Sonntag, 23. Dezember 2018

White Helmets: Helden oder Verbrecher?

Von westlichen Regierungen hochgelobt, ausgezeichnet und finanziert, und von ihren Kriegsgegnern in Syrien als „Humanitäre-Fakes“ mit illegalen bewaffneten Gruppen gleichgestellt.

Das Narrativ der von westlichen Regierungen gegründeten und finanzierten Organisation White Helmets, die ausschließlich in von „Rebellen“ kontrollierten Gebieten Syriens präsent sind, besagt, dass es sich um uneigennützige Freiwillige handelt, die als Zivilschutz in nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten agieren. Syrien, Russland und Kritiker des Krieges im Westen erklären seit Jahren, dass die White Helmets in erster Linie zu Propaganda-Zwecken vom Westen gegründet und unterstützt wurde, um den Regime-Change in Syrien zu rechtfertigen. Tatsächlich, so die Behauptung, untermauert von Fotos und Videos, wären die White-Helmets eine Hilfsorganisation von Al-Kaida-Terrorgruppen und anderen Terrororganisationen. Nun hat ein russisches Forschungsinstitut eine systematische Datenerhebung durchgeführt und erhebt ungeheuer erscheinende Anschuldigungen in einer Anhörung im UNO Hauptquartier in New York am Donnerstag, den 20. Dezember.

Der folgende Text basiert auf der Live-Übertragung der Präsentation im UNO-Hauptquartier bzw. dem daraufhin erstellten Video, das über YouTube abrufbar ist.


LIVE: Researchers share findings into activities of the 'White Helmets' in Syria at UN HQ {1:21:25}

Ruptly
Live übertragen am 20.12.2018 
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Researchers and civil society representatives from different countries have studied the activities of the so-called 'White Helmets' organisation in Syria and are sharing their findings with the international community at the UN headquarters in New York City on Thursday, December 20.
Video ID:
Video on Demand: http://www.ruptly.tv
Contact: cd@ruptly.tv
Twitter: http://twitter.com/Ruptly
Facebook: http://www.facebook.com/Ruptly

Die Organisation und Methodik

Maxim Grigoriew: „Unsere Organisation, die ‚Foundation for the study of Democracy‘ beurteilt Menschenrechtsangelegenheiten und analysiert terroristische Ideologien in der ganzen Welt. Wir sind Mitglied des globalen Anti-Terror-Netzwerkes, das vom Exekutivdirektorat der UNO für Antiterrorismus eingerichtet wurde, und uns wurde ein beratender Status beim UNO Rat für wirtschaftliche und soziale Fragen eingeräumt. (…) Als wir Garantiegeber für das Buch (Anmerkung des Übersetzers: „countering the terrorist propaganda“, das im Jahr 2016 bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates vorgestellt worden war) waren, überraschte uns, dass hunderte von Facebook-Konten von Weißhelmen Daesh / ISIS Propaganda enthielten. Nachdem wir das festgestellt hatten, begannen wir einen Faktencheck der Aktivitäten der White Helmets. Ich werde beginnen mit einer Beschreibung unserer Methoden.

Wir haben über 100 Augenzeugen interviewt, mehr als 40 Mitglieder der White Helmets, 50 ehemalige Kämpfer von illegalen bewaffneten Gruppen, 50 Personen im Gebiet der von illegalen bewaffneten Gruppen kontrolliertem Gebiet, wo die White Helmets aktiv waren. (Anmerkung des Autors: Alle Interviews wurden auf Video festgehalten und werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.) Wir führten auch zwei soziologische Umfragen in Aleppo und Dara mit der Hilfe von Freiwilligen durch. In jeder Stadt wurden mehr als 500 Bewohner befragt.“

mehr:
- White Helmets: Helden oder Verbrecher? (Jochen Mitschka, KenFM, 23.12.2018)
siehe auch:
Chemiewaffen und Fassbomben als Propagandawaffen im Syrienkrieg (Post, 24.11.2018)
„Weißhelme“: Die offizielle Version des Syrien-Kriegs bricht vor unseren Augen zusammen – endlich (Post, 02.08.2018)
Propagandakrieg oder Massenhysterie? – Der Giftgasangriff in Chan Schaichun, April 2017 (Post, 13.05.2018)
Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
Der Giftgas-Anschlag in Ghuta (August 2013): West-Propaganda zu Syrien und eine vier Jahre alte Geschichte (Post, 04.05.2018)
Die Weißhelme – Propaganda-Abteilung des IS? (Post, 30.04.2018)
Liana Fix und die Giftgas-Inszenierung: Nach dem Putin-Bashing ist vor dem Putin-Bashing (Post, 16.03.2018)
Wer finanziert die Weißhelme? (Ben Swann, Truth in Media, Luftpost, 13.06.2018 – PDF) 
Die Lügen der „Weißhelme“ (Jens Bernert, Rubikon, 14.11.2017) 
Vor der Gründung der Weißen Helme war Le Mesurier Vizepräsident für Sonderprojekte bei der Olive Group, einer privaten Söldnerorganisation, die sich inzwischen mit der Blackwater-Academi zu einer so genannten Constellis Holdings zusammengeschlossen hat. Dann, im Jahr 2008, verließ Le Mesurier die Olive Group, nachdem er zum Principal bei Good Harbor Consulting ernannt wurde, unter dem Vorsitz von Richard A. Clarke – ein Veteran der US-National Security Establishment und der Terrorismusbekämpfung „Zar“ unter den Regierungen Bush und Clinton. 
[James Le Mesurier: Der ehemalige britische Söldner, der die Weißen Helme gründete. Linke Zeitung, 14.04.2018 – der Artikel bezieht sich auf: James Le Mesurier: The Former British Mercenary Who Founded The White Helmets (Whitney Webb, MintPress, 31.07.2017)]
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Die Grundzüge der Organisation bildeten sich Anfang 2013 zunächst als spontane Freiwilligengruppen im vom Bombenkrieg betroffenen städtischen Wohnvierteln des Landes, bevor Fachleute des türkischen AKUT Such- und Rettungsvereins im März 2013 in der Türkei unter britischer Vermittlung mit der Qualifizierung von zunächst 20 Helfern im Spezialgebiet „Urban Search and Rescue“ anfingen. Das damit gestartete Unterstützungsprogramm unter der Leitung des Briten James Le Mesurier[1] bildete bis 2015 nach eigener Aussage rund 1200 Weißhelme aus.[2] Die mit internationalen Spenden von der in den Niederlanden registrierten Stiftung „Mayday Rescue“ koordinierte Förderung der Weißhelme (Projekt „Batal“) umfasste neben Ausbildung und Ausrüstung auch Hilfe in den Bereichen Organisationsentwicklung, Einbindung der lokalen Gemeinden, sowie Lobbyarbeit.[3]
[Syrischer Zivilschutz (Weißhelme), Geschichte, Wikipedia, abgerufen am 24.07.2019, Hervorhebung von mir] 
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Die Mayday Rescue Foundation ist eine in den Niederlanden registrierte gemeinnützige Stiftung, die sich auf die Ausbildung, Ausstattung und Unterstützung von freiwilligen Ersthelfern in Konflikt-, Instabilitäts- und Naturkatastrophengebieten spezialisiert hat.Ihre Mission ist "Leben retten, Gemeinschaften stärken". Es wurde 2014 von James Le Mesurier, einem ehemaligen Offizier der britischen Armee und Mitarbeiter der Vereinten Nationen, gegründet und ist derzeit hauptsächlich im Nahen Osten mit Niederlassungen in der Türkei und in Jordanien tätig. [1] [2]
[Mayday Rescue Foundation, engl. Wikipedia, abgerufen am 01.10.2019 – engl. Seite: oben rechts Buttom: »Original«] 
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Meine Recherchen legen den Schluß nahe, daß James Le Mesurier (oder jemand aus seinem Umfeld) die Mayday Rescue Foundation gründete, um finanzielle Zuflüsse zu verschleiern. (Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen!) Es fällt auf, daß die Mayday Rescue Foundation und die Weißhelme zur selben Zeit gegründet wurden und die Mayday Rescue Foundation zu Beginn syrische Aktivisten ausbildete, was später, laut Wikipedia, die Weißhelme übernahmen.

aktualisiert am 24.07.2019

Adventsrätsel, das Dreiundzwanzigste von vierundzwanzig


Ein jeder hat sie,
der Kutscher tut es.
Im Grabe ruhen sie,
der Fahrlehrer verlangt es.








Emerson, Lake & Palmer - From The Beginning (London, 2010) {5:30} Text (songtexte.com)

Veröffentlicht am 07.08.2012
Chakhnashvili Paata
Emerson, Lake & Palmer - 40th Anniversary Reunion Concert.
High Voltage Festival 2010. Victoria Park, London.
On stage:
Keith Emerson - keyboards;
Greg Lake - bass guitar, vocals, guitar;
Carl Palmer - drums.


Samstag, 22. Dezember 2018

Russland bald stärkste Volkswirtschaft Europas und fünftgrößte der Welt?

Wie sich Wladimir Putin die wirtschaftliche Zukunft seines Landes vorstellt

Nach dem Fall der UdSSR in 1992 drohte Russland unter Jelzin (1991-2000) ein Dritte Welt-Staat zu werden. Putin brachte die Wende. Auf der letzten Pressekonferenz gab er an, Russland werde bald, noch vor Deutschland, fünfstärkste Volkswirtschaft der Welt werden. Das nach der Kaufkraftparität (PPP) gerechnete Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich seit 2000 mehr als verdreifacht. Auch andere volkswirtschaftlichen Indikatoren konnten sich deutlich verbessern. Nach PricewaterhouseCoopers wird Russland Deutschland 2030 als die stärkste Wirtschaft Europas ablösen und die Führerschaft nicht mehr abgeben. Wie realistisch ist dieses Szenario? Was sind die Risiken, was die Chancen dieser Prognose? Ist es denkbar, dass dieses Überholungsmanöver sogar früher gelingt?

Kapitalismus "von oben" funktioniert, Volkswirtschaft geht vor Betriebswirtschaft

Daran kann zunächst gezweifelt werden. Denn die staatlichen Eliten sind wenig am betriebswirtschaftlich und renditeorientierten "Kapitalismus von unten" interessiert. Die Apparatschiks der Neuzeit fürchten aus Angst vor Machtverlust diese fremde ökonomische Denkweise und lassen eine Demokratisierung der Wirtschaft nur zögerlich zu. Politiker und Verwalter sind bekanntlich keine Manager. Mittelstand und Existenzgründungen werden kaum gefördert, Korruption und Rechtsunsicherheit bleiben weiterhin stark präsent, die Konsumgesellschaft steckt noch in den Kinderschuhen.

mehr:
- Russland bald stärkste Volkswirtschaft Europas und fünftgrößte der Welt? (Viktor Heese, Telepolis, 22.12.2018)

SPIEGEL: Creative-Writing auf dem Vergnügungsdampfer

Schon vor 16 Jahren gab es im "Spiegel" große Fake-Reportagen über das "Was 9//11 wirklich geschah"

Der Skandal um die Fake-Reportagen im "Spiegel" kommt dem unterirdischen "Bild"-Lyriker Wagner vor, "als würde es von unten nach oben regnen. Nein schlimmer. Es ist, als hätten Paparazzi den Papst im Bordell erwischt." Und er fügt hinzu: "Ich kannte Rudolf Augstein. Er hätte den Laden dicht gemacht."

Ich kannte ihn zwar nicht, aber einige seiner leitenden Redakteure - und die wären, soviel ist sicher, als Verantwortliche oder Beteiligte einer solche Fälschungsserie sofort und reihenweise gefeuert worden. Und es wäre ein Verdikt von Rudolf ergangen, dass diese magazinigen, gefühligen Reportagen mit Human-Touch-Getue und Real-Life-Suggestionen, all diese "große Reportage"-Prosa mit ihren szenischen Textbausteinen aus dem Creative-Writing-Workshop, in einem "Nachrichtenmagazin" absolut nichts zu suchen haben. Sie haben ihre Berechtigung auf den Vergnügungsdampfern der Unterhaltungsindustrie, aber nicht in einem dem Journalismus verpflichteten Presseorgan mit dem Motto: "Sagen, was ist."

Dass Spiegel-Artikel zu Augsteins Zeiten nur in Ausnahmefällen namentlich gekennzeichnet waren, hatte ja durchaus sein Gutes: Verhinderte Schriftsteller und Prosaisten konnten sich nicht spreizen, die berichteten Tatsachen, die Nachricht, stand im Vordergrund. Und die Qualität der Beiträge wurde nicht in Journalistenpreisen gemessen, sondern an dem, was sie politisch, juristisch oder sonst wie ins Rollen brachten.

mehr:
- Wenn das Narrativ stimmt, sind Fakten zweitrangig (Matthias Bröckers, Telepolis, 22.12.2018)
siehe auch:
"Spiegel" hätte Relotius wohl schon 2017 stoppen können (Holger Stark, ZON, 22.12.2018)
- Die Aufregung um Claas Relotius ist Heuchelei (Markus Kompa, Telepolis, 21.12.2018)
siehe auch:
- Heute vor 50 Jahren – 10. Oktober 1962: »Bedingt abwehrbereit« – Die Spiegel-Affäre 1962 (Post, 10.10.2012)



Adventsrätsel, das Zweiundzwanzigste von vierundzwanzig


Das Kalte mach’ ich warm,
das Heiße mach’ ich kalt.
Es hat mich reich und arm,
wer lang mich hat wird alt.






Emerson, Lake and Palmer (ELP) - Abaddon's Bolero Live in Zurich 1973 Rare footage synched {3:32}

MrKayley10
Am 09.06.2014 veröffentlicht 
Hello to all. Here's my latest endeavour into the world of synch. It's Emerson Lake and Palmer (ELP) live in Zurich in 1973 on the Get Me A Ladder Tour, arguably at the peak of their powers as a live band. This is also the only known footage of ELP performing this great song from Trilogy.
The 1973 European tour was represented on the Old Grey Whistle Test's Manticore Special documentary, but swiss TV also made a documentary specifically about the Zurich show. This documentary was recently rebroadcast on SRF TV and Tony Ortiz, ELP's official archivist synched the original audio from the show to the Abaddon's Bolero footage.
I've changed (corrected) a few things here and there and I also synched the shots from the second camera; they are included in splitscreen mode.
This footage is an absolute godsend. Footage from my favorite ELP tour, of my favorite ELP song performed by the strangest instrument configuration ELP ever thought up (Greg and Keith on keyboards).
The audio is from the night as can be seen on the announcement at the end.
Enjoy! I'll also be making a DVD of this and the full documentar and upload it to YEESHKUL!, a great bootleg site.

Freitag, 21. Dezember 2018

Die Mainstream-Medien führen einen Krieg gegen die Meinungsfreiheit.

Beinahe täglich werden alternative Medien unter Beschuss genommen — und das nicht nur von führenden Politikern, sondern auch von etablierten, vermeintlich „seriösen“ Medien. Dabei verraten nicht nur die New York Times oder die BBC ihre selbst gesetzten Verpflichtungen gegenüber der „Wahrheit“, indem sie völkerrechtswidrige Kriege unterstützen und zugleich alternative Medien der Propaganda bezichtigen. Mit zahlreichen Bespielen belegt Shane Quinn diese zunehmenden Angriffe auf die Meinungsfreiheit.

Anfang 2017 gab die New York Times den folgenden neuen Leitsatz bekannt: „Die Wahrheit ist heute wichtiger als je zuvor.“ Damit hat sie sich ein scheinbar edles, doch möglicherweise strittiges Motto auf die Fahnen geschrieben, wenn man die jüngste Vergangenheit der Zeitung näher betrachtet. Zwei Experten für Völkerrecht, Howard Friel und Richard Falk, haben nach der Irak-Invasion von 2003 ein Buch mit dem Titel „The Record of the Paper: How the New York Times Misreports US Foreign Policy“ veröffentlicht, zu dem bisher kaum Rezensionen erschienen.

Friel und Falk haben sich aufgrund der Bedeutung dieser Zeitung auf die Times konzentriert. Die Autoren heben hervor, dass die Begriffe „Völkerrecht“ und „UN-Charta“ in 70 Times-Leitartikeln zum Irak – im Zeitraum vom 11. September 2001 bis zum 20. März 2003 – kein einziges Mal vorkommen. Die „Wahrheit“ schien nicht besonders „wichtig“ zu sein, denn die Times sah der Zerstörung des Irak stillschweigend zu.

Das auf die amerikanische Öffentlichkeit gerichtete Trommelfeuer der Propaganda war so stark, dass 69 Prozent der Bevölkerung glaubten, Saddam Hussein sei in die Anschläge vom 11. September „persönlich verwickelt“ gewesen. Das ist ein erheblicher Manipulationserfolg. Die Umfrageergebnisse müssen dem irakischen Diktator, einem vergessenen ehemaligen Verbündeten der USA, völlig neu gewesen sein.

Warum Hussein es auf sich nehmen sollte, einen Überraschungsangriff ausgerechnet gegen die USA zu veranlassen, sei dahin gestellt. Vielleicht, falls er einen Todeswunsch gehabt hat, doch spätere Ereignisse zeigten, dass er kein selbstmörderischer Typ war.

mehr:
- Mord an der Wahrheit (Shane Quinn, Rubikon, 21.12.2018)
siehe auch:
- Britische Seltsamkeiten im postfaktischen Zeitalter: Die Skripals und ihr Dach (Post, 09.01.2019)
Väter und Söhne (Markus Kompa, Telepolis, 01.12.2018)
- Naher Osten: Wo Fake-News den Waffeneinsatz bestimmen (Wolfgang Freisleben auf seiner Seite, 19.04.2018)
- Die Kriege des US-Imperialismus im Nahen Osten (Matin Baraki, Zeit-Fragen.ch, 13.03.2018)
- Heute vor 20 Jahren – 20. Februar 1991: Bob Dylans versteckte Botschaft bei der Grammy-Verleihung – Terrorakt beim Fest (Post, 20.02.2011)


Wer also über Deutschlands Verhältnis zu Russland nachdenkt, sollte Europas Verhältnis zu Russland nicht aus dem Blick verlieren. Und dieses Verhältnis wird von einer latenten Aggression Russlands geprägt, die in Deutschland gerne ausgeblendet oder relativiert wird. Vor allem die Destabilisierung demokratischer Institutionen, die Manipulation der Öffentlichkeit durch ein Bombardement von Lügen treffen den Lebensnerv westlicher Demokratien: die Konsensfindung auf der Basis eines fairen und sachlichen Streits. Gibt es diesen Konsens nicht mehr, dann gibt es auch keinen gesellschaftlichen Frieden, sondern Unruhe, Hass, Demagogie.
[aus: Stefan Kornelius, Russlands Politik passt nicht zu Europa , Süddeutsche Zeitung, 07.05.2018, Hervorhebung von mir]
😂

aktualisiert am 12.01.2019

Der geplatzte Traum von der perfekten Reportage

Relotius entstammt der Digital-Natives-Generation, in der Journalismus so verstanden wird: Handy hochhalten, Kamera einschalten und ab ins Netz

Da ich den "Spiegel" nur noch bei meinem Hausarzt lese, muss es in dessen Wartezimmer gewesen sein, wo ich in Kontakt mit Claas Relotius gekommen bin. Zumindest mit seinem in dem Nachrichtenmagazin erschienen Artikel über "Jaegers Grenze", eine Bürgerwehr in Arizona. Mich hatte die Geschichte interessiert, weil ich selbst vom Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko berichtet habe, freilich aus Texas. Der Rio Grande ist dort übrigens nur knietief, man kann ihn einfach zu Fuß durchwaten.

Der Artikel von Relotius war toll geschrieben, so empfand ich damals beim Lesen, mit vielen interessanten Details, anscheinend hatte der Reporter mehrere Tage mit der Miliz im Gelände verbracht. "Sieh an", war damals meine Reaktion, "der Spiegel hat es doch drauf!" Diese Dichte der Beschreibung war mir nicht gegeben. Und ich erinnere mich noch an das Gefühl des Verwundertseins, wie der Reporter es schafft, sich so einer Truppe anzuschließen.

Seit Mittwoch, dem 19. Dezember, ist klar, dass diese und viele anderen Geschichten von Relotius ganz oder in Teilen erfunden sind. Sagt jedenfalls die Spiegel-Redaktion, die von einem "Betrugsfall im eigenen Haus" spricht und davon, dass ihr Star-Reporter "in großem Umfang eigene Geschichten manipuliert" habe. Aufgeflogen ist die ganze Sache, weil ein Kollege, der Co-Autor der "Jaeger"-Geschichte, anhand von Fotos Lunte gerochen hatte. Denn die Bürgerwehr-Story ist mit Bildern des Fotografen Jonny Milano illustriert. Diese Fotografien erschienen aber bereits in 2016 in der New York Times und der bärtige Mann, der sich in der Spiegel-Story "Jaeger" nennt, wird dort mit seinem vollen Namen genannt: Chris Maloof. Und als Co-Autor Juan Moreno diesen Mann ausfindig macht und befragt, sagt dieser, einen Spiegelreporter namens Claas Relotius habe er nie gesehen.

mehr:
- Der geplatzte Traum von der perfekten Reportage (Rudolf Sturmberger, Telepolis, 21.12.2018)

Trump kämpft verzweifelt um die Mauer

Verteidigungsminister Mattis tritt zurück, Trump pokert weiter mit dem Shutdown 

US-Präsident Donald Trump pokert hoch. Er will einen Kompromiss nicht unterzeichnen, der den teilweisen Shutdown der Regierung bis Anfang Februar hinausziehen würde, aber der nicht die von ihm geforderten Milliarden für den Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko enthält (Border Wall Shutdown).

Ob Trumps offenbar selbstherrlich und plötzlich beschlossener Rückzug der US-Truppen aus Syrien damit zusammenhängt, ist unklar. Kommentatoren meinen, er könne damit versucht haben, vom Showdown "Mauer oder Shutdown" abzulenken. Dass er den Beschluss weitgehend im Alleingang getroffen hat, wird durch den Rücktritt des Verteidigungsministers Jim Mattis deutlich, weil er nicht in die Entscheidung einbezogen wurde, die er und große Teile des Pentagon sowie auch republikanische Abgeordnete nicht unterstützen. In seinem Rücktrittschreiben heißt es, Trump habe das Recht, einen Verteidigungsminister zu wählen, der mit seinem Ansichten übereinstimmt.

mehr:
- Trump kämpft verzweifelt um die Mauer (Florian Rötzer, Telepolis, 21.12.2018)
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Adventsrätsel, das Einundzwanzigste von vierundzwanzig


Wo man sich nass berieseln lassen kann,
so spricht geflecktes Pferd man an.








Emerson Lake & Palmer - Daddy 1971 {4:42}   Text (songtexte.com)   Übersetzung (songtexte.com)

Veröffentlicht am 24.06.2012
Seba Poblete Guerrero
desde ''In the Hot Seat''

Greg Lake ELP - Oh My Father 1971 {3:59}   Text (songtexte.com)

Veröffentlicht am 14.06.2017
MyMusic2Die4
Written in 1971 by Greg Lake, previously unreleased, performed by Emerson, Lake and Palmer.


Donnerstag, 20. Dezember 2018

Gelbe Westen jetzt auch in Ungarn?

Es ist ein genuin sozialer Protest; es wird sich zeigen, ob dieser Charakter erhalten bleibt

"Aufstand gegen Orbans Sklaverei-Gesetz" - die Überschrift des Spiegel über die Proteste in Ungarn klang martialisch. Anders als bei den Gelben Westen (häufig auch: Gelbwesten) in Frankreich wurde auch nicht von einer Querfront geredet, obwohl die ultrarechte Jobbik-Bewegung in Ungarn ganz selbstverständlicher Teil der Proteste war und ist.

Die Ungarn-Fahnen sind omnipräsent. Daneben versammeln sich in Ungarn auch Liberale mit EU-Fahnen und die versprengen Reste der ungarischen Linken und Gewerkschaften. Auslöser für die Demonstrationen waren soziale Proteste. Denn das "Sklavereigesetz" ist nur die jüngste der kapitalfreundlichen Maßnahmen der Orban-Regierung.

Mit dieser Arbeitsrechtsnovelle wird die jährlich mögliche Überstundenzahl von 250 auf 400 erhöht. Zugleich können sich Arbeitgeber mit der Bezahlung der Zusatzarbeit künftig drei Jahre Zeit lassen statt wie bisher ein Jahr.

Orban und seine Regierung verfolgen mit dieser Politik den gleichen Zweck wie alle Austeritätspolitiker von Thatcher über Schröder bis Macron. Sie wollen den Preis der Ware Arbeitskraft senken und erhoffen sich so Vorteile in der innerkapitalistischen Konkurrenz.

mehr:
- Gelbe Westen jetzt auch in Ungarn? (Peter Nowak, Telepolis, 19.12.2018)
siehe auch:
Tagesdosis 6.12.2018 – Die Gelben Westen. Protest mit Potential? (Podcast) (Kommentar von Bernhard Loyen, KenFM, 06.12.2018)

Putin warnt davor, Atomkriegsgefahr zu unterschätzen

Auf seiner Jahrespressekonferenz 2018 erklärte der russische Staatspräsident unter anderem den Unterschied zwischen ihm und Emmanuel Macron 

Auf seiner heutigen dreidreiviertelstündigen Jahrespressekonferenz warnte der russische Staatspräsident Wladimir Putin, "viele Akteure", würden die Gefahr eines Krieges mit Kernwaffen "zunehmend unterschätzen", obwohl Teile der internationalen Ordnung zusammenbrächen und das "globale System der atomaren Abrüstung gefährdet" sei. Zum konkret gefährdeten INF-Abrüstungsvertrag wies er Vorwürfe zurück, Moskau würde sich nicht an das Abkommen halten und warf im Gegenzug den USA vor, es zu "missbrauchen", um Ziele abseits eines Gleichgewichts durchzusetzen. 

Die russisch-amerikanischen Beziehungen sind seinen Worten nach "auf dem Boden angekommen", von dem man sich nun wieder "abstoßen" müsse. Dazu sei er bereit, wenn auch Washington bereit sei. Ein erneutes Treffen zwischen ihm und dem US-Präsidenten Donald Trump hält er für sinnvoll, weil es viele Fragen gebe, die man dort in beiderseitigem Interesse besprechen könne: Zum Beispiel zu Syrien und zu Afghanistan.
mehr:
- Putin warnt davor, Atomkriegsgefahr zu unterschätzen (Peter Mühlbauer, Telepolis, 20.12.2018)
siehe auch:
- Die Kriegstrommler (Post, 08.12.2018)

Kann der Bitcoin bald wertlos werden?

Seit seinem Allzeithoch von knapp 20.000 US-Dollar Ende 2017 hat der Bitcoin bereits 80% an Wert verloren. Kann die stark beworbene Kryptowährung bald wertlos werden? Auch ohne das "Bitcoin-Chinesisch" lässt sich jedem Nicht-Fachmann erklären, warum dieses Szenario sehr wohl realistisch ist.

Bitcoin ist ein Datensatz aus Zahlen und Buchstaben

Materiell gesehen ist Bitcoin mit einer Gedenkmünze nicht vergleichbar. Der Käufer wird schnell merken, dass er hier lediglich einen Datensatz aus Zahlen und Buchstaben erwirbt, so etwas wie ein Kennwort. Diesen Satz deponiert er bei einer kontoähnlichen Aufbewahrungsstelle - digital geht es nicht anders - und unternimmt von dort aus, seine Transaktionen. Weder Kontofälschungen noch ein Zugriff und Kontrolle durch staatliche Organe sind möglich, Internetüberweisungen aber schon. Was liegt näher als zu glauben, es läge hier tatsächlich ein sicherer, inflationsfreier, anonymer aber weltweit anerkannter "Wert" vor, der als Währung eingesetzt werden kann. Wenn es eine Währung wäre!

Der Bitcoin besitzt weder exklusive Krypto-Eigenschaften …

Wegen vorgenannter Attribute wird von seinen Promotoren fälschlicherweise behauptet, Bitcoin sei eine exklusiv "verschlüsselte" Währung. Denn mit der sog. Blockchain-Technologie darf jedermann Bitcoin-Konkurrenten erstellen. Es gibt gegenwärtig weltweit etwa 3000 Kryptowährungen, denen nur etwa 100 staatliche Währungen der Notenbanken gegenüberstehen. Auch versuchten schon Staaten die Anonymität der Krypto-Währungen zu brechen - es gibt schon die ersten Verbote! -, weil sie sie als "Konkurrenzwährung" zur eigenen Landeswährung sehen. Wie soll da eine Steuerschuld berechnet werden? Wer als Anleger nicht an die Aufgabe dieses Staatsmonopols glaubt, der muss Bitcoins meiden auch wenn der Kurs bereits so massiv eingebrochen ist.

mehr:
- Kann der Bitcoin bald wertlos werden? (Ein Kommentar von Viktor Heese, Telepolis, 20.12.2018)
siehe auch:
Wer an eine Bitcoin-Blase glaubt, hat null kapiert (Frank Schmiechen, Welt, 20.01.2018)
- Die Bitcoins-Blase: Wer so richtig abkassieren möchte… (Post, 11.11.2017)

Linke Abgeordnete besuchen Julian Assange

Erste Visite von Parlamentariern nach langer Isolation. Heike Hänsel und Sevim Dagdelen fordern Freilassung und Schutz für WikiLeaks-Gründer

Zum ersten Mal seit einer fast vollständigen Isolation in der Botschaft von Ecuador in London hat der Publizist und Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, heute Besuch von zwei Parlamentariern bekommen. Heike Hänsel und Sevim Dagdelen, Vizevorsitze der Linksfraktion im Bundestag und Mitglieder im Auswärtigen Ausschuss, sprachen gut eine Stunde lang mit Assange, der sich seit mehr als sechs Jahren in der Botschaft des südamerikanischen Landes befindet.

Die Situation für Assange ist zunehmend schwierig: Nach einem Regierungswechsel in Ecuador im vergangenen Jahr wendet sich der neue Präsident Lenín Moreno offen gegen die Beherbergung des Aktivisten und will ihn so schnell wie möglich loswerden. Nachdem Assange vor wenigen Tagen die Heizung abgedreht bekommen hat und seine Katze aus den Botschaftsräumen entfernt wurde, befürchteten Unterstützer den Rauswurf des Mittvierzigers. Auch der Austausch des Botschaftspersonals und die Ablösung des bisherigen Botschafters schürten diese Bedenken.

mehr:
- Linke Abgeordnete besuchen Julian Assange (Christian Kliver, Telepolis, 20.12.2018)
siehe auch:
Julian Assange wird ans Messer geliefert (Chris Hedges, aus dem Englischen von Josefa Zimmermann, NachDenkSeiten, 19.11.2018)
US-Staatsanwalt enthüllt irrtümlich Anklage gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange (Post, 16.11.2018)

Adventsrätsel, das Zwanzigste von vierundzwanzig


Das Erste liegt im Schweizer Land,
das Zweite schlägt den Berg hinab.
das Ganze gibt’s am Meeresstrand,
jedoch nicht überall und dort recht knapp.








Last Train Home - Pat Metheny Group {3:58}

Veröffentlicht am 27.05.2008
cascade6060
From the excellent album 'Still Life (Talking)' 1987


Mittwoch, 19. Dezember 2018

Bill Gates und die WHO: Ein gefährliches Netzwerk

In den letzten zehn Jahren hat sich der reichste Mann der Welt Bill Gates zum größten Geldgeber der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt. Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, mit der sich das Paar gegen Armut und Krankheiten engagiert, gilt als die größte private Stiftung der Welt. Zu der Stiftung gehört auch Warren Buffet. Dieser wurde mit Coca Cola reich und er investiert in Monsanto. Die WHO ist eine Sonderorganisation der UNO und spätestens, nachdem die WHO bekannt gab, dass Glyphosat doch nicht krebserregend sei, wusste man, wer im Hintergrund die Fäden zieht. Diese Großzügigkeit von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung gibt ihnen einen übergroßen Einfluss und genau da ist das Problem. Denn schauen Sie sich die Bill-&-Melinda-Gates-Foundation genau an. Sie werden feststellen, dass Bill Gates nie alleine unterwegs ist. Im Gepäck hat er nicht nur die großen Pharmakonzerne, sondern auch die Gentechnik-Lobby. Erst kürzlich wurde der genmanipulierte Mais von BayerMonsanto in Afrika entlarvt und Bill Gates mit der ganzen Genlobby zeigte sich geschockt, denn sie waren schon auf Werbetour. Indien stellte die Förderung durch die Bill-und-Melinda-Gates-Foundation ein und warf ihnen Interessenkonflikt auf Grund der Allianz mit den großen Pharmakonzernen vor.
mehr:
- Ein gefährliches Netzwerk und unsägliche Allianz – Bill Gates und die WHO (netzfrauen.org, 19.12.2018)
Grafik aus obigem Artikel der Netzfrauen

siehe auch:


Bildquelle: Bill Gates, Pentagon, Rockefeller Stiftung: AEF Fundation: die „Corona Pläne“ der Kontrolle der Welt (Geopolitiker’s Blog, 30.05.2020)


Quelle: “Bill Gates und seine Investitionen in Deutschland” (wertewandelblog.de, 14.05.2020)


David Prins wird vom Mainstream hart angegriffen, weil er ein nuanciertes Video veröffentlicht, in dem Fragen zu den Interessenkonflikten der WHO und anderer Organisationen, hinter denen Bill Gates steht, gestellt werden. Und er gibt an, dass er besorgt über die zunehmende Zensur ist.

Jeder, der über die NOS und die "Qualitätszeitungen" hinausblicken möchte, hat kürzlich bemerkt, wie schnell Informationen verschwinden - zum Beispiel Dr. Eriksons ausgezeichnetes und fundiertes Zeugnis in Kalifornien. Oder das Buch Vaccine-free von Door Frankema, das aus dem Sortiment von Bol.com entfernt wurde.

Antwort der Mainstream-Medien

Die RTL-Redakteurin Susanne Uilenbroek schrieb dies in ihrem Blog :
„Für mich ist Prins jedoch erstaunt, als er vorschlägt, dass die niederländische Politik von der Pharmaindustrie angestiftet wurde und dass die WHO keine unabhängige Organisation ist, sondern an der Leine des Milliardärs Bill Gates. läuft. Nur Dinge schreien, ohne etwas zu überprüfen, dann werde ich dich nicht mehr ernst nehmen. Und es reicht nicht aus, Ihre Rede mit "Das sind Fragen, die ich habe" zu schließen. Dann finde es zuerst heraus und mache dann ein Video. “

Die Fakten

Hat Frau Uilenbroek ihre eigenen Nachforschungen angestellt, bevor sie ihren Blog in die Welt geschickt hat?
Die Interessenkonflikte, die David Prins zitiert, sind tatsächlich da. Studieren Sie dieses Bild (klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern).

[Lara van Doorn, Eine grafische Antwort auf die Fragen des Lungenarztes David Prins, transitieweb.nl, 13.05.2020 – Google-Übersetzer]
Bildquelle: obiger Post auf transitieweb (=> Originalgröße)
- Hintergrund: Kritische Fragen des Lungenarztes David Prins zu Korona und Impfstoffen (The Hogeland, winsum.nieuws.nl, 12.05.2020)

LONGARTS DAVID PRINS STELT VRAGEN RONDOM CORONA EN VACCINS {8:25}

Ex Vaxx
Am 10.05.2020 veröffentlicht 
niederländ. Text auf YouTube
[deutsche Untertitel: Untertitel-Icon – Zahnrad-Icon: Untertitel – »automatisch übersetzen« – Deutsch]

Ein Wort zur Impfeffektivität (Post, 20.06.2020)
Tödlicher Ernst – Die Pharmaindustrie ist eines der gefährlichsten Kartelle der Welt. (Post, 23.08.2018)
- Bill Gates – die Allianz mit Big Pharma und Agro-Gentechnik (netzfrauen.org, 27.01.2016)
Diagnose: Grippegeschäft (Bernd Hontschik, hontschik.de, 22.08.2009 – PDF) 

zuletzt aktualisiert am 11.07.2020
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Erwerbstätigkeit: Kaum Veränderungen beim Abstand zwischen Zuwanderern und länger Ansässigen

Institut der deutschen Wirtschaft: "Personen mit Migrationshintergrund haben in Deutschland schlechtere Erwerbs- und Einkommensperspektiven als andere"

Trotz der guten Konjunktur der letzten Jahre, die für eine gute Arbeitsmarktlage sorgte, hat sich in den letzten zehn Jahren an einem Phänomen wenig geändert, wie das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) feststellt: "Personen mit Migrationshintergrund haben in Deutschland schlechtere Erwerbs- und Einkommensperspektiven als andere."

Aus einer aktuellen IW-Studie dazu zitiert die Rheinische Post einige Kernergebnisse vorab. Sie zeigen, dass der Anteil der Erwerbstätigen im Alter zwischen 25 und 44 Jahren bei denjenigen mit Migrationshintergrund unter den Vergleichswerten der Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund liegen. Etwas besser sieht es bei den Nachkommen aus Zuwandererfamilien aus, die in Deutschland geboren sind.

Zwar zeigen die IW-Zahlen im Zehnjahres-Vergleich eine positive Entwicklung. So wurde im Jahr 2007 der Anteil aller Erwerbstätigen aus Zuwandererfamilien im genannten Alter mit lediglich 67,9 Prozent angegeben, während er sich 2017 auf immerhin 72,3 Prozent vergrößerte - und bei den in Deutschland Geborenen steigerte er sich im Zeitraum von zehn Jahren von 73 Prozent auf 77 Prozent. Auffallend ist aber, dass sich in einem Jahrzehnt beim Abstand zu den Personen im selben Alter ohne Migrationshintergrund nichts Nennenswertes verändert hat.

mehr:
- Erwerbstätigkeit: Kaum Veränderungen beim Abstand zwischen Zuwanderern und länger Ansässigen (Thomas Pany, Telepolis, 19.12.2018)

Facebooks Handel mit Nutzerdaten

Bei Facebook jagt ein Datenschutzskandal den nächsten: Medienberichten zufolge hatten nicht nur weitere Firmen Zugang zu Nutzerdaten. Unternehmen wie Netflix und Spotify war es zudem möglich, Privatnachrichten zu lesen, zu schreiben und sogar zu löschen.

Facebook hat nach neuen Vorwürfen den Zugang zu Nutzerdaten für Firmen wie Microsoft, Netflix oder Spotify verteidigt. Das Online-Netzwerk betonte, die Schnittstellen seien dazu gedacht gewesen, Nutzern den Kontakt zu ihren Facebook-Freunden auf den anderen Plattformen zu ermöglichen. Sie seien auch lediglich nach einer Anmeldung aktiviert worden, hieß es in einem Blogeintrag. Die "New York Times" berichtete zuvor unter anderem, Microsofts Suchmaschine Bing habe Zugriff auf die Namen von Facebook-Freunden eines Nutzers gehabt und die Streamingdienste Netflix und Spotify auf die privaten Nachrichten.

Solche Verknüpfungen von Facebook-Accounts mit anderen Diensten werfen nicht zum ersten Mal Fragen auf. Das Online-Netzwerk sieht darin keine Verletzung der Datenschutz-Vorgaben: Die Nutzer hätten einfach auf der Plattform der Partner-Firma den Zugang zu ihren Facebook-Daten gehabt. Kritiker argumentieren, dass dabei zum Beispiel Informationen von Freunden ohne deren Zustimmung weitergegeben worden seien.

Zugleich bestätigte Facebook, dass die entsprechenden Schnittstellen zum Teil noch 2017 verfügbar gewesen seien, obwohl der Datenzugang eigentlich 2014 eingestellt wurde. Das hätte nicht passieren dürfen, räumte der zuständige Manager Konstantinos Papamiltiadis ein. Facebook habe aber keine Hinweise darauf, dass es Datenmissbrauch nach dem Ende des Programms gegeben habe. Das Online-Netzwerk nannte auch die "New York Times" selbst in der Liste der Partner, bei denen es eine Verknüpfung mit Facebook-Daten gab.

mehr:
- Facebooks Handel mit Nutzerdaten – Firmen konnten private Nachrichten lesen (n-tv, 19.12.2018)

Adventsrätsel, das Neunzehnte von vierundzwanzig


Was ist kalt, heiß, hart, weich, eng, weit, rot, gut?
Was zerspringt, klopft, erwärmt, rutscht,
schlägt, bricht, hüpft und erquickt?








PRELUDE TO A HOPE - Keith Emerson 2008   {3:07}

Veröffentlicht am 09.06.2009
KEITH EMERSON OFFICIAL
Keith Emerson's new original piano piece from his new album, "Keith Emerson Band Featuring Marc Bonilla"
Filmed at St. Monica Church in Santa Monica, CA
www.keithemerson.com
FACEBOOK: http://www.facebook.com/KEITH.EMERSON…

Dienstag, 18. Dezember 2018

Tagesdosis 18.12.2018 – Desinformation in Klumpen (Podcast)

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Die Welt ist in Gefahr. Russland will die Demokratie zerstören. Russland ist das Böse und Putin ist sein Darth Vader. Aus der Tiefe des Internets kommen immer neue Angriffe. Sagt unsere Regierung, sagen die meisten Politiker, sagen unsere Medien, sagen die Sprecher unserer Verbündeten.

Zum Beispiel der Vizepräsident der EU Kommission und frühere Ministerpräsident Estlands Andrus Ansip: „Wir müssen unsere Demokratien gegen Desinformation schützen. Wir haben Versuche gesehen, in Wahlen und Referenden einzugreifen, und es gibt starke Beweise, dass Russland die Hauptquelle dieser Kampagnen ist“

Der Staatspropagandasender Deutsche Welle weiß: „Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen jetzt in die Informationsoffensive gehen. Grundlage ist ein Aktionsplan, den die Kommission umsetzen soll. Demnach sollen zunächst die EU-Organe und -Mitgliedsländer miteinander vernetzt werden. Außerdem sollen der Privatsektor (Google, Twitter und Facebook) sowie NATO und G-7 mit ins Boot geholt werden. Das Ziel: Ein engerer Austausch, um schneller und gemeinsam gegen Fake News vorgehen zu können. Es soll ein Frühwarnsystem entstehen, das quasi in Echtzeit vor russischen Desinformationskampagnen warnt.“

Die Zeit, wie die Süddeutsche, die FAZ und die Welt bewährtes Verlautbarungsorgan des Zentralkomitees der Atlantikbrücke, kennt sich aus mit Desinformation – und warnt davor, Zitat: „In ihrem Buch „LikeWar: The Weaponization of Social Media“ schildern die beiden US-Autoren Peter W. Singer und Emerson T. Brooking, wie die sozialen Medien zu einem virtuellen Kriegsgebiet werden konnten. Es kämpfen dort unübersichtlich viele Akteure mit den Mitteln der Propaganda und Desinformation: Gerade Russland hat das vor knapp fünf Jahren im Ukraine-Konflikt gezeigt.“

Russland, so wird uns seit einigen Jahren nicht täglich, sondern minütlich eingehämmert, ist durchtrieben, hinterhältig, bösartig, verlogen und benutzt alles, wirklich alles auf dieser Welt als Waffe, um westliche Demokratien zu bekämpfen. Weaponization heißt das im transatlantischen Neusprech.

mehr:
- Tagesdosis 18.12.2018 – Desinformation in Klumpen (Podcast) (Ein Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 18.12.2018)
siehe auch:
- Russische Trolle: Manipulations-Kampagne war noch umfangreicher und ist nicht zu Ende (Martin Holland, Telepolis, 18.12.2018)
Akademische Freiheit und politischer Druck (Jochen Mitschka, KenFM, 17.12.2018)

KenFM präsentiert: Dimona – Geheime Kommandosache

Israels Atombombe – aus dem Nazi-Schoß gekrochen?

Ein Film von Gaby Weber
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Am 13. Dezember 1960 alarmierte die „Time“ die Weltöffentlichkeit: Israel baue heimlich an der Atombombe. Wie war dem jungen Staat der Bau einer Atombombe gelungen? Die Aufregung war groß, niemand wollte etwas gewusst haben. Auch die erst drei Jahre zuvor gegründete Internationale Atomenergie-Organisation hüllte sich in Schweigen. Das tut sie bis heute.

Systematisch wurden die Öffentlichkeit und die Parlamente belogen. Die Wahrheit ist: Schon 1960 wussten die westlichen Regierungen Bescheid. Sie hatten den Bau abgenickt und unterstützt. Die israelischen Atombombe war mit deutschem Geld und deutscher Technologie entstanden, einer Technologie, die im Auftrag des Führers am Kaiser-Wilhelm-Institut entwickelt und patentiert worden war. Dieses Wissen wurde ab Ende der fünfziger Jahre in den Dienst Israels gestellt. Das Schwere Wasser kam aus Norwegen, wo es die Nazis während des Krieges produziert hatten. Das Uran lieferte – mit Wissen der USA und mit Hilfe Adenauers – die argentinische Atomkommission. Sie war nach 1945 von Nazi-Wissenschaftlern aufgebaut worden.

Die Patente aus dem Jahr 1941, angemeldet vom Oberkommando des Heeres, galten bis vor kurzem als verschwunden. Im Rahmen der Recherchen von Gaby Weber tauchten sie jetzt wieder auf.
mehr:
- KenFM präsentiert: Dimona – Geheime Kommandosache (Ein Film von Gaby Weber, KenFM, 18.12.2018)
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