Mittwoch, 27. Mai 2020

250 Expertenstimmen zur Corona-Krise


In Deutschland und auf der ganzen Welt übt eine große Zahl von Wissenschaftlern, Ärzten und weiteren Experten Kritik am Umgang mit der Corona-Problematik durch Politik, Leitmedien und Aktivisten. Ihre Stimmen werden kaum gehört oder stark verzerrt wiedergegeben. Hier finden Sie eine Liste mit über 250 Expertenaussagen zur Krise um den Coronavirus und ihren Folgen. Die 250 Expertenstimmen stehen auch als Inhalt einer PDF-Datei zur Verfügung. Diese darf gerne nach Belieben benutzt, heruntergeladen, hochgeladen, kopiert, verbreitet, veröffentlicht werden.

„Für so drastische Maßnahmen fehlen schlichtweg die Zahlen. Dass man Patienten mit Vorerkrankungen und ältere Menschen in Kranken- und Pflegeeinrichtungen besonders schützt, ist völlig in Ordnung und erforderlich. Grippe und Coronaviren, das ist bekannt, gefährden Ältere besonders. Das Herunterfahren vieler Betriebe, die Schließung von Schulen und Kindergärten und sogar Ausgangsbeschränkungen – für all das gibt es aber aus medizinischer Sicht keinen Grund. (...) Das ist keine Pandemie. Eine Pandemie ist für besonders viele Todesfälle verantwortlich. Die sehe ich nicht. Die Begrifflichkeit ist also nicht angebracht. Dann müssten wir auch bei der Grippe jedes Jahr so drastische Maßnahmen ergreifen.“ 

Professor Dr. Siegwart Bigl, Mediziner, Mitglied der sächsischen Impfkommission.

„Die große Mehrheit wird nicht daran sterben. (...) Viele Menschen, eine bedeutende Anzahl von Menschen, werden das Virus überhaupt nicht bekommen. (...) Von denjenigen die es bekommen, werden einige es nicht einmal bemerken. (...) Von denjenigen die Symptome bekommen, wird die große Mehrheit, wahrscheinlich 80%, eine milde oder moderate Krankheit haben. (...) Eine unglückliche Minderheit muss sich ins Krankenhaus begeben, doch die Mehrheit davon, wird ausschließlich Sauerstoff benötigen, und anschließend die Klinik wieder verlassen. (...) Und dann wird eine Minderheit auf der Intensivstation enden, und einige davon werden traurigerweise versterben. Doch das ist eine Minderheit. 1%, oder womöglich weniger als 1%. Und sogar in den höchsten Risikogruppen, sind dies deutlich weniger als 20%. Das heißt, die große Mehrheit der Menschen, sogar die aller höchsten Risikogruppen werden nicht sterben, wenn sie sich mit dem Virus infizieren." Professor Dr. Chris Whitty, Arzt und Epidemiologe, Chief Medical Officer für England, Chief Medical Adviser der britischen Regierung, Chief Scientific Adviser am Department of Health and Social Care und Leiter des National Institute for Health Research.

„Die Untersuchung von Sachdaten aus der ganzen Welt zusammen mit den mathematischen Projektionen des SIR-Modells präsentiert die Behauptung der Regierung, dass Israels erfolgreiche Isolationsmaßnahmen das Land vor einer schrecklichen Seuche bewahrt haben, nichts weiter als eine Illusion, während echte Daten nie der Öffentlichkeit präsentiert wurden. (...) In den globalen Medien erzeugt jede winzige Änderung eine beängstigende Schlagzeile, die durch ein Missverständnis der Zahlen noch verstärkt wird und hier von Gesundheitsbeamten sofort wiederholt wird. (...) Wir dürfen nicht zulassen, dass uns dies blind macht für den positiven Trend eines stetigen Rückgangs in allen Ländern. (...) Von besonderem Interesse ist die Tatsache, dass Berater und die Medien die Tatsache ignorieren, dass eine Epidemie ausnahmslos in allen Ländern ihr Endstadium erreicht, wenn der Anteil der Infizierten aus der Allgemeinbevölkerung nicht mehr als einen halben Prozentpunkt beträgt. Von der Gesamtbevölkerung in Israel wurden 0,18% mit dem Coronavirus diagnostiziert, in Schweden 0,22% und in Spanien 0,47%. Niemand fragt, wie es kommt, dass 99,5% der Weltbevölkerung nicht infiziert waren." Professor Dr. Doron Lancet, Molekulargenetiker, Weizmann Institute of Science, Israel.

mehr:
- 250 Expertenstimmen zur Corona-Krise (Blauer Bote, 27.05.2020)
siehe auch:
x

Atombomben – und ist es auch Wahnsinn, so hat er doch Methode!



Das gegenseitige Aufrüsten in der Hoffnung, in einem Konflikt die A-Bombe zuerst einzusetzen, ist «Wahnsinn», sagt Daniel Ellsberg.

Red. Nachdem er als Whistleblower der «Pentagon Papiere» die Vietnam-Lügen Präsident Lyndon Johnsons aufgedeckt hatte, macht sich Daniel Ellsberg, 89, seit Jahrzehnten für den Frieden stark. Im folgenden Beitrag geht er auf den «Wahnsinn» der nuklearen Aufrüstung ein.
x
Die Aufrüstung mit atombestückten Interkontinentalraketen ICBM (Intercontinental Ballistic Missiles) sind ein Wahnsinn. Denn ein Atomkrieg hätte einen nuklearen Winter zur Folge, der Feind und Freund gleichermassen trifft.
x
Es würde in den USA nicht aufgerüstet, wenn dem militärisch-industriellen Komplex nicht satte Profite locken würden. Wenn damit keine Gewinne gemacht werden könnten, hätten wir keine ICBMs.
x
Braucht die andere Seite Atomwaffen? Brauchen wir sie?
x
Angesicht eines drohenden Atomkriegs macht es keinen Sinn, mehr Waffen zu besitzen als die anderen. Aber wie kann man kluge Leute in ihrem Job, der ihnen Karriere und Beförderung bringt, davon überzeugen?
x
Präsident Reagan sagte, man könne einen Atomkrieg nicht gewinnen. Diese Einsicht müsste dazu führen, dass man keinen Atomkrieg riskiert, mit keinem droht, sich auf keinen vorbereitet.x
Zwar können die USA Atomwaffen gegen einen Nicht-Kernwaffenstaat einsetzen. Wir drohten oft damit und bereiteten uns darauf vor. Aber was würde ein Krieg zwischen zwei Atommächten bedeutet, beispielsweise auch zwischen den Erzfeinden Indien und Pakistan? Nein, sie werden keinen solchen Krieg führen, weil keines der Länder einen solchen Krieg gewinnen könnte.
x
Auch die USA und Russland könnten keinen Nuklearkrieg gewinnen.
x
Doch selbst die Leute, die das wissen – und im Pentagon behaupten sie nichts anderes –, glauben an einen Trugschluss. Sie glauben, wie schlimm es auch sein mag, einen Atomkrieg zu führen, es sei vorteilhaft, den ersten und möglichst auch den zweiten Schlag auszuführen.

mehr:
- «Die Gefahr eines Atomkrieges ist so gross wie im Kalten Krieg» (Daniel Ellsberg, InfoSperber, 25.05.2020 – Hervorhebung von mir)
siehe auch:
x
mein Kommentar:
Daniel Ellsberg macht den Fehler und zitiert Ronald Reagan: »Präsident Reagan sagte, man könne einen Atomkrieg nicht gewinnen. Diese Einsicht müsste dazu führen, dass man keinen Atomkrieg riskiert, mit keinem droht, sich auf keinen vorbereitet.«
Was ein US-Präsident sagt, ist das eine – das andere ist, was er tut…

Zwischen dem 7. und dem 11. November 1983 lief in Westeuropa die letzte Übung des jährlichen Herbstmanövers an. Unter der Code-Bezeichnung ABLE ARCHER sollte die finale Eskalation geübt werden: Der nukleare Vernichtungsschlag. Damals hatte US-Präsident Ronald Reagan die Atmospähere mit aggressiver Rhetorik vergiftet, in welcher er Russland als „das Reich des Bösen“ dämonisierte. Zudem war der eigentlich Kalte Krieg nach dem Abschuss der Korean Airline 007 und der überraschenden Invasion auf Grenada so heiß geworden wie während der Kubakrise - allerdings nur hinter den Kulissen. Der zum Staatschef aufgestiegene vormalige KGB-Chef Juri Andropow befürchtete, dass die Übung in Wirklichkeit nur eine Tarnung für einen von Pentagon-Mächtigen offen befürworteten nuklearen Überraschungsangriff auf Moskau sei.

Im Westen wird die sowjetische Kriegsangst von 1983 von konservativen Historikern heruntergespielt. Seit die USA 2015 den bis dahin strengst geheimen Untersuchungsbericht für Präsident Bush von 1990 freigaben, steht allerdings zumindest ein Großteil der US-Quellen offen, wo man die Situation definitiv als hochriskant einstufte (Um Haaresbreite). Anders als die USA mauern die Briten und Russen nach wie vor. Nun wurden u.a. in einem KGB-Archiv in der Ukraine entdeckte Akten bekannt, welche Aufschluss über die östliche Perspektive des Dramas von 1983 bieten. Auch die StaSi-Unterlagenbehörde erwies sich als ertragreich. Das National Security Archive der George Washington University hat einen Großteil des bislang unbekannten Materials nunmehr online gestellt.

Seit Reagan das Tauwetter im Kalten Krieg beendet und die Aufrüstung im Weltraum forciert hatte, trieben die Sowjets Befürchtungen eines Überraschungsschlags um. Daher startete Moskau 1981 unter Leonid Breschnew das bis dahin größte Unternehmen des KGB, die Operation RYaN. Sowohl der Geheimdienst als auch die Militärs sollten jedes Anzeichen melden, das auf eine konkrete Kriegsvorbereitung hindeutete, etwa das Horten von Blutspenden oder das Verhalten von Kirchenoberhäuptern. Während das Programm eigentlich Klarheit über die Absichten der USA bringen sollte, leistete es ironischerweise das Gegenteil, weil es die Furcht vor einem Angriff in einer Echokammer sammelte.

Bei einer streng geheimen Unterredung mit dem ostdeutschen Geheimdienstchef Erich Mielke im Juli 1981 bedankte sich Andropow für die Beschaffung von sensiblen Unterlagen über die NATO. Die Auslandsaufklärung verfügte damals über einen Agenten, der Zugang zu allen NATO-Geheimnissen hatte (Der NATO-Spion). Andropow neigte damals zur Auffassung, dass die USA zwar einen Krieg vorbereiteten, einen solchen aber nicht zu führen wünschten. Er sei sich aber nicht sicher. Gegenüber dem russischen Botschafter Anatoly Dobrynin verlautbarte Andropow im Vertrauen, dass die Reagan-Administration sich auf einen Krieg vorbereite und dass man Reagan alles zutrauen müsse.

[Markus
Kompa, Neue Dokumente zu ABLE ARCHER 83, Telepolis, 07.11.2018 – Hervorhebungen von mir]

siehe auch:
Die Rede, die Kennedy das Leben kostete? – Mythos und Wirklichkeit (Post, 28.02.2019) 
- Kennedy-Attentat: Das Narrativ unserer Leitmedien – und wie es verteidigt wird (Post, 25.10.2017) 
x

Dienstag, 26. Mai 2020

Hypnosetag 117: Ein Verschwörungstheoretiker ist, wer den offiziell vorgebeteten Unsinn nicht glaubt



Vorsicht! Was heute noch als solide Recherche und seriöse Berichterstattung verkauft wird, kann schon morgen gefährliche Verschwörungsideologie sein.

Als habilitierter Konspirologe und „elder statesman“ der Verschwörungstheorie verfolge ich die aktuelle Aufregung über die „Gefahren“ und die „unheimliche Macht“ (Spiegel) der Verschwörungstheoretiker ja eher amüsiert. Und erstaunt, dass der inflationäre Gebrauch das Diffamierungs- und Denunziationspotential des Begriffs noch immer nicht abgenutzt hat. Was möglicherweise damit zu tun hat, dass die akademischen „Experten“, die dazu publizieren und verstärkt im Fernsehen herumgereicht werden, zu diesem Thema in der Regel nur küchen-psychologischen Bullshit von sich geben.

Dass es reale Verschwörungen gibt und viele anhand von Indizien darüber aufgestellte Hypothesen sich als wahr erwiesen haben – dass Verschwörungstheorie als heuristisches Verfahren also durchaus Berechtigung zukommt – wird von diesen Experten ebenso ausgeblendet wie die im Namen des Staats und der Großmedien verbreiteten Verschwörungstheorien. Zum Beispiel die WMD des Irak oder – soeben aufgeflogen – die Verschwörungstheorie „Russiagate“, nach der „die Russen“ die Computer der Demokraten gehackt und Trump zum Wahlsieg verholfen hätten. Wie jetzt veröffentlichte Dokumente von Kongress-Anhörungen zeigen, hat der Verantwortliche der IT-Firma „Crowdstrike“ ausgesagt, dass sie keinerlei Beweise für „russische Hacker“ gefunden hätten. Dennoch wurde diese haltlose Story mit Putin als Erzbösewicht auf allen Kanälen seit drei Jahren immer wieder hochgekocht – und kein „Qualitätsjournalist“ stellte auch nur eine kritische Frage oder gar eigene Recherchen an. Die hätten nämlich zu niemand anderem als dem ehemaligen technischen Direktor der NSA höchstselbst, Bill Binney, geführt, der nachgewiesen hat, dass die Daten aus dem DNC-Server nicht von außen gehackt, sondern von innen abgesaugt wurden. Sowie natürlich zu der Merkwürdigkeit, warum bei einem vermeintlichen Großskandal bei dem feindliche Mächte demokratische Wahlen manipulieren und in Computer einbrechen, weder das FBI noch eine andere staatliche Stelle – sondern nur die Privatfirma Crowdstrike – den betroffenen Server untersuchen durfte.

Man musste keinen Bachelor der Illuminaten-Akademie in der Tasche haben, um zu erkennen, dass die Russiagate-Story vom Tag Eins an faul war, es brauchte eigentlich nur einen IQ über Zimmertemperatur, den Willen hinzuschauen und zu tun, was einst „Spiegel“-Rudi seinem Nachrichtenmagazin verordnete: „Sagen was ist“. Aber da kam nichts, weder beim ehemaligen Nachrichtenmagazin noch sonst in einem der selbsternannten Qualitätsmedien – drei lange Jahre lang wurde nahezu täglich die Russiagate-Saga aufgetischt. Was einen weiteren Aspekt des Themas verdeutlicht, der von den Experten gern außer Acht gelassen wird: Wenn’s der Obrigkeit passt, sind auch haltlose Verschwörungstheorien völlig in Ordnung. Und Russiagate passte in jeder Hinsicht: Als Sündenbock für den unerklärlichen Betriebsunfall der Niederlage Hillary Clintons, als Dauervorwurf an Donald Trump, dessen Politik ansonsten kritiklos durchging, und als nötiges Angstszenario für weitere militärische Aufrüstung. Da kann man dann als Top-Journalist dann jahrelang zur besten Sendezeit Verschwörungstheorien verbreiten, ohne für diese Fake News-Orgie irgendwie zur Rechenschaft gezogen zu werden. Solche VertreterInnen des lügenden Gewerbes „Presstitutes“ zu nennen ist eigentlich eine Verharmlosung, da die KollegInnen aus dem liegenden Gewerbe niemals solche Schäden anrichten wie diese Verbreiter gefährlicher Verschwörungstheorien, mit denen Kriege angezettelt werden.

mehr:
- Verschwörungsinflation – Tagesdosis 26.5.2020 (Kommentar von Mathias Bröckers, KenFM, 26.05.2020)

Alle Genialität der Aufmachung der Propaganda wird zu keinem Erfolg führen, wenn nicht ein fundamentaler Grundsatz immer gleich scharf berücksichtigt wird. Sie hat sich auf wenig zu beschränken und dieses ewig zu wiederholen. Die Beharrlichkeit ist hier wie bei so vielem auf der Welt die erste und wichtigste Voraussetzung zum Erfolg. 
[Adolf Hitler, Mein Kampf, zitiert in Albrecht Müller, Zum Entstehen eines Mainstream ein Zitat aus „Mein Kampf“, NachDenkSeiten, 29.05.2007]


Immer wieder wird die Aussage, dass die USA jene Terroristen, welche sie angeblich bekämpfen, selbst mit Waffen und Material versorgen, als „Verschwörungstheorie“ bezeichnet, um einer Diskussion darüber aus dem Weg zu gehen. Tatsächlich haben aber nicht nur höchste US-Beamte bereits öffentlich zugegeben, dass ihre engsten Verbündeten, Katar und Saudi-Arabien, die schlimmsten der schlimmen Terroristen unterstützt und Syrien mit Waffen überschwemmt haben, sondern es wurde ihnen bereits mehrfach die Lieferung von Waffen, Ausbildung und Material nachgewiesen.

Schon 2015 hatte Tim Anderson in seinem Buch „Dirty War on Syria“ unwidersprochen nachgewiesen, wie die USA Tausende von Kämpfern ausgebildet, bewaffnet und dann zum Kampf gegen die legitime Regierung Syriens losgelassen hatten. Und dass diese dann innerhalb weniger Tage zur Al-Qaida oder direkt zum IS übergelaufen waren. Das hatte zu der lächerlichen Antwort bei einem Hearing geführt, als nach der Anzahl von Kämpfern gefragt wurde, welche unter der Kontrolle der USA stehen würden, und daraufhin eine Zahl genannt wurde, die man an einer Hand abzählen konnte.

Im Jahr 2017 wurde dann klar, dass diese Versorgung der Terroristen immer noch in großem Umfang stattfand, und dass wegen der Art des Transportes wohl viele Regierungen in Europa sehr wohl davon gewusst haben mussten. In einem Artikel von Rubikon (1) tauchte zum ersten Mal der Name der bulgarischen investigativen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva auf, welche mit Unterlagen, die sie von Whistleblowern erhalten hatte, beschrieb, wie die Versorgung der Terroristen mit Waffen und Munition funktionierte:
 
„Mindestens 350 Diplomatenflüge der Silk Way Airlines (einer staatlichen Fluggesellschaft Aserbaidschans) transportierten Waffen während der letzten drei Jahre in Konfliktzonen in der ganzen Welt. Die staatliche Fluggesellschaft flog Dutzende von Tonnen schwerer Waffen und Munition für Terroristen, unter dem Schutzmantel der diplomatischen Immunität“ (1).
[Jochen Mitschka, Die Terror-Unterstützer, Rubikon, 24.09.2019]
siehe dazu:
- Die USA und ihr Tiefer Staat (Post, 24.09.2019) 
siehe auch:
- "Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" (Ralph Altmann, Telepolis, 26.05.2020 – Beachte auch die Kommentare!)
Die 1.Art VTs versuchen Unlogische und offensichtlich Absurde öffentliche Darstellungen in denen oft genug auch entscheidendes Beweismaterial ausgeblendet wurde (Kennedy-Attentat; 9/11; MH117; Skripal-Attentat) plausibler/logischer/besser zu erklären.

Da diese oft jeder Vernunft (sowie meist der Physik) spottenden Darstellungen (wie z.B. Hochhäuser, die im Freien Fall in sich zusammenstürzen; Magische Kugeln etc) aber leider von hochoffizieller Seite verbreitet werden, wird nicht diese Darstellung als "Verschwörungstheorie" dargestellt, sondern die logischere/stimmigere Gegendarstellung als "VT". Insofern sind diese VTs eigentlich nur die Antwort auf staatliche Versuche, die Leute für dumm zu verkaufen. Nach vielen Jahrzehnten (wenn die verantwortlichen Lügner tot sind) werden die Unterlagen dann geöffnet und es stellt sich regelmäßig heraus, alles war noch viel schlimmer!B-)

Die 2. Art sind die VTs, die offensichtlicher Blödsinn sind, weil sie allen wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen (Scheibenerde, "Fake"-Mondlandung, Klimakatatrophe als reine Einbildung, Nazis die heimlich unter dem Südpol leben etc etc)

Ein wichtiger Punkt, der meist unter den Tisch fällt, weil so die Vereinfacher wieder leichtes Spiel haben. Die, die dann wieder undifferenziert alles in den "Alles rechte Spinner-Topf" werfen, kräftig umrühren - Problem "gelöst"!

[Eymontop,
Eigentlich gibts 2 Arten von VTs, Kommentar zu Altmann-Artikel, 26.05.2020 17:07 ]

… ist ja, dass, wenn man die offiziellen Verschwörungstheorien anzweifelt, selbst als Verschwörungstheoretiker bezeichnet wird, obwohl man eigentlich nur auf die Unstimmigkeiten der amtlichen Version aufmerksam macht.

Wer glaubt, zwei saudische Piloten, die nicht einmal in der Lage waren, eine zweimotorige Caessna zu beherrschen und von ihrem Fluglehrer mit dem Prädikat „Dumm und Dümmer" betitelt wurden, wären in der Lage gewesen, völlig unbemerkt den amerikanischen Luftraum zu durchqueren und eine Boeing in einem riskanten Flugmanöver - von dem gestandene Piloten meinen, sie seien dazu nicht befähigt - in das Herz die amerikanische Verteidigungszentrale zu steuern, der mag zwar entsetzlich naiv sein, ist aber kein Verschwörungstheoretiker, obwohl sein Glaube genau dies bezeugt: eine Verschwörungstheorie, an der 15 saudische Terroristen beteiligt sein sollen. Wer denkt, Afghanistan oder der Irak wären an diesen Attentaten schuld gewesen, obwohl nach amtlicher Version gar kein Terrorist aus diesen Ländern beteiligt war, ist auch kein Verschwörungstheoretiker.

Demnach haben wir folgenden Sachverhalt: Wer an eine fragwürdige terroristische Verschwörung glaubt, ist kein Verschwörungstheoretiker. Wer kritische Fragen äußert, die ausweichend beantwortet werden, aber schon.

[digifree,
Das Interessante, Kommentar zu Altmann-Artikel, 26.05.2020 18:52 – Hervorhebung von mir]    
zum Kommentar von digifree siehe auch:
- »Ein 6-Tonnen-Stahltriebwerk macht ein Loch« – 9/11 und die Flugzeuge (Post, 06.10.2017)

Sonntag, 24. Mai 2020

Corona: Offener Brief von Prof. Homburg – Der zunehmend aggressive Kampf um die Deutungshoheit


Hinweis: Die Uni-Leitung hat gegen Prof. Homburg eine Erklärung veröffentlicht. Wir arbeiten an einer Aufklärung dazu und bitten um etwas Geduld. Zunächst nur eine Vorabinfo:
In der heutigen Ausgabe der HAZ (26.05.2020) wird Prof. Homburg wie folgt zitiert:
„Homburg selbst wehrt sich gegen die Kritik und spricht von „konstruierten Vorwürfen“. Die Universität habe ihn nicht dazu angehört und eine irreführende Stellungnahme abgegeben. „Ich habe nie Parallelen zur Nazi-Zeit gezogen, sondern vor der Spätphase der Weimarer Republik gewarnt, die 1933 endete, nachdem Grundrechte massiv eingeschränkt worden waren.“ Zitatende

Was nachdenklich macht ist folgende Textstelle aus der Erklärung der Uni-Leitung zur Nazizeit ab 1933:
„Allein das letztgenannte Gesetz hat viele Kolleginnen und Kollegen an den deutschen Hochschulen… um ihre berufliche Existenz gebracht“, schreibt die Universität. Zugleich fordert der AStA seine „Entbindung von der Lehre“, also Entlassung.

Soweit erst einmal bis es Neues gibt.
……………………..


Prof. Homburg ist Direktor des Instituts für öffentliche Finanzen an der Leibniz-Universität Hannover.

Um was geht es?
In den letzten Tagen veröffentlichte die HAZ verschiedene Artikel zu Prof. Homburg online, als auch in den gedruckten Ausgaben.
Thema war seine Kritik des Lockdown. Diesen hält er für unnötig, sehr schädlich, ja schädlicher als das Coronavirus und begründet dieses auch mit fachlichen Argumenten.
In den veröffentlichten Artikeln der HAZ wurde Prof. Homburg als „hohläugig“ bezeichnet und „wie ein Endzeittheoretiker“.

Zu den Vorwürfen gegen seine Thesen und zum Vorwurf, Videos auf Unirechner hochzuladen, wurde Prof. Homburg keine Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Handelt es sich hier um eine Art Treibjagd gegen einen Regierungskritiker? Traut man sich nicht ihn selbst zu Wort kommen zu lassen, damit er seine Ansichten öffentlich begründen kann?

Nun hat Prof. Homburg einen Offenen Brief zu der HAZ-Kampagne geschrieben. Dieser kann im Folgenden exklusiv hier gelesen werden:



==========


HAZ-Kampagne

23. Mai 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu der seit Tagen geführten Kampagne der HAZ gegen meine Person möchte ich kurz Stellung nehmen:

1. Ich habe den Lockdown unter Verwendung offizieller Zahlen kritisiert und innere Widersprüche der Regierungspolitik herausgearbeitet. Meine Interviews auf Youtube, im Fernsehen und im Hörfunk (MDR, NDR, WDR) wurden millionenfach aufgerufen und geteilt; meine nüchterne Zahlenkritik ist sehr wirksam. Zugleich enthalte ich mich jeder Aussage über Hintergründe und Motive, weil ich diese nicht kenne. Hierfür erhalte ich aus ganz Deutschland riesige Unterstützung von Bürgern aller Berufsgruppen, vor allem Ärzten.

2. Die Behauptung, ich nutzte Universitätsrechner, um Videos hochzuladen, ist eine Lüge, die das Rechenzentrum widerlegt hat. Seit gut 20 Jahren findet man auf meiner persönlichen Institutsseite ein kleines Foto und eine pdf-Datei mit wissenschaftlichen und populären Veröffentlichungen etwa zu Steuerthemen. Seit einigen Wochen befindet sich dort außerdem eine reine Link-Sammlung mit wissenschaftlichen und populären Veröffentlichungen zum Lockdown: >> https://www.fiwi.uni-hannover.de/homburg.html .

3. Im Interesse jener Studierenden, die derzeit unter schwierigen Bedingungen arbeiten und die Prüfung bestehen wollen, habe ich politische Diskussionen im geschützten Bereich meiner Vorlesung „Öffentliche Finanzen“ untersagt und auf Diskussionsforen im Internet verwiesen.

Zwei Studenten, die hiergegen verstießen und den geschützten Bereich vandalierten, habe ich entfernt. Diese Studenten können an der Klausur teilnehmen und erhalten sogar auf Wunsch das Vorlesungsmaterial per Email. Sie werden die übrigen Teilnehmer, die an politischen Diskussionen nicht interessiert sind, künftig nicht mehr stören. Dieser Schutz ist mir wichtig, weil Präsenzvorlesungen verboten sind und die Studierenden nur im internen Forum Fragen zum Prüfungsstoff diskutieren können. Niemand soll durchfallen, weil andere das geschlossene Lernforum vandalieren und vom Stoff ablenken.

4. Verschwörungstheorien habe ich niemals verbreitet. Derartige Theorien findet man aber in der HAZ selbst: In der Ausgabe vom 22. Mai 2020 beleidigt mich Matthias Koch auf S. 2 als „hohläugig“ und meint, das ersetze ein Argument. Auf S. 3 fährt er fort, die vier Staaten mit den weltweit meisten Infizierten würden von Männern „mit einem gespannten Verhältnis zur Realität regiert.“ Gemeint sind die USA, Russland, Brasilien und Großbritannien mit den Regierungschefs Trump, Putin, Bolsonaro und Johnson. Am Erscheinungstag des Artikels befand sich bei den Infizierten pro Kopf der Bevölkerung kein einziger der genannten Staaten auf den ersten zehn Rängen. Koch gegenteiliges Ergebnis beruht auf einem irreführenden Vergleich der Gesamtzahlen, die in den USA natürlich viel höher sind als in Luxemburg. So kann man Vorurteile schüren und Stimmung machen.

Die soziale Ächtung jener, die mathematisch-statistisch aufzeigen, dass der Lockdown mehr Menschenleben kostet als rettet, die massiven Versuche, sie einzuschüchtern, aus ihren Ämtern zu entfernen und mundtot zu machen, die weitgehende Einheitsmeinung von Presse und Fernsehen und nicht zuletzt elektronische und tätliche Angriffe auf friedliche Bürger, die für Grundrechte, Kitaöffnungen und ähnliches eintreten, sind bedenkliche Entwicklungen, denen man entschieden entgegentreten muss.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Prof. Homburg




==========



Quelle:
- Offener Brief an die Bürgerinnen und Bürger Hannovers (Prof. Stefan Homburg, Institut für Öffentliche Finanzen, 23.05.2020, zu finden in: Corona: exklusiv – Offener Brief von Prof. Homburg – wg. Kampagne der HAZ, hallolindenlimmer.de, 24.05.2020)
Download des Offenen Briefes von Prof. Homburg bei hallolindenlimmer.de (PDF)
siehe auch:
Hypnosetag 109: Keine Übersterblichkeit? – Wissenschaft und Studenten, Meinungsfreiheit und Aluhüte… (Post, 18.05.2020)
Coronahypnose Tag 80: 120 Expertenstimmen und eine sehr wichtige Frage (Post, 19.04.2020)
- Heute vor 40 Jahren – 13. Juni 1972: 14 Schriftsteller solidarisierten sich in einem offenen Brief mit Heinrich Böll (Post, 13.06.2012)

Vor Corona-Demo: Brandanschlag auf Stuttgarter Veranstaltungstechnikfirma {2:53}

7aktuell - Nachrichten- und Medienagentur
Am 16.05.2020 veröffentlicht 
Text und Links: YouTube
x
Versuchter Anschlag auf Ken Jebsen und Tontechniker Jürgen Heil. Demo Stuttgart am 09.05.2020. {3:23}

Gerd Miethe
Am 05.06.2020 veröffentlicht 
Der Journalist Ken Jebsen und Tontechniker Jürgen Heil entging am 9. Mai in Stuttgart knapp einem Anschlag – der Staatsschutz ermittelt. 💣💣💣
Während Autonome in Deutschland nicht vor Bombenanschlägen💣💣 und versuchter Tötung 😰😰zurückschrecken, will Donald Trump die Antifa in den USA als Terrororganisation verbieten lassen und bringt das Militär in Stellung.
Ausführlicher Beitrag dazu zu sehen auf Exomagazin TV vom 05.06.2020, "Das 3. Jahrtausend #46" Ab Min. 15:30.
Gerd Miethe.
x
mein Kommentar:
Es ist bemerkenswert, mit welcher Aggressivität die MSM den »Corona-Maßnahmen-Kritikern« und den Kritikern des »Corona-Narrativs« begegnen.
Manfred Wodarg wurde gleich zu Beginn der Panikmache mundtot gemacht, und Videos von Kritikern wurden unter Hinweis auf das ominöse Netzwerkdurchsetzungsgesetz auf YouTube gelöscht. Inzwischen ist das Corona-Narrativ zur Quasi-Religion mutiert: 
Menschen wie Prof. Homburg, die versuchen, Fakten zu präsentieren – und anders zu interpretieren, werden öffentlich an den Pranger gestellt. Das erzeugt Angst.
und ich habe zunehmend den Eindruck, daß staatlicherseits Angst gezielt geschürt wird bzw. in der Bevölkerung entstehende Angst als eine Art Kollateralschaden akzeptiert wird. 
Es geht nicht mehr um Fakten (falls es überhaupt jemals um Fakten ging), es geht um glaubhafte Erzählungen – und das staatliche und vom Mainstream verbreitete Narrativ lautet: 
Covid19 ist eine furchtbar gefährliche Erkrankung
… und anscheinend gehört es zur unausgesprochen selbstverständlichen Pflicht jedes guten Staatsbürgers, diesem Narrativ Glauben zu schenken.

Samstag, 23. Mai 2020

Hypnosetag 114: Der vemeintliche Konsens – und die Mündigkeit…


Die Corona-Regeln schützen nicht das Leben, sondern gefährden es.
x
Wenn sich eine Gesellschaft selbst betrügt, ergeht es ihr ähnlich wie den Individuen, durch welche sie geprägt wird. Ein seelisches Leiden — dessen Träger nur nach außen schaut und den Blick in den Spiegel scheut — wird irgendwann zu einem körperlichen Leiden. So wird auch unsere Gesellschaft zunehmend kränker und wird es in Wechselwirkung mit ihren Individuen. Jeder Tag, der als ein weiterer Tag des Ausnahmezustandes in unsere Geschichte eingeht, macht die Menschen kränker — aber ganz sicher nicht durch irgendein Virus.
x
Befassen wir uns also im Folgenden mit ein paar sehr tief sitzenden Narrativen, welche den meisten Beteiligten an der sogenannten Coronakrise — betroffen sind wir ja alle — kaum bewusst werden. Doch bauen auf diesen nicht hinterfragten, jedoch ganz offensichtlich keinesfalls natürlichen „Wahrheiten“ alle operativen Maßnahmen auf. Die Maßnahmen werden mit Hinnahme dieser „Selbstverständlichkeiten“ überhaupt erst durchsetzbar. Außerdem nennt man diese Maßnahmen gerne Regeln, so als ob demokratisch unterlegte Absprachen infolge eines großen gesellschaftlichen Konsens getroffen worden wären.

Der Blick auf das Virus, die Diskussion um seine Gefährlichkeit, das Suchen nach politischen Drahtziehern und natürlich vor allem die damit heraufbeschworenen Ängste lassen somit völlig außer acht, wie gefährlich das ist, was derzeit nicht nur hierzulande Menschen anderen Menschen antun, sondern auch was Menschen sich — oft sogar widerstands-, ja kritiklos — antun lassen.

Diejenigen, die antun, nutzen dabei den Rechtsstaat aus und setzen den Schutz des Lebens gleich mit der Macht über das Leben. Genauer gesagt setzen diese den Wert, aber auch die Verfasstheit des Lebens über die Köpfe der Lebenden hinweg fest. So wie zum Beispiel die Deutsche Justizministerin Christine Lambrecht:

„Zum Schutz von Leben und Gesundheit erlaubt das Grundgesetz die Einschränkung von bestimmten Grundrechten. Das Rechtsgut Leben ist, so formuliert es das Bundesverfassungsgericht, ‚Höchstwert innerhalb der grundgesetzlichen Ordnung‘. Hieraus folgt die Pflicht des Staates, sich aktiv für den Schutz dieses Rechtsguts einzusetzen“ 
(1).

Das ist die praktische, verbale Ausübung von Macht. In Lambrechts Worten steckt eine Botschaft, dass es um die bloße Lebensexistenz gänge. Das Leben wird zum Absolutum erhoben und auf diese Weise all seiner das Leben lebenswert machenden Qualitäten, ja seiner Lebendigkeit beraubt. Machtbewusste leben hier eine geheuchelte Empathie vor, die in Deutschland eh bereits seit Jahren bis zum Erbrechen zu erdulden ist (a1).

Dabei geht es beim Recht auf Leben um das Leben als höchstes in unserer jeweils eigenen Verantwortung liegendes Gut. Der Schutz und die Achtung vor dem Leben liegt in erster Linie bei uns selbst und gilt vor allem uns selbst. Denn letztlich sind wir selbst auch die Instanz, die allein tatsächlich weiß, wie sie ihr eigenes, existenzielles, kostbares Gut ausgestalten möchte. Ein solches Verhalten ist empathisch gegenüber sich selbst. Selbstempathie ist jedoch die unbedingte Voraussetzung, um auch reflektierend empathisch gegenüber seinen Mitmenschen sein zu können.

Nur weil der Bevölkerung das Bewusstsein über die Funktionalität unseres Immunsystems durch Gehirnwäsche regelrecht ausgelöscht wurde, sind derzeit drei Dinge ohne großen Widerstand möglich und alle drei Dinge machen krank, unter Umständen todkrank.

Man nennt das ganze „Regeln“ oder „neue Normalität“, wobei keine dieser manipulierenden Begrifflichkeiten die Realität abbildet.
Allerdings soll es das werden — die Realität der Zukunft:
  • Abstandsgebot 

  • Maskenzwang 

  • Massentests auf ein Coronavirus als Vorbereitung auf Zwangsimpfen gegen ein Coronavirus 
Ausgerechnet das reichweitenstärkste Medium — die ARD-Tagesschau — hat diese drei Aspekte niemals auf die Agenda gesetzt, wenn es um die Plausibilität der von Regierungen und Behörden erzwungenen Maßnahmen, also um ihre ernsthafte wissenschaftliche Begründung ging. Immer hat man sich die Spielfelder zur „Aufklärung“ selbst geschaffen oder man hat die Vorgegebenen genutzt (a2).
mehr:
- Die fundamentale Desinformation (Peter Frey, Rubikon, 23.05.2020)
siehe auch:
x

Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung – und das Totschlag-Argument


Gemeinsame Stellungnahme des Senates, des 
Präsidiums und des Hochschulrates der Gottfried 
Wilhelm Leibniz Universität Hannover zu den 
Einlassungen von Herrn Univ.-Prof. Dr. Stefan 
Homburg zur Corona-Krise 

Herr Univ.-Prof. Dr. Stefan Homburg hat sich in jüngster Zeit öffentlich und erkennbar als Hochschullehrer der Leibniz Universität Hannover zur aktuellen Corona-Krise geäußert, insbesondere zu den von der Bundesregierung und den Landesregierungen getroffenen Maßnahmen. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte dabei seine Gleichsetzung der derzeitigen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland mit denen im Deutschen Reich des Jahres 1933. Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover nehmen dazu wie folgt Stellung:

Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover respektieren das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung sowie das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Derzeit sehen sie aus diesem Grunde keine rechtliche Möglichkeit, den Äußerungen und Aktivitäten von Herrn Univ.-Prof. Dr. Stefan Homburg zu begegnen. Sie distanzieren sich jedoch dezidiert vom Inhalt der Äußerungen. Das betrifft insbesondere die Gleichsetzung der derzeitigen Verhältnisse mit denen des Jahres 1933. Das Jahr 1933 war in Deutschland unter anderem durch die Machtübernahme durch die NSDAP mit einem Fackelzug durch das Brandenburger Tor, den Reichstagsbrand, die Einrichtung des ersten Konzentrationslagers in Dachau, Bücherverbrennungen sowie die Einführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums geprägt. Allein das letztgenannte Gesetz hat viele Kolleginnen und Kollegen an den deutschen Hochschulen, meist aufgrund ihrer jüdischen Herkunft, um ihre berufliche Existenz gebracht und sie und ihre Familien in tiefes Unglück gestürzt. Dies öffentlich mit den Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2020 gleichzusetzen, ist nach Ansicht von Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover eine unerträgliche Verharmlosung der Geschehnisse im Jahr 1933.

Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover betrachten die Freiheit von Forschung und Lehre als für die Universität essenziell. Sie sehen die Gefahr, dass diese Freiheit durch die Vermischung von wissenschaftlicher Meinungsäußerung und politischer Betätigung beeinträchtigt wird.

Quelle:
siehe auch:
Der Fall des Stefan Homburg – Ein Wirtschaftsprofessor als raunender Corona-Kritiker (Nantke Garrelts, Thorsten Numme, Tagesspiegel, 29.05.2020)

Verschwörungstheorien habe ich niemals verbreitet. Derartige Theorien findet man aber in der HAZ selbst: In der Ausgabe vom 22. Mai 2020 beleidigt mich Matthias Koch auf S. 2 als „hohläugig“ und meint, das ersetze ein Argument. Auf S. 3 fährt er fort, die vier Staaten mit den weltweit meisten Infizierten würden von Männern „mit einem gespannten Verhältnis zur Realität regiert.“ Gemeint sind die USA, Russland, Brasilien und Großbritannien mit den Regierungschefs Trump, Putin, Bolsonaro und Johnson. Am Erscheinungstag des Artikels befand sich bei den Infizierten pro Kopf der Bevölkerung kein einziger der genannten Staaten auf den ersten zehn Rängen. Koch gegenteiliges Ergebnis beruht auf einem irreführenden Vergleich der Gesamtzahlen, die in den USA natürlich viel höher sind als in Luxemburg. So kann man Vorurteile schüren und Stimmung machen.

Die soziale Ächtung jener, die mathematisch-statistisch aufzeigen, dass der Lockdown mehr Menschenleben kostet als rettet, die massiven Versuche, sie einzuschüchtern, aus ihren Ämtern zu entfernen und mundtot zu machen, die weitgehende Einheitsmeinung von Presse und Fernsehen und nicht zuletzt elektronische und tätliche Angriffe auf friedliche Bürger, die für Grundrechte, Kitaöffnungen und ähnliches eintreten, sind bedenkliche Entwicklungen, denen man entschieden entgegentreten muss.

[
Corona: exklusiv – Offener Brief von Prof. Homburg – wg. Kampagne der HAZhallolindenlimmer.de, 24.05.2020]
Antwort auf Schnellenbachs Homburg-Kritik (alexanderdilger.wordpress.com, 12.05.2020)
- Jacob Grimm – nicht nur Märchen (Post, 04.01.2011)

„4. Rufer: Gegen seelenzerfasernde Überschätzung des Trieblebens, für den Adel der menschlichen Seele! Ich übergebe der Flamme die Schriften des Sigmund Freud.“
[gefunden in »Feuersprüche«, Dr. Birgit Ebbert, buecherverbrennung.wordpress.com]

Sigmund Freud selbst hat sich übrigens erstaunlich zurückhaltend zu den Verheerungen der nationalsozialistischen Verfolgung geäußert. Zur Verbrennung seiner Schriften notierte er am 11. Mai, wenige Tage nach seinem 77. Geburtstag, in sein Tagebuch: „Was für Fortschritte wir machen. Im Mittelalter hätten sie mich verbrannt, heutzutage begnügen sie sich damit, meine Bücher zu verbrennen.“ Aber der weitsichtige Wissenschaftler, der als erster die Hypothese von einem menschlichen Destruktions- oder Todestrieb formuliert hat, erwies sich mit dieser Einschätzung als allzu gutgläubig. Zwar konnte er selbst sich 1938 vor der Verfolgung der Nazis noch in das Londoner Exil retten, in dem er seine letzten Lebensjahre zubrachte. Vier seiner fünf Schwestern aber wurden 1942 in nationalsozialistischen Konzentrationslagern ermordet. Die öffentlichen Bücherverbrennungen lesen sich heute als die Vorläufer der Verbrennungsöfen in Auschwitz, so wie es Heinrich Heine schon 1821 in seiner Tragödie „Almansor“ merkwürdig prophetisch formuliert hat: „Dies war ein Vorspiel nur/dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
[Vera Kattermann, Geschichte der Psychoanalyse: „Adel der menschlichen Seele?“, Deutsches Ärzteblatt PP5/2013 – Hervorhebung von mir]

Mein Kommentar:
Seltsam, wenn ich mir den Namen der Zeitschrift ansehe (Tagesspiegel, s.o.), kann ich mir schon denken, was drinsteht…
Und wenn ich mir das alles so ansehe, was passiert: Die verdrehten Worte, die verdrehten Zahlen, die verdrehten Nachrichten, das Panik-Schüren, das Mundtot-Machen, das Herabwürdigen Andersdenkender, dieser ganze verrückte Theaterdonner mit stündlich aktualisierten Todes- und Infizierten-Zahlen – und dem gekonnten Weglassen und Nicht-Berichten…
Warum sollte man das NICHT mit dem Ende der Weimarer Republik vergleichen???

Günter Gaus im Gespräch mit Willy Brandt (1964) {1:08:53}

L. Dietrich
Am 08.09.2014 veröffentlicht 
Sendung "Zur Person" vom 30.09.1964.
Über diesen Kanal:
Dieser Kanal bildet einen meiner drei Youtube-Kanäle und hat hauptsächlich die historischen, von Günter Gaus geführten Interviews ("Zur Person", "Zu Protokoll"), Straßeninterviews meiner Auslandsaufenthalte in (bisher) Algerien und Mauretanien sowie das eine oder andere soziale Projekt (meist aus meiner Studienzeit in Münster) zum Inhalt.
Inspiriert durch die vielen Gaus-Gespräche habe ich mit Kommilitonen 2016 begonnen, Zeitzeugen in Video- und Audiointerviews zu befragen. Damit lässt sich weder Geld verdienen noch können Millionen von Klicks generiert werden, aber wir hielten und halten es für jetzige und spätere Generationen für bedeutend, auf diesem Wege etwas "von früher" zu erfahren und zu konservieren.
Daher freuen wir uns, wenn diese studentische Initiative, das Projekt: MEMORIA, mit ein wenig Aufmerksamkeit bedacht wird: https://www.youtube.com/channel/UCJp5…
x
zur Sendereihe »Zur Person« siehe auch:
- Michael "Bommi" Baumann ist tot – Benno Ohnesorgs Tod als Fanal (Post, 21.07.2016)


"Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst" – Albrecht Müller bei den BUCHKOMPLIZEN {33:07 – Start bei 4:00 … Müller: »Die Leute haben alles vergessen, was wir als Kinder gelernt haben!«}
KenFM
Am 20.10.2019 veröffentlicht 
Albrecht Müller ist der Herausgeber der Medienplattform NachDenkSeiten. Vor über 10 Jahren bereits sah Müller die Notwendigkeit eines Portals im Internet, das die mediale Berichterstattung in Deutschland kritisch unter die Lupe nimmt. Wie kam es dazu? Was war der Auslöser für die Gründung der NachDenkSeiten? Und was hat Müller in seinem aktuellen Buch niedergeschrieben, das in seinen bisherigen Bestsellern „Meinungsmache“ oder „Machtwahn“ nicht schon längst erzählt worden ist?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich Albrecht Müller im Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse 2019.
+++
Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier:
https://kenfm.de/support/kenfm-unters...


3.

Freitag, 22. Mai 2020

Hypnosetag 113: Im Corona-Windschatten – US-Ausstieg aus »Open Skies« – »Eine gemeinsame Grundlage dafür , was als ›wahr‹ angesehen wird«

USA wollen "Open Skies"-Vertrag aufkündigen {7:19 – Start bei 2:23 – Mölling: »Die Staaten haben sich auf ein gemeinsames Lagebild geeinigt, was sie als wahr ansehen.«}

tagesschau
Am 22.05.2020 veröffentlicht 
Ein offener Himmel "von Vancouver bis Wladiwostok" - diese Formel ist das Fundament des Abkommens "Open Skies", das den 34 Unterzeichnerstaaten eine gegenseitige Luftüberwachung zusichert. Nach der Ankündigung der USA, sich aus dem Vertrag zurückzuziehen, beraten heute die NATO-Botschafter über das weitere Vorgehen. Außenminister Maas will versuchen, die US-Regierung zum Umdenken zu bewegen. Der Vertrag trage schließlich zu Sicherheit und Frieden auf praktisch der gesamten Nordhalbkugel bei.
x
siehe auch:
Zunehmende iranische Verletzungen des Nuklearabkommens? (Post, 20.01.2020)
US-Raketentest bekräftigt russische Vorwürfe (Post, 20.08.2019)
- Kniefall vor der Waffenlobby Donald Trump kündigt weiteren internationalen Vertrag auf (Post, 24.07.2019)

==========
Der ABM-Vertrag (russisch Договор об ограничении систем противоракетной обороныПРО, englisch Anti-Ballistic Missile Treaty), am 26. Mai 1972 mit unbefristeter Gültigkeit abgeschlossen, war ein Vertrag zwischen den USA und der UdSSR zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen (Anti-Ballistic MissilesABM). Er war einer der beiden Teile der SALT I-Vereinbarung. Am 13. Juni 2002 traten die USA einseitig vom Vertrag zurück, nachdem sie, wie vertraglich festgelegt, 6 Monate zuvor eine Absichtserklärung abgegeben hatten, in der sie dem Vertragspartner den Rücktritt ankündigten.
[
ABM-Vertrag, Wikipedia, abgerufen am 09.02.2018]
==========


mein Kommentar:
Ich frage mich, wer noch Vertrauen in die USA haben kann. Ich bin sicher: Es ist nicht einfach nur Trump, der aus einem Vertrag nach dem anderen aussteigt!

dazu:

Donnerstag, 21. Mai 2020

Hypnosetag 112: 250 Aluhutträger, die vom Mainstream ignoriert werden


Über 250 Expertenaussagen belegen, dass der Widerspruch gegen Corona-Dogmen und drohende Diktatur beständig wächst.
x
In Deutschland und auf der ganzen Welt übt eine große Zahl von Wissenschaftlern, Ärzten und weiteren Experten Kritik an der Corona-Politik der Regierenden. Ihre Stimmen werden kaum gehört oder stark verzerrt wiedergegeben. Hier finden Sie eine Liste mit über 250 Expertenzitaten zur Corona-Krise und ihren Folgen, die Sie auch als Flugblatt herunterladen können (1).
x
„Für so drastische Maßnahmen fehlen schlichtweg die Zahlen. Dass man Patienten mit Vorerkrankungen und ältere Menschen in Kranken- und Pflegeeinrichtungen besonders schützt, ist völlig in Ordnung und erforderlich. Grippe und Coronaviren, das ist bekannt, gefährden Ältere besonders. Das Herunterfahren vieler Betriebe, die Schließung von Schulen und Kindergärten und sogar Ausgangsbeschränkungen — für all das gibt es aber aus medizinischer Sicht keinen Grund. (…) Das ist keine Pandemie. Eine Pandemie ist für besonders viele Todesfälle verantwortlich. Die sehe ich nicht. Die Begrifflichkeit ist also nicht angebracht. Dann müssten wir auch bei der Grippe jedes Jahr so drastische Maßnahmen ergreifen.“
Professor Dr. Siegwart Bigl, Mediziner, Mitglied der sächsischen Impfkommission (2).

„Die große Mehrheit wird nicht daran sterben. (...) Viele Menschen, eine bedeutende Anzahl von Menschen, werden das Virus überhaupt nicht bekommen. (...) Von denjenigen die es bekommen, werden einige es nicht einmal bemerken. (...) Von denjenigen die Symptome bekommen, wird die große Mehrheit, wahrscheinlich 80 Prozent, eine milde oder moderate Krankheit haben. (...) Eine unglückliche Minderheit muss sich ins Krankenhaus begeben, doch die Mehrheit davon, wird ausschließlich Sauerstoff benötigen, und anschließend die Klinik wieder verlassen. (...) Und dann wird eine Minderheit auf der Intensivstation enden, und einige davon werden traurigerweise versterben. Doch das ist eine Minderheit. 1 Prozent, oder womöglich weniger als 1 Prozent. Und sogar in den höchsten Risikogruppen, sind dies deutlich weniger als 20 Prozent. Das heißt, die große Mehrheit der Menschen, sogar die aller höchsten Risikogruppen werden nicht sterben, wenn sie sich mit dem Virus infizieren.“
Professor Dr. Chris Whitty, Arzt und Epidemiologe, Chief Medical Officer für England, Chief Medical Adviser der britischen Regierung, Chief Scientific Adviser am Department of Health and Social Care und Leiter des National Institute for Health Research (3).

mehr:
- Weltweiter Widerstand (Jens Bernert, Rubikon, 21.05.2020)
siehe auch:
x

Hypnosetag 112: Covid-19 als Sündebock


Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat das Coronavirus nichts mit dem Kawasaki-Syndrom zu tun — eine andere Ursache liegt jedoch auf der Hand.
x
Bereits in der Vergangenheit erschien die jahrzehntelange Haltung der Bundesregierung, bei Impfschäden nicht den Hersteller in Haftung zu nehmen, mehr als fragwürdig. Doch nun wird mit der vorschnellen Behauptung, für das laut Medienberichten derzeit vermehrte Auftreten des sogenannten „Kawasaki-Syndroms“ bei Kindern und Jugendlichen sei möglicherweise das Coronavirus verantwortlich, nicht nur der Bogen deutlich überspannt, sondern könnten betroffene Familien zukünftig sogar endgültig jede Möglichkeit verlieren, bei einem beispielsweise durch den Masern-Impfzwang verursachten Schaden noch vor Gericht zu ziehen.
x
Seit einigen Tagen nehmen wir vermehrt Medienberichte wahr, in welchen SARS-COV-2 verdächtigt wird, bei Kindern und Jugendlichen das sogenannte „Kawasaki-Syndrom“ auszulösen.

So schrieb die Welt am 19. Mai 2020: „Erst Ausschlag, dann kurz vorm Herzversagen — Das Corona-Martyrium eines 14-jährigen“. Ebenso die Pharmazeutische Zeitung, die bereits am 30. April 2020 titelte: „Möglicher Zusammenhang / Sars COV 2 und das Kawasaki-Syndrom bei Kindern“. Und auch das Ärzteblatt meldete am 14. Mai 2020: „Covid-19 — Kinder in der Lombardei erkranken an atypischem Kawasaki-Syndrom“, um nur einige Beispiele zu nennen.

Im Internet findet man zum Kawasaki-Syndrom folgende Beschreibung:

„Das Kawasaki-Syndrom führt zu einer Entzündung der Gefäßwände (Vaskulitis) im gesamten Körper. Die Ursache ist unbekannt, doch es gibt Anzeichen dafür, dass ein Virus oder ein anderer infektiöser Organismus bei genetisch entsprechend veranlagten Kindern eine ungewöhnliche Reaktion des Immunsystems auslöst. Am problematischsten ist es, wenn die Herzgefäße entzündet sind. Die Entzündung kann auch auf andere Teile des Körpers übergreifen, wie etwa die Bauchspeicheldrüse oder die Nieren. Die meisten Menschen, die am Kawasaki-Syndrom erkranken, sind Kinder zwischen 1 und 8 Jahren, doch auch Säuglinge und Jugendliche können betroffen sein. Etwa eineinhalbmal so viele Jungen wie Mädchen sind betroffen. Unter japanischen Kindern tritt die Krankheit häufiger auf. Schätzungen zufolge gibt es in den USA jährlich mehrere Tausend Fälle von Kawasaki-Syndrom. Das Kawasaki-Syndrom tritt ganzjährig auf, aber am häufigsten im Frühling oder Winter.“
Die durchaus gängige Behauptung, die Ursachen hierfür seien „unbekannt“, können und sollten jedoch keinesfalls unkommentiert bleiben. Gar einen Nexus zu SARS-COV-2 herzustellen, halte ich nicht nur für übereilt, sondern aus medizinethischer Sicht für unverantwortlich.

So ist das Kawasaki-Syndrom augenscheinlich bereits dadurch auffällig, dass es vornehmlich Kinder und Jugendliche zu „befallen“ scheint. Da bislang jedoch weder ein Virus noch Bakterien oder andere Erreger als Verursacher sicher festgestellt werden konnten, werfe ich einen Blick auf die Beipackzettel der in Deutschland inzwischen gesetzlich vorgeschriebenen Masern-Impfungen für Kinder und werde sofort fündig.

So schreibt etwa der Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) in seiner Fachinformationen von 2013 des Impfstoffs Priorix (Lebend-Impfstoff Masern-Mumps-Röteln) unter dem Punkt „Daten nach der Markteinführung“:

„Nach der Markteinführung wurden folgende zusätzliche Nebenwirkungen nach der Priorix-Impfung berichtet. Da die Nebenwirkungen aus Spontanberichten hervorgingen, ist deren Häufigkeit nicht zuverlässig abschätzbar.“
Sodann wird innerhalb einer langen Liste schwerwiegender, teilweise lebensbedrohlicher Nebenwirkungen auch das Kawasaki-Syndrom genannt.

Erstaunlicherweise hat GSK seine Fachinformation zu Priorix im November 2019, also kurz vor Ausbruch der SARS-COV-2-Pandemie, jedoch offenbar aktualisiert — und erwähnt das Kawasaki-Syndrom plötzlich mit keinem Wort mehr, obwohl die Zulassung des Impfstoffes lediglich verlängert und nicht neu vergeben wurde.

mehr:
- Der Sündenbock (Chrisine Siber-Graaff, Rubikon, 21.05.2020)
siehe auch:



Das Ziel dieser Studie war es, den möglichen Zusammenhang zwischen Influenza (Grippe) -Infektion und Kawasaki-Krankheit (KD) zu untersuchen. Wir untersuchten die medizinischen Unterlagen von 1.053 KD-Fällen und 4.669 Influenza-Infektionsfällen, die vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2013 in unserem Institut hospitalisiert wurden. Fälle von KD mit gleichzeitiger Influenza-Infektion bildeten die KD + Grippe-Gruppe. Jeder KD + Grippefall wurde mit 2 KD-Fällen und 2 Influenza-Infektionsfällen abgeglichen, und diese Fälle wurden der KD-Gruppe bzw. der Grippe-Gruppe zugeordnet. Die Unterschiede in den wichtigsten klinischen Manifestationen, dem Krankheitsverlauf, der unvollständigen KD-Rate, der Resistenzrate gegen intravenöses Immunglobulin (IVIG) und den echokardiographischen Nachweisergebnissen zwischen der KD + Grippe-Gruppe und der KD-Gruppe wurden verglichen. Die Fieberdauer und Labortestergebnisse dieser drei Gruppen wurden verglichen. 1) Die saisonalen Schwankungen der KD + Grippe-Gruppe, der KD-Gruppe und der Grippe-Gruppe waren ähnlich. 2) Die Morbiditätsrate bei unvollständiger KD war in der KD + Grippe-Gruppe höher als in der KD-Gruppe. 3) Patienten in der KD + Grippe-Gruppe zeigten im Vergleich zu Patienten in der KD-Gruppe eine längere Zeit bis zur KD-Diagnose. 4) Die KD + Grippe-Gruppe zeigte die längste Fieberdauer unter den drei Gruppen. 5) Die CRP- und ESR-Werte in der KD + Grippe-Gruppe waren höher als in der Grippe- oder KD-Gruppe. Eine gleichzeitige Influenza-Infektion beeinflusst die klinischen Manifestationen von KD und kann die Labortestergebnisse sowie die Diagnose und Behandlung der Krankheit beeinflussen. Es bleibt jedoch unklar, ob Influenza zur KD-Ätiologie beiträgt. 
[Xijing Huang, Ping Huang, Li Zhang, Xiaofei Xie,  Influenza-Infektion und Kawasaki-Krankheit, Revista da Sociedade Brasileira de Medicina Tropical 48 (3): 243-8 · Mai 2015; DOI: 10.1590 / 0037-8682-0091-2015 · Quelle: PubMed – Google-Übersetzer – Hervorhebungen von mir]

Die Grippe-Epidemie 1969/70 fiel durch einige Besonderheiten im Verlauf und, bei letalem Ausgang, im anatomischen Bild auf. Das geht aus den Befunden bei acht von 16 Grippe-Patienten hervor, die während dieser Epidemie verstorben und obduziert worden waren: Es bestand eine Kombination von Grippe und Thrombo-Embolien. Anhand von zwei dieser acht Obduktionsfälle werden die beiden dabei beobachteten Varianten vorgestellt. In den Lungen fanden sich bei einer Variante dieser Krankheitskombination eine Grippe-Bronchitis mit superinfizierter, in beginnender Lyse stehender Pneumonie und bis in die feinsten Pulmonalverzweigungen reichende, frische Embolien mit ebenfalls frischen Infarkten. Diesem Bild entsprach ein biphasischer Krankheitsverlauf; nach anfänglicher Besserung trat ein Kreislaufzusammenbruch mit Zyanose ein. Bei der zweiten Variante zeigten sich eine Grippe-Bronchitis und frische Mikroembolien in den Lungen, wodurch eine frische Infarktpneumonie ausgelöst wurde. Diesem Bild entsprach ein akuter, monophasischer Verlauf mit progredientem, tödlichem Kreislaufschock. Nach Einführung einer Therapie mit Antikoagulantien wurden keine zusätzlichen Todesfälle mehr unter den Grippe-Patienten verzeichnet, die während dieser Epidemie behandelt wurden, auch wenn wegen pulmonaler Insuffizienz bereits eine Respiratorbehandlung notwendig gewesen war.
[O. Haferkamp, H. Matthys, Grippe und Lungenembolien* – Abstract, Dtsch Med Wochenschr 1970; 95(51): 2560-2563 DOI: 10.1055/s-0028-1108874 © Georg Thieme Verlag, Stuttgart – Hervorhebungen von mir]


x