Mittwoch, 11. September 2019

Wir sind alle Geiseln des 11. September

Afghanistan was bombed and invaded because of 9/11. I was there from the start, even before 9/11. On August 20, 2001, I interviewed commander Ahmad Shah Massoud, the “Lion of the Panjshir,” who told me about an “unholy alliance” of the Taliban, al-Qaeda and the ISI (Pakistani intel).
Back in Peshawar, I learned that something really big was coming: my article was published by Asia Times on August 30. Commander Massoud was killed on September 9: I received a terse email from a Panjshir source, only stating, “the commander has been shot.” Two days later, 9/11 happened.
And yet, the day before, none other than Osama bin Laden, in person, was in a Pakistani hospital in Rawalpindi, receiving treatment, as CBS reported. Bin Laden was proclaimed the perpetrator already at 11am on 9/11 – with no investigation whatsoever. It should have been not exactly hard to locate him in Pakistan and “bring him to justice.”
In December 2001 I was in Tora Bora tracking bin Laden – under B-52 bombers and side by side with Pashtun mujahideen. Later, in 2011, I would revisit the day bin Laden vanished forever.
One year after 9/11, I was back in Afghanistan for an in-depth investigation of the killing of Massoud. By then it was possible to establish a Saudi connection: the letter of introduction for Massoud’s killers, who posed as journalists, was facilitated by commander Sayyaf, a Saudi asset.
For three years my life revolved around the Global War on Terror; most of the time I lived literally on the road, in Afghanistan, Pakistan, Iran, Iraq, the Persian Gulf and Brussels. At the start of ‘Shock and Awe’ on Iraq, in March 2003, Asia Times published my in-depth investigation of which neo-cons concocted the war on Iraq.
In 2004, roving across the US, I re-traced the Taliban’s trip to Texas, and how a top priority, since the Clinton years all the way to the neo-cons, was about what I had baptized as “Pipelineistan” – in this case how to build the Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-India (TAPI) gas pipeline, bypassing Iran and Russia, and extending US control of Central and South Asia.
Later on, I delved into the hard questions the 9/11 Commission never asked, and how Bush’s 2004 reelection campaign was totally conditioned by and dependent on 9/11.
Michael Ruppert, a CIA whistleblower, who may – or may not – have committed suicide in 2014, was a top 9/11 analyst. We exchanged a lot of information, and always emphasized the same points: Afghanistan was all about (existent) heroin and (non-existent) pipelines.
In 2011, the late, great Bob Parry would debunk more Afghanistan lies. And in 2017, I would detail a top reason why the US will never leave Afghanistan: the heroin rat line.


Afghanistan wurde wegen 9/11 bombardiert und überfallen. Ich war von Anfang an dabei, sogar vor dem 11. September. Am 20. August 2001 interviewte ich Kommandeur Ahmad Shah Massoud , den „Löwen des Panjshir“, der mir von einem „unheiligen Bündnis“ der Taliban, Al-Qaida und des ISI (Pakistanische Geheimnisse) erzählte.
Zurück in Peshawar erfuhr ich, dass etwas wirklich Großes kommen würde: Mein Artikel wurde am 30. August in der Asia Times veröffentlicht. Commander Massoud wurde am 9. September getötet: Ich erhielt eine knappe E-Mail von einer Panjshir-Quelle, in der nur stand: „Der Commander war Schuss. “Zwei Tage später geschah der 11. September.
Und doch war am Vortag niemand anders als Osama bin Laden persönlich in einem pakistanischen Krankenhaus in Rawalpindi und wurde behandelt, wie CBS berichtete. Bin Laden wurde bereits am 11. September um 11 Uhr morgens zum Täter ausgerufen - ohne Ermittlungen. Es hätte nicht schwer sein sollen, ihn in Pakistan zu finden und "vor Gericht zu stellen".
Im Dezember 2001 war ich in Tora Bora und habe bin Laden aufgespürt - unter B-52-Bombern und neben Paschtunen-Mudschaheddin. Später, im Jahr 2011, würde ich den Tag, an dem Bin Laden für immer verschwand, erneut betrachten.
Ein Jahr nach dem 11. September war ich zurück in Afghanistan, um die Ermordung von Massoud eingehend zu untersuchen . Bis dahin war es möglich, eine saudische Verbindung herzustellen: Das Einführungsschreiben für Massouds Mörder, die sich als Journalisten ausgaben, wurde von Kommandant Sayyaf, einem saudischen Aktivposten, unterstützt.
Drei Jahre lang drehte sich mein Leben um den Globalen Krieg gegen den Terror; Die meiste Zeit habe ich buchstäblich auf der Straße gelebt, in Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, am Persischen Golf und in Brüssel. Zu Beginn von "Shock and Awe" über den Irak im März 2003 veröffentlichte die Asia Times meine eingehende Untersuchung darüber, welche Neokonsumenten den Krieg gegen den Irak ausgelöst haben.
Als ich 2004 in den USA unterwegs war, habe ich die Reise der Taliban nach Texas nachverfolgt und festgestellt, dass das, was ich als „Pipelineistan“ getauft hatte, seit den Clinton-Jahren bis hin zu den Neo-Cons oberste Priorität hatte Beispiel für den Bau der Gaspipeline Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Indien ( TAPI ) unter Umgehung des Iran und Russlands und die Ausweitung der Kontrolle der USA über Zentral- und Südasien.
Später habe ich mich mit den schwierigen Fragen befasst, die die 9/11-Kommission nie gestellt hat, und wie Bushs Wiederwahlkampagne von 2004 vollständig vom 11. September abhängig war.
Michael Ruppert , ein CIA-Whistleblower, der 2014 möglicherweise Selbstmord begangen hat oder nicht, war einer der besten 9/11-Analysten. Wir tauschten viele Informationen aus und betonten immer die gleichen Punkte: Afghanistan drehte sich alles um (existierendes) Heroin und (nicht existierende) Pipelines.
Im Jahr 2011 würde der verstorbene, große Bob Parry mehr Afghanistan-Lügen entlarven . Und im Jahr 2017 würde ich einen Hauptgrund nennen, warum die USA Afghanistan niemals verlassen werden: die Heroin-Ratten-Linie .
mehr:
- We are all hostages of 9/11 (Pepe Escobar, AsiaTimes, 11.09.2019 – Google-Übersetzer des gleichen Artikels einen Tag später bei globalresearch.com)

In seinem Artikel verweist Pepe Escobar auf den folgenden Film:
BEST 9/11 DOCUMENTARY EVER!(FULL MOVIE) {1:44:54}

pendeathlington
Am 17.07.2011 veröffentlicht 
ZERO HOUR BEST 9 11 DOCUMENTARY EVER!(FULL MOVIE)


Der 11. September und der Terrorismus

Die Verschwörer des 11. September saßen vor allem in Washington.
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Der Putsch gegen die Allende-Regierung in Chile war ein terroristischer Akt, gesteuert aus einem Land, dessen Führer sich als diejenigen des Flaggschiffs der Demokratie verstehen: aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Peter Frey zeigt, wie frühzeitig die US-amerikanische Politik und ihr Auslandsgeheimdienst CIA im Falle Chiles bereits aktiv geworden waren und aus welchen konkreten Gründen sie es taten.
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Aus der US-amerikanischen Hauptstadt hört man bis heute regelmäßig von sogenannten Schurkenstaaten und ihrer angeblichen Gefahr für die „freie Welt“. Nach dieser Vorlage wurde auch der Arzt Salvador Allende (a1) als „Marxist Allende“ von einer an der Leine geführten und aus US-Quellen bezahlten Presse in Chile verteufelt und so der Boden für einen faschistischen Putsch bereitet. Der wahre Schurkenstaat hieß jedoch auch damals — Vereinigte Staaten von Amerika.

Die USA sind für jedes Land dieser Welt eine existenzielle Gefahr, wenn es sich nicht an die Regeln der Führer der „einzigartigen Nation“ hält. Eine friedliche und für die eigene Gesellschaft trotzdem vorteilhafte Politik zu gestalten ist für keine andere Nation eine Garantie dafür, von den Einzigartigen verschont zu werden. Zur Not wird ihnen das Schurkische angedichtet.

So erging es auch Chile. Ein Land, das einen selbstbestimmten, friedlichen, demokratischen Weg beschritt, tauchte in die Düsternis des Faschismus ab, weil es die Interessen klar benennbarer Kräfte in den USA verletzt hatte, welche Süd- und Lateinamerika seit Jahrzehnten den Status eines Hinterhofes verliehen hatten. Was Chile betrifft, ist das folgende Zitat eines hochrangigen US-Politikers belegt:

„I don't see why we need to stand by and watch a country go communist due to the irresponsibility of its own people. The issues are much too important for the Chilean voters to be left to decide for themselves“ (1),
auf Deutsch (Übersetzung durch Autor):
„Es ist für mich nicht einsehbar, einfach nur daneben zu stehen und zuzuschauen, wie ein Land wegen der Verantwortungslosigkeit seiner Einwohner kommunistisch wird. Diese Vorgänge sind viel zu bedeutend für die chilenischen Wähler, um die Entscheidungen ihnen selbst zu überlassen.“
Es handelt sich um eine Aussage des damaligen Nationalen Sicherheitsberater der USA, Henry Kissinger, der 1973 zum Nobelpreisträger gekürt wurde (2) und später auch kein Problem darin sah, mit den sich als Kommunisten verstehenden Roten Khmer in Kambodscha zu kooperieren (3).
mehr:
- Der 11. September und der Terrorismus (Peter Frey, Rubikon, 11.09.2019)
siehe auch:
Der andere 11. September (Florian Kirner, Rubikon, 10.09.2019)
Assange wird fertiggemacht… (Post, 05.09.2019)
"In 20 Jahren Arbeit mit Opfern von Krieg, Gewalt und politischer Verfolgung habe ich noch nie erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Staaten zusammenschließt, um ein einzelnes Individuum so lange Zeit und unter so geringer Berücksichtigung der Menschenwürde und der Rechtsstaatlichkeit bewusst zu isolieren, zu verteufeln und zu missbrauchen."
[Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter, zit. in Mathias Bröckers, Präzedenzfall WikiLeaks, Telepolis, 01.07.2019]

Tagesdosis 23.4.2019 – Watergate 1973 und Julian Assange 2019 (Podcast) (Post, 23.04.2019)
Die Verbannung der Wahrheit (Post, 24.01.2019)
- Postfaktisches Zeitalter: Wir trampeln auf unseren »Westlichen Werten« herum, bis der Begriff keinen substantiellen Inhalt mehr hat (Post, 02.04.2018)
- Vor 48 Jahren: Die Tonkin-Resolution läutet den Vietnamkrieg ein (Post, 04.07.2016)


Die Staaten des Westens sind Demokratien. Es wird gewählt. Regierungen wechseln. Es gibt die Medien, die mehr oder weniger unabhängig sind. Es gibt Nichtregierungsorganisationen. Es gibt die Gewaltenteilung. Das ist alles schön und gut, und wir sollten uns darüber freuen. Denn es könnte tatsächlich schlimmer sein.

Aber unter dieser Oberfläche gibt es unsichtbare Tiefenstrukturen. Von Macht und Rechtlosigkeit, von Überwachung und Kontrolle und von Gehorsam. Vor allem von Gehorsam. Es gibt eine funktionstüchtige Infrastruktur des vollkommenen Polizeistaats, in die wir alle eingebettet sind. Wir sehen sie nicht. Wir spüren sie nicht. Aber sie umgibt uns. Wir leben in einem ruhenden Polizeistaat, in einem schlafenden Polizeistaat – der jederzeit zum Leben erweckt werden kann.

Wer diesem Rechtsstaat in die Quere kommt, kann sich auf einiges gefasst machen. Chelsea Manning verbrachte neun Monate in Isolationshaft. Sie musste nachts ihre Kleider abgeben und morgens nackt vor der Zelle antreten. Körperliche Übungen waren ihr verboten. Das Licht brannte unablässig. Das ist der Rechtsstaat.

Und Selbsttäuschung war es, die viele Journalisten in Deutschland eher mürrisch auf die Wikileaks-Veröffentlichungen reagieren ließ. Der Herausgeber der Zeit, Josef Joffe, war da typisch. Er schrieb, er wünsche sich „keinen Ein-Mann-Rächer, der nach eigenem Geschmack entscheidet, was zu veröffentlichen sei. Dafür haben wir Parlamente und Gerichte, also den Rechtsstaat“. Normalerweise rechtfertigen staatliche Stellen mit solchen Worten die Knebelung der Presse. Nur zur Erinnerung: Die Folter in Abu Ghraib, das grausame Waterboarding in den Gefängnissen der CIA, das Niedermähen unbewaffneter Zivilisten in Afghanistan – all das, was die USA in gefährliche Nähe zu den Unrechtsregimen im Nahen Osten, zu China und zur untergegangenen Sowjetunion gebracht hat, ist eben nicht durch „Parlamente und Gerichte“ an den Tag gekommen, sondern durch Whistleblower. […
]
Nach US-amerikanischem Recht ist die Überwachung der Welt erlaubt. Was soll das? Diesen Rechtsanspruch können sich die Amerikaner gar nicht selbst genehmigen.
In Bezug auf ihre Auffassung von Sicherheitspolitik sind die USA heute ein totalitärer Staat. Solange das so ist, haben wir eine besondere Verpflichtung, wir in Europa, wir in Deutschland. Es ist die Verpflichtung, die Flamme der Freiheit nicht ausgehen zu lassen. Es ist die Verpflichtung, jenen, die gegen diesen Totalitarismus kämpfen, Schutz zu gewähren.
[Jakob Augstein in seiner Laudatio für Daniel Ellsberg anlässlich der Verleihung des Dresden-Preises in: Vater aller Whistleblowerder Freitag, 03.03.2016, Hervorhebung von mir]
Heute vor 44 Jahren – 4. September 1970: Salvador Allende wird zum Präsidenten Chiles gewählt (Post, 04.09.2014)
Heute vor 40 Jahren – 11. September 1973: Salvador Allende kommt um (Post, 11.09.2013)
Vor 9/11: Die Vorbereitung des Chaos – nach 9/11: Beschwichtigungs- und Vertuschungsversuche (Post, 08.09.2007)

Großbritannien: Wie sich ein Staat selbst zerlegt

Anmerkungen zum Stand der Inszenierung von Großbritanniens Einstieg in den Ausstieg aus der Europäischen Union - Ein Kommentar

Schade, dass Shakespeare das nicht mehr erleben darf! Der Brexit hätte zweifellos das Zeug zum Stoff für eines seiner klassischen Dramen um die unheilvolle Dynamik des Wahns, mit dem Herrscher sich und ihr Fußvolk in den Untergang treiben.

Der schräge Boris Johnson gäbe gewiss eine Traumbesetzung für den unvermeidlichen "Mad King" ab, der, von Hybris getrieben, gegen alle Vernunft agiert und die Folgen seiner selbstdestruktiven Machenschaften achselzuckend in Kauf nimmt. Auch das Ambiente würde wunderbar mit einer theatralischen Umsetzung harmonieren: Die Parlamentsdebatten ähneln immer mehr einer Vorabend-Soap und sind mit sachlichen Einlassungen zum Thema zumeist nicht zu verwechseln.

Worin besteht der politökonomische Kern der Sache?

Johnson legt es offensichtlich darauf an, das verrückte Ideal von einem unabhängigen, nur sich selbst verpflichteten, im eigenen Saft schmorenden Großbritannien gegen alle realen Abhängigkeiten, Handelsbeziehungen und Verflechtungen als rücksichtslosen Bruch mit der Europäischen Union theatralisch zu inszenieren - komme, was wolle, und sei dagegen, wer will! Wen interessieren schon die etwa sechs- bis siebentausend Vereinbarungen und Vertragsklauseln, in die die britische Ökonomie eingebunden und von denen ihr Erfolg seit Jahrzehnten abhängig ist?!

Getragen wird er dabei von einer Welle der nationalistischen Verblendung, zu der sich ein nicht unerheblicher Teil der britischen Bevölkerung hat hinreißen lassen. Deren Frust über den von den britischen Regierungen der letzten vierzig Jahre durchgesetzten Ruin des Sozialstaats und des Lebensunterhalts der arbeitenden Klassen bis in die Mittelschicht hinein wurde erfolgreich auf den Hass gegen alles "Fremde", die EU, die Ausländer und überhaupt umgeleitet.

Dabei wurde als unterschwelliger Tenor der rückwärtsgewandte Traum von der "guten alten Zeit", vom britischen Empire bemüht: Wir, einst die herrschende Macht der Erde, müssen uns von den Bürokraten vom Kontinent nichts sagen lassen! Unser großartiges Großbritannien kommt auch alleine zurecht!

mehr:
- Das Brexit-Drama geht in die nächste Runde (Rainer Schreiber, Telepolis, 10.09.2019)
siehe auch:
Der Weg zum Autoritarismus ist mit Lügen gepflastert (Post, 20.07.2019)
"So, jetzt reicht's!": Queen führt wieder absolute Monarchie ein (Post, 16.01.2019)
- Boris Johnson fällt auf einen Telefonstreich herein (Post, 25.05.2018)

Trump entlässt überraschend Sicherheitsberater Bolton

Der Falke und Neocon Bolton stellt dies anders dar, aber es wäre möglich, dass Trump, der dringend politische Erfolge benötigt, nun eine andere, weniger aggressive Außenpolitik verfolgt

Nicht ganz unerwartet, aber dennoch überraschend kam der Rücktritt von Sicherheitsberater John Bolton. Das dürfte mehr ein Rauswurf gewesen sein, allerdings stellt Bolton es so dar, dass er seinen Rücktritt angeboten und Trump darauf gesagte habe, dass man morgen darüber sprechen solle. Kurz zuvor hatte Trump auf Twitter erklärt, er habe Bolton gesagt, dass seine Dienste nicht mehr gebraucht würden. Er und andere im Weißen Haus hätten Boltons Vorschläge stark abgelehnt. Daher habe er ihn aufgefordert zurückzutreten. Nächste Woche werde er einen neuen Sicherheitsberater nominieren. Also auch am Ende noch ein Zwist, anstatt einer abgesprochenen Aktion.

Es war schon länger deutlich, dass zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Sicherheitsberater John Bolton keine große Harmonie herrscht. Auch mit Außenminister Pompeo lag Bolton im Clinch. Warum er überhaupt den Scharfmacher aus dem Kalten Krieg und Neocon, der alles tat, um die Vereinten Nationen zu unterminieren und immer wieder mal zum Krieg gegen Nordkorea oder Iran, zuletzt auch gegen Venezuela aufrief, im März 2018 zum Sicherheitsberater ernannt hat, ist sowieso schleierhaft. Wie sich bislang zeigte, droht Trump zwar gerne mit der angeblich mächtigsten und besten Streitkraft der Erde, auch mit dem Einsatz von Atomwaffen und der Auslöschung eines Landes, aber eigentlich nur, um ins Gespräch zu kommen und einen Deal zu machen, der fürs Geschäft, d.h. für die amerikanische Wirtschaft, gut sein, aber auch sein Ansehen als politischer Fuchs, der das Unmögliche schafft, stärken soll. Bolton ist dagegen ein Neocon aus Prinzipien, überzeugt von der Suprematie der USA, deren Durchsetzung vor wirtschaftlichen Interessen kommt.

mehr:
- Trump entlässt überraschend Sicherheitsberater Bolton (Florian Rötzer, Telepolis, 11.09.2019)
siehe auch:
- Die USA manipulieren internationale Institutionen nach ihrem Gusto (Post, 15.05.2019)

Dienstag, 10. September 2019

Afrika soll grüner werden

Wald statt Wüste: Die Große Grüne Mauer in der Sahel-Zone

Die Wälder brannten vor allem in Angola und in der Demokratischen Republik Kongo, den Ländern mit den zweitgrößten Regenwäldern der Welt. Im Kongo und im südlichen Afrika will man an Rohstoffe herankommen, aber auch Soja- und Palmölplantagen und Weideland schaffen. In Zentralafrika und in Nigeria werden Wälder angezündet, um fliehendes Wild leichter jagen zu können.

Brände in Afrika seien in dieser Jahreszeit normal, heißt es, sie gehören sogar zum Ökosystem. Die Asche gilt als Dünger, die verbrannte Erde hinterlässt mittelfristig Nährstoffe, weshalb sich neue Keime entfalten. Das gilt vor allem für das Buschland. Bei extremer Hitze entzünden sich in der Savanne schnell ausgedörrte Gräser und Zweige.

Auch auf Madagaskar wird systematisch Wald gerodet, um immer größere Flächen für die Landwirtschaft nutzen zu können, aber auch, um Holzkohle zu gewinnen. Allerdings verschwindet damit der Lebensraum von Tierarten, die es nur auf Madagaskar gibt. So war die Insel früher komplett bewaldet. Heute gibt es hier nur noch zehn Prozent des ursprünglichen Regenwaldes. Auch dieser Wald wäre fürs Erdklima wichtig gewesen.

Regen und Dürren im Sahel

Die Sahel-Zone, ein 6.000 Kilometer breiter Streifen südlich der Sahara zwischen dem Senegal im Westen und Eritrea im Osten, ist geprägt von Halbwüste und Trockensavanne. Besonders in den 1970er und 1980er Jahren herrschten hier lange und folgenreiche Dürreperioden. In den letzten Jahren jedoch hat die Zahl heftiger Regengüsse zumindest im Westsahel stark zugenommen, wie ein Team um Christopher Taylor vom britischen National Centre for Earth Observation herausfand.

mehr:
- Afrika soll grüner werden (Susanne Aigner)

9/11: Studie schließt Feuer als Einsturzursache des dritten Turms aus

Forscher der Universität Alaska Fairbanks haben den Zusammenbruch von World Trade Center 7 untersucht und schließen Feuer als Einsturzursache aus

In dem vergangene Woche veröffentlichten Abschlussbericht ihrer vier Jahre dauernden Untersuchung erklären die promovierten Bauingenieure Leroy Hulsey, Zhili Quan und Feng Xiao, der Einsturz von World Trade Center 7 am 11. September 2001 sei aufgrund eines "nahezu gleichzeitigen Versagens jeder Säule des Gebäudes" erfolgt und "nicht durch Feuer".

Sie stützen sich dabei auf eine neue Computersimulation, die die thermische Wirkung auf die Stahlkonstruktion im Detail nachbildet. Der 126-seitige Bericht wurde am 3. September an der Universität Alaska Fairbanks (UAF) öffentlich vorgestellt. Die großen Medien berichten bislang nicht.

Die Ergebnisse stehen im Widerspruch zur offiziellen Untersuchung der Regierungsbehörde NIST (National Institute of Standards and Technology) aus dem Jahr 2008, in der, ebenfalls auf Grundlage einer Computersimulation, erklärt worden war, der 186 Meter hohe Wolkenkratzer sei durch Bürobrände in sich zusammen gefallen, indem Stahlträger sich durch Feuer verformt hätten, wodurch die einzelnen Etagen nacheinander eingestürzt wären. ZDF und BBC hatten damals in einer aufwändig gemeinsam produzierten Dokumentation zu WTC 7 resümiert: "Offiziell ist das letzte große Rätsel des 11. September nun gelöst."

Ein Problem mit dieser Erklärung war stets, dass die dokumentierten Filmaufnahmen des Ereignisses (der Zusammenbruch von WTC 7 wurde von mehr als einem halben Dutzend verschiedenen Kameras und Blickwinkeln festgehalten) ganz anders aussehen als die NIST-Simulation, in der das Gebäude sich asymmetrisch verbiegt, starke Deformationen der Außenhülle aufweist und keineswegs gerade und senkrecht nach unten fällt.

Ein weiteres Problem bestand darin, dass der Turm sich während seines Zusammenbruchs für eine Phase von zwei Sekunden vollständig im freien Fall bewegte. Die Behörde räumte dieses Phänomen zwar nach anfänglicher Leugnung ein, konnte es jedoch nie erklären.

mehr:
- 9/11: Studie schließt Feuer als Einsturzursache des dritten Turms aus (Paul Schreyer, Telepolis, 10.09.2019)
siehe auch:
Die 9/11-Verschwörung – Materialsammlung, September 2019 (Post, 09.09.2019)
- ON THE PHYSICS OF HIGH-RISE BUILDING COLLAPSES (Steven Jones1, Robert Korol2, Anthony Szamboti3 and Ted Walter4, europhysicsnews.org, EPN 47/4)
9/11: Es stinkt gewaltig! (Post, 28.11.2018)
Wird 9/11 endlich ermittelt? (Mathias Broeckers, broeckers.com, 09.12.2018)
Akademische Naivität und der 11. September (Ansgar Schneider, Antikrieg.com, 07.09.2018)
Vor 9/11: Die Vorbereitung des Chaos – nach 9/11: Beschwichtigungs- und Vertuschungsversuche (Post, 08.09.2007)
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Montag, 9. September 2019

Roman Polanski in Zeiten des Gutmenschentums

Kommentar: Wieder mal steht Roman Polanski in den Schlagzeilen. Er ist der wahre Sieger bei den Filmfestspielen von Venedig - ein Sieg gegen den grassierenden Hypermoralismus
Die Leute, die ich anklage, kenne ich nicht, ich habe sie nie gesehen, ich hege weder Groll noch Hass gegen sie. Sie sind für mich nur Erscheinungen, Symptome der Krankheit der Gesellschaft. Und die Handlung, die ich hier vollziehe, ist nur ein radikales Mittel, um den Ausbruch der Wahrheit und der Gerechtigkeit zu beschleunigen. Ich habe nur eine Leidenschaft, die des Lichtes, im Namen der Menschheit, die so viel gelitten hat und die ein Recht auf Glück besitzt. Mein flammender Protest ist nur der Schrei meiner Seele.
Emile Zola: "J'accuse!

Das war mehr als eine große Überraschung zum Abschluss der Filmfestspiele in Venedig: Der bislang nur Experten bekannte Amerikaner Todd Phillips gewann am Samstagabend für seinen Film "Joker" den Goldenen Löwen von Venedig.

Der wahre Sieger der diesjährigen Venedig-Ausgabe ist aber der französisch-polnische Regisseur Roman Polanski, der für seinen Film "J'Accuse!" den Spezialpreis der Jury bekam.

"J'Accuse!" erzählt von der Dreyfus-Affaire vor 125 Jahren, basierend auf Robert Harris' Roman "An Officer and Spy". Die Geschichte ist beschämend genug, wie sie ist. Polanski schildert nüchtern und klar die Fakten. Sein Film verzichtet auf alle billige Aktualisierung, auf Sensationalismus, auf boshafte Witze, die sich auf die Gegenwart beziehen.

Die gesellschaftlichen Schwächen einer Massendemokratie

Seine Herangehensweise ist im gewissen Sinn sehr klassisch. Der Film beginnt Anfang 1895 mit Alfred Dreyfus' öffentlicher Degradierung und Demütigung. Danach geht es hin und her zwischen dem Ablauf der Jahre 1895-1906 und Rückblicken in die Vorgeschichte, die im Herbst 1894 in die Vorwürfe gegen Dreyfus mündete.

Alles ist ein bisschen eine Detektivgeschichte, in der die Gewinnung von Indizien im Zentrum steht. Vor allem ist dies auch die Geschichte eines bisher unbekannten, geradezu geheimen Helden, des Colonel Marie-Georges Picard – ein Whistleblower der Jahrhundertwende.

Mit großer Lässigkeit zeigt Polanski die politischen und die gesellschaftlichen Schwächen einer Massendemokratie auf. Seine Erzählung der Dreyfus-Affaire zeigt, wie Meinungsfreiheit in Populismus, wie Populismus in Demagogie und Hetze umschlägt: Er zeigt Bücherverbrennungen, antisemitische Ausschreitungen und Verschwörungen einer rechtskonservativen, katholischen, militärischen Clique.

Dieser Film erinnert auch an den Kampf eines bestimmten Teils der politischen Linken, die heute ganz vergessen ist: Einer politischen Linken, die wirklich mit Radikalität gegen den existierenden Staat stand, auch wenn er formal eine Demokratie war, und die wirklich Widerstand geleistet hat gegen die Macht.

So erinnert Polanski daran, was wirkliche Opfer im politischen Kampf sind, was andere Leute riskiert haben: ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Ehre. Von solchen Positionen und von Menschen wie Emile Zola oder Georges Clemenceau ist unsere Gegenwart weit entfernt.

So ist dies eine zeitgemäße Geschichte: Über die Hexenjagden der Gegenwart, von denen Polanki selbst ein Lied singen kann; über den Antisemitismus unserer Zeit in Frankreich wie in Deutschland, über Überwachungswahnsinn, über Whistleblower.

mehr:
- In Zeiten der Hexenjagd (Rüdger Suchsland, Telepolis, 09.09.2019)

Die 9/11-Verschwörung – Materialsammlung, September 2019

Posts:
Wir sind alle Geiseln des 11. September (Post, 11.09.2019)
Dirk Pohlmann: "Der duale Staat – Recht, Macht und Ausnahmezustand" (Post, 16.05.2018)
9/11 – Das Thema, das nicht verschwindet (paulschreyer.wordpress.com, 11.09.2017)
Die Terroranschläge in Paris, 9/11, Amalgam Virgo und »Niemand konnte es vorhersehen…« (Post, 19.11.2015)
9/11: Wer steuerte die Flugzeuge? (Post, 07.09.2011)
9/11 und die Raketenabwehr des Pentagon (Post, 27.09.2010)
- Vor 9/11: Die Vorbereitung des Chaos – nach 9/11: Beschwichtigungs- und Vertuschungsversuche (Post, 08.09.2007)

Telepolis-Artikel:
9/11: Studie schließt Feuer als Einsturzursache des dritten Turms aus (Paul Schreyer, Telepolis, 10.09.2019)
- Der trainierte Terror (Paul Schreyer, Telepolis, 19.11.2015)
Die Wargames des 11. September (Mathias Bröckers, Telepolis, 12.06.2004)
Flugzeuge als Bomben? - Unvorstellbar! (Mathias Bröckers, Telepolis, 14.04.2004)

Link-Sammlungen:
9/11: Es stinkt gewaltig! (Post, 28.11.2018)
9/11: Hochrangige Offiziere, Reuters und ein Dialysepatient (Post, 11.09.2018)

Siehe auch:
Wie unter Fachleuten bekannt, ist noch nie eine moderne Stahlkonstruktion alleine durch lokale Brände mit Temperaturen von einigen hundert Grad Celsius komplett zerstört worden (ansonsten gäbe es für solche Gebäude gar keine Baubewilligung). Der „Windsor“-Tower in Madrid brannte am 12.2.2005 mit seinen 32 Etagen während vielen Stunden mit sehr heissen, weisslich-gelben Flammen (d.h. deutlich über 1‘000° Celsius) lichterloh, so dass oberhalb des 21. Stockwerkes, wo das Feuer wegen eines elektrischen Kurzschlusses ausgebrochen war, im Laufe der Nacht Teile des Stahlaussenskelettes kollabierten während der innere Betonkern stehenblieb und sogar noch einen Kran auf dem Dach tragen konnte!
Zudem hat auch das NIST (National Institut for Standards and Technology) in seinen 2005 veröffentlichten Studien (welche nur den Einsturzbeginn erklären sollen) zugegeben, dass die Temperaturen des Stahls in den betroffenen Etagen nie 600° Celsius überschritten (effektiv nachgewiesen wurden gar nur 250° Celsius) da Stahl auch eine sehr hohe Wärmespeicherkapazität hat und deshalb nicht sofort die maximalen Temperaturen der Feuer aufweist.
Bei Untersuchungen der Firma „Underwriters Laboratories“ im Auftrag des NIST sackten die für den Versuch nachgebauten Etagen unter grösserer Gewichtsbelastung und höheren Temperaturen nur max. 5–12 cm ab (nach 45 bzw. 100 Minuten) während das NIST für die Twin Towers mindestens einen Meter postuliert so dass die „absackenden“ Etagen die Stahlsäulen des Aussenskelettes an gewissen Stellen eingerissen und so den „Einsturz“ verursacht hätten.
[…] nur einmal von Fox-TV ausgestrahlten Live-Aufnahmen wo das von rechts in den Südturm fliegende „Terroristenflugzeug“ mit völlig intakter Nase („Pinocchio‘s nose“) auf der anderen Seite des Gebäudes wieder herausschaute […]
[Marcel Bühler,  Das 9/11-Verbrechen – Seine mediale Vertuschung und die politischen Folgenantikrieg.com, 08.08.2019]

Pinnochio's nose from Ace Baker's 9/11 Psy-Op {1:00}

faraway109
Am 21.08.2014 veröffentlicht 

BEST 9/11 DOCUMENTARY EVER!(FULL MOVIE) {1:44:54}

pendeathlington
Am 17.07.2011 veröffentlicht 
ZERO HOUR BEST 9 11 DOCUMENTARY EVER!(FULL MOVIE)





Der 11. September 2001 wird volljährig – Zeit, um endlich erwachsen zu werden.

Klaus-Dieter Kolenda hat für die NachDenkSeiten ein Interview mit dem Physiker und Mathematiker Ansgar Schneider geführt. Schneider widerspricht der offiziellen Version vom Einsturz der WTC-Türme und begründet seinen Widerspruch. Er äußert sich auch über die begleitenden Medien: „Wir sind seit 18 Jahren Zeuge eines medialen Totalversagens. … Wenn es um den 11. September geht, sind die Medien voll von unsäglichen Dummheiten und falschen Informationen und wenn mal nichts falsch ist, dann fehlt die Hälfte.“ Albrecht Müller.

Das Interview:

Der 11. September 2001 wird volljährig – Zeit, um endlich erwachsen zu werden.


Ein Interview mit Ansgar Schneider über Wissenschaft und Medienversagen.

Von Klaus-Dieter Kolenda
Die International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE), eine der prestigeträchtigsten Ingenieursvereinigungen weltweit, feierte dieses Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. Zum diesbezüglichen Jahreskongress in der ersten Septemberwoche lud die IABSE die weltweite Elite der Bauingenieure nach New York City ein, um aktuelle Trends und Entwicklungen im Bauwesen und neue bauphysikalische Forschungsergebnisse zu präsentieren.

Eingeladen war auch der Physiker und Mathematiker Ansgar Schneider, um dort über seine Arbeit über die Zerstörung des World Trade Centers (WTC) am 11. September 2001 vorzutragen. Die amerikanische Regierung verweigerte ihm jedoch die Einreise.

Ich habe mit Ansgar Schneider über die verweigerte Einreise, den Kongress, sein aktuelles Buch „Stigmatisierung statt Aufklärung“ [1] und über seine wissenschaftlichen Arbeiten über den Einsturz des WTC [2][3][4] gesprochen.

Klaus-Dieter Kolenda: Herr Schneider, die IABSE lädt Sie ein, um auf ihrem Jahreskongress über die Zerstörung des World Trade Center zu sprechen. Sind Sie der weltweit führende Experte auf diesem Gebiet?
Ansgar Schneider: Sie schmeicheln mir, das ist nett gemeint, aber ich habe eine ganz allgemeine Abneigung gegen solche Superlative und das Wort „Experte“. Ich habe einen kleinen Beitrag zum Verständnis der Zerstörung des World Trade Centers geliefert. Das hätte auch jemand anderes tun können, der die klassische Mechanik beherrscht. Wenn es anders wäre, wäre es keine Wissenschaft. Denn Wissenschaft ist ja gerade das, was prinzipiell jeder verstehen kann, wo jeder, der lesen und schreiben kann und einen wachen Verstand und genügend Zeit besitzt, einen Beitrag leisten kann. Man braucht keine päpstliche Absolution dazu.

Sie beschreiben in Ihrem Buch ja ausführlich die teils schon lange bekannten wissenschaftlichen Daten, die der offiziellen Erklärung, dass die drei Wolkenkratzer wegen der Feuer- und Flugzeugschäden eingestürzt sind, widersprechen. Worin besteht denn Ihr Beitrag? Was ist neu?
Nun, nehmen wir mal an, dass der Einsturz des Nordturmes des WTC ein gravitationsbedingter Einsturz war, bei dem durch Versagen der Stützen eines Stockwerks aufgrund der Flugzeugeinschläge der darüberliegende Gebäudeteil absackt und dann den unteren Teil in einem fortschreitenden Kollaps Stockwerk für Stockwerk zerstört. Wenn man jetzt die Kinematik des einstürzenden Turms quantitativ analysiert – also auf Deutsch gesagt: die Bewegung vermisst, wie der Turm einstürzt – dann kann man aus der Bewegung zurückrechnen, wie groß die Widerstandskraft des Gebäudes war bzw. wie sich diese während des Einsturzes verändert hat.

Dabei stellt man dann zwei Dinge fest: 1. Die mögliche Widerstandskraft war zwischendurch so groß, dass der Einsturz hätte stoppen müssen. 2. Die Widerstandskraft war vor und nach diesem Zwischendurch um mindestens eine Größenordnung herabgesetzt.

Mit diesen Daten ist gezeigt, dass die Annahme eines fortschreitenden Stockwerkskollapses selbst impliziert, dass die Widerstandskraft herabgesetzt war. Das ist vorher noch niemandem aufgefallen, weil von »offizieller« Seite kein Untersuchungsbedarf gesehen wurde, und von Seiten der Kritiker wurde diese Frage nicht untersucht, weil das Modell nicht verwendet werden kann, um zu zeigen, dass der Einsturz nicht gravitationsbedingt war, was fälschlicherweise oft behauptet wird. Das Modell liefert immer nur eine untere Schranke für die Widerstandskraft. Ich habe gezeigt, dass diese Schranke eine Größenordnung über dem bisher gedachten Wert liegt.

Sollte man das nicht erwarten? Der Turm ist doch schließlich eingestürzt!
Dass der Turm eingestürzt ist, ist evident, aber die Frage ist: Welcher Mechanismus hat die Widerstandskraft so weit verkleinert, dass der Einsturz erst so schnell anfangen und dann später so schnell weiterlaufen konnte, obwohl das Gebäude prinzipiell stabil genug war, den begonnenen Einsturz abzufangen? Da gibt es bisher nur eine einzige bekannte wissenschaftliche Erklärung, die mit all den anderen empirischen Daten, die schon länger bekannt sind, vereinbar ist: menschliches Einwirken.

Sie meinen, der Turm wurde gesprengt?
Wenn Sie wollen, können Sie das so ausdrücken. Das Wort „meinen“ ist allerdings etwas fehlleitend, denn, was ich meine, ist nicht so wichtig. Es gibt sonst einfach keine andere wissenschaftliche Erklärung, die alle empirischen Daten erfasst. Das hat nichts mit meiner Meinung zu tun. Ich würd’ mir ja wünschen, dass das anders wäre, aber ich kann mir nichts aus den Fingern saugen.

mehr:
- Der 11. September 2001 wird volljährig – Zeit, um endlich erwachsen zu werden. (Klaus-Dieter Kolenda interviewt Ansgar Schneider, NachDenkSeiten, 09.09.2019)

9/11 - Nichts ist, wie es scheint! Oder doch nicht? - BarCode mit Ansgar Schneider {1:34:17 – Start bei 19:53}

NuoViso.TV
Am 12.09.2019 veröffentlicht 
Als vor 18 Jahren in New York und Washington das World Trade Center und das Pentagon brannten, wurden die Weichen der Geschichtsschreibung neu gestellt.
Doch es gibt bis heute Kritiker der offiziellen Darstellung der Ereignisse. Zu diesen gehört auch Ansgar Schneider. Die Aufarbeitung des Einsturzes von WTC-7 sei bis heute nicht wissenschaftlich aufgeklärt. Alle vorhandenen Fakten deuten auf eine kontrollierte Sprengung dieses Gebäudes hin, welches in den späten Nachmittagstunden des 11. Septembers 2001 ebenfalls in sich einstürzte - und das im freien Fall, ohne selbst von einem Flugzeug beschädigt worden zu sein.
Im BarCode sprechen Ansgar Schneider, Robert Stein und Julia Szarvasy über die immernoch unaufgeklärten Ungereimheiten von 9/11.
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siehe auch:
9/11 in den aktuellen Medienbeiträgen: Das Versagen geht weiter (Tobias Riegel, NachDenkSeiten, 12.09.2019)
Die 9/11-Verschwörung – Materialsammlung, September 2019 (Post, 09.09.2019)
Reichstags-9/11: Vom Neocon-Putsch zur weltweiten Überwachung (Post, 10.08.2019)
Feuerwehrkommandanten von New York fordern eine neue Untersuchung der Ereignisse des 11. September 2001 (Post, 01.08.2019)
Heute vor 15 Jahren – 22. Juli 2004: Die 9/11-Kommission stellt ihren Untersuchungsbericht vor (Post, 22.07.2019)
- 9/11: Es stinkt gewaltig! (Post, 18.11.2018)
aktualisiert am 15.09.2019

Public Relations - Manipulation der Masse | Doku | ARTE

Public Relations - Manipulation der Masse | Doku | ARTE {53:08}

ARTEde
Am 09.09.2019 veröffentlicht 
Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts stellte sich die Frage, wie die Massen in demokratischen Systemen zu steuern seien. So benötigte 1917 die USA für den Kriegseintritt die Zustimmung der Öffentlichkeit. Theoretiker der Massenpsychologie arbeiteten an einer Methodik der Meinungsbeeinflussung, die schon bald zu einem der florierendsten Geschäftsfelder unserer Zeit wurde ...
Wie kann man die Massen in demokratischen Systemen steuern? Mit zunehmenden Arbeiterrevolten entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts Methoden zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung – ein Propagandainstrument, dessen sich erstmals die USA vor ihrem Eintritt in den Ersten Weltkrieg bedienten. In weniger als 50 Jahren entwickelte sich daraus eines der blühendsten Geschäftsfelder unserer Zeit: Public Relations. Einer der führenden Theoretiker und Architekten der Meinungsmache war Edward Bernays, Neffe von Siegmund Freud. Seine Eltern wanderten in die USA aus, als er gerade ein Jahr alt war. Das „Life“-Magazin erwähnte ihn als eine der 100 einflussreichsten amerikanischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Obwohl in der breiten Öffentlichkeit unbekannt, übte Bernays entscheidenden Einfluss auf die Staatslenkung in den Vereinigten Staaten aus – und in der Folge auf alle liberalen Demokratien. Wer nichts über Bernays weiß, kann die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umbrüche des letzten Jahrhunderts nur schwer nachvollziehen. Bernays Werk war zum Beispiel, dass Bacon aus dem typischen US-amerikanischen Frühstück nicht mehr wegzudenken ist und Frauen anfingen, als Zeichen der Emanzipation Zigaretten zu rauchen. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere soll er sogar maßgeblich zum Sturz der Regierung in Guatemala 1954 beigetragen haben. Getreu dem Erbe seines berühmten Onkels war Edward Bernays der Erste, der psychoanalytische Konzepte zur Meinungsbeeinflussung einsetzte, um kritisches Denken zu umgehen. Anstatt auf tatsächliche Bedürfnisse einzugehen, schürte er irrationale, unbewusste Wünsche.
Dokumentation von Jimmy Leipold (F 2017, 54 Min)
Abonniert den Youtube-Kanal von ARTE: http://www.youtube.com/user/ARTEde

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Der Begriff Public Relations wurde zuerst 1882 an der Yale University (USA) verwendet.[2] Da es keine exakte deutsche Entsprechung gibt, wird in Wissenschaft und Praxis in der Regel der englische Begriff verwendet. Die deutsche Bezeichnung Öffentlichkeitsarbeit, die 1917 aufkam, entspricht diesem am ehesten. Die Begriffe können sowohl eine Vermittlungstätigkeit zwischen Organisationen und ihren Bezugsgruppen bezeichnen als auch die dafür zuständige Einheit einer Organisation. Die Funktion der Public Relations hat sich im Laufe ihrer Ausdifferenzierung (siehe Geschichte) mehrfach gewandelt – und mit ihr auch die Definitionen.
Grunig und Hunt definieren Public Relations aus der Managementperspektive als „part of the management of communication between an organization and its publics“ („Teil der Verwaltung der Kommunikation zwischen einer Organisation und ihren Öffentlichkeiten“).[3]
Carl Hundhausen nennt in seinem Artikel in der Zeitschrift Die deutsche Werbung aus dem Jahre 1937 folgende Definition: „Public Relations ist die Kunst, durch das gesprochene oder gedruckte Wort, durch Handlungen oder durch sichtbare Symbole für die eigene Firma, deren Produkt oder Dienstleistung eine günstige öffentliche Meinung zu schaffen.“
Public Relations grenzt sich begrifflich zum einen von Agitation oder Werbung insoweit ab, als sie nicht einzelne Handlungen anzielt (etwa eine Stimmabgabe, einen Warenkauf), sondern ein generelles positives Image und eine gute Reputation erzielen möchte. Public Relations kann auf makrosozialer Ebene als gesellschaftliches Teilsystem verstanden werden, das in einem Interdependenzverhältnis zu Marketing und Journalismus steht, die als verwandte Subsysteme in Wirtschaft und Publizistikähnliche Aufgaben wahrnehmen (vgl. Ronneberger/Rühl 1992). Unter dem Schlagwort „Determinationshypothese versus Intereffikationsansatz“ fand in den 1990er Jahren eine ausführliche Beschäftigung mit dem Verhältnis von Public Relations und Journalismus statt. Die Medienresonanzanalyse (1992) in der Studie von Lothar Rolke ergab ein Verhältnis von Selbstdarstellung zu Fremdbeobachtung in den Medieninhalten von circa 70:30 als normal, was bedeutet, dass Journalisten häufiger die Pressemitteilungen von Unternehmen und Institutionen übernehmen, als selbst zu recherchieren.
Die in neuerer Zeit etwa von Michael Kunczik gebrauchte Gleichsetzung von Public Relations und Propaganda wird vor allem in Deutschland problematisch gesehen.
Public Relations und die von einigen Autoren synonym gebrauchten Begriffe Öffentlichkeitsarbeit, Organisationskommunikation, Kommunikationsmanagement oder Beziehungsmanagement stehen mikrosozial betrachtet für denjenigen Typ öffentlicher Kommunikation, der für eine Organisation bzw. Institution Funktionen und Aufgaben erfüllt. Diese Ziele von Public Relations können sein: Information, Kommunikation und Persuasion, und langfristige Ziele wie der Aufbau, die Erhaltung und Gestaltung konsistenter Images. Der Begriff Unternehmenskommunikation bezieht sich nur auf eine Art von Organisationen, nämlich profitorientierte Unternehmen.
Da Public Relations in dem Spannungsfeld einer Organisation agiert, soll ein Konsens mit den Teilöffentlichkeiten in der Umwelt der Organisation und so auch im Fall von Konflikten glaubwürdiges Handeln der Organisation geschaffen werden. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Bezugsgruppen der Organisation zuteil, also etwa Anteilseignern, Bewohnern, Bürgern, Bürgerinitiativen, dem GesetzgeberKapitalgebernKundenLieferantenMassenmedienMitarbeitern usw.
Nicht glaubwürdig und deshalb verpönt ist das sogenannte Astroturfing. Auch Teile des Guerilla-Marketings fallen in diese Grauzone.[Öffentlichkeitsarbeit, Begriff und Definition, Wikipedia, abgerufen am 18.09.2019]
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siehe auch:
- Edward Bernays und die praktische Anwendung der Psychoanalyse: Wie sich Emotionen in der Menge entladen und wie sie gesteuert werden können (Post, 14.03.2016)