Dienstag, 17. März 2020

Gladio – Materialsammlung

Gladio – Geheimarmeen in Europa (arte Doku) {1:45:50}

wurskia
Am 07.01.2018 veröffentlicht 
Die geheimen Armeen der NATO (Doku) Operation Gladio GERMAN Dokumentation Deutsch Von den späten 1960er bis in die 1980er-Jahre erschütterte . Während des Kalten Krieges unterhielten.
Während des Kalten Krieges unterhielten die NATO, der CIA, der britischen MI6 und andere europäische Geheimdienste paramilitärische Geheimorganisationen in ganz Westeuropa. Diese sollten.
Terror im Namen von Regierungen ist für einen normal denkenden Menschen unglaublich. Mit Stay-behind Organisationen wie Gladio soll sich dieses aber genau seit 1950 in Europa abgespielt haben..
[das Video ist nicht Teil des nachfolgenden Artikels!]



Interview mit Daniele Ganser über die NATO-Armee Gladio. Teil 1

Daniele Ganser ist Historiker an der Universität Basel. In seinem Buch “NATO Geheimarmeen in Europa“ untersuchte er die Verstrickungen der Organisation Gladio, die im Kalten Krieg Rechtsextremisten rekrutierte und für verschiedene Terroranschläge verantwortlich war.

▶︎Herr Ganser, zuerst einmal eine technische Frage: Wie schreibt man eine Doktorarbeit über ein Thema über das es nur wenige offizielle Dokumente gibt, weil die staatlichen Stellen die Existenz von militärischen Geheimtruppen in ihren Ländern leugnen?

Daniele Ganser: Ich konnte auf ein Dokument des italienischen Geheimdiensts SIFAR zurückgreifen, welches in den 50er Jahren verfasst wurde. Das Dokument trägt den Titel “Die Spezialeinheiten des SIFAR und die Operation Gladio“. Dieses bestätigte, dass es in Italien eine Geheimarmee gab, dass zweitens diese Geheimarmee den Namen Gladio trug, dass drittens diese von der CIA aufgebaut, ausgerüstet und unterstützt wurde, dass viertens Gladio organisatorisch innerhalb des italienischen militärischen Geheimdienst angesiedelt war und dass fünftens ähnliche Geheimarmeen auch im Ausland existieren und durch spezielle Ausschüsse innerhalb der NATO koordiniert werden.

Diese geheimen Ausschüsse sind in diesem Dokument auch noch benannt: Es sind das Allied Clandestine Commitee und das Clandestine Planning Committee. Dieses Dokument habe ich als Basis genommen und durch parlamentarische Untersuchungsberichte zu den Geheimarmeen in Italien, Belgien und der Schweiz und einschlägige Werken wie Memoiren und Erinnerungen von Generälen und Geheimdienstoffizieren und Forschungen von Journalisten ergänzt.

▶︎Sie schreiben in ihrem Buch es hätte im NATO-Vertrag einen Geheimpassus gegeben, der jedes Mitgliedsland verpflichtete inoffizielle militärischer Strukturen aufzubauen, um im Falle einer Machtübernahme der Kommunisten im Verbund mit Rechtsradikalen den Gegenschlag anzutreten... 


Daniele Ganser: Dazu muss man zunächst sagen, dass solche geheimen Zusätze zu den NATO-Verträgen im Original den Historikern nicht zugänglich sind, wenn es sie denn gibt. Ich nehme hier eine Diskussion auf, die existiert: Verschiedene Leute in der Forschung zu den Geheimarmeen haben behauptet, dass es diese geheimen Zusätze gab, aber erwiesen ist das nicht.

Das muss man schon unterscheiden. Wenn ein Land Mitglied der NATO wird, unterzeichnet es einen Vertrag und der ist auch öffentlich einsehbar. Aber ob es dazu geheime Zusätze gibt, die den Aufbau einer Geheimarmee explizit fordern, kann man bis heute nicht beweisen. Was man aber weiß ist, dass in der Tat in allen NATO-Ländern Geheimarmeen aufgebaut wurden und da dies geschehen ist deutet dies darauf hin, dass dies von der NATO gefordert wurde.

mehr:
- Inszenierter Terror (Reinhard Jellen, Telepolis, 25.09.2008)
siehe auch:
- Operation Gladio (Linksammlung, SIPER [Swiss Institute for Peace and Energy Research], undatiert, letzte Aktualisierung wohl 2006)
In den 70er und 80er Jahren kam es zu zahlreichen Terroranschlägen in Italien. Im Jahr 1984 begann der italienische Richter Felice Casson mit Ermittlungen zu einem Autobomben-Anschlag aus dem Jahr 1972 bei dem mehrere Polizisten in der Stadt Peteano getötet wurden. Casson fand heraus, dass am Tatort keinerlei polizeiliche Untersuchungen stattgefunden hatten und dass der Bericht über den verwendeten Sprengstoff gefälscht wurde, um die links-extremen Roten Brigaden zu belasten. Casson konnte nachweisen, dass bei dem Anschlag der Spezialsprengstoff C4 verwendet wurde, der auch von der NATO verwendet wurde. Durch weitere Ermittlungen deckte Casson auf, dass nicht die Roten Brigaden sondern rechtsextreme Gruppen und der militärische Geheimdienst in den Anschlag von Peteano verwickelt waren und dass italienische Regierung und Geheimdienst zahlreiche Versuche unternommen hatten, diese Tatsache geheim zu halten. Casson identifizierte Vincenzo Vinciguerra als einen der Verantwortlichen für den Anschlag von Peteano, Vinciguerra wurde verhaftet und gestand im Auftrag eines Netzwerks gehandelt zu haben, das ihm zusicherte gedeckt zu werden. Der Innenminister, die Zollbehörden und der militärische sowie der zivile Geheimdienst hätten die ideologischen Überlegungen hinter dem Anschlag mitgetragen, so Vinciguerra. Casson verstand, dass er es mit staatlich inszeniertem Terrorismus zutun hatte, der durch Steuergelder finanziert wurde.

Um die Aussagen von Vincenzo Vinciguerra zu verifizieren, beantragte Casson im Januar 1990 Zugang zum Archiv des italienischen Geheimdienstes SISMI in Rom. Dort entdeckte Casson Dokumente, welche die Existenz der NATO Geheimarmeen nicht nur in Italien bewiesen. Er nahm daraufhin Kontakt zur parlamentarischen Untersuchungskommission auf, die für die Aufklärung von inländischem Terrorismus zuständig war. Am 2. August 1990 gab der Untersuchungsausschuss dem italienischen Premierminister Giulio Adreotti den Auftrag, das Parlament binnen 60 Tagen über die Existenz der Geheimarmeen in Italien zu informieren. Am 3. August 1990 sagte Andreotti vor der Untersuchungskommission aus und gab die Existenz der Geheimarmeen öffentlich zu. Er sagte zu, einen schriftlichen Bericht über die Geheimstruktur binnen 60 Tagen vorzulegen. Am 18. Oktober wurde dieser Bericht per Eilbote an die Untersuchungskommission übergeben. Der Leiter der Kommission Senator Gualtieri erhielt den Bericht, doch bevor er ihn lesen konnte, forderte Andreotti den Bericht umgehend zurück, da er "überarbeitet" werden müsse. Gualtiere machte eine Kopie und schickte das Original zurück. Nachdem er den überarbeiteten Bericht erhielt, stellt er fest, dass kritische Passagen entfernt wurden und der Bericht statt 12 nur noch 10 Seiten lang war. Die italienische Presse berichtete ausführlich über diese Aktion Andreottis wodurch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die geänderten Passagen gelenkt wurde. Die Enthüllungen über eine Geheimarmee in Italien, die über 139 Waffenlager sowie über große Mengen an Sprengstoff, Handgranaten und Schusswaffen verfügt, schockierten Italien.

Premierminister Andreotti war nicht bereit die Verantwortung für die Aktion alleine zu tragen und gab am Tag der Übergabe des endgültigen Berichts im italienischen Parlament bekannt, dass alle beteiligten Regierungschefs der Euroländer über die Geheimarmeen informiert waren. In einer öffentlichen Ansprache am 9. November 1990 betonte Andreotti, dass die NATO, die Vereinigten Staaten und zahlreiche Länder Europas – darunter Deutschland, Griechenland, Dänemark und Belgien in die Verschwörung um Geheimarmeen verwickelt gewesen sind. Um dies zu beweisen, wurden geheime Dokumente an die Presse lanciert und das italienische Politmagazin Panorama veröffentlichte den kompletten Bericht von Andreotti an den Untersuchungsausschuss.

Als Frankreich versuchte, seine Beteiligung am Gladio-Netzwerk zu leugnen, sagte Andreotti gnadenlos, dass Frankreich am letzten Treffen des ACC-Kommittes am 23. und 24. Oktober 1990 in Brüssel anwesend war, woraufhin Frankreich peinlich berührt seine Beteiligung an Gladio zugab.

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss kam im Jahr 2000 zu folgendem Schluss : "Diese Massaker, diese Bomben, diese militärischen Aktionen wurden von Männern innerhalb italienischer staatlicher Einrichtungen organisiert oder gefördert oder unterstützt und, wie kürzlich aufgedeckt wurde, auch von Männern aus dem Umfeld der Geheimdienste der USA".
[Die Geheimarmeen der NATO - Operation Gladio, Aufdeckung, matrixwissen.de, undatiert]
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In Italien war der Einsatz von Gladio auch für den möglichen Fall einer demokratischen Regierungsübernahme durch die Kommunistische Partei Italiens gedacht, die zeitweilig die stärkste Partei im italienischen Parlament war.
Mitglieder von Gladio waren in in den 70er und 80er Jahren Urheber zahlreicher Terroranschläge in Italien, die von offizieller Seite durch Fälschung von Beweismitteln linksradikalen Terrorgruppen zugeordnet wurden, vor allem den Roten Brigaden. Durch die Empörung der öffentlichkeit über die Anschläge sollte die in Italien traditionell starke Kommunistische Partei geschwächt werden. Dies stellte den Höhepunkt einer bereits in den 1950er Jahren mit der verdeckten Operation "Demagnetize" der CIA begonnenen Strategie dar. In diesem Zusammenhang ist auch die in Gerichtsverfahren festgestellte Verbindung zu der Geheimloge Propaganda Due (P2) relevant. Das wegen Mordes verurteilte Gladio- und Ordine Nuovo-Mitglied Vincenzo Vinciguerra prägte für die gemeinsame Strategie hinter den Verbrechen den Begriff Strategie der Spannung (siehe Zitate).
Einer der schlimmsten Terroranschläge war der Bombenanschlag auf den Hauptbahnhof von Bologna mit 85 Toten und 200 Verletzten im Jahr 1980. Die rechtsextremistischen Gladio- und Nuclei Armati Rivoluzionari-Mitglieder Giusva Fioravanti und Francesca Mambro wurden 1995 für diese Tat vor Gericht gestellt und verurteilt. Die Roten Brigaden waren laut einer Untersuchung des italienischen Parlaments ihrerseits von Gladio-Mitgliedern unterwandert, unter anderem in Person des Fallschirmjägers Francesco Marra. Es gibt in diesem Zusammenhang Hinweise auf eine Beteiligung von Gladio-Mitgliedern an der Entführung und Ermordung des italienischen Spitzenpolitikers Aldo Moro, siehe dazu ebenfalls Rote Brigaden. 
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Gladio, Italien: Terror gegen die Zivilbevölkerung Verschwörungtheorien-Wiki, abgerufen am 17.03.2020]
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GLADIO, NATO: Aldo Moro {11:49 – Start bei 9:43 – Off-Sprecher: »Die Theorie lautet, daß ??? ein Undercove-Agent der CIA war, der mit Hilfe von Gladio die Entführung von Aldo Moro plante und durchführte.«}

theDossier
Am 20.08.2016 veröffentlicht 
The case of #AldoMoro, former Prime Minister of Italy, who was kidnapped and murdered in 1978. Evidence suggests that his murder may have been orchestrated by the #CIA and the clandestine NATO operation codenamed #GLADIO.
http://www.thedossier.info/
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Geheimarmeen der NATO Gladio und Stay Behind Dienste im Kalten Krieg DOKU 2014 {43:58}

GameOverBilderberger
Am 01.08.2017 veröffentlicht 
1980 Oktoberfest München
1980 Hauptbahnhof Bolonge (Italien)
AZ: Herr Kramer, Sie haben vor Gericht unter Eid ausgesagt, dass der Geheimdienst hinter dem Bombenanschlag auf das Münchner Oktoberfest steckt. Sind Sie sich da ganz sicher?
ANDREAS KRAMER: Natürlich bin ich mir sicher, sonst würde ich so einen schweren Vorwurf nicht erheben. Es war mein Vater, der maßgeblich daran beteiligt war. Er hat es mir selbst erzählt.
http://www.abendzeitung-muenchen.de/i…
Hermann Scheer über die Gladios (* 29. April 1944 in Wehrheim; † 14. Oktober 2010 in Berlin) war ein … Scheer war seit 1980 Mitglied des Deutschen Bundestages.
https://www.youtube.com/watch?v=olOfy…
25.09.2014
08:00 Uhr Stay Behind Die Schattenkrieger der NATO | PHOENIX
Zum ersten Mal berichtet ein Mitglied der geheimen BND-Partisanentruppe "Stay behind" über seinen Auftrag im Kalten Krieg. "Dieter Gerlach", so sein Deckname, sollte im Fall einer sowjetischen Besetzung der Bundesrepublik im Rücken des Feindes Widerstandsgruppen aufbauen. Die BND-Partisanen übten bis in die 70er Jahre Sprengstoffanschläge, später Funk- und Schleusungsoperationen im besetzten Gebiet. Als 1990 bekannt wurde, dass die italienische Partnerorganisation von "Stay behind" in Terroranschläge verstrickt war, leugnete die Bundesregierung zunächst die Existenz des Partisanennetzwerks.
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Dr. Daniele Ganser: NATO-Geheimarmeen und Operation Gladio (Basel 14.9.2009) {1:28:44}

Daniele Ganser
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Der Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser sprach am 14. September 2009 an der Universität Basel über die NATO-Geheimarmeen, die er als illegal einstuft, weil sie weder der Bevölkerung noch den Parlamenten in den betroffenen Ländern bekannt waren.
Im Vortrag stützt sich Ganser auf seine Doktorarbeit im Fachbereich Geschichte, welche er an der Universität Basel zu diesem Thema verfasst hat. Das Buch wurde in zehn Sprachen übersetzt und erschien auf Deutsch 2008 im Orell Füssli Verlag unter dem Titel: "NATO Geheimarmeen in Europa. Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung".
Die NATO-Geheimarmeen wurden vom US-Geheimdienst CIA und vom britischen Geheimdienst MI6 in Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut. Ihre Existenz war streng geheim. Erst am 3. August 1990 bestätigte der italienische Premierminister Giulio Andreotti die Existenz der Geheimarmeen.
Die NATO-Geheimarmeen hatten in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Namen. In Italien hiess die Geheimarmee “Gladio”, in der Schweiz “P26” und in Deutschland “stay-behind”.
“Ich bin ins Gefängnis gegangen, weil ich die Existenz dieser super geheimen Organisation nicht zugeben wollte. Und nun kommt Andreotti daher und informiert das Parlament!” protestierte damals General Vito Miceli, der Direktor des italienischen Militärgeheimdienstes SISMI, die Enthüllungen durch Andreotti 1990.
Ein Sprecher der NATO sagte 1990, die NATO habe nie verdeckte Operationen und Guerillakrieg geplant. Am nächsten Tag sagte ein anderer Sprecher, diese Aussage sei falsch gewesen, aber man könne leider keine weiteren Aussagen zu Operation Gladio und den stay-behind Armeen machen, weil diese streng geheim seien.
Das EU-Parlament forderte eine gründliche Untersuchung in allen Ländern, was indes nicht geschah.
Die Geheimarmeen bereiteten sich auf eine Invasion von Westeuropa durch die Sowjetunion vor, welche nie kam. Sie legten geheime Waffenlager an, in denen auch Sprengstoff gelagert war.
Gemäss einer Untersuchung des italienischen Parlaments aus dem Jahre 2000, haben die Gladio Agenten nicht nur auf die Invasion durch die Sowjets gewartet, sondern in Friedenszeiten auch in die Innenpolitik eingegriffen, und False Flag Terroranschläge verübt, welche den italienischen Kommunisten angehängt wurden, um sie in den Wahlen zu schwächen. «Diese Massaker, diese Bomben, diese militärischen Aktionen wurden von Männern innerhalb italienischer staatlicher Einrichtungen organisiert oder gefördert oder unterstützt und, wie kürzlich aufgedeckt wurde, auch von Männern, die mit den Strukturen der Geheimdienste der USA in Verbindung standen”, so der Bericht.
Bis heute ist vielen Menschen unbekannt, dass die NATO Geheimarmeen unterhalten hat, weil in den Medien nur wenig darüber gesprochen wird.
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Daniele Ganser:
https://www.danieleganser.ch
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Corona-Pandemie, Tag 47: – Ein Hauch von Aktionismus

Seit letztem Freitag geht Deutschland Stück für Stück mit immer radikaleren Maßnahmen gegen die Verbreitung von Covid-19 vor. Auch wenn die allermeisten Maßnahmen aus epidemiologischer Sicht sicherlich wichtig und richtig sind, wirkt es bisweilen so, als regiere der blanke Aktionismus. Während man die Grenzen nach Frankreich und Dänemark schließt, erlaubt man nach wie vor Direktflüge aus dem Corona-Epizentrum Iran nach Frankfurt. Während Friseure ihre Pforten schließen, fehlt in vielen Krankenhäusern nach wie vor die elementarste Schutzausrüstung. Und auch die heiß diskutierten Kita-Schließungen sind Segen und Fluch zugleich. Es wäre zu wünschen, dass nötige Aufklärungsmaßnahmen bald den Aktionismus ablösen und man den Fokus auf die wohl verletzlichste Stelle der Krise legt – die Krankenhäuser. Von Jens Berger.
mehr:
- Deutschland im „Shutdown“ – Es weht ein Hauch von Aktionismus über das Land (Jens Berger, NachDenkSeiten, 17.03.2020)
siehe auch:

“Etwas vergleichsweise Harmloses” – Richard David Precht über die Corona-Panik {3:56}

turi2tv
Am 11.03.2020 veröffentlicht 
Corona vs. Klima: Die Angst vor dem Corona-Virus schafft das, was der drohende Klimawandel nicht schafft, analysiert Richard David Precht im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. Plötzlich könne der Staat eingreifen, verbieten und klare Grenzen setzen – Maßnahmen, zu denen sich die Gesellschaft angesichts des deutlich bedrohlicheren Klimawandels nicht hinreißen lässt. "Das weckt den Sinn für das Nachdenken", sagt Precht am Rande des Focus Inner Circle in Düsseldorf und kommt zu dem Schluss, "dass die Leute mehr Angst um ihr Leben haben als um das Überleben der Menschheit". Der Philosoph und Publizist befürchtet, "dass in der Generation unserer Kinder und Enkelkinder beides zusammenfällt" und die Kosten der Klimarettung steigen, je länger die Politik die Gegenmaßnahmen aufschiebt.
Im Umgang mit dem Corona-Virus stellt Precht Medien und Politik aber gute Noten aus: Die Maßnahmen des Gesundheitsministers findet er richtig und "die Medien, die ich gebrauche", bemühten sich, keinen "Katastrophismus auszulösen, sondern sachlich zu informieren". Precht selbst sagt, dass er "völlig unbefangen" auf Veranstaltungen wie den Focus Inner Circle geht, da er nicht zur Risikogruppe gehört, versteht aber die Politik, die von den schwächsten Gliedern der Gesellschaft ausgehen müsse.
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Woher unsere Corona-Panik kommt | Odysso - Wissen im SWR {3:21}

SWR
Am 07.03.2020 veröffentlicht 
Panik an den Börsen, Hamsterkäufe - wegen eines Virus, der bei den meisten Menschen nur eine harmlose Erkältung auslöst. Risikoforscher Gerd Gigerenzer erklärt, warum wir oft so schnell in Panik geraten.
Link zur Sendung: https://bit.ly/314Ar62
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Edward Bernays: Die Gehirnwäsche einer Nation (Freeman, Alles Schall und Rauch, 16.04.2007, abgerufen am 08.12.2016)

"Stoppt die Corona-Panik" - Ex-Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Wodarg (Interview, Dokumentation) {5:37}

LOKALHEUTE
Am 17.03.2020 veröffentlicht 
KIEL/BERLIN. "Die gegenwärtige Panik hat nichts mit Krankheit oder Epidemien zu tun". Das behauptet Dr. Wolfgang Wodarg - kein Verschwörungstheoretiker, sondern als Pulmonologist und ehemaliger Leiter eines Gesundheitsamtes mit eigenem Monitoring-System für Grippe-Erkrankungen jemand, der weiß, was er sagt.
„Alle Grippewatch-Indikatoren zeigen lediglich normale Werte an. Weder in China, noch in Italien oder anderswo werden außergewöhnliche Fälle von schwerer Krankheit registriert“, ist er überzeugt. Der Kieler Arzt stellt Fragen und sucht Antworten, warum die Wahrnehmung in Politik und Gesellschaft dennoch eine andere ist. Dabei gehört er nicht zu jenen, die Covid-19 an sich verharmlosen wollen - wie viele andere Viren auch nicht zu unterschätzen sind.
„China schockierte sein Volk nur zwei Monate lang in Wuhan und demonstrierte der Welt, wie man eine Epidemie aufspüren, hochjubeln und autoritär bekämpfen kann. Europäische Staaten folgen jetzt diesem Theater und isolieren sich gegenseitig. In Europa bricht die Wirtschaft zusammen und die Menschenrechte werden vergessen, während China gerade diese nutzlosen COVID-19 Tests beendet hat und die Krise kurzerhand zu einem ausländisches Problem erklärt“, so der Facharzt für Lungenheilkunde weiter.
Covid-19 - eine echte Gefahr oder haben wir uns alle miteinander nur blenden lassen? Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung auf LOKALHEUTE.TV.
Hinweis: Wir von LOKALHEUTE machen uns nicht mit Aussagen gemein, weder pro noch contra mutmaßlich nötige Vorsichtsmaßnahmen - dazu fehlt uns die Fachkenntnis. Wir haben aber selbstverständlich die Aussagen verifiziert.
Mehr unter www.wodarg.com
Originalmaterial mit freundlicher Genehmigung von Oval.Media.
www.corona.film

mein Kommentar:
Bevor wir uns jetzt weiter in unserer Couch-Potato-Hysterie suhlen, erinnere ich:



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…die USA sind seit dem Zweiten Weltkrieg durch Angriffe auf andere Länder für den Tod von 20-30 Millionen Menschen verantwortlich.
(Mausfeld-Vortrag »Warum schweigen die Lämmer?« bei 39:00)

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siehe dazu:
- IPPNW: Body Count (Post, 26.07.2016)

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Montag, 16. März 2020

Corona-Impfstoff: Die Antwort auf Trumps Offerte


  • Die Tübinger Firma Curevac versucht derzeit, einen Impfstoff gegen Covid-19 zu entwickeln.
  • Mehrheitseigner Dietmar Hopp sagt, dass es einen solchen Impfstoff bereits im Herbst geben könnte. Doch das hängt nicht allein von Curevac ab.
  • Die USA haben enormes Interesse an der Firma – angeblich soll Trump eine Milliarde Dollar für die Exklusivrechte geboten haben. Doch Hopp winkte ab.

Ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus könnte im Idealfall schon im Herbst verfügbar sein. Das sagte SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp, der über seine Beteiligungsgesellschaft Dievini Mehrheitsaktionär des Tübinger Biotechnologieunternehmens Curevac ist, in einem Interview dem Sender Sport 1.

Ob es so kommt, hänge vom Paul-Ehrlich-Institut ab. Das Institut ist für die Sicherheit von Impfstoffen verantwortlich und untersteht dem Bundesministerium für Gesundheit. Curevac sucht seit Januar nach einem Impfstoff auf Basis der Boten-RNA. Das funktioniert so: Der Impfstoff liefert dem Körper den Bauplan für ein Eiweiß des Coronavirus. Es wird im Körper gebaut und löst eine Immunreaktion aus, der Körper wehrt sich und produziert Antikörper gegen den Angreifer.

"Das war für mich keine Option"


In dem Interview äußert sich Hopp auch zur Absage an US-Präsident Donald Trump, der angeblich eine Milliarde Dollar für die Exklusivrechte an dem Impfstoff zahlen wollte.

"Für mich ist das selbstverständlich, es kann gar nicht sein, dass eine deutsche Firma den Impfstoff entwickelt und dieser in den USA exklusiv genutzt wird. Das war für mich keine Option", so Hopp. Er persönlich habe nicht mit Trump gesprochen. "Er hat mit der Firma gesprochen und man hat mir das dann sofort gesagt und gefragt, was ich davon halte und ich wusste sofort, dass das nicht infrage kommt", wird Hopp zitiert.

mehr:
- Curevac-Eigner Hopp äußert sich erstmals zur Trump-Offerte (Elisabeth Dostert, SZ, 16.03.2020)

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Verfügt eine natürliche Person oder juristische Person über ein Exklusivrecht (englisch exclusive right), so hat sie das alleinige Recht, über eine Sache zu verfügen bzw. ist alleiniger Rechtsinhaber und kann auch Nutzungsrechte einräumen (§ 31 Abs. 3 UrhG). 
Räumt ein Urheber Nutzungsrechte ein, dann kann der Erwerber der Rechte (Lizenznehmer) andere Personen von der Nutzung ausschließen und hat eigene Abwehrrechte gegen Dritte. Der Urheber verliert in diesem Fall die Berechtigung, anderen Personen weitere Nutzungsrechte auf die bereits erlaubte Art einzuräumen. Solche exklusiven Rechte werden meist über Vertragsstrafen oder Unterlassungsansprüche abgesichert. 
Beispiele: 

  • Ein Produkt darf exklusiv nur von einer einzigen Firma hergestellt oder vertrieben werden.
  • Im Bereich des Presserechtes, wenn sich eine bestimmte Zeitung oder Zeitschrift vertraglich das Recht einräumen lässt, exklusiv über ein bestimmtes Ereignis berichten zu dürfen und/oder Fotos veröffentlichen zu dürfen.
[Exklusivrecht, Wikipedia, abgerufen am 16.03.2020]
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Update:
Deutsche Impfstofffirma CureVac dementiert US-Übernahmeangebot (SPON, 17.03.2020)
- Der unverschämte Angriff auf CureVac ist ein Weckruf für Deutschland (Anja Ettel, WELT, 17.03.2020)

mein Kommentar:
Jetzt kann sich jeder selbst einen Reim drauf machen… 😂
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Sonntag, 15. März 2020

So wird in den USA Politik gemacht…

Wie Katie Porter, US-Abgeordnete des Bundesstaats Kalifornien (Dem), den Leiter der US-Seuchenschutzbehörde CDC, Robert Redfield, am Donnerstag «überredete», Corona-Tests für jeden US-Einwohner gratis anzubieten, ist sehenswert (in Englisch).
mehr:
- US-Abgeordnete erzwingt kostenlose Corona-19-Tests für alle (Daniela Gschweng, Info-Sperbe, 15.03.2020)

KATIE PORTER vs Redfield for Congress - CDC - Who is rep. Katie Porter of California? {6:07 – Deutsche Untertitel einschalten!}

Lightning 24
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Begleittext siehe YouTube

siehe auch:
Die Bedrohungs-Inszenierung der US-Geheimdienste (Post, 21.02.2020)
- Pax Americana und Offene Psychiatrie… (Post, 04.02.2020)
General Breedlove – Geleakte E-Mails des Ex-NATO-Kommandanten belegen Kriegspropaganda (Post, 04.07.2016)
White House again denies DeFazio's information request (Jeff Kosseff, OregonLive, 02.08.2007)

On May 16, 2002, Condoleezza Rice, as National Security Advisor, said, “No one could have predicted that planes could be used as missiles.”
Am 16. Mai 2002 sagte Condoleezza Rice als Nationaler Sicherheitsberater: “Keiner konnte voraussehen, dass Flugzeuge als Raketen verwendet werden könnten.”
[September 11th Advocates Kristen Breitweiser, Patty Casazza, Monica Gabrielle, Mindy Kleinberg & Lorie Van Auken , 
September 11th Advocates Statement on Hayden, others rewarded after 9/11, 11.05.2006 – Google-Übersetzer – man suche nach dem Stichwort »Hayden«]

Bildquelle: Amalgam Virgo 01, Deckblatt der PP-Präsentation zur Übung,
gefunden bei ratical.org – PDF
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Operation Amalgam Virgo ist eine von CINCNORAD [1] durchgeführte Übung zur Terrorismusbekämpfung und zum Training vor Ort (FTX), die Anfang Juni 2001 auf der Tyndall Air Force Base in Florida durchgeführt wurde. NORAD sponserte die Planungsübung für mehrere Agenturen mit dem hypothetischen Szenario einer Kreuzfahrt Rakete [gemeint ist wohl eine Cruise Missile – Anmerkung von mir] oder UAV [unbemanntes Flugobjekt, Drohne – Anmerkung von mir] von einer terroristischen Gruppe ins Leben gerufen. [2] Osama bin Laden war auf dem Cover des Übungsvorschlags abgebildet. Zu den wichtigsten militärischen Akteuren, die an der Übung beteiligt waren, gehörten auch Mitarbeiter des 1. Luftwaffenbataillons, der US-Nationalgarde, der US-Reservestreitkräfte und der US-Marine.
Mehrere Marineschiffe, darunter die USS Yorktown und der Navy Aegis Cruiser, wurden im Rahmen der Mehrzweck-Flugabwehroperation in den Golf von Mexiko entsandt. Militärisches Landpersonal der 1. Luftwaffe sammelte auch Radarinformationen zu Zielen auf niedriger Ebene mithilfe des Joint-Based Expeditionary Connectivity Center (JBECC), einem mobilen Unterschlupf, der in Regionen mit hohem Risiko eingesetzt werden kann und gleichzeitig Frühwarnsignale liefert Marschflugkörperangriffe.  
[
Amalgam Virgo, engl. Wkipedia, abgerufen am 09.09.2019 – Google-Übersetzer]
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Samstag, 14. März 2020

Corona und die Drohgebärden gegen Russland

Defender Europe 2020 in der Defensive, aber keine Entwarnung für den Kriegskurs – Ein Kommentar
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"Derzeit hat die Ausweitung des Coronavirus keine direkten Auswirkungen auf das Übungsgeschehen" - das ließ die offizielle Bundeswehr-Website im Presse- und Informationszentrum der Streitkräftebasis am 12. März 2020 zum NATO-Manöver Defender-Europe 2020 verlauten, über das Telepolis bereits ausführlich berichtete

Angeblich sind die fünf Bundeswehrkrankenhäuser (in Berlin, Hamburg, Koblenz, Ulm und Westerstede) darauf vorbereitet, mit dem Coronavirus infizierte Militär-Patienten "nach den gültigen Richtlinien in Einzelisolierung behandeln zu können". Zusätzlich stelle jedes der Bundeswehrkrankenhäuser Plätze "für intensivpflichtig Coronavirus-Erkrankte" bereit. Wie viele das sind, wird bezeichnender Weise nicht mitgeteilt, doch "sollten diese Kapazitäten aufgrund erhöhter Fallzahlen nicht ausreichen", heißt es weiter, so lägen "Planungen vor, die eine Betreuung von weiteren Betroffenen ermöglichen. Ebenfalls geregelt sind mögliche personelle Unterstützungen in Spitzenzeiten durch Personal der Sanitätsregimenter."

Seit Tagen zeichneten sich bereits Rückzugstendenzen ab, die auf ein "Einfrieren" oder eine Reduktion der geplanten Maßnahmen hinweisen. Am 11. März kamen z.B. die ersten Meldungen, dass wegen der Ausweitung des Coronavirus die USA die Zahl ihrer Soldaten bei der militärischen Großübung auf dem bisher erreichten Stand von 5.500 Personen belassen würden. Der Gesundheitsschutz der eigenen Truppen sowie der Alliierten und Partner habe höchste Bedeutung, teilten die US-Streitkräfte mit; das Manöver werde der Lage angepasst. Der Bundeswehr-kritische Blog "Augen geradeaus!" brachte dazu nähere Informationen. Vor zwei Tagen erklärte das Pentagon, dass Militärangehörige ab sofort auf nicht unbedingt notwendige Reisen in Coronavirus-Risikogebiete verzichten sollen. Als ein solches Risikogebiet wird nach der jüngsten Aktualisierung der Liste des US-Center for Disease Control auch Deutschland genannt.

mehr:
- Höhere Gewalt contra NATO-Manöver (Johannes Schillo, Telepolis, 13.03.2020)
siehe auch:
Raketenabschußbasen sind schlecht, wenn die anderen sie installieren (Post, 08.02.2018)
Stationierung von US-Marines in Norwegen (Post, 28.10.2016)
Permanente Stationierung von US-Truppen in Osteuropa (Post, 01.04.2016)
(zur Erinnerung: Damals war Obama noch US-Präsident!)
Die Taktik des Westens: kontinuierliche Propaganda und kontinuierlicher militärischer und wirtschaftlicher Druck (Post, 23.06.2015)
Manöver "Noble Jump": Nato-General verteidigt Aufrüstung in Osteuropa (SPON, 18.06.2015)
Wesley Clark: „Es gab einen Putsch“ und „Wir werden 7 Regierungen stürzen“ (Post, 12.04.2015)
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Freitag, 13. März 2020

An Deutschlands Unis ist Selbstausbeutung die Hauptbeschäftigung.

An hiesigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist das Gros des akademischen Mittelbaus nur befristet angestellt. Verschärft hat die Misere ein seit 13 Jahren geltendes Gesetz, das 2016 wegen seiner Verwerfungen „nachgebessert“ wurde. Eine aktuelle Studie stellt die Novelle auf den Prüfstand. Ergebnis: Die Lage hat sich allenfalls ein kleines „bisschen“ entspannt, bleibt aber wie gehabt dramatisch. Für eine rasche Reform der Reform ist es deshalb höchste Eisenbahn. Die Bundesregierung setzt lieber auf Schneckentempo. Von Ralf Wurzbacher.

Wer etwas über unsichere Beschäftigungsverhältnisse, lückenhafte Erwerbsbiografien, verkorkste Lebens- und Familienplanungen, Unterbezahlung und unentgeltliche Mehrarbeit wissen will, ist an einer deutschen Universität goldrichtig. An der altehrwürdigen Alma Mater hat das Prekariat sein Hauptquartier. Hier unterrichten angehende Professoren jahrelang für lau, verdingen sich studentische Hilfskräfte zum Hungerlohn und hangeln sich Nachwuchswissenschaftler von einer Kurzzeitanstellung zum nächsten. Das freie Unternehmertum kann von derlei Zuständen nur träumen. Brauchten Turbokapitalisten noch Anschauungsunterricht in puncto Personalausschlachtung – an Deutschlands höchsten Lehranstalten lernten sie ihre Lektion.

Vorneweg, der sogenannte akademische Mittelbau dient den Hochschulrektoren seit langem als Melkkuh Nummer eins. Zuletzt waren im Bundesschnitt 90 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter nur befristet beschäftigt, davon nahezu jeder zweite auf einer Teilzeitstelle. Fast die Hälfte der Doktoranden und Postdocs hatte in der ersten Qualifikationsphase einen Arbeitsvertrag, der kürzer als zwölf Monate lief. Von den rund 146.000 im Jahr 2009 hauptberuflich tätigen Kräften standen 83 Prozent in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis. Zum Vergleich: In der Privatwirtschaft wurden zuletzt sieben Prozent Jobs mit zeitlicher Beschränkung gezählt, im gesamten öffentlichen Dienst waren es 9,5 Prozent.


mehr:
- Prekär von Staats wegen. An Deutschlands Unis ist Selbstausbeutung die Hauptbeschäftigung. (Ralf Wurzbacher, NachDenkSeiten, 13.03.2020)
siehe auch:
Die Neoliberalisierung der Universität (Post, 24.08.2016)
Heute vor 262 Jahren – 6. Mai 1754: Dorothea Erxleben wird geboren (Post, 06.05.2016)
Heute vor 52 Jahren: 1. Oktober 1962: Schwarzer Student an der Universität von Mississippi (Post, 01.10.2014)
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Das ohrenbetäubende Schweigen der MSM: Da muß was passiert sein!

Massenvernichtungswaffen, Atompläne, Qaida-Connection: Um den Irak-Feldzug zu rechtfertigen, ließ US-Präsident Bush munter Kriegsgründe erfinden. Jetzt tauchte erstmals ein Memo des Pentagons auf, das zeigt, wie die Administration ihre Beamten drängte, wohlfeile Analysen anzufertigen.

Washington/Los Angeles – Die Anschläge vom 11. September 2001 waren gerade vier Monate her, als Paul Wolfowitz langsam die Geduld verlor: "Wir scheinen keine besonderen Fortschritte zu machen, Geheimdienstinformationen über die Verbindungen zwischen dem Irak und al-Qaida zusammenzutragen", schrieb der damalige Vize-Verteidigungsminister in einem Memo an Staatssekretär Douglas J. Feith, die Nummer drei im Pentagon. Man schulde Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eine Analyse zu dem Thema, forderte Wolfowitz.

Das Memo wurde zum Anstoß für die vermeintliche Beweisführung über Verbindungen zwischen dem Regime von Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk. Es ist Teil eines nun vollständig veröffentlichten Berichts des Pentagon-Generalinspekteurs Thomas Gimble. Bereits im Februar hatte Gimble Teile des Berichts vor dem Streitkräfteausschuss des US-Senats vorgestellt und nachgewiesen, dass führende Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums vor dem Irak-Krieg Geheimdienstinformationen zuspitzten. Zwar sei das Vorgehen der Gruppe um Staatssekretär Feith nicht gesetzeswidrig gewesen, sie habe der Regierung um Präsident George W. Bush aber eine ungenaue Bewertung der vorhandenen Geheimdienstinformationen gegeben, kritisierte Gimble seinerzeit.

Die bislang geheimen Teile des 121 Seiten starken Sonderberichts enthüllen Berichten der "Washington Post" und er "Los Angeles Times" zufolge nun neue Details, wie Staatssekretär Feith und seine Leute es schafften, widersprüchliche Informationen einfach beiseite zu wischen und die Regierungsspitze davon zu überzeugen, es gebe eindeutige Beweise über Verbindungen zwischen dem Saddam-Regime und Terroristen. Diese angebliche Zusammenarbeit und den vermeintlichen Besitz von Massenvernichtungswaffen hatte die US-Regierung als Hauptgründe für ihren Irak-Feldzug im Jahr 2003 angeführt.

mehr:
- Irak-Feldzug Pentagon-Memo zeigt, wie US-Regierung Kriegsgründe konstruieren ließ (phw, SPON, 06.04.2007)


Folgendes Interview von Amy Goodman (»Democracy Now«) mit Ex-General Wesley Clark fand ungefähr einen Monat vorher, am 02.03.2007, statt:
Kriege gegen den Irak, Iran, Syrien und Libyen seit langem geplant {2:30}
Infokanal
Am 20.03.2011 veröffentlicht 
In einem Interview mit Amy Goodman von "democracy now" spricht Vier-Sterne-General Wesley Clark sich darüber aus, was wir von den Kriegseinsätzen im Mittleren Osten halten dürfen. 

siehe auch:

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Sibel Deniz Edmonds (* 1970 im Iran) ist eine ehemalige US-amerikanische Übersetzerin arabischsprachiger Texte beim Federal Bureau of Investigation (FBI), die in der Folge eine der bekanntesten Whistleblower in den USA wurde. Wenige Tage nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 wurde sie als Dolmetscherin vom FBI eingestellt und arbeitete an der Übersetzung von Überwachungs-Tonbändern in Zusammenhang mit den Terroranschlägen. Sie wurde im März 2002 entlassen, nachdem sie verschiedene Vorfälle von Unterschlagung von Beweismitteln, Landesverrat und Amtspflichtverletzung meldete. Seitdem erhob sie wiederholt Anschuldigungen gegen korrupte Pentagon-Angestellte im Zusammenhang mit unerlaubter Atomwaffen-Proliferation der USA, zuletzt in einer Enthüllungs-Serie der Londoner Sunday Times. Sie ist die Gründerin der National Security Whistleblowers Coalition (NSWBC). 2004 wurde sie ausgezeichnet mit dem Sam Adams Award und 2006 mit dem P.E.N./Newman’s Own First Amendment Award.
[
Sibel Edmonds, Wikipedia, abgerufen am 13.03.2020]
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Sibel Edmonds – “weitaus explosiver als die Pentagon Papers” (Mathias Bröckers, broeckers.de, 15.06.2011)

Bröckers-Artikel, Sibel Edmonds betreffend:
- Search Results for: sibel edmonds (Stand: 13.03.2020)


In Interviews mit diesem Autor Anfang März behauptete Edmonds, dass Ayman al-Zawahiri, der derzeitige Chef von Al-Qaida und Osama bin Ladens Stellvertreter, unzählige regelmäßige Treffen mit dem US-Militär und dem Geheimdienst in der US-Botschaft in Baku, Aserbaidschan, hatte Beamte zwischen 1997 und 2001 im Rahmen einer Operation namens "Gladio B". Al-Zawahiri, wie sie anklagte, sowie verschiedene Mitglieder der Familie bin Laden und andere Mudschaheddin wurden in NATO-Flugzeugen in verschiedene Teile Zentralasiens und auf den Balkan transportiert, um an vom Pentagon unterstützten Destabilisierungsoperationen teilzunehmen.
[Nafeez Mosaddeq Ahmed, 
Sonderbericht | Warum wurde ein Bericht der Sunday Times über die Beziehungen der US-Regierung zum Al-Qaida-Chef aufgespießt?, ceasefiremagazine.co.uk, 17.05.2013 – Google-Übersetzer]

Im Dezember 2004 bloggten wir hier aus dem Fragenkatalog, den Familienangehörige von 9/11-Opfern aufgestellt hatten:

"6) Warum wurde die FBI-Übersetzerin Sibel Edmonds, die behauptet Wissen über die Vorwarnungen zu haben, per Gericht von Generalstaatsanwalt Aschroft und einen von Bush ernannten Richter zum Schweigen verurteilt ?"

Nach dem 11.9. 2001 hatte Frau Edmonds für das FBI zuvor abgehörte Telefonate transkribiert, und war im Zusammenhang mit den 9/11-Hijackern auf illegale Waffen-und Drogengeschäfte gestoßen, die offenbar von höherer Stelle in den USA abgesegnet waren. Als sie davon Meldung machte wurde sie gemobt und nach sechs Monaten entlassen. Sie berichtete über diese Zusammenhänge vor verschiedenen Ausschüßen des Parlaments und der 9/11-Untersuchungskommission – unter Auschluß der Öffentlichkeit weil laut Pentagon die nationale Sicherheit dadurch bedroht war. Seitdem wurde ihr eine "gag order" (ein Maulkorb) auferlegt – sie darf nicht über ihr Wissen sprechen. Wir haben diesen Fall hier im Blog schon des öfteren erwähnt (Sibel Edmonds in die Suche links eingeben) – jetzt aber hat sie gegenüber der Londoner "Times" enthüllt, um was es bei diesen Waffengeschäften ging: um die Weitergabe von KnowHow für Atomwaffen, bei der die NATO-Partner Türkei und Israel die Intermediäre spielten, doch der Chef des pakistanischen Geheimdiensts ISI General Mahmud der Adressat war. Jener Mann, der am Morgen des 11.9. in Washington mit dem späteren CIA-Chef Porter Goss frühstückte und in dessen Auftrag einige Monate zuvor 100.000 Dollar an Mohamed Atta angewiesen würden waren.

Laut Sibel Edmonds sind einige Top-Leute der Bush-Regierung in den Fall verwickelt, ein Name, Marc Gosmann, die Nr. 3 im State Deparment, ist bisher durchgesickert. Eine der abgehörten Schlüsselfiguren rief Gossman nach dem 11.9. an, nachdem einige israelische Spione festgenommen worden waren, die angesichts der brennende Türme gefeiert hatten: "Sie müssen freigelassen werden, sonst könnten sie alles erzählen." Ohne vom FBI verhört worden zu sein wurden die als Umzugsfirma getarnten Mossad-Agenten kurz darauf in aller Stille abgeschoben.

[11.9.2001: Das Schweigen ist ohrenbetäubend, stock-channel.net/stock-board/archive, Nukes & Spooks, Eintrag vom 08.01.2008,  21:34]


- Ein transatlantischer Rehabilitationsversuch von George W. Bush (Post, 13.03.2020)

mein Kommentar:
Zwischen der SPON-Meldung vom 06.04.2007 und dem Artikel von Hannes Stein in der Welt 

Naher Osten: Warum Bush jr. mit seinem Irak-Feldzug richtig lag (Hannes Stein, die Welt, 20.12.2015)


muß etwas in den deutschen Medien passiert sein!
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Der Reichstagsbrand – eine Nazi-Verschwörung

Neuere Forschungen beweisen: Die Nazis zündeten den Reichstag an, um die Demokratie zu zerstören.
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Im Februar 1933 brannte der Reichstag. Die heutige Geschichtsschreibung sieht darin einen Zufall, den die Nazis zur Machtergreifung nutzten. Die Nachforschungen des Historikers Alexander Bahar machen aber deutlich, dass es ein geplanter Staatsstreich war, um die Demokratie zu Fall zu bringen.
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In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 brannte der Reichstag in Berlin. Am Tatort wurde der 75 Prozent erblindete Niederländer und Kommunist Marinus van der Lubbe gefunden und verhaftet. Van der Lubbe wurde angeklagt und am 23. Dezember 1933 sprach das Reichsgericht sein Urteil im sogenannten Reichstagsbrandprozess. Das Ergebnis war, dass Marinus van der Lubbe für den Brand verurteilt und hingerichtet wurde.

Für die Nationalsozialisten geriet der antikommunistische Schauprozess jedoch zum Fiasko, da van der Lubbe zwar verurteilt, die mitangeklagten Kommunisten aber „mangels Beweisen“ freigesprochen wurden — das Gericht hat in seinem Urteil dennoch die KPD beziehungsweise unbekannt gebliebene Mitglieder der Kommunistischen Partei als Mittäter und Urheber der Brandstiftung bezeichnet.

Dennoch führte der Reichstagsbrand im Folgenden auch zum Untergang von Demokratie und Rechtsstaat in Deutschland und zur Errichtung der totalen NS-Diktatur. Auf den Reichstagsbrand folgte die Notverordnung „zum Schutz von Volk und Staat“, die sogenannte Reichstagsbrandverordnung, mit der die wesentlichen bürgerlichen Grundrechte suspendiert wurden, sowie die Massenverhaftung von kommunistischen und linkssozialistischen Gegnern der Hitler-Regierung, die in improvisierten Konzentrationslagern interniert wurden.

Bei den vorgezogenen Reichstagswahlen am 5. März 1933 errang die NSDAP zusammen mit ihren deutschnationalen Verbündeten einen knappen Sieg, der nur vor dem Hintergrund des Reichstagsbrandes und der in dessen Folge entfesselten Propaganda gegen die „kommunistischen Brandstifter“ sowie des ungezügelten Terrors der SA gegen die politische Linke zu begreifen ist.

Die Öffentlichkeit und selbst das Reichsgericht waren sich damals einig, dass van der Lubbe den Reichstag aber niemals hätte alleine anzünden können. Erst nach dem Krieg wurde „durch das unsägliche Wirken einer mafiösen Seilschaft von Meinungsführern in Medien, staatsnaher Geschichtswissenschaft, Verfassungsschutz und Politik“ die Geschichte umgeschrieben — und Marinus van der Lubbe zum Alleintäter gemacht.

Alexander Bahar, Historiker und Politikwissenschaftler, setzt sich schon seit vielen Jahren mit dem Reichstagsbrand auseinander. Anhand der historischen Dokumente hat er den Reichstagsbrand rekonstruiert und festgestellt, eine Alleintäterschaft van der Lubbes ist unmöglich.

mehr:
- Der Todesstoß (Pascal Luig, Rubikon, 13.03.2020)
siehe auch:
Waren Nazis am Reichstagsbrand beteiligt? (Post, 27.07.2019)
Die SPIEGEL-Reichstagsbrandserie von 1959/60: Eine journalistische Geschichtsverneblung wird als Aufklärung verkauft – VorSPIEGELeien (V) (Hubert Hecker, katholisches.info, 27.11.2015)
Einschränkung demokratischer Rechte nach terroristischen Anschlägen (Post, 26.05.2015)
- Reichstagsbrand von 1933 – Als die Freiheit in Flammen aufging (Ernst Piper, 27.02.2008) – Bilderserie
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«AMERICA FIRST» ist die Politik der USA schon seit 1823

«Langzeitstrategie und unipolarer Anspruch»: Ein Blick auf 200 Jahre Strategie-Geschichte der USA – mit zahlreichen Fakten.
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(cm) Der deutsche Publizist Wolfgang Bittner macht in seinem Buch «Der neue West-Ost-Konflikt – Inszenierung einer Krise» darauf aufmerksam, dass der Anspruch der USA auf die Rolle der weltweiten Führungsmacht nicht erst unter Donald Trump entstanden ist, sondern eine lange Geschichte hat. Insbesondere auch Barack Obama, der sogar mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden ist, hat die Anmassung der USA, Weltpolizist zu sein und andere Wirtschaftsmächte unter Kontrolle zu halten, mehrmals öffentlich bestätigt. Infosperber bringt hier ein Kapitel aus Wolfgang Bittners Buch als Gastbeitrag.
Nach Auffassung ihrer Machteliten sind die Vereinigten Staaten von Amerika «the land of the free and the home of the brave» («das Land der Freien und die Heimat der Tapferen»), wie es auch die Nationalhymne verkündet. Und «God’s Own Country» («Gottes eigenes Land») ist dazu berufen, die Welt zu beherrschen. Zur Durchsetzung dieses unipolaren Anspruchs haben sie seit dem 19. Jahrhundert eine Langzeitstrategie entwickelt, wozu die Aufrechterhaltung einer übermässig hochgerüsteten Armee und die Einrichtung zahlreicher Militärstützpunkte in aller Welt gehören.

Dabei ist nicht zu übersehen, dass die US-amerikanische Gesellschaft in weiten Teilen und bis in den Kongress hinein religiös-fundamentalistisch fanatisiert ist. Bis in die Gegenwart ist hier die Wahlverwandtschaft zwischen Puritanismus und Kapitalismus, eine «ökonomische Prädestinationslehre» – wen Gott liebt, den lässt er reich werden – tief verwurzelt. Darüber hinaus sind viele der Hardliner offensichtlich der Ansicht, dass alles, was den USA nützt, letztlich der ganzen Welt zugutekommt, woraus sich ihr Anspruch auf globale Vorherrschaft ergibt.

Dieser durch nichts gerechtfertigten Hybris folgte auch die Politik des mit einem gewinnenden Lächeln daherkommenden Präsidenten Barack Obama, der in einer Rede vor der Militärakademie in Westpoint die USA als die «einzige unverzichtbare Nation» bezeichnete, als Dreh- und Angelpunkt aller Allianzen von Europa bis Asien, «unübertroffen in der Geschichte der Nationen» (Siehe Fussnote 1). Damit bekundete Obama, was schon lange praktizierte Politik der Vereinigten Staaten war, die seit dem 20. Jahrhundert ihren imperialen Anspruch auch gegenüber Europa, insbesondere Deutschland, durchzusetzen verstanden.

Diese Machtpolitik hatte ihren Anfang spätestens 1823, als Präsident James Monroe dem US-Kongress die Grundzüge einer langfristigen Aussenpolitik der Vereinigten Staaten vorstellte: Keine Duldung der Einmischung anderer Länder auf dem amerikanischen Doppelkontinent, zugleich Schutz- und Interventionsanspruch der USA in Lateinamerika (2). Damit legten die USA die Hand auf Mittel- und Südamerika.

mehr:
- Trumps «AMERICA FIRST» ist die Politik der USA schon seit 1823 (Wolfgang Bittner, Info-Sperber, 13.03.2020)
siehe auch:
Propagandaregen: Die ideologische Mobilmachung der Republik (Post, 25.08.2019)
USA: Bewahrung der Weltdominanz (Post, 24.08.2019)
USA zeigen überraschende Merkmale eines Drittweltlandes (Axel Hechelmann, Augsburger Allgemeine, 16.08.2019)
INTERAKTIVE WELTKARTE – Von 1899 bis heute: Welche US-Präsidenten wo Kriege führten (Axel Hechelmann, Augsburger Allgemeine, 21.06.2019)
Das US-Imperium überzieht die Welt mit Krieg. Absichtlich. Zwei aufschlussreiche Belege. (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 18.12.2018)
Die US-imperiale Strategie, der »Zwang« Kriege führen zu müssen und die Manipulation der öffentlichen Meinung oder Fehler oder Absicht? (Post, 16.12.2018)
Von 1945 bis heute - 20 bis 30 Millionen Menschen von den USA getötet (Manlio Dinucci, voltaire.net, 21.11.2018)
USA über 200 Kriege seit ihrer Gründung (beobachter.ch, 10.02.2016)
Die Kriege der USA (initiative.cc, 13.02.2010)
- US-Militäreinsätze nach dem Zweiten Weltkrieg (der Freitag, 19.10.2001)



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…die USA sind seit dem Zweiten Weltkrieg durch Angriffe auf andere Länder für den Tod von 20-30 Millionen Menschen verantwortlich.
(Mausfeld-Vortrag »Warum schweigen die Lämmer?« bei 39:00)

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Donnerstag, 12. März 2020

Die neue Qualität des öffentlichen Diskurses: Ausgrenzung statt Dialog

Danke vielmals für die Unterstützung bei der Abwehr der Machenschaften des LBGA München. Siehe hier. Die NachDenkSeiten sind bei weitem nicht das erste Opfer dieser Gruppe. Wir informieren in einem Teil A kurz über andere Opfer dieser undurchsichtigen Gruppe von Linksjugend, Grüner Jugend, Jusos und Falken. In Teil B werden Leserbriefe zusammengestellt. Dafür herzlichen Dank.
mehr:
- Lisa Fitz, Georg Schramm, Jürgen Todenhöfer, Andreas Zumach, u.a.m. waren auch schon Opfer der obskuren Antisemitenjäger aus München (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 11.03.2020)
siehe auch:
Die Kampagnen gegen Peter Handke gehen weiter (Post, 11.11.2019)
- Realsatire: Gysi von Irren bis aufs Klo verfolgt (Post, 13.11.2014)
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Die vergifteten Skripals: Noch so eine Propaganda-Geschichte…

Die Ermittlungen des Nervengift-Anschlags kommen offenbar nicht weiter, zudem ist die Frage, ob Julia und Sergei Skripal freiwillig oder unter Zwang an einem geheimen Ort leben
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Der Skripal-Fall scheint geklärt zu sein. Einmal wieder war wie bei MH17 oder beim angeblichen Giftgasangriff in Duma Bellingcat mit im Spiel, um die Beweise für Verdächtige zu liefern, die staatliche Ermittler nicht selbst beibringen konnten oder wollten. Für den Nowitschik-Anschlag auf Sergei und Yulia Skripal am 4. März 2018 bleibt zwar weiterhin viel unplausibel (Und die Skripals?), auch wenn Bellingcat die vermeintlichen Täter Alexander Petrov und Ruslan Boshirov, die die britische Polizei verdächtigt, als die GRU-Agenten Anatoliy Chepiga und Alexander Mishkin entlarvt haben will. Mehr als Bilder von Überwachungskameras über ihren Aufenthalt in Salisbury, aber nicht in der Nähe von Skripals Haus, gibt es nicht. Die letzte Pressemitteilung der Polizei stammt vom 22. November 2018.

Besonders auffällig ist aber, dass Sergei und Yulia Skripal nach der Behandlung im Krankenhaus von den britischen Sicherheitsbehörden weggesperrt wurden und praktisch von der Bildfläche verschwunden sind. Warum sollten in einem solchen Fall, der von der britischen Regierung und dem Westen so aufgebauscht wurde und den Konflikt mit Russland vertieft hatte, die Opfer, auch wenn sie freiwillig und aus Angst untergetaucht und geschützt leben wollen, nicht Medien Interviews geben. Das könnte an einem gesicherten Ort geschehen, die Gesichter, die möglicherweise verändert wurden, müssten auch nicht gezeigt werden? Haben sie nichts zu sagen, was den Verdacht gegen Russland erhärten würde oder was den Tathergang und die Täter näher beleuchten könnte?

Seltsam auch, dass das westliche Medien und Regierungen nicht zu beeindrucken scheint, für die der Fall wohl aufgeklärt und der Täter im Kreml klar ist. Nach dem großen Aufschrei ist der Fall nun ad acta gelegt, die anfangs mit enormen Aufwand betriebenen polizeilichen Ermittlungen scheinen auch nicht weiter voranzukommen – vielleicht sollen sie auch im Sand verlaufen.

mehr:
- Wollen die Skripals Großbritannien verlassen? (Florian Rötzer, Telepolis, 07.03.2020)
siehe auch:


Die Beweise des Krankenhauspersonals in Salisbury wurden von einem scharfäugigen englischen Analysten geprüft, der Anonymität und ein Internet-Handle namens Twiki bevorzugt. Er hat herausgefunden, dass die Blutuntersuchung der Skripals für mindestens 36 Stunden nach ihrem Krankenhausaufenthalt - dh zwischen ihrer Aufnahme am Sonntagnachmittag, dem 4. März, und dem folgenden Dienstagmorgen, dem 6. März - keinen Marker für Organo- (nicht wiederholen) ergab Vergiftung mit Phosphatnervenmitteln; das heißt, der Gehalt an Acetylcholinesterase (ACE) im Blutkreislauf. *

Das Zeugnis der Geschäftsführerin des Krankenhauses, Cara Charles-Barks - ausgestrahlt von der BBC, von Urban nicht verstanden - ist jedoch, dass der Nachweis des Markers und des Nervenagenten, der angeblich dafür verantwortlich ist, in den Blutkreisläufen der beiden Skripals am Montagmorgen erfolgte Das heißt, dem Krankenhaus wurde mitgeteilt, was Regierungsbeamte 24 Stunden vor Blutspuren entschieden hatten.

Dies erklärt auch, warum das britische Verteidigungsministerium und sein Labor für Verteidigungswissenschaft und -technologie (DSTL) in Porton Down nicht in der Lage und nicht bereit waren, Aufzeichnungen über die Skripal-Blutnachweise zu erstellen. Kurz gesagt, die Beweise können nicht vorgelegt werden, weil die Beweise nicht existieren. Die entnommenen Skripal-Blutproben enthüllten keinen Nervenwirkstoff vom Typ Novichok, bis dieser in Briefings von Regierungsbeamten der Krankenhausleitung, dann der BBC und dann der Welt hinzugefügt wurde.

Laut einem Dokument, das 2019 vom Verteidigungsministerium und der DSTL veröffentlicht wurde, wurden die Skripal-Blutproben, die Berichten zufolge in Porton Down eingetroffen waren, „irgendwann zwischen 1615 am 4. März 2018 und 1845 am 5. März 2018 entnommen“.

[John Helmer, johnhelmer.net, 08.03.2020 – Google-Übersetzer]
Anscheinend hat es sich ausgeSkripalt… (Post, 19.12.2019)
Der Fall Skripal: Lügen ohne Ende (Post, 07.10.2018)
- Tagesdosis 13.3.2018 – Giftgasmorde und Neuer Kalter Krieg (Podcast) (Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 13.03.2018)
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Was am Ende wirklich zählt

Man sagt ja, in Krisenzeiten besönnen sich die Menschen auf das, was wirklich wichtig ist. Ich weiß jetzt, was unbedingt dazugehört. Nicht Liebe, Freunde und Familie. Nicht Ehre, Gott und Vaterland. Sondern Klopapier. Banales Klopapier.

Ich weiß das, weil bei mir daheim die weibliche Familienmehrheit derzeit im großen Stil Vorsorge trifft. Genau habe ich es nicht verstanden. Aber offenbar hat der Bruder einer Frau, die drei Straßen weiter wohnt, vor vier Jahren einen Schulfreund besucht, dessen angeheirateter Schwippschwager ein Halbchinese sein soll. Außerdem hat der Großvater unseres Friseurs unlängst eine Postkarte aus Südtirol bekommen und – unbedarft, wie er ist – mit bloßen Händen angefasst.

Jedenfalls gehen alle weiblichen Familienmitglieder fest davon aus, dass wir schon bald unter Quarantäne gestellt werden. Dass dann Menschen in Astronautenanzügen mit Kärchern um unser Haus schleichen, unterstützt durch Pestärzte mit Schnabelmasken und Rauchfässern. Und dass wir zum Überleben dann vor allem Klopapier brauchen. Also schickten sie mich los, welches zu besorgen.

Ich steuerte drei nahe Supermärkte an. Ohne Erfolg. Überall waren die Klopapierregale so leer wie einst die Kohlenkeller im dritten Kriegswinter. Das Gute am Kapitalismus ist, dass der Markt solche Engpässe meist rasch kompensiert. Und daheim stellte ich fest, dass die weibliche Familienmehrheit ohnehin schon so viel Klopapier gebunkert hatte, dass ich überlege, im Falle anhaltender Versorgungsdefizite einzelne Rollen bei Ebay zu versteigern.

An dieser Stelle ist es an der Zeit, einmal völlig ironiefrei all jenen Menschen zwischen Uetze und Wuhan einen solidarischen Gruß zu entbieten, die bereits in Quarantäne leben. Danke, dass Sie die Isolation auf sich nehmen, damit der Rest der Menschheit von diesen viralen Mistviechern verschont bleibt. Ich finde, Sie haben einen Orden verdient. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie all das haben mögen, was Sie brauchen. Auch … Sie wissen schon.

[Quelle: Simon Benne, Was am Ende wirklich zählt]
mein Kommentar:
Ich würde was drum geben, wenn ich erfahren würde, wie die holde Gattin des Verfassers – und die übrigen weiblichen Wesen in seiner Umgebung – reagiert bzw. reagieren, wenn sie diese Glosse lesen…
😂
siehe auch:
- Der Tod und das Reisbällchen (Post, 03.01.2007)
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»So viele Fälle, in denen Verunsicherung oder gar Angst erzeugt werden«

- „Die Kassenmitarbeiterin rief den Patienten sogar mehrfach in der medizinischen Rehabilitation persönlich in seinem Zimmer an, bis die Oberärztin der Klinik dies stoppte. Der Patient war immer massiv verunsichert und verwirrt.“
- Eine Patientin werde „regelhaft mit Anrufen der Sachbearbeiter konfrontiert mit der Frage, wie es ihr jetzt gehe. Der MDK wird als Druckmittel aufgebaut. Dies führte bereits in der Vergangenheit zu zunehmenden Ängsten der Patientin vor diesen Anrufen sowie massiven Zukunftsängsten“.
- „Nachdem er (der Patient) eine massive Drohung zu Hause auf seinem AB von Seiten der Krankenkasse vorfand (unter der Gürtellinie, ohne Namen), traute er sich nicht mehr ans Telefon.“
„So viele Fälle, in denen Verunsicherung oder gar Angst erzeugt werden, das ist erschreckend und hat System“, sagte Benedikt Waldherr. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Krankenkassen systematisch derartige Grenzüberschreitungen vornehmen, offenbar insbesondere wenn PatientInnen lange arbeitsunfähig sind und Krankengeld beziehen.“
Der bvvp verwahrt sich gegen die Einmischung von Krankenkassen in psychotherapeutische Behandlungen und fordert: Diese gravierenden Eingriffe in die Therapiefreiheit müssen endlich aufhören.
mehr:
- bvvp dokumentiert zunehmende Krankenkasseneinmischung in psychotherapeutische Behandlungen (mydrg.de, 11.03.2020)
siehe auch:
- Das neoliberale Narrativ: Wir sind verkehrt! (Post, 05.10.2016)
»… es geht mir hier um die Tatsache, dass die sowieso schon schwierige Therapie einer solchen schweren psychischen Erkrankung durch die Art, wie verschiedene soziale Institutionen mit dem Patienten umgehen, noch dadurch erschwert – und über längere Zeit verunmöglicht – wird, dass der Patient aktuell durch institutionelle Maßnahmen und Entscheidungen in Atem gehalten und in Kämpfe verwickelt wird.«  
[aus meinem Schreiben an einen Rentenversicherungsträger, 2014]