Montag, 20. Oktober 2014

Bis vor 1100 Jahren – 618-907: Die Tang-Dynastie herrscht in China

Blütezeit im Reich der Mitte 

Der glorreichen Epoche der Han-Dynastie, die im frühen 3. Jahrhundert endete, folgte in China 400 Jahre lang eine Zeit der Instabilität und der militärischen Auseinandersetzungen mit anstürmenden Steppenvölkern aus dem Norden. 615 brachen in vielen Regionen Aufstände aus, in denen sich das Volk gegen Ausplünderung und die zu erbringenden Frondienste erhob. Als der amtierende Kaiser 618 einer Verschwörung zum Opfer fiel, machte sich Li Yuan (566 bis 635) die verworrene Situation zunutze und bestieg unter dem Namen Tang Gaozu den Thron. 
Chinesischer Adliger und Diener zu Pferde
(Höhlenmalerei aus der Zeit der Tang-Dynastie)
Es dauerte ein Jahrzehnt, bis die Ordnung im Reich wiederhergestellt war und sich die Tang-Dynastie etabliert hatte. China expandierte und erfuhr eine wirtschaftliche, militärische und kulturelle Blütezeit, die zu den Höhepunkten der chinesischen Geschichte zählt. Die Bauern erhielten Land zugeteilt, das geistige Leben in den Klöstern nahm einen gewaltigen Aufschwung, die Entwicklung von Handwerk und Bergbau wurde vorangetrieben, die Verwaltung reformiert. Im späten 9. Jahrhundert zerfiel die Dynastie, 907 musste der letzte Kaiser der Tang abdanken. 

Was am 20. Oktober noch geschah: 
1971: Dem sozialdemokratischen Bundeskanzler Willy Brandt wird der Friedensnobelpreis zuerkannt. 
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014

Mein Kommentar:
Vielleicht hält ja irgendwann der Begriff »Stabilität« in unser Freiheit-und-Demokratie-geschwängertes Denken Einzug…

Sonntag, 19. Oktober 2014

Manhattan-Transfer-Gründer Tim Hauser gestorben

Tim Hauser, Gründer der Gesangsgruppe The Manhattan Transfer, ist tot. Er starb laut Facebookseite der Band am Donnerstag im Alter von 72 Jahren. "Tim war der Visionär hinter der Gruppe", hieß es.
mehr:
- Manhattan-Transfer-Gründer Tim Hauser gestorben (Stern, 19.10.2014)

Aufgefallen sind sie mir wegen des abgefahrenen Videos:
Manhattan Transfer, Soul Food To Go (1987) (Post, 03.07.2011)

Die beiden Stücke aus dem Jahr 1987 hier in Live-Aufnahmen aus dem Jahr 2011:

Manhattan Transfer - Soul Food To Go (live, 2011) [4:54]

Veröffentlicht am 21.12.2012

Manhattan Transfer & New York Voices - Birdland (live, 2011) [7:22]

Hochgeladen am 24.10.2011

Der Titel des Songs ist eine Hommage an den New Yorker Jazz-Club Birdland in der 52. Straße in Manhattan und den Spitznamen des Jazz-Saxophonisten Charlie Parker („Bird“). Zawinul hatte den Club als junger Musiker häufig besucht und lernte hier seine spätere Frau kennen.
[Wikipedia]

Der umstrittenste Tannenbaum von Paris steht nicht mehr

Vandalen zerstören McCarthy’s "Tree"

Dieses Kunstwerk regte viele Pariser auf: Ein riesiger Tannenbaum aus Plastik stand auf dem feinen Vendôme-Platz. Für viele Pariser sah das Objekt allerdings eher wie ein riesiges Sexspielzeug aus. In der Nacht zum Sonntag nahmen einige Bürger dieses Problem nun selbst in die Hand.

mehr:
- Der umstrittenste Tannenbaum von Paris steht nicht mehr (RP Online, 19.10.2014, mit Bilderstrecke)

mein Kommentar:
Alle Achtung, die Franzosen haben’s echt drauf, so rum und so rum…

US-Armee fährt Panzer an russischer Grenze auf

Wie man aus folgendem Bericht ersehen kann, hat die US-Armee in der Hafenstadt Ventspils in Lettland schwere Panzer vom Typ Abrams, Bradley Kampfpanzer, Stryker Radschützenpanzer und weiteres Militärgerät ausgeladen. Zu sehen sind wie 5 Abrams, 12 Bradley und zahlreiche Stryker aus einem Schiff entladen und mit Tiefladern abtransportiert werden.
mehr:
- US-Armee fährt Panzer an russischer Grenze auf (Alles Schall und Rauch, 14.10.2014)

dazu paßt:
- NATO kann Soldaten entsenden wohin es will (Alles Schall und Rauch, 06.10.2014)
Der seit 1. Oktober neue Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, sagte am Sonntag in Warschau, die westliche Kriegsallianz kann seine Streitkräfte einsetzen wo es will und fühle sich an keine Einschränkungen gebunden. Die sogenannten Truppen der "Speerspitze" können überall zum Einsatz kommen. Stoltenberg besuchte das NATO-Mitglied Polen um zu versichern, NATO wird das Land gegen Russland schützen. Damit wird eine Vereinbarung aus dem Jahre 1997 mit Moskau gebrochen, keine permanenten Kampftruppen in Osteuropa zu stationieren. Wer ist jetzt der wirkliche Provokateur und will unbedingt einen Konflikt?

mein Kommentar:
War für den Stoltenberg kein Platz mehr als Europa-Abgeordneter, hat man Rasmussen geklont? Der Stoltenberg scheint genauso bekloppt zu sein. (Vielleicht gehört das ja auch zur Arbeitsplatzbeschreibung…)
Hauptsache, wir sind die Guten, dann dürfen wir alles.

Samstag, 18. Oktober 2014

Maut in Frankreich: Wut auf die Wegelagerer

Die Maut auf französischen Autobahnen ist in den vergangenen zehn Jahren um 20 Prozent gestiegen - und mit ihr der Frust der Autofahrer. Jetzt soll die Gier der privaten Betreiber gezügelt werden. Tatsächlich drohen weitere Erhöhungen.

Kaum ist die Autobahn Karlsruhe-Basel verlassen und der Rhein überquert, träumt man von Strand, Mittelmeer und Liberté, Freiheit - mit dem Auto in den Urlaub nach Frankreich zu fahren, fängt gut an. Nach gut 30 Kilometern ist es damit aber auch schon vorbei.

Bei Fontaine-Lavrière taucht nämlich die erste Mautstelle auf. Ausländer wie Einheimische werden hier zur Kasse gebeten. Und bis Lyon folgen, je nach Route, weitere Zahlstellen, wo zusätzliche Gebühren fällig werden. Insgesamt summiert sich die Péage bis nach Lyon für einen PKW auf rund 30 Euro. Ein satter Wegzoll für 380 Kilometer - mit ständig steigender Tendenz.

Denn die endgültige Privatisierung der Autobahnen, vor acht Jahren als Schritt zur Modernisierung gepriesen, nutzt vor allem den Betreibern: Firmen wie Vinci, Eiffage, oder Abertis, Branchenriesen der Infrastruktur oder des Baugewerbes. Deren Töchterunternehmen verwalten rund zwei Drittel von Frankreichs rund 9000 Kilometer langem Netz und zocken die Autofahrer kräftig ab. Der Staat schaut tatenlos dabei zu.


mehr:
- Maut in Frankreich: Wut auf die Wegelagerer (SPIEGEL Online, 18.10.2014)

irgendwie erinnert mich das doch an was:
- Braunschweig: Stadt muß Verdopplung der Schulden durch Privatisierung einräumen (Piraten-Partei, 06.06.2013)
- Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (Post, 16.02.2013)

Der ewige Krieg – Obama bricht das Recht

Ausgerechnet US-Präsident Obama lässt sich seine Kriege nicht vom Kongress genehmigen. Als Legitimation der Luftangriffe auf die IS-Dschihadisten zieht er zwei Gesetze aus der Amtszeit seines Vorgängers Bush heran, die er längst hatte abschaffen wollen.

Im Mai 2013 machte Barack Obama eine bemerkenswerte Ankündigung. Er werde den Kongress bitten, die Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt gegen Terroristen zurückzuziehen. 

Mit diesem Gesetz aus dem Jahr 2001 hatte sich der damalige US-Präsident George W. Bush den Krieg in Afghanistan absegnen lassen. Zwölf Jahre später argumentierte sein Nachfolger, diese Genehmigung drohe Amerika "in einem ewigen Kriegszustand" zu halten. Er werde kein Gesetz unterzeichnen, der dieses Mandat weiter verlängere.

mehr:
- Der ewige Krieg – Obama bricht das Recht (n-tv, 18.10.2014)


Dazu aus der Rede von Wladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 über eine monopolare Welt:

Es ist die Welt eines einzigen Hausherren, eines Souveräns. Und das ist am Ende nicht nur tödlich für alle, die sich innerhalb dieses Systems befinden, sondern auch für den Souverän selbst, weil es ihn von innen zerstört.

Das hat natürlich nichts mit Demokratie gemein. Weil Demokratie bekanntermaßen die Herrschaft der Mehrheit bedeutet, unter Berücksichtigung der Interessen und Meinungen der Minderheit.

Nebenbei gesagt, lehrt man uns - Russland – ständig Demokratie. Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen.

Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist. Nur nicht, weil für eine Einzel-Führerschaft in der heutigen, gerade in der heutigen, Welt weder die militärpolitischen, noch die ökonomischen Ressourcen ausreichen. Aber was noch wichtiger ist – das Modell selbst erweist sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis hat und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein kann.


[…]

Damit ist alles, was heute in der Welt geschieht - und wir fangen jetzt erst an, darüber zu diskutieren – eine Folge der Versuche, solch eine Konzeption der monopolaren Welt, in der Welt einzuführen. 
(Heute vor 44 Jahren – 4. September 1970: Salvador Allende wird zum Präsidenten Chiles gewählt, Post, 04.09.2014)
Die empörten Reaktionen auf Putins Rede, die betreffenden Videos und weiterführende Links finden sich bei
Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (25.03.2014) 


Wenn Sport zu Kunst wird

Eine Minute reicht dem Bulgaren Grigor Dimitrow, um aus einem gewöhnlichen Tennisspiel ein Happening zu machen. Im Viertelfinale von Stockholm zeigt er gleich zwei wahnwitzige Schläge hintereinander. Das Publikum tobt, selbst der Gegner applaudiert.

Dass der bulgarische Tennisprofi Grigor Dimitrow beim ATP-Turnier in Stockholm das Halbfinale erreicht hat, ist außerhalb von Fankreisen von eher mäßigem Interesse. Wie Dimitrow sein Viertelfinale gegen den Amerikaner Jack Sock gewonnen hat, dürfte indes auch Nicht-Tennisfans begeistern. Denn der Freund von Maria Scharapowa zeigte in seinem Duell mit Sock am Freitagabend gleich zwei Kunst-Schläge innerhalb einer Minute.

Grigor Dimitrov double hot shots at If Stockholm Open 2014 [1:16]

Veröffentlicht am 17.10.2014
2 Trick Shots in a row from Grigor DIMITROV!
mehr:
dazu auch:
- Ästhetik des Fußballs – Zinedine Zidane (Post, 03.08.2012)
- Olympische Momente (Post, 01.08.2012)

Land ohne Jobs: Viele Syrer kämpfen für den IS, um ihre Familien ernähren zu können

Die Nahost-Analystin Kristin Helberg erklärt, dass viele junge Syrer nicht aus religiöser Überzeugung für den Islamischen Staat kämpfen. Der Beruf des Söldners ist für sie der einzige Job, den sie in dem vom Bürgerkrieg zerstören Land bekommen können. Sie müssen ihre Familien ernähren und haben keine andere Wahl.
mehr:
- Land ohne Jobs: Viele Syrer kämpfen für den IS, um ihre Familien ernähren zu können (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 18.10.2014)

dazu auch:
- Raubkunst: IS verkauft Kunstschätze an Sammler im Westen (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 16.10.2014)
Der Islamische Staat plündert die Kulturgüter des Nahen Ostens und verkauft sie an Sammler aus dem Westen. Betroffen sind vor allem der Irak und Syrien. Die EU hat ein Handelsverbot für syrische Kunstschätze verhängt. Doch die Schweiz zieht noch nicht mit.

Überwachung – FBI fordert Hintertüren überall

Comeback der Cryptowars? Der FBI-Direktor will Netzfirmen verpflichten, Hintertüren in ihre Produkte einzubauen – weil Verschlüsselung ein Problem für die Polizei ist.
"Ich war nie ein Panikmacher. Aber ...", sagte FBI-Direktor James B. Comey am Donnerstag in einer Rede in Washington. Aber ein bisschen Panikmache musste dann doch sein. "Verschlüsselung droht, uns an einen sehr dunklen Ort zu führen", sagte er. Einen Ort voller Terroristen und Kinderschänder. Comey machte klar, was er von Verschlüsselung hält: nichts. Jedenfalls nicht, wenn andere sie benutzen. Er ist damit nicht allein.
mehr:

dazu paßt:
- Warum die Privatsphäre wichtig ist (Alles Schall und Rauch, 12.10.2014)
Es ist interessant wie die meisten Opfer eines Einbruchs nicht den materiellen Schaden als schlimm empfinden, sondern die psychischen Probleme mit denen sie kämpfen, weil jemand Fremdes in ihre Privatsphäre eingedrungen ist. Es kommt erstmal zum Schockzustand, da durch das Durchwühlen des Privaten fühlen sich Menschen häufig verletzt, beschmutzt und empfinden Ekel. Dieses Eindringen wird oft als Vergewaltigung empfunden und genau wie Vergewaltigungsopfer werden sie anschliessend ängstlich, unsicher und schämen sich gleichzeitig auch für das, was da passiert ist. Sie denken, sie sind am Einbruch schuld und hätten ihn durch Massnahmen verhindern können. Offensichtlich ist der Schutz der Privatsphäre was das Heim betrifft für viele sehr wichtig und die Verletzung des selben etwas schlimmes.

Attac – Gemeinnützigkeit weg: "Zu politisch"

Attac Das globalisierungskritische Netzwerk Attac feierte 2010 Zehnjähriges. Nun entzieht das zuständige Finanzamt Attac die Gemeinnützigkeit. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Vor wenigen Jahren noch schnappatmete ich heftig, wenn mich etwas im Fernsehen - einer Talkshow etwa – aufregte. Das tat meinem Bluthochdruck nicht gut. Zwar nehme ich seit Jahren eine blutdrucksenkende Pille ein. Aber man muss es ja nun nicht herausfordern, oder? Inzwischen treten einem ja beinahe täglich – manchmal gar stündlich – empörende Ereignisse und Politiker- oder Wirtschaftslobbyisten-Statements, die an Dümmlichkeit oder bodenloser Frechheit – oder beidem – nicht zu überbieten sind, entgegen, so dass man sich in einer Art Dauerempörungszustand befindet. Der großartige Stéphane Hessel, inzwischen leider verstorben, reichte uns ja vor Jahren nicht umsonst seine Manifest „Empört euch!“. Der Mann hatte längst bemerkt, was in unserer Zeit so alles schiefläuft.

mehr:
- Gemeinnützigkeit weg: "Zu politisch" (der Freitag, Nutzerbeitrag, 17.10.2014)

- Attac verliert Gemeinnützigkeit (Die freie Welt, 17.10.2014)
Das Finanzamt hat Attac die Gemeinnützigkeit aberkannt. Dies ist ein herber Schlag für die Globalisierungskritiker. Die Spenden dürften einbrechen. Große Rücklagen hat der Verein nicht.

mein Kommentar: Kopfschüttel… Freiheit und Demokratie… Wir sind die Guten!

dazu paßt:
- Zur Kenntlichkeit entstellt (Felix Werdermann, der Freitag, 11.02.2014)
Das Chlorhühnchen fehlt, bemängelt der ältere Herr im weißen Mantel. „Der Bundesadler soll ja durch das Chlorhühnchen ersetzt werden.“ Das Chlorhühnchen ist zum Symbol geworden für den Protest gegen das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP und der ältere Herr Teil einer satirischen Pro-TTIP-Demo. Wird hierzulande bald alles zugelassen, was in den USA erlaubt ist, nur weil das sonst ein Handelshemmnis wäre? Bekommen wir Europäer bald Chlorhühnchen auf den Teller? Die Angst ist groß, am vergangenen Wochenende gingen Tausende gegen das Freihandelsabkommen auf die Straße.

Heute vor 25 Jahren – 18. Oktober 1989: Erich Honecker tritt zurück

»Erich, es geht nicht mehr« 

Die 40-jährige Geschichte der DDR ist im Blick auf die Führung des Staates mit nur zwei Namen verbunden: Walter Ulbricht (1893-1973) und Erich Honecker (1912-1994). Mit Rückendeckung aus Moskau endete die Ära Ulbricht 1971 durch einen Putsch des Politbüros gegen den »Architekten der DDR«. Erich Honecker gehörte zu jenen, die Ulbricht entmachteten, und wurde sein Nachfolger als Partei- und Staatschef. 18 Jahre später endete die Ära Honecker auf gleiche Weise. 
Staatsrats- und Parteivorsitzender Erich Honecker während
einer Rede auf dem FDJ-Festival in Ostberlin, Pfingsten 1989

Am 17. Oktober 1989 versammelte sich das Politbüro zu seiner wöchentlichen Sitzung. Honecker traf mit Verspätung ein und ahnte nicht, dass seine Genossen entschieden hatten, ihn zum Rücktritt zu zwingen. Als Honecker fragte, ob es Vorschläge zur Tagesordnung gebe, meldete sich Ministerpräsident Willi Stoph zu Wort und stellte betont sachlich den Antrag, Honecker von seiner Funktion zu entbinden. Er schloss mit den Worten: »Erich, es geht nicht mehr. Du musst gehen.« Schon am folgenden Tag »bat« Erich Honecker das ZK der SED, ihn »aus gesundheitlichen Gründen« von allen Funktionen zu entbinden. Egon Krenz übernahm die Nachfolge. 

Was am 18. Oktober noch geschah: 
1817: Auf der Wartburg demonstrieren Studenten und Professoren für die Einheit und Freiheit Deutschlands. 

Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014

FDJ song (East Germany) Du hast ja ein Ziel vor den Augen [2:02]

Hochgeladen am 14.10.2007

An anthem of the Freie Deutsche Jugend (FDJ) Für ein neues, besseres Leben!

Du hast ja ein Ziel vor den Augen,
damit du in der Welt dich nicht irrst,
damit du weißt, was du machen sollst,
damit du einmal besser leben wirst.
Denn die Welt braucht dich, genau wie du sie,
die Welt mag ohne dich nicht sein.
Das Leben ist eine schöne Melodie,
Kamerad, Kamerad, stimm ein!

Allen die Welt und jedem die Sonne,
fröhliche Herzen, strahlender Blick.
Fassen die Hände Hammer und Spaten,
wir sind Soldaten, kämpfen für's Glück.

Und hast du dich einmal entschlossen,
dann darfst du nicht mehr rückwärts gehn,
dann mußt du deinen Genossen
als Fahne vor dem Herzen stehn.
Denn sie brauchen dich genau wie du sie,
du bist Quelle und sie schöpfen aus dir Kraft.
Darum geh voran und erquicke sie,
Kamerad, dann wird's geschafft.

Allen die Welt und jedem die Sonne,
fröhliche Herzen, strahlender Blick.
Fassen die Hände Hammer und Spaten,
wir sind Soldaten, kämpfen für's Glück.


Erich Honecker - Rücktrittserklärung (18.10.89) [2:32]

Veröffentlicht am 12.02.2013 
Erich Honecker (* 25. August 1912 in Neunkirchen; † 29. Mai 1994 in Santiago de Chile) war ein deutscher kommunistischer Politiker. Er war hauptamtlicher Funktionär der KPD und ist in der Zeit des Nationalsozialismus zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Honecker begründete die Jugendorganisation FDJ und war von 1946 bis 1955 ihr Vorsitzender. Er war als Sicherheitssekretär des ZK der SED maßgeblicher Organisator des Baus der Berliner Mauer und trug schon in dieser Funktion den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze mit. Als langjähriger Generalsekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED, Staatsratsvorsitzender der DDR sowie Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates führte und repräsentierte er die DDR in den 1970er und 1980er Jahren. Als einer seiner größten Erfolge gilt die Anerkennung der DDR als Vollmitglied der UNO 1973.
Ende der 1980er Jahre wurde die wirtschaftliche Lage wie die Beziehungen zur Führungsmacht Sowjetunion und die innenpolitische Lage der DDR zunehmend schwieriger. Im September 1987 wurde ihm durch den offiziellen Besuch der Bundesrepublik Deutschland und Empfang durch Bundeskanzler Helmut Kohl in Bonn eine bedeutende Anerkennung zuteil. Der bereits schwer erkrankte Honecker wurde auf Drängen des SED-Politbüros am 18. Oktober 1989 zum Rücktritt gezwungen. 1990 erhielt er mit seiner Frau einige Monate Kirchenasyl bei Pfarrer Uwe Holmer in den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal.
Nach seiner Flucht in die chilenische Botschaft in Moskau 1991 und seiner Auslieferung wurde Honecker 1992 in Berlin wegen seiner Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen des DDR-Regimes vor Gericht gestellt, das Verfahren aber aufgrund seiner Krankheit eingestellt und der in Untersuchungshaft befindliche Honecker freigelassen. Die Anklage war aufgrund seiner Rolle als Staatschef der untergegangenen DDR wie der damit zusammenhängenden schwierigen Rechtslage umstritten. Honecker reiste umgehend zu seiner Familie ins chilenische Exil, wo er im Mai 1994 starb.



Tagesschau vom 18.10.1989: Honecker tritt zurück [18:31]
Einbetten auf Anfrage deaktiviert (hier ansehen)
Hochgeladen am 02.12.2011
Komplette Tagesschau mit folgenden Themen (Auswahl):
- Rücktritt von Erich Honecker / Egon Krenz neuer Generalsekretär der SED
- Schweres Erdbeben in San Franzisko / Kalifornien
- Verfassungsänderung in Ungarn


Erich Mielke- '...Ich liebe doch alle...' [1:25]

Hochgeladen am 07.08.2011


Am 13. November 1989 sprach Mielke zum ersten Mal überhaupt vor der DDR-Volkskammer mit den Worten:
„Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen – Na ich liebe doch – Ich setze mich doch dafür ein.“
Mielkes Worte, die damals mit lautem Gelächter quittiert wurden, gehören zu den meistzitierten der Wendezeit, oft jedoch unpräzise bis falsch in der Form Ich liebe euch doch alle. [Erich Mielke, Zitate, Wikipedia]

Erich Honecker äußert sich zur möglichen Zukunft des Sozialismus (10.10.1991) [4:25]

Hochgeladen am 26.04.2011 
Der Staatsratsvorsitzende der ein Jahr zuvor durch die Vereinigung untergegangenen DDR, Erich Honecker, äußerte sich in seinem zwischenzeitlichen Moskauer Exil einmal gegenüber den westdeutschen Medien. In diesem Filmausschnitt wird deutlich, dass der Sozialismus mit dem Zusammenbruch des Ostblocks keineswegs untergegangen ist, sondern sich neu als die bessere Gesellschaftsordnung etablieren wird. So lautet zumindest Erich Honeckers Botschaft.

- Wer ist hier der “Unrechtsstaat”? – Erich Honecker – Politische Erklärung vor der 27. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts am 3. Dezember 1992 (Miscellaneous - what I met in the web, 10.10.2014)

Witze aus der DDR 2012 [5:17]

Veröffentlicht am 06.10.2012
Witze aus der DDR 2012
1. Staatsbürgerkundeunterricht
2. Renovierung der Berliner Mauer
3. Bin IM Keller
4. Bockwurstpappen
5. Egon Krenz bei den Schweinen
6. Fehlerfreie Kinder


Udo Lindenberg 1983 in Ostberlin - Egon Krenz ist genervt ! [3:05]

Hochgeladen am 16.06.2011 Am 25.10.1983 gastierte Udo Lindenberg das erste und einzige Mal in der DDR. Im Ost-Berliner "Palast der Republik" fand ein Friedenskonzert vor ausgewählten FDJ-lern statt, während die wahren Udo-Fans vor der Tür standen. Vielleicht saß damals auch unsere heutige Kanzlerin als Vorzeige-FDJlerin im Publikum?
Egon Krenz äußert sich in meinem Video auf Nachfragen recht genervt zu den Begleitumständen des Lindenberg-Auftritts.



Ingo Hoppe Streitgespräch mit Karl-Eduard von Schnitzler Tei [14:39]

Hochgeladen am 03.12.2011 Karl-Eduard von Schnitzler, Chefideologe der DDR, stellt sich in einem Streitgespräch seinen Gegner, moderiert von Ingo Hoppe.
Created with MAGIX Video deluxe 17

Weitere Teile des Schnitzler-Gesprächs finden sich auf Youtube.

Mein Kommentar:
Nach 9 Jahren Merkelscher Alternativlosigkeit, Afghanistan-, Irak-, Iran-, Syrien- und jetzt ISIS-Krieg, Obama-Sinkflug, NSA-Affäre, Ukraine-Krise, Putin-Bashing, dem Versagen unserer Leitmedien und dem Offenbar-Werden des Embedded-Seins unserer Leitmedien-Journalisten in transatlantischen Think-Tanks können wir uns vielleicht etwas gelassener mit den Differenzen zwischen unserem eigenen und anderen Polit-Systemen auseinandersetzen.



Die Deutschen - Napoleon und die Deutschen 1804-1821 7/10 - subpart 5/5 [6:40]

Hochgeladen am 28.06.2009 Ausgerechnet ein fremder Kaiser ist es, der Deutschland in ein nationales Zeitalter katapultiert: Frankreichs Jahrhundertherrscher Napoleon. Durch seine Eroberungen und Reformen finden die Deutschen mehr denn je zueinander. Was ihm gelingt, hatte zuvor niemand erreicht: die politische Erweckung der "deutschen Nation".


Bücherverbrennungen 1817 und 1933 [1:32]

Veröffentlicht am 05.08.2012 
Ausschnitt aus einer Dokumentation über „die erste Bücherverbrennung im Namen des deutschen Volkes" durch Mitglieder von Studentenverbindungen beim Wartburgfest 1817. Im Anschluss werden Originalaufnahmen von der öffentlichen Bücherverbrennung am 10.5.1933 in Berlin gezeigt, die von deutschen Studenten in Zusammenarbeit mit NS-Organisationen durchgeführt wurde. Dabei wurden u.a. Werke von Freud, Marx und Kästner mit den Worten verbrannt:
„Gegen Frechheit und Anmaßung! Für Achtung und Ehrfurcht vor dem unsterblichen deutschen Volksgeist!"
Mehr Videos und Informationen unter:
http://paedagogikundns.wordpress.com



Mein Kommentar:
Also nationale Identität verbunden mit Antisemitismus. Da war doch was mit Stefan Bandera, ukrainischem Nationalgefühl und ukrainischen Nazis… (Geld und Faschismus in der Ukraine, Post, 18.05.2014) Und da war doch auch was mit der syrischen Opposition… 
Kann man das nicht einfacher machen, damit ich nicht mehr drüber nachdenken muß?

Freitag, 17. Oktober 2014

Die französische Legislative entdeckt die Obsoleszenz

Frankreich bestraft künftig die absichtliche Verringerung der Lebensdauer von Produkten 

Künftig ist es in Frankreich möglich, Produkthersteller oder -importeure wegen "geplanter Obsoleszenz" vor Gericht zu bringen. Ein entsprechendes Gesetz, das zum Energiewende-Gesetzespaket gehört (vgl. auch Das langsame Ende der Plastiktüten), wurde am Dienstag in der Nationalversammlung verabschiedet. Es sieht vor, die "obsolescence programmée" als Betrugsdelikt zu behandeln und zu bestrafen - mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldbuße von bis zu 300.000 Euro. 

An Beispielen fehlt es nicht, wie auf einem Webportal zu erfahren ist, dessen Betreiber seit langem gegen den Murks in Form "geplanter Obsoleszenz" vorgehen. Andere sprechen von "geplantem Verschleiss" ("Im Prinzip heben wir Löcher aus und schütten sie wieder zu"). Zugrunde liegt dem der Ärger über Produkte, besonders oft Elektrogeräte, die für gutes Geld gekauft, so billig gemacht sind, dass sie schneller kaputt gehen, als vom Käufer erwartet, auffallend oft kurz nach Ablauf der Garantiezeit.
mehr: 
Geplante Obsoleszenz als Betrugsdelikt (Thomas Pany, Telepolis, 16.10.2014)

Frage von mir:
ist eine kapitalistische Gesellschaft ohne geplante Obsoleszenz überlebensfähig?

Ein Leben in Lüge um eines ruhigen Lebens willen führen?

Vaclav Havel schreibt in seinem Essay „Versuch, in der Wahrheit zu leben“ (Rowohlt: Hamburg, 1989) über die Funktionsweise eines posttotalitären Systems. Mitten im sich damals abzeichnenden Umbruch in seinem Heimatland und seiner erneuten Haftstrafe schrieb er seine scharfsinnigen Beobachtungen auf. 

 Natürlich kann man nicht alles eins zu eins in eine andere Welt transferieren. Doch es gibt manche Parallele zur Funktionsweise von Systemen, seien das Familien, Unternehmen, Kirchgemeinden oder NPO. Wie viele Menschen führen ein Leben in Lüge um eines ruhigen Lebens willen!

mehr:

siehe dazu auch:
- Sind Wissen, Denken, Interpretationen, Aufmerksamkeit und Bewußtheit einfach nur Fragen der inneren Ökonomie? (Post, 18.10.2014)

Sonderfall Katar

Geldgeber und Waffenlieferant der Islamisten, »strategischer Verbündeter« der USA – und auch gegenüber Israel aufgeschlossen. 

Das größte Problem der USA im Kampf gegen die Islamisten seien ihre eigenen Verbündeten, klagte Vizepräsident Joseph Biden Anfang Oktober in einer Rede vor Harvard-Studenten. Die Türkei, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten extremistische syrische Rebellen mit Waffen und Geld unterstützt, weil ihr einziges Ziel der Sturz des Assad-Regimes sei. Dass es sich dabei um eine mit den USA koordinierte Arbeitsteilung handelt, verschwieg Biden. Weil das jedoch ein für alle Beteiligten unangenehmes Thema ist, musste sich Obamas Vize schon am nächsten Tag bei Washingtons Partnern entschuldigen.
mehr:
- Hintergrund – Sonderfall Katar (junge Welt, 16.10.2014)

Software AG: Standardsoftware hat keine Zukunft mehr

Karl-Heinz Streibich und Wolfram Jost, führende Manager der Software AG, äußerten sich auf der Innovation World kritisch zum Status quo von Standardsoftware und sehen keine Zukunft für den Desktop. 
"Standardsoftware standardisiert ein Unternehmen – und das ist genau das Gegenteil von dem, was die Unternehmen heute von ihrer IT-Abteilung fordern", rief Karl-Heinz Streibich, CEO der Software AG, in seiner Eröffnungsrede zur diesjährigen Innovation World in New Orleans den rund 1000 Teilnehmern zu. So hätten die großen ERP-Systeme, wie die von SAP und Oracle, vor 20 Jahren den IT-Einsatz in den Unternehmen auf breiter Front vorangebracht; sie hätten auch die Datenstruktur vereinheitlicht und die Geschäftsprozesse standardisiert, doch heute benötigten die Unternehmen IT-Produkte für die Schnittstellen zum Kunden, mit denen sie sich besser von der Konkurrenz unterscheiden können. Doch solche individuellen Anpassungen dauerten lange und seien teuer. "Standardsoftware wurde nicht dafür entwickelt, dass man sie ständig anpassen und neu konfigurieren muss", sagte Wolfram Jost, CTO der Software AG in einem Gespräch mit iX.
mehr:


Mein Kommentar:
Big Brother nähert sich langsam, leise Selbstverständlich- und Alternativlosigkeit verbreitend auf großen, aber leisen Pfoten. Warten wir also auf das mediale Fukushima…

Freiheit, Demokratie, Postenschacherei – und Bescheißen = Volksvertreter

Auch Konservative sind entsetzt, dass eine slowenische Schamanin bald für den Verkehr zuständig sein soll 

Durch die klare Ablehnung der Slowenin Alenka Bratušek und die Probleme vieler EU-Parlamentarier mit dem Ungarn Tibor Navracsics ist der Zeitplan zur Bildung der EU-Kommission durcheinander geraten. Doch um die komplizierte Balance zwischen Ost‑ und Westeuropäern, Konservativen und Sozialdemokraten, Männern und Frauen zu bewahren, hat nun Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Slowenin Violeta Bulc akzeptiert, die Kommissarin für Verkehr werden soll. 

Um für die abgelehnte Bratušek nun Bulc durchsetzen zu können, hatte der slowenische Premier Miro Cerar sogar mit Rücktritt gedroht. Nach dem Gespräch mit Bulc am Dienstag hält Juncker die Esoterikerin für das Verkehrsressort geeignet. Sie hat eine Schamanen-Akademie absolviert und besitzt einen Trainerschein für Kurse zum "persönlichen Wachstum". Sie schwärmt zum Beispiel im eigenen Blog von der "kosmischen Erfahrung" beim Gang über glühende Kohlen.
mehr:
- Juncker will nun Esoterikerin in die EU-Kommission holen (Ralf Streck, Telepolis, 16.10.2014)

Vorschlag von mir:
Vielleicht könnte man Frau Bulc als Schamanin mit dem persönlichen Wachstum der EU-Abgeordneten beauftragen. Dazu ließe sich der monatlich einmal zurückzulegende Weg der Abgeordneten zwischen Straßburg und Brüssel 
- Die EU als Politik-Konzern: Parlament beschäftigt 6.000 Mitarbeiter, DeutscheWirtschaftsNachrichten, 29.08.2014; 
Ein Parlament auf Wanderschaft, Tagesschau, 16.05.2014) 
vielleicht mit glühenden Kohlen auslegen, um den Parlamentariern »kosmische Erfahrungen« zu ermöglichen. Das hätte auch möglicherweise für die Nachrücker Vorteile, da davon auszugehen ist, daß – sei es aufgrund geographischer Verhältnisse, sei es aufgrund seelischer Erfahrungen – einige Abgeordnete dem Parlament abhanden kommen.
Mein Vorschlag hat leider einen Nachteil: für die Räder der Trolleys müßte man eine feuerfeste Lösung finden:

"Das EU Parlament - Ein Nest voller korrupter gieriger Politiker" {5:52}

01237 Dresdner Sozialwacht
Am 12.08.2015 veröffentlicht 
Ein ausnahmsweise mal investigativer Bericht von RTL, indem der Parasitismus der EU-Abgeordneten entlarvt wird. Die Abgeordneten kassieren Spitzengehälter, ohne einen Finger krumm zu machen. Um möglichst viel Beute zu machen, tragen sie sich morgens in die Anwesenheitsliste ein, um anschließend sofort wieder abzureisen.

Aber bei dem Kindergarten sollte man das Ganze vielleicht nicht ganz so ernst nehmen:
Jan, Ska & Terry berichten aus der 1. Plenarwoche, Juli 2014 {3:41}

Jan Philipp Albrecht
Am 03.07.2014 veröffentlicht 
Themen diese Woche aus der 1. konstituierenden Sitzung des neuen Europäischen Parlaments:
-Ab jetzt mit dabei: Terry Reintke, Eure junggrüne Stimme aus NRW
-Beunruhigendes: viele readikale rechte Abgeordnete sind mit den Wahlen ins Parlament eingezogen, ABER Marine Le Pen hat es nicht geschafft, eine eigene Fraktion zu gründen.
-Erfreuliches: Die Grüne Fraktion zählt 50 Mitglieder im EP.
-Institutionelles: Neuer alter Parlamentspräsident ist Martin Schulz, der Kommissionspräsident wird in 2 Wochen gewählt. Dazu befragen die Grünen Jean Claude Juncker in einem öffentlichen hearing. Schaut rein und twittert mit!
Kommentare? Teilen? Daumen hoch? Immer gerne!
alter Info-Text vom 03.07.2014
Auch in dieser Legislaturperiode berichten Jan und Ska wieder aus jeder Plenarsitzung. Jetzt wird auch Terry dazukommen, sie ist als Kandidatin der Grünen Jugend neu ins Parlament gewählt worden. Diese Woche wurden die neuen Ausschüsse verteilt und der Präsident des Parlaments gewählt. Aber seht selbst!

Aber warum soll’s anders sein als anderswo:
Bayerische Landtagsabgeordnete tricksen weiter - Vetternwirtschaft im Landtag | Report Mainz | SWR {8:32}

ARD
Am 03.11.2015 veröffentlicht 
http://www.ardmediathek.de/tv - Seit dem Skandal um Vetternwirtschaft vor zwei Jahren soll im Bayerischen Landtag eigentlich alles sauber sein. Doch gegenüber REPORT MAINZ erheben Abgeordnetenmitarbeiter jetzt schwere Vorwürfe.
siehe auch:
- "Juhuuuu" - Spott für Grünen-Video aus dem EU-Parlament (Der Westen, 08.07.2014)
Per Youtube-Video informieren drei deutsche Grünen-Abgeordnete von ihren Erlebnissen im Europaparlament. Das jüngste Video mit Ska Keller, Jan Philipp Albrecht und Terry Reintke sorgt jedoch für Spott im Netz - und offenbart ein bizarres Demokratieverständnis.

Seilbahngesetz | EXTRA 3 | NDR [2:21]

Veröffentlicht am 19.07.2012
Eine Seilbahn in Schwerin -- da müsste Mecklenburg-Vorpommern ja ein Seilbahngesetz haben? Fragte sich Martina Hauschild schon 2004.
http://www.x3.de
Mehr Videos:
http://www.ardmediathek.de
http://mediathek.daserste.de
Zitat Otto Ebnet, Wirtschaftsminister M-V:
»Wenn Mecklenburg-Vorpommern dieses Gesetz, das hier im Land niemand braucht, nicht erläßt, dann sind wir von einem Bußgeld von der Europäischen Union bedroht, das bis zu 791.000 EUR pro Tag geht.«

mein Kommentar:
Da sollte doch einfach mal einer den Mut haben! Aber alle ducken sich weg.

dazu passen auch folgende beiden Meldungen:
- Kühe in Windeln gewickelt? (Christoph Jehle, Telepolis, 15.10.2014)
Ein Vorschlag der EU-Kommission hätte ein faktisches Nutzungsverbot für Hanglagen zur Folge
- UKIP beschuldigt Schulz der Abgeordnetenmanipulation (Peter Mühlbauer, 17.10.2014)
Einer lettischen Abgeordneten soll als Gegenleistung für einen Fraktionsaustritt die Leitung einer Auslandsdelegation angeboten worden sein - das Büro des deutschen Sozialdemokraten bestreitet die Vorwürfe
dazu auch:
- Abgeordnete tritt aus EFDD aus – Nigel Farage verliert Fraktionsstatus (Die Freie Welt, 17.10.2014)
Im EU-Parlament verliert die Gruppe um den populären Eurokritiker Nigel Farage den Fraktionsstatus. Eine Abgeordnete ist ausgetreten. Farage glaubt, Martin Schulz habe ihr dafür einen Posten geboten.
- EU-Parlament: Martin Schulz löst Fraktion der Euro-Skeptiker auf (DeutscheWirtschaftsNachrichten, 16.10.2014)
Die Fraktion der Euroskeptiker im EU-Parlament wird überraschend aufgelöst. Eine lettische Abgeordnete hat nach einem Treffen mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz ihren Austritt aus der Fraktion erklärt. Schulz bestreitet, dass er die Abgeordnete zu dem Schritt bewogen habe. Mit der Aberkennung des Fraktionsstatus verlieren die Euro-Skeptiker 4 Millionen Euro an Förderung und erhält deutlich weniger Redezeit.
- UKIP könnte im Mai auf 128 Sitze kommen (Peter Mühlbauer, Telepolis, 13.10.2014)
Obwohl die United Kingdom Independence Party (UKIP) bei den Europawahlen in Großbritannien mit 27,5 Prozent stärkste Partei wurde, sind die Europakritiker im Westminster-Parlament nur mit einem einzigen Abgeordneten vertreten - und das erst seit einer Nachwahl vom letzten Donnerstag. Einer neuen Umfrage zufolge könnten sie bald 128 Mal so viele Sitze haben.
aktualisiert am 08.11.2014

Bill Gates fordert progressive Verbrauchssteuern

In Europa behindern EU-Vorschriften eine Differenzierung 

Vor gut sechs Jahren zog sich der Microsoft-Gründer Bill Gates aus dem Geschäft zurück. Seitdem hat er viel Zeit. So viel, dass er sehr dicke Bücher lesen kann. Zum Beispiel Thomas Pikettys Capital in the Twenty-First Century. Nach eigenen Angaben findet er viele Ideen darin richtig, hat aber einige Verbesserungsvorschläge, die er mit dem Franzosen via Skype diskutierte. 

 Grundsätzlich stimmt der mit einem geschätzten Vermögen in Höhe von 72,7 Milliarden US-Dollar mutmaßlich reichste Mann der Welt mit Piketty darin überein, dass sich der Kapitalismus selbst nicht zufriedenstellend reguliert und dass eine extreme Ungleichheit die Demokratie unterminiert, Leistungsanreize verwässert und eine Tendenz zum Feudalismus in sich birgt. 

Allerdings sind die USA nach Gates Ansicht von so einem Zustand weit entfernt. In diesem Zusammenhang verweist er unter anderem darauf, dass von den laut Forbes 400 reichsten Leuten die Hälfte ihr Vermögen nicht ererbt, sondern selbst akkumuliert hat. Darüber hinaus berücksichtigt Piketty seiner Ansicht nach nicht ausreichend, dass sich in den letzten Jahrzehnten viel neuer Reichtum in Ländern wie China, Mexiko, Kolumbien, Brasilien und Thailand anhäufte.
mehr:
- Bill Gates fordert progressive Verbrauchssteuern (Peter Mühlbauer, Telepolis, 17.10.2014)

Kommentar von mir:
Oh, oh, Multimilliardäre machen sich Gedanken um den Fortbestand unserer Gesellschaft… Das sieht nicht gut aus. Kriegen die Bauern Angst um ihre Milchkühe?

(Ich habe oben Bill Gates nach Wikipedia verlinkt. Da ich allmählich alt werde, muß ich der Möglichkeit Rechnung tragen, daß die Anzahl der Leute, die Bill Gates nicht kennen, allmählich größer wird.)

Fukushima Update

Verzögerungen gibt es weiter mit dem Entfernen von radioaktivem Müll aus den Reaktorgebäuden und mit der Lagerung, noch sind alle 48 Reaktoren abgeschaltet

Gerade erst wieder wurden im Grundwasser des havarierten AKW Fukushima sehr hohe Cäsium-Konzentrationen festgestellt. Gemessen wurden in einem Brunnen in der Nähe von Reaktor 2 an der Küste die bislang höchsten Cäsium-Werte von 251. 000 Becquerel pro Liter. Gemessen wurden auch 7.8 Millionen Becquerel an Betastrahlung (z.B. Strontium-90). Schuld soll der heftige Regen sein, für den der Taifun Fanfone verantwortlich ist. Hohe Radioaktivität wurde auch an anderen Stellen in der Nähe der Tanks gemessen, in denen radioaktiv belastetes Kühlwasser gelagert wird.

Mehr als drei Jahre nach dem schweren Unfall, bei dem es zu einer Kernschmelze gekommen war, ist man noch nicht viel weiter mit der Sicherung und der Dekontaminierung gekommen. Eine neue Schätzung des Betreibers Tepco geht davon aus, dass für das havarierte AKW ein Tsunami mit einer Wellenhöhe von 26 m, doppelt so hoch wie frühere Annahmen, katastrophal gefährlich werden könnte, weil dann Wasser aus den Reaktorbehältern ins Meer gespült würde – belastet mit "hunderten
Billionen Becquerel Cäsium-137".

mehr:
- Fukushima: Rekordwerte von Cäsium im Grundwasser (Florian Rötzer, Telepolis, 17.10.2014)

Kommentar:

- Sind Wissen, Denken, Interpretationen, Aufmerksamkeit und Bewußtheit einfach nur Fragen der inneren Ökonomie? (Post, 19.10.2014)

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Fernseh-Doku “Spitzel und Spione” gibt Einblicke in die Gedankenwelt von Verfassungsschützern

Ein Team vom WDR hat eine Reihe von persönlichen Interviews mit Mitarbeitern im Keller eines Verfassungsschutzbüros geführt.
Die Spione werden im Halbprofil vor dunklem Hintergrund gezeigt. Zur Tarnung der Mitarbeiter im operativen Dienst sind diese mit Brillen, Perücken und falschen Bärten verkleidet, die sie wie die Darsteller eines alten Detektivfilms aussehen lassen.
Der Alltag der Geheimagenten ist weniger glamourös, als aus dem Fernsehen bekannt.
Ihre Ansichten zum NSU-Skandal stehen zunächst im Vordergrund. Gibt es ein kollektives Schuldbewusstsein der Mitarbeiter für das Versagen der Behörde? Eher nicht.
Sie schwanken zwischen professionellem Mitgefühl und Desinteresse. Auch der Vorschlag einer Entschuldigung bei den Familien der Opfer wird nicht von allen eingesehen. Von den Befragten hat da keiner persönlich versagt, weshalb sich einige nicht in der Verantwortung sehen.

mehr:
- Fernseh-Doku “Spitzel und Spione” gibt Einblicke in die Gedankenwelt von Verfassungsschützern (Netzpolitik.org, 16.10.2014)
Das Video 
- Spitzel und Spione - Innenansichten aus dem Verfassungsschutz
Nach der Mordserie des rechtsradikalen NSU hagelt es Kritik: Warum haben 16 Landesämter und das mächtige Bundesamt für Verfassungsschutz den "braunen Terror? nicht rechtzeitig erkannt?

befindet sich bis Mitte Januar 2015 in der ARD-Mediathek


NSA-Untersuchungsausschuß – Streit zwischen Regierung und Bundestag spitzt sich zu

Es hätte spannend werden können. Der NSA-Ausschuss hörte einen BND-Informatiker - öffentlich. Doch schon nach 40 Minuten platzte die Sitzung.

Der Zeuge T.B. hat eine leicht brüchige Stimme und macht immer wieder lange Pausen, offenbar um Präzision bemüht und darum, keine Angaben zu machen, die seine Aussagegenehmigung überschreiten. T.B. ist Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND), er ist bei der Bundeswehr zum Offizier ausgebildet worden, hat Informatik studiert und war für ein Rechenzentrum in "einem Nato-Hauptquartier" verantwortlich. Von September 2002 bis September 2007 war er in der BND-Dienststelle Bad Aibling eingesetzt und deswegen ist er jetzt hier, im Sitzungssaal 5.900 des Paul-Löbe-Hauses, Deutscher Bundestag, in dem der NSA-Untersuchungsausschuss tagt.

mehr:
- NSA-Untersuchungsausschuss – Streit zwischen Regierung und Bundestag spitzt sich zu (Tagesspiegel, 16.10.2014)

dazu auch:
- Drohung des Bundeskanzleramtes: Wir veröffentlichen den Brief, in dem uns Altmaier mit Strafanzeige droht (Andre Meister, Netzpolitik.org, 16.10.2014)
Unsere Berichterstattung zur weltweiten Totalüberwachung und der Rolle des BND schadet dem Staatswohl. Das behauptet der Chef des Bundeskanzleramtes in einem Brief an den Geheimdienst-Untersuchungsausschuss und droht Leakern mit Strafanzeige. Wir teilen diese Einschätzung nicht – und veröffentlichen den Brief.
Heute Mittag haben wir erfahren, dass das Bundeskanzleramt “NSA-Aufklärern” mit Strafanzeige droht. Jetzt liegt uns der Inhalt dieses Briefs vor – den wir selbstverständlich veröffentlichen.
Der Chef des Bundeskanzleramtes Peter Altmaier listet darin vier Pressemeldungen auf, darunter Das große Speichern (Spiegel), Codewort Eikonal – der Albtraum der Bundesregierung(Süddeutsche) und unsere Berichte Aussagegenehmigung: Wir veröffentlichen die Liste an Sachen, die BND-Mitarbeiter dem Parlament nicht sagen dürfen und Internes Protokoll: BND-Präsident und Kanzleramts-Chef hatten “große Sorge” vor Aufklärung zu BND-Aktivität.

dazu auch:
- NSA-Ausschuss bricht Vernehmung von BND-Zeugen ab (heise online, 17.10.2014)
Ein BND-Techniker war gerade dabei, im Bundestag über die mögliche Weitergabe umfangreicher Datensätze an die NSA auszusagen. Da stellten die Abgeordneten fest, dass ihnen die Regierung wichtige Akten nicht an die Hand gegeben hatte.

Normalerweise ziehen sich Zeugenbefragungen vor dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags bis tief in die Nacht hinein. Die öffentliche Sitzung am Donnerstag, an dem erstmals zwei Mitarbeiter der "operativen Ebene" des Bundesnachrichtendiensts (BND) den Abgeordneten Rede und Antwort stehen sollten, war dagegen nach zwei Stunden beendet. Als Grund nannte der Vorsitzende Patrick Sensburg (CDU), dass die Bundesregierung die zur Umsetzung des Beweisbeschlusses benötigten Akten den Parlamentariern "nicht vollumfänglich" zur Verfügung gestellt habe.


mein Kommentar:
Glaubt wirklich jemand, daß sich was ändert? Was (sei es technisch, sei es juristisch) machbar ist, wird gemacht. (Und das war schon immer so.) Auf die – sehr langsam in Bewegung kommende – Verschlüsselungsneigung der privaten User folgt schon jetzt das Ansinnen der Geheimdienste an Hard- und Software-Hersteller, Hintertüren einzubauen. 
siehe dazu:
- USA bestraft Export von Verschlüsselungssoftware (heise online, 17.10.2014)
Erstmals hat das Sicherheitsbüro der US-amerikanischen Handelsministeriums eine Firma mit einer Geldstrafe belegt, weil sie Verschlüsselungssoftware exportiert hat. Der Schritt wird von Anwälten als politisches Signal an die IT-Community interpretiert.

Da wir in einer Demokratie leben, haben wir die Erwartung an unseren Staat, daß der tätig wird. Nun gibt es aber nun mal Terroristen, und es gibt staatliche Organe, z. B. Geheimdienste, die bestimmte Interessen haben (welche auch immer).
Man stelle sich die Diskussion, die jetzt geführt wird, rückversetzt in die 70er/80er Jahre vor. Da würde es denn heißen: »Wer so blöd ist, sich bei Licht und ohne Vorhang auszuziehen, muß sich nicht wundern, wenn draußen vorm Fenster die Spanner Schlange stehen.« Sprich: Wer seine Nachrichten der Einfachheit halber nicht per Brief versenden will, der muß halt die Nachteile in Kauf nehmen.
Wir leben in einer Zeit, in der alles mögliche einfach gemacht werden soll. Daß sich jeder einzelne dadurch in eine Abhängigkeit begibt, wird ignoriert. Wer twittert und facebookt, muß sich nicht wundern…
Aber: Was mich baß erstaunt macht, ist zum Beispiel, daß die Telekom ihre gesamte Telefonie auf »online« umstellen will und daß es anscheinend niemanden gibt, der sich drüber aufregt. Da habe ich keine Alternative mehr, als den ganzen Tag am Internet drangestöpselt zu bleiben. Wenn mein Fernseher den ganzen Tag an der Leitung dranhängt, habe ich keine Probleme damit, weil es ist eine One-Way-Leitung, bei der ich nur Rezipient bin. Es gehen also keine Daten nach draußen. Bei der Online-Telefonie nicht. Aber anscheinend stört das keinen. Soll ich mich jetzt aufregen, daß das keinen stört? Wozu? Es müssen halt nur mal wieder ein paar Millionen Kunden- oder Konten-Daten geklaut werden, und das muß halt echt viel Arbeit machen, bis sich jemand aufregt.

Die letzten Meldungen hierzu:
- Dropbox-Hack: Bis zu sieben Millionen Nutzerdaten gestohlen? (Chip, 14.10.2014)
Der Cloud Speicher Dropbox soll angeblich gehackt worden sein. Dabei seien 7 Millionen Nutzerkonten auslesbar. Ein Leak auf der Content-Plattform Reddit sorgte gestern Abend und heute Nacht (Ortszeit) für die Veröffentlichung von mehreren Hundert Klarnamen von Personen und ihrer Zugangsdaten. In einem ersten Test konnten wir uns mit geleakten Zugangsdaten einloggen - und raten Dropbox-Nutzern daher dringend, ihr Passwort abzuändern. (So geht's...) Anscheinend machen auch andere User von den Log-ins Gebrauch. Die, die es freundlich mit den Betroffenen meinen, warnen die Besitzer der geplünderten Accounts eindringlich (siehe Screenshot rechts oben). .
- Angriff auf US-Baumarktkette: Daten von 56 Millionen Kreditkarten gestohlen (SPIEGEL Online, 19.09.2014)
Atlanta - Die US-Baumarktkette Home Depot ist Ziel eines gewaltigen Online-Raubzugs geworden. Zwischen April und September könnten Unbekannte die Daten von rund 56 Millionen Kunden-Kreditkarten erbeutet haben, teilte der Handelskonzern am späten Donnerstag mit (PDF). Die von den Tätern verwendete Schadsoftware sei inzwischen komplett entfernt worden.
US-Handelsketten wurden zuletzt häufiger von Hackern heimgesucht. So wurden erst vor wenigen Monaten bei der Supermarkt-Kette Target Daten von rund 40 Millionen Bankkarten erbeutet. Target erlitt danach deutliche Umsatzeinbußen. Cyber-Attacken gab es unter anderem auch bei der Warenhauskette Neiman Marcus und den China-Restaurants P. F. Chang.

- 1,2 Milliarden Profile gestohlen – Größter Datenklau aller Zeiten: Das müssen Sie jetzt wissen (Focus, 06.08.2014)
Russische Hacker haben 1,2 Milliarden Anmeldedaten für verschiedene Webseiten wie Facebook und eBay erbeutet. Die Wahrscheinlichkeit von dem Datenklau betroffen zu sein ist sehr hoch. Jetzt müssen Sie schnell handeln! FOCUS Online zeigt, wie Sie sich schützen können.
- Millionen Internetnutzer-Daten gestohlen – BSI bekommt Rückendeckung (RP Online, 23.01.2014)
Berlin. Im Zusammenhang mit dem Diebstahl von Millionen Internetnutzer-Daten hat der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Rückendeckung gegeben.

Ich warte mal (möglichst) in Ruhe ab, bis das erste E-Werk oder der erste Staudamm digital sabotiert bzw. deren Steuersoftware gehackt werden. Dann wird’s lustig!
siehe dazu:
Innenminister treibt IT-Sicherheitsgesetz voran (heise online, 18.10.2014)
Wenn Hacker die IT-Systeme von Banken oder Wasserwerken angreifen, könnte das schwerwiegende Folgen haben. Daher treibt Innenminister Thomas de Maizière ein Gesetz zu Mindestanforderungen voran – und setzt beim Datenschutz auf die EU.
- Computer statt Sturmgewehr - Digitale Front, neues Gefechtsfeld für die Streitkräfte? (Michael Hollenbach, AG Friedensforschung, 10.10.2014; Ankündigung und Download des Podcasts bei NDR Info)
Andreas Flocken (Moderator): Cyberwar - damit beschäftigen sich inzwischen auch die Streitkräfte immer mehr. Allerdings gibt es viele ungeklärte Fragen - völkerrechtliche und ethische. „Die Digitale Front. Das Internet als Kriegszone“ - das war in der vergangenen Woche der Titel einer Veranstaltung der Katholischen Akademie in Berlin. Michael Hollenbach hat die Diskussion verfolgt
Wie sicher ist mein Trinkwasser? (WDR 5 Schwerpunktthema, 28.07.2014)
Trinkwasser ist lebenswichtig. In Deutschland sind wir damit bestens versorgt. Doch wie sicher ist unsere Wasserversorgung? Und sind die Wasserwerke eigentlich ausreichend gegen Angriffe geschützt? Ein Besuch im Trinkwasserwerk Westhoven.
Wasserwerk-Hack gibt Rätsel auf (Andreas Lerg, T-Online, 24.11.2011)
Rätselraten um den Hackerangriff auf ein Wasserwerk im US-Bundesstaat Illinois. Ermittlungen des FBI und des Department of Homeland Security (DHS) kommen zum Schluss, dass der Ausfall einer Pumpe nicht durch Einwirkung von außen verursacht wurde. Einen zweiten Hacker, der Beweise für einen anderen, gleichartigen Angriff liefert, ignorieren die Behörden jedoch.

Bis dahin bleibt mir nur Schulterzucken. Unsere althergebrachte Vorstellung von Freiheit und Demokratie löst sich gerade durch die rasant fortschreitende Verzahnung mit der digitalen Welt auf, und unsere Denk- und Beurteilungssysteme kommen nicht mehr mit.