Freitag, 26. Juli 2019

Rainer Mausfeld: Angst und Macht in kapitalistischen Demokratien

Rezension Der Neoliberalismus zerstört unsere Gesellschaften und die Demokratie. Rainer Mausfeld über Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien

Der Neoliberalismus ist m.E. die Krankheit unserer Zeit. Fast alle Bereiche unserer Gesellschaft – und es werden ständig neue davon erfasst – sind von dessen Geist, besser: Un-Geist, befallen. Das Perfide daran: Die mit dem Neoliberalismus in Verbindung stehenden Mechanismen, präziser: dessen Ideologie, wird den Menschen geradezu als Medizin verkauft, gepredigt, die uns vorgeblich voranbringt. Paradox: Eine Krankheit wird uns als Allheilmittel verordnet. Die zu Apologeten dieses „Allheilmittels“ gemachten oder gar – entsprechenden, wie auch immer gearteten Einflüssen erlegen – aus eigenem Antrieb dazu gekommenen Politiker sowie die ihnen kritiklos, liebedienernd zur Seite stehenden, ihnen nachplappernden, Papageienjournalisten – statt als Vierte Macht in der Demokratie zu handeln! – in unseren Mainstream- und „Leit“-Medien verkaufen diesen Neoliberalismus.

Wer es nicht schafft, ist selber schuld

Sie lassen die schon immer falsche „Volksweisheit“ aufscheinen: Jeder sei seines eigenen Glückes Schmied. Und wer’s halt nicht schafft? Der ist nicht nur raus, hat Pech gehabt, sondern – stärker als nie zuvor wird ihm heute vermittelt: Du bist selber schuld. Hast dich eben nicht genug angestrengt. So jemand begehrt in den seltensten Fällen auf. Er ist förmlich erschlagen von den Verhältnissen. Wem sollte er die Schuld für sein Versagen geben? Er sieht ja keine.

Die Mächtigen – ich meine hier nicht die uns regierenden, sondern die wahrhaft Mächtigen, welche ja die Ideologie des Neoliberalismus immer weiter vorantreiben, sind ja weitgehend unsichtbar. Sie haben keine Adresse. In früheren Zeiten hatten etwa die Ausgebeuteten, wenn der Guts- oder Fabrikherr den Bogen in Sachen Ausbeutung überspannt hatte diese Adresse. Und dann zogen sie schon mal mit Mistforken vor die Villa des Ausbeuters.

Manchmal entschlüpft den anscheinend Mächtigen auch einmal die Wahrheit

Und unter den anscheinend Mächtigen gibt es sogar manchmal welche, denen auch mal die Wahrheit entschlüpft. Einer von ihnen sagte das dann sogar offen in der ARD-Satiresendung „Pelzig“ am 21. Mai 2010 in der ARD. Der damalige bayerische CSU-Ministerpräsidenten Horst Seehofer sagte frank und frei von der Leber weg:

„Diejenigen die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden … und diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt.“

Oder der nun bald scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

mehr:
- ANGST und MACHT (Rezension de Buches von Rainer Mausfeld, Claus Stille, Freitag-Community, 26.07.2019)
siehe auch:
STANDPUNKTE • Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung (Rainer Mausfeld, Auszug aus dem Buch, 01.07.2019)
Rainer Mausfeld: Fortschreitende Ökonomisierung steigert Ängste in der Gesellschaft (Kathrin Hondl im Gespräch mit Rainer Mausfeld, SWR2, mp3, downloadbar, 27.06.2019)
"Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung" (Post, 02.10.2018)
Die Neoliberalisierung der Universität (Post, 24.08.2016)
- Heiner Flassbeck: Kapitalismus am Ende? Konsequenzen der neoliberalen Weltordnung (Post, 15.12.2015)

Rainer Mausfeld: Angst und Macht in kapitalistischen Demokratien {1:18:40}

weltnetzTV
Am 09.07.2019 veröffentlicht 
weltnetz.tv im Gespräch mit Rainer Mausfeld über sein neues Buch „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“
„Macht hat für den, der sie hat, viele Vorteile und für diejenigen, die ihr unterworfen sind, viele Nachteile, denn Macht erzeugt bei den ihr Unterworfenen Angst. Angsterzeugung wiederum ist ein Herrschaftsinstrument, und Techniken zum Erzeugen von gesellschaftlicher Angst gehören zum Handwerkzeug der Macht.“*v Pascal Luig sprach für weltnetz.tv mit Rainer Mausfeld über sein neues Buch „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“. Unter anderem wurden folgende Fragen diskutiert: Wie wird Angst in kapitalistischen Demokratien erzeugt? Wie werden wir dadurch manipuliert? Wie können wir uns davon befreien und welche Alternativen gibt es?
* Aus dem Klappentext des Buches: Rainer Mausfeld, Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien, Westend Verlag.
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KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld ("Warum schweigen die Lämmer?") {1:38:19 – Start bei 1:13:54 – Mausfeld: »All diese Programme […] sind dadurch erfolgreich, daß sie NICHT erfolgreich sind.«}

KenFM
Am 09.07.2019 veröffentlicht 
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Relativitätstheorie erneut bestätigt

Mit immer ausgefuchsteren Methoden prüfen Forscher Einsteins Relativitätstheorie: Und sie kommen zum gleichen Ergebnis.

Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie hat den nach Forscherangaben bislang umfassendsten Härtetest bestanden: Selbst unter den extremen Bedingungen im Umfeld eines supermassereichen Schwarzen Lochs behält die Theorie ihre volle Gültigkeit, wie ein US-Team im Fachblatt Science berichtet. Die Wissenschaftler um Andrea Ghez von der Universität von Kalifornien in Los Angeles beobachten seit 24 Jahren einen Stern, der eng um das gigantische Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße kreist. Dabei konnten sie jetzt die Gravitationsrotverschiebung nachweisen: Das Schwarze Loch macht durch seine extreme Schwerkraft das Sternenlicht rötlicher.
mehr:
- Rasender Stern am Schwarzen Loch: Einstein besteht weiteren Test (dpa, heise online, 26.07.019)

Astronomen bestätigen Einsteins Relativitätstheorie {2:19}

faz
Am 27.07.2018 veröffentlicht 
Ein Forschungsteam der Europäischen Südsternwarte in Garching hat erstmals feststellen können, dass sich ein Schwarzes Loch im Zentrum unserer Milchstraße genauso verhält, wie Albert Einstein es vor rund 100 Jahren vorhergesagt hat.
© REUTERS, FRED STEIN ARCHIVE
Link zum Video: https://www.faz.net/-gwz-9cr9k
Link zur Homepage: https://www.faz.net

WELT-THEMA: So erklärt Prof. Ulrich Walter das Phänomen der Schwarzen Löcher {12:28}

WELT Nachrichtensender
Am 10.04.2019 veröffentlicht 
Bislang gab es von Schwarzen Löchern nur Illustrationen. Jetzt haben Astronomen das erste Bild gemacht. Dafür waren gleich acht Observatorien notwendig. Im WELT-Studio ordnet der Astronaut und Wissenschaftler Prof. Ulrich Walter den Meilenstein der Weltraumforschung und Physik ein.
In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen.
Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team
Die WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg

Mein Kommentar:
Ich hab’s zwar nicht kapiert, aber es hört sich verdammt gut an! 😂

Weltraumschrott und Mount-Everest-Müll – Homo sapiens: erst müllen, dann denken…

Schon jetzt kreisen 5000 Satelliten um die Erde. Bald wird es noch enger im Weltraum. Denn längst nutzen Konzerne die Flugkörper für ihre Geschäfte. Dadurch wird es künftig auch mehr Weltraumschrott geben. Dieser kann fatale Folgen haben, mahnt die Esa.
Vom wenigen Zentimeter großen Würfel-Satelliten einer Universität bis zum US-Abhörmonster "NROL-32", dessen Antenne einen Durchmesser von 100 Metern haben soll: Etwa 5000 funktionsfähige und ausgediente Satelliten fliegen derzeit auf verschiedenen Umlaufbahnen über der Erde. Bald könnten es mehr werden - sehr viel mehr. Das wurde spätestens Ende Mai klar, als Elon Musks Raketenfirma SpaceX für ihr geplantes weltumspannendes Internet-Netz 60 Satelliten in den Orbit schoss.
Die Satelliten gehören zum Projekt Starlink, das in den kommenden Jahren aus bis zu 12.000 Satelliten bestehen könnte. Das erdumspannende Netz soll künftig auch entlegene Erdregionen mit schnellem Internet versorgen. Neben SpaceX plant auch das Kommunikationsunternehmen Oneweb zusammen mit Airbus Satellitenkonstellationen. Im Februar hatte eine Sojus-Rakete die ersten 6 von mehr als 600 Oneweb-Satelliten ins All befördert. Auch Amazon tüftelt an einem eigenen Projekt.
Mehr Satelliten bedeutet auch mehr Weltraumschrott. Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) geht schon jetzt von 934.000 Fremdkörpern aus, die um die Erde schwirren und größer als ein Zentimeter sind. Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen fliegen teils mit 28.000 Kilometern pro Stunde. "Bei diesen Geschwindigkeiten kann der Einschlag eines - selbst kleinen - Partikels auf den Satelliten eine unglaubliche Zerstörungswucht entfalten", sagt der Leiter des Esa-Büros für Raumfahrtrückstände, Holger Krag.
Klein heißt hier tatsächlich winzig: Bereits staubkorngroße Objekte können auf der Außenhülle eines Satelliten sichtbare Krater schlagen. Schon ab einem Millimeter Größe wird es gefährlich. "Besonders empfindliche Teile könnten dabei bereits kaputtgehen", sagt Krag. Ab einer Größe von einem Zentimeter kann man davon ausgehen, dass der Satellit nach dem Zusammenstoß nicht mehr funktioniert. "Die Energie, die dabei freigesetzt wird, entspricht ungefähr der Wirkung einer explodierenden Handgranate." Ist das Schrottteil mehr als zehn Zentimeter groß, wird der getroffene Satellit zertrümmert - und verschmutzt den Orbit mit weiteren Teilen.
mehr:
- Kollisionsgefahr im Weltraum – Im Orbit droht eine Satelliten-Schwemme (n-tv, 26.07.2019)
siehe auch:
"Statistisch gesehen": Gefährlicher Weltraumschrott (Mathias Brandt, heise News, 26.04.2017)
Statistik der Woche: Weltraumschrott im Orbit (Jennifer Lepies, heise Technology Review, 02.03.2017)

Weltraumschrott - Gefahr im Orbit - Doku Deutsch 2018 HD {50:49}

Dokumentation Deutsch
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
In der Umlaufbahn der Erde schweben Tausende von Objekten, die keine Funktion mehr erfüllen - sogenannter Weltraummüll. Die fortdauernde Anhäufung freigesetzter Raketenoberstufen, Sprengbolzen oder Abdeckungen stellt eine Gefahr für unsere orbitale Satelliteninfrastruktur dar. Zudem ist Weltraumschrott lebensbedrohlich für die Astronauten auf der ISS. Die Dokumentation erklärt, wie Weltraummüll entsteht, was ihn so gefährlich macht und was gegen die Bedrohung im All unternommen werden kann.

Mein Kommentar:
Intelligenz ist nicht gleich Intelligenz…

Mount Everest: Tonnenweise Müll aus vergangenen Zeiten {1:27}

faz
Am 06.06.2019 veröffentlicht 
In einer Aufräumaktion haben Mitarbeiter der „Mount Everest Cleanup Campaign" elf Tonnen Müll zu Tal gebracht. Außerdem bargen sie vier tote Bergsteiger. © REUTERS, AFP


Die Körpersprache kann nicht lügen …

Bilder sagen mehr als tausend Worte? Gilt im Zeitalter von Photoshop nur noch bedingt – Ausnahme: Körpersprache.
Dass der Chefredaktor der Zeitungen der CH Media Gruppe (Aargauer Zeitung, Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt, u.a.), Patrik Müller, gerne Interviews mit Prominenten macht, weiss man. Nun hat er es auch gewagt, mit dem Chefredaktor der NZZ, Eric Gujer, ein Interview zu machen (18.7.2019).
Die gute Nachricht voraus: Am Ende des Interviews steht, dass die beiden Zeitungen finanziell miteinander verhängt sind: CH Media gehört zur Hälfte der NZZ Gruppe. Der Transparenz ist also Genüge getan.
mehr:
- Die Körpersprache kann nicht lügen … (Christian Müller, Info-Sperber, 26.07.2019)

Samy Molcho - Der Körper spricht immer {54:49}

infamousdavidave
Am 24.03.2017 veröffentlicht 
Prof. Samy Molcho ist "die" Koryphäe der Körpersprache. Er gilt weltweit als einer der anerkanntesten Experten, was die Körpersprache betrifft. Dieses Video wurde im Auftrag von Jürgen Höller - einem der bekanntesten Motivationstrainer Europas - produziert und zeigt Samy Molcho bei der Arbeit. Anhand von praktischen Beispielen sieht man, was die Körpersprache des Einzelnen über ihn aussagt!

Kunst der Körpersprache // Stefan Verra {21:35}

GEDANKENtanken
Am 24.03.2017 veröffentlicht 
Wer auch mal bei unseren Events & Rednernächten dabei sein will, wir touren deutschlandweit! Alle Termine, Infos & Tickets hier: http://www.gedankentanken.com/events
Vielen ist Körpersprache ein Rätsel -- und somit vernachlässigen wir einen unserer wichtigsten Kommunikationsbereiche. Schade! Denn: Körpersprache entscheidet Karrieren, verbindet Frauen und Männer, ist ein exzellenter Verkäufer, stärkt Eltern und Kinder und begeistert sogar großes Publikum -- wenn Stefan Verra die Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation lüftet.
Live-Mitschnitt von der 1. Ulmer Rednernacht: Körpersprachenexperte Stefan Verra gibt kompakte Tipps zu Mimik, Gestik und Körperhaltung. Wissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt er leicht verständlich. Blitzschnell wechselt er die Perspektive und geht schlagfertig auf jede Situation ein. Dabei entlarvt er weitverbreitetesHalbwissen und baut konkrete Tipps für den Berufs- und Lebensalltag mit ein.
Verpasse kein GEDANKENtanken Video mehr und lasse dich von deutschen Top-Speakern motivieren und inspirieren. Abonniere jetzt kostenlos unseren Channel: https://goo.gl/4lzBBT

Donnerstag, 25. Juli 2019

James Le Mesurier, Weißhelme – Materialsammlung

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Die Grundzüge der Organisation bildeten sich Anfang 2013 zunächst als spontane Freiwilligengruppen im vom Bombenkrieg betroffenen städtischen Wohnvierteln des Landes, bevor Fachleute des türkischen AKUT Such- und Rettungsvereins im März 2013 in der Türkei unter britischer Vermittlung mit der Qualifizierung von zunächst 20 Helfern im Spezialgebiet „Urban Search and Rescue“ anfingen. Das damit gestartete Unterstützungsprogramm unter der Leitung des Briten James Le Mesurier[1] bildete bis 2015 nach eigener Aussage rund 1200 Weißhelme aus.[2] Die mit internationalen Spenden von der in den Niederlanden registrierten Stiftung „Mayday Rescue“ koordinierte Förderung der Weißhelme (Projekt „Batal“) umfasste neben Ausbildung und Ausrüstung auch Hilfe in den Bereichen Organisationsentwicklung, Einbindung der lokalen Gemeinden, sowie Lobbyarbeit.[3][Syrischer Zivilschutz (Weißhelme), Geschichte, Wikipedia, abgerufen am 25.07.2019 – Hervorhebung von mir]
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The Mayday Rescue Foundation is a not-for-profit foundation registered in the Netherlands specialised in training, equipping, and assisting volunteer emergency first responders in areas of conflict, instability, and natural disaster. Its mission is "saving lives, strengthening communities." It was established by James Le Mesurier, a former British Army officer and United Nations staff member, in 2014, and currently operates primarily in the Middle East through offices in Turkey and Jordan.[1][2][Mayday Rescue Foundation, engl. Wikipedia, abgerufen am 25.07.2019]
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In den Recherchen zu den Weißhelmen haben sich vor allem zwei Journalisten hervorgetan: Vanessa Beeley und Ben Swann: 

Reality Check: Who's Funding the White Helmets? {6:12}

Ben Swann
Am 03.05.2018 veröffentlicht 
Reality Check with Ben Swann: http://truthinmedia.com/reality-check... You've no doubt heard of the White Helmets, aka the Syria Civil Defense. They claim to be a neutral entity in Syria. They say they are just helping people caught in the middle of a civil war. But are they?
Follow the money and you will find numerous ties to government funding from not only the U.S., but the U.K., Netherlands, Denmark and Germany.
We untangle these ties to the White Helmets in a Reality Check you won't get anywhere else.
Did you remember to subscribe to my YouTube channel? Also follow me here:
Facebook - https://www.facebook.com/BenSwannReal...
 

Laut Ben Swann erhielt Chemonics im Januar 2013 von USAID einen 128,5-Milionen-Dollar-Vertrag, um für einen »friedlichen Übergang zu einem demokratischen und stabilen Syrien« zu sorgen.

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Die United States Agency for International Development (USAID, zu deutsch ‚Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung‘) ist eine Behörde der Vereinigten Staaten für Entwicklungszusammenarbeit. Die unabhängige Behörde mit Sitz in Washington, D.C. (Ronald Reagan Building) koordiniert die gesamten Aktivitäten der Außenpolitik der Vereinigten Staaten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Das Akronym der Behörde, das zum Beispiel auch auf ihren Flugzeugen zu sehen ist, setzt sich zusammen aus US für United States und englisch AID‚Hilfe‘.
USAID stützt die Außenpolitik der Vereinigten Staaten in den Bereichen:
  • und – vor allem in Lateinamerika – durch die Verbrechens- und Drogenbekämpfung (“combatting the drug trade”) und Schaffung „sicherer Zonen“.[6][7]

USAID arbeitet in vier Regionen der Welt:
  • Transformationsländer Europas und Eurasiens (vor allem in der Ukraine, in Moldawien[3], Bulgarien, Rumänien, Makedonien, Albanien, Litauen, Georgien, Armenien, Kirgisistan und den anderen Staaten des Silk Road Corridor)[9].

[United States Agency for International Development, Wikipedia, abgerufen am 25.07.2019]
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Mein Kommentar zum Wikipedia-Artikel:
Wer sich mal was über die Stiftung National Endowment for Democracy durchgelesen hat, weiß, was von obiger Attribuierung (»unabhängige Behörde«)  im USAID-Artikel von Wikipedia zu halten ist: 
- Eine CIA-NGO im Great Game: Das National Endowment for Democracy (Post, 19.02.2016)
Egal, ob es NED, USAID oder Chemonics heißt, es IST die US-amerikanische Regierung.


Quelle: threadreaderapp.com
Quelle: What Trump’s foreign aid cuts would mean for global democracy
(Sarah Bush, The Conversation, 10.04.2017)
… und da ich schon mal debei bin, Folgendes als Bonus:
Quelle: NED: NATIONAL ENDOWMENT FOR DEMOCRACY –
The networks of "democratic" interference

(Thierry Meyssan, Voltaire.net, 22.01.2004)


zur Beziehung der Weißhelme zur Al-Nusra Front siehe das Youtube-Video mit Carla Ortiz:
- Die »zuverlässigen Quellen« des Mainstreams (Post, 12.05.2018)
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Jungfrau spricht mit ihrer Vulva

Ein schmaler, unscheinbarer Streifen aus Pergament erregt in der Stiftsbibliothek Melk die Aufmerksamkeit von Mittelalter-Spezialisten. Der Inhalt des Zufallsfundes entpuppt sich schließlich als Zwiegespräch der besonderen Art.
Mittelalter-Forscher aus Deutschland und Österreich sind in der Stiftsbibliothek Melk auf einen schmalen Streifen Pergament gestoßen, der auf den offenen Umgang mit der eigenen Sexualität um das Jahr 1300 hinweist. Der auf den ersten Blick unscheinbare Fund wurde von Christine Glaßner von der Österreichischen Akademie der Wissenschaft Wien in Melk entdeckt. Auf dem Streifen sind lediglich wenige Buchstaben auf mehreren Schriftzeilen zu sehen. Die Buchstaben auf dem als Falzstreifen verwendeten Fragment wurde schließlich von Dr. Nathanael Busch von der Universität Siegen identifiziert, mit viel Geduld konnte daraus ein Text entschlüsselt werden.
In dem als Rosendorn bezeichneten Text wird davon berichtet, wie sich eine Jungfrau mit ihrer sprechenden Vulva darüber entzweit, wer von beiden bei den Männern den Vorzug genieße, schreiben die Forscher in ihrer Erklärung. Das Pergament und sein Inhalt, das um 1300 datiert wird, stellen die Theorien zum Beginn solcher Texte infrage. Bisher war man nämlich davon ausgegangen, dass ein solch freier Umgang mit der eigenen Sexualität im deutschsprachigen Raum erst in der städtischen Kultur des 15. Jahrhunderts, also zum Ende des Mittelalters aufgekommen ist.
mehr:
- Jungfrau spricht mit ihrer Vulva – Textstreifen aus Kloster verblüfft Forscher (n-tv, 25.07.2019)
siehe auch:
Die Vagina-Monologe begannen im Mittelalter (Marcus Woeller, WELT, 25.07.2019)
Sprechendes Geschlechtsteil in der Klosterbibliothek (katholisch.de, 24.07.2019)
Sprechende Geschlechtsteile in der Klosterbibliothek (Uni Siegen, expressi.de, 24.07.2019)
Sex-Gedicht in Melk gefunden: Sprechende Vagina – So versaut war das Mittelalter (theworldnews.net, 24.07.2019)
Sprechende Geschlechtsteile in der Klosterbibliothek (Philipps Universität Marburg, 24.07.2019)
Mittelalterlicher Text: "Sprechende Vulva" in der Klosterbibliothek Melk entdeckt (Standard, 24.07.2019)
Wenn Frauen mit ihren Vaginen reden: Mittelalterliches Sexgedicht entdeckt (Standard, 24.07.2019)
- Zers und fud als literarische Helden – Zum ‹Eigenleben› von Geschlechtsteilen in mittelalterlicher Literatur (Edith Wenzel, wahrscheinlich in: Claudia Benthien, Christoph Wulf (Hg.), Körperteile: eine kulturelle Anatomie, Rowohlt TB-Verlag , 2001 – PDF-Download)

Stift Melk {18:57}

Manfred Voigt
Am 07.04.2018 veröffentlicht 
Die Stadt Melk am westlichen Wachau Eingang wird vom barocken Stift überragt. Wunderschön in der Durchfahrtshalle sind die Fresken. Herausragend ist auch Deckenmalerei in der Bibliothek. Wer zum ersten mal die Klosteranlage besucht ist sprachlos über so viel Schönheit. Das gesamte Areal ist ein Juwel barocker Baukunst. Auch die Stiftskirche ist von einer erlesenen Schönheit.

Mein Kommentar:
Das hätte sich der gute Herr Voigt, als er das Video bei YouTube eingestellt hat, wohl nicht träumen lassen, was für Schweinkram in der Stiftsbibliothek zu finden ist…
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Ist Dirk Pohlmann der deutsche Julian Assange?

Wenn Journalisten ungestraft Morddrohungen erhalten oder verleumdet werden dürfen, entwickelt sich unsere Gesellschaft zurück in die Barbarei.
Eine Gesellschaft ist nur so weit entwickelt wie ihr Umgang mit ihren Kritikern. Freund-Feind-Denken, alle sozialen Grenzen überschreitende persönliche Diffamierung, Androhungen von Gewalt gegen Journalisten sind eindeutige Anzeichen für eine Rückentwicklung in eine archaische, instinktgeleitete Gesellschaft. Wenn ein hochrangiger Journalist wie Dirk Pohlmann Morddrohungen erhält, besteht dringender Handlungsbedarf. Bei dem Wikileaks-Gründer und australischen Journalisten Julian Assange hat es ähnlich angefangen, bevor man ihm sein gutes Leben geraubt hat. Denn in einem Foltergefängnis zu leben ist so gut wie tot. Diese düstere Entwicklung gilt es für Dirk Pohlmann unbedingt zu verhindern. Nicht allein um seiner selbst willen, sondern um unser aller Freiheit wegen. Denn die steht auf dem Spiel.
Sie sind kein Journalist oder eine Person des öffentlichen Lebens und glauben, das Thema Rufmord, Diffamierung und Verletzung der Persönlichkeitsrechte von Journalisten hat mit Ihnen nichts zu tun? Schon falsch.
Die Haltung „Der steht nun mal in der Öffentlichkeit und dann muss der mit Anfeindungen rechnen“ oder „Das gehört zur Diskussion dazu, da muss man Kritik abkönnen“ ist weit verbreitet und die übliche Reaktion darauf, wenn sich bekannte Personen öffentlichen Lebens zu Recht darüber beklagen, dass ihnen entweder direkt mit Mord oder mit der Zerstörung ihres gesamten persönlichen und sozialen Lebens gedroht wird.
Doch diese Angriffe auf die Persönlichkeitsrechte sind keineswegs im öffentlichen Interesse, wie die Verursacher solch publizistischer Gewalt obendrein behaupten. Sie sind ebenfalls kein Teil einer ganz normalen öffentlichen Diskussion oder einer Meinungsverschiedenheit.
Angriffe dieser Art sind Teil eines komplexen Problems, das sich nicht nur auf die betroffene Person erstreckt, sondern das tief in die Gesellschaft bis hin zu jedem einzelnen reicht.
Am Beispiel Dirk Pohlmann lässt sich das gut nachzeichnen. Doch der Reihe nach.
Was ist passiert? Wer ist Dirk Pohlmann und was hat er getan, dass sich manch einer zu öffentlicher Drohgebärde gegen seine Person hinreißen lässt?
mehr:
- Ist Dirk Pohlmann der deutsche Julian Assange? (Christiana Borowy, KenFM, 25.07.2019)
siehe auch:
Dirk Pohlmann – "Die Wikipedia: Das mächtigste Medium Deutschlands" (Post, 15.04.2019)
Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)

Notre-Dame de Paris: Die Spender, der Präsident und die Steuersenkungen

Die französische Ökonomin Julia Cagé betont laut „Guardian“, dass einige der Personen, die besonders „freigiebig“ Spenden an Notre Dame versprochen haben, zu denen gehören, die Emmanuel Macrons Aufstieg zur Präsidentschaft finanziert haben. In ihrem jüngsten Buch rechnet Cagé demnach vor, dass 600 wohlhabende Menschen in Frankreich zwischen 3 und 4,5 Millionen Euro für den Wahlkampf von Macron bereitgestellt haben. Mit anderen Worten: Zwei Prozent aller Spender machten zwischen 40 und 60 Prozent der gesamten Mittel für „En Marche“ aus. Innerhalb weniger Monate habe der neue Präsident dann die Steuern für die Reichen gesenkt und seinen Spendern dadurch “eine Rendite von fast 60.000% auf ihre Investition“ beschert, wie die britische Zeitung zitiert .
Angesichts einer durch die „Spenden“-Ankündigungen ausgelösten sozialen Debatte hatte der Beauftragte für Kulturgüter Frankreichs im Frühjahr zu mehr Gelassenheit aufgerufen: “Man kann nicht schockiert sein von der Tatsache, dass Menschen das Gefühl haben, Notre-Dame de Paris sei so etwas wie die Seele Frankreichs”, sagte Stéphane Bern dem Sender „Franceinfo“. Aber auch er fügte an: “Ich würde mir aber ebenfalls wünschen, dass man zwei Milliarden gibt, damit niemand mehr auf der Straße schlafen muss”, sagte Bern.
[Notre Dame: Verlass dich auf Milliardäre und du bist verlassen, Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 25.07.2019] 

siehe auch:
- Die Verschwörungstheorie zum Wochenende: Notre-Dame de Paris und spendenwütige Oligarchen – der Betroffenheits-Porno im Dienste des Zusammenhalts der Grande Nation (Post, 20.04.2019)

Die Tagesschau in transatlantischer Solidarität: Hexenjagd auf Julian Assange

Der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, schrieb vor wenigen Wochen in einem Artikel, den die NachDenkSeiten für ihre Leser übersetzt haben, von der Hexenjagd, der Julian Assange zur Zeit ausgesetzt ist. Daran beteiligt sind nicht nur die Geheimdienste der USA, sondern auch die Medien. In Deutschland ist es ausgerechnet die ehemals als Flaggschiff des Qualitätsjournalismus geltende Tagesschau, die sich mit einem als Investigativbericht maskierten Meinungsartikel als oberster Hexenjäger präsentiert. Was Autorin Silvia Stöber dem gebührenzahlenden Leser da als “neutrale Recherche” verkauft, ist vielmehr ein Nachplappern von Spekulationen der US-Dienste und eines einschlägigen CNN-Berichtes. Bei Stöber werden aus Spekulationen Fakten und aus Vermutungen Beweise. Gewürzt mit jeder Menge Zynismus und einer strammen antirussischen Linie kommt dabei ein Stück Kampagnenjournalismus heraus, das fortschreitenden Qualitätsverlust der Tagesschau vortrefflich belegt. 
mehr:
- Auch die Tagesschau beteiligt sich an der Hexenjagd auf Julian Assange und seine Unterstützer (Jens Berger, Moritz Müller, NachDenkSeiten, 25.07.2019)

da wir gerade bei der Tagesschau sind:
Heute wieder mal in der Tagesschau eine glatte Lüge:

"Die Stockholmer Staatsanwaltschaft legte die Ermittlungen 2017 zu den Akten, weil der damals in London im Botschaftsexil lebende Assange für sie nicht erreichbar war."

https://www.tagesschau.de/ausland/assange-auslieferung-101.html

Hallo? Assange war nicht nur jahrelang erreichbar, sondern er wurde sogar von der schwedischen Staatsanwaltschaft in der Botschaft besucht und befragt (nachdem sie ihn jahrelang hingehalten hatten). Erst DANACH wurde das Ermittlungsverfahren ohne Anklageerhebung eingestellt.

Wenn man ein Ermittlungsverfahren nach Aufnahme aller Beweise und Befragung aller Beteiligten einstellt, dann war da nix.

Aber hauptsache ÖR-News für's Dummvieh. Wer das nicht schon wußte, wird es von der Tagesschau jedenfalls nie erfahren.
[User sou, in seinem Kommentar zum heise-online-Artikel, 13.04.2019 19:08]
zur Befragung von Julien Assange in der ecuadorianischen Botschaft:
WikiLeaks-Gründer – Schwedische Staatsanwaltschaft befragt Julian Assange (SPON, 14.11.2016)

siehe auch:
Der Folterung von Julian Assange die Maske herunterreißen (Nils Melzer, NachDenkSeiten, 08.07.2019)
UN-Ermittler kritisiert Umgang mit Assange (Post, 31.05.2019)
Assange: Fakten – Interessen – Sprache – Medien (Post, 27.05.2019)
Pamela Anderson: Blondine mit Köpfchen und Engagement… (Post, 22.05.2019)
Whistleblower: Wenn’s ans Eingemachte geht, gibt es keine »westlichen Werte« mehr (Post, 25.04.2019)
- Julian Assange wird vergessen gemacht Tagesschau lässt skandalösen Bruch intern. Rechts aus der Froschperspektive betrachten (Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam, Kritisches Netzwerk, 24.04.2019)


Sie denken vielleicht, dass ich mich getäuscht habe. Wie könnte das Leben in einer Botschaft mit einer Katze und einem Skateboard jemals einer Folter gleichkommen? Das ist genau das, was ich auch dachte, als Assange zum ersten Mal um Schutz an unser Büro appellierte. Wie die meisten Bürger war ich unbewusst durch die unerbittliche Hetze vergiftet, die im Laufe der Jahre verbreitet worden ist. Also brauchte es ein zweites Klopfen an die Tür, um meine widerwillige Aufmerksamkeit zu erregen. Aber als ich mir die Fakten dieses Falles angesehen hatte, erfüllte mich das, was ich fand, mit Ablehnung und Unglauben.

Selbstverständlich dachte ich, dass Assange ein Vergewaltiger sein muss! Aber ich fand heraus, dass er nie wegen einer Sexualstraftat angeklagt wurde. Zwar machten zwei Frauen in Schweden Schlagzeilen, kurz nachdem die USA die Verbündeten ermutigt hatten, Gründe für die Verfolgung von Assange zu finden. Eine von ihnen behauptete, er habe ein Kondom zerrissen, die andere, dass er es nicht getragen habe, in beiden Fällen beim einvernehmlichen Geschlechtsverkehr - nicht gerade Szenarien, die den Ruf der "Vergewaltigung" in einer anderen Sprache als Schwedisch haben.

Allerdings hat jede Frau sogar ein Kondom als Beweis vorgelegt. Das erste, angeblich von Assange getragen und zerrissen, enthüllte keinerlei DNA - weder seine, noch ihre oder die von jemand anderem. Stell dir das vor. Das zweite, gebrauchte, aber intakte, sollte "ungeschützten" Geschlechtsverkehr beweisen. Stell dir das noch mal vor. Die Frauen schrieben sogar, dass sie nie beabsichtigten, ein Verbrechen zu melden, sondern von der eifrigen schwedischen Polizei dazu gezwungen wurden. Stell dir das noch einmal vor. Seitdem haben sowohl Schweden als auch Großbritannien alles getan, um Assange daran zu hindern, sich diesen Anschuldigungen zu stellen, ohne sich gleichzeitig dem Risiko einer Auslieferung an die USA und damit einem Schauprozess mit anschließendem Leben im Gefängnis auszusetzen. Seine letzte Zuflucht war die ecuadorianische Botschaft.

In Ordnung, dachte ich, aber Assange muss doch ein Hacker sein! Aber was ich herausfand, war, dass alle seine Enthüllungen frei an ihn durchgesickert waren und dass niemand ihm vorwirft, einen einzelnen Computer gehackt zu haben. Tatsächlich bezieht sich die einzige strittige Hacking-Anklage gegen ihn auf seinen angeblichen erfolglosen Versuch, ein Passwort zu knacken, das, wenn es erfolgreich gewesen wäre, seiner Quelle hätte helfen können, ihre Spuren zu verwischen. Kurz gesagt: eine eher isolierte, spekulative und unbedeutende Kette von Ereignissen; ein bisschen wie der Versuch, einen Fahrer zu verfolgen, der erfolglos versucht hat, die Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten, aber scheiterte, weil sein Auto zu schwach war.

Nun denn, ich dachte, zumindest wissen wir sicher, dass Assange ein russischer Spion ist, sich in die US-Wahlen eingemischt hat und fahrlässig den Tod von Menschen verursacht hat! Aber alles, was ich herausgefunden habe, ist, dass er konsequent wahre Informationen von inhärent öffentlichem Interesse veröffentlicht hat, ohne irgendeinen Vertrauens-, Pflicht- oder Treuebruch. Ja, er hat Kriegsverbrechen, Korruption und Missbrauch aufgedeckt, aber wir sollten die nationale Sicherheit nicht mit staatlicher Straflosigkeit verwechseln. Ja, die von ihm offenbarten Fakten befähigten die US-Wähler, fundiertere Entscheidungen zu treffen, aber ist das nicht einfach Demokratie? Ja, es gibt ethische Diskussionen über die Legitimität von unredigierten Offenlegungen. Aber wenn ein tatsächlicher Schaden wirklich verursacht worden wäre, warum sahen sich weder Assange noch Wikileaks jemals mit entsprechenden Strafanzeigen oder Zivilklagen auf gerechte Entschädigung konfrontiert? (...)

Am Ende dämmerte es mir schließlich, dass ich durch Propaganda geblendet und dass Assange systematisch verleumdet worden war, um die Aufmerksamkeit von den Verbrechen abzulenken, die er aufgedeckt hatte. Nachdem er durch Isolation, Spott und Scham entmenschlicht worden war, wie die Hexen, die wir auf dem Scheiterhaufen verbrannt hatten, war es leicht, ihm seine grundlegendsten Rechte zu entziehen, ohne die Öffentlichkeit weltweit zu empören. Und so wird ein rechtlicher Präzedenzfall geschaffen, durch die Hintertür unserer eigenen Selbstgefälligkeit, die in Zukunft ebenso gut auf Offenbarungen von The Guardian, der New York Times und ABC News angewendet werden kann und wird.
[Nils Melzer, zit. in Mathias Bröckers, Präzedenzfall WikiLeaks, Telepolis, 01.07.2019]

Wikileaks: Rachefeldzug der US-Regierung? | Panorama | NDR {9:05 – Start bei 2:42}

ARD
Am 14.06.2019 veröffentlicht 
Die USA treiben die Auslieferung von Julian Assange voran. Doch nicht nur ihn haben die US-Ermittler im Visier: Weltweit geraten Wikileaks-Unterstützer in Bedrängnis.
https://www.daserste.de

RT Exklusiv: Assange über die geheime Welt der US-Regierung {24:49}

RT Deutsch
Am 04.11.2016 veröffentlicht 
Im exklusiven Interview mit Star-Journalist John Pilger spricht Julian Assange über die Finanzierung des IS durch Saudi-Arabien und Katar. Aber das große Geld beherrscht auch die Regierung Obama. Besonders die Clinton-Stiftung sei ein Hort systematischer Korruption.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/
zu den Clinton-Mails, den IS betreffend, siehe auch:
- We finally know what Hillary Clinton knew all along – US allies Saudi Arabia and Qatar are funding Isis (Patrick Cockburn, Independant, 14.10.2016 – Google-Übersetzer
- HILLARY CLINTON: GELEAKTE MAIL ZEIGT, DASS DIE USA VON DER DAESH-UNTERSTÜTZUNG DURCH KATAR UND SAUDI-ARABIEN WUSSTEN (konjunktion.info, 12.10.2014)
- The Podesta Emails (Wikileaks – Google-Übersetzer)

Die Macht um Acht (24) {17:27 – Start bei 12:09}

KenFM
Am 17.04.2019 veröffentlicht 
(!) User-Info: Bitte aktiviert nach abgeschlossenem Abonnement unseres YouTube Channels das Glockensymbol rechts neben dem Abokästchen! Damit erhält jeder Abonnent automatisch eine Info nach Veröffentlichung eines Beitrags auf unserem Channel. Danke. Eure KenFM-Crew. (!)
Schmutz-Zulage für Tagesschau!
Hunderttausende Euros für Intendanten
Süßer die Kassen nie klingeln: Der Tom Buhrow, Intendant des WDR, eine der ARD-Anstalten und Lieferant für die Tagesschau, steckt 33.333 Euro monatlich ein. Lutz Marmor, Intendant des NDR, der Heimat-Anstalt der Tagesschau, schleppt 348.000 Euro Jahresgehalt nach Hause. Claus Kleber zockt für die Moderation des ZDF heute-journals, auch ein öffentlich-rechtlicher Sender, 600.000 Euro im Jahr ab. Alles Gebühren-Gelder. Wenn die Damen und Herren dafür wenigstens sauber arbeiten würden. Nein. Sie verbreiten nicht selten Dreck. Dafür bekommen sie Schmutz-Zulage.v Beispiel 1: Die Tagesschau feiert den 70. Geburtstag der NATO mit der Überschrift "70 Jahre NATO - Die NATO ist unentbehrlich". Wird die ARD für Nato-Reklame bezahlt? Ist die NATO Teil des Grundgesetzes oder der Staatsverträge der öffentlich-rechtlichen Anstalten? Um die NATO untertänigst zu feiern, behauptet die Tagesschau ein "aggressives Auftreten Russlands". Beweise? Null. Kriegspropaganda 100 Prozent.
Beispiel 2: Im Gefolge eines NATO-Überfalls auf Libyen vor bald acht Jahren tobt dort ein blutiger Krieg. Über den Verursacher? Kein Wort in der Tagesschau. Stattdessen wird über die Rolle des Warlords General Chalifa Haftar spekuliert. Dass der Mann zur Zeit des Sturz von Muammar al-Gaddafi, Premierminister von Libyen, schon CIA-Agent war und es wahrscheinlich immer noch ist: Kein Wort. Damals, als das relativ friedliche und ziemlich wohlhabende Libyen von NATO-Truppen unter Führung der USA in den Krieg gebombt worden war, hatte die Tagesschau auch eine bemerkenswerte Schlagzeile: "Libyen an historischem Wendepunkt - Gaddafi ist tot, Libyen feiert die Freiheit". Man klatschte dem Mord an Gaddafi Beifall. Davon kein Ton, keine Erinnerung an die üble Rolle der deutschen Medien, was aus der libyschen "Freiheit" geworden ist? Kein Denken an Reue, Richtigstellung oder Bedauern. Stattdessen: Dreck im Gewand von Nachrichten.v Der nächste Dreck wird auf Julian Assange, den Gründer von WikiLeaks, geworfen: "Nach Festnahme in London - Was die USA an Assange interessiert". Statt Solidarität der Journalisten der Tagesschau mit dem Enthüllungs-Journalisten Assange der Versuch, ihn als russischen Agenten zu diffamieren. Mit einem Rückgriff auf eine Meldung vom 22.08.2018: "Dealte Assange mit russischen Agenten?". Hier ist das Fragezeichen nur ein Absicherung, ein Feigenblatt. Die zu gut bezahlten Redakteure der Tagesschau werfen mit Verdächtigungen auf einen ehrlichen, mutigen Berufskollegen. Eklig. Niedrig. Hinterhältig. Wie in der Reihe der anderen Meldungen: Propaganda zur Vermittlung eines Feindbildes. Wer Feindbilder sendet, will Krieg vorbereiten. Genau dafür gibt es die üppige Schmutz-Zulage.
Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.
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»Wir stehen nicht auf der falschen Seite.
Wir sind die falsche Seite.« 

(Daniel Ellsberg)

zu Daniel Ellsberg siehe:

Demokratie 3.0 – Die Rechtsstaats-Fassade

Kriegseinsätze und Eingriffe in die Meinungsfreiheit höhlen das deutsche Grundgesetz immer weiter aus.

Am 1. August begeht die Schweiz ihren Nationalfeiertag. Sie gedenkt damit des im August 1291 abgeschlossenen Bundesbriefes. Im übertragenen Sinne könnte der 1. August ein Gedenktag für alle Staaten und Völker sein; denn er war ein Signal der Forderung nach Recht statt Macht, gegen Willkür und Entrechtung. Seit einigen Jahren beobachten wir in vielen Staaten eine Abkehr von diesem grundlegenden zivilisatorischen Fortschritt — auch in einem Staat wie Deutschland, der von seiner Verfassung her ein Rechtsstaat ist. Die dadurch entstandenen Schäden sind schon jetzt erheblich — nicht zuletzt im Gemüt der Menschen.

Artikel 20, Absatz 3 des Grundgesetzes hat folgenden Wortlaut:

„Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.“
Das ist das in der deutschen Verfassung festgeschriebene und nach Artikel 79, Absatz 3 nicht verhandelbare Rechtsstaatsprinzip.

Die deutsche Verfassungswirklichkeit hat sich davon jedoch in den vergangenen Jahren in zentralen Politikbereichen deutlich entfernt. Viele Stimmen haben immer wieder darauf aufmerksam gemacht, insbesondere mit Blick auf die Kriegseinsätze der deutschen Bundeswehr im Ausland und derzeit auch zunehmend mit Blick auf die Grundsätze der Meinungsäußerungs- und Informationsfreiheit nach Artikel 5 des Grundgesetzes.

Keine „Verschwörungstheorien“
Dass es sich hierbei nicht um „Verschwörungstheorien“ und „Verschwörungstheoretiker“ handelt, zeigt ein Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 22. November 2018, auf den der Verfasser dieser Zeilen vor ein paar Tagen aufmerksam gemacht wurde. Autor des Artikels war Dr. Dieter Weingärtner, von 2002 bis Ende September 2018 Leiter der Rechtsabteilung im deutschen Bundesministerium der Verteidigung. Der Artikel hat den Titel „Zur Verteidigung?“, und schon im Vorspann heißt es: „Wie sich die Bundesregierung bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr das Grundgesetz zurechtbiegt.“

„Die deutsche Sicherheitspolitik tendiert (…) dazu, die Verfassungslage zu ignorieren“.

Auch wenn der Autor selbst mit einer gewagten Gedankenakrobatik — und vielleicht seinen Dienstherren verpflichtet — am Ende seines Textes für „eine Neuinterpretation der Verfassung“ plädierte und Auslandseinsätzen der Bundeswehr politisch positiv gegenüberstand, war seine juristische Bestandsaufnahme doch recht eindeutig: „Die deutsche Sicherheitspolitik tendiert (…) dazu, die Verfassungslage zu ignorieren.“ „Dass das Grundgesetz nach seinem Wortlaut und nach seiner Auslegung durch Bundesregierung und Bundestag keine Basis für bilaterale bewaffnete Einsätze der Bundewehr oder für eine Beteiligung an einer ‘Koalition der Willigen‘ bietet, wird (…) ausgeblendet.“ „Notfalls biegt die Bundesregierung die verfassungsrechtlichen Grundlagen eines Einsatzes zurecht — und erhält auch noch die Zustimmung des Bundestages.“

Dass diese Verfassungsbrüche keine rechtlichen und politischen Kleinigkeiten sind, wird ebenfalls herausgestellt:

„Die Verfassung ist die rechtliche Grundordnung eines Gemeinwesens. Sie trifft die grundlegenden Entscheidungen der Staatsordnung. Dazu gehört die Ausübung staatlicher Hoheit, insbesondere in ihrer stärksten Form, der militärischen Gewalt.“

mehr:
- Die Rechtsstaats-Fassade (Karl-Jürgen Müller, Rubikon, 25.07.2019)

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Der Parlamentsvorbehalt bedingt, dass alle Entscheidungen, die von substanziellem Gewicht für das Gemeinwesen sind, eine direkte parlamentarische Zustimmung brauchen und nicht der Entscheidungsmacht anderer Organe der Staatsgewalt anvertraut werden dürfen. Beispiele für den Parlamentsvorbehalt sind etwa:
  • Personalentscheidungen: die zentralen Organe der Staatsgewalt (Bundeskanzler, -präsident, -richter) sind durch das Parlament (bzw. erweitert als Bundesversammlung) selbst zu wählen; andere Personalentscheidungen bedürfen einer lückenlosen demokratischen Legitimierungskette, die beim Parlament endet.
[Parlamentsvorbehalt, Wikipedia, abgerufen am 26.07.2019]
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siehe auch:
Abgeordnete lesen TTIP-Verträge – unter Aufsicht (Christian Kerl, Braunschweiger Zeitung, 28.01.2016)
TTIP-Leseraum: Bitte sagen Sie jetzt nichts! (Kommentar, Petra Pinzler, ZON, 28.01.2016)
- Streit über Freihandelsabkommen – USA verweigern deutschen Abgeordneten Zugang zu TTIP-Dokumenten (Gerhard Trauvetter, SPON, 11.09.2015)
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