Freitag, 25. September 2020

Panikmeldungen: »Die Zahlen steigen!« - Was ist mit den Intensivbetten?

Intensivbettenbelegung zu Beginn der "Zweiten Welle" im europäischen Überblick

In Spanien und in Frankreich nimmt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus rasant zu, der Corona-Alarm tönt, der Beginn der "Zweiten Welle" scheint nun eingeläutet. "Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen. Auch bei uns", warnt Christian Drosten bereits. Doch wie sieht die aktuelle Lage in den Intensivstationen Europas und Deutschlands aus? Wie viele Betten sind belegt, wenn es "losgeht"? Fragen, die die mediale Fixierung auf Neuinfektionszahlen selten betrachtet. Liegt das daran, dass es in Deutschland ausreichend viele Betten zur Verfügung stehen?

Zwar hat die Wucht der Pandemie Deutschland nicht so stark getroffen wie die Nachbarländer, das liegt Drosten zufolge jedoch daran, dass "ungefähr vier Wochen früher" reagiert wurde. "Wir waren nicht deshalb erfolgreich, weil unsere Gesundheitsämter besser waren als die französischen, oder weil unsere Krankenhäuser besser ausgestattet sind als die italienischen", so Drosten. An der besseren Ausstattung könnte es allerdings gelegen haben.

"Im Gegensatz zu Spanien, Frankreich und Italien haben wir eine sehr hohe Dichte an Krankenhäusern und Betten, und das hat sich in dieser Krise als großer Vorteil erwiesen", sagte Uwe Janssens, Leiter der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) im April. Als einer der Faktoren, die die Zahl der Todesfälle in Deutschland vergleichsweise niedrig gehalten haben, wird auch in ausländischen Medien oft auf die vergleichsweise hohe Anzahl an Intensivbetten hingewiesen.

In den 1.160 Krankenhäusern Deutschlands mit Intensivstationen (ICU) stehen über 30.000 Intensivbetten zur Verfügung. Statistisch gesehen kommt Deutschland pro 100.000 Einwohner auf zwischen 30 und 36 Intensivbetten, wobei in der aktuellen Krisensituation die Kapazitäten auf über 45 Intensivbetten pro 100.000 Einwohner ausgebaut werden können - ein Höchstwert im internationalen Vergleich. Deutlich geringer sind die allgemeinen Kapazitäten in den besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Staaten Spanien mit 9,7 und Italien mit 12,5 Intensivbetten je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern, in Frankreich liegt die Zahl bei 11,6 Intensivbetten.
mehr:
- Wie ausgelastet sind die Intensivstationen? (Bulgan Molor-Erdene, Telepolis, 25.09.2020)
siehe auch:
Wie war der Verlauf des Infektionsgeschehens in Deutschland? (Wolf Hinrich Wallis, Telepolis, 24.09.2020)

Für 2021 plant Scholz mit neuen Krediten in Höhe von 96,2 Milliarden Euro. Dafür soll, wie auch dieses Jahr, erneut die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ausgesetzt werden. Das sei nötig, sagte Scholz, um den Weg zu Ende zu gehen, den die Bundesrepublik mit ihrem Krisenprogramm seit Ausbruch der Corona-Pandemie gehe. «Wir handeln entschlossen, auch wenn es viel Geld kostet - Nichtstun käme unserem Land sehr viel teurer», betonte er. Insgesamt plant Scholz mit Ausgaben in Höhe von 413,4 Milliarden Euro. Das ist fast ein Fünftel weniger als in diesem Jahr - allerdings schlugen da auch enorme Summen etwa für Hilfspakete zu Buche. Ab 2022 will Scholz die Schuldenbremse wieder einhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass keine Schulden gemacht werden - in gewissem Umfang sind neue Kredite erlaubt. Und diesen Umfang, kündigte Scholz an, wolle er ausschöpfen.
[Wie war der Verlauf des Infektionsgeschehens in Deutschland? (Lippische Landeszeitung, 23.09.2020]

- Auf die Rekordschulden werden Steuererhöhungen folgen (Martin Greive, Handelsblatt, 19.09.2020)

Hamburger Ärzte-Chef legt gegen "Corona-Strategen" nach: "Wer infiziert ist, ist nicht krank"

In einem Gastbeitrag griff Walter Plassmann, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, die Virus-Mahner Markus Söder und Christian Drosten an und trat eine Diskussion los. Im Interview mit FOCUS Online nennt Plassmann die Gründe für Deutschlands ängstliche Corona-Politik und erklärt, warum die Fixierung auf Infektionszahlen keinen Sinn macht.

"Wer die Gesellschaft mit immer neuen Hiobsbotschaften auf immer höhere Bäume treibt, der macht die Gesellschaft krank" - diese Worte schrieb Walter Plassmann in einem Gastbeitrag im "Hamburger Abendblatt", über den FOCUS Online berichtete. Adressaten der Kritik waren die führenden Corona-Mahner in Deutschland, namentlich Markus Söder, Christian Drosten und Karl Lauterbach.

Vor allem das permanente Mahnen und die "politisch-mediale Aufgeregtheit", die von den genannten Personen befeuert wird, stören den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.

Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online

Im Interview mit FOCUS Online nennt Plassmann nun die Gründe für Deutschlands vorsichtige Corona-Politik, erklärt, warum eine Fixierung auf Infektionszahlen als Indikator keinen Sinn ergeben und wird deutlich beim Thema Maskenpflicht.
mehr:
siehe auch:

Der Neoliberalismus hat ausgedient, sagt der Chef des Weltwirtschaftsforums. Von Oskar Lafontaine.

„Der Neoliberalismus in dieser Form hat ausgedient“, sagt jetzt auch der Chef des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, in der „Zeit“: „Ich bin davon überzeugt, dass die unternehmerische Kraft jedes Einzelnen die Triebfeder für echten Fortschritt ist – und nicht der Staat. Aber diese individuelle Kraft muss in ein System von Regeln eingebettet werden, das ein Überborden in die eine oder andere Richtung verhindert. Diese Funktion muss ein starker Staat erfüllen. Der Markt löst allein keine Probleme.“ Er hält auch eine Besteuerung von Millionen-Vermögen für „sozial gerechtfertigt“. Damit ist Klaus Schwab weiter als Kanzlerin Merkel oder „zurück an die Arbeit“-Friedrich Merz.
mehr:

mein Kommentar:
Lieber Oskar, die Worte hör’ ich wohl…
siehe auch:

[…] Die politische Handlung im emphatischen Sinne braucht aber eine Vision und einen hohen Einsatz. Sie muss auch verletzen können. Das tut aber die glatte Politik von heute nicht. Nicht nur Angela Merkel, sondern die Politiker von heute sind nicht fähig dazu. Sie sind nur noch gefällige Handlanger des Systems. Sie reparieren da, wo das System ausfällt, und zwar im schönen Schein der Alternativlosigkeit. Die Politik muss aber eine Alternative anbieten. Sonst unterscheidet sie sich nicht von der Diktatur. Heute leben wir in einer Diktatur des Neoliberalismus. Im Neoliberalismus ist jeder von uns Unternehmer seiner selbst. Kapitalismus zu Zeiten von Marx hatte eine ganz andere Arbeitsstruktur. Die Wirtschaft bestand aus Fabrikbesitzern und Fabrikarbeitern, und kein Fabrikarbeiter war der Unternehmer seiner selbst. Es fand eine Fremdausbeutung statt. Heute findet eine Selbstausbeutung statt – ich beute mich aus in der Illusion, dass ich mich verwirkliche.

"Freiheit ist eine Gegenfigur des Zwanges"
ZEIT Wissen: Der Begriff Neoliberalismus wird deshalb gern auch als Kampfbegriff der Linken bezeichnet.

Han: Das stimmt nicht. Neoliberalismus bezeichnet den Zustand der heutigen Gesellschaft sehr gut, denn es geht um die Ausbeutung der Freiheit. Das System will immer produktiver werden, und so schaltet es von der Fremdausbeutung auf die Selbstausbeutung, weil dies mehr Effizienz und mehr Produktivität generiert, alles unter dem Deckmantel der Freiheit.

ZEIT Wissen: Ihre Analyse klingt nicht besonders ermutigend. Wir beuten uns selbst aus, wir riskieren nichts, weder in der Liebe noch in der Politik, wir wollen nicht verletzt werden und nicht verletzen.

Han: Tut mir leid, aber das ist eine Tatsache.

ZEIT Wissen: Wie kann ein Einzelner in dieser Gesellschaft sein Glück finden – sollen wir uns mehr für unsere Ideale engagieren?

Han: Das System erschwert das. Wir wissen ja nicht einmal, was wir wollen. Die Bedürfnisse, die ich als meine Bedürfnisse wahrnehme, sind nicht meine Bedürfnisse. Nehmen Sie den Textildiscounter Primark. Menschen organisieren sich in Fahrgemeinschaften, weil es Primark nicht in jeder Stadt gibt. Dann kommen sie an und plündern fast den Laden. In einem Zeitungsartikel wurde neulich von einem Mädchen berichtet: Als es erfuhr, dass Primark auf dem Alexanderplatz neben C&A einzieht, schrie es vor Freude auf und sagte, wenn Primark hier entsteht, ist mein Leben perfekt. Ist dieses Leben wirklich ein perfektes Leben für sie, oder ist es eine Illusion, die diese Konsumkultur erzeugt hat? Schauen wir genau hin, was da passiert. Mädchen kaufen hundert Kleider, jedes Kleid kostet vielleicht fünf Euro – was schon für sich genommen ein Wahnsinn ist, weil für solche Klamotten Menschen in den Ländern wie Bangladesch sterben, wenn eine Kleiderfabrik einstürzt. Die Mädchen kaufen also hundert Kleider, aber sie ziehen sie kaum an. Wissen Sie, was die damit machen?

ZEIT Wissen: Sie präsentieren die Kleidung auf YouTube, in Haul-Videos.

Han: Genau, sie machen damit Werbung! Sie erstellen massenweise Videos, in denen sie die Kleider anpreisen, die sie gekauft haben, und Model spielen. Jedes YouTube-Video wird eine halbe Million Mal angeklickt. Konsumenten kaufen Kleider oder andere Dinge, aber sie gebrauchen sie nicht, sondern sie machen Werbung, und diese Werbung generiert neuen Konsum. Das heißt, es ist ein absoluter Konsum entstanden, der vom Gebrauch der Dinge abgekoppelt ist. Das Unternehmen hat die Werbung an die Konsumenten deligiert. Es macht selbst keine Werbung. Das ist ein perfektes System.

ZEIT Wissen: Sollte man dagegen protestieren?

Han: Warum sollte ich dagegen protestieren, wenn Primark kommt und mein Leben perfekt wird?

ZEIT Wissen: "Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein", schreiben Sie in Ihrem neuen Buch Psychopolitik. Warum?

Han: Freiheit ist eine Gegenfigur des Zwanges. Wenn man den Zwang, dem man unbewusst unterworfen ist, als Freiheit empfindet, ist das das Ende der Freiheit. Deshalb sind wir in einer Krise. Die Krise der Freiheit besteht darin, dass wir den Zwang als Freiheit wahrnehmen. Da ist kein Widerstand möglich. Wenn Sie mich zu etwas zwingen, kann ich mich gegen diesen äußeren Zwang wehren. Aber wenn kein Gegenüber mehr da ist, das mich zu etwas zwingt, dann ist kein Widerstand möglich. Deshalb lautet das Motto, das ich meinem Buch als Motto vorangestellt habe: "Protect me from what I want." Der berühmte Satz der Künstlerin Jenny Holzer.

ZEIT Wissen: Wir müssen uns also vor uns selbst beschützen?

Han: Wenn ein System die Freiheit angreift, muss ich mich wehren. Das Perfide ist aber, dass das System heute die Freiheit nicht angreift, sondern sie instrumentalisiert. Ein Beispiel: Als es in den achtziger Jahren die Volkszählung gab, sind alle auf die Barrikaden gegangen. In einer Behörde ist sogar eine Bombe hochgegangen. Die Menschen sind auf die Straßen gegangen, weil sie einen Feind hatten, nämlich den Staat, der ihnen gegen ihren Willen Informationen entreißen wollte. Heute geben wir mehr Daten über uns preis als jemals zuvor. Warum kommt es zu keinem Protest? Weil wir uns im Gegensatz zu damals frei fühlen. Die Menschen damals fühlten sich in ihrer Freiheit angegriffen, eingeschränkt. Und deshalb sind sie auf die Straße gegangen. Heute fühlen wir uns frei. Wir geben unsere Daten freiwillig heraus.

ZEIT Wissen: Vielleicht, weil das Smartphone uns dabei helfen kann, dahin zu kommen, wo wir hinwollen. Wir schätzen den Nutzen größer ein als den Schaden.

Han: Mag sein, aber von der Struktur unterscheidet sich diese Gesellschaft nicht vom Feudalismus des Mittelalters. Wir befinden uns in einer Leibeigenschaft. Die digitalen Feudalherren wie Facebook geben uns Land, sagen: Beackert es, ihr bekommt es kostenlos. Und wir beackern es wie verrückt, dieses Land. Am Ende kommen die Lehnsherren und holen die Ernte. Das ist eine Ausbeutung der Kommunikation. Wir kommunizieren miteinander, und wir fühlen uns dabei frei. Die Lehnsherren schlagen Kapital aus dieser Kommunikation. Und Geheimdienste überwachen sie. Dieses System ist extrem effizient. Es gibt keinen Protest dagegen, weil wir in einem System leben, das die Freiheit ausbeutet.

"Die heutige digitale Gesellschaft ist keine klassenlose Gesellschaft" 
Wissen: Wie gehen Sie persönlich damit um?

Han: Ich werde wie jeder von uns unruhig, wenn ich nicht vernetzt bin, klar. Ich bin auch ein Opfer. Ohne diese ganze digitale Kommunikation kann ich meinen Beruf nicht ausüben, als Professor und als Publizist. Jeder ist eingebunden, eingespannt.

ZEIT Wissen: Welche Rolle spielen die Big-Data-Technologien?

Han: Eine wichtige, weil Big Data nicht nur für die Überwachung eingesetzt wird, sondern vor allem für die Steuerung des menschlichen Verhaltens. Und wenn das menschliche Verhalten gesteuert wird, wenn die Entscheidungen, die wir treffen, in dem Gefühl, frei zu sein, total manipuliert sind, ist unser freier Wille gefährdet. Das heißt, Big Data stellt unseren freien Willen infrage.

ZEIT Wissen: Sie schreiben, Big Data lasse eine neue Klassengesellschaft entstehen.

Han: Die heutige digitale Gesellschaft ist keine klassenlose Gesellschaft. Nehmen Sie die Datenfirma Acxiom: Sie unterteilt Menschen in Kategorien. Die letzte Kategorie heißt "waste" – Müll. Acxiom handelt mit den Daten von rund 300 Millionen US-Bürgern, also von beinahe allen. Die Firma weiß inzwischen mehr über die US-Bürger als das FBI, wahrscheinlich sogar mehr als die NSA. Bei Acxiom werden die Menschen in siebzig Kategorien eingeteilt, im Katalog werden sie wie Waren angeboten, und für jeden Bedarf gibt es etwas zu kaufen. Konsumenten mit hohem Marktwert finden sich in der Gruppe "Shooting Stars". Sie sind zwischen 26 und 45 Jahre alt, dynamisch, stehen zum Joggen früh auf, haben keine Kinder, sind aber vielleicht verheiratet und pflegen einen veganen Lebensstil, reisen gern, schauen die Fernsehserie Seinfeld. So lässt Big Data eine neue, digitale Klassengesellschaft entstehen.

ZEIT Wissen: Und wer gehört alles zur "Waste"-Klasse? 

Han: Diejenigen mit schlechtem Score-Wert. Sie bekommen beispielsweise keine Kredite. Und so tritt neben das Panoptikum, das ideale Gefängnis Jeremy Benthams, ein "Bannoptikum", wie der Soziologe Zygmunt Bauman es genannt hat. Das Panoptikum überwacht die eingeschlossenen Insassen des Systems, das Bannoptikum ist dagegen ein Dispositiv, das die systemfernen oder systemfeindlichen Personen als unerwünscht identifiziert und ausschließt. Das klassische Panoptikum dient der Disziplinierung, das Bannoptikum dagegen sorgt für Sicherheit und Effizienz des Systems. Interessant ist, dass NSA und Acxiom zusammenarbeiten, also Geheimdienst und Markt.

ZEIT Wissen: Wäre es vorstellbar, dass die "Waste"-Klasse irgendwann eine gewisse kritische Größe erreicht, sodass sie für die Kontrollgesellschaft nicht mehr zu handhaben ist?

Han: Nein. Die verstecken sich, die schämen sich, das sind zum Beispiel "Hartzer". Sie werden ständig in Angst versetzt. Es ist Wahnsinn, in welcher Angst die Hartzer hier leben. Sie werden festgehalten in diesem Bannoptikum, auf dass sie nicht ausbrechen aus ihrer Angstzelle. Ich kenne viele Hartzer, sie werden wie Müll behandelt. In einem der reichsten Länder der Welt, in Deutschland, werden Menschen wie Abschaum behandelt. Ihnen wird die Würde genommen. Diese Menschen protestieren natürlich nicht, weil sie sich schämen. Sie beschuldigen sich selbst, anstatt die Gesellschaft verantwortlich zu machen, anzuklagen. Von dieser Klasse kann man keine politische Handlung erwarten.

ZEIT Wissen: Ganz schön deprimierend. Wo wird das alles enden?

Han: Es wird jedenfalls nicht so weitergehen, schon aufgrund der materiellen Ressourcen. Das Öl reicht vielleicht noch für 50 Jahre. Wir leben hier in Deutschland in einer Illusion. Wir haben die Produktion weitgehend verlagert. In China werden unsere Computer, unsere Kleidung, unsere Handys produziert. Aber die Wüste kommt Peking immer näher. Und man kann dort wegen des Smogs kaum noch atmen. Als ich in Korea war, habe ich erlebt, dass diese gelben Staubwolken bis nach Seoul kamen. Man musste eine Schutzmaske tragen, weil der Feinstaub die Lungen beschädigt. Es ist dramatisch, wie sich die Dinge da entwickeln. Selbst wenn es noch eine Weile gut läuft – was für ein Leben ist das? Oder schauen Sie sich die Menschen an, die ihren Körper mit allen möglichen Sensoren ausstatten und rund um die Uhr Blutdruck, Blutzuckerwert und Fettanteil messen und diese Daten ins Netz stellen! Man nennt das Self-Tracking. Diese Menschen sind bereits Zombies, sie sind Puppen, die von unbekannten Gewalten am Draht gezogen werden, wie Georg Büchner in Dantons Tod gesagt hat. 
 
 
[Byung-Chul Han: "Tut mir leid, aber das sind Tatsachen", ZON, 07.09.2017]

Swissmedic erhält Millionen von Bill Gates – » Aber man muss sich keine Sorgen machen« 😂

Die Zulassungsbehörde Swissmedic nimmt Gelder von der Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates entgegen, wie «Saldo» aufdeckt. Verliert sie dadurch ihre Unabhängigkeit? Politiker sind sich uneins.

Darum gehts
  • Bill Gates unterstützt Swissmedic mit 2 Millionen Franken, wie das Konsumentenmagazin «Saldo» schreibt.
  • Die Zulassungsbehörde für neue Arzneimittel und Impfungen steht deshalb in der Kritik.
  • Die Unabhängigkeit von Swissmedic sei nicht gewährleistet.
  • Die Gesundheitskommission sieht kein Problem.
Welcher Impfstoff und welche Medizinprodukte in der Schweiz zum Einsatz kommen, entscheidet die Zulassungsbehörde Swissmedic. Das Institut, das zum Departement des Innern gehört, finanziert sich aber nicht nur mit Steuergeldern und Gebühren für Zulassungsverfahren: Seit 2016 erhielt Swissmedic rund 2 Millionen Franken von Microsoft-Gründer Bill Gates, wie das Konsumentenmagazin «Saldo» (Bezahlartikel) schreibt.
mehr:
- Swissmedic erhält Millionen von Bill Gates (Barbara Scherer, Fabian Pöschl, 20min.ch, 25.09.2020)
siehe auch:

mein Kommentar:
Daß wir Menschen manipulierbar sind, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben…
»[…] an alle diese Missstände haben sich die Ärzte durch ihre „Pharmasozialisation" so gewöhnt, dass sie ihre Abhängigkeit meist gar nicht mehr wahrnehmen. Sie halten die materiellen und karrierefördernden Zuwendungen der pharmazeutischen Industrie für berechtigt, erbringen z.T. auch Gegenleistungen in Form von Vorträgen. Diese Mentalität der Kollaboration macht empfangs- und verleugnungsbereit für weitere Aktivitäten der Pharmaindustrie.
Auch die Koryphäen sind von ihrer wissenschaftlichen Objektivität vermutlich meist überzeugt. Aber die „gefühlte Unabhängigkeit" reicht nicht. Eine faktische Unabhängigkeit ist nur zu erreichen, wenn Autoren und Verlage auf direkte und indirekte Unterstützung durch die Industrie verzichteten.
Auch das Gutachten 2005 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen stellt fest: ›Ärzte sind sich zwar der werbenden, verzerrenden Darstellung der produktbezogenen Information bewusst. Sie leugnen jedoch – trotz gegenteiliger empirischer Befunde – häufig, dass diese ihr Verhalten beeinflussen. Sie glauben vielfach an ihre persönliche Immunität gegenüber den Marketingmaßnahmen der Industrie…‹
Es ist kennzeichnend für die ›gefühlte Unabhängigkeit‹ von Ärzten, dass sie laut Umfrage zu 61% der Meinung sind, dass Industriewerbung und Kontakte ihr eigenes Verschreibungsverhalten nicht beeinflussen würde, nur 16 % dies jedoch für ihre KollegInnen annehmen (!).
Psychiatrie ist gegenwärtig zum verlängerten Arm der Pharmaindustrie geworden. Wie das möglich ist, erfährt man durch die Lektüre von Bekenntnissen ehemaliger Verantwortlicher: Peter Rost (Pfizer), „John Rengen" (Eli Lilly und Novo Nordisk); Marcia Angell (NEJM) ;Loren Mosher, Vater der Soteria, demonstrativer Austritt aus der APA 1998)wegen deren Pharmahörigkeit)[…]

Obwohl nicht zugelassen bekommen in den USA auch Kinder und Jugendliche Psychophamarka. Allein zwischen 1993 und 2002 stieg in den USA die Anzahl der Arztbesuche von Kindern und Jugendlichen mit Verschreibung von Antispychotika von 201.000 auf 1.224.000. Grund dafür waren auch die neuen atypischen Antipsychotika wie Zyprexa, mit geringeren Nebenwirkungen wie Sedierung oder motorische Störungen. «
[
V. Aderhold, D. Lehmkuhl, Material zum Verhältnis Psychiatrie und Pharmaindustrie, in: Der Mast muß weg, 1/2008 – Hervorhebung durch die Verfasser]
Originalzitat Gutachten 2005 des Sachverständigenrats:
- Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Gutachten 2005 (Bundestagsdrucksache 15/5670 v. 09.06.2005, Pkt. 843, S. 334f. – PDF)

==========
Verleugnung ist in der Freudschen → Psychoanalyse ein primitiver → Abwehrmechanismus: Eine Person leugnet einfach die Existenz oder Nicht-Existenz bestimmter Dinge oder die Bedeutung traumatischer → Angst und → Konflikt erzeugender Ereignisse. Kinder nehmen oft nicht zur Kenntnis, daß jemand gestorben ist, oder, daß ihnen etwas wichtig ist oder — wie Freud beschreibt — leugnen, daß Mädchen keinen Penis haben. Verleugnung reicht vom relativ Harmlosen — z. B. der Weigerung, an die Gefahren des täglichen Straßenverkehrs zu denken — bis zum Psychotischen, in dem die Verleugnung von der Konstruktion einer alternativen Realität begleitet ist (einer Einkapselung des subjektiven Erlebens, die das Psychotische ausmacht), oder bis zur unbewußten Abspaltung eines Teils der Realität, in der (1940) einen wesentlichen Mechanismus bei der Entstehung des Fetischismus (→ Perversion) sah.
[Verleugnung, Zusammenfassung, SpringerLink, Orange D.M. (2000) Verleugnung. In: Stumm G., Pritz A. (eds) Wörterbuch der Psychotherapie, Springer, Vienna pp 762-763,
https://doi.org/10.1007/978-3-211-99131-2_2073, abgerufen am 28.09.2020]

========== 

mein Kommentar:

Eigentlich ist es ganz einfach: Wir leben in einer Welt, die geprägt ist von Verleugnung. Politiker und Journalisten leugnen, wie stark sie beeinflußbar sind. Die die klassischen Medien Konsumierenden (ich meine das exakt so, wie ich es sage!) leugnen den gleichen Sachverhalt. 

Und um diese allgegenwärtige Verleugnung aufrechterhalten zu können, müssen Kritiker zum Schweigen gebracht werden, weil diese den Verleugnungsprozess aufdecken.

Und um die Gruppe der Politiker und Journalisten beeinflussen zu können, muß Bill Gates und Konsorten nur einige wenige Dinge tun.


Donnerstag, 24. September 2020

Corona – Immunität ohne PCR- oder Ak-Test!

Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Bundestag die vorsorgliche Aufhebung der politischen Immunität seiner Mitglieder bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. 

Der Tagesordnungspunkt dauerte knapp fünf Minuten. Dann hatte der Bundestag am 17. September 2020 ohne großes Aufsehen eine Maßnahme verlängert, die eigentlich am 30. September auslaufen sollte: die vorsorgliche Aussetzung der politischen Immunität seiner Mitglieder nach dem Infektionsschutzgesetz

Ein Virus streckt ein parlamentarisches Schutzrecht darnieder. Dabei ist die Maßnahme an sich medizinisch völlig irrelevant. Sie demonstriert vielmehr das Interesse, den politischen Ausnahmezustand zu verlängern. Oder die Unfähigkeit, aus ihm auszusteigen. 

Das Corona-Sonderrecht, eingeführt am 25. März 2020, ermächtigt beispielsweise den Bundesgesundheitsminister zum Oberkommandierenden des Infektionsschutzes, der selber Gesetze erlassen kann und der es den Landesregierungen in den Bundesländern erlaubt, per Verordnungen zu regieren. Zu diesem Sonderrecht gehört auch, Grundrechte außer Kraft setzen zu können. Einige sind es bis heute: beispielsweise die Freiheit der Person (Artikel 2 Grundgesetz), die Religionsfreiheit (Artikel 4), die Demonstrations- und Versammlungsfreiheit (Artikel 8), die Berufsfreiheit (Artikel 12), teilweise die Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13). 

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, da doch jede Woche Demonstrationen stattfinden, auch gegen die Corona-Politik: Unter den Bedingungen des aktuellen Infektionsschutzgesetzes müssen Demonstrationen angemeldet, mit einem Hygienekonzept versehen und schließlich von Polizei und Gesundheitsbehörden genehmigt werden. Das ist nicht das Gleiche wie Demonstrations-FREIHEIT. 

Das Corona-Ausnahmerecht soll bis längstens 31. März 2021 dauern. So wurde es am 25. März beschlossen. Der aktuelle Beschluss vom 17. September zu Aussetzung der politischen Immunität lässt allerdings daran zweifeln, ob es bei der Befristung bleibt.
mehr:
- Corona-Recht: Wenn Abgeordnete nicht mehr immun sein sollen (Thomas Moser, Telepolis, 24.09.2020)
mein Kommentar:
Sie mögen vielleicht bescheuert sein, blöde sind sie sicher nicht!
siehe auch:

==========

Der USA PATRIOT Act ist ein US-amerikanisches Bundesgesetz, das am 26. Oktober 2001 vom Kongress im Zuge des Krieges gegen den Terrorismus verabschiedet wurde. Es war eine direkte Reaktion auf die Terroranschläge am 11. September 2001 und die wenig später erfolgten Milzbrand-Anschläge. Das Gesetz bringt eine Einschränkung der amerikanischen Bürgerrechte in größerem Maße mit sich, aber auch Auswirkungen für USA-Reisende, da die Anforderungen an Pässe erhöht wurden.

USA PATRIOT Act steht als Akronym für Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism Act of 2001, deutsch etwa: „Gesetz zur Einigung und Stärkung Amerikas durch Bereitstellung geeigneter Instrumente, um Terrorismus aufzuhalten und zu verhindern“.

Teile des Gesetzes sind am 1. Juni 2015 abgelaufen[1] und wurden tags darauf am 2. Juni 2015 durch die Bestimmungen des USA Freedom Act ersetzt.[2]

[USA PATRIOT Act, Wikipedia, abgerufen am 24.09.2020]

==========

Die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 (RGBl. I, S. 83) war eine Notverordnung im nationalsozialistischen Deutschland. Sie wurde erlassen, nachdem in der Nacht zuvor das Reichstagsgebäude in Berlin gebrannt hatte. Wegen der Bezugnahme auf den Reichstagsbrand nennt man die Verordnung auch Reichstagsbrandverordnung.

Die nationalsozalistisch-deutschnationale Regierung unter Adolf Hitler behauptete, die Kommunisten hätten das Gebäude in Brand gesetzt und damit zur Revolution aufrufen wollen. Auf diese Weise begründeten sie die Verordnung, die die Bürgerrechte außer Kraft setzte. Tausende von Gegnern der Reichsregierung wurden verhaftet. Die Reichstagsbrandverordnung war, neben der Verordnung vom 4. Februar und dem Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933, eine der wichtigsten Grundlagen der Diktatur der Nationalsozialisten.


==========

NATO-Oberbefehlshaber a.D.: »Heutige US-Kriege 1991 geplant« {14:41 – Start bei 4:08
– Clark: »Es ist das Jahr 1991! Und ich sagte zu Paul [Wolfowitz]: Herr Sekretär, sie müssen sehr glücklich mit der Operation ›Wüstensturm‹ unserer Truppen im Irak sein.«


NuoViso English
Am 12.04.2015 veröffentlicht 
Es ist interessant was Vier-Sterne-General Wesley Clark, der immerhin mal Oberbefehlshaber[1] der NATO war, bereits im Jahr 2007, während eines Vortrages[2] beim amerikanischen Think Tank »Commonwealth Club of California«[3], äußert. Der interessierte Zuhörer erfährt so beispielsweise ganz beiläufig, dass die heute geführten US-Kriege, auf Planungen des amerikanischen Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1991 zurück gehen. Wie bitte? Einer der ehemals ranghöchsten US-Generäle im Pentagon ein Hellseher? Wohl kaum! Im Kontext dazu die Aussagen von US-Präsident Barack Obama[4] und von George Friedman[5], Chef der einflussreichen US-Denkfabrik »Stratfor«.[6] Ist das Statement des ehemaligen NATO-Oberbefehlshabers Clark, dass heute fast 8 Jahre alt ist, eigentlich jemals Bestandteil einer breiten öffentlichen Debatte in Europa bzw. in der Bundesrepublik gewesen? Unser Dank gilt an dieser Stelle Deutschland Russland, von denen wir Übersetzung und das Transcript in Deutsch zu den Aussagen Wesley Clarks übernommen haben.
x
Transkript des Videos:
Das US-Imperium überzieht die Welt mit Krieg. Absichtlich. Zwei aufschlussreiche Belege. (NachDenkSeiten, 18.12.2018)
siehe dazu auch:
Bushs Masterplan – Der Krieg, der aus dem Think Tank kam (Jochen Bölsche, SPON, 04.03.2003)
x
x

Vom Mainstream kaum beachtet – Deutungshoheit: Der Unterschied zwischen investigativem Journalismus und krimineller Spionage

Der US-Journalist Jacob Appelbaum zum Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange

Der UN-Sonderberichterstatter zum Thema Folter, Nils Melzer, hat die Anklage gegen Julian Assange als politische Verfolgung angeprangert, die in ein "mörderisches System" münden könnte. Mit dem Auslieferungsersuchen der USA für Assange und der begleitenden Anklageschrift wird versucht, die jahrelangen WikiLeaks-Publikationen über US-amerikanische Kriegsverbrechen im Irak und Afghanistan sowie die Veröffentlichung diplomatischer Depeschen aus dem Jahr 2010 unter Strafe zu stellen.

Diese Anklage ist nichts als ein Lawfare und Teil einer umfassenderen Strategie politischer Angriffe auf WikiLeaks, auf Personen im Umfeld von WikiLeaks und auf den investigativen Journalismus als Ganzes. Die in der Anklageschrift dargelegten Behauptungen sind für die direkt und indirekt Genannten sowie für alle Journalisten weltweit mit Blick auf wesentliche Funktionen der Berichterstattung äußerst gefährlich. Immerhin werden die in der Anklageschrift namentlich genannten und nicht namentlich genannten Personen politischer Verbrechen bezichtigt. Die Anklageschrift erweckt den Eindruck, dass sich effektiver und investigativer Journalismus im öffentlichen Interesse nicht von krimineller Spionage unterscheidet, die von Nationalstaaten für ihre Interessen betrieben wird.
mehr:
siehe auch:

Wir leben in einem ruhenden Polizeistaat, in einem schlafenden Polizeistaat – der jederzeit zum Leben erweckt werden kann.

Wer diesem Rechtsstaat in die Quere kommt, kann sich auf einiges gefasst machen. Chelsea Manning verbrachte neun Monate in Isolationshaft. Sie musste nachts ihre Kleider abgeben und morgens nackt vor der Zelle antreten. Körperliche Übungen waren ihr verboten. Das Licht brannte unablässig. Das ist der Rechtsstaat.

Und
 Selbsttäuschung war es, die viele Journalisten in Deutschland eher mürrisch auf die Wikileaks-Veröffentlichungen reagieren ließ. Der Herausgeber der Zeit, Josef Joffe, war da typisch. Er schrieb, er wünsche sich „keinen Ein-Mann-Rächer, der nach eigenem Geschmack entscheidet, was zu veröffentlichen sei. Dafür haben wir Parlamente und Gerichte, also den Rechtsstaat“. Normalerweise rechtfertigen staatliche Stellen mit solchen Worten die Knebelung der Presse. Nur zur Erinnerung: Die Folter in Abu Ghraib, das grausame Waterboarding in den Gefängnissen der CIA, das Niedermähen unbewaffneter Zivilisten in Afghanistan – all das, was die USA in gefährliche Nähe zu den Unrechtsregimen im Nahen Osten, zu China und zur untergegangenen Sowjetunion gebracht hat, ist eben nicht durch „Parlamente und Gerichte“ an den Tag gekommen, sondern durch Whistleblower. […]
In Bezug auf ihre Auffassung von Sicherheitspolitik sind die USA heute ein totalitärer Staat. Solange das so ist, haben wir eine besondere Verpflichtung, wir in Europa, wir in Deutschland. Es ist die Verpflichtung, die Flamme der Freiheit nicht ausgehen zu lassen. Es ist die Verpflichtung, jenen, die gegen diesen Totalitarismus kämpfen, Schutz zu gewähren.  
[Jakob Augstein, Vater aller Whistleblower, Laudatio zur Verleihung des Dresden-Preises an Daniel Ellsberg, in: der Freitag, 
03.03.2016 – Hervorhebungen von mir]  

Amerikas Schande (Jakob Augstein, der Freitag, 18.04.2009)


x

Die Wikipedia zerstört sich selbst – Kampagne gegen den Biologen Clemens Arvay

Vielen Menschen gilt die Wikipedia immer noch als seriöses, neutrales Nachschlagewerk. Dass dies vor allem auf den geistes- und politikwissenschaftlichen Bereich der deutschsprachigen Wikipedia schon lange nicht mehr zutrifft, sollte aufmerksamen Lesern der NachDenkSeiten bereits bekannt sein. Zur Verteidigung der Wikipedia wurde bislang stets angeführt, dass die Qualität auf den naturwissenschaftlichen Themenfeldern immer noch akzeptabel sei; doch dieses Urteil muss nun auch revidiert werden. Ein erschreckendes Beispiel für den Missbrauch der Online-Enzyklopädie als ein Werkzeug für Rufmord und interessengeleitete Meinungsmache liefert die aktuelle Kampagne gegen den österreichischen Biologen Clemens Arvay. Der hatte sich in jüngster Vergangenheit mehrfach kritisch zu den verkürzten Zulassungsverfahren bei der Entwicklung der Corona-Impfstoffe geäußert. Das gefiel einigen Wiki-Aktivisten offenbar gar nicht. Von Jens Berger

Um möglichst schnell einen Impfstoff gegen Covid-19 auf den Markt zu bringen, wurden weltweit die gängigen Zulassungsverfahren verkürzt, oder wie man es wissenschaftlich korrekt nennen würde, „teleskopiert“. Darauf haben auch die NachDenkSeiten kritisch hingewiesen und dabei unter anderem auch ein Interview mit dem österreichischen Biologen Clemens Arvay verlinkt. Seitdem hat Arvay seine Kritik in zahlreichen weiteren Fachpublikationen, Interviews und Videos auf seinem eigenen YouTube-Kanal verfeinert und ergänzt. Inhaltlich sind diese Beiträge äußerst empfehlenswert und decken sich mit der Kritik des angesehenen amerikanischen Genetikers und Molekularbiologen William Haseltine. Auch der bekannte deutsche Virologe Alexander Kekulé äußerte in seinem Podcast beim MDR mehrfach (z.B. in Folge 105) die Kritikpunkte, die auch Arvay anführt.

Doch um Inhalte geht es bei der stellenweise hysterisch geführten Debatte zu Corona offenbar nicht. Kaum hatten sich Arvays Beiträge in Wort und Bild verbreitet, entflammte auf seinem Eintrag in der Wikipedia ein sogenannter „Edit-War“, bei dem sich vor allem zwei Wiki-Aktivisten besonders hervortaten. Wer sich den Verlauf der Änderungen in Arvays Eintrag und die begleitende Debatte anschaut, kann da kaum an einen Zufall glauben. Generalstabsmäßig wurde eine Kampagne lanciert, deren Ziel ganz offensichtlich der Rufmord und die Zerstörung der Glaubwürdigkeit des Biologen ist, der nun laut Wikipedia noch nicht einmal mehr als „Biologe“ bezeichnet werden soll. Ein vollkommen absurder Vorgang, da bereits zwei anerkannte Professoren in schriftlichen Stellungnahmen (hier und hier) den Wiki-Aktivisten versichert haben, dass Arvay als Biologe bezeichnet werden kann und sogar die ehemalige Fachbereichsleiterin der Wiener Uni, die Arvays Diplomarbeit seinerzeit betreute, der Wikimedia Foundation schriftlich bestätigt hat, dass Arvay den Titel „Biologe“ rechtmäßig führen darf. Aber was interessieren Primärquellen die Wikipedia? Arvay wird dort immer noch nicht als Biologe, sondern als Sachbuchautor bezeichnet. Ebenso skurril ist die Begründung – er arbeite nicht als Biologe, sondern er schreibe Sachbücher, so die bestechende Logik einer Wiki-Aktivistin, die sich bei der Kampagne gegen Arvay besonders hervortat. Demnach müsste beispielsweise ein Hans-Werner Sinn ebenfalls als Sachbuchautor und nicht als Wirtschaftswissenschaftler geführt werden, ist er doch schon lange nicht mehr im wissenschaftlichen Bereich tätig.
mehr:
siehe auch:
weitere Artikel zu Wikipedia-Manipulationen:
Tagesdosis 26.2.2019 – Wikipedia-Manipulationen (Post, 26.02.2019)
Das neueste aus Wikihausen: Bei den Wikipedianern gibt es noch eigene Meinungen (Post, 01.02.2019)
Danke Wikipedia! Der Erkenntnisgewinn kennt keine Grenzen (Post, 04.09.2018)
Neues aus Wikihausen, Folge 10: Felix wird enttarnt (Post, 04.09.2018)
Tagesdosis 19.6.2018 – Die Schauprozesse der Wikipedia Junta (Kommentar Dirk Pohlmann, KenFM, 19.06.2018)
Dirk Pohlmann vs. Wikipedia (Post, 19.06.2018)
Die Affäre Phillipp Cross (Post, 05.06.2018)
Wikipedia, der manipulierte Brockhaus der Schwarmintelligenz (Post, 29.05.2018)
Wikipedia auf dem Weg zum Orwellschen Wahrheitsministerium (Post, 27.05.2018)
Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)
Verschwörung, Verschwörung! Warum Wikipedia mich überhaupt nicht leiden kann (Post, 07.11.2016)
KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?) (17.06.2016)
x

Bodo Schiffmann: Corona 142

Corona 142 . Auf der Suche nach der zweiten Welle . Dr. Bodo Schiffmann (BitChute Re-Upload) {32:30}

Andreas Tübner  
Am 24.09.2020 veröffentlicht 
Text und Links: YouTube
oder
https://t.me/AllesAusserMainstream
x

Corona, Drosten, Panik und Preise:
»Herausragende Kommunikation der Wissenschaft« 😂

Dr. Bodo Schiffmann: Drosten weiß nicht, ob Masken schützen {14:29 – Start bei 1:32 – Schiffmann: »Aber was sagt denn }

Bildpunkte  
Am 18.09.2020 veröffentlicht 
x
German virologist Christian Drosten on what to expect in the coronavirus pandemic | DW News {15:45} 
 
DW News  
Am 17.09.2020 veröffentlicht 
Christian Drosten is one of Germany's leading virologists and regularly briefs the German government on the coronavirus pandemic. His team developed the first diagnostic test, which was adopted by the WHO and is used around the world. DW's Nina Haase spoke to him about what to expect going forward.


Trotz einiger Schwächen tragen Alltagsmasken zum Schutz vor einer Coronavirus-Infektion maßgeblich bei. Das betonte der Berliner Virologe Christian Drosten am Dienstag in seinem ersten NDR-Podcast nach der Sommerpause.

Tröpfchen würden von den Masken wirkungsvoll zurückgehalten. Komplizierter sei es mit den Aerosolen. „Diese Tröpfchen, in dieser ausgeatmeten Aerosol-Luft, die sind so fein, dass die sich nicht in dem Stoff einer schlecht sitzenden Maske fangen.“ Sie würden an einer Maske vorbei ein- und ausgeatmet. Bei einem kurzen Kontakt mit einem Infizierten würden sie die Infektionsgefahr dennoch reduzieren. Man möge sich vorstellen, man unterhalte sich mit jemandem, der Mundgeruch hat, nannte Drosten ein Beispiel: „Dieser Mundgeruch – das sind Aerosole.“ Wenn der Gesprächspartner eine Maske tragen würde, würde man diesen Mundgeruch nicht mehr bemerken. Im übertragenen Sinne bedeute das: Da werde ich mich nicht mehr so schnell infizieren.

Drosten sprach sich außerdem für eine Verkürzung der Quarantänezeit für Menschen mit Verdacht auf eine Coronainfektion von 14 auf 5 Tage aus. Mit diesem Vorschlag gehe er „bis an die Schmerzgrenze der Epidemiologie“, sagte er. „Das ist schon, sagen wir mal, eine steile These, dass man sagt, nach fünf Tagen ist eigentlich die Infektiosität vorbei“, so Drosten.

Die Überlegung sei aber: „Was kann man denn in der Realität machen, damit man nicht einen de-facto-Lockdown hat?“, erklärte er. „Es nützt ja nichts, wenn man alle möglichen Schulklassen, alle möglichen Arbeitsstätten unter wochenlanger Quarantäne hat.“ Drosten regte zudem an, die fünf Tage nicht für Tests zu „verschwenden“, sondern erst nach Ablauf zu testen, ob die Betroffenen infiziert waren und noch infektiös sind. 

[Drosten: Masken schützen vor Ansteckung - und Mundgeruch, Weser-Kurier, 01.09.2020]


Eine Art Kult um Christian Drosten gibt es schon länger. Dieser Tage aber überschreitet der Charité-Professor die Schwelle von der Ironie zum Ernst. Besagte Leibchen sind »gut gemeint«, markieren aber den Tiefpunkt jener Zwangsbeziehung, in die Wissenschaft, Politik und öffentliche Meinung im März gedrängt wurden. Das sollte auch der Verherrlichte so sehen. Ist doch diese Personifikation im Kern gerade das Gegenteil jener Haltung von »Rationalität« und »Wissenschaftlichkeit«, die Drosten zu seiner Marke gemacht hat und der die Shirts ein Denkmal setzen sollen - sie ist eine Radikalisierung der »Verkürzung« wissenschaftlicher Aussagen durch »die Medien«, die Drosten zu Beginn der Pandemie beklagte. Die überfordernde Situation, dass komplexe, oft widersprüchliche bio- oder sozialmedizinische Untersuchungen direkte Auswirkungen auf ihr Leben haben, lösen Menschen in einer Sympathieentscheidung auf: Dieser Kekulé, der nervt doch langsam. Streeck, ist der denn seriös? Drosten aber, der ist so klug und souverän - so dürfte die Skala aussehen, in die Deutschland seine prominentesten Corona-Gesichter einordnet.

Nun hat Christian Drosten gewiss auch »Besseres zu tun«, als sich zum »Team Drosten« zu äußern - wie sehr ihm jene Fankultur schmeichelt, das weiß man nicht. Auffallen muss aber, dass nicht zuletzt seine Kommunikation jene sachferne Glaubwürdigkeitshierarchie aufzurichten geholfen hat. Denn in beiden der bisher zwei Fälle, in denen wissenschaftliche Papiere unmittelbar auf politische Optionen bezogen und entsprechend intensiv diskutiert wurden, überschritt er die Grenzen des Fachlichen und überzog die anderen im Virologenbunde mit persönlichen Zuschreibungen.

Das betrifft zum einen Hendrik Streeck. Im Zusammenhang mit dessen sogenannter Heinsberg-Studie, die Nordrhein-Westfalens Landesregierung Ende April auch als Grundlage für die Öffnung von Geschäften gedient hatte, ließ Drosten im Interview mit der »Süddeutschen« nicht weniger als einen offenen Betrugsvorwurf im Raum stehen: Er sprach von einer »Botschaft, die man sich kaufen konnte«. Obwohl er die Studie wenige Sätze zuvor als »an sich seriös« bezeichnet hatte, beeinflusst der vielfach verbreitete Halbsatz das Standing Streecks bis heute. […]
 
Etwas lernen müsste aus der Zerstörung des fiesen Kekulé und des flatterhaften Streeck durch den netten Dr. Drosten vor allem dessen Fanbasis: Im Sinne der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft sollte man plötzlich berühmtes Kathederpersonal, das sich seinerseits mit Medien und Öffentlichkeit nicht sonderlich auskennt, tunlichst nicht durch massenhaftes Abfeiern derart emotional entgleister Tweets noch weiter zum Jagen tragen. Doch ist es fraglich, ob es zu diesem Lernschritt kommt. Denn kollateral liefert jene emotionale Lagerbildung um den jeweiligen Lieblingsforscher abermals die Erkenntnis, dass die liberaldemokratische Idee des rational sein Geschick lenkenden Bürgers sehr weitgehend eine Fiktion ist.
[Velten Schäfer, 
Die Zerstörung von Streeck und Kekulé, Neues Deutschland, 06.06.2020 – Hervorhebungen von mir]  
   

Wer einwilligt, die Bundesregierung wissenschaftlich zu beraten, nimmt damit auch eine klar umrissene öffentliche Rolle ein, an der er sich messen lassen muss. Ein Naturwissenschafter tut in dieser Rolle gut daran, sich an möglichst objektive Darstellung wissenschaftlicher Fakten zu halten, Unsicherheiten und Risiken klar zu benennen. Alles, was auf persönliche Eitelkeit hinweist und von inhaltlichen Feststellungen ablenkt, lässt Zweifel an der Objektivität und den Motiven des Sachverständigen aufkommen.

Drostens zahlreiche Kehrtwenden kann man nur schwerlich als Bewusstsein für wissenschaftliche Unsicherheit deuten. Vielmehr wären die Kehrtwenden überhaupt nicht notwendig gewesen, hätte Drosten von Beginn an offene Sachfragen als solche dargestellt und Unsicherheiten ehrlich kommuniziert. Er muss sich darum kritische Fragen gefallen lassen: Etwa, welche Auswirkungen eine frühzeitige differenzierte Darstellung der Mundschutzthematik auf die deutschen Fallzahlen gehabt hätte. Oder inwieweit manche verharmlosende Aussage das Risikobewusstsein innerhalb der Bevölkerung verringert habe.

Verantwortlich für die politischen Entscheidungen, die auf Grundlage von Drostens Einschätzungen erfolgten, sind jedoch Politiker. Auch wenn manch einer versucht, die Verantwortung auf seine Berater abzuwälzen. So rechtfertigte sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet bei Anne Will mit dem «Primat der Wissenschaft»: Alle drei geladenen medizinischen Institutionen hätten bei einem Treffen im Kanzleramt nicht zu Schulschliessungen geraten. Den Verweis der Moderatorin auf die gegenteiligen Empfehlungen des Virologen Alexander Kekulé kontert Laschet mit: «Der sass ja nicht dabei!»

Doch eindeutige Antworten glauben Politiker der Bevölkerung eben leichter verkaufen zu können als offene Fragen. Lieber präsentiert man neue Massnahmen mit der vermeintlich einhelligen Rückendeckung der Wissenschaft.

[Pauline Voss, Grosser Auftritt, ohne Zweifel: Es schlägt die Stunde der Star-Virologen, NZZ, 24.04.2020 – Hervorhebungen von mir]

Prof.Dr. Drosten: Mit einer MASKE ist das Virus nicht aufzuhalten! {0:15} 
 
Andreas Patzwahl  
Am 14.04.2020 veröffentlicht 
Interview mit Prof.Dr. Drosten vom 29.1.2020 mit Jörg Thadeusz, RBB. Genau hinhören!
MIT EINER 👉🏼M A S K E👈🏼 HALTEN SIE DAS VIRUS NICHT AUF.

Corona - Die häufigsten Fragen {27:22 – Start bei 4:43 
– Spitzbart: »Es wurde nur einer gehört«}
Dr. med. Michael Spitzbart
Am 13.04.2020 veröffentlicht 
Corona Immunsystem 


Vorweg: Christian Drosten von der Berliner Charité, Mitentdecker des SARS-Virus und Entwickler des Corona-Tests in Rekordzeit, ist ein internationaler Top-Virologe, dazu ein integrer, sympathischer Wissenschaftler, der im Gegensatz zu Politikern Vertrauen erweckt. Aber genau das ist das Problem. Das Verheerende ist, dass er aus dem Bauch heraus argumentiert, ohne mit Zahlen umgehen zu können. Und dass die Leute auf ihn hören. […] 
Es ist bezeichnend für unsere Mediendemokratie, dass eine unbedacht dahingesagte Zahlenspielerei in einer Talkshow offizielle Leitlinie der Bundesregierung geworden ist, und allenthalben nachgeplappert wird […]
Gefragt nach einem Pandemie-Plan vom Robert-Koch-Institut von 2012: "Ich kenne dieses Papier gar nicht. Also ich kenne natürlich den Pandemie-Plan, aber ich kenne nicht das Papier von 2012, in dem irgendetwas beschrieben wird."
[Alexander Unzicker, Coronavirus: Warum Herr Drosten jetzt endlich schweigen sollte, Telepolis, 17.03.2020]
      


In Wuhan selbst, der Stadt des Schicksals, verließen rund 2.446 Seelen ihre fleischliche Existenz früher als erwartet. Google sagt uns, dass die Stadt zwischen 11 und 19 Millionen hat, je nachdem, ob Sie das gesamte U-Bahn-Gebiet als "die Stadt" zählen.

Die Stadt hatte 49.995 Fälle . Die Fallrate lag zwischen 0,26% und 0,45%, je nachdem, was China „die Stadt“ nannte. Die Gesamttotrate betrug 0,01% bis 0,02%. Die Fall-Verstorbenen-Anteil betrug 4,9%.

Die Leute fixieren sich auf diese letzte Zahl und vergessen, dass Sie zuerst das Ding kriegen müssen, bevor Sie daran sterben können. Aber jetzt scheint jeder zu glauben, dass er es mit Sicherheit bekommen wird. Überprüfen Sie Bayes Theorem & Coronavirus !

Wenn überall irgendwann so schlimm sein wird wie in Wuhan, dann sprechen angesichts von 7,7 Milliarden von uns jetzt mit Autorität über „soziale Distanzierung“ und „Abflachung der Kurve“, als ob wir diese Neologismen von Geburt an von 20 Millionen auf 35 verwendet hätten Millionen auf der ganzen Welt werden den Fehler bekommen, und von 1 Million bis 1,7 Millionen werden davon krächzen. (50 Millionen starben an der spanischen Grippe von 1918)

Damit wird die jährliche reguläre Grippewertung übertroffen, die im Durchschnitt nur halb so gut abschneidet. Arme Grippe! Es ist schwer, aber nicht jede Krankheit kann überdurchschnittlich sein.

Hat jemand Grippe gesagt ? CDC in der Woche bis zum 7. März (auch hier liegen sie immer eine Woche zurück):

CDC schätzt, dass es in dieser Saison bisher mindestens 36 Millionen Grippekrankheiten, 370.000 Krankenhauseinweisungen und 22.000 Todesfälle durch Grippe gegeben hat.

Das ist allein in den Vereinigten Staaten, Freunde. Meist Lungenentzündung und alte Leute (Gott segne sie). Weltweit mindestens zehnmal so viele.

Wenn die Wuhan-Zahlen weltweit gelten, ist es keine willkommene Neuigkeit, ein oder zwei Millionen von uns weltweit zu verlieren, aber es ist kein Panik-Ende, kein Ende der Welt, jede Rolle Toilettenpapier in Sicht zu kaufen Nachrichten. Es sind verdammte Hände waschen, zu Hause bleiben, wenn du krank bist.

Auf der anderen Seite des Jangtse von Wuhan liegt eine Stadt namens Huanggang, die immer noch in der Provinz Hubei liegt. Sie hatten 2907 Fälle und 125 Tote. Google sagt 7,5 Millionen Einwohner. Dies entspricht einer Fallrate von 0,039% und einer Totrate von 0,0017%. Und wieder eine hohe Sterblichkeitsrate von 4,3%.

Die Anwendung von Huanggang auf die Welt führt zu etwa 3 Millionen Fällen und möglicherweise 130.000 Leichen.

Shanghai, fragst du? Die Stadt etwa 500 Meilen östlich - und gegen den Wind - der Stadt des Schicksals? Shanghai, gruppiert und klaustrophobisch, hatte 352 Fälle und 3 Tote. Shanghai hat 24,2 Millionen Seelen. Dies entspricht einer Fallrate von 0,0015%, einer Totrate von 0,000012% und einer Fallrate von 0,85%.

Die Anwendung dieser Zahlen auf die Welt ergibt 112.000 Fälle und 955 Leichen. Wir sind mehr für beide, also funktioniert es offensichtlich nicht, Shanghai auf die Welt anzuwenden.

Wuhan auch nicht !

Es gibt keine Hinweise darauf, dass überall so schrecklich sein wird wie in Wuhan oder in der Lombardei. Es gibt viele Beweise dafür, dass es nicht so schrecklich sein wird. Es gibt stattdessen Hinweise darauf, dass viele Orte wie Huanggang und Shanghai und irgendwo dazwischen sein werden und dass es nur wenige Wuhans und Lombardeien geben wird. Schauen Sie sich in Wuhan und im Rest von China und Ostasien um, um eine Bestätigung zu erhalten.

Nicht nur das, sondern auch China als Ganzes. Ihre Fallzahl hat sich seit letzter Woche kaum verändert, und die Zahl der Toten ist auf etwa 0 gefallen (einige Tage keine, einige Tage einige). Und es war nicht so, dass jede einzelne Stadt in China Menschen in die Wohnungen geschweißt hätte, oder was auch immer.

China hat 1,386 Milliarden (Goog), 80.860 Fälle und 3.213 Tote (dies sind die Zahlen am Montagmorgen). Dies entspricht einer Fallrate von 0,0058% und einer Todesrate von 0,00023% sowie einer Todesrate von 4%. Anwendung auf die ganze Welt (einschließlich China): 450.000 Fälle und 18.000 Leichen. Bewerben Sie sich nur für die USA! USA! USA! gibt 19.100 Fälle und 750 Leichen.

China ist nicht homogen, die USA auch nicht und die Welt auch nicht. Daher sollte keiner dieser Extrapolationen ohne Berücksichtigung der Unsicherheit vertraut werden.

„Briggs, du Narr. Ich habe letzte Woche versucht, Ihnen zu sagen, dass China über ihre Zahlen lügt. “

Im Ernst? Woher weißt du das? „Schau dir alle an, die im Kreis laufen! Das beweist, dass es schlimmer ist als sie sagen. “

Das ist so? Wie beweist man, dass die Zahlen falsch sind?

"Weil sie über ihre Zahlen lügen!"

Vielleicht, aber die Zahlen sind alles, was wir haben.

Ich finde es berührend, dass so viele Menschen ein so einfaches, kindliches Vertrauen in die medizinische Statistik haben. Viele scheinen zu glauben, dass sie so genau sind, wie Sie die Anzahl der Autos in Ihrer Einfahrt zählen. Es ist viel mehr so, als würde man versuchen, die Anzahl der Pennys in einem Glas zu erraten, das von einer Socke bedeckt ist und das man nur von der Couch auf einem hohen Bücherregal aus sehen kann.

Um fair zu sein, wird dieser einfache Glaube von einer großen Anzahl von Forschern geteilt. Was für all die atemlosen Schlagzeilen verantwortlich ist, die wir ständig sehen. Und die Studien nehmen wir regelmäßig auseinander.

Hier ist etwas Nüchternheit, wenn man sich an die Pandemie von 1957 erinnert. (Ob Sie es glauben oder nicht, vor diesem gab es Pandemien.)

[William M. Briggs, Coronavirus Update V - Der Wahnsinn ist angekommen, wmbriggs.com, 17.03.2020 – Google-Übersetzer]

 

JOURNALISMUS – MEINUNGSFREIHEIT – NEUE MEDIEN mit Milena Preradovic, Robert Fleischer und Dave Brych

JOURNALISMUS – MEINUNGSFREIHEIT – NEUE MEDIEN mit Milena Preradovic, Robert Fleischer und Dave Brych {2:09:11}

FAIR TALK  
Premiere am 24.09.2020  
Text u. Links: YouTube
x
x

x