Der Brief an den Kommandierenden der amerikanischen Truppen, die Ende März 2015 von Deutschland aus in die baltischen Staaten und wieder zurück verlegt wurden, ist bekannt. Aber viele Leser werden sich nicht mehr daran erinnern. Der Brief ist sehr gut und immer noch aktuell. Deshalb erinnern wir daran. Marek Obrtel hatte in der tschechischen Armee und bei der NATO gedient. Sein Brief wurde in westlichen Kreisen nicht gemocht und schon gar nicht gewürdigt. Auch deshalb erinnern wir daran. Bitte weiterverbreiten! Zu den aktuellen Manövern 2020 siehe hier. Albrecht Müller.
Hier auch noch eine Word-Fassung des Briefes:
Brief des Oberstleutnants der Reserve der Tschechischen Armee, MUDR. Marek Obrtel, vom 31.3.2015.
Er wurde dem Kommandierenden der amerikanischen Truppen, die vom 29.3. bis 1.4.2015 nach den NATO-Manövern in den baltischen NATO-Staaten durch Tschechien in ihre Kasernen nach Bayern zurückgeführt wurden, übergeben:
Sehr geehrter Herr, ich möchte Ihnen auf diesem Wege meinen offenen Brief übergeben, in dem ich meine Meinung zum Sinn, zur Legitimität und Nützlichkeit des Durchzugs des amerikanischen Konvois über das Territorium der Tschechischen Republik, zum Ausdruck bringe.
Sie kommen als bewaffnete Soldaten eines fremden Staates in einer außerordentlich gespannten internationalen Situation in unser Land, einige Tage bevor wir des 70. Jahrestages der Befreiung unseres Landes vom Faschismus und des Endes des II. Weltkrieges gedenken werden. Sie kommen in einer Zeit, wo in der Welt, in Europa und ganz offen in der Ukraine, aber auch in einigen weiteren z.B. den baltischen Staaten, wieder faschistische Fackeln entflammt sind und die Unterstützung des Faschismus ganz deutlich auch aus den Äußerungen von Spitzenpolitikern dieser Länder zu hören ist.
Heute stehe ich noch nicht mit Transparenten auf der Straße, die Sie zur Rückkehr nach Hause auffordern oder Sie Okkupanten nennen. Ich werfe noch keine Tomaten oder Eier. Weil ich denken möchte, dass das einzige ist, was Sie auf eigenen Kurs in die Tschechische Republik geführt hat, sich in diesen Tagen des Gedenkens an die mehr als 25 Millionen russischer und sowjetischer Opfer, an die 420 000 amerikanischer Opfer und an die vielen Millionen anderer Opfer des II. Weltkrieges vor ihnen zu verneigen. So eine Tat ihrerseits würde ich trotz allem für höchst edel halten, obwohl Ihre Teilnahme, nach dem Sie schnell und ohne jegliche Probleme ihre Technik vom Baltikum nach Deutschland mit Sonderzügen gebracht hätten, in Paradeuniform und ohne Waffen viel beeindruckender wäre.
Ich muss Ihnen jedoch aufrichtig sagen, dass sehr viele Bürger unseres Landes Ihre Durchzug durch die Tschechische Republik nicht in dieser Form sehen. Sie sehen in ihm wirklich eher eine Demonstration der Stärke und des Bestrebens, uns daran zu erinnern, „wer hier der Herr ist“. Und darüber müssen Sie sich nicht wundern. Ihr Land – also die USA – haben seit dem Ende des II. Weltkrieges Dutzende überwiegend künstlich hervorgerufene militärische Konflikte, und in deren Folge Millionen Tote, überwiegend unschuldige Zivilisten, einschließlich Kinder, auf dem Gewissen. Es war eine hohe Repräsentantin der Präsidialverwaltung der USA, die auf die Frage, ob es nötig war, eine halbe Million irakischer Kinder zu ermorden, nach einer kurzen Pause sagte – ich glaube dass es dieses Opfers wert war… Bis heute sind wir mit dem Schicksal Serbiens konfrontiert, mehr als 2000 serbische Opfer der amerikanischen Bombardierungen, wieder einschließlich Kinder. Noch viele Jahre werden die Menschen – nicht nur in Serbien – an Krankheiten leiden, die durch die Wirkungen des angereicherten Urans in Tausenden Ihrer Bomben hervorgerufen wurden, die auf Jugoslawien aber überflüssigerweise auch in die Adria gefallen sind, wo sie eine große Unbekannte sind. In der Tschechischen Republik und in Europa haben wir große Probleme mit der Immigration von Menschen aus Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sowie aus Afrika, die die USA mit ihrer imperialistischen Außenpolitik völlig vernichtet haben. Das Territorium ehemals normal funktionierender Staaten mit einer kompletten Infrastruktur ist jetzt „verbrannte Erde“. Dort haben Sie beim Entstehen solcher Organisationen wie z.B. dem Islamischen Staat oder früher Al Kaida, Ihren ehemaligen Verbündeten, geholfen.
Seit 2000 hat Ihr Land grundlos mindestens sechs Länder militärisch angegriffen, von denen in nicht einem weder die proklamierte Freiheit und Demokratie, noch die konsequente Einhaltung der Menschenrechte, erreicht wurden. Die Menschen fragen sich zu Recht: „Wer ist hier also der Weltaggressor? Russland, von dem man in diesem Sinne spricht und das auf der ganzen Welt zwei Basen zum Schutz gegen den islamischen Fundamentalismus hat…, oder ist es nicht gerade Ihr Land mit 700 Basen auf der ganzen Welt und mit der o.g. Vergangenheit? Ist es Russland, das von allen Seiten von NATO-Soldaten eingekreist, provoziert und gezwungen ist, sich vor der Aggression der USA zu schützen oder ist es Ihr Land, dass sich bemüht, seine inneren Probleme um jeden Preis auf Kosten Russlands und Europas zu lösen?
mehr:
- Aus Anlass der kommenden Manöver im Osten Europas und zum besseren Verständnis der Sorgen, die mit der imperialen Gewalt der USA wachsen, erinnern wir an den Brief eines tschechischen Oberstleutnants (Marek Obrtel, NachDenkSeiten, 08.01.2020)
siehe auch:
- Sind »Freiheit und Demokratie« das Leben von einer halben Million Kinder wert? (Post, 08.05.2019)
- Die Durchschlagskraft der Guten (Post, 22.03.2019)
- Der Faschismus der anderen (Post, 24.09.2018)
- Gaddafi, »La Belle« und die US-Strategie des »Umbaus des Nahen und mittleren Ostens« (Post, 13.05.2018)
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Donnerstag, 9. Januar 2020
Iran, das letzte Bollwerk
Naher Osten Iran ist im Visier, weil das Land die Vorherrschaft der USA stört
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Ohne jeden Zweifel ist die Ermordung des iranischen Generals Qasem Soleimani in Bagdad ein game changer. Innerhalb kürzester Zeit haben sich die politischen Verhältnisse in der Region geradezu in ihr Gegenteil verkehrt. Im Dezember noch gab es in Iran Massenproteste gegen die dortige Regierungsführung, Hunderte Menschen starben im Kugelhagel der Sicherheitskräfte. Jetzt eint der Tod Soleimanis die iranische Öffentlichkeit – wider die USA. Ganz ähnlich die Lage im Irak: Wenige Tage vor Soleimanis Liquidierung gab es dort Demonstrationen gegen den übergroßen Einfluss des östlichen Nachbarn Iran. Jetzt fordert das irakische Parlament den Abzug der US-Truppen.
Washington hat die Kunst, die Hardliner in Iran auf Kosten der Pragmatiker im Umfeld von Präsident Rohani zu stärken, vervollkommnet. Sowohl bei den iranischen Parlamentswahlen im Februar wie auch bei den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr dürften die Gegner von Augenmaß und Kompromiss einen klaren Sieg einfahren. Deren Überzeugung, Verhandlungen und Abkommen mit dem Westen seien Zeitverschwendung, sind nicht einfach von der Hand zu weisen. Fakt ist: Seit der einseitigen und rechtswidrigen Aufkündigung des Atomdeals mit Iran durch die Regierung Trump im Mai 2018 eskaliert die Lage im Nahen und Mittleren Osten immer weiter.
Jede sachliche Auseinandersetzung mit iranischer Politik sieht sich einem Dilemma ausgesetzt. Die politische und mediale Einordnung Teherans folgt meist einem schlichten Gut-Böse-Schema. Hier der aufgeklärte, rechtsstaatlich orientierte Westen, dort fanatische Mullahs, die ihr Volk unterdrücken und Israel vernichten wollen. Dieses Narrativ ist arg simpel, aber wirkmächtig. Es gibt nichts zu beschönigen am iranischen Regime, doch wer beispielsweise wen in der Region zu vernichten trachtet, darüber ließe sich trefflich streiten. Argumente allerdings greifen dort nicht, wo transatlantische Bilderwelten die eigenen Überzeugungen prägen.
Die USA beanspruchen, gemeinsam mit ihren regionalen Verbündeten Israel und Saudi-Arabien, die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten. Iran ist hier das letzte verbliebene Bollwerk, das es zu schleifen gilt – um gleichzeitig Teherans Verbündete Moskau und Peking auf Distanz zu halten. Das ist der Kern des Konflikts, der sich derzeit gefährlich zuspitzt.
mehr:
- Das letzte Bollwerk (Michael Lüders, der Freitag, 09.01.2020 – Hervorhebungen von mir)
siehe auch:
- Impeachment – Donald Trump: wirr und chaotisch, Joe Biden: korrupt und verlogen (Post, 22.11.2019)
- Die USA haben sich selbst einen Jagdschein ausgestellt (Post, 20.11.2019)
- USA: Bewahrung der Weltdominanz (Post, 24.08.2019)
- Reichstags-9/11: Vom Neocon-Putsch zur weltweiten Überwachung (Post, 10.08.2019)
- Was bewegte Trump zur Entscheidung, Soleimani zu ermorden? (Florian Rötzer, Telepolis, 08.01.2019)
- Freiheit, Demokratie und Mainstream-Gelaber? – Aufwachen!! (Post, 06.01.2019)
Iran: Im Zentrum der Spannungen | Mit offenen Karten | ARTE {12:05}
Warum die USA den Iran immer wieder angreifen | einfach erklärt {11:00}
Doch welche Hintergründe haben diese Angriffe und Taten eigentlich? Wiese befinden sich diese zwei Staaten schon seit so langer Zeit im Clinch? In diesem Video möchte ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen und euch einen ersten Überblick geben über die Thematik USA-Iran.
Weitere Informationen zum Thema
Operation ajax-Dokument der US-Regierung:
https://s3.amazonaws.com/static.histo...
https://www.dw.com/de/1953-irans-gest...
https://www.bpb.de/internationales/as...
https://www.tagesschau.de/ausland/usa...
https://www.tagesschau.de/ausland/rev...
https://www.tagesschau.de/ausland/toe...
https://www.sueddeutsche.de/politik/u...
https://www.deutschlandfunk.de/konfli... https://www.sueddeutsche.de/politik/i...
https://www.deutschlandfunk.de/die-ge...
https://www.washingtonpost.com/world/...
https://www.nytimes.com/2020/01/02/wo...
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Ermordeter iranischer General: Spiegel betreibt offen US-Kriegspropaganda {9:04}
weiterlesen: https://www.anti-spiegel.ru/2020/ermo...
mein Kommentar:
Ständig machen wir uns in Deutschland darüber Sorgen, daß sich etwas zuspitzt.
Wozu?
Die USA, auf dem Weg zum unangefochtenen Alleinherrscher unseres Globus, legen es permanent darauf an, daß sich die Dinge zuspitzen!
Kosovo, Ukraine, Syrien – da haben die USA überall ordentlich geköchelt!
Ich bin sicher, daß nicht Trump dahintersteckt, das ist der US-MIK!
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Ohne jeden Zweifel ist die Ermordung des iranischen Generals Qasem Soleimani in Bagdad ein game changer. Innerhalb kürzester Zeit haben sich die politischen Verhältnisse in der Region geradezu in ihr Gegenteil verkehrt. Im Dezember noch gab es in Iran Massenproteste gegen die dortige Regierungsführung, Hunderte Menschen starben im Kugelhagel der Sicherheitskräfte. Jetzt eint der Tod Soleimanis die iranische Öffentlichkeit – wider die USA. Ganz ähnlich die Lage im Irak: Wenige Tage vor Soleimanis Liquidierung gab es dort Demonstrationen gegen den übergroßen Einfluss des östlichen Nachbarn Iran. Jetzt fordert das irakische Parlament den Abzug der US-Truppen.
Washington hat die Kunst, die Hardliner in Iran auf Kosten der Pragmatiker im Umfeld von Präsident Rohani zu stärken, vervollkommnet. Sowohl bei den iranischen Parlamentswahlen im Februar wie auch bei den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr dürften die Gegner von Augenmaß und Kompromiss einen klaren Sieg einfahren. Deren Überzeugung, Verhandlungen und Abkommen mit dem Westen seien Zeitverschwendung, sind nicht einfach von der Hand zu weisen. Fakt ist: Seit der einseitigen und rechtswidrigen Aufkündigung des Atomdeals mit Iran durch die Regierung Trump im Mai 2018 eskaliert die Lage im Nahen und Mittleren Osten immer weiter.
Jede sachliche Auseinandersetzung mit iranischer Politik sieht sich einem Dilemma ausgesetzt. Die politische und mediale Einordnung Teherans folgt meist einem schlichten Gut-Böse-Schema. Hier der aufgeklärte, rechtsstaatlich orientierte Westen, dort fanatische Mullahs, die ihr Volk unterdrücken und Israel vernichten wollen. Dieses Narrativ ist arg simpel, aber wirkmächtig. Es gibt nichts zu beschönigen am iranischen Regime, doch wer beispielsweise wen in der Region zu vernichten trachtet, darüber ließe sich trefflich streiten. Argumente allerdings greifen dort nicht, wo transatlantische Bilderwelten die eigenen Überzeugungen prägen.
Die USA beanspruchen, gemeinsam mit ihren regionalen Verbündeten Israel und Saudi-Arabien, die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten. Iran ist hier das letzte verbliebene Bollwerk, das es zu schleifen gilt – um gleichzeitig Teherans Verbündete Moskau und Peking auf Distanz zu halten. Das ist der Kern des Konflikts, der sich derzeit gefährlich zuspitzt.
mehr:
- Das letzte Bollwerk (Michael Lüders, der Freitag, 09.01.2020 – Hervorhebungen von mir)
siehe auch:
- Impeachment – Donald Trump: wirr und chaotisch, Joe Biden: korrupt und verlogen (Post, 22.11.2019)
- Die USA haben sich selbst einen Jagdschein ausgestellt (Post, 20.11.2019)
- USA: Bewahrung der Weltdominanz (Post, 24.08.2019)
- Reichstags-9/11: Vom Neocon-Putsch zur weltweiten Überwachung (Post, 10.08.2019)
- Was bewegte Trump zur Entscheidung, Soleimani zu ermorden? (Florian Rötzer, Telepolis, 08.01.2019)
- Freiheit, Demokratie und Mainstream-Gelaber? – Aufwachen!! (Post, 06.01.2019)
Iran: Im Zentrum der Spannungen | Mit offenen Karten | ARTE {12:05}
ARTEde
Am 11.01.2020 veröffentlicht
Am 11.01.2020 veröffentlicht
Wiederausstrahlung aufgrund der aktuellen Ereignisse im Iran und in den USA: Atomwaffen, Wettrüsten mit Saudi-Arabien, Eingriffe in den syrischen Bürgerkrieg, Öl- und Gaskrisen, Israel-Palästina-Konflikt – welche Zukunft hat ein Land, in dem die unter Dreißigjährigen knapp 60 Prozent der Bevölkerung stellen, aber die Hoffnung auf ein friedliches Leben langsam aufgeben?
Atomwaffen, Wettrüsten mit Saudi-Arabien, Eingriffe in den syrischen Bürgerkrieg, Öl- und Gaskrisen, Israel-Palästina-Konflikt – der Iran steht ihm Zentrum fast aller großen geopolitischen Spannungen der heutigen Zeit. Und auch Donald Trump und seine Außenpolitik tragen nicht gerade zur Beruhigung der Lage bei. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Und wie weit wird der Iran gehen?
Welche Zukunft hat ein Land, in dem die unter Dreißigjährigen knapp 60 Prozent der Bevölkerung stellen, aber die Hoffnung auf ein friedliches Leben langsam aufgeben?
Magazin, Regie: Benoît Laborde (F 2018, 13 Min)
Abonniert den Youtube-Kanal von ARTE: http://www.youtube.com/user/ARTEde
Atomwaffen, Wettrüsten mit Saudi-Arabien, Eingriffe in den syrischen Bürgerkrieg, Öl- und Gaskrisen, Israel-Palästina-Konflikt – der Iran steht ihm Zentrum fast aller großen geopolitischen Spannungen der heutigen Zeit. Und auch Donald Trump und seine Außenpolitik tragen nicht gerade zur Beruhigung der Lage bei. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Und wie weit wird der Iran gehen?
Welche Zukunft hat ein Land, in dem die unter Dreißigjährigen knapp 60 Prozent der Bevölkerung stellen, aber die Hoffnung auf ein friedliches Leben langsam aufgeben?
Magazin, Regie: Benoît Laborde (F 2018, 13 Min)
Abonniert den Youtube-Kanal von ARTE: http://www.youtube.com/user/ARTEde
Warum die USA den Iran immer wieder angreifen | einfach erklärt {11:00}
Marvin Neumann
Am 06.01.2020 veröffentlicht
Zwischen den USA und dem Iran kam es in den letzten Monaten und Jahren immer wieder zu Zwischenfällen. Beide Seiten griffen einander an, was unter anderem zur Folge hatte, dass 2018 die USA unter Donald Trump aus mit dem Iran ausgehandelten Atomdeal ausstieg. Am 05.01.2020 tat es der Iran den USA gleich. Dieser Schritt des Iran kommt nicht von ungefähr. Wenige Tage zuvor (am 03.01.2020) kam der iranische Militär-General Qasem Soleimani bei einem US-Angriff auf irakischem Boden um. Er gehörte zu einem der wichtigsten Personalien in der iranischen Führung. Am 06.01.2020 veröffentlicht
Doch welche Hintergründe haben diese Angriffe und Taten eigentlich? Wiese befinden sich diese zwei Staaten schon seit so langer Zeit im Clinch? In diesem Video möchte ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen und euch einen ersten Überblick geben über die Thematik USA-Iran.
Weitere Informationen zum Thema
Operation ajax-Dokument der US-Regierung:
https://s3.amazonaws.com/static.histo...
https://www.dw.com/de/1953-irans-gest...
https://www.bpb.de/internationales/as...
https://www.tagesschau.de/ausland/usa...
https://www.tagesschau.de/ausland/rev...
https://www.tagesschau.de/ausland/toe...
https://www.sueddeutsche.de/politik/u...
https://www.deutschlandfunk.de/konfli... https://www.sueddeutsche.de/politik/i...
https://www.deutschlandfunk.de/die-ge...
https://www.washingtonpost.com/world/...
https://www.nytimes.com/2020/01/02/wo...
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Ermordeter iranischer General: Spiegel betreibt offen US-Kriegspropaganda {9:04}
NuoViso.TV
Am 06.01.2020 veröffentlicht
Das Propaganda-Feuerwerk zum Iran geht in den deutschen Medien ungebremst weiter. Der Spiegel hat das mit einer „Analyse“, die von einseitiger „Berichterstattung“ überquoll, erneut unter Beweis gestellt.Am 06.01.2020 veröffentlicht
weiterlesen: https://www.anti-spiegel.ru/2020/ermo...
mein Kommentar:
Ständig machen wir uns in Deutschland darüber Sorgen, daß sich etwas zuspitzt.
Wozu?
Die USA, auf dem Weg zum unangefochtenen Alleinherrscher unseres Globus, legen es permanent darauf an, daß sich die Dinge zuspitzen!
Kosovo, Ukraine, Syrien – da haben die USA überall ordentlich geköchelt!
Ich bin sicher, daß nicht Trump dahintersteckt, das ist der US-MIK!
Mittwoch, 8. Januar 2020
Fake News-Schutz für Gutgläubige
Das Beratergremium des neuen Miniwahr “Newsguard” zeigt: Newsguard hat das Zeug zur Propaganda-Aktion des Jahres – ach, was sag ich, des Jahrzehnts 😉
Fragt sie doch mal nach den Massenvernichtungswaffen im Irak… oder nach WTC7 hust
komplett übernommen aus:
- Newsguard: US-Regierung, US-Geheimdienste, Qualitätsmedien, NATO und Wikipedia gegen „Fake News“ (Blauer Bote, komplett übernommen von vb’s weblog, 06.01.2020 – Hervorhebungen von mir)
siehe auch:
- Freiheit, Demokratie und Mainstream-Gelaber? – Aufwachen!! (Post, 06.01.2020)
- NewsGuard: Vertrauen Sie uns, vertrauen Sie nicht dieser Website! (Post, 26.06.2019)
- Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 15.03.2019)
- Tagesdosis 26.2.2019 – Wikipedia-Manipulationen (Post, 26.02.2019)
- Das kontinuierliche Ringen um die Deutungshoheit (Post, 28.12.2018)
- Integrity Initiative: Britische Beeinflussungskampagne gegen Russland? (Post, 26.11.2018)
- Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)
Informationen zum Newsguard-»Beratergremium«
1. »Knalltüte« Rasmussen:
Den findet man in obiger Liste ebenfalls!
[YouTube-Video, Zitat Richard David Precht ab Min. 8:50]
Da gab es doch mal diesen seltsamen russischen Konvoi, der sich einige Tage nach Überschreiten der Grenze zur Ukraine in Luft auflöste:
Die Meldung findet sich hoffentlich noch einige Zeit in der HAZ:
- Rasmussen bestätigt russischen „Einfall“ (HAZ, 19.08.2014)
2. Elise Jordan wird in obiger Liste als Redenschreiberin für Condoleezza Rice vorgestellt, jener Condoleezza Rice, die ein halbes Jahr nach den 9/11-Anschlagen alas Nationaler Sicherheitsberater beteuerte, niemand habe vorhersehen können, daß Flugzeuge als Waffen benutzt würden:
Frau Rice hatte in dem Moment ein BlackOut oder sie war nicht über die Übung der Kommandeursebene der nordamerikanischen Flugabwehr informiert, die ein halbes Jahr vor 9/11 stattfand:
- Operation Amalgam Virgo (engl. Wikipedia, zuletzt abgerufen am 11.01.2020 – Google-Übersetzer)
Vor allem das Deckblatt der Übungspräsentation dürfte interessant sein:
- SEADS CONCEPT PROPOSAL – AMALGAM VIRGO 01 – SCENARIO: COUNTER TERRORISM – 1-2 JUN 2001 (gefunden bei ratical.org, undatiert)
à propos Michael Hayden:
- Wortverdrehungen, Verleugnung und Überraschung… (Post, 17.09.2019)
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- Don Baer, chairman of Burson, Cohn & Wolfe and former White House Communications Director (Clinton administration)
- John Battelle, co-founding editor of Wired and founding chief executive of Industry Standard magazines
- (Ret.) General Michael Hayden, former Director of the CIA, former Director of the National Security Agency and former Principal Deputy Director of National Intelligence (George W. Bush administration)
- Elise Jordan, political analyst, NBC, and former speechwriter for Secretary of State Condoleezza Rice Jessica Lessin, founder and editor-in-chief of The Information.
- Anders Fogh Rasmussen, former Prime Minister of Denmark, former secretary general of NATO and founder of the Alliance of Democracies Foundation
- Tom Ridge, the first Secretary of Homeland Security (George W. Bush administration)
- Richard Sambrook, director of the Center for Journalism at Cardiff University, former Director of Global News for the BBC. (Sambrook provides editing and editorial guidance for NewsGuard’s UK Nutrition Labels.)
- Richard Stengel, former editor of Time magazine and Undersecretary of State for Public Diplomacy (Obama administration)
- Jimmy Wales, co-founder of Wikipedia (Quelle: Ministerium für Wahrheit)
Fragt sie doch mal nach den Massenvernichtungswaffen im Irak… oder nach WTC7 hust
komplett übernommen aus:
- Newsguard: US-Regierung, US-Geheimdienste, Qualitätsmedien, NATO und Wikipedia gegen „Fake News“ (Blauer Bote, komplett übernommen von vb’s weblog, 06.01.2020 – Hervorhebungen von mir)
siehe auch:
- Freiheit, Demokratie und Mainstream-Gelaber? – Aufwachen!! (Post, 06.01.2020)
- NewsGuard: Vertrauen Sie uns, vertrauen Sie nicht dieser Website! (Post, 26.06.2019)
- Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 15.03.2019)
- Tagesdosis 26.2.2019 – Wikipedia-Manipulationen (Post, 26.02.2019)
- Das kontinuierliche Ringen um die Deutungshoheit (Post, 28.12.2018)
- Integrity Initiative: Britische Beeinflussungskampagne gegen Russland? (Post, 26.11.2018)
- Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)
- 27 000 PR-Berater polieren Image der USA (Post, 12.02.2009)
Informationen zum Newsguard-»Beratergremium«
1. »Knalltüte« Rasmussen:
Den findet man in obiger Liste ebenfalls!
[YouTube-Video, Zitat Richard David Precht ab Min. 8:50]
Da gab es doch mal diesen seltsamen russischen Konvoi, der sich einige Tage nach Überschreiten der Grenze zur Ukraine in Luft auflöste:
«In der vergangenen Nacht haben wir einen russischen Einfall erlebt, eine Überschreitung der ukrainischen Grenze», sagte Rasmussen nach Nato-Angaben in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen vor Journalisten.- Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (Post, 15.08.2014, zuletzt aktualisiert am 02.09.2014)
[europeanonline-Magazine, 15.08.2014 – der Link funktioniert nicht mehr… von mir zitiert in:]
Die Meldung findet sich hoffentlich noch einige Zeit in der HAZ:
- Rasmussen bestätigt russischen „Einfall“ (HAZ, 19.08.2014)
2. Elise Jordan wird in obiger Liste als Redenschreiberin für Condoleezza Rice vorgestellt, jener Condoleezza Rice, die ein halbes Jahr nach den 9/11-Anschlagen alas Nationaler Sicherheitsberater beteuerte, niemand habe vorhersehen können, daß Flugzeuge als Waffen benutzt würden:
On May 16, 2002, Condoleezza Rice, as National Security Advisor, said, “No one could have predicted that planes could be used as missiles.”
Am 16. Mai 2002 sagte Condoleezza Rice als Nationaler Sicherheitsberater: “Keiner konnte voraussehen, dass Flugzeuge als Raketen verwendet werden könnten.”[September 11th Advocates Kristen Breitweiser, Patty Casazza, Monica Gabrielle, Mindy Kleinberg & Lorie Van Auken , September 11th Advocates Statement on Hayden, others rewarded after 9/11, 11.05.2006 – Google-Übersetzer – man suche nach dem Stichwort »Hayden«]zu der Aussage von Condoleezza Rice:
Frau Rice hatte in dem Moment ein BlackOut oder sie war nicht über die Übung der Kommandeursebene der nordamerikanischen Flugabwehr informiert, die ein halbes Jahr vor 9/11 stattfand:
- Operation Amalgam Virgo (engl. Wikipedia, zuletzt abgerufen am 11.01.2020 – Google-Übersetzer)
Vor allem das Deckblatt der Übungspräsentation dürfte interessant sein:
- SEADS CONCEPT PROPOSAL – AMALGAM VIRGO 01 – SCENARIO: COUNTER TERRORISM – 1-2 JUN 2001 (gefunden bei ratical.org, undatiert)
General Michael Hayden war im September 2001 Chef der NSA.
Darüber hinaus ist Hayden der Architekt des illegalen Abhörprogramms des Präsidenten. Die Geheimdienstausschüsse des Kongresses wurden nicht über dieses Programm informiert, wie dies gesetzlich vorgeschrieben ist.
General Michael Hayden wird jetzt zum Vorsitzenden der CIA befördert.Mehr zu Michael Hayden, Condoleezza Rice und 9/11:
[September 11th Advocates Kristen Breitweiser, Patty Casazza, Monica Gabrielle, Mindy Kleinberg & Lorie Van Auken , September 11th Advocates Statement on Hayden, others rewarded after 9/11, 11.05.2006 – Google-Übersetzer – man suche nach dem Stichwort »Hayden«]
- Wortverdrehungen, Verleugnung und Überraschung… (Post, 17.09.2019)
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Was bewegte Trump zur Entscheidung, Soleimani zu ermorden?
Ein Grund sollen wieder Bilder gewesen sein, nämlich die der Belagerung der US-Botschaft in Bagdad durch pro-iranische Schiitenx
Mitunter ist ganz interessant, wie Entscheidungen, gerade wenn sie militärische Konflikte auslösen können, zustande kommen. Man wird sich erinnern, dass sich Donald Trump im April 2017 entschieden haben soll, den angeblichen Giftgasangriff in Khan Shaykhun mit dem Abschuss von 59 Tomahawk-Raketen auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt zu beantworten, nachdem er von den White Helmets aufgenommene Bilder von Opfern, vor allem von Kindern und Babys (even beautiful little babies), gesehen hatte (Trump als Kriegsherr: Endlich präsidiabel?).
Auf Bilder soll Trump jetzt auch bei seinem Befehl für den Mordanschlag mittels reagiert haben. Wie die New York Times berichtet, hatten Militärs dem Präsidenten Donald Trump nach dem Beschuss des US-Stützpunkts bei Kirkuk im Irak am 27. Dezember verschiedene Optionen vorgelegt, wie dies üblich ist. Darunter sei auch die eines Mordanschlags auf den al-Quds-Kommandeur Soleimani gewesen. Man schlage dem Präsidenten als Oberbefehlshaber auch immer extreme Optionen vor, um gemäßigtere durchzubringen, darunter seien Angriffe auf mit dem Iran verbundene schiitische Milizen, auf iranische Schiffe oder Raketenfabriken gewesen.
Trump hatte zunächst den Mordanschlag abgelehnt und die auch ausgeführte Bombardierung von Stützpunkten der schiitischen Miliz Kataib Hezbollah beschlossen, aber dann vergangenen Donnerstag nach den Bildern der Proteste vor der belagerten US-Botschaft angeblich die extreme Option gewählt. Eine Rolle könnte den Angriff 2012 auf die US-Botschaft in Libyen gespielt haben, bei der der US-Botschafter getötet wurde und Hillary Clinton als Außenministerin unter Kritik kam. Trump selbst hat die Belagerung der US-Botschaft ins Spiel gebracht, wo nach dem Sturz des von den USA installierten Schahs während der Islamischen Revolution Studenten die US-Botschaft 1979 besetzt und 52 US-Diplomaten bis Anfang 1981 als Geiseln gefangen gehalten haben. Gut möglich, dass Trump solche Demütigungen der amerikanischen Macht für sich um jeden Preis vermeiden wollte. Am Mittwoch soll Pompeo bereits Netanjahu über die bevorstehende Aktion informiert haben.
Die Militärs seien davon überrascht worden, dies auch deswegen, weil die geheimdienstlichen Hinweise auf geplante Anschläge gegen US-Einrichtungen ziemlich dünn gewesen seien. General Mark Milley, Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, also der oberste Militär, sprach zwar von "Tagen, Wochen", meinte aber dann, klar sei ein unspezifisches Planen. Andere sprachen davon, es sei ein Tag wie jeder andere, und die Besuche von Soleimani im Libanon, Syrien und Irak "business as usual". Außenminister Pompeo und Vizepräsident Pence hätten besonders für eine harte Reaktion plädiert.
mehr:
- Was bewegte Trump zur Entscheidung, Soleimani zu ermorden? (Florian Rötzer, Telepolis, 08.01.2019)
siehe auch:
- USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani (Post, 03.01.2020)
Mitunter ist ganz interessant, wie Entscheidungen, gerade wenn sie militärische Konflikte auslösen können, zustande kommen. Man wird sich erinnern, dass sich Donald Trump im April 2017 entschieden haben soll, den angeblichen Giftgasangriff in Khan Shaykhun mit dem Abschuss von 59 Tomahawk-Raketen auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt zu beantworten, nachdem er von den White Helmets aufgenommene Bilder von Opfern, vor allem von Kindern und Babys (even beautiful little babies), gesehen hatte (Trump als Kriegsherr: Endlich präsidiabel?).
Auf Bilder soll Trump jetzt auch bei seinem Befehl für den Mordanschlag mittels reagiert haben. Wie die New York Times berichtet, hatten Militärs dem Präsidenten Donald Trump nach dem Beschuss des US-Stützpunkts bei Kirkuk im Irak am 27. Dezember verschiedene Optionen vorgelegt, wie dies üblich ist. Darunter sei auch die eines Mordanschlags auf den al-Quds-Kommandeur Soleimani gewesen. Man schlage dem Präsidenten als Oberbefehlshaber auch immer extreme Optionen vor, um gemäßigtere durchzubringen, darunter seien Angriffe auf mit dem Iran verbundene schiitische Milizen, auf iranische Schiffe oder Raketenfabriken gewesen.
Trump hatte zunächst den Mordanschlag abgelehnt und die auch ausgeführte Bombardierung von Stützpunkten der schiitischen Miliz Kataib Hezbollah beschlossen, aber dann vergangenen Donnerstag nach den Bildern der Proteste vor der belagerten US-Botschaft angeblich die extreme Option gewählt. Eine Rolle könnte den Angriff 2012 auf die US-Botschaft in Libyen gespielt haben, bei der der US-Botschafter getötet wurde und Hillary Clinton als Außenministerin unter Kritik kam. Trump selbst hat die Belagerung der US-Botschaft ins Spiel gebracht, wo nach dem Sturz des von den USA installierten Schahs während der Islamischen Revolution Studenten die US-Botschaft 1979 besetzt und 52 US-Diplomaten bis Anfang 1981 als Geiseln gefangen gehalten haben. Gut möglich, dass Trump solche Demütigungen der amerikanischen Macht für sich um jeden Preis vermeiden wollte. Am Mittwoch soll Pompeo bereits Netanjahu über die bevorstehende Aktion informiert haben.
Die Militärs seien davon überrascht worden, dies auch deswegen, weil die geheimdienstlichen Hinweise auf geplante Anschläge gegen US-Einrichtungen ziemlich dünn gewesen seien. General Mark Milley, Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, also der oberste Militär, sprach zwar von "Tagen, Wochen", meinte aber dann, klar sei ein unspezifisches Planen. Andere sprachen davon, es sei ein Tag wie jeder andere, und die Besuche von Soleimani im Libanon, Syrien und Irak "business as usual". Außenminister Pompeo und Vizepräsident Pence hätten besonders für eine harte Reaktion plädiert.
mehr:
- Was bewegte Trump zur Entscheidung, Soleimani zu ermorden? (Florian Rötzer, Telepolis, 08.01.2019)
siehe auch:
- USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani (Post, 03.01.2020)
Dienstag, 7. Januar 2020
Fake News: Der deutsche Buddhismus meldet sich zu Wort
Lügen unter Tränen
Die Wahrheit von Aussagen wurde bereits lange Zeit vor der Popularität des Begriffs ,,Fake News“ fragwürdig. Dass vor einem Krieg in der Propaganda oft hemmungslos gelogen wird, ist ein Gemeinplatz: Vom Anschlag auf den Sender Gleiwitz, der 1939 von der SS initiiert wurde und den Angriff auf Polen rechtfertigen sollte, über den fingierten Tonkin-Zwischenfall, den die USA 1964 als Anlass für den Vietnamkrieg nahmen, bis zur Vorlage gefälschter Beweise bei der UNO durch Colin Powell 2003 zur ,,Begründung“ des zweiten Golfkriegs. Man könnte diese Liste beliebig verlängern. Wenn es um ökonomische Motive, Kriegsvorbereitungen, aber auch ideologische Gegensätze geht, so spielt ,,Wahrheit“ fast keine Rolle mehr. ,,Fakten“ werden vielfach einfach hergestellt (,,gefaked“), auch durch falsche Zeugenaussagen. Man denke an die ,,Brutkastenlüge“ vor dem 1. Golfkrieg, die von Nayirah al-Sabah, der Tochter des kuwaitischen Botschafters, unter Tränen vor dem US-Kongress vorgetragen wurde. Klaus Hartmann sagt in seinem Vortrag ,,Die Brutkastenlüge“: ,,Die ganze Inszenierung war eine Auftragsarbeit der PR-Agentur Hill & Knowlton, die vorher in Umfragen ermittelt hatte, dass die US-Bürger Grausamkeit gegen hilflose Kleinkinder am entschiedensten verabscheuten. Fake News als Ergebnis von spin doctoring, auch ,professionelle strategische Kommunikation’ genannt.“ Gefälscht werden auch immer häufiger Videos oder Fotos und in den sozialen Medien auf eine Weise verbreitet, die sich gefährlich auswirkt. Nicht Wahrheit, sondern Reichweite entscheidet, gepaart mit einer starken emotionalen Aufladung.
Nun hat sich im 20. Jahrhundert die erwähnte „strategische Kommunikation“ wie ein Nebelschleier über die ganze Gesellschaft verbreitet, Die Lüge ist allgegenwärtig geworden. Der Physiker, Nobelpreisträger und Wissenschaftskritiker Robert B. Laughlin sagte: ,,George Orwells 1984 ist keine Zukunftsvision mehr; wir sind mittendrin.“
Experten als Hohepriester
Aber sind nicht wenigstens die Wissenschaften weiterhin der Wahrheit verpflichtet? In der Politik, aber auch bei einer vom Klima bewegten Jugend gelten ausgewählte Expertinnen und Experten als die Hohenpriester der Gegenwart. Doch immer häufiger werden gefälschte Aufsätze auch in angesehenen Zeitschriften entdeckt – bei hoher Dunkelziffer. Man spricht von einer Reproduzierbarkeitskrise: Mehrere seriöse Studien brachten in jüngerer Zeit ans Licht, dass sich quer durch die naturwissenschaftliche und medizinische Forschung 60 bis möglicherweise sogar 90 Prozent der Studien an anderen Forschungseinrichtungen nicht mit dem gleichen Ergebnis wiederholen lassen.
Schlimmer noch ist ein verbreiteter Opportunismus. Man forscht nur, wenn entsprechende Mittel verfügbar sind – Mittel, die entweder durch die Wirtschaft oder politische Interessen gelenkt sind. So können sich vermeintliche Mehrheitsmeinungen rasch insgesamt in Fake News verwandeln. Die Zeitschrift „The Economist“ veröffentlichte 2013 eine Studie, wonach gerade die führenden Fachzeitschriften vorwiegend Aufsätze akzeptieren, die sich vor allem an Mehrheitsmeinungen orientieren. Kritik wird meist gar nicht erst publiziert. Gerne wird als Lippenbekenntnis der Gedanke des Philosophen Karl Popper wiederholt, dass Wissenschaft nicht auf „Meinungsmehrheiten“ beruht, sondern vor allem auf Falsifizierbarkeit, also auf der prinzipiellen Möglichkeit, Ergebnisse zu widerlegen. Umgesetzt wird diese Forderung allerdings nur sehr spärlich.
Um zwei weitere Beispiele aus der Ökonomie anzuführen: 1997 bekamen Robert Merton und Myron Schales für ihre Finanzmarkt-Modelle den Nobelpreis. Ihre Modelle wurden vielfach bei Hedgefonds angewendet. Beide waren Direktoren der Firma Long-Term Capital Management – eine Firma, die nur zehn Monate nach der Preisverleihung Pleite ging und die Finanzmärkte in eine tiefe Krise stürzte. In ihren Modellen hatten die Autoren abstruse Annahmen versteckt, die durchaus erkennbar waren und auf die ich selbst in einigen Texte aufmerksam gemacht habe; der Fake war also durchschaubar.
Kenneth Rogoff, ein weiterer US-Ökonom, zeitweilig Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, publizierte mit Carmen Reinhart 2010 einen sehr einflussreichen Aufsatz zur Staatsverschuldung, der vielen Regierungen immer noch als maßgebende Begründung für Sparzwänge gilt. Ein Student der Volkswirtschaftslehre, Thomas Herndon, wies aber nach, dass die Berechnungen der beiden gefeierten Autoren recht simple Fehler in ihren Excel-Tabellen enthalten und ihre Folgerungen deshalb unhaltbar sind. Die vermeintlich „wissenschaftliche“ Mehrheitsmeinung hat hier – wie in vielen anderen Bereichen – dennoch weiter großen politischen Einfluss.
Fake News mögen also falsch sein – wirksam sind sie allemal. Dies mahnt zur Vorsicht bei aktuellen Fragen, in denen man sich auf ,,Expertinnen“ und ,,Experten“ beruft, denn der Übergang von schlechter Wissenschaft zu einer Anpassung an die Interessen und politischen Ideologien der Geldgeber bis hin zu echten Lügen sind fließend. Die Wahrheit in den Wissenschaften ist in einer ernsten Krise, auch wenn diese Tatsache das öffentliche Bewusstsein bislang kaum erreicht hat.
Europa: Wahrheit ohne Ethik
Hier nun ist der Ort, an dem die buddhistische Tradition eine andere, neue Perspektive einzubringen vermag. Wie ist es überhaupt möglich, dass die Wahrheit durch eine fiktive Wahrnehmung, durch Lügen oder Fakes so häufig einfach ersetzt wird?
,,Wahr" sollen Aussagen sein, die mit „der Realität“, den ,,Fakten“ übereinstimmen. Doch Fakten sind nicht einfach gegeben, weiß der Buddhismus. Alle Erfahrung, wie der buddhistische Philosoph Dharmakirti sagt, wird hergestellt. Individuell durch die Sinnesorgane, sozial durch Experimente und Diskurs vermittelt Fakten sind nicht irgendwo „da draußen“. Sie sind als Objektivität ein Produkt, eine Messung, eine Statistik, eine Beschreibung. Und was man herstellt, kann man auch fälschen.
Nun mag es so scheinen, als würde die buddhistische Philosophie so etwas wie eine objektive Realität, eine Wirklichkeit ganz in Abrede stellen. Sagt nicht Nagarjuna, das, was wir als Wirklichkeit glauben, erscheine nur wie eine ,,Fata Morgana, als Luftspiegelung, als Traumgebilde“ (Nagarjuna, Mulamadhyamakakarika 17.33)? Ist damit nicht jede Aussage illusionär, wie ,,Schreiben auf Wasser“ (Nagarjuna, Suhrllekha 17)?
Tatsächlich gibt es in der europäischen Philosophie mit der Postmoderne heute eine Auffassung, die alle Wirklichkeit, vor allem aber alle Moral infrage stellt. Lange Zeit war in Europa die Wahrheit fest mit dem Gottesbegriff verbunden. Man dachte: Es ist Gott, der die Welt erschaffen, das heißt als Realität wahr gemacht hat. Mit der Aufklärung und dem modernen Atheismus ist der Haltepunkt „Gott“ verschwunden. Der religiöse Glaube wurde vom Glauben an die rein wissenschaftliche Wahrheit entthront. Geist, Spiritualität und ethische Werte haben in dieser Auffassung keine Wurzeln mehr in der Wirklichkeit Es öffnete sich damit eine sowohl philosophische wie moralische Kluft, die von postmoderner Beliebigkeit durch erfundene „Wahrheiten“ gefüllt wurde. Für die Postmoderne sind Moral, Denken, Geschlecht, Ethnie und vieles mehr nur ,,soziale Konstruktionen“.
Die Krise der Wahrheit, wie sie in der wachsenden Verbreitung von Fake News offenbar wird, wäre dann nichts weiter als die konsequente praktische Vollendung dieses Grundgedankens.
aus: Karl-Heinz Brodbeck, Fake News und die Krise der Wahrheit, Buddhismus aktuell, 1|20, S. 50ff.
siehe auch:
- Tödlicher Ernst – Die Pharmaindustrie ist eines der gefährlichsten Kartelle der Welt. (Post, 23.08.2018)
- Salisbury: Parallelen zum deutschen Plutonium-Skandal 1994 (Post, 03.04.2018)
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
- Wir geben ihnen Macht 1 (Post, 14.03.2013)
Montag, 6. Januar 2020
Russische Propaganda: Kein fairer Prozess für Julian Assange
Großbritannien: Kein fairer Prozess für Julian Assange {5:11}
Die Vergewaltigungs-Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer hatten ursprünglich auch dazu geführt, das sich Julian Assange 2012 aus Angst vor einer Auslieferung nach Schweden und schließlich in die USA in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet hatte. Im April 2019 wurde er dort von britischen Beamten herausgetragen. Das Asyl in der Botschaft war ihm nach mehreren Jahren entzogen worden.
Die Anhörung über die Auslieferung an die USA ist für den kommenden Februar angesetzt. Schon die Entwicklung des Falls deutet auf eine Politisierung der Justiz hin. Angesichts der neuesten Wendungen wächst die Sorge, dass Julian Assange weiterhin ein fairer Prozess verwehrt bleibt. Selbst der UN-Sonderberichterstatter für Folter hält das britische Justizsystem in diesem Fall für korrupt und verseucht.
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RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.
siehe auch:
- Nils Melzer zu Julian Assange: Ein Bericht, den es nicht gibt… (Post, 04.12.2019)
- Assange und die Tagesschau (Post, 19.11.2019)
RT Deutsch
Am 06.01.2020 veröffentlicht
Der Journalist und Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, sitzt weiterhin im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. In Schweden wurden derweil die Vergewaltigungs-Vorwürfe fallengelassen. Die USA fordern seine Auslieferung.Am 06.01.2020 veröffentlicht
Die Vergewaltigungs-Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer hatten ursprünglich auch dazu geführt, das sich Julian Assange 2012 aus Angst vor einer Auslieferung nach Schweden und schließlich in die USA in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet hatte. Im April 2019 wurde er dort von britischen Beamten herausgetragen. Das Asyl in der Botschaft war ihm nach mehreren Jahren entzogen worden.
Die Anhörung über die Auslieferung an die USA ist für den kommenden Februar angesetzt. Schon die Entwicklung des Falls deutet auf eine Politisierung der Justiz hin. Angesichts der neuesten Wendungen wächst die Sorge, dass Julian Assange weiterhin ein fairer Prozess verwehrt bleibt. Selbst der UN-Sonderberichterstatter für Folter hält das britische Justizsystem in diesem Fall für korrupt und verseucht.
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siehe auch:
- Nils Melzer zu Julian Assange: Ein Bericht, den es nicht gibt… (Post, 04.12.2019)
- Assange und die Tagesschau (Post, 19.11.2019)
Freiheit, Demokratie und Mainstream-Gelaber? – Aufwachen!!
Die US-Regierung behauptet, den iranischen General Soleimani vor allem deshalb getötet zu haben, um „unmittelbar bevorstehende“ Anschläge zu verhindern, zu deren Planung er sich im Irak aufhielt. Eine dreiste Lüge, wie es der irakische Premier gestern klarstellte. Soleimani sei vielmehr – mit Wissen und Billigung Trumps – auf dem Weg zu bilateralen Friedensgesprächen zwischen Iran und Saudi-Arabien unterwegs gewesen, die die irakische Regierung vermittelt habe. Der Mord war also ein Attentat auf einen diplomatischen Emissär und gleichzeitig auch eine Sabotage des regionalen Friedensprozesses. Geht es noch schlimmer? Über diese Meldung und die (fehlende) Berichterstattung dazu hat sich US-Journalist Max Blumenthal Gedanken gemacht. Die NachDenkSeiten haben seinen Artikel ins Deutsche übertragen.
Der irakische Premierminister enthüllt, dass Soleimani sich bei seiner Ermordung auf Friedensmission befand und überführt damit Trumps Aussage von den “bevorstehenden Angriffen” der Lüge
Die Trump-Regierung behauptete, der iranische General Qasem Soleimani plane “unmittelbar bevorstehende Angriffe” auf US-Bürger, als er ermordet wurde. Diese Lüge wurde nun zerstört, aber nicht bevor unzählige Medienunternehmen sie der Öffentlichkeit weiterverbreiteten. Von Max Blumenthal.
In einem verzweifelten Versuch, die Ermordung des iranischen Generalmajors Qasem Soleimani durch US-Drohnen zu rechtfertigen, berief sich US-Außenminister Mike Pompeo darauf, dass die Regierung eine „nachrichtendienstliche Einschätzung“ vorgenommen habe, wonach Soleimani in der Region „aktiv“ an einem Angriff auf amerikanische Interessen arbeitete, bevor er getötet wurde.
Präsident Donald Trump begründete seine schicksalhafte Entscheidung, den iranischen General zu töten, in einer noch deutlicheren Sprache und erklärte, dass Soleimani „unmittelbar bevorstehende Angriffe“ auf diplomatische Einrichtungen und Personal der USA im Nahen Osten plante. „Wir haben letzte Nacht Maßnahmen ergriffen, um einen Krieg zu stoppen“, so Trump. „Wir haben nichts unternommen, um einen Krieg zu beginnen.“
Trumps zweifelhafte Begründung für ein unbestreitbares kriminelles Attentat wurde in den großen Medien wiederholt – oft ohne jegliche Skepsis oder Debatte.
Bei einer Pressekonferenz des US-Außenministeriums am 3. Januar, bei der Reporter endlich die Möglichkeit hatten, Beweise für die Behauptung einer „unmittelbaren“ Bedrohung einzufordern, bekam ein US-Beamter einen Wutausbruch: “Jesus, müssen wir erklären, warum wir diese Dinge tun?”, bellte er die Presse an.
Nur zwei Tage später, als der irakische Premierminister Adil Abdul-Mahdi vor dem Parlament seines Landes sprach, wurde Trumps Rechtfertigung für die Ermordung von Soleimani als zynische Lüge entlarvt. Abdul-Mahdi zufolge hatte er vorgehabt, Soleimani am Morgen des Todes des Generals zu treffen, um über eine diplomatische Annäherung zu diskutieren, die der Irak zwischen dem Iran und Saudi-Arabien vermittelte.
Abdul-Mahdi sagte, Trump habe sich – während er bereits das Attentat plante – noch persönlich bei ihm für die Bemühungen bedankt und so den Eindruck erweckt, der iranische General könne sicher nach Bagdad reisen.
mehr:
- Soleimani-Attentat – Trumps Fake News und das Schweigen der Medien (Max Blumenthal, NachDenkSeiten, 06.01.2019)
siehe auch:
- USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani (Post, 03.01.2020)
- Atomabkommen mit dem Iran: Die Tagesschau informiert nicht ordentlich (Post, 15.11.2019)
- Si tacuisses… – Was ist nur los mit ihnen? (Post, 24.09.2019)
- Unsere Mainstream-Medien sind transatlantische Speichellecker! (Post, 19.08.2019)
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Lügenpresse: Iran will Atomabkommen brechen {6:06 – Start bei 1:01}
Volker Pispers - Menschenleben müssen hinten anstehen - 01.03.2015 {13:33 – Start bei 3:50}
Der irakische Premierminister enthüllt, dass Soleimani sich bei seiner Ermordung auf Friedensmission befand und überführt damit Trumps Aussage von den “bevorstehenden Angriffen” der Lüge
Die Trump-Regierung behauptete, der iranische General Qasem Soleimani plane “unmittelbar bevorstehende Angriffe” auf US-Bürger, als er ermordet wurde. Diese Lüge wurde nun zerstört, aber nicht bevor unzählige Medienunternehmen sie der Öffentlichkeit weiterverbreiteten. Von Max Blumenthal.
In einem verzweifelten Versuch, die Ermordung des iranischen Generalmajors Qasem Soleimani durch US-Drohnen zu rechtfertigen, berief sich US-Außenminister Mike Pompeo darauf, dass die Regierung eine „nachrichtendienstliche Einschätzung“ vorgenommen habe, wonach Soleimani in der Region „aktiv“ an einem Angriff auf amerikanische Interessen arbeitete, bevor er getötet wurde.
Präsident Donald Trump begründete seine schicksalhafte Entscheidung, den iranischen General zu töten, in einer noch deutlicheren Sprache und erklärte, dass Soleimani „unmittelbar bevorstehende Angriffe“ auf diplomatische Einrichtungen und Personal der USA im Nahen Osten plante. „Wir haben letzte Nacht Maßnahmen ergriffen, um einen Krieg zu stoppen“, so Trump. „Wir haben nichts unternommen, um einen Krieg zu beginnen.“
Trumps zweifelhafte Begründung für ein unbestreitbares kriminelles Attentat wurde in den großen Medien wiederholt – oft ohne jegliche Skepsis oder Debatte.
Bei einer Pressekonferenz des US-Außenministeriums am 3. Januar, bei der Reporter endlich die Möglichkeit hatten, Beweise für die Behauptung einer „unmittelbaren“ Bedrohung einzufordern, bekam ein US-Beamter einen Wutausbruch: “Jesus, müssen wir erklären, warum wir diese Dinge tun?”, bellte er die Presse an.
Nur zwei Tage später, als der irakische Premierminister Adil Abdul-Mahdi vor dem Parlament seines Landes sprach, wurde Trumps Rechtfertigung für die Ermordung von Soleimani als zynische Lüge entlarvt. Abdul-Mahdi zufolge hatte er vorgehabt, Soleimani am Morgen des Todes des Generals zu treffen, um über eine diplomatische Annäherung zu diskutieren, die der Irak zwischen dem Iran und Saudi-Arabien vermittelte.
Abdul-Mahdi sagte, Trump habe sich – während er bereits das Attentat plante – noch persönlich bei ihm für die Bemühungen bedankt und so den Eindruck erweckt, der iranische General könne sicher nach Bagdad reisen.
mehr:
- Soleimani-Attentat – Trumps Fake News und das Schweigen der Medien (Max Blumenthal, NachDenkSeiten, 06.01.2019)
siehe auch:
Die iranische Regierung bezeichnete die Raketenangriffe als rechtmäßigen "Akt der Selbstverteidigung". "Wir streben nicht nach einer Eskalation oder Krieg, aber wir werden uns gegen jede Aggression verteidigen", so Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in einer Regierungsstellungnahme. Der Iran habe "verhältnismäßige Maßnahmen zur Selbstverteidigung ergriffen und abgeschlossen". Sarif bezog sich dabei auf Artikel 51 der UN-Charta. Dieser beschreibt das Recht auf Selbstverteidigung im Falle eines bewaffneten Angriffs auf ein Mitgliedsland der Vereinten Nationen.- Fake News: Der deutsche Buddhismus meldet sich zu Wort (Post, 07.01.2020)
["Operation Märtyrer Soleimani" – Iran greift US-Truppen im Irak an, n-tv, 08.01.2019]
- USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani (Post, 03.01.2020)
- Atomabkommen mit dem Iran: Die Tagesschau informiert nicht ordentlich (Post, 15.11.2019)
- Si tacuisses… – Was ist nur los mit ihnen? (Post, 24.09.2019)
- Unsere Mainstream-Medien sind transatlantische Speichellecker! (Post, 19.08.2019)
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Lügenpresse: Iran will Atomabkommen brechen {6:06 – Start bei 1:01}
Actuarium
Am 19.06.2019 veröffentlicht
Am 19.06.2019 veröffentlicht
Unsere Mainstreammedien berichten, der Iran plane, das Atomabkommen zu brechen. Das ist gelogen, gleich auf mehreren Ebenen.
Das komplette Atomabkommen (JCPOA) als PDF: http://www.europarl.europa.eu/cmsdata...
xDas komplette Atomabkommen (JCPOA) als PDF: http://www.europarl.europa.eu/cmsdata...
Volker Pispers - Menschenleben müssen hinten anstehen - 01.03.2015 {13:33 – Start bei 3:50}
moon_crane
Am 02.03.2015 veröffentlicht
Am 02.03.2015 veröffentlicht
Verleihung Deutscher Kleinkunstpreis 2015 Volker Pispers
Sonntag, 5. Januar 2020
Überraschende Ereignisse in den MH-17-Ermittlungen
Kurz nach dem Beginn des MH17-Prozesses wird der leitende Staatsanwalt Fred Westerbeke Chef der Polizei von Rotterdam, angeblich soll auch der Chef der ukrainischen MH17-Ermittler entlassen worden sein
Vor dem beginnenden MH-17-Prozess scheint Bewegung ins Spiel zu kommen. Fred Westerbeke, der die JIT-Ermittlungen als Staatsanwalt leitete, aber auch für andere Ermittlungen im Bereich Terrorismus und Organisierte Kriminalität zuständig ist, wird am 1. April Chef der Polizei von Rotterdam. Die Versetzung ist kurz nach dem Beginn des Prozesses Anfang März, der bis in das Jahr 2021 geplant ist und unter strengen Sicherheitsbedingungen stattfinden soll, eine bemerkenswerte Entscheidung.
Nicht bekannt scheint nach den Medienberichten zu sein, wer Westerbekes Nachfolger wird. Der Staatsanwalt ersetzt Frank Paauw, der im Frühjahr Polizeichef von Amsterdam wurde. Da gab es also eine Lücke zu füllen, zumal Westerbeke seine Laufbahn als Polizist und dann als Staatsanwalt in Rotterdam begonnen hatte. Aber ihn zu Beginn des politisch hoch angesetzten Mammutprozesses aus dem Job zu nehmen, lässt zumindest auch auf eine veränderte Einstellung schließen. War man mit Westerbekes Ermittlungen nicht zufrieden, war er zu sehr auf Russland fixiert, was aber auch die niederländische Regierung war und ist, oder wird im zu große Laxheit angelastet?
Zuletzt ist dem JIT trotz Intervention der niederländischen Regierung der als wichtige Zeuge und schließlich als Verdächtige bezeichnete Wladimir Zemak (Tsemakh) durch den Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland verlustig gegangen. Er hätte womöglich der einzige Zeuge/Verdächtige sein können, der vor Gericht oder über einen Videolink befragt werden kann. Die vier übrigen Verdächtigen werden nicht vor Gericht erscheinen. Zemak, dem die Beteiligung an einer Terrororganisation (der "Volksrepublik Donezk") und das Verstecken des Buk-Systems vorgeworfen wird, was auf sehr wackeligen Beinen steht, war vom ukrainischen Geheimdienst nach Kiew entführt worden und sollte dort wohl gegen Angebote, wie er behauptet, gegen russische Verdächtige aussagen.
mehr:
- Überraschende Ereignisse in den MH-17-Ermittlungen (Florian Rötzer, Telepolis, 26.12.2019)
siehe auch:
- MH17: Das Gerangel geht weiter… (Post, 04.09.2019)
- MH17 – Der Sündenbock (Post, 13.08.2019)
- MH17: Ministerpräsident Malaysias bezweifelt Objektivität des JIT (Post, 01.06.2019)
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Vor dem beginnenden MH-17-Prozess scheint Bewegung ins Spiel zu kommen. Fred Westerbeke, der die JIT-Ermittlungen als Staatsanwalt leitete, aber auch für andere Ermittlungen im Bereich Terrorismus und Organisierte Kriminalität zuständig ist, wird am 1. April Chef der Polizei von Rotterdam. Die Versetzung ist kurz nach dem Beginn des Prozesses Anfang März, der bis in das Jahr 2021 geplant ist und unter strengen Sicherheitsbedingungen stattfinden soll, eine bemerkenswerte Entscheidung.
Nicht bekannt scheint nach den Medienberichten zu sein, wer Westerbekes Nachfolger wird. Der Staatsanwalt ersetzt Frank Paauw, der im Frühjahr Polizeichef von Amsterdam wurde. Da gab es also eine Lücke zu füllen, zumal Westerbeke seine Laufbahn als Polizist und dann als Staatsanwalt in Rotterdam begonnen hatte. Aber ihn zu Beginn des politisch hoch angesetzten Mammutprozesses aus dem Job zu nehmen, lässt zumindest auch auf eine veränderte Einstellung schließen. War man mit Westerbekes Ermittlungen nicht zufrieden, war er zu sehr auf Russland fixiert, was aber auch die niederländische Regierung war und ist, oder wird im zu große Laxheit angelastet?
Zuletzt ist dem JIT trotz Intervention der niederländischen Regierung der als wichtige Zeuge und schließlich als Verdächtige bezeichnete Wladimir Zemak (Tsemakh) durch den Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland verlustig gegangen. Er hätte womöglich der einzige Zeuge/Verdächtige sein können, der vor Gericht oder über einen Videolink befragt werden kann. Die vier übrigen Verdächtigen werden nicht vor Gericht erscheinen. Zemak, dem die Beteiligung an einer Terrororganisation (der "Volksrepublik Donezk") und das Verstecken des Buk-Systems vorgeworfen wird, was auf sehr wackeligen Beinen steht, war vom ukrainischen Geheimdienst nach Kiew entführt worden und sollte dort wohl gegen Angebote, wie er behauptet, gegen russische Verdächtige aussagen.
mehr:
- Überraschende Ereignisse in den MH-17-Ermittlungen (Florian Rötzer, Telepolis, 26.12.2019)
siehe auch:
- MH17: Das Gerangel geht weiter… (Post, 04.09.2019)
- MH17 – Der Sündenbock (Post, 13.08.2019)
- MH17: Ministerpräsident Malaysias bezweifelt Objektivität des JIT (Post, 01.06.2019)
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Freitag, 3. Januar 2020
USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani
Als Reaktion auf die Belagerung der US-Botschaft wurden der Kommandeur der Quds-Brigaden und ein Kommandeur der Al-Haschd asch-Schabi-Milizen mit 10 weiteren Menschen getötet
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US-Außenminister Mike Pompeo veröffentlichte auf seinem Twitter-Account ein Video, das zeigen soll, wie sich eine Gruppe von Menschen vermutlich in Bagdad über die Ermordung von Qassem Soleimani, Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden, der Eliteeinheit der Revolutionsgarde, freut. Pompeo interpretiert das so: "Iraker - Iraker - tanzen in der Straße für die Freiheit; sie sind dankbar, dass General Soleimani nicht mehr lebt." Offensichtlich sind es aber nur wenige Menschen, natürlich ist die Präsenz der Iraner im Irak nicht bei allen, vor allem nicht bei den Sunniten, erwünscht. Pompeo suggeriert, dass das US-Militär, das mit einem Kampfhubschrauber die Insassen von zwei Fahrzeugen gezielt tötete, die vom Flughafen von Bagdad in die Stadt fuhren, praktisch als verlängerter Arm "der Iraker" handelte.
Zunächst war von amerikanischen Luftangriffen am vergangenen Samstag auf Stellungen der schiitischen Miliz Kata'ib Hezbollah im Irak und in Syrien die Rede, die verantwortlich für einen Raketenangriff am 27. Dezember gemacht wurde, bei dem ein amerikanischer "Contractor" getötet wurde. Die amerikanischen Angriffe, bei denen nicht nur schiitische Milizen, sondern auch irakische Soldaten und Polizisten getötet wurden, führten wiederum zu Protesten vor der amerikanischen Botschaft, die von der US-Regierung als vom Iran gesteuert bezeichnet wurden (Irak: Die nächste Fehleinschätzung der USA).
US-Präsident Donald Trump habe wieder als Reaktion darauf persönlich die Ermordung von Soleimani angeordnet, sagte das Pentagon und fügte an, die Quds-Brigade sei eine Terrororganisation. Neben Mitreisenden und Bodyguards wurde auch der stellvertretende Kommandeur der Al-Haschd asch-Schabi-Milizen, Abu Mahdi al-Muhandis, getötet. Man muss davon ausgehen, dass Soleimani, der als zweitwichtigster und -mächtigster Mann im Iran galt, schon lange im Visier des Pentagon war, da er mit seinen Revolutionsgarden und den schiitischen Milizen zwar im Irak wesentlich beteiligt war an der Niederschlagung des IS, er aber eben auch den Widerstand gegen die amerikanischen Truppen im Irak und in Syrien mitschürte. Er war als Kommandeur gefürchtet, leitete die Auslandseinsätze der Revolutionsgarden im Irak und in Syrien und war eine zentrale Figur der iranischen (Militär)Außenpolitik, die wahrscheinlich von Teheran kaum ersetzbar ist.
Nachträglich dürfte die im April 2018 von Washington erfolgte Aufnahme der Revolutionsgarden als Terrororganisation bereits eine Vorbereitung gewesen sein. Es war schon damals eine Kriegserklärung, einen Teil des Militärs eines Staats als Terrororganisation zu bezeichnen. Der Irak reagierte reziprok und bezeichnete das Centcom, das für die Militäreinsätze im Nahen Osten zuständig ist, als Terrororganisation und die amerikanische Regierung als Terrorunterstützer, so der Oberste Nationale Sicherheitsrat (Trump listet mit den iranischen Revolutionsgarden erstmals eine Streitkraft als Terrororganisation).
mehr:
- Eskalation: USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani (Florian Rötzer, Telepolis, 03.01.2020)
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siehe auch:
- Gezielter Enthauptungsschlag – Staatsterror (Lutz Herden, der Freitag, 03.01.2020 – Beachte die Kommentare!)
- Der Mörder-Trump Deutsche Medien faseln von Tötung (Ulli Gellermann, Rationalgalerie, 03.01.2020)
- Si tacuisses… – Was ist nur los mit ihnen? (Post, 24.09.2019)
- Reichstags-9/11: Vom Neocon-Putsch zur weltweiten Überwachung (Post, 10.08.2019)
- USA: Die verrückten Neocons und ihr Putsch (Post, 02.03.2019)
- Die kontinuierliche Verschwurbelung des US-Imperialismus (Post, 23.04.2019)
- Aufmerksamkeitsmanagement: Immer neue Bedrohungsszenarien und immer wieder Aufrüstung – Wozu? (Post, 23.02.2019)
- Ramstein und der US-amerikanische Drohnenkrieg (Post, 26.04.2015)
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US-Außenminister Mike Pompeo veröffentlichte auf seinem Twitter-Account ein Video, das zeigen soll, wie sich eine Gruppe von Menschen vermutlich in Bagdad über die Ermordung von Qassem Soleimani, Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden, der Eliteeinheit der Revolutionsgarde, freut. Pompeo interpretiert das so: "Iraker - Iraker - tanzen in der Straße für die Freiheit; sie sind dankbar, dass General Soleimani nicht mehr lebt." Offensichtlich sind es aber nur wenige Menschen, natürlich ist die Präsenz der Iraner im Irak nicht bei allen, vor allem nicht bei den Sunniten, erwünscht. Pompeo suggeriert, dass das US-Militär, das mit einem Kampfhubschrauber die Insassen von zwei Fahrzeugen gezielt tötete, die vom Flughafen von Bagdad in die Stadt fuhren, praktisch als verlängerter Arm "der Iraker" handelte.
Zunächst war von amerikanischen Luftangriffen am vergangenen Samstag auf Stellungen der schiitischen Miliz Kata'ib Hezbollah im Irak und in Syrien die Rede, die verantwortlich für einen Raketenangriff am 27. Dezember gemacht wurde, bei dem ein amerikanischer "Contractor" getötet wurde. Die amerikanischen Angriffe, bei denen nicht nur schiitische Milizen, sondern auch irakische Soldaten und Polizisten getötet wurden, führten wiederum zu Protesten vor der amerikanischen Botschaft, die von der US-Regierung als vom Iran gesteuert bezeichnet wurden (Irak: Die nächste Fehleinschätzung der USA).
US-Präsident Donald Trump habe wieder als Reaktion darauf persönlich die Ermordung von Soleimani angeordnet, sagte das Pentagon und fügte an, die Quds-Brigade sei eine Terrororganisation. Neben Mitreisenden und Bodyguards wurde auch der stellvertretende Kommandeur der Al-Haschd asch-Schabi-Milizen, Abu Mahdi al-Muhandis, getötet. Man muss davon ausgehen, dass Soleimani, der als zweitwichtigster und -mächtigster Mann im Iran galt, schon lange im Visier des Pentagon war, da er mit seinen Revolutionsgarden und den schiitischen Milizen zwar im Irak wesentlich beteiligt war an der Niederschlagung des IS, er aber eben auch den Widerstand gegen die amerikanischen Truppen im Irak und in Syrien mitschürte. Er war als Kommandeur gefürchtet, leitete die Auslandseinsätze der Revolutionsgarden im Irak und in Syrien und war eine zentrale Figur der iranischen (Militär)Außenpolitik, die wahrscheinlich von Teheran kaum ersetzbar ist.
Nachträglich dürfte die im April 2018 von Washington erfolgte Aufnahme der Revolutionsgarden als Terrororganisation bereits eine Vorbereitung gewesen sein. Es war schon damals eine Kriegserklärung, einen Teil des Militärs eines Staats als Terrororganisation zu bezeichnen. Der Irak reagierte reziprok und bezeichnete das Centcom, das für die Militäreinsätze im Nahen Osten zuständig ist, als Terrororganisation und die amerikanische Regierung als Terrorunterstützer, so der Oberste Nationale Sicherheitsrat (Trump listet mit den iranischen Revolutionsgarden erstmals eine Streitkraft als Terrororganisation).
mehr:
- Eskalation: USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani (Florian Rötzer, Telepolis, 03.01.2020)
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In den ersten Tagen nach den Anschlägen wurden hunderte Muslime, Araber oder arabisch aussehende und Turban tragende Menschen, oft Sikhs, in den USA beleidigt, angegriffen, bedroht und einige ermordet. Auch wurden Brandanschläge auf islamische Einrichtungen verübt.[51] US-Präsident Bush besuchte daraufhin am 17. September 2001 eine Moschee, verurteilte die Angriffe, unterschied den Islam vom Terror und rief zu Toleranz gegenüber muslimischen US-Bürgern auf.[52]
[Terroranschläge am 11. September 2001, Erstreaktionen in den USA, Wikipedia, abgerufen am 03.01.2020]==========
siehe auch:
- Gezielter Enthauptungsschlag – Staatsterror (Lutz Herden, der Freitag, 03.01.2020 – Beachte die Kommentare!)
- Der Mörder-Trump Deutsche Medien faseln von Tötung (Ulli Gellermann, Rationalgalerie, 03.01.2020)
18 Monate vor seinem Tod richtete Soleimani eine öffentliche Warnung an Donald Trump, die sich nun bewahrheiten könnte – wenn auch nicht in dem von ihm intendierten Sinne: „Mr. Trump, der Spieler, ich sage Ihnen, Sie sollten wissen, dass wir Ihnen an dem Ort nahe sind, an dem Sie das nicht vermuten“, so Soleimani. „Sie werden den Krieg beginnen, doch wir werden ihn beenden.“- Atomabkommen mit dem Iran: Die Tagesschau informiert nicht ordentlich (Post, 15.11.2019)
[Michael Safi|The Guardian, „Wichtiger als der Präsident“, Übersetzung: Holger Hutt, der Freitag, 03.01.2019]
- Si tacuisses… – Was ist nur los mit ihnen? (Post, 24.09.2019)
- Reichstags-9/11: Vom Neocon-Putsch zur weltweiten Überwachung (Post, 10.08.2019)
- USA: Die verrückten Neocons und ihr Putsch (Post, 02.03.2019)
- Die kontinuierliche Verschwurbelung des US-Imperialismus (Post, 23.04.2019)
- Aufmerksamkeitsmanagement: Immer neue Bedrohungsszenarien und immer wieder Aufrüstung – Wozu? (Post, 23.02.2019)
- Ramstein und der US-amerikanische Drohnenkrieg (Post, 26.04.2015)
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Mehr als regressiver Kitsch und falsche Idylle
Warum es geboten ist, sich mit dem Begriff "Heimat" auseinander zu setzenx
"Heimat" gehört zu den sentimental aufgeladenen Vokabeln, die uns das 19. Jahrhundert reichlich beschert hat. Heimat als handfester Besitz an Gut und Boden wurde seinerzeit umgemünzt in Wert des Gefühls. Zunächst hingegen war mit dem Begriff nur ein einfacher Sachverhalt gemeint: Heimat, so heißt es beispielsweise im Grimmschen Wörterbuch, sei das Land oder auch nur der Landstrich, in dem man geboren ist oder auch nur bleibenden Aufenthalt hat.
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Das, so meint der Publizist Jörg Magenau, war einmal. Denn "in der globalen Welt, in der die einen, strotzend vor Mobilität, von Flugplatz zu Flugplatz jetten und andere in überfüllten Fischerbooten hocken oder barfuß durch den Schnee nach Europa marschieren, gibt es Heimat entweder nur für die Glücklichen, die schon da sind, wo sie immer waren, oder man bringt die Heimat mit im Fluchtgepäck und schafft sie sich neu in der Fremde. Heimat ist, wie andere Rohstoffe auch, zu einem knappen Gut geworden, um das weltweite Verteilungskämpfe stattfinden. Wie viele Fremde verträgt sie denn, und was wird dann aus ihr?"
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Heute wird weithin ein "Heimatschwund" konstatiert und beklagt, ohne dass freilich die wechselhafte, ja launische Begriffsgeschichte groß beachtet würde. Im Ersten Weltkrieg wurde das Heimatgefühl von den Nationalisten und dann von den Nazis für ihre Zwecke usurpiert. Heimat hieß dann "Heim ins Reich", und alles Fremde wurde tendenziell ausgemerzt. Und dass nach dem II. Weltkrieg die sogenannten "Heimatvertriebenen" - und ihr Beharren auf das Wiedererlangen verlorener Territorien - die Debatte bestimmten, hatte zur Folge, dass der Terminus Heimat in der Bundesrepublik alsbald verbraucht war und eher gemieden wurde.
mehr:
- Mehr als regressiver Kitsch und falsche Idylle (Robert Kaltenbrunner, Telepolis, 26.12.2019)
siehe auch:
- Idar-Oberstein und seine Geschichte – Metropole der Edelsteine (Post, 11.03.2018)
- Edgar Reitz’ Deutschland-Chronik bei Arte (Post, 27.08.2015)
- Kinoempfehlung: Die andere Heimat von Edgar Reitz (Post, 10.11.2013)
- Das Kino der Zukunft (Florian Rötzer im Gespräch mit Edgar Reitz, Telepolis, 14.02.1997)
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"Heimat" gehört zu den sentimental aufgeladenen Vokabeln, die uns das 19. Jahrhundert reichlich beschert hat. Heimat als handfester Besitz an Gut und Boden wurde seinerzeit umgemünzt in Wert des Gefühls. Zunächst hingegen war mit dem Begriff nur ein einfacher Sachverhalt gemeint: Heimat, so heißt es beispielsweise im Grimmschen Wörterbuch, sei das Land oder auch nur der Landstrich, in dem man geboren ist oder auch nur bleibenden Aufenthalt hat.
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Das, so meint der Publizist Jörg Magenau, war einmal. Denn "in der globalen Welt, in der die einen, strotzend vor Mobilität, von Flugplatz zu Flugplatz jetten und andere in überfüllten Fischerbooten hocken oder barfuß durch den Schnee nach Europa marschieren, gibt es Heimat entweder nur für die Glücklichen, die schon da sind, wo sie immer waren, oder man bringt die Heimat mit im Fluchtgepäck und schafft sie sich neu in der Fremde. Heimat ist, wie andere Rohstoffe auch, zu einem knappen Gut geworden, um das weltweite Verteilungskämpfe stattfinden. Wie viele Fremde verträgt sie denn, und was wird dann aus ihr?"
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Heute wird weithin ein "Heimatschwund" konstatiert und beklagt, ohne dass freilich die wechselhafte, ja launische Begriffsgeschichte groß beachtet würde. Im Ersten Weltkrieg wurde das Heimatgefühl von den Nationalisten und dann von den Nazis für ihre Zwecke usurpiert. Heimat hieß dann "Heim ins Reich", und alles Fremde wurde tendenziell ausgemerzt. Und dass nach dem II. Weltkrieg die sogenannten "Heimatvertriebenen" - und ihr Beharren auf das Wiedererlangen verlorener Territorien - die Debatte bestimmten, hatte zur Folge, dass der Terminus Heimat in der Bundesrepublik alsbald verbraucht war und eher gemieden wurde.
mehr:
- Mehr als regressiver Kitsch und falsche Idylle (Robert Kaltenbrunner, Telepolis, 26.12.2019)
siehe auch:
- Idar-Oberstein und seine Geschichte – Metropole der Edelsteine (Post, 11.03.2018)
- Edgar Reitz’ Deutschland-Chronik bei Arte (Post, 27.08.2015)
- Kinoempfehlung: Die andere Heimat von Edgar Reitz (Post, 10.11.2013)
- Das Kino der Zukunft (Florian Rötzer im Gespräch mit Edgar Reitz, Telepolis, 14.02.1997)
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Peter Handke, Prügelknabe im Dienste des Narrativs…
Kein Platz für Aber-Sager: Die Debatte um Peter Handke und den Jugoslawien-Krieg ist zu einem Glaubenskampf verkommen
Nun hat Peter Handke also den Nobelpreis für Literatur bekommen. Was die einen freut, regt die anderen auf. Wochenlang tobte der Meinungskampf, der übrigens seit 1996 regelmäßig wieder aufflammt, wenn Handke einen Literaturpreis bekommt.
Damals hatte der Schriftsteller nach seiner Serbien-Reise das Buch "Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina" veröffentlicht, und damit im Feuilleton das ausgelöst, was man heute in den sozialen Netzwerken einen Shitstorm nennt. Schon damals hatte sich gezeigt, was im Kontext der Nobelpreisverleihung erneut sichtbar wurde: tertium non datur.
Mit wenigen Ausnahmen fanden und finden sich in der massenmedialen Aufregung um Handke und Jugoslawien, unterfüttert durch Verkürzungen und losgelöst von der Beschäftigung mit Primärwerken, nur noch zwei Positionen. Man ist entweder für oder gegen Peter Handke. Ein "Aber" existiert nicht mehr.
Denn wer "aber" sagt, relativiere die Verbrechen, relativiere das Leid und verhöhne die Opfer, sagen die Kritiker. "Peter Handke leugnet den Genozid von Srebrenica." "Nein, aber er rückt ihn in den Kontext des Krieges." "Er verhöhnt die Opfer." "Nein, aber es gab Opfer auf allen Seiten." "Handke relativiert die serbischen Verbrechen." "Nein, aber es gab auch kroatische und bosnisch-muslimische Kriegsverbrecher."
Wer in der Handke-Debatte versucht, so zu argumentieren, hat bereits verloren. Denn das "Aber" ist, darauf weisen Kritiker zu Recht hin, ein Zugang, dessen sich auch Holocaust-Leugner bedienen. "Die Nationalsozialisten haben sechs Millionen Juden umgebracht." "Aber die Alliierten haben auch Verbrechen begangen, zum Beispiel durch die Bombardierung Dresdens." Die unterstellte Behauptung: Beide Seiten haben Verbrechen begangen, also sind auch beide schuldig, am liebsten gleichwertig.
Am Beispiel des Zweiten Weltkriegs kann man sehen, wie absurd diese Unterstellungen sind, wie verkürzt und damit unlogisch diese vermeintliche Logik auftritt. Kein Verbrechen einer Seite kann ein anderes relativieren, solange man sachlich und nüchtern die Fakten festhält.
Fakten statt Emotionen
Doch weil Letzteres viel zu wenig geschieht, steckt die Handke-Debatte in einer Sackgasse, aus der sie vermutlich so rasch nicht mehr herauskommen wird. Denn der Zugang zum Thema ist von beiden Seiten fast nur noch darauf beschränkt, die eigene Position als richtige und die gegnerische als falsche zu charakterisieren. Das ist die Schwarz-Weiß-Logik einer Debatte, die zum Glaubenskampf verkommen ist.
Ein beliebtes Muster ist hier, Täter und Opfer ethnisch zu definieren. Dadurch erreicht die Seite, welche die meisten Opfer aufzuweisen hat, pauschalen Opferstatus, während die Gegenseite als Tätervolk definiert wird.
Dabei zeigten die Fakten, dass Menschen aller Ethnien Täter und Opfer in den Jugoslawien-Kriegen wurden. Rund zwei Drittel (64.036) der 97.207 Getöteten im Bosnien-Krieg waren Muslime, zirka ein Viertel (24.905) waren Serben und acht Prozent (7.788) waren Kroaten. Im Kosovo-Krieg waren die meisten Opfer Albaner (10.527), proportional zum Bevölkerungsanteil starben ähnlich viele Serben (2.170) sowie Angehörige anderer Minderheiten. Über serbische Opfer zu sprechen, relativiert nicht das Leid auch nur eines einzigen Angehörigen der über 8.000 Toten des Genozids von Srebrenica.
Dass Peter Handke allerdings seine Stimme den serbischen Opfern und nicht grundsätzlich allen vom Krieg betroffenen Menschen geliehen hat, kann man zu Recht kritisieren. Dass er 1996 im bosnischen Pale Radovan Karadžić getroffen hat, wird ihm ebenfalls vorgeworfen. Dass er dem politischen Leader der bosnischen Serben damals eine Liste mit vermissten Muslimen überreicht hat, wird hingegen oft übersehen, auch wenn seine Haltung von einer gewissen politischen Naivität geprägt war.
mehr:
- Zur Causa Handke: Wenn Journalisten Geschichte schreiben wollen (Kurt Gritsch, Telepolis, 01.01.2020)
siehe auch:
- Die Kampagnen gegen Peter Handke gehen weiter (Post, 11.11.2019)
- Peter Handke, der Nobelpreis und die Meute der Guten (Post, 16.10.2019)
- Gewähltes Trauma und die Unfähgkeit zu trauern (Post, 09.12.2014)
Nun hat Peter Handke also den Nobelpreis für Literatur bekommen. Was die einen freut, regt die anderen auf. Wochenlang tobte der Meinungskampf, der übrigens seit 1996 regelmäßig wieder aufflammt, wenn Handke einen Literaturpreis bekommt.
Damals hatte der Schriftsteller nach seiner Serbien-Reise das Buch "Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina" veröffentlicht, und damit im Feuilleton das ausgelöst, was man heute in den sozialen Netzwerken einen Shitstorm nennt. Schon damals hatte sich gezeigt, was im Kontext der Nobelpreisverleihung erneut sichtbar wurde: tertium non datur.
Mit wenigen Ausnahmen fanden und finden sich in der massenmedialen Aufregung um Handke und Jugoslawien, unterfüttert durch Verkürzungen und losgelöst von der Beschäftigung mit Primärwerken, nur noch zwei Positionen. Man ist entweder für oder gegen Peter Handke. Ein "Aber" existiert nicht mehr.
Denn wer "aber" sagt, relativiere die Verbrechen, relativiere das Leid und verhöhne die Opfer, sagen die Kritiker. "Peter Handke leugnet den Genozid von Srebrenica." "Nein, aber er rückt ihn in den Kontext des Krieges." "Er verhöhnt die Opfer." "Nein, aber es gab Opfer auf allen Seiten." "Handke relativiert die serbischen Verbrechen." "Nein, aber es gab auch kroatische und bosnisch-muslimische Kriegsverbrecher."
Wer in der Handke-Debatte versucht, so zu argumentieren, hat bereits verloren. Denn das "Aber" ist, darauf weisen Kritiker zu Recht hin, ein Zugang, dessen sich auch Holocaust-Leugner bedienen. "Die Nationalsozialisten haben sechs Millionen Juden umgebracht." "Aber die Alliierten haben auch Verbrechen begangen, zum Beispiel durch die Bombardierung Dresdens." Die unterstellte Behauptung: Beide Seiten haben Verbrechen begangen, also sind auch beide schuldig, am liebsten gleichwertig.
Am Beispiel des Zweiten Weltkriegs kann man sehen, wie absurd diese Unterstellungen sind, wie verkürzt und damit unlogisch diese vermeintliche Logik auftritt. Kein Verbrechen einer Seite kann ein anderes relativieren, solange man sachlich und nüchtern die Fakten festhält.
Fakten statt Emotionen
Doch weil Letzteres viel zu wenig geschieht, steckt die Handke-Debatte in einer Sackgasse, aus der sie vermutlich so rasch nicht mehr herauskommen wird. Denn der Zugang zum Thema ist von beiden Seiten fast nur noch darauf beschränkt, die eigene Position als richtige und die gegnerische als falsche zu charakterisieren. Das ist die Schwarz-Weiß-Logik einer Debatte, die zum Glaubenskampf verkommen ist.
Ein beliebtes Muster ist hier, Täter und Opfer ethnisch zu definieren. Dadurch erreicht die Seite, welche die meisten Opfer aufzuweisen hat, pauschalen Opferstatus, während die Gegenseite als Tätervolk definiert wird.
Dabei zeigten die Fakten, dass Menschen aller Ethnien Täter und Opfer in den Jugoslawien-Kriegen wurden. Rund zwei Drittel (64.036) der 97.207 Getöteten im Bosnien-Krieg waren Muslime, zirka ein Viertel (24.905) waren Serben und acht Prozent (7.788) waren Kroaten. Im Kosovo-Krieg waren die meisten Opfer Albaner (10.527), proportional zum Bevölkerungsanteil starben ähnlich viele Serben (2.170) sowie Angehörige anderer Minderheiten. Über serbische Opfer zu sprechen, relativiert nicht das Leid auch nur eines einzigen Angehörigen der über 8.000 Toten des Genozids von Srebrenica.
Dass Peter Handke allerdings seine Stimme den serbischen Opfern und nicht grundsätzlich allen vom Krieg betroffenen Menschen geliehen hat, kann man zu Recht kritisieren. Dass er 1996 im bosnischen Pale Radovan Karadžić getroffen hat, wird ihm ebenfalls vorgeworfen. Dass er dem politischen Leader der bosnischen Serben damals eine Liste mit vermissten Muslimen überreicht hat, wird hingegen oft übersehen, auch wenn seine Haltung von einer gewissen politischen Naivität geprägt war.
mehr:
- Zur Causa Handke: Wenn Journalisten Geschichte schreiben wollen (Kurt Gritsch, Telepolis, 01.01.2020)
siehe auch:
- Die Kampagnen gegen Peter Handke gehen weiter (Post, 11.11.2019)
- Peter Handke, der Nobelpreis und die Meute der Guten (Post, 16.10.2019)
- Gewähltes Trauma und die Unfähgkeit zu trauern (Post, 09.12.2014)
Dienstag, 31. Dezember 2019
Kaum Lügen, aber die hohe Kunst der Verkürzung
Die Nachrichtensendung des ZDF demonstriert, wie man mit wirkungsvoller Montage von Bild und Text falsche Informationen verbreitet.
Die ZDF-Sendung «heute» am 28. Dezember um 19 Uhr: Die Moderatorin kündigt schlechte Nachrichten aus Idlib an. In der syrischen Provinz seien allein in den letzten zwei Wochen nach UN-Angaben 235'000 Menschen auf der Flucht. Der türkische Präsident Erdogan warne daher «vor einer neuen Migrationswelle Richtung Europa».
Damit ist schon mal im ersten Satz ein Akzent gesetzt, nämlich die stets wirksame Assoziation «Flüchtlings-Tsunami»: Sie sind auf dem Weg Richtung Europa. Der bewährte Aufreger erweist sich als perfektes Trampolin für das, was folgt, nämlich die unmittelbare Schuldzuweisung. Die Moderatorin belehrt uns, wem wir das alles zu verdanken haben: *
- Kaum Lügen, aber die hohe Kunst der Verkürzung (Helmut Scheben, Info-Sperber, 31.12.2019)
siehe auch:
- Fake News: Der deutsche Buddhismus meldet sich zu Wort (Post, 07.01.2020)
- Atomabkommen mit dem Iran: Die Tagesschau informiert nicht ordentlich (Post, 15.11.2019)
- Die Doppelzüngigkeit der Tagesschau-Leute (Post, 04.11.2019)
Die ZDF-Sendung «heute» am 28. Dezember um 19 Uhr: Die Moderatorin kündigt schlechte Nachrichten aus Idlib an. In der syrischen Provinz seien allein in den letzten zwei Wochen nach UN-Angaben 235'000 Menschen auf der Flucht. Der türkische Präsident Erdogan warne daher «vor einer neuen Migrationswelle Richtung Europa».
Damit ist schon mal im ersten Satz ein Akzent gesetzt, nämlich die stets wirksame Assoziation «Flüchtlings-Tsunami»: Sie sind auf dem Weg Richtung Europa. Der bewährte Aufreger erweist sich als perfektes Trampolin für das, was folgt, nämlich die unmittelbare Schuldzuweisung. Die Moderatorin belehrt uns, wem wir das alles zu verdanken haben: *
«Die Provinz im Nordwesten Syriens gilt als letzte grosse Rebellenhochburg im Land. Hier sollten eigentlich seit Monaten die Waffen ruhen, aber die Vereinbarung ist längst gebrochen. Die syrischen Regierungstruppen fliegen (hier macht die Moderatorin eine winzige Kunstpause und hebt dann die Stimme) mit russischer Unterstützung Luftangriffe und zwingen die Menschen zur Flucht.»mehr:
- Kaum Lügen, aber die hohe Kunst der Verkürzung (Helmut Scheben, Info-Sperber, 31.12.2019)
siehe auch:
- Fake News: Der deutsche Buddhismus meldet sich zu Wort (Post, 07.01.2020)
- Atomabkommen mit dem Iran: Die Tagesschau informiert nicht ordentlich (Post, 15.11.2019)
- Die Doppelzüngigkeit der Tagesschau-Leute (Post, 04.11.2019)
aktualisiert am 07.01.2020
1,2 Billionen Dollar für die reichsten 0,001 Prozent
Die reichsten 500 Menschen der Welt sind 2019 um weitere 1,2 Billionen Dollar reicher geworden
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In diesem Jahr steigerten dem Bloomberg Billionaires Index zufolge die reichsten 500 Menschen ihr Nettovermögen um $1,2 Billionen. Das Vermögen dieser Milliardäre wuchs dieses Jahr um 25 Prozent von $4,7 auf $5,9 Billionen.
Letztes Jahr thronte Jeff Bezos als einziger Mensch mit einem dreistelligen Milliardenvermögen über den sonstigen Superreichen. Mit $116 Mrd. steht er auch dieses Jahr an der Spitze der Welt. Zu ihm gesellen sich Bill Gates mit $113 Mrd. und Bernard Arnault, Chef des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton, mit $106 Mrd. Der französisch-stämmige Belgier legte etwa $36 Mrd. zu.
Die reichste Frau ist Julia Flesher Koch mit $62 Mrd. Die Witwe des verstorbenen David Koch liegt auf Platz zehn. Auf Platz zwei steht Industriellen-Erbin Francoise Bettencourt Meyers. Walmart-Erbin Alice Walton kommt an dritter Stelle.
Fast die Hälfte aller Milliardäre weltweit sind Erben, "self-made" sind 55%. Unabhängig von der Herkunft des Reichtums, in den erlesenen Kreis der Top 500 haben es dieses Jahr rund zweitausend weitere Milliardäre nicht geschafft. Sie waren schlicht zu arm; die Eintrittskarte lag bei stolzen 4,36 Mrd. Dollar, und damit etwa eine Milliarde höher als noch 2018.
Im Ländervergleich dominieren die US-Amerikaner mit 172 Milliardären die Top 500. Danach folgen China (52), Deutschland (32), Russland (23), Hongkong (20), Indien (17), das Vereinigte Königreich (16), Frankreich (13), Kanada (13), die Schweiz (11). Reichster Deutscher ist Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit $25,5 Mrd., gefolgt von Susanne Klatten und Klaus-Michael Kuehne.
In China liegt Jack Ma ganz vorne mit 47,1 Mrd. Dollar. Tencent-Gründer Pony Ma, der mit Jack Ma nicht verwandt ist, belegt Platz 2. Insgesamt stiegen 13 Chinesen neu in die Top 500 auf.
In den Milliardärs-Rankings von Forbes und Bloomberg werden Königshäuser nicht berücksichtigt. Die milliardenschweren Monarchen aus Thailand, Brunei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, und Dubai hätten es sonst auch unter die Top 500 geschafft.
mehr:
- 1,2 Billionen Dollar für die reichsten 0,001 Prozent (Bulgan Molor-Erdene, Telepolis, 31.12.2019)
siehe auch:
- Der Staat, seine Eliten und das Geld (Post, 09.10.2019)
- Ungleichheit bei Einkommen auf Rekordniveau – Wie bleibt die Bevölkerung ruhig? (Post, 07.10.2019)
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In diesem Jahr steigerten dem Bloomberg Billionaires Index zufolge die reichsten 500 Menschen ihr Nettovermögen um $1,2 Billionen. Das Vermögen dieser Milliardäre wuchs dieses Jahr um 25 Prozent von $4,7 auf $5,9 Billionen.
Letztes Jahr thronte Jeff Bezos als einziger Mensch mit einem dreistelligen Milliardenvermögen über den sonstigen Superreichen. Mit $116 Mrd. steht er auch dieses Jahr an der Spitze der Welt. Zu ihm gesellen sich Bill Gates mit $113 Mrd. und Bernard Arnault, Chef des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton, mit $106 Mrd. Der französisch-stämmige Belgier legte etwa $36 Mrd. zu.
Die reichste Frau ist Julia Flesher Koch mit $62 Mrd. Die Witwe des verstorbenen David Koch liegt auf Platz zehn. Auf Platz zwei steht Industriellen-Erbin Francoise Bettencourt Meyers. Walmart-Erbin Alice Walton kommt an dritter Stelle.
Fast die Hälfte aller Milliardäre weltweit sind Erben, "self-made" sind 55%. Unabhängig von der Herkunft des Reichtums, in den erlesenen Kreis der Top 500 haben es dieses Jahr rund zweitausend weitere Milliardäre nicht geschafft. Sie waren schlicht zu arm; die Eintrittskarte lag bei stolzen 4,36 Mrd. Dollar, und damit etwa eine Milliarde höher als noch 2018.
Im Ländervergleich dominieren die US-Amerikaner mit 172 Milliardären die Top 500. Danach folgen China (52), Deutschland (32), Russland (23), Hongkong (20), Indien (17), das Vereinigte Königreich (16), Frankreich (13), Kanada (13), die Schweiz (11). Reichster Deutscher ist Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit $25,5 Mrd., gefolgt von Susanne Klatten und Klaus-Michael Kuehne.
In China liegt Jack Ma ganz vorne mit 47,1 Mrd. Dollar. Tencent-Gründer Pony Ma, der mit Jack Ma nicht verwandt ist, belegt Platz 2. Insgesamt stiegen 13 Chinesen neu in die Top 500 auf.
In den Milliardärs-Rankings von Forbes und Bloomberg werden Königshäuser nicht berücksichtigt. Die milliardenschweren Monarchen aus Thailand, Brunei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, und Dubai hätten es sonst auch unter die Top 500 geschafft.
mehr:
- 1,2 Billionen Dollar für die reichsten 0,001 Prozent (Bulgan Molor-Erdene, Telepolis, 31.12.2019)
siehe auch:
- Der Staat, seine Eliten und das Geld (Post, 09.10.2019)
- Ungleichheit bei Einkommen auf Rekordniveau – Wie bleibt die Bevölkerung ruhig? (Post, 07.10.2019)
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