Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Der Hauptangeklagte Ex-Premier Hideki Tojo wird im Juni 1946 zum Gericht gebracht. Kurz vor dem Prozess hatte er einen Selbstmordversuch unternommen
Ähnlich wie im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess gegen die Elite des nationalsozialistischen Deutschland (1945/46) zogen die Alliierten auch die Verantwortlichen des Kriegsregimes in Japan zur Rechenschaft; verschont wurden der Kaiser und Prinzen des Kaiserhauses. Am Richtertisch saßen auch Vertreter der von Japan überfallenen Staaten. Am 3. Mai 1946 begann die Verhandlung gegen 28 hohe Politiker und Militärs. Ihnen wurden das Führen von Angriffskriegen und Kriegsgräuel vorgeworfen. Hauptangeklagter war General Hideki Tojo, der die expansive Außenpolitik Japans maßgeblich gestaltet hatte. Nachdem drei Angeklagte durch Tod oder Verhandlungsunfähigkeit ausgeschieden waren, ergingen am 12. November 1948 sieben Todesurteile, darunter gegen Tojo, sowie 16 Urteile zu lebenslänglicher Haft und zwei zu Gefängnisstrafen über 20 und sieben Jahre. Die Todesurteile wurden am 23. Dezember 1948 vollstreckt. Die zu lebenslänglicher Haft Verurteilten kamen 1955 auf freien Fuß. Darüber hinaus fanden in den von Japan überfallenen Ländern, so auch in China, weitere Kriegsverbrecherprozesse gegen Japaner statt.
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2018
Das 20. Jahrhundert: “Death by hanging!” - Der Kriegsverbrecherprozess von Tokio Doku (2015) {56:52}
Del Bigtree, Gründer des Informed Consent Action Network (ICAN), schloss sich mit Robert F. Kennedy Jr. zusammen, um gegen die US-Regierung Klage zu erheben. Sie verklagten das Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste (DHHS) wegen Impfschutzverletzungen und sie gewannen. Dies sind wichtige Neuigkeiten für alle, die sich mit der Impfstoffsicherheit beschäftigen, denn es stellte sich heraus, dass die Bundesbehörde ihren Impfschutzverpflichtungen seit über 30 Jahren nicht Sachgerecht nachkam. Dieser wichtige Erfolg beweist, dass die Impfstoffsicherheit ein Betrug ist und primär Marketingzwecken dient.
Der Prozess: Gemäss Mandatsklausel des National Childhood Vaccine Injury Act von 1986 (NVICA) trägt das Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste (DHHS) die Verantwortung für die Verbesserung der Impfstoffsicherheit und -wirksamkeit und fordert die Behörde zur ständigen Überwachung und Verbesserung auf. Die Klausel fordert das DHHS ausserdem auf, dem Kongress alle zwei Jahre einen Bericht über Verbesserungen in diesen Bereichen vorzulegen.
Berichten zufolge hatten RFK Jr. und ICAN den Verdacht, dass das DHHS dieser Verantwortung nicht nachkam. Sie stellten entsprechend einen Antrag, um die Aufzeichnungen dieser zweijährlichen Berichte zu erhalten. Erwartungsgemäss versuchte das DHHS acht Monate lang, die Anfrage zu blockieren und lehnte die Bereitstellung von Informationen kategorisch ab. Letztendlich musste eine Klage eingereicht werden.
Das Gericht hielt fest: ICAN war daher gezwungen, eine Klage zu erheben, in der HHS gezwungen wurde, dem Kongress entweder Kopien seiner zweijährigen Impfstoffsicherheitsberichte zur Verfügung zu stellen oder zuzugeben, dass diese Berichte niemals eingereicht wurden. Das schockierende Ergebnis der Klage ist, dass HHS endlich zugeben musste, dass es dem Kongress keinen einzigen Bericht vorgelegt hat, in dem die Verbesserungen der Impfstoffsicherheit beschrieben werden. Dies spricht Bände für die Ernsthaftigkeit, mit der die Impfstoffsicherheit bei HHS behandelt wird und bekräftigt die Sorge, dass HHS keine Ahnung über das tatsächliche Sicherheitsprofil der Impfstoffe hat.
Die Tyrannei der globalen Geldeliten zwingt uns eine Entscheidung auf: Wollen wir untergehen oder die Revolution? Empathielosigkeit, Unverbindlichkeit, Narzissmus, Egoismus, Habgier und vieles mehr. Chris Hedges sieht in der Kombination all dessen eine Pathologie der Super-Reichen, die uns vernichten wird, wenn wir Macht und Moral nicht zurückfordern. Als ich zehn Jahre alt war, wurde ich mit einem Schülerstipendium in ein Internat für die Super-Reichen in Massachusetts geschickt. Die nächsten acht Jahre lebte ich unter den reichsten US-Amerikanern. Ich hörte mir ihre Vorurteile an und sah ihre exzessive Anspruchshaltung. Sie bestanden darauf, privilegiert und reich zu sein, weil sie schlauer und talentierter waren. Für jene, die ihnen an materiellem und sozialem Status unterlegen waren — sogar jene, die bloß reich waren —, hatten sie nur hämische Verachtung übrig. Den meisten der Super-Reichen mangelte es Empathie und Mitgefühl. Sie bildeten Elite-Cliquen, die jeden Nonkonformisten schikanierten, mobbten und verspotteten, der ihrem Universum der Selbstverherrlichung die Stirn bot oder nicht dazu passte.
Nehmen ist seliger denn geben Mit den meisten Söhnen der Super-Reichen konnte man keine Freundschaft aufbauen. Freundschaft definierten sie darüber, „was für sie dabei heraussprang“. Vom Moment ihrer Geburt an waren sie umringt von Menschen, die auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingingen. Sie waren unfähig, anderen, die sich in einer Notlage befanden, die Hand zu reichen. Ihr Universum wurde beherrscht von jeder belanglosen Laune oder Schwierigkeit, die sie gerade durchlebten, und die Vorrang vor dem Leiden anderer, selbst ihrer Familienmitglieder, hatte. Sie wussten nur, wie man nahm. Sie konnten nicht geben. Es waren deformierte, unglückliche Menschen, die in ihrem unstillbaren Narzissmus gefangen waren. Es ist wesentlich, die Pathologien der Super-Reichen zu verstehen. Sie haben die totale politische Macht ergriffen. Diese Pathologien prägen Donald Trump, seine Kinder, die Brett Kavanaughs und die Milliardäre in seiner Regierung. Die Super-Reichen können die Welt nur aus ihrer eigenen Perspektive sehen. Die Menschen um sie herum, einschließlich der Frauen, die diese Männer mit Anspruchshaltung ausbeuten, sind Objekte — dazu da, flüchtige Begierden zu befriedigen oder manipuliert zu werden. Die Super-Reichen sind fast immer unmoralisch.
Richtig und falsch, Wahrheit und Lügen, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit — diese Begriffe sind ihnen unbegreiflich. Was immer ihnen nützt oder gefällt, ist gut. Was nicht, muss zerstört werden.
mehr: - Der Wahnsinn der Milliardäre (Chris Hedges, Rubikon, 10.11.2018) siehe auch: - US-Medien: Milliardäre und ihr „Recht“ auf die eigene Zeitung (Post, 19.09.2018) - Die oberen Top Ten Deutschlands: konstant 40 Prozent des Volkseinkommens (Post, 27.01.2018) - Ausmaß der Einkommensungleichheit unterschätzt (Post, 12.08.2016) - Die Doppelbotschaft der internationalen Oligarchie: Wir haben die Macht und wollen nur das Beste für den Planeten (Post, 11.06.2016) - “European Council on Foreign Relations” und Georg Soros und Drogen und der Finanz Betrug (Post, 03.10.2010) - Nie gehört: Angolagate – Papamadi mit einem Blauen Auge davongekommen (Post, 27.10.2009)
Deutschlands Milliardäre und Superreiche - Aldi, Oetker, Krupp, Schlecker, Quandt & Co {43:43}
MrMarxismo
Am 28.03.2018 veröffentlicht
Deutschlands Milliardäre und Superreiche - Aldi, Oetker, Krupp, Schlecker, Quandt & Co (2015)
Mitte Januar 2017 sorgte die Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich des alljährlich in Davos tagenden Weltwirtschaftsforums (WEF) für Aufsehen und Aufregung.
Nicht 62 Personen, wie im Vorjahr recherchiert, sondern die Top acht Multi-Milliardäre sind reicher als die halbe Welt.
Diese acht reichsten Männer nennen 426 Milliarden US-Dollar ihr eigen. Die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, 3,6 Milliarden Menschen, verfügt nur über 409 Milliarden US-Dollar.
Den Unterschied zum Vorjahr begründet Oxfam damit, dass neue Vermögensdaten, insbesondere aus Indien und China zeigen, dass die Ärmeren deutlich weniger haben als bisher angenommen.
Diese himmelschreiende Ungleichverteilung lässt sich auch auf die nationale Ebene herunterbrechen.
Gerade auch in den Industriestaaten fühlen sich immer mehr Menschen abgehängt; nicht zuletzt in Deutschland.
Das Netto-Gesamtvermögen – Geldvermögen, Betriebsvermögen, Immobilienbesitz, abzüglich Schulden – beträgt hierzulande 8.600 Milliarden Euro (nach DIW-Wochenbericht 4/2016 Vermögensteuer, S. 83).
Das reichste Prozent der Bevölkerung besitzt 32 Prozent des gesamten Vermögens (= 2.752 Milliarden Euro), das reichste 0,1 %, etwa 40.000 Haushalte) immer noch 16 Prozent (1.376 Milliarden).
Die untere Hälfte der Bevölkerung besitzt nach DIW etwa 1 % bzw. nach Bundesbank 2,5 % (Bundesbank-Monatsberichte März 2016).
Danach hat die ärmere Hälfte der deutschen Bevölkerung (42 Millionen Menschen) 86 Milliarden bzw. 215 Milliarden Euro (Bundesbank) als Netto-Gesamtvermögen.
Je nach Bezugsgröße ergibt sich eine unterschiedliche Zahl von Milliardären als Äquivalent: Bei der DIW-Zahl reichen die vier reichsten Familien – Quandt/Klatten 30 Mrd. Euro, Reimann 29 Mrd., Scheffler 21,5 Mrd. und Albrecht/Aldi Süd 20 Mrd. – um vermögensmäßig die untere Hälfte mehr als aufzuwiegen.
Bei der Bundesbankgröße sind dafür die 15 reichsten Deutschen erforderlich: zusammen 215 Milliarden Euro (Berechnet nach manager-magazin – SH/2016 – „Die 500 reichsten Deutschen“).
Von 2013 bis 2016, stiegen die Großvermögen um 31 Prozent – die Sparbucheinlagen um weniger als ein Prozent.
Um in die Oligarchie der Superreichen aufgenommen zu werden, musste man mindestens 150 Millionen Euro mitbringen. Im Durchschnitt besaß jedes Mitglied des Geld-Hochadels 1,38 Milliarden Euro (1.380 Millionen Euro).
2016 zählte das mm 154 Milliardäre und Multimilliardäre, 19 mehr als drei Jahre davor. Dazu kommen noch 15 Milliardärs-Sippen, wie die Porsches, Haniels, Siemens, Röchling, usw., mit insgesamt 95 Milliarden Vermögen.
Pro Kopf beträgt das Vermögen der bis zu 1.800 Familienmitglieder (Brenninkmeijer) zwischen drei und 181 Millionen (Henkel).
Würde man auf die Top-100-Vermögen (692 Milliarden) plus die Vermögen der Milliardärsfamilien (insgesamt 95 Mrd. Euro), zusammen also 787 Milliarden Euro, eine Steuer von nur fünf Prozent erheben, nähme der Staat jährlich ca. 40 Milliarden zusätzlich ein.
Und könnte das Geld für Bildung für Investitionen zur Verbesserung der Chancengleichheit und Qualifizierung von Zuwanderern ausgeben.
Und die Steuer würde noch nicht einmal an die Substanz gehen, da sie unter dem jährlichen Vermögenszuwachs läge.
Die Steuer wäre umso mehr gerechtfertigt, als zwei Drittel der „Hochvermögenden“ – also nicht nur die Superreichen – bei Befragungen erklärten, dass sie ihr Vermögen einer Erbschaft verdanken (DIW-Wochenbericht 42/16, S. 1007).
Das DIW kommt in einer Studie über „Hochvermögende“ zu dem Ergebnis: „Bei zwei Dritteln der befragten Hochvermögenden war die empfangene Erbschaft oder Schenkung (mit) maßgeblich für den Vermögensaufbau.“ (DIW Wochenbericht 42 2016, S. 999).
Und: „Im Sinne einer Gewährung von Chancengleichheit für alle Bevölkerungsgruppen ist daher ein Überdenken der gegenwärtigen vergleichsweise milden Erbschafts- und Schenkungssteuer bei Hochvermögenden sinnvoll.“ (S. 1005).
Um in der DIW-Studie als Hochvermögender zu gelten, musste der Haushalt Ende 2014 über ein frei verfügbares Geldvermögen von mindestens einer Million Dollar verfügen (S. 1007).
Im Durchschnitt kam jeder Haushalt auf ein Gesamtvermögen von mehr als 2,9 Millionen Euro: 1,17 Mio. Geldvermögen, 0,61 Mio. Betriebsvermögen, 1,15 Mio. Nettoimmobilienvermögen.
Auszug aus isw-wirtschaftsinfo 51: Bilanz der Großen Koalition 2013 bis 2017
https://isw-muenchen.de/2017/04/die-1...
https://isw-muenchen.de/wp-content/up...
https://isw-muenchen.de/produkt/spezi...
https://www.oxfam.de/system/files/201...
http://www.vermoegensteuerjetzt.de/ve...
https://www.youtube.com/watch?v=Uv2ng... 11erGoff
http://demonocracy.info/infographics/...
Rich Kids – Wie Superreiche in Hongkong mit ihrem Geld protzen I Y-Kollektiv Dokumentation {15:11}
Y-Kollektiv
Am 18.05.2017 veröffentlicht
Ferrari, Lamborghini, fette Villa: Die Rich Kids in Hongkong zeigen her, was sie haben. Hongkong ist einer der teuersten Orte der Welt. In kaum einer anderen Stadt ist die Schere zwischen arm und reich so groß. Während die Reichen immer reicher werden und gar nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, müssen die Armen in Käfigen (sog. "Cage Homes") leben. Steffen Hudemann ist in die Luxuswelt der Superreichen eingetaucht und will wissen: Wer braucht so viel Geld? Und was ist eigentlich reich?
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Reporterin: Steffen Hudemann
Kamera: Steffen Hudemann
Schnitt: Danny Breuker
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Musik: Black Rebel Motorcycle Club - Fire Walker // DJ Shadow - Midnight In A Perfect Word // K.I.Z. - Geld // Marteria - Das Geld muss weg // Skrillex & Rick Ross - Purple Lamborghini
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► Weitere Infos zum Thema gibt es hier:
Planet Wissen über Hong Kong
http://www.planet-wissen.de/kultur/me...
Welt: Das Leben der Armen in Hongkong
https://www.welt.de/wirtschaft/articl...
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Wir sind Y! - ein Netzwerk von jungen JournalistInnen. In unseren Web-Reportagen zeigen wir die Welt, wie wir sie erleben. Recherche machen wir transparent.
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James Madison, Das Paradoxon der Demokratie Screenshot aus folgendem Video von Prof. Rainer Mausfeld
Mausfeld Warum schweigen die Lämmer, mit besserer Tonqualität. Herzlichen Dank an Wolfgang Bley.
{1:05:08}
Reiner Heyse
Am 15.09.2015 veröffentlicht
Vortrag an der Christian Albrechts Universität Kiel, am 22.06.2015:
Warum schweigen die Lämmer? Demokratie, Psychologie und Empörungsmanagement.
Prof. Dr. Rainer Mausfeld
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Der Vortrag beschäftigt sich mit einem oftmals als ‚Paradoxon der Demokratie‘ bezeichneten Spannungsverhältnis zwischen Volk und Eliten: Demnach könne es in einer Demokratie beispielsweise passieren, daß, wie Aristoteles bemerkte, „die Armen, weil sie die Mehrheit bilden, das Vermögen der Reichen unter sich teilen.“ Aus Sicht der jeweils herrschenden Eliten sind Demokratien daher mit einem besonderen ‚Stabilitätsproblem‘ behaftet....
Vor einem Jahr hatte ich beschrieben, wie der ebenso umstrittene wie finanzkräftige Fahrdienstvermittler Uber sich mit Daten und Geld Wissenschaftler einkauft, die wohlgefällige Studien erstellen, mit denen Uber Regulierer gnädig stimmt. Eine dieser Studien vom Princeton-Ökonomen Alan Krueger und dem Uber-Chefvolkswirt wurde jetzt von zwei unerschrockenen Ökonominnen in der Top-Zeitschrift Industrial & Labour Relations Review (ILR) zerpflückt, ohne dass Krueger eine Replik eingefallen wäre.
Nach allem, was ich von der Vorgeschichte dieses Kommentars weiß und den Erfahrungen, die ich selbst gemacht habe, grenzt es an ein Wunder, dass der Kommentar es durch alle Störfeuer hindurch in das ILR geschafft hat (Hier die frei zugängliche, früher veröfentlichte Arbeitspapier-Version). Dass das peinliche Grundproblem Interessenskonflikt dabei nicht explizit angesprochen werden durfte, kann man als Schönheitsfehler einstufen. Der Interessenkonflikt ist offenkundig, wenn ein Uber Angestellter mit Uber-Daten zusammen mit einem von Uber dafür bezahltem Top-Ökonomen zu einem Thema forscht, an dem Uber ein elementares Geschäftsinteresse hat. Wenn die Studie dann auch noch eklatante Schwächen hat, wirft das ein sehr schlechtes Licht auf die Zeitschrift, die so etwas trotzdem abdruckt, wahrscheinlich einfach aufgrund des großen Namens Alan Krueger. Auch mit mir wollte der Editor des ILR seinerzeit nicht über dieses Thema reden, sondern nur über Sachargumente.
mehr: - Über Uber und die Käuflichkeit von Wissenschaft (Norbert Häring, seine Seite, 11.11.2018)
Kontraste: Krieg der Chauffeure - Taxis gegen Uber {9:17}
ARD
Am 02.11.2018 veröffentlicht
Der US-Konzern Uber macht den Taxifahrern das Leben schwer. Dabei nutzen Fahrer, die über Uber vermittelt werden, auch unlautere Mittel. Sie müssten eigentlich nach jeder Fahrt in die Firma zurückkehren, doch tatsächlich warten sie an Sammelpunkten und kreuzen auf der Suche nach Fahrten durch die Stadt. Die Taxifahrer reagieren mit sogenannten Uber-Jägern, die Verstöße dokumentieren und den Taxi-Krieg befeuern. Doch auch Taxifahrer halten sich nicht immer an die Regeln.
Wikipedia ist eine Errungenschaft. Der Erkenntnisgewinn kennt keine Grenzen. Mit Wikipedia und seiner verschärften, speziell zur Verunglimpfung missliebiger Stimmen geschaffenen Form namens Psiram (früher Esowatch) erfahren wir, wer und was die herrschenden Kreise stört und worum es ihnen geht. Wikipedia ist eine Wahnsinnserfindung. Sie gibt dem Imperium ungeahnte Möglichkeiten. Sie gibt sich einen basis-demokratischen Anstrich und lässt die eigentlichen Akteure im Dunkeln. Sie reiht sich ein in die Phalanx der Instrumente, die sich das Imperium geschaffen hat, um die Öffentlichkeit zu manipulieren und zu steuern. Das Dumme und damit Gute ist, dass es in einer unnachahmlichen Art und Weise allzuviel von dem preisgibt, was es zu verbergen trachtet. Wikipedia lehrt uns, zwischen den Zeilen zu lesen, die Verteufelten, Diffamierten als diejenigen zu erkennen, die gefährlichen Erkenntnissen zu nahe kommen. Wikipedia gibt uns mit dem, was tabuisiert werden soll, Aufschluss über die imperialen Machenschaften – und das sogar über die, die geheim bleiben sollen. Klasse, können wir da nur ausrufen! Danke Wikipedia! Wenn es Wikipedia nicht gäbe: es müsste erfunden werden.
mehr: - Danke Wikipedia! Der Erkenntnisgewinn kennt keine Grenzen (Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann, KenFM, 11.11.2018) x
Die Katastrophe von Flug MH17 und der Ukraine-Konflikt müssen gemeinsam betrachtet werden.
Der niederländische Politikwissenschaftler Kees van der Pijl hat ein Buch zum Abschuss des Verkehrsflugzeugs MH17 im Jahr 2014 über der Ostukraine geschrieben. Zumindest könnte man das beim Blick auf Titel und Buchcover glauben. Tatsächlich spielt der Abschuss des zivilen Jets mit knapp 300 Todesopfern darin eher eine Nebenrolle. Trotzdem ist das Buch höchst empfehlenswert — enthält es doch die bislang beste Gesamtdarstellung des Ukraine-Konflikts in deutscher Sprache. Van der Pijl liefert eine umfassende Analyse, die sich jeglicher politischer Naivität enthält.
Sowohl für Russland als auch für die USA gibt es andere Prioritäten als die Wahrheit über MH 17 zu enthüllen. Sehr schnell räumt Kees van der Pijl in seinem Buch „Der Abschuss“ mit der Hoffnung auf, in diesem Werk eine Antwort auf die seit Jahren schwelende Frage nach den Tätern zu erhalten. Die militärischen Aufklärungsdienste beider Staaten wissen zwar definitiv, wer das malaysische Linienflugzeug am 17. Juli 2014 über der Ostukraine abgeschossen hat. Jedoch behalten sie dieses Wissen für sich. Für alle anderen Aufklärer verschleierte der „Nebel des Propagandakriegs“ unmittelbar nach dem Verbrechen die entscheidenden Details.
Van der Pijl, der lange Jahre Internationale Beziehungen an der University of Sussex in Großbritannien lehrte, verweist auf das US-Militär, das am Tag des Abschusses exakt über der Region einen Satelliten positioniert hatte. Dieser ist Teil der US-Raketenabwehr und sei speziell zur Feststellung und Aufzeichnung von Raketenstarts konstruiert. Der damalige US-Außenminister John Kerry betonte drei Tage nach dem Abschuss in mehreren Fernsehinterviews, dass die USA die entscheidenden Satellitenbilder besitzen (1).
Während das US-Militär jedoch in anderen Situationen hochaufgelöste Satellitenfotos von russischen Truppenkonzentrationen an der ukrainischen Grenze veröffentlichte, warten Aufklärer auf die Bilder des MH-17-Abschusses bis heute vergeblich (2).
„Obwohl die US-Überwachung in der Lage ist, alles zu überblicken und zu wissen, was in den entferntesten Ecken und Winkeln der Welt passiert, schweigt Washington beharrlich und weigert sich, eigene Informationen herauszugeben“, schreibt van der Pijl.
Die NATO, deren AWACS-Flugzeuge ebenfalls den ukrainischen Luftraum überwachten, behauptete, MH 17 sei zum Zeitpunkt des Abschusses schon außerhalb deren Beobachtungsbereichs gewesen.
Geopolitische Überlegungen sind wichtiger
Doch auch die russische Regierung habe „eine seltsame, Misstrauen erregende Position“ bei der bisherigen Auseinandersetzung mit dem Verbrechen eingenommen, schreibt der niederländische Politikwissenschaftler. Moskau legte selbst keine überzeugenden Gegenbeweise vor und überließ die Angelegenheit vor allem dem Rüstungskonzern und BUK-Raketen-Hersteller Almas-Antei sowie privaten Quellen. Van der Pijl vermutet, Russland wolle der NATO durch eine Herausgabe eigener Bilder nicht ermöglichen, Rückschlüsse über russische Radarkapazitäten zu ziehen.
Zudem habe Moskau seine eigene Unfähigkeit erkannt, die internationale Nachrichtenlage so zu beeinflussen, wie dies der Westen kann, erläutert der Autor. Diese „offenkundige Überlegenheit des Westens im Nachrichtenmanagement“ habe der MH-17-Fall deutlich dokumentiert. Klar ist letztlich: Beide Mächte hätten zwar die Möglichkeit, alle Spekulationen um MH 17 auf einen Schlag zu beseitigen, doch für sie sind geopolitische Überlegungen weitaus wichtiger als die Aufklärung des Abschusses, der womöglich hinter den Kulissen als Druckmittel eingesetzt werden kann.
Warfen westliche Akteure und Flugunfallermittler des Dutch Safety Boards (DSB) Russland gern Manipulationen an einigen vom Militär gelieferten Bildern vor, so hatten dieselben Leute kein Problem damit, dass die ukrainische Regierung solche Informationen überhaupt nicht vorlegte.
Die reguläre Luftabwehr der Ukraine war am 12. Juli, also wenige Tage vor dem Abschuss, in Alarmstufe 1 versetzt worden, unterstreicht van der Pijl. Trotzdem behauptete Kiew, dass kein ukrainisches militärisches Radar an diesem Tag aktiv gewesen sei. Dies widerspreche jedoch sämtlichen Beweisen und selbst den eigenen Befehlen, so der Wissenschaftler. Das zivile Radar der ukrainischen Flugsicherung sei übrigens ebenfalls ausgeschaltet gewesen — wegen Wartungsarbeiten.
Ukrainisches Vetorecht — ein „erstaunlicher Vorgang“
Da sich kein staatlicher Akteur mit Beweisen beteiligen will, sind Aufklärer des Verbrechens stark auf Plausibilitäten und Schlussfolgerungen angewiesen. So sei es beispielsweise ein „erstaunlicher Vorgang“ und eine „Neuheit in der modernen Luftfahrtgeschichte“, dass die Ukraine ein Vetorecht in den internationalen Strafermittlungen des Joint Investigation Teams (JIT) erhalten habe, schreibt van der Pijl. Dabei dürfte die Ukraine eigentlich nicht einmal an diesem Gremium beteiligt sein (3).
Diese Vereinbarung, nichts gegen den Willen Kiews zu veröffentlichen, sei so „dubios“, dass die niederländische Regierung die Abmachung erst Monate später öffentlich bestätigte. Die ukrainische Nachrichtenagentur Unian sah darin sogar eine Art indirektes Schuldeingeständnis. So viel Plausibilität darf sein.
Und so sei das Vetorecht zu einem beträchtlichen Teil dafür verantwortlich, dass die Ermittlungseinrichtungen bislang nur eins zu eins die Vorwürfe von einer russischen BUK als Tatwaffe wiederholten, die der ukrainische Innenminister Arsen Awakow und sein berüchtigter Mitarbeiter Anton Geraschtschenko (4) bereits unmittelbar nach dem Abschuss des Flugzeugs verbreiteten.
Auch seien die großen westlichen Medien zu keinem Zeitpunkt von dieser Version abgerückt, betont van der Pijl. „Die Mainstream-Medien schlossen die Untersuchung ab, lange bevor das offizielle Urteil veröffentlicht wurde.“ Exemplarisch erwähnt er eine vergleichende Studie der Universität Stockholm, die die Einseitigkeit von CNN in der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt belege.
mehr: - Der Abschuss (Stefan Korinth, Rubikon, 10.11.2018) Mein Kommentar: Von der Ukraine hört man viel Erstaunliches. Erstaunlich, wenn ein gepanzerter russischer Konvoi die Grenze zur Ukraine durchbricht, bei einem Feuergefecht »teilweise zerstört« wird, erstaunlich, wenn die britischen Journalisten, die dabei sind, es nicht schaffen, davon Bilder zu machen, erstaunlich, wenn NATO-Generalsekretär Rasmussen und der ukrainische Präsident Poroschenko den Vorfall bestätigen – und wenige Tage später dieser Vorfall aus sämtlichen Medien verschwunden ist – als ob es ihn nie gegeben hätte. (Wahrscheinlich HAT es ihn NIE gegeben!) - Ukraine-Konflikt: Wenn Hysterie brandgefährlich wird (Christian Neef, SPON, 16.08.2014) - Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (Post, 15.08.2014) Erstaunlich, wenn die »prorussischen Separatisten« ein Flugzeug abschießen – jeder auf dem internationalen Parkett versucht, eine gute Figur zu machen – erstaunlicherweise mit einer Rakete, die sie angeblich gar nicht haben. Es ist erstaunlich, wenn die Separatisten vor laufenden Kameras die toten Absturzopfer beklauen und ihre Kommandeure triumphierend Spielzeug getöteter Kinder hochhalten – wieder vor laufenden Kameras. Dazu – und noch einiges mehr: - Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014) Es erstaunt, wenn der ukrainische Verteidigungsminister Walerij Geletej Journalisten gegenüber behauptet, der Flughafen der ostukrainischen Stadt Luhansk sei möglicherweise mit nuklearen Gefechtsköpfen von einem Granatwerfer des Typs "2S4 Tjulpan" beschossen worden. Das stellte sich erstaunlicherweise innerhalb kürzester Zeit als Fehlinformation heraus! - Kiews Verteidigungsminister erntet Spott für Bericht über Atomschlag (SPON, 22.09.2014) Es erstaunt ebenfalls, daß – nach Auskunft der Ukraine – am Tag des MH17-Unglücks das ukrainische militärische Radar inaktiv war und auch das zivile Radar der ukrainischen Flugsicherung – wegen Wartungsarbeiten – ausgeschaltet war. Mich beeindruckt die Parallele: Ist es nicht erstaunlich, daß beim Anschlag vom 11. September die US-Luftabwehr versagte? Und ist es nicht erstaunlich, daß gerade am 11. September ein halbes Dutzend ziviler und militärischer Notfallübungen durchgeführt wurden, unter anderem »Vigilant Guardian«, weswegen auf den Radarschirmen der nördlichen USA zeitweilig nicht zwischen virtuellen (im Rahmen der Übung erzeugten) und realen Flugzeugen unterschieden werden konnte? Dazu: - 9/11 – Die Planspiele am 11. September – Spekulation und Wirklichkeit (Post, 31.03.2019) Abgesehen von den nie von irgend jemandem vorgelegten Original-Satellitenbildern muß es erstaunen, wenn die Länder, die beim Joint Investigation Team mitmachen, sich darauf verständigen, daß jedes Mitglied – also auch die möglicherweise als Mitverantwortliche infrage kommende Ukraine – ein Veto-Recht bezüglich des Abschlußberichts hat. Dann zu den Medien und der Politik: Es ist erstaunlich, daß sowohl nach dem Anschlag auf die Berliner Diskothek La Belle wie auch nach dem 9/11-Anschlag, dem MH17-Unglück und der Vergiftung von Tochter und Vater Skripal innerhalb kürzester Zeit der Öffentlichkeit die Schuldigen präsentiert wurden – und alle Leitmedien die Schuldzuweisungen »schluckten«… und weiterverbreiteten.
Welche Ehre, durch Psiram propagandistisch verarbeitet zu werden.
Meines Erachtens ist die Verbeugung von Abrax, dem fleißigen Redakteur und Administrator der „Investigativ-”Plattform Psiram, außerordentlich tief. Gab er doch mit seiner Recherche eine Steilvorlage für gelebte und für andere zu erkennende Propaganda.
Psiram ist ganz allgemein ein gefundenes Fressen, um unsere eigene Kompetenz beim Erkennen bewusst vorgenommener, manipulativer Techniken zur Erzeugung von Feindbildern zu prüfen und weiterzuentwickeln. Insbesondere das Werkzeug der Selektion wird von ihnen bis zum Letzten ausgereizt, damit in unseren Köpfen genügend Dreck hängen bleibt. Aber Achtung, es gilt bei der Untersuchung – erfolgt sie auch mit heißem Herzen – trotzdem kühlen Kopf zu bewahren. Üben wir uns im folgenden an einer Kritik, die nicht in die gleichen Muster verfällt, wie jene in denen die Psiram-Macher gefangen sind. Vor allem möchte ich hiermit die Leser zur aktiven Mitarbeit einladen. mehr: - Psiram und Peds Ansichten (Peter Frey, Peds Ansichten, 08.11.2018)
Zwischen dem 7. und dem 11. November 1983 lief in Westeuropa die letzte Übung des jährlichen Herbstmanövers an. Unter der Code-Bezeichnung ABLE ARCHER sollte die finale Eskalation geübt werden: Der nukleare Vernichtungsschlag. Damals hatte US-Präsident Ronald Reagan die Atmospähere mit aggressiver Rhetorik vergiftet, in welcher er Russland als „das Reich des Bösen“ dämonisierte. Zudem war war der eigentlich Kalte Krieg nach dem Abschuss der Korean Airline 007 und der überraschenden Invasion auf Grenada so heiß geworden wie während der Kubakrise - allerdings nur hinter den Kulissen. Der zum Staatschef aufgestiegene vormalige KGB-Chef Juri Andropow befürchtete, dass die Übung in Wirklichkeit nur eine Tarnung für einen von Pentagon-Mächtigen offen befürworteten nuklearen Überraschungsangriff auf Moskau sei. Im Westen wird die sowjetische Kriegsangst von 1983 von konservativen Historikern heruntergespielt. Seit die USA 2015 den bis dahin strengst geheimen Untersuchungsbericht für Präsident Bush von 1990 freigaben, steht allerdings zumindest ein Großteil der US-Quellen offen, wo man die Situation definitiv als hochriskant einstufte (Um Haaresbreite). Anders als die USA mauern die Briten und Russen nach wie vor. Nun wurden u.a. in einem KGB-Archiv in der Ukraine entdeckte Akten bekannt, welche Aufschluss über die östliche Perspektive des Dramas von 1983 bieten. Auch die StaSi-Unterlagenbehörde erwies sich als ertragreich. Das National Security Archive der George Washington University hat einen Großteil des bislang unbekannten Materials nunmehr online gestellt. mehr: - Neue Dokumente zu ABLE ARCHER 83 (Markus Kompa, Telepolis, 07.11.2018)
Jetzt KenFM unterstützen: https://steadyhq.com/de/kenfm | Wer Gegenwartsgeschichte verstehen will, muss eigentlich nur ins Archiv gehen. Geschichte wiederholt sich. Muster und Methoden, die sich bewährt haben, werden von den Machthabern schlichtweg wiederholt. So ist auch Krieg als Mittel der Politik bis heute ein Werkzeug, das von den Eliten angewandt wird, um den eigenen Vorteil auszubauen oder aber die Gegenseite endlich auf Normgröße zurückzustutzen.
Dieses Spiel der Macht wird von denen gespielt, die die Demokratie nur für einen vorübergehenden Irrtum der Geschichte halten. Finanzoligarchen, die sich im Westen auch gern als Philanthropen verkleiden.
Viel ist von dieser Demokratie nicht mehr übrig, denn dazu müssten die wesentlichen Tools tatsächlich in den Händen der Völker liegen. Das ist nicht der Fall.
Mega-Banken, Globalplayer-Konzerne und die großen Massenmedien gehören letztenendes Privatpersonen und werden von diesen wie Waffen eingesetzt. Natürlich geht es in diesem System nicht ohne Feindbild.
Der Feind der Eliten ist die Wahrheit. Nur durch permanente Manipulation der Massen ist ihr System überhaupt stabil. In einem dichten Netzwerk, bestehend aus Runden-Tischen, Stiftungen, Think-Tanks oder „Bildungseinrichtungen“, bilden sie immerzu die nächste Generation gehirngewaschener Überzeugungstäter heran.
Am Ende des Tages wird dann aber Krieg geführt, und kommt auch dieses Land, Deutschland, als Außenposten der USA nicht ohne Mord und Totschlag im Auftrag der Freiheit aus.
Aktuell wurde Russland wieder zum „Reich des Bösen“ erklärt. Dieser Begriff stammt vom ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und damit aus den 1980ern. Reagen war ein Kalter Krieger wie aus dem Lehrbuch und hatte sich mit jeder Faser seines politischen Handelns der Täuschung verschrieben. Reagan hasste die UdSSR. Er wollte sie um jeden Preis zerstören.
Dieses Ziel gelang ihm und seinen Beratern. Teilweise. Russland unter Putin ist wieder da. Ist die Ukraine-Krise Zufall? Oder soll unter Obama nur zu Ende gebracht werden, was Reagan nicht mehr gelang?
Die aktuelle Reportage „Täuschung - die Methode Reagan“ des Filmemachers Dirk Pohlmann wurde am 5. Mai auf Arte gezeigt. Dirk Pohlmann ist es in seiner Reportage erstmals gelungen, die US-Machtstrategen von damals vor die Kamera zu bekommen. Er hat es darüber hinaus auch geschafft, mit den Opfern des Imperialismus zu sprechen. Da wären z.B. die Schweden.
Schweden, als damals neutraler Staat, wurde unter Reagan Teil des Schlachtfeldes. Reagan war der schwedische Ministerpräsident Olof Palme ein Dorn im Auge. Olof Palme war wie Willy Brandt oder Egon Bahr ein Mann, der einen dritten Weg gehen wollte. Kooperation statt Konfrontation. Palme wurde später ermordet.
KenFM sprach mit Dirk Pohlmann rund 120 Minuten über das Résumé der Geschichte von damals, und wie wir die Erkenntnisse heute einzuordnen haben, wenn wir erkennen müssen, dass die Eliten auch 2015 nichts aus einem Fast-Atomkrieg gelernt haben. Wir haben unter Ronald Reagan nicht überlebt, da er und seine Berater in den Machtzentren erkannt hatten, dass die Mechanik der Provokation sich bereits verselbständigt hatte, sondern weil wir schlichtweg Glück gehabt hatten.
Der Film „Täuschung - die Methode Reagan“ erhielt am 27.4. auf dem russischen Filmfestival bereits den Preis „Bester ausländischer Film“ und ist in den kommenden Tagen online bei Arte weiterhin anzusehen.
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Nach der Tat soll er sich selbst getötet haben. Die Geschichte schreckte deswegen auf, weil die Gewalt nicht von außen durch Ausländer geschah, wie im Wahlkampf propagiert, sondern weil das Böse wieder einmal mitten in der Gesellschaft aufbrach
Es ist eine Nachricht, die sich schnell in allen amerikanischen und internationalen Medien verbreitete. Schließlich ist innerfamiliäre Gewalt höher als die gerade in den USA von Trump - oder in Deutschland von der AfD - beschworene Gewalt durch illegale Einwanderer. Aber das lässt sich politisch im Wahlkampf kaum ausschlachten, ohne potentielle Wähler abzuschrecken.
Aber Medien sehen dennoch offenbar, dass die Meldung Aufmerksamkeit erzeugt - und vermutlich Angst verbreitet. Müssen jetzt Großeltern und Eltern vor ihren Enkeln oder Kindern Angst haben, wenn sie diese zu etwas auffordern, was sie nicht machen wollen? Ist man zu aufdringlich, kommen die Kinder, holen sich die Schusswaffen, die man im Haus hat, um Eindringlinge abzuwehren, und töten. Gleichwohl spiegelt das Ereignis den Gewaltpegel, der im Land herrscht. Überall kann die Gewalt ausbrechen, noch dazu in einer Gesellschaft, die in Schusswaffen schwimmt.
In dem Fall hat eine 65-jährige Großmutter in einem Ort bei Phoenix, Arizona, offenbar ihren Enkel am vergangenen Samstag damit belästigt, dass sie ihn mehrmals aufgefordert hatte aufzuräumen. Das ging dem Jungen offenbar gegen den Strich – die Polizei schreibt, er sei "bockig" gewesen – , so dass er sich um 17 Uhr eine Schusswaffe, die seinem Großvater gehört und an die er problemlos herankam, nahm und die Großmutter von hinten erschoss, als sie vor dem Fernsehgerät saß. Das klingt weniger nach einer verzweifelten Tat, der Junge scheint nicht die Beherrschung verloren zu haben und ausgerastet zu sein, er holte sich erst einmal die Schusswaffe und exekutierte seine Großmutter cool.
mehr: - USA: Elfjähriger soll seine Großmutter aus "Bockigkeit" erschossen haben (Florian Rötzer, Telepolis, 06.11.2018) x Mein Kommentar: Vorsicht Hobbypsychologie: Wenn ein Elfjähriger nicht ausrastet, sich eine Schußwaffe holt und dann die Großmutter erschießt, hört sich das nicht nach einer Verzweiflungstat und nicht nach dem Verlust der Selbstbeherrschung an. Die Tatsache, daß der Elfjährige seinem Leben danach selbst ein Ende setzt, zählt nicht. Setzen! Eins plus!
Die Schlagzahl der schlechten Nachrichten begräbt manches unter sich, was nicht begraben sein sollte. Ein Kommentar
"Innehalten" ist so ein schönes Wort, das von Protestanten und Entspannungstrainern gern benutzt wird. "Innehalten" verheißt Einsicht beim Urlaub von der Geschwindigkeit. Aber das ist gar nicht so einfach, weil man dann manchmal sieht, was man bei höherer Geschwindigkeit einfach links liegen lassen könnte.
"Komplex Lacrima"
Kennen Sie den "Komplex Lacrima"? Ende September dieses Jahres berichtete Frontal 21, dass offenbar ein V-Mann des Berliner Verfassungsschutzes im Sommer 2015 einem damals 16-Jährigen die Reise nach Syrien zum IS finanziert hat. Flugticket und Geld waren vorhanden, der V-Mann brachte den Jugendlichen sogar zum Flughafen Tegel.
Erst an der syrischen Grenze würde der Möchtegern-Gotteskrieger von den türkischen Behörden geschnappt und nach Berlin abgeschoben. Über den V-Mann hat er heute folgende Meinung: "Er schickt Jugendliche, Kinder in den Tod. Ich weiß nicht, ob er weiß, was es heißt, wenn eine Mutter oder ein Vater ein Kind verliert. Das ist unmenschlich und kriminell, was er gemacht hat."
Wie er für sein Himmelfahrtskommando aufgeputscht und angeworben wurde, beschreibt er in dem Bericht von "Frontal 21". Wundert es einen noch, dass dies nur ein Detail aus dem "Komplex Lacrima" ist?
Der heißt so, weil das Bundeskriminalamt die Beobachtung der Gruppe, aus der später der Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri hervorging, als "Gefahrenabwehrvorgang Lacrima" bezeichnete. Der Kindersoldatenwerber Emanuel P. wurde laut "Frontal 21" vom Berliner Verfassungsschutz auf genau diese Gruppe angesetzt. Wundert es einen noch, dass der Berliner Verfassungsschutz weiterhin existieren darf?
"Frontal 21" berichtete also. Der Tagesspiegel, n-tv, rbb und andere berichteten auch, alle mit Berufung auf "Frontal 21", alle am gleichen Tag.
Dann ging dieser spezielle Aspekt des "Komplexes Lacrima" nicht in einem Meer von Tränen, sondern von Gleichgültigkeit unter. Das Publikum hatte offenbar nicht viel Interesse daran, dass der Berliner Verfassungsschutz dem Islamismus Unterstützung gewährte, den es angeblich bekämpfte. Die Todsünde, zu diesem Zweck Minderjährige einzusetzen, änderte daran nichts.
mehr: - Halb versteckte Anzeichen für die Barbarisierung in der deutschen Gesellschaft (Marcus Hammerschmitt, Telepolis, 06.11.2018)
In der November-Ausgabe ihrer Kolumne „Unter Tieren“ ist Hilal Sezgin es Leid, in Sachen Tierrechte für dogmatisch gehalten zu werden.
Die (Groß)Demonstration als Protestform hat dieses Jahr ein Revival erlebt, auch unter Linken. Es gingen nicht mehr nur die Fremdenfeinde massenhaft auf die Straße, sondern auch solidarische Menschen gegen Rechts, die Verteidiger des Hambacher Forsts und diejenigen, die es befürworten, Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Auch Veganer und Veganerinnen, Tierrechtler und Tierrechtlerinnen demonstrierten mit; und zusätzlich marschierten sie in vielen deutschen (und europäischen) Städten für die Schließung von Schlachthöfen und für die Rechte der Tiere.
Was aber sind eigentlich Tierrechte: moralische Rechte? Oder gesetzlich garantierte? Zum Teil verdankt sich die Verwirrung schlicht der Tatsache, dass es zwei Ebenen gibt, die sich auch im allgemeinen Sprachgebrauch widerspiegeln. Wenn man sagt: Tiere haben Rechte, ist eher gemeint: in moralischer Hinsicht. Auf der Ebene der Argumente. „Tiere brauchen Rechte“ weist darauf hin, dass diese Rechte erst noch gesetzlich verankert werden müssen.
Moralisch gesehen, besitzen Tiere das Recht auf ihr eigenes Leben. Um ihrer selbst willen. Der Wert ihres Leben erklärt sich nicht durch seinen „Nutzen“ für andere, insbesondere für menschliche Zwecke. Alle fühlenden Lebewesen haben ein eigenes Lebensrecht und leben, kantianisch ausgedrückt, ihren eigenen Zwecken.
Das Ende der Merkel-Ära hat begonnen. Im Dezember wird sie ihr Amt als CDU-Chefin abgeben. Drei Parteikollegen wollen ihr nachfolgen. Die Deutschen haben offenbar schon einen Favoriten. Friedrich Merz ist bei den Deutschen der Favorit für die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze. Das geht aus einer Umfrage von Emnid im Auftrag von "Bild am Sonntag" hervor. Ihr zufolge würden 38 Prozent der Befragten Merz zum CDU-Vorsitzenden wählen. 27 Prozent würden für die bisherige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer stimmen, 13 Prozent für Gesundheitsminister Jens Spahn. Knapper wird der Vorsprung von Merz bei den Unions-Anhängern. Hier würden 44 Prozent für ihn stimmen, 39 Prozent für Annegret Kramp-Karrenbauer. Jens Spahn kommt bei den Unionsanhängern nur auf neun Prozent. Laut der repräsentativen Emnid-Umfrage unter 1008 Bürgern begrüßt die Mehrheit der Deutschen den Rückzug von Angela Merkel vom CDU-Parteivorsitz. 68 Prozent sagten, dass sie Merkels Entscheidung nicht bedauerten. 28 Prozent hingegen bedauern sie. mehr: - Ringen um CDU-Vorsitz – Deutsche favorisieren Merz (n-tv, 04.11.2018)
Zwei bemerkenswerte Dokumentarfilme skizzieren auf der Dok.Leipzig die Geschichte des Sowjetimperiums und Russlands
»Der Zusammenbruch der Sowjetunion ist die größte Tragödie des 20. Jahrhunderts.«
Wladimir Putin
"Wie war Ihre erste Begegnung mit einem Deutschen?", fragt Werner Herzog sein Gegenüber Michail Sergejewitsch Gorbatschow. Offenbar erwartet er von dem 1931 geborenen letzten Präsidenten der Sowjetunion, etwas über den Krieg zu erfahren und das Verhältnis zu seinem Volk, das einen Krieg entfesselte, bei dem über 25 Millionen Sowjetbürger starben. Doch er bekommt etwas anderes zu hören: Die Geschichte einer Kindheitserinnerung: Man sei ins Nachbardorf gefahren und habe dort bei einer befreundeten Familie wunderbar eingelegte Gurken gegessen. Das waren die ersten Deutschen, die Bewohner des Nachbardorfes, die Schöpfer der Wundergurken. So weit so authentisch, obschon vielleicht auch nostalgisch verklärt, obschon vielleicht auch nur eine kluge, weil mit Erwartungen brechende Anekdote eines professionellen Politikers und Anekdotenerzählers. Dann schwebt die Kameradrohne über ein ödes Dorf, irgendwo in den Weiten Russlands. Hier wuchs Michail Gorbatschow auf. Die Kamera zeigt den Friedhof und die Gräber von Gorbatschows Vorfahren. Herzog kann sich nur für Dinge interessieren, die er sich einverleiben kann, die ihm erlauben "Ich" zu sagen. Also muss in den ersten Minuten die persönliche Nähe zwischen ihm und seinem Objekt klar gemacht werden: Wie er, Herzog, sei auch Gorbatschow in einem Dorf aufgewachsen, eng dem Leben der Bauern verbunden, wie er, Herzog, sei auch Gorbatschow als Kind barfuß zur Schule gelaufen, habe auf den Feldern arbeiten müssen.
mehr: - Von Stalin zu Putin (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 04.11.2018) x
TIFF 2018 - Meeting Gorbachev {6:30}
Deadline Hollywood
Am 10.09.2018 veröffentlicht
Deadline Studio at TIFF 2018 presented by eOne
Special thanks to sponsor Watford Group, and partners Calii Love, Love Child Social House and Barocco Coffee
Through testimonies from Gorbachev, Yeltsin, and the current Russian president himself, Vitaly Mansky tells the story of how Putin rose to power and held his position for nearly two decades.
[Documentary]
Zurzeit wird wegen des mangelnden Datenschutzes bei Facebook und des Missbrauchs persönlicher Daten bei Microsoft unter Nutzern diskutiert, ob es sinnvoll ist, sich weiter auf derartige Ausspäh-Kraken einzulassen. Obwohl ich vor etwa zwei Jahrzehnten mit dieser speziellen Frage noch nicht konfrontiert war, habe ich in meinem 2002 bei Rowohlt erschienenen Buch „Beruf: Schriftsteller – Was man wissen muss, wenn man vom Schreiben leben will“, zu dieser Thematik Bertolt Brechts „Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit“ zitiert:
Wer heute die Lüge und Unwissenheit bekämpfen und die Wahrheit schreiben will, hat zumindest fünf Schwierigkeiten zu überwinden.
Er muss den Mut haben, die Wahrheit zu schreiben, obwohl sie allenthalben unterdrückt wird;
die Klugheit, sie zu erkennen, obwohl sie allenthalben verhüllt wird;
die Kunst, sie handhabbar zu machen als eine Waffe;
das Urteil, jene auszuwählen, in deren Händen sie wirksam wird;
»satirisch möchte ich sagen, dass ich ein zu ausgeprägtes Rechtsempfinden hatte, um als Jurist arbeiten zu können, egal ob in der freien Wirtschaft, bei der Justiz, als Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt auf die Dauer oder als Syndikus oder Verwaltungsbeamter […]«
[Wolfgang Bittner auf die Frage, warum er nicht als Jurist arbeite, zitiert im Wikipedia-Artikel[10], abgerufen am 04.11.2018]
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
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