Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
Virologe Hendrik Streeck bewertet die Kritik an der Studie seines Kollegen Christian Drosten als berechtigt.
Von der Art der Berichterstattung wolle er sich aber distanzieren.
Persönlich fühle er mit Drosten, sagte Streeck, der selbst als Leiter der Heinsberg-Studie in die Kritik geraten war.
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich der Kritik an der Studie seines Kollegen Christian Drosten von der Berliner Charité angeschlossen. “Die Methode ist von fünf Statistikern kritisiert worden, und diese Kritik kommt nicht von ungefähr”, sagte der Wissenschaftler im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es sei jedoch schwierig, “zwischen berechtigter Kritik und dem, was dann medial daraus gemacht wird, zu trennen”, sagte er mit Blick auf einen umstrittenen Bericht der “Bild”-Zeitung über Kritik an der Drosten-Studie zur Virenbelastung bei Kindern. “Von der Art der Berichterstattung würde ich mich distanzieren.”
(Essen) - Das geplante Patientendaten-Schutzgesetz hat viele Kritiker: Der Bundesdatenschützer, die Ärzteschaft, Oppositionsparteien im Bundestag, der Chaos Computer Club und viele weitere Experten monieren den mangelnden Datenschutz und vermissen den konkreten Nutzen für Patienten. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) sieht noch einen wesentlichen Kritikpunkt: die nicht vorhandene Praktikabilität für die medizinische Versorgung. "Die geplanten hochkomplexen digitalen Anwendungen wie die elektronische Patientenakte (ePA) oder das elektronische Rezept behindern massiv den Workflow in den Praxen und Kliniken", sagte FÄ-Vizevorsitzende Dr. Silke Lüder am Mittwoch in Hamburg.
"Zeit- und Kostenaufwände steigen deutlich - das werden die Arztpraxen und die Patienten spüren. Profitieren werden nur IT-Konzerne und eventuell Krankenkassen, die sich den indirekten Zugriff auf die gesamten ausführlichen Krankheitsdaten erhoffen", betont Lüder. Datenschützer und Ärzte kritisieren außerdem, dass die Gesetze von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Widerspruch zur Datenschutzgrundverordnung stehen. Die dort festgelegten rechtlichen Voraussetzungen für die sensibelsten Daten der Bevölkerung werden nach Meinung vieler Sachverständiger nicht annähernd erfüllt.
Eingeführt werden sollen die ePA, das elektronische Rezept, die elektronische Überweisung, die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und der elektronische Notfalldatensatz. Ärztinnen und Ärzte, die bis Mitte 2021 nicht mit der ePA arbeiten, werden dann mit erneuten Strafzahlungen zur Kasse gebeten. "Dabei nützt die ePA bei der Patientenbehandlung nicht, sondern raubt nur Zeit und sorgt für Unsicherheit", erläutert die FÄ-Vizevorsitzende. "Da die Versicherten selbst Dokumente löschen können, ist die Akte unvollständig, aus medizinischer Sicht unzuverlässig und juristisch betrachtet für Ärzte unbrauchbar."
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert eine vollständige Öffnung von Kitas und Schulen. Ohne Rückkehr zum Normalbetrieb drohen die Kollateralschäden sich auszuwachsen, warnt Präsident Thomas Krüger. Für die Generation Z hat er eine düstere Prognose.
Thomas Krüger ist Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung und seit 25 Jahren ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks. Er setzt sich für eine rasche Rückkehr zur Normalität an deutschen Schulen ein.
WELT: Herr Krüger, als Präsident des Kinderhilfswerkes fordern Sie, Schulen und Kitas wieder vollständig zu öffnen. Warum ist das so wichtig?
Thomas Krüger: Die Tatsache, dass den Kindern in der Corona-Krise ihre Lehr- und Lernumgebung vorenthalten werden musste, hat gravierende Auswirkungen auf das soziale Zusammenleben. Es ist ein schwerer Eingriff in ihre Lebenswelt, in ihre Grundrechte und beeinträchtigt ihre psycho-soziale Entwicklung.
Vor Falschmeldungen warnen zurzeit fast täglich Faktenprüfer. Doch sie sind mit den Machteliten verflochten und wenig glaubwürdig.
Tag für Tag entdecken sogenannte Faktenprüfer neue Falschmeldungen. In Zeiten von Corona haben sie geradezu Hochkonjunktur. Viele Medien, darunter die NZZ und die Republik, berufen sich gerne auf die Hüter der Wahrheit bei der Brandmarkung falscher Nachrichten aus dem Kreise sogenannt alternativer Medien. Auffällig dabei ist: Die Machtposition der Faktenprüfer wird nie in Frage gestellt. Diese werden gerne als neutrale und seriöse Quellen behandelt, obwohl viele es in Wirklichkeit nicht sind.
Ein internationales Netzwerk
Falschinformationen und Propaganda sind nichts Neues. Im Rahmen des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2015/2016 rückte das Thema Fake-News ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Hintergrund waren wahre Enthüllungen über Hillary Clinton, die Wikileaks ausgerechnet während des Wahlkampfs veröffentlicht hatte. Es wurden aber auch Falschinformationen über die Präsidentschaftskandidaten in die Welt gesetzt. All dies geschah in einer Zeit, in der grosse Medien ohnehin mit Glaubwürdigkeitsverlusten zu kämpfen hatten.
In einem möglichen Wahlsieg von Trump sahen traditionell mächtige Lobbys die Demokratie in Gefahr. Der sogenannte Kampf gegen Fake-News war hauptsächlich gegen Trump gerichtet. Entsprechend nahmen die Faktenprüfer Trumps Aussagen unter die Lupe. Ein «Fact-Checker» der «Washington Post» wies Trump über vier falsche Behauptungen pro Tag nach. Doch im Weltgeschehen nehmen die grossen Faktenprüfer-Netzwerke in erster Linie abweichende Meinungen ins Visier , welche die US-Vorherrschaft in Frage stellen.
Einige Faktenchecker gründeten das sogenannte International Fact-Checking Network. Dieses Netzwerk fokussiert ziemlich einseitig auf russische Stellen, die nach Ansicht der US-Regierung die Hauptverantwortlichen für Manipulationen und Falschmeldungen sind.
Dem Netzwerk gehören inzwischen zahlreiche Faktenprüfer-Organisationen an, die über die Informationen wachen. Im deutschsprachigen Raum zum Beispiel «Correctiv» – dafür musste sich die Plattform als geprüfte Partnerin vom Poynter Institute zertifizieren lassen (siehe unten). Die Europäische Union gründete 2015 eigens die «East StratCom Task Force» [Google-Übersetzer, Link von mir eingefügt], die mit dem Monitoring russischer Presseorgane beauftragt wurde (Infosperber berichtete darüber). Diesem Ziel schlossen sich auch die Tech-Giganten Facebook und Google an.
In Deutschland und auf der ganzen Welt übt eine große Zahl von Wissenschaftlern, Ärzten und weiteren Experten Kritik am Umgang mit der Corona-Problematik durch Politik, Leitmedien und Aktivisten. Ihre Stimmen werden kaum gehört oder stark verzerrt wiedergegeben. Hier finden Sie eine Liste mit über 250 Expertenaussagen zur Krise um den Coronavirus und ihren Folgen.
Die 250 Expertenstimmen stehen auch als Inhalt einer PDF-Datei zur Verfügung. Diese darf gerne nach Belieben benutzt, heruntergeladen, hochgeladen, kopiert, verbreitet, veröffentlicht werden.
„Für so drastische Maßnahmen fehlen schlichtweg die Zahlen. Dass man Patienten mit Vorerkrankungen und ältere Menschen in Kranken- und Pflegeeinrichtungen besonders schützt, ist völlig in Ordnung und erforderlich. Grippe und Coronaviren, das ist bekannt, gefährden Ältere besonders. Das Herunterfahren vieler Betriebe, die Schließung von Schulen und Kindergärten und sogar Ausgangsbeschränkungen – für all das gibt es aber aus medizinischer Sicht keinen Grund. (...) Das ist keine Pandemie. Eine Pandemie ist für besonders viele Todesfälle verantwortlich. Die sehe ich nicht. Die Begrifflichkeit ist also nicht angebracht. Dann müssten wir auch bei der Grippe jedes Jahr so drastische Maßnahmen ergreifen.“ Professor Dr. Siegwart Bigl, Mediziner, Mitglied der sächsischen Impfkommission.
„Die große Mehrheit wird nicht daran sterben. (...) Viele Menschen, eine bedeutende Anzahl von Menschen, werden das Virus überhaupt nicht bekommen. (...) Von denjenigen die es bekommen, werden einige es nicht einmal bemerken. (...) Von denjenigen die Symptome bekommen, wird die große Mehrheit, wahrscheinlich 80%, eine milde oder moderate Krankheit haben. (...) Eine unglückliche Minderheit muss sich ins Krankenhaus begeben, doch die Mehrheit davon, wird ausschließlich Sauerstoff benötigen, und anschließend die Klinik wieder verlassen. (...) Und dann wird eine Minderheit auf der Intensivstation enden, und einige davon werden traurigerweise versterben. Doch das ist eine Minderheit. 1%, oder womöglich weniger als 1%. Und sogar in den höchsten Risikogruppen, sind dies deutlich weniger als 20%. Das heißt, die große Mehrheit der Menschen, sogar die aller höchsten Risikogruppen werden nicht sterben, wenn sie sich mit dem Virus infizieren."Professor Dr. Chris Whitty, Arzt und Epidemiologe, Chief Medical Officer für England, Chief Medical Adviser der britischen Regierung, Chief Scientific Adviser am Department of Health and Social Care und Leiter des National Institute for Health Research.
„Die Untersuchung von Sachdaten aus der ganzen Welt zusammen mit den mathematischen Projektionen des SIR-Modells präsentiert die Behauptung der Regierung, dass Israels erfolgreiche Isolationsmaßnahmen das Land vor einer schrecklichen Seuche bewahrt haben, nichts weiter als eine Illusion, während echte Daten nie der Öffentlichkeit präsentiert wurden. (...) In den globalen Medien erzeugt jede winzige Änderung eine beängstigende Schlagzeile, die durch ein Missverständnis der Zahlen noch verstärkt wird und hier von Gesundheitsbeamten sofort wiederholt wird. (...) Wir dürfen nicht zulassen, dass uns dies blind macht für den positiven Trend eines stetigen Rückgangs in allen Ländern. (...) Von besonderem Interesse ist die Tatsache, dass Berater und die Medien die Tatsache ignorieren, dass eine Epidemie ausnahmslos in allen Ländern ihr Endstadium erreicht, wenn der Anteil der Infizierten aus der Allgemeinbevölkerung nicht mehr als einen halben Prozentpunkt beträgt. Von der Gesamtbevölkerung in Israel wurden 0,18% mit dem Coronavirus diagnostiziert, in Schweden 0,22% und in Spanien 0,47%. Niemand fragt, wie es kommt, dass 99,5% der Weltbevölkerung nicht infiziert waren."Professor Dr. Doron Lancet, Molekulargenetiker, Weizmann Institute of Science, Israel.
Das gegenseitige Aufrüsten in der Hoffnung, in einem Konflikt die A-Bombe zuerst einzusetzen, ist «Wahnsinn», sagt Daniel Ellsberg.
Red. Nachdem er als Whistleblower der «Pentagon Papiere» die Vietnam-Lügen Präsident Lyndon Johnsons aufgedeckt hatte, macht sich Daniel Ellsberg, 89, seit Jahrzehnten für den Frieden stark. Im folgenden Beitrag geht er auf den «Wahnsinn» der nuklearen Aufrüstung ein. x
Die Aufrüstung mit atombestückten Interkontinentalraketen ICBM (Intercontinental Ballistic Missiles) sind ein Wahnsinn. Denn ein Atomkrieg hätte einen nuklearen Winter zur Folge, der Feind und Freund gleichermassen trifft. x
Es würde in den USA nicht aufgerüstet, wenn dem militärisch-industriellen Komplex nicht satte Profite locken würden. Wenn damit keine Gewinne gemacht werden könnten, hätten wir keine ICBMs. x
Braucht die andere Seite Atomwaffen? Brauchen wir sie? x
Angesicht eines drohenden Atomkriegs macht es keinen Sinn, mehr Waffen zu besitzen als die anderen. Aber wie kann man kluge Leute in ihrem Job, der ihnen Karriere und Beförderung bringt, davon überzeugen? x
Präsident Reagan sagte, man könne einen Atomkrieg nicht gewinnen. Diese Einsicht müsste dazu führen, dass man keinen Atomkrieg riskiert, mit keinem droht, sich auf keinen vorbereitet.x
Zwar können die USA Atomwaffen gegen einen Nicht-Kernwaffenstaat einsetzen. Wir drohten oft damit und bereiteten uns darauf vor. Aber was würde ein Krieg zwischen zwei Atommächten bedeutet, beispielsweise auch zwischen den Erzfeinden Indien und Pakistan? Nein, sie werden keinen solchen Krieg führen, weil keines der Länder einen solchen Krieg gewinnen könnte. x
Auch die USA und Russland könnten keinen Nuklearkrieg gewinnen. x
Doch selbst die Leute, die das wissen – und im Pentagon behaupten sie nichts anderes –, glauben an einen Trugschluss. Sie glauben, wie schlimm es auch sein mag, einen Atomkrieg zu führen, es sei vorteilhaft, den ersten und möglichst auch den zweiten Schlag auszuführen.
Daniel Ellsberg macht den Fehler und zitiert Ronald Reagan: »Präsident Reagan sagte, man könne einen Atomkrieg nicht gewinnen. Diese Einsicht müsste dazu führen, dass man keinen Atomkrieg riskiert, mit keinem droht, sich auf keinen vorbereitet.« Was ein US-Präsident sagt, ist das eine – das andere ist, was er tut…
Zwischen dem 7. und dem 11. November 1983 lief in Westeuropa die letzte Übung des jährlichen Herbstmanövers an. Unter der Code-Bezeichnung ABLE ARCHER sollte die finale Eskalation geübt werden: Der nukleare Vernichtungsschlag. Damals hatte US-Präsident Ronald Reagan die Atmospähere mit aggressiver Rhetorik vergiftet, in welcher er Russland als „das Reich des Bösen“ dämonisierte. Zudem war der eigentlich Kalte Krieg nach dem Abschuss der Korean Airline 007 und der überraschenden Invasion auf Grenada so heiß geworden wie während der Kubakrise - allerdings nur hinter den Kulissen. Der zum Staatschef aufgestiegene vormalige KGB-Chef Juri Andropow befürchtete, dass die Übung in Wirklichkeit nur eine Tarnung für einen von Pentagon-Mächtigen offen befürworteten nuklearen Überraschungsangriff auf Moskau sei.
Im Westen wird die sowjetische Kriegsangst von 1983 von konservativen Historikern heruntergespielt. Seit die USA 2015 den bis dahin strengst geheimen Untersuchungsbericht für Präsident Bush von 1990 freigaben, steht allerdings zumindest ein Großteil der US-Quellen offen, wo man die Situation definitiv als hochriskant einstufte (Um Haaresbreite). Anders als die USA mauern die Briten und Russen nach wie vor. Nun wurden u.a. in einem KGB-Archiv in der Ukraine entdeckte Akten bekannt, welche Aufschluss über die östliche Perspektive des Dramas von 1983 bieten. Auch die StaSi-Unterlagenbehörde erwies sich als ertragreich. Das National Security Archive der George Washington University hat einen Großteil des bislang unbekannten Materials nunmehr online gestellt.
Seit Reagan das Tauwetter im Kalten Krieg beendet und die Aufrüstung im Weltraum forciert hatte, trieben die Sowjets Befürchtungen eines Überraschungsschlags um. Daher startete Moskau 1981 unter Leonid Breschnew das bis dahin größte Unternehmen des KGB, die Operation RYaN. Sowohl der Geheimdienst als auch die Militärs sollten jedes Anzeichen melden, das auf eine konkrete Kriegsvorbereitung hindeutete, etwa das Horten von Blutspenden oder das Verhalten von Kirchenoberhäuptern. Während das Programm eigentlich Klarheit über die Absichten der USA bringen sollte, leistete es ironischerweise das Gegenteil, weil es die Furcht vor einem Angriff in einer Echokammer sammelte.
Bei einer streng geheimen Unterredung mit dem ostdeutschen Geheimdienstchef Erich Mielke im Juli 1981 bedankte sich Andropow für die Beschaffung von sensiblen Unterlagen über die NATO. Die Auslandsaufklärung verfügte damals über einen Agenten, der Zugang zu allen NATO-Geheimnissen hatte (Der NATO-Spion). Andropow neigte damals zur Auffassung, dass die USA zwar einen Krieg vorbereiteten, einen solchen aber nicht zu führen wünschten. Er sei sich aber nicht sicher. Gegenüber dem russischen Botschafter Anatoly Dobrynin verlautbarte Andropow im Vertrauen, dass die Reagan-Administration sich auf einen Krieg vorbereite und dass man Reagan alles zutrauen müsse.
[Markus Kompa, Neue Dokumente zu ABLE ARCHER 83, Telepolis, 07.11.2018 – Hervorhebungen von mir]
Vorsicht! Was heute noch als solide Recherche und seriöse Berichterstattung verkauft wird, kann schon morgen gefährliche Verschwörungsideologie sein.
Als habilitierter Konspirologe und „elder statesman“ der Verschwörungstheorie verfolge ich die aktuelle Aufregung über die „Gefahren“ und die „unheimliche Macht“ (Spiegel) der Verschwörungstheoretiker ja eher amüsiert. Und erstaunt, dass der inflationäre Gebrauch das Diffamierungs- und Denunziationspotential des Begriffs noch immer nicht abgenutzt hat. Was möglicherweise damit zu tun hat, dass die akademischen „Experten“, die dazu publizieren und verstärkt im Fernsehen herumgereicht werden, zu diesem Thema in der Regel nur küchen-psychologischen Bullshit von sich geben.
Dass es reale Verschwörungen gibt und viele anhand von Indizien darüber aufgestellte Hypothesen sich als wahr erwiesen haben – dass Verschwörungstheorie als heuristisches Verfahren also durchaus Berechtigung zukommt – wird von diesen Experten ebenso ausgeblendet wie die im Namen des Staats und der Großmedien verbreiteten Verschwörungstheorien. Zum Beispiel die WMD des Irak oder – soeben aufgeflogen – die Verschwörungstheorie „Russiagate“, nach der „die Russen“ die Computer der Demokraten gehackt und Trump zum Wahlsieg verholfen hätten. Wie jetzt veröffentlichte Dokumente von Kongress-Anhörungen zeigen, hat der Verantwortliche der IT-Firma „Crowdstrike“ ausgesagt, dass sie keinerlei Beweise für „russische Hacker“ gefunden hätten. Dennoch wurde diese haltlose Story mit Putin als Erzbösewicht auf allen Kanälen seit drei Jahren immer wieder hochgekocht – und kein „Qualitätsjournalist“ stellte auch nur eine kritische Frage oder gar eigene Recherchen an. Die hätten nämlich zu niemand anderem als dem ehemaligen technischen Direktor der NSA höchstselbst, Bill Binney, geführt, der nachgewiesen hat, dass die Daten aus dem DNC-Server nicht von außen gehackt, sondern von innen abgesaugt wurden. Sowie natürlich zu der Merkwürdigkeit, warum bei einem vermeintlichen Großskandal bei dem feindliche Mächte demokratische Wahlen manipulieren und in Computer einbrechen, weder das FBI noch eine andere staatliche Stelle – sondern nur die Privatfirma Crowdstrike – den betroffenen Server untersuchen durfte.
Man musste keinen Bachelor der Illuminaten-Akademie in der Tasche haben, um zu erkennen, dass die Russiagate-Story vom Tag Eins an faul war, es brauchte eigentlich nur einen IQ über Zimmertemperatur, den Willen hinzuschauen und zu tun, was einst „Spiegel“-Rudi seinem Nachrichtenmagazin verordnete: „Sagen was ist“. Aber da kam nichts, weder beim ehemaligen Nachrichtenmagazin noch sonst in einem der selbsternannten Qualitätsmedien – drei lange Jahre lang wurde nahezu täglich die Russiagate-Saga aufgetischt. Was einen weiteren Aspekt des Themas verdeutlicht, der von den Experten gern außer Acht gelassen wird: Wenn’s der Obrigkeit passt, sind auch haltlose Verschwörungstheorien völlig in Ordnung. Und Russiagate passte in jeder Hinsicht: Als Sündenbock für den unerklärlichen Betriebsunfall der Niederlage Hillary Clintons, als Dauervorwurf an Donald Trump, dessen Politik ansonsten kritiklos durchging, und als nötiges Angstszenario für weitere militärische Aufrüstung. Da kann man dann als Top-Journalist dann jahrelang zur besten Sendezeit Verschwörungstheorien verbreiten, ohne für diese Fake News-Orgie irgendwie zur Rechenschaft gezogen zu werden. Solche VertreterInnen des lügenden Gewerbes „Presstitutes“ zu nennen ist eigentlich eine Verharmlosung, da die KollegInnen aus dem liegenden Gewerbe niemals solche Schäden anrichten wie diese Verbreiter gefährlicher Verschwörungstheorien, mit denen Kriege angezettelt werden.
Alle Genialität der Aufmachung der Propaganda wird zu keinem Erfolg führen, wenn nicht ein fundamentaler Grundsatz immer gleich scharf berücksichtigt wird. Sie hat sich auf wenig zu beschränken und dieses ewig zu wiederholen. Die Beharrlichkeit ist hier wie bei so vielem auf der Welt die erste und wichtigste Voraussetzung zum Erfolg. [Adolf Hitler, Mein Kampf, zitiert in Albrecht Müller, Zum Entstehen eines Mainstream ein Zitat aus „Mein Kampf“, NachDenkSeiten, 29.05.2007]
Immer wieder wird die Aussage, dass die USA jene Terroristen, welche sie angeblich bekämpfen, selbst mit Waffen und Material versorgen, als „Verschwörungstheorie“ bezeichnet, um einer Diskussion darüber aus dem Weg zu gehen. Tatsächlich haben aber nicht nur höchste US-Beamte bereits öffentlich zugegeben, dass ihre engsten Verbündeten, Katar und Saudi-Arabien, die schlimmsten der schlimmen Terroristen unterstützt und Syrien mit Waffen überschwemmt haben, sondern es wurde ihnen bereits mehrfach die Lieferung von Waffen, Ausbildung und Material nachgewiesen.
Schon 2015 hatte Tim Anderson in seinem Buch „Dirty War on Syria“ unwidersprochen nachgewiesen, wie die USA Tausende von Kämpfern ausgebildet, bewaffnet und dann zum Kampf gegen die legitime Regierung Syriens losgelassen hatten. Und dass diese dann innerhalb weniger Tage zur Al-Qaida oder direkt zum IS übergelaufen waren. Das hatte zu der lächerlichen Antwort bei einem Hearing geführt, als nach der Anzahl von Kämpfern gefragt wurde, welche unter der Kontrolle der USA stehen würden, und daraufhin eine Zahl genannt wurde, die man an einer Hand abzählen konnte.
Im Jahr 2017 wurde dann klar, dass diese Versorgung der Terroristen immer noch in großem Umfang stattfand, und dass wegen der Art des Transportes wohl viele Regierungen in Europa sehr wohl davon gewusst haben mussten. In einem Artikel von Rubikon (1) tauchte zum ersten Mal der Name der bulgarischen investigativen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva auf, welche mit Unterlagen, die sie von Whistleblowern erhalten hatte, beschrieb, wie die Versorgung der Terroristen mit Waffen und Munition funktionierte:
„Mindestens 350 Diplomatenflüge der Silk Way Airlines (einer staatlichen Fluggesellschaft Aserbaidschans) transportierten Waffen während der letzten drei Jahre in Konfliktzonen in der ganzen Welt. Die staatliche Fluggesellschaft flog Dutzende von Tonnen schwerer Waffen und Munition für Terroristen, unter dem Schutzmantel der diplomatischen Immunität“ (1).
Die 1.Art VTs versuchen Unlogische und offensichtlich Absurde öffentliche Darstellungen in denen oft genug auch entscheidendes Beweismaterial ausgeblendet wurde (Kennedy-Attentat; 9/11; MH117; Skripal-Attentat) plausibler/logischer/besser zu erklären.
Da diese oft jeder Vernunft (sowie meist der Physik) spottenden Darstellungen (wie z.B. Hochhäuser, die im Freien Fall in sich zusammenstürzen; Magische Kugeln etc) aber leider von hochoffizieller Seite verbreitet werden, wird nicht diese Darstellung als "Verschwörungstheorie" dargestellt, sondern die logischere/stimmigere Gegendarstellung als "VT". Insofern sind diese VTs eigentlich nur die Antwort auf staatliche Versuche, die Leute für dumm zu verkaufen. Nach vielen Jahrzehnten (wenn die verantwortlichen Lügner tot sind) werden die Unterlagen dann geöffnet und es stellt sich regelmäßig heraus, alles war noch viel schlimmer!B-)
Die 2. Art sind die VTs, die offensichtlicher Blödsinn sind, weil sie allen wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen (Scheibenerde, "Fake"-Mondlandung, Klimakatatrophe als reine Einbildung, Nazis die heimlich unter dem Südpol leben etc etc)
Ein wichtiger Punkt, der meist unter den Tisch fällt, weil so die Vereinfacher wieder leichtes Spiel haben. Die, die dann wieder undifferenziert alles in den "Alles rechte Spinner-Topf" werfen, kräftig umrühren - Problem "gelöst"! [Eymontop, Eigentlich gibts 2 Arten von VTs, Kommentar zu Altmann-Artikel, 26.05.2020 17:07
]
… ist ja, dass, wenn man die offiziellen Verschwörungstheorien anzweifelt, selbst als Verschwörungstheoretiker bezeichnet wird, obwohl man eigentlich nur auf die Unstimmigkeiten der amtlichen Version aufmerksam macht.
Wer glaubt, zwei saudische Piloten, die nicht einmal in der Lage waren, eine zweimotorige Caessna zu beherrschen und von ihrem Fluglehrer mit dem Prädikat „Dumm und Dümmer" betitelt wurden, wären in der Lage gewesen, völlig unbemerkt den amerikanischen Luftraum zu durchqueren und eine Boeing in einem riskanten Flugmanöver - von dem gestandene Piloten meinen, sie seien dazu nicht befähigt - in das Herz die amerikanische Verteidigungszentrale zu steuern, der mag zwar entsetzlich naiv sein, ist aber kein Verschwörungstheoretiker, obwohl sein Glaube genau dies bezeugt: eine Verschwörungstheorie, an der 15 saudische Terroristen beteiligt sein sollen. Wer denkt, Afghanistan oder der Irak wären an diesen Attentaten schuld gewesen, obwohl nach amtlicher Version gar kein Terrorist aus diesen Ländern beteiligt war, ist auch kein Verschwörungstheoretiker.
Demnach haben wir folgenden Sachverhalt: Wer an eine fragwürdige terroristische Verschwörung glaubt, ist kein Verschwörungstheoretiker. Wer kritische Fragen äußert, die ausweichend beantwortet werden, aber schon. [digifree, Das Interessante, Kommentar zu Altmann-Artikel, 26.05.2020 18:52 – Hervorhebung von mir]
Hinweis: Die Uni-Leitung hat gegen Prof. Homburg eine Erklärung veröffentlicht. Wir arbeiten an einer Aufklärung dazu und bitten um etwas Geduld. Zunächst nur eine Vorabinfo:
In der heutigen Ausgabe der HAZ (26.05.2020) wird Prof. Homburg wie folgt zitiert:
„Homburg selbst wehrt sich gegen die Kritik und spricht von „konstruierten Vorwürfen“. Die Universität habe ihn nicht dazu angehört und eine irreführende Stellungnahme abgegeben. „Ich habe nie Parallelen zur Nazi-Zeit gezogen, sondern vor der Spätphase der Weimarer Republik gewarnt, die 1933 endete, nachdem Grundrechte massiv eingeschränkt worden waren.“ Zitatende
Was nachdenklich macht ist folgende Textstelle aus der Erklärung der Uni-Leitung zur Nazizeit ab 1933:
„Allein das letztgenannte Gesetz hat viele Kolleginnen und Kollegen an den deutschen Hochschulen… um ihre berufliche Existenz gebracht“, schreibt die Universität. Zugleich fordert der AStA seine „Entbindung von der Lehre“, also Entlassung.
Soweit erst einmal bis es Neues gibt.
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Prof. Homburg ist Direktor des Instituts für öffentliche Finanzen an der Leibniz-Universität Hannover.
Um was geht es?
In den letzten Tagen veröffentlichte die HAZ verschiedene Artikel zu Prof. Homburg online, als auch in den gedruckten Ausgaben.
Thema war seine Kritik des Lockdown. Diesen hält er für unnötig, sehr schädlich, ja schädlicher als das Coronavirus und begründet dieses auch mit fachlichen Argumenten.
In den veröffentlichten Artikeln der HAZ wurde Prof. Homburg als „hohläugig“ bezeichnet und „wie ein Endzeittheoretiker“.
Zu den Vorwürfen gegen seine Thesen und zum Vorwurf, Videos auf Unirechner hochzuladen, wurde Prof. Homburg keine Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.
Handelt es sich hier um eine Art Treibjagd gegen einen Regierungskritiker? Traut man sich nicht ihn selbst zu Wort kommen zu lassen, damit er seine Ansichten öffentlich begründen kann?
Nun hat Prof. Homburg einen Offenen Brief zu der HAZ-Kampagne geschrieben. Dieser kann im Folgenden exklusiv hier gelesen werden:
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HAZ-Kampagne
23. Mai 2020
Sehr geehrte Damen und Herren,
zu der seit Tagen geführten Kampagne der HAZ gegen meine Person möchte ich kurz Stellung nehmen:
1. Ich habe den Lockdown unter Verwendung offizieller Zahlen kritisiert und innere Widersprüche der Regierungspolitik herausgearbeitet. Meine Interviews auf Youtube, im Fernsehen und im Hörfunk (MDR, NDR, WDR) wurden millionenfach aufgerufen und geteilt; meine nüchterne Zahlenkritik ist sehr wirksam. Zugleich enthalte ich mich jeder Aussage über Hintergründe und Motive, weil ich diese nicht kenne. Hierfür erhalte ich aus ganz Deutschland riesige Unterstützung von Bürgern aller Berufsgruppen, vor allem Ärzten.
2. Die Behauptung, ich nutzte Universitätsrechner, um Videos hochzuladen, ist eine Lüge, die das Rechenzentrum widerlegt hat. Seit gut 20 Jahren findet man auf meiner persönlichen Institutsseite ein kleines Foto und eine pdf-Datei mit wissenschaftlichen und populären Veröffentlichungen etwa zu Steuerthemen. Seit einigen Wochen befindet sich dort außerdem eine reine Link-Sammlung mit wissenschaftlichen und populären Veröffentlichungen zum Lockdown: >> https://www.fiwi.uni-hannover.de/homburg.html .
3. Im Interesse jener Studierenden, die derzeit unter schwierigen Bedingungen arbeiten und die Prüfung bestehen wollen, habe ich politische Diskussionen im geschützten Bereich meiner Vorlesung „Öffentliche Finanzen“ untersagt und auf Diskussionsforen im Internet verwiesen.
Zwei Studenten, die hiergegen verstießen und den geschützten Bereich vandalierten, habe ich entfernt. Diese Studenten können an der Klausur teilnehmen und erhalten sogar auf Wunsch das Vorlesungsmaterial per Email. Sie werden die übrigen Teilnehmer, die an politischen Diskussionen nicht interessiert sind, künftig nicht mehr stören. Dieser Schutz ist mir wichtig, weil Präsenzvorlesungen verboten sind und die Studierenden nur im internen Forum Fragen zum Prüfungsstoff diskutieren können. Niemand soll durchfallen, weil andere das geschlossene Lernforum vandalieren und vom Stoff ablenken.
4. Verschwörungstheorien habe ich niemals verbreitet. Derartige Theorien findet man aber in der HAZ selbst: In der Ausgabe vom 22. Mai 2020 beleidigt mich Matthias Koch auf S. 2 als „hohläugig“ und meint, das ersetze ein Argument. Auf S. 3 fährt er fort, die vier Staaten mit den weltweit meisten Infizierten würden von Männern „mit einem gespannten Verhältnis zur Realität regiert.“ Gemeint sind die USA, Russland, Brasilien und Großbritannien mit den Regierungschefs Trump, Putin, Bolsonaro und Johnson. Am Erscheinungstag des Artikels befand sich bei den Infizierten pro Kopf der Bevölkerung kein einziger der genannten Staaten auf den ersten zehn Rängen. Koch gegenteiliges Ergebnis beruht auf einem irreführenden Vergleich der Gesamtzahlen, die in den USA natürlich viel höher sind als in Luxemburg. So kann man Vorurteile schüren und Stimmung machen.
Die soziale Ächtung jener, die mathematisch-statistisch aufzeigen, dass der Lockdown mehr Menschenleben kostet als rettet, die massiven Versuche, sie einzuschüchtern, aus ihren Ämtern zu entfernen und mundtot zu machen, die weitgehende Einheitsmeinung von Presse und Fernsehen und nicht zuletzt elektronische und tätliche Angriffe auf friedliche Bürger, die für Grundrechte, Kitaöffnungen und ähnliches eintreten, sind bedenkliche Entwicklungen, denen man entschieden entgegentreten muss.
7aktuell - Nachrichten- und Medienagentur Am 16.05.2020 veröffentlicht
Text und Links: YouTube
x Versuchter Anschlag auf Ken Jebsen und Tontechniker Jürgen Heil. Demo Stuttgart am 09.05.2020. {3:23}
Gerd Miethe Am 05.06.2020 veröffentlicht
Der Journalist Ken Jebsen und Tontechniker Jürgen Heil entging am 9. Mai in Stuttgart knapp einem Anschlag – der Staatsschutz ermittelt. 💣💣💣
Während Autonome in Deutschland nicht vor Bombenanschlägen💣💣 und versuchter Tötung 😰😰zurückschrecken, will Donald Trump die Antifa in den USA als Terrororganisation verbieten lassen und bringt das Militär in Stellung.
Ausführlicher Beitrag dazu zu sehen auf Exomagazin TV vom 05.06.2020, "Das 3. Jahrtausend #46" Ab Min. 15:30.
Gerd Miethe.
x mein Kommentar: Es ist bemerkenswert, mit welcher Aggressivität die MSM den »Corona-Maßnahmen-Kritikern« und den Kritikern des »Corona-Narrativs« begegnen. Manfred Wodarg wurde gleich zu Beginn der Panikmache mundtot gemacht, und Videos von Kritikern wurden unter Hinweis auf das ominöse Netzwerkdurchsetzungsgesetz auf YouTube gelöscht. Inzwischen ist das Corona-Narrativ zur Quasi-Religion mutiert: Menschen wie Prof. Homburg, die versuchen, Fakten zu präsentieren – und anders zu interpretieren, werden öffentlich an den Pranger gestellt. Das erzeugt Angst. und ich habe zunehmend den Eindruck, daß staatlicherseits Angst gezielt geschürt wird bzw. in der Bevölkerung entstehende Angst als eine Art Kollateralschaden akzeptiert wird. Es geht nicht mehr um Fakten (falls es überhaupt jemals um Fakten ging), es geht um glaubhafte Erzählungen – und das staatliche und vom Mainstream verbreitete Narrativ lautet: Covid19 ist eine furchtbar gefährliche Erkrankung … und anscheinend gehört es zur unausgesprochen selbstverständlichen Pflicht jedes guten Staatsbürgers, diesem Narrativ Glauben zu schenken.
Die Corona-Regeln schützen nicht das Leben, sondern gefährden es.
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Wenn sich eine Gesellschaft selbst betrügt, ergeht es ihr ähnlich wie den Individuen, durch welche sie geprägt wird. Ein seelisches Leiden — dessen Träger nur nach außen schaut und den Blick in den Spiegel scheut — wird irgendwann zu einem körperlichen Leiden. So wird auch unsere Gesellschaft zunehmend kränker und wird es in Wechselwirkung mit ihren Individuen. Jeder Tag, der als ein weiterer Tag des Ausnahmezustandes in unsere Geschichte eingeht, macht die Menschen kränker — aber ganz sicher nicht durch irgendein Virus.
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Befassen wir uns also im Folgenden mit ein paar sehr tief sitzenden Narrativen, welche den meisten Beteiligten an der sogenannten Coronakrise — betroffen sind wir ja alle — kaum bewusst werden. Doch bauen auf diesen nicht hinterfragten, jedoch ganz offensichtlich keinesfalls natürlichen „Wahrheiten“ alle operativen Maßnahmen auf. Die Maßnahmen werden mit Hinnahme dieser „Selbstverständlichkeiten“ überhaupt erst durchsetzbar. Außerdem nennt man diese Maßnahmen gerne Regeln, so als ob demokratisch unterlegte Absprachen infolge eines großen gesellschaftlichen Konsens getroffen worden wären.
Der Blick auf das Virus, die Diskussion um seine Gefährlichkeit, das Suchen nach politischen Drahtziehern und natürlich vor allem die damit heraufbeschworenen Ängste lassen somit völlig außer acht, wie gefährlich das ist, was derzeit nicht nur hierzulande Menschen anderen Menschen antun, sondern auch was Menschen sich — oft sogar widerstands-, ja kritiklos — antun lassen.
Diejenigen, die antun, nutzen dabei den Rechtsstaat aus und setzen den Schutz des Lebens gleich mit der Macht über das Leben. Genauer gesagt setzen diese den Wert, aber auch die Verfasstheit des Lebens über die Köpfe der Lebenden hinweg fest. So wie zum Beispiel die Deutsche Justizministerin Christine Lambrecht:
„Zum Schutz von Leben und Gesundheit erlaubt das Grundgesetz die Einschränkung von bestimmten Grundrechten. Das Rechtsgut Leben ist, so formuliert es das Bundesverfassungsgericht, ‚Höchstwert innerhalb der grundgesetzlichen Ordnung‘. Hieraus folgt die Pflicht des Staates, sich aktiv für den Schutz dieses Rechtsguts einzusetzen“
(1).
Das ist die praktische, verbale Ausübung von Macht. In Lambrechts Worten steckt eine Botschaft, dass es um die bloße Lebensexistenz gänge. Das Leben wird zum Absolutum erhoben und auf diese Weise all seiner das Leben lebenswert machenden Qualitäten, ja seiner Lebendigkeit beraubt. Machtbewusste leben hier eine geheuchelte Empathie vor, die in Deutschland eh bereits seit Jahren bis zum Erbrechen zu erdulden ist (a1).
Dabei geht es beim Recht auf Leben um das Leben als höchstes in unserer jeweils eigenen Verantwortung liegendes Gut. Der Schutz und die Achtung vor dem Leben liegt in erster Linie bei uns selbst und gilt vor allem uns selbst. Denn letztlich sind wir selbst auch die Instanz, die allein tatsächlich weiß, wie sie ihr eigenes, existenzielles, kostbares Gut ausgestalten möchte. Ein solches Verhalten ist empathisch gegenüber sich selbst. Selbstempathie ist jedoch die unbedingte Voraussetzung, um auch reflektierend empathisch gegenüber seinen Mitmenschen sein zu können.
Nur weil der Bevölkerung das Bewusstsein über die Funktionalität unseres Immunsystems durch Gehirnwäsche regelrecht ausgelöscht wurde, sind derzeit drei Dinge ohne großen Widerstand möglich und alle drei Dinge machen krank, unter Umständen todkrank.
Man nennt das ganze „Regeln“ oder „neue Normalität“, wobei keine dieser manipulierenden Begrifflichkeiten die Realität abbildet.
Allerdings soll es das werden — die Realität der Zukunft:
Abstandsgebot
Maskenzwang
Massentests auf ein Coronavirus als Vorbereitung auf Zwangsimpfen gegen ein Coronavirus
Ausgerechnet das reichweitenstärkste Medium — die ARD-Tagesschau — hat diese drei Aspekte niemals auf die Agenda gesetzt, wenn es um die Plausibilität der von Regierungen und Behörden erzwungenen Maßnahmen, also um ihre ernsthafte wissenschaftliche Begründung ging. Immer hat man sich die Spielfelder zur „Aufklärung“ selbst geschaffen oder man hat die Vorgegebenen genutzt (a2).
Gemeinsame Stellungnahme des Senates, des Präsidiums und des Hochschulrates der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover zu den Einlassungen von Herrn Univ.-Prof. Dr. Stefan Homburg zur Corona-Krise
Herr Univ.-Prof. Dr. Stefan Homburg hat sich in jüngster Zeit öffentlich und erkennbar als Hochschullehrer der Leibniz Universität Hannover zur aktuellen Corona-Krise geäußert, insbesondere zu den von der Bundesregierung und den Landesregierungen getroffenen Maßnahmen. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte dabei seine Gleichsetzung der derzeitigen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland mit denen im Deutschen Reich des Jahres 1933. Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover nehmen dazu wie folgt Stellung:
Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover respektieren das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung sowie das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Derzeit sehen sie aus diesem Grunde keine rechtliche Möglichkeit, den Äußerungen und Aktivitäten von Herrn Univ.-Prof. Dr. Stefan Homburg zu begegnen. Sie distanzieren sich jedoch dezidiert vom Inhalt der Äußerungen. Das betrifft insbesondere die Gleichsetzung der derzeitigen Verhältnisse mit denen des Jahres 1933. Das Jahr 1933 war in Deutschland unter anderem durch die Machtübernahme durch die NSDAP mit einem Fackelzug durch das Brandenburger Tor, den Reichstagsbrand, die Einrichtung des ersten Konzentrationslagers in Dachau, Bücherverbrennungen sowie die Einführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums geprägt. Allein das letztgenannte Gesetz hat viele Kolleginnen und Kollegen an den deutschen Hochschulen, meist aufgrund ihrer jüdischen Herkunft, um ihre berufliche Existenz gebracht und sie und ihre Familien in tiefes Unglück gestürzt. Dies öffentlich mit den Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2020 gleichzusetzen, ist nach Ansicht von Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover eine unerträgliche Verharmlosung der Geschehnisse im Jahr 1933.
Senat, Präsidium und Hochschulrat der Leibniz Universität Hannover betrachten die Freiheit von Forschung und Lehre als für die Universität essenziell. Sie sehen die Gefahr, dass diese Freiheit durch die Vermischung von wissenschaftlicher Meinungsäußerung und politischer Betätigung beeinträchtigt wird.
Verschwörungstheorien habe ich niemals verbreitet. Derartige Theorien findet man aber in der HAZ selbst: In der Ausgabe vom 22. Mai 2020 beleidigt mich Matthias Koch auf S. 2 als „hohläugig“ und meint, das ersetze ein Argument. Auf S. 3 fährt er fort, die vier Staaten mit den weltweit meisten Infizierten würden von Männern „mit einem gespannten Verhältnis zur Realität regiert.“ Gemeint sind die USA, Russland, Brasilien und Großbritannien mit den Regierungschefs Trump, Putin, Bolsonaro und Johnson. Am Erscheinungstag des Artikels befand sich bei den Infizierten pro Kopf der Bevölkerung kein einziger der genannten Staaten auf den ersten zehn Rängen. Koch gegenteiliges Ergebnis beruht auf einem irreführenden Vergleich der Gesamtzahlen, die in den USA natürlich viel höher sind als in Luxemburg. So kann man Vorurteile schüren und Stimmung machen.
Die soziale Ächtung jener, die mathematisch-statistisch aufzeigen, dass der Lockdown mehr Menschenleben kostet als rettet, die massiven Versuche, sie einzuschüchtern, aus ihren Ämtern zu entfernen und mundtot zu machen, die weitgehende Einheitsmeinung von Presse und Fernsehen und nicht zuletzt elektronische und tätliche Angriffe auf friedliche Bürger, die für Grundrechte, Kitaöffnungen und ähnliches eintreten, sind bedenkliche Entwicklungen, denen man entschieden entgegentreten muss.
[Corona: exklusiv – Offener Brief von Prof. Homburg – wg. Kampagne der HAZ, hallolindenlimmer.de, 24.05.2020]
„4. Rufer: Gegen seelenzerfasernde Überschätzung des Trieblebens, für den Adel der menschlichen Seele! Ich übergebe der Flamme die Schriften des Sigmund Freud.“
[gefunden in »Feuersprüche«, Dr. Birgit Ebbert, buecherverbrennung.wordpress.com]
Sigmund Freud selbst hat sich übrigens erstaunlich zurückhaltend zu den Verheerungen der nationalsozialistischen Verfolgung geäußert. Zur Verbrennung seiner Schriften notierte er am 11. Mai, wenige Tage nach seinem 77. Geburtstag, in sein Tagebuch: „Was für Fortschritte wir machen. Im Mittelalter hätten sie mich verbrannt, heutzutage begnügen sie sich damit, meine Bücher zu verbrennen.“ Aber der weitsichtige Wissenschaftler, der als erster die Hypothese von einem menschlichen Destruktions- oder Todestrieb formuliert hat, erwies sich mit dieser Einschätzung als allzu gutgläubig. Zwar konnte er selbst sich 1938 vor der Verfolgung der Nazis noch in das Londoner Exil retten, in dem er seine letzten Lebensjahre zubrachte. Vier seiner fünf Schwestern aber wurden 1942 in nationalsozialistischen Konzentrationslagern ermordet. Die öffentlichen Bücherverbrennungen lesen sich heute als die Vorläufer der Verbrennungsöfen in Auschwitz, so wie es Heinrich Heine schon 1821 in seiner Tragödie „Almansor“ merkwürdig prophetisch formuliert hat: „Dies war ein Vorspiel nur/dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
[Vera Kattermann, Geschichte der Psychoanalyse: „Adel der menschlichen Seele?“, Deutsches Ärzteblatt PP5/2013 – Hervorhebung von mir]
Mein Kommentar:
Seltsam, wenn ich mir den Namen der Zeitschrift ansehe (Tagesspiegel, s.o.), kann ich mir schon denken, was drinsteht… Und wenn ich mir das alles so ansehe, was passiert: Die verdrehten Worte, die verdrehten Zahlen, die verdrehten Nachrichten, das Panik-Schüren, das Mundtot-Machen, das Herabwürdigen Andersdenkender, dieser ganze verrückte Theaterdonner mit stündlich aktualisierten Todes- und Infizierten-Zahlen – und dem gekonnten Weglassen und Nicht-Berichten… Warum sollte man das NICHT mit dem Ende der Weimarer Republik vergleichen???
Günter Gaus im Gespräch mit Willy Brandt (1964) {1:08:53}
L. Dietrich Am 08.09.2014 veröffentlicht
Sendung "Zur Person" vom 30.09.1964.
Über diesen Kanal:
Dieser Kanal bildet einen meiner drei Youtube-Kanäle und hat hauptsächlich die historischen, von Günter Gaus geführten Interviews ("Zur Person", "Zu Protokoll"), Straßeninterviews meiner Auslandsaufenthalte in (bisher) Algerien und Mauretanien sowie das eine oder andere soziale Projekt (meist aus meiner Studienzeit in Münster) zum Inhalt.
Inspiriert durch die vielen Gaus-Gespräche habe ich mit Kommilitonen 2016 begonnen, Zeitzeugen in Video- und Audiointerviews zu befragen. Damit lässt sich weder Geld verdienen noch können Millionen von Klicks generiert werden, aber wir hielten und halten es für jetzige und spätere Generationen für bedeutend, auf diesem Wege etwas "von früher" zu erfahren und zu konservieren.
Daher freuen wir uns, wenn diese studentische Initiative, das Projekt: MEMORIA, mit ein wenig Aufmerksamkeit bedacht wird:
https://www.youtube.com/channel/UCJp5…
"Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst" – Albrecht Müller bei den BUCHKOMPLIZEN {33:07 – Start bei 4:00 … Müller: »Die Leute haben alles vergessen, was wir als Kinder gelernt haben!«}
KenFM Am 20.10.2019 veröffentlicht
Albrecht Müller ist der Herausgeber der Medienplattform NachDenkSeiten. Vor über 10 Jahren bereits sah Müller die Notwendigkeit eines Portals im Internet, das die mediale Berichterstattung in Deutschland kritisch unter die Lupe nimmt. Wie kam es dazu? Was war der Auslöser für die Gründung der NachDenkSeiten? Und was hat Müller in seinem aktuellen Buch niedergeschrieben, das in seinen bisherigen Bestsellern „Meinungsmache“ oder „Machtwahn“ nicht schon längst erzählt worden ist? Diesen und weiteren Fragen widmet sich Albrecht Müller im Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse 2019. +++ Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unters...
USA wollen "Open Skies"-Vertrag aufkündigen {7:19 – Start bei 2:23 – Mölling: »Die Staaten haben sich auf ein gemeinsames Lagebild geeinigt, was sie als wahr ansehen.«}
tagesschau
Am 22.05.2020 veröffentlicht
Ein offener Himmel "von Vancouver bis Wladiwostok" - diese Formel ist das Fundament des Abkommens "Open Skies", das den 34 Unterzeichnerstaaten eine gegenseitige Luftüberwachung zusichert. Nach der Ankündigung der USA, sich aus dem Vertrag zurückzuziehen, beraten heute die NATO-Botschafter über das weitere Vorgehen. Außenminister Maas will versuchen, die US-Regierung zum Umdenken zu bewegen. Der Vertrag trage schließlich zu Sicherheit und Frieden auf praktisch der gesamten Nordhalbkugel bei.
Der ABM-Vertrag (russischДоговор об ограничении систем противоракетной обороны, ПРО, englisch Anti-Ballistic Missile Treaty), am 26. Mai1972 mit unbefristeter Gültigkeit abgeschlossen, war ein Vertrag zwischen den USA und der UdSSR zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen (Anti-Ballistic Missiles, ABM). Er war einer der beiden Teile der SALT I-Vereinbarung. Am 13. Juni2002 traten die USA einseitig vom Vertrag zurück, nachdem sie, wie vertraglich festgelegt, 6 Monate zuvor eine Absichtserklärung abgegeben hatten, in der sie dem Vertragspartner den Rücktritt ankündigten. [ABM-Vertrag, Wikipedia, abgerufen am 09.02.2018]
Ich frage mich, wer noch Vertrauen in die USA haben kann. Ich bin sicher: Es ist nicht einfach nur Trump, der aus einem Vertrag nach dem anderen aussteigt!
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
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