Mittwoch, 15. Mai 2019

OPCW: Bericht von Inspektoren über den Giftgasangriff in Duma unterdrückt?

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On 7 April 2018, a chemical warfare attack was carried out in the Syrian city of Douma.[1]:9.12 It reportedly resulted in the deaths of between 40 and 50 people,[1]:9.5[3][6]:971[7][8] and injuries to possibly many more than a hundred.[8][3] The attack was attributed to the Syrian Army by rebel forces in Douma, and by the United StatesBritish, and Frenchgovernments.[9][10] The Syrian and Russian governments asserted that a widely-circulated video allegedly showing the aftermath of the attack was staged.[11][12]On 14 April 2018, the United States, France and the United Kingdom carried out a series of military strikes against multiple government sites in Syria.On 6 July 2018 an interim report was issued by the Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW). Various chlorinate organic chemicals (dichloroacetic acidtrichloroacetic acidchlorophenoldichlorophenol, bornyl chloride, chloral hydrate etc.) were found in samples, along with residues of explosive, but the designated laboratory 03 stated that no CWC-scheduled chemicals or nerve agent related chemicals were detected. In September 2018 the UN Commission of Enquiry on Syria reported: "Throughout 7 April, numerous aerial attacks were carried out in Douma, striking various residential areas. A vast body of evidence collected by the Commission suggests that, at approximately 7.30 p.m., a gas cylinder containing a chlorine payload delivered by helicopter struck a multi-storey residential apartment building located approximately 100 metres south-west of Shohada square. The Commission received information on the death of at least 49 individuals, and the wounding of up to 650 others."[3]While it was initially unclear which chemicals had been used, in 2019 the OPCW FFM (Fact-Finding Mission) report concluded: "Regarding the alleged use of toxic chemicals as a weapon on 7 April 2018 in Douma, the Syrian Arab Republic, the evaluation and analysis of all the information gathered by the FFM—witnesses’ testimonies, environmental and biomedical samples analysis results, toxicological and ballistic analyses from experts, additional digital information from witnesses—provide reasonable grounds that the use of a toxic chemical as a weapon took place. This toxic chemical contained reactive chlorine. The toxic chemical was likely molecular chlorine."[1]:9.12 The OPCW said it found no evidence to support the government's claim that a local facility was being used by rebel fighters to produce chemical weapons.[13]
Google-Übersetzer:
Am 7. April 2018 wurde in der syrischen Stadt Douma ein Angriff auf die chemische Kriegsführung durchgeführt. [1] 9,12 Berichten zufolge starben zwischen 40 und 50 Menschen, [1] 9,5 [3] [6] 971 [7] [8] und möglicherweise mehr als hundert wurden verletzt. [8] [3] Der Angriff wurde der syrischen Armee von Rebellen in Douma sowie von der Regierung der Vereinigten Staaten , Großbritanniens und Frankreichs zugeschrieben . [9] [10] Die syrische und die russische Regierung behaupteten, ein weit verbreitetes Video, das angeblich die Folgen des Anschlags zeigt, sei inszeniert worden. [11] [12]Am 14. April 2018 führten die USA, Frankreich und das Vereinigte Königreich eine Reihe von Militärstreiks gegen mehrere Regierungsstandorte in Syrien durch.Am 6. Juli 2018 wurde ein Zwischenbericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) veröffentlicht. In den Proben wurden verschiedene organischeChlorchemikalien ( Dichloressigsäure , Trichloressigsäure , Chlorphenol , Dichlorphenol, Bornylchlorid, Chloralhydrat usw.) sowie Sprengstoffrückstände gefunden. Das angegebene Labor 03 gab jedoch an, dass keine von CWC geplanten Chemikalien oder Nervengifte im Zusammenhang stehen Chemikalien wurden nachgewiesen. Im September 2018 berichtete die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für Syrien: "Während des gesamten 7. April wurden in Douma zahlreiche Luftangriffe auf verschiedene Wohngebiete durchgeführt. Eine Fülle von Nachweisen, die die Kommission gesammelt hat, deutet darauf hin, dass gegen 19.30 Uhr ein Gas ausbricht Ein Zylinder mit einer vom Hubschrauber gelieferten Chlornutzlast traf ein mehrstöckiges Wohnhaus, das sich etwa 100 Meter südwestlich des Shohada-Platzes befindet. Die Kommission erhielt Informationen über den Tod von mindestens 49 Personen und die Verwundung von bis zu 650 weiteren Personen. " [3]Während zunächst unklar war, welche Chemikalien verwendet worden waren, kam der Bericht der OPCW FFM (Fact-Finding Mission) 2019 zu dem Ergebnis: "In Bezug auf den mutmaßlichen Einsatz toxischer Chemikalien als Waffe wurde am 7. April 2018 in Douma, der Arabischen Republik Syrien, die Bewertung vorgenommen Die Analyse aller vom FFM gesammelten Informationen - Zeugenaussagen, Ergebnisse der Analyse von Umwelt- und biomedizinischen Proben, toxikologische und ballistische Analysen von Experten sowie zusätzliche digitale Informationen von Zeugen - liefern hinreichende Gründe für die Verwendung einer giftigen Chemikalie als Waffe Diese giftige Chemikalie enthielt reaktives Chlor. Die giftige Chemikalie war wahrscheinlich molekulares Chlor. "[1] 9.12 Die OPCW sagte, sie habe keine Beweise gefunden, um die Behauptung der Regierung zu untermauern, dass eine lokale Einrichtung von Rebellenkämpfern zur Herstellung chemischer Waffen genutzt werde. [13]
[Douma chemical attack, engl. Wikipedia, abgerufen am 06.09.2019 – Google-Übersetzer]
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The OPCW Fact-Finding Mission in Syria is a mission of the Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) to investigate possible use of toxic chemicals, reportedly chlorine, in Syria. The OPCW-Director General Ahmet Üzümcü announced the creation of the mission on 29 April 2014. This initial mission was headed by Malik Ellahi.[1] The Syrian Government agreed to the Mission.[2]The Mission took over the work of the OPCW-UN Joint Mission in Syria, which had been formed to oversee the elimination of the Syrian chemical weapons program, and which ended its activities on 30 September 2014.[3] On 4 September 2014, the head of the Joint Mission reported to the UN Security Council that 96% of Syria's declared stockpile, including the most dangerous chemicals, had been destroyed and preparation were underway to destroy the remaining 12 production facilities, a task to be completed by the OPCW Mission.[4] On 4 January 2015, the OPCW stated that destruction was completed,[5] though since then previously undeclared traces of compounds in a Syrian government military research site have been reported.
Google-Übersetzer
Die Informationsreise der OVCW nach Syrien ist eine Mission der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) zur Untersuchung des möglichen Einsatzes giftiger Chemikalien, Berichten zufolge Chlor, in Syrien . Der OPCW-Generaldirektor Ahmet Üzümcü gab am 29. April 2014 die Schaffung der Mission bekannt. Diese erste Mission wurde von Malik Ellahi geleitet . [1] Die syrische Regierung stimmte der Mission zu. [2]Die Mission übernahm die Arbeit der gemeinsamen Mission von OVCW und UN in Syrien , die gegründet wurde, um die Abschaffung des syrischen Programms für chemische Waffen zu überwachen, und deren Tätigkeit am 30. September 2014 endete. [3] Am 4. September 2014 endete die Mission Der Leiter der Gemeinsamen Mission berichtete dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, dass 96% der von Syrien gemeldeten Vorräte, einschließlich der gefährlichsten Chemikalien, vernichtet worden seien und die Vorbereitungen für die Zerstörung der verbleibenden 12 Produktionsstätten getroffen worden seien. [4] Am 4. Januar 2015 gab die OVCW bekannt, dass die Zerstörung abgeschlossen war. [5] Seitdem wurden jedoch Spuren von Wirkstoffen in einer Militärforschungsstätte der syrischen Regierung gemeldet, die bislang nicht deklariert worden waren. 
[OPCW Fact-Finding Mission in Syria, engl. Wikipedia, abgerufen am 06.09.2019]
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Ein angeblicher vertraulicher Bericht eines technischen OPCW-Teams hält es für wahrscheinlich, dass die Gaskanister platziert und nicht von Flugzeugen abgeworfen wurden
Am 7. April 2018 soll sich nach Berichten der Weißhelme, die, finanziert vornehmlich von Großbritannien und den USA, auffälligerweise nur in den von "Rebellen" und dschihadistischen Gruppen kontrollierten Regionen tätig sind, und der mit diesen verbundenen Syrian American Medical Society (SAMS) und des Violations Documentation Center ein Angriff mit chemischen Waffen in Douma (Duma) ereignet haben (Das lässt aufhorchen: Angeblicher Chemiewaffenangriff in Ost-Ghouta). Hubschrauber sollen sie abgeworfen haben. Markant blieben im Gedächtnis die Bilder von vielen Toten, von mit Wasser abgespritzten Kindern mit Sauerstoffmasken und einem Zylinder mit Giftgas hängen, der das Dach eines Hauses durchschlagen und auf ein Bett gefallen sein soll.

Damals hatten in den anderen Teilen von Ost-Ghuta die islamistischen Gruppen Faylaq al-Rahman und Ahrar al-Sham mit Damaskus und Moskau vor dem drohenden Angriff eine Evakuierung vereinbart. Die Gruppe Jaysh al-Islam, die Duma kontrollierte, wollte hingegen nicht abziehen. Am Tag vor dem auslaufenden Ultimatum geschah dann der Angriff mit dem Giftgas, dann verließen auch Jaysh al-Islam mit Kämpfern und Familien über den Korridor Duma Richtung Idlib oder Afrin.

Im Westen waren sich die meisten Regierungen und Medien schnell bei der Hand. Ohne mehr als die Aussagen und Bilder der Weißhelme zu kennen, war es klar, dass es sich um einen Angriff der syrischen Truppen gehandelt habe. Assad und Moskau wurden verantwortlich gemacht. US-Präsident Donald Trump ließ, sekundiert von Briten und Franzosen, am 14. April, obgleich die OPCW-Inspektoren bereits in Damaskus waren, einige Orte in Syrien bombardieren, die Teile des angeblich noch nicht beendeten Giftgasprogramms sein sollten. Damit konnte man dann auch noch unterstellen, dass Syrien die Chemiewaffenkonvention, der es 2013 beigetreten ist, verletzt haben soll, weil nicht alle Chemiewaffen zerstört worden seien.

mehr:
- OPCW: Wurde ein Bericht von Inspektoren über den Giftgasangriff in Duma unterdrückt? (Florian Rötzer, Telepolis, 15.05.2019)
dazu auch:
COUNTERING THE USE OF CHEMICAL WEAPONS IN SYRIA: OPTIONS FOR SUPPORTING INTERNATIONAL NORMS AND INSTITUTIONS (Una Becker-Jakob, EU Non-Proliferation an Disarmament Consortium, Juni 2019 – Google-Übersetzer)
- NOTE BY THE TECHNICAL SECRETARIAT – REPORT OF THE FACT-FINDING MISSION REGARDING THE INCIDENT OF ALLEGED USE OF TOXIC CHEMICALS AS A WEAPON IN DOUMA, SYRIAN ARAB REPUBLIC, ON 7 APRIL 2018 (OPCW, 01.03.2019 – PDF)
- OPCW Issues Fact-Finding Mission Report on Chemical Weapons Use Allegation in Douma, Syria, in 2018 (OPCW, 01.03.2019 – Google-Übersetzer)


Professor Tim Hayward von der Universität Edinburgh veröffentlichte gestern einen bislang geheim ­­gehaltenen Fachbericht der OPCW. Dieser besagt, dass eine Inszenierung durch Milizen die »einzige plausible Erklärung« für den angeblichen Giftgasangriff vom April 2018 im syrischen Douma ist.

Der Bericht scheint das von trans­at­lan­tischen Medien und Experten kolportierte Narrativ zu Douma, das einen syrischen Angriff behauptete, definitiv zu widerlegen. Bereits zuvor kamen aufgrund von Zeugen­aussagen erhebliche Zweifel daran auf.

Die USA, Frankreich und Großbritannien nahmen den angeblich syrischen Giftgaseinsatz im April 2018 zum Anlass für eine Serie von Luftangriffen gegen Syrien. Ein ZDF-Korrespondent, der Zweifel an der Darstellung bekundete, wurde damals als »Verschwörungstheoretiker« bezeichnet.

Der Grund für die offizielle Geheim­haltung des nun geleakten Berichts wurde nicht mitgeteilt. Die OPCW wurde zuvor von einem ehemaligen NATO-Funktionär geführt, die zuständige UNO-Abteilung für Politische Ange­legen­heiten von einem US-Diplomaten, der zuvor im Irak diente.

Erst vergangene Woche urteilte die von der Schweizer Regierung eingesetzte oberste Medien­aufsicht UBI, die Bericht­erstattung des Schweizer Fernsehens RTS zu Douma sei »keine Propaganda« gewesen. Diese Einschätzung dürfte nunmehr ebenfalls hinfällig sein.

Tatsächlich existiert entgegen der Darstellung trans­atlantischer Medien bis heute keine Evidenz, dass die syrische Armee während des Syrien­kriegs chemische Waffen einsetzte. Die entsprechenden Vorwürfe beruhen letztlich auf Behauptungen regierungs­feindlicher Milizen.

Zum Beitrag von Professor Tim Hayward →
Update 16. Mai: Die OPCW bestätigte inzwischen die Echtheit des Dokuments und kündigte eine »interne Untersuchung zur unautorisierten Veröffentlichung des Dokuments« an.

Update 26. Mai: MIT-Experte und Pentagon-Berater Theodore Postol bestätigte den Bericht.
[Swiss Propaganda Research, OPCW-Bericht: Douma war inszeniert, 14.05.2019]


siehe auch:
OPCW-Bericht: Douma war inszeniert (Swiss Propaganda Research, 14.05.2019)
Syria - OPCW Engineering Assessment: The Douma 'Chemical Weapon Attack' Was Staged (Moon of Alabama, 13.05.2019)
Zeitleiste der syrischen Chemiewaffenaktivität, 2012-2019 ( Daryl Kimball, Geschäftsführer, Kelsey Davenport, Direktor für Nichtverbreitungspolitik , armscontrol.org – Google-Übersetzer, Stand: März 2019 – Originalseite nicht aufrufbar)
BBC-Journalist enttarnt Weißhelme (Blauer Bote, 19.02.2019)
Giftgasangriff? Was ist in Duma am 7. April 2018 passiert? (Post, 15.02.2019)
Labor-Spiez-Chef zum Fall Skripal: «Wir wurden politisch instrumentalisiert» (Roman Schenkel, luzernerzeitung.ch, 31.01.2019)
Die Verbannung der Wahrheit (Post, 24.01.2019)
Hama – die Geschichte einer Lüge (Post, 16.12.2018)
Kriegerische Manipulation (Jens Bernert, Rubikon, 13.04.2018)
Die ARD setzt Giftgas ein (Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer, Rubikon, 12.04.2018)
Professor Günter Meyer zerpflückt die Giftgasinszenierung von Douma (Propagandaschau, 11.04.2018)
Giftgasmassaker war Inszenierung der USA (Günter Meyer, Rubikon, 26.06.2017)
Wer hat in Syrien Giftgas eingesetzt? (Daniele Ganser, Rubikon, 11.04.2017)
Rote Linie, Rattenlinie – Giftgas, Bürgerkrieg und Krieg - Obama, Erdoğan und Syriens Rebellen (Seymour Hersh, Lettre international Nr. 105, Sommer 2014)
Haben Geheimdienste "Beweise" zurechtgebogen?(Hans Springstein, Freitag Community, 07.09.2013)


aus der Geschichte:

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Am 24. Januar 1944 wurde ein Kommuniqué unter der Überschrift „Die Wahrheit über Katyn. Bericht der Spezialkommission zur Feststellung und Untersuchung der Umstände der Erschießung der Kriegsgefangenen polnischen Offiziere durch die deutsch-faschistischen Eindringlinge im Wald von Katyn“ veröffentlicht. Das umfangreiche Dokument behauptete „mit unwiderlegbarer Klarheit“, die „Deutsch-Faschisten“ hätten die Polen erschossen.[6]
[Außerordentliche Staatliche Kommission, 1. Abschnitt, letzter Absatz, Wikipedia, abgerufen am 15.05.2019 – Hervorhebung von mir]
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vergleiche mit dem Wikipedia-Artikel Massaker von Katyn 



Mein Kommentar:
Alles, was von offiziellen Stellen aus den USA kommt, ist, wie inzwischen mit großer Wahrscheinlichkeit vermutet werden darf (bei US-Geheimdiensten ist es fast sicher!), Propaganda!
dazu:
- Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 15.03.2019 – siehe die Zitate in der zweiten Hälfte)
Was ist das für eine Welt, in der für Informationen auf Rock-Musiker und Satire-Sendungen angewiesen sind?

Roger Waters denounces "fake" White Helmets, Don't bomb Syria {2:06}

HANDS OFF SYRIA
Am 14.04.2018 veröffentlicht 
At a concert in Spain, former Pink Floyd musician Roger Waters denounces the "fake" White Helmets, who do propaganda for jihadist terrorists. Don't bomb Syria. Thank you جوري الورد, April 2018
x
Giftgas Syrien ARD Mittagsmagazin 10 04 2018 {9:07 – Start bei 6:35}

Uwe Heinrich
Am 10.04.2018 veröffentlicht 
Psychologische Kriegsführung über die Medien. Endlich Zweifel auch mal von deutschen Medien.

Schwedische Ärzte: Lebensrettende Maßnahmen der White Helmets sind gestellt und gefährlich {2:32}

RT Deutsch
Am 08.03.2017 veröffentlicht 
Erst vor wenigen Tagen wurde eine Dokumentation über die vermeintliche Hilfsorganisation White Helmets in Hollywood mit einem Oscar ausgezeichnet. Doch die Kritik an der Organisation reißt nicht ab. Das neueste Beispiel: Schwedische Mediziner die für die Organisation Schwedische Ärzte für Menschenrechte arbeiten, haben sich ein Video mit „lebensrettenden Maßnahmen“ der White Helmets an kleinen Kindern angeschaut. Ihr Fazit ist schockierend. Laut den Medizinern entsprechen die in dem Video zu sehenden Maßnahmen in keiner Weise dazu, Leben zu retten. Im Gegenteil, die Maßnahmen werden von den Medizinern sogar als kontraproduktiv und gefährlich eingestuft. Die Mediziner gehen auch davon aus, dass die Kinder in dem Video schon tot waren, als die Maßnahmen ausgeführt und gefilmt wurden.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/
Zu Professor Marcello Ferrada de Noli und dem von ihm gegründeten SWEDHR (Schwedischen Ärzte für Menschenrechte) siehe:
- SWEDHR – Schwedische Ärzte für Menschenrechte – seriös? (Post, 13.05.2018)

The White Helmets video and How to NOT correctly perform intracardiac injection {1:13}

THE INDICTER Channel
Am 06.03.2017 veröffentlicht 
From: "White Helmets Video: Swedish Doctors Denounce Medical Malpractice and ‘Misuse’ of Children for Propaganda Purposes." http://theindicter.com/white-helmets-.... Excerpts from Dr Lena Oske’s statement to SWEDHR: “Intracutaneous injection with adrenalin may be used if any other resuscitation measure does not succeed. Especially under precarious circumstances – such as in field emergency settings– where safer ways for the administration of medication (i.e. endotracheal, intravenous, or intraosseus) might be difficult or unavailable. But not in the way shown in the video”.
Zu dem Video siehe auch:
Der Kindermord-Skandal (Post, 15.09.2018)

Schweden: Wie man einen ganzen Staat umdreht


Schwedens Mobilmachung von Militär und Gesellschaft

Fast zweieinhalb Jahre tüftelte eine parteiübergreifende "Verteidigungskommission" an einem Weißbuch, mit dem das Konzept der "Umfassenden Verteidigung" ("total defence") für den militärischen Bereich ausbuchstabiert werden sollte. Das gestern veröffentlichte Papier gilt als Grundlage für die Militärhaushalte der Jahre 2021 bis 2025, die massiv aufgestockt werden sollen. Zusammen mit seinem bereits vor einiger Zeit veröffentlichten "zivilen Pendant" seien beide als "zwei Teile eines einheitlichen Gesamtkonzepts zu verstehen".1

Die Folgen sind weitreichend: Hierüber wird nicht nur auf Basis äußerst schwammiger Annahmen einer Dämonisierung Russlands das Wort geredet und die Bevölkerung auf umfassende Maßnahmen sowie die daraus abgeleitete Rüstungsmaßnahmen einschwört. Noch schwerer wiegt, dass nahezu die gesamte schwedische Bevölkerung zur Teilnahme an der "Umfassenden Verteidigung" verpflichtet wird, deren ziviler Pfeiler wiederum systematisch auf die Zuarbeit zum militärischen Teil ausgerichtet wird. Nicht zuletzt dies dürfte der Grund sein, weshalb das Konzept hierzulande teils als vorbildlich bewertet wird, handelt es sich bei der "Umfassenden Verteidigung" doch im Wesentlichen um eine Blaupause für die großangelegte zivile und militärische Mobilmachung gegen Russland: "Letztlich erfordert die Umfassende Verteidigung Schwedens eine glaubwürdige Fähigkeit zur Kriegsführung, die sowohl militärischen wie auch zivilen Verteidigungskomponenten beinhaltet."

mehr:
- "Total Defence" (Jürgen Wagner, Telepolis, 15.05.2019)
siehe auch:
Mainstream goes Propaganda (Post, 08.05.2019)
"Der Westen und die NATO haben so viel Dreck am Stecken" Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose (Post, 29.04.2019)
Sipri: Rüstungskonjunktur läuft auf Hochtouren (Post, 29.04.2019)
Foreign Policy: transatlantische Eliten mit Bedrohungsszenarien bei der Stange halten (Post, 21.03.2019)
USA: Die verrückten Neocons (Post, 02.03.2019)
- Tiefer Staat (Post, 06.01.2019)
Die US-imperiale Strategie, der »Zwang« Kriege führen zu müssen und die Manipulation der öffentlichen Meinung (Post, 16.12.2018)
- Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)


2001 hatte der damalige Außenminister Colin Powell einen Brief an Bustani [Direktor der OPCW] gesandt, in dem er sich bei ihm für seine „sehr eindrucksvolle“ Arbeit bedankte. Im März 2002 jedoch kam Bolton — in seiner Eigenschaft als Staatssekretär für Rüstungskontrolle und Internationale Sicherheit — persönlich in den OPCW-Hauptsitz in Den Haag, um gegenüber dem Chef der Organisation eine Warnung auszusprechen. Und, laut Bustani, hat Bolton kein Blatt vor den Mund genommen. “Cheney will Sie”, sagte Bolton Bustani, sich auf den damaligen Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten [Dick Cheney] beziehend. “Wir können Ihr Führungsstil nicht akzeptieren.”
Laut Bustanis Erinnerungen fuhr Bolton fort: “Sie haben 24 Stunden, um die Organisation zu verlassen, und wenn Sie diese Entscheidung von Washington nicht erfüllen, haben wir Mittel, uns an Ihnen zu rächen.”
Es gab eine Pause.
“Wir wissen, wo Ihre Kinder leben. Sie haben zwei Söhne in New York.”

In 2001, then-Secretary of State Colin Powell had penned a letter to Bustani, thanking him for his “very impressive” work. By March 2002, however, Bolton — then serving as under secretary of state for Arms Control and International Security Affairs — arrived in person at the OPCW headquarters in the Hague to issue a warning to the organization’s chief. And, according to Bustani, Bolton didn’t mince words. “Cheney wants you out,” Bustani recalled Bolton saying, referring to the then-vice president of the United States. “We can’t accept your management style.”
Bolton continued, according to Bustani’s recollections: “You have 24 hours to leave the organization, and if you don’t comply with this decision by Washington, we have ways to retaliate against you.”
There was a pause.
“We know where your kids live. You have two sons in New York.”
 
[“WE KNOW WHERE YOUR KIDS LIVE”: HOW JOHN BOLTON ONCE THREATENED AN INTERNATIONAL OFFICIAL, Mehdi Hasan, The Intercept, 29.03.2018 – Übersetzung von mir]
mehr dazu: 
Die USA manipulieren internationale Institutionen nach ihrem gusto (Post, 15.05.2019)

Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Ausschnitt von 1:38:17 bis 1:47:00}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht 
"Der Staat - das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantworlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“.
Da ist ein Begriff wie „Deep State“ oder „Dualer Staat“ störend. Er legt nahe, dass es neben dem bekannten, demokratisch legitimierten Staat noch einen anderen gibt, der nicht gewählt wird, der sich selbst ermächtig, der eingreift, wann es passt. Aber wann? Wer bildet ihn? Was tut er? Wann tötet er? Warum liest man darüber so wenig? Und warum beschäftigen sich „seriöse“ Medien damit eigentlich überhaupt nicht? Medien, Politiker und Universitätslehrer verweisen den Begriff des „parallelen Staates" gerne in den Bereich der „Verschwörungstheorien“.
Und doch ist er real. In allen Staatsformen, aber insbesondere in der Demokratie, gibt es im Unterschied zum normativen Ideal die realpolitische Existenz eines „Machtstaates“ oder „Maßnahmenstaates“, des "Deep State". Auch akademische Politologen und Rechtswissenschaftler haben sich damit beschäftigt, ausnahmslos Personen, die sich mit dem Widerspruch zwischen Realpolitik einerseits und der Idee des liberalen Rechtsstaates andererseits beschäftigt haben. Sie haben erkannt: Der „Deep State" hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im „Grossraum“ zusammen.
Dementsprechend gibt es Länder, in denen der „Tiefe Staat“ Alltagswissen ist, z.B. die Türkei oder Italien. Dort ist die Realität des parallelen Staates so unübersehbar zutage getreten, dass auch Staatspräsidenten von ihm reden - müssen. Und es gibt Länder, in denen man in öffentlichen Ämtern nicht von ihm sprechen kann, ohne Reputation und Karriere zu riskieren.
Die staatstragenden Kräfte vieler Länder blenden diese Realität deshalb weiter aus. Oder sie versuchen es zumindest. Aber auch in diesen Ländern ist der „Deep State“ aktiv geworden. Nicht nur in Vasallenstaaten, sondern auch im Zentralreich des Hegemons selbst.
Anhand praktischer Beispiele legt der Journalist Dirk Pohlmann praktisch und theoretisch dar, was es mit dem "Deep State“ auf sich hat. Sein Vortrag ist eine Mischung aus staatsrechtlicher Analyse und Bericht, wann und wo der Deep State sichtbar geworden ist. Ein spannendes Thema, dessen Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Es ist besser, darüber Bescheid zu wissen, als nur die Konsequenzen verständnislos erleben zu müssen.v https://gruppe42.com/

Die Bush-Administration hat das US-Militär in eine globale Propaganda-Maschine verwandelt. Tom Curley, Chef der amerikanischen Nachrichtenagentur AP, kann dazu nicht mehr länger schweigen. Am Wochenende referierte er an der Universität von Kansas vor Journalisten über den Druck des US-Verteidigungsministeriums auf seine Berichterstatter in Kriegsgebieten wie Irak oder Afghanistan. Sein Fazit: «Es wird langsam unerträglich.» Hohe Generäle hätten gedroht, dass man die AP und ihn ruinieren werde, wenn die Reporter weiterhin auf ihren journalistischen Prinzipien beharren würden. Seit 2003 wurden bereits elf Journalisten der AP im Irak für mehr als 24 Stunden verhaftet. […]
Eine für den Informationskrieg zuständige Dienststelle namens «Joint Hometown News Service» befindet sich nach AP-Informationen auf einem früheren Luftwaffen-Stützpunkt in San Antonio, Texas. Dort würden Wort- oder Bildberichte produziert, die man unter falscher Quellenangabe den Medien zuspielt.
Für 2009 sei die Herausgabe von 5400 Pressemitteilungen, 3000 Fernsehspots und 1600 Rundfunkinterviews geplant – doppelt so viel wie noch vor zwei Jahren. Dieser Service ist nur ein kleiner Ausschnitt des ständig wachsenden Pentagon-Medienimperiums. Schon jetzt ist es grösser als die allermeisten Pressekonzerne der USA.
AP-Chef Tom Curley plädiert für neue klare Regeln im investigativen Journalismus. «Denn wir sind die einzige Kraft, welche die Regierung zu überprüfen vermag.»
[27'000 PR-Berater polieren Image der USA, Marc Brupbacher, Tagesanzeiger.ch/Newsnet, 12.02.2009 – Hervorhebungen von mir]


Mein Vorschlag:
Als nächstes drehen wir mal den ganzen Friedensforschungs-Institutionen den Hahn zu. Dann wird unser Bildzeitungs- und Dschungelcamp-Publikum nicht durch Zahlen über Rüstungsausgaben verunsichert. (s.o.: SIPRI)
siehe dazu:
- Medien: intellektuelle Korrumpierbarkeit in Konfliktzeiten (Post, 31.12.2002)
Und als nächstes gucken wir mal, ob dieser Pohlmann nicht irgendwas mit Kinderpornographie auf seiner Festplatte hat! – Wär’ doch gelacht!

Dienstag, 14. Mai 2019

US-Polizei dringt in venezolanische Botschaft in Washington vor

Beamte wollen Übergabe an Gegenbotschafter erzwingen. Oppositionsvertreter will US-Militärs treffen

Nachdem in Venezuela Parlamentspräsident Juan Guaidó mit einem erneuten Umsturzversuch gescheitert ist (Juan Guaidó scheitert mit Putschversuch in Venezuela) ist, gehen seine Anhänger vor allem in den USA zunehmend aggressiv gegen Vertreter der Regierung und deren Unterstützer vor. Dabei erhalten sie Rückendeckung von der US-Regierung, die international für eine Regime-Change in dem südamerikanischen Land wirbt.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte Guaidó umgehend als Staatspräsident anerkannt, nachdem dieser sich Ende Januar selbst ernannt hatte. Angesichts ihres bisherigen Scheiterns plädieren Vertreter der venezolanischen Opposition um Guaidó nun immer offener für ein militärisches Eingreifen der USA (Guaidó verliert weiter Rückhalt und spielt wieder mit einer Intervention).
Die Eskalation zeigt sich dieser Tage vor der venezolanischen Botschaft in Washington. Das Gebäude wird von dem Vertreter Guaidós, Carlos Vecchio, beansprucht. Die US-Regierung hat den Oppositionellen als Botschafter des selbsternannten Übergangspräsidenten anerkannt. Das Problem: Präsident Maduro ist weiterhin im Amt und weigert sich, die Botschaft aufzugeben. Hilfe bekamen die von Maduro entsandten Diplomaten von US-Aktivisten, die die Räume der venezolanischen Botschaft in Washington besetzten, um eine Übernahme durch die Gegendiplomaten zu verhindern.
Nach Medienberichten verschaffte sich die Washingtoner Metropolitan Police am gestrigen Montag gewaltsam Zugang zu der venezolanischen Botschaft, indem sie mehrere Schlösser aufbrach. Dort überreichten die Beamten den Aktivisten, die sich seit Mitte April im Gebäude befinden, ein Räumungsdokument ohne Unterschrift. Die Polizisten zogen sich danach wieder zurück und die Aktivisten blieben in dem Gebäude. "Die Demonstranten innerhalb und außerhalb des Gebäudes kritisierten die Aktion als Verstoß gegen die Wiener Vereinbarung (über diplomatische Beziehungen)", schrieb der lateinamerikanische Nachrichtensender Telesur, der im Venezuela-Konflikt eine regierungsnahe Position einnimmt.
Der Räumungsbescheid an die Aktivisten endet mit einer Drohung: "Wer sich weigert, den Forderungen und Anordnungen zur Räumung des Grundstücks Folge zu leisten, verstößt gegen Bundesgesetze sowie das Gesetz des District of Columbia und könnte verhaftet und strafrechtlich verfolgt werden." Unklar bleibt jedoch, auf welcher Basis solche strafrechtlichen Schritte umgesetzt werden können. Denn trotz der umstrittenen Anerkennungspolitik der US-Regierung gehört das Gebäude weiterhin der venezolanischen Regierung.
mehr:
- US-Polizei dringt in venezolanische Botschaft in Washington vor (Harald Neuber, Telepolis, 14.05.2019)
siehe auch:
USA zwangen Österreich 2013 zu Durchsuchung von Morales-Flugzeug (Red Globe, 14.05.2019)

Richard Wolff: Sobald die USA das Öl haben, sind die Venezolaner egal {6:12}

RT Deutsch
Am 30.01.2019 veröffentlicht 
Die Bank of England hat venezolanische Mittel in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar eingefroren. US-Finanzminister Steven Mnuchin möchte, dass die Notenbank das Guthaben an den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaido, übergibt.
Wirtschaftsprofessor Richard Wolff hält den bei einem solchen Vorgehen entstehenden Vertrauensverlust für enorm. Nur wenige Länder würden noch auf den Finanzstandort London vertrauen, sollten die Briten den US-Forderungen hier nachgeben. Die vermeintliche Sorge um das Wohl der venezolanischen Bevölkerung sei zudem vorgeschoben. Sobald das venezolanische Öl unter US-Kontrolle steht, seien die Bürger des Landes wieder vollkommen egal.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

USA zwangen Österreich 2013 zu Durchsuchung von Morales-Flugzeug (Der Standard, 13.01.2015), dazu:
- Edward Snowden, Erzwungene Landung des bolivianischen Präsidenten, Wikipedia)
- U.S. officials take over S.F. Russian consulate (Joaquin Palomino, SFGate, 02.07.2014)

Mein Kommentar:
Es ist jetzt 17 Uhr. Der älteste Kommentar zur Telepolis-Meldung stammt von heute, 11:35h (Melbar Kasom). Mal sehen, ob, wann und wie unsere Leitmedien darüber berichten. Die neueste Meldung von n-tv über Venezuela:
- Kalter Krieg um Venezuela: Wo Russland und die USA Feinde sind (n-tv, 14.05.2019, 15:40h – Uhrzeit nur in der n-tv-App zu sehen)

Sergej Dorenko: Sein Tod und sein Leben

Der russische Fernseh- und Radiojournalist Sergej Dorenko wagte viel Kritik an russischen Politikern und Zuständen, verkaufte sich aber nicht an die Putin-Gegner. Am 9. Mai 2019 starb der 59 Jahre alte Journalist nach einem Motorradunfall.

Am 9. Mai 2019 kam der bekannte russische Radio- und Fernsehjournalist Sergej Dorenko ums Leben, als er die Kontrolle über sein Motorrad verlor. Das Fahrzeug schlitterte in hohem Tempo auf die Gegenfahrbahn und stieß dann gegen eine Straßenbegrenzung. 
Nach ersten Untersuchungen war die Aorta des Journalisten geplatzt, weshalb er die Kontrolle über das Motorrad verlor. Der Journalist starb im Krankenhaus. Hinweise auf einen politischen Hintergrund des Todes gibt es nicht. Die Ehefrau des Toten erklärte, dass bei ihrem Mann 2016 eine Aorta-Schwäche festgestellt wurde, die Ärzte aber nicht zu einer Operation geraten hätten. 
Karrierebruch nach U-Boot-Reportage
Der mit seinem Motorrad auf tragische Weise Verunglückte prägte die russische Medienlandschaft vor allem in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre. Zum Karrierebruch kam es nach dem Untergang des russischen Atom-U-Bootes Kursk im August 2000, bei dem alle Besatzungsmitglieder starben. Dorenko fuhr nach dem Unglück mit seinem Kamerateam in den Norden Russlands, in die kleine Stadt Bidjajewo, wo das U-Boot Kursk seinen Heimathafen hatte. 
In seiner Reportage für den damals wichtigsten Fernsehkanal, ORT, beschrieb der Journalist schonungslos das ärmliche Leben der U-Boot-Fahrer und ihrer Familien. Eine Kernthese der Reportage war, dass das russische Verteidigungsministerium nicht rechtzeitig etwas zur Rettung der Besatzung unternommen hatte. Diese Kritik wurde damals auch massiv von deutschen Medien vorgetragen. 
Russlands gerade neugewählter Präsident, Wladimir Putin, der damals nach Bidjajewo gefahren war, um den Angehörigen der toten Marine-Soldaten Rede und Antwort zu stehen, nahm die russische Militärführung damals in Schutz.
Nach der Veröffentlichung der Reportage am 2. September 2000 musste Dorenko den Fernsehkanal ORT verlassen. Hauptaktionär des Kanals war damals der Oligarch Boris Beresowski, der Wladimir Putin zunächst unterstützte, sich dann aber mit ihm überwarf und nach London emigrierte.
mehr:
- Tragischer Tod eines Epoche-prägenden russischen Journalisten. (Ulrich Heyden, NachDenkSeiten, 14.05.2019)