Donnerstag, 7. Mai 2020

Hypnosetag 98: Leserbriefe, Wissenschaftliche Unabhängigkeit und Wodargs Autobahn


Am 2. Mai haben die NachDenkSeiten den Text „Covid-19 – ein Fall für Medical Detectives“ von Wolfgang Wodarg veröffentlicht. Sehr rasch haben viele Leserinnen und Leser darauf reagiert. Zahlreiche Leserbriefe bringen eine positive Reaktion über die Veröffentlichung zum Ausdruck. Es gibt aber auch viele inhaltlich kritische Stimmen. Für die eingereichten Leserbriefe bedanken wir uns. Es folgen einige der Zuschriften. Nach Meinung der Redaktion wird an dieser Leserbrief-Zusammenstellung beispielhaft sichtbar, wie sinnvoll die Entscheidung der NachDenkSeiten ist, divergierende Meinungen und Ansichten zur Sprache zu bringen. Zusammengestellt von Christian Reimann.
Warum schreibt Herr Wodarg diesen Artikel? Meine Kenntnisse in Medizin sind beschränkt, die eines Laien. Also frage ich: Will er den Menschen helfen? Seine Mediziner-Kollegen auf Fehler hinweisen, um Menschen zu helfen? Würde er das wollen, publizierte er nicht bei den Nachdenkseiten, Telepolis etc.! Eine medizinische Fachzeitschrift wäre da eher sinnvoll. […] Dieser sogenannte peer review-Prozess ist nicht perfekt, aber weitgehend praktiziert und mehr oder weniger akzeptiert.
[Zitat aus dem ersten Leserbrief]

eine mögliche Antwort der Herren Aderhold und Lehmkuhl (s.u.): 

Ein Drittel der Firmenstudien zu Antidepressiva in den USA blieben unveröffentlicht und verfälschten somit die Effektstärke der Antidepressiva […]
Unabhängigkeit der Publikationen
die Kontakte zwischen den Unternehmen und Forschern sind inzwischen so beherrschend, dass das hochrenommierte New England Journal of Medicine auf seine Forderung verzichten musste, dass die Autoren, die klinische Studien beurteilen, keine finanziellen Verbindungen zu den Firmen aufweisen, deren Medikamente bewertet wurden. (Drazen und Curfman 2002). Die Zeitschrift fand einfach nicht mehr genug unabhängige Experten. Der neue Standard ist nunmehr, dass Verfasser solcher Juden Artikel nicht mehr als $ 10.000 von den Firmen erhalten dürfen, deren Arbeit sie beurteilen. Viele sehen darin einen nicht akzeptablen Kompromiss, als Evidenz dafür, dass das wissenschaftliche Establishment korrumpiert ist durch Voreingenommenheit und Interessenkonflikte.
Ghost writing
Ca. 50 % der Artikel in hochrangigen wissenschaftlichen Journalen werden durch Ghostwriter geschrieben, die vermutlich von der Pharmaindustrie bezahlt werden. […]
[V. Aderhold, D. Lehmkuhl, Material zum Verhältnis Psychiatrie und Pharmaindustrie, in: Der Mast muß weg, 1/2008, Hervorhebungen durch die Verfasser, PDF, S.4, 3. u. 4. Absatz – sehr lesenswert! – Der letzte Satz bezieht sich auf Pkt. 196 des Berichtes des britischen Unterhauses 2004] 
Ghost Management 75 % der Publikationen industriegesponsorter Medikamentenstudien in Dänemark haben geheim gehaltene Autoren, so eine dänische Untersuchung. Diese Autoren arbeiten für sog. MECC = Medical Education and Communication Companies, die für das Verfassen, Einreichen und Revidieren wissenschaftlicher Artikel unter Vertrag genommen werden. Heute werden vermutlich 40% aller zu spezifischen Medikamenten publizierten Artikel von solchen Organisationen geschrieben und ge¬managed. Dadurch werden auch systematische Reviews und Metaanalysen, die alle publizierten Studien auswerten, maßgeblich von diesen Publikationen beeinflusst. Das Verfahren des Peer Reviewing wissenschaftlicher Journals kann diese Einflussnahme nicht eindämmen oder kontrollieren. Es ist kein ausreichendes System zur Qualitätskontrolle. (aus: S. Sismondo: Ghost Mangement: How Much of the Medical Literature is Shaped Behind the Scenes by the Pharmaceutical Industry, wwww.plosmedecine.org- Sept 2007 /Vol 4/Issue 9/e286)
[V. Aderhold, D. Lehmkuhl, Material zum Verhältnis Psychiatrie und Pharmaindustrie, in: Der Mast muß weg, 1/2008, Hervorhebungen durch die Verfasser, PDF, S. 4/5]
mehr:
siehe auch:
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Universitätsprofessor stellt Lockdown in Frage {5:35}
NuoViso.TV
Am 07.05.2020 veröffentlicht 
Stefan Homburg ist Professor für Öffentliche Finanzen und Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen der Leibniz Universität Hannover. -------------------------------------------------------------------------------- Unterstütze unsere Arbeit, damit wir auch weiterhin gegen den Strom schwimmen können:
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zur Entwicklung in Singapur:
Bestätigte Fälle [COVID-19-Pandemie in Singapur, Statistiken, Wikipedia 

abgerufen am 13.05.2020 von Ministry of Health, Stand: 08.05.2020]
dazu auch noch einige Meldungen:
- Covid-19 in Singapur: Die zweite Welle (Arte, 22.04.2020 – Video nicht mehr verfügbar) 
Der Schrecken unserer Tage hat die Form eines Kamelrückens: ein Höcker – ein Tal – ein zweiter Höcker. Geschwungen wie die Silhouette des Wüstentiers: So steigen die Krankenzahlen in der epidemischen Welle von Covid-19 an. Gebannt schauen Politiker, Wirtschaftslenker und alle der Ausgangssperre Überdrüssigen auf die herbeigesehnte, nun endlich einsetzende Abflachung der Kurve. "Die tiefgreifenden Einschränkungen im alltäglichen Leben zeigen offenbar die erhoffte Wirkung", schreiben Forscher der Max-Planck-Gesellschaft in einer neuen Studie. In Deutschland geben die täglichen Fallzahlen Grund zum Optimismus." Die seit dem 22. März geltenden Ausgangsbeschränkungen zeigen die erhoffte Wirkung. "Den Modellrechnungen zufolge sollten die Fallzahlen in etwa zehn Tagen so gering sein, dass die Kontaktsperre gelockert werden könnte", frohlocken die Wissenschaftler. […]
Bevor wir die Frage mit einem allzu beherzten Ja beantworten und vom ersten Kamelhöcker mit gar zu viel Schwung hinuntergleiten, sollten wir den zweiten Höcker etwas genauer zu betrachten. Denn der ist ein alter Bekannter aus vergangenen Epidemien: Die verfrühte Lockerung, die übereilte Rückkehr zum normalen Leben zieht die zweite Welle der Erkrankungen nach sich. Eine, die oft schlimmer und tödlicher verläuft als die erste. Es ist der Albtraum nach dem Schrecken. Auch in China weiß man das, weshalb die Kontaktsperre in Wuhan nun stellenweise wieder verschärft wird. Aber auch hierzulande sind die Bedingungen für einen solchen zweiten Anstieg leider ideal: Die Maßnahmen gegen Covid-19 beginnen zu greifen, während es draußen sonnig und warm wird – was das Virus zwar nicht stoppt, aber womöglich behindert. Das Ergebnis unserer Bemühungen im Kampf gegen den Erreger fällt dadurch umso eindrucksvoller aus – scheinbar: Das Leben ist schön. Es kehrt in seine normalen Bahnen zurück. Wir wiegen uns in Sicherheit. Dann kommt der Herbst. Und das Virus wütet aufs Neue. Das wäre der Preis für zu viel Normalität. Aber ist nicht wenigstens ein wenig Normalität möglich? Was genau ist eigentlich zu viel?
Inzwischen haben wir mit Covid-19 unsere Erfahrungen gemacht. Wir haben gelernt, wie schwer es ist, der Ausbreitung des Erregers mit maßvoll dosierten Maßnahmen Herr zu werden. Zwei Strategien haben sich bisher in der Praxis (also nicht allein in Rechenmodellen, die mit Annahmen nur so gespickt sind) als tragfähig erwiesen: erstens das sofortige Hineingrätschen in beginnende Infektionsketten, auf der Basis umfassender Überwachung, großflächiger Tests und sofortiger Isolierung aller Kontaktpersonen eines Infizierten. Zweitens die drakonische Ausgangssperre. Das blitzschnell geführte Skalpell gleich zu Beginn – oder die große Keule danach. Strategien zwischen diesen Extremen, die sich im Einsatz bewiesen hätten: Fehlanzeige.
Die erste Lehre daraus lautet: Erst, wenn Covid-19 in Deutschland nicht nur zurückgedrängt, sondern wirklich besiegt ist, können wir darüber nachdenken, die Zügel richtig locker zu lassen. Erst, wenn wir uns die Chance auf einen Neuanfang erarbeitet haben und der Epidemie gegenüberstehen wie fast am ersten Tag. Nur dass wir für die zweite Runde besser vorbereitet sein müssen. Denn das ist die zweite Lehre: Ohne schnelle Kontaktverfolgung lässt sich eine erneute Ausbreitung des Coronavirus nicht aufhalten. Das zeigen die Erfahrungen in Taiwan, Südkorea und Singapur, die nun auch theoretisch unterfüttert sind. Ob wir aus dem beschränkten ins pralle Leben zurückkehren dürfen, entscheidet sich also nicht nur an Fallzahlen, Verdopplungszeiten und anderen Eckdaten der epidemischen Ausbreitung. Sondern auch am Zustand unseres Instrumentariums zur Früherkennung. Eines komplexen, technologiebasierten Systems, von dessen Notwendigkeit wir vor kurzem noch nicht einmal etwas ahnten.
[Florian Harms, Die Gefahr der zweiten Welle, t-online.de, 09.04.2020]
mein Kommentar zum Artikel von Florian Harms:
»Der Schrecken unserer Tage hat die Form eines Kamelrückens«
Liest sich wie ein »Was bisher geschah« aus einem Groschenroman. billig!
Das ist also das Material, mit welchem Otto Normalbürger täglich berieselt wird.
Das ist also der Grund, weshalb Söder so hohe Beliebtheitswerte hat!
Und die gleiche Logik, die hinter diesem Text steht, wird uns täglich aus allen Mainstream-Medien vorgebetet: Wenn wir nicht aufpassen, kommt die zweite Welle, und die ist noch schlimmer! 
Woher weiß Harms, daß eine verfrühte Lockerung die zweite Welle nach sich zieht? 
Wann immer man nach einer Begründung für diese Warnung fragt, landet man bei der Spanischen Grippe vor hundert Jahren, die in drei Wellen auftrat
Die Autoritäten seien „wahnsinnig kühl“ mit dem Ausbruch umgegangen, wundert sich Kolumnist Jan Fleischhauer im Focus-Podcast „The Curve. Die Pandemie sei fatalistisch als ein Naturereignis, angesehen und „aus unserem kollektiven Gedächtnis total gelöscht“ worden.

Sein Co-Podcaster Jakob Augstein hat dafür auch eine Erklärung: „Die Zeit vor dem Internet und die nach dem Internet lassen sich nicht mehr vergleichen“, die Öffentlichkeit habe sich massiv verändert. Zudem habe sich in den vergangenen fast 50 Jahren eine ganz andere „hedonistische Mobilitätsgesellschaft“ herausgebildet. Es sei für Millionen Deutsche normal, ins Ausland zu verreisen. Das Leben eines Durchschnittsdeutschen Ende der 1960er-Jahre sah anders aus als heute. Somit seien die Deutschen etwa in Hinblick auf ihre Urlaubsplanungen derzeit „de facto anders eingeschränkt in ihrer Freiheit“ als damals.

Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe ebenfalls über die schwerste Grippe, die Deutschland in der Nachkriegszeit traf. Die Hongkong-Grippe mit der Bezeichnung A1/1968 H3N2 sorgte dafür, dass im Winter 1969/70 Schulen geschlossen wurden und in manchen Wirtschaftsbereichen die Produktion heruntergefahren wurde - jedoch zumeist nur als Reaktion auf einen Ausbruch in dem Betrieb oder in einer Schule. Nicht präventiv aus Gesundheitsvorsorge.

Die Zustände in den Kliniken seien teilweise verheerend gewesen. Es mussten Notbetten aufgestellt werden, teilweise lagen Erkranke auf Fluren und in Badezimmern. In West-Berlin herrschte ein Bestattungsnotstand, berichtet der Spiegel. Särge mussten in Gewächshäusern des Gartenbauamts Wedding oder in der Wilmersdorfer Bezirksgärtnerei gelagert werden.

Hongkong-Grippe in München: Kliniken „randvoll belegt“

Auch in München seien alle Kliniken „randvoll belegt“, meldete das Münchner Krankenhausreferat damals. Rund 30 Prozent der Schwestern erkrankten und fielen aus. Zustände, die an gegenwärtige Bilder aus italienischen Kliniken erinnern - und Deutschland ohne Shutdown möglicherweise auch beim Coronavirus gedroht hätten.
 
Politiker reagierten empathielos auf die Hongkong-Grippe – man setzte auf Herdenimmunität

Wissenschafts- und Medizinhistoriker wie David Rengeling, Malte Thießen oder Wilfried Witte recherchierten, wie die Bundesrepublik mit dem damaligen Ausbruch umging. Ihr Ergebnis ist erschütternd: Politiker und Behörden hätten mit einer erstaunlichen Empathielosigkeit reagiert.

Mehr noch: Bereits rund zehn Jahre zuvor, im Jahr 1957, wütete die Asiatische Grippe A/Singapore/1/57 in Deutschland. Obwohl auch daran etwa 30.000 Menschen in der BRD starben, war das Gesundheitssystem nur schlecht auf eine neue Pandemie vorbereitet. Thießen und Rengeling beurteilen das sogar als "Fahrlässigkeit", die vielen Tausenden das Leben kostete. 
Damals setzte die Politik auf Herdenimmunität*. Es gab keinen Shutdown des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens*. Ausgestanden war die Hongkong Grippe in Deutschland erst im Winter 1970. Bis dahin hatte eine ausreichend große Bevölkerungszahl mittlerweile Antikörper entwickelt und war immun. Die Ausbreitung des Virus wurde gestoppt.  
[Marel Görmann, „Aus kollektivem Gedächtnis total gelöscht“: 50.000 starben in BRD an Pandemie – die Politiker reagierten ganz anders, 27.04.2020]
mein Kommentar:
Mir ist die »Empathielosigkeit der 50er/60er lieber als die angebliche Überfürsorglichkeit der Jahre 2010-2020!
Wenn da nicht ganz andere Dinge eine Rolle spielen…

Fallzahl-Statistik zu  Singapur:

Bestätigte Fälle [COVID-19-Pandemie in Singapur, Statistiken, Wikipedia 

abgerufen am 13.05.2020 von Ministry of Health, Stand: 08.05.2020]

Fallzahl-Statistik zu Singapur:
Wie auch immer man obiges Bild der Statistik in Singapur interpretiert: Der Schluß auf eine zweite Welle läßt sich daraus keinesfalls ableiten.

Coronavirus ein Riesenfake - Krieg gegen die Bürger - Eva Herman im Gespräch mit Dr. Wolfgang Wodarg {29:03 – Start bei 5:39
- Eva Herman: »Es hieß ja erst ›das neuartige Corona-Virus‹, und jetzt wird es Covid-19 genannt«…}
Dr. Macramee Die Andere Sicht
Am 17.03.2020 veröffentlicht
Die ganze Welt steht still, Flugzeuge bleiben am Boden, Züge und Schiffe fahren nicht mehr, Fabriken schließen die Tore, Produktionsbänder stehen still. Menschen werden gezwungen, das Haus nicht zu verlassen, viele können nicht zur Arbeit, die Autos bleiben in der Garage, Restaurants, Bars, Cafes weltweit geschlossen.
Doch wie gefährlich ist das Coronavirus wirklich? Ist die Panik von Politik, Medien und Medizin gerechtfertigt?
Viele Forscher, Mediziner, Virologen, Epidemiologen warnen, schlagen Alarm. Doch ein Experte wagt es, die durch Propaganda gesteuerte Schweigemauer zu durchbrechen.
Wolfgang Wodarg aus Flensburg ist ein erfahrener Lungenfacharzt und Seuchenexperte. Er arbeitete viele Jahre an Akademien für öffentliches Gesundheitswesen, für Arbeitsmedizin. Als Stipendiat für die Fachbereiche Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der John Hopkins University, Baltimore, aber auch als Dozent und Mitarbeiter an Unis und Hochschulen hatte Wodarg tiefe Einblicke in das politisch korrekte Mainstream-Medizin-System erhalten. Er arbeitete als Schiffsarzt, Hafenarzt, seine Fachgebiete: Innere Medizin, Hygiene und Umweltmedizin. Wodarg saß im Bundestag und im Europarat, Fachthemen hier: Ethik und Recht der modernen Medizin. Bis heute ist er Vorstand bei Transparency International.
Ein hochspannendes Interview, das die Journalistin Eva Herman mit Dr. Wolfgang Wodarg führt.  
(das Interview stammt wahrscheinlich vom 17.03.2020)
mein Kommentar:
Diese Frau macht mich krank! Sie ist anscheinend unfähig, sprachlich sauber und logisch Sachverhalte wiederzugeben, sprachlich sauber voneinander zu trennen  oder miteinander zu verbinden!
zur Nomenklatur:
Der Name des Virus lautet SARS-CoV-2 und gehört zur Familie der Corona-Viren.
Die durch dieses Virus hervorgerufene Erkrankung (und NICHT das Virus selbst!) wird Covid-19 genannt (von Corona-Virus-Disease 2019)
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SARS-Corona 2: »Wir brauchen eine Herden-Immunität und keine Ausgangssperre« {29:14}
VitalstoffBlog
Am 22.03.2020 veröffentlicht 
Virologin Prof. Dr. Karin Moelling im Interview zu Sinn und Unsinn unterschiedlicher Schutzmaßnahmen und die generelle Gefährlichkeit des neuartigen Coronavirus Covid-19. Die Chinesischen Zahlen lassen sich nicht auf Europa übertragen. Ohne Herdenimmunität in der Bevölkerung ist die Wiederholung der Epidemie wahrscheinlich. Hygienemaßnahmen und Verzicht auf Mobilität sei ausreichend, wenn Alte und Menschen mit Vorerkrankungen vor Kontakt mit dem Virus geschützt werden. Eine Ausgangssperre hält die Wissenschaftlerin, die unter anderem auch das World Economic Forum in Davos beraten hat, für kontraproduktiv und gefährlich.
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Mittwoch, 6. Mai 2020

Fernsehempfehlung: »Diplomatie«

DIPLOMATIE (ein Film von Volker Schlöndorff) | im kult.kino Basel {2:06}

kultkino Basel
Am 01.09.2014 veröffentlicht 
In der Nacht vom 24. auf den 25. August 1944 liegt das Schicksal der französischen Hauptstadt Paris in den Händen des deutschen Generals von Choltitz. Doch der deutsche Stadtkommandant steht vor einer moralischen Zwickmühle: Soll er, wie von Hitler befohlen, die Stadt um jeden Preis verteidigen und wenn nötig, ganz Paris durch Minen und Bomben in Asche legen? Oder soll er doch kapitulieren, tausende Menschen vor dem Tod retten sowie die historische Architektur der französischen Hauptstadt verschonen? Der deutsche General kämpft mit seinem Gewissen und der schwedische Generalkonsul Raoul Nordling versucht mit allen diplomatischen und rhetorischen Mitteln, die Stadt vor der Zerstörung zu bewahren.
Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Cyril Gély inszeniert Volker Schlöndorff ein psychologisch ausgefeiltes Duell der Worte zwischen zwei völlig gegensätzlichen Charakteren und kreiert ein intelligentes und fesselndes Kammerspiel zwischen Realität und Fikition.
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Raoul Nils André Nordling (* 11. November 1882 in Paris; † 1. Oktober 1962 in Neuilly-sur-Seine[1]) war ein schwedischer Diplomat und Geschäftsmann. Er besuchte das Pariser Traditionsgymnasium Lycée Janson de Sailly und trat in die Firma seines Vaters ein. Von ihm übernahm er auch das Amt des Generalkonsuls.[2]
Bekannt wurde Nordling durch seine Vermittlung zwischen der französischen Résistance und dem deutschen Stadtkommandanten General Dietrich von Choltitz im Jahr 1944. Nordling war damals Generalkonsul Schwedens in Paris.
Das Ergebnis der Verhandlungen war, dass die von Adolf Hitler befohlene Zerstörung von Paris verhindert werden konnte.[3] Für seine Verdienste wurde er 1949 mit dem Croix de Guerre[4] und 1958 mit dem Großkreuz der Ehrenlegion[5] ausgezeichnet.
[Raoul Nordling, Wikipedia, abgerufen am 06.05.2020]
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heute noch in der Arte-Mediathek
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Hypnosetag 97: Datensammelwut



Während die Aufmerksamkeit auf den Immunitätsnachweis gerichtet ist, plant Spahn mit seinem zweiten Pandemieschutzgesetz unverhältnismäßige Grundrechtseingriffe. Der fleißige Herr Spahn – Mit Vollgas gegen den Datenschutz – Teil 4


Noch vor einigen Wochen hatte der Bundesgesundheitsminister die Bedeutung des rechtsstaatlichen Verhältnismäßigkeitsprinzips hervorgehoben. Auf die Frage von ARD-Moderator Zamperoni, ob man nicht besser den Karneval abgesagt hätte, entgegnete Spahn [1]: "Die Frage ist natürlich immer auch die der Verhältnismäßigkeit."

Das war Ende Februar. Jetzt muss sich der Bundesgesundheitsminister den Vorwurf gefallen lassen, bei seiner Sammelleidenschaft für Gesundheitsdaten jedes Maß zu verlieren. Dabei geht es um den Entwurf eines zweiten Pandemieschutzgesetzes, den Spahn letzte Woche auf einer Pressekonferenz vorgestellt hat und über den der Bundestag am 07. Mai berät.

Das "nötige Augenmaß" fehlt, kritisiert Ulrich Kelber den Gesetzesentwurf. Die Liste der Kritikpunkte in der Stellungnahme des Bundesdatenschutzbeauftragten ist lang: fehlende Erforderlichkeit, fehlende Verhältnismäßigkeit der Datensammlung, fehlende Begründungen für Grundrechtseingriffe und vieles mehr. Kelbers Gesamturteil:

Insgesamt tragen die vorgesehenen Regelungen der Bedeutung des Datenschutzes als Schutz des Grundrechts der Bürgerinnen und Bürger auf informationelle Selbstbestimmung nicht gebührend Rechnung.
Ulrich Kelber
Worum geht es konkret? Der Entwurf eines Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite sieht eine erhebliche Ausweitung der im Infektionsschutzgesetz (IfSG) vorgesehenen Meldepflichten vor.

mehr:
- Corona-Krise: Spahn will auch Daten von Nicht-Infizierten (Brigitta Engel, Telepolis, 06.05.2020)
siehe auch:
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Das Netzwerk-Durchsetzungsgesetz: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!



Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte über Meinungsfreiheit in der Neuen Normalität. Die ersten Folgen lauteten Der Lockdown und die Tagesschau und Die Tribute von Coronam.

Das letzte der drei Interviews zum Lockdown, die ich dem Onlinemagazin Punkt.Preradovic gab, erreichte in Windeseile über 150.000 Aufrufe, wurde dann aber von Youtube gelöscht, da es gegen die Richtlinien verstoße. Gegen welche Richtlinie genau und inwiefern teilte man Punkt.Preradovic nicht mit. Während wir noch nach der Ursache fahndeten, schrieb uns Wulf Rohwedder, der im „Faktencheck“ eine meiner Aussagen in ihr Gegenteil verkehrt hatte und das später korrigieren musste.

Rohwedder gab an, die Löschung des Interviews auf Youtube erwirkt zu haben, weil darin „mehrfach die Unwahrheit“ gesagt werde, außerdem drohte er für den Fall, dass die Aufzeichnung wieder hochgeladen werde, mit rechtlichen Schritten – er habe die Angelegenheit inzwischen Anwälten und Strafverfolgungsbehörden übergeben. Welche meiner sorgfältig belegten Aussagen unwahr seien, ließ Rohwedder offen. Vermutlich ist der NDR auf seinen Rufmordversuch ebenso hereingefallen wie zahlreiche Leser, die sich in meiner Inbox beschwerten, warum ein Universitätsprofessor solchen Nonsens verbreite. Gestern hat mich der NDR übrigens auf der Samstags-Demo in Hannover interviewt.

mehr:
- Die Früchtchen der Netzwerk-Durchsetzung (Stefan Homburg, AchGut, 03.05.2020)
siehe auch:
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Hypnosetag 97: Aneinander-vorbei-Reden, Desorientierung und Überdruß


Corona bedeutet im poetischen Sinne Krone, Kranz, verstanden als Auszeichnung, als Schmuck. Im gesellschaftlichen Sinne bedeutet Corona Versammlung und im militärischen Verständnis versteht man unter Corona eine Einschließungslinie. Nimmt man diese doch sehr verschiedenen Bedeutungen zum Ausgangspunkt, hat man schon eine gute Basis, um das Thema vielseitig anzugehen.

Der Kapitalismus ist der Wirt, COVID-19 nur (s)ein Gast.

Man kann nach über vier Wochen Pandemie-Erfahrung nicht behaupten, es gäbe zu wenig Informationen über das, was es mit dem Virus COVID-19 auf sich hat, wie man sich schützen kann, was mit der Bekämpfung der Pandemie wenig bis gar nichts zu tun hat. Auch der mancherorts erhobene Vorwurf, es gäbe zu wenig Gegenstimmen zur offiziellen Linie, ist nicht haltbar, da immer mehr Menschen den öffentlich-rechtlich-privaten Mediensektor schon lange nicht mehr als die einzige Informationsquelle nutzen.

Dennoch formieren sich in diesem Meinungskampf scheinbar zwei Lager, die im Großen und Ganzen die Konfliktlinien kondensieren: Es gehe um Drosten versus Wodarg. Prof. Drosten, Institutsdirektor der Charité in Berlin, steht für die offizielle Linie der Bundesregierung. Dr. Wodarg steht für eine regierungskritische Haltung und betont dabei, dass viel zu oft „Sekundärinteressen aus Wirtschaft und/oder Politik“ im Spiel sind. Der folgende Beitrag möchte diese Spielfeldmarkierungen ignorieren.

Wahrscheinlich geht es vielen so: Man blickt nicht mehr durch, je mehr Meinungen, Standpunkte, Blickwinkel dazukommen. Vor lauter Wald sieht man überall nur noch Bäume und verliert den Überblick … und den (roten) Faden. Nicht wenige steigen aus, wollen nichts mehr hören, sind aber auch der „Streitkultur“, dem aneinander vorbei Reden, überdrüssig.

mehr:
- Einige Überlegungen zu Corona und den „Nebenwirkungen“ (Wolf Wetzel, NachDenkSeiten, 06.05.2020)
siehe auch:
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Hypnosetag 97: »Wirrkopf« Rainald Becker verbreitet sein Herzensanliegen in den Tagesthemen vom 06.05.2020

SO NICHT, liebe ARD!!! {14:40}

Gunnar Kaiser
Am 08.05.2020 veröffentlicht 
Wie soll die neue Normalität nach Corona denn aussehen?
Ich stelle fünf Gesellschaftsutopien verschiedenster Couleur vor.
Quelle:
Tagesthemen vom 6. 5. 2020 www.youtube.com/watch?v=16m0mpfQYQc
Aufruf in Le Monde: https://www.lemonde.fr/idees/article/...
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siehe auch:
Ihr Fokus: Nachrichtensendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – ob Tageschau oder Panorama, sie nehmen verschiedene Formate unter die Lupe. Ihre Kritik: Einseitige, unausgewogene, tendenziöse, manipulative, desinformative Berichterstattung – wichtige Ereignisse werden weggelassen, andere falsch dargestellt oder durch die Nutzung bestimmter Begriffen schon eine Deutung nahegelegt. Ihr Mittel: Öffentliche Programmbeschwerden – eine im Rundfunkstaatsvertrag festgelegte formelle Beschwerdemöglichkeit.
Dafür arbeiten sie sechs bis acht Stunden, manchmal auch zehn Stunden am Tag. Möglich ist das für Klinkhammer und Bräutigam, da sie beide Rentner sind. Als Maren Müller den Verein startete ging sie gerade keiner Erwerbsarbeit nach. Die 50 ordentlichen Mitglieder des Vereins blieben „leider sehr passiv“, sie machte die Hauptarbeit. Seit ihrem neuen Job kann sie das Arbeitspensum für Blog und Verein kaum mehr leisten. Die Aufgaben von Müller, Klinkhammer und Bräutigam bestehen darin, Sendungen anzusehen, danach weitere Quellen zu recherchieren und darüber zu schreiben. Sie verfassen Programmbeschwerden, mittlerweile haben sie über 400 eingereicht. Bisher wurden alle abgelehnt. Auch auf die Ablehnungen antworten sie wieder.
Ihre Artikel veröffentlichen sie auf dem Blog der Publikumskonferenz, Klinkhammer und Bräutigam haben bedienen außerdem monatlich ihre Kolumne „Wunderlampe“ bei Rubikon. Manche ihrer Texte landen auf den Nachdenkseiten, andere werden bei RT Deutschland veröffentlicht. Mit dem russischen Sender in Verbindung zu stehen, macht Klinkhammer nichts aus. Er sagt, er würde seine Texte auch bei der Bild Zeitung veröffentlichen, wenn sie das wöllte. Wichtiger als die Plattform ist ihm, dass ihre Artikel viele Menschen erreichen. Daher auch die Sprache: Bräutigam werden oft seine derben oder harschen Formulierungen vorgeworfen. Er findet, man solle die Sachen sagen, wie sie sind. Außerdem würden eben viele Menschen so eine Sprache sprechen und nur wenn man diese vielen Menschen erreiche, könne sich überhaupt etwas ändern.
Ändert sich denn etwas? Der Eindruck der drei Medienkritiker_innen ist, dass die öffentliche-rechtlichen Nachrichtensendungen „immer schlimmer, immer dreister“ werden. Sie glauben, dass sie zu dritt „nicht gewinnen können“, haben nicht die Erwartungen, dass ihre Programmbeschwerden wirklich etwas am Programm ändern. Sie verstehen ihre Arbeit als Aufklärung. Sie schreiben für die Netzöffentlichkeit, für das interessierte Publikum – immerhin, bis zu 30.000 Menschen klicken ihre Artikel an. Müller meint, man könne zwar nichts Großes ausrichten, aber immerhin stören – wie eine Mücke im Schlafzimmer! Immerhin: Einmal musste Thomas Roth sich aufgrund einer Programmbeschwerde öffentlich entschuldigen.
Auch innerhalb der Öffentlich-Rechtlichen rumort es. Einige Mitarbeiter_innen freuen sich über die Programmbeschwerden ihrer ehemaligen Kollegen. Mittlerweile arbeiten die meisten Journalist_innen als Freie und in solch prekären Verhältnisse wage es keiner mehr, sich selbst kritisch zu äußern. In früheren Zeiten sei das noch gegangen, als Festangestellte konnte man interne Kritik äußern.
[Sevda Can Arslan, Die Mücke im Schlafzimmer – Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus der Zivilgesellschaft, Media Future Lab, 21.06.2020]
ein eindrucksvolles Beispiel, was sich Nachrichtensprecher im Öffentlich-Rechtlichen inzwischen erlauben können:

Uli Gellermann: Ab heute wird zurückgeschossen - ZDF beginnt 3. Weltkrieg {13:54}

weltnetzTV
Am 09.04.2019 veröffentlicht 
Am 4. April 2019 hat Claus Kleber im ZDF heute-journal den 3. Weltkrieg ausgerufen. In seiner Ansprache schockte er die Zuschauer mit den Worten:
„Guten Abend, zu Wasser und zu Luft sind heute Nacht amerikanische, deutsche und andere europäische Verbündete unterwegs nach Estland, um die russischen Verbände zurückzuschlagen, die sich dort wie vor einigen Jahren auf der Krim festgesetzt haben.“
Erst nach einer Kunstpause löste Kleber das Horrorszenario auf und erklärte, es handele sich „nur [um] eine Vision. Aber eine realistische“. Anlass für diesen Tiefpunkt des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks war der 70. Jahrestag der NATO-Gründung. Claus Kleber wollte offensichtlich für die NATO werben und die Zuschauer eindringlich von der Notwendigkeit des (Angriffs-)Bündnisses überzeugen. Somit erfand er einen Feldzug deutscher Soldaten zusammen mit der NATO gegen Russland.
weltnetz.tv sprach mit Uli Gellermann (Journalist und Filmemacher) über diese geschmacklose Entgleisung sowie Verletzung der journalistischen Standards im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und warum sie in den deutschen Medien totgeschwiegen wird.

Endlich: Die Gniffke-Truppe wird von Bräutigam und Klinkhammer ordentlich abgewatscht (Post, 19.05.2018)
- Tagesschau 1944-2014: 70 Jahre antirussische Hetze (Propagandaschau, 05.05.2014)



Montag, 4. Mai 2020

Hypnosetag 95: Gebetsmühlen und Virencocktail



Die Bundesregierung und ihre Berater predigen gebetsmühlenartig: „Wir stehen erst am Anfang der Epidemie.“ Sie tun dies, obwohl seit Wochen ein anhaltender Rückgang bei den gemeldeten Zahlen an Neuansteckungen erkennbar ist. Dieser begann wahrscheinlich bereits vor dem verhängten Lockdown. Für den früheren Vorsitzenden der Europäischen Region des Internationalen Verbands der Epidemiologen, Ulrich Keil, zeigt sich hier ein saisontypisches Phänomen. Nach epidemiologischen Studien klingen Coronaviruswellen im April ab. Im Interview mit den NachDenkSeiten meldet er Zweifel an, dass es mit SARS-CoV-2 diesmal ganz anders kommt. Mit ihm sprach Ralf Wurzbacher.

Zur Person: Ulrich Keil, Jahrgang 1943, war Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster, arbeitete über Jahrzehnte als Berater der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und fungierte bis 2002 als Vorsitzender der Europäischen Region der International Epidemiological Association (IEA), des Weltverbands der Epidemiologen.

Herr Keil, die mangelnde Aussagekraft der vom Robert Koch-Institut (RKI) täglich veröffentlichten Fallzahlen der positiv auf das SARS-CoV-2-Virus Getesteten ist auf den NachDenkSeiten wiederholt problematisiert worden (vgl. z. B hier und hier). Nun gehen diese Zahlen seit mehreren Wochen tendenziell nach unten und bewegen sich inzwischen stabil unter dem Niveau von 2.000. Am Samstag zählte das RKI sogar erstmals unter 1.000 Fälle, wobei die fraglichen Neuinfektionen mitunter schon vor zwei Wochen erfolgten. Wie interpretieren Sie als Epidemiologe diesen Verlauf?
Die Entwicklung deckt sich mit den Verlaufsdaten, wie wir sie bereits von den bisher bekannten Coronaviren kennen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass der Peak, also der Höhepunkt des Infektionsgeschehens, sich über die Monate Januar und Februar erstreckt. Ende März gehen die Zahlen dann schon deutlich zurück und bis Ende April, Anfang Mai klingt die Ausbreitung des Virus ab. Es ist möglich, dass ein genetisch leicht verändertes Coronavirus im nächsten Herbst oder Winter wieder kommt. Das erleben wir alljährlich auch bei anderen Erregern der Grippe oder grippeähnlicher Erkrankungen.

Wie ist es zu erklären, dass diese Viren, also die bislang bekannten Corona- oder auch Influenzaerreger, irgendwann im Frühjahr einfach abtauchen?
Eine endgültige Antwort auf diese Frage kann die Wissenschaft bis dato nicht geben, aber es gibt natürlich Erklärungsansätze. Es wird angenommen, dass das Immunsystem der Menschen mit den höheren Temperaturen und der intensivierten Sonneneinstrahlung gestärkt wird. Eine Rolle könnte auch die erhöhte UV-Strahlung spielen oder die Tatsache, dass man sich wieder vermehrt im Freien aufhält. Die Verbreitung von Viren wird in abgeschlossenen Räumen begünstigt. Wahrscheinlich ist, dass die Erreger einfach auf mehr Widerstandskraft stoßen, weil sich eine Herdenimmunität gebildet hat und sie deshalb weniger neue Infektionen auslösen können. Wie genau das abläuft, ist bislang nicht erwiesen, wogegen die Saisonalität verschiedener Grippeerreger, darunter Coronaviren, sehr wohl erwiesen ist. Zu nennen ist hier vor allem die Tecumseh-Studie, die schon in den 1960er Jahren durchgeführt wurde und die gezeigt hat, dass Coronaviren immer wieder kommen und gehen und an vielen Grippewellen beteiligt sind.

Es bleibt nur die Frage, ob sich auch SARS-CoV-2 als ein neues und bisher nicht bekanntes Corona-Virus daran hält. Wie schätzen Sie das ein?
Ich vertrete seit langem die Position, dass für die diversen Atemwegserkrankungen im Laufe der saisonalen Grippe ein Cocktail verschiedener Erreger ursächlich ist. Dabei spielen dann Influenza A oder B, Parainfluenza oder eben auch Coronaviren eine Rolle. Allerdings unterliegt der Grad der Beteiligung einem steten Wandel. Auf das Konto von Influenza gehen einmal sehr viele und im nächsten Jahr wieder weniger Erkrankungen. Dafür stoßen dann andere Erreger in diese Lücke. Und genau das erleben wir nach meinem Ermessen in diesem Jahr. Während Influenzainfektionen sich auf einem sehr niedrigen Level bewegen, ist es nun dieses neue Coronavirus, das sich in den Vordergrund gedrängt hat.

Womit aber noch nicht gesagt ist, dass es sich wie seine Verwandten im Frühling einfach aus dem Staub macht.
Natürlich ist dieses Virus neu, also eine Mutation von Vorgängererregern. Aber auch das ist ja völlig üblich und der Grund dafür, dass wir gegen die Influenza jedes Jahr einen neuen Impfstoff entwickeln. Wenn dieser dann trotzdem längst nicht in allen Fällen Wirkung zeigt, dann beweist das ja gerade, dass man es hier mit ständigen Veränderungen zu tun hat und außerdem immer eine Reihe von Viren involviert ist. Die Herangehensweise des RKI und von Christian Drosten von der Berliner Charité halte ich auch deshalb für verkürzt. Virologen haben häufig eine sehr monokausale Sichtweise, nach dem Motto: Ein Virus – eine Krankheit – eine Todesursache.

mehr:
- Coronavirus: Epidemische Lage von nationaler Tragweite? (Ralf Wurzbacher interviewt den Epidemiologen Ulrich Keil, NachDenkSeiten, 04.05.2020)
siehe auch:
- xxx (Post, )
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Hypnosetag 95: Die Panik und die Zahlen

Ende der Pandemie? Neue Zahlen widersprechen Regierungs-Linie - Punkt.PRERADOVIC mit Prof. Homburg {16:17}

Punkt.PRERADOVIC
Am 04.05.2020 veröffentlicht 
Nicht mehr Tote durch Corona. Die aktuelle Sterbestatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt für Deutschland keinen Ausschlag nach oben. Trotz Corona. Liegt das am Lockdown? An den Maßnahmen der Regierung? Nein, sagt Professor Stefan Homburg. Der Wissenschaftler zeigt, dass die Pandemie sich in den verschiedensten Ländern gleich verhält – egal, ob es einen Lockdown gab oder nicht. „Das Coronavirus ist schlauer als die Politik“, so Homburg.


Aus dem Zweiten Preradovic-Interview mit Prof. Homburg
mein Kommentar:
Kann es denn wirklich sein, daß eine Erkrankungswelle, die an ihren schlimmsten Tagen 250 Tote fordert (und dabei noch nicht einmal unterschieden zwischen »mit« und »an« – und damit noch nicht einmal 10 Prozent der »normalen« Sterblichkeit in Deutschland erreicht!!), dermaßen gehyped wird, daß die Regierung und die gesamte Bevölkerung dermaßen in Panik geraten???? 


Sonntag, 3. Mai 2020

Hypnosetag 94: Zuviel Emotionalität! – Angstschüren und die nächste Verschwurbelungs-Meinungsmache

CORONA-Regel-Kritik: Ranga Yogeshwar unterstützt Virologen Christian Drosten {1:01}

WELT Nachrichtensender
Am 03.05.2020 veröffentlicht 
Der Virologe Christian Drosten ist zur Zielscheibe vieler Corona-Regel-Gegner geworden. Unterstützung bekommt Drosten nun von dem Physiker und Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar.
Die Warnungen der Wissenschaftler vor einer zweiten Infektionswelle werde abgetan und durch Forderungen nach weiteren Lockerungen ersetzt, sagt Yogeshwar in „ZDF heute“: „Statt die Maßnahmen als Erfolg zu feiern und sich über den bislang glimpflichen Verlauf zu freuen, wächst die Kritik an den Experten. Ein Irrsinn: Würden wir die Feuerwehr abschaffen, nur weil es im vergangenen Jahr nicht gebrannt hat?“
Die öffentliche Stimmung habe sich „vom Rationalen ins Emotionale“ gewandelt, wofür er Politiker wie Laschet verantwortlich macht. Diese würden sich „allzu oft am Volk orientieren“. Umfragewerte und Beliebtheitsskalen seien ihnen wichtiger, als den Menschen Orientierungshilfen zu geben.
Yogeshwar warnte außerdem vor weiteren und zu schnellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen als Reaktion auf die Sehnsucht der Menschen nach einer unbekümmerten Normalität. Aus seiner Sicht laufe das Muster wie folgt ab: „Wir wollen keine analytischen Denker, die uns schlechte Nachrichten verkünden und uns weiterhin einsperren wollen, sondern wünschen uns Erlöser, die uns von der Last dieser ansteckenden Geißel befreien.“
Diesem Wunsch müssten nun Politiker entgegentreten – und vor allem aufklären. Dazu gehöre auch, dass die Politik trotz aller Kritik für den Lockdown einstehe, sagte Yogeshwar.
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meinen Kommentar lasse ich von Dr. Spitzbart sprechen:
Corona - Die häufigsten Fragen {27:22 – Start bei 4:43 
– Spitzbart: »Es wurde nur einer gehört«}
Dr. med. Michael Spitzbart
Am 13.04.2020 veröffentlicht 
Corona Immunsystem

Propaganda: Wie wir gelenkt werden (Post, 12.04.2020)


mein Kommentar:
Wieso sich Yogeshwar für sowas hergibt, weiß nur er. Nachdem wir in den letzten zwei Wochen wegen ihres massiv von unseren Medien kritisierten »Sonderweges« ständig beorgniserregende Meldungen aus Schweden aufgetischt bekommen haben, bringt das jetzt nichts mehr, nachdem Bodo Schiffmann anhand der RKI-Daten nachweisen konnte, wie gut Schweden ohne Lockdown im Vergleich zu anderen europäischen Ländern dasteht:
- Coronahypnosetag 91: Die Tagesschau steigt in die Orgie ein! (Post, 30.04.2020)
Jetzt stürzen sich die Systemmedien auf die »Zweite Welle«, eingedenk der Tatsache, daß es ein halbes Jahr nach der Spanischen Grippe eine sogenannte »Zweite Welle« gab.
Und mit »sich stürzen auf« meine ich »Angst erzeugen«.
An dem Punkt scheint Yogeshwars Logik auszusetzen. (Aber bei dem Job – und der Bezahlung – würde ich meine Logik vielleicht auch in Urlaub schicken, wer weiß?) 
Nirgendwo auf der Welt ist bisher eine Zweite Welle aufgetaucht!

außer vielleicht:
- Infektionsclusters in KrankenhausZweite Corona-Welle aus Chinas Nordosten? Behörden verschärfen Maßnahmen für Einwohner (Focus, 01.05.2020)
Für das folgende Zitat müßte man dem Focus schon einen Propaganda-Preis vergeben:
Allerdings gibt es Meldungen von neuen Infektionen in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang, die in der Bevölkerung Sorgen vor einer "zweiten Welle" schüren: "Ganz klar, Heilongjiang entwickelt sich zu einem zweiten Hubei", sagte ein Bewohner namens Qiu aus dem Südwesten der Provinz der DW. In Hubeis größter Stadt Wuhan begann die Epidemie Ende 2019.
Wohlgemerkt: »Es gibt Meldungen« – »›Ganz klar…‹, sagte ein Bewohner namens Qiu.«
Naja, vielleicht können wir den Herrn Qiu ja mit der Tracking-App ausfindig machen…
Ich habe heute Nachmittag mit der Giraffe Bella aus dem
Zoo Hannover über die Zweite Welle gesprochen.
Ihr Kommentar war eindeutig!
Fortsetzung Kommentar:
Diese juristisch sicher verschwurbelte Propaganda-Meldung macht mich mal wieder ärgerlich.
Ich habe zu solchen Propaganda-Verschwurbelungen schon drei Posts gemacht:
Faktenfreie Qualitäts-Hetze im ARD-Faktenfinder (Post, 06.02.2019)
- Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 15.03.2019)
Propaganda mit Fragezeichen? – Der nächste Blogger vor Gericht… (Post, 12.06.2018)
sehr lesenswert zu diesem Thema ist der Artikel von Moritz Gathmann:
OFFSHORE-ENTHÜLLUNGEN Panama, Putin, Poroschenko: Das Fleisch und die Soße (Moritz Gathmann, uebermedien.de, 08.04.2016) 
Ulli Gellermann hat seine Reihe »Die Macht um acht« ja begonnen, um auf die Art, wie die Tagesschau ihre »Nachrichten« präsentiert, aufmerksam zu machen!
Ich frage mich, ob da von den Besitzern der Zeitungen oder den Chefs der Nachrichten-Sendungen keiner mal kalte Füße und die Angst kriegt, daß der Ruf einfach nur noch unaufhaltsam den Bach runter geht…
Es gab mal eine Zeit…
- Tagesdosis 23.4.2019 – Watergate 1973 und Julian Assange 2019 (Podcast) (Post, 23.04.2019)
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Dr. Bodo Schiffmann (Widerstand2020) bei KenFM

Im Gespräch: Dr. Bodo Schiffmann (Widerstand2020) bei KenFM (Video von KenFM.de) {1:49:17}

Andreas Tübner
Am 01.05.2020 veröffentlicht 
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Am Telefon zur Informationspolitik “Corona”: Bodo Schiffmann {39:09}

KenFM
Am 05.04.2020 veröffentlicht 
Die Schwindelambulanz Sinsheim zählt zu den größten Schwindelambulanzen weltweit und hat sich besonders auf seltenere und bislang nicht erkannte Ursachen für Schwindelerkrankungen spezialisiert.v Ihr Leiter Dr. Bodo Schiffmann, Facharzt für Schwindelanfälle, wurde bereits mehrfach für seine Arbeit als Top-Mediziner in der jährlichen Ärzteliste benannt und ausgezeichnet.v Neben seiner Praxistätigkeit pflegt er schon seit Jahren einen YouTube-Videokanal, um diese Thematik Betroffenen und Interessierten näherzubringen.v Ab dem 14.03.2020 startete er eine neue Videoreihe zur Thematik Corona. Der Titel des ersten Videos heißt: Ein objektiver Blick auf Corona - mal ohne Panik https://www.youtube.com/watch?v=vcx7G...v Was hat Dr. Schiffmann dazu bewogen, diese Thematik in seine Videoreihe aufzunehmen, da er ja nun kein Virologe ist?v Drei seiner Videos wurden seitens YouTube gelöscht. Warum, wie kam es dazu? https://www.youtube.com/watch?v=0Hkwu...v Im neuesten und aktuellen Video Nr. 16 erläutert Dr. Schiffmann ein Papier des Robert-Koch-Institus zur Thematik "Obduktionen in Zeiten der Coronakrise". Worum geht es in diesem Papier? https://www.youtube.com/watch?v=gSn_Y...v Was sind die Erfahrungswerte, also das Feedback seitens der Kollegen und der Patienten, hinsichtlich seines Engagements einer Aufklärung abseits des Mainstreams? Wie schätzt er die offizielle Informationspolitik persönlich ein?
Diese und weitere Fragen zur aktuell kontrovers geführten Corona-Diskussion sind Bestandteil des heutigen KenFM am Telefon.
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In Dostojewskijs letztem Roman Die Brüder Karamasow von 1880 gibt es eine seltsame Textpassage, scheinbar ohne Zusammenhang zur eigentlichen Handlung, eingeschaltet als mündliche Erzählung eines der Protagonisten. Im spanischen Sevilla des 16. Jahrhunderts erscheint ein Mann, der bei seinen öffentlichen Reden großen Zulauf hat und den viele für Jesus halten. Er wird beobachtet, denunziert und von der Inquisition verhaftet, der Großinquisitor selbst verhört ihn des Nachts in seiner Zelle. Das Gespräch kreist um Jesu berühmten Wüstenaufenthalt und die Versuchung durch den Satan, die Jesus von sich wies, ferner um die Konzepte „Sicherheit“ und „Freiheit“, wobei „Sicherheit“ hier durch die Brote symbolisiert wird, die Jesus aus Steinen hervorzaubern sollte.

Der Großinquisitor erklärt, Jesus hätte die Menschen überfordert, indem er ihnen die Freiheit zutraute. Doch die Freiheit könnten sie nicht lange ertragen, sie sei für die meisten von ihnen eine viel zu schwere Last. In Notzeiten vor die Entscheidung gestellt, ob sie lieber in Sicherheit oder in Freiheit leben wollten, würden sie sich für die Sicherheit entscheiden, für das Brot. „So wird es denn damit enden“, sagt der Großinquisitor, „dass sie uns ihre Freiheit zu Füßen legen und sagen: ‚Knechtet uns, aber macht uns satt‘.“ Beziehungsweise – Sättigung als Metapher für Sicherheit gesetzt – „gebt uns Sicherheit“.

Dostojewskijs Skepsis gegenüber der Haltbarkeit eines auf persönlicher Freiheit basierenden, demokratischen Systems gründete sich nicht nur auf die in den Evangelien überlieferte deprimierende Menschenkenntnis des Satan, sondern auch auf die schon früher, im biblischen Buch Samuel, beschriebene Transformation der proto-demokratischen Regierungsform der Israeliten in eine autoritäre Alleinherrschaft. Die Israeliten wurden in den ersten Jahrhunderten nach Eintritt ins „Gelobte Land“ von Juristen („Richtern“) regiert, die ihrerseits von einem Parlament („Ältestenrat“) gewählt waren, neben der judikativen und legislativen Gewalt gab es als dritte Säule die Priesterschaft, die allerdings ohne weltliche Macht blieb, da ihr nach dem Mosaischen Gesetz der Landbesitz versagt war.

[Chaim Noll, „Sie werden uns ihre Freiheit zu Füßen legen“, AchGut, 02.04.2020]

„Sie werden uns ihre Freiheit zu Füßen legen“


In Dostojewskijs letztem Roman Die Brüder Karamasow von 1880 gibt es eine seltsame Textpassage, scheinbar ohne Zusammenhang zur eigentlichen Handlung, eingeschaltet als mündliche Erzählung eines der Protagonisten. Im spanischen Sevilla des 16. Jahrhunderts erscheint ein Mann, der bei seinen öffentlichen Reden großen Zulauf hat und den viele für Jesus halten. Er wird beobachtet, denunziert und von der Inquisition verhaftet, der Großinquisitor selbst verhört ihn des Nachts in seiner Zelle. Das Gespräch kreist um Jesu berühmten Wüstenaufenthalt und die Versuchung durch den Satan, die Jesus von sich wies, ferner um die Konzepte „Sicherheit“ und „Freiheit“, wobei „Sicherheit“ hier durch die Brote symbolisiert wird, die Jesus aus Steinen hervorzaubern sollte.

Der Großinquisitor erklärt, Jesus hätte die Menschen überfordert, indem er ihnen die Freiheit zutraute. Doch die Freiheit könnten sie nicht lange ertragen, sie sei für die meisten von ihnen eine viel zu schwere Last. In Notzeiten vor die Entscheidung gestellt, ob sie lieber in Sicherheit oder in Freiheit leben wollten, würden sie sich für die Sicherheit entscheiden, für das Brot. „So wird es denn damit enden“, sagt der Großinquisitor, „dass sie uns ihre Freiheit zu Füßen legen und sagen: ‚Knechtet uns, aber macht uns satt‘.“ Beziehungsweise – Sättigung als Metapher für Sicherheit gesetzt – „gebt uns Sicherheit“.


Dostojewskijs Skepsis gegenüber der Haltbarkeit eines auf persönlicher Freiheit basierenden, demokratischen Systems gründete sich nicht nur auf die in den Evangelien überlieferte deprimierende Menschenkenntnis des Satan, sondern auch auf die schon früher, im biblischen Buch Samuel, beschriebene Transformation der proto-demokratischen Regierungsform der Israeliten in eine autoritäre Alleinherrschaft. Die Israeliten wurden in den ersten Jahrhunderten nach Eintritt ins „Gelobte Land“ von Juristen („Richtern“) regiert, die ihrerseits von einem Parlament („Ältestenrat“) gewählt waren, neben der judikativen und legislativen Gewalt gab es als dritte Säule die Priesterschaft, die allerdings ohne weltliche Macht blieb, da ihr nach dem Mosaischen Gesetz der Landbesitz versagt war.

mehr:
- „Sie werden uns ihre Freiheit zu Füßen legen“ (Chaim Noll, AchGut, 02.04.2020)
siehe auch: