Donnerstag, 25. Oktober 2018

Wie der Westen sein Russlandnarrativ schreibt

Der Bericht über Jelzins Sturm auf das Weiße Haus, den die NachDenkSeiten am 17. Oktober veröffentlicht haben, machte mir und vermutlich auch vielen Lesern klar, dass und wie wir diese wichtige Geschichte in einem großen Nachbarland vergessen haben. Was Jelzin und seine Unterstützer und was die USA und der Westen zwischen 1990 und 2000 in Russland angestellt haben, ist aus unserem Gedächtnis verschwunden. Nicht zufällig. Das ist so gemacht. Für die meisten fängt die neuere Geschichte Russlands mit Putin an. Diesem werden dann allerlei Untaten zugeeignet. Wie sich Jelzin verhalten hat, wie der Westen zu Jelzins Zeiten die politischen Entscheidungen in Russland zu bestimmen versuchte und warum – zumindest aus russischen Augen, wenn nicht objektiv bewertet – Putin als Erlösung betrachtet werden muss, kommt in den uns heimsuchenden Erzählungen nicht vor. Albrecht Müller.

Wir werden über wichtige Vorgänge der Neunzigerjahre nicht unterrichtet. In den üblichen Darstellungen kam Putin quasi aus dem Nichts. Von Jelzin wissen wir, dass er häufig betrunken war. Wir wissen aber nicht mehr, dass der Westen durch direkte Intervention und Wahlkampfhilfe seine Wiederwahl gerettet hat. Wir wissen nichts mehr davon, dass der Westen mit sogenannten Wissenschaftlern, Politikern und Geheimdienstlern in die politischen Entscheidungen Jelzins hineinregierte. Wir haben nicht mehr präsent, dass der neoliberale Katalog mit dem sogenannten Washington Consensus in Moskau und Russland anzuwenden versucht worden ist: Privatisierung, Deregulierung, Sozialabbau. Wir haben nicht präsent, welche Rolle westliche Finanzeinrichtungen spielten. Wenn man dies alles nicht mehr präsent hat, dann gewinnt man den Eindruck, Jelzin sei der Gute und Putin der Böse, eben der Mann aus dem Nichts, aus dem Dunkel. Dass Jelzin ihn zum Ministerpräsidenten gemacht hat, das wissen wir vielleicht noch.

mehr:
- Verschweigen und Vergessen-machen als bedeutsame Manipulationsmethode. Beispiel: das Spiel des Westens mit Jelzin. (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 25.10.2018)

Wladimir Putin: Erst unbedeutender KGB-Agent, jetzt Präsident von Russland {2:27}

WELT
Am 16.03.2018 veröffentlicht 
Der Ex-KGB-Agent Putin verdankt seine politische Karriere dem damaligen Präsidenten Boris Jelzin. Dieser suchte 1999 einen Nachfolger der ihm lebenslange Immunität gewährt und wählte dazu Putin aus.

siehe auch:
- Unser negatives Russland-Bild ist einseitig und zu einfach (Post, 03.10.2018)
- Dauerbrenner »Krim-Annexion« (Post, 21.06.2018)
- Putins Wiederwahl und die Medien (Post, 19.03.2018)
- Raketenabschußbasen sind schlecht, wenn die anderen sie installieren (Post, 08.02.2018)
- Chefredakteurin von Sputnik und RT: „Ihr habt uns über Nacht verloren“ (Post, 10.01.2018)
- Leise rieselt der Propagandaschnee: Wir haben mal wieder Grund zur Sorge! (Post, 25.12.2017)
- Russland, westliche Krämerseelen und die Illusion der Informiertheit: Die einen wollen es nicht sehen, die anderen können es nicht… (Post, 25.12.2017)
- Medienkrieg: USA vs. Russland – die nächste Stufe (Post, 04.12.2017)
- Russland soll mal wieder… – ein Verdacht jagt den nächsten (Post, 24.11.2017)
- Westliche Dauerpropaganda: Russland ist das Böse! (Post, 08.10.2017)
- Feindbild Putin: Russland übt den Krieg drei Mal so oft wie die Nato (Post, 23.08.2017)
- »Der Westen ignoriert, daß die Russen in ständiger Kriegsangst leben« (Post, 13.06.2017)
- Putin zu westlichen Dauerverdächtigungen – "Habt ihr alle euren Verstand verloren?" (Post, 05.06.2017)
- Transatlantische Russophobie: Nach Krim-Annexion, Luftraumverletzungen und geheimnisvollen U-Booten jetzt Cyberwar (Post, 13.12.2016)
Geschichte der Privatisierung Russlands – Bilanz eines Raubzugs (Post, 24.10.2016)
Heute vor 25 Jahren – 19. August 1991: Putsch in Moskau (Post, 19.08.2016)
West-Propaganda und Double-Binds (Post, 16.08.2016)
- Russland zwischen Ost und West, ungestümem Wachstum und wilder Marktwirtschaft (Post, 16.08.2016)
Wir wissen nicht, was passiert ist, aber Putin ist der Böse (Post, 14.08.2016)
Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß (Post, 14.08.2016)
Die Militarisierung des Bewußtseins (Post, 12.07.2016)
- Gorbatschow: "Übergang zum heißen Krieg" (Post, 12.07.2016)
- »Anaconda«: Die NATO auf der Suche nach einem neuen Feindbild: Ein Amt stirbt nicht (Post, 07.07.2016)
- Der NATO-Generalsekretär warnt mal wieder: Russland rüstet auf (Post, 04.07.2016)
- Eric Margolis: Do we really want war with Russia? (Post, 30.06.2016)
- Das unaufhaltsam erscheinende Spiel mit dem Feuer: Der atomare Rüstungswettlauf in Osteuropa (Post, 15.05.2016)
- NATO rüstet in Osteuropa auf (Post, 02.05.2016)

Doku: Wie Putin Russland stark machte. von Andrej Karaulow, 2010 Putin von innen {57:29}

Badx Madurskli
Am 18.04.2013 veröffentlicht 
Von: http://www.youtube.com/user/Reconquis...
Der unbekannte Putin - eine russische Dokumentation aus dem Jahr 2010, welche die Verhältnisse vor Putins Machtantritt darstellt und jene Leistungen aufzeigt, die dazu führten, dass im Westen die Dreckschleuder gegen Putin in Gang gesetzt wurde. Erläutert wird das PSA-Gesetz, welches es ermöglicht, andere Länder im Stile des Kolonialismus auszubeuten. Russland wurde jahrelang um seine Ressourcen beraubt und zusätzlich in die Verschuldung gestürzt. Dieses Gesetz findet weltweit Anwendung, z.B. im besetzten Irak. Die gesetzliche Grundlage dazu erschaffen die Amerikaner und Engländer selbst, indem sie in das Geschehen von Staaten aktiv eingreifen. Auch die Verfälschung von Geschichtsbüchern und westlicher Einfluss auf die Medien gehören zum Standardprogramm, wie wir in dieser Dokumentation erfahren. Es stellt sich heraus, dass die Russische Föderation seit ihrer Gründung 1991 niemals voll souverän war - sind das nicht erstaunliche Parallelen zu Deutschland?
Des weiteren werden die wahren Gründe für die Inhaftierung von Chodorkowski dargestellt; furchtbare Verbrechen, die im Westen verschwiegen werden.
Es findet ein medialer Informationskrieg innerhalb von Russland statt. Hier kann man sehen, wie die angelsächsische Propagandamaschinerie gegen jeden vorgeht, der sein Land aus der Okkupation befreien will. Putin hat an vielen Stellen Souveränität zurückerobert, aber die Medien befinden sich weiterhin unter angelsächsischer Kontrolle.
Dies ist der Grund dafür, warum dieser Film auch in Russland weitestgehend unbekannt ist.
Erläutert wird der Vernichtungsplan, nach dem Russland systematisch ausgeschlachtet wurde. Wir erfahren mehr über die Konzepte der "economic Hit Man" und wie durch sie Staaten und Völker ganz ohne militärisch geführten Krieg vernichtet werden können. Die Privatisierung verlief nach demselben Schema jener Liste, auf der angeführt war, welche russischen Städte durch Atombomben in einem geplanten 3. Weltkrieg zu vernichten seien. Putin rettete viele Industrien und bewahrte Russland so vor dem Untergang und kam hierdurch dem Establishment bei seinen Weltherrschaftsplänen in die Quere. Insgesamt waren fünf Attentate auf ihn geplant. In Russland wird der Weltstaat, den zu errichten versucht wird, Einpolwelt genannt.
Wir erfahren auch von den Millionen von Opfern der Neunziger Jahre, welche durch Liberale dadurch verschleiert werden, dass sie die Verluste durch Einwanderungszahlen zu kompensieren versuchen. Auch Ungeborene werden hier mit eingerechnet - Ein bedeutender Faktor, der in Deutschland keine Anwendung findet. Auch Auswanderer müssen zu den Verlusten einer Nation hinzugerechnet werden. Sind dies nicht erneut erstaunliche Parallelen zu Deutschland?
"Welche Zensur verbietet es unserem Gewissen, alles beim Namen zu nennen?"
Original: http://www.youtube.com/watch?v=jmrzWp...
English version: http://www.youtube.com/watch?v=LRSVNP...

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xxx
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Am ttt veröffentlicht 
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- xxx (Post, 25.12.2017)
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Mittwoch, 24. Oktober 2018

Tagesdosis 24.10.2018 – Die Untertanen-Macher

Die Qualitätsmedien promoten brutale Erziehungsmethoden mit Nazi-Tradition.

Ein Kommentar von Birgit Assel.

„Terrorzwerge“, „kleine Tyrannen“, „kleine Egoisten“. Mit dem Image von Kindern in neueren Erziehungsratgebern und Dokumentarfilmen steht es nicht zum Besten. Im Einklang mit einem sich immer mehr verhärtenden Zeitgeist wird „unterdrückten“ Eltern da oft geraten, mit harten Bandagen gegen ihren Nachwuchs vorzugehen. Ihr natürliches Mitgefühl sollen Erwachsene besser hintanstellen, denn aus den lieben Kleinen soll ja später mal was werden: brave Angestellte und Soldaten zum Beispiel.

Erstaunliches passiert seit kurzem: In den Qualitätsmedien wird ein Dokumentarfilm hochgelobt, der sich „Elternschule“ nennt. Zwei Filmemacher — Jörg Adolph und Ralf Bücheler — haben in einer Gelsenkirchener Kinderklinik gefilmt und es mit ihrem Film bis in die Kinos geschafft!

Im Fokus stehen Eltern, die mit ihren Nerven am Ende sind: Ihre Kinder schreien stundenlang, verweigern das Essen, haben einen Wutanfall nach dem anderen, schlafen nicht, sind aggressiv, hauen und beißen — der blanke Horror! Die Eltern sind am Ende mit ihrer Kraft — sie fühlen sich als Opfer ihrer Kinder, die ihnen das Leben zur Hölle machen …

Der Kinderpsychologe Dietmar Langer hat die Lösung! Er bezeichnet den Säugling als das egoistischste Wesen auf dem Planeten und wenn dem nicht Einhalt geboten wird, stehen die Eltern bald mit dem Rücken zur Wand!

Wow — Johanna Haarer lässt grüßen! Johanna Haarer war eine Lungenfachärztin und hatte profunde Kenntnisse vom Wesen junger Menschen. Sie entwickelte ihre eigene Erziehungstheorie und war eine große Verehrerin von Adolf Hitler. Dieser war begeistert von Frau Haarer und machte so sehr Werbung für sie, dass es nicht lange dauerte und ihr wunderbarer Erziehungsratgeber „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ stand bei allen Eltern, die etwas auf die Erziehung ihrer Kinder gaben, im Bücherschrank!

mehr:
- Tagesdosis 24.10.2018 – Die Untertanen-Macher (Podcast) (Kommentar von Birgit Assel, KenFM, 24.10.2018)
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Anmerkung:
In dem Buch Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen (Amazon-Link, beachte die Kommentare!) von Sabine Bode (Nachwort: Luise Reddemann) sind einige Stellen aus dem allenfalls noch antiquarisch beschaffbaren Buch von Frau Haarer zusammengefasst abgedruckt – Es kräuseln sich einem die Zehnägel. Wer so sadistisch veranlagt ist und bei seinem Kind eine Persönlcihkeitsstörung herstellen möchte, sollte sich an die perversen Erziehungsratschläge dieser Frau halten!!

Ölriese Exxon wegen Falschangaben zum Klimawandel verklagt

Die Yorker Staatsanwaltschaft hat den größten amerikanischen Ölkonzern ExxonMobil wegen angeblicher Falschangaben zum Klimawandel verklagt. Das Unternehmen werde beschuldigt, Investoren über geschäftliche Risiken im Zuge einer strengeren Regulierung aufgrund der Erderwärmung getäuscht zu haben, erklärte Generalstaatsanwältin Barbara Underwood am Mittwoch.

Exxon habe jahrelang Anleger in die Irre geführt, die „Geld und Vertrauen“ in den Konzern investiert hätten, hieß es in der Mitteilung weiter. Exxon reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.


Underwoods Vorgänger Eric Schneiderman hatte bereits vor mehr als drei Jahren Ermittlungen gegen den Ölriesen eingeleitet. Anfang des Jahres hatte schon die Stadt New York Exxon sowie die Branchengrößen BP, Chevron, ConocoPhillips und Shell auf Zahlungen zur Bewältigung des Klimawandels verklagt.

mehr:
- Ölriese Exxon wegen Falschangaben zum Klimawandel verklagt (dpa, FAZ, 24.10.2018)
siehe auch:
Gegengutachten wurden diskreditiert, während ExxonMobile und die anderen Firmen ihre Investitionen schon auf die Erwärmung des Klimas eingerichtet haben: […] die Ölplattformen [wurden], dem erwarteten Anstieg des Meeresspiegels während der Nutzungszeit entsprechend, um 2(!) Meter erhöht.
[Valentin Grün, Die Lust an der Lüge – ExxonMobile und das Klima, Pressenza, 02.08.2018]
Der Planet schlägt zurück (David Wallace-Wells, Freitag 29/2017)
- Klimawandel seit 50 Jahren verschleiert (Jutta Blume, Telepolis, 25.05.2016)

Dienstag, 23. Oktober 2018

Deutschland im Herbst 2018

Deutschland im Herbst ist ein Episodenfilm, der sich mit der bundesdeutschen Gesellschaft zur Zeit des RAF-Terrorismus unmittelbar nach dem „Deutschen Herbst“ 1977 auseinandersetzt. Die Arbeit an der Gemeinschaftsproduktion von elf verschiedenen Regisseuren des sogenannten Neuen Deutschen Films – unter ihnen Rainer Werner FassbinderVolker Schlöndorff und Alexander Kluge– begann bereits Ende 1977; 1978 wurde die Collage aus teils dokumentarischen, teils szenisch erzählenden Episoden erstmals gezeigt.
Die Rahmenhandlung des Films spielt in der Woche nach dem 18. Oktober 1977, der „Todesnacht von Stammheim“, wobei das Staatsbegräbnis für Hanns Martin Schleyer, die Schweigeminuten am Fließband des Daimler-Benz-Werks in Stuttgart, Gespräche mit Arbeitern und die Beerdigung der toten Terroristen von Stammheim gezeigt werden. Andere Episoden zeigen eine junge Geschichtslehrerin, die sich mit den Folgen des Radikalenerlasses konfrontiert sieht, oder beschreiben in kurzen Szenenabfolgen die angespannte, fast hysterische Atmosphäre in der Bevölkerung. Rainer Werner Fassbinder interviewt seine Mutter Liselotte Eder, deren politischen Konformismus er vehement kritisiert. Ein verletzter Mann (Terrorist ?) läutet an der Wohnungstür einer Pianistin und bittet um Hilfe. Man sieht viele Polizeiuniformen, eine Szene mit schwerbewaffneten Zollbeamten an einem deutschen Grenzübergang nach Frankreich, Ausschnitte aus einem Dokumentarfilm über ein Herbstmanöver der Bundeswehr 1977. Volker Schlöndorff spielt sich selbst in einer unter anderem von Heinrich Böll entworfenen Episode als Theaterregisseur, dessen Aufführung der Antigone von Sophokles zensiert wird, weil die Darstellung des antikenStoffes als Aufruf zur Gewalt und zum Terrorismus interpretiert werden könnte.
Schlöndorff, der wie Böll und die anderen Regisseure wegen des Films kritisiert worden war, meinte über seine Arbeit an Deutschland im Herbst:[1]
„Nach so einer Arbeit mit diesem Film, nach den Erfahrungen, die man dabei macht, fragt man sich nicht mehr, warum gibt es sogenannte Terroristen, sondern wie kommt es, daß es nicht viel mehr gibt. Wie kommt es, daß nicht alle um sich schlagen.“
[Deutschland im Herbst, Wikipedia, abgerufen am 23.10.2018 – Hervorhebung von mir]
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Ken Jebsen über Wikipedia und Dirk Müller (720p) {4:51}

Tiefighter
Am 22.10.2018 veröffentlicht 

uncreative collection – gelöscht
Am 17.10.2018 veröffentlicht 
KenFM: https://www.youtube.com/user/wwwKenFMde
Original Video: https://youtu.be/ib_uI6-mT_w
Buchempfehlung: https://amzn.to/2KpWQ8Q
Buchempfehlung: https://amzn.to/2PC99NL
Schaut bei KenFM vorbei!
Danke fürs vorbeischauen.
Falls euch dieses Video gefallen hat - liked dieses Video und vergesst nicht zu abonnieren!
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siehe auch:
- Selbstbesoffenheit des Mediensystems (Post, 10.10.2018)
- Wikipedia – Lexikon der Lügen (Post, 10.10.2018)
- Desinformation über Desinformationskampagnen (empfehlenswert!) (Post, 10.10.2018)
- Der Chor des Hasses (Post, 09.10.2018)
»Lieber Kollege, die verzweifelte Frau mit dem Veilchen, die Ihnen gegenüber sitzt, mag sehr beeindruckend sein. Sie werden aber nicht umhinkommen, sie irgendwann zu fragen, wie sie’s geschafft hat, ihren Mann so wütend zu machen.« 
[Mein Supervisor und Ausbilder während einer Supervision]
Mein Kommentar:
Nirgendwo, aber absolut NIRGENDWO habe ich eine Rezension über die Hass-Aufführung, eine Kritik oder einen Kommentar gelesen. Ganz Deutschland suhlt sich in der Betroffenheits-Trance…
… und besser man verbrennt sich nicht die Finger…

Die armen Politiker! 75 Jahre nach dem Wunder von Bern sind sie endlich so wichtig geworden wie Sepp Herberger, der nach der WM-Vorrunde 1954 ebenfalls Drohbriefe erhielt. 
Glaubt jemand ernsthaft, Giovanni di Lorenzo würde mit Profi-Fußballern solch einen Bohei veranstalten?
Wir wissen alle, daß das eine bestimmte Sorte von Menschen sind, die sich in ihren Briefen dermaßen entgrenzt ausdrücken. 
Wir wissen, daß, wenn jemand nach einem verlorenen Fußballspiel Sepp Herberger  oder einem Profi-Fußballer nahelegt, sich eine Kugel in den Kopf zu jagen, der wohl nicht ganz bei Trost ist. Aber jetzt so einen Aufstand mit Krokodilstränen draus zu machen zeigt nicht nur eine fragwürdige Betroffenheitsdemonstration sondern auch eine entlarvende Blindheit.

»Realität wird immer von beiden Seiten hergestellt.«[s.o.]
Wo fragt sich jemand, WESHALB wohl so viele Leute so wütend auf Politiker sind. Mit dem moralischen Zeigefinger zu winken ist ja sowas von billig. Natürlich! Solche Briefe sind fast unerträglich, ich möchte sowas auch nicht geschickt bekommen. Trotzdem muß der Schritt getan und gefragt werden: 
Was hat so viele so wütend gemacht?
Es ist wieder die alte Taktik: ausgrenzen statt verstehen. Es ist ja so viel einfacher, Bundestagspräsident Jenninger, Eva Herman oder Thilo Sarazin aus der öffentlichen Wahrnehmung zu entfernen oder Ken Jebsen, Dirk Pohlmann und Daniele Ganser bei Wikipedia runterzuschreiben als die Büchse der Pandora zu öffnen! Das Verhältnis zwischen Aufgeregtheiten und Verstehen-Wollen verschiebt sich weiter zugunsten der Aufgeregtheiten und der moralischen Zeigefinger…
Das macht’s nicht besser…

100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges. Über das Gemetzel der weißen Herren.

In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Lettre International“ berichtet der Kulturwissenschaftler Franz Maciejewski über das „Schlachten im Ersten Weltkrieg“ und die politischen Spätfolgen. Hier eine Zusammenfassung des Essays. Von Heiko Flottau.

Im „Großen Krieg der weißen Männer“ (so nannte Arnold Zweig den Ersten Weltkrieg) wurden keine Schlachten geschlagen, in denen eine Armee den Sieg davontrug, Territorien eroberte und den Krieg zu einem schnellen Ende brachte. Im Gegenteil. In dem von Historikern etwas verharmlosend als „Stellungskrieg“ charakterisierten Geschehen wurden, zumindest an der Westfront, Menschen und Tiere über Jahre regelrecht abgeschlachtet, ohne dass ein Ende dieses Gemetzels sichtbar gewesen wäre, das den Krieg zu einem frühen Ende geführt hätte. Dieses eigentlich unvorstellbare Szenario beschreibt einhundert Jahre nach dem von Historikern als „Urkatastrophe des 20.Jahrhunderts“ bezeichneten Krieg der Kulturwissenschaftler Franz Maciejewski in der Herbstausgabe der europäischen Kulturzeitschrift „Lettre International“.[1]

In der Geschichte industriellen Tötens sei der Erste Weltkrieg die „zweite große Attacke auf das Leben“ gewesen, schreibt der Autor; eine Generation zuvor „wurde in den Union Stockyards, den Schlachthöfen von Chicago, die mechanisierte Massentötung im Stundentakt erstmals in Szene gesetzt, am Vieh“. In den Schützengräben des Ersten Weltkrieges , „Pferche und Unterstände der anderen Art, wiederholte sich das Gemetzel am Menschen. In Ypern, vor Verdun oder an der Somme wurden keine Schlachten geschlagen, es wurde geschlachtet“, schreibt der Autor. Nachdem die weißen Herren jahrhundertelang die Völker in den von ihnen eroberten Ländern, Kolonien genannt, ausgebeutet, erniedrigt und vielfach getötet hatten, „fielen die Herren der weißen, der westlichen Zivilisation nun mit gleicher Brutalität übereinander her – nicht ohne zynische Zwangsrekrutierung von Mitstreitern aus dem Reservoir eben jener unterworfenen Völker“.

mehr:
- 100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges. Über das Gemetzel der weißen Herren. (Heiko Flottau, NachDenkSeiten, 23.10.2018)

[Doku] ZDF History - Der Erste Weltkrieg in Farbe [HD] {41:54}

TheDokuDude
Am 11.11.2012 veröffentlicht 
ZDF History - Der Erste Weltkrieg in Farbe
Alle Rechte Legn beim ZDF!
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Montag, 22. Oktober 2018

Giulia Farnese [1474-1524] und Papst Alexander VI.

Giulia Farnese (* 1474 in Canino oder Capodimonte; † 23. März 1524 in Rom), genannt la Bella, war eine der Mätressen des Borgia-Papstes Alexander VI. und Schwester von Papst Paul III.
[Giulia Farnese, Wikipedia, abgerufen am 16.12.2018]
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Später nutzte die Familie Farnese den Einfluss der langjährigen Mätresse Giulia Farnese auf den Papst, um insbesondere deren Bruder Alessandro Farnese in der kirchlichen Hierarchie aufsteigen zu lassen. Im Alter von 25 Jahren wurde dieser tatsächlich zum Kardinal ernannt. Der beim römischen Volk mit den Ausdrücken „Cardinale Gonella“ („Kardinal Röckchen“) und „Cardinal Fregnese“ („Kardinal Möse“) verhöhnte junge Mann sollte mehr als 30 Jahre später als Paul III. zum mächtigen Papst der Gegenreformation werden. Diesen Aufstieg verdankte Alessandro Farnese vor allem seiner Schwester Giulia, die schon mit 15 Jahren zur Geliebten Rodrigo Borgias wurde, als er noch Kardinal war. Wie der Schreiber der Kurie süffisant anmerkte, nannte der römische Volksmund die römische Schönheit, die sich auch während Alexanders Pontifikat an seiner Seite zeigte, blasphemisch „sponsa christi“ („Braut Christi“).
Die Vielzahl der dem neuen Papst nachgesagten Exzesse rief Kritiker auf den Plan. Ihr prominentester Vertreter wurde schließlich der Dominikaner Girolamo Savonarola in Florenz, der sich anfangs noch um ein gutes Einvernehmen mit Alexander bemühte und keine Bedenken hatte, ihm offiziell zur Hochzeit seiner Tochter Lucrezia zu gratulieren. Er forderte jedoch später sowohl die Absetzung des Papstes wie auch kirchliche Reformen und predigte: „Ihr Kirchenführer, … nachts geht ihr zu euren Konkubinen und morgens zu euren Sakramenten.“ Bei einer späteren Gelegenheit meinte er: „Diese Kirchenführer haben das Gesicht einer Hure, ihr Ruhm schadet der Kirche sehr. Ich sage euch, diese halten nichts vom christlichen Glauben.“
Um Savonarolas Schweigen zu erkaufen, bot ihm Alexander VI. die Kardinalswürde an. Savonarola lehnte ab, woraufhin er exkommuniziert und in der von ihm abgefallenen Stadt Florenz verhaftet, erhängt und verbrannt wurde.
[Alexander VI., Wikipedia, abgerufen am 16.12.2018]
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Journalist Andreas Englisch | NDR Talk Show | NDR {15:42}

ARD
Am 22.10.2018 veröffentlicht 
Seit mehr als 30 Jahren gewährt der Journalist Andreas Englisch Einblicke hinter die Mauern des Vatikans. Nun hat er ein Buch über sein ganz persönliches Rom veröffentlicht.
http://www.ndr.de

Vermutliche Darstellung Giulia Farneses auf dem Grabmal Pauls III.
[Wikipedia]
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Giulia Farneses Grab ist unbekannt. Dennoch soll sich bis heute ein Abbild von ihr erhalten haben und zwar ausgerechnet im Petersdom in Rom. Als Teil des links vom Hochaltar befindlichen Grabmals des Papstes Paul III., geschaffen vom Bildhauermeister Guglielmo della Porta, glaubten schon Zeitgenossen, eine Statue seiner Schwester, der „Bella Giulia“, zu erkennen.[14] Der Stein sei so lebendig und voll erotischer Ausstrahlung gewesen, dass immer wieder junge Männer vor ihm zu „unsittlichen Handlungen“ hingerissen wurden. Um 1600 ließ daher der Vatikan diese liegende, ursprünglich nackte Figur mit einem Metallhemd aus Blei bekleiden, das sich noch im 18. Jahrhundert gegen ein Trinkgeld entfernen ließ.
[Giulia Farnese, Leben nach dem Tod Papst Alexanders VI., Wikipedia, abgerufen am 17.12.2018]
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Mätressen Die geheime Macht der Frauen Die Geliebte des Papstes Teil 1/3 {43:10}

S H
Am 05.04.2014 veröffentlicht 

siehe auch:
- Die Geliebte des Papstes (ARD, 22.05.2010)
- Die Feiertagslüstlinge (Matthias Heine, Welt, 22.05.2012)

Sphinx ‐ Savonarola ‐ Der schwarze Prophet {51:15}

Lucel Iphring
Am 09.10.2015 veröffentlicht 

siehe auch:
- Aristoteles und Phyllis (Wikipedia)

Deutschland im Herbst 2018

Kein eigenständigen Gespräche innerhalb der Bundeswehr mehr mit Abgeordneten

Just zu dem Moment, wo das Verteidigungsministerium von einer Berateraffäre erfasst wird, teilt Ursula von der Leyen (CDU) den Soldaten und Beamten der Bundeswehr mit, dass ihnen eigenständige Kontakte mit Bundestagsabgeordneten untersagt seien.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll den Soldaten und Beamten der Bundeswehr eigenständige Kontakte mit den Abgeordneten des Deutschen Bundestags untersagt haben, wie aus einem vertraulichen Schreiben des Parlamentsreferates im Verteidigungsministerium an die Mitarbeiter des Ressorts hervorgehe.

Ein Ministeriumssprecher widersprach unterdessen der Darstellung, es bestehe ein Zusammenhang mit strittigen Einsätzen externer Berater im Bundesverteidigungsministerium. Die Mail sei vorher versandt worden. Darin wurden die Angehörigen des Ministeriums aufgefordert, »Gesprächsbitten aus dem parlamentarischen Raum« zunächst an das Parlamentsreferat zu übermitteln.

Es wurde darauf hingewiesen, dass sich diese Pflicht aus der Geschäftsordnung des Ministeriums ergebe: »Für die Teilnahme eines Angehörigen des Ministeriums an einem Gespräch dienstlichen Inhalts mit Abgeordneten« sei »grundsätzlich die Zustimmung des zuständigen Staatssekretärs herbeizuführen«. Das gelte nicht nur für das Ministerium, sondern auch für »nachgeordneten Dienststellen/Ämter«.

Die Geschäftsordnung des Wehrressorts sehe vor, dass Kontakte ins Parlament im voraus angemeldet und erlaubt werden müssen. Die neue Mail will dieses Redeverbot auf die Mitarbeiter nachgeordneter Behörden und Ämter auszuweiten, für welche die Geschäftsordnung nicht unmittelbar gelte. Kein Soldat oder Beamter dürfe demnach mehr ohne Erlaubnis mit einem Abgeordneten sprechen.
mehr:
- Ursula von der Leyen (CDU) erteilt Soldaten Maulkorb (Die Freie Welt, 22.10.2018)
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siehe auch:
- Deutschland im Herbst (Wikipedia)
Alle Jahre wieder (Lorenz Hemicker, FAZ, 21.10.2018)
- Von der Leyen: Wirbel um angeblichen „Maulkorb“ für Bundeswehr-Mitarbeiter (Lorenz Hemicker, FAZ, 21.10.2018)

Hitler und die amerikanischen Eliten

CIA stellt Geheimbericht von 1942 über den großen Diktator online

Falls Guido Knopp Material über seinen bewährten Evergreen sucht, kann er sich nunmehr auch aus dem Online-Archiv des US-Auslandsgeheimdienstes bedienen. Vergangene Woche stellte die CIA, welche das Archiv ihres Vorgängers OSS verwahrt, ein Psychogramm über Adolf Hitler von 1942 ins Netz. Einige Medien berichteten über die Veröffentlichung, streiften allerdings vorwiegend die Boulevardthemen. Offenbar ausgelassen wurde die Frage, warum die CIA das Material überhaupt zurück gehalten hatte, obwohl darin ernsthafte Staatsgeheimnisse gar nicht enthalten sind. Historikern war das Material offenbar bereits seit 2000 zugänglich.

Deutsch-amerikanische Traditionen

Eine Erklärung für die lange Zurückhaltung dürfte in den Interessenkonflikten zu suchen sein, welche die von OSS und CIA repräsentierte US-Elite mit den Nazigrößen plagten. Historiker blenden gerne die in den 1930er Jahren enge Beziehung der rechtskonservativen Wallstreet mit Berlin aus (Blinde Flecken in transatlantischer Loge). Für ihre deutschen Mandanten richtete etwa die New Yorker Anwaltskanzlei des späteren CIA-Direktors Allen Dulles im Waldorf Astoria einen Empfang aus, um den Krieg gegen England angemessen zu feiern, dem man damals auf nur drei Monate schätzte. Noch 1939 zelebrierten 20.000 Mitglieder des Amerikadeutschen Bundes den Aufstieg des Nationalsozialismus, so etwa auf einer Großveranstaltung im Madison Square Garden. Diese Bilder wirken heute so unwirklich wie eine Szene aus der TV-Serie „The Man in the High Castle“.

Dementsprechend pikant war dann auch die Hauptquelle des Geheimdienstberichts, nämlich der deutsch-amerikanische Geschäftsmann Ernst Sedgwick Hanfstaengl. Der US-Bürger mit dem Spitznamen „Putzi“ war einst ein Klassenkamerad des späteren US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt gewesen. Hanfstaengl war mit US-Industriellen bestens verdrahtet und fungierte als Hitlers Auslandspressechef. Der Geschäftsmann hatte Hitler Anfang der 1920er Jahre mitfinanziert, ihn beim „Marsch auf die Feldherrenhalle“ begleitet und sich während der Haft in Landsberg um seinen Schützling gekümmert. Der umtriebige Hanfstaengl hatte sich auch als Komponist verwirklicht.

Nach der „Machtergreifung“ musste Hanfstaengl wegen einer Parteiintrige nach London fliehen, wo er für den eigentlich selbst ultrarechten Milliardär William Randolph Hearst eine Abrechnung mit Nazideutschland verfasste. 1942 erstellte Hanfstaengl für die USA psychologische Profile über NS-Personal und beriet hierzu US-Präsidenten Roosevelt persönlich. Dem OSS half er bei Zersetzungskampagnen, in denen man Hitler bei seinen Soldaten lächerlich machen und die Deutschen zum Aufgeben bewegen wollte. Doch nachdem Hanfstaengl seine Schuldigkeit getan hatte und seine Anwesenheit in Washington zur Presse durchgesickert war, schickte man den US-Bürger 1944 in britische Kriegsgefangenschaft.

mehr:
- Hitlers Torten (Markus Kompa, Telepolis, 22.10.2018)

Wer hat Hitler finanziert? Prof. Antony Sutton hat gründlich nachgeforscht. {9:43}

Veitblog
Am 28.11.2013 veröffentlicht 
Einen Teil der Geschichte konnte man in der DDR lernen. Allerdings eben nur einen Teil. Die ganze Geschichte hörte man auch da nicht...
Quelle: http://youtu.be/imTdIPhjgU8
http://www.youtube.com/user/sleepisdeath
http://recentr.com

siehe auch:
- Hitler und das Geld (Post, 14.10.2011)

Sonntag, 21. Oktober 2018

Ken FM – ZUR SACHE: China – Greift der Drache nach der Pole-Position?

Das Projekt One Belt, One Road (OBORchinesisch 一帶一路 / 一带一路Pinyin Yídài Yílù ‚Ein Band, Eine Straße‘, neuerdings Belt and Road, da „One“ zu negativ besetzt war) bündelt seit 2013 die Interessen und Ziele der Volksrepublik China unter Staatspräsident Xi Jinping zum Auf- und Ausbau interkontinentaler Handels- und Infrastruktur-Netze zwischen der Volksrepublik und zusammen 64 weiteren Ländern AfrikasAsiens und Europas. Die Initiative bzw. das Gesamtprojekt betrifft u. A. rund 62 % der Weltbevölkerung und ca. 35 % der Weltwirtschaft.[1][2]
Umgangssprachlich wird das Vorhaben auch „Belt and Road Initiative“ (B&R, BRI) bzw. ebenso wie das Projekt Transport Corridor Europe-Caucasus-Asia (TRACECA) auch „Neue Seidenstraße“ (新絲綢之路 / 新丝绸之路,  Xīn Sīchóuzhīlù) genannt. Es bezieht sich auf den geografischen Raum des historischen, bereits in der Antike genutzten internationalen Handelskorridors „Seidenstraße“; zusammengefasst handelt es sich um zwei Bereiche, einen nördlich gelegenen zu Land mit sechs Bereichen unter dem Titel Silk Road Economic Belt und einen südlich gelegenen Seeweg namens Maritime Silk Road.
[One Belt, One Road, Wikipedia, abgerufen am 22.10.2018]
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ZUR SACHE: China – Greift der Drache nach der Pole-Position? {1:18:44}

KenFM
Am 21.10.2018 veröffentlicht 
Heute präsentieren wir die Premiere unseres neuen Formats "ZUR SACHE".
Bei diesem Format geht es im wahrsten Sinne des Wortes ans Eingemachte. Gäste mit unterschiedlichsten persönlichen Hintergründen stellen sich der Debatte zu brandaktuellen politischen Themen – eine packende Darbietung „lebendiger Demokratie“.
Es existieren geo- wie gesellschaftspolitische Ereignisse, die in den klassischen Medien wenig bis keinerlei Erwähnung erfahren.
Ob bewusst so gehandelt wird, oder ob es vermeintlich keinerlei Interesse für entsprechende Themen gibt, obliegt der Einschätzung des Betrachters.
KenFM möchte mit diesem Format diese Lücke schließen und in regelmäßigen Abständen die vom Mainstream vernachlässigten Themen den interessierten Zuschauern zukommen lassen.
Das Thema der ersten Sendung lautet: China – Greift der Drache nach der Pole-Position?
China, das unbekannte Riesenreich mit 1,4 Milliarden Bewohnern. Jeder fünfte Mensch auf diesem Planeten ist ein Chinese.
Allein durch diese Tatsache stellen sich Fragen:
Was bedeutet das Projekt "One Belt, One Road"? Warum baut China in Thüringen eine Batteriefabrik? Wie ist das momentane Verhältnis von Russland zu China? Was sind die Folgen für Europa, bei einem Handelskrieg zwischen den USA und China? China: eine Konfliktregion oder die kommende Wirtschaftssupermacht?
Als Diskussionsteilnehmer waren im Studio:
Ernst Wolff: Journalist und Finanzexperte
Florian Kirner: Historiker und Politischer Aktivist
Claudio Grass: Unternehmer und Publizist
Inhaltsübersicht:
00:01:21 Die Historie Chinas und seiner Verbindungen mit dem Westen
00:15:37 Alte und neue Bindungen zwischen Währungen und Erdöl
00:26:52 Die russisch-chinesischen Beziehungen
00:41:03 Die Brennpunkte Nordkorea und Iran bei der Verschiebung globaler Machtansprüche
01:09:47 Chancen und Risiken der aktuellen Situation
Buchempfehlungen aus der Sendung:
Carroll Quigley: Tragödie und Hoffnung
Zbigniew Brzezinski: Die einzige Weltmacht
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19.05.2011 | Ist der Gold-Dinar der wahre Grund für den Militäreinsatz gegen Libyen? {3:39}

Kopp Verlag
Am 13.05.2011 veröffentlicht 
Manche glauben, es ginge um den Schutz der Zivilbevölkerung. Andere halte das Erdöl für den eigentlichen Grund. Aber einige sind davon überzeugt, dass es bei der Intervention in Libyen nur um Währungsfragen geht, insbesondere um die Pläne Gaddafis zur Einführung des Gold-Dinar als einheitliche afrikanische Gold-Währung.

zu Gaddafi siehe auch:
- Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016)

China und die neue Seidenstrasse {11:45}

antikriegtv2
Am 21.02.2015 veröffentlicht 
AntikriegTV 2
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
http://www.facebook.com/antikriegtv
ANTIKRIEG.TV Deutschsprachige Medienbeiträge sowie ins Deutsche übersetzte, ausgewählte Beiträge z.B. von Democracy Now (USA), Russia Today, Telesur (Lateinamerika)
Gleichzeitig empfehlen und verweisen wir auf deutschsprachige Nachrichtenseiten, wie Weltnetz.TV, Kontext TV, Hintergrund, Junge Welt, Nachdenkseiten und Beitrage der Occupy Bewegung

Wer hat mehr macht? China und USA im vergleich {11:49}

Dokumentation Deutsch
Am 22.09.2015 veröffentlicht 
7773

Chinas neue Seidenstraße | Weltspiegel-Reportage {28:25}

ARD
Am 20.06.2016 veröffentlicht 
Die Geschichten der legendären Seidenstraße erzählen von Abenteurern, großen Karawanen und vom Handel mit seltenen Waren zwischen damals noch fremden Welten. Diese Zeiten schienen lange vorbei. Doch nun feiert die Seidenstraße ein Comeback.

Seidenstraße 2.0 - Chinas Weg zur Weltspitze | Arte Doku [HD] {53:44}

Oragen Baum
Am 12.10.2017 veröffentlicht 
Die "Neue Seidenstraße" ist eines der mit Abstand ehrgeizigsten Vorhaben des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Ziel des gigantischen Projekts ist der Bau einer Verkehrsverbindung von Asien nach Europa: 10 000 Straßenkilometer, eine Eisenbahntrasse für den Gütertransport und eine Seeroute sollen von Westchina über Kasachstan, den Ural und Moskau bis nach Europa führen.
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist China als international wichtigste Exportnation nicht mehr von der Weltbühne wegzudenken. Doch angesichts zunehmender militärischer Spannungen im Chinesischen Meer und nordkoreanischer Drohgebärden wird die Erschließung alternativer Handelsrouten für China überlebenswichtig. Das Land richtet den Blick mit Nachdruck gen Westen, nach Mittelasien mit seinen vielen Ressourcen und nach Europa, das noch immer der wichtigste Handelspartner ist. Die Seidenstraße 2.0 soll auf über 10.000 Kilometern China über Kasachstan und Russland mit Europa verbinden. Der Bau der Straße mit parallel verlaufender Schienenverbindung beginnt schon heute in Chongqing, einer im Landesinneren gelegenen Megacity, die nur ein Beispiel für den Wirtschaftsboom der letzten 30 Jahre ist. Die hier hergestellten Produkte sollen in einigen Jahren problemlos bis zu den europäischen Kunden gelangen. Doch der Ausbau gilt nicht nur als Geschenk für Chinas Exporteure. Auch rurale Gebiete im Westen des Landes sollen von der neu installierten Infrastruktur profitieren, wie zum Beispiel die Provinz Xinjiang, die vom stetigen Wirtschaftswachstum der letzten Jahre nur wenig mitbekommen hat. Aber Chinas Ambitionen reichen weiter als seine Landesgrenzen. Die geplante Neue Seidenstraße führt auf dem Weg durch Kasachstan an reichen Erdölfeldern vorbei. Dort soll die Förderung gestärkt und somit Chinas steigender Energiebedarf gesichert werden. Und mit einer Verlängerung der Trasse bis an den Rand des Urals kann Peking bis nach Russland vorstoßen. Doch es ist nicht sicher, ob der einstige große Bruder die Ausweitung der chinesischen Machtsphäre bis nach Mittelasien und Europa mit Wohlwollen begegnen wird. In Form eines geopolitischen Roadmovies beleuchtet die Dokumentation den tiefgreifenden Wandel im eurasischen Machtgefüge. Und auch die Europäer werden früher oder später zu Chinas neuem „Soft-Imperialismus“ Stellung beziehen müssen.
Besetzung und Stab
Regie: Laurent Bouit
Land:Frankreich
Jahr:2016
Herkunft:ARTE F

Abenteuer Seidenstraße - Iran - Mörder, Kaiser und die Heiligen Drei Könige | HD | Arte {25:57}

Hans Wurst
Am 14.12.2017 veröffentlicht 
In dieser Folge: Im Iran führt Alfred de Montesquiou seine Reise nach Kaswin, eine wichtige Station an der Seidenstraße. Die Stadt mit knapp 400.000 Einwohnern liegt an den Ausläufern des imposanten Elburs-Gebirges und gilt als Tor zum historischen Persien an der Grenze zu den kurdischen und aserbaidschanischen Regionen im Westen und Norden des heutigen Iran.
Auch in der nächsten Stadt geht Alfred de Montesquiou auf den Basar. In Kaswin ist dieser in einer alten Karawanserei, in dem sich regelrechte Boutiquen befinden. Aus der Übernachtungsmöglichkeit an der Seidenstraße hat sich der Basar entwickelt, in dem die Reisenden den Einheimischen ihre Waren abkauften. Er erinnert an die Glanzzeit von Kaswin als Hauptstadt des Iran. Mit seiner Begleitung, der jungen Journalistin Atefe Hosseini, spricht er dabei über das, was die Iraner von heute noch mit der Geschichte der Seidenstraße verbindet.
Nicht weit vom Basar entdeckt Alfred de Montesquiou das Rathaus, das der Seidenstraße sogar ein eigenes Büro, ein Sekretariat für die Seidenstraße, gewidmet hat. Vor rund zehn Jahren hat eine NGO namens World Citizens Organization von Korea aus eine Initiative gestartet. Sie wollte die Bürgermeister der Städte, die an der Seidenstraße liegen, zusammenbringen und Diskussionen anregen – mit dem Ziel, die Seidenstraße wieder aufleben zu lassen. Und zwar nicht nur im verkehrstechnischen Sinn, sondern auch kulturell. Alfred de Montesquiou trifft den Vertreter der Organisation, Hooman Babapoor.
Weit außerhalb der Stadt, auf einer Höhe von 2.000 Metern besichtigt Alfred die Ruinen von Alamut, einer Bergfestung, die von Hassan Sabah eingenommen wurde, dem Begründer der ismailitisch-nizaritischen Sekte der Assassinen. Der Name kommt daher, dass Hassan Sabah seine jungen Rekruten Haschisch rauchen ließ. Dann schickte er sie für ein paar Tage in einen wunderschönen Garten mit Jungfrauen und so weiter und gaukelte ihnen vor, dies sei das Paradies. Anschließend setzte er die Rekruten auf Entzug und befahl ihnen, seine Feinde zu ermorden. Hassan Sabah gilt als der Erfinder des Selbstmordattentats.
Von der Einsamkeit des Elburs-Gebirges stürzt sich Alfred de Montesquiou in den Hexenkessel Teheran. Diese pulsierende Megalopolis ist ein Symbol für den Geschäftssinn der Perser und später der Iraner. Sie kontrollierten die Routen der Seidenstraße, die von Indien und China bis in die heutige Türkei und nach Europa führten.

Folker Hellmeyer: Die neue Seidenstraße Moskau-Peking - eine Bedrohung für den Westen? {13:36}

Privatinvestor TV
Am 10.09.2015 veröffentlicht 
Wenn wir dieser Tage über die Lage an den Börsen sprechen, müssen wir auch über die Politik reden! Denn es sind nicht mehr nur die Unternehmen selbst, die mit ihren Umsätzen und Gewinnen die Kurse bewegen. Nein, es sind zunehmend die Politiker, die Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung nehmen - sei es in der Griechenland-Krise, der Ukraine-Frage, den Russland-Sanktionen, oder auch der Flüchtlingskrise. Der Chef-Analyst der Bremer Landesbank Folker Hellmeyer weist im Interview mit PrivatinvestorTV auch auf die interessante Achse Moskau-Peking und das Entstehen einer "neuen Seidenstraße" zwischen beiden Metropolen hin.

Chinas neue Seidenstraße: „Vergleichbar mit dem Marshall-Plan in Europa“ {2:46}

WELT
Am 15.05.2017 veröffentlicht 
China will die alte Seidenstraße neu beleben und damit die eigene Wirtschaft kräftig ankurbeln. Auch Anleger in Deutschland können von dem gewaltigen Infrastruktur-Projekt profitieren. Wie, das beantwortet Alexander Berger.
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http://amara.org/v/6yku/

Hellmeyer zu money.de: "Den USA droht eine Katastrophe" {10:33}

WELT
Am 06.06.2016 veröffentlicht 
Mehrere Gespenster gehen um in den USA: Von Megaschulden bis zu einer Immobilienblase, welche Gefahren Folker Hellmeyer am meisten fürchtet. Und wie schlimm es wirklich um die USA steht. Das rät der Chefanalyst der Bremer Landesbank Anlegern jetzt ...

siehe auch:
Get Ready for BRICS plus Germany (Post, 23.08.2015) 

Chin Meyer erklärt Markus Lanz "Finanzblasen" {5:24}

chinmeyer
Am 10.07.2012 veröffentlicht 
Ich möchte an dieser Stelle mal stellvertretend allen danken, die mir wirklich grandioses Feedback zu der Lanz Sendung gegeben haben!! You made my day! Das Ding geht grad richtig durch die Decke, verrückt!

Best of Loriot "Der Lottogewinner" Erwin Lindemann Loriot CLASSICS HD {3:40}

313.666 Aufrufe
Am 09.08.2018 veröffentlicht 
Nicht nur die "Steinlaus" oder die "englische Ansage" haben Loriot und Evelyn Hamann so bekannt gemacht. In dieser Playlist seht ihr die besten Loriot Sketche. RIP Humorgott!
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Eugen W. Smith und Walter Benjamin

Der letzte Held der Silberhalogenide

Die Bewunderung, die Walter Benjamin und seinen Schriften zu Teil wurde und wird, rührt auch vom Nimbus des Intellektuellen als unbeugsamen Essayisten und Schriftsteller her, unbeugsam, was seine Weigerung betraf, andere als literarische Arbeiten zu verrichten. Die Folge war nach dem Scheitern seiner universitären Karriere beziehungsweise Habilitation und den Verfolgungen und seinem Exil während der Nazi-Zeit eine permanente prekäre soziale Lage, hervorgerufen durch finanzielle Notlagen, weit entfernt von jedweden festen Einkommen.

War Walter Benjamin so mehr ein Opfer der sozialen und politischen Verhältnisse in den 1930er Jahren in Deutschland, so war Eugene W. Smith seit den 1950er Jahren eher ein Opfer seiner Hingabe an das Medium der Fotografie, seiner Profession. Ähnlich wie Benjamin litt Smith nach seiner Scheidung von den kommerziellen Bild-Agenturen unter prekären Verhältnissen und finanziellen Notlagen.

mehr:
- Eugen W. Smith und Walter Benjamin (Rudolf Stumberger, Telepolis, 21.10.2018)
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