Mittwoch, 24. Juli 2019

Rutger Hauer ist tot

In Dutzenden Filmen und Serien spielt der große blonde Niederländer mit: Eine Rolle macht Rutger Hauer für Fans fast unsterblich - der Replikant in "Blade Runner". Nun ist er im Alter von 75 Jahren gestorben.
Stahlblaue Augen, scharf geschnittene Gesichtszüge, kantiges Kinn, blondes Haar - so sehen gemeine Bösewichter aus oder edle Helden. Der niederländische Filmstar Rutger Hauer konnte beide auf der Leinwand verkörpern und das mehr als 50 Jahre lang. Wie nun bekannt wurde, starb Hauer nach kurzer Krankheit am vergangen Freitag in seinem Wohnort im Norden der Niederlande, im friesischen Dorf Beetsterzwaag. Er wurde 75 Jahre alt.








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Ein menschlicher Roboter: Hauer in "Blade Runner".
(Foto: imago/Cinema Publishers Collection)
Hauer wird vor allem mit einem legendären Film verbunden: "Blade Runner" von 1982. 
In dem apokalyptischen Science-Fiction-Thriller, der im Jahr 2019 spielt, war Hauer der "Replikant" Roy Batty, eine roboterähnliche Mordmaschine mit zutiefst menschlichen Zügen - also Held und Bösewicht in einem. "Blade Runner" wurde ein Kultfilm und sollte den Durchbruch für Hauer in Hollywood bedeuten. Im Gegensatz zu seinem damaligen Gegenspieler Harrison Ford wollte Hauer übrigens nicht beim Folgefilm "Blade Runner - 2049" mitspielen. Der Film sei "überflüssig", sagte der Schauspieler 2018 am Rande der Berlinale in einem Interview.
mehr:
- Der Star von "Blade Runner" Rutger Hauer ist tot (n-tv, 24.07.2019)
siehe auch:
Der Mann, der den Blade Runner besiegte – und starb (Holger Kreitling, WELT, 25.07.2019)
Zum Tod von Rutger Hauer – Mehr als Tränen im Regen (David Kleingers, SPON, 25.07.2019)
Rutger Hauer ist tot: Wie Tränen im Regen (Tobias Kniebe, SZ, 24.07.2019)
Fernsehempfehlung: »Blade Runner« auf arte (Post, 05.10.2017)

Rutger Hauer Short Filmography {39:13}

Dutch Docu Channel
Am 15.07.2013 veröffentlicht 
Rutger Hauer Short Filmography
Floris 0:10
Turkish delight 1:02
Soldier of Orange 4:20
Nighthawks 6:41
Blade Runner 8:39
Ladyhawk 13:00
Flesh & Blood 17:10
The Hitcher 20:09
Escape from Sobibor 22:06
Blind fury 23:25
Wedlock 26:45
Confessions of a dangerous mind 30:31
Sin city 33:00
Batman begins 36:30
The rite 37:34
Rutger Oelsen Hauer (23 January 1944) is a Dutch actor, writer, and environmentalist. His career began in 1969 with the title role in the popular Dutch television series Floris. His film credits include Flesh+Blood, Blind Fury, Blade Runner, The Hitcher, Escape from Sobibor (for which he won a Golden Globe Award for Best Supporting Actor), Nighthawks, Wedlock, Sin City, Confessions of a Dangerous Mind, Ladyhawke, Buffy the Vampire Slayer, The Osterman Weekend, The Blood of Heroes, Batman Begins, Hobo with a Shotgun, and The Rite. Hauer also founded an AIDS awareness organization, the Rutger Hauer Starfish Association.

Blond Blue Eyes {1:00:35}
IveSeenFilms
Am 01.05.2017 veröffentlicht 
This is the internet premiere of the documentary by filmmaker Simone de Vries, who followed Rutger Hauer around the world over a period of several years in Hollywood and Friesland, and on different movie sets.
It is a close up on Rutger's life and career and the man himself.
Amongst the touching moments, are the meetings with Rutger and Erik Hazelhoff Roelfzema (the real ‘Soldier of Orange’), whom he considers a second father, friend and mentor.
'Blond, Blue Eyes' premiered in Utrecht during the Netherlands Film Festival, in October 2006.
Produced by Lagestee Film BV, Nederlandse Programma Stichting (NPS), Nederlands Fonds voor de Film.

Vaterland -- 1994 Deutsch {1:46:04}
Thanner Schimanski
Am 23.04.2013 veröffentlicht 
Es ist 1964, was wäre wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte?
Sci-Fi - Politthriller mit Rudger Hauer, FSK16,[OT. Fhaterland]
Berlin 1964:
Nazi-Deutschland hat den Krieg gewonnen und beherrscht ganz Euopa.
Hitler erwartet den ersten Besuch des US-Präsidenten Kennedy.
Die Beendung des kalten Krieges mit den USA ist das Ziel der neuen Außenpolitik.
Vor diesem Horrorszenario wird Kommissar März (Rutger Hauer) mit einem brisanten Mordfall betraut.
Bei seinen Recherchen merkt er bald, daß er einem schrecklichen Geheimnis auf der Spur ist...
Ein futurischer Thriller nach dem Roman von Robert Harris.

Blind Fury {2:19}

iwapa
Am 23.04.2013 veröffentlicht
洋風座頭市 

Die totalitären Giganten

Amazon und andere könnten eine totalitäre Weltwährung installieren, verbunden mit einem ausgefeilten System der Verhaltenskontrolle. Exklusivabdruck aus „Schönes neues Geld“.

Wer kennt Sie am besten? Ihre Frau/Ihr Mann ist es jedenfalls nicht. Große IT-Unternehmen wie Amazon oder Google haben so große Datenmengen über Sie gespeichert, dass sie damit nicht nur zu Verhaltenskontrolle, sondern auch zu Verhaltenssteuerung in großem Umfang fähig sind. Dieses Wissen über die Kunden ist auch der große Startvorteil der Internet-Riesen gegenüber herkömmlichen Banken. Noch halten die Nationalstaaten die Währungshoheit in der Regel in ihren Händen. Doch welche Regierung wird sich auf Dauer den global agierenden Giganten entgegenstellen können? Von diesem beängstigenden Zukunftsszenario berichtet Norbert Häring in seinem Buch „Schönes neues Geld: PayPal, WeChat, Amazon Go — Uns droht eine totalitäre Weltwährung“.

Die großen IT-Unternehmen haben größtes Interesse daran, das Zahlungsverkehrsgeschäft zu übernehmen. Und langfristig haben vor allem die großen Plattformbetreiber die besten Voraussetzungen, das zu schaffen. Denn für das Bankgeschäft braucht es nicht viel mehr als Datenanalyse, Vertrauen und Kundenzugang.

In Sachen Vertrauen ist ein sehr wichtiger Aspekt die Kapitalstärke. Da brauchen sich die Tech-Giganten nun wirklich nicht zu verstecken. Gegen sie sind selbst die großen Banken kleine, wacklige Gebilde. Auch an Kundenzahl sind sie jedem anderen Unternehmen um Meilen voraus. Was schließlich die Daten und ihre Verarbeitung angeht, haben die Banken gegenüber den IT-Unternehmen ganz schlechte Karten. Denn auf dem Gebiet sind diese zu Hause.

Eine Studie eines deutsch-amerikanischen Ökonomenquartetts ergab, dass schon ein paar Daten, die jeder Webseitenbetreiber ganz standardmäßig von jedem Besucher abgreifen kann, ähnlich viel Informationen über dessen Kreditwürdigkeit liefern, wie das Rating einer traditionellen Kreditauskunftei. Solche Daten sind die Art des genutzten Geräts und dessen Betriebssystem, ob man direkt oder über eine Suchmaschine oder ein Preisvergleichsportal kommt, der E-Mail-Provider, ob man Groß- und Kleinschreibung beachtet, ob man sich vertippt und ob die E-Mail-Adresse Vornamen oder Nachnamen enthält. „Mit ihrem überlegenen Zugang zu digitalen Fußabdrücken und ihrer überragenden Fähigkeit, diese zu verarbeiten, können die FinTechs das Geschäftsmodell der Banken gefährden“, schließen die Autoren.

mehr:
- Die totalitären Giganten (Norbert Häring, Rubikon, 24.07.2019)
siehe auch:
Frankreich drohen US-Strafzölle wegen Steuer für Google und Apple (Der Standard, 11.07.2019)
Trotz drohender US-Strafzölle Frankreichs Parlament besiegelt Digitalsteuer (SPON, 11.07.2019)
- Schutz für Online-Riesen: US-Regierung droht Frankreich wegen Digitalsteuer (dpa, t-online, 11.07.2019)

Den Kapitalismus als solchen zu verdammen, birgt Tücken

Mit einer pauschalen Kritik spielt man denen in die Hände, die den neoliberalen Kapitalismus als alternativlos ansehen.
Red. Heiner Flassbeck war deutscher Staatssekretär und von 2003-2012 Direktor bei der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung Unctad in Genf. Er veröffentlicht Wirtschaftsanalysen auf der Plattform Makroskop.
Slavoj Žižek, der bekannte slowenische Philosoph, beschreibt in einem Stück über Griechenland plastisch, wie paradox es ist, dass dort nun die Nea Demokratia wieder an der Macht ist, die dem Land die ganze Misere eingebrockt hat. Syriza mit Alexis Tsipras an der Spitze ist vor zwei Wochen von den Wählern gnadenlos zur Verantwortung gezogen worden für den Niedergang des Landes und die Verarmung grosser Teile der Bevölkerung.
Das, könnte man sagen, ist Demokratie. Aber es ist eine seltsame Demokratie, in der eine Partei für Politik abgestraft wird, die sie gar nicht wollte und die sie selbst sowie die grosse Mehrheit der Bevölkerung in einem Referendum (dem berühmten vom 5. Juli 2015) strikt abgelehnt hat. Kein Zweifel, Tsipras und seine Partei haben schliesslich die allseits verhasste und gescheiterte Politik unter dem Druck der Gläubiger in die Tat umgesetzt. Aber kann das ein Grund sein, diejenigen zu wählen, die diese Politik richtig finden und schon immer richtig fanden?
Žižek versucht, aus dem absurden griechischen Theater Lehren für die europäische Linke zu ziehen – und liegt grundlegend daneben. Für ihn hat sich Tsipras gegen seine eigenen Überzeugungen schlicht dem Kapitalismus unterworfen. Hat genau in dem Moment, wo das Volk seinen Widerstand erklärte, ein Bekenntnis der Ohnmacht gegenüber der kapitalistischen Ordnung abgegeben und das sei nicht einfach Verrat, sondern Ausdruck einer «tiefen Notwendigkeit».
Die Linke, meint er, müsse einen Ausweg aus der Sackgasse finden, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie gezwungen sei, Austerität durchzusetzen, obwohl sie das explizit nicht wolle. Zwischen den Zeilen schwingt die Aufforderung an die Linke mit, den Kapitalismus fundamentaler in Frage zu stellen als sie das bisher tut. Ähnlich auch Jean Ziegler. In seinem neuen Buch («Was ist so schlimm am Kapitalismus?») fordert der Soziologe die Linke explizit auf, zur Suche nach Alternativen zum Kapitalismus und das, obwohl er dem Kapitalismus zugesteht, innovationsfreudig und wohlstandsfördernd (für einige) zu sein.
mehr:
- Den Kapitalismus als solchen zu verdammen, birgt Tücken (Heiner Flassbeck, Info-Sperber, 24.07.2019)

Affair Bommeleeër: Justiz sieht Polizeiführung hinter der Anschlagsserie der 80er Jahre

Prozess um Bombenleger-Affäre in Luxemburg wird mit neun weiteren Angeklagten fortgesetzt
Zwischen 1984 und 1986 hielten erstaunlich professionelle Terroristen das Großherzogtum Luxemburg in Atem. Nachdem die finanziellen Mittel für Polizei- und Antiterroreinheit dramatisch aufgestockt wurden, endete die mysteriöse Anschlagsserie so plötzlich, wie sie begonnen hatte. Selbst die CIA rätselte, wer ein Interesse an jenem Terror ohne politisches Motiv haben konnte (Affair Bommeleeër: CIA tappte 1986 im Dunkeln).
2013 klagte die Staatsanwaltschaft trotz Einschüchterungsversuchen die beiden vormaligen Elite-Polizisten Marc Scheer und Jos Wilmes unter dem Vorwurf an, die Attentate inszeniert zu haben. Im darauffolgenden Prozess wurden zahlreiche Polizisten, Geheimdienstler und Spitzenpolitiker in den Zeugenstand gebeten, die sie sich bisweilen in Widersprüche verstrickten oder die Aussage mannhaft verweigerten (In Luxemburg kocht Stay Behind hoch). Bereits im Verlauf der Ermittlungen verschwanden 88 von 125 Beweisstücken. Geheimdienstliche Vertuschungsaktionen und Abhöraffären diesbezüglich produzierten einen gediegenen Geheimdienst-Skandal (Watergate in Luxemburg). Der "Jahrhundert-Prozess" brachte nicht nur das Prinzenhaus in Misskredit, sondern führte 2013 sogar zur Staatskrise (Juncker nimmt den Schlapphut).
mehr:
- Affair Bommeleeër: Justiz sieht Polizeiführung hinter der Anschlagsserie der 80er Jahre (Markus Kompa, Telepolis, 24.07.2019)
siehe auch:
- Bommeleeër: Die Chronologie der Anschläge (Steve Remesch, wort.lu, 24.07.2019)
Drei Bommeleeër-Ermittler im Zwielicht (Steve Remesch, wort.lu, 02.07.2019)
Affair Bommeleeër: CIA tappte 1986 im Dunkeln (Markus Kompa, Telepolis, 26.01.2017)

NATO-Geheimarmee & Anschlagsserie - Luxemburger "Jahrhundertprozeß" Teil1 {12:30}

antikriegTV
Am 21.07.2013 veröffentlicht 
AutorInnen Heike Demmel, Radio Z Nürnberg, die meike
Radio Radio Dreyeckland, Freiburg 102,3 MHz
Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.
"Kaum ein Kriminalfall hat Luxemburg derart in Atem gehalten wie die Anschlagsserie, die das Großherzogtum von 1984 bis 1986 erschütterte", untertitelt das Luxemburger Wort sein eigens für die Affär Bommeleeër eingerichtetes Dossier... Auch andere internationale Medien widmen sich der Affaire teilweise seit fünf Jahren intensiv.
Jetzt wackelt sogar der Stuhl des Premiers Jean-Claude Juncker - dieser hat zum Oktober vorgezogene Neuwahlen angesetzt.
Ein gebauter Beitrag zu dem "Jahrhundertprozeß", bei dem sich unter anderem auch der Großherzog vor Gericht verantworten muß, mit O-Tönen von Jerry Weyer, Gründer der Luxemburger Piratenpartei.

Der Schattenmann -- Wer hat die Bommeleeër-Anschläge verübt? Geheimarmeen in Europa {7:39}

KarlHeinzRanseierJr
Am 08.05.2013 veröffentlicht 
Der Schattenmann
Wer hat die Bommeleeër-Anschläge verübt?
Weitgehend unbeachtet findet seit Februar 2013 in Luxemburg ein Jahrhundertprozess statt. Es geht um die "Bommeleeër-Anschläge", bei denen in den 1980er Jahren Strommasten, Schwimmbäder und Gasstationen gesprengt wurden. Dann hörten die Attentate schlagartig wieder auf. Stecken geheime Strukturen dahinter?
Luxemburger Journalisten und der Anwalt der zwei angeklagten Polizisten, Gaston Vogel, - der Vorwurf gegen die beiden lautet auf Erpressung des staatlichen Stromkonzerns - listen immer mehr Indizien dafür auf, dass die Täter nicht einfache Kriminelle waren, sondern nur eine militärische Organisation dahinter stecken kann. Es ist nur sehr wenig darüber bekannt, dass die Nato im Kalten Krieg in Europa Geheimarmeen unterhielt - in Italien als Gladio, in Deutschland als Stay-behind-Organisation bezeichnet. Könnten sie für die Luxemburger Attentate verantwortlich sein? Ein deutscher Zeuge, der jüngst vor dem Luxemburger Gericht aussagte, sagt genau das. Der Anwalt der Angeklagten hält ihn für glaubwürdig, der renommierte Gladio-Experte Daniele Ganser fordert eine genaue Untersuchung der Aussagen, die auch das Münchner Oktoberfest-Attentat betreffen.

NATO-Geheimarmee - Luxemburgs Premier vor Geheimdienstausschuß {3:55}

antikriegTV
Am 21.07.2013 veröffentlicht 
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
http://facebook.com/antikriegtv
https://rebelmouse.com/antikriegtv
http://youtube.com/antikriegtv
http://youtube.com/antikriegtv2
Juncker und der Terror
Luxemburgs Premier mußte dem Geheimdienstausschuß seines Parlaments Rede und Antwort stehen
http://www.jungewelt.de/2013/05-08/04...
Die Luxemburger „Affaire Bommeleeër" bringt Ermittlungsbehörden in
Verlegenheit.
aktualisiert am 21.08.2019

Dienstag, 23. Juli 2019

Heimat der Tapferen

Um aus der derzeitigen Eskalationsspirale auszusteigen, müssen wir versuchen, uns in die Lage des Iran hineinzuversetzen.

Immer wieder wurde der Iran zum Opfer kolonialer, imperialistischer Ansprüche des Westens — durch Hungersnöte, Putsche und Sanktionen. Ein Land, das gelernt hat, sich nicht auf andere zu verlassen, weil Versprechen gebrochen, Loyalitäten gewechselt und Abkommen aufgekündigt werden, verlässt sich zwangsläufig immer stärker und selbstbewusster auf sich selbst — und bleibt wahrhaftig „souverän“.

Wenn man etwas aus der modernen Geschichte Irans lernen kann, dann Folgendes: Die Iraner haben gelernt, sich auf sich selbst zu verlassen — und nicht auf die Unterstützung der Großmächte. Zudem hat sich im iranischen Bewusstsein eingeprägt, dass diese Großmächte den Iran jederzeit — wie tatsächlich bereits passiert — verraten werden, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen.

Kolonialismus

Der Iran hat seinen Anteil an dem Schaden, den der Imperialismus der Welt zugefügt hat, abbekommen — die russisch-britische Kontrolle über den Iran in der Qajar-Ära, dann der Hungertod eines Fünftels der iranischen Bevölkerung in den Jahren 1917 bis 1919 durch die Beschlagnahmung von Nahrungsmitteln durch die britische Besatzungsmacht, die Irans Neutralität im Ersten Weltkrieg verletzt hatte, wie Barry Rubin in seinem „The Middle East: A Guide to Politics, Economics, Society and Culture“ auf Seite 508 dokumentiert.

Während des Zweiten Weltkriegs — ebenfalls zu einer Zeit, als Iran seine Neutralität erklärt hatte — folgte ein britischer Putsch, der den damaligen König Irans, Reza Schah, stürzte und dessen Sohn Mohammad Reza Schah auf den Throns setzte. Nicht erwähnt werden muss wohl der US-amerikanisch-britische Putsch, bei dem Hunderte getötet wurden und der den beliebten Mossadegh zu Fall brachte, weil er die iranische Erdölindustrie nationalisiert hatte — was die US-amerikanischen und britischen Interessen bezüglich des iranischen Erdöls geschädigt hätte.

Einzig während der Islamischen Revolution 1979 erlebte der Iran, wie eine tatsächliche demokratische Bewegung es bewerkstelligte, das Volk zu ermächtigen, ohne dass ausländische Mächte dies zum Scheitern bringen konnten. Und selbst danach halfen die US-Amerikaner, Europäer und sogar die arabischen Länder des Persischen Golfes (nicht mehr aufrufbar, Anmerkung der Übersetzerin) Saddam Hussein mit konventionellen und Chemiewaffen sowie mit Geheimdienstinformationen in einem Krieg, den er gegen den Iran entfacht hatte.

mehr:
- Heimat der Tapferen (Karim Sharara, Rubikon, 23.07.2019)
Trump und Coats lagen mehrfach öffentlich über Kreuz. So hatte der Geheimdienstkoordinator im Januar erklärt, dass der Iran seiner Einschätzung nach momentan nicht an einer Nuklearwaffe arbeite. Der Präsident widersprach und unterstellte den Diensten Ahnungslosigkeit.
[aus: Nach Ärger mit Trump – US-Geheimdienstkoordinator Coats geht, n-tv, 28.07.2019]

siehe auch:
Iran: Eine ganz große Koalition verfällt dem Kriegstaumel (Schriftsteller Amir Cheheltan im Interview, Leipziger Volkszeitung, 30.07.2019)
„Iran und USA – beide sind verrückt“ (Schriftsteller Amir Cheheltan im Interview, Leipziger Volkszeitung, 01.07.2019)
Leitmedien gleichgeschaltet (Post, 24.06.2019)
Wie gehabt: Transatlantische Einseitigkeit… (Post, 20.06.2019)
Michael Lüders spricht bei Lanz Klartext (Post, 18.06.2019)
Die Ankündigung von Wesley Clark: „Wir werden 7 Regierungen stürzen“ (Post, 07.04.2015)
Bahman Nirumand: Iran – »Der Atomkonflikt ist nur ein Vorwand« (Post, 27.02.2013)
»Der größte Einzelerfolg der CIA« (Post, 01.05.2012)
Saddams Rüstungslieferanten (Matthias Fink, Deutschlandfunk, 17.03.2003)
Iran/Irak: Wer die Waffen liefert (Spiegel, 24.11.1980)

64 Jahre später, CIA enthüllt lang verschwiegene Beteiligung am Militärputsch im Iran {23:49}

acTVism Munich
Am 16.11.2017 veröffentlicht 
Dieses Video wurde von The Real News Network produziert und von acTVism Munich auf freiwilliger Basis ins Deutsche übersetzt. Darin spricht Malcolm Byrne -- stellvertretender Direktor des nichtstaatlichen National Security Archive an der George Washington Universität, an der er das Projekt zu Iran-U.S.-Beziehungen des Archivs leitet -- über die langerwarteten und lange verborgenen CIA-Dokumente, die wichtige Details über den Sturz der demokratischen Regierung des Iran 1953 durch die USA und Großbritannien enthalten.
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Beitragsbild Quelle wird hier erwähnt:
http://www.actvism.org/opinions/cia-i...
Für die englische Version: https://www.youtube.com/watch?v=wihoB...

Volker Pispers - Menschenleben müssen hinten anstehen - 01.03.2015 {13:33 – Start bei 3:50}

moon_crane
Am 02.03.2015 veröffentlicht 
Verleihung Deutscher Kleinkunstpreis 2015 Volker Pispers

Lügenpresse: Iran will Atomabkommen brechen {6:06 – Start bei 1:01}

Actuarium
Am 19.06.2019 veröffentlicht 
Unsere Mainstreammedien berichten, der Iran plane, das Atomabkommen zu brechen. Das ist gelogen, gleich auf mehreren Ebenen.
Das komplette Atomabkommen (JCPOA) als PDF: http://www.europarl.europa.eu/cmsdata...

aktualisiert am 30.07.2019

Rechtsextremismus: Der Mainstream biegt sich sein Weltbild zurecht

Das krampfhafte Festhalten großer Teile des Mainstreams am Feindbild Russland treibt regelmäßig sonderbare Blüten. Russland ist danach “rechts” – und “rechts” ja “rechtsextrem” sind auch all die, welche die Kooperation mit Russland befürworten. Wenn dann die angeblich demokratische Regierung der Ukraine Bündnisse mit Neonazis eingeht, welche ständig den Krieg in der Ostukraine zu forcieren suchen, läuft man schwer in Dissonanz.
Am 15. Juli des Jahres hob die Polizei in mehreren norditalienischen Städten beeindruckende Waffenlager von Rechtsextremisten aus. Sie sicherte große Mengen an Schusswaffen und Munition sowie Devotionalien aus der Zeit des Nationalsozialismus (1,b1).
mehr:
- Die Rechtsextremen, die Ukraine und die Medien (Peter Frey, Peds Ansichten, 23.07.2019)

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Anhänger von Karpaty Lwiw halten
ein Transparent mit der
Aufschrift „Bandera – unser Held“
Vor allem im Westen der Ukraine wird Bandera heute von breiteren Bevölkerungsschichten als Nationalheld verehrt, dort gibt es auch Hunderte nach ihm benannte Straßen, viele lebensgroße Statuen und Büsten, einige monumentale Denkmäler sowie mehrere Museen zu seinen Ehren.[18][19] Die insbesondere in der Westukraine politisch erfolgreiche nationalistische Partei „Swoboda“ sowie die rechtsextreme Organisation Prawyj Sektorberufen sich ebenfalls auf Bandera. Die Anhänger des Fußballvereins Karpaty Lwiw zeigen bei Heimspielen ihres Vereins regelmäßig große Transparente mit seinem Konterfei.[20][21] In der Ostukraine, aber auch in Polen, Russland und Israel gilt Bandera hingegen überwiegend als Verbrecher und NS-Kollaborateur. Der US-amerikanische Historiker Per Anders Rudling bezeichnet Bandera auch als Faschisten.[8]
Am 22. Januar 2010 verlieh der damalige ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko Bandera postum den Ehrentitel Held der Ukraine.[22] Die damalige Ministerpräsidentin Julia Timoschenko von der Vaterlandsparteisprach Juschtschenko in dieser Angelegenheit ihre Unterstützung aus.[23][24][25] Die polnische und russische Regierung sowie einige andere Institutionen protestierten gegen diese Ehrung.[26] Das Europäische Parlamentäußerte die Hoffnung, dass der neue Präsident der Ukraine diesen Präsidialerlass revidiere. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum verurteilte die Ehrung und wies darauf hin, dass Bandera Mitschuld am Tod von Tausenden Juden trage.[27]
Im März 2010 kündigte der neue Präsident der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, an, dass Juschtschenkos Erlass außer Kraft gesetzt werde.[28] Im Januar 2011 wurden gerichtliche Entscheidungen, den Titel wieder abzuerkennen, schließlich rechtskräftig.[29] Die Pressestelle des Blok Juliji Tymoschenko kritisierte die Gerichtsentscheidung als politisch. Die Aberkennung sei zudem ein Bruch von Wahlversprechen Janukowytschs.[30]
[Stepan Bandera, Nachwirkung, Wikipedia, abgerufen am 25.07.2019]
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"Völker vergessen Geschichte nicht"

In Russisches Roulette - Vom Kalten Krieg zum Kalten Frieden lässt Horst Teltschik minutiös die Gespräche und Verhandlungen im Vorfeld der deutschen Einheit Revue passieren. Detailreich beschreibt er die verborgenen Zeichen des Vertrauens zwischen Staatsoberhäuptern und erläutert die klaren Visionen und Forderungen, die damals große Politik möglich machten.
mehr:
- "Völker vergessen Geschichte nicht" (Bulgan Molor-Erdene, Telepolis, 23.07.2019)

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Der außenpolitische Schlüssel zur deutschen Einheit lag nach der Überzeugung beider deutschen Regierungen, auch bereits zu Zeiten der Regierung Modrow und des Zentralen Runden Tisches, in Moskau. Dort machte Gorbatschow der Bundesregierung am 10. Februar 1990 das grundlegende Zugeständnis, dass die Deutschen in Ost und West selbst wissen müssten, welchen Weg sie gehen wollten. Sie hätten das Recht, die Einheit anzustreben. In der sowjetischen Presse betonte er 11 Tage später die Verantwortung der Vier Mächte, denen die Deutschen nicht einfach ihre Vereinbarungen zur Billigung vorlegen dürften, die „Unverrückbarkeit“ der Nachkriegsgrenzen in Europa und die Notwendigkeit der Einbettung einer Wiedervereinigung in die Schaffung einer neuen gesamteuropäischen Sicherheitsstruktur.[46]
Bereits am 2. Februar hatte Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher den Vorschlag des State Departements gutgeheißen, die äußeren Rahmenbedingungen des Einigungsprozesses in Zwei-plus-Vier-Verhandlungen festzulegen. Als beim Treffen der Außenminister von NATO und Warschauer Pakt am 13. Februar in Ottawa die Vertreter Italiens und der Niederlande die eigene Beteiligung an den Verhandlungen über die deutsche Einheit forderten, war die Zwei-plus-Vier-Konstellation unter den Beteiligten bereits so verankert, dass Genscher den Kollegen energisch entgegnen konnte: „You are not part of the game!“[47] Von da an vergingen aber noch zwei Monate, bis am 12. April mit Markus Meckel der DDR-Vertreter für diese Verhandlungen die Amtsgeschäfte überhaupt erst aufnehmen konnte.
Auch auf diesem Feld waren also bereits Weichen gestellt, bevor die DDR-Seite sich wirksam einzubringen vermochte. Vom Zentralen Runden Tisch her bestand die Vorstellung eines entmilitarisierten Status für das geeinte Deutschland. Die Friedensbewegung der DDR war ein wichtiger Sammelpunkt früher SED-Opposition nicht zuletzt im Schutze der Kirchen gewesen. Das neue Außenministerium unter Führung des Theologen Meckel ging mit Idealismus und Gestaltungsanspruch an die Arbeit, wollte nicht bloß die Rolle des Bonner Juniorpartners und Erfüllungsgehilfen spielen. Mit Vorstellungen über eine gesamteuropäische Sicherheitsordnung, Neutralität und Überwindung des Blockdenkens sah man sich den Zielen Gorbatschows näher als denen der Bundesregierung. Insgesamt aber fehlte es nicht nur an internationaler und diplomatischer Erfahrung, sondern angesichts akuter wirtschaftlicher Schwäche und absehbar befristeter Wirkungsmöglichkeiten an tatsächlichem Einfluss.[48]
[
Deutsche Wiedervereinigung, Äußere Voraussetzungen des Einigungsprozesses, Wikipedia, abgerufen am 02.09.2019]
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Abmachung 1990: "Keine Osterweiterung der NATO" || Aussenminister Genscher & Baker {3:16}

antikriegTV
Am 06.07.2014 veröffentlicht 
Antikrieg TV
http://www.antikriegsnachrichten.de
http://www.antiwarnews.org
http://www.antikrieg.tv
http://facebook.com/antikriegtv
https://rebelmouse.com/antikriegtv
http://youtube.com/antikriegtv
http://youtube.com/antikriegtv2
English
https://www.facebook.com/antiwartv
Zitat Genscher aus dem Video:
»Wir waren uns einig, daß nicht die Absicht besteht, das NATO-Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten. Das gilt übrigens nicht nur in Bezug auf die DDR, die wir gar nicht einverleiben wollen, sondern gilt ganz generell.«
Man schaue sich das Gespräch mit Hans-Dietrich Genscher auf der Deutschen Welle an:
Journal Interview - 25 Jahre Mauerfall: die Deutschen schreiben Geschichte (Deutsche Welle, Sendung vom 09.11.2014, Länge: 12:05)
Hans-Dietrich Genscher blickt zurück: Der Weg zur deutschen Einheit. Wer bremste, wer half? Der damalige Bundesaußenminister erinnert sich an die Tage, in denen Berlin im Brennpunkt des Weltgeschehens stand. Und Genscher bewertet, was seitdem erreicht wurde - für Deutschland und in Europa.
Dabei achte man auf Genschers Darlegungen ab 10:04 (davor spricht er über den NATO-Russland-Rat):
»Das ist nie Gegenstand der Verhandlungen gewesen und schon gar nicht ein Verhandlungsergebnis.«
In Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (Post, 25.03.2014) ist einiges über die deutlichen Reden Putins vor dem Deutschen Bundestag und vor der Münchner Sicherheitskonferenz zu sehen und zu lesen.

Horst Teltschik im Telepolis Salon 25.06.2019 {1:07.2017 – Start bei 17:04}

Telepolis Salon
Am 04.07.2019 veröffentlicht 
Telepolis-Salon am 25. Juni auf der Alten Utting mit unserem Gast Horst Teltschik
Vor 70 Jahren, am 4. April 1949, wurde die Nato als Verteidigungsbündnis gegründet, der Gegner hieß damals Sowjetunion. Im selben Jahr, am 29. August, wurde die erste sowjetische Atombombe erfolgreich gezündet. Stalin hatte das sowjetische Atomwaffenprogramm nach dem Abwurf amerikanischer Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki beschleunigt.
Wir befinden uns wieder in einer ähnlichen Eskalationsspirale zwischen der von den USA dominierten Nato und Russland wie im Kalten Krieg vor 60 Jahren. Nach einer kurzen Phase der Wiederannäherung und der Möglichkeit einer neuen Friedensordnung nach der Auflösung der Sowjetunion begann mit der fortschreitenden Osterweiterung der Nato und den Plänen zur Stationierung des US-Raketenabwehrsystem in osteuropäischen Ländern nach der Aufkündigung des ABM-Vertrags erneut eine Phase der Eskalation, die schon längst wieder zu einem nuklearen Wettrüsten geführt hat, das mit Cyberwar-Szenarien, Hyperschallraketen oder -drohnen und autonomen (Waffen)Systemen noch gefährlich ist als im "alten" Kalten Krieg, zumal neben der Nato und Russland auch China und weitere Staaten mitspielen und die Lage explosiver machen.
Horst Teltschick hat gerade ein Buch mit dem Titel "Russisches Roulette" veröffentlicht, in dem er erörtert, warum die Chance nach dem Ende des Kalten Krieges nicht ergriffen wurde oder werden sollte, eine Annäherung zwischen Nato und Russland als Partner zu erwirken. Eine politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der EU und Russland in einem Gemeinsamen Wirtschaftsraum und damit auch eine neue Friedensordnung wäre in Aussicht gestanden, da mit der KSZE und später der OSZE schon etwas in Gang gebracht wurde. Nach einigen Schritten in diese Richtung wurden aber nach und nach die Verbindungen durchschnitten und Verträge gekündigt. Teltschik beschreibt, wie die Chancen verspielt wurden und die Konfrontationspolitik vor allem der Nato zu der gefährlichen militärischen Eskalationsspirale geführt haben, in wir uns befinden.
Teltschik hat wie kaum ein anderer die Zeit vom Ende des Kalten Kriegs über die Friedensbemühungen und bis zur neuen Eskalation politisch als Akteur und in Kenntnis von vielen der beteiligten Politiker mitverfolgt. Der Politikwissenschaftler war ab 1970 für die CDU tätig und wurde 1972 vom damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Helmut Kohl in die Staatskanzlei geholt.
1982 wurde er unter Kohl Leiter der Abteilung "Auswärtige und innerdeutsche Beziehungen, Entwicklungspolitik, Äußere Sicherheit" und stellvertretender Leiter im Bundeskanzleramt in Bonn, er war als außenpolitischer Berater von Kohl und 1989/1990 an den Verhandlungen zur deutschen Einheit beteiligt. Danach ging er in die Wirtschaft und war u.a. für Bertelsmann, BMW und Boeing tätig. Von 1999 bis 2008 leitete er die Münchner Sicherheitskonferenz, wo sich jährlich internationale Spitzen- und Sicherheitspolitiker, hohe Militärs, Vertreter der Rüstungsindustrie und internationalen Organisationen treffen. Teltschik spricht von einem "Kalten Frieden" und wirbt für eine neue Entspannungspolitik.

Russisches Roulette – Ein Gespräch mit Horst Teltschik und Stefan Kornelius {1:41:28}
Salon im Cafe Luitpold
Am 31.05.2019 veröffentlicht 
Vom Kalten Krieg zum Kalten Frieden. Ein Gespräch mit Horst Teltschik und Stefan Kornelius/SZ
Die NATO und Russland befinden sich in einer Eskalationsspirale, die nicht selten an Sandkastenspiele trotziger Kinder erinnert: Truppen werden an die Grenze verlegt, die Militärs führen Manöver durch, die jeweils klar gegen den anderen gerichtet sind, es wird aufgerüstet und von gegenseitigem Vertrauen ist nichts mehr zu spüren. Wie konnte es so weit kommen?
Horst Teltschik zeigt in seinem Buch, wie die Chancen von 1989/90 auf eine stabile internationale Friedensordnung verspielt wurden und warum die heutige Konfrontation zwischen NATO und Russland durch eine neue Entspannungspolitik entschärft werden muss.
Horst Teltschik war unter Helmut Kohl stellvertretender Leiter des Kanzleramtes und Chef der Abteilung für auswärtige Beziehungen. Als Sonderbeauftragter spielte er eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen zur deutschen Einheit 1989/90. Von 1999 bis 2008 leitete Horst Teltschik die Münchner Sicherheitskonferenz.
Stefan Kornelius ist Ressortleiter Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung.

STRATFOR Chef legt die Außenpolitik der USA offen: Ukraine, Russland, Deutschland, Nahost {12:52; Start bei 3:18}

LT-News.com
Am 26.08.2015 veröffentlicht 
Ziel: Allianz zwischen Russland und Deutschland verhindern
NATO malt mal wieder den Teufel an die Wand: die angebliche russische atomare Bedrohung (Post, 25.05.2019)
Kohl-Berater Teltschik über Merkels Russlandpolitik "Putin fühlt sich von den Europäern weggestoßen" (Post, 08.03.2019)
"Raketenabwehr" klingt gut - aber… (Post, 01.02.2019)


US-Staatsverschuldung explodiert

Staatsverschuldung ist auf 22 Billionen US-Dollar angewachsen, im September könnte dem Staat schon wieder das Geld ausgehen
Der König der Schulden, wie sich Donald Trump früher selbst nannte, hat wie seine Vorgänger kräftig die Staatsschulden vergrößert, während er die Steuerlast der Reichen und Unternehmer senkte, den Rüstungshaushalt erhöhte und dafür manche Sozialprogramme senkte. Nach einem Berichtdes Congressional Budget Office (CBO) ist das Haushaltsdefizit unter Donald Trump weiter gewachsen, weil stets mehr ausgegeben, als eingenommen wurde. Unter der Regierung von Obama und Vizepräsident Biden, der wieder als Präsidentschaftskandidat antritt, sind die Staatsschulden um 9 Billionen US-Dollar auf fast 20 Billionen angewachsen. Ein Grund war die Finanzkrise, dazu kamen die über Schulden finanzierten Kriege und die sinkenden Steuern für Reiche unter George W. Bush, aber seitdem ging es stetig bergauf.
Die Staatsverschuldung ist nun auf 22 Billionen US-Dollar angestiegen. Das sind 78 Prozent des BIP. Nach dem CBO können unter den gegebenen Bedingungen die Schulden auf eine Höhe von 144 Prozent des BIP bis 2049 ansteigen, so hoch wie nie zuvor. Dabei sind neue Schulden gar nicht das Hauptproblem, es explodiert vor allem die Zinsbelastung, zumal wenn die Zinsen deutlich steigen sollten. Social Security und Medicare sind weiterhin vor dem Rüstungshaushalt die größten Ausgabenposten.
mehr:
- US-Staatsverschuldung explodiert weiter: kein Wahlkampfthema (Florian Rötzer, Telepolis, 23.07.2018)
siehe auch:
- Mit dem Dollar führen die USA die Welt am Gängelband (Mohssen Massarrat, Info-Sperber, 10.07.2019)
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Montag, 22. Juli 2019

Verschwörungstheorie: Lyme-Borreliose durch Biowaffenexperimente entstanden?

In dem vom Repräsentantenhaus beschlossenen Pentagon-Haushaltsgesetz wird eine Überprüfung gefordert, ob im Kalten Krieg an Insekten als Biowaffen gearbeitet wurde
Das Haushaltsgesetz für das Pentagon ist noch nicht verabschiedet. Das Repräsentantenhaus, in dem die Demokraten eine Mehrheit haben, und der Senat haben ihre Version verabschiedet. Es dürfte noch einiges verändert werden, um eine gemeinsame Version zu finden, die dann US-Präsient Donald Trump vorgelegt wird. In den Entwurf des Repräsentantenhauses hat der demokratische Abgeordnete Chris Smith von New Jersey mit Unterstützung des Demokraten Collin C. Peterson und des Demokraten Andy Harris einen Zusatz eingefügt, der vermutlich keine Chancen haben dürfte, auch im Senat durchzugehen, aber doch Aufsehen erregt hat.
Smith fordert in dem Zusatz, dass der Generalinspektor des Verteidigungsministeriums überprüft, ob das Pentagon in den Jahren zwischen 1950 und 1975 mit Zecken und anderen Insekten als Biowaffen experimentiert hat. Wenn dies geschehen ist, dann sollen die Ausmaße der Forschung untersucht und berichtet werden, ob Zecken versehentlich oder absichtlich aus dem Labor freigesetzt wurden.
Hintergrund ist, dass Smith vermutet, dass die von Zecken übertragene und von Borrelia burgdorferi verursachte Infektionskrankheit Lyme-Borreliose aus den militärischen Labors stammen könnten. New Jersey sei davon besonders betroffen, insbesondere Kinder. Jährlich könnte es in den USA, wie die CDC vermuten, 300.000 Erkrankungen und mehr geben, Tendenz ansteigend. Behandelt wird sie meist mit Antibiotika.
mehr:
- US-Abgeordnete wollen wissen, ob Lyme-Borreliose durch Biowaffenexperimente entstanden ist (Florian Rötzer, Telepolis, 22.07.2019)
siehe auch:
- Dilyana Gaytandzhieva (Wikispooks – Google-Übersetzung)
REVEALED: Pentagon’s $70 Million Chemical & Biological Program at Porton Down in UK (Dilyana Gaytandzhieva, 21st Century Wire, 28.03.2018)
NEWS FRONT IM GESPRÄCH MIT DILYANA GAYTANDZHIEVA ÜBER US-BIOLABORE AN DER GRENZE ZU RUSSLAND (NewsFront, 16.02.2018)
Azerbaijan Forces Bulgaria to Fire Reporter Who Exposed Arms Shipments to Terrorists (Harut Sassounian, Armenian Weekly, 29.08.2017)
Pentagon Setting Biological Bombs Against Europe? (Oriental Review, 21.08.2017 – Google-Übersetzung)
- Pentagon's bio laboratories surround Russia. What for? (Dmitry Sudakov, Pravdareport, 09.06.2017)
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Guru-Forming in der alternativen Szene

Im Mai 2015 hat mir KenFM, wie übrigens schon davor ein paar Mal und danach noch viel öfter, ein inneres Freudenfest gezaubert.
Bei „KenFM im Gespräch“ war ein Mensch zu Gast, der mich in den Bann zog. Optisch war er eine Mischung aus Terry Gilliam und Winnie Puh, mit dem Kinn eines Spartaners und auch mit einer subtilen Gefährlichkeit ausgestattet, erklärbar mit diesem kitzelnden Gefühl in der Magengrube, wenn man auf einem schon lange ruhenden Vulkan einen Spaziergang macht.
Mir war klar, dieser Mensch, der den Namen Dirk Pohlmann trägt, ist etwas sehr spezielles. Über die letzten vier Jahre hatte ich das wirklich große Vergnügen immer wieder bestätigt zu bekommen, wie richtig mein erster Eindruck, den ich von Dirk hatte, war. Aber doch lag ich auch etwas daneben, denn scheinen Menschen auf Video oft größer als sie sind, war es bei Dirk anders, da ich ihn nicht nur von seiner beruflichen, sondern auch von seiner menschlichen Seite kennen lernen durfte.
Wobei, bei Dirk kann man das so gar nicht trennen, er ist ein ganzer Mensch und gerade wegen seiner herzlichen Art ist er dann doch auch in seinem Beruf als investigativer Journalist so weit gekommen. Was nämlich für mich einen investigativen Journalisten primär auszeichnet ist ein Drängen zur Gerechtigkeit mit Blick und Rücksichtsnahme auf die Schwachen. Das zeigt sich dadurch, dass das Herz für die Menschen schlägt, die man gerne als Unterschicht, Arbeiter, neuerdings auch absturzgefährdete Mittelschicht zusammen fassen möchte – warum nicht einfach die Geknechteten sagen. Das sind viele von uns.
Und für diese Menschen und somit auch gegen ihre Machthaber, Herrschaftseliten und Gewaltstrukturen, oder wie es der israelische Autor Yuval Noah Harari treffend zusammen fasst, der militärisch-industrielle- wirtschaftliche-mediale Komplex, dagegen arbeitet eben auch Dirk Pohlmann.
mehr:
- STANDPUNKTE • Der fantastische Dirk Pohlmann (Standpunkt von Stephan Bartunek, KenFM, 22.07.2019)

mein Kommentar:
Abgesehen von meine despektierlichen Titel:
Für mich gehören Dirk Pohlmanns Vorträge zum Besten, zum Seriösesten und zum Fundiertesten, was man derzeit lesen kann.

Dirk Pohlmann: Die NATO und ihre Sehnsucht nach Krieg {1:01:18}

eingeSCHENKt.tv
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Die USA machen Druck auf die NATO-Partner, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für den Militärhaushalt auszugeben.
Deutschland müsste somit seine Ausgaben für die Rüstung auf insgesamt 60 bis 70 Milliarden Euro anheben und somit fast verdoppeln.
Derzeit gibt unser Land in etwas 1,2 Prozent des BIP für "Verteidigung" aus.
Sollte sich Deutschland auf diese Forderung der NATO einlassen, wird es mehr für Rüstung und Militär ausgeben als Russland!
Aber was sind die Hintergründe dieser Agenda der Aufrüstung und warum ist die NATO so aggressiv und strikt in ihrer Forderung, das Aufrüsten voranzutreiben?
Dirk Pohlmann erklärt die Hintergründe in seinem Vortrag, den wir für Euch in Dresden aufgezeichnet haben.
►►► Podcast: https://hearthis.at/eingeschenkt.tv/d...
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