Montag, 6. Januar 2020

Freiheit, Demokratie und Mainstream-Gelaber? – Aufwachen!!

Die US-Regierung behauptet, den iranischen General Soleimani vor allem deshalb getötet zu haben, um „unmittelbar bevorstehende“ Anschläge zu verhindern, zu deren Planung er sich im Irak aufhielt. Eine dreiste Lüge, wie es der irakische Premier gestern klarstellte. Soleimani sei vielmehr – mit Wissen und Billigung Trumps – auf dem Weg zu bilateralen Friedensgesprächen zwischen Iran und Saudi-Arabien unterwegs gewesen, die die irakische Regierung vermittelt habe. Der Mord war also ein Attentat auf einen diplomatischen Emissär und gleichzeitig auch eine Sabotage des regionalen Friedensprozesses. Geht es noch schlimmer? Über diese Meldung und die (fehlende) Berichterstattung dazu hat sich US-Journalist Max Blumenthal Gedanken gemacht. Die NachDenkSeiten haben seinen Artikel ins Deutsche übertragen.

Der irakische Premierminister enthüllt, dass Soleimani sich bei seiner Ermordung auf Friedensmission befand und überführt damit Trumps Aussage von den “bevorstehenden Angriffen” der Lüge

Die Trump-Regierung behauptete, der iranische General Qasem Soleimani plane “unmittelbar bevorstehende Angriffe” auf US-Bürger, als er ermordet wurde. Diese Lüge wurde nun zerstört, aber nicht bevor unzählige Medienunternehmen sie der Öffentlichkeit weiterverbreiteten. Von Max Blumenthal.

In einem verzweifelten Versuch, die Ermordung des iranischen Generalmajors Qasem Soleimani durch US-Drohnen zu rechtfertigen, berief sich US-Außenminister Mike Pompeo darauf, dass die Regierung eine „nachrichtendienstliche Einschätzung“ vorgenommen habe, wonach Soleimani in der Region „aktiv“ an einem Angriff auf amerikanische Interessen arbeitete, bevor er getötet wurde.

Präsident Donald Trump begründete seine schicksalhafte Entscheidung, den iranischen General zu töten, in einer noch deutlicheren Sprache und erklärte, dass Soleimani „unmittelbar bevorstehende Angriffe“ auf diplomatische Einrichtungen und Personal der USA im Nahen Osten plante. „Wir haben letzte Nacht Maßnahmen ergriffen, um einen Krieg zu stoppen“, so Trump. „Wir haben nichts unternommen, um einen Krieg zu beginnen.“

Trumps zweifelhafte Begründung für ein unbestreitbares kriminelles Attentat wurde in den großen Medien wiederholt – oft ohne jegliche Skepsis oder Debatte.

Bei einer Pressekonferenz des US-Außenministeriums am 3. Januar, bei der Reporter endlich die Möglichkeit hatten, Beweise für die Behauptung einer „unmittelbaren“ Bedrohung einzufordern, bekam ein US-Beamter einen Wutausbruch: “Jesus, müssen wir erklären, warum wir diese Dinge tun?”, bellte er die Presse an.

Nur zwei Tage später, als der irakische Premierminister Adil Abdul-Mahdi vor dem Parlament seines Landes sprach, wurde Trumps Rechtfertigung für die Ermordung von Soleimani als zynische Lüge entlarvt. Abdul-Mahdi zufolge hatte er vorgehabt, Soleimani am Morgen des Todes des Generals zu treffen, um über eine diplomatische Annäherung zu diskutieren, die der Irak zwischen dem Iran und Saudi-Arabien vermittelte.

Abdul-Mahdi sagte, Trump habe sich – während er bereits das Attentat plante – noch persönlich bei ihm für die Bemühungen bedankt und so den Eindruck erweckt, der iranische General könne sicher nach Bagdad reisen.

mehr:
- Soleimani-Attentat – Trumps Fake News und das Schweigen der Medien (Max Blumenthal, NachDenkSeiten, 06.01.2019)
siehe auch:
Die iranische Regierung bezeichnete die Raketenangriffe als rechtmäßigen "Akt der Selbstverteidigung". "Wir streben nicht nach einer Eskalation oder Krieg, aber wir werden uns gegen jede Aggression verteidigen", so Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in einer Regierungsstellungnahme. Der Iran habe "verhältnismäßige Maßnahmen zur Selbstverteidigung ergriffen und abgeschlossen". Sarif bezog sich dabei auf Artikel 51 der UN-Charta. Dieser beschreibt das Recht auf Selbstverteidigung im Falle eines bewaffneten Angriffs auf ein Mitgliedsland der Vereinten Nationen.
["Operation Märtyrer Soleimani" – Iran greift US-Truppen im Irak an, n-tv, 08.01.2019]

Fake News: Der deutsche Buddhismus meldet sich zu Wort (Post, 07.01.2020)
USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani (Post, 03.01.2020)
Atomabkommen mit dem Iran: Die Tagesschau informiert nicht ordentlich (Post, 15.11.2019)
Si tacuisses… – Was ist nur los mit ihnen? (Post, 24.09.2019)
- Unsere Mainstream-Medien sind transatlantische Speichellecker! (Post, 19.08.2019)
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Lügenpresse: Iran will Atomabkommen brechen {6:06 – Start bei 1:01}

Actuarium
Am 19.06.2019 veröffentlicht 
Unsere Mainstreammedien berichten, der Iran plane, das Atomabkommen zu brechen. Das ist gelogen, gleich auf mehreren Ebenen.
Das komplette Atomabkommen (JCPOA) als PDF: http://www.europarl.europa.eu/cmsdata...
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Volker Pispers - Menschenleben müssen hinten anstehen - 01.03.2015 {13:33 – Start bei 3:50}

moon_crane
Am 02.03.2015 veröffentlicht 
Verleihung Deutscher Kleinkunstpreis 2015 Volker Pispers 

Sonntag, 5. Januar 2020

Überraschende Ereignisse in den MH-17-Ermittlungen

Kurz nach dem Beginn des MH17-Prozesses wird der leitende Staatsanwalt Fred Westerbeke Chef der Polizei von Rotterdam, angeblich soll auch der Chef der ukrainischen MH17-Ermittler entlassen worden sein
Vor dem beginnenden MH-17-Prozess scheint Bewegung ins Spiel zu kommen. Fred Westerbeke, der die JIT-Ermittlungen als Staatsanwalt leitete, aber auch für andere Ermittlungen im Bereich Terrorismus und Organisierte Kriminalität zuständig ist, wird am 1. April Chef der Polizei von Rotterdam. Die Versetzung ist kurz nach dem Beginn des Prozesses Anfang März, der bis in das Jahr 2021 geplant ist und unter strengen Sicherheitsbedingungen stattfinden soll, eine bemerkenswerte Entscheidung.

Nicht bekannt scheint nach den Medienberichten zu sein, wer Westerbekes Nachfolger wird. Der Staatsanwalt ersetzt Frank Paauw, der im Frühjahr Polizeichef von Amsterdam wurde. Da gab es also eine Lücke zu füllen, zumal Westerbeke seine Laufbahn als Polizist und dann als Staatsanwalt in Rotterdam begonnen hatte. Aber ihn zu Beginn des politisch hoch angesetzten Mammutprozesses aus dem Job zu nehmen, lässt zumindest auch auf eine veränderte Einstellung schließen. War man mit Westerbekes Ermittlungen nicht zufrieden, war er zu sehr auf Russland fixiert, was aber auch die niederländische Regierung war und ist, oder wird im zu große Laxheit angelastet?

Zuletzt ist dem JIT trotz Intervention der niederländischen Regierung der als wichtige Zeuge und schließlich als Verdächtige bezeichnete Wladimir Zemak (Tsemakh) durch den Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland verlustig gegangen. Er hätte womöglich der einzige Zeuge/Verdächtige sein können, der vor Gericht oder über einen Videolink befragt werden kann. Die vier übrigen Verdächtigen werden nicht vor Gericht erscheinen. Zemak, dem die Beteiligung an einer Terrororganisation (der "Volksrepublik Donezk") und das Verstecken des Buk-Systems vorgeworfen wird, was auf sehr wackeligen Beinen steht, war vom ukrainischen Geheimdienst nach Kiew entführt worden und sollte dort wohl gegen Angebote, wie er behauptet, gegen russische Verdächtige aussagen.

mehr:
- Überraschende Ereignisse in den MH-17-Ermittlungen (Florian Rötzer, Telepolis, 26.12.2019)
siehe auch:
MH17: Das Gerangel geht weiter… (Post, 04.09.2019)
MH17 – Der Sündenbock (Post, 13.08.2019)
- MH17: Ministerpräsident Malaysias bezweifelt Objektivität des JIT (Post, 01.06.2019)
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Freitag, 3. Januar 2020

USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani

Als Reaktion auf die Belagerung der US-Botschaft wurden der Kommandeur der Quds-Brigaden und ein Kommandeur der Al-Haschd asch-Schabi-Milizen mit 10 weiteren Menschen getötet
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US-Außenminister Mike Pompeo veröffentlichte auf seinem Twitter-Account ein Video, das zeigen soll, wie sich eine Gruppe von Menschen vermutlich in Bagdad über die Ermordung von Qassem Soleimani, Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden, der Eliteeinheit der Revolutionsgarde, freut. Pompeo interpretiert das so: "Iraker - Iraker - tanzen in der Straße für die Freiheit; sie sind dankbar, dass General Soleimani nicht mehr lebt." Offensichtlich sind es aber nur wenige Menschen, natürlich ist die Präsenz der Iraner im Irak nicht bei allen, vor allem nicht bei den Sunniten, erwünscht. Pompeo suggeriert, dass das US-Militär, das mit einem Kampfhubschrauber die Insassen von zwei Fahrzeugen gezielt tötete, die vom Flughafen von Bagdad in die Stadt fuhren, praktisch als verlängerter Arm "der Iraker" handelte.

Zunächst war von amerikanischen Luftangriffen am vergangenen Samstag auf Stellungen der schiitischen Miliz Kata'ib Hezbollah im Irak und in Syrien die Rede, die verantwortlich für einen Raketenangriff am 27. Dezember gemacht wurde, bei dem ein amerikanischer "Contractor" getötet wurde. Die amerikanischen Angriffe, bei denen nicht nur schiitische Milizen, sondern auch irakische Soldaten und Polizisten getötet wurden, führten wiederum zu Protesten vor der amerikanischen Botschaft, die von der US-Regierung als vom Iran gesteuert bezeichnet wurden (Irak: Die nächste Fehleinschätzung der USA).

US-Präsident Donald Trump habe wieder als Reaktion darauf persönlich die Ermordung von Soleimani angeordnet, sagte das Pentagon und fügte an, die Quds-Brigade sei eine Terrororganisation. Neben Mitreisenden und Bodyguards wurde auch der stellvertretende Kommandeur der Al-Haschd asch-Schabi-Milizen, Abu Mahdi al-Muhandis, getötet. Man muss davon ausgehen, dass Soleimani, der als zweitwichtigster und -mächtigster Mann im Iran galt, schon lange im Visier des Pentagon war, da er mit seinen Revolutionsgarden und den schiitischen Milizen zwar im Irak wesentlich beteiligt war an der Niederschlagung des IS, er aber eben auch den Widerstand gegen die amerikanischen Truppen im Irak und in Syrien mitschürte. Er war als Kommandeur gefürchtet, leitete die Auslandseinsätze der Revolutionsgarden im Irak und in Syrien und war eine zentrale Figur der iranischen (Militär)Außenpolitik, die wahrscheinlich von Teheran kaum ersetzbar ist.

Nachträglich dürfte die im April 2018 von Washington erfolgte Aufnahme der Revolutionsgarden als Terrororganisation bereits eine Vorbereitung gewesen sein. Es war schon damals eine Kriegserklärung, einen Teil des Militärs eines Staats als Terrororganisation zu bezeichnen. Der Irak reagierte reziprok und bezeichnete das Centcom, das für die Militäreinsätze im Nahen Osten zuständig ist, als Terrororganisation und die amerikanische Regierung als Terrorunterstützer, so der Oberste Nationale Sicherheitsrat (Trump listet mit den iranischen Revolutionsgarden erstmals eine Streitkraft als Terrororganisation).

mehr:
- Eskalation: USA ermorden mit gezielter Tötung General Soleimani (Florian Rötzer, Telepolis, 03.01.2020)

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In den ersten Tagen nach den Anschlägen wurden hunderte Muslime, Araber oder arabisch aussehende und Turban tragende Menschen, oft Sikhs, in den USA beleidigt, angegriffen, bedroht und einige ermordet. Auch wurden Brandanschläge auf islamische Einrichtungen verübt.[51] US-Präsident Bush besuchte daraufhin am 17. September 2001 eine Moschee, verurteilte die Angriffe, unterschied den Islam vom Terror und rief zu Toleranz gegenüber muslimischen US-Bürgern auf.[52]
[Terroranschläge am 11. September 2001, Erstreaktionen in den USA, Wikipedia, abgerufen am 03.01.2020]
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siehe auch:
Gezielter Enthauptungsschlag – Staatsterror (Lutz Herden, der Freitag, 03.01.2020 – Beachte die Kommentare!)
Der Mörder-Trump Deutsche Medien faseln von Tötung (Ulli Gellermann, Rationalgalerie, 03.01.2020)
18 Monate vor seinem Tod richtete Soleimani eine öffentliche Warnung an Donald Trump, die sich nun bewahrheiten könnte – wenn auch nicht in dem von ihm intendierten Sinne: „Mr. Trump, der Spieler, ich sage Ihnen, Sie sollten wissen, dass wir Ihnen an dem Ort nahe sind, an dem Sie das nicht vermuten“, so Soleimani. „Sie werden den Krieg beginnen, doch wir werden ihn beenden.“
[Michael Safi|The Guardian, „Wichtiger als der Präsident“, Übersetzung: Holger Hutt, der Freitag, 03.01.2019]
Atomabkommen mit dem Iran: Die Tagesschau informiert nicht ordentlich (Post, 15.11.2019)
Si tacuisses… – Was ist nur los mit ihnen? (Post, 24.09.2019)
Reichstags-9/11: Vom Neocon-Putsch zur weltweiten Überwachung (Post, 10.08.2019)
USA: Die verrückten Neocons und ihr Putsch (Post, 02.03.2019)
Die kontinuierliche Verschwurbelung des US-Imperialismus (Post, 23.04.2019)
Aufmerksamkeitsmanagement: Immer neue Bedrohungsszenarien und immer wieder Aufrüstung – Wozu? (Post, 23.02.2019)
- Ramstein und der US-amerikanische Drohnenkrieg (Post, 26.04.2015)
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Mehr als regressiver Kitsch und falsche Idylle

Warum es geboten ist, sich mit dem Begriff "Heimat" auseinander zu setzenx
"Heimat" gehört zu den sentimental aufgeladenen Vokabeln, die uns das 19. Jahrhundert reichlich beschert hat. Heimat als handfester Besitz an Gut und Boden wurde seinerzeit umgemünzt in Wert des Gefühls. Zunächst hingegen war mit dem Begriff nur ein einfacher Sachverhalt gemeint: Heimat, so heißt es beispielsweise im Grimmschen Wörterbuch, sei das Land oder auch nur der Landstrich, in dem man geboren ist oder auch nur bleibenden Aufenthalt hat.
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Das, so meint der Publizist Jörg Magenau, war einmal. Denn "in der globalen Welt, in der die einen, strotzend vor Mobilität, von Flugplatz zu Flugplatz jetten und andere in überfüllten Fischerbooten hocken oder barfuß durch den Schnee nach Europa marschieren, gibt es Heimat entweder nur für die Glücklichen, die schon da sind, wo sie immer waren, oder man bringt die Heimat mit im Fluchtgepäck und schafft sie sich neu in der Fremde. Heimat ist, wie andere Rohstoffe auch, zu einem knappen Gut geworden, um das weltweite Verteilungskämpfe stattfinden. Wie viele Fremde verträgt sie denn, und was wird dann aus ihr?"
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Heute wird weithin ein "Heimatschwund" konstatiert und beklagt, ohne dass freilich die wechselhafte, ja launische Begriffsgeschichte groß beachtet würde. Im Ersten Weltkrieg wurde das Heimatgefühl von den Nationalisten und dann von den Nazis für ihre Zwecke usurpiert. Heimat hieß dann "Heim ins Reich", und alles Fremde wurde tendenziell ausgemerzt. Und dass nach dem II. Weltkrieg die sogenannten "Heimatvertriebenen" - und ihr Beharren auf das Wiedererlangen verlorener Territorien - die Debatte bestimmten, hatte zur Folge, dass der Terminus Heimat in der Bundesrepublik alsbald verbraucht war und eher gemieden wurde.

mehr:
- Mehr als regressiver Kitsch und falsche Idylle (Robert Kaltenbrunner, Telepolis, 26.12.2019)
siehe auch:
- Idar-Oberstein und seine Geschichte – Metropole der Edelsteine (Post, 11.03.2018)
Edgar Reitz’ Deutschland-Chronik bei Arte (Post, 27.08.2015)
- Kinoempfehlung: Die andere Heimat von Edgar Reitz (Post, 10.11.2013)
- Das Kino der Zukunft (Florian Rötzer im Gespräch mit Edgar Reitz, Telepolis, 14.02.1997)
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Peter Handke, Prügelknabe im Dienste des Narrativs…

Kein Platz für Aber-Sager: Die Debatte um Peter Handke und den Jugoslawien-Krieg ist zu einem Glaubenskampf verkommen
Nun hat Peter Handke also den Nobelpreis für Literatur bekommen. Was die einen freut, regt die anderen auf. Wochenlang tobte der Meinungskampf, der übrigens seit 1996 regelmäßig wieder aufflammt, wenn Handke einen Literaturpreis bekommt.

Damals hatte der Schriftsteller nach seiner Serbien-Reise das Buch "Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina" veröffentlicht, und damit im Feuilleton das ausgelöst, was man heute in den sozialen Netzwerken einen Shitstorm nennt. Schon damals hatte sich gezeigt, was im Kontext der Nobelpreisverleihung erneut sichtbar wurde: tertium non datur.

Mit wenigen Ausnahmen fanden und finden sich in der massenmedialen Aufregung um Handke und Jugoslawien, unterfüttert durch Verkürzungen und losgelöst von der Beschäftigung mit Primärwerken, nur noch zwei Positionen. Man ist entweder für oder gegen Peter Handke. Ein "Aber" existiert nicht mehr.

Denn wer "aber" sagt, relativiere die Verbrechen, relativiere das Leid und verhöhne die Opfer, sagen die Kritiker. "Peter Handke leugnet den Genozid von Srebrenica." "Nein, aber er rückt ihn in den Kontext des Krieges." "Er verhöhnt die Opfer." "Nein, aber es gab Opfer auf allen Seiten." "Handke relativiert die serbischen Verbrechen." "Nein, aber es gab auch kroatische und bosnisch-muslimische Kriegsverbrecher."

Wer in der Handke-Debatte versucht, so zu argumentieren, hat bereits verloren. Denn das "Aber" ist, darauf weisen Kritiker zu Recht hin, ein Zugang, dessen sich auch Holocaust-Leugner bedienen. "Die Nationalsozialisten haben sechs Millionen Juden umgebracht." "Aber die Alliierten haben auch Verbrechen begangen, zum Beispiel durch die Bombardierung Dresdens." Die unterstellte Behauptung: Beide Seiten haben Verbrechen begangen, also sind auch beide schuldig, am liebsten gleichwertig.

Am Beispiel des Zweiten Weltkriegs kann man sehen, wie absurd diese Unterstellungen sind, wie verkürzt und damit unlogisch diese vermeintliche Logik auftritt. Kein Verbrechen einer Seite kann ein anderes relativieren, solange man sachlich und nüchtern die Fakten festhält.

Fakten statt Emotionen

Doch weil Letzteres viel zu wenig geschieht, steckt die Handke-Debatte in einer Sackgasse, aus der sie vermutlich so rasch nicht mehr herauskommen wird. Denn der Zugang zum Thema ist von beiden Seiten fast nur noch darauf beschränkt, die eigene Position als richtige und die gegnerische als falsche zu charakterisieren. Das ist die Schwarz-Weiß-Logik einer Debatte, die zum Glaubenskampf verkommen ist.

Ein beliebtes Muster ist hier, Täter und Opfer ethnisch zu definieren. Dadurch erreicht die Seite, welche die meisten Opfer aufzuweisen hat, pauschalen Opferstatus, während die Gegenseite als Tätervolk definiert wird.

Dabei zeigten die Fakten, dass Menschen aller Ethnien Täter und Opfer in den Jugoslawien-Kriegen wurden. Rund zwei Drittel (64.036) der 97.207 Getöteten im Bosnien-Krieg waren Muslime, zirka ein Viertel (24.905) waren Serben und acht Prozent (7.788) waren Kroaten. Im Kosovo-Krieg waren die meisten Opfer Albaner (10.527), proportional zum Bevölkerungsanteil starben ähnlich viele Serben (2.170) sowie Angehörige anderer Minderheiten. Über serbische Opfer zu sprechen, relativiert nicht das Leid auch nur eines einzigen Angehörigen der über 8.000 Toten des Genozids von Srebrenica.

Dass Peter Handke allerdings seine Stimme den serbischen Opfern und nicht grundsätzlich allen vom Krieg betroffenen Menschen geliehen hat, kann man zu Recht kritisieren. Dass er 1996 im bosnischen Pale Radovan Karadžić getroffen hat, wird ihm ebenfalls vorgeworfen. Dass er dem politischen Leader der bosnischen Serben damals eine Liste mit vermissten Muslimen überreicht hat, wird hingegen oft übersehen, auch wenn seine Haltung von einer gewissen politischen Naivität geprägt war.

mehr:
- Zur Causa Handke: Wenn Journalisten Geschichte schreiben wollen (Kurt Gritsch, Telepolis, 01.01.2020)
siehe auch:
Die Kampagnen gegen Peter Handke gehen weiter (Post, 11.11.2019)
Peter Handke, der Nobelpreis und die Meute der Guten (Post, 16.10.2019)
- Gewähltes Trauma und die Unfähgkeit zu trauern (Post, 09.12.2014)

Dienstag, 31. Dezember 2019

Kaum Lügen, aber die hohe Kunst der Verkürzung

Die Nachrichtensendung des ZDF demonstriert, wie man mit wirkungsvoller Montage von Bild und Text falsche Informationen verbreitet. 

Die ZDF-Sendung «heute» am 28. Dezember um 19 Uhr: Die Moderatorin kündigt schlechte Nachrichten aus Idlib an. In der syrischen Provinz seien allein in den letzten zwei Wochen nach UN-Angaben 235'000 Menschen auf der Flucht. Der türkische Präsident Erdogan warne daher «vor einer neuen Migrationswelle Richtung Europa».

Damit ist schon mal im ersten Satz ein Akzent gesetzt, nämlich die stets wirksame Assoziation «Flüchtlings-Tsunami»: Sie sind auf dem Weg Richtung Europa. Der bewährte Aufreger erweist sich als perfektes Trampolin für das, was folgt, nämlich die unmittelbare Schuldzuweisung. Die Moderatorin belehrt uns, wem wir das alles zu verdanken haben: * 

«Die Provinz im Nordwesten Syriens gilt als letzte grosse Rebellenhochburg im Land. Hier sollten eigentlich seit Monaten die Waffen ruhen, aber die Vereinbarung ist längst gebrochen. Die syrischen Regierungstruppen fliegen (hier macht die Moderatorin eine winzige Kunstpause und hebt dann die Stimme) mit russischer Unterstützung Luftangriffe und zwingen die Menschen zur Flucht.»
mehr:
- Kaum Lügen, aber die hohe Kunst der Verkürzung (Helmut Scheben, Info-Sperber, 31.12.2019)
siehe auch:
Fake News: Der deutsche Buddhismus meldet sich zu Wort (Post, 07.01.2020)
- Atomabkommen mit dem Iran: Die Tagesschau informiert nicht ordentlich (Post, 15.11.2019)
Die Doppelzüngigkeit der Tagesschau-Leute (Post, 04.11.2019)

aktualisiert am 07.01.2020

1,2 Billionen Dollar für die reichsten 0,001 Prozent

Die reichsten 500 Menschen der Welt sind 2019 um weitere 1,2 Billionen Dollar reicher geworden
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In diesem Jahr steigerten dem Bloomberg Billionaires Index zufolge die reichsten 500 Menschen ihr Nettovermögen um $1,2 Billionen. Das Vermögen dieser Milliardäre wuchs dieses Jahr um 25 Prozent von $4,7 auf $5,9 Billionen.

Letztes Jahr thronte Jeff Bezos als einziger Mensch mit einem dreistelligen Milliardenvermögen über den sonstigen Superreichen. Mit $116 Mrd. steht er auch dieses Jahr an der Spitze der Welt. Zu ihm gesellen sich Bill Gates mit $113 Mrd. und Bernard Arnault, Chef des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton, mit $106 Mrd. Der französisch-stämmige Belgier legte etwa $36 Mrd. zu.

Die reichste Frau ist Julia Flesher Koch mit $62 Mrd. Die Witwe des verstorbenen David Koch liegt auf Platz zehn. Auf Platz zwei steht Industriellen-Erbin Francoise Bettencourt Meyers. Walmart-Erbin Alice Walton kommt an dritter Stelle.

Fast die Hälfte aller Milliardäre weltweit sind Erben, "self-made" sind 55%. Unabhängig von der Herkunft des Reichtums, in den erlesenen Kreis der Top 500 haben es dieses Jahr rund zweitausend weitere Milliardäre nicht geschafft. Sie waren schlicht zu arm; die Eintrittskarte lag bei stolzen 4,36 Mrd. Dollar, und damit etwa eine Milliarde höher als noch 2018.

Im Ländervergleich dominieren die US-Amerikaner mit 172 Milliardären die Top 500. Danach folgen China (52), Deutschland (32), Russland (23), Hongkong (20), Indien (17), das Vereinigte Königreich (16), Frankreich (13), Kanada (13), die Schweiz (11). Reichster Deutscher ist Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit $25,5 Mrd., gefolgt von Susanne Klatten und Klaus-Michael Kuehne.

In China liegt Jack Ma ganz vorne mit 47,1 Mrd. Dollar. Tencent-Gründer Pony Ma, der mit Jack Ma nicht verwandt ist, belegt Platz 2. Insgesamt stiegen 13 Chinesen neu in die Top 500 auf.

In den Milliardärs-Rankings von Forbes und Bloomberg werden Königshäuser nicht berücksichtigt. Die milliardenschweren Monarchen aus Thailand, Brunei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, und Dubai hätten es sonst auch unter die Top 500 geschafft.

mehr:
- 1,2 Billionen Dollar für die reichsten 0,001 Prozent (Bulgan Molor-Erdene, Telepolis, 31.12.2019)
siehe auch:
- Der Staat, seine Eliten und das Geld (Post, 09.10.2019)
- Ungleichheit bei Einkommen auf Rekordniveau – Wie bleibt die Bevölkerung ruhig? (Post, 07.10.2019)

Freitag, 27. Dezember 2019

OPCW-Dokument ordnete die Löschung eines Berichts zum Vorfall in Duma an

Weitere geleakte Dokumente verstärken den Zweifel an der Unabhängigkeit der OPCW und am Abschlussbericht zum angeblichen Giftgasangriff in Duma

WikiLeaks hat weitere Dokumente veröffentlicht, die die OPCW, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen, weiter unter den verstärkten Verdacht bringen, den Abschlussbericht über den angeblichen Giftgasangriff in Douma (Duma) am 7. 4. 2018 aus politischen Interessen manipuliert zu haben, um Syrien und Russland zu beschuldigen und vielleicht die Bombardierung der Amerikaner, Briten und Franzosen auf angebliche syrische Orte des Chemiewaffenprogramms zu legitimieren. Die Bombardierung erfolgte, als gerade die OPCW-Inspektoren zur Untersuchung des Vorfalls in Syrien eingetroffen waren und außer Beschuldigungen u.a. der Weißhelme noch gar nicht klar war, ob es sich um einen Giftgasangriff handelte und falls ja, von wem er ausging.

Der im März dieses Jahres veröffentlichte Abschlussbericht der Fact-Finding Mission der OPCW (Wahrscheinlich Chlorgas) geht davon aus, dass es "gute Gründe" für den "Einsatz einer toxischen Chemikalie", "wahrscheinlich" Chlorgas, gebe und dass die Kanister aus der Luft abgeworfen worden seien, was einzig die syrische Armee zum Täter machen würde. Allerdings hieß es, es sei nur "möglich", dass die Kanister Chlorgas enthielten. Die Formulierungen waren sehr vorsichtig und ließen Hintertüren offen. Für die meisten Medien reichten diese vagen Formulierungen, um Syrien zu beschuldigen.

Bekannt wurde aber durch Leaks und Whistleblower, dass selbst diese Formulierungen durch Auslassungen von Befunden der Inspektoren herausdestilliert wurden. Dafür interessierten sich dann kaum mehr viele westlichen Medien, offenbar ging das gegen den ideologischen Strich. So kam durch die Working Group on Syria, Propaganda and Media ein geleakter, im Februar verfasster Berichtsentwurf über die technische Bewertung der Kanister zu einem anderen Schluss. Der technische Bericht wurde im Abschlussbericht nicht, nicht einmal als Frage, berücksichtigt, sondern offensichtlich unterdrückt.

Moniert wurde hier, dass in der vorläufigen Fassung des Abschlussberichts nur eine Hypothese, nämlich der Abwurf von Chlorgaskanistern von Flugzeugen, verfolgt wurde, nicht aber, wie man das wissenschaftliche mache, verschiedene Hypothesen aufzustellen, um keinen Vorannahmen anheimzufallen.

Die Ausmaße, die Eigenschaften und das Aussehen der Kanister und der umgebenden Szene der Vorfälle waren inkonsistent mit dem, was man in dem Fall erwarten müsste, wenn einer der Kanister von einem Flugzeug abgeworden wurde. In jedem Fall erzeugte die alternative Hypothese die einzig plausible Erklärung für die Beobachtungen am Tatort. 
Aus dem technischen Bericht

Die Inspektoren folgerten daraus, dass beide Kanister "mit einer höheren Wahrscheinlichkeit händisch an diesen beiden Orten platziert wurden, als dass sie von einem Flugzeug abgeworfen wurden". Das würde in die Richtung weisen, dass die "Rebellen" oder die Weißhelme den Angriff inszeniert haben.

Im Oktober hatte schließlich "ein Whistleblower aus den Reihen der OPCW, der an dieser 'Fact Finding Mission' beteiligt war", einem international besetzten Panel der Courage Stiftung erklärt, dass wichtige Informationen zu chemischen Analysen, toxikologischen Gutachten, ballistischen Studien und Zeugenaussagen in dem Abschlussbericht unerwähnt geblieben seien. Mehrere an der Duma-Mission beteiligte Inspektoren seien bei der Erstellung des Abschlussberichts nicht einbezogen oder konsultiert worden.

Im November veröffentlichte dann WikiLeaks eine Email eines an der Faktenfindungsmission beteiligten OPCW-Inspektors vom 22. Juni 2018, der an den Briten Robert Fairweather, dem damaligen Kabinettschef der OPCW, seinen Stellvertreter Aamir Shouket und Mitglieder der FFM gerichtet war. Der Emailschreiber beschwert sich über die einseitige Darstellung und selektive Aufnahme von Befunden: "Ich bin entsetzt, wie sehr die Fakten falsch dargestellt wurden."

mehr:
- OPCW-Dokument ordnete die Löschung eines Berichts zum Vorfall in Duma an (Florian Rötzer, Telepolis, 27.12.2019)
siehe auch:

Tagesdosis 20.12.2019 – Skandal um Fake-Chemiewaffenangriffe in Syrien (Florian Rötzer, Telepolis, 20.12.2019)
Neue WikiLeaks-Dokumente entlarven Lügen über die Chemiewaffenangriffe in Syrien von 2018 (Post, 19.12.2019)
OPCW-Generaldirektor weist Vorwürfe gegenüber dem Duma-Abschlussbericht zurück (Florian Rötzer, Telepolis, 27.11.2019)
- Ist die OPCW noch vertrauenswürdig? (Post, 25.11.2019)
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Dienstag, 24. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Letzte von vierundzwanzig


Wer es kann, ist ein Genie.
Wer’s erstrebt, der rastet nie.
Wer es wagt, hat Übermut.
Wer es gibt ist redlich gut.
Wer‘s verschweigt, den mag man nicht.
Wer’s verliert, ein armer Wicht.
Wer’s erspürt, muß ganz schön leiden.
Wer es will, ist unbescheiden.




Montag, 23. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Dreiundzwanzigste von vierundzwanzig


Ein Spion will sich in die Stadt einschmuggeln,
muss aber am Torwächter vorbei.
Da er das Passwort nicht weiß,
beobachtet er andere, wie sie das Tor passieren.
Als erster kommt ein Mönch.
Der Torwärter sagt: "16", worauf der Mönch "8" sagt.
Dann kommt ein Bauer.
Der Torwächter sagt: "28" und der Bauer: "14".
Als ein Händler kommt, sagt der Wächter:
"8" und der Bauer: "4".
Alle dürfen passieren.
Das ist ja einfach, denkt sich der Spion,
antwortet auf des Torwächters Frage: "12" mit "6"
und wird umgehend festgenommen.
Was hätte er wohl sagen müssen?




Sonntag, 22. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Zweiundzwanzigste von vierundzwanzig


Eine Zahl Berufsgenossen bildet gemeinsam den Verband;
den die Vorsicht hat geschlossen,
dir zu Nutz und dir zur Hand.
Sie beschließen nichts gemeinsam,
im Beruf geht jeder einsam.
Hat auch nur einer grad zu tun,
muß der anderen Arbeit ruh’n.




Samstag, 21. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Einundzwanzigste von vierundzwanzig


Ein Mann ist mit einem Ruderboot auf einem See.
In der Mitte des Sees nimmt er eine Münze und wirft diese ins Wasser.
Steigt der Wasserstand, sinkt der Wasserstand oder bleibt der Wasserstand gleich? 



Steve Hackett - Cinema Show~Aisle of Plenty (THE TOTAL EXPERIENCE LIVE IN LIVERPOOL) {12:56}

Rulie Arifin
Am 09.02.2019 veröffentlicht 
From THE TOTAL EXPERIENCE LIVE IN LIVERPOOL
Line Up:
Steve Hackett – Guitar, Vocals
Roger King – Keyboards
Nad Sylvan – Vocals, Tambourine
Gary O’Toole – Drums, Percussion, Vocals
Rob Townsend – Saxophone, Woodwind, Percussion, Vocals, Keyboards, Bass Pedals
Roine Stolt – Bass, Variax, Twelve String, Vocals, Guitar
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Freitag, 20. Dezember 2019

Tagesdosis 20.12.2019 – Skandal um Fake-Chemiewaffenangriffe in Syrien

Die Glaubwürdigkeit der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ist dahin. In dieser Tagesdosis geht es um gefälschte und manipulierte OPCW-Berichte, um die Zusammenarbeit von Weißhelm-Terroristen, Lügenmedien und US-NATO-Kriegstreibern, und um den Widerstand eines einsamen US-Journalisten.

Für aufmerksame Beobachter ist es sicherlich keine Neuigkeit, dass die vorgetäuschten Chemiewaffeneinsätze gegen die Bevölkerung in syrischen Dörfern vom Werte-Westen als Kriegspropaganda gegen die rechtmäßige Regierung in Syrien eingesetzt wurden. Die lokalen Handlanger des Westens bei diesen perfiden Angriffen unter falscher Flagge waren und sind die als zivile Helfer maskierten „Weißen Helme“, die eng mit den lokalen, islamistischen Terrorgruppen verbandelt sind.

Das arglistige Zusammenspiel zwischen den Weißhelm-Terroristen, westlichen Geheimdiensten, dem Management der Welt-Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) und den westlichen Regierungen ist jetzt dank einiger Whistleblower aus dem Inneren der OPCW, – verbunden mit jüngsten Veröffentlichungen offizieller OPCW- Dokumente durch Wikileaks einwandfrei belegt worden. An dieser Stelle gehört unser Dank auch Julian Assange, dem Gründer von WikiLeaks, der für seine Aufklärungsarbeit aktuell laut UNO-Bericht in einem britischen Gefängnis trotz weltweiter Proteste gefoltert wird.

Im vorliegenden Fall aus dem Jahr 2018 geht es um die Aufklärung des ebenfalls von den Weißhelmen fingierten, besonders brutalen Angriffs mit Chemiewaffen gegen die Bevölkerung der syrischen Ortschaft Douma. Laut der von den Weißhelmen gelieferten und im Westen als offizielle Version verbreiteten Darstellung des CW-Angriffs gab es in dem von Terroristen besetzten Ort angeblich besonders viele Kinder unter den Opfern, die auf schreckliche Weise erstickt sein sollen. Diese abscheuliche, allerdings nur vorgespiegelte Tat, wurde im Westen, auch in Deutschland, von Politikern und Medien breit gestreut, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit aufzuwühlen und so den eigenen Regierungen eine Legitimation für die Eskalation ihres Krieges gegen Syrien zu geben.

Trotz der schon damals einsetzenden Zweifel über die Hintergründe der Tat, wozu auch die schlechten schauspielerischen Leistungen der angeblich Hilfe leistenden „Weißhelm-Terroristen“ beitrugen, nahmen die USA, Großbritannien, Frankreich und einige andere NATO-Länder den CW-Angriff unter Falscher Flagge zum Anlass für Luftangriffe gegen Ziele der rechtmäßigen Regierung von Präsident Assad. Nur die Präsenz Russlands in Syrien verhinderte eine Ausweitung des Krieges.

Zugleich machte der Werte-Westen, – die Bundesregierung mit eingeschlossen Russland für den angeblich von der syrischen Regierung durchgeführten Chemiewaffenangriff auf Douma mitverantwortlich. So erregte sich z.B. Außenminister Heiko Maas, es gelte nun, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten. Russland habe bisher auf internationaler Ebene Möglichkeiten verhindert, um Dinge zu überprüfen und Verantwortlichkeiten festzustellen. „So kann es nicht weitergehen“, wurde Maas von der SZ zitiert (1).

Derweil wurden die „Weißhelm“-Terroristen international noch stärker als Retter in der Not gefeiert. Das, obwohl Douma bei weitem nicht ihr erster, vorgetäuschter Chemiewaffenangriff war. Bei einem dieser gefakten CW Angriffe wurde nachweislich ein Kind von einem Weißhelm-Terroristen umgebracht, und wahrscheinlich war es nicht das erste oder letzte. In besagtem Fall hatte 2015 die schwedische Ärztevereinigung auf Grund von Video- und Filmmaterial, das von den Weißhelmen selbst als Beweis für ihr gutes Werk ins Netz gestellt worden war, Alarm geschlagen.

mehr:
- Tagesdosis 20.12.2019 – Skandal um Fake-Chemiewaffenangriffe in Syrien (Rainer Rupp, KenFM, 20.12.2019)
siehe auch:
Neue WikiLeaks-Dokumente entlarven Lügen über die Chemiewaffenangriffe in Syrien von 2018 (Post, 19.12.2019)
- Weißhelm-Videos und die sogenannte »gemäßigte syrische Opposition« (Post, 11.10.2019)
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Das Gebaren unserer politischen Elite: Beweismittel verschwinden

Vernichtung der Daten erfolgte Monate nach dem Antrag des Untersuchungsausschusses, sie als Beweismittel einzustufen


Der Tageszeitung Die Welt zufolge hat Bundesregierungsvertreter Markus Paulick dem Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Bundeswehr-Berater-Affäre gestern hinter verschlossenen Türen gestanden, dass Ursula von der Leyens Mobiltelefondaten im August - also mehrere Monate nachdem der Ausschuss die Einstufung als Beweismittel beantragt hatte - vom Hersteller "sicherheitsgelöscht" wurden.

Alexander Müller, der für die FDP im Untersuchungsausschuss sitzt, warf dem Bundesverteidigungsministerium daraufhin eine "ärgerlichen Hinhaltetaktik" vor: Dort habe man dem Ausschuss nämlich zuerst gesagt, man suche nach dem Gerät - und dann habe es geheißen, man könne wegen einer PIN-Sperre nicht darauf zugreifen. Matthias Höhn von der Linkspartei äußerte in diesem Zusammenhang den Verdacht, dass es im Verteidigungsministerium Personen gibt, die eine Aufklärung der Affäre verschleppen oder verhindern wollen

mehr:
- Berateraffäre: Von der Leyens Mobiltelefon "sicherheitsgelöscht" (Peter Mühlbauer, Telepolis, 20.12.2019)
siehe auch:
Realsatire: Scheuer lässt Maut-Akten als geheim einstufen (Post, 20.12.2019)
Gelöschte Handydaten – Rauch und Feuer (Dushan Wegner, dushanwegner.com, 20.12.2019)
- VIDEOAUFNAHMEN VON EPSTEINS ERSTEM SELBSTMORDVERSUCH “AUF MYSTERIÖSE WEISE” VERSCHWUNDEN (RT deutsch, 20.12.2019)
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Adventsrätsel, das Zwanzigste von vierundzwanzig


Ein Mann gerät in die Gefangenschaft eines bösartigen Herrschers.
Dieser gibt ihm zehn Diamanten und drei goldene Becher.
Wenn er es schafft, die Diamanten so in die Becher zu verteilen, daß sich in jedem Becher eine ungerade Zahl von Diamanten befindet,
wird er freigelassen.




The Nice ... Karelia Suite Live 1969 {8:25}

Mike Bracchi
undatiert 
The Nice (Keith Emerson) - Karelia Suite 1969 using Hammond L100 with Leslie cabinets.
The video shows Emerson throwing his L100 about and using the on/off switch to create the great rock effects that he has become known for - Emerson had previously learnt about these 'tricks' some years earlier from the legendary organist Don Shinn who played organ with The Soul Agents.
Keith Emerson acknowledges that Don Shinn was a pioneer within the progressive rock movement during the late 60's and that he, Shinn, had a major influence on Emerson's style of playing. TDP's Organ & Keyboard Forum http://tierce-de-picardie.co.uk
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Donnerstag, 19. Dezember 2019

Anscheinend hat es sich ausgeSkripalt…

Der spektakuläre Nowitschok-Anschlag, bei dem gleich auf Putin gezeigt wurde, wird offenbar klammheimlich beerdigt, während der Verdacht weiter kursiert
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Schon lange hat man nichts mehr über den Skripal-Anschlag am 4. März 2018 erfahren, der in das Verhältnis der Nato zu Russland noch einmal ein Crescendo einbrachte. Verschwunden sind seitdem auch die Opfer. Beide sollen den Anschlag überlebt haben. Nur von Julia Skripal, die einen Tag vor dem Anschlag aus Russland angereist war, kann das bestätigt werden.

Zuvor war ein Telefongespräch veröffentlicht worden, das sie mit ihrer Kusine führte und ihr abriet, nach Großbritannien zu kommen. Kurz danach sei sie aus dem Krankenhaus entlassen worden. Scotland Yard publizierte zwei Mitteilungen, in denen angeblich Julia im O-Ton zitiert wurde. Im Mai wurde ein Video von ihr veröffentlicht, auf dem sie einen "Brief" ablas. Dann verschwand sie bislang vollständig.

Von ihrem Vater gibt es gar nichts, abgesehen von Versicherungen, dass er auch überlebt hat. Gemunkelt wurde, dass die Skripals möglicherweise von US-Geheimdiensten in die USA oder woandershin gebracht wurden und eine neue Identität erhalten haben. Möglicherweise leben sie - oder lebt Julia - aber auch an einem geheimen Ort in Großbritannien. Spekulieren muss man, ob das Untertauchen freiwillig oder auf Intervention der britischen Regierung/Sicherheitsbehörden geschehen ist. Offenbar hatten die beiden zu den Verantwortlichen des Anschlags nichts zu sagen - oder nicht das politisch Korrekte.

Vieles bleibt trotz der aufwendigen Untersuchung im Dunklen, die Medien, die erst aufgeregt berichteten, scheinen den Vorfall vergessen zu haben - und lassen ihn damit in den einst erhobenen Verdächtigungen bestehen.

Am 4. März 2018 wurde auf den russischen Ex-Spion und Doppelagenten Sergei Skripal, der 8 Jahre zuvor durch einen Austausch von Spionen aus der Haft in Russland freikam, und seine Tochter in Salisbury ein Nervengiftanschlag mit Nowitschok ausgeführt. So die offizielle Erzählung. Angeblich wurde das Gift, das zur Zeit der Sowjetunion entwickelt wurde, aber auch im Besitz von westlichen Geheimdiensten und Labors wie dem militärischen Labor Porton Down gleich um die Ecke war, auf der Klinke der Eingangstür von Skripals Haus angebracht. Dort sollen beide damit in Berührung gekommen sein, spazierten aber noch Stunden durch die Stadt und saßen unauffällig in einem Pub und in einem Restaurant, bis man beide bewusstlos auf einer Bank fand, ins Krankenhaus brachte, wo sie allerdings erst nach einer Stunde eintrafen, und dort behandelte.

Das hochgefährliche Nervengift wirkte nicht

Seltsamerweise war der erste Arzt, der zu den Skripals kam, bevor sie ins Krankenhaus gebracht wurden, Leutnant Alison McCout, Chief Nursing Officer der britischen Armee. Angeblich wurde sie von ihrer Tochter darauf aufmerksam gemacht, die die beiden, als die Familie von einer Feier nach Hause ging, zufällig auf der Bank gesehen hatte und dachte, Sergei hätte einen Herzinfarkt gehabt. Ist nur komisch, weil ja auch Julia bewusstlos gewesen sein soll.

Trotz der Gefährlichkeit des Gifts, das sehr rein gewesen sein soll, haben beide Skripals überlebt. Warum das Gift erst so spät wirkte und trotz der angeblichen Reinheit nicht tödlich war, bleibt weiter ein Geheimnis. Im Juni - vier Monate später! - hat ein Pärchen in Amesbury bei Salisbury ein Parfümfläschchen mit Nowitschok in einem vermutlich regelmäßig geleerten Abfalleimer gefunden, das sie öffneten und dann erkrankten. Einer der Sanitäter soll Charlie Rowley mit einem Nervengift-Gegenmittel behandelt haben, das er dabei hatte und das in Großbritannien vorher noch nie angewendet worden war. Er habe es mitgenommen, nachdem an derselben Adresse bereits dessen Freundin Dawn Sturgess ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wo sie dann auch verstarb, Rowley habe deswegen gerettet werden können. Rowley selbst kritisierte mangelnde Transparenz der Behörden.

mehr:
- Und die Skripals? (Florian Rötzer, Telepolis, 19.12.2019)
siehe auch:
- Der Fall Skripal: Die Gift-Lügen (Post, 18.08.2019)
Sanktionen im Fall Skripal – EU verbietet Geheimdienstchefs die Einreise (Post, 21.01.2019)
Britische Seltsamkeiten im postfaktischen Zeitalter: Die Skripals und ihr Dach (Post, 09.01.2019)
Medien: aufdecken oder offizielle Narrative verbreiten? (Post, 26.11.2018)

Neue WikiLeaks-Dokumente entlarven Lügen über die Chemiewaffenangriffe in Syrien von 2018

Dass der vermeintliche Giftgasangriff in Douma/Ghouta bei Damaskus 2018 ebenso wie alle anderen „syrischen Giftgasangriffe“ im Syrienkrieg eine Propagandaerfindung des angreifenden Westens sind, war jedem Experten sofort klar. Und man konnte diese Anschuldigungen alleine schon mit der Enttarnung der wieder einmal von den Weißhelmen und anderen „pro-westlichen Aktivisten“ auf lächerliche Art und Weise gefälschten Beweismitteln widerlegen. 

Die Bösen gaben trotzdem nicht auf und versuchten wieder einmal, unter dem Missbrauch einer internationalen Organisation (OPCW) Beweismittel zu fälschen. Doch jetzt haben zahlreiche dieser OPCW-Mitarbeiter ausgesagt, dass Verantwortliche die OPCW-Berichte im Sinne des Westens gefälscht haben. Klar war das ohnehin, denn die Faktenlage sprach ganz so eindeutig gegen den Westen, dass auch ein frisierter OPCW-Bericht eigentlich nichts mehr brachte.


Die OPCW-Wissenschaftler rebellieren mittlerweile gegen die Fälschungen. Die westlichen Medien halten den Skandal unter der Decke. Wie immer eben. WikiLeaks hat interne Dokumente zu den Streitigkeiten veröffentlicht.


Nun wird es unseren Propaganda-Medien allerdings etwas schwerer fallen, ihre Fake-News-Propagandastories zum Überfall fremder Länder, der Ermordung und Vergewaltigung ihrer Einwohner und Plünderung ihrer Ressourcen mit einem „Laut einem OPCW-Bericht…“ einzuleiten … äähhh… einzulügen.


Hier unten einige (unvollständige Übersicht) Meldungen der letzten Wochen zum Thema OPCW (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons, Organisation für das Verbot chemischer Waffen).

mehr:
- Syrien/OPCW: Gefälschter Douma-Giftgasangriff (Blauer Bote, 15.12.2019)
siehe auch:

UK: Journalist condemns 'complete failure' of media after quitting Newsweek over OPCW story {5:50}

Ruptly
Am 19.12.2019 veröffentlicht 
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British journalist Tareq Haddad, who resigned from Newsweek after its management had refused to publish his report on the alleged chemical attack in Syria, gave an exclusive interview to RT, in London on Tuesday.
Haddad said that he was preparing an article on the alleged chemical attack in the Syrian city of Douma, based on the letter purportedly leaked by a member of the Organisation for Prohibition of Chemical Weapons (OPCW), which suggested that the organisation's interim report had been altered and the findings of the OPCW inspectors had been suppressed.
Haddad recounted that his article was turned down despite the fact that the Mail journalist Peter Hitchens, who he said was "an accomplished journalist for 20 years," had already "published this in a reputable publication," and "the letter has since been verified by Reuters."
The journalist said that he "kept pushing" with the OPCW story, following which he "was referred to a Bellingcat article." "I was a bit disturbed that I wasn't really given any valid reasons other than Bellingcat had refuted this article, and like I said, they are not a source to be trusted, in my opinion," stated Haddad.
He then condemned what he described as "a complete failure of the media," with "very few" Western journalists reporting on the story.
"Our job as journalists is to hold governments to account. And if governments are going to war on false premises, then, you know, and we have good evidence to suggest that now, and no one is reporting it, then we aren't doing our job as journalists," said Haddad. Video ID:
20191218 032
Video on Demand: http://www.ruptly.tv
Contact: cd@ruptly.tv  

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Newsweek reporter quits after editors block coverage of OPCW Syria scandal {25:42}

The Grayzone
Am 19.12.2019 veröffentlicht 
Pushback with Aaron Maté
Journalist Tareq Haddad explains his decision to resign from Newsweek over its refusal to cover the OPCW's unfolding Syria scandal. According to whistleblower testimony and leaked documents, OPCW officials raised alarm about the suppression of critical findings that undermine the allegation that the Syrian government committed a chemical weapons attack in the city of Douma in April 2018. Haddad's editors at Newsweek rejected his attempts to cover the story.
"If I don’t find another position in journalism because of this, I’m perfectly happy to accept that consequence," Haddad says. "It’s not desirable. But there is no way I could have continued in that job knowing that I couldn’t report something like this."
Guest: Tareq Haddad, journalist who recently resigned from Newsweek over its refusal to cover the OPCW's Syria scandal.
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Giftgas in Syrien: OPCW versinkt in Manipulation und Lügen {6:16}

RT Deutsch
Am 17.12.2019 veröffentlicht 
Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) soll im Falle eines Einsatzes verbotener Stoffe untersuchen, welche Art Chemikalie wo eingesetzt worden ist. Seit den OPCW Berichten zu angeblichen Chemiewaffenangriffen in Syrien ist die Organisation jedoch in Verruf geraten.
Experten wurden an ihrer Arbeit gehindert, Berichte wurden verfälscht, Beweise ignoriert und unliebsame Mitarbeiter kaltgestellt. Die OPCW kämpft nicht mehr gegen den Einsatz Chemischer Waffen, sondern um die eigene Glaubwürdigkeit. Derweil tritt ein Whistleblower nach dem anderen aus dem Schatten.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

Ist die OPCW noch vertrauenswürdig? (Post, 25.11.2019)
- Die OPCW verhindert Aufklärung zum Giftgas im syrischen Duma (Post, 03.11.2019)
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Adventsrätsel, das Neunzehnte von vierundzwanzig


Wenn man nicht sieht, so sieht man sie.
Wenn man aber sieht, so sieht man sie nicht.






Keith Emerson plays BACH BEFORE THE MAST {2:19}

LUCA ZABBINI
Am 27.04.2011 veröffentlicht 
Keith Emerson plays "Bach Before The Mast" a humorous fugue on The Sailor's Hornpipe in the style of Johann Sebastian Bach composed by G.Malcolm.
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KARELIA - Suite op-11 ( Intermezzo ) {4:36}

Carmen Más-Arocas
Am 16.01.2014 veröffentlicht 
Compositor: JEAN SIBELIUS
Directora: CARMEN MÁS AROCAS
Orquesta Filarmónica MARTÍN I SOLER DE VALENCIA
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Mittwoch, 18. Dezember 2019

Realsatire: Scheuer lässt Maut-Akten als geheim einstufen

Scheuer hatte bei der Maut Transparenz versprochen, nun sind etliche Dokumente „vertraulich“. Während viele Deutsche seinen Rücktritt fordern, lobt Merkel ihn.

Verkehrsminister Andreas Scheuer hat in einem ungewöhnlichen Vorgang die Arbeit des Maut-Untersuchungsausschusses erschwert. Beamte des Ministeriums seien in den Bundestag gekommen und hätten Akten zur Maut, die bereits im Parlament lagen, als Geheimsache eingestuft, berichtet der „Spiegel“. Für die Öffentlichkeit seien sie somit gesperrt.

Scheuers Ministerium widerspricht

Verkehrsminister Scheuer hatte für die Aufklärung zur Maut-Affäre eigentlich volle Transparenz versprochen. Um das zu beweisen, hatte der CSU-Politiker im Sommer persönlich Akten im Handwagen von seinem Ministerium zum Verkehrsausschuss des Bundestages transportiert. Später seien weitere Unterlagen nachgereicht worden, sodass es am Ende 52 Aktenordner waren.

Ausgerechnet aus diesem Bestand hätten Ministeriumsbeamte nun viele Dokumente wieder abgeholt, berichtet der „Spiegel“. „Denen schien die ganze Aktion ein wenig unangenehm zu sein“, zitierte das Magazin einen Augenzeugen.

Die Dokumente seien bald wieder in den Bundestag zurückgebracht worden. Doch nun seien sie als „Verschlusssache – vertraulich“ gekennzeichnet – damit sind sie für die Öffentlichkeit unzugänglich. Sie könnten lediglich von Abgeordneten und sicherheitsüberprüften Mitarbeitern gelesen werden.

Das Verkehrsministerium beteuerte, es stehe weiterhin für „maximal mögliche Transparenz“. Dass die Arbeit des Untersuchungsausschusses behindert werde, wie der „Spiegel“ schreibt, sei „falsch“. Das Ministerium räumte allerdings ein, dass bei Dokumenten die Einstufung der Geheimhaltungsstufe geändert worden sei.

mehr:
- Ungewöhnlicher Vorgang im Bundestag Scheuer lässt Maut-Akten als geheim einstufen (Tagesspiegel, 18.12.2019)
siehe auch:
Demokratie als Selbstbedienungsladen: jeder sieht zu, wo er bleibt… (Post, 15.10.2019)
- Maut-Schadensersatzklagen wegen entgangener Gewinne: bescheuert – bescheuerter – Scheuer (CSU) (Post, 11.09.2019)
mein Kommentar:
Sowas nennt man heute Stehvermögen!
Vor 50 Jahren wäre ein SPD-Minister innerhalb von einer Woche zurückgetreten!
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Adventsrätsel, das Achtzehnte von vierundzwanzig


Ein Mann muß einen Fuchs, ein Huhn und einen Sack mit Körnern auf die andere Seite des Flusses bringen.
Das Ruderboot hat für jede Fahrt nur Platz für den Mann selber und jeweils eines der drei anderen Dinge.
Bleibt der Fuchs mit dem Huhn zurück, wird er es fressen, bleibt das Huhn mit den Körnern zurück, wird es diese auffressen.
Wie wird er vorgehen?




Dienstag, 17. Dezember 2019

Nestlé-Urteil: Abfuhr für weitere Wasserprivatisierung

Ein US-Gericht entschied gegen Nestlé und die weitere Privatisierung von Wasser. Das Urteil könnte zum Präzedenzfall werden.
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Das Berufungsgericht des US-Bundesstaates Michigan hat ein Urteil eines Bezirksrichters aufgehoben und Nestlé damit einen empfindlichen Schlag versetzt: Gemäss dem Urteil ist die kommerzielle Wasserabfüllung des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns keine öffentliche Dienstleistung und gehört nicht zur öffentlichen Wasserversorgung.

Aufgrund des Urteils darf Nestlé in der US-Gemeinde Osceola keine Wasserpumpstation bauen, die der Konzern gebraucht hätte, um grössere Wassermengen zu fördern. Das letzte Wort scheint aber noch nicht gesprochen: Gemäss US-Medien denkt Nestlé über weitere rechtliche Schritte nach. Nichtsdestotrotz gilt der Richterspruch bei Gegnerinnen und Gegnern der Wasserprivatisierung bereits heute als Meilenstein. Entsprechend erhielt er internationale Beachtung. Nur nicht in der Schweiz, wo sich der Hauptsitz des weltgrössten Nahrungsmittelkonzerns befindet.

mehr:
- Nestlé-Urteil: Abfuhr für weitere Wasserprivatisierung (Tobias Tscherrig, Info-Sperber, 14.12.2019)
siehe auch:
Vom Segen der Privatisierung (Post, 14.11.2018)
- Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (Post, 16.02.2013)
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Monsanto läßt forschen🤔 😂 😜

Dokumente zeigen, dass Monsanto auch in Deutschland im Geheimen Studien finanzierte, um Glyphosat ins richtige Licht zu rücken. 

Wie Recherchen von «LobbyControl» zeigen, finanzierte der Chemiekonzern Monsanto zwei wissenschaftliche Studien über den Unkrautvernichter Glyphosat. Mit derartigen Studien, die bei Zulassungsverfahren eine wichtige Rolle spielen können, sollten vor allem die Vorteile des in der Öffentlichkeit stark kritisierten Produkts unterstrichen werden: Seit Jahren steht der Unkrautvernichter Glyphosat im Verdacht, krebserregend zu sein. Trotz der starken Verdachtsmomente, verlängerte die EU-Kommission die Zulassung des Pestizids 2017 für fünf Jahre. 


Es ist nicht neu, dass Monsanto wissenschaftliche Studien über eigene Chemieprodukte mitverfasste oder finanzierte. Allerdings betrafen die Fälle, die bisher publik wurden, allesamt die USA. «LobbyControl» liegen nun Dokumente vor, die beweisen, dass Monsanto auch in Deutschland verdeckt Studien finanzierte. In der Schweiz haben grosse Zeitungen bisher nicht darüber berichtet.
mehr:
- Monsanto finanzierte Glyphosat-Studien in Deutschland (Tobias Tscherrig, Info-Sperber, 11.12.2016)
siehe auch:
Glyphosat: Ein kleines gallisches Dorf leistet Widerstand (Post, 05.10.2019)
Glyphosat: Wissenschaft im Kapitalismus (Post, 28.04.2017)
- Superweeds als Symbol für den entfesselten Kapitalismus (Post, 29.05.2015)
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Adventsrätsel, das Siebzehnte von vierundzwanzig


Ein Fensterputzer putzt ein Fenster am 25. Stock eines Wolkenkratzers, als er plötzlich ausrutscht.
Er hat keine Sicherungsleine, und es gibt auch keine Vorrichtung, den Aufprall zu veringern,
und trotzdem überlebt er fast unbeschadet.
Wie konnte das gelingen?