Donnerstag, 9. Juli 2020

Das neuartige Corona-Virus: Um was geht es hier?

Corona und Afrika und Amerika, von Bodo Schiffmann, Auszüge {11:21}

CrumanHorses - pferd-mensch-film
Am 08.07.2020 veröffentlicht 
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Schön: "Our Wold In Data" zeigt Corona-Infizierte und Tote im Länder-Vergleich. {6:12}

Lehrer MaPhy
Am 09.07.2020 veröffentlicht 
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siehe auch:
Das medial verbreitetete Narrativ und die Abweichler… (Post, 08.07.2020)
- Verschwörungstheorien – Worüber man besser schweigt… (Post, 08.07.2020)

Die Schriftstellerin, die Sprache, die verletzten Gefühle der geschützten Minderheit, der Shitstorm und die Medien


  • Die „Harry Potter“-Autorin veröffentlichte eine Reihe transfeindlicher Tweets.
  • Neben zahlreichen Aktivistinnen und Aktivisten ergreift auch „Harry Potter“-Schauspieler Daniel Radcliffe das Wort 
Update vom Donnerstag, 09.07.2020, 10.40 Uhr: Gemeinsam mit weiteren 151 Intellektuellen hat J.K. Rowling einen offenen Brief geschrieben. In dem Schreiben solidarisieren sich die Unterzeichner*innen auf der einen Seite mit den weltweiten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt, kritisieren auf der anderen aber eine intolerante Kultur, die der offenen Debatte schaden würde.
J.K. Rowling fordert freien Austausch von Informationen  
„Der freie Austausch von Informationen und Ideen, der Lebensnerv einer liberalen Gesellschaft, wird jeden Tag weiter verengt“, schreiben J.K. Rowling und ihre Kolleg*innen, zu denen unter anderem der deutsche Autor Daniel Kehlmann, der amerikanische Linguistik-Professor Noam Chomsky und die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood gehören. Veröffentlicht wurde der Brief durch das „Harper‘s Magazine“.
Die internationale Riege von Intellektuellen um Rowling kritisiert außerdem die feindliche Kultur, die ihnen entgegengebracht werden würde. Es gebe „im Geiste eine panische Schadenskontrolle“, die einen freien Austausch von Ideen verhindern oder zumindest beeinträchtigen würde. Auch Beispiele werden in dem Brief aufgeführt: „Redakteure werden entlassen, weil sie umstrittene Texte veröffentlicht haben. Bücher werden wegen angeblicher Inauthentizität zurückgezogen. Journalisten dürfen nicht über bestimmte Themen schreiben. Gegen Professoren wird ermittelt, weil sie im Unterricht literarische Werke zitiert haben.“
J.K. Rowling und die anderen sehen sich als Verteidigerinnen der freien Rede
Die Idee des Briefes stammt laut Informationen der New York Times von Thomas Chatterton Williams. Der amerikanische Autor sagte gegenüber der US-Zeitung, der Brief sei „eine Verteidigung“ der freien Rede, „ohne Angst vor Strafe oder Vergeltung haben zu müssen“.
Die Kritik blieb nicht aus und entzündete sich vor allem an der prominentesten Unterzeichnerin, J.K. Rowling. Sie stand aufgrund ihrer Tweets, die von der Transgender-Community als feindlich eingestuft wurden, ohnehin in der Kritik. Emily VanDerWerff, Autorin für das US-Nachrichtenportal „Vox“, veröffentlichte auf Twitter ein Statement, in dem sie angab, sich als trans Frau durch den Brief an ihrem Arbeitsplatz unwohl zu fühlen, weil auch Teile ihrer Kollegen und „prominente Anti-Trans-Stimmen" zu den Unterzeichnern gehören würden.
[Valerie Eiseler, J.K. Rowling beklagt sich in offenem Brief über „intolerantes Klima“, fr.de, 09.07.2020]


Mit einem differenzierten Beitrag versuchte die Harry-Potter-Autorin dem Vorwurf zu begegnen, sie achte Transgender-Menschen nicht. Der Text trug ihr neue Schmähungen ein – und sie ist nicht die Einzige, die derzeit mit dem moralischen Reinheitsfuror zu kämpfen hat.  
Was haben «Black Lives Matter» und Transgender-Streitigkeiten gemeinsam? Was verbindet die Neubesichtigung von Satire mit dem Sturz alter Denkmäler? Unmut macht sich in Grossbritannien an vielen Schauplätzen breit.

J. K. Rowling liess sich nicht zum ersten Mal, und wieder mutig, auf eine Diskussion über Transgender-Menschen ein und trat erneut eine Hasslawine los. In einem langen Blog-Eintrag, dem eine ausführliche Beschäftigung mit dem Thema vorausgegangen sei, erklärte die Harry-Potter-Autorin, was vordem nur in Twitter-Kriegen angerissen worden war.

Rowling betont ihre grosse Sympathie für Transmenschen, und es wird klar, dass sie weiss, wie exponiert und verletzlich diese sind. Wäre sie dreissig Jahre später geboren worden, schreibt die Autorin, hätte sie sich in ihrer eigenen Jugend eine Transition vorstellen können – «die Verlockung, dem Frausein entfliehen zu können, war riesig». Trotz allem aber seien auch die Gegebenheiten des biologischen Geschlechts nicht zu leugnen. Sie finde alle Behauptungen, dass biologische Frauen keine gemeinsamen Erfahrungen hätten, «frauenfeindlich und regressiv».

Türen auf für alle?

Auslöser der Debatte war ein Gesetzesvorschlag des schottischen Parlaments, der es Transmenschen erlauben würde, auch ohne medizinischen Nachweis ihre geschlechtliche Identität rechtsgültig zu wählen. Darin sah Rowling einen Risikofaktor: Wenn man die Türen von Toiletten- und Umkleideräumen für jeden Mann öffnen würde, der sich als Frau fühle, «dann öffnet man die Tür für alle Männer, die hereinkommen wollen». Ihre Vorbehalte führte die Schriftstellerin auf Erinnerungen an häusliche Gewalt in ihrer ersten Ehe zurück, ein Umstand, den sie zum ersten Mal erwähnte.

Eingehend schreibt sie auch über bereits erfahrene und noch erwartete erbitterte Reaktionen auf ihre Äusserungen. Obwohl diese explizit eine Aufforderung zur Akzeptanz unterschiedlicher Meinungen enthalten, liessen die Beschimpfungen nicht auf sich warten. Sie manifestierten sich in gewohnt schriller Intoleranz zuerst auf Twitter, gingen dann aber darüber hinaus.

Harry-Potter-Fans drohten, Rowlings Bücher zu entsorgen, sogar zu verbrennen, Fanklubs sagten sich von ihr los und riefen zum Boykott auf – was für eine bittere Ironie. Eine Schule in West Sussex, die einen Gebäudeflügel nach der Autorin benennen wollte, verzichtete nach dem Erscheinen des Blog-Eintrags mit der Begründung, der Standpunkt der Autorin entspreche nicht ihrem «Ethos der Inklusivität». Stars der Harry-Potter-Filme wie Emma Watson und Daniel Radcliffe kritisierten J. K. Rowling scharf, ebenso Eddie Redmayne, der in einer anderen Rowling-Verfilmung («Phantastische Tierwesen») spielte. Ältere Darsteller aus den Harry-Potter-Filmen wie Emma Thompson, Maggie Smith und Gary Oldman schwiegen dazu.

Der Disput kann auch als Ausdruck eines Generationenkonflikts gelesen werden. Im Kampf um Wertverschiebungen ändern sich Terminologien in hohem Tempo. Menschen, die gestern und vorgestern noch als offen und liberal galten, können sich heute unversehens mit der Beschuldigung konfrontiert sehen, das Gegenteil zu verkörpern.
Kein Sinn für Satire  
Zensur gab es auch anderswo. Dabei wurden nicht nur bisher innig geliebte Bücher auf die Kippe geschmissen, sondern weiteres, plötzlich unliebsam gewordenes Kulturgut beseitigt. Dieses Mal kam der Anstoss von der «Black Lives Matter»-Bewegung. Der Klassiker «Vom Winde verweht» und andere Filme und Serien (darunter «Little Britain») werden von Fernsehsendern auf rassistische Inhalte überprüft, mit kritischen Kommentaren versehen oder aus dem Programm genommen. Eine Diskussion und Neubewertung von Kulturgütern aus der Vergangenheit kann geboten sein, wie im Fall von «Vom Winde verweht»; Zensur aber ist nicht sinnvoll.

Eine ebenso lächerliche Verlagerung des triftigen Rassismus-Anliegens auf einen Nebenschauplatz erlebte die Comedy-Serie «Fawlty Towers» (1975/79). Der BBC-Anbieter UKTV entfernte eine der berühmtesten Folgen aus seinem Box-Set. Nach Zuschauerprotesten versprach der Sender, die Episode «The Germans» mit einem kritischen Kommentar und Warnungen vor rassistischen Verunglimpfungen wieder aufzunehmen.

Der Sender legte nicht dar, warum genau er die schon seit Jahren als politisch unkorrekt umstrittene Folge entfernte. Denn in Wirklichkeit wird gerade in ihr die Fremdenfeindlichkeit – sie trifft die Deutschen, Schwarze und in Massen auch einen unglücklichen Kellner aus Barcelona – mit komödiantischen Mitteln verhöhnt. Der «Fawlty Towers»-Schöpfer John Cleese erklärte es noch einmal für alle: «Wenn man einer Figur Unsinn in den Mund legt, über die man sich lustig machen will, heisst das nicht, dass man ihre Meinungen verbreiten will, sondern, dass man sich darüber lustig macht.»

Als den Hotelbesitzer Basil Fawlty spielt John Cleese ein Monstrum der Überheblichkeit, einen Menschenfeind im permanenten verbalen Overdrive – und eine der ganz grossen Schöpfungen britischer Comedy. Andere Figuren der Serie werden mit ebenso komischer Meisterschaft und Radikalität in ihrer Grausamkeit oder Dummheit entlarvt, was selbst nicht ohne Grausamkeit ist, aber weder dumm noch rassistisch – im Gegenteil.

[Marion Löhndorf, Zetern ist leichter als hinhören – der neue Shitstorm gegen J. K. Rowling ist da der traurige Beweis, NZZ, 16.06.2020]     


Nicht alle Frauen menstruieren, zum Beispiel trans Frauen. Andererseits sind nicht alle Menschen, die menstruieren, Frauen. Dazu gehören nicht-binären Personen und vor allem trans Männer, was beispielsweise im Zusammenhang mit Gesundheitsfragen von Belang sein kann. […]

Die Gruppe der „menstruierenden Menschen“ kann also nicht mit "Frauen" gleichgesetzt werden. Dass Rowling für all das kein Verständnis aufbringt und inklusive Formulierungen lächerlich macht, empfinden viele aus der queeren Community als ignorant, inter- und transfeindlich.

Deshalb wird die 54-Jährige nun von Twitter User*innen, Organisationen und Aktivist*innen kritisiert. So schrieb der britische TV-Journalist Scott Brian: „Bitte sprich mit queeren Personen. Bitte.“

Rowling begibt sich mit ihrer Sichtweise in die gedankliche Nähe der sogenannten „TERFs“ (Trans-Exclusionary Radical Feminism“), also Menschen, die trans Frauen aus ihrem Verständnis von Frauen ausschließen. Die meisten TERFs bezeichnen sich selbst nicht als solche, sondern beispielsweise als „genderkritische Feminist*innen“. Es handelt es sich also um eine Zuschreibung von außen.

Autor Linus Giese hat es im Queerspiegel so erklärt: „Trans Männer sind für TERFs ‚biologische Frauen‘, die Opfer von Geschlechterstereotypen und Frauenfeindlichkeit werden: Um dem erdrückenden Patriarchat zu entkommen, werden sie körperliche Männer.“ Dahinter stehe ein Denken, das trans Menschen sprachlich unsichtbar mache, ihre Identität anzweifle oder ihnen obendrein ihre Existenz abspreche.

Die Autorin fühlt sich als "Feminazi" diffamiert

Auch Rowling bezeichnet sich selbst nicht als TERF. Das stellte sie auf Twitter klar: „‘Feminazi‘, ‚TERF‘, ‚Bitch‘, ‚Hexe‘. Zeiten ändern sich. Frauenhass ist ewig.“ Dabei ist es nicht das erste Mal, dass die Autorin durch transfeindliche Äußerungen auffällt.

Bereits vor zwei Jahren likte sie den Tweet eines bekannten transfeindlichen Aktivisten, der trans Frauen als „Männer in Kleidern“ diffamierte. Ihre Vertreter*innen nannten das später einen „ungeschickten middle-aged Moment“.

Im Dezember 2019 solidarisierte Rowling sich außerdem in den sozialen Netzwerken mit Maya Forstater. Diese hatte zuvor trans Frauen mehrfach ihre Geschlechtsidentität abgesprochen.

[Inga Hofmann, Transfeindliche Tweets von J.K. Rowling – Bestsellerautorin zieht Wut von queeren Harry Potter-Fans auf sich, Tagesspiegel, 10.03.2020]

siehe auch: 
Ein Kleinod deutscher Fernsehkultur: Doktor Murkes gesammeltes Schweigen (Post, 09.07.2018)
Ein „sexistisches Gedicht“? (Post, 08.09.2017)
Vegan modifiziertes Glockenspiel (Post, 19.02.2017)
Gleichstellungsbeauftragte und bayerische Tradition (Post, 25.05.2015)
- Realsatire: Nennen Sie mich Prosecco Hornscheidt (Post, 26.12.2014)
Vor wenigen Tagen habe ich nun von einem 17jährigen Schüler gehört, der auf seiner Schule Probleme bekommen hat. Dieser Junge, der übrigens ausgezeichnet integriert ist – er ist Klassensprecher, Sanitäts-Helfer und auch in der Energiespar-Kommission der Schule –, hat sich bei einem Kameraden eine Softgun ausgeliehen. Da seine Mutter keine Waffe zuhause haben will, hat er das Gewehr in einer großen Tasche in die Schule mitgenommen und dort im Sanitätsraum in seinem Spind verstaut. Er hatte vor, wenn seine Mutter mal tagsüber nicht da ist, die Softgun mit nachhause zu nehmen und da auszuprobieren. Ein anderer Sanitäter durchsuchte nun auf der Suche nach einem bestimmten Gegenstand auch den Spind dieses Mitschülers, es fiel ihm die große Tasche auf, und jetzt haben wir den Salat: Mehrere Lehrerinnen haben jetzt Angst davor, diesen Schüler zu unterrichten. Dazu kommt, daß sich die Eltern des Jungen vor einigen Jahren haben scheiden lassen, weswegen er die Schulpsychologin aufsuchte. Nun haben sich Direktor und Klassenlehrer an die Psychologin gewendet, damit diese eine Einschätzung abgibt, wie wahrscheinlich ein Amoklauf dieses Jungen ist. Einige Eltern von Mitschülern haben davon Kenntnis erhalten und fordern seinen Schulverweis.
[Gewalt durch Männer, Gewalt durch Frauen: Im Inneren des Walfischs, Post, 11.05.2009]
Gender 4: Wie falsch ist die gerechte Sprache? - Punkt.PRERADOVIC mit Doro Wilke {15:53}

Punkt.PRERADOVIC
Am 19.06.2020 veröffentlicht 
Gendersprache vs Grammatik. An Unis, in Kommunen, bei ARD und ZDF, die Gendersprache breitet sich momentan rasant aus. Aber viele der neuen, gerechten Wörter sind schlicht falsch. Zumindest nach der geltenden Grammatik. Das sagt Doro Wilke vom Verein Deutsche Sprache. Außerdem führe Gendersprache nicht zu Gleichbehandlung, sondern diskriminiere andere Minderheiten.
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Dirty Harry {0:09}

MrsCalahan
Am 10.07.2007 veröffentlicht 
Meinungen sind wie Arschlöcher


Affäre Assange – UC Global: Wie die US-Administration Assanges Flucht aus der Botschaft vereitelte


Zeugenaussage im Gerichtsverfahren in Spanien: So habe die US-Administration Assanges Flucht aus der Botschaft vereitelt. (3. Teil)
«Es gibt drei Zielscheiben von höchster Priorität, die jederzeit kontrolliert werden müssen», schrieb David Morales, CEO der UC Global, am 12. Dezember seinen Angestellten. Das war zwei Tage nachdem Morales ausgewählten Mitarbeitern eine Powerpoint-Präsentation zeigte, wie sie den «amerikanischen Freunden» einen direkten Streaming-Zugriff auf die ecuadorianische Botschaft gewähren konnten. Die ecuadorianische Botschaft sollte nichts davon erfahren (siehe 2. Teil: «Die Damentoilette wird verwanzt»).

EXKLUSIV: So brachte die CIA in London Assange unter Kontrolle (3. Teil)
Red. Julian Assange hat in Madrid gegen die spanische Sicherheitsfirma UC Global Strafanzeige erstattet. UC Global habe Räume der ecuadorianischen Botschaft in London verwanzt und der CIA Zugang verschafft. Unterdessen führt die spanische Justiz ein Untersuchungsverfahren. In einer dreiteiligen Folge informiert Infosperber aus dem Inhalt der Strafanzeige sowie über notariell beglaubigte Aussagen von geschützten Zeugen. Über die Stellungnahme von UC GLobal berichtet Infosperber, sobald diese zugänglich wird. Ein Anwalt von UC Global bestritt gegenüber NDR, dass UC Global innerhalb der Botschaft Audioaufnahmen machte und mit der CIA zusammenarbeitete. Für natürliche und juristische Personen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.
Gemeint mit den Zielscheiben waren «Fix», ein deutscher Cyber-Sicherheitsexperte, und «Muller», ein deutscher Informatiker namens Andy Müller-Maguhn, der eng mit Assange befreundet war. Weiter machte Morales in dem Mail auch auf Ola Bini, einen schwedischen Softwareentwickler, und Felicity Ruby, eine Kollegin von Bini bei der Firma «ThoughtWorks» aufmerksam. Morales nannte die Firma «ein Team von Hackern». Auch sie galt es auszuspionieren. Als Müller-Maguhn Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London besuchte, fotografierten UC Global-Mitarbeiter den Inhalt seines Rucksacks sowie auch alle seine elektronischen Geräte. Das geht aus der Klageschrift hervor, welche Assanges Anwalt letzten Sommer einreichte und zu einer laufenden Untersuchung der spanischen Justiz führte (siehe 1. Teil: «US-Geheimdienste spähten Assange aus»).

Auch sollte ein besonderes Augenmerk auf alle russischen Bürger gelegt werden, die Assange besuchten. Gemäss den Gerichtsdokumenten ist dies ein Indiz dafür, dass Morales in Übereinstimmung mit der zum damaligen Zeitpunkt vorherrschenden Meinung der US-Geheimdienste gehandelt habe, die ihren Blick stets auf Russland gerichtet hatten. Zumindest ein Teil der US-Geheimdienste war wohl der Meinung, dass Russland Einfluss nahm auf die US-Politik und auch Assange ein russischer Agent gewesen sei. Besondere Beachtung schenkte UC Global auch dem «The Intercept»-Journalisten Glenn Greenwald, der Assange ebenfalls besucht hatte. Von ihm fotografierten sie den Reisepass.

mehr:
- «Von der Vergiftung bis zur Entführung ist alles möglich» (Rafael Lutz, Info-Sperber, 09.07.2020)
siehe auch:

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Im September 2019 wurde bekannt, dass das während seines Aufenthaltes mit der Sicherheit in der Botschaft betraute Unternehmen für den US-Geheimdienst CIA spionierte, in der Botschaft heimlich Überwachungsgeräte installierte und der CIA Echtzeit-Zugriff darauf verschaffte.[117]
[Julian Assange, Seit Verhaftung im April 2019, Wikipedia, abgerufen am 26.11.2019]
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Doppelagenten, CIA und Wikileaks. Das ist schon mal ein explosiver Cocktail. Die spanische Security-Firma – ausgerechnet mit dem Namen Undercover Global S.L. – wurde von Ecuador angeheuert, um ihre Botschaft in London zu bewachen, zumindest für die Zeit des Aufenthalts des Wikileaks-Gründers Julian Assange. Doch wie die Zeitung "El Pais" berichtet, wird gegen die Security-Firma und deren Inhaber, David Morales, derzeit ermittelt.

Laut Dokumenten, die "El Pais" vorliegen, hat nämlich Undercover Global in der Zeit nicht nur die Botschaft beschützt, sondern vor allem Julian Assange ausspioniert. Und zwar nicht für Ecuador, sondern für einen weiteren, geheimen Auftraggeber: den US-amerikanischen Geheimdienst CIA. Der Inhaber Morales hat angeblich Audio- und Videoaufnahmen dem CIA übergeben, in denen Assange sich mit seinen Anwälten und Mitarbeitern trifft. Gegen Morales läuft deswegen eine Untersuchung seitens des spanischen Nationalen Gerichtshofs.

[Spanische Firma spionierte Assange in London für die USA aus, Wiener Zeitu
ng, 27.09.2019]
siehe dazu auch:

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Die Veröffentlichung der Dokumente durch die New York Times wurde von der Regierung verboten. Der anschließende Rechtsstreit ging bis vor das oberste Gericht der USA und führte zu einem Grundsatzurteil, in dem die Veröffentlichung erlaubt und die Pressefreiheit gestärkt wurde. Ellsberg wurde dennoch wegen Spionage angeklagt, ihm drohten 115 Jahre Haft. Der Prozess platzte, als ein von der Nixon-Regierung veranlasster Einbruch von Geheimdienstmitarbeitern in die Praxis von Ellsbergs Psychiater und seine illegale Überwachung bekannt wurden.
[Daniel Ellsberg, Wikipedia, abgerufen am 12.11.2019 – Hervorhebung von mir]

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- Ärzte: »Assange könnte sterben« (Post, 25.11.2019)
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Corona: Antikörper und Herdenimmunität


Groß angelegte Studie in Spanien zeigt, dass gebildete Antikörper auch wieder verschwinden können und dass bei geringer Prävalenz das Konzept der Herdenimmunität nicht erreichbar sein dürfte
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Schon einige Studien haben erkennen lassen, das nicht alle Covid-19-Infizierten Antikörper ausbilden. Vor allem bei Menschen mit milden oder asymptomatisch Infektionen scheint es nicht zur Bildung von Antikörpern zu kommen - oder sie verschwinden schnell wieder. Bei einer deutschen Studie zeigte sich bei 110 Menschen mit keinen oder milden Symptomen, dass 30 Prozent drei Wochen nach Beginn der Infektion keine oder fast keine Antikörper gebildet haben.
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Nun wurde eine neue, von der spanischen Regierung in Auftrag gegebene Studie in der Zeitschrift Lancet veröffentlicht, die in Spanien landesweit untersuchte, welcher Prozentsatz der Spanier Covid-19-Antikörper gebildet hat. Dazu wurden 35.883 Haushalte zufällig und repräsentativ ausgewählt, Alten- und Pflegeheime wurden allerdings nicht berücksichtigt. 61.075 Menschen, 70 Prozent der Kontaktierten) beantworteten zwischen 27. April und 11. Mai einen Fragebogen zur Geschichte von Symptomen, die mit Covid-19 übereinstimmen, und Risikofaktoren. Sie erhielten einen IgG-Antikörper-Schnelltest und spendeten einen Tropfen Blut für einen IgG-Immunoassays.
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Nur bei 5 Prozent der Getesteten in Spanien, eines der am stärksten betroffenen Länder, fanden sich Antikörper – und beim Immunoassay waren es nur noch 4,6 Prozent. Das heißt, bei 14 Prozent, bei denen in der ersten Runde der Antikörpertest positiv ausfiel, waren Wochen später beim zweiten Test keine Antikörper mehr nachzuweisen. Unterschiede zwischen den Geschlechtern waren nicht zu erkennen. 3,1 Prozent der Kinder unter 10 Jahren hatten im ersten Test Antikörper ausgebildet, also etwas weniger als der Durchschnitt. Geografisch unterschieden sich die Ergebnisse stark. Während in Madrid 10 Prozent positiv getestet wurden, waren es an den Küsten nur 3 Prozent. Menschen, die im medizinischen Bereich arbeiten, hatten mit einem Prozentsatz von um die 10 Prozent mehr Antikörper ausgebildet als der Rest der Bevölkerung.

mehr:
siehe auch:

Mittwoch, 8. Juli 2020

Verschwörungstheorien – Worüber man besser schweigt…


zum geschichtlichen Hintergrund sehe man sich folgende Wikipedia-Artikel an:
- Amalgam Virgo (engl. Wikipedia, Google-Übersetzer)
- Jersey Girls (engl. Wikipedia, Google-Übersetzer)


Die Menschen können ihrer Natur nach nichts weniger ertragen, als dass Meinungen, die sie für wahr halten, als Verbrechen gelten sollen, und dass ihnen als Unrecht das angerechnet werden solle, was sie zur Frömmigkeit gegen Gott und die Menschen bewegt. Dann kommt es, dass sie die Gesetze verwünschen und gegen die Obrigkeit sich vergehen und es nicht für schlecht, sondern für recht halten, wenn sie deshalb in Aufruhr sich erheben und jede böse That versuchen. Ist die menschliche Natur so beschaffen, so treffen die Gesetze gegen
Quelle: Tractatus theologico-politicus, Wikipedia
Meinungen nicht die Schlechten, sondern die Freisinnigen; sie halten nicht die Böswilligen im Zaum, sondern erbittern nur die Ehrlichen, und sie können nur mit grosser Gefahr für den Staat aufrecht erhalten werden.
Auch sind solche Gesetze überhaupt ohne Nutzen; denn wer die von den Gesetzen verbotenen Ansichten für wahr hält, kann dem Gesetz nicht gehorchen, und wer sie für falsch hält, nimmt die sie verbietenden Gesetze wie ein Vorrecht und pocht so darauf, dass die Obrigkeit sie später, selbst wenn sie will, nicht wieder aufheben kann. Dazu kommt das oben in Kap. 18 aus der jüdischen Geschichte unter No. 2 Abgeleitete. Wie viel Spaltungen sind endlich daraus in der Kirche entstanden? Welche Streitigkeiten der Gelehrten hat nicht die Obrigkeit durch Gesetze beenden wollen? Hofften die Menschen nicht, Gesetz und Obrigkeit auf ihre Seite zu ziehen, über ihre Gegner unter dem Beifall der Menge zu triumphiren und Ehre zu gewinnen, so würden sie nie mit so ungerechtem Eifer streiten, und keine solche Wuth würde ihr Gemüth ergreifen. […]

Damit also nicht die blosse Zustimmung, sondern die Treue geschützt bleibe, und die Staatsgewalt den Staat in gutem Stand erhalte und nicht genöthigt sei, den Aufrührern nachzugeben, muss die Freiheit des Urtheils zugestanden, und die Menschen müssen so regiert werden, dass sie trotzdem, dass sie unverhohlen verschiedener und entgegengesetzter Ansicht sind, doch friedlich mit einander leben. Unzweifelhaft ist dies die beste und mit den wenigsten Nachtheilen verknüpfte Art der Regierung, denn sie stimmt am besten mit der Natur des Menschen überein. Denn in dem demokratischen Staat, welcher sich dem natürlichen Zustand am meisten nähert, sind Alle übereingekommen, nach gemeinsamem Beschluss zu [273] handeln, aber nicht zu urtheilen und zu denken; d.h. weil alle Menschen nicht gleichen Sinnes sein können, ist man übereingekommen, dass das, was die Mehrheit der Stimmen für sich habe, die Kraft des Beschlusses haben solle, mit Vorbehalt, es wieder aufzuheben, wenn Besseres sich zeigt. Je weniger daher dem Menschen die Freiheit des Urtheils gestattet ist, desto mehr entfernt er sich von dem natürlichen Zustand, und desto mehr wird er durch Gewalt regiert.

[Baruch de Spinoza, Tractatus theologico-politicus, 1670, Zwanzigstes Kapitel – Es wird gezeigt, dass in einem Freistaate Jedem erlaubt ist, zu denken, was er will, und zu sagen, was er denkt., gefunden bei Zeno.org – Hervorhebung von mir]



Mit dem Begriff der Verschwörungstheorie werden unausgesprochen die Grenzen des erlaubten Diskurses abgesteckt

Der Artikel problematisiert die Verwendung des Begriffs "Verschwörungstheorie" und seiner Derivate. Dieser Begriff steht beispielhaft für eine oberflächliche Behandlung komplexer Zusammenhänge. Seine Anwendung, wie hier beispielhaft im Zusammenhang der Corona-Pandemie gezeigt, unterscheidet häufig kaum zwischen fundierter, aber politisch unerwünschter Kritik und der Widergabe unentwickelter, konfuser Argumentationen. Der undifferenzierte Einsatz des Begriffs führt so zu Tabuisierungen im gesellschaftlichen Diskurs, die eine Aufklärung wichtiger Fragen blockieren.

Die Zäsur der Corona-Pandemiesituation braucht viel Mut zu einem unverstellten Forschen wie Prüfen, will sie konstruktiv bewältigt werden. Wie es in Krisenlagen häufig ist, haben Schwachstellen und Fehler im System besonders gravierende Auswirkungen, sie können damit aber auch besonders klar wahrgenommen werden. Das Ereignis der Pandemie ist in seiner Einbettung in den Gesamtzusammenhang kompliziert und verschachtelt. Ein kompetenter Umgang mit ihm wird vermutlich immer lückenhaft bleiben und erfordert dennoch ein hohes Maß an Sorgfalt. Es wird dieses "Mehr" oder "Weniger" im Bemühen um Kompetenz sein, das wahrscheinlich darüber entscheiden wird, ob wir den weiter begangenen Weg irgendwann in der Rückschau als gut bewerten werden können.

In den vergangenen Jahrzehnten ist ganz allgemein die Qualität in der gesellschaftlichen Behandlung von Problemen in erschreckendem Maße erodiert. Viele der öffentlich geführten Debatten sind Spiegel hiervon. Einer der Schlüssel, die das besonders gut aufzeigen können, ist der Umgang mit den Begriffen "Verschwörungstheorie" und Verschwörungstheoretiker". Kennzeichen ihres Gebrauchs ist eine miteinhergehende inhaltliche Verflachung, was bei komplexen Zusammenhängen schwerwiegende Auswirkungen hat.
mehr:
- Coronavirus: Verschwörung Macht Theorie (Claudia Lorenz, Telepolis, 08.07.2020)
siehe auch:
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Das medial verbreitetete Narrativ und die Abweichler…

MEINUNGSHOHEIT: Einflussreiche Persönlichkeiten warnen vor dem Verlust der Redefreiheit {1:04}

WELT Nachrichtensender
Am 08.07.2020 veröffentlicht 
Dutzende einflussreiche Intellektuelle und Künstlerinnen in den USA warnen in einem offenen Brief vor dem Verlust der Redefreiheit. Unterzeichnet hat den Brief auch Schriftstellerin J.K. Rowling.
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zum J.K. Rowling-Shitstorm siehe auch:
Zetern ist leichter als hinhören – der neue Shitstorm gegen J. K. Rowling ist da der traurige Beweis (Marion Löhndorf, NZZ, 16.06.2020)
- Transfeindliche Tweets von J.K. Rowling Bestsellerautorin zieht Wut von queeren Harry Potter-Fans auf sich (Inga Hofmann, Tgesspiegel, 10.06.2020)

So werden Corona-Kritiker mundtot gemacht (Raphael Bonelli) {22:45}

RPP Institut
Am 08.07.2020 veröffentlicht 
Corona Kritiker: Wir erleben derzeit eine gefährliche Entwicklung: Die (gewünschte) existenzielle Vernichtung von Kritikern.
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Die Zerstörung des Corona Hypes. {59:41}

Teil der Lösung
Am 28.06.2020 veröffentlicht 
Text und Links auf YouTuve
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8 Experten gegen den Mainstream! - Thesenpapier 3.0 einfach erklärt (5 IDEEN NEWS mit Dave Brych) {23:15}

5 IDEEN
Am 05.07.2020 veröffentlicht 
8 Experten gegen den Mainstream! - Thesenpapier 3.0 einfach erklärt (5 IDEEN NEWS mit Dave Brych)
Die wichtigsten Botschaften auf einen Blick:
● Dysfunktionale Dramatisierung
● Eine Eradikation der Epidemie ist nicht erreichbar
● Situation ist beherrschbar (Wahrung der Verhältnismäßigkeit)
● Corona-Tracing-App wirft beunruhigende Fragen auf:
Anonymität, Standortbestimmung, Freiwilligkeit, Verhaltensmodifikation, Wirksamkeit und Effizienz
Quellen:
Präsentation als PDF: https://t.me/davebrych_public/2466
oder https://covl.io/quellen-2020-07-06
Thesenpapier markiert: https://t.me/davebrych_public/2467
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»Die Menschen können ihrer Natur nach nichts weniger ertragen, als dass Meinungen, die sie für wahr halten, als Verbrechen gelten sollen, und dass ihnen als Unrecht das angerechnet werden solle, was sie zur Frömmigkeit gegen Gott und die Menschen bewegt. Dann kommt es, dass sie die Gesetze verwünschen und gegen die Obrigkeit sich vergehen und es nicht für schlecht, sondern für recht halten, wenn sie deshalb in Aufruhr sich erheben und jede böse That versuchen. Ist die menschliche Natur so beschaffen, so treffen die Gesetze gegen Meinungen nicht die Schlechten, sondern die Freisinnigen; sie halten nicht die Böswilligen im Zaum, sondern erbittern nur die Ehrlichen, und sie können nur mit grosser Gefahr für den Staat aufrecht erhalten werden
[Baruch de Spinoza, Tractatus theologico-politicus, 1670, Zwanzigstes Kapitel – Es wird gezeigt, dass in einem Freistaate Jedem erlaubt ist, zu denken, was er will, und zu sagen, was er denkt., gefunden bei Zeno.org – Hervorhebung von mir]
📛 Rufmord? oder sogar mehr? - der brisante und umstrittene Fall des Stefan Homburg (Dave Brych) {27:30}

5 IDEEN
Am 04.07.2020 veröffentlicht 
Prof. Stefan Homburg äußert seit Beginn der Krise Kritik an den Maßnahmen insbesondere an dem wirtschaftlichen Lockdown und den widersprüchlichen Zahlen an denen sich die Politik orientieren würde. Ihm gegenüber wurde die Berichterstattung immer populistischer und aggressiver. Man bezeichnete ihn als Verschwörungstheoretiker oder gar Reichsbürger. Kein Vergleich und keine Konstruktion scheint zu weit hergeholt zur Diffamierung und zum Rufmord, doch jetzt gibt eine aktuelle Stellenausschreibung der Uni Hannover den Anlass zu diesem Kommentar von Dave Brych.
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Die Wahrheit über Schweden - Krise und die Medien (5 IDEEN NEWS mit Dave Brych) {24:05}

5 IDEEN
Am 28.06.2020 veröffentlicht 
Text und Links auf YouTube
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⏰ DRINGEND! ⏰ Das wichtigste Video auf diesem Kanal! (Dave Brych über Freiheit & Integrität) {24:31}

5 IDEEN
Am 12.04.2020 veröffentlicht 
Text und Links auf YouTube
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Dienstag, 7. Juli 2020

Tod von George Floyd: Hat die politische Korrektheit versagt?



Die jüngsten Vorfälle in den USA zeigen die Unzulänglichkeit des Systems der politischen Korrektheit und seiner Idee von Gerechtigkeit auf
Die Absurdität der Strategien der politischen Korrektheit gegen die Ungerechtigkeiten auf der Welt wird vielleicht besonders anschaulich anhand einer vor einigen Wochen in Umlauf gekommenen Nachricht über eine Errungenschaft in der israelischen Armee. Als Erfolg wird vermeldet: Endlich wurde für Transgenderpersonen das Recht auf Unisex-Uniformen erkämpft.

Klarer hätte man nicht zum Ausdruck bringen können, worin für die führenden Köpfe des zeitgenössischen öffentlichen Diskurses die empörenden Ungerechtigkeiten der Weltgeschichte liegen. Nicht der seit Jahrzehnten tobende Krieg zwischen Arabern und Israelis als solches wird mehr als das Problem betrachtet, erst recht nicht, dass es überhaupt so etwas wie Militär und Krieg gibt – sondern schön politisch korrekt muss es dabei zugehen, das ist nun das Wichtige. Denn auch nicht mehr wie einst in der Hochblüte der Friedensbewegung wird das Schreckliche des Militärs darin gesehen, dass man dort dazu ausgebildet wird, Menschen zu töten. Nein, die Hauptsorge dreht sich heutzutage darum, ob dabei gendergerecht vorgegangen wird oder nicht.

mehr:
- Tod von George Floyd: Hat die politische Korrektheit versagt? (Ortwin Rosner, Telepolis, 07.07.2020)
siehe auch:

Ahnungslos & Identitätslos & Kulturlos - Bazon Brock 26.06.2020 - Bananenrepublik {4:37}
Bananenrepublik1
Am 26.06.2020 veröffentlicht 
► Quelle: "Die Leute haben keine Ahnung von Geschichte!" – Philosoph Bazon Brock [DFP 83] •26.06.2020
https://www.youtube.com/watch?v=1TTYB...
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Seit Jahresanfang in Kraft: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz – Knieschuß mit Ansage oder Die Diktatur der Humanität (Post, 28.01.2018)
NSU: Vorsätzliche Aktenvernichtungen beim Bundesverfassungsschutz (Post, 01.10.2016)


Prozeßbeginn Fritz Teufel 27.11.1967 {1:19}

tvtruhe
Am 06.10.2017 veröffentlicht 
Bericht Berliner Abendschau zum Start der Gerichtsverhandlung gegen Fritz Teufel

"Wie Sie sehen, habe ich mich nach den Blödoyers der Bundesanwälte rasiert und mir die Haare schneiden lassen, um der Welt die Fratze des Terrors zu zeigen, die ich bisher hinter Bart und Matte versteckte."
[W. Winkler, Zum Tod von Fritz Teufel : Der Rebell, der alle "Blödoyers" überstand, SZ, 07.07.2010]
"Wenn's der Wahrheitsfindung dient" – als der Angeklagte Fritz Teufel im November 1967 mit diesem Satz der Aufforderung eines Berliner Richters nachkommt, sich zu erheben, löst der damals 23-Jährige in der antiautoritären Bewegung ein befreiendes Lachen aus – befreiend vom autoritären Muff der Justiz. Die 68er Studentenbewegung treibt ihrem Höhepunkt entgegen und Teufel, angeklagt des Steinwurfs auf Polizeibeamte, ist eine ihrer bekanntesten Persönlichkeiten.
[Marco Carini, Fritz Teufel – Wenn's der Wahrheitsfindung dient, Konkret Literatur Verlag, Hamburg 2003, Klappentext, gefunden bei Perlentaucher, undatiert]
Fritz Teufel 2010 Trauerfeier (Außenansichten) {7:18}

Sunmotion
Am 15.07.2010 veröffentlicht 

Even playing Donald Rumsfeld Steve Carell can’t resist from laughing. vicemovie stevecarell {0:36}
Daniel Fort
Am 08.01.2019 veröffentlicht 

Steve Carell laughing

So was Dummes… 😂
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Montag, 6. Juli 2020

Corona und die Verteidigung des Glaubens – Exponentieller Anstieg der Blockwarte


📛 Rufmord? oder sogar mehr? - der brisante und umstrittene Fall des Stefan Homburg (Dave Brych) {27:30}

5 IDEEN
Am 04.07.2020 veröffentlicht 
Prof. Stefan Homburg äußert seit Beginn der Krise Kritik an den Maßnahmen insbesondere an dem wirtschaftlichen Lockdown und den widersprüchlichen Zahlen an denen sich die Politik orientieren würde. Ihm gegenüber wurde die Berichterstattung immer populistischer und aggressiver. Man bezeichnete ihn als Verschwörungstheoretiker oder gar Reichsbürger. Kein Vergleich und keine Konstruktion scheint zu weit hergeholt zur Diffamierung und zum Rufmord, doch jetzt gibt eine aktuelle Stellenausschreibung der Uni Hannover den Anlass zu diesem Kommentar von Dave Brych. 
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siehe auch:
- xxx (Post, )
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Das Wunder von Gütersloh

Das Wunder von Gütersloh - Schlagartig 1000 Menschen geheilt {1:26}

Schwindelambulanz Sinsheim / Dr. Bodo Schiffmann
Am 06.07.2020 veröffentlicht 
oder nur ein anderer Test? 
 https://www.guetersloh.de/de/themen/c...
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Da sich – im Gegensatz zu den MSM – Blogger ja strafbar machen, wenn sie Falschbehauptungen aufstellen, habe ich nach Quellen gesucht, die Schiffmann’s Behauptungen belegen. (Hat ja nur eine Stunde gedauert… 😂)
Erstmal Wikipedia:

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Im Juni 2020 ergaben behördlich angeordnete Massentests auf das SARS-CoV-2-Virus, dass sich im Tönnies-Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück von 6.139 getesteten Tönnies-Werksmitarbeitern 1.413 Arbeitnehmer infiziert hatten, ebenso wie weitere 353 Personen im Umfeld dieser Beschäftigten, insgesamt also 1.766. Außerdem gebe es weitere Infizierte im zweistelligen Bereich (Stand 24. Juni 2020 / Ministerpräsident Armin Laschet bei seiner Rede im Düsseldorfer Landtag).
Anfang Mai war es zu einem ähnlichen Vorfall mit zahlreichen Infektionen durch das Virus SARS-CoV-2 in einem Schlachtbetrieb von Westfleisch in Coesfeld gekommen. In dem Zusammenhang sagte ein Sprecher von Tönnies: „Wir wurden in der Ernährungsindustrie vor acht Wochen aufgefordert, während des Lockdowns weiter zu arbeiten, so wie Krankenhäuser, Pflegeheime und die Energieversorgung ... bei dem Wissen, dass wir dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko haben.“ Man sei diesem Auftrag nachgekommen, trotz erheblicher Maßnahmen, die Tönnies umsetze, bleibe – wie in Krankenhäusern oder Pflegeheimen – ein Restrisiko. „Im Lichte dieses bekannten Zielkonflikts darf nicht eine ganze Branche nun unter Generalverdacht gestellt werden“, teilte der Sprecher mit.[34] Damals gab es kein erhöhtes Infektionsgeschehen im Kreis Gütersloh, Mitte Mai gab der Kreis bekannt, dass von 784 zu dem Zeitpunkt ausgewerteten Tests bei Tönnies keiner positiv gewesen sei. 
[
Tönnies Holding, Corona-Infektionen (2020), Wikipedia, abgerufen am 19.07.2020]
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Bisher sind bereits (Stand 15. Mai, 18 Uhr) rund 6.204 Personen auf das Coronavirus auf dem Gelände des Schlachthofs getestet worden. Von diesen rund 6.204 Abstrichen liegen bisher bei 3.255 der Befund vor. 3.252 waren negativ und drei positiv. Das sind 0,1 Prozent. Im Kreis Gütersloh werden getestet: Rund 7.700 Personen, die bei der Unternehmensgruppe Tönnies und ihrer Werkvertragsnehmer tätig sind. Rund 150 Personen, die auf den vier weiteren größeren im Kreis Gütersloh ansässigen Schlachthöfen tätig sind und etwa 130 Beschäftigte des Kreises, die in den Schlachtbetrieben die amtliche Fleischuntersuchung durchführen,

Nach Eingang der positiven Testergebnisse beim Kreis Gütersloh hat das Gesundheitsamt die Betroffenen unmittelbar kontaktiert, über die Befunde informiert und die erforderlichen Maßnahmen zur häuslichen Quarantäne in Zusammenarbeit mit der Firma Tönnies eingeleitet. Alle drei Personen sind in Rheda-Wiedenbrück in häuslicher Quarantäne. Die Testungen werden dieses Wochenende fortgesetzt.

[Jan Focken, Von 3.255 Proben drei positiv, kreis-guetersloh.de, 15.05.2020, zuletzt abgerufen am 25.07.2020]

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Krefeld im Vergleich zum Freitag um drei Fälle gestiegen: Aktuell (Stand: Montag, 6. Juli, 0 Uhr) sind 27 Personen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der bisher insgesamt positiv Getesteten in Krefeld beträgt nun 674 (Freitag 668), die Zahl der Genesenen liegt bei 624 (622). Obwohl es laut Feststellung des städtischen Fachbereichs Gesundheit keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen gibt, muss die Zahl der Verstorbenen systemrelevant um einen Fall auf nun 23 heraufgesetzt werden, um die Statistik an die des Robert-Koch-Institutes anzupassen. Grund ist, dass Personen, die einmal positiv auf das Coronavirus getestet wurden und später versterben grundsätzlich in dieser Statistik aufgeführt werden. Im vorliegenden Krefelder Todesfall galt die Person (mittleren Alters und mit multiplen Vorerkrankungen) nachdem es mehrfach negative Testergebnisse gab inzwischen seit längerem als genesen. 
[Montag, 6. Juli – 27 Krefelder aktuell mit Corona infiziert, krefeld.de, 06.07.2020 – neuer Link]


In der virologischen Surveillance der AGI wurden in der 24. KW 2020 in 8 von 36 eingesandten Proben (22 %) Rhinoviren nachgewiesen. Seit der 15. KW 2020 wurde keine Influenza-Aktivität mehr beobachtet, seit der 16. KW 2020 gab es keine Nachweise von SARS-CoV-2 mehr.
[
Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) 18.06.2020 – AKTUALISIERTER STAND FÜR DEUTSCHLAND, RKI, 18.06.2020, Abschnitt »Ergebnisse aus weiteren Surveillance-Systemen des RKI zu akuten respiratorischen Erkrankungen«, 2. Absatz. S. 11 unten – Hervorhebung von mir]
mehr zu der Arbeitsgemeinschaft Influenza, ihrem Netzwerk von Sentinel-Praxen (Grippe-Web) und ihren Wochenberichten:


mein Kommentar:
Wenn man bedenkt, wie schnell Wikipedia dabei ist, Leute, die was Gutes über Daniele Ganser schreiben, zu korrigieren – bzw. deren Einträge zu korrigieren – und wie schnell diese Leute dann gesperrt werden, wundert man sich, weshalb Wikipedia es bisher noch nicht fertigbekommen hat, diesen Eintrag sauber zu korrigieren bzw. zu aktualisieren.
Wozu die exakten Angaben über die Anzahl der »Infizierten« [genau müßte es heißen »positiv Getesteten«], wenn diese Angaben am Ende des Absatzes relativiert bzw. zurückgenommen werden?
Hier wird eine Schein-Genauigkeit hergestellt!
Wenn man sich über Wikipedia ein wenig schlau gemacht hat, wundert einen der jetzige Zustand des Artikels nicht mehr!
zu der Zuverlässigkeit von Wikipedia siehe auch:
- Meine wichtigsten Wikipedia-Artikel (Post, 28.02.2019)
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