Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Wer Zukunft will, muss die Machtfrage stellen. Exklusivabdruck aus „Die Strategie der friedlichen Umwälzung“.
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Mit Reformen werden wir die Welt nicht mehr ins Lot bringen. Was uns wirklich weiter bringen würde, wird verwässert, verzögert und verhindert. Und Mehrheiten sind in einer Scheindemokratie ohnehin fast nicht zu erreichen. Was es jetzt braucht, sind die Identifikation des übermächtigen Gegners und eine Strategie, ihn mit friedlichen Mitteln zu entmachten.
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Seit anderthalb Jahren nehme ich kein Blatt mehr vor den Mund. Freundlich, aber bestimmt gebe ich zu verstehen — wenn das Gespräch auf die Weltlage kommt — dass die Sache mit Reformen nicht mehr ins Lot zu bringen, sondern eine grundlegende Umwälzung nötig sei. Diese Feststellung erhält fast durchwegs Zustimmung, selbst von Menschen wie zum Beispiel Bankern, für die eine Fortsetzung des Status quo essenziell ist.
Aber wenn selbst Wissenschaftler Endzeitstimmung verbreiten, die sich im Grunde auf Erfahrung berufen müssten, dann ist tatsächlich Feuer im Dach. Dabei sind es nicht nur die Klimatologen und Spezialisten für Biodiversität, die Alarm schlagen. Probleme historischer Dimension bereiten uns unter anderem die Digitalisierung und Roboterisierung, die gemäß einer Studie der OECD mittelfristig 46 Prozent aller Arbeitsplätze gefährden. Die Militarisierung und die Erosion des Völkerrechts stimmen auch nicht gerade zuversichtlich für eine friedliche Lösung der multiplen Krise, die den Globus im Griff hält. Zu all dem steigt die Verschuldung mit exponentieller Geschwindigkeit.
Der Versuch, die Probleme des Geldes mit noch mehr Geld zu lösen, wird aller Voraussicht nach scheitern — „mit einem großen Knall“, wie viele Menschen intuitiv ahnen.
All die Reformen, die uns wieder auf Kurs bringen könnten, werden verwässert, verzögert oder verhindert. Kleine, aber gut organisierte Lobbys sind mehr als doppelt so erfolgreich in der Durchsetzung ihrer Interessen als die Bevölkerungsmehrheit — und das in einer Staatsform, die sich als Demokratie, also „Volksherrschaft“ bezeichnet.
Es bleibt unklar, ob Assads Truppen Giftgasbomben abwarfen, oder vielmehr IS-Rebellen die Bomben legten, damit die USA eingreifen.
Die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen OPCW hatte erklärt, die Giftgasfässer seien aus der Luft abgeworfen worden – und das konnte nur die syrische Luftwaffe sein. Die Beweislage war allerdings dürftig. Jetzt bezichtigt ein Panel der «Stiftung Courage» die OPCW des «unakzeptablen Vorgehens» («unacceptable Practices»). Am 15.Oktober hatte das Panel einen Whistleblower der OPCW angehört. Grosse Medien haben nicht darüber berichtet.
Die Panelmitglieder kamen zur Überzeugung, dass die OPCW «entscheidende Informationen über die chemischen Analysen und ballistischen Studien sowie Zeugenaussagen unterdrückte». Die OPCW solle ihre Analyse zum Giftgas-Ereignis in Duma mit Berücksichtigung dieser Informationen in transparenter Weise neu evaluieren.
Unter den sieben Mitgliedern* des Panels befindet sich der frühere OPCW-Direktor José Bustani, der auch Brasiliens Botschafter in Grossbritannien und Frankreich war: «Das klar erwiesene irreguläre Verhalten der OPCW bei ihrer Untersuchung des vermuteten Chemiewaffenangriffs in Duma verstärkt meine Zweifel, die ich schon hatte ... Selbst offizielle Untersuchungsberichte erscheinen inkohärent oder schlimmer.»
Kämen die Untersuchungen zum Schluss, dass die Bomben in den Zimmern wahrscheinlich nicht durchs Dach ins Haus kamen, müssten sie Rebellen im Haus platziert haben. Duma war damals in der Hand der IS.
USA, Grossbritannien und Frankreich reagierten sofort
Nach Berichten über Bomben mit Giftgas, «wahrscheinlich Chlorgas», die am 7. April 2018 in dem damals von Rebellen kontrollierten Duma nordöstlich von Damaskus explodierten, mehrere Dutzend Menschen töteten und viele weitere verletzten, reagierten Nato-Länder sofort und beschossen bereits am 14. April Ziele in Syrien mit Raketen. Sie warteten keinen Untersuchungsbericht ab.
Die Schlacht um den Hürtgenwald in der Nordeifel im November 1944 hinterließ ein amerikanisches Trauma. Lange Zeit fast vergessen, gilt sie mehr und mehr als Parabel für die Sinnlosigkeit und Brutalität des Krieges
Ein morastiger, phosphorgetränkter Kreis der Hölle erwartet Ende Oktober 1944 die 28. US Infantry Division südwestlich von Düren, in einem Areal, das als "Todeswald" traurige Berühmtheit erlangen sollte. Viele der US-amerikanischen Soldaten, die dem Inferno bei "Utah" und "Omaha Beach" an der Atlantikküste im Sommer 1944 entkommen sind, blicken hier, am Westwall unweit Aachen, erneut dem Tod ins Angesicht - in ein finsteres, grausames und schmutziges Gesicht.
Dabei hatte alles zunächst so einfach ausgesehen: Der alliierte Generalstab träumte Anfang Oktober 1944 noch von einem glatten Durchbruch durch den Dürener Raum auf die Rheinebene und die Kölner Bucht zu. Das Rheinland und die Talsperren von Rur und Urft liegen zum Greifen nahe. Das Ziel: Die deutschen Kräfte vor Wintereinbruch zu erschöpfen, sie über den Rhein zurückzudrängen und vor den Russen im Ruhrgebiet zu stehen. Der Plan erweist sich als katastrophales Debakel.
Der "schwarzgrüne Ozean", Mythos und Todesfalle
Die Amerikaner erkennen die Risiken nicht. Kaum den Unterschied zwischen der großen Schwester "Ruhr" (nach der das Ruhrgebiet genannt wird) und der kleineren "Rur", die dem Hohen Venn entspringt, kannten die GIs und ihre Befehlshaber. Man weiß nichts von der strategischen Bedeutung der Rurtalsperren, die fest in deutscher Hand liegen.
Die US-Stäbe verfügen über keine exakten Karten, die die tiefen Taleinschnitte des Waldgebietes der Eifel bei Hürtgen entlang der "Siegfriedlinie" zeigen, das in den entscheidenden Herbst- und Winterwochen 1944 für Zigtausende zur Todesfalle werden soll: Death Factory wird hier zum Schlagwort und Fanal bei der Truppe, jener "schwarzgrüne Ozean aus Wald, in dem Hänsel und Gretel vom Weg abkamen".
Die Generäle, allen voran Dwight D. Eisenhower und Omar Bradley, unterschätzten einfach alles: den Widerstandswillen der deutschen Wehrmacht, die Topographie der Landschaft, die Härten des einbrechenden Winters. Die materielle Übermacht der Amerikaner erwies sich als trügerisch. Nachschubwege versanken in Schlamm und Morast, Wagen und Panzer stockten, Soldaten mussten zu Äxten greifen, um im Walddickicht Schneisen zu schlagen. Ihre ständigen Begleiter: Kälte, Orientierungslosigkeit, totale Erschöpfung. Das Gelände machte den Aufbau einer einheitlichen Front unmöglich, Minen, Scharfschützen und die gefürchteten "Baumkrepierer" rissen die Männer massenhaft in den Tod.
mehr: - Death Factory (Arno Kleinebeckel, Telepolis, 02.11.2019) ==========
Die Schlacht im Hürtgenwald bezeichnet eine Reihe von drei Abwehrschlachten der Wehrmacht gegen die angreifende US Army im Gebiet der Nordeifel gegen Ende des Zweiten Weltkrieges 1944. Die Waldkämpfe um den Hürtgenwald zählen zu den schwersten Kämpfen des Zweiten Weltkrieges überhaupt. Diese Waldkämpfe gelten als die ersten Gefechte der US-Army in dieser Art von Gelände. Einzelne Aspekte wurden unter anderem von Heinrich Böll und Kurt Vonnegut literarisch verarbeitet.
In der amerikanischen Erinnerungskultur spielt diese Schlacht, an der auch Ernest Hemingway und Jerome D. Salinger teilnahmen, eine wesentliche Rolle. Sie gilt nach der Schlacht um Aachen als erste größere Feldschlacht der Amerikaner auf deutschem Boden; wurde als längste Schlacht der US Army allgemein bezeichnet, und hinsichtlich der Totenzahlen mit der Schlacht von Gettysburg verglichen.
Militärisch betrachtet war der Versuch der Durchquerung der Eifel ein Desaster und im Nachhinein nur schwer verständlich; leicht hätte die US-Army das Gebiet auch umgehen können. Die Topographie bevorteilte die deutschen Verteidiger massiv, ein effektiver Einsatz von gepanzerten Truppenteilen war in den dichten Wäldern und auf den engen und steilen Wegen unmöglich. In den Generalstabslehrgängen der US-Armee wird diese Schlacht als „Verdun in der Eifel“ und als „größtes Desaster der amerikanischen Truppen im Zweiten Weltkrieg“ behandelt.[6] In einigen militärischen Betrachtungen wird der Kampf im Hürtgenwald als eine Vorwegnahme der späteren Kämpfe in Vietnambetrachtet, bei denen eine mechanisierte Armee versuchte in Infanteriegeländen zu kämpfen.
Die Ardennenoffensive - Die blutigste Schlacht des Zweiten Weltkriegs für die US-Streitkräfte {1:22:16}
Doku Channel Am 25.07.2012 veröffentlicht
Neue Videos auf den Kanal ! XXP zeigt die preisgekrönte US-Dokumentation 'Battle of the Bulge' über die Ardennenschlacht. Eine wirklich genial zusammengestellte und durchgehend interessante Doku mit einmaligen Bildmaterial und diversen Zeitzeugen die über die unmöglichen Bedingungen und Schicksale der Schlacht erzählen. (unfassbar was diese Veteranen sagen).
Die Ardennenoffensive (auch Rundstedt-Offensive) oder Unternehmen „Wacht am Rhein" war die letzte deutsche Großoffensive von Hitler im Zweiten Weltkrieg.
Dauer: 16. Dezember 1944 bis 21. Januar 1945 Breite: 60km. Die Blutigste Schlacht für die US-Streitkräfte mit Verlusten von rund 20.000 Soldaten (zusätzlich ca. 21.000 vermisste, 47.000 verwundete) gegenüber den Deutschen Soldaten mit ca. 18.000 gefallenen (zustäzlich ca. 16.000 vermisste 34.000 verwundete).
Angetreten waren: Die 6. SS-Panzerarmee, die 5. Panzerarmee und die 7. Armee. Einschließlich der Reserven der Heeresgruppe B, standen über 41 Divisionen mit etwa einer Viertelmillion Soldaten zum Angriff bereit.
Die US-Streitkräfte verfügten zu Beginn über ca. 80000 Soldaten.
Der schwere Verlust an Soldaten, Panzern, Kampfflugzeugen und Treibstoff beschleunigte den Untergang des Deutschen Reichs merklich. Nach dem Zusammenbruch der Offensive hatten die Deutschen ihre Fähigkeit zu raumgreifenden Operationen an der Westfront endgültig eingebüßt. Panzerverbände, die nach dieser Offensive noch kampfkräftig waren, verlegte man nochmals an die Ostfront. Sie sollten in der Plattenseeoffensive die Belagerung von Budapest durch die 2. Ukrainische Front aufbrechen.
Hinweis
Video mit Altersbeschränkung (gemäß Community-Richtlinien)
Das Wunder vom Hürtgenwald - Günter Stüttgen {8:48}
DerSARGON87 III Am 26.01.2018 veröffentlicht
Hunderte von Soldaten beider Seiten verdankten dem engagierten Einsatz von Stüttgen ihr Leben. „Wir hatten Respekt voreinander“, erklärte Günter Stüttgen in einem Interview in der Welt vom 23. Juni 2001[4], „Respekt, den nur Soldaten voreinander haben können, die den Schrecken des Krieges kennen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BC...
Das Wunder vom Hürtgenwald
https://www.welt.de/print-welt/articl...
Hürtgenwald: Spuken dort die Geister gefallener Soldaten?
https://www.youtube.com/watch?v=YJirs...
Günter Stüttgen: Schlacht im Hürtgenwald 1944 (1)
https://www.youtube.com/results?searc...
Günter Stüttgen: Schlacht im Hürtgenwald 1944 (2)
https://www.youtube.com/watch?v=v_v9z...
Günter Stüttgen: Schlacht im Hürtgenwald (3)
https://www.youtube.com/watch?v=lIQyz...
Zwischenfall im Hürtgenwald – Eine Weihnachtsgeschichte
https://planetshaker.de/zwischenfall-...
In Spanien wird gegen die spanische Firma Undercover Global ermittelt, die Assange in der ecuadorianischen Botschaft ausgespäht, der CIA Zugang zu den Daten verschafft und dazu mit dem Verkauf an WikiLeaks Geld machen wollte
Die spanische Justiz hat zumindest zwei Gesichter. Das eine ist die Umsetzung politischer Vorgaben, um der Konstruktion von Tatvorwürfen scharf gegen katalanische Politiker vorzugehen, weil Madrid einen Dialog verweigert. Das andere zeigte sich etwa, als ein spanischer Richter des Obersten Gerichts, der das Ausspähen von Julian Asssange in der ecuadorianischen Botschaft durch die spanische Firma Undercover Global untersucht, den britischen Behörden Ende September eine Europäische Ermittlungsanordnung (EEA bzw. EIO) zustellte, um Assange dazu mittels einer Videoverbindung befragen zu können. Nach Angaben von El Pais hat die UK Central Authority (UKCA) die spanische Anordnung erst einmal blockiert.
Im April hatte Ecuador der britischen Polizei in einer koordinierten Aktion von Ecuador, USA und Großbritannien gewährt, Assange in der Botschaft festzunehmen und zu inhaftieren (Festnahme von Julian Assange aufgrund von US-Auslieferungsantrag). In den USA könnte Assange wegen Spionage zum Tode verurteilt werden.
David Morales, der Eigentümer von Undercover Global, wurde im September festgenommen, aber gegen Kaution wieder freigelassen. Sein Pass wurde einbehalten und seine Konten eingefroren. Die Ermittlungen werden geheim geführt. Morales wird beschuldigt, mit seiner Firma, die seit 2012 für die Sicherheit der Botschaft zuständig war, die Privatsphäre von Assange mit u.a. in Feuerlöschern versteckten Mikrofonen und Videokameras verletzt und die Informationen US-Geheimdiensten übermittelt zu haben.
CIA soll direkt auf die Überwachungsvideos Zugang gehabt haben
Der CIA soll über ein Ende 2017 installiertes Streamingsystem direkt und in Echtzeit Zugang zu den neu angebrachten, 24 Stunden laufenden Kameras mit Mikrofonen erhalten haben. Morales hat seine Angestellten in London angewiesen, besonders auf russische und amerikanische Besucher aufzupassen, was mit den Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zu tun haben könnte. Man wollte nicht nur mögliche Verbindungen von WikiLeaks mit Russland prüfen, sondern auch amerikanische Unterstützer von Assange ausspähen. Besucher mussten Smartphones und Notebooks den Sicherheitskräften der Botschaften übergeben, die IMEI der Smartphones wurde dadurch bekannt, weswegen diese auch weiter verfolgt und lokalisiert werden konnten.
Diese Frage, „What more can we do?“, die der Amnesty-Generalsekretär Kumi Naidoo am letzten Freitag in Brüssel geäußert hat, nachdem zwei besorgte Bürger, unter ihnen „Whistlehead“, mit Plakaten zu Julian Assange und Chelsea Manning auf der Bühne erschienen, stelle ich mir auch immer wieder aufs Neue. Außerdem veröffentlichen wir hier einen weiteren Augenzeugenbericht zum Schauprozess gegen Assange der vergangenen Woche in London, der vom australischen Journalisten John Pilger stammt. Und zu guter Letzt einige Leserreaktionen zum Fall Assange und zu unserer Berichterstattung darüber. Zusammengestellt von Moritz Müller.
Am vergangenen Freitag gab es in Brüssel „Einen Abend mit Kumi Naidoo“, organisiert von der flämisch-belgischen Amnesty-International-Sektion. Mit den Postern zu Manning und Assange konfrontiert (siehe Titelfoto), äußerte der Amnesty-Generalsekretär diese erstaunlichen Worte. Erstaunlich deshalb, weil AI bisher zu Assanges Behandlung durch US- und GB-Justiz nur sehr verhaltene Kommentare abgegeben hat und Assange von AI auch nicht als „Prisoner of Conscience“ anerkannt wird.
Wenn man bei amnesty.org „Julian Assange“ als Suchwort eingibt, bekommt man die folgende Liste, auf der eine Meldung vom 13. Mai dieses Jahres, die sich mit den auf Eis gelegten Vergewaltigungsvorwürfen beschäftigt, ganz oben steht, über zwei neueren Statements, in denen die Nichtauslieferung an die USA gefordert wird. Es wäre in meinen Augen das Erste, dass diese Meldung um den jetzigen Stand der Dinge (Schweden hat im Juni keinen Auslieferungsantrag gestellt und die schwedischen Strafverfolger machen keine Anstalten, Herrn Assange im Gefängnis zu befragen) ergänzt und chronologisch eingereiht wird, anstatt ganz oben ihre rufmörderische Wirkung zu entfalten.
Ob Herr Naidoo als südafrikanischer Anti-Apartheid-Veteran wirklich nicht weiß, was man noch tun könnte, ist schwer zu glauben, aber vielleicht sind ihm auch unsichtbar die Hände gebunden oder er merkt nicht, was vor sich geht, und dann würde vielleicht der unten folgende Bericht aus dem Westminster Magistrates Court helfen.
Außerdem wurde ihm dieser zweite offene Brief überreicht, der sicher auch informativ für ihn ist, und die belgische AI-Sektion hat ein Treffen mit den „besorgten Bürgern“ versprochen, wo über mögliche Hilfen für Assange beraten werden soll. Man sieht, dass Aktionen wie diese manchmal zum Dialog führen können. Am besten wäre natürlich eine „echte“ Kampagne der sonst so schlagkräftigen AI-Organisation.
Der für Folter zuständige Vertreter der UNO hat schwere Vorwürfe gegen Großbritannien, die USA und Schweden erhoben. Er wirft diesen Ländern Verstöße gegen ihrer Verpflichtungen aus der UN-Konvention gegen Folter vor.
Beitrag lesen: https://www.anti-spiegel.ru/2019/uno-...
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Drei Jahre lang hatten die US-Demokraten, die bürgerlichen Medien und der Geheimdienst verbreitet, Assange sei ein „russischer Agent“. Dieser Verschwörungstheorie („Russiagate“) hat der Richter mit seinem Spruch, die Klage des DNC sei „mit Vorurteilen behaftet“, einen herben Rückschlag versetzt.
Richter John Koeltl vom US Bezirksgericht New York-Süd wies die Verleumdung, der WikiLeaks-Gründer habe mit Russland „konspiriert“, ausdrücklich zurück. Diese Entscheidung stellt Assanges Ruf als Journalisten und Herausgeber wieder her und widerlegt die Behauptung, die Veröffentlichung von durchgesickerten E-Mails der DNC durch WikiLeaks im Jahr 2016 sei ein illegaler Akt gewesen.
Trotz der Bedeutung dieses Urteils und seiner klaren Aussagekraft hat die gesamte Medienwelt in den USA und weltweit die Entscheidung fast vollkommen ausgeblendet.
Das allgemeine Schweigen über die Gerichtsentscheidung reicht von der New York Times (die gerade mal sechs Absätze auf Seite 25 darüber brachte), der Washington Post und den Abendnachrichtensendungen im Fernsehen bis hin zu den „alternativen“ Websites wie „Intercept“ und den Veröffentlichungen der Pseudolinken. Man kann es nur als koordinierte politische Verschwörung bezeichnen.
„Am Ende dämmerte mir schließlich, dass ich von der Propaganda geblendet worden und dass Assange systematisch verleumdet worden war, um die Aufmerksamkeit von den Verbrechen abzulenken, die er aufgedeckt hatte. Nachdem er durch Isolation, Spott und Scham entmenschlicht worden war, wie die Hexen, die wir früher auf dem Scheiterhaufen verbrannt haben, war es leicht, ihm seine grundlegendsten Rechte zu entziehen, ohne die Öffentlichkeit weltweit zu empören. Und so wird durch die Hintertür unserer eigenen Selbstgefälligkeit ein rechtlicher Präzedenzfall geschaffen, der in Zukunft ebenso gut auf Enthüllungen des Guardian, der New York Times und von ABC News angewendet werden kann und wird.“
Melzer kommt zu dem Schluss: „Es geht nicht nur darum, Assange zu schützen, sondern auch darum, einen Präzedenzfall zu verhindern, der das Schicksal der westlichen Demokratie besiegeln könnte.“ Er fährt fort: „Denn wenn es zu einem Verbrechen geworden ist, die Wahrheit zu sagen, während die Mächtigen Straflosigkeit genießen, wird es zu spät sein, den Kurs zu korrigieren. Dann haben wir uns ausgeliefert: unsere Stimme der Zensur und unser Schicksal einer ungezügelten Tyrannei.“
Die Antwort der Redaktionen der großen Zeitungen der Welt, darunter auch solcher, die sich für „liberal“ halten, bestand in einem kollektiven Achselzucken, und sie schlugen Melzer die Tür vor der Nase zu.
Unter diesen Umständen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es ein offizielles Veröffentlichungsverbot geben wird. Im Vereinigten Königreich hat die World Socialist Web Site bereits auf die Rolle des stellvertretenden Redakteurs des Guardian, Paul Johnson, hingewiesen. Wie der unabhängige Journalist Matt Kennard aufgedeckt hat, gehört Johnson dem vom Verteidigungsministerium geleiteten D-Notice Advisory Committee oder D-Notice Committee [Google-Übersetzer, eingefügt von mir] an. D-Notices werden verwendet, um ein Veto gegen die Veröffentlichung von Nachrichten, die den nationalen Sicherheitsinteressen des britischen Imperialismus schaden, einzuleiten.
Die Beteiligung des Guardian an dieser schmutzigen Zensuroperation ist keineswegs eine Ausnahme. Zurzeit wird der Ausschuss von Dominic Wilson geleitet, dem Generaldirektor für Sicherheitspolitik im Verteidigungsministerium, und umfasst die stellvertretenden Vorsitzenden John Battle, Head of Compliance der Independent Television News, und Ian Murray, Executive Director des Verbands der Herausgeber.
Weitere Mitglieder des Ausschusses sind die meisten großen Fernseh- und Zeitungsgruppen. Dazu gehören David Jordan, BBC-Direktor für redaktionelle Politik und Standards; Sarah Whitehead, stellvertretende Leiterin der Nachrichtenabteilung bei Sky News; Michael Jermey, ITV-Direktor für Nachrichten, aktuelle Themen und Sport; Peter Clifton, Redakteur der Press Association; Craig Tregurtha, Geschäftsführer der Times und Sunday Times; Robert Winnett, stellvertretende Redakteurin des Daily Telegraph; Jess Brammer, Leiterin der Nachrichtenabteilung der Huffington Post; Charles Garside, stellvertretender Herausgeber der Daily Mail, und David Higgerson vom Trinity Mirror.
Zweifellos finden vergleichbare Absprachen offiziell oder inoffiziell auch zwischen Medienverantwortlichen und den Sicherheitsdiensten in den USA, Europa, Australien und der ganzen Welt statt.
Jeder, der die Nachrichten verfolgt oder einfach nur eine Google-Suche durchführt, wird feststellen, dass Artikel über Assange stark rückläufig sind. Seit dem 14. Juni, als Arbuthnot bekannt gab, dass ihm im Februar eine fünftägige US-Auslieferungsanhörung drohe, sind die wichtigsten Nachrichtenagenturen in Schweigen verfallen. Sie sind entschlossen, eine breite öffentliche Kenntnis und Diskussion der Anklagepunkte gegen Assange, gestützt auf das Spionagegesetz, zu verhindern. Diese Anklagen gegen Assange, sind mit einer 175-jährigen Haftstrafe und möglicherweise der Todesstrafe belegt. Sie sind geeignet, den Journalismus und das Recht auf freie Meinungsäußerung wirksam zu kriminalisieren.
Die Aussage gegenüber Melzer, dass Assange „als Nachricht nicht wichtig genug“ sei, könnte ein Hinweis auf ein offizielles Veto sein, im Sinne der Pläne der USA, ihn für immer zum Schweigen zu bringen. Die Medien könnten sein Schicksal hinter einer Wand des Schweigens verbergen. Oder vielleicht hatte John Pilger Recht, als er bei einer Kundgebung im Juni 2018 sagte: „Die Ironie besteht darin, dass niemand diesen Journalisten gesagt hat, was sie tun sollen. Ich nenne sie Vichy-Journalisten nach der Vichy-Regierung, die der deutschen Besatzung Frankreichs im Krieg diente und sie ermöglichte.“ [Chris Marsden, UN-Berichterstatter für Folter enthüllt Medien-Zensur im Fall Assange, World Socialist Website, 02.07.2019]
Assange wurde zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten unserer Zeit - ein Mann, der einen zentralen Platz in den Geschichtsbüchern einnehmen wird, wenn wir als Spezies lange genug leben, um diese Bücher zu schreiben. Doch er wurde auf nichts anderes als auf einen Sexualstraftäter und schmutzigen Kautionsflüchtling verunglimpft.
Die politische und mediale Klasse verbreitete narrative Darstellungen von Halbwahrheiten über angebliche sexuelle Vergehen, [Vergewaltigungsvorwürfe, H.S.] wegen denen gegen Assange in Schweden ermittelt wurde. Sie übersahen die Tatsache, dass Assange vom ursprünglichen Ermittler, der die Anklage fallen ließ, erlaubt worden war, Schweden zu verlassen, nur damit diese von einem anderen Ermittler mit einer gut dokumentierten politischen Agenda wiederbelebt werden konnte. Sie haben nicht erwähnt, dass Assange immer bereit war, von schwedischen Staatsanwälten in London befragt zu werden, wie es in Dutzenden von anderen Fällen von Auslieferungsverfahren praktiziert wurde.
Diese Höflinge betonten endlos seine Kautionsverletzung im Vereinigten Königreich und ignorierten die Tatsache, dass Asylbewerber, die vor gerichtlicher Verfolgung fliehen, normalerweise die Kautionsbedingungen nicht einhalten. Das ist schließlich der Grund, warum sie Asyl anstreben.
Das politische und mediale Establishment ignorierte die zunehmenden Beweise für eine geheime Grand Jury in Virginia, die Anklagen gegen Assange formulierte, und verspottete Wikileaks' Bedenken, dass der schwedische Fall ein Vorwand für einen finsteren Versuch der USA sein könnte, Assange auszuliefern und ihn in ein Hochsicherheitsgefängnis zu sperren, wie es bei der Whistleblowerin Chelsea Manning der Fall war.
Im Jahr 2016 verharmlosten sie das Urteil einer Gruppe von Rechtswissenschaftlern der Vereinten Nationen, wonach das Vereinigte Königreich Assange "willkürlich festhielt". Die Medien waren mehr am Wohlergehen seiner Katze interessiert.
Sie ignorierten die Tatsache, dass Assange nach dem Präsidentenwechsel in Ecuador - mit dem neuen, der sich um Gunst Washingtons bemühte - immer strengeren Formen der Einzelhaft unterworfen wurde. Ihm wurde der Zugang zu Besuchern und grundlegenden Kommunikationsmitteln verweigert, was sowohl seinen Asylstatus als auch seine Menschenrechte verletzte und sein geistiges und körperliches Wohlbefinden bedrohte.
Ebenso ignorierten sie die Tatsache, dass Assange von Ecuador den diplomatischen Status und die ecuadorianische Staatsbürgerschaft erhalten hatte. Großbritannien war verpflichtet, ihm zu erlauben, die Botschaft unter Ausnutzung seiner diplomatischen Immunität zu verlassen, um ungehindert nach Ecuador zu reisen. Kein "Mainstream"-Journalist oder Politiker hielt dies für wichtig.
Sie verschwiegen die Nachricht, dass die schwedischen Staatsanwälte, nachdem sie sich geweigert hatten, Assange im Vereinigten Königreich zu befragen, im Jahr 2015 stillschweigend beschlossen hatten, das Verfahren gegen ihn einzustellen, das aber zwei weitere Jahre lang niemanden wissen ließen.
Es handelte sich um eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz durch einen Verbündeten von Assange, nicht um eine Medienstelle, welche Dokumente aufdeckte, die zeigten, dass schwedische Ermittler tatsächlich den Fall gegen Assange bereits 2013 einstellen wollten. Das Vereinigte Königreich bestand jedoch darauf, die Scharade fortzusetzen, damit Assange eingesperrt bleiben konnte. Ein britischer Beamter schickte den Schweden eine E-Mail: "Wagt es nicht, kalte Füße zu bekommen!"
Die meisten anderen Dokumente zu diesen Gesprächen waren nicht verfügbar. Sie waren von der britischen Staatsanwaltschaft unter Verletzung der Protokollbestimmungen zerstört worden. Aber natürlich kümmerte sich niemand im politischen und medialen Establishment darum.
Sie ignorierten die Tatsache, dass Assange gezwungen war, sich jahrelang in der Botschaft unter der intensivsten Form des Hausarrests zu verstecken, obwohl er in Schweden kein offenes Verfahren mehr laufen hatte. Sie sagten uns - scheinbar in aller Ernsthaftigkeit -, dass er wegen seiner Kautionsverletzung verhaftet werden müsse, was normalerweise mit einer Geldstrafe belegt würde.
Und vielleicht am schwerwiegendsten von allem weigerten sie sich, Assange den Status eines Journalisten oder Verlegers zuzubilligen, obwohl sie sich dadurch, dass sie dies unterlassen haben, in Zukunft den gleichen drakonischen Sanktionen ausgesetzt haben, falls sie oder ihre Veröffentlichungen jemals zum Schweigen gebracht werden müssten.
Es ging nie um Schweden oder Kautionsverletzungen, wie jeder, der sich nur vage mit der Angelegenheit beschäftigte, sich hätte denken können. Es ging darum, dass der US Deep State alles in seiner Macht Stehende tat, um Wikileaks zu zerschlagen und an seinem Gründer ein Exempel zu statuieren.
Es ging darum, sicherzustellen, dass es nie wieder ein Leck wie das von "Collateral Murder" geben würde, dem von Wikileaks 2007 veröffentlichten Militärvideo, das zeigte, wie US-Soldaten sich einen abfeierten, als sie irakische Zivilisten ermordeten. [>> hier eine Kurz- und Langversion des Videos mit Begleittext, bitte ansehen! H.S.]. Es ging darum, sicherzustellen, dass es nie wieder eine Halde von US-Diplomatenkabeln geben würde, wie die, die im Jahr 2010 veröffentlicht wurden und die die geheimen Machenschaften des US-Imperiums enthüllten, den Planeten zu dominieren – egal wie schwerwiegend die Verstöße der Menschenrechtsverletzungen auch waren.
Screenshot eines eingebetteten YouTube-Videos von Reuters in: Für die freie Presse steht viel auf dem Spiel (Kommentar von Andreas Ross, FAZ, 11.04.2019) meine Anmerkung: Sieht man sich das Video direkt auf YouTube an, findet sich
die Titel-Überblendung »Asyl zurückgezogen – Julian Assange ist kein Held« nicht! Die Vermutung liegt also nahe, daß die Überblendung von der FAZ stammt!
- Der Verrat (Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam, Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V.
, 23.04.2019)
Ich darf auch keine aktive Hilfe leisten, wenn jemand anders diese Dokumente hackt, um sie mir zu übermitteln.
Für Journalisten ist die Affäre um Assange eine Zwickmühle, in der sie nicht gewinnen können. Solidarisieren sie sich vorbehaltlos mit Assange, dann stellen sie die Arbeitsweise der Presse unter Generalverdacht. Diktatoren und Autokraten werden Journalisten reflexhaft unterstellen, dass Journalisten nur mit illegalen Methoden und aus politischen Motiven an unbequeme Informationen gelangen konnten.
Distanzieren sie sich hingegen von Assange, liefern sie den gleichen Leuten ebenfalls wieder Munition, da das Leaken selbst mit Wikileaks symbolisch auf der Anklagebank sitzt – auch dank der Inszenierungskunst Assanges. Soll man still daneben sitzen, wenn ein Präsident, der in immer schrilleren Tönen die Presse als Volksfeinde verunglimpft, die Veröffentlichung wahrer Informationen aburteilen lässt?
Julian Assange: unterlassene Hilfeleistung?
„We must resist…!“
Rein rechtlich gesehen handelt es sich beim Fall Julian Assange letztendlich nicht um unterlassene Hilfeleistung, denn dabei muss zum Beispiel zwingend eine unmittelbare Notlage existiert haben, die eine Hilfeleistung notwendig gemacht hätte.
Unmittelbar ist hier natürlich das Wort, das den entscheidenden Unterschied macht. Doch wie unmittelbar betrifft uns alle eigentlich die kontinuierliche Zerstörung von Julian Assange?
Zuletzt haben insbesondere die Einschätzungen des UN-Sonderberichterstatters Nils Melzer gezeigt, welche herausragende Bedeutung der Fall Julian Assange für uns alle hat:
„Dennoch, so mag man fragen, warum so viele Worte auf Assange verwenden, wenn unzählige andere weltweit gefoltert werden? Weil es nicht nur darum geht, Assange zu schützen, sondern auch darum, einen Präzedenzfall zu verhindern, der das Schicksal der westlichen Demokratie besiegeln könnte. Denn, wenn es zu einem Verbrechen geworden ist, die Wahrheit zu sagen, während die Mächtigen Straflosigkeit genießen, wird es zu spät sein, den Kurs zu korrigieren. Wir werden unsere Stimme der Zensur und unser Schicksal der ungezügelten Tyrannei überlassen haben (Nils Melzer: Demasking the torture of Julian Assange).“
Darüber hinaus berührt das Schicksal von Julian Assange natürlich ganz viele mitfühlende Menschen auf der ganzen Erde.
Im Januar hat er im Gespräch mit der Regisseurin Angela Richter noch erklärt, dass die entwürdigenden Isolationsmaßnahmen (keine Heizung, kein Bett, kein Telefon, kein Internet, keine Besuche) ihm nichts ausgemacht hatten, weil er darauf hoffte, dass eine solch krasse Verletzung seiner Menschenrechte für große öffentliche Empörung sorgen würde und sich aufgrund von Druck aus den Medien sogar internationale Politiker für ihn einsetzen würden.
Doch wo sind jetzt die Solidaritätsbekundungen?
Nur die allerwenigsten Politiker erheben ihre Stimme für Julian Assange und auch der absolute Großteil der Mainstream-Medien macht sich nicht für seine Freilassung stark.
Wir sind der Überzeugung, dass eine breite Solidarisierung mit Julian Assange schon längst überfällig ist!
Unser Ziel ist es, Julian Assange Beistand zu leisten, unsere Stimme zu erheben, um ihm im besten Fall zur Freiheit zu verhelfen, die er mehr als verdient hat!
Jeder Politiker, jeder Journalist aber auch jeder Medienkonsument, letztendlich jeder Mensch kann sich jetzt noch überlegen, ob er das Schicksal von Julian Assange mitgestalten will oder ob er als mittelbarer Zeuge der offensichtlichen Vernichtung von Julian Assange in die Geschichte eingehen möchte.
Wir sagen: „Jeder kann etwas tun! Jeder kann seine Stimme erheben und seine persönliche Wahrheit im Zeichen von Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Je mehr Menschen ihre Stimme für Julian Assange erheben, desto größer ist die Chance, dass er wieder in Freiheit leben kann. Und das ist es doch letztendlich, was uns alle verbindet: Der Wunsch nach Frieden und Freiheit.
WAS KANN ICH TUN?
Brich das Schweigen!
✊ Unterstütze Julian Assange, indem du deinen Mund aufmachst, wenn Medien Unwahrheiten oder Diffamierungen veröffentlichen.
✊ Schreib deinen Abgeordneten & verlange, dass er/sie sich für Assange einsetzt.
✊ Schreib an Menschenrechtsorganisatoren & NGOs.
✊ Unterzeichne Petitionen & Appelle und verleih ihnen auch deine Stimme.
✊ Schweige nicht zu Unrecht und engagiere dich für die Presse- & Meinungsfreiheit – an deinem Arbeitsplatz, am Stammtisch, bei Freunden, im Internet und überall, wo deine laute Stimme gebraucht wird.
✅ Follow & Support Wikileaks! ✅
Website: https://wikileaks.org/
Die US-Behörden bleiben den Beweis schuldig, dass der 11. September 2001 das Werk religiöser Terroristen war.
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Es gibt keinen letztgültigen Beweis dafür, dass nirgendwo auf der Welt eine weißer Elefant existiert. Da aber noch keiner gesichtet wurde, ist dies sehr wahrscheinlich. Ebenso wahrscheinlich ist: Da die US-Regierung nicht eindeutig belegt hat, dass Islamisten für den Anschlag auf das World Trade Center verantwortlich sind und es eher unwahrscheinlich ist, dass sie — für sie entlastende — Beweise versteckt, muss man den Verdacht hegen, dass sie den Terrorakt selbst veranlasst hat. Diese Erkenntnis ist zwar mit Sicherheit ein Schock für alle, die an die wohlwollende Großmacht USA geglaubt hatten, aber es ist ein heilsamer Schock. Jemand, der vor Massenmord an der eigenen Bevölkerung nicht zurückschreckt, wird umso weniger Scheu haben, Menschen anderer Länder zu töten.
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Wer kennt nicht die Geschichte vom weißen Elefanten? Sie geht etwa so: Peter sagt, es gäbe keine weißen Elefanten. Hans widerspricht diesem Satz mit der Behauptung, es könnte irgendwo doch einen weißen Elefanten geben, auch wenn niemand ihn bisher gesehen hätte. Peters Behauptung wäre also nicht zutreffend. Er sollte eher sagen, dass niemand, soweit er wüsste, bisher einen weißen Elefanten gesehen hat. Damit wird nicht ausgeschlossen, dass irgendwann irgendjemand vielleicht einen weißen Elefanten entdecken wird. Das ist eine saubere logische Schlussfolgerung — genau entsprechend der Lehre der formalen Logik.
Die Metapher des weißen Elefanten wird in Bezug auf die Ereignisse des 11. Septembers 2001 in den USA auf folgende Weise herangezogen:
Es steht fest, dass die Bundesbehörden der USA bisher keine Beweise veröffentlicht haben, dass 19 islamistische Terroristen am 11. September 2001 mehrere Flugzeuge entführt und die USA angegriffen hätten. Nochmals, damit diese Feststellung tatsächlich verstanden wird: Es gibt nicht den geringsten Beweis zur Behauptung der US-amerikanischen Behörden, dass 19 islamistische Terroristen am 11. September 2001 Flugzeuge entführten. Aus dieser Tatsache ziehen einige Forscher die Schlussfolgerung, dass solche Beweise nicht existieren und daher keine islamistischen Anschläge begangen wurden. Auch ich vertrete diese These in meinen Büchern über 9/11 (1, 2).
Widersacher behaupten hingegen, dass diese Schlussfolgerung nicht zwingend aus den Tatsachen hervorgeht. Beweise über die Täter und Aktionen wären zwar nicht publiziert, aber sie könnten aus irgendwelchen Gründen von den US-Behörden verheimlicht werden. Man dürfe deswegen nicht endgültig ausschließen, dass die 9/11-Anschläge von Islamisten begangen wurden. Hier wird dann gern auf das Beispiel des weißen Elefanten hingewiesen.
Aus der Perspektive der formalen Logik haben diese Widersacher recht.
Die abscheuliche Behandlung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange geht weiter und viele Beobachter führen seinen Fall als symptomatisch für die Entwicklung von Tendenzen zum „Polizeistaat“ sowohl in den USA als auch in Europa an, wo Rechtsstaatlichkeit politischer Zweckmäßigkeit untergeordnet ist.
Julian Assange war der Gründer und Chefredakteur der umstrittenen Nachrichten- und Informationsseite WikiLeaks. Wie der Name schon sagt, wurde die Website nach 2006 berühmt oder vielleicht berüchtigt für ihre Veröffentlichung von Materialien, die von Regierungsbeamten und anderen Quellen, die die Informationen als für die Öffentlichkeit wertvoll erachten, aber von diesen wahrscheinlich nicht akzeptiert werden, an sie weitergegeben wurden die Mainstream-Medien, die zunehmend korporatisiert und schüchtern geworden sind.
WikiLeaks wurde bereits 2010 einem weltweiten Publikum bekannt, als es von der US-Armee den Soldaten Bradley Manning erhielt, der eine große Menge an geheimen Dokumenten über die verschiedenen Kriege der Vereinigten Staaten in Asien sammelte. Ein Teil des Materials umfasste das, was als Kriegsverbrechen angesehen werden könnte.
WikiLeaks wurde erneut zur Titelseite der Präsidentschaftswahlen 2016, als die Website die E-Mails der Kandidatin Hillary Clinton und ihres Kampagnenmanagers John Podesta veröffentlichte. Aus den E-Mails ging hervor, wie Clinton und ihr Team mit dem Democratic National Committee zusammengearbeitet haben, um sicherzustellen, dass sie anstelle von Bernie Sanders nominiert wird. Es sollte beachtet werden, dass das von WikiLeaks veröffentlichte Material weitgehend dokumentarischer und sachlicher Natur war, dh es handelte sich nicht um "falsche Nachrichten".
Da er ein Journalist ist, der angeblich durch die First Amendment-Garantie der Redefreiheit geschützt ist, unterscheidet sich der Umgang mit der „Bedrohung“ durch den Journalisten Assange zwangsläufig etwas von einem Leck eines Regierungsbeamten, der als Whistleblower bezeichnet wird. Assange wurde als "Staatsfeind", wahrscheinlich sogar als russischer Agent, verunglimpft und zunächst von den schwedischen Behörden verfolgt, nachdem Behauptungen einer später zurückgezogenen Vergewaltigung gegen ihn erhoben worden waren. Um einer Verhaftung zu entgehen, wurde ihm vor sieben Jahren in London von einer befreundeten ecuadorianischen Regierung Asyl gewährt. Die britische Polizei hatte einen aktiven Haftbefehl gegen ihn, da er nach seinem Asylantrag keine Anhörung gegen Kaution durchgeführt hatte, was tatsächlich der Fall war, als Quito im April seinen Schutzstatus widerrief.
mehr: - Tötung von Julian Assange: Gerechtigkeit wird vorenthalten, wenn offizielles Fehlverhalten aufgedeckt wird (Philipp Giraldi, UNZ-Rezension, 31.10.2019 – Original) siehe auch: - Julian Assange: Das kollektive Medien-Schweigen zur Folter oder Das Abwürgen der Meinungsfreiheit (Post, 31.10.2019) - Julian Assange vor Gericht (Post, 27.10.2019) x
Ökonomie und Finanzen: An Universitäten müssen Studierende allzu oft unrealistische Konzepte lernen. x
Red. Der Autor ist Finanzprofessor an der Universität Zürich. Er fordert eine Reform der Inhalte von Lehre und Forschung. Diese sollen insbesondere die Gründe und Folgen von Finanzungleichgewichten und Finanzkrisen sowie von der Negativzins- und Schuldenpolitik auf die Gesellschaft tiefgreifend analysieren. x Die akademische Welt ist von den Bedürfnissen und Realitäten der Wirtschaft und Gesellschaft abgehoben. Sie hat aus der Finanzkrise von 2008 nicht die nötigen Lehren gezogen und zeigt sich angesichts der wiederholten Finanzskandale sehr zurückhaltend. Dabei wäre es doch ihre Aufgabe, diese Probleme zu analysieren und eine sachliche Argumentation beizusteuern. x
Damit es sich bei der akademischen Freiheit nicht nur um leere Worte handelt und sie mehr als ein schöner Leitsatz ist, der an Universitätsfassaden prangt, muss sie ständig und von allen Mitgliedern der Professorenschaft praktiziert werden. Dies gilt insbesondere auch für den Finanzbereich im akademischen Umfeld, der sich mit den Preisen von finanziellen Vermögenswerten befasst, aber keine Werte vermittelt. Geld wird implizit oder explizit eher als Zweck dargestellt statt als Mittel.1 x
Finanzlehre: Hat die Finanzkrise von 2008 stattgefunden? x Beim Durchsehen der vielen Lehrpläne und Lehrbücher stellt sich die Frage, ob in den Jahren 2007/2008 tatsächlich eine Finanzkrise stattgefunden hat. Dafür gibt es unzählige Beispiele an hochangesehenen Universitäten in Nordamerika2 und Europa. Mein 2010 in der Zeitung «Le Temps» veröffentlichter Artikel hat leider nichts von seiner Aktualität verloren.3 Soweit ein Vergleich der Kursprogramme vor und nach der Krise möglich ist, zeigt sich eine grosse Trägheit auf Seiten der Professorenschaft. Meistens wird in diesen Programmen die Finanzkrise nicht erwähnt oder nur gestreift. In manchen Fällen erscheint das Thema kurz nach der Krise, um ein paar Jahre später wieder völlig zu verschwinden. In den meisten Programmen für den Master in Finance werden Fragen der Ethik und Nachhaltigkeit nicht behandelt. Es gibt durchaus Initiativen zur Aktualisierung des bestehenden Unterrichts, doch beruhen diese auf persönlichen Entscheidungen einzelner Professoren oder Universitätsleitungen. x
Fragwürdige Standardinhalte von Lehrbüchern x
Das Beispiel der Finanzmathematik spricht Bände. Das Buch «Options, Futures, and Other Derivatives» von John C. Hull wird auf Bachelor-Ebene als unumgängliche Referenz zum Thema Derivate angepriesen und dementsprechend an vielen Universitäten, auch in der Schweiz, rege genutzt. In der zehnten Auflage von 2018, die 851 Seiten umfasst, sind nur rund 3 Prozent der Schlüsselrolle gewidmet, die derivative Produkte bei der Auslösung und Verbreitung der Finanzkrise gespielt haben.
mehr: - Das Monopol des vorherrschenden Denkens ist gefährlich (Marac Chesney, Info-Sperber, 29.10.2019) siehe auch: - Grossbanken sind stärker subventioniert als die Landwirtschaft (Post, 18.08.2019) x
The Wolff of Wall Street: Derivate {6:18}
KenFM Am 22.02.2019 veröffentlicht
Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?
Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag um 12:00 Uhr Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Derivate“.
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Schweißtreibende Temperaturen und ein Publikum das "Ali, töte ihn" brüllt: Vor 45 Jahren macht sich Muhammad Ali im "Rumble in the Jungle" unsterblich. Der Fight gegen seinen US-Landsmann George Foreman gilt für viele als größter Boxkampf aller Zeiten.
Wussten Sie, dass … eines der denkwürdigsten Sportereignisse aller Zeiten heute vor 45 Jahren stattgefunden hat? Am 30. Oktober 1974 liefert sich Muhammad Ali mit George Foreman in Kinshasa einen dramatischen Boxkampf und schreibt im "Rumble in the Jungle" einmal mehr Geschichte.
Bereits 32 Jahre ist Ali alt, als er sich auf den Mega-Kampf in der Hauptstadt des damaligen Zaire einlässt. Sein Gegner Foreman ist erst 25 Jahre alt. Drahtzieher des Duells ist Promoter Don King, der dem Diktator Mobutu Sese Seko ein absurdes Preisgeld von zehn Millionen US-Dollar entlockt. Doch die Vorzeichen, dass Ali die Kohle einsacken würde, sind schlecht. Sein US-Landsmann Foreman ist seit 40 Kämpfen ungeschlagen und amtierender Schwergewichts-Weltmeister. Doch der Außenseiter hat eine Taktik, die aufgehen soll.
mehr: - Der Kampf, der Ali unsterblich machte (Christoph Rieke, n-tv, 30.10.2019) siehe auch: - Der Größte ist tot! (Post, 04.06.2016)
Muhammad Ali - Der lange Weg zurück (1974) [Deutsche Dokumentation / German Documentary] {1:27:28}
Michael Kilpatrick Am 03.09.2017 veröffentlicht
Die sieben Leben des . Muhammad Ali (2007) [Deutsche Dokumentation / German Documentary] Muhammad Ali
In einer Umfrage für Cicero lässt Friedrich Merz seine Konkurrenten um die Kanzlerkandidatur von CDU/CSU weit hinter sich. Dabei ist es ganz egal ob man Unions-Wähler oder die Allgemeinheit befragt. Annegret Kramp-Karrenbauer liegt abgeschlagen zurück
„Und wenn Sie wollen, dass ich dabei bin, dann bin ich dabei“, rief Friedrich Merz jüngst beim „Deutschlandtag“ in Saarbrücken in den Saal. Und nicht nur die Mitglieder der Jungen Union waren damals begeistert, auch unter den restlichen Bundesbürgern ist der 63-Jährige der Wunschkandidat für die nächste Wahl. In einer Insa-Umfrage sprechen sich 16 Prozent aller insgesamt Befragten für Merz als Kanzlerkandidaten von CDU und CSU aus.
Der Sauerländer liegt damit um Längen vor seinen Konkurrenten: Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Armin Laschet landen jeweils bei vier, Markus Söder immerhin bei sechs Prozent.
========== Lone Star geriet in den deutschen Medien in die Kritik. Dabei wird dem Unternehmen unter anderem vorgeworfen, nicht zahlungsgestörte beziehungsweise notleidende, also durchweg vertragsgerecht bediente Kredite nach Ablauf der ursprünglichen Vertragslaufzeit überraschend nur zu überteuerten Konditionen oder gar nicht zu verlängern. Gelänge es den Betroffenen nicht, innerhalb einer verhältnismäßig kurzen Frist bei einer anderen Bank eine Anschlussfinanzierung zu erhalten, beantrage Lone Star teilweise in sehr kurzer Zeit Vollstreckungsmaßnahmen wie eine Zwangsversteigerung der betroffenen Immobilie.[3] Die Medienberichterstattung stieß wiederum auf Widerspruch.[5][6] [Lone Star (Investmentgesellschaft), Kritik, Wikipedia, abgerufen am 30.10.2019] ========== x
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
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