicht erbracht sind, müssen diese in Kraft bleiben. Da westliche Institutionen Russland aus bestimmten Gründen einstweilen nicht als vollgültiges Mitglied aufnehmen können – für die G8 fehlt ihm die Wirtschaftskraft, für die NATO-Russland-Modelle fehlt das gegenseitige Vertrauen – sollte man diese verlogene Symbolpolitik auch sein lassen. Denn sie wird nicht als Vertrauensbeweis respektiert. Die russische Führung akzeptiert aktuell nur Gefolgschaft oder Gegnerschaft. Ihr Begriff von Partnerschaft deckt sich nicht mit unserem und verlangt Akzeptanz von russischen Einflusszonen in den Ländern, ja, „Dritter“, für die zu entscheiden weder wir, noch die Russen berechtigt sind. Da weder die als Einflusszone auserkorenen Länder noch wir selbst bereit sind, in eine Partnerschaft neorussischen Stils einzuwilligen, nämlich die Partnerschaft als Gefolgschaft, müssen wir leider einstweilen Gegner sein.
Quelle: - Einstweilen Gegner (Anna Veronika Wendland, , IPG-Journal, Internationale Politik und Gesellschaft, 20.06.2016) Zu dem Artikel einige Leserkommentare:
Keine Silbe zu den westlichen Beratern und der finanziellen Unterstützung der rechten, ja faschistischen Treiber auf dem Maidan-Platz. Keine Silbe zu den nachvollziehbaren Ängsten der Russen aus ihren gemachten Erfahrungen und den Wortbrüchen aus dem Westen.
[Johann Rösch am 22.06.2016]
Ein plump manichäisches Pamphlet: Westen gut - Iwan böse! Auch von der neo-realistischen Schule malt diese kalte Kriegerin nur ein plattes Zerrbild. Ihre kulturalistische Deutung der russischen Außenpolitik fällt auf die konservative Strömung der russischen Propaganda herein. So doof ist Putin nicht. Von wegen "Brudervolk" - tausend mal wichtigeres Motiv für das russische Vorgehen auf der Krim war es, einen NATO-Flottenstützpunkt in Sebastopol zu verhindern. Die erste Forderung des unter rechtsradikaler Hegemonie erfolgreichen Maidan war nicht nur, die russische Sprache wieder zu diskriminieren, sondern auch den Stützpunktvertrag für die Schwarzmeerflotte zu kündigen. [Peter Wahl am 22.06.2016]
Zu einer Analyse müsste auch eine Darstellung der USA-Geopolitik, der Rolle seiner Verbündeten und Marionetten gehören, z.B. der nationalistische Irrsinn in Polen, im Baltikum und Teilen der Ukraine.
[Uwe Miltsch am 22.06.2016]
Dieser Artikel füllt bildlich gesprochen eine Schale der Waage.
Wird die IPG auch einen Artikel bringen, der die andere Seite differenziert darstellt?
[Jörg Berlin am 22.06.2016]
[…] erwähnt mit keinem Wort, die Konflikte zwischen ukrainischen Oligarchen und den jeweiligen Freikorps mit denen die Herren liiert sind.
Wendland hätte auch erklären können, warum so viele Menschen in der Ostukraine die Kiewregierung fürchten.
Das ist nicht Wissenschaft sondern Agitation.
[Hellmut am 23.06.2016]
Den aggressiven Charakter der us-dominierten Nato zu übersehen bzw. verschleiern, das zeichnet generell die westliche Berichterstattung und auch den Beitrag von Frau Wendland aus: Was in ihrer Argumentation ausgeblendet wird, das sind die strategischen Zielsetzungen des Pentagon, wie sie z. B. von Brzezinski und Friedman (STRATFOR) veröffentlicht worden sind.
Was würde passieren, wenn Russland Kuba oder Mexiko "motivieren" könnte, russische Truppen an der Grenze zu den USA zu stationieren?! Das selbe, wie in der Ostukraine
[Gerd Weghorn am 24.06.2016]
Frau Dr. Wendland lässt – ähnlich wie alle anderen "Experten" – lassen alle Fakten weg, die auch die russ. Seite erklären könnten. Ich empfehle allen, sich mit US-Geopolitik zu befassen (z. B. Wolfowitz, Kagan, Brzezinski, Friedman etc.). Dann wird vielleicht verständlicher, warum man sich in Moskau Sorgen macht. Ich empfehle außerdem einen radikalen Perspektivwechsel: Was würden die USA sagen, wenn Russland einseitig den ABM Vertrag gekündigt hätte, versuchen würde, Kanada und Mexiko als militärische Bündnispartner zu gewinnen, in beiden Ländern Raketenabwehrsysteme installieren würde und regelmäßig seine Marine vor den US-Küsten patrouillieren lassen würde? Das erscheint uns zu Recht völlig abwegig, aber genauso nimmt Moskau das Agieren des Westens wahr.
[Dr. Svensson am 26.06.2016]
Wir haben uns trotz 68 als Gesellschaft nicht wirklich emanzipiert. Vielleicht ist es auch eine anthropologische Konstante, dass der Mensch aus einer Art Überlebensstrategie dazu neigt, sich unterzuordnen, um zu überleben und sich und seine Familie nicht zu gefährden. Aber immer mehr Menschen spüren, dass ihr Denken und Handeln von Geheimdiensten, Denkfabriken, Wirtschaftsverbänden, Lobbygruppen etc. manipuliert wird. Leider treibt das die Massen zu den Rechtspopulisten, die aus meiner Sicht nur gefährliche und unbrauchbare Lösungen anbieten. Wir sollten uns im Sinne Kants von den Denkverboten lösen und einen wirklich demokratischen Diskurs führen.
[Dr. Svensson am 04.07.2016]
Mein Kommentar:
Erstens: Anscheinend sind Frau Wendland (»Dort seien sie, logischerweise, auf russische Interessen gestoßen, die dort etwas zu suchen hätten und dem Vormarsch eine „Grenze“ aufgezeigt hätten. Diese Grenze, das macht Kossatschow im Kontext deutlich, verläuft für Russland auf dem Territorium der Ukraine.«) folgende CIA-Operationen sind in der Öffentlichkeit weithin nicht bekannt: - Operation Mongoose (1961-65) und Operation Northwoods (ab 1962, gegen Kuba) - Operation PBSUCCESS(1954 – vorbereitet durch die False-Flag-Operation Washtubgegen den guatemaltekischen Präsidenten Guzmán) - Project FUBELT(gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Chiles, Salvador Allende) ==========
Nachdem Pinochet die Macht ergriffen hatte, sagte US-AußenministerHenry Kissinger, dass die Vereinigten Staaten „es nicht getan haben“ (bezüglich des Putsches selbst), aber dass sie „die größtmöglichen Voraussetzungen geschaffen haben“.[24] Um die Jahrhundertwende veröffentlichte Dokumente zeigen, dass die US-Regierung und die CIA den Sturz Allendes 1970 angestrebt hatten (Project FUBELT). Eine direkte Beteiligung am Putsch von 1973 konnte durch die bisher veröffentlichten Regierungsdokumente nicht nachgewiesen werden. Im Zeitraum vor dem Putsch steigerten die USA ihre Militärhilfe an Chile massiv. Viele relevante Dokumente unterliegen jedoch noch immer der Geheimhaltung.
DieCIAunterrichtete denBundesnachrichtendienstbereits einige Tage vor dem Umsturz vom geplanten Putsch. Der Bundesnachrichtendienst soll es unterlassen haben, den damaligen BundeskanzlerWilly Brandtdavon zu unterrichten. ÜberAlfred Spuhler, einenStasi-Spion im BND, gelangte die Information in dieDDR. Eine Warnung an Allende aus Ost-Berlin kam jedoch zu spät.[25]
========== -Operation Condor(1970/80er Jahre, zusammen mit den jeweiligen Geheimdiensten gegen politische oppositionelle Kräfte in folgenden lateinamerikanischen Staaten:
Argentinien, Chile, Paraguay, Uruguay, Bolivien und Brasilien) - Operation Charly(1977-85, Argentinien, Guatemala, San Salvador); Ziel: Export sogenannter „Techniken zur sozialen Kontrolle“. Zu diesen Counterinsurgencymethoden gehörten die systematische Anwendung der Folter, der Einsatz von Todesschwadronen sowie die Technik des Verschwindenlassens von Personen. Nicht zu vergessen die Operationen: - CHAOS (Überwachung und Bespitzelung von 300.000 Gegnern des Vietnamkriegs sowie von Bürgerrechtsgruppeninnerhalb der USA.[2]) - Mockingbird (geheimes Projekt des Außenministeriums der Vereinigten Staaten zur Medienbeeinflussung in den Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.) und - Artischocke (Möglichkeiten derBewusstseinskontrollevom 20. August 1951 bis 20. April 1953. Vorgängerprojekt war das ProjektBLUEBIRD, Nachfolger das ProjektMKULTRA.[1]) ==========
Deutschland fiel ab 1945 unter besondere Beobachtung der CIA, da die Besatzungszone der Sowjets an die der USA angrenzte und so einige Überläufer zu vermerken und zu erwarten waren. Im Rahmen des Projekts Paperclip warben die USA zahlreiche deutsche Wissenschaftler an, darunter auch ehemalige deutsche KZ-Ärzte, die erwiesenermaßen in großem Stil an den Experimenten mitwirkten. Im Jahre 1952 erhielt CIA-Direktor Allen W. Dulles einen Bericht über die Operation Artischocke, um auch in Deutschland derartige Verhörtechniken an Überläufern anzuordnen.
In der damaligen Villa Schuster am Rande der Stadt Kronberg im Taunus, heute bekannt unter dem Namen Haus Waldhof, fanden Verhöre an Gefangenen statt, bei denen Folter, Drogen und Hypnose angewandt wurden. Aufzeichnungen belegen, wie sowjetischen Agenten Mittel verabreicht wurden, um sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen und so Geheimnisse und Informationen zu erlangen.
Gabriele Krone-Schmalz - Das darf nicht sein - NDR / ZAPP 16.04.2014 {24:12 – Start ab 0:29}
Jörg Cölsmann Am 16.04.2014 veröffentlicht
Bei der Berichterstattung über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gäbe es "entlarvende Automatismen", erklärt die Dozentin für Journalistik, Gabriele Krone-Schmalz.
»Ein großer Fehler hat sich eigentlich schon Ende letzten Jahres abgespielt. Man hätte im Zusammenhang mit der Ukraine viel, viel früher, das EU-Assoziierungsabkommen, über das jeder geredet hat, mal erklären sollen. Ich geh’ mal davon aus, daß die meisten unserer Kollegen dieses Abkommen nicht gelesen haben, sonst wären sie möglicherweise über § 7 gestolpert. Darin ist nämlich von militärischer Zusammenarbeit die Rede. Zum Beispiel über Konvergenz auf diesem Gebiet…
Also: Wir, die Medien, hätten zu einem frühen Zeitpunkt wissen müssen und es auch verkünden müssen, daß dieses Assoziierungsabkommendie Ukraine zerreißt.«
Eine Anmerkung: Das Assoziierungsabkommen im Wortlaut finde ich nur noch auf österreichischen Servern… - Vertragstext in deutscher Sprachfassung S. 1-387 (Republik Österreich, Parlament, undatiert – PDF)
Drittens: Was Frau Wendland meint, wenn Sie sagt: »Die NATO war gegen die Sowjetunion gerichtet, sie wurde von Russland nie anders wahrgenommen, auch nicht in der Zeit des erfolglosen Ausprobierens von vertrauensbildenden Alternativen.« ist mir schleierhaft, was sie mit »vertrauensbildenden Alternativen« meint. Was Putin meint, wenn er vor dem Deutschen Bundestag im Jahr 2001 sagt:
»Trotz allem Positiven, das in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde, haben wir es bisher nicht geschafft, einen effektiven Mechanismus der Zusammenarbeit auszuarbeiten. Die bisher ausgebauten Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung der Beschlussfassung mitzuwirken. Heutzutage werden Entscheidungen manchmal überhaupt ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen. Dann spricht man wieder von der Loyalität gegenüber der NATO. Es wird sogar gesagt, ohne Russland sei es unmöglich, diese Entscheidungen zu verwirklichen. – Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist.«
kann ich nachvollziehen. siehe dazu: - Wie Realität hergestellt wird: Ignorieren, Kausalverschiebungen, scheinbare Gewissheiten und Geschichtsklitterung(Post, 05.11.2016) - Putin stieß auf taube Ohren oder In Propaganda sind die Amis einfach besser… (Post, 14.03.2016) - 27 000 PR-Berater polieren Image der USA (Post, 25.06.2014) Viertens: Bei der Lektüre dieses Posts bekommt man vielleicht eine Idee, was das mit Putins »harter Sprache« auf sich hat. Übrigens ist das das, was die US-Falken seit zig Jahren sagen, nämlich, daß die Russen/Sowjets nur eine Sprache der Stärke verstehen. Und wenn Wendland sagt: »Die russische Führung akzeptiert aktuell nur Gefolgschaft oder Gegnerschaft.
Ihr Begriff von Partnerschaft deckt sich nicht mit unserem und verlangt Akzeptanz von russischen Einflusszonen in den Ländern, ja, „Dritter“, für die zu entscheiden weder wir, noch die Russen berechtigt sind.«, habe ich das Gefühl, ich bin im falschen Film und kann sie nur noch einmal auf die oben angeführte Liste von CIA-Operationen in Südamerika und Deutschland hinweisen. Mir kam das Agieren Putins während der Ukrainekrise sehr defensiv vor. Dagegen fühlte ich mich bei der Lektüre der Nachrichten von einem Haufen hysterisch angestochener Politiker und Mainstream-Journalisten umgeben, die nichts anderes zu tun hatten als Schuldzuweisungen zu verteilen und Krokodilstränen zu produzieren. Die Gelegenheit, zu Russland ein gutnachbarschaftliches Verhältnis aufzubauen ist auf Jahrzehnte hinaus vertan. Für sowas brauchten wir Politiker eines Schlages von Willy Brandt, Egon Bahr oder Olof Palme. Aber die passen wahrscheinlich nicht mehr in die heutige Zeit, und wenn doch, werden sie abgemurkst. A propos »abgemurkst«: Ich weiß ja nicht, wie Putin mit einem russischen Assange umgehen würde, aber ich bin relativ sicher zu wissen, wie unsere Medien damit umgehen würden…
Das Problem mit Trump ist nicht, dass er aggressiver gegen den Iran vorgeht, sondern wie er es tut – nämlich in der ihm eigenen Inkonsistenz. Teheran wiederum will den US-Präsidenten durch Eskalation abschrecken. Ein hochriskantes Spiel mit dem Feuer.
Die Situation am Golf wird immer explosiver. Die Hardliner in Teheran scheinen die Geduld der Amerikaner austesten zu wollen mit ihren offensichtlichen Angriffen auf Öltanker in der wichtigsten Schifffahrtsstraße der weltweiten Energieversorgung und nun auch mit dem Abschuss einer amerikanischen Drohne.
Dazu kommt die Ankündigung, Uran bald auf 20 Prozent anreichern zu wollen – was ein wichtiger Schritt hin wäre zu einer iranischen Atombombe. US-Präsident Donald Trump hat am Montag zusätzlich 1000 US-Soldaten in die Region beordert.
Wie US-Medien berichten, gibt es Überlegungen, iranische Marineeinrichtungen anzugreifen, wenn die Anschläge auf Tanker anhalten sollten – die Teheran allerdings bestreitet. Erwogen wird auch, Schiffen im Golf Geleitschutz zu gewähren.
Unsere Mainstreammedien berichten, der Iran plane, das Atomabkommen zu brechen. Das ist gelogen, gleich auf mehreren Ebenen.
Das komplette Atomabkommen (JCPOA) als PDF: http://www.europarl.europa.eu/cmsdata...
Ein Sprecher des US-Zentralkommandos wies jedoch den Vorwurf einer Grenzverletzung zurück: "Die iranischen Angaben, wonach das Fluggerät über dem Iran flog, sind falsch." Die Drohne habe sich im internationalem Luftraum befunden. Es handle sich um einen "unprovozierten Angriff" auf ein US-Aufklärungsgerät.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran hatten sich in den vergangenen Wochen drastisch verschärft. So machte Washington Teheran kürzlich für den Angriff auf zwei Tanker im Golf von Oman verantwortlich. Der Iran wies die Vorwürfe zurück.
http://www.klagemauer.tv
http://www.youtube.com/user/klagemauerTV
http://www.youtube.com/user/ANTIZENSU...
http://anti-zensur.info
Die Medien der Hochfinanz
http://youtu.be/WRYGD9f-rvk
http://map.weisse-rose.net
Die Lage am Persischen Golf spitzt sich weiter zu: Die Revolutionsgarden vermelden den Abschuss einer amerikanischen Drohne im Süden des Iran. Die USA betonen, dass der Aufklärungsflieger den Luftraum des Landes nicht verletzt habe.
Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge eine US-Drohne abgeschossen. Eine amerikanische "Global Hawk"-Drohne sei in den iranischen Luftraum nahe der Ortschaft Kuh-Mobarak in der Küstenprovinz Hormozgan eingedrungen und von den Revolutionsgarden abgeschossen worden, teilten die Revolutionsgarden in einer Presseerklärung mit. "Das war eine klare und konsequente Botschaft an diejenigen, die unsere Grenzen verletzen wollen", sagte der Kommandeur der Revolutionsgarden, Hussein Salami.
Einerseits glauben viele, sie hätten alles erkannt und wüssten bescheid. Andererseits jedoch jammern sie und bleiben in ihrer Opfer-Täter-Dynamik verfangen.
Manfred, 1,98 Meter groß, 115 Kilogramm muskelbepackt, klar definiert, ist hellwach. Er weiß noch genau, wo er am Abend zuvor sein Militärgewehr hingehangen hat. Er steht auf und fühlt den Sand unter seinen Füßen. Auch den Hubschrauber seiner Spezialeinheit, der zu Erkundungsflügen gerade abgehoben hat, hört er. Er sieht aus seinem Zelt den Sonnenaufgang. Plötzlich hört er Feuergefecht, Rufe, Schreie, Maschinengewehrsalven! Der Feind ist im Lager eingebrochen, durchfährt es ihn. Eine Bombe kracht! Rauch und Sand, Körperteile fliegen umher. In seinem Zelt ein feindlicher Soldat, rennt auf ihn zu, umpackt seinen Hals entriegelt eine Handgranate und … . In diesem Moment wird Manfred wach. Er hört Schreie, spürt ein Ziehen und ein Schlagen auf seinem Rücken, sieht sein Messer, das bereit ist zuzustechen. Jetzt, jetzt will er mit aller Wucht auf die unter ihm liegende Gestalt einstechen, da hört und sieht er es. Langsam erkennt er sie. Er liegt auf seiner Frau, ihr tränendurchnässtes Gesicht, ihr Ohgott, Nein!, Manfred, bitte nicht nimmt er wie in Trance wahr. Da spürt er, dass seine kleine Tochter völlig verzweifelt an seinem Hals hängt und ihn ebenfalls anfleht, nicht zuzustechen. In diesem Augenblick wirft er sein Messer seitwärts weg, rollt wimmernd aus seinem Bett und schreit weinend sich die Kehle aus seinem Leib. Im selben Moment zieht er seine Pistole aus dem Halfter, die auf seinem Rücken befestigt ist und hält sich den Lauf vor die Schläfe. Papi, hört er fast wie aus mehreren Kilometern entfernt in seinem Kopf, Paaapppiiii, dann fällt er zur Seite, in einen tiefen Schlaf hinein.
Markus Lanz vom 18.06.2019 - Gäste: Michael Lüders, Herbert Diess, Claudia Kemfert, Tim Lobinger [1:15:10 – Start bei 3:52]
digitour
Am 18.06.2019 veröffentlicht
Michael Lüders, Publizist - Nach Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman dreht sich die Eskalationsspirale im Iran-Konflikt immer weiter. Der Nahost-Experte analysiert die aktuelle Lage. Herbert Diess, Manager - Seit April 2018 ist er VW-Chef. In der Sendung erklärt er, mit welchen Mobilitäts- und Antriebskonzepten er den krisengeschüttelten Konzern in die Zukunft führen will. Claudia Kemfert, Energieökonomin - Die Professorin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung fordert neben einem schnelleren Wechsel zur E-Mobilität auch eine komplette Verkehrswende. Tim Lobinger, Ex-Leistungssportler - "Zurzeit bin ich krebsfrei", sagt der frühere Stabhochspringer - nur zwei Jahre nach der Diagnose Leukämie. Er spricht über den Krankheitsverlauf und seinen Umgang damit.
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
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