Ganz im Sinne der herrschenden Kriegstreiber verbreiten die Medien Vorurteile, Stereotype und Hetze, wenn es um Russland geht.
„Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien“ (1). Mit diesem Satz beschreibt der Soziologe Niklas Luhmann die überaus hohe Deutungshoheit der Medien und deren Macht, den Massen ein Bild der Realität zu vermitteln, das ihren Vorstellungen und Ansichten entspricht. Dass in der Gesellschaft die Tendenz vorherrscht, diese Meinungen mehr oder weniger ungeprüft zu übernehmen, ist mittlerweile nachgewiesen (2). Andererseits haben die Medien aufgrund ihrer hohen Deutungsmacht eine gewisse Verantwortung der Gesellschaft gegenüber, der sie mit einer möglichst objektiv-sachlichen Berichterstattung nachkommen sollten. Dass dies jedoch nicht immer der Fall ist, lässt sich am Beispiel der Russlandberichterstattung zeigen. Diese ist in erster Linie von Vorurteilen und Stereotypen geprägt (3).
„Ich fürchte nicht, dass das russische Volk an Hunger sterben könnte, denn Gott selbst ernährt es mit seiner ewigen Liebe“ (6). Dieses Zitat des deutschen Dichters und Lyrikers Rainer Maria Rilke aus dem Jahr 1900 zeigt, welche Faszination die in Russland lebenden Menschen schon damals unter Teilen der deutschen Poeten ausgelöst hat. Auch Thomas Mann und Friedrich Nietzsche galten als große Bewunderer Russlands. So bezeichnete Nietzsche Russland als die „einzige Macht (...), die noch etwas versprechen kann“ – ganz im Gegensatz „zu der erbärmlichen europäischen Kleinstaaterei und Nervosität“ (7).
Auf die Einstellung der deutschen Bevölkerung hatten diese Zuschreibungen nur sehr geringen Einfluss. So fixierte Deutschland seine Ostpolitik vom ausgehenden 17. Jahrhundert zwar an in erster Linie auf Russland, doch auch damals schon waren unter der deutschen Bevölkerung starke Vorurteile und Stereotype gegenüber den Russen verbreitet. Feierten große Teile der Bevölkerung Alexander I., der 1813 Napoleon besiegte, noch als „Befreier Europas“ (8), galt sein Nachfolger Nikolaj I., der die revolutionären Bewegungen in Europa unterdrückte und sich für den Erhalt der Monarchie einsetzte, den Liberalen und Demokraten als Inbegriff der Despotie und reaktionären Politik. Daher etablierte sich unter dessen Herrschaft zunehmend das Bild eines nach Expansion strebenden Russlands, welches sich möglicherweise auch die deutschen Staaten zueigen machen könnte. Und so stand beispielsweise auf den Flugblättern aus dem Revolutionsjahr 1848 die beängstigende Botschaft: „Die Russen kommen“ (3).
mehr:
- Die Russland-Verschwörung (Flavio von Witzleben, Rubikon, 22.11.2018)
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Donnerstag, 22. November 2018
Die besten Fotos der «Comedy Wildlife Photography Awards»
Es ist der lustigste Tierfoto-Wettbewerb der Welt, doch verfolgt die Sammlung von tierischen Komikern ein ernstes Thema …
Jahr für Jahr demonstrieren Tiere ihr komödiantisches Talent bei einem der skurrilsten Foto-Wettbewerbe der Welt – den Comedy Wildlife Photography Awards. Hier finden sich die Gewinner 2018 und die besten Schnappschüsse von 2017 in einer Galerie.
mehr:
- Tierisch lustig: Die besten Fotos der «Comedy Wildlife Photography Awards» (Swisscom (Schweiz) AG, 22.11.2018)
Jahr für Jahr demonstrieren Tiere ihr komödiantisches Talent bei einem der skurrilsten Foto-Wettbewerbe der Welt – den Comedy Wildlife Photography Awards. Hier finden sich die Gewinner 2018 und die besten Schnappschüsse von 2017 in einer Galerie.
mehr:
- Tierisch lustig: Die besten Fotos der «Comedy Wildlife Photography Awards» (Swisscom (Schweiz) AG, 22.11.2018)
Gellermann-Update: Die Süddeutsche hat sich selbst ins Knie geschossen
Fröhliche Gesichter im Saal des Münchner Landgerichts: Freunde und Leser der RATIONALGALERIE beglückwünschten Uli Gellermann: Der war vom Medienkonzern, der die SÜDDEUTSCHE herausgibt, wegen einer angeblichen Beleidigung verklagt worden. Im Prozess – zu dem als Zeuge der Redakteur Hubert Wetzel aus den USA angereist war – stellte sich heraus, dass die Klage des angeblich beleidigten Wetzel nicht von ihm selbst angestrebt worden war. Die Rechtsabteilung der SÜDDEUTSCHEN hatte den inkriminierten Artikel zu einem „postfaktischen Arschloch“ aus dem Internet gefischt und dem Angestellten der Zeitung offenkundig eine Klage nahegelegt. Der juristische Anfängerfehler: Beleidigungsklagen müssen vom Beleidigten selbst angestrebt werden. Doch die süddeutsche Attacke auf die Meinungsfreiheit sollte, dem Willen der Inhaber folgend, von den Hausjuristen erledigt werden.
Erst im Verlauf der richterlichen Befragung des Zeugen stellte sich die ganze Wahrheit heraus: Nicht der Redakteur Wetzel hatte geklagt, sondern die unprofessionelle Rechtsabteilung des Münchner Blattes übernahm die Rolle des Beleidigten. Das gab dem Wortverbrecher Gellermann die Gelegenheit, dem Gericht und dem Zeugen erneut deutlich zu machen, dass er den Artikel der SZ zu den möglichen Russlandverbindungen des US-Präsidenten für schlechten Journalismus, letztlich für politische Propaganda, hält. Präzis erklärte er vor Gericht, dass der Artikel der SZ im Kern auf einem Geheimdienst-Dossier basiere, Geheimdienste aber nun mal nur Interessen von Politik und Militär wahrnehmen, also kaum verläßliche Informationen für Zeitungsleser liefern.
Auch ein Schmuddel-Video – das niemand gesehen und geprüft hat und angeblich Sexspiele des US-Präsidenten zeigen soll, in denen Urin eine Hauptrolle spielt – war der SÜDDEUTSCHEN Grundlage für ihre sonderbare Auffassung von Journalismus. Zwar wurde auch diese Tatsache vom Gericht nicht bestritten, aber der Richter ritt gern weiter darauf herum, dass das böse Wort „Arschloch“ in Gellermanns Artikel vorgekommen sei. Dass der Beklagte sich nur der Was-wäre-Wenn-Methode der SÜDDEUTSCHEN bedient hatte, also den Konjunktiv als Waffe benutzte, war schon der juristischen Instanz vorher nicht zugänglich, die den Filmemacher und Journalisten bereits verurteilt hatte. Auch der anwesende Staatsanwalt, der eine eigene Revision des Urteils anstrebte, wollte mit Gellermann über dessen Denkansatz nicht diskutieren: Wer, wie die SÜDDEUTSCHE statt sauber recherchierten Journalismus lieber Feindbilder verbreite, der sei schlicht unseriös, also auch nicht zu beleidigen.
mehr:
- SÜDDEUTSCHE verliert - Obdachlose gewinnen Juristen des Medienkonzerns setzen eine Klage in den Sand (U. Gellermann, Rationalgalerie, 22.11.2018)
siehe auch:
- Propaganda mit Fragezeichen? – Der nächste Blogger vor Gericht… (Post, 14.06.2018)
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Erst im Verlauf der richterlichen Befragung des Zeugen stellte sich die ganze Wahrheit heraus: Nicht der Redakteur Wetzel hatte geklagt, sondern die unprofessionelle Rechtsabteilung des Münchner Blattes übernahm die Rolle des Beleidigten. Das gab dem Wortverbrecher Gellermann die Gelegenheit, dem Gericht und dem Zeugen erneut deutlich zu machen, dass er den Artikel der SZ zu den möglichen Russlandverbindungen des US-Präsidenten für schlechten Journalismus, letztlich für politische Propaganda, hält. Präzis erklärte er vor Gericht, dass der Artikel der SZ im Kern auf einem Geheimdienst-Dossier basiere, Geheimdienste aber nun mal nur Interessen von Politik und Militär wahrnehmen, also kaum verläßliche Informationen für Zeitungsleser liefern.
Auch ein Schmuddel-Video – das niemand gesehen und geprüft hat und angeblich Sexspiele des US-Präsidenten zeigen soll, in denen Urin eine Hauptrolle spielt – war der SÜDDEUTSCHEN Grundlage für ihre sonderbare Auffassung von Journalismus. Zwar wurde auch diese Tatsache vom Gericht nicht bestritten, aber der Richter ritt gern weiter darauf herum, dass das böse Wort „Arschloch“ in Gellermanns Artikel vorgekommen sei. Dass der Beklagte sich nur der Was-wäre-Wenn-Methode der SÜDDEUTSCHEN bedient hatte, also den Konjunktiv als Waffe benutzte, war schon der juristischen Instanz vorher nicht zugänglich, die den Filmemacher und Journalisten bereits verurteilt hatte. Auch der anwesende Staatsanwalt, der eine eigene Revision des Urteils anstrebte, wollte mit Gellermann über dessen Denkansatz nicht diskutieren: Wer, wie die SÜDDEUTSCHE statt sauber recherchierten Journalismus lieber Feindbilder verbreite, der sei schlicht unseriös, also auch nicht zu beleidigen.
mehr:
- SÜDDEUTSCHE verliert - Obdachlose gewinnen Juristen des Medienkonzerns setzen eine Klage in den Sand (U. Gellermann, Rationalgalerie, 22.11.2018)
siehe auch:
- Propaganda mit Fragezeichen? – Der nächste Blogger vor Gericht… (Post, 14.06.2018)
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Mittwoch, 21. November 2018
Uthoff IST Friedrich Merz!!
DIE ANSTALT: Enthüllt - Uthoff IST Friedrich Merz!!! {3:00}
siehe auch:
- Merz – Die postfaktische Sehnsucht nach dem starken Mann… (Post, 04.11.2018)
- Friedrich Merz im Eliten-Filz (Post, 30.10.2018)
- Friedrich Merz als transatlantischer Strippenzieher (Post, 30.01.2016)
DavidLovesNY
Am 21.11.2018 veröffentlicht
Diese Ähnlichkeit ist wirklich gruselig.
Diese Ähnlichkeit ist wirklich gruselig.
siehe auch:
- Merz – Die postfaktische Sehnsucht nach dem starken Mann… (Post, 04.11.2018)
- Friedrich Merz im Eliten-Filz (Post, 30.10.2018)
- Friedrich Merz als transatlantischer Strippenzieher (Post, 30.01.2016)
Dienstag, 20. November 2018
Wozu ein Diktator? Wir haben Big Data!
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Bundesgesundheitsministerium verschiebt die Anschlussverpflichtung für die Ärzte auf 2019, 80 Prozent der Ärzte haben sich noch nicht angeschlossen
Die Gesundheitskarte wird seit Jahren angepriesen als Beitrag zu mehr Service, mehr Transparenz, zu Kostensenkung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Kurzum: Die Karte für alles Gute im Gesundheitssystem. So die Verheißung. Doch bis heute sind lediglich einige Grunddaten auf der Karte gespeichert. Bisher ist nicht einmal die Blutgruppe darauf zu finden. Zumindest das soll sich ändern, aber sonst nicht viel. In Arbeit sind stattdessen die elektronische Patientenakte und letztlich die zentrale Speicherung aller Patientendaten.
90 Prozent Verweigerung bei Psychotherapeuten
Im Gespräch mit Telepolis erklärt Dieter Adler, Initiator des Kollegennetzwerk Psychotherapie, (9.500 Mitglieder), den Paradigmenwechsel im Umgang mit Patientendaten:
"Bisher konnte jeder, der zum Arzt oder Psychotherapeuten ging, darauf vertrauen, dass seine medizinischen Daten in den Praxen der Ärzte und Psychotherapeuten sicher vor dem Zugriff anderer sind. Zwar benutzen nahezu alle Behandler Computer, um Befunde, Berichte und Patientendaten zu speichern. Diese Rechner waren jedoch nie an irgendein externes Netz angeschlossen. Ärztekammern und Kassenärztliche Vereinigungen warnten bisher vor den Risiken und rieten Ärzte und Psychotherapeuten davon ab, ihre Praxisrechner ans Internet anzuschließen.
Jetzt sollen sich alle Behandler, Apotheken und Krankenhäuser an das Internet anschließen lassen. Zwangsweise, denn nach dem sogenannten eHealth-Gesetz müssen alle ab dem 01.01.2019 an ein eigenes Netz, das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den gesetzlichen Krankenkassen betrieben wird, angeschlossen sein. Zunächst nur eine Zwangsvernetzung, die aber nach Willen des Bundesgesundheitsministers zu einer zentralen Speicherung alle Patientendaten führen soll.
Telematik-Infrastruktur nennt sich das Zauberwort - was zunächst so kryptisch, wie ungefährlich klingt. Knotenpunkt der Vernetzung ist die Gesellschaft für Telematik, kurz Gematik, in Berlin. Hier werden die Daten aller Praxen gebündelt und sollen in einem zweiten Schritt auf zentralen Servern, betrieben von der Bertelsmann Tochterfirma Arvato, gespeichert werden. Ziel des Gesundheitsministeriums ist es, in einer einzigen elektronischen Gesundheitsakte, alle Daten eines Patienten zusammenzuführen."
mehr:
- Wer braucht die zentrale Patientendatei? (Annette Hauschild und Helmut Lorscheid, Telepolis, 20.11.2018)
siehe auch:
- Meltdown & Spectre: Sicherheitslücken in Mikroprozessoren tangieren die Einführung der Telematikinfrastruktur (Post, 10.01.2018)
- Telematik – mit dem Kopf durch die Wand (Post, 26.03.2018)
- Telematikinfrastruktur: Fristverlängerung für Online-Rollout jetzt amtlich 😝 (Post, 16.11.2017)
- Ärger um ungültige Gesundheitskarten (Post, 04.10.2017)
- Hurra, die Telematik kommt! 😜 (Post, 09.08.2017)
- Bertelsmann: Juristen und NRW-Lokalpresse nehmen Piraten-Kritik auf (Post, 28.02.2017)
- Elektronische Gesundheitskarte, digitale Transformation und unsere Zukunft in der Obhut von Bertelsmann (Post, 06.04.2016)
- GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (Post, 02.07.2015)
- Elektronische Gesundheitskarte: Freie Ärzteschaft ruft zum Boykott der Online-Tests auf (Post, 04.05.2014)
- Neue Risiken und Nebenwirkungen bei der elektronischen Gesundheitskarte (Post, 30.04.2014)
- Elektronische Gesundheitskarte rechtswidrig (Post, 13.03.2014)
- GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (Post, 10.02.2014)
Der aus dem englischen Sprachraum stammende Begriff Big Data [ˈbɪɡ ˈdeɪtə] (von englisch big ‚groß‘ und data ‚Daten‘) bezeichnet Datenmengen, welche beispielsweise zu groß, zu komplex, zu schnelllebig oder zu schwach strukturiert sind, um sie mit manuellen und herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitungauszuwerten.[1] Im deutschsprachigen Raum ist der traditionellere Begriff Massendaten gebräuchlich.
„Big Data“ wird häufig als Sammelbegriff für digitale Technologien verwendet, die in technischer Hinsicht für eine neue Ära digitaler Kommunikation und Verarbeitung und in sozialer Hinsicht für einen gesellschaftlichen Umbruch verantwortlich gemacht werden.[2] dabei unterliegt der Begriff als Schlagwort einem kontinuierlichen Wandel; so wird mit ihm ergänzend auch oft der Komplex der Technologien beschrieben, die zum Sammeln und Auswerten dieser Datenmengen verwendet werden.[3][4]
In der Definition von Big Data bezieht sich das „Big“ auf die drei Dimensionen
- volume (Umfang, Datenvolumen),
- velocity (Geschwindigkeit, mit der die Datenmengen generiert und transferiert werden) sowie
- variety (Bandbreite der Datentypen und -quellen).[5]
Erweitert wird diese Definition um die zwei V value und validity, welche für einen unternehmerischen Mehrwert und die Sicherstellung der Datenqualität stehen.[6]
Die gesammelten Daten können dabei aus verschiedensten Quellen stammen (Auswahl):
- Aufzeichnungen verschiedenster Überwachungssysteme.[7]
- die Nutzung von Kunden- oder Bank- bzw. Bezahlkarten (Giro („EC“)-, Kreditkarte),
- jegliche elektronische Kommunikation, dabei auch die persönlich geprägte, individuell unterschiedliche Art und Weise der Benutzung z. B. eines Smartphones (sowohl manuelle wie geografische Bewegungsmuster),[8]
- geschäftliche bzw. private Nutzung elektronischer Geräte oder Systeme wie „Fitness“- bzw. „Gesundheitsarmbänder“ bzw. „Wearables“ wie „Activity Tracker“ oder „Smartwatches“, „Ambient Assisted Living“ („umgebungsunterstütztes Leben“) oder globaler Navigationssysteme wie „GPS“, Smartphones, Computer usw.,
- die Nutzung von Social-Media-Informationen und -Interaktionen,
- Kraftfahrzeuge (insbesondere im Kontext „Vernetztes Auto“),
- vernetzte Technik in Häusern („Smart Homes“, „Smart Meter“),
- von Behörden und Unternehmen erhobene und gesammelte Daten.
„Big Data“ umfasst auch Bereiche, die als „intim“ bzw. „privat“ gelten: Der Wunsch der Industrie und bestimmter Behörden, möglichst freien Zugriff auf diese Daten zu erhalten, sie besser analysieren zu können und die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, gerät dabei unweigerlich in Konflikt mit geschützten Persönlichkeitsrechten der Einzelnen. Ein Ausweg ist allein durch eine Anonymisierung der Daten zu erreichen. Klassische Anwender sind Provider sozialer Netzwerke und von Suchmaschinen. Die Analyse, Erfassung und Verarbeitung von großen Datenmengen ist heute in vielen Bereichen alltäglich.
Big Data kann Geschäftsprozess-Verbesserungen in allen Funktionsbereichen von Unternehmen, vor allem aber im Bereich der Technologieentwicklung und Informationstechnik sowie des Marketings erzeugen.[9] Die Erhebung und Verwertung der Datenmengen dient dabei im Allgemeinen der Umsetzung von Unternehmenszielen oder zur staatlichen Sicherheit. Bisher haben vor allem große Branchen, Unternehmen und Anwendungsbereiche der Wirtschaft, Marktforschung, Vertriebs- und Servicesteuerung, Medizin, Verwaltung und Nachrichtendienste die entsprechenden digitalen Methoden für sich genutzt: Die erfassten Daten sollen weiterentwickelt und nutzbringend eingesetzt werden. Die Erhebung der Daten dient dabei meistens für konzernorientierte Geschäftsmodelle sowie Trendforschung in den sozialen Medien und Werbeanalysen, um zukunftsweisende und möglicherweise gewinnbringende Entwicklungen zu erkennen und in Prognosen umzumünzen.[10]
[Big Data, Wikipedia, abgerufen am 22.11.2018]==========
Die Gesundheitskarte wird seit Jahren angepriesen als Beitrag zu mehr Service, mehr Transparenz, zu Kostensenkung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Kurzum: Die Karte für alles Gute im Gesundheitssystem. So die Verheißung. Doch bis heute sind lediglich einige Grunddaten auf der Karte gespeichert. Bisher ist nicht einmal die Blutgruppe darauf zu finden. Zumindest das soll sich ändern, aber sonst nicht viel. In Arbeit sind stattdessen die elektronische Patientenakte und letztlich die zentrale Speicherung aller Patientendaten.
90 Prozent Verweigerung bei Psychotherapeuten
Im Gespräch mit Telepolis erklärt Dieter Adler, Initiator des Kollegennetzwerk Psychotherapie, (9.500 Mitglieder), den Paradigmenwechsel im Umgang mit Patientendaten:
"Bisher konnte jeder, der zum Arzt oder Psychotherapeuten ging, darauf vertrauen, dass seine medizinischen Daten in den Praxen der Ärzte und Psychotherapeuten sicher vor dem Zugriff anderer sind. Zwar benutzen nahezu alle Behandler Computer, um Befunde, Berichte und Patientendaten zu speichern. Diese Rechner waren jedoch nie an irgendein externes Netz angeschlossen. Ärztekammern und Kassenärztliche Vereinigungen warnten bisher vor den Risiken und rieten Ärzte und Psychotherapeuten davon ab, ihre Praxisrechner ans Internet anzuschließen.
Jetzt sollen sich alle Behandler, Apotheken und Krankenhäuser an das Internet anschließen lassen. Zwangsweise, denn nach dem sogenannten eHealth-Gesetz müssen alle ab dem 01.01.2019 an ein eigenes Netz, das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den gesetzlichen Krankenkassen betrieben wird, angeschlossen sein. Zunächst nur eine Zwangsvernetzung, die aber nach Willen des Bundesgesundheitsministers zu einer zentralen Speicherung alle Patientendaten führen soll.
Telematik-Infrastruktur nennt sich das Zauberwort - was zunächst so kryptisch, wie ungefährlich klingt. Knotenpunkt der Vernetzung ist die Gesellschaft für Telematik, kurz Gematik, in Berlin. Hier werden die Daten aller Praxen gebündelt und sollen in einem zweiten Schritt auf zentralen Servern, betrieben von der Bertelsmann Tochterfirma Arvato, gespeichert werden. Ziel des Gesundheitsministeriums ist es, in einer einzigen elektronischen Gesundheitsakte, alle Daten eines Patienten zusammenzuführen."
mehr:
- Wer braucht die zentrale Patientendatei? (Annette Hauschild und Helmut Lorscheid, Telepolis, 20.11.2018)
siehe auch:
- Meltdown & Spectre: Sicherheitslücken in Mikroprozessoren tangieren die Einführung der Telematikinfrastruktur (Post, 10.01.2018)
- Telematik – mit dem Kopf durch die Wand (Post, 26.03.2018)
- Telematikinfrastruktur: Fristverlängerung für Online-Rollout jetzt amtlich 😝 (Post, 16.11.2017)
- Ärger um ungültige Gesundheitskarten (Post, 04.10.2017)
- Hurra, die Telematik kommt! 😜 (Post, 09.08.2017)
- Bertelsmann: Juristen und NRW-Lokalpresse nehmen Piraten-Kritik auf (Post, 28.02.2017)
- Elektronische Gesundheitskarte, digitale Transformation und unsere Zukunft in der Obhut von Bertelsmann (Post, 06.04.2016)
- GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (Post, 02.07.2015)
- Elektronische Gesundheitskarte: Freie Ärzteschaft ruft zum Boykott der Online-Tests auf (Post, 04.05.2014)
- Neue Risiken und Nebenwirkungen bei der elektronischen Gesundheitskarte (Post, 30.04.2014)
- Elektronische Gesundheitskarte rechtswidrig (Post, 13.03.2014)
- GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (Post, 10.02.2014)
- Die elektronische Gesundheitskarte – heiße Nadel und heiße Luft (Post, 24.09.2011)
- Bertelsmann in Aktion (Post, 29.02.2008)
- Bertelsmann macht Staat (Post, 30.04.2007)
- Zahlen zur elektronischen Gesundheitskarte (Post, 27.03.2007)- Bertelsmann in Aktion (Post, 29.02.2008)
- Bertelsmann macht Staat (Post, 30.04.2007)
Tagesdosis 20.11.2018 – „High Noon“: Der Kampf gegen die Pressefreiheit in den USA (Podcast)
Unabsichtlich, durch einen blöden Fehler(1), kam am 15. November zutage, was das Justizministerium unter Donald Trump mit Julian Assange vorhat, dessen Asyl in der ecuadorianischen Botschaft nach steter Bearbeitung der neuen Regierung des südamerikanischen Staates durch die US Regierung nur noch in Tagen bemessen ist.
Beim Kopieren eines Textabschnittes von einer Anklageschrift zur anderen wurde eine Passage verwendet, aus der hervorgeht, dass eine sogenannte „Geheime Anklageschrift“ gegen Julian Assange existiert. Sie sollte erst in dem Moment veröffentlicht werden, in dem der Gründer von Wikileaks in London festgenommen wird. Und offenbar, so schließt das bisher nicht für anti-amerikanische Verschwörungstheorien bekannte „Wall Street Journal“ aus den Passagen, soll eine Spionage-Anklage gegen Julian Assange erhoben werden.(2) Der Passus „Informationen, die die nationale Sicherheit betreffen“ eröffnet ungeahnte Möglichkeiten der Strafverfolgung, zum Beispiel ein nicht-öffentliches Verfahren vor einem Militärgericht, mit den entsprechenden drakonischen Strafen. Was noch in der Wundertüte des US Justizministeriums auf Assange wartet, ist unbekannt, klar ist nur, dass es eine Anklage mit verschiedenen Punkten ist.
Darum ging es, von Anfang an. Nicht um die fadenscheinige Verfolgung einer „Vergewaltigung“. Selten demaskierte sich das herrschende Recht so sehr als das Recht der Herrschenden. Die US-Regierung, der „Tiefe Staat“ und der finanziell-industriell-miltärische Komplex wollten und werden Rache nehmen für die Veröffentlichung vieler geheimer Dokumente durch Wikileaks. Beweise für Machenschaften, die eigentlich nie in das gleißende Licht der Öffentlichkeit geraten sollten.
Die Supermacht, die gerne einzige Supermacht des Planeten bleiben würde, war des öfteren durch Wikileaks bloßgestellt worden. So mit dem Video „Collateral Murder“, das die Vernichtung einer Kameracrew im Irak dokumentierte, mit Unterlagen zu Guantanamo, mit Botschaftsdepeschen, mit Dokumenten zum Abhören der deutschen Regierung durch die NSA, mit Protokollen des NSA-Untersuchungsausschusses in den USA, mit den Teilnehmerlisten der Bilderberg Konferenzen und last but not least mit den Emails des Wahlkampfteams von Hillary Clinton, die belegten, mit welch schmutzigen Methoden Clinton gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders vorgegangen war.
Julian Assange hat den Kaiser zu oft nackt präsentiert. Dafür soll er bestraft werden.
Selbstverständlich. Kein Regierungschef einer Bananenrepublik würde es akzeptieren, so vorgeführt zu werden, und dann auch noch im Namen der Pressefreiheit. Weswegen z.B. Thailand, Nordkorea, Zimbabwe, China, Israel, Russland und die Türkei den Zugang zu Wikileaks teilweise oder generell blockierten. Nur in einer echten Demokratie würde die Pressefreiheit garantieren, dass sich eine Regierung damit abfinden muss, dass ihre Staatsbürger im Interesse eines höherwertigen Rechtes der Öffentlichkeit Informationen über Verfehlungen des Staates erhalten. Um eine Reparaturfähigkeit des Systems zu ermöglichen, das Auswüchse seines Machtapparates in einem kontinuierlichen Kontroll-Prozesses selbst aufdeckt und angeht.
So wie man es über Jahrzehnte vorgebetet bekam: an Universitäten, in Zeitungen und Rundfunksendungen. Die Pressefreiheit – wurde uns gebetsmühlenartig eingebleut – sei eine unverzichtbare Errungenschaft der Demokratie. Ja, auch in demokratischen Staaten gäbe es Machtmissbrauch, aber, und das unterscheide sie von Diktaturen und Bananenrepubliken, würden dort wachsame Medien darüber berichten. Und dann würde alles wieder gut, was zeitweise böse war. Kein Grund zur Sorge, die Beschützer der Demokratie halten die Wacht am Potomac. Und wir am Rhein haben von ihnen gelernt. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute, in Ewigkeit, amen.
Tatsächlich zeigen die US-Regierungen seit Bush und Obama mit der erfolgten Verurteilung von Chelsea Manning, dem geplanten Geheimverfahren gegen Assange und der hartnäckigen Jagd auf Edward Snowden, was die USA wirklich sind: eine Bananenrepublik mit Atomwaffen. Eine Dissidenten verfolgende Oligarchie mit korruptem Rechtsverständnis.
mehr:
- Tagesdosis 20.11.2018 – „High Noon“: Der Kampf gegen die Pressefreiheit in den USA (Podcast) (Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 20.11.2018)
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Beim Kopieren eines Textabschnittes von einer Anklageschrift zur anderen wurde eine Passage verwendet, aus der hervorgeht, dass eine sogenannte „Geheime Anklageschrift“ gegen Julian Assange existiert. Sie sollte erst in dem Moment veröffentlicht werden, in dem der Gründer von Wikileaks in London festgenommen wird. Und offenbar, so schließt das bisher nicht für anti-amerikanische Verschwörungstheorien bekannte „Wall Street Journal“ aus den Passagen, soll eine Spionage-Anklage gegen Julian Assange erhoben werden.(2) Der Passus „Informationen, die die nationale Sicherheit betreffen“ eröffnet ungeahnte Möglichkeiten der Strafverfolgung, zum Beispiel ein nicht-öffentliches Verfahren vor einem Militärgericht, mit den entsprechenden drakonischen Strafen. Was noch in der Wundertüte des US Justizministeriums auf Assange wartet, ist unbekannt, klar ist nur, dass es eine Anklage mit verschiedenen Punkten ist.
Darum ging es, von Anfang an. Nicht um die fadenscheinige Verfolgung einer „Vergewaltigung“. Selten demaskierte sich das herrschende Recht so sehr als das Recht der Herrschenden. Die US-Regierung, der „Tiefe Staat“ und der finanziell-industriell-miltärische Komplex wollten und werden Rache nehmen für die Veröffentlichung vieler geheimer Dokumente durch Wikileaks. Beweise für Machenschaften, die eigentlich nie in das gleißende Licht der Öffentlichkeit geraten sollten.
Die Supermacht, die gerne einzige Supermacht des Planeten bleiben würde, war des öfteren durch Wikileaks bloßgestellt worden. So mit dem Video „Collateral Murder“, das die Vernichtung einer Kameracrew im Irak dokumentierte, mit Unterlagen zu Guantanamo, mit Botschaftsdepeschen, mit Dokumenten zum Abhören der deutschen Regierung durch die NSA, mit Protokollen des NSA-Untersuchungsausschusses in den USA, mit den Teilnehmerlisten der Bilderberg Konferenzen und last but not least mit den Emails des Wahlkampfteams von Hillary Clinton, die belegten, mit welch schmutzigen Methoden Clinton gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders vorgegangen war.
Julian Assange hat den Kaiser zu oft nackt präsentiert. Dafür soll er bestraft werden.
Selbstverständlich. Kein Regierungschef einer Bananenrepublik würde es akzeptieren, so vorgeführt zu werden, und dann auch noch im Namen der Pressefreiheit. Weswegen z.B. Thailand, Nordkorea, Zimbabwe, China, Israel, Russland und die Türkei den Zugang zu Wikileaks teilweise oder generell blockierten. Nur in einer echten Demokratie würde die Pressefreiheit garantieren, dass sich eine Regierung damit abfinden muss, dass ihre Staatsbürger im Interesse eines höherwertigen Rechtes der Öffentlichkeit Informationen über Verfehlungen des Staates erhalten. Um eine Reparaturfähigkeit des Systems zu ermöglichen, das Auswüchse seines Machtapparates in einem kontinuierlichen Kontroll-Prozesses selbst aufdeckt und angeht.
So wie man es über Jahrzehnte vorgebetet bekam: an Universitäten, in Zeitungen und Rundfunksendungen. Die Pressefreiheit – wurde uns gebetsmühlenartig eingebleut – sei eine unverzichtbare Errungenschaft der Demokratie. Ja, auch in demokratischen Staaten gäbe es Machtmissbrauch, aber, und das unterscheide sie von Diktaturen und Bananenrepubliken, würden dort wachsame Medien darüber berichten. Und dann würde alles wieder gut, was zeitweise böse war. Kein Grund zur Sorge, die Beschützer der Demokratie halten die Wacht am Potomac. Und wir am Rhein haben von ihnen gelernt. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute, in Ewigkeit, amen.
Tatsächlich zeigen die US-Regierungen seit Bush und Obama mit der erfolgten Verurteilung von Chelsea Manning, dem geplanten Geheimverfahren gegen Assange und der hartnäckigen Jagd auf Edward Snowden, was die USA wirklich sind: eine Bananenrepublik mit Atomwaffen. Eine Dissidenten verfolgende Oligarchie mit korruptem Rechtsverständnis.
mehr:
- Tagesdosis 20.11.2018 – „High Noon“: Der Kampf gegen die Pressefreiheit in den USA (Podcast) (Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 20.11.2018)
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eHealth-Gesetz, Telematik, heiße Nadeln und heiße Luft
Bundesgesundheitsministerium verschiebt die Anschlussverpflichtung für die Ärzte auf 2019, 80 Prozent der Ärzte haben sich noch nicht angeschlossen
Die Gesundheitskarte wird seit Jahren angepriesen als Beitrag zu mehr Service, mehr Transparenz, zu Kostensenkung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Kurzum: Die Karte für alles Gute im Gesundheitssystem. So die Verheißung. Doch bis heute sind lediglich einige Grunddaten auf der Karte gespeichert. Bisher ist nicht einmal die Blutgruppe darauf zu finden. Zumindest das soll sich ändern, aber sonst nicht viel. In Arbeit sind stattdessen die elektronische Patientenakte und letztlich die zentrale Speicherung aller Patientendaten.
90 Prozent Verweigerung bei Psychotherapeuten
Im Gespräch mit Telepolis erklärt Dieter Adler, Initiator des Kollegennetzwerk Psychotherapie, (9.500 Mitglieder), den Paradigmenwechsel im Umgang mit Patientendaten:
"Bisher konnte jeder, der zum Arzt oder Psychotherapeuten ging, darauf vertrauen, dass seine medizinischen Daten in den Praxen der Ärzte und Psychotherapeuten sicher vor dem Zugriff anderer sind. Zwar benutzen nahezu alle Behandler Computer, um Befunde, Berichte und Patientendaten zu speichern. Diese Rechner waren jedoch nie an irgendein externes Netz angeschlossen. Ärztekammern und Kassenärztliche Vereinigungen warnten bisher vor den Risiken und rieten Ärzte und Psychotherapeuten davon ab, ihre Praxisrechner ans Internet anzuschließen.
Jetzt sollen sich alle Behandler, Apotheken und Krankenhäuser an das Internet anschließen lassen. Zwangsweise, denn nach dem sogenannten eHealth-Gesetz müssen alle ab dem 01.01.2019 an ein eigenes Netz, das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den gesetzlichen Krankenkassen betrieben wird, angeschlossen sein. Zunächst nur eine Zwangsvernetzung, die aber nach Willen des Bundesgesundheitsministers zu einer zentralen Speicherung alle Patientendaten führen soll.
Telematik-Infrastruktur nennt sich das Zauberwort - was zunächst so kryptisch, wie ungefährlich klingt. Knotenpunkt der Vernetzung ist die Gesellschaft für Telematik, kurz Gematik, in Berlin. Hier werden die Daten aller Praxen gebündelt und sollen in einem zweiten Schritt auf zentralen Servern, betrieben von der Bertelsmann Tochterfirma Arvato, gespeichert werden. Ziel des Gesundheitsministeriums ist es, in einer einzigen elektronischen Gesundheitsakte, alle Daten eines Patienten zusammenzuführen."
Alles total sicher
In der Selbstdarstellung des Betreibers, der "Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH" (Gematik) heißt es:
Die Telematikinfrastruktur tritt an, das sicherste elektronische Kommunikationsnetzwerk zu werden, das es im deutschen Gesundheitswesen jemals gab. Als einheitliche sektoren-übergreifende Plattform für die elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen erleichtert die Telematikinfrastruktur den Informationsaustausch zwischen den Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten und Angehörigen anderer Heilberufe. Davon profitieren alle an der Patientenversorgung Beteiligten gleichermaßen. Dabei werden der Datenschutz und die Datensicherheit im Gesundheitswesen gestärkt.
Gematik
mein Kommentar:
Was die gesetzlichen Regelungen der Telematik betrifft, haben wir in den vergangenen Jahren ja unsere Erfahrungen gemacht…
mehr:
- Wer braucht die zentrale Patientendatei? (Annette Hauschild und Helmut Lorscheid, Telepolis, 20.11.2018)
siehe auch:
- CCC diagnostiziert Schwachstellen im deutschen Gesundheitsnetzwerk (Aktueller Bericht vom 36C3, Kongress des Chaos Computer Clubs in Leipzig, 27.12.2019, stoppt-die-e-card.de, undatiert)
- Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten: Keine zentrale Speicherung von Gesundheitsdaten! (stoppt-die-e-card.de, 04.11.2019)
siehe dazu:Die Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder (DSK) lehnt die von der Bundesregierung in Betracht gezogene Nutzung von einheitlichen, verwaltungsübergreifenden Personenkennzeichen zur direkten Identifizierung von Bürgerinnen und Bürgern ab. Bei den zum Anschluss von Arztpraxen an die Telematik Infrastruktur des Gesundheitswesens (TI) verwendeten Konnektoren, sieht die DSK eine datenschutzrechtliche Mitverantwortung von Arztpraxen und der Gesellschaft für Telematikanwendungen (gematik).
Wichtigstes Thema der DSK-Zwischenkonferenz am 12.09.2019 in Mainz war die von der Bundesregierung geplante Modernisierung der Registerlandschaft in Deutschland und der in diesem Zusammenhang diskutierten Einführung von verwaltungsübergreifenden Personenkennzeichen bzw. Identifikatoren. […]
Da es die gesetzliche Aufgabe der gematik ist, den operativen und sicheren Betrieb der TI zu gewährleisten und sie in diesem Rahmen die Mittel für die Datenverarbeitung in der TI wesentlich bestimmt, kam die DSK zu der Auffassung, dass der gematik neben den Betreibern der Arztpraxen eine datenschutzrechtliche Mitverantwortung für die Konnektoren zufällt. Um diese Verantwortungsteilung künftig rechtssicher zu regeln, empfiehlt die DSK dem Gesetzgeber, hier eine normenklare gesetzliche Regelung zu schaffen.
[DSK positioniert sich zu Personenkennzeichen und Verantwortlichkeit in der Telematik Infrastruktur, bfdi.bund.de, 13.09.2019]
- Datenschützer lehnen Pläne der Bundesregierung zu verwaltungsübergreifenden Personenkennzeichen ab (datenschutz.rlp.de, 16.09.2019)
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Samstag, 17. November 2018
Die 68er und die Leichenfledderei
Besteht die 68-er Generation die Nagelprobe beim wirklich letzten Tabubruch?
Wie kaum eine andere Generation in der jüngeren Menschheitsgeschichte haben es die 68er geschafft, Politik, Privates, Hobbies und alles was sonst noch zum richtigen Leben dazugehört, als durchgängigen "Summer of Love" zu inszenieren. Doch unerbittlich und humorlos meldet sich die biologische Realität.
Die Reihen der Frankfurter Schule zum Beispiel sind fast gänzlich gelichtet und mit den mittlerweile regelmäßigen Abschieden von all den gewohnten und als unsterblich empfundenen Mitmenschen, wie im Falle etwa Harry Rowohlt - Zitat: "Wenn man als junger Mensch so aussieht wie ein Hippie und sich einigermaßen selbst treu geblieben ist, sieht man als alter Sack aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer" - nehmen wir zur Kenntnis, dass demnächst nun auch die letzten echt-authentischen Galionsfiguren des großen Aufstands von uns gehen werden.
Längst haben sich die Nachrufspezialisten in den Redaktionsstuben grundlegende Bausteine zurechtgelegt: Ringo und Paul, Mick und Bob, Joschka und Otto, Gerd und Gerti oder wie sie halt nun mal heißen. Lediglich bei dem Double von Keith Richards zögern die Lebensleistungswürdiger noch; immerhin hat der, laut Bunte, "Freund des Teufels" kristalline Peru-Flakes mit der Urnenasche seines Vaters zu einem spirituellen Speedball vermischt.
Uns nachgeborenen Zaungästen stellt sich die eher triviale Frage, wie es die Rebellen und Träumer mit dem Tod, dem Sterben und allem, was sonst noch dazugehört halten werden. Lassen sie sich einfach brav zu Grabe tragen, weil sie es aus Feig- oder Faulheit versäumt haben, echte Event&Knalleffekte zu verordnen? Oder bringen sie doch den Mut zum großen Coup auf? Besitzen sie genügend Selbstironie und Humor, um den Abgang so lässig und selbstbestimmt anzugehen, wie sie das Leben gestalteten? Oder bleiben sie der gelebten Verachtung von Kirche, Staat und Spießerkonventionen treu? Oder sind sie ganz normale Weicheier?
mehr:
- Oh Happy Day (Wolf Reiser, Telepolis, 17.11.2018)
Rita Pavone - Arrivederci Hans - 1968 {3:02}
Nice - Brandenburger Live 1969. {4:25}
siehe auch:
- 1966: Das Neue der Revolte – Benno Ohnesorg und die Prügelperser – Sie wollten es nicht wissen… (Post, 02.01.2017)
- Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal (Post, 21.07.2016)
- Kabarettist Dieter Thomas ist tot (Post, 06.05.2016)
- Daniel Ellsberg, Vater aller Whistleblower (Post, 03.03.2016)
- 68er-Revolte und Ukraine-Krise: Die Identität des Westens und der Kampf um die Deutunghoheit oder Der Unterschied zwischen Pudding und Sprengstoff (Post, 27.06.2015)
- 50 Jahre »Summer of Love« – Enthemmte Jünglinge, LSD-Glück und Liebe (Post, 05.06.2015)
- Deutschland hat Merkel verdient oder Wahlkampf im Pädophilie-Gulli (Post, 19.09.2013)
Gründungsparteitag der GRÜNEN 1980
Joschka und Herr Fischer - Eine Zeitreise durch 60 Jahre Deutschland - Dokumentation HD {1:58:35}
Die Meinung der Arbeiter über Studenten der 68er-Bewegung {0:42}
Alice's Restaurant (TrAiLer) - 1969 {3:48}
Flashback - Trailer {1:32}
Meine Kommentare:
1. Zum Magritte-Bild oben: Mir ist nicht klar, ob es in dem Telepolis-Artikel wirklich um die 68er geht oder um das Bild der »Make-Love-not-War«-Generation, welches irgendwelche Sesselfurzer, die damals noch nicht mal auf dem Reißbrett existierten, sich von unseren Mainstream-Medien haben ins Hirn blasen lassen…
2. Zum Video vom Gründungsparteitag der Grünen:
a) Die Forderung nach Legalisierung sexueller Beziehungen zu Minderjährigen wurde gottseidank von einer weiblichen Stimme vorgetragen.
b) Man genieße die geistreichen Kommentare auf youtube!
3. Zur Nato-Karikatur: Ich behaupte, wenn ein Nato-Sprecher sowas vor 50 Jahren von sich gegeben hätte, hätte jeder Deutsche mit einem IQ über 100 vor Lachen brüllend und strampelnd auf dem Boden gelegen. Heute kann der Nato-Hansel sowas in einem Tagesschau-Filmschnipsel von sich geben, und die Leute zucken noch nicht mal mit der Schulter.
4. Damals hieß es: »Wer gegen den Strom schwimmt, gelangt zur Quelle.«
Heute heißt es:
»Wer mit dem Strom schwimmt, kriegt noch einen Liegestuhl am Strand.«
5. Zum Weinglass-Zitat oben:
Irgendwas heutzutage noch für ein Prinzip opfern?
Da scheißen wir doch noch nicht mal drauf!
Noch Fragen?
Wie kaum eine andere Generation in der jüngeren Menschheitsgeschichte haben es die 68er geschafft, Politik, Privates, Hobbies und alles was sonst noch zum richtigen Leben dazugehört, als durchgängigen "Summer of Love" zu inszenieren. Doch unerbittlich und humorlos meldet sich die biologische Realität.
Die Reihen der Frankfurter Schule zum Beispiel sind fast gänzlich gelichtet und mit den mittlerweile regelmäßigen Abschieden von all den gewohnten und als unsterblich empfundenen Mitmenschen, wie im Falle etwa Harry Rowohlt - Zitat: "Wenn man als junger Mensch so aussieht wie ein Hippie und sich einigermaßen selbst treu geblieben ist, sieht man als alter Sack aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer" - nehmen wir zur Kenntnis, dass demnächst nun auch die letzten echt-authentischen Galionsfiguren des großen Aufstands von uns gehen werden.
Längst haben sich die Nachrufspezialisten in den Redaktionsstuben grundlegende Bausteine zurechtgelegt: Ringo und Paul, Mick und Bob, Joschka und Otto, Gerd und Gerti oder wie sie halt nun mal heißen. Lediglich bei dem Double von Keith Richards zögern die Lebensleistungswürdiger noch; immerhin hat der, laut Bunte, "Freund des Teufels" kristalline Peru-Flakes mit der Urnenasche seines Vaters zu einem spirituellen Speedball vermischt.
Uns nachgeborenen Zaungästen stellt sich die eher triviale Frage, wie es die Rebellen und Träumer mit dem Tod, dem Sterben und allem, was sonst noch dazugehört halten werden. Lassen sie sich einfach brav zu Grabe tragen, weil sie es aus Feig- oder Faulheit versäumt haben, echte Event&Knalleffekte zu verordnen? Oder bringen sie doch den Mut zum großen Coup auf? Besitzen sie genügend Selbstironie und Humor, um den Abgang so lässig und selbstbestimmt anzugehen, wie sie das Leben gestalteten? Oder bleiben sie der gelebten Verachtung von Kirche, Staat und Spießerkonventionen treu? Oder sind sie ganz normale Weicheier?
mehr:
- Oh Happy Day (Wolf Reiser, Telepolis, 17.11.2018)
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| The treachery of images (This is not a pipe) [Quelle: Wikiart] |
»Ein Bild ist nicht zu verwechseln mit einer Sache, die man berühren kann. Können Sie meine Pfeife stopfen? Natürlich nicht! Sie ist nur eine Darstellung. Hätte ich auf mein Bild geschrieben, dies ist eine Pfeife, so hätte ich gelogen. Das Abbild einer Marmeladenschnitte ist ganz gewiss nichts Essbares.«
[Magritte]
Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache.
[Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 109 (1953, posthum)]
Candytje10
Am 10.01.2012 veröffentlicht
Nice - Brandenburger Live 1969. {4:25}
ProgRock Box
Am 12.11.2013 veröffentlicht
siehe auch:
- 1966: Das Neue der Revolte – Benno Ohnesorg und die Prügelperser – Sie wollten es nicht wissen… (Post, 02.01.2017)
- Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal (Post, 21.07.2016)
- Kabarettist Dieter Thomas ist tot (Post, 06.05.2016)
- Daniel Ellsberg, Vater aller Whistleblower (Post, 03.03.2016)
- 68er-Revolte und Ukraine-Krise: Die Identität des Westens und der Kampf um die Deutunghoheit oder Der Unterschied zwischen Pudding und Sprengstoff (Post, 27.06.2015)
- 50 Jahre »Summer of Love« – Enthemmte Jünglinge, LSD-Glück und Liebe (Post, 05.06.2015)
- Deutschland hat Merkel verdient oder Wahlkampf im Pädophilie-Gulli (Post, 19.09.2013)
Gründungsparteitag der GRÜNEN 1980
Berlinbroadcaster
Am 05.10.2008 veröffentlicht
Legalisierung sexueller Beziehungen zu Minderjährigen....etc.
Legalisierung sexueller Beziehungen zu Minderjährigen....etc.
Joschka und Herr Fischer - Eine Zeitreise durch 60 Jahre Deutschland - Dokumentation HD {1:58:35}
DocumentaryYT
Am 19.06.2017 veröffentlicht
Die Meinung der Arbeiter über Studenten der 68er-Bewegung {0:42}
Am 21.08.2012 veröffentlicht
Nihilistible
Gegen-Sozialismus.jimdo.com http://gegen-sozialismus.jimdo.com
Gegen-Sozialismus.jimdo.com http://gegen-sozialismus.jimdo.com
Zitat:
»Irgendwie wollten die Arbeiter nicht das richtige Klassenbewußtsein eintwickeln. Vielleicht wollten sie lieber einen Opel Kadett…«==========
edweird05
Am 15.06.2008 veröffentlicht
Arlo Guthrie is in it! by Eddie
Arlo Guthrie is in it! by Eddie
Flashback - Trailer {1:32}
YouTube-Filme
Am 16.01.2015 veröffentlicht
At last the Feds have caught him! Infamous 60's radical Huey Walker (Dennis Hopper) is heading for jail. So how come it's Huey's yuptight FBI escort (Kiefer Sutherland) who ends up behind bars? And why do they soon team up as uneasy riders on the lam? With Dennis Hopper as Huey, you couldn't ask for a better match of actor and role. He helped usher in the Age of Aquarius with Easy Rider. Now he takes a look back with Flashback, a comic collision course between the tie-dyed 60's and pin-striped 80's. "The 90's are going to make the 60's look like the 50's," Huey predicts. Put your love beads over your power tie and get in on the good times!
At last the Feds have caught him! Infamous 60's radical Huey Walker (Dennis Hopper) is heading for jail. So how come it's Huey's yuptight FBI escort (Kiefer Sutherland) who ends up behind bars? And why do they soon team up as uneasy riders on the lam? With Dennis Hopper as Huey, you couldn't ask for a better match of actor and role. He helped usher in the Age of Aquarius with Easy Rider. Now he takes a look back with Flashback, a comic collision course between the tie-dyed 60's and pin-striped 80's. "The 90's are going to make the 60's look like the 50's," Huey predicts. Put your love beads over your power tie and get in on the good times!
»Als wir begannen, die Geschworenen auszuwählen, brachten wir ihm einen Psychiater als Experten mit. Er sagte uns, daß wir zwei junge Männer verteidigen würden, kluge Männer, die viel erreicht hätten; Männer mit einer Zukunft, die bereit wären, all das nicht für sich selbst oder ihre Karriere zu opfern, sondern für ein Prinzip. Und der Psychiater riet uns: ›In diese Jury sollten Sie keine Männer mittleren Alters berufen, denn das könnten Männer sein, die vielleicht im Laufe ihres Lebens Prinzipien für ihre Karriere, für ihre Familie geopfert haben.‹ Sie hätten nur Geringschätzung, womöglich nur Verachtung übrig für zwei Männer, die um ihrer Prinzipien willen all das aufs Spiel gesetzt haben.«
[Leonard Weinglass (Verteidiger von Anthony Russo) in dem Dokumentarfilm »Der gefährlichste Mann in Amerika – Daniel Ellsberg und die Pentagon-Papiere«]
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| [Gefunden bei Geiss Haejm] |
Meine Kommentare:
1. Zum Magritte-Bild oben: Mir ist nicht klar, ob es in dem Telepolis-Artikel wirklich um die 68er geht oder um das Bild der »Make-Love-not-War«-Generation, welches irgendwelche Sesselfurzer, die damals noch nicht mal auf dem Reißbrett existierten, sich von unseren Mainstream-Medien haben ins Hirn blasen lassen…
2. Zum Video vom Gründungsparteitag der Grünen:
a) Die Forderung nach Legalisierung sexueller Beziehungen zu Minderjährigen wurde gottseidank von einer weiblichen Stimme vorgetragen.
b) Man genieße die geistreichen Kommentare auf youtube!
4. Damals hieß es: »Wer gegen den Strom schwimmt, gelangt zur Quelle.«
Heute heißt es:
»Wer mit dem Strom schwimmt, kriegt noch einen Liegestuhl am Strand.«
5. Zum Weinglass-Zitat oben:
Irgendwas heutzutage noch für ein Prinzip opfern?
Da scheißen wir doch noch nicht mal drauf!
Noch Fragen?
Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen.
[Friedrich Nietzsche, Nachgelassene Fragmente, 1887-89, 16(49)]
Eine Zeit mißversteht die andere; und eine kleine Zeit mißversteht alle andern in ihrer eigenen häßlichen Weise.
[Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen: Aus dem Nachlaß [1950/51], Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1977, S. 86]
Die Lügen der Macht
Der Westen setzt vorgetäuschte Einsätze mit chemischen Kampfstoffen und Fassbomben als Propagandawaffen im Krieg gegen Syrien ein.
Die Propaganda zu vermeintlich von der Regierung im Syrienkrieg eingesetzten Chemiewaffen sowie zu der vorgeblichen Horrorwaffe „Fassbombe“ läuft auf Hochtouren. Der Autor liefert eindeutige Beispiele dafür, dass diese Behauptungen, die vor allem von den USA erhoben werden, nicht stimmen. Und er nennt die schlimmsten Propagandalügen beim Namen.
Zu jedem modernen westlichen Angriffskrieg gehört die Dämonisierung des Angriffsopfers sowie Propaganda zu den angeblichen Grausamkeiten der Führung des angegriffenen Staates, mit der dann weitere militärische Schritte der Angreifer „aus humanitären Gründen“ in deren Medien praktisch als „alternativlos“ dargestellt werden und das Angriffsverbot des Völkerrechts — und der UN — beiseite gewischt wird.
Meist wird dies verbunden mit einem Missbrauch des Holocausts à la „Wer gegen den Krieg ist, unterstützt diesen neuen Hitler. Nie wieder Auschwitz!“ und ähnlichen brutalen Psychoattacken gegen die Bevölkerung an der Heimatfront, die gezielt in ein ethisches Dilemma gestürzt wird.
mehr:
- Die Lügen der Macht (Jens Bernert, Rubikon, 17.11.2018)
siehe auch:
- White Helmets: Helden oder Verbrecher? (Post, 23.12.2018)
- Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
Die Propaganda zu vermeintlich von der Regierung im Syrienkrieg eingesetzten Chemiewaffen sowie zu der vorgeblichen Horrorwaffe „Fassbombe“ läuft auf Hochtouren. Der Autor liefert eindeutige Beispiele dafür, dass diese Behauptungen, die vor allem von den USA erhoben werden, nicht stimmen. Und er nennt die schlimmsten Propagandalügen beim Namen.
Zu jedem modernen westlichen Angriffskrieg gehört die Dämonisierung des Angriffsopfers sowie Propaganda zu den angeblichen Grausamkeiten der Führung des angegriffenen Staates, mit der dann weitere militärische Schritte der Angreifer „aus humanitären Gründen“ in deren Medien praktisch als „alternativlos“ dargestellt werden und das Angriffsverbot des Völkerrechts — und der UN — beiseite gewischt wird.
Meist wird dies verbunden mit einem Missbrauch des Holocausts à la „Wer gegen den Krieg ist, unterstützt diesen neuen Hitler. Nie wieder Auschwitz!“ und ähnlichen brutalen Psychoattacken gegen die Bevölkerung an der Heimatfront, die gezielt in ein ethisches Dilemma gestürzt wird.
mehr:
- Die Lügen der Macht (Jens Bernert, Rubikon, 17.11.2018)
siehe auch:
- White Helmets: Helden oder Verbrecher? (Post, 23.12.2018)
- Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
- Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)
- Medien: intellektuelle Korruption in Konfliktzeiten (Post, 06.02.2016)
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
- War made easy - Wenn Amerikas Präsidenten lügen (Post, 14.05.2007)
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
- War made easy - Wenn Amerikas Präsidenten lügen (Post, 14.05.2007)
Heute vor 460 Jahren – 17. November 1558: Königin Maria I. stirbt
Blut an ihren Händen
Die später so verhasste Königin Maria Tudor war das einzig überlebende Kind Heinrichs VIII. und seiner ersten Frau Katharina von Aragón. Als Prinzessin stand Maria im Mittelpunkt hochfliegender Heiratsprojekte. Nach der Verstoßung Katharinas und der Geburt der Halbschwester Elisabeth wurde sie jedoch zum »Bastard« erklärt und von der Thronfolge ausgeschlossen. Da sie am katholischen Glauben festhielt, erfuhr sie eine wechselvolle Behandlung. Unter der Herrschaft ihres Halbbruders Edward wurde sie von dessen protestantischen Beratern bedroht.
Nach dem Tod Edwards siegte Maria über die zur Nachfolgerin erkorene protestantische Cousine Jane Grey. 1554 heiratete sie den spanischen Thronfolger Philipp und unterwarf England einer harten Rekatholisierung: Etwa 290 Protestanten schickte sie auf den Scheiterhaufen, darunter mehrere Bischöfe. Maria, die Katholische (ihr zweiter Beiname), litt unter dem Verlust ihrer anfänglichen Beliebtheit und starb nach zwei Scheinschwangerschaften. Ihre Halbschwester und Nachfolgerin Elisabeth führte England zum Protestantismus zurück.
Legitime Kinder Heinrichs VIII.
• Maria I. (1516-1558), Königin 1553-58; Mutter: Katharina von Aragón
• Elisabeth I. (1533-1603), Königin 1558-1603, Mutter: Anna Boleyn
• Edward VI. (1537-1553), König 1547-53, Mutter: Jane Seymour
Die später so verhasste Königin Maria Tudor war das einzig überlebende Kind Heinrichs VIII. und seiner ersten Frau Katharina von Aragón. Als Prinzessin stand Maria im Mittelpunkt hochfliegender Heiratsprojekte. Nach der Verstoßung Katharinas und der Geburt der Halbschwester Elisabeth wurde sie jedoch zum »Bastard« erklärt und von der Thronfolge ausgeschlossen. Da sie am katholischen Glauben festhielt, erfuhr sie eine wechselvolle Behandlung. Unter der Herrschaft ihres Halbbruders Edward wurde sie von dessen protestantischen Beratern bedroht.
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Die später als »Bloody
Mary« berüchtigte, zu Beginn ihrer Regierung aber sehr beliebte Maria I. aus dem Haus Tudor, Ölgemälde von Antonio Moro, 1554 |
Legitime Kinder Heinrichs VIII.
• Maria I. (1516-1558), Königin 1553-58; Mutter: Katharina von Aragón
• Elisabeth I. (1533-1603), Königin 1558-1603, Mutter: Anna Boleyn
• Edward VI. (1537-1553), König 1547-53, Mutter: Jane Seymour
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2018
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Freitag, 16. November 2018
Phil Collins - Live And Loose In Paris
Phil Collins - Live And Loose In Paris {1:28:08}
Phil Collins
Am 16.11.2018 veröffentlicht
Am 16.11.2018 veröffentlicht
Phil Collins performs live in Paris on his 'Dance into the Light' tour in 1997. Featuring Another Day In Paradise, Against All Odds (Take A Look At Me Now), In The Air Tonight, and Sussudio.
1 Hand In Hand 0:00
2 Hang In Long Enough 09:45
3 Don't Lose My Number 14:37
4 Another Day In Paradise 19:40
5 Against All Odds (Take A Look At Me Now) 25:09
6 Lorenzo 29:27
7 Separate Lives 35:50
8 Long Long Way To Go 41:56
9 In The Air Tonight 45:56
10 Timbantiocha 53:55
11 Easy Lover 59:35
12 Dance Into The Light 01:04:41
13 Wear My Hat 01:09:20
14 Something Happened On The Way To Heaven 01:14:09
15 Sussudio 01:19:21
"Everything you see and hear on this DVD was taken from one night in Paris. The music you hear is un-tampered with. So... I would like to thank everyone involved, David Mallet and his crew, Cubby & Nick, our on-stage team, the lighting guys, and of course the band, for sounding like the best band I could imagine." Thanks Phil Collins
Listen to Plays Well With Others here: https://lnk.to/PCPWWO
Phil's US online store has just been launched!
Take a look at it now...
https://philcollins.lnk.to/OnlineStore
Not Dead Yet Live! Tour
Australia & New Zealand in January & February 2019
Tickets on sale now. Click here for tour info http://bit.ly/PhilCollinsAU
Buy Phil's autobiography "Not Dead Yet" here: http://philcollins.com
Subscribe here for more Phil Collins http://smarturl.it/PhilCollinsYouTube
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Follow http://smarturl.it/PhilCollinsGPlus
Official website http://philcollins.co.uk
——
The official YouTube channel for the solo work of English singer-songwriter, drummer, and producer, Mr. Phil Collins.
As a solo artist he has sold more than 100 million records, won 7 Grammys, 6 Brit awards, and an Oscar.
Subscribe for promo clips, live videos, interviews, and more.
(c) Philip Collins Limited
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1 Hand In Hand 0:00
2 Hang In Long Enough 09:45
3 Don't Lose My Number 14:37
4 Another Day In Paradise 19:40
5 Against All Odds (Take A Look At Me Now) 25:09
6 Lorenzo 29:27
7 Separate Lives 35:50
8 Long Long Way To Go 41:56
9 In The Air Tonight 45:56
10 Timbantiocha 53:55
11 Easy Lover 59:35
12 Dance Into The Light 01:04:41
13 Wear My Hat 01:09:20
14 Something Happened On The Way To Heaven 01:14:09
15 Sussudio 01:19:21
"Everything you see and hear on this DVD was taken from one night in Paris. The music you hear is un-tampered with. So... I would like to thank everyone involved, David Mallet and his crew, Cubby & Nick, our on-stage team, the lighting guys, and of course the band, for sounding like the best band I could imagine." Thanks Phil Collins
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US-Staatsanwalt enthüllt irrtümlich Anklage gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange
Durch ein peinliches Versehen ist bekanntgeworden, dass die USA im Geheimen rechtliche Schritte gegen Julian Assange angestrengt haben. Der Wikileaks-Chef befindet sich wegen der Publikation von Geheimakten und seiner Kollaboration mit Russland im Visier der Behörden.
Die amerikanischen Justizbehörden haben eine Anklage gegen den Leiter der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, erhoben oder zumindest vorbereitet. Dies geht aus Justizakten hervor, die im August irrtümlich vor Gericht eingereicht worden waren und in der Nacht auf Freitag durch einen Zufall ans Licht kamen. Demnach hat die Bundesstaatsanwaltschaft in Virginia versehentlich die Akten zweier Fälle durcheinandergebracht. Eigentlich zur Geheimhaltung vorgesehene Papiere im Fall Assange leitete sie zusammen mit einer völlig anderen Eingabe an das zuständige Gericht weiter. Der Lapsus wurde von einem in Washington tätigen Wissenschafter entdeckt und über Twitter publik gemacht – mit einem Augenzwinkern: Das Studium von Gerichtsakten sei billiger als ein Zeitungsabonnement, meinte der Justizexperte.
Anklagepunkte unbekannt
Die Umstände der Enthüllung sind skurril, der Hintergrund des Strafverfahrens ist jedoch ernst: Die amerikanische Justiz hat den gebürtigen Australier Assange im Visier, weil er über seine Enthüllungsplattform Hunderttausende von diplomatischen Depeschen sowie geheimen Akten aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht hat. Diese Dokumente waren Wikileaks vom amerikanischen Soldaten Bradley Manning (heute bekannt unter dem Namen Chelsey Manning) zugespielt worden.
Zudem veröffentlichte die Enthüllungsplattform vor zwei Jahren während des Präsidentschaftswahlkampfs in den USA gestohlene E-Mails der Demokratischen Partei. Diese Dokumente waren laut Erkenntnissen der amerikanischen Justizbehörden von Hackern des russischen Militärgeheimdiensts GRU erbeutet und daraufhin an Wikileaks übermittelt worden. Assange, ein erklärter Gegner der damaligen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, liess sich auf diese Weise von Moskau einspannen und leistete dem heutigen Präsidenten Donald Trump indirekte Schützenhilfe. Welche konkreten Anklagepunkte Assange zur Last gelegt werden, geht aus den nun durchgesickerten Akten jedoch nicht hervor.
mehr:
- US-Staatsanwalt enthüllt irrtümlich Anklage gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange (Andreas Rüesch, NZZ, 16.11.2018)
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Die amerikanischen Justizbehörden haben eine Anklage gegen den Leiter der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, erhoben oder zumindest vorbereitet. Dies geht aus Justizakten hervor, die im August irrtümlich vor Gericht eingereicht worden waren und in der Nacht auf Freitag durch einen Zufall ans Licht kamen. Demnach hat die Bundesstaatsanwaltschaft in Virginia versehentlich die Akten zweier Fälle durcheinandergebracht. Eigentlich zur Geheimhaltung vorgesehene Papiere im Fall Assange leitete sie zusammen mit einer völlig anderen Eingabe an das zuständige Gericht weiter. Der Lapsus wurde von einem in Washington tätigen Wissenschafter entdeckt und über Twitter publik gemacht – mit einem Augenzwinkern: Das Studium von Gerichtsakten sei billiger als ein Zeitungsabonnement, meinte der Justizexperte.
Anklagepunkte unbekannt
Die Umstände der Enthüllung sind skurril, der Hintergrund des Strafverfahrens ist jedoch ernst: Die amerikanische Justiz hat den gebürtigen Australier Assange im Visier, weil er über seine Enthüllungsplattform Hunderttausende von diplomatischen Depeschen sowie geheimen Akten aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak veröffentlicht hat. Diese Dokumente waren Wikileaks vom amerikanischen Soldaten Bradley Manning (heute bekannt unter dem Namen Chelsey Manning) zugespielt worden.
Zudem veröffentlichte die Enthüllungsplattform vor zwei Jahren während des Präsidentschaftswahlkampfs in den USA gestohlene E-Mails der Demokratischen Partei. Diese Dokumente waren laut Erkenntnissen der amerikanischen Justizbehörden von Hackern des russischen Militärgeheimdiensts GRU erbeutet und daraufhin an Wikileaks übermittelt worden. Assange, ein erklärter Gegner der damaligen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, liess sich auf diese Weise von Moskau einspannen und leistete dem heutigen Präsidenten Donald Trump indirekte Schützenhilfe. Welche konkreten Anklagepunkte Assange zur Last gelegt werden, geht aus den nun durchgesickerten Akten jedoch nicht hervor.
mehr:
- US-Staatsanwalt enthüllt irrtümlich Anklage gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange (Andreas Rüesch, NZZ, 16.11.2018)
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Heute vor 80 Jahren – 16. November 1938: Ende der Ebroschlacht
Letztes Gefecht der Republikaner
Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-39) wurden die rechten Falangisten unter General Francisco Franco vom nationalsozialistischen Deutschland und faschistischen Italien unterstützt, während die demokratischen Staaten Europas der um ihre Existenz kämpfenden Republik nur indirekt beistanden. In der Schlacht von Teruel (Dezember 1937 bis Februar 1938) brachte Franco mit Hilfe der deutschen Legion Condor den Republikanern schwere Verluste bei. Trotz ihres Mangels an Waffen und ausgebildeten Soldaten beschloss die Republik mit der am 25. Juli 1938 beginnenden Ebroschlacht, eine Gegenoffensive zu starten, da Franco auf Valencia marschierte und durch seinen Vorstoß zum Mittelmeer Katalonien vom übrigen Gebiet unter Kontrolle der Republikaner abzuschneiden drohte.
Zunächst war der republikanische Vorstoß am Ebro erfolgreich, doch dann griff die Legion Condor erneut ein. Die Luftwaffe und die Artillerie Francos schossen die Republikaner auf weitgehend offenem Gelände zusammen. Die blutige Schlacht erinnerte mit ihren Grausamkeiten an den Ersten Weltkrieg. Viel zu spät bliesen die republikanischen Kommandeure zum Rückzug. Franco nutzte die hohen Verluste der Republikaner im Dezember für eine Offensive in Katalonien, die 1939 mit seinem vollständigen Sieg endete. Bis 1975 hatte die Diktatur des »Generalissimus« das Land fest im Griff.
Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-39) wurden die rechten Falangisten unter General Francisco Franco vom nationalsozialistischen Deutschland und faschistischen Italien unterstützt, während die demokratischen Staaten Europas der um ihre Existenz kämpfenden Republik nur indirekt beistanden. In der Schlacht von Teruel (Dezember 1937 bis Februar 1938) brachte Franco mit Hilfe der deutschen Legion Condor den Republikanern schwere Verluste bei. Trotz ihres Mangels an Waffen und ausgebildeten Soldaten beschloss die Republik mit der am 25. Juli 1938 beginnenden Ebroschlacht, eine Gegenoffensive zu starten, da Franco auf Valencia marschierte und durch seinen Vorstoß zum Mittelmeer Katalonien vom übrigen Gebiet unter Kontrolle der Republikaner abzuschneiden drohte.
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Von General Franco rekrutierte marokkanische Soldaten kämpfen im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Republikaner, November 1938 |
Zunächst war der republikanische Vorstoß am Ebro erfolgreich, doch dann griff die Legion Condor erneut ein. Die Luftwaffe und die Artillerie Francos schossen die Republikaner auf weitgehend offenem Gelände zusammen. Die blutige Schlacht erinnerte mit ihren Grausamkeiten an den Ersten Weltkrieg. Viel zu spät bliesen die republikanischen Kommandeure zum Rückzug. Franco nutzte die hohen Verluste der Republikaner im Dezember für eine Offensive in Katalonien, die 1939 mit seinem vollständigen Sieg endete. Bis 1975 hatte die Diktatur des »Generalissimus« das Land fest im Griff.
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2018
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