Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Berlin hat mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten. Grund sei, dass sich die Teilnehmer nicht an Hygieneregeln halten. Berlin solle nicht als „Bühne für Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten missbraucht“ werden.
Corona-Demo in Berlin verboten: Ein Appell an die Verantwortlichen! (Raphael Bonelli) {6:32}
RPP Institut Am 26.08.2020 veröffentlicht
Corona Aktuell: Die Corona-Demo in Berlin wurde soeben verboten. Wo wir das Ganze enden?
Ein Appell an die Verantwortlichen!
Die Entscheidung der Polizei, Demonstrationen gegen die Corona-Politik in Berlin zu verbieten, hat zu Kontroversen geführt. Die Berliner Senatsverwaltung wehrt sich gegen den Vorwurf, eine politische Entscheidung getroffen zu haben. Die Gegenproteste bleiben weiterhin erlaubt. Rechtsextreme stacheln derweil zum „Sturm auf Berlin“ an.
Gates Watch 02 - Bill Gates, Hans Dampf in allen Gassen. Maren Schmidt | Wikihausen im Interview {54:26}
wikihausen
Am 03.08.2020 veröffentlicht
Themen in dieser Sendung:
- Pandemrix und die Schweinegrippe, Pharmahersteller wusste um das Risiko für Narkolepsie
- Bill Gates investiert nicht nur in Impfungen
- Verbindungen zwischen Leopoldinern und Bill Gates
- Karl Lauterbach (SPD) und Impfungen
- Bill Gates und seine Privatfirma mit Atomkraft
Gates Watch 03 - Bill Gates, genmanipulierte Insekten und Klimawandel | Wikihausen im Interview {51:31}
wikihausen
Am 26.08.2020 veröffentlicht
Themen dieser Sendung:
Bill gates und seine Investitionen abseits von Impfungen:
- Gen-Drive, CRISPR Cas
- Freisetzung von Transgenen Gelbfieber-Mücken
- Klimawandel stoppen: Mission Innovation - Break Through Energy coalition - Vereinigung der Ultramilliadäre
- Aliko Dangote- Weltbank fördert weltgrößte Erdölraffinerie - wie ist das vereinbar mit CO2 -Reduktion?
- Bill Gates ist außerdem befreundet mit Aliko Dangote
Ein neues Arbeitspapier des National Bureau of Economic Research (NBER) von Andrew Atkeson, Karen Kopecky und Tao Zha konzentrierte sich auf Länder und US-Bundesstaaten mit mehr als 1.000 COVID-Todesfällen Ende Juli. Insgesamt umfasste die Studie 25 US-Bundesstaaten und 23 Länder.
Basierend auf ihrer Analyse präsentieren die Autoren vier „stilisierte Fakten“ zu COVID-19:
Sobald eine Region 25 COVID-Todesfälle erreicht hat, sinkt die Wachstumsrate der Todesfälle pro Tag innerhalb eines Monats auf ungefähr Null. Mit anderen Worten, unabhängig von Land oder Staat und seiner Politik steigen die Todesfälle pro Tag innerhalb von 20 bis 30 Tagen nach Überschreiten einer Schwelle von 25 Todesfällen nicht mehr an.
Sobald dies geschieht, beginnen die Todesfälle pro Tag entweder zu sinken oder der Trend bleibt unverändert.
Die Variabilität der Todesfälle in den Regionen ist seit Beginn der Epidemie stark zurückgegangen und bleibt gering. Alle untersuchten Staaten, alle untersuchten Länder sind sich in ihren Trends ähnlicher geworden und sind es geblieben.
Die Beobachtungen 1-3 legen nahe, dass die effektive Reproduktionszahl R nach den ersten 30 Tagen der Epidemie weltweit um eins schwebte.
Die Schlussfolgerung des Papiers lautet, dass die oben beobachteten Datentrends wahrscheinlich darauf hinweisen, dass nichtpharmazeutische Interventionen (NPIs) – wie Sperrungen, Schließungen, Reisebeschränkungen, Bestellungen für zu Hause bleiben, Verbote von Veranstaltungen, Quarantänen, Ausgangssperren und Maskenmandate – das Virus nicht zu beeinflussen scheinen Übertragungsraten insgesamt.
Warum? Weil diese Richtlinien in ihrem Zeitpunkt und ihrer Umsetzung in den einzelnen Ländern und Staaten unterschiedlich waren, die Trends bei den Ergebnissen jedoch nicht.
Das einzige wirklich Dramatische an Corona ist die Anzahl der positiv Getesten — ein Zahlenspiel, das sich weitgehend vom realen Krankheitsgeschehen abgekoppelt hat.
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Wir bezweifeln, ob alles, was man uns da seit Anfang des Jahres über ein „neuartiges Virus“ erzählt hat, stimmt. Wir wissen, dass der Test auf das Virus in seiner Funktionalität und Ausführung zweifelhaft ist — und zwar weltweit. Und es scheint klar, dass die dem Virus zugeschriebenen Krankheiten und Symptome so unspezifisch sind, dass es willkürlich erscheint, sie allein diesem Erreger zuzuordnen. Aber selbst wenn man über all das großzügig hinwegsieht, bleibt vieles an dieser „Pandemie“, die uns tagtäglich um die Ohren gehauen wird, höchst zweifelhaft. Der Autor erklärt uns warum.
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Sowohl die Fall- als auch die Sterbezahlen sind mit reichlich Fragezeichen versehen. Die Regierung und deren weisungsgebundenen Bundesbehörden schaffen es nicht, die vielen offenen Fragen zu klären — ein Armutszeugnis sondersgleichen nach mittlerweile einem halben Jahr Notstandsgesetzgebung. Für mich als Wissenschaftler ist es völlig unverständlich, wieso in diesen Bundesbehörden, aber auch in vielen anderen, mit dem verfassungsmäßigen Recht auf freie Forschung und Lehre ausgestatteten Einrichtungen die naheliegendsten Fragen ununtersucht bleiben.
Ich habe mich beispielsweise gefragt, wie wohl das Verhältnis von „Fällen“ zu Toten ist.
In den Medien aber auch vonseiten der Wissenschaft und der Bundesbehörden werden Fälle mit Infizierten und Infizierte mit Erkrankten gleichgesetzt.
Wenn beide Zahlen genau das widerspiegeln, was man sich naiv darunter vorstellt, sollte deren Verhältnis in etwa konstant sein. Das Verhältnis von Fällen zu Toten ist für mich ein Beispiel für die im vorherigen Absatz behaupteten „naheliegendsten Fragen“. Eine solche Auswertung würde ich als Bachelorarbeit vergeben, für eine Masterarbeit wäre sie definitiv zu dünn.
Beim Vergleich der Fall- und Sterbezahlen ergibt sich eine Schwierigkeit. Die beiden Ereignisse — auf die jeweils betroffene Person bezogen — finden nicht am gleichen Tag statt. Die Sterbefälle treten im Mittel etwa 14 Tage nach der Meldung des positiven Testergebnisses bei den Gesundheitsämtern ein. Daher muss man die Sterbezahlen um 14 Tage zurückdatieren, damit die beiden Kurven synchron verlaufen.
Die zuständige Bundesbehörde verfügt über die Krankengeschichte eines jeden Toten. Daher könnte sie genauer arbeiten, als ich es hier tue. Die Behörde müsste nicht mit dem Mittelwert von 14 Tagen arbeiten, weil sie jeden Tag der positiven Testung kennt und sogar auf den Tag der Ansteckung (a1) zurückrechnen könnte, wenn sie nur ihre Arbeit machen würde.
Die Ergebnisse meiner Untersuchungen sind in den folgenden beiden Abbildungen zu sehen. In der ersten Abbildung (lineare Darstellung) sieht man, wie synchron die beiden Kurven in der Anfangszeit der Epidemie verlaufen sind. Weil die Sterbezahlen inzwischen viel kleiner sind als im März, kann man in der linearen Darstellung diesbezüglich mittlerweile keine Entwicklung mehr erkennen.
In der zweiten Abbildung (logarithmische Darstellung) erkennt man, dass die Fallzahlen und die Sterbezahlen seit spätestens Mitte Juni — eigentlich schon seit Mitte Mai — entkoppelt sind. Was auch immer bei den Fallzahlen geschieht: Es hat nicht die geringste Auswirkung auf die Sterbezahlen (1, b1).
Das Innenministerium hat einen Gesetzentwurf für ein registerübergreifendes Identitätsmanagement erstellt, mit dem die Steuernummer zur Personenkennziffer wird.
Auf Eckpunkte für einen virtuellen Zusammenschluss der Melderegister und zahlreicher anderer behördlicher Datenbanken hatte sich die große Koalition jüngst bereits geeinigt, nun hat das Bundesinnenministerium einen Referentenentwurf zur "Einführung einer Identifikationsnummer in die öffentliche Verwaltung" vorgelegt. Ressortchef Horst Seehofer (CSU) bleibt demnach bei dem Vorhaben, die Steuer-ID zu einer allgemeine Bürgernummer für alle möglichen Ämter zu erweitern.
Kommen soll laut dem Papier mit Stand Ende Juli, das Netzpolitik.org veröffentlicht hat, eine Identifikationsnummer, um die mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) vorgesehenen E-Government-Dienste mithilfe der relevanten Verwaltungsregister von Bund und Ländern umzusetzen. Die Kennung soll gewährleisten, dass sogenannte Basisdaten natürlicher Personen "von einer dafür verantwortlichen Stelle auf Inkonsistenzen geprüft, verlässlich gepflegt, aktualisiert und bereitgestellt werden".
Die Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder (DSK) lehnt die von der Bundesregierung in Betracht gezogene Nutzung von einheitlichen, verwaltungsübergreifenden Personenkennzeichen zur direkten Identifizierung von Bürgerinnen und Bürgern ab. Bei den zum Anschluss von Arztpraxen an die Telematik Infrastruktur des Gesundheitswesens (TI) verwendeten Konnektoren, sieht die DSK eine datenschutzrechtliche Mitverantwortung von Arztpraxen und der Gesellschaft für Telematikanwendungen (gematik).
Wichtigstes Thema der DSK-Zwischenkonferenz am 12.09.2019 in Mainz war die von der Bundesregierung geplante Modernisierung der Registerlandschaft in Deutschland und der in diesem Zusammenhang diskutierten Einführung von verwaltungsübergreifenden Personenkennzeichen bzw. Identifikatoren. […]
Da es die gesetzliche Aufgabe der gematik ist, den operativen und sicheren Betrieb der TI zu gewährleisten und sie in diesem Rahmen die Mittel für die Datenverarbeitung in der TI wesentlich bestimmt, kam die DSK zu der Auffassung, dass der gematik neben den Betreibern der Arztpraxen eine datenschutzrechtliche Mitverantwortung für die Konnektoren zufällt. Um diese Verantwortungsteilung künftig rechtssicher zu regeln, empfiehlt die DSK dem Gesetzgeber, hier eine normenklare gesetzliche Regelung zu schaffen. [DSK positioniert sich zu Personenkennzeichen und Verantwortlichkeit in der Telematik Infrastruktur, bfdi.bund.de, 13.09.2019 – Hervorhebungen von mir]
mein Kommentar: Während wir uns über Demonstrationsrecht und Demo-Teilnehmerzahlen die Köpfe heißreden, achten wir nicht auf den Gorilla… selective attention test {1:21}
Daniel Simons Am 10.03.2010 veröffentlicht
The original, world-famous awareness test from Daniel Simons and Christopher Chabris. Check out our book and website for more information (www.theinvisiblegorilla.com)
Wissenschaftler untersuchten Persönlichkeitszüge der Nutzer und ob sie ein Jahr später in einer romantischen Beziehung waren
Die Rate der Singles und kinderlosen Menschen steigt bekanntlich seit Jahren in vielen westlichen, aber auch in asiatischen Ländern. Vor allem die dynamischen, globalisierten Großstädte sind oft auch Single-Hauptstädte. Das lässt, oberflächlich betrachtet, bereits am Erfolg des Online-Datings zweifeln. Denn das gibt es ja nun immerhin schon seit über 20 Jahren. Ist es also doch nicht so einfach, mit dem Klicken, Wischen und Chatten den Traumpartner oder die Traumpartnerin zu finden?
Zudem ist für die Unternehmen, die mit Online-Dating ihr Geld verdienen, die Partnersuche lukrativer als die Beziehungsfindung. Marktwirtschaftlich gesehen springt für die Plattformbetreiber am meisten dabei heraus, wenn sie ihre User langfristig binden können. Dafür muss natürlich der Erfolg zum Greifen nah sein, vor allem dann, wenn Userinnen und User für den Service bezahlen. Wenn also die Branche wächst, gleichzeitig aber auch die Rate der Singles, dann scheint das Bild vom Esel zutreffend, der ewig der Karotte am Stock hinterherläuft, ohne sie jemals zu kriegen.
Alternativ könnte es natürlich auch sein, dass viele Nutzer gar nicht nach festen Beziehungen aus sind, sondern eher nach flüchtigen Kontakten suchen, Stichwort "Casual Dating". Warum sich auch langfristig binden, wenn ein paar Klicks weiter schon eine viel bessere Partnerin, ein viel besserer Partner warten könnte? Beziehungen, in denen beide Partner (wissentlich) weiter nach einem besseren Match suchen, passen natürlich in die Welt der Selbstoptimierer. Denn in dieser ist der Status quo ja nie gut genug (Der Preis fürs "perfekte Leben").
Die psychologische Kraft des Traums vom perfekten Match sollte man nicht unterschätzen. An der Sozialgeschichte des Datens, das so erst um 1900 entstand und mit der Landflucht zu tun hatte, lässt sich übrigens ablesen, wie stark ökonomische Rahmenbedingungen unser soziales Netzwerk prägen. Hierzu schrieb die Harvard-Historikerin Moira Weigel in jüngerer Zeit ein interessantes Sachbuch ("Labor of Love: The Invention of Dating", 2016), allerdings mit einem starken Schwerpunkt auf die USA.
Dieses Interview des spanischen Staatsfernsehens RTVE mit dem spanischen Arzt Dr. Luis Benito ist lehrreich, und es anzuschauen, ist ein reines Vergnügen – wenn die erkennbaren Manipulationen und die Verdummungsabsicht nicht so traurig wären. NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser kennen die auch hier genutzten Tricks schon, zum Beispiel auf der Zahl der Neuinfektionen herumzureiten, ohne eine Relation zu der Zahl der Tests oder der wirklich Kranken herzustellen. Wir bringen diesen Vorgang in unserer Reihe „Doku interessanten Kabaretts“ unter. Es ist wirklich kabarettreif, was sich das spanische Staatsfernsehen hier leistet. Und es ist für uns von Bedeutung, weil sich viele unserer Medien das gleiche Vergnügen leisten. Albrecht Müller.
Im konkreten Fall des Interviews beim spanischen Fernsehen kommt es zu einem besonderen Vorgang, den wir meines Wissens leider hier in Deutschland bisher noch nicht erlebt haben: Weil die interviewende Journalistin total versagt, wird das Interview mit dem Hinweis, es habe Alarm ausgelöst, unterbrochen. Es schaltet sich ein männlicher Journalist ein. Dieser verschlimmbessert den Eindruck – durch seine grobe, rechthaberische Art des Interviewens und zum Beispiel durch den Hinweis, er sähe die Menschen in den Straßen an Corona sterben. Und dann leistet er auch noch einen wunderbaren Offenbarungseid. Er meint: Wir haben 24 Stunden am Tag nichts anderes berichtet. Da müsse das doch wahr sein mit der Pandemie.
Eine Impfung, auch Schutzimpfung, Vakzination (älter Vaccination) oder Vakzinierung (ursprünglich die Infektion mit Kuhpockenmaterial; von lateinisch vacca, ‚Kuh‘) genannt, ist die Gabe eines Impfstoffes mit dem Ziel, vor einer (übertragbaren) Krankheit zu schützen.[1] Sie dient der Aktivierung des Immunsystems gegen spezifische Stoffe. Impfungen wurden als vorbeugende Maßnahme gegen Infektionskrankheiten entwickelt. Später wurden für Krebsimmuntherapien auch Krebsimpfstoffe entwickelt.
Eine vorbeugende Impfung gegen eine Infektionskrankheit beruht auf einer spezifischen, aktiven Immunisierung gegen den Krankheitserreger und wird daher auch als Aktiv-Impfung oder aktive Schutzimpfung bezeichnet. Ziel der aktiven Impfung ist es, das körpereigene Immunsystem zu befähigen, auf eine Infektion mit dem Erreger so rasch und wirksam zu reagieren, dass daraus keine oder nur eine abgeschwächte Infektionskrankheit resultiert. Es wird zwischen Lebendimpfstoffen und Totimpfstoffen unterschieden; zu letzteren gehören auch Toxoidimpfstoffe. Dagegen handelt es sich bei der Passiv-Impfung (auch Heilimpfung) um eine lediglich passive Immunisierung durch Gabe von Antikörpern.
Derzeit stehen Impfungen gegen eine Vielzahl von viralen und bakteriellen Infektionskrankheiten zur Verfügung. Weitere Impfstoffe gegen einige bedeutsame Infektionskrankheiten und gegen chronische Infektionen, die Krebs begünstigen, sind derzeit in Entwicklung.
Das Narrativ der Meinungshoheit lautet, dass Impfkampagnen schon immer ein wahrer Segen, eine pure Erfolgsgeschichte gewesen seien. Auch das hat dazu beigetragen, in den Bevölkerungen dem perspektivischen Impfen gegen das SARS-CoV-2 als Heilsbringer entgegenzufiebern, und die Zeit bis dahin mit sozialer Distanzierung und Maskenzwang zu überstehen. Das ist fatal. Nicht nur weil die Natur von Coronaviren dieses Vorhaben — gelinde gesagt — abenteuerlich erscheinen lässt. Schwerer wiegt, dass die Geschichte der Impfungen eine Reihe dunkler Flecke aufzuweisen hat. Hierzu eine weitere Analyse von Oliver Märtens.
Der Dokumentarfilm “Lethal Injection — The Story of Vaccination” von Clint Richardson enthält eine Vielzahl spektakulärer und absolut Mainstream-untauglicher Aussagen (v1). Das Gleiche gilt für seine Quellenwahl. Unerhörterweise wird an einer Stelle sogar ein gewisser Dr. Wolfgang Wodarg zitiert, ausgerechnet im Zusammenhang mit der Schweinegrippe, die man als “Vorübung” des heutigen COVID-19-Geschehens interpretieren könnte. Einige der Aussagen des Films sollen an dieser Stelle auf deutsch und somit nochmals einer weiteren Anzahl von Menschen zur Kenntnis gebracht werden, aber nicht um diesen Film als Sammlung absoluter Wahrheit zu fördern.
Ganz im Gegenteil, sind die Leser ausdrücklich aufgefordert, kritische Distanz zu wahren, eigene Recherchen anzustellen und unabhängig zu urteilen. Auch sind sie herzlich eingeladen, sich den Film selbst in voller Länge anzuschauen. Wesentliche Teile seiner Inhalte werden hier ausgeklammert, da im Folgenden die Irrwege der Impfungen als roter Faden dienen sollen. Die Diskussion, zum Beispiel von nervenschädigenden Impfwirkungsverstärkern — auch bekannt als Adjuvanzien (1) -, der wenig rühmlichen Geschichte der Pharmaindustrie (2), des desaströsen Einflusses von Stiftungen auf medizinische Forschung und Lehre (3) sowie die heutigen finanziellen wie auch personellen Verquickungen zwischen Medizin und Staat mit ihren vielfältigen Interessenkonflikten und Korruptionspotenzialen (4) ist daher an anderer Stelle zu führen.
»Auch das Gutachten 2005 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen stellt fest:
݀rzte sind sich zwar der werbenden, verzerrenden Darstellung der produktbezogenen Information bewusst.
Sie leugnen jedoch – trotz gegenteiliger empirischer Befunde – häufig, dass diese ihr Verhalten beeinflussen. Sie glauben vielfach an ihre persönliche Immunität gegenüber den Marketingmaßnahmen der Industrie…‹
Es ist kennzeichnend für die ›gefühlte Unabhängigkeit‹ von Ärzten, dass sie laut Umfrage zu 61% der Meinung sind, dass Industriewerbung und Kontakte ihr eigenes Verschreibungsverhalten nicht beeinflussen würde, nur 16 % dies jedoch für ihre KollegInnen annehmen (!).« [Quelle: V. Aderhold, D. Lehmkuhl, Material zum Verhältnis Psychiatrie und Pharmaindustrie, in: Der Mast muß weg, 1/2008, S. 5f. Hervorhebungen durch die Verfasser, PDF, sehr lesenswert!
[Originalzitat: Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Gutachten 2005, Bundestagsdrucksache 15/5670 v. 09.06.2005, Pkt. 843, S. 334f. – PDF]
mein Kommentar: Sollten Spiegel-Autoren – im Gegensatz zu Ärzten – tatsächlich immun sein gegen finanzielle Beeinflussung? 😂
Söder zu Corona-Maßnahmen: „Müssen die Zügel jetzt wieder anziehen“ {1:11}
Handelsblatt Am 24.08.2020 veröffentlicht
Der bayerische Ministerpräsident hat die steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland als „besorgniserregend“ beschrieben. Zur Bekämpfung der Pandemie fordert er ein einheitlicheres Vorgehen der Bundesländer bei Maßnahmen und Bußgeldern.
Kommentar: Anstieg der Corona-Tests und Anstieg der Infiziertenzahlen - Wer hinterfragt, ist Relativierer
≫Ihre sehr berechtigte Frage: "Hat die erhöhte Zahl an positiv Testungen auch etwas mit der Ausweitung der Testkapazitäten zu tun?", muss man sicherlich mit 'teilweise ja' beantworten.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister auf der Bundespressekonferenz, Anfang August
Zwei Dinge stehen fest: Die Zahl der durchgeführten Corona-Tests steigt. Die Zahl der registrierten Corona-Fälle steigt. Die Zahl der durchgeführten Corona-Tests steigt gerade sogar bis an die Kapazitätsgrenze vieler Labore. Ein Zusammenhang zwischen beidem scheint naheliegend, denn wer mehr sucht, findet natürlich auch mehr.
Trotzdem suggerieren dieser Tage viele Medien, es gebe einen solchen Zusammenhang nicht und konstruieren stattdessen die Gefahr einer zweiten Infektions-Welle. Damit dienen sie vor allem der Karriere-Agenda bestimmter Politiker, vor allem aus der Union. "Die zweite Welle ist schon da", behauptet zum Beispiel der bayerische Ministerpräsident Markus Söder seit Anfang August.
Mitunter offenbaren solche Medienberichte eine gewisse Unfähigkeit (oder ist es Unwillen?), einfache Zahlen zu lesen oder Zitate zu verstehen und Fakten zu überprüfen.
In der virologischen Surveillance der AGI wurden in der 24. KW 2020 in 8 von 36 eingesandten Proben (22 %) Rhinoviren nachgewiesen. Seit der 15. KW 2020 wurde keine Influenza-Aktivität mehr beobachtet, seit der 16. KW 2020 gab es keine Nachweise von SARS-CoV-2 mehr. [Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) 18.06.2020 – AKTUALISIERTER STAND FÜR DEUTSCHLAND, RKI, 18.06.2020, Abschnitt »Ergebnisse aus weiteren Surveillance-Systemen des RKI zu akuten respiratorischen Erkrankungen«, S. 11, 2. Absatz. unten – Hervorhebung von mir]
AKTUELLE CORONA-ZAHLEN: Schockierender Anstieg von Coronavirus-Infektionen in Deutschland {0:34}WELT Nachrichtensender
Am 21.08.2020 veröffentlicht
Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat die Schwelle von 2000 überschritten und den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 2034 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Datenstand 22.08. 0 Uhr), wie es am Samstagmorgen vom Robert Koch-Instituts (RKI) hieß. Höher lag der Wert zuletzt am 25. April mit 2055 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder an.
Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg bei den Fallzahlen allerdings nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests immens stieg. Waren es nach RKI-Daten in der Kalenderwoche 31 vom 27. Juli bis 2. August noch rund 578 000 (übermittelt von 165 Laboren), lag die Zahl zwei Wochen später schon bei mehr als 875 000 (übermittelt von 181 Laboren). Die Werte können sich im Zuge von Nachmeldungen noch verändern, zudem können Mehrfachtestungen einzelner Menschen enthalten sein.
In der Woche vom 20. bis 26. April hatte die Zahl der Tests bei rund 364 000 (übermittelt von 178 Laboren) gelegen - also wesentlich niedriger als derzeit. Die Rate positiver Ergebnisse lag damals bei fünf Prozent, derzeit liegt sie bei knapp einem Prozent.
Die steigenden Fallzahlen seien derzeit aber nicht nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären, hatte das RKI vor einigen Tagen mitgeteilt. Bundesweit gebe es eine große Anzahl kleinerer Ausbruchsgeschehen, die beispielsweise mit größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis in Verbindung stehen, heißt es im Lagebericht von Freitag (21.8.). Hinzu komme, dass Corona-Fälle zu einem großen Anteil unter Reiserückkehrern, insbesondere in den jüngeren Altersgruppen, identifiziert werden.
Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 232 082 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9267. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis Samstagmorgen hatten etwa 206 600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Freitag bei 1,02 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R-Wert an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben von Freitag bei 1,12 (Vortag: 1,14 ). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.
[Hervorhebungen von mir]
Schockierender Anstieg?
Schockierend finde ich, dass es Leute gibt, die uns mit solchen Nachrichten füttern. Die davon ausgehen zu dürfen glauben, dass diese Texte nicht genau gelesen werden…
Die »wissen« daß sich Otto Normalverbraucher einen feuchten Dreck um Falsch-Positiven-Raten kümmert.
Wenn Otto Normalverbraucher an der Supermarktkasse für einen Sahne Joghurt 0,39 € bezahlt, ist für ihn die Welt in Ordnung.
Und genau so denkt Otto Normalverbraucher, er bekommt saubere Nachrichten, solange er die GEZ-Gebühren bezahlt…
Warum noch mal mutierte eines von Bob Dylan’s Meisterstücken beim Konzert im Weißen Haus zu einem Walzer?
»Schockierender Anstieg«?
Kann mir jemand erklären, weshalb dieser Anstieg schockierend ist?
Marieke Degen: „Eine Erhöhung der Testzahl kann natürlich zu einem Anstieg der Fallzahlen führen, weil zuvor unentdeckte Fälle, auch ohne Symptome, bekannt werden. Das heißt aber nicht, dass die steigenden Fallzahlen nur mit vermehrten Tests zu erklären sind.” Es gebe zahlreiche Gründe, weshalb die Fallzahlen im Moment anstiegen, sagt die RKI-Sprecherin: „Wir haben viele kleinere Ausbruchsgeschehen, die unterschiedliche Ursachen haben. Wir haben Reiserückkehrer, größere Feiern im Familien- und Freundeskreis, Freizeitaktivitäten, aber auch Ausbrüche an Arbeitsplätzen.” Und auch in Altenheimen und Krankenhäusern gebe es wieder mehr Infektionen.
Die deutsche Gesellschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien hat im April 463 Laboren in 36 Ländern vier verschiedene SARS-CoV-2-Proben, zwei Proben mit einem anderen Corona-Virus und eine nicht-Infizierte Probe geschickt. In einer ersten Auswertung schreiben die Versuchsleiter, drei Proben seien „zu 98,9 bis 99,7 Prozent” korrekt als positiv erkannten worden. Die vierte, extrem verdünnte Probe, erkannten noch 93 Prozent als positiv. Die negative Probe sei zu „97,8 bis 98,6” korrekt als solche analysiert worden. Dies zeige eine sehr gute Leistungsfähigkeit der Labore und der Testverfahren […].
RKI-Sprecherin Marieke Degen sagt, Fehldiagnosen kämen nach derzeitigen Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts „nur sehr selten” vor, einen Prozentsatz nannte sie nicht. Prof. Tiemann sagt, die technische Spezifität der Tests liege in der Regel über 99,9 Prozent. Die Spezifität misst den Anteil der Gesunden, die auch als solche erkannt werden.
[Christian Althoff, Steigen Zahlen nur wegen vermehrter Tests? – Infizierte jünger und seltener krank Die Tücken der Corona-Statistik, westfalen-blatt.de, 15.08.2020]
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mein Kommentar:So führt man Leute hinters Licht!
»Die negative Probe sei zu „97,8 bis 98,6%” korrekt als solche analysiert worden.«
Wenn man das Mittel von 97,8 und 98,6 nimmt (=> 98,2[%]) bedeutet das eine Spezifität von 98,2%, und damit eine Falsch-Positiven-Rate von 1,8%!!
(Die Falsch-Positiven-Rate ergibt sich aus der Subtraktion der Spezifität von 100 [%])
Wenn Prof. Tiemann sagt, die technische Spezifität der Tests »liege in der Regel bei über 99,9%«, hätte man sich den Ringversuch ja auch sparen können. (Dann wäre die Spezifität ja bekannt!)
Aus dem Ringversuch geht keine Aussage über die sogenannte »technische Spezifität« hervor. Der Ringversuch diente zur Abschätzung der realen Sensitivität und der realen Spezifität. Das Geschwurbel von der »technischen Spezifität« ist Verneblung.
Der Ringversuch ergab eine Spezifität von 98,2%, Punkt!
Solche Verneblungsformulierungen kenne ich aus meinen Recherchen zur Effektivitätsbestimmung der Influenza-Impfungen!
Trotz ihrer institutionellen Beliebtheit haben fallnegative Designs eine begrenzte Bedeutung für die öffentliche Gesundheit, da das Design nicht die Wirksamkeit vor Ort testet, sondern die Wirksamkeit des Impfstoffs im Labor (die Fähigkeit des Impfstoffs, eine negative Polymerasekettenreaktion zu erzeugen (PCR) Ergebnis). Sowohl Fälle als auch Kontrollen sind symptomatisch, daher konzentriert sich jede Prävention ausschließlich auf die PCR-Negativität. Darüber hinaus können keine nützlichen absoluten Wirkungsmaße für die öffentliche Gesundheit abgeleitet werden (z. B. die absolute Risikominderung (ARR) und die für die Impfung zur Verhinderung eines Falles (NNV) erforderliche Gegenzahl), da die Hintergrundraten der Infektion und der Viruszirkulation nicht Teil sind der Berechnung der Wirkungsschätzungen. Es gibt auch Probleme mit den mathematischen Annahmen, die in diesem Entwurf getroffen werden (Einzelheiten siehe die Übersichten). Fallnegative Studien veranschaulichen den engen und retrospektiven Fokus auf Influenzaviren auf Kosten des gesamten ILI – des Krankheitsclusters, das für Patienten und ihre Ärzte von Interesse ist. Die retrospektive Berechnung relativer Schätzungen der Laborwirksamkeit kann für zukünftige Entscheidungen über die Zusammensetzung von Impfstoffen von Interesse sein, ihre Relevanz für alltägliche Entscheidungen erscheint jedoch fraglich. [Tom Jefferson, Alessandro Rivetti, Vittorio Demicheli, Warum wurden drei langjährige Cochrane Reviews zu Influenza-Impfstoffen stabilisiert?, Chochrane Community, 29.01.2018 – Google-Übersetzer – Hervorhebungen von mir]
Eine Studie analysiert die Corona-Berichterstattung bei ARD und ZDF kritisch. Dann greifen die Reflexe aus Hohn und Dementi. Ein Anruf bei den Machern bringt Differenzierung.
Die Literatur- und Medienwissenschaftler Dennis Gräf und Martin Hennig haben in den ersten Monaten der Corona-Krise analysiert, welches Weltbild öffentlich-rechtliche Sondersendungen transportieren. Dazu haben die beiden Wissenschaftler der Universität Passau von Mitte März bis Mitte Mai 93 Ausgaben der Sondersendungen ARD extra und ZDF Spezial untersucht. Das Preprint ihrer Studie, die in einigen Wochen im Magazin des DFG-Graduiertenkollegs Privatheit und Digitalisierung erscheint, legt den Schluss nahe, dass der Journalismus differenzierter hätte sein müssen und stattdessen die Krise als konstantes Bedrohungsszenario geschildert wurde.
SZ: Ihre Studie haben Sie mit "Die Verengung der Welt" überschrieben. Was meinen Sie damit?
Martin Hennig: Insgesamt wurde die Krisenhaftigkeit zur zentralen Perspektive der Wahrnehmung. Das liegt allein schon an der hohen Anzahl der beiden Formate. Sondersendungen werden bei einem gesellschaftlich außergewöhnlichen Ereignis ausgestrahlt. Aber im Untersuchungszeitraum waren die Sondersendungen zu Corona omnipräsent und damit wurde das Besondere zum Normalfall.
Vor seiner politischen Karriere war Jens Spahn Pharmalobbyist. Als Bundesminister bleibt er seinen Wurzeln treu und legt sich mit Vehemenz für die Interessen der kommerziellen Gesundheitswirtschaft ins Zeug. Dafür schickt er Gesetze in Serie auf die Reise, die einen großen gemeinsamen Nenner haben – die Verwertung von Patienten- und Versichertendaten zu Profitzwecken. Beispielhaft dafür ist das Digitale-Versorgung-Gesetz, das der Chef des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) gerade per Verordnung konkretisiert hat. Mit dem Ergebnis: Die informationelle Selbstbestimmung gerät noch heftiger unter Beschuss. Eine Luxusvilla ist das allemal wert. Von Ralf Wurzbacher.
Jens Spahn ergreift die Flucht. Raus aus dem weltoffen-bunten Schöneberg, rein ins spießig-hermetische Dahlem, wo sich in Berlin die Wohlbegüterten vom gemeinen Volk distinguieren. Im Kiez waren die Nachbarn zuletzt aber auch wirklich gemein, wie RTL aus seinem Umfeld erfuhr. Von „ständigen Kontaktaufnahmen“ fühlten sich der CDU-Promi und sein Ehemann Daniel Funke „gestört und eingeengt“. Mehrmals sogar habe man sie in den vergangenen Wochen vor der Haustür angesprochen und dabei „seien nicht immer positive Worte gefallen“. Was liegt da näher, als auf Abstand zu gehen, gerade in Zeiten von Corona.
Den Schutz seiner Privatsphäre lässt sich der Bundesgesundheitsminister dabei einiges kosten. 4,125 Millionen Euro sollen laut Kaufvertrag für die Nobelvilla aus den 1920er Jahren fällig werden, dazu könnte noch ein stattliches Sümmchen für die Renovierung kommen. Fernab der Berliner Trubelmeilen, inmitten von viel Grün und bei 300 Quadratmetern Wohnfläche winken demnächst aber allerhand Platz und Ruhe, um für und unter sich zu sein. Und wenn doch mal Gäste da sind und lästig werden, kann sich das Paar immer noch in den vorhandenen Tresorraum zurückziehen.
Warum Virologen und deren Gefolgschaft zu Taliban der Moderne zu werden drohen
Dominic Cummings, politischer Chefberater des britischen Premiers Boris Johnson, fährt während des Lockdowns, den er selbst zu verantworten hat, durchs halbe Land, um seine Tochter gut versorgt zu sehen. Jarosław Kaczyński, Jurist und Vorsitzender der Regierungspartei Polens, geht am Todestag seines Zwillingsbruders zu dessen Grab, obwohl Friedhofsbesuche strengstens verboten sind während des Lockdowns, den er selbst verordnet hat. Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow geht zur Beerdigung einer Nachbarin, obwohl er selbst verfügte, dass bei Trauerfeiern nur der "engste Familien- und Freundeskreis" teilnehmen darf.
Arroganz der Macht? Sicher! Aber eben auch die Kapitulation vor der eigenen Unfähigkeit, Unmenschliches zu befolgen.
Ramelow erkannte, dass es "unmenschlich" gewesen wäre, der Trauerfeier fernzubleiben. Er ist nicht der Einzige, der sagt, man sei zu weit gegangen im Bestreben, die Ausbreitung von Covid-19 zu hemmen, was - man erinnere sich - eigentlich dazu da sein sollte, die Krankenhäuser nicht an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit zu bringen.
Zuwendung, Nähe und Wärme, kurz: menschlicher Kontakt sind konstituierend für das Mensch-Sein an sich; Säuglinge sterben ohne Berührung und liebevolle Ansprache, selbst wenn sie ausreichend Nahrung und Pflege erhalten. Nicht von ungefähr gewinnen die Folgen von Einsamkeit immer mehr Forschungs- und politische Aufmerksamkeit. In Großbritannien wurde 2018 sogar ein Ministerium eingerichtet, das sich diesem Problem widmen soll.
In der oben begonnenen Aufzählung fehlt – mindestens – ein weiterer Kandidat: Andy Grote feierte am 10. Juni seine Wiederernennung zum Innensenator in einer Hamburger Kneipe. Er sagt, es sei ein "lockeres Zusammenkommen", ein "Stehempfang" gewesen; andere sprechen von Party. In jedem Fall haben sich da mindestens 30, im Verlauf des Abends 50 Personen, die Klinke in die Hand gegeben, während sich in Hamburg nur maximal sechs Personen "ansammeln" durften, und der Betrieb von Gaststätten ohnehin ganz untersagt war. Jede noch so kleine Zuwiderhandlung gegen Corona-Vorschriften wurde mit mindestens 150 Euro Strafe pro Person geahndet.
Grote, dessen Behörde für die Einhaltung dieser Verordnungen zuständig ist, nahm den HamburgerInnen bis Ende Juni in knapp 9240 Ordnungswidrigkeitsverfahren 613.027 Euro ab, hielt sich selbst aber nicht daran. Nach wochenlanger Prüfung durch die Bußgeldstelle in Grotes eigener Behörde soll er nun 1000 Euro zahlen, angeblich habe er zwar "keine Fehler" gemacht, allerdings eine verbotene "private Zusammenkunft" abgehalten.
Arroganz der Macht? Ganz sicher! Und ein guter Anlass zu überlegen, ob Strafen für Verstöße gegen selbst erlassene Vorschriften nicht automatisch das Zehnfache dessen betragen sollten, was ein Normalbürger zahlen müsste.
The forerunner of the Defend Free Speech campaign was called “Reform Section 5”. This speech by Rowan Atkinson at the launch event in Parliament in 2012 should be heard by every politician, journalist and campaigner before they start calling for laws to silence those they regard as ‘extremists’.
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Rowan Atkinson REFUSES to Be on Social Media, Even Though Mr. Bean Has 80 MILLION Facebook Followers {2:17}
Rachael Ray Show
Am 26.10.2018 veröffentlicht
"I tend to keep myself to myself a lot," Rowan admits.
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
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