Sonntag, 7. Oktober 2018

Mädchen können besser lesen und vor allem besser schreiben

Nach einer Studie hat sich hier in den letzten 30 Jahren nichts verbessert, der Geschlechterunterschied tritt spätestens ab der 4. Klasse auf und verstärkt sich dann

Irgendwie stimmt etwas nicht mit dem Patriarchalismus, der noch immer in den Köpfen vieler Männer -und auch mancher Frauen - aus rechten, muslimischen oder anderweitig religiös oder ideologisch belasteten Kreisen herrscht. Männer sollen führen, in den Hierarchien oben stehen, sond nicht nur stärker und dominierender, sondern auch klüger. Damit das so bleibt, hat man lange Türen zugehalten. Jetzt aber sollen schon Frauen in Saudi-Arabien ein Auto fahren dürfen, dort studieren auch bereits mehr Frauen als Männer, auch bei den Hochschulabschlüssen sind die Frauen zahlenmäßig überlegen. In den STEM-Fächern stellen die Frauen in Biologie, Mathematik, Physik und IT eine Mehrheit von über 60 Prozent, nur die Ingenieurswissenschaften und die Architektur sind noch eine Männerdomäne.

Schon lange ist bekannt, dass Mädchen bessere Schulleistungen erzielen als Jungen, in vielen Universitätsfächern stellen sie die Mehrheit, auch bei den Abschlüssen. Und weil Frauen damit Männer übertrumpfen und ebenfalls auf finanzielle Unabhängigkeit und Karriere setzen, jammern manche schon vom Niedergang der Männer, was von manchen Männern mitunter der feminisierten Ausbildung in Horten, Kindergärten und Schulen zugeschrieben wird.

Eine im American Psychologist erschienene Studie von australischen Wissenschaftlern der Griffith University macht nun erneut deutlich, dass Mädchen beim Lesen und Schreiben schon bald die Jungen abhängen. Spätestens ab dem 4. Schuljahr sind die Mädchen besser und der Abstand zu den Jungen vergrößert sich mit wachsendem Alter. Zudem ist der Anteil der "schlechten" Leser und Scheiber bei den Jungen höher als bei den Mädchen, bei denen mehr zu den "guten" gehören.

Die Wissenschaftler analysierten Daten des National Assessment of Educational Progress. Hier werden die standardisierten Testergebnisse aus der 4., 8. und 12. Klasse von mehr als 3,9 Millionen Schülern über 27 Jahre in den USA gesammelt. Die Auswahl der Schüler ist repräsentativ. Danach können nach den Testkriterien Mädchen ab der vierten Klasse signifikant besser lesen und schreiben als Jungen, auch wenn der Unterschied relativ klein ist. In späteren Jahren wird der Unterschied vor allem im Schreiben ausgeprägter. Ob die Unterschiede schon beim Lernen von Lesen und Schreiben bestehen, konnte mit den Daten nicht erfasst werden, man könnte aber vermuten, dass Mädchen bereits beim Schuleintritt besser sind. Dass die Unterschiede beim Schreiben größer sind als beim Lesen, führen die Autoren darauf zurück, dass Schreiben komplexer ist, was den Geschlechtsunterschied verstärke.

David Reilly, einer der Wissenschaftler, geht davon aus, dass der Geschlechterunterschied bei Schreibleistungen bislang stark unterschätzt wurde. Auch neue Unterrichtsmethoden hätten im Laufe der 27 Jahre daran nichts geändert. In der Forschung habe man sich mehr mit der Lesekompetenz beschäftigt.

mehr:
- Mädchen können besser lesen und vor allem besser schreiben (Florian Rötzer, Telepolis, 07.10.2018)
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„Niemand wird als Terrorist geboren“

Der so genannte „Kampf gegen den Terror“ ist mit schwersten Rechtsverstößen verbunden und offenbart zweierlei Maß, mit denen auch demokratische Staaten messen. Josef Alkatout, promovierter Rechtsanwalt und Dozent für internationales Strafrecht an verschiedenen Universitäten, hat sich intensiv mit den Auswirkungen einer Politik auseinandergesetzt, die sich beim Vorgehen gegen echte oder vermeintliche Terroristen über das Recht hinwegsetzt. Im Interview mit den NachDenkSeiten führt der in Genf lebende Autor unter anderem aus, wie der ehemalige Außenminister Großbritanniens, Jack Straw, von einem Sonderberichterstatter der UN der Lüge überführt wurde. Ein Interview über Geheimgefängnisse, die Bedeutung einer unabhängigen Justiz und das Verhalten der Medien im „Anti-Terror-Kampf.“ Ein Interview von Marcus Klöckner.
mehr:
- „Niemand wird als Terrorist geboren“ (Marcus Klöckner interviewt Josef Alkatout, NachDenkSeiten, 07.10.2018)
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Die Lage der Gesellschaft

Hier zwei interessante Texte zur Lage der Gesellschaft in Deutschland: Einer von Peter Frey von „Peds Ansichten“ zum Management der Bevölkerung, zur forcierten Spaltung der Gesellschaft („Tagesschau und die Nachricht hinter der Nachricht (8)„) und einer von Daniel Neun von „Radio Utopie“ zu den Zuständen, denen große Teile der Bevölkerung ausgesetzt sind („250 Euro für eine Woche Arbeit – aber nicht bei Radio Utopie„). 
mehr: 
- Die Lage der Gesellschaft (Blauer Bote Magazin, 07.10.2018)

weitere aktuelle Blauer Bote-Artikel:
- Leseempfehlung: Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V. (05.10.2018)
- Leseempfehlung: norberthaering.de (05.10.2018)
- Leseempfehlung: >b’s weblog (04.10.2018)

Der Fall Skripal: Lügen ohne Ende

Der „Fall Skripal“ verkommt zur Meisterleistung der Kriegslügner und Propagandisten. 

Das Rätsel um die Skripal-Vergiftungen wird immer undurchsichtiger. Nun „fand“ man Anfang September praktischerweise zwei Verdächtige, die – sollten sie tatsächlich für die Vergiftungen in Salisbury verantwortlich sein – dilettantischer nicht hätten handeln können. Craig Murray über die entsprechenden „Erkenntnisse“ und Entwicklungen.
mehr:
- Lügen ohne Ende (Craig Murray, Rubikon, 02.10.2018)
siehe auch:
Putin über Verdächtige im Skripal-Fall: "Wir wissen, wer sie sind" (Post, 07.10.2018)
Großbritannien: Zweiter Nowitschok-Fall wirft weitere Fragen auf (Post, 13.07.2018)
Skripal-Anschlag: Bundesregierung verweigert Antwort auf Kleine Anfrage der Linken (Post, 29.05.2018)
Die Skripals und das Giftgas: für unsere Qualitätsmedien nicht mehr interessant? (Post, 24.05.2018)
Nowitschok – »Nur Russland«? (Post, 18.05.2018)
Russland: Eskalation im Medienkino (Post, 05.05.2018)
Giftgas: Wundert sich keiner? (Post, 03.05.2018)
- Postfaktisches Zeitalter: Wir trampeln auf unseren »Westlichen Werten« herum, bis der Begriff keinen substantiellen Inhalt mehr hat (Post, 03.05.2018)
Liana Fix und die Giftgas-Inszenierung: Nach dem Putin-Bashing ist vor dem Putin-Bashing (Post, 03.05.2018)
Russland war’s! Die Geschichte einer vergifteten Eilmeldung (Post, 13.04.2018)
Der Fall Skripal im Propagandakrieg (Post, 30.03.2018)
Tagesdosis 13.3.2018 – Giftgasmorde und Neuer Kalter Krieg (Podcast) (Ein Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 13.03.2018)

Samstag, 6. Oktober 2018

Bedingungslos für Israel?

Was an der jüdischen Israel-Affinität aus der Perspektive der Leiderfahrung als unhinterfragbar erscheinen mag, erhält in der Israel-Rezeption von Deutschen gemeinhin einen ganz anderen Stellenwert, besonders dann, wenn Deutsche „Israel“ und „Juden“ in Beziehung zueinander setzen. Deutsche fühlen sich zu einer grundsätzlichen Israelsolidarität verpflichtet, da sie die Staatsgründung Israels als eine Art „Wiedergutmachung“ für ihre geschichtlichen Verbrechen am jüdischen Volk ansehen. Welches Kollektiv, wenn nicht das deutsche, müsste so „fühlen“?

Ein zweiter Aufschrei lässt sich an dieser Stelle vernehmen: Ist es zulässig, im hier erörterten Zusammenhang pauschal von „Deutschen“, von „deutschem Antisemitismus-Diskurs“ und von „deutscher Auseinandersetzung mit der Vergangenheit“ zu reden?

Verbietet sich eine solch generalisierende Nomenklatur nicht schon deshalb, weil doch sehr unterschiedliche, gar gegensätzliche Stimmen und jedenfalls eine heterogen gestimmte deutsche Öffentlichkeit auf kurzfristige tagespolitische Aufloderungen wie auf geschichtlich verfestigte Ideologeme beziehungsweise Tabuübertretungen reagieren?

Dem ist gewiss so, und gewiss ist der eine oder andere Punkt in der vorliegenden Erörterung überspitzt formuliert worden. Und doch lässt sich darauf insistieren, dass die plurale Stimmenvielfalt einem umfassenden (hier idealtypisch angesprochenen) Muster subsumiert sei, das sich an der elementaren Neuralgie des Verhältnisses von Deutschen-und-Juden-nach-Auschwitz schärft und bei periodisch aufflammenden Debatten um die nun mal als „deutsch“ apostrophierte und als ebendiese verhandelte „Vergangenheit“ in einer sich stets zugleich einstellenden Polarisierung mit besonderer Deutlichkeit zutage tritt.

Antisemitische Abneigung gegen Juden und philosemitische „Judenliebe“ erweisen sich dabei, ebenso wie vorgebliche, vor allem bei Jugendlichen anzutreffende „Indifferenz“ Juden gegenüber, als exemplarische Reaktionsmuster, die eines gemeinsam haben: die abschätzige, verklärende oder eben „teilnahmslose“ Abstraktion von „Juden“, die als solche zur Projektionsfläche für selbstbezogene Befindlichkeitskämpfe und Identitätsgerangel, welche sich einzig der unhintergehbaren neuralgischen Verfasstheit eines jeden „Deutschen“ gegenüber „dem Juden“ verdankt, reduziert werden. Ob es in der gegenwärtigen Geschichtsphase einen Ausweg aus diesem Zirkel gibt, sei dahingestellt. Ganz gewiss findet er sich jedoch ebenso wenig in der normalisierungssüchtigen Abkopplung von der deutschen Vergangenheit wie in der „Bekämpfung“ eines katastrophisch herbeigeschrienen Antisemitismus, so als stünde nichts weniger als die Heraufkunft des Vierten Reiches bevor.

mehr:
- Eine kranke Beziehung (Moshe Zuckermann, Exklusivabdruck aus „Der allgegenwärtige Antisemit“, Rubikon, 06.10.2018)
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Rezensionen:
Die Antisemitenmacher oder wie Kritik an der Politik Israels verhindert wird (Moshe Zuckermann, NachDenkSeiten, 01.10.2018)
- Der allgegenwärtige Antisemit (asansörpress35, Freitag-Community, 18.09.2018)
- Polemische Kritik am deutsch-israelischen Verhältnis (Arno Orzessek, Deutschlandfunk Kultur, 03.09.2018)
- Wenn der Blick auf das Ganze fehlt (FAZ, 28.12.2010)
- Moshe Zuckermann: "Antisemit!" (Tamar-Amar Dahl, Sehepunkte, 15.11.2011)
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KenFM im Gespräch mit: Moshe Zuckermann {1:12:53}

KenFM
Am 09.08.2013 veröffentlicht 
Moshe Zuckermann ist Soziologe und Professor für Geschichte und Philosophie an der Universität Tel Aviv. Hier, in der zweitgrößten Stadt Israels, wurde er 1949 als Sohn von Holocaust-Überlebenden geboren, verbrachte jedoch zehn Jahre seiner Jugend in Deutschland, da seine Eltern 1960 aus finanziellen Gründen nach Frankfurt am Main emigrierten. Die historische Brisanz dieses Umzugs wurde ihm erst im Lauf der Jahre bewusst, als er vom Holocaust und der jüngsten deutsch-jüdischen Geschichte erfuhr. Diese Beziehung zu Israel und Deutschland spiegelte sich auch in seiner beruflichen Laufbahn wieder, so leitete er unter anderem das Institut für Deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv.
Ken Jebsen im Gespräch mit Moshe Zuckermann.
http://www.kenfm.de
http://kenfm.de/blog/2013/08/10/moshe...
http://www.facebook.com/KenFM.de
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siehe auch:
- Europäischer Antisemitismus 1880 – 1945 (Michael Kuhlmann, Deutschlandfunk, 27.02.2017)
Noch lebt er: KenFM im Gespräch mit Arnold Hottinger über den Nahen Osten (Post, 07.01.2014)
- Die deutsche Besessenheit (Henryk M. Broder, Welt, 17.12.2012)
- Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert (Wolfgang Benz, Bundeszentrale für politische Bildung, 27.11.2006)


Fernsehhinweis: Gaddafi – Libyens kaltblütiger Herrscher

Mit eiserner Hand hat Muammar al-Gaddafi 42 Jahre lang über Libyen geherrscht. Als Diktator versetzte er die ganze Welt immer wieder in Angst und Schrecken.
mehr:
- Despoten: Gaddafi – Libyens kaltblütiger Herrscher (TV Spielfilm)
Heute, 21:05 - 22:00, n-tv
Doku, GB 2015, 55 Min.
Wh. um 1.45 Uhr, Folge 2 am 13.10.


mein Kommentar:
Anscheinend gehört es zum Deutschland-Narrativ für »die 80% Dummköpfe« (Goebbels), daß wir von kleinen Hitlern umgeben sind, die »die ganze Welt immer wieder in Angst und Schrecken versetzen«.
Und zum Narrativ gehört auch, daß man an diesen kleinen, gemeingefährlichen, selbstverständlich psychisch gestörten Despoten, auch nicht das kleinste Fitzelchen finden oder unkommentiert stehen lassen darf, was irgendwie menschlich verständlich, nachvollziehbar oder als irgendwie »gut« empfunden werden könnte.
Vor wenigen Tage sah ich eine Fernsehdoku, in der Winifred Wagner sagte, sie sei anfangs von Hitlers blauen Augen fasziniert gewesen. Es scheint zur political correctness zu gehören, daß solche Aussagen nicht unkommentiert stehen gelassen werden dürfen. Der Sprecher aus dem Off meinte dazu, wenn man so viele Jahre nach dem Sturz des Hitler-Regimes noch sowas sage, müsse man einiges verdrängt haben…

siehe auch:
Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016)
»Der größte Einzelerfolg der CIA« (Post, 01.05.2012)
Der Gaddafi-Clan - geflohen, tot oder festgenommen (Frankfurter Neue Presse, 21.10.2011)
- L I B Y E N - G A D D A F I (Widerhall 61, April 2011)
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US-amerikanische »Regime-Change«-Propaganda im Iran

Warum westliche Narrative über den Iran oft falsch oder Propaganda sind

Dass PR-Agenturen Werbung für Anliegen der Außenpolitik der westlichen Großmächte machen, dürfte seit der Brutkastenlüge oder den Auszeichnungen für die White Helmets bekannt sein. Zumindest für diejenigen, die sich nicht alleine auf die Informationen der Massenmedien und staatlichen Protagonisten stützen. Und so war es auch nicht verwunderlich, als klar wurde, dass das Symbol des "Aufstandes" im Iran von 2018, die junge Frau, die ihr Kopftuch demonstrativ an einem Stock vor sich hält, wieder einmal eine solche PR-Aktion war, diesmal von der US-Regierung.

Am 28. Dezember 2017, dem Tag, als die Proteste gegen die wirtschaftlichen Verhältnisse im Iran durch ausländische Regierungsgegner übernommen wurden, erschien das Bild einer in schwarz gekleideten Frau, die auf einer Erhöhung in einer belebten Straße ihr Kopftuch, ihr Hijab, an einem Stock vor sich hielt. Wie bereits erwähnt, zeigen Bilder, die die ganze Szene abdecken, dass sich praktisch niemand um die Frau kümmerte. Nachdem jedoch das Foto die Person im Westen zu einer Ikone hochstilisiert hatte, wurde sie verhaftet, verhört und dann wieder entlassen.

Die ersten Veröffentlichungen des Fotos wurden von "My Stealthy Freedom" (@masihpooyan) vorgenommen, einem Twitter-Konto, das im Januar 2018 12.000 Follower aufwies. Dieses Konto warb nun im Iran dafür, dass Frauen bewusst gegen die Gesetze des Landes verstoßen sollten und zeigte im Januar ca. mehrere dutzend Nachahmer.

Dass die Veröffentlichung des Fotos mit dem Beginn der in Gewalt umgeschlagenen Demonstrationen begann, ist sicher kein Zufall; auch wenn seit 2014 westliche Medien immer wieder das Kopftuchgebot zum Anlass nehmen, zum "Widerstand" gegen das "Regime" aufzurufen. Die neueste Kampagne wurde durch den iran-feindlichen US-Sender Voice of America (in Farsi) und weiteren US-Medien mit dem Ziel vorangetrieben, einen Regime Change im Iran auszulösen.

mehr:
- Iran: Die Kopftuchikone der USA (Jochen Mitschka, Telepolis, 06.10.2018)
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Freitag, 5. Oktober 2018

Wer steuert Medien und Politik?

Leser der NachDenkSeiten machen nach Lektüre unseres Beitrages (Die Tagesschau nutzt ihre hohe Glaubwürdigkeit für dreiste Manipulation und Kriegspropaganda. Tun wir etwas dagegen!) darauf aufmerksam, dass die Tagesschau mit ihrer Manipulation gestern nicht alleine war. Ganz im Gegenteil. Die Medien, auch die Printmedien von heute, sind angefüllt von den gleichen Geschichten und Botschaften einschließlich der Bilder und einschließlich der Details der Manipulation. Man muss leider davon ausgehen, dass die Berichterstattung und Kommentierung relativ zentral gesteuert ist. In der zweiten der unten folgenden Lesermails, in der Mail von Christian Dicke, werden interessante Links auf Informationen zur Steuerung der veröffentlichten Meinung aufgeführt. Er gebraucht das treffende Bild, wir säßen unter einer „Marketing-Propaganda-Kuppel“. Albrecht Müller

„Wer sind die Strippenzieher? … Wer hat Europa derartig im Griff, dass plötzlich die Regierungen der áltesten Kulturnationen wie im Kindergarten (auf Anweisung) handeln? Wer schreibt sämtlichen grossen europäischen Zeitungen und TV Anstalten vor, diesen ganzen Mist mitzutragen?“

Diese Fragen stellte schon gestern der Nachdenkseiten-Leser Bernd Liché. Sein Text ist wie eine Einleitung zu der Geschichte zur Tagesschau und zu den anderen Medien.
mehr:
- Nachtrag zur Unglaubwürdigkeit der Tagesschau und zur erkennbaren Gleichrichtung vieler Medien. Wer steuert Medien und Politik? (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 05.10.2018)
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Mittwoch, 3. Oktober 2018

Unser negatives Russland-Bild ist einseitig und zu einfach

Das vorherrschende Bild vom alleinigen "Bösewicht" Russland ist zu einfach

… weil Frieden die Basis für alles Leben ist und weil es ohne oder gar gegen Russland keine verlässlichen Sicherheitsstrukturen geben wird und – Freundschaft heißt Vertrauen. Das Zusammenleben wird dadurch nicht nur leichter, sondern auch angenehmer. Eigentlich ganz einfach und logisch. Warum funktioniert es nicht?

Im Nachgang der Ostpolitik von Willy Brandt und Egon Bahr sah es doch so aus, als seien wir auf dem richtigen Weg. Der Fall der Mauer, die Auflösung der Sowjetunion, das Ende des Kalten Krieges 
 die Welt schien, für einen Wimpernschlag der Geschichte, paradiesischen Zeiten entgegenzugehen.

Ich kann mich gut an meine Empörung über die folgenden Sätze erinnern: "Für Freudentaumel besteht kein Anlass. Wir werden den Zeiten der Ost-West-Konfrontation noch nachtrauern. Regionalkonflikte werden die Zukunft beherrschen, und die Welt wird nicht friedlicher werden, ganz im Gegenteil." So hatte sich ein bekannter Politiker zu fortgeschrittener Stunde vertraulich im kleinen Kreis geäußert.

Ich konnte und wollte mir dieses Szenario nicht vorstellen und vertraute darauf, dass die politischen Akteure auf allen Seiten den Wert dieser Chance erkannten und in diesem Sinne handelten. Ich vertraute auch darauf, dass sich die Menschen diese Errungenschaften nicht mehr nehmen und sich nie wieder gegeneinander aufhetzen lassen würden. Aus heutiger Sicht betrachtet 
 wie naiv.

An allen Ecken und Enden brennt es: Syrien, Irak, Afghanistan, der Nahost-Konflikt, um nur einige Brandherde zu nennen. Terrorismus bestimmt auf zweifache Weise die Ausrichtung von Politik: im tatsächlichen Abwehrkampf und als willkommener Vorwand für politische Entscheidungen, die sich unter "normalen" Bedingungen kaum durchsetzen ließen.

Die Weltwirtschaftsordnung verdient die Bezeichnung "Ordnung" nicht mehr. Zockerei und eine Mischung aus Perversion und Zynismus heben alles aus den Angeln. Börsen, die wie Kartenhäuser sind, und beim leichtesten Windzug zusammenstürzen, haben reale Wertschöpfung und Fakten abgelöst. Psychologie, zweifelhafte Rankings und Stimmungsmache entscheiden über die Existenz oder den Bankrott von Menschen, Firmen und zuweilen sogar von Staaten.

mehr:
- Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen (Gabriele Krone-Schmalz, Telepolis, 03.10.2018)

siehe auch:
Rettet Claus Kleber! (Post, 26.09.2018)
„Die Medien sind Teil des Problems geworden“ (Post, 22.09.2018)
Westliche Dauerpropaganda: Russland ist das Böse! (Post, 09.10.2017)
Lügenpresse Teil 2 – Wie es dazu kam, dass es plötzlich nur noch ein einziges Märchen gab (Post, 16.02.2016)
- Deutsche glauben den Medien nicht (Post, 26.12.2014)
Keine Propaganda: Noch ein U-Boot! Oh Gott! (Post, 11.12.2014)
- Meldungen über angebliche Luftraumverletzungen – Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014)
- Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Post, 18.09.2014)
Der Journaille ins Stammbuch (0815-Info, 14.05.2014)

War Putins Eingreifen in der Ukraine voraussehbar? {4:32}

Gegen den Strom
Am 17.07.2016 veröffentlicht 
Bitte teilen!
War Putins Eingreifen in der Ukraine vorhersehbar? Hätten die NATO Strategen, als auch die hohen Beamten bei der EU wissen müssen, daß ein Krieg in der Ukraine kommen würde? Stimmt die Geschichte, daß wir die Guten sind und die Russen die Bösen? Ist es wahr, daß die Geschichte also schwarz/weiß ist?
Wer verstehen will, warum Russland in der Ukraine interveniert, der wird die Wahrheit leider nicht bei den Mainstreammedien finden, deren Chefredakteure bzw Inhaber oftmals in NATO-Partnerorganisationen sitzen.
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Dienstag, 2. Oktober 2018

KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld („Warum schweigen die Lämmer?“) – sehr empfehlenswert!

Dass Professor Rainer Mausfeld es im Alter von 68 Jahren mit seinen Vorträgen noch zu einem Millionenpublikum bringen würde, hätte er selbst vermutlich als Letzter vermutet. Doch ganz offensichtlich trifft er mit seinen Inhalten, verbildlicht durch die inzwischen weitläufig bekannte politische Metapher der „schweigenden Lämmer“, den Nerv der Zeit. Es ist, als hätten wir jahrelang eine dunkle Vermutung gehegt und endlich spricht sie einmal jemand aus – Unsere Demokratie ist bei weitem nicht so demokratisch, wie sie uns verkauft wird.
mehr:
- KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld („Warum schweigen die Lämmer?“) (02.10.2018)

KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld ("Warum schweigen die Lämmer?") {1:38:19}

KenFM
Am 02.10.2018 veröffentlicht 
Dass Professor Rainer Mausfeld es im Alter von 68 Jahren mit seinen Vorträgen noch zu einem Millionenpublikum bringen würde, hätte er selbst vermutlich als Letzter vermutet. Doch ganz offensichtlich trifft er mit seinen Inhalten, verbildlicht durch die inzwischen weitläufig bekannte politische Metapher der „schweigenden Lämmer“, den Nerv der Zeit. Es ist, als hätten wir jahrelang eine dunkle Vermutung gehegt und endlich spricht sie einmal jemand aus – Unsere Demokratie ist bei weitem nicht so demokratisch, wie sie uns verkauft wird.
Nun ist der Kaiser also nackt. Dennoch hält sich die gesellschaftliche Empörung in Grenzen. Wie lässt sich das erklären? Professor Mausfeld ist überzeugt: Es liegt an der Beschaffenheit des Kaisers, der nicht mehr in schicker, feudaler Tenue, sondern in Form unpersönlicher, intransparenter und abstrakter Machtstrukturen daherkommt. Genannte Strukturen, man kann sie auch als Elitenetzwerke bezeichnen, bedienen sich des Begriffes der Demokratie, weil er sich für sie als ideale Revolutionsprophylaxe in Zeiten zunehmend feudal anmutender sozialer Ungleichheit herausgestellt hat. Da diese Verschleierungstaktik, bei der ideologisch aufgeladene Begriffe inhaltlich in ihr Gegenteil verkehrt werden, sich zu Indoktrinationszwecken als besonders effektiv erwiesen hat, kommt sie auch in aller Regelmäßigkeit zur Anwendung. So z.B. bei Wörtern wie „Globalisierung“ oder „freie Märkte“, welche der desorientierten Bevölkerung als naturgegebene Phänomene verkauft werden, um über das in ihrer neoliberalen Interpretation verankerte Recht des Stärkeren hinwegzutäuschen.
Hieraus ergibt sich die Aufgabe, die Kluft zwischen dem vorgegaukeltem und dem eigentlichen Wortsinn, zwischen PR und Realität, zu überwinden, mit dem Ziel sich dabei Schritt für Schritt an das Ideal demokratischer Verhältnisse im Sinne der Aufklärung anzunähern. Dafür bedarf es nicht nur der intellektuellen Bewaffnung und Bewusstwerdung über die subtilen Techniken der Meinungskontrolle des Einzelnen, sondern vor allem auch des Eingeständnisses, dass man einem gigantischen Betrug aufgesessen ist.
Professor Mausfelds Buch „Warum schweigen die Lämmer?“, welches die Inhalte des beliebten gleichnamigen Vortrages weiter vertieft, kann diesen kollektiven Aufwachprozess mit anschieben. Ins Handeln kommen müssen wir dann aber schon selber.
Inhaltsübersicht:
0:04:56 Der Kaiser ist nackt – wir wissen es alle
0:13:15 Der „Feind“ ist abstrakt
0:21:50 Aber wir haben doch eine Demokratie…
0:31:16 Wie wichtig ist Repräsentation in einer Demokratie?
0:40:43 Meinungsmanagement
0:57:29 Definition von Links und Rechts: ein „Haufen Spaghetti“
1:03:02 Chemnitz aktuell – Ablenken von den wahren Problemen
1:13:25 Programme zur Angst-Induktion
1:20:37 Für das Warten auf bessere Zeiten ist keine Zeit
1:34:08 Feedback aus der Bevölkerung
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Warum schweigen die Lämmer? Rainer Mausfeld im Gespräch mit Westend {17:21}

Westend Verlag
Am 06.03.2019 veröffentlicht 
Der Psychologe und Kognitionswissenschaftler Rainer Mausfeld spricht über die Denkfehler der modernen Psychologie, Fehlentwicklung unserer demokratischen Institutionen und die Rolle der Medien.
Weitere Infos zu seinem Buch und Leseprobe finden Sie hier:
https://www.westendverlag.de/buch/war...
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mehr Mausfeld-Videos:
Prof. Mausfeld: Die »verwirrte Herde« auf Kurs halten… (28. Pleisweiler Gespräch) (Post, 15.11.2017)
»Der Neoliberalismus und das Ende der Demokratie« in: 
Ausmaß der Einkommensungleichheit unterschätzt (Post, 12.08.2016)



"Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung"

Der Psychologe Rainer Mausfeld über die Illusion des Informiertseins, eine "Verachtung des Volkes" und Journalisten und Intellektuelle, "die sich wie Eisenspäne in den Kraftfeldern der Macht ausrichten"

► Herr Mausfeld, Sie sind vor allem bekannt für Ihre Vorträge, in denen es um die verdeckte Rolle von Machteliten in unserer Gesellschaft geht. Dafür werden Sie von vielen Seiten angegriffen. Der ehemalige ARD-Journalist Hans Jessen wirft Ihnen im Podcast von Tilo Jung ein "geschlossenes Weltbild" vor, der Amerikanistik-Professor Michael Butter entdeckt in Ihrer Arbeit "verschwörungstheoretische Züge" - was umgehend in den Wikipedia-Artikel zu Ihrer Person eingearbeitet wurde. Überrascht Sie die Vehemenz solcher Kritik?

Rainer Mausfeld: Wir müssen natürlich Kritik und Diffamierung unterscheiden. Kritik zielt auf die Sache, Diffamierung auf die Person. Kritik beruht auf Argumenten, Diffamierung arbeitet mit einem Diffamierungsvokabular. Worum geht es mir in meinen politischen Beiträgen in der Sache? In meinen Vorträgen geht es mir weniger um Vermittlungen konkreter Inhalte und Positionen. Denn hier gibt es wie stets bei der Betrachtung komplexer Systeme einen großen Spielraum für unterschiedliche Perspektiven; ich lege jedoch in meinen Beiträgen stets offen, dass meine Perspektive durch die radikaldemokratische Tradition der Aufklärung geprägt ist. Mir geht es in meinen Vorträgen vor allem um die Vermittlung einer Denkmethodologie, also gleichsam um das Handwerk des Denkens, mit der wir unsere alltäglichen politischen Erfahrungen wieder in einen Sinnzusammenhang einordnen können. Denn nur so können wir wieder ein Stück Autonomie gewinnen und angemessene Handlungskonsequenzen aus unseren Erfahrungen ziehen.
mehr:
"Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung" (Paul Schreyer interviewt Rainer Mausfeld, Telepolis, 02.10.2018)
siehe auch:
- Prof. Mausfeld: Die »verwirrte Herde« auf Kurs halten… (28. Pleisweiler Gespräch) (Post, 03.11.2017)
- „Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert“ (Post, 31.05.2017)
- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 14.07.2016)

Donnerstag, 27. September 2018

Tagesdosis 27.9.2018 – Leugnung und der 11. September

Die unterlassene Diskussion über die Zerstörung des World Trade Centers bezeugt eine bemerkenswerte mediale Verdrängungsleistung. Die dabei auftretende Leugnung von Tatsachen ist ein emotionaler Schutzmechanismus.
Wenn ich einen Stein anhebe, vor mich halte und fallen lasse, so bewegt sich der Stein in der Folge in einer sehr besonderen Art und Weise, die man als »freien Fall« bezeichnet [0]. Seine Geschwindigkeit wird im Laufe der Zeit größer, und zwar in jedem gegebenen Zeitintervall um jeweils den gleichen Betrag: Mit jeder Zehntelsekunde wird der Stein seine Geschwindigkeit um 0.98 Meter pro Sekunde vergrößern. Diese Änderungsrate der Geschwindigkeit ist an jedem Ort auf der Erdoberfläche ungefähr gleich, und man bezeichnet sie als »Erdbeschleunigung«. Der freie Fall ist die schnellste Art und Weise irgendwie nach unten zu kommen (wenn man von der Möglichkeit eines zusätzlichen nach unten gerichteten Antriebs absieht).

Wenn ich also beobachte, daß irgendetwas mit Erdbeschleunigung fällt, so weiß ich, daß auf dieses Etwas nur die Gravitationskraft wirkt, sonst nichts. Insbesondere sind also keinerlei Kräfte vorhanden, die nach oben gerichtet sind und die Bewegung verlangsamen. Diese Beobachtung bei einem Stein zu machen, den ich fallen lasse, ist also genau das, was ich erwarte. Ich werde diese Beobachtung auch von dem oberen Teil eines Wolkenkratzers erwarten, wenn ich weiß, daß jemand die Stahlstützen des Gebäudes in den unteren acht Stockwerken im nächsten Moment absichtlich zerstört, so daß alle Kräfte, die der Gravitation entgegen wirken, plötzlich verschwinden.

Am 11. September 2001 konnte man in New York City die Erdbeschleunigung genau beobachten: Sieben Stunden nach Einsturz der Zwillingstürme fiel der 186 Meter hohe Wolkenkratzer mit dem Namen World Trade Center 7 (WTC 7) plötzlich, auf seiner gesamten Breite von 100 Metern, über zweieinviertel Sekunden lang frei[1]. Auf einer Höhe von 25 Metern waren alle Kräfte, die das Gebäude stützten, in einem Augenblick verschwunden. 25 Meter ist eine lange Strecke: Ab 22 Metern Höhe für den Fußboden eines Aufenthaltsraumes spricht die Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen von einem Hochhaus[4]. WTC 7 fiel also über eine Stecke frei, die der Höhe eines ganzen Hochhauses entspricht.

Das National Institute for Standards and Technology (NIST), die amerikanische Regierungsbehörde, die den Gebäudeeinsturz untersuchte, legte 2008 dazu einen Bericht auf der Basis von Computersimulationen vor. Aufgrund der Simulationen behauptet das NIST, der Einsturz sei ursächlich auf kleinere Brände zurückzuführen, die in verschiednen Stockwerken in dem Gebäude herrschten. Die Ergebnisse der Simulationen sind allerdings aus verschiednen Gründen, die ich hier der Kürze halber nicht alle aufführe, falsch (siehe dazu[2]). Zum Beispiel erklärt der Bericht überhaupt nicht die beobachtete Bewegung des Gebäudes, warum also das Gebäude frei fiel. Bezeichnenderweise kommt zu den falschen Ergebnissen noch etwas hinzu: Die Eingangsdaten der Computersimulationen sind in wesentlichen Teilen aus »Sicherheitsgründen« unveröffentlicht[3].

Es ist also offenkundig, daß die Ergebnisse des NIST-Berichts unwissenschaftlich sind.

mehr:
- Tagesdosis 27.9.2018 – Leugnung und der 11. September (Podcast) (Ansgar Schneider, KenFM, 27.09.2018)

siehe auch:
- Akademische Naivität und der 11. September (Post, 07.09.2018)
- Zivilklage gegen Saudi-Arabien: Neue Vorwürfe wegen Unterstützung der 9/11-Anschläge (Post, 12.09.2017)
- 9/11 „Mein ganzes Weltbild wurde auf den Kopf gestellt“ (Post, 27.04.2015)
- 9/11-Skepsis erreicht den Mainstream (Post, 11.09.2014)
- Fernsteuerung per Funkstrahl aus WTC-Gebäude 7 (23.09.2003)
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Mittwoch, 26. September 2018

Rettet Claus Kleber!

Claus Kleber: Rettet die Wahrheit. Berlin: Ullstein 2017.

Claus Kleber ist nicht Ulrich Wickert (2016) und schon gar nicht Hanns Joachim Friedrichs (1994, 1995). Okay: Die beiden Alten waren weg vom Bildschirm, als sie ihre Idee vom guten Journalismus aufgeschrieben haben. Vielleicht liegt aber gerade da das Problem. Claus Kleber ist weiter auf Sendung. Und er hat nichts verstanden.

Eigentlich verdient dieses Büchlein, das der Autor „Streitschrift“ nennt (S. 10, 93), keine Rezension in einem wissenschaftlichen Blog. Keine hundert Seiten, kaum Belege (genau zehn, wobei eine Fußnote noch doppelt erscheint und eine zweite sagt, dass das ZDF 4,36 Euro vom Haushaltsbeitrag bekommt). „Rettet die Wahrheit“ bringt aber auf den Punkt, was heute in vielen Gesprächen mit Journalistinnen und Journalisten durchscheint: Unverständnis. Was wollt ihr eigentlich, ihr Medienkritiker? Wir Redakteure, wie rackern uns ab, für euch da draußen, Tag für Tag. Glaubt ihr im Ernst, dass die Kanzlerin uns anruft oder irgendein Minister? Dass wir nicht senden oder schreiben dürfen, was wir wollen?

Nein, Claus Kleber. Das glaubt niemand. So einfach ist es nämlich nicht. Claus Kleber erzählt, wie ein heute journal entsteht, vom „Start mit einem weißen Blatt“ morgens um zehn (S. 11) über all die vielen kleinen Gespräche mit Korrespondenten, Rechercheuren und Technikern bis zur Hektik in der Maske fünf Minuten vor der Sendung. „Wer hat nun die wichtigen Entscheidungen getroffen? Der Sendung ihre politische Richtung gegeben? Wo blieben die Anweisungen von oben?“ (S. 24f.)

Wie gesagt: Darum geht es nicht. Man muss gar nicht den großen Noam Chomsky aufrufen und seine Propagandatheorie, die fünf Filter nennt für das, was an die Öffentlichkeit kommt (vgl. Wernicke 2017, Herman/Chomsky 1988). Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk am wichtigsten: die Quellen, die Ideologie (etwas neutraler: der Grundkonsens, der eine Gesellschaft trägt) und „Flak“, das Gegenfeuer. Woher kommt das, was am Ende im heute journal gesendet wird? Wer bezahlt die Expertinnen, die Claus Kleber interviewt? Wer produziert die Begriffe und die Deutungsmuster, mit denen die Medien zum Beispiel das Treffen der Staats- und Regierungschefs Anfang Juli in Hamburg beschrieben haben und die Demonstrationen, die es gegen dieses Treffen gab?

mehr:
- Rettet Claus Kleber (In: Michael Meyen [Hrsg.]: Medienrealität 2017 , Michael Meyen, medienblog.hypetheses.org, 11.12.2017)
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siehe auch:
- Medien: „Eine Arena für Hahnenkämpfe“ (Marcus Klöckner interviewt Michael Meyen, NachDenkSeiten, 03.01.2018)
- Über Claus Klebers Buch „Rettet die Wahrheit“ (Jan Gebhard, jangebhardt.de, 01.10.2017)
- Kampfschrift: Wie ZDF-Mann Claus Kleber die Wahrheit retten will (Christian Meier, Welt, 08.09.2017)

Montag, 24. September 2018

Wir Versprengten in der Kränkungsgesellschaft

Die Lage ist hochexplosiv - und es gibt kein Entrinnen. Es muss und wird knallen. So viel systemisches Gift an so vielen Schauplätzen ist nicht beherrschbar
Der Bestsellerautor Hans-Peter Martin, ehemaliger "Spiegel"-Korrespondent und unabhängiger Europaparlamentarier, veröffentlicht in dieser Woche sein neues Buch "Game Over". Telepolis bringt exklusiv erste Auszüge.

"Die Globalisierungsfalle", in der Harald Schumann und ich vor dem "Angriff auf Demokratie und Wohlstand" warnten, erwies sich leider in vielem als Prognose. Nunmehr heißt es "Game Over", für den Westen, für unser Zivilisationsmodell. Kapitalismus funktioniert auch ohne Demokratie und ohne Einhaltung liberaler Menschenrechte. Die Volksrepublik China ist mit ihrem kapitalistischen Überwachungskommunismus der wahre Sieger nach dem Kalten Krieg und die größte Gefahr für eine Zukunft in Freiheit.

Wie konnten wir nur so versagen? Mit Hyperglobalisierung und Digitalisierung, Börsenkrachs, Klimawandel und Massenmigration knicken alle vier Säulen unserer bisherigen Demokratien ein: die Legislative, die Exekutive, die Judikative und die sogenannte "vierte Gewalt", die Medien. Die liberale Demokratie ohne stabiles soziales Fundament erweist sich als Fehlkonstruktion. Unhaltbare wirtschaftliche Ungleichheit und allgegenwärtige Unsicherheit münden in nationalen Chauvinismus. Die Kriegsspirale dreht sich.

Das ist kein Zukunftsszenario. Es geschieht jetzt. Wir befinden uns mitten in einer Global-Revolution. Der Trumpismus - auch ohne Trump - wird nicht kommen, er ist da. Die Wohnungen werden nicht unbezahlbar werden, sie sind es. In vielen EU-Staaten droht nicht die Wahl rechtsnationaler Regierungen, sie sind bereits an der Macht. Aufwachen.

mehr:
- Wir Versprengten in der Kränkungsgesellschaft (Hans-Peter Martin, Telepolis, 24.09.2018)
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Gipfel der Demokratie

Wohnen, Dieseln, Verlautbaren.

Da waren sie: Die ersten paar tausend Mieter. Schon früh hatten sie sittsam eine Petition mit mehr als 70.000 Unterschriften am Kanzleramt übergeben. Jetzt füllten sie den Platz am Berliner Hauptbahnhof. Denn nebenan, im Kanzleramt, gab es den Gipfel der Verursacher zum Thema: 14 Verbände der Immobilien- und Baubranche. Zwar durfte zur demokratischen Garnierung auch der Mieterbund teilnehmen, aber ansonsten waren Verbände der Betroffenen ausgesperrt. Die hatten tags zuvor den Alternativen Wohngipfel bestiegen: Vertreter von 300 Gruppen stellten die Experten der alternativen Konferenz: Mieterinitiativen, Gewerkschaften und das Bündnis #Mietenwahnsinn.

Der Initiator des Regierungsgipfels, Bundesbau- und Innenminister Seehofer, war parallel echt beschäftigt: Hatte er doch dafür sorgen müssen, dass der Chef des Verfassungsschutzes seine Miete pünktlich zahlen kann. Maaßen, der rechte Unterstützer rechter Feuchtgebiete, musste dringend ein trockenes, warmes und gut bezahltes Plätzchen als Staatssekretär bekommen. Das hat viel Kraft gekostet: Die SPD musste geärgert werden, ein Schützer der Terrorgruppe NSU brauchte dringend Schutz, und vor allem wollte der präpotente Seehofer der Merkel klar machen, dass er immer Recht hat. Während sich das Wahlvolk draußen vor den Toren die Beine in den Bauch stand, spielte die Große Koalition drinnen Verstecken. Verantwortlich wie üblich: Keiner für nix.

Ganze zweieinhalb Stunden hatte der amtliche Gipfel fürs Wohnen in Deutschland reserviert. Für die vielen Menschen im Land, die unbehaust sind. Die Angst haben, auf der Straße zu landen. Die gerne eine beständige Heimat hätten. Angeblich für die spricht Seehofer vom Baukindergeld. Das die Wohnungsnot nicht löst. Bundesfinanzminister Olaf Scholz redet über „umfassende Mittelbereitstellung“, eine Bürokratiefloskel ohne jeden Inhalt. Und die Justizministerin Barley will nach ihrer mißlungenen Mietpreisbremse eine „Weiterentwicklung von Regulierungen“ vorstellen. Häh? Es sind auch diese sprachlichen Todgeburten, die den Tod der SPD verursacht haben.

mehr:
- Gipfel der Demokratie (Ulrich Gellermann, KenFM, 24.09.2018)

Ausländische Kämpfer in Syrien

Bezüglich des Syrienkrieges wird gerne das Propagandamärchen vom „syrischen Bürgerkrieg“ erzählt. Zahlreiche Experten erklären seit Jahren, dass in Syrien sogar überwiegend ausländische Kämpfer aktiv sind, die von USA, Saudi-Arabien und Co herangeschafft und in Stellung gegen Syrien gebracht wurden. Manchmal durchbricht jedoch ein Quentchen Wahrheit den Propagandaschleier und westliche Journalisten oder Politiker geben die Anwesenheit dieser auslädischen, jihadistischen Kämpfer zu. Hier einige Beipiele.

Uiguren aus China

Mehrere tausend radikalislamistische Uiguren aus China kämpfen als „Rebellen“ in Syrien gegen Syrien. Diese für Beobachter des Syrienkrieges nicht überraschende Nachricht teilte die Zeitung Times of Israel unter Berufung auf uigurische, syrische und amtliche chinesische Quellen in dem gegen China gerichteten Propagandaartikel „Uighur militants in Syria look to Zionism as model for their homeland“ mit:

„Uigurische Aktivisten und syrische und chinesische Offizielle schätzen, dass mindestens 5000 Uiguren zum Kämpfen nach Syrien gegangen sind“.

Screenshot aus dem Artikel

Diese Uiguren wurden natürlich nicht von der chinesischen Regierung geschickt, sondern sind regierungsfeindliche Kämpfer. Rückkehrer werden viel Kampferfahrung gesammelt haben. Andere Quellen gehen übrigens von wesentlich mehr als den genannten 5000 Kämpfern aus.

mehr:
- Ausländische Kämpfer in Syrien (Blauer Bote Magazin, 17.09.2018)
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Was Starautor Bob Woodward so alles nicht über seinen Präsidenten Donald Trump verrät.

Am 11. September erschien das Buch “Fear – Trump in the White House“ auf Deutsch. Es gab freundliche, sehr freundliche Besprechungen – typisch die Besprechung im Deutschlandfunk hier. Wir haben den langjährigen Korrespondenten und Büroleiter des „Spiegel“ in Washington, Siegesmund von Ilsemann, dafür gewonnen, dieses Buch für die NachDenkSeiten zu besprechen. Seine Besprechung ist so ganz anders ausgefallen als zum Beispiel im „Deutschlandfunkkultur“. Die NachDenkSeiten würden ihren selbstgesteckten Auftrag verfehlen, würden sie Ihnen nicht eine kritische, eigenständige Sicht der Dinge bieten. Albrecht Müller.

Männer machen Geschichte Was Starautor Bob Woodward so alles nicht über seinen Präsidenten Donald Trump verrät.
Von Siegesmund von Ilsemann (fast drei Jahrzehnte SPIEGEL-Redakteur und von 1990 bis 1998 Korrespondent und Büroleiter des Magazins in Washington)

Bob Woodward ist angekommen. Seit Deep Throat ihm und seinem Washington-Post-Kollegen Carl Bernstein die finstersten Geheimnisse aus Nixons White House anvertraut hatte und es den beiden daraufhin 1974 gelang, zum ersten Mal in der US-Geschichte einen Präsidenten an den Rand einer Amtsenthebung und damit zum Rücktritt zu bringen, thront Woodward im Olymp des investigativen Journalismus der USA.

Kein Wunder, dass Amerika Kopf steht, als ausgerechnet am 11. September, dem Jahrestag der schlimmsten Demütigung der Nation, die sich so gern als gottgewählt bezeichnet, Woodwards neuester Bestseller auf den Markt geworfen wird. Auf 420 Seiten entsteht in “Fear – Trump in the White House” ein erschütterndes Bild der Chaostage im Weißen Haus. Auf eine Million Exemplare hatte der Verlag Simon & Schuster die geplante Erstauflage bereits versiebenfacht, noch ehe das Opus überhaupt seinen Weg in die Buchläden gefunden hatte.

Vielleicht, so barmt das wachsende Anti-Trump-Lager in Washington, gelingt dem Meister ein zweiter Präsidentensturz.

Ein Grund für diesen Hype: Robert Upshur „Bob“ Woodward wird verehrt, vergöttert in jenem Amerika, das noch immer glaubt, mit den freiesten, den kritischsten, den furchtlosesten Journalisten der Welt die eigene Regierung und die vieler anderer Nationen unbestechlich überwachen zu können. Woodward ist einer, der diesen Mythos nährt, auch wenn der längst nur noch als Märchen aus den Es-war-einmal-Tagen durchs amerikanische Nationalepos geistert.

Starautor Woodward kennt sie alle, die Granden der politischen Hautevolee Washingtons. Noch wichtiger aber – alle, wirklich alle kennen den inoffiziellen Historiographen der US-Präsidenten oder gieren danach, ihn kennenzulernen.

Kaum jemand verweigert sich der Einladung zum Tête-à-tête mit Woodward. Denn wer vom Doyen des investigativen Journalismus der USA zum Gespräch gebeten wird, darf glauben, dass er womöglich Bedeutendes beizutragen hat zu Woodwards Berichten über Macht und Mächtige am Potomac. Sogar sein jüngstes “Opfer” wollte schließlich doch noch sein Scherflein beitragen zum Polit-Bestseller der Saison. Aber als der amtierende Präsident beim Autor anrief, um seine Sicht zum “richtig schlechten Buch über mich” (Trump) beizusteuern, befand sich das Manuskript bereits auf dem Weg zur Druckerei.

mehr:
- Was Starautor Bob Woodward so alles nicht über seinen Präsidenten Donald Trump verrät. (Sigismund von Ilsemann, NachDenkSeiten, 18.09.2018)

Flynn-Effekt: Werden wir immer dümmer?

Nach norwegischen Wissenschaftlern erreichten die in den 1970er Jahren Geborenen einen Gipfel in IQ-Tests, seitdem sind die gemessenen Fähigkeiten beträchtlich zurückgegangen
Während des 20. Jahrhunderts stieg der Intelligenzquotient der Menschen kontinuierlich an, ebenso wie die Lebenserwartung. Damit schienen die Menschen sowohl körperlich als auch kognitiv auf dem unaufhaltsamen Weg des Fortschritts eingeschenkt zu sein. Doch seit kurzem tauchen Hinweise auf, dass es mit der Lebenserwartung nicht mehr richtig bergauf zu gehen scheint, es wurden sogar Rückgangstrends festgestellt. Der Anstieg des Intelligenzquotienten ist schon länger gebrochen. Nach einer Studie scheint der Trend recht plötzlich zum Stillstand gekommen zu sein.

In den 1980er Jahren hatte der neuseeländische Intelligenzforscher James Flynn die Beobachtung gemacht, dass bei Menschen aus hochindustrialisierten Ländern die Werte, die sie bei Intelligenztests erzielten, kontinuierlich zunahmen. Wenn man die Messungen aus Intelligenztests mit dem Durchschnitt für eine Vergleichsgruppe einer oder mehrerer Generationen früher vergleicht, so ließ sich ein durchschnittliches Wachstum des Intelligenzquotienten in einem Jahrzehnt von 3 Prozent erkennen. Diesen Trend, der auch von anderen Wissenschaftlern bestätigt wurde, hieß nach seinem Entdecker Flynn-Effekt.

Für den sogenannten WAIS-Test oder den Raven-IQ-Test konnte Flynn Daten finden, um die Entwicklung während eines ganzen Jahrhunderts zu verfolgen. Wer vor 100 Jahren, so Flynn, zu den besten 10 Prozent gehörte, würde jetzt zu den schwächsten und "dümmsten" 5 Prozent gerechnet werden. Selbstverständlich werden durch die Tests nur bestimmte kognitive Fähigkeiten getestet, die wahrscheinlich schlicht mehr gelernt und eingeübt werden.

Nach den Tests scheinen die Menschen besser und schneller geworden sein, abstrakte Muster zu erkennen, sich räumlich zu orientieren, eine Entscheidungsauswahl zu treffen und abstrakte Probleme zu lösen. Bei Testaufgaben jedoch, die sich auf "kristallisiertes" Wissen bezogen, wie man das man in der Schule lernt (Vokabular, Arithmetik oder allgemeines Wissen), konnte hingegen keine signifikante Verbesserung festgestellt werden. Die erstaunlich schnelle und daher kaum genetisch bedingte Zunahme scheint sich also nicht um das Gedächtnis, sondern um kognitive Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeiten zu drehen (Die Menschen werden immer intelligenter).

mehr:
- Flynn-Effekt: Werden wir immer dümmer? (Florian Rötzer, Telepolis, 21.09.2018)

Der Faschismus der anderen

Über Madeleine Albright, den freien Westen und die Feinde der Demokratie

Madeleine Albright, die 81-jährige Ex-US-Außenministerin, ist beunruhigt über den Zustand der Welt. In ihrem neuen Buch Faschismus - eine Warnung sorgt sie sich um die Demokratie und malt ein dunkles Bild der "neuen Autokraten" von Trump bis Putin. Sie setzt deren Aufstieg in Verbindung zur Entstehung des Faschismus in den 1920er und 1930er Jahren.

Albrights Buch ist ein Medienereignis, ein internationaler Bestseller, in den USA landete es auf Platz 1 der New-York-Times-Liste, die deutsche Übersetzung schaffte es im August auf Platz 4 der Spiegel-Bestsellerliste. Übersetzungen ins Spanische und Holländische sind ebenfalls bereits erschienen. Albright ist populär, auch in den Medien, sie gilt vielen als modern, liberal, ist bekannt für ihre uneitle Art und ihren Humor. Doch wie schlüssig ist ihre These? Und wie definiert die Autorin eigentlich den Begriff Faschismus?

Für mich ist ein Faschist jemand, der sich stark mit einer gesamten Nation oder Gruppe identifiziert und den Anspruch erhebt, in deren Namen zu sprechen, jemand, den die Rechte anderer nicht kümmern und der gewillt ist, zur Erreichung seiner Ziele jedes Mittel zu ergreifen, einschließlich Gewalt. Madeleine Albright
So schreibt es Albright gleich im ersten Kapitel - und da fangen die Probleme auch schon an. Denn nach dieser Definition könnte sie auch Barack Obama zum Faschisten erklären. Unbestreitbar griff er zur Erreichung politischer Ziele zu extremer Gewalt, warf Bomben auf zahlreiche Länder und beanspruchte dabei immer wieder, im Namen einer überlegenen Nation zu sprechen. So betonte er 2014, während seiner zweiten Amtszeit, in einer Rede vor Soldaten:1
Ich glaube an die amerikanische Außergewöhnlichkeit mit jeder Faser meines Wesens. Barack Obama
mehr:
- Der Faschismus der anderen (Paul Schreyer, Telepolis, 22.09.2018)

siehe auch: 
Die Ankündigung von Wesley Clark: „Wir werden 7 Regierungen stürzen“ (Post, 07.04.2015)
Die Kriege der USA (Post, mit der geschätzten Anzahl von Toten, aus dem Kommentar eines Kommentatoren eines WELT-Artikels, zitiert nach Toms Wochenschau vom 15.03.2008)
Ich kann gar nicht so viel essen… (Eliot Weinberger in Lettre International, Was ich hörte vom Irak, 25.03.2006)

Renaud ringt mal wieder mit dem Alkohol

FREE MIDI INFO - Der Sänger Renaud ist gerade dabei, in der Klinik des Parks in Castelnau-le-Lez zu entwöhnen. Der Sänger, Opfer von chronischen Alkoholproblemen, wurde an diesem Wochenende am Samstag, 22. und Sonntag, 23. September ins Krankenhaus eingeliefert. Renaud wird in der Klinik des Parks in Castelnau-le-Lez entwöhnt. Der Sänger, Opfer chronischer Alkoholprobleme, wurde an diesem Wochenende in einem beunruhigenden Zustand ins Krankenhaus eingeliefert.
mehr (in schlechtem Deutsch, aber immerhin):
- Renaud hospitierte in der Parkklinik in der Nähe von Montpellier in einem besorgniserregenden Zustand (Midi Libre, 24.09.2018)
siehe auch:
- Renaud hospitalisé près de Montpellier : "Ça m'a fait un choc de le voir comme ça" (Midi Libre, 24.09.2018)

Renaud - Toujours debout (Clip officiel) {3:43}

Renaud
Am 26.02.2016 veröffentlicht 
Renaud - Nouvel album disponible: https://renaud.lnk.to/EditionCollecto... - Inscrivez-vous à la newsletter officielle de Renaud : http://www.renaud-lesite.fr/ https://www.facebook.com/RenaudOfficiel

auch seine Fans waren von dem Clip alles andere als begeistert…

Toujours Debout - Renaud (critique) {21:55}

LinksTheSun
Am 08.04.2016 veröffentlicht 
Pour une fois que je parle d'une de mes idoles, faut que ça soit une chanson qui ne lui ressemble pas...