Donnerstag, 23. Mai 2019

Giftgas-Propaganda zu Syrien: die Front wackelt

Bisher wurden US-Vorwürfe zu Giftgas-Einsätzen großflächig aufgegriffen und gestützt. Doch den aktuellen Anschuldigungen verweigern auch bisherige Verbündete die Gefolgschaft. Diese neuesten Vorwürfe werfen auch ein Licht auf die vergangene Meinungsmache zu Syrien. Von Tobias Riegel.

Wenn die USA oder andere westliche Staaten in der Vergangenheit Chemiewaffen-Einsätze durch die syrische Regierung behauptet haben, so folgte dem oft ein eingespielter Mechanismus: Zahlreiche große Medien haben jene Behauptungen teils sehr schnell und distanzlos gestützt, oft folgten etwas verzögert Äußerungen „unabhängiger“ internationaler Organisationen (UNO, Human Rights Watch etc.), die sich wiederum oft auf „Berichte von Aktivisten vor Ort“ stützten. In ihrer ganzen Pracht war diese Art großflächiger und massiver Meinungsmache etwa nach angeblichen Giftgas-Einsätzen 2017 und 2018 zu beobachten. 
Keine Gefolgschaft mehr bei der Syrien-Propaganda
Doch beim aktuell von den USA vermeldeten „Giftgas-Vorfall“ ist es anders: Das Echo in den großen deutschen Medien auf diesen US-Vorstoß ist merklich schwächer als gewohnt – wenn man die „Bild“-Zeitung herausnimmt, die sich in der Überschrift treu bleibt und fragt: „Neuer Chemie-Angriff von Giftgas-Bestie Assad?“ 
Davon abgesehen verweigern aber selbst treue Stützen der westlichen Propaganda gegen die syrische Regierung die Gefolgschaft. So meldete die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ am Mittwoch laut Medienberichten: „Wir haben keinen Beleg für einen solchen Angriff“. Auch die in „Oppositionsgebieten aktive Rettungsorganisation Weißhelme“ (dpa) erklärte, es gebe keine Hinweise auf einen Giftgaseinsatz. Es könnte allerdings auch sein, dass die Weißhelme hier versuchen, gegen einen von Russland behaupteten Giftgas-Einsatz durch Islamisten zu argumentieren.
mehr:
- Syrien-Propaganda bricht zusammen: Sogar „Aktivisten“ widersprechen nun den Giftgas-Mythen der USA (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 23.05.2019)
siehe auch:
Geleakter Giftgas-Bericht: Ließ sich die OPCW für Syrien-Propaganda einspannen? (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 24.05.2019)
„Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich (Post, 02.08.2018)
Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
Giftgas: Wundert sich keiner? (Post, 03.05.2018)
Die Lügen der „Weißhelme“ (Post, 14.11.2017)


Rückblick: Wutbürger, Stuttgart 21, die chinesische Mindestgeschwindigkeit und ein Standpunkt

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Wutbürger ist ein mediales Schlagwort, das in Deutschland als Neologismus im Jahre 2010 aufkam. Der zuvor kaum verwendete Begriff wurde durch den Essay Der Wutbürger des Journalisten Dirk Kurbjuweit im Nachrichtenmagazin Der Spiegel in der Ausgabe 41/2010 geprägt. Hierin wurde er als Angehöriger eines bürgerlichen Milieus beschrieben, der „mit der bürgerlichen Tradition“ gebrochen und der Politik die Gefolgschaft aufgekündigt habe.[1] Bei dem von ihm beschriebenen Personenkreis handele es sich vornehmlich um eine ältere und wohlhabende konservative Personengruppe, die sich mit „Wut“ und „Empörung“ gegen als Willkür empfundenen politischen Entscheidungen wende, und sich durch einen ausdauernden Protestwillen auszeichne. Sowohl Essay wie auch Schlagwort wurden in den Medien zum Teil kritisch rezipiert und Wutbürger zum deutschen „Wort des Jahres“ 2010[2] gewählt, gefolgt von Begriffen wie Stuttgart 21Sarrazin-GenCyberkriegWikiLeaks oder schottern, die sich teilweise in thematischer Nähe befinden.[3] Der Begriff Wutbürger wurde in den Duden aufgenommen, der ihn als „Zeitungsjargon“ für einen „aus Enttäuschung über bestimmte politische Entscheidungen sehr heftig öffentlich protestierende[n] und demonstrierende[n] Bürger“ definiert.[4][Wutbürger, Wikipedia, abgerufen am 23.05.2019]
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Die Proteste gegen Stuttgart 21 werden von Bürgerlichen getragen, darunter CDU-Wähler und Rentner. Auch sie treibt die nackte Wut, auch sie brüllen und hassen. Tag für Tag, Woche für Woche zieht es sie an den Bauzaun, wild entschlossen, in fanatischer Gegnerschaft.
[Essay – Der Wutbürger, Dirk Kurbjuweit, SPON, 11.10.2010]

Gebäude Schäden durch Geothermie online video cutter com {0:19}

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Am 31.01.2019 veröffentlicht 
Anhydrit  

Stuttgart 21 - Die ganze Wahrheit! Die Anstalt vom 29.01.2019 | ZDF {9:20}

ZDF
Am 31.01.2019 veröffentlicht 
Die beiden Anstaltsprotagonisten arbeiten das Thema "Stuttgart 21" auf und verschaffen sich einen aktuellen Überblick.

Der Wutbürger wehrt sich gegen den Wandel, und er mag nicht Weltbürger sein. Beide Proteste sind Ausdruck einer skeptischen Mitte, die bewahren will, was sie hat und kennt, zu Lasten einer guten Zukunft des Landes. […]
Stuttgart würde im globalen Wettbewerb der Metropolen weit besser aussehen. […]
Der Wutbürger denkt an sich, nicht an die Zukunft seiner Stadt. Deshalb beginnt sein Protest in dem Moment, da das Bauen beginnt, also die Unannehmlichkeit. Der Wutbürger hat das Gefühl, Mehrheit zu sein und die Lage besser beurteilen zu können als die Politik. Er macht sich zur letzten Instanz und hebelt dabei das gesamte System aus.
Deutschland wird erstarren, wenn sich allerorten die Wutbürger durchsetzen.
Die nächste Moderne wird von chinesischem Tempo und chinesischen Dimensionen bestimmt werden. Deutschland muss und sollte das nicht alles mitmachen, aber es muss und sollte Anschluss halten und nicht wütend das Überkommene verteidigen.
[Essay – Der Wutbürger, Dirk Kurbjuweit, SPON, 11.10.2010]
Mein Kommentar: 
Ist doch sowas von gut, wenn es noch Leute gibt, die uneigennützig an die Zukunft der Stadt denken!

Wer ist schuld an Stuttgart 21? - Die Anstalt vom 29.01.2019 | ZDF {7:09}

ZDF
Am 06.02.2019 veröffentlicht 
Zur ganzen Sendung: https://ly.zdf.de/D0SeR/
Die Anstalt in der Mediathek: http://ly.zdf.de/UbH1V/
An der berühmt-berüchtigten Anstaltstafel nehmen sich Max und Claus diesmal das Personalkarussell rund um "Stuttgart 21" vor.

STANDPUNKTE • Warum deutsche Politiker nichts zu Strache kommentieren dürfen {12:21}

KenFM
Am 06.02.2019 veröffentlicht 
Den vollständigen STANDPUNKTE-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier:https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a...
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Ein kurzer Abriss über Teile der deutschen Parteienkorruption
Von Jochen Mitschka
Wohl jeder hat die Geschichte eines erfolgreichen politischen Attentats verfolgt. Zu aufregend die geheimen, mit versteckter Kamera gemachten Videoaufnahmen, die Falle, die man dem österreichischen Politiker Strache stellte, und über der die österreichische Regierung jetzt gestürzt wurde, Neuwahlen in Österreich anstehen. Aber die Politik der Mainstream Parteien in Österreich und Deutschland ist seit Jahrzehnten von Korruption befallen. Im Vergleich dazu sind die Äußerungen Straches in dem Video harmlos. Schließlich, was kaum jemand hervorhob, hatte er mehrere Male ausdrücklich erwähnt, dass alles innerhalb legaler Grenzen passieren müsse. Immer wenn die „Russin“ ein deutlich illegales Projekt vorschlug, verwarf es Strache nachdrücklich. Zur Zeit, als das Gespräch geführt wurde, hatte Strache kein Regierungsamt inne. Trotzdem ist das Gespräch natürlich ohne Zweifel ein Musterbeispiel für das Gemauschel zwischen der politischen und der Geldaristokratie. Wenn sich nun aber deutsche Politiker darüber echauffieren, ist das die übliche Heuchelei einer Aristokratie, die selbst meist erfolgreich Korruption und Vetternwirtschaft vor den Augen der Öffentlichkeit verbirgt. Und wenn sie einmal offensichtlich wird, noch lange keine Neuwahlen deshalb auslöst.
Das Kürzel „wg.“
Wer von uns erinnert sich eigentlich noch an die Tagebucheinträge mit dem Kürzel „wg.“ ? „In den 80er Jahren erschütterte die Flick-Parteispendenaffäre die Bonner Republik. Doch obwohl nahezu alle Parteien Geld über teilweise dubiose Spendenvereine erhalten hatten, kam es nur zu einem spektakulären Prozess: Vor dem Bonner Landgericht mussten sich die ehemaligen Minister Friderichs und Lambsdorff 1985 gegen den Vorwurf der Bestechlichkeit verteidigen.“ ()
Der Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch bzw. sein Buchhalter hatte dummerweise in einem Notizbuch Barzahlungen an Politiker vermerkt, wie die Anklage erklärte. Da waren 375.000 DM aufgeführt mit dem Vermerk „Wg Friderichs“ oder 135.000 DM „wg. Graf Lambsdorff“ usw.
Der Prozess dauerte fast 18 Monate, allerdings konnte der Buchhalter nicht sagen, ob das Geld tatsächlich an die „wg.“ markierten Personen gezahlt worden war. Wie erinnerte sich noch der Richter an den Prozess? „Nahezu alle Zeugen fielen durch ihr schlechtes Erinnerungsvermögen auf. Die beiden häufigsten Antworten lauteten ‚Das weiß ich nicht‘ und ‚ich kann mich nicht erinnern‘. So richtig schön versagte die Erinnerung immer dann, wenn es zum Kern der Sache ging.“ Die vergessenen 100.000 DM weiterlesen hier:
https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a... +++
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Mein Kommentar:
Da Dirk Kurbjuweit in seinem Essay so eindrucksvoll mit der Geschwindigkeit argumentiert hat, hier ein eindrucksvolles Beispiel für die Geschwindigkeit deutscher Institutionen. Wann man da tiefer bohrt, dürfte sich auch einiges heben 👻😂:

- Cum-Ex-Geschäfte vor der Verjährung (Post, 03.11.2017 – Beachte die Links!) 
und zu Stuttgart 21:
Stuttgart 21: Entgleisung eines Bahnprojekts (Uschi Götz und Dieter Nürnberger, Deutschlandfunk, 04.02.2018)
Stuttgart 21: es kommt und kommt und kommt… (Post, 27.01.2018)
Stuttgart 21 wird teuer! (Post, 03.12.2017)
Politische Justiz und Stuttgart 21 (Post, 01.10.2014)
Stuttgart 21: Regierung Oettinger verheimlichte die Kostenberechnungen (Wolfgang Lieb, NachDenkSeiten, 07.11.2011)
- „Viele Schwaben glauben: Was groß ist, ist unnötig“ (Interview mit dem Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, FAZ, 25.08.2010)

"CDU-Zerstörer" Rezo: Keine inhaltliche Auseinandersetzung

Selten hat ein politisches Video in Deutschland ein so großes Echobei Jugendlichen gefunden: Youtuber Rezo „zerstört“ die CDU – so zumindest der Titel – und erreicht damit Millionen Aufrufe. Im Gespräch mit t3n erklärt er, wie es zu dem Video kam.
mehr:
- Interview „CDU-Zerstörer“ Rezo: „Die FDP hatte Glück, dass das Video schon so lang war“ (t3n, 21.05.2019)
Die Zerstörung der CDU. {55:08}

Rezo ja lol ey
Am 18.05.2019 veröffentlicht 
Die Europawahl bzw EU-Wahl steht vor der Tür. Ob CDU, SPD oder AfD gute Parteien sind, die im Einklang mit Wissenschaft und Logik stehen, versuche ich in diesem Video zu beantworten. In jedem Fall: Geht wählen am nächsten Wochenende. Sonst entscheiden Rentner über eure Zukunft und geil ist das nicht.
►Alle Quellen hier: https://docs.google.com/document/d/1C...
Jung&Naiv: https://www.youtube.com/Nfes2005
Mein letztes Artikel 13 Video: https://youtu.be/iNpB73CAdL8
► FOLGT MIR
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Mittwoch, 22. Mai 2019

Pamela Anderson: Blondine mit Köpfchen und Engagement…

Heute möchte ich mich als Frau zu Wort melden. Als Frau, die Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch überlebt hat. Als Frau, die weiß, wie grausam Männer sein können und wie tief die Wunden in der Seele einer Frau sind. Bis heute erinnere ich mich an den unerträglichen Schmerz. Bis heute spüre ich die Qualen. Bis heute verfolgen ihre Gesichter meinen Schlaf – ein Schicksal, das unzählige Frauen weltweit teilen. Nein, ich würde nie einen Vergewaltiger verteidigen, es kann nie eine Entschuldigung für dieses Verbrechen geben und auch keine Straffreiheit für die Vergewaltiger. Wir schulden es uns selbst, unseren Schwestern und den Mädchen, uns zu äußern und gegen die Selbstzufriedenheit anzukämpfen. Aber in unserem Bestreben, das Richtige zu tun, sollten wir nie die Gefahr von Fehlern und die Auswirkungen von falschen Anschuldigungen vergessen. Von Pamela Anderson, frei aus dem Englischen von Marco Wenzel.

Denn die gleichen Faktoren, die es so schwierig machen, Vergewaltigungsvorwürfe vor Gericht zu beweisen, machen es noch schwieriger, sie vor dem Gericht der öffentlichen Meinung zu widerlegen. Daher waren falsche Behauptungen über sexuelles Fehlverhalten immer das Mittel der Wahl für Mobbing-Kampagnen, Erpressung oder Verleumdung. Sobald jemand zum “Vergewaltiger” abgestempelt wurde, egal ob verurteilt, angeklagt oder nur verdächtigt, ist sein Ruf von der Öffentlichkeit nicht nur zum Tode verurteilt, sondern eigentlich schon hingerichtet.
Das ist der Grund dafür, warum ich mich jetzt zu Wort melde. Ich spreche, um einen Freund zu unterstützen. Einen Freund, den ich sehr liebe, dessen Gesundheit aber zerbröckelt, dessen Hoffnungen schwinden und dessen Zeit abläuft. Ein Freund, der es gewagt hat, der Macht die Wahrheit zu sagen, der deren kriminelle Taten beleuchtet hat und der jetzt den Preis dafür bezahlt. Ein Freund, dessen Stimme erdrosselt wurde, dessen Hände gefesselt sind und dessen Name verleumdet wurde. Sein Name ist Julian Assange.
Rufen wir uns doch bitte ins Gedächtnis, dass Julian nie wegen einer Sexualstraftat verurteilt wurde, dass er nie formell wegen einer solchen angeklagt wurde und dass es nie Beweise gegen ihn gegeben hat. Als die Vergewaltigungsvorwürfe im Jahr 2010 erstmals auftauchten, arbeitete Julian freiwillig mit der Polizei zusammen, beantwortete ihre Fragen und blieb in Schweden, bis ihm die Ausreise erlaubt wurde. Selbst die Generalstaatsanwältin, die alle Beweise sorgfältig geprüft hatte, schloss den Fall ab und erklärte: “Ich glaube nicht, dass es Grund zur Annahme gibt, dass er eine Vergewaltigung begangen hat” und dass das angebliche Verhalten “keinerlei Verbrechen offenbart hat”. Einige Tage später dagegen wurde das Verfahren von einer anderen Staatsanwältin wiedereröffnet, und zwar auf der Grundlage von zurechtgeschneiderten neuen Vorwürfen.
Erinnern wir uns auch an das, was beide Beschwerdeführerinnen bereits vor Jahren bestätigt haben: dass nämlich ihr Sex mit Julian immer einvernehmlich war, dass sie nie beabsichtigt hatten, ein Verbrechen zu melden, dass aber die schwedische Polizei sie dazu gedrängt hatte. Und als Schweden 2013 endlich den Fall fallenlassen wollte, waren es die Briten, die sie drängten, keine “kalten Füße” zu bekommen. Schweden hat dem Folge geleistet und in den folgenden Jahren alles daran gesetzt, dass Julian sich nicht gegen die Vergewaltigungsvorwürfe wehren konnte, ohne gleichzeitig eine Auslieferung an die USA zu riskieren.
mehr:
- Die Inszenierung eines „Vergewaltigers“ – Pamela Anderson zum Fall Assange (NachDenkSeiten, 22.05.2019)

Pamela Anderson: Why Julian Assange is in danger {5:07}

Fox News
Am 05.06.2018 veröffentlicht 
Pamela Anderson fears for Assange's safety.
FOX News Channel (FNC) is a 24-hour all-encompassing news service dedicated to delivering breaking news as well as political and business news. The number one network in cable, FNC has been the most watched television news channel for more than 15 years and according to a Suffolk University/USA Today poll, is the most trusted television news source in the country. Owned by 21st Century Fox, FNC is available in more than 90 million homes and dominates the cable news landscape, routinely notching the top ten programs in the genre.
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Weltraumschrott, Atom- und Plastikmüll? – Spermienreduktion!

Eine Studie an Wehrpflichtigen stellt fest, dass die Qualität der Spermien bei über 60 Prozent der jungen Männer nicht den WHO-Kriterien von 2010 entsprechen
Mit der Fortpflanzungsfähigkeit von Männern scheint es nicht zum Besten zu stehen, wird immer wieder einmal gemeldet. So hieß es zum Beispiel in einer Metastudie von 2017, dass die Spermienkonzentration im Ejakulat der Männer aus westlichen Ländern (Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland) zwischen 1973 und 2011 um mehr als 52 Prozent gefallen sei (Samenzahl hat sich bei westlichen Männern in 40 Jahren halbiert).
Die Zahl der Spermien sei um fast 60 Prozent zurückgegangen, hieß es damals. Der Ausblick war düster, weil es laut Aussagen der Wissenschaftler, "keine Zeichen" dafür gebe, dass sich der Rückgang abschwäche. Stattdessen, so prophezeiten sie, würden die Spermien kontinuierlich weniger. Der Befund sei besorgniserregend. Die Reproduktionsmediziner leiteten daraus die Forderung ab, dass mehr Geld in Grundlagenforschung investiert werde, um den Ursachen auf die Spur zu kommen.

"Suboptimale Qualität" 

Offenbar ist die Ursachenforschung noch nicht sehr weit gekommen, aber immerhin es gibt nun für die Schweiz genauere Ergebnisse, die den Trend bestätigen, ohne ihn allerdings genauer begründen zu können - das ist das Fazit einer Studie, die aktuell im Fachmagazin Andrology erscheint. Die Untersuchung wird in manchen Medienberichten aufgenommen, weil sie zum ersten Mal eine Aussage über die Spermienqualität in einem Land trifft.
Die französische Zeitung Le Monde hat dies pointiert in Form einer Produktaussage aufgenommen: "Das Schweizer Spermium ist von einer schlechten Qualität", schreibt sie und honni soit, dem dazu einfällt, dass hier vom Nachbarland aus gestichelt wird.
Aber davon abgesehen wird das Ergebnis der Studie auch in der französischen Zeitung als "beunruhigend" kommentiert: "Bei einem signifikanten Anteil der jungen Schweizer Männer zeigt sich eine suboptimale Qualität der Spermien, da die Spermien nur 38 Prozent der Männer die Referenzkriterien der WHO erfüllen, was ihre Konzentration in der Samenflüssigkeit, ihre Beweglichkeit und ihre Form anbelangt."
62 Prozent erfüllen demnach nicht die Kriterien, die von der WHO 2010 aufgestellt wurden (Langfassung hier, Kurzfassung z.B. hier).
mehr:
- Schweiz: "Beunruhigend" schlechte Spermien (Thomas Pany, Telepolis, 22.05.2019)

Schlechtere Spermienqualität {4:14}

gesundheitheute
Am 02.10.2017 veröffentlicht 
Sendung vom 30. September 2017
Eine neue Studie schlägt Alarm: Seit 1973 hat in den westlichen Industrienationen die Anzahl Spermien pro Ejakulat der Männer um fast 60 Prozent abgenommen. Und auch mit der Spermienqualität steht es nicht zum besten. Die Gründe sind vielfältig und noch weitgehend unerforscht.

«Russia-Gate»: Niederlage für die liberale US-Elite

Trumps Stab hatte sich mit russischen Offiziellen nicht abgesprochen. Für den Wahlkampf brauchen die Demokraten ein anderes Thema.
Nach fast zwei Jahren intensiver Ermittlungen sind keine Beweise dafür gefunden worden, dass US-Präsident Donald Trump und sein Team mit der russischen Regierung unter einer Decke stecken. Zumindest keine Beweise für rechtswidrige Kontakte, die eine Anklage rechtfertigen würden. Das zeigt die Lektüre des Mueller-Reports.
Das zentrale Anliegen von Muellers Ermittlungen ist damit zu Gunsten von Trump entschieden. Ob der US-Präsident darüber hinaus wegen Justizbehinderung angeklagt werden kann, ist derzeit noch offen. Mueller selbst sprach sich weder für noch gegen eine Anklage aus. Mehrere Ausschüsse des Kongresses ermitteln allerdings weiterhin in diese Richtung.
Das ändert nichts an der Tatsache: Es wurden keine Beweise für eine geheime Kooperation mit der russischen Regierung (Straftatbestand einer «Collusion») gefunden. Es ist zweifellos ein Sieg für Donald Trump. Seit Monaten hatte er den Slogan wie ein Mantra wiederholt: «No collusion» – «witch – hunt» – «total bullshit». Und nun sieht es so aus, als habe er Recht behalten.
Anonyme Quellen, die sich als falsch erwiesen
Dieser Sieg wurde Donald Trump geschenkt – von seinen politischen Gegnern und vor allem von ihren Medien. Letztere übertrafen sich in den vergangenen Jahren darin, immer neue Indizien für eine «Collusion» zusammenzutragen. Viele dieser Geschichten stützten sich auf anonyme Quellen und erwiesen sich als unwahr. Vor allem die bei den einflussreichen fortschrittlichen Demokraten beliebten Fernsehprogramme wie «Daily Show» oder «Saturday Night Live» erweckten den Eindruck, Trump sei eine blosse Marionette Putins und eine Verurteilung Trumps wegen Landesverrats nur eine Frage der Zeit. Besonders penetrant wirkte die prominente MSNBC-Moderatorin Rachel Maddow, die ihre Zuschauer mit paranoiden Verschwörungstheorien konfrontierte.
mehr:
- Nach «Russia-Gate»: Niederlage für die liberale US-Elite (Roman Berger, InfoSperber, 22.05.2019)
siehe auch:
Antirussisch? Recherche überflüssig! (Post, 18.05.2019)
👻 Der Geheimdienst informiert? 😜 (Post, 16.05.2019)
Tagesdosis 16.5.2019 – Russland? Russland. Natürlich Russland (Post, 16.05.2019)
OPCW: Bericht von Inspektoren über den Giftgasangriff in Duma unterdrückt? (Post, 15.05.2019)
Bleihaltige Wandfarbe – Vergiftungen – Scott Walker – Wisconsin Club for Growth – Dark Money – Bestechung (Post, 11.05.2019)
Tagesdosis 30.4.2019 – Die Russiagate-Hysterie: Ein Fall massiver Russophobie (Mathias Bröckers, KenFM, 30.04.2019)
Obstructiongate (Mathias Bröckers, broeckers.com, 28.04.2019)
Sonderermittler Mueller und der Super-GAU der Mainstream-Medien (Post, 27.03.2019)
„Russiagate“: Medienzirkus und gezielte Eskalation (Mathias Bröckers, Paul Schreyer, NachDenkSeiten, 26.02.2019)
Donald Trump Eine Marionette Putins? (Silvia Stöber, FaktenFinder, 06.02.2019) Anmerkung von mir: Man achte auf die Fakten! 😝
Skripal als Beispiel eines Informationskriegs gegen Russland (Florian Rötzer, Telepolis, 14.11.2018)
Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
Russiagate: Sie orgeln einfach weiter… (Post, 23.02.2018)
- Fake News mit zweierlei Maß – Stern vs. Blauer Bote (Post, 21.03.2017)
Hätte Putin Trump in der Hand - wegen eines heiklen Videos? (Hubert Wetzel, Süddeutsche Zeitung, 12.01.2017)
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Dienstag, 21. Mai 2019

Iran: USA bedrohen den Weltfrieden – IALANA Stellungnahme vom 21.5.2019

Zunächst kündigten die USA einseitig das Iran-Atom-Abkommen von 2015, das durch die Resolution des Sicherheitsrates 2231 vom 20.7.2015 für alle Staaten völkerrechtlich verbindlich geworden ist. Das Abkommen – ausgelegt für 10 Jahre – kennt keine Kündigung durch einen der Vertragsstaaten. Es enthält einen Mechanismus für Streitigkeiten, wenn eine Partei meint, der Iran halte den vereinbarten Aktionsplan nicht ein: es wird dann eine Gemeinsame Kommission einberufen, falls die nicht einig wird, kommen die Außenminister zusammen, usw. Schließlich wird die Frage dem Sicherheitsrat unterbreitet, wenn ein Staat meint, die Frage stelle eine erhebliche Nichterfüllung dar (Ziff. 36 und 37 des Abkommens). Nur der Sicherheitsrat kann dann gegebenenfalls die Sanktionen, die vor dem Abkommen vom Sicherheitsrat und zusätzlich von den USA und der EU verhängt waren, wieder in Kraft setzen.
Der Iran hat das Abkommen – bestätigt durch die mit der Kontrolle beauftragte Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) - wie vereinbart umgesetzt und keinerlei Anlass gegeben, eine Vertragsverletzung auch nur zu prüfen. Die USA haben den Vertrag mutwillig unter Bruch des Völkerrechts verlassen und dabei auch den vereinbarten Mechanismus für Streitigkeiten grob missachtet.
Danach haben die USA die früheren scharfen US-Sanktionen wieder in Kraft gesetzt, was nur dem Sicherheitsrat zustand. Darüber hinaus haben sie mit zusätzlichen Sanktionen einen totalen Wirtschaftsboykott installiert, um einen Zusammenbruch der Versorgung der Bevölkerung und der öffentlichen Ordnung im Iran hervorzurufen, letztlich mit dem Ziel, einen Regime-Change herbeizuführen und eine ihnen willfährige Regierung zu erreichen. Auch diese Sanktionen, bei denen die Bevölkerung in Geiselhaft genommen wird, sind völkerrechtlich nicht zulässig. Sie verstoßen gegen das völkerrechtliche Selbstbestimmungsrecht und das Gebot der Achtung der Menschenrechte. Hinzu kommt, dass sie bereits wegen der Verletzung des Atompakts rechtswidrig sind.
Ergänzend maßen sich die USA an, alle anderen Staaten und Völker der Welt über Sekundärsanktionen in ihre völkerrechtswidrige Erpressung des Iran einzubinden, was selbstverständlich ebenfalls rechtswidrig und zudem eine verbotene Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieser Staaten ist.
Der Iran hat in Reaktion auf diese völkerrechtswidrigen Maßnahmen der USA den Internationalen Gerichtshof angerufen, der am 03.10.2018 einstimmig eine einstweilige Anordnung gegen die USA erlassen hat. Darin werden den USA einige der besonders inhumanen Sanktionen, wie der Boykott der Lieferung von Arzneimitteln, verboten.
Über die weitere Aufforderung des IGH an die USA und den Iran, von konfliktverschärfenden Maßnahmen bis zur Entscheidung in der Hauptsache abzusehen („Both parties shall refrain from any action which might aggravate or extend the dispute before the Court or make it more difficult to resolve“), setzen sich die USA hinweg. Inzwischen drohen sie offen mit der Anwendung militärischer Gewalt und treffen entsprechende Kriegsvorbereitungen (Verlegung von Flottenverbänden und einem Flugzeugträger vor die iranische Küste, dazu den Einsatz atomwaffentragender B52-Bomber).
Die Androhung von Gewalt und der möglicherweise bevorstehende Angriff auf den Iran sind Verstöße gegen Art. 2 Abs. 4 der UN-Charta.
mehr:
- Iran: USA bedrohen den Weltfrieden - IALANA Stellungnahme vom 21.5.2019 (IALANA, 24.05.2019) 
siehe auch:
Heimat der Tapferen (Post, 23.07.2019)
Leitmedien gleichgeschaltet (Post, 24.06.2019)
- Wie gehabt: Transatlantische Einseitigkeit… (Post, 20.06.2019)
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zuletzt aktualisiert am 18.08.2019

Madonna: Gehirn einschalten!

Auf Madonna bin ich nie so abgefahren. Aber wenn man ihren ESC-Auftritt mit den Auftritten Bob Dylans bei der Grammy-Verleihung 1991(1) oder mit seinem Auftritt im Weißen Haus 2012(2) vergleicht, könnte man möglicherweise auf den Gedanken kommen, daß das, was man da gesehen hat, genauso beabsichtigt war…
siehe:
- Tagesdosis 21.5.2019 – Madonna und die ESC Katastrophe (Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 21.05.2019)

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Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) lehnte Hermans Beschwerde gegen dieses BGH-Urteil am 25. November 2012 ab: Die Entscheidung des BGH habe Herman nicht in ihren Grundrechten verletzt. Die vom Hamburger Abendblatt zitierten Äußerungen seien im Gesamtzusammenhang zu betrachten und stellten eine Meinungsäußerung dar. „Die Beschwerdeführerin, der es nicht gelungen war, sich unmissverständlich auszudrücken, muss die streitgegenständliche Passage als zum ‚Meinungskampf‘ gehörig hinnehmen.[53] Eine Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wurde als unzulässig zurückgewiesen.[54]
[Eva Herman, Gerichtsurteile, Wikipedia, abgerufen am 22.05.2019 – Hervorhebung von mir]
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siehe auch:
- Liam Neeson und die medial angestachelte politisch korrekte (und gedankenlose) Empörung (Post, 05.05.2019)
- Die Schönheit des Abgrunds (Post, 04.06.2018)
- Mr. Mark & Mr. Bob (Post, 07.11.2011)
Merke: Man sieht, was man will.
Und: Sie lernen nichts.
[Super-Symbolbilder: „Putin, einsam und verlassen“, Stefan Niggemeiers Blog, 16.11.2014]

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(1) Heute vor 20 Jahren – Bob Dylans versteckte Botschaft bei der Grammy-Verleihung (Post, 20.02.2011)
(2) In Performance at The White House Bob Dylan (sanitykey, Youtube, 02.01.2011)

Montag, 20. Mai 2019

KenFM im Gespräch mit: Ullrich Mies („Der Tiefe Staat schlägt zu")

KenFM im Gespräch mit: Ullrich Mies („Der Tiefe Staat schlägt zu") {1:47:05}

KenFM
Am 20.05.2019 veröffentlicht 
(!) User-Info: Bitte aktiviert nach abgeschlossenem Abonnement unseres YouTube Channels das Glockensymbol rechts neben dem Abokästchen! Damit erhält jeder Abonnent automatisch eine Info nach Veröffentlichung eines Beitrags auf unserem Channel. Danke. Eure KenFM-Crew. (!)
Der Mensch will frei sein. Das ist keine Entscheidung, die er erst fällen muss. Sie ist von Natur aus in ihm angelegt.
Menschen diese Freiheit vorzuenthalten, führt zu natürlichem Widerstand und der lässt sich nur kontrollieren, wenn mit System vorgegangen wird. Die entscheidende Komponente lautet dabei: ANGST.
Hat der Mensch Angst, ist er bereit, zumindest zeitweise, auf seine ihm mit der Geburt zustehende Freiheit zu verzichten. Von daher liegt es auf der Hand, dass jedes System, in dem nur wenige Menschen über die Masse herrschen wollen, nicht daran interessiert sein kann, einen Zeitgeist zu fördern, der ohne Angst auskommt.
Im Gegenteil, auch die sogenannte moderne und aufgeklärte Gesellschaft, die Zivilisation, der Staat, haben aufgrund ihrer Pyramiden-Struktur ein vitales Interesse daran, Menschen in der Masse permanent in Angst zu halten. Nur so kann die Spitze der Pyramide, sprich die selbst ernannte Elite, sich chronisch und ohne jeden Skrupel bereichern. Und nur darum geht es unter dem Strich. Eine immer überschaubarere Gruppe von Personen steht über dem Gesetz und hat mit dem Tiefen Staat, einer gesichtslosen Bürokratie, ein global agierendes Modell des Apartheidstaates installiert. Geld regiert die Welt und wo Demokratie draufsteht, ist in Wahrheit Eliten-Diktatur drin.
Ullrich Mies gelingt in seinem neuen Buch „Der Tiefe Staat schlägt zu: Wie die westliche Welt Krisen erzeugt und Kriege vorbereitet“ das herzustellen, was man Transparenz nennt. Zusammen mit 16 Autoren zeigt er dezidiert auf, mit welch plumpen Methoden der sogenannte „Westen“ permanent Krisen produziert und Feindbilder konstruiert, um sich noch schamloser als bisher an den Ressourcen der Welt zu vergreifen.
Der Feind, so wird im Buch dann klar, befindet sich aber nicht nur in jenen Ländern, die vom Westen ins Fadenkreuz genommen werden. Wer als Teil des Westens dann die verbrecherischen Machenschaften der eigenen Eliten benennt, gerät ebenfalls ins Visier dieser Oligarchen-Clique.
Wir leben in autoritären Strukturen, die wie Krebs wuchern. Pressefreiheit oder eine vom Staat unabhängige Justiz sind nur simuliert. Auch bei uns im „Goldenen Westen“.
Es wird Zeit, dass wir, die Massen, das Regime der Reichen endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgen, denn unter ihrer Regie kann es keinen Weltfrieden geben. „Humanitäre Kriege“ und der permanente „Kampf gegen den Terror“ sind nur trojanische Pferde, um diesem Personenkreis die Möglichkeit zu geben, die Menschen kollektiv in Gefangenschaft zu halten.
Wer das System durchschaut hat, kann die inszenierten Feindbilder dekodieren und so seine Angst überwinden. Wer ohne Angst lebt, ist durch Eliten nicht mehr zu kontrollieren. Er ist FREI!
Inhaltsübersicht:
0:04:50 Die wahnsinnigen Strategien des Imperiums
0:15:57 Die Autoren des Buches
0:23:20 „Full-spectrum dominance“ und die „Herzland-Theorie“
0:41:34 Das Herrschaftsprojekt Europäische Union
0:50:29 Freiheit und der freie Markt
1:00:28 Ein durchführbarer Atomkrieg und Stellvertreterkriege
1:16:49 China und die Verhinderung der Seidenstraße
1:21:20 Deutschland, der Flugzeugträger des Imperiums
1:32:37 Eine Chance für aufgeklärte Menschen
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Sonntag, 19. Mai 2019

Prinzipienbefreite Politiker, Verschwörungstheorien und eine Prise Russophobie

Während ich diese Zeilen schreibe, ist in Österreich der Vizekanzler Heinz-Christian Strache zurückgetreten, wegen eines Videos von 2017. Es war ein, na, sagen wir mal, „pseudo-konspiratives Treffen“ auf Ibiza. In monatelanger Arbeit und mit Methoden, die an feindlich-geheimdienstliche Tätigkeiten erinnern, wurde Strache in ein verwanztes Haus gelockt und alkoholisiert, und er sagte Dinge, die sich für einen Politiker zweifellos nicht ziemen – um es höflich auszudrücken. Davon wurden heimlich nach Art sowjetischer Agententätigkeit auch Videoaufnahmen gemacht, und diese wurde nun via linker Zeitungen platziert. Interessanterweise scheint ein umstrittener Satiriker vom deutschen Staatsfunk bereits im April von dem Video gewusst zu haben (siehe sueddeutsche.de, 17.1.2019, aber auch diepresse.com, 18.5.2019) – Verschwörungstheoretiker fragen sich, wo präzise die Grenze zwischen geheimdienstartigen Tätigkeiten, feindlichem Fallenstellen und deutschen Medien verläuft.
Ist es „Wahlkampf mit erweiterten Mitteln“, Politiker in Fallen zu locken, zu alkoholisieren und zu verhängnisvollen Aussagen zu verlocken? Manche vermuten, hinter der Aktion nach Art sowjetischer Geheimdienste stecke „Political Beauty“ (etwa @DanielLaufer, 17.5.2019) – siehe auch Kontext „Dürfte Satire einen Menschen töten?" (2017)
Es ist immer wieder nützlich, alte Wörter neu zu lernen, heute „Kompromat“, vom russischen "компромат", war die Kurzform von "компрометирующий материал" ist, laut Wikipedia „ein ursprünglich aus dem Jargon des sowjetischen Geheimdienstes KGB stammender Begriff für kompromittierendes Material, meist über einen Politiker oder eine andere Person des öffentlichen Lebens. Solches Material kann verwendet werden, um unliebsame Personen zu diskreditieren oder um Personen mit der Drohung, das Material zu veröffentlichen, zur Kooperation zu zwingen“.
Wir sollten uns darauf einstellen, dass Globalisten den Geist und die Methoden alter Schule mit den Möglichkeiten neuer Technik kombinieren. Wie viele „feindliche“ Politiker wurden noch abgehört, bis man endlich Kompromat fand? In der Logik derer, welche das Fallenstellen und heimliche Filmen bejahen, ist es ab sofort moralisch und demokratisch vertretbar, den politischen Gegner auch mittels junger Damen zu verführen, ihn zum Trinken zu verleiten und zu filmen, und das so lange und so oft, bis er etwas Verwerfliches sagt.
mehr:
- Verschwörungstheorien und Kompromat (Dushan Wegner, AchGut, 19.05.2019)
Mein Kommentar:
Abgesehen davon, daß sich der Artikel angenehm unaufgeregt liest, stolpere ich – natürlich – über den KGB-Jargon und über Vorgehensweisen á la sowjetischer Geheimdienst – als ob westliche Geheimdienste sowas nicht machen würden.
Nun gut, möglicherweise hat’s der KGB erfunden, aber ein Blick in die Artikel Church Committee, Operation Northwoods, Operation Moongoose oder Operation Ajax bei Wikipedia zeigt, daß die Amis zumindest gelehrige Schüler waren.
Den Unterschied zwischen den beiden Systemen sehe ich hauptsächlich in der Chance für die Bürger, nach 50-100 Jahren Akten zu Gesicht zu bekommen.
Das ist ja schon mal was! Zumindest gibt sich der Westen den Anschein, seine Geheimdienste zu kontrollieren…
Ich gebe es zu, eine böswillige Unterstellung: Die Sowjets waren/die Russen sind da ein bißchen primitiver unterwegs. Wenn man sich den Artikel über die Weißhelme bei Wikipedia aufmerksam durchliest, kommt man möglicherweise zu der Vermutung, die Briten könnten von vorneherein eine Propagandatruppe geplant haben. Wie schon einige Male gesagt, ich bin nicht Sherlock Holmes, aber es würde passen! 
Ich habe da einige Zweifel, daß, wenn Russland die Weißhelme gepimpt hätte, daß sich da ein russischer Roger Waters in Kaliningrad auf die Bühne stellen und den Mund aufmachen würde. Die Chance, daß er am nächsten Tag noch lebendig aufwachen würde, halte ich für recht gering.
Jeder Hansel, der heutzutage in den Medien gut dastehen (und – natürlich – Geld haben) will, packt sowas wie »Demokratie« oder »Menschenrechte« in seinen Namen. Die wären ja auch blöde, wenn sie sich »Anti-Assad« oder »fundamentalistisch« oder so ähnlich nennen würden.
Und der Westen unterstützt ab sofort nur noch oppositionelle Gruppen, die »demokratisch« sind, keinesfalls Frauen vergewaltigen und Kinder in Ruhe lassen. So ist der Leser beruhigt, die Grenzen sind klar abgesteckt, und laut UN-Resolution Nummer soundso ist alles geregelt.
Das Pech mit dem Nahen Osten: Da sind ganze Heerscharen von Leuten, die sich auf sowas wie »Rotes Kreuz« oder »Reporter« ein Ei pellen. Sobald die gecheckt haben, daß Krankenhäuser nicht angegriffen werden, stellen sie ihre MGs genau da auf. Und weil sie rausgekriegt haben, wie geil inzwischen das westliche Medien-Publikum auf eine gute Welt ist, werden deren Aufgeregtheits-Bedürfnisse entsprechend bedient!
Ich behaupe ganz einfach mal aus der Hüfte:
zwei Drittel der Vorkommnisse, die uns in den letzten 60 Jahren aufgeregt haben, waren False-Flag-Operationen. Punkt.
Der Westen hat noch einen weiteren Vorteil: Bei uns dürfen die Leute auf die Straße gehen und gegen Guantanamo oder den Vietnamkrieg protestieren. Doch da hat sich inwischen auch einiges geändert…
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Samstag, 18. Mai 2019

Antirussisch? Recherche überflüssig!

Die North-East-Antifa gehört zu den linken Gruppen in Berlin mit einer beachtlichen Kontinuität. Während viele Antifagruppen meistens nach wenigen Jahren wieder verschwinden, gibt es die NEA schon mehr als ein Jahrzehnt. Nun hat sie es gemeinsam mit einer Westberliner Antifagruppe sogar geschafft, in der New York Times erwähnt zu werden. Der Anlass war natürlich nicht die kontinuierliche "Antifa-Arbeit" der Gruppen, sondern die angebliche Unterstützung durch Russland.
So heißt es in der New York Times:
Ein Beispiel: Webseiten, die offenbar für zwei deutsche antifaschistische Gruppen, Antifa West Berlin und Antifa Nord Ost, werben, teilen sich einen Server, der von Hackern der russischen Regierung genutzt wird, die das National Committee der Demokraten während der Wahlen 2016 angegriffen haben. Die Registrierungsinformationen für eine der deutschen Seiten schließt eine anonymisierte E-Mail-Adresse mit ein, die auch für die Einrichtung russischer spearphishing-Seiten verwendet wurde.
New York Times

Von den deutschen "Qualitätsmedien" ungeprüft übernommen

Diese Behauptungen wurden ungeprüft und ohne mit den Antifagruppen auch nur in Kontakt getreten zu sein, von sogenannten deutschen Qualititätsmedien wie etwa dem DeutschlandfunkSpiegel OnlineFAZ übernommen.
An dem Spiegelbericht kann deutlich gezeigt werden, wie die hegemonialen Behauptungen von der allgegenwärtigen russischen Unterwanderungsstrategie kritische Berichterstattung verhindert. Schon in der Überschrift zum Bericht, wo es heißt, dass "der Kreml nicht nur die AfD - sondern auch lokale Antifa-Gruppen" unterstütze, wird etwas behauptet, was des Beweises bedarf. Der aber wurde nicht geliefert.
Was Deutschland betrifft, zeigt sich laut "New York Times" ein ungewöhnlicher Zusammenhang: Einerseits ist die Verbindung zwischen AfD und Russland bekannt. Andererseits unterstützt Russland offenbar auch linke Kräfte, wie die amerikanischen Journalisten recherchiert haben. So würden zwei lokale Gruppen, die "Antifa West Berlin" und die "Antifa Nord Ost", denselben Server nutzen, den auch die Hacker der russischen Regierung gebrauchen. Eine E-Mail-Adresse, mit der eine der Websites der Lokalgruppen registriert wurde, sei von russischer Seite ebenfalls eingesetzt worden, um an vertrauliche Daten zu gelangen. Bemerkenswert: Erst kürzlich riefen beide Seiten zu einer Anti-AfD-Demonstration auf.
Spiegel-Online
Nun hätte der Widerspruch, dass Russland neben der AfD und deren schärfste Gegner unterstützt, ja Anlass für eine Recherche sein können. Dann hätte natürlich die betroffene Gruppe selber mit den Vorwürfen konfrontiert werden müssen. Doch das wurde nicht gemacht. Die unbelegten Behauptungen wurden zu Tatsachen erklärt und noch mit dem Verweis auf die New York Times veredelt.
mehr:
- Wie schnell man zum russischen Agenten wird (Peter Nowak, Telepolis, 18.05.2019)
siehe auch:
Syrien-Nachrichten: Wem kann man noch glauben? (Post, 13.05.2019)
- Fake News – Stern vs. Blauer Bote (Post, 21.03.2017)
Forschungsarbeit: Meinungsmanipulationsstrategien in Frieden und Krieg (Jens Wernicke, Institut für Medienverantwortung, Juli 2009?)
Medien: intellektuelle Korrumpierbarkeit in Konfliktzeiten (Post, 31.12.2002)

Mein Kommentar:
Ich werde ja die Vorstellung nicht los, daß sich die Mainstream-Medien-Journalisten, bevor sie sich morgens an den Schreibtisch setzen, erstmal ihre Scheuklappen anlegen…

Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Start bei 2:02:59}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht 
"Der Staat - das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantworlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“.
Da ist ein Begriff wie „Deep State“ oder „Dualer Staat“ störend. Er legt nahe, dass es neben dem bekannten, demokratisch legitimierten Staat noch einen anderen gibt, der nicht gewählt wird, der sich selbst ermächtig, der eingreift, wann es passt. Aber wann? Wer bildet ihn? Was tut er? Wann tötet er? Warum liest man darüber so wenig? Und warum beschäftigen sich „seriöse“ Medien damit eigentlich überhaupt nicht? Medien, Politiker und Universitätslehrer verweisen den Begriff des „parallelen Staates" gerne in den Bereich der „Verschwörungstheorien“.
Und doch ist er real. In allen Staatsformen, aber insbesondere in der Demokratie, gibt es im Unterschied zum normativen Ideal die realpolitische Existenz eines „Machtstaates“ oder „Maßnahmenstaates“, des "Deep State". Auch akademische Politologen und Rechtswissenschaftler haben sich damit beschäftigt, ausnahmslos Personen, die sich mit dem Widerspruch zwischen Realpolitik einerseits und der Idee des liberalen Rechtsstaates andererseits beschäftigt haben. Sie haben erkannt: Der „Deep State" hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im „Grossraum“ zusammen.
Dementsprechend gibt es Länder, in denen der „Tiefe Staat“ Alltagswissen ist, z.B. die Türkei oder Italien. Dort ist die Realität des parallelen Staates so unübersehbar zutage getreten, dass auch Staatspräsidenten von ihm reden - müssen. Und es gibt Länder, in denen man in öffentlichen Ämtern nicht von ihm sprechen kann, ohne Reputation und Karriere zu riskieren.
Die staatstragenden Kräfte vieler Länder blenden diese Realität deshalb weiter aus. Oder sie versuchen es zumindest. Aber auch in diesen Ländern ist der „Deep State“ aktiv geworden. Nicht nur in Vasallenstaaten, sondern auch im Zentralreich des Hegemons selbst.
Anhand praktischer Beispiele legt der Journalist Dirk Pohlmann praktisch und theoretisch dar, was es mit dem "Deep State“ auf sich hat. Sein Vortrag ist eine Mischung aus staatsrechtlicher Analyse und Bericht, wann und wo der Deep State sichtbar geworden ist. Ein spannendes Thema, dessen Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Es ist besser, darüber Bescheid zu wissen, als nur die Konsequenzen verständnislos erleben zu müssen.
https://gruppe42.com/

»Eine Insel im roten Meer«: Leserbriefe zur 70-Jahr-Feier der alliierten Luftbrücke an die NachDenkSeiten

Der Beitrag “Eine andere Sicht auf die alliierte Luftbrücke. Zur 70-Jahr-Feier.” animierte diverse Leser, uns ihre Sichtweise der Ereignisse in Berlin vor 70 Jahren aufzuzeigen. Nachfolgend einige dieser Leserzuschriften. Es ist wirklich interessant, wie sich viele dieser Schilderungen von der offiziellen Darstellung unterscheiden und dass wie so oft im offiziellen Narrativ die Gründe fehlen, die zu dieser Krisensituation geführt haben. Zusammengestellt von Moritz Müller.
mehr:
- Leserbriefe zur 70-Jahr-Feier der alliierten Luftbrücke (NachDenkSeiten, 18.05.2019)
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Dokumentation über Berliner - Operation Luftbrücke - HD 2015 {44:18}

SonDoku
Am 21.03.2015 veröffentlicht 
Diese Dokumentation geht um die Berliner (Operation Luftbrücke)
(diese bedrohliche Musik…)

Churchill's Iron Curtain Speech - 1946 | Today In History | 5 Mar 17 {5:25 – Start bei 3:19}

British Movietone
Am 21.03.2015 veröffentlicht 
On March 5, 1946, Winston Churchill delivered his “Iron Curtain” speech at Westminster College in Fulton, Missouri, in which he said: “From Stettin in the Baltic, to Trieste in the Adriatic, an ‘iron curtain’ has descended across the continent, allowing police governments to rule Eastern Europe.”
t was a very big day in the history of Fulton, Missouri when President Truman and Winston Churchill paid their visit. During his address at Westminster College Mr Churchill spoke of the situation in Europe and the "iron curtain" which has descended between the east and west of the continent.
You can license this story through AP Archive: http://www.aparchive.com/metadata/you…
Find out more about AP Archive: http://www.aparchive.com/HowWeWork
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siehe auch:
- Karikatur „Der Auftritt in Fulton. Churchill und seine Vorgänger“ (Petra Mayrhofer, Demokratiezentrum Wien, undatiert)
- 70 (71!) Jahre Luftbrücken-Lügen / 70 Jahre Grundgesetz jetzt mit großen Lücken (barth-engelbart.de, 12.05.2019)
"Wir haben das falsche Schwein geschlachtet." Winston Churchill (angeblich) (Horst Schneider, falschzitate.blogspot.com, 16.05.2017)
Churchills Fulton-Rede war nach 1945 die erste offene Kampfansage an die UdSSR „Wir haben das falsche Schwein geschlachtet“ (Horst Schneider, RotFuchs, April 2016)
ZWEITER WELTKRIEG: »DAS FALSCHE SCHWEIN GESCHLACHTET« (Stefan Ziefle, marx21, 02.08.2015)
5. März 1946 - Die Rede Winston Churchills in Fulton - der Auftakt zum Kalten Krieg (Michael Forbrig, DDR-Kabinett-Bochum, 05.03.2012)