Samstag, 20. Oktober 2018

Das Skripal-Labyrinth

Im „Fall Skripal“ wird die Öffentlichkeit von Politik und Medien belogen und betrogen, dass sich die Balken biegen.

Exakt ein halbes Jahr nach den versuchten Morden an dem Doppelagenten Sergei Skripal und seiner Tochter Julia und nach Monaten mehr oder minder ereignislosem Wartens präsentierte die britische Polizei Fotos und Namen der beiden angeblichen Täter: Ruslan Boschirow und Alexander Petrow. Wenig später wartete das Recherchenetzwerk bellingcat mit der Enthüllung auf, in Wirklichkeit seien die Namen Decknamen für zwei russische Geheimdienstmitarbeiter. Die Bild-Zeitung jubelt: „Skripal-Attentäter arbeitet für Russen-Geheimdienst“ und Spiegel Online konstatiert nüchtern: „Präsident Putin setzt seinen Militärgeheimdienst beim Giftanschlag in Salisbury und bei Hackerangriffen gegen den Westen ein.“

Fall gelöst? Akte geschlossen? Tatsächlich ist der Fall ausgesprochen kompliziert und der Blick auf das tatsächliche Geschehen durch eine Vielzahl von Nebelkerzen, Halbwahrheiten und falschen Fragen verstellt. Daher wird dieser Artikel versuchen, Schritt für Schritt die zentralen Argumente der britischen und der russischen Seite zu präsentieren, Widersprüche aufzuzeigen und den Blick auf die unbeantworteten Fragen zu lenken. Dadurch soll das Labyrinth Skripal etwas übersichtlicher werden, auch wenn das Unterfangen sehr umfangreich und ohne ein eindeutiges Ergebnis sein wird.
mehr:
- Das Skripal-Labyrinth (Andreas von Westphalen, Rubikon, 20.10.2018)
x
siehe auch:
- Kaum belastendes Material gegen vermeintliche Skripal-Attentäter (Post, 10.10.2018)
- Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
- Der Fall Skripal: Lügen ohne Ende (Post, 07.10.2018)
- Der Presserat ist Teil des Systems (Post, 05.06.2018)

Tagesdosis 20.10.2018 – Der Fall Khashoggi: Was steckt dahinter? (Podcast)

Die mysteriöse Affäre um das Verschwinden des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat alle Qualitäten eines Polit-Thrillers aus der Feder eines Frederick Forsythe oder eines John le Carré. Geht man den bisher bekannt gewordenen Fakten auf den Grund, so stößt man auf ein Netz aus Gewalt, Lügen und Täuschungsmanövern, das es mit jeglicher Fiktion aufnehmen kann.

Khashoggi, 60, hatte am 2. Oktober die saudische Botschaft in Istanbul aufgesucht, um dort Papiere für seine bevorstehende Hochzeit mit einer türkischen Staatsangehörigen zu beantragen. Vor dem Betreten des Gebäudes hatte er seiner Verlobten aus Sorge, dass man ihn vielleicht festhalten werde, die Telefonnummer eines hohen Beraters von Präsident Erdogan gegeben.

In der Tat tauchte Khashoggi nicht wieder auf, so dass seine Verlobte den Berater informierte. Was dann passierte, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer weltweit beachteten Affäre: Türkische Behörden behaupteten, Khashoggi sei in der Botschaft ermordet worden und veröffentlichten Bildaufnahmen eines 15köpfigen saudischen Kommandos, darunter mehrere Mitarbeiter des königlichen Geheimdienstes, das kurz vor Khashoggis Verschwinden an- und kurz danach wieder abgereist war.

Kurze Zeit später meldeten zwei türkische Tageszeitungen, man verfüge über Ton- und Videoaufzeichnungen von Khashoggis Ermordung. Daraufhin verlangte die türkische Regierung für ihre Behörden Zutritt zur saudischen Botschaft, um vor Ort ermitteln zu können. Die Führung in Riad lehnte rundheraus ab und beharrte darauf, Khashoggi habe die Botschaft lebend verlassen, konnte ihre Version der Ereignisse aber nicht belegen.

Als immer größere Zweifel an den offiziellen Verlautbarungen des saudischen Königshauses laut wurden, schaltete sich das Ausland ein. US-Präsident Trump telefonierte mit dem amtierenden Herrscher Prinz Mohammed Bin Salman, der die Dinge nun in ein anderes Licht rückte und davon sprach, Khashoggi sei möglicherweise Opfer eines „außer Kontrolle geratenen Verhörs“ oder eines Mordanschlags durch „skrupellose Killer“ geworden.

Nach dieser unerwarteten Wendung der Ereignisse gestattete die saudische Botschaft in Istanbul den türkischen Behörden, Ermittlungen innerhalb des Gebäudes aufzunehmen. Deren Aussagen zufolge wurden tatsächlich Hinweise gefunden, die auf ein gewaltsames Ende des Journalisten hindeuten.

So abenteuerlich die bisherige (und großenteils nicht durch Fakten belegte) Entwicklung der Affäre klingt, so wichtig ist es, Wirklichkeit und Fiktion auseinanderzuhalten – sowohl was das Opfer, als auch, was die Interessenslagen der verschiedenen Beteiligten angeht.

mehr:
- Tagesdosis 20.10.2018 – Der Fall Khashoggi: Was steckt dahinter? (Podcast) (Kommentar von Ernst Wolff, KenFM, 20.10.2018, Wikipedia-Link von mir)

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Finanzsystem und Steuerbetrug: Wenn Finanzeliten die staatliche Kontrolle unterlaufen

"Größter Steuerraub der Geschichte Europas": Ein Insider spricht erstmals über den organisierten Griff in die Steuerkassen, auch als Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte bekannt.
zur Sendung in der ARD-Mediathek:
Jahrhundertcoup: Angriff auf Europas Steuerzahler (NDR, 18.10.2018)
siehe unten: das erste Video
- "Wir sind aufgetreten als Milliardäre - für einen Tag" (NDR, 18.10.2018)

siehe auch:
- Cum-Ex-Geschäfte: Asoziale Geldmacherei (Jürgen Webermann, ARD, 18.10.2018)
- Cum-Ex: Der Coup des Jahrhunderts ( Manuel Daubenberger, Karsten Polke-Majewski, Felix Rohrbeck, Christian Salewski, Oliver Schröm, ZON, 18.10.2018, beachte auch die Kommentare)
- Ermittlungen gegen Warburg-Bank wegen Cum-Ex-Geschäften ausgeweitet (ZON, 18.10.2018)
- Christian Olearius (Wikipedia)
- Warburg hält an Schifffahrt fest, weist Cum-Ex-Vorwürfe zurück (Stephan Kahl, Welt, 04.06.2018)
- Cum Ex: Vom Ende einer Chose (Günter Salewski, ARD, NDR, 15.01.2018)
Die derzeitige Stimmung in Deutschland: Zufriedenheit im Unbehagen (Post, 10.12.2017)
Cum-Ex-Geschäfte vor der Verjährung (Post, 05.11.2017)
- Cum-Ex-Geschäfte: Die Jagd nach dem verlorenen Steuergeld (Thomas Pany, Telepolis, 03.11.2017)
- Privatbanken: Jetzt auch noch Warburg? (Felix Rohrbeck, Christian Salewski, Oliver Schröm, ZON, 01.12.2016)
- Carsten Maschmeyer: Schmarotzer mit Heiligenschein (Post, 04.03.2016)
- Cum-cum/Cum-ex: Steuerbetrug unter den Augen des Staates (Post, 03.03.2016)


Ende 2008 warnte der französische Senator Jean-Pierre Fourcade, das Etatdefizit des Landes und seine Verschuldung könnten außer Kontrolle geraten. Er äußerte sich hinter verschlossenen Türen bei einem Treffen von konservativen Abgeordneten unter Vorsitz des Präsidenten. Sein Wort hatte Gewicht. Schließlich war Fourcade der letzte französische Finanzminister, der – im Jahr 1974 – einen Budgetüberschuss vorweisen konnte.
In Frankreich hat sich der Autor Antoine Peillon des Themas angenommen und einen Bestseller geschrieben über jene „600 Milliarden, die Frankreich fehlen“. Dafür hat er mit den Methoden des investigativen Journalismus die Praktiken der Schweizer Großbank UBS untersucht. Er kam einem System der organisierten Steuerhinterziehung auf die Spur.
[Splitter23 (unter Punkt »…französisches…«, Bunker99, 11.12.2012)]
Antoine Peillon (franz. Wikipedia)

Von fünf Innsbrucker Seminaristen in Politikwissenschaft kennt keiner den Namen des eben abgewählten französischen Präsidenten. Mehr als jeder vierte Pflichtschulabgänger kann nicht sinnerfassend lesen. Arbeitgeber suchen vergeblich ausreichend gebildete Lehrlings-Kandidaten.
[ebda (unter Punkt »… tiroler akademiker …«, Bunker99, 11.12.2012), off topic?] 

Es ist die moralische Verwahrlosung unserer Wirtschaftseliten, die diese Verwahrlosung nicht einmal verbergen, sondern selbstzufrieden ausstellen. Ein Europa, das von solchen Herrschaften gelenkt wird, ist die Rettung nicht wert. Man kann nicht einmal einen Rettungsversuch verlangen von den Bürgern, die jetzt schon wissen, dass sie am Ende die Dummen sein werden.
[Jens Jenssen, gefunden in: Splitter23 (Bunker99, 11.12.2012)]

Viele sagen jetzt, sie hätten die grosse Krise kommen sehen.
Das war nicht schwer. Es gab ganze Bataillone von Kassandren, die immerzu auf die Labilität der Finanzmärkte hingewiesen haben, aber wer wollte das hören? Wir lebten in einer Frivolitätsphase. Man darf nicht vergessen: Die Moderne ist auf einem Parallelogramm antagonistischer psychopolitischer Energien aufgebaut. Darin ringen frivolisierende, leichtsinnig machende und den Konsum fördernde Kräfte unablässig mit den seriösen, sichernden und down to earth orientierten Tendenzen. Solange die Frivolitätskonjunktur herrschte, war die Stunde der Kassandren nicht gekommen. Aber Kassandren werden ohnehin nie gehört, das Menschenrecht auf Leichtsinn lässt sich zu keiner Zeit unterdrücken.
[Peter Sloterdijk, ebda]
Jahrhundertcoup: Angriff auf Europas Steuerzahler | Panorama | NDR {29:44}

ARD
Am 19.10.2018 veröffentlicht 
"Größter Steuerraub der Geschichte Europas": Ein Insider spricht erstmals über den organisierten Griff in die Steuerkassen, auch als Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte bekannt. Bei den in der Finanzbranche auch als "Tax Deals" bekannten Geschäften werden kurzfristig riesige, oft milliardenschwere Aktienpakete hin- und hergeschoben, um sich Steuern zu Unrecht erstatten zu lassen. Bei Cum-Ex-Geschäften und seinen Varianten wird eine einmal abgeführte Steuer sogar mehrfach erstattet.
Mehr Infos: -- https://daserste.ndr.de/panorama/cume...

Im Kopf des Bankers: Wo jedes Maß verloren ging HD {50:58}

freemindlancer
Am 22.08.2012 veröffentlicht 
Jede Krise hat ihre eigenen Umstände -- die Immobilienkrise von 1990 etwa, die Dotcom-Krise von 2000 oder die UBS-Krise von 2008. Doch all diesen Krisen, auch den aktuellen, ist eines gemeinsam: fatale Fehleinschätzungen der Risiken, die zum Teil das Ausmaß von Realitätsverlusten aufweisen. Warum zeigen sich Banker bloß so wenig lernfähig? "Bis jetzt hatten die Banker wenig Veranlassung, aus Fehlern zu lernen, weil sie gerettet oder jedenfalls nicht sanktioniert wurden", erklärt ein einstiger UBS-Risikomanager. "Leider muss ich als Liberaler schweren Herzens sagen, dass man die Banken an die Kandare nehmen muss", sagt ein anderer, der nach 30 Jahren Bankbusiness ausgestiegen ist. "Ich sah keinen Lebenssinn mehr darin, Reiche noch reicher zu machen." Und ein ehemaliger Investmentbanker wechselte in die Realwirtschaft, weil er den Respekt vor seinen Kollegen verloren hat: "Einige von ihnen hätten auch ihre Großmutter verkauft, um einen guten Deal zu machen." Hans-Peter Portmann, überzeugter Banker und Zürcher FDP-Politiker, ist besorgt ob dem schlechtem Ruf des Bankgewerbes: "Das macht mir sehr zu schaffen, auch viele meiner Kollegen leiden darunter, dass wir heute ein so schlechtes Image haben."  

Domian - Banker packt aus {11:24}

Franxter
Am 23.04.2015 veröffentlicht 
Domian Themenabend 23.04.2015: "Ich kann nicht mehr in den Spiegel schauen"

Die zweifelhaften Deals der Warburg-Bank | Panorama | NDR {9:43}

ARD
Am 04.11.2016 veröffentlicht 
Die Hamburger Privatbank Warburg präsentiert sich als Haus mit Tradition und Werten. Doch das Bild bekommt Risse. Hat die Bank mit dubiosen Geschäften den Steuerzahler geprellt?
http://www.daserste.de

siehe auch:
Halbe Wahrheiten, ganze Lügen (Marcus Hammerschmitt, Telepolis, 09.12.2017)
- Die drei Geistesgifte als Motor des Lebensrades (Post, 02.03.2016)
- Wirtschaft zwischen sozialstaatlicher Demokratie und krimineller Ökonomie (in: NachDenkSeiten, Hinweise des Tages, Punkt 16, 10.06.2011)

Dienstag, 16. Oktober 2018

Praxisbericht Psychotherapie: Arbeitsbelastung und Honorargerechtigkeit

Von Ärztevertretern und Politikern wird in letzter Zeit in der Auseinandersetzung um ange- messene Honorare für Psychotherapie wiederholt die Auffassung vertreten, daß Psychothe- rapeuten vielfach keine voll ausgelasteten Praxen betreiben würden. Gelingt es den Psycho- therapeuten, ihre im Vergleich zu anderen Arztgruppen geringe Honorierung mit Zahlen zu belegen, dann wird ihnen entgegengehalten, die meisten Psychotherapeuten würden ja nicht „voll“ arbeiten und könnten ihr Honorar leicht steigern, wenn sie nur zu mehr Arbeit bereit wären (so z. B. Das Bundesgesundheitsministerium, Herr Leber, in einem Antwortbrief an mich: "Bei dem Vergleich der Honorarniveaus mit anderen Arztgruppen ist auch zu berücksichtigen, dass die Gruppe der Psychotherapeuten vielfach keine voll ausgelastete Praxis betreiben."). Diese Argumentation ist jedoch unangemessen. Mangels Wissen um den Alltag in einer psychotherapeutischen Praxis ist dies für Außenstehende nicht leicht erkennbar. Psychotherapie ist ein einzigartiges Tätigkeitsfeld, daß man in seiner Komplexität und seinen spezifischen Anforderungen kennen muß, um es beurteilen zu können. Daher soll mit diesem Text ein realistisches Bild psychotherapeutischer Tätigkeit vermittelt werden.
mehr:
- Praxisbericht Psychotherapie: Arbeitsbelastung und Honorargerechtigkeit (Helmut Dikomey, BDP Landesgruppe Niedersachsen, Juni 2008, PDF)
x

Montag, 15. Oktober 2018

Reh auf Rädern?

Ein 34-Jähriger fährt mit seinem Mountainbike kurz vor Sonnenuntergang durch die französischen Alpen. Plötzlich fällt ein Schuss - der Fahrradfahrer ist sofort tot. Hat der Schütze den Radfahrer trotz seines bunten Helms mit einem Tier verwechselt?
mehr:
- Mit Wild verwechselt? Jäger erschießt Mountainbiker (n-tv, 15.10.21018)


dazu aus meiner Heimatstadt:

Der Jogger
Ein Obersteiner Jogger wurde in der Winterhauch von einem Idarer Jäger angeschossen. Er trug ein T-Shirt mit dem Aufdruck: „Reebok“.

aus dem Büchlein der Nahe-Zeitung „Reesche Leit onn areme Deiwel

Internet und Medien als Kampfmittel – Erich Schmidt-Eenboom, Dirk Pohlmann, Diether Dehm

Über die Zusammenarbeit von Geheimdiensten mit den Medien und wie das Internet als Diffamierungsmaschine missbraucht wird. Diether Dehm im Gespräch mit Erich Schmidt-Eenboom und Dirk Pohlmann.
mehr:
- Internet und Medien als Kampfmittel – Erich Schmidt-Eenboom, Dirk Pohlmann, Diether Dehm (Weltnetz TV, 15.10.2018)
x
Internet und Medien als Kampfmittel - Erich Schmidt-Eenboom, Dirk Pohlmann und Diether Dehm {1:10:27}

weltnetzTV
Am 15.10.2018 veröffentlicht 
Über die Zusammenarbeit von Geheimdiensten mit den Medien und wie das Internet als Diffamierungsmaschine missbraucht wird. Diether Dehm im Gespräch mit Erich Schmidt-Eenboom und Dirk Pohlmann.
Die Rufzerstörung per Medien und Internet ist zum neuen Kampfmittel geworden. Sowohl die großen Medien als auch Geheimdienste spielen dabei zentrale Rollen, während die Manipulationen in den sozialen Medien als moderne Skandalisierungsformen zu bewerten sind.
Einer der bedeutendsten Rechercheure und Kenner der Geheimdienstszene und deren Einflussnahmen auf die Medien ist Erich Schmidt Eenboom. Er hat darüber verschiedene Bücher geschrieben, zuletzt Spionage unter Freunden. Der Autor und Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann hat mehr als 20 international vom ZDF verkaufte Dokumentationen produziert. Pohlmann schildert, wie die Wikipedia, besonders die deutsche Ausgabe, heute an vorderster Stelle dazu beiträgt, Menschen zu denunzieren und zu diffamieren. Das Gespräch führte der Linken-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm.
Schau dir unser Programm an:
https://weltnetz.tv
https://twitter.com/weltnetzTV
https://www.facebook.com/WeltnetzTV-1...
Jeder EURO hilft!
https://weltnetz.tv/foerdern
Spendet bitte auf das Konto unseres Fördervereins:
Verein für Gegenöffentlichkeit in Internetportalen e.V.
IBAN: DE07 5005 0201 0200 6042 60
BIC: HELADEF1822
*Spenden sind nach "Einkommenssteuergesetz (EStG, § 10 b: 'Steuerbegünstigte Zwecke')" steuerabzugsfähig.
Für Fragen oder einfach eine Rückmeldung:
gegenoeffentlichkeit[ät]web.de
x

Sonntag, 14. Oktober 2018

Nazispuren auf dem Dachboden

Seit nunmehr zwei Jahren bin ich ein Nazi. Eigentlich sogar noch ein Jahr länger, aber da sagte mir das noch niemand. Ich erfuhr es erst, nachdem die ersten Texte von mir auf der Achse des Guten erschienen waren. Alte Bekannte, von denen ich teils seit Jahrzehnten nichts mehr gehört hatte, informierten mich über meine verwerfliche Verwandlung. Ich erinnere mich an einen, der offenbar seine eigenen Worte nicht in Gedanken fassen konnte, er bombardierte mich daher mit simplen Fragen („Wie kannst du nur?“) sowie zusammengeklaubten Zitaten von Kant, Camus und vermutlich Papst Konstanz XIV., Küblböck und Katzenberger. Da war es aber längst zu spät für eine Umkehr, denn inzwischen hatte ich ein gutes Jahr Zeit gehabt, um mir über die Politik des „Alles muss rein!“ substanzielle Gedanken zu machen.

Ich wurde also Nazi per Akklamation, wenn auch nicht unter Beifall; aber ich war ja auch kein römischer Feldherr auf dem Weg zum Imperator. Mich focht das, von einer sehr kurzen Phase des Erstaunens abgesehen, nicht weiter an. Mein Leben lang hatte ich mich stets eher auf der linken Seite des politischen Spektrums verortet, es war demnach im inzwischen fortgeschritteneren Alter durchaus angebracht, das Gehirn mal etwas auf Vordermann zu bringen. Dafür an dieser Stelle ein herzliches „Danke, Merkel!“

Das Nazi-Thema war also – so dachte ich – längst durch, zudem ja inzwischen heute jeder Nazi ist, der einen zusammenhängenden Satz formulieren kann und in diesem dann auch noch etwas Unbotmäßiges äußert; dennoch kam ich in der ablaufenden Woche ein wenig ins Grübeln. Die Älteren unter Ihnen werden sich erinnern – am vergangenen Sonntag ließ ich an dieser Stelle Erinnerungen an den Busenregisseur Russ Meyer freien Lauf. Und erwähnte den in einem Film auftretenden Tankwart und Garagisten Martin Bormann. Ein freundlicher, verständnisvoller älterer Mann mit einem etwas anrüchigen Namen. Aber sonst?

Ich dachte nach. Wann hatte ich den Film zum ersten Mal gesehen? Es musste in den 1970ern gewesen sein. Hatte sich da eventuell der Samen des Unaussprechlichen in meine noch junge Oberstube eingepflanzt? Ich sah mir den Film am letzten Sonntag noch einmal an. Und entdeckte Schlimmes: Auf der Stoßstange von Bormanns Abschleppwagen prangen unübersehbar zwei riesige H. Am Haken hängt ein demolierter, wie bei Tobruk entleibter VW Käfer, während in der darüber ablaufenden Titelschrift Mitwirkende mit deutschen Namen auftauchen: Knapp. Neuwirth. Brummer. Meyer natürlich Und wie heißt Bormanns Garage? Super Service!

mehr:
- Das Antidepressivum: Nazispuren auf dem Dachboden (Archi W. Bechlenberg, achgut, 14.10.2018)

Man hört immer wieder die Bemerkung, daß die Philosophie keinen Fortschritt mache, daß die gleichen philosophischen Probleme, die schon die Griechen beschäftigten, uns noch beschäftigen. Die das aber sagen, verstehen nicht den Grund, warum es so sein muß. Der ist aber, daß unsere Sprache sich gleich geblieben ist und uns immer wieder zu denselben Fragen verführt. Solange es ein Verbum «sein» geben wird, das zu funktionieren scheint wie «essen» und «trinken», solange es Adjektive «identisch», «wahr», «falsch», «möglich» geben wird, solange von einem Fluß der Zeit und von einer Ausdehnung des Raumes die Rede sein wird, usw., usw., solange werden die Menschen immer wieder an die gleichen rätselhaften Schwierigkeiten stoßen, und auf etwas starren, was keine Erklärung scheint wegheben zu können.
[Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen: Aus dem Nachlaß (1950/51), Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1977, S. 163, Im Big Typescript, Wiener Augabe, zu finden auf S. 286]

Samstag, 13. Oktober 2018

70 Jahre Israel: Das verdrängte Unrecht

70 Jahre Israel stehen für sieben Jahrzehnte Besatzung und Apartheid-Regime.

Mit der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 begann für die Palästinenser die Katastrophe der Vertreibung — Naqba —, die noch heute andauert. Die Erklärungen aller Parteien im deutschen Bundestag haben diese Barbarei bei ihren Glückwünschen an Israel völlig ausgeblendet. Sie sprechen vom stolzen Rückblick auf 70 Jahre Demokratie. Wohin wird es führen, wenn sich die Staaten und Regierungen weiterhin vor der hässlichen und gefährlichen Seite der Realität drücken?


Es sollte keiner Gedenktage bedürfen, um auf einen schon Jahrzehnte schwelenden Konflikt aufmerksam zu machen, der periodisch in kurze, aber brutale Kriege aufflammt und die ganze Region in einer latenten Krisen- und Kriegsgefahr nicht zur Ruhe kommen lässt. Durch die regelmäßigen Gewaltexzesse der Siedler in den besetzten palästinensischen Gebieten, die unmenschlichen Existenzbedingungen im eingeschnürten und belagerten Gazastreifen und die politischen Wendungen eines ultrarechten Besatzungsregimes, wird uns immer wieder ein Katastrophenszenario in den Medien präsentiert, welches unter normalen Bedingungen die heftigsten Reaktionen der UNO und der EU hervorrufen würde.

Doch die Bedingungen sind nicht normal, die einflussreichsten Staaten der UNO und der EU sind durch die Fehler und Verbrechen ihrer eigenen Geschichte gelähmt und verwalten einen Kriegszustand, der zwar nicht ihren propagierten Werten entspricht, aber offensichtlich ihren Interessen nicht widersprechen muss. Sie verschließen die Augen vor einer Katastrophe, die sie selbst mit zu verantworten haben.

mehr:
- Das verdrängte Unrecht (Norman Paech, Rubikon, 13.10.2018)

siehe auch:
- Der Apartheid-Staat (Jochen Mitschka, Rubikon, 12.10.2018)
- Bedingungslos für Israel? (Post, 08.10.2018)
- US-Regierung steigt wegen Israel-Kritik aus dem UN-Menschenrechtsrat aus (Post, 20.06.2018)
- Heute vor 35 Jahren – 16. September 1982: Massaker in libanesischen Palästinenserlagern (Post, 16.09.2017)
Israels Siedlungsbau ist nicht illegal (Post, 30.12.2016)
Operation Ajax revisited (Post, 24.07.2016)
- 100 Jahre Sykes-Picot-Abkommen: ein Essay von Heiko Flottau. (Post, 15.05.2016)
Frieden von unten (Post, 03.02.2015)
- Israel und seine Palästinenser (Post, 07.01.2015)
KenFM im Gespräch mit: Moshe Zuckermann (Post, 09.08.2013)
- Freundschaft (Post, 16.05.2012)
- Norbert Blüm - Die Wahrheit über Israel und Palästina (Youtube-Video, hochgeladen am 30.04.2011)
Umkehr nach dem Schock (Post, 20.08.2009)
- Viel Palästina und ein bißchen türkische Toleranz (Post, 20.02.2009)
x

Immer noch G20: Die Verfolgung von Aktivisten

G20: Zur Verfolgung von Aktivisten nutzt das Hamburger LKA den EU-Haftbefehl und die Europäische Ermittlungsanordnung. Das BKA übernimmt die Funktion einer Zentralstelle

Mitarbeiter der Hamburger Sonderkommission "Schwarzer Block" sind nach dem G20-Gipfel mehrmals für einen "Erkenntnisaustausch" in Nachbarländer gereist. Das teilte der Hamburger Senat auf Anfrage der Abgeordneten Christiane Schneider in einem Schreiben mit, das der Redaktion vorliegt. Um welche Maßnahmen und besuchte Behörden es sich handelt, schreibt der Senat nicht.

Vor zwei Wochen hatte die Hamburger Polizei die Auflösung der Sonderkommission bekannt gemacht. Sämtliche strafrechtlichen Ermittlungen zum G20-Gipfel werden jetzt von einer Ermittlungsgruppe weitergeführt, die bei der Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts (LKA) angesiedelt ist.

Bislang war nur bekannt, dass die Soko "Schwarzer Block" zur Vollstreckung deutscher richterlicher Beschlüsse im Ausland war. Am 29. Mai hatten die Beamten Durchsuchungen bei sieben Personen in Frankreich, Italien, Spanien und der Schweiz veranlasst, um dort mögliche Beweismittel zu sichern.

Neun Objekte wurden durchsucht und dabei Rechner und Laptops, Mobiltelefone, Speichermedien und Bekleidung beschlagnahmt. Zwei der Beschuldigten waren zunächst unbekannt und wurden durch eine Öffentlichkeitsfahndung identifiziert. Die Fotos und Beschreibungen der Betroffenen hatte die Soko "Schwarzer Block" zur Identifizierung auch an ausländische Behörden geschickt.

mehr:
- Der lange Arm der Repression (Matthias Monroy, Telepolis, 13.10.2018)
x
siehe auch:
- Nochmal G20 in Hamburg: Vorgehen der Polizei rechtswidrig (Post, 16.06.2018)
- G20-Aufarbeitung: Lügen und geschwärzte Akten (Post, 08.11.2017)
- G20-Aufarbeitung: Ermittlungstempo je nachdem… (Post, 13.10.2017)
- „Die Polizei Hamburg hat die Gewaltorgie losgetreten“ (Post, 07.10.2017)
- G20-Nachbereitung: Pleiten, Pech und Pannen (Post, 06.10.2017)
- "Die Herrschaft über die Wirklichkeit hat die Polizei" (Post, 06.10.2017)
- Nachlese zum G20-Gipfel – Wrestling vs. schonungslose Analyse (Post, 18.08.2017)
- Aufräumarbeiten nach dem G20-Gipfel: Was würde geschehen, wenn… (Post, 23.07.2017 – mit einigen ausagekräftigen Wikipedia-Ausschnitten zum G8-Gipfel in Genua 2001)


Der Macron der Superreichen

Frankreich: Zum Budgets 2019 gibt es eine Neuauflage der Diskussion darüber, ob Macron ein "Präsident der Reichen" ist

Ob denn überhaupt etwas vorangehe in Frankreich oder ob das Land im Immobilismus verharre, fragte vergangenen Sonntag eine Diskussionsrunde im Sender France Inter. Regierungssprecher Benjamin Griveaux regte sich fürchterlich auf. Wie denn die Journalisten überhaupt auf die Idee kämen, die Realität derart wahrzunehmen, dass solche Fragen gestellt werden.

Griveaux verwies auf zahlreiche Reformen, welche die Regierung Macron wie keine andere zuvor anpacke (weshalb er auch erst zu seinem Posten als Vollzeitsprecher gekommen ist, wie die Schwäbische seinerzeit berichtete).

So überzeugt man in der Entourage des Präsidenten vom Arbeitselan und den vielen Vorhaben sein mag, so wenig Zugkraft ist allerdings außerhalb zu spüren. Der Regierungssprecher schob den schwarzen Peter dafür vor allem der Berichterstattung zu.

mehr:
- Macrons Unterstützung der Superreichen (Thomas Pany, Telepolis, 13.10.2018)
x

AfD im (Schul)-Klassenkampf

Die AfD sorgt derzeit mit Beschwerdeportalen bundesweit für Echauffierung. Schüler sollen online melden, wenn ihnen Lehrkräfte, salopp gesagt, politisch allzu betreuerisch, wenn nicht gar kopfwäscherisch vorkommen. Vor allem geht es wohl um unterrichtliche Bemerkungen zulasten der AfD. Die Partei möchte das als Aktion „Neutrale Schule“ verstanden wissen. Ihre Gegner nennen es „organisierte Denunziation“. Welche ein „Mittel von Diktaturen“ sei. Was wären wir bloß ohne Adolf und Walter.

Nun haben derlei Plattformen in der Tat ein herbes Geschmäckle, sofern nicht gerade die famose Zivilgesellschaft beziehungsweise staatlich geförderte Antifa-Spitzelkräfte dahinter stehen. Einen Hauch von „1984“ gewissermaßen, wo Pimpfe sogar ihre Erzeuger ausspähen. Viele Sympathiepunkte kann man mit einer solchen Veranstaltung nicht ergattern. Der Aufschrei linker Lehrergewerkschaften sowie sämtlicher Wahrheitsmedien gegen das schändliche Vorhaben war programmiert. Die Reaktion muss von der AfD antizipiert, ja billigend in Kauf genommen worden sein.

War das taktisch unklug? Oder genau richtig? Nun ja, ein gewisser Leidensdruck ist anzunehmen in Familien, wo Kinder nicht im Refugee-welcome-Modus aufwachsen. Sie aber einen Teil des Tages der ganz überwiegend rotgrün gepolten staatlichen Erzieherschaft überlassen werden müssen.

mehr:
- AfD im (Schul)-Klassenkampf (Wolfgang Röhl, achgut, 13.10.2018)
x

Freitag, 12. Oktober 2018

Fernsehempfehlung: Babylon Berlin

noch bis 
18.10.2018 
in der ARD-Mediathek!

Gottfried Helnwein über Political Correctness: »Sie ist das Ende der freien Rede«

Das Bild ist nicht Teil des Artikels




Der österreichische Maler Gottfried Helnwein ist für seine schonungslose Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Tabus bekannt. Die bricht er auch in einem Interview. „Political correctness“ findet er schlimmer ist als Donald Trump. Und Sahra Wagenknecht besser als alle anderen Politiker

Was mir als erstes zu Gottfried Helnwein einfällt? Ein Cover eines Scorpions-Albums, aus einer Zeit, als ich die Scorpions noch mochte, was heute bitteschön als Jugendsünde durchgeht. Das Cover zeigt einen Mann, der schreit, einen Verband um den Kopf trägt und Gabeln im Gesicht, die ihm die Augen verdecken und irgendwie auch auskratzen.

Massenhysterie gegenüber Donald Trump
Helnwein habe ich seither komplett aus den Augen verloren. Jetzt ist er mir wiederbegegnet in einem Interview auf der Webseite unseres Schwestermagazins Monopol. Helnwein beklagt sich über die übertriebene Korrektheit in seiner Wahlheimat USA und schildert, dass legendäre Comedians wie John Cleese von der Monty Python’s-Truppe inzwischen die Lehrsäle der Unis meiden, weil sie vor lauter Tabus keinen Witz mehr reißen können, ohne dafür an den Pranger gestellt zu werden.

mehr:
- „Sie ist das Ende der freien Rede“ (Christoph Schwennicke, Cicero, 12.10.2018)
x
siehe auch:
Political correctness schnürt einem die Luft ab (SPON, 12.10.2018)
Nach Veganer-Kritik an Kinderlied – Der Fuchs darf in Limburg wieder die Gans stehlen (SPON, 12.04.2017)
- Rudolf Steiner, Waldorfschulen und die Medienmeute (SPON, 23.10.2007)

Umfrage: Mehr Ukrainer wünschen freundschaftliche Beziehungen mit Russland

Während die ukrainische Regierung mit ihren verbündeten westlichen Staaten auf Konflikt setzt, wollen die Menschen ein Ende des Kriegs, 48 Prozent haben eine positive Haltung zu Russland

Politisch und militärisch wird der Konflikt zwischen der Nato und Russland eskaliert, aus der Perspektive des Westens sind Russland und die Machthaber der "Volksrepubliken" im Donbass die Bösen, während die Machthaber in Kiew die Guten sind. Die ukrainische Regierung verstärkt den Konflikt, wo es nur irgendwie geht, schließlich ist die russische Bedrohung das Mittel, um die politische, finanzielle und militärische Unterstützung von den Nato-Staaten zu erhalten. In pro-russischen und anti-russischen ukrainischen Medien wird der Konflikt hochgekocht. An den Menschen scheint dies zunehmend vorbeizugehen, sie haben einen nüchternen, weniger interessengeleiteten Blick. Viele in der Ukraine sehen Russland positiv, umgekehrt ist es auch so.

Eine Umfrage des Kiev International Institute of Sociology (KIIS) weist einmal wieder darauf hin, dass die Machtinteressen von Regierungen nicht mit der Haltung der Bevölkerung übereinstimmen müssen, die sie, demokratisch oder nicht, vertreten. Während Militär und Medien gegen die russische Gefahr mobilisiert werden und die Ukraine als gefährdeter Vorposten der "Freiheit" gilt, haben 48 Prozent der Ukrainer ein positives Bild von Russland, was strikt dem Bild entgegensteht, das pro-westliche Politiker zeichnen. Nur 32 Prozent haben eine negative Einstellung gegenüber Russland, erstaunliche 14 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

mehr:
- Umfrage: Mehr Ukrainer wünschen freundschaftliche Beziehungen mit Russland (Florian Rötzer, Telepolis, 12.10.2018)
x

Staatlich organisierte Unmenschlichkeit: Hiroshima, Die Mutter aller Kriegsverbrechen

Allein zu Testzwecken begingen die USA 1945 Massenmord.


Der Journalist und Dokumentarfilmmacher Dirk Pohlmann erläuterte in einem Vortrag, dass die Rechtfertigungen für die Atombombenabwürfe der USA auf Japan nicht nur ethisch sondern auch sachlich falsch sind. Die atomare Vernichtung Hiroshimas und Nagasakis im August 1945 diente vor allem dem Test der neuartigen Massenvernichtungsmittel und nicht — wie gern behauptet — einer schnellen Beendigung des Krieges. Der machtstrategische Zynismus heutiger Militärs und Politiker ist nicht geringer einzuschätzen, aber die Atomwaffenarsenale sind seitdem monströs gewachsen.


Haben die USA 1945 zwei Atombomben auf Japan abgeworfen, weil sie den Zweiten Weltkrieg möglichst schnell beenden und so viele Menschenleben wie möglich retten wollten? „So habe ich es in der Schule gelernt“, sagt Dirk Pohlmann zu Beginn seines Vortrages in Hannover-Langenhagen. Auch in der Wikipedia finden sich diese US-Rechtfertigungen bis heute. „Doch diese Begründungen sind falsch“, betont Pohlmann. Er bezeichnet sie sogar als „Mythos“.

Der Journalist, der zahlreiche TV-Dokumentationen für ARD, ZDF und Arte drehte, hat eine andere Erklärung für die Atombombenabwürfe, die auf deutlich weniger Humanität und mehr machtstrategischen Zynismus bei den damaligen US-Verantwortlichen schließen lassen. „Die Bomben wurden nicht aus militärischen Gründen abgeworfen, sondern zu Testzwecken.“



Augenzeuge apokalyptischer Bilder


Der 59-Jährige hat sich lange mit den Atombombenabwürfen beschäftigt. Das liegt auch daran, dass er als Student in Mainz das Glück hatte, mit Helmut Erlinghagen einen der wenigen europäischen Zeugen und Überlebenden von Hiroshima kennenzulernen (1). Erlinghagen wurde von seinen Eltern in den 1930er Jahren als Jesuitenschüler nach Japan geschickt und befand sich am 6. August 1945 in einem Kloster in Hiroshima, erzählt Pohlmann. In den 1970er Jahren kehrte Erlinghagen nach Deutschland zurück und lehrte Philosophie in Mainz.

Pohlmann interviewte seinen Professor mehrmals zu dem Thema und freundete sich mit ihm an. „Es war unglaublich, was Erlinghagen beschrieb“, erinnert sich der Journalist. Opfern konnte man die Haut wie einen Handschuh abziehen, wenn man ihnen die Hand gab, hatte Erlinghagen berichtet. Frauen, die von der Explosion erblindet waren, zogen klagend in einer Reihe Hand auf Schulter durch die Trümmer. Kinder irrten durch die Ruinenlandschaft auf der Suche nach ihren Eltern.

Das Kloster am Stadtrand war als eines der wenigen massiv gebauten Gebäude stehengeblieben. Die meisten Häuser Hiroshimas waren hingegen in leichter Holzbauweise konstruiert und wurden beim Bombenabwurf komplett zerstört. Viele Überlebende kamen ins Kloster und hofften auf Hilfe. Doch mehr als Beistand konnten die Jesuiten nicht leisten.

40.000 Menschen nahe dem Detonationszentrum waren sofort gestorben, die meisten von ihnen verdampften in der ungeheuren Hitze der atomaren Explosion. 80.000 weitere Menschen starben in der Folgezeit an den Strahlenwirkungen. Auch Helmut Erlinghagen hatte mit den Folgen zu kämpfen: Er entwickelte eine Immunschwäche und starb 1994.

mehr:
- Die Mutter aller Kriegsverbrechen (Stefan Korinth, Rubikon, 12.10.2018)

Dirk Pohlmann spricht über "Dresden, Tokio, Hiroshima" {13:48}

sender.fm
Am 02.10.2018 veröffentlicht 
Am 21.09.2018, dem "Internationalen Tag des Friedens" spricht Dirk Pohlmann in Dresden über "Dresden, Tokio, Hiroshima".
Organisiert wurde die Mahnwache von der Friedensinitiative Dresden.
Moderation: Julia Szarvasy
https://www.friedendresden.de
https://www.sender.fm

„Der Westen eroberte die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen oder Werte oder seiner Religion (zu der sich nur wenige Angehörige anderer Kulturen bekehrten), sondern vielmehr durch seine Überlegenheit bei der Anwendung von organisierter Gewalt. Oftmals vergessen Westler diese Tatsache; Nichtwestler vergessen sie niemals.“ [Samuel Phillips Huntington: Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. 5. Auflage, Siedler bei Goldmann, München 1998, S. 68., gefunden bei Wikipedia]

ZDF History - Hiroshima [Doku HD] {45:30}

Dokumentation24
Am 19.10.2016 veröffentlicht 
Am 6. August 1945, morgens um 8.16 Uhr, detonierte über der Innenstadt von Hiroshima ein Sprengsatz, der jegliche Vorstellungskraft der Zeitgenossen übertraf. Die Zerstörungskraft der auf den Namen "Little Boy" getauften Atombombe entsprach der von 12.500 Tonnen herkömmlichen Sprengstoffs. Eine gewaltige Druckwelle zerstörte in wenigen Sekunden fast 90 Prozent der Stadtfläche von Hiroshima.
Bis zu 200.000 Menschen starben durch "Little Boy", die Hälfte davon durch Spätfolgen der radioaktiven Strahlung. Nach dem Abwurf einer zweiten Atombombe auf die Stadt Nagasaki drei Tage später folgte die japanische Kapitulation. ZDF-History erinnert an den bis heute umstrittenen ersten Einsatz von Atomwaffen und an die verheerenden Folgen für die Bevölkerung von Hiroshima.
x
K: Ich meine immer noch, wir sollten die Deiche endlich plattmachen.
N: Werden Leute absaufen?
K: Dabei werden ungefähr 200.000 Menschen ertrinken.
N: Also nein, nein, nein, nein, nein; ich nehme lieber eine Atombombe. Steht eine bereit?
K: Das wäre übertrieben.
N: Eine Atombombe, das macht Dir zu schaffen? Ich will, daß Du groß denkst, Henry, Himmelhergottnochmal!
[aus einem Gespräch zwischen Richard Nixon und Henry Kissinger –  Quelle: Die Wahrheit über den Vietnamkrieg (Doku) Daniel Ellsberg und die Pentagon Papiere (ZDF-Doku), aus Nixons Tonbandaufnahmen aus dem Oval Office, im Film ab 1:20:00]
siehe auch:
- Nixon und Kissinger – ein Denkmalsturz (Bernd Greiner, ZON, 24.10.2007)

Die Verlegerin - Trailer deutsch/german HD {2:39}

Universal Pictures Germany
Am 23.11.2017 veröffentlicht 
Ab 22. Februar 2018 im Kino - https://www.facebook.com/DieVerlegerin
1971 steht mit Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep) eine Frau an der Spitze des Verlags, der die renommierte „Washington Post“ herausbringt. Als erste weibliche Zeitungsverlegerin der USA hat Kay ohnehin keinen leichten Stand, außerdem steht die Zeitung kurz vor dem Börsengang – brisant wird es, als Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) über einen gigantischen Vertuschungsskandal im Weißen Haus berichten will, in den allein vier US-Präsidenten verwickelt sind.
In einem nervenzerreißenden Kampf für die Pressefreiheit riskieren Kay und Ben ihre Karrieren und die Zukunft der Zeitung – ihr mächtigster Gegner ist dabei die US-Regierung…
Die Veröffentlichung der geheimen „Pentagon-Papiere” zählt neben der Watergate-Affäre zu den größten Politskandalen der USA. Dieser dramatische Tatsachenbericht über den ersten „Leak“ der Pressegeschichte, an dessen Veröffentlichung die mutige Verlegerin Kay Graham maßgeblich beteiligt war, wird jetzt von Steven Spielberg (Bridge of Spies – Der Unterhändler, Lincoln) erstmals für die große Leinwand aufgearbeitet. Für Regisseur Spielberg und Star Tom Hanks ist DIE VERLEGERIN der fünfte gemeinsame Film – mit Ikone Meryl Streep arbeiten beide zum ersten Mal zusammen. Mit bemerkenswerten sechs Golden Globe-Nominierungen wurde der Film in den Sektionen Bester Film – Drama, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin – Drama, Bester Hauptdarsteller – Drama, Bestes Drehbuch und Beste Filmmusik berücksichtigt.
„Wir standen nicht etwa auf der falschen Seite. Wir waren die falsche Seite.“
[Daniel Ellsberg in dem auf Arte ausgestrahlten Dokumentarfilm „Der gefährlichste Mann in Amerika“, zitiert im Tagesspiegel vom 21.04.2010]

"Wir bringen Millionen Muslime um und reden über Menschenrechte?" - Jürgen Todenhöfer 1/3 {10:01}

2010IslamTube
Am 21.02.2011 veröffentlicht 
Wir bringen Millionen unschuldige Muslime um und reden über Menschenrechte?...

Immer schreibt der Sieger die Geschichte der Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge.
Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge. [Bertholt Brecht]
siehe auch:
Postfaktisches Zeitalter: Wir trampeln auf unseren »Westlichen Werten« herum, bis der Begriff keinen substantiellen Inhalt mehr hat (Post, 02.04.2018) 
- Whistleblower Daniel Ellsberg: "Wir haben die Infrastruktur eines Polizeistaates geschaffen" (Yassin Musharbash, ZON, 09.06.2018)
Hardeep Singh Puri: Moralische Hysterie, missionarische Außenpolitik und falsche Kriege (Post, 24.01.2017) 
Die Infragestellung unseres Standard-Narrativs (Post, 13.03.2016)
Es war einmal – unsere westlichen Werte und das Völkerrecht (04.12.2015)
Forschungsarbeit: Meinungsmanipulationsstrategien in Frieden und Krieg (Jens Wernicke, Institut für Medienverantwortung, Juli 2009?)
- Ich kann gar nicht so viel essen… (Post, 25.03.2006)

About 18 veterans kill themselves each day. Thousands from the current wars have already done so. In fact, the number of U.S. soldiers who have died by their own hand is now estimated to be greater than the number (6,460) who have died in combat in Afghanistan and Iraq.
x

Leserbriefe zu „Diesel-Hysterie“

Zum Artikel Diesel-Hysterie erreichten uns diverse Zuschriften, von denen wir einige hier wiedergeben. Da dieses Thema die meisten von uns tagtäglich betrifft, entweder als Autofahrer und -käufer, und/oder als die Emissionen einatmenden Bürger, ist hier sicher eine Lösung vonnöten, die über das hinausgeht, was auf dem „Diesel-Gipfel“ beschlossen wurde. Es ist aber auch ein Thema, bei dem man durch Änderung des eigenen Verhaltens sein Scherflein zu einer Verbesserung der Luftqualität beitragen könnte. Zusammengestellt von Moritz Müller.
mehr:
- Leserbriefe zu „Diesel-Hysterie“ von Jens Berger (Moritz Müller, NachDenkSeiten, 12.10.2018)
x

Political correctness schnürt einem die Luft ab

Nach Leipzig verbietet nun auch München sexistische Werbung. Was geschmackvoll und geschmacklos ist, bewertet damit nicht mehr der Konsument selbst, sondern der Staat unter Federführung linker Politikerinnen. Die Grünen-Politikerin Marianne Bukert-Eulitz forderte unlängst gar, Miss-Wahlen auch für weniger schöne Frauen zu öffnen. In den USA ist man da schon einen Schritt weiter: Künftig soll es bei der Wahl zur Miss America nicht mehr vorrangig um Schönheit gehen. Die Bikini-Show soll daher gänzlich abgeschafft werden. Hinter all dem steckt eine Genderideologie, die längst nichts mehr mit der Emanzipation der Frau zu tun hat und deren Ikone, Judith Butler, nicht umsonst ein Fan der Burka ist.

Dass der Sozialismus dieser Tage subtiler daherkommt als noch in der DDR oder aktuell in Venezuela, ist zumindest für diejenigen, die die Alarmsignale noch erkennen, nichts Neues. Der Rest befindet sich im Tal der Ahnungslosen, aus dem die meisten erst heraustreten, wenn sich ihre eigene Meinung plötzlich abseits des politisch korrekten Korridors bewegt, der sich neuerdings unter dem offiziellen Gütesiegel der Gratismutigen, #WirSindMehr, subsumiert.

Aber der totalitäre Charakter des heutigen Leise-Sohlen-Sozialismus lässt sich an noch viel mehr als der eingeschränkten Meinungsfreiheit bezüglich Islam- und Einwanderungsfragen erkennen. An die Stelle des SED-Funktionärs tritt der besorgte Politiker, der dazu angetreten ist, den unwissenden und daher leicht zu beeinflussenden Bürger vor negativen Einflüssen zu schützen. Dahinter – wie schon damals – die linke Hybris, stets am besten zu wissen, was für alle gut ist und die damit einhergehende fehlende Akzeptanz anderer Meinungen, die einem mit jedem Bestreben um weitere Verbote und Regelungen geradewegs vor die Füße gespien wird.

Die Zauberwörter Sexismus und Rassismus, deren inflationärer Gebrauch in den letzten Jahren zu ihrer eigenen endgültigen Sinnentleerung geführt hat, dienen hierbei immer noch als gut funktionierende Daumenschrauben. Ganz im Sinne von Hans Christian Andersens „Des Kaisers neue Kleider“ weiß zwar jeder der betroffenen Akteure, vom Verständnis heuchelnden CDUler bis hin zum PR-Fuzzi eines großen Unternehmens, der sich dem politisch korrekten Nonsens fügen muss, dass der Kaiser nackt ist und es den Durchschnittskonsumenten einen Scheißdreck interessiert, wie hoch die Frauen- und Migrantenquote in der Mc-Donalds-Werbung ist oder ob die dicken Brüste auf dem Werbeplakat sexistisch sind oder nicht.

mehr:
- Kampf gegen die Schönheit (Anabel Schunke, achgut, 12.10.2018)
siehe auch:
- Gottfried Helnwein über Political Correctness: »Sie ist das Ende der freien Rede« (Post, 12.10.2018)

„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren. [Christopher] Dawson … sagt, dass die Kirche Europa ist und Europa die Kirche, und ich sage: Ja! Corruptio optimi quae est pessima [Die Verderbnis des Besten ist das Schlimmste]. Durch den Versuch, die Offenbarung zu sichern, zu garantieren, zu regeln, wird das Beste zum Schlimmsten …
Ich lebe außerdem in einem Gefühl größter Zwiespältigkeit. Ich komme nicht ohne Tradition aus, aber ich muss erkennen, dass ihre Institutionalisierung die Wurzel von etwas Bösem ist, das tiefer geht als alles Böse, das ich mit unbewaffnetem Auge und Geist erkennen könnte.“[7]
[Ivan Illich, Zitate, Wikipedia, abgerufen am 14.10.2018]

Nachruf auf Ursula Behr

Nachruf auf Ursula Behr - Frieden für Syrien! Kampf für die Wahrheit! {3:53}

antikriegTV
Am 12.10.2018 veröffentlicht 
Video von Mohammed Damour Antikrieg TV
http://youtube.com/antikriegtv

siehe auch:
Für URSula, die Behrin: HaBE der Berliner Malerin Ursula Behr nachgeschrien (Harmut Barth-Engelbart, barth-engelbart.de, 05.11.2018)
Ursula Behr (1960 Fulda – 2018 Damaskus) (Opa-Blog, 10.10.2018)
- Ursula Behr (Freidenker, Landesverband Berlin, undatiert)

Ursula Behrs Syrien-Blog (letzter Eintrag am 29.01.2018)

Björn Höcke träumt gefährlich

Der AfD-Politiker spricht Klartext über das von ihm angestrebte undemokratische Regime. Eine Auseinandersetzung mit seiner Denkweise

Björn Höcke gehört zu den führenden Politikern der AfD. Er fiel mehrfach mit selbst für die AfD extremen Äußerungen auf. Die Relativierung dieser Vorstöße ("ich habe doch n u r ... ") gehört wie auf der anderen Seite die Etikettierung "Nazi" zu den Ritualen einer Auseinandersetzung, bei der die Begründung der Behauptungen nicht den Platz erhält, den sie haben sollte.

Dazu kommt, dass Trennlinien zwischen Behauptungen, Unterstellungen und tatsächlichen politischen Ansichten verschwimmen. Sei es, weil Vertreter der Neuen Rechten sich auf mehrdeutige Provokationen gut verstehen, sei es, weil manche ihrer politischen Gegner zu schablonenhaft vorgehen.

Höcke selbst gibt nun mit der Veröffentlichung eines knapp 300 Seiten langen Protokolls eines Gespräches, das Sebastian Hennig mit ihm geführt hat ("Nie zweimal in denselben Fluss", Berlin 2018), die Gelegenheit, dass seinen Ansichten genau "auf den Zahn gefühlt" wird. Das soll im Folgenden geschehen.

Er trägt nicht nur seine politischen Auffassungen vor. Seine Ausführungen wollen nicht nur argumentieren und Stimmung machen. Sie verkörpern eine bestimmte Lebensart und subjektive Gestimmtheit. Von deren Durchsetzung in der ganzen deutschen Bevölkerung erwartet sich der AfD-Politiker Großes. Das Gesprächsprotokoll präsentiert die von Höcke gewollte politische und psychische Transformation in schonungsloser Offenheit.

mehr:
- Björn Höcke droht mit "Dunkeldeutschland" (Meinhard Creydt, Telepolis, 12.10.2018)
x
Hass und Gewalt in Chemnitz: Darum gehen die Menschen auf die Straße | stern TV {10:13}

i&u TV - Information & Unterhaltung
Am ttt veröffentlicht 
Seit Tagen sind Chemnitz und die aufgebrachte Stimmung der zwei Lager das beherrschende Thema in den Nachrichten. Das kostenlose Konzert "Wir sind mehr" gegen Rechts, zu dem am Montag rund 65.000 Menschen nach Chemnitz kamen, war ein Erfolg. So viele wollten dort ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Gewalt setzten. Doch die Probleme sind damit nicht gelöst. Seit Jahren baut sich der Fremdenhass und die Wut über soziale Ungerechtigkeit auf – und entlädt sich unter anderem im "Fall Daniel H." Bei Aufmärschen am Samstag richtete sich die aufgeheizte Stimmung dann auch gegen Unbeteiligte, wie etwa Journalisten, die angegriffen und an ihrer Arbeit gehindert wurden, wie unsere Reportage dokumentiert. Auch stern TV war mit einem Team vor Ort, unsere Reporterin Sophia Maier berichtet von "etlichen Angriffen auf mich und meine Kamera". Sie sagt: "So viel Hass und Aggressivität habe ich noch nie erlebt."
Meinungsfreiheit in Deutschland wird immer mehr mit Hetze und offenen Feidseligkeiten gleichgesetzt und wächst vor allem im Internet erschreckend dynamisch. Ein Mord wird instrumentalisiert, um den Hass, Angst und Gewalt im öffentlichen Raum zu auszuleben, rechtspopulistische Gruppierungen schließen sich zusammen. Und auch hier sind es erschreckend viele. Was treibt die Menschen auf die Straßen, warum nimmt die Aggressivität immer weiter zu? Wie kann die Politik die Lage wieder in den Griff bekommen - und verhindern, dass sich Ähnliches bald schon bald woanders ereignet?
stern TV, 05.09.2018, 22:15 Uhr, RTL
* stern TV auf Facebook: https://www.facebook.com/sterntv
* Mehr Infos zum Thema: http://www.stern.de/tv/
x