Montag, 15. September 2014

Heute vor 75 Jahren – 15. September 1939: Erster Kriegsdienstverweigerer wird hingerichtet

Standhaft gegen Krieg und Führer 

August Dickmann, 1910 in Dinslaken geboren, gehörte der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas an, die 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurde. Der junge Mann ließ sich durch das Verbot nicht von seinem Glauben abbringen. 1936 denunziert, musste er zunächst eine Gefängnisstrafe absitzen und wurde 1937 ins KZ Sachsenhausen verbracht, wo bereits Hunderte seiner Glaubensbrüder einsaßen. Wenige Tage nach Beginn des Zweiten Weltkriegs sollte er dort seinen Wehrpass unterschreiben, doch er weigerte sich und führte zur Begründung u. a. aus, er erkenne Adolf Hitler nicht als den Führer des deutschen Volks an, denn er sei die personifizierte Bosheit und ein Werkzeug des Satans. Auf die Konsequenzen hingewiesen, erklärte Dickmann, er sei bereit, die Folgen zu tragen. 
Gedenkstein auf der Hinrichtungsstätte im Konzentrationslager Sachsenhausen (Foto, 1993)
Als »Volksschädling«, der sich weigerte, »seine Pflicht als Soldat zu erfüllen«, wurde August Dickmann heute vor 75 Jahren, am 15. September 1939, auf dem Appellplatz des KZ von einem SS-Kommando erschossen. Die dort inhaftierten Zeugen Jehovas, darunter der Bruder Dickmanns, mussten das Geschehen von den vordersten Reihen aus verfolgen. 

Zeugen Jehovas
▪︎ christliche Religionsgemeinschaft 
▪︎ gingen aus der Bewegung der Bibelforscher hervor 
▪︎ etwa 300 Mitglieder wurden vom Hitler-Regime als Wehrdienstverweigerer hingerichtet 

Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014 

Sonntag, 14. September 2014

Ukraine: Mauer oder Zaun?

Kiew will Mauer an der Grenze zu Russland errichten [1:24]
Veröffentlicht am 03.09.2014 
AntikriegTV 2 3 August 2014. Ukrainischer Putschist a la "Regierungsschef" Arseni Jazenjuk verkündet den Bau der 2000 kilometer langen Mauer entlang der ukrainisch-russischen Grenze und erklärt Russland offen zum offiziellen Feind des ukrainischen Staates.
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
http://www.facebook.com/antikriegtv
ANTIKRIEG.TV Deutschsprachige Medienbeiträge sowie ins Deutsche übersetzte, ausgewählte Beiträge z.B. von Democracy Now (USA), Russia Today, Telesur (Lateinamerika)
Gleichzeitig empfehlen und verweisen wir auf deutschsprachige Nachrichtenseiten, wie Weltnetz.TV, Kontext TV, Hintergrund, Junge Welt, Nachdenkseiten und Beitrage der Occupy Bewegung


Nach den Querelen um die Errichtung einer Mauer zwischen der Ukraine und Russland – vielleicht geben die Palästinenser von ihrer ja was ab – taucht nun bei altermannblog ein neuer Vorschlag auf, der zur Zeit von der UN-Menschenrechtskommission sowie den Anti-Doping-Kommissionen des Deutschen und des Internationalen Sportbundes diskutiert wird.
mehr:
- Von Putschisten, einem Boxer und einer Mauer (altermannblog, 14.09.2014)

siehe dazu auch:
- Deutsches „Know-How“ – Klitschko bittet Berlin um Hilfe bei Mauerbau (Handelsblatt, 12.09.2014)
Berlin. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hat Deutschland um Hilfe für den Bau einer Mauer an der Grenze der Ukraine zu Russland gebeten. „Wir würden uns richtig freuen, Unterstützung von allen Freunden der Ukraine zu bekommen“, sagte Klitschko am Freitag in Berlin. Aus Deutschland sei dabei Hilfe „jeder Art“ willkommen. Klitschko – ein Weggefährte von Präsident Petro Poroschenko – nannte als Beispiele finanzielle Unterstützung und Hilfe durch „Know-How“.

Aachener Rede von Gabriele Krone-Schmalz

Warum wird diese Rede nicht in der ARD übertragen? Ich komme mir mittlerweile vor, wie in einer Diktatur, wo Interessantes von Kopie zu Kopie (demnächst im Untergrund?)übertragen wird. Jetzt kippen sich die Leute schon Kübel über der Birne aus, aber statt Hirn ist da nur Eiswasser drin.  Schade!
Frau Krone-Schmalz hat am 1. September die Laudatio beim Aachener Friedenspreis gehalten. Hier Ausschnitte aus ihrer brillianten Rede. Die ganze (?) Rede ist hier zu finden.

Laudatio von Gabriele Krone-Schmalz (01.09.2014) Tonspur verbessert [28:01]

Veröffentlicht am 05.09.2014
Diese Rede von Frau Krone-Schmalz zeigt, dass es auch Journalisten mit Moral und Anstand und auch Mut gibt.

Ausgerechnet 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde der Antikriegstag wichtiger denn je. Und es wird Zeit, dass sich friedliebende Menschen in der Masse mal wieder aufraffen, um für dieses kostbare Gut Frieden etwas zu tun. Dazu gehört, sich zu informieren, umfassend zu informieren – so gut es geht – sich zu Wort zu melden, friedlich, gewaltfrei und aufrecht Farbe zu bekennen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Das vollständige Manuskript zum Mitlesen: http://www.aachener-friedenspreis.de/...

Die Abschnitte dieser Rede von Gabriele Krone-Schmalz:
04:07 – Farbe bekennen – das Stichwort von Code Pink
12:23 – Lebenslaute – ein Zusammenschluss von Musikern gegen menschenfeindliche Politik
19:12 – Das gefährliche Spiel mit Feindbildern
21:40 – Die NATO ist ein Anachronismus
23:27 – Wer zum Frieden beitragen möchte, muss sich von Entweder-Oder-Positionen verabschieden

»Es sei  mir zum Abschluss noch eine ketzerische Frage erlaubt. Wer singt dieses Lied noch, wenn in absehbarer Zeit die alten Männer weg vom Fenster sind?«
wörtlich übernommen aus altermannblog

siehe auch:
- Laudatio für die Preisträger (Gabriele Krone-Schmalz, Aachener Friedenspreis e.V., PDF)
- Preisträger 2014 (Aachener Friedenspreis e.V.)
- Die Laudatio beim Aachener Friedenspreis vom 1. September gehalten von Gabriele Krone-Schmalz (Psychosputnik, 10.09.2014)

zum Test:
in Google mal »Krone schmalz« »aachen« und »friedenspreis« eingeben.
Wer einen Artikel in unseren tollen US-hörigen Leitmedien findet, bekommt ein Gummiplätzchen oder ’ne Baggerfahrt durch die Eifel.

Es folgt die Rede von Gabriele Krone-Schmalz bei der Harzsparkasse in Wernigerode, die ich über Monate nicht einzubetten imstande war:

Kalter Krieg: Merkel richtet deutsche Militär-Doktrin gegen Russland aus [12:45]

Veröffentlicht am 10.07.2015
Angela Merkel sieht Russland nicht mehr als „herausgehobenen Partner“ und will eine neue Militär-Doktrin entwickeln. Die neue Doktrin ist die Folge der geltenden US-Militär-Doktrin: Die Amerikaner sehen in der „Annexion“ der Krim durch Russland die Grundlage für militärische Maßnahmen gegen Moskau. Für die Bundeswehr bietet die neue Doktrin die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Nato-Aktionen ein neues Feindbild zu entwickeln. 

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen erstellt im Auftrag der Bundesregierung eine neue Militär-Doktrin. Die sogenannte „Sicherheitsstrategie“ soll das Verhältnis zu Russland neu definieren. Russlands Vorgehen in der Ukraine verändere die Sicherheitsarchitektur in Europa grundlegend, sagte die Ministerin am Dienstag in Berlin bei der Auftakt-Veranstaltung zur Erstellung eines neuen Weißbuchs der Bundesregierung zur Sicherheitspolitik. Deutschland müsse eine angemessene Antwort auf die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin finden und dürfe sich dabei keinen Illusionen hingeben: „Die neue Politik des Kreml hat schon lange vor der Ukraine-Krise begonnen und wird uns noch sehr, sehr lange beschäftigen“, sagte von der Leyen.

Das Weißbuch werde sich daher unter anderem mit einer angemessenen Reaktion auf den Versuch Russlands befassen, „geostrategische Machtpolitik und militärische Gewalt als Form der Interessensdurchsetzung zu etablieren, wir müssen fast sagen zu re-etablieren“, sagte die Ministerin. Es gehe darum, wie der Westen dem russischen Vorstoß begegne, international vereinbarte Regeln und verbrieftes Recht durch Dominanz und Einflusszonen zu ersetzen. Dabei spiele es auch eine Rolle, wie irgendwann wieder ein Weg zu einer verlässlichen Nachbarschaft mit Russland möglich sein werde.

Die Bundesregierung macht sich damit die Argumentation zu eigen, dass Russlands Vorgehen auf der Krim eine völkerrechtswidrige „Annexion“ sei. Die frühere ARD-Korrespondentin in Moskau, Gabriele Krone-Schmalz, hat die Bedeutung dieses Vorwurfs in einer messerscharfen Analyse aufgezeigt (Video am Anfang des Artikels). Ihr Fazit: Der Begriff der „Annexion“ sei der einzige im Völkerrecht vorgesehene Fall, der militärische Gewalt gegen einen anderen Staat legitimiere.

Mit der neuen Militär-Doktrin will Angela Merkel offenkundig den Vorgaben der Amerikaner folgen, die in der „Annexion“ die Legitimation für militärische Maßnahmen gegen Russland sehen. In einem kürzlich beschlossenen Gesetz hat US-Präsident Barack Obama alle notwendigen Vorkehrungen beschließen lassen, mit denen die Ukraine gegen Russland aufgerüstet werden kann. Das Gesetz muss sich aus russischer Sicht wie eine Kriegserklärung lesen, wenngleich diese Begriffe natürlich nicht in dem Gesetzestext zu finden sind.

Mit der neuen Doktrin kehrt Deutschland der in den vergangenen Jahren begonnen Annäherung an Russland den Rücken: Im zuletzt erschienenen Weißbuch von 2006 war Russland noch als „herausgehobener Partner“ bezeichnet worden, mit dem eine engere Kooperation sowohl in der Europäischen Union (EU) als auch in der Nato angestrebt werde. Doch beim Nato-Gipfel im September in Wales drehte sich der Wind – und die Nato diskutierte darüber, ob Russland eher als Gegner oder gar als Feind zu betrachten sei.

Für die Bundeswehr hat die neue Doktrin einen großen Vorteil: Die militärische Führung bekommt endlich wieder ein klares Feindbild, an dem sie sich orientieren kann. Daher solle sich, so Reuters über die Pressekonferenz, das Augenmerk der Bundeswehr „künftig nicht mehr allein auf die Auslandseinsätze richten…, sondern wieder verstärkt auf die Verteidigung des Nato-Territoriums“. In der Bundeswehr ist diese neue Richtung schon seit einiger Zeit antizipiert worden: Deutsche Soldaten sind an der gegen Russland gerichteten neuen „schnellen Eingreiftruppe“ der Nato maßgeblich beteiligt.

Das neue Weißbuch soll nach dem Nato-Gipfel im kommenden Jahr fertig sein.

QUELLE: http://deutsche-wirtschafts-nachricht...


Heute vor 152 Jahren – 14. September 1862: Richardson-Affäre führt zu Bombardierung

Kulturelles Missverständnis endet tödlich 

Dass er nicht mit den Sitten und Gepflogenheiten seines Gastlands Japan vertraut war, kostete den Briten Charles Lennox Richardson (1832-1862) das Leben. Am 14. September 1862 war der Kaufmann mit drei Begleitern auf der Fernstraße zwischen Tokio und Osaka unterwegs, als der kleinen Reisegesellschaft im Dorf Namamugi der Fürst von Satsuma mit einem riesigen Gefolge entgegenkam. Das ungeschriebene Gesetz sah für einen solchen Fall folgende Verhaltensweisen vor: Begegnete man einem Fürsten, musste man aus Ehrerbietung vom Pferd steigen, dem hohen Herren Platz machen und seine Referenz erweisen. 
Darstellung der Attacke von Samurai auf den Kaufmann Charles Richardson
(Mitte; japanischer Farbholzschnitt, spätes 19. Jh.)
Ob Richardson die Sitte nicht kannte oder ob er sich aus europäischem Dünkel darüber hinwegsetzen wollte, ist nicht bekannt. jedenfalls stürzten sich die den Fürsten begleitenden Samurai auf den Respektlosen und töteten ihn. Der »Namamugi-Zwischenfall« löste einen heftigen Konflikt aus: Die englische Regierung forderte die Hinrichtung der Schuldigen und eine finanzielle Entschädigung. Als das Fürstentum dieser Forderung nicht nachkam, bombardierten britische Kriegsschiffe Kogoshima, die Hauptstadt des Fürstentums. 

Was am 14. September noch geschah: 
1972: Infolge der Ostpolitik von Bundeskanzler Willy Brandt nehmen die Bundesrepublik und Polen diplomatische Beziehungen auf. 

Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014 

Samstag, 13. September 2014

Videos fürs Wochenende

Heartwarming Thai Commercial - Thai Good Stories By Linaloved [3:06]


GoPro: Lion Hug [1:28]
Veröffentlicht am 02.10.2013 
Shot 100% on the HD HERO3+® camera from http://GoPro.com.
The Lion Whisperer, aka Kevin Richardson, has a good morning greeting with his pride of furry friends.
Kevin Richardson
http://www.lionwhisperer.co.za
Special thanks to Sail Video System
http://www.sailvideosystem.com

Tony Parker Vs Rémi Gaillard [1:36]
Veröffentlicht am 04.09.2014 
Tony Parker défi Rémi Gaillard
NBA San Antonio Spurs superstar Tony Parker takes on French prankster and football trickshot star Rémi Gaillard
Subscribe for more: http://bit.ly/ouiremi
Music : Angel & Flo (Goulamas'k)
Rémi Gaillard is world famous for his dangerously funny videos.
Unafraid of controversy, he has challenged the norms and expectations of online video with his creativity!
From bringing Pacman and Mario Kart to life and playing pranks in animal costumes, to taking on the likes of Ronaldo in a battle of football skills, Rémi has done it all and shows no signs of stopping any time soon - his motto is, after all, "C'est en faisant n'importe quoi qu'on devient n'importe qui"!
One things for sure - once you watch Rémi's videos, you'll never look at an elevator in the same way...
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Impossible Pool Trickshots 2 [2:47]
 
Hochgeladen am 17.02.2012 
CLICK HERE TO SEE "IMPOSSIBLE POOL TRICKSHOTS 2014 ":http://www.youtube.com/watch?v=0g9Xmu...
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Music: Sleepless - QBIG
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The World's Best Parkour and Freerunning [5:29]



Wingsuit jumper lands on a lake with no parachute [1:00]

Veröffentlicht am 11.10.2013
Raphael Dumont is obsessed with pushing boundaries -- in a boundary pushing sport. He's a wingsuit jumper, and in his latest leap, he lands on the surface of a lake with no parachute, by gliding on his stomach like an airplane.


Gibbon plays with Tigers at www.gibbons.asia [4:26]

Hochgeladen am 14.12.2009 
Amazing gibbon plays with two tiger cups! 
http://www.gibbons.asia/ 
Please visit our Gibbons Website and help to save this beautiful animals.

und das hier konnte ich nicht einbetten:
- People Doing Amazing Things (videobash)

Kontrollwissenschaften – Über die Rolle von Big Data in Soziologie und Psychologie


Stand des IBM-Konzerns auf der Messe CeBIT in Hannover, 9.3.2014
Stand des IBM-Konzerns auf der Messe CeBIT in Hannover, 9.3.2014

Wenn wir die Kommunikation von Wäschereien in sowjetischen Häfen überwachen könnten, hätten wir gute Hinweise auf das Aus- und Einlaufen russischer U-Boote.« Formuliert wurde dieser Satz von einem US-Admiral im Jahr 1982; Frank Schirrmacher, der kürzlich verstorbene Feuilletonchef der FAZ, zitiert ihn in seinem Essay »Der verwettete Mensch« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 16.6.2013). Das Filtern wichtiger Informationen aus scheinbar belanglosen und ungeschützten Daten ist eine ursprünglich militärische Strategie. »Big Data«, so der Autor, sei »der Inbegriff der neuen Unternehmenskultur« und werde »als das nächste ganz große Ding von Amazon bis IBM weltweit annonciert und implementiert«. Es handele sich »nicht um eine Innovation, sondern um eine Transformation eines militärischen Projekts in ein ökonomisches«. Schirrmacher spricht von einer »Symbiose kommerzieller und militärischer Rationalität«.
mehr:

»Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien«

Gespräch mit Willy Wimmer. Über die geopolitischen Interessen der USA in Europa, über Helmut Kohl und den Angriff auf die parlamentarische Demokratie
Interview: Thomas Wagner
Willy Wimmer gehörte 33 Jahre dem Bundestag an. Zwischen 1985 und 1992 war er erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium. Von 1994 bis 2000 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Sie haben nach 1989 als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verteidigung die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR in die Bundeswehr eingegliedert und darüber hinaus das Konzept entwickelt, mit dem das vereinigte Deutschland in die NATO geführt wurde. Trotzdem wurden Sie bald darauf von US-Repräsentanten des »Kommunismus« bezichtigt.
Zunächst gab es die Frage, wie man die Wiedervereinigung so hinkriegen kann, daß der europäische Friede erhalten bleibt. Aber wir Parlamentarier, die auf internationalem Feld arbeiteten – zu uns gehörte auch die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth –, wollten uns auch mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen befassen. Die Briten und Amerikaner, die für eine reine Form des Kapitalismus eintraten, verhinderten das. Sie lehnten das von uns vertretene Konzept der sozialen Marktwirtschaft ab und beschimpften uns als Kommunisten.

Freitag, 12. September 2014

Das Versprechen – Auf geheimer Mission für den Dalai Lama in Tibet

Vor drei Jahren gab der Fotograf York Hovest dem Dalai Lama ein Versprechen: Er fuhr nach Tibet und sah Orte, die wahrscheinlich noch nie ein Tourist vor ihm gesehen hat. Und er begegnete Menschen, die auf ganz eigene Art gegen die chinesische Unterdrückung kämpfen.
Eine Reportage von Jörg Eigendorf (Text), York Hovest (Fotos)


mehr: 
- Das Versprechen (Die Welt)

IDF intelligence soldiers: We won't work against innocent Palestinians

Letter to the prime minister signed by 43 intelligence soldiers accuses military of immoral practices against Palestinian community.

Officers and soldiers in the IDF's largest, and most elite intelligence unit, known as 8200, addressed a letter to the prime minister Friday, in which the 43 signatories said that they refuse to take part in action against Palestinians or, "to be tools to deepen the military regime in the occupied territories."  

It was unclear in the letter if the soldiers were refusing to follow specific orders they felt to be immoral, or if they intended not to appear for duty at all. Either action could potentially result in court martial and time in military jail.  
mehr:

This knocks me from the socks

Nur selten oder unbewusst mache ich mich über körperliche oder geistige Schwächen anderer lustig. Das gehört sich nicht, hat meine Mutter immer gesagt. An dieses Gebot fühle ich mich allerdings nicht gebunden, wenn intellektuelle Tiefflieger gesellschaftliche Spitzenpositionen mit einer Selbstverständlichkeit erklimmen, dass einem der Atem stockt. 
mehr beim altermannblog
Dort ist auch folgendes Video zu finden:
Oettinger Rede (englisch)- Oettinger Talking English.flv [4:01]

Hochgeladen am 30.01.2010
Oettinger Rede (englisch)- Oettinger Talking English 


Zitat [3:35]:
»We cannot allow that everybody dues as he pleases…«

mein Kommentar:
English as working language? Then will the EU Bürocrazy become still more effektife…
Gibt es jemanden, dem bei dem unkorrigierbaren Selbstbewußtsein einer solchen Flachpfeife nicht die Luft wegbleibt?

Im Reich des Condottiere

Wie Igor Kolomojskij in Dnipropetrowsk Politik und Geschäft verbindet


Milliardär und Gouverneur Kolomojskij läßt nach dem Motto arbeiten: 
Mit ­guten Worten und einer Pistole kommt man weiter 
als nur mit guten ­Worten Foto: Valentyn Ogirenko/Reuters


Es soll niemand sagen, in der neuen Ukraine werde nicht investiert. In Dnipropetrowsk etwa erhielten alle Brücken einen neuen Anstrich – in den Nationalfarben Hellblau und Gelb. Und die örtlichen Straßenbahnen wurden mit Mustern beklebt, die den Stickereien auf ukrainischen Bauernhemden ähneln. All das soll zeigen: diese Stadt ist ukrainisch.

Das Geld für den Anstrich der Brücken kam von Igor Kolomojskij. Der Oligarch war schon vor dem Euromaidan mit einem auf knapp vier Milliarden US-Dollar geschätzten Vermögen einer der reichsten Männer der Ukraine. Jetzt ist er auch einer der mächtigsten. Denn die neuen Kiewer Machthaber haben ihn zum Gouverneur der Industriemetropole am Dnipro-Knie etwa 400 Kilometer südöstlich von Kiew ernannt – mit der expliziten Aufgabe, ein »Kippen« dieser überwiegend russischsprachigen Stadt zu verhindern. »Hier ging es im März auch zu wie im Donbass«, erzählt sein Stellvertreter Boris Filatow. Auch in Dnipropetrowsk hätten sich Organisationen wie der »Bund sowjetischer Offiziere« und der »Slawische Block« betätigt, seien Tausende auf prorussische Kundgebungen gekommen. Und jetzt? Wenig ist davon geblieben, die Gruppe »Antikrieg« (siehe unten) umfaßt ein paar Dutzend Aktivistinnen. Die meisten Bewohner der Stadt sind zumindest eingeschüchtert.
mehr:
Im Reich des Condottiere (Reinhard Lauterbach, junge Welt, 12.09.2014)

In Geiselhaft

Seit 37 Jahren hinter Gittern: Der indianische Bürgerrechtler Leonard Peltier begeht heute seinen 70. Geburtstag

Leonard Peltier
Leonard Peltier

Der indianische Bürgerrechtler Leonard Peltier verbringt auch seinen heutigen 70. Geburtstag immer noch in US-Haft. Aus diesem Grund wird das Weiße Haus heute durch Anrufe und E-Mails der Solidaritätsbewegung aus vielen Teilen der Welt aufgefordert, Peltier endlich freizulassen. Der Aktivist des American Indian Movement (AIM) sitzt bereits mehr als die Hälfte seines Lebens isoliert hinter Gittern, weil ihn ein US-Gericht 1977 wegen Beteiligung an der Ermordung zweier FBI-Agenten zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt hatte. In einem jW-Wochenendgespräch hatte Peltier dazu am 12. Januar 2013 erklärt, in der Jury hätten »ausgewiesene Rassisten« über ihn zu Gericht gesessen. Die US-Justiz haben ihn nur durch »fabrizierte Beweise« und unter Folter erzwungenen »gefälschten Zeugenaussagen« verurteilen können.
Als aktives AIM-Mitglied gehörte Peltier 1975 zu den Verteidigern der Pine Ridge Reservation der Lakota-Nation in South Dakota. Nach bewaffneten Angriffen von lokaler Polizei und Bundespolizei FBI auf das Stammesgebiet war Peltier zunächst untergetaucht, dann aber in Kanada verhaftet und unter Bruch das Völkerrechts an die USA überstellt worden.

mehr:
- In Geiselhaft (Jürgen Heiser, junge Welt, 12.09.2014)
  siehe auch:
- Ukraine 14 – »Wir sind Menschen des Friedens« (29.07.2014, Videos »Halbblut«)

Die „SZ“ schließt ihre Kommentarfunktion

Frontalunterricht Die Süddeutsche Zeitung will in Zukunft auf ihrem Online-Angebot „direkter“ kommunizieren. Für den Leser heißt das: nur gucken, nicht anfassen 

Direkter, konzentrierter, besser moderiert“ – mit diesen Worten kündigt die Süddeutsche Zeitung ihre Antwort auf die Gretchenfrage des Journalismus in Deutschland an: Wie soll man im Internet mit dem Leser umgehen, diesem mystischen Wesen, ohne den es gar nicht, mit dem es eben aber auch nicht so recht gehen will?

Die Antwort der Süddeutschen Zeitung lautet: Unter normalen Artikeln darf nicht mehr kommentiert werden. Dies werde in Zukunft nur noch in den sozialen Netzen geschehen. „Direkter“ meint für die SZ also vor allem eines: Nicht mehr im Sichtfeld der Autoren und am besten so weit weg von der Webseite wie möglich. Dazu gibt es täglich zwei bis drei – bislang schwer aufzufindende – Diskussionen auf sueddeutsche.de selbst, in denen sich ein "SZ-Debattenteam" um die Meinungen der Leser kümmert.

Erörtert werden dort Fragen wie: „Das erste deutsche Demenzdorf – weggesperrte Patienten oder gutes Konzept?“, „Sind Ex-Fußballprofis die besseren TV-Experten?“ oder „Sollten Städte fahrradfreundlicher werden?“ Das Resultat: zwischen einem und 20 Kommentaren. „Konzentrierter und besser moderiert“, schreibt die SZ. Man könnte es auch betreutes Schreiben nennen.
mehr:
- Die „SZ“ schließt ihre Kommentarfunktion (der Freitag, 12.09.2014)

Der Bürger als Hund

Politpsychologie Angela Merkel will noch wirksamer regieren. Dafür sollen Verhaltensforscher das Volk sanft beeinflussen 

Die Bewerbungsfrist läuft diesen Freitag aus, am 12. September. Es geht um eine Beschäftigung auf Zeit, im Herzen von Berlin. Willkommen sind Bewerber beiderlei Geschlechts, mit guten Englischkenntnissen und einem „herausragenden Maß an Empathie, Kommunikations- und Kontaktfähigkeit“. Die Stellenanzeige war im Internet nachzulesen, im PDF-Format. Sie schaffte es in den Wirtschaftsteil der FAZ und ins Schlagzeilen-Portfolio von Bild. Denn keine Geringere als Angela Merkel sucht hier neues Personal – und was das neue Personal für die Kanzlerin tun soll, ist bemerkenswert. Mit ein paar Marketingtricks den Draht zu den Bürgern verbessern: So müsste man es formulieren, wenn man den Ball flach halten wollte. Die Bürger gezielt manipulieren: So kann man es ausdrücken, wenn man die Sache kritisch betrachtet.

Drei Referentenposten für den „Stab Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben“ hat das Kanzleramt ausgeschrieben. Die Mitarbeiter sollen in einer Projektgruppe namens „Wirksam regieren“ tätig werden. Das klingt zunächst rührend bürokratisch, fast erweckt es Mitleid mit Merkel: Wer ein Projekt zum „wirksamen“ Regieren installiert, nimmt wohl an, dass sein bisheriges Regieren „unwirksam“ war.
 mehr:
- Der Bürger als Hund (Katja Kullmann, der Freitag, 12.09.2014)

Donnerstag, 11. September 2014

"Stoppt Putin jetzt!"-Cover war nur halbschlimm

Kaum Reaktionen auf Missbilligung des SPIEGEL-Titels durch den Deutschen Presserat
Auf seiner Sitzung vom 09.09.2014 befasste sich der Deutsche Presserat mit dem umstrittenen Cover des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL, auf dem Fotos von Opfern des MH17-Flugs unter dem Titel "Stoppt Putin jetzt!" abgebildet waren. Offenbar hatte der SPIEGEL weder die Angehörigen der Verstorbenen um deren Einwilligung nachgesucht, was nach § 22 KunstUrhG erforderlich gewesen wäre noch dürfte dem SPIEGEL im Juli die bis heute unklare Ursache des Absturzes bekannt gewesen sein. Dennoch hatte das vor Jahrzehnten einmal als "Sturmgeschütz der Demokratie" glorifizierte Magazin mehr oder weniger dazu aufgefordert, zurückzuschießen, wie es die deutsche Presse nach dem behaupteten Angriff auf den deutschen Sender Gleiwitz tat. Der vermeintliche Kriegsanlass war damals in Wirklichkeit eine Medienoperation zur Täuschung der Öffentlichkeit gewesen.

Nachdem sich in Online-Medienmagazinen und in Social Media ein mittlerer Shitstorm erhob (SPIEGEL schließt Russland-Forum nach drei Stunden), versuchte auch das hauseigene SPIEGELblog unbeholfen, die Wogen zu glätten. Dabei bewiesen die Blattmacher, an deren Spitze auch der vormalige BILD-Vize Blome steht, nicht einmal die Cojones, den Blogbeitrag namentlich zu kennzeichnen. Medienjournalist Stefan Niggemeier, der selbst ein Gastspiel beim SPIEGEL gegeben hatte, fand damals deutliche Worte. Eine pointierte Kurzfassung der Kritik am SPIEGEL-Cover lieferte das Satiremagazin TITANIC.

mehr:
- "Stoppt Putin jetzt!"-Cover war nur halbschlimm (Markus Kompa, Telepolis, 11.09.2014)




siehe auch:
- Opferschutz verletzt: Presserat missbilligt u.a. Spiegel-Berichterstattung zu MH17 (Julia Wadhawan, Meedia, 09.09.2014)
Zitat:
Das Gremium sprach dem Magazin nun eine Missbilligung aus. Aus Sicht des Ausschusses wurden die Opferfotos auf der Titelseite für eine politische Aussage instrumentalisiert und damit der Opferschutz verletzt. […]
In der Richtlinie 8.2 zum Opferschutz des deutschen Pressekodex heißt es:
Die Identität von Opfern ist besonders zu schützen. Für das Verständnis eines Unfallgeschehens, Unglücks- bzw. Tathergangs ist das Wissen um die Identität des Opfers in der Regel unerheblich. Name und Foto eines Opfers können veröffentlicht werden, wenn das Opfer bzw. Angehörige oder sonstige befugte Personen zugestimmt haben, oder wenn es sich bei dem Opfer um eine Person des öffentlichen Lebens handelt.

- MH017-Opfer auf dem Titelbild - Rechte verletzt? Tote im SPIEGEL-BILD (Markus Kompa, Legal Tribune Online, 01.08.2014)
- Wie der „Spiegel“ mit dem Vorwurf der „Kriegshetze“ umgeht (Stefan Niggemeier, 30.07.2014 – empfehlenwert!)
Zitat:
Aber der „Spiegel“ diskutiert und argumentiert nicht. Er lädt nicht zum Gespräch oder zum Streit ein. Er sagt: Lest unseren Leitartikel und haltet die Klappe.
- Spiegel-Ressortleiter: die drohende Revolte gegen Chefredakteur Büchner (Christian Meier, Meedia, 28.07.2017)
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Arbeit und Armut in Deutschland

- Deutsche machen die meisten Überstunden (NachDenkSeiten, 11.09.2014)
Deutsche Arbeitnehmer machen nach Erkenntnissen der EU-Kommission in Brüssel im Durchschnitt mehr Überstunden als ihre Kollegen in den europäischen Nachbarländern. Der zuständige EU-Sozialkommissar Lazlo Andor sagte der Zeitung „Die Welt“: „In keinem Land der Euro-Zone gibt es einen so großen Unterschied zwischen der tarifvertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit und der tatsächlichen Wochenarbeitszeit wie in Deutschland.“ Grüne und Linke kritisierten die Mehrarbeit. „Eine große Zahl von Überstunden führt unvermeidlich zu Stress und zur Überforderung der Beschäftigten“, erklärte die Grünen-Sprecherin für Arbeitnehmerrechte, Beate Müller-Gemmeke. „Das ist nicht akzeptabel, denn das macht die Menschen krank. Die tarifliche Arbeitszeit muss eingehalten werden.“ Ähnlich äußerte sich Linken-Vorsitzende Katja Kipping: „Überstunden, selbst wenn sie bezahlt werden, machen krank und blockieren den Kampf gegen die Erwerbslosigkeit – sie sind nicht Ausweis unserer Leistungsfähigkeit, sondern der Beweis zu niedriger Löhne und eines falschen Leistungsdrucks. Überstunden sind ein großes gesellschaftliches Problem und nicht sexy.“

Quelle: Handelsblatt

- Solidarisch gegen Willkür: Immer mehr Unternehmen ignorieren Recht und Gesetz (NachDenkSeiten, 11.09.2014)
Ist Ihnen beim Kollegen mal was aufgefallen? Fehlerhäufungen, gewisse Unregelmäßigkeiten – Wieso fragen Sie? Will er einen Betriebsrat gründen?!
Schikanen gegen Beschäftigte, die sich im Betrieb gewerkschaftlich engagieren, hat es schon immer gegeben, aber in den letzten Monaten häufen sie sich. Immer mehr Arbeitgeber ignorieren schlicht und einfach Recht und Gesetz.
Quelle: Ver.di News 


- Arbeitslosenverwaltung: Viel fordern, schnell strafen (NachDenkSeiten, 10.09.2014)
Rund drei Millionen Menschen in Deutschland sind ohne Arbeit. Geld bekommen sie vom Jobcenter – sofern sie sich an dessen Forderungen halten. Bei Nichtbefolgen drohen sofort finanzielle Sanktionen. Dabei ist die Gefahr des Missbrauchs kaum existent.
Quelle: DLF

- Die Hartz-IV-Gesetze sind die Arbeitshäuser des 21. Jahrhunderts (NachDenkSeiten, 10.09.2014)
Mit der Drangsalierung der Arbeitslosen lässt sich prima Stimmung machen – und Wahlen gewinnen…
Seit der Einführung von Hartz IV stimmen 47,3 Prozent der Deutschen der Aussage zu, dass die meisten Arbeitslosen kaum daran interessiert seien, einen Job zu finden, wie das Forschungsprojekt “Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” ermittelt hat. Aufschlussreich ist dabei die Feststellung, dass die Hetze gegen Arbeitslose und Arbeitsverweigerer mit dem Einkommen steigt…

Quelle: Telepolis

- Rezension: Wem gehört Deutschland? (NachDenkSeiten, 10.09.2014)
Jens Berger steuert mit seinem neuen Buch eine gelungene Untersuchung zur Vermögensdebatte bei. Berger klärt über die Verhältnisse in Deutschland auf, anstatt anzuklagen. Er geht in seinem neuesten Buch sehr objektiv und verständlich vor und spart dabei nicht an Beispielen und Vergleichen.
Doch ist dies für mich ein weiteres Buch, welches den Leser mit vielen interessanten Informationen füttert und am Ende empörter über die Verhältnisse zurücklässt. Berger schafft es mit sorgfältiger Recherche über die Arm- und Reichtumsverteilung hinaus, die ganze Bandbreite dieser Thematik in dem Buch abzubilden.

Quelle: hpd


- Die Deutschen leisten die meisten Überstunden (NachDenkSeiten, 09.09.2014)
Über 47 Überstunden machten die deutschen Arbeitnehmer im Schnitt im vergangenen Jahr – so viele wie in keinem anderen Land der Euro-Zone. Die meisten davon wurden nicht vergütet.


Laut EU-Studien liege die tatsächlich vereinbarte Wochenarbeitszeit in Deutschland bei 37,7 Stunden, tatsächlich arbeiteten die Beschäftigten aber 40,5 Stunden in der Woche…
Quelle: WELT 

- Deutsche Arbeitnehmer fühlen sich besonders gestresst (NachDenkSeiten, 09.09.2014) 
Die OECD bescheinigt Deutschland große Erfolge am Arbeitsmarkt. Doch wenn es um die Qualität der Arbeit geht, sieht sie Defizite. Sie lobt den deutschen Mindestlohn – und warnt zugleich vor Gefahren.

Bei der Qualität des Arbeitsumfeldes liegt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. 19 Prozent der deutschen Arbeitnehmer leiden unter schwierigen und stressigen Arbeitsbedingungen. Der Anteil liegt über dem Durchschnitt von 17 Prozent, der für 23 Länder Europas ermittelt wurde und ist mehr als doppelt so hoch wie in Dänemark und den Niederlanden, wo nur neun Prozent der Arbeitnehmer unter Arbeits- und Zeitdruck leiden…
Quelle: WELT


- Über vier Millionen Erwerbstätige in Deutschland sind Analphabeten (NachDenkSeiten, 09.09.2014)
7,5 Millionen funktionale Analphabeten gibt es in Deutschland. Über vier Millionen von ihnen sind erwerbstätig. “Wir wollen die Interessen dieser Kolleginnen und Kollegen vertreten”, sagt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack anlässlich des Weltalphabetisierungstags am 8. September – und erklärt im Interview, was die Gewerkschaften dafür tun.
Quelle: DGB 


- Ulrich Schneider: “Von Hartz IV kann man definitiv nicht leben” (NachDenkSeiten, 09.09.2014)
Seit Rot-Grün und der Agenda 2010 gibt es in Deutschland massive soziale Verwerfungen zu bestaunen. Mittlerweile gelten 15,2 Prozent der Bevölkerung offiziell als arm. Wie es anders gehen könnte und warum dies zur Zeit nicht gemacht wird beschreibt Ulrich Schneider, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, in seinem neuen Buch Mehr Mensch – Gegen die Ökonomisierung des Sozialen.
Von Hartz IV kann man definitiv nicht leben, das Geld reicht einfach nicht aus, um über den Monat zu kommen. Wir brauchen deshalb vernünftige Regelleistungen. Das würde rund 7 Milliarden Euro im Jahr kosten. Ansonsten brauchen die Menschen einfach Arbeit, denn sie wollen ja arbeiten.
Quelle: Telepolis


- Ein Leben im Hamsterrad und ohne Perspektive (NachDenkSeiten, 09.09.2014)
Für die NDR Reportage “Schicksal Armutsfalle” hat die Tagesschau-Sprecherin und Moderatorin Judith Rakers die 34-jährige Tanja R. begleitet. NDR.de sprach mit ihr über ihre Eindrücke.
Sie haben ausgerechnet, dass Frau R. abzüglich fester Kosten wie Miete und Fahrkarte für den Öffentlichen Nahverkehr monatlich rund 320 Euro zur Verfügung stehen – trotz des Nebenjobs, den sie in einer Kneipe ausübt. Wie kann man mit dem Geld überhaupt über die Runden kommen?

Quelle: NDR

- Lohndumping führt in die Deflation (NachDenkSeiten, 08.09.2014)
Die OECD hat lange sinkende Löhne gefordert, nun warnt die Organisation, dass sie “kontraproduktiv” wirken
Man hört erstaunliche Töne im Beschäftigungsausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Und erstaunlich ist auch, dass entscheidende Wendungen in der OECD-Argumentation den deutschen Medien offenbar nicht aufgefallen sind. So wurde zum Beispiel herausgestellt, dass die “Industriestaaten-Organisation” vor allem kritisiere, dass “Deutsche unter stressigen Arbeitsbedingungen leiden”. Insgesamt wird dazu noch auf die Frage abgestellt, dass die 34 Mitgliedsstaaten die Langzeitarbeitslosigkeit nicht in den Griff bekämen.
Dabei ist das eigentlich Entscheidende an dem Bericht etwas ganz anderes. Deutlich wird das am Vergleich zu den Schlagzeilen aus dem Frühjahr. Damals wurde getitelt: “OECD dringt auf sinkende Löhne und Gehälter”. Doch die bezeichnet die OECD nun sogar kontraproduktiv. Deshalb hört man ganz neue Töne und wird sogar der Mindestlohn in Deutschland nun von der Organisation gefeiert, die bisher Lohndumping forderte: “Die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland wird dazu beitragen, die Einkommen der Geringverdiener zu erhöhen und die Zahl der Arbeitnehmer in Armut zu senken.”(…)

Quelle: Telepolis 

- Attacke auf Grundrechte (NachDenkSeiten, 08.09.2014) 
Ehemaliger Verfassungsrichter sieht in Regierungsplänen zur gesetzlich verordneten Tarifeinheit Bruch des Grundgesetzes. Marburger Bund will sich juristisch wehren
Quelle: junge Welt 

- Neo-liberal capture of the policy making process in Europe (NachDenkSeiten, 05.09.2014)
Mainstream macroeconomics has mounted a range of arguments over the years to argue against any discretionary involvement by governments or regulators in the economy. The claim is always that the ‘market’ will self regulate and weed out bad players and produce the best outcomes with the least resources each period of activity. Various fancy terms are introduced into textbooks that make these arguments seem to have scientific weight. In narratives, there is often claims that left-wing groups blurred as trade unions have too much influence on political processes, particularly when a non-conservative party is in power. Rarely, is there any discussion of the way governments (of all political persuasions) become captured by the financial and industrial capitalist elites and become meagre conduits for capitalist rule. The west talks a lot about democratic rights and freedoms and people dutifully wander off at appointed times and cast votes which by the end of the day usually result in a government being elected. But they rarely realise that lying behind all of that flim-flam is rule by capital. There is very little democracy in advanced nations. We might turf out one party and elect another but the domination of capital persists and the lobbyists just duchess and bully a new political machine. The European Union takes this violation of democratic rights to new heights.
Quelle: Bill Mitchell



Luxus-SUVs und flüssiger Stickstoff

nach Bentley Bentley SUV - EXP 9F {2:17}

alexsmolik
Am 08.03.2012 veröffentlicht 
All 2012 Geneva motor show videos: http://bit.ly/Geneva2012playlist (watch in 1080p for better viewing experience)!!
Follow me on Facebook: http://on.fb.me/alexsmolik
This was no secret! Bentley was preparing an SUV car to respond to a very big demand. Indeed, in countries such as China, the demand to mix SUV and luxury keeps growing and growing. Which is why Bentley cooked up the EXP 9F (and Lambo attempted a 4-door a few times). My guess is it will definitely go into production. The EXP 9F has a twin-turbocharged W12 engine with an eight-speed transmission and boosts 600 horse power!
Quite a brute.
You can clearly see the touch of Bentley and british elegance in this SUV. The remarkable use of wood in the interior, as well as the sheer luxury that emanates from this car screams out for the "british touch". I think they somewhat pulled it off, a luxury SUV. Although it might take a moment to adapt to it, considering we're not used to see Bentley going down that road. But I'm pretty sure it's a good thing and it will be a success.

Pissed off professor destroys laptop with liquid nitrogen. {1:46}

lifeoftech
Am 01.03.2010 veröffentlicht 
Pissed off professor destroys laptop with liquid nitrogen.

Schade, daß der Eimer so klein ist…

Neuer Treibhausgas-Rekord

Ein Kommentar

Die Fieberkurve des Klimawandels steigt und steigt. Diese Entwicklung verläuft so unerbittlich wie die Weltpolitik den Klimawandel und seine Folgen ignoriert, verleugnet und verdrängt. Je mehr internationale Klima-Konferenzen, desto weniger wirksame Aktivitäten zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat für den 23. September 2014 mal wieder zu einer ganz großen Klima-Konferenz nach New York eingeladen. Und wieder wird es außer vielen schönen Reden nicht viel Bleibendes geben.
mehr:
- Neuer Treibhausgas-Rekord (, Telepolis, 11.09.2014)


Nachdem die Hannoversche Allgemeine  am 26.07.2012 meldete »Sommerstürme dünnen schützende Ozonschicht aus« und zwei Monate (10.09.2012) später berichtete »Ozonschicht erholt sich allmählich«, folgte am 12.06.2013 die beruhigende Nachricht »Ozonloch über der Antarktis schließt sich«.  (Die Links funktionieren anscheinend nicht… :-( )
Nun brauchen wir keine Angst mehr zu haben:
- Die Ozonschicht wächst wieder – Eine Sorge weniger (HAZ, 11.09.2014)»
New York. Es gibt viele Gründe, voller Sorgen in die Zukunft zu blicken. Die politische Weltlage ist so düster wie schon lange nicht mehr. Außerdem geht es bei der Bewältigung der großen Umweltprobleme wie dem Klimawandel nicht recht voran. Doch auch wenn sie manchmal nicht so recht auffallen: Es gibt sie, die guten Nachrichten. Wer sich etwa fragt, warum er lange nichts mehr vom Ozonloch gehört hat, der bekommt von den Vereinten Nationen jetzt eine schöne Antwort. Es liegt nicht etwa daran, dass wir ausnahmsweise einmal ein Problem vergessen haben, sondern daran, dass dieses Ozonloch allmählich verschwindet.

Jetzt brauchen wir Franz Alt nur noch in der Psychiatrie abzuliefern…

Die Deutschen wollen mehr Unabhängigkeit von den USA

Russen und Amerikaner haben sich wechselseitig als Feindbilder aufgebaut 
Nach einer Umfrage sinken die transatlantischen Bande zwischen Europa und den USA, das Verhältnis kühlt sich ab. Amerikaner und Europäer wünschen sich eine größere Unabhängigkeit der EU, wohl aber aus unterschiedlichen Gründen. Die Bedeutung der Nato ist nach Ansicht der Menschen nicht gestiegen, noch finden die Sanktionen gegen Russland Unterstützung, für eine Nato-Mitgliedschaft findet sich aber in der EU keine Mehrheit, die Deutschen und Franzosen sind mehrheitlich auch nicht für eine EU-Mitgliedschaft. Die Russen stehen hinter ihrer Regierung und lehnen sowohl die EU und die USA ab.
mehr:

Ungarns Medien kämpfen um ihre Existenz

Unabhängiger Journalismus scheint in Ungarn kaum mehr möglich zu sein: Eine neue Werbesteuer bringt die Einnahmen kleiner privater Medien in Gefahr, regierungskritische Formate werden abgeschafft.
Einige tausend Bürger demonstrierten im Juni in Budapest für die Pressefreiheit. Wieder einmal. Der Anlass: Die neue Werbesteuer und die Geschehnisse bei dem Online-Dienst “Origo” – ein buntes Nachrichten-Portal, das zur ungarischen Tochter der Deutschen Telekom gehört. Ihr Eigentümer hatte kürzlich den Chefredakteur gefeuert, weil es Beschwerden aus dem politischen Umfeld von Ministerpräsident Orbán gab. Der Vorwurf lautete, einige Berichte seien zu regierungskritisch gewesen. Also handelte der Eigentümer von “Origo”, um es sich mit der Regierung nicht zu verscherzen. Er sah einen lukrativen Staatsauftrag für die Breitband-Internet-Verkabelung in Gefahr.

mehr:
- Ungarns Medien kämpfen um ihre Existenz (NachDenkSeiten, 11.09.2014)
Quelle: Deutschlandradio Kultur